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MEISTERKONZERTE

Sonntag • 14. Oktober 2018 • 20.00 Uhr Aula Kurfürst-Maximilian-Gymnasium

Nils Mönkemeyer, Viola William Youn, Klavier mit Werken von Schubert, Liszt, Debussy, Britten, Franck und R. Clarke Künstlerische Brillanz und innovative Programme sind das Markenzeichen, mit dem Mönkemeyer sich in kurzer Zeit als einer der international erfolgreichsten Bratschisten profiliert und der Bratsche zu enormer Aufmerksamkeit verholfen hat. Als Exklusiv-Künstler bei Sony Classical brachte er zahlreiche CDs heraus, die alle von der Presse hoch gelobt und mit Preisen ausgezeichnet wurden. Mit seinen kammermusikalischen Projekten – zu denen u.a. das Trio mit Sabine Meyer und William Youn und das Julia Fischer Quartett gehören – ist er zu Gast auf internationalen Podien sowie bei zahlreichen Festivals. Seit 2011 ist Mönkemeyer Professor an der Hochschule für Musik und Theater München. Als einen „echten Poeten“ mit „bravouröser Anschlagstechnik“ rühmt die Presse den 1982 geborenen Pianisten William Youn. Seine Ausbildung begann der Kosmopolit Youn in Korea. In frühester Jugend zieht er nach Amerika, später wechselt er erneut den Kontinent und geht an die Musikhochschule Hannover sowie als Stipendiat an die Piano Academy Lake Como, wo er mit Künstlerpersönlichkeiten wie Karl-Heinz Kämmerling, Dmitri Bashkirov oder Menahem Pressler regelmäßig arbeitete. Seit vielen Jahren lebt der Pianist nun in seiner Wahlheimat München. Er konzertiert international von Berlin über Seoul bis New York. „Youn ist ein Musiker für den Hörgenuss. Kein Darsteller. Ein Gestalter.“ (SZ)


Mittwoch • 7. November 2018 • 20.00 Uhr Aula Kurfürst-Maximilian-Gymnasium

Schumann Streichquartett

Seit ihrer frühesten Kindheit spielen die drei im Rheinland großgewordenen Brüder Mark, Erik und Ken Schumann zusammen. 2012 ist die in Tallinn geborene und in Karlsruhe aufgewachsene Liisa Randalu als Bratschistin dazu gekommen. Immer wieder bemerken Außen­ stehende, wie stark die Bindung zwischen ihnen ist. Die Vier genießen die nonverbale Kommunikation, „ein Blick, und ich weiß, wie er/sie die Musik in dem Moment spielen möchte“. Unterschiedliche Persönlichkeiten treten deutlicher hervor, gleichzeitig entsteht in jedem musikalischen Werk ein gemeinsamer Raum, findet eine geistige Metamorphose statt. Vielleicht sind diese Offenheit, die Neugierde, die entscheidenden Einflüsse von Lehrern wie Eberhard Feltz oder Partnern wie Menahem Pressler, Sabine Meyer und Kit Armstrong, Veröffentlichungen, das Studium beim Alban Berg Quartett, Auftritte in den großen Konzertsälen der Welt und bei renommierten Festivals, der Gewinn des hoch angesehenen Concours de Bordeaux: Preise, Lehrer, musikalische Partner – gerne werden Stufen konstruiert, um herzuleiten, warum viele das Schumann Quartett heute zu den besten überhaupt zählen. „Das wahrlich brillante Ensemble“, so H. Eggebrecht in der SZ, „hat an Intensität, Souveränität, Ernst und, nicht zu vergessen, Humor entschieden dazu gewonnen, es ist zweifellos eine der allerbesten Formationen der jetzigen Quartettblüte“.

MEISTERKONZERTE

mit Werken von W. A. Mozart, L. Janáček und J. Brahms


MEISTERKONZERTE

Donnerstag • 24. Januar 2019 • 20.00 Uhr Aula Kurfürst-Maximilian-Gymnasium

Ma’alot Bläserquintett mit Werken von F. Mendelssohn-Bartholdy und G. Ligeti Das Ma‘alot Quintett gehört seit seiner Gründung im Jahre 1986 zu den weltweit führenden Kammer­ musikensembles. „Ma’alot“ stammt übrigens aus dem Hebräischen und versinnbildlicht den „Weg zu Harmonie und Einklang“ Alle Mitglieder des Ensembles spielen an Solo-Positionen in bedeutenden deutschen Orchestern oder lehren erfolgreich als Professoren an Musikhochschulen: Stefanie Winker ist Flötenprofessorin in Frankfurt am Main. Christian Wetzel wurde einst als jüngster Oboenprofessor Deutschlands nach Leipzig berufen. Ulf-Guido Schäfer glänzt als Solo-Klarinettist der NDR Radiophilharmonie in Hannover. Sibylle Mahni ist Hornprofessorin in Saarbrücken und Volker Tessmann Fagottprofessor in Berlin. 2011 gründete das Ma’alot Quintett sein eigenes Bläser-Kammermusik-Festival. Vier erste Preise bei großen internationalen Wettbewerben (herausragend der erste Preis beim internationalen Wettbewerb der ARD in München) ebneten den Weg zu bedeutenden Musikfestspielen, zu Produktionen an Rundfunkanstalten sowie zu einer viel beachteten regen Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Ausgedehnte Tournéen führten das Ensemble durch die ganze Welt, unter anderem nach Südkorea, in die USA, sowie zum 25jährigen Bühnenjubiläum in der Saison 2011 sowohl nach Südamerika als auch durch ganz Süd-Ost-Asien. Urteil der FAZ: „Ein unwiderstehliches Musikantentum auf höchstem künstlerischen Niveau“


Freitag • 15. März 2019 • 20.00 Uhr Aula Kurfürst-Maximilian-Gymnasium

Orion Streichtrio

Die Geigerin Soyoung Yoon gehört zu den Ausnahme­ erscheinungen ihrer Generation. Neben ihrer erfolgreichen Solokarriere gründete sie 2012 zusammen mit dem Bratschisten Veit Hertenstein, Deutschland, und dem Cellisten Benjamin Gregor-Smith, Großbritannien, das Orion Streichtrio. Alle drei Streicher sind Mitglieder des Sinfonieorchesters Basel. Durch die spürbare Freude am Zusammenspiel und das tiefe musikalische Verständnis eroberte das Orion Trio rasch die bedeutenden internationalen Konzertbühnen und gewann den 1. Preis und den Publikumspreis des international renommierten Kammermusikwettbewerbs des „Migros Kulturprozent“ in Zürich. Die Jury war „überzeugt und fasziniert durch die Freude am Zusammenspiel, Ensemblegeist und hohe Professionalität“, so die Neue Zürcher Zeitung. Im Alter von fünf Jahren begann Soyoung Yoon mit dem Geigenspiel. Mit 17 Jahren gewann sie den Yehudi Menuhin Wettbewerb und wurde kurz darauf Preisträgerin der vier weltweit wichtigsten Violinwettbewerbe. Auch Veit Hertenstein gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe. 2016 wurde er mit gerade erst 30 Jahren zum Professor für Viola an die Hochschule für Musik in Detmold berufen. Benjamin Gregor-Smith wurde 1987 in Manchester geboren und bekam seinen ersten Cellounterricht mit sieben Jahren. 2011 erhielt er den Sonderpreis beim Internationalen Witold Lutoslawski Cello-Wettbewerb. Weitere Preise bekam er u.a. beim Europäischen Kammermusik Wettbewerb.

MEISTERKONZERTE

mit Werken von A. Dvořák, A. Schnittke, F. Schubert, Z. Kodály und L. van Beethoven


MEISTERKONZERTE

Montag • 1. April 2019 • 20.00 Uhr Aula Kurfürst-Maximilian-Gymnasium

Valer Barna-Sabadus, Countertenor Ensemble Accademia Giocosa Opernarien und Konzerte von Händel, Vivaldi, Mossi, Telemann und Gluck Selten sind sich die Kritiker so einig: Er ist „einer der besten Countertenöre unserer Tage“ (FonoForum) und begeistert mit seiner „dramatischen, kristallklaren und lyrisch feinen“ (SZ) Stimme und überragender musikalischer Qualität. „Einfach überwältigend“ (Kulturspiegel). Geboren in Arad (Rumänien) wuchs Valer Sabadus in Deutschland in Landau an der Isar auf. 2009 gab er sein Debüt bei den Salzburger Festspielen. 2011 wurde er „Nachwuchskünstler des Jahres“ der Zeitschrift „Opernwelt“. 2012 erhielt er für seine erste Solo-CD den Deutschen Schallplattenpreis und den Echo-Klassik für „Baroque Oriental“. Für die Oper „Artaserse“ war er für den Grammy nominiert. Zu den ausgewiesenen Experten in historischer Aufführungspraxis zählen die Musiker des Münchner Barockensembles L’Accademia Giocosa. Das Ensemble wurde 2010 von Musikern des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks sowie freischaffenden Künstlern der Alte-Musik-Szene mit dem Ziel gegründet, die vielfältige Musik des 17./18. Jahrhunderts auf Originalinstrumenten heiter und belebend – „giocoso“ – zu vermitteln. Seine Mitglieder sind führende Instrumentalisten ihres Fachs und Preisträger internationaler Wettbewerbe. Prägend für sie ist auch die jahrelange Zusammenarbeit mit Künstlerpersönlichkeiten wie Reinhard Goebel, Nikolaus Harnoncourt, Sir John Eliot Gardiner und Sir Christopher Hogwood .


Freitag • 11. Januar 2019 • 19.30 Uhr Stadtsaal

Oper von Georges Bizet Große Inszenierung mit Solisten, Chor und Orchester des Freien Landestheaters Bayern Regie: Julia Dippel Dirigent: Rudolf Maier-Kleeblatt Das Freie Landestheater Bayern präsentiert den Liebling des Opernrepertoires in neuem Gewand. Die fesselnde Geschichte zwischen der stolzen Zigeunerin Carmen und dem Soldaten Don José war in ihrer Zeit eine Revolution und eroberte die Welt im Handum­ drehen. Bis heute begeistert die Oper das Publikum mit ihren Melodien und Rhythmen – Carmens Habañera oder Escamillos Auftrittslied „Auf in den Kampf Torero“ gehen sofort ins Ohr. Die Intensität der Inszenierung als Gesellschaftsstudie ist der umfangreichen Besetzung und den üppigbunten, erotischen Kostümen geschuldet. Die psychologisch zurückgedrehte Ausdeutung in Richtung Macht, die plakative Umsetzung und die leichte Verständlichkeit durch die Übersetzung der Gesangstexte ins Deutsche, machen diese Carmen zu einer mitreißenden Einstiegsmöglichkeit für diejenigen, die das Opern­genre bislang schreckte. Diese „Carmen“ ist wahrhaft eine Volksoper. Das Premierenpublikum war am Ende mit Recht euphorisch. (Münchner Merkur)

SONDERVERANSTALTUNG

Carmen


SCHAUSPIELE

Donnerstag • 11. Oktober 2018 • 20.00 Uhr Stadtsaal

Das Abschiedsdinner Komödie von Matthieu Delaporte/Alexandre de la Patellière mit Ingolf Lück, René Steinke und Saskia Valencia Regie: Jürgen Wölffer Komödie Berlin/Komödie Winterhuder Fährhaus (nach einer Aufführung der Komödie am Kurfürstendamm, Berlin) Was soll man tun, wenn man eine Freundschaft beenden will, weil diese nur noch Verpflichtung ist? Peter und Katja stellen sich diese Frage, denn ihre Freundschaft zu Anton ist schon lange nicht mehr das, was sie mal war. Sie geben also ein Abschiedsdinner, ohne dass der Freund weiß, wozu er gebeten ist: Sie servieren eine Flasche Wein aus Antons Geburtsjahr, spielen seine Lieblingsmusik auf und tragen Kleidungsstücke aus der Blütezeit ihrer gemeinsamen Freundschaft – nur um danach den Kontakt abzubrechen. Doch leider geht alles schief – Anton kommt den beiden auf die Schliche und beginnt zu kämpfen – um die Freundschaft! Was folgt, ist ein genialer Schlagabtausch der Freunde, die alles aus dem Nähkästchen holen, was sie sich in den langen Jahren ihrer Freundschaft nie gesagt haben. „Das Abschiedsdinner“ war als beste Komödie für den Prix Molière 2015 nominiert. Das erfolgreiche französische Autorenduo überzeugt erneut mit rasanten Dialogen voller Sprachwitz und bösem Humor. Ein großer Publikumsspaß mit drei TV-Stars.


Sonntag • 4. November 2018 • 20.00 Uhr Stadtsaal

Hexenjagd Schauspiel von Arthur Miller

Millers „The Crucible“, 1953 in New York uraufgeführt, wurde insbesondere in Europa zu einem der meist­ gespielten Dramen der Gegenwart, zu einem modernen Klassiker, der viermal verfilmt worden ist. Das Stück wurde ausgezeichnet mit dem ANTOINETTE PERRY AWARD und dem Theater-OSCAR TONY als BESTES STÜCK. „Hexenjagd“ behandelt mit der Hexenverfolgung des 17. Jahrhunderts in Amerika zwar einen historischen Stoff, die Zusammenhänge zwischen religiösem und politischem Fanatismus werden aber vom Autor bewusst auch auf seine Gegenwart – die Kommunistenhatz des berüchtigten Senators McCarthy – bezogen. Die Überraschung: Über 60 Jahre nach der Uraufführung ist „Hexenjagd“ thematisch plötzlich wieder das Stück der Stunde. Denn garantierte und selbstverständlich gewordene Rechte und Errungenschaften werden durch Trump/Erdoğan/Orbán/Kaczyński als Nachfolger des US-Senators McCarthy und dessen Jagd auf „subversive Elemente“ zunehmend außer Kraft gesetzt. Ein Beweis für die Aktualität des Stücks ist seine in letzter Zeit zu beobachtende Spielplanpräsenz. An rund 20 Bühnen stand „Hexenjagd“ 2016/17/18 auf dem Spielplan – u.a. beim Berliner Ensemble, im Burgtheater Wien und im Residenztheater München.

SCHAUSPIELE

mit W. Seidenberg, I. Boss, C. Klemm, R. Sell, S. Schmidt, R. Grobel, A. Kuchinka u.a. Regie: Volkmar Kamm Produktion: Eurostudio Landgraf


SCHAUSPIELE

Donnerstag • 6. Dezember 2018 • 20.00 Uhr Stadtsaal

Der Herr Karl Monolog von Carl Merz und Helmut Qualtinger Puppenbau und Spiel: Nikolaus Habjan Regie: Simon Meusburger „Wiener Blut“ jault aus dem Grammofon, drei Puppen baumeln an Haken aufgehängt von der Decke: ein Trinker am Kaffeehaustisch, ein stattlicher Kellner, eine Dame hinter der Bar. Wer von ihnen wird wohl der „Herr Karl“ sein, jener von Qualtinger und Merz kreierte schmierige, opportunistische und elendig selbstmitleidige Mitläufer, sozusagen die Personifikation alles Widerlichen nicht nur in der österreichischen Seele? In der Puppentheaterversion sind sie alle der Herr Karl: Der Grazer Puppenspieler Nikolaus Habjan schlüpft abwechselnd mit Hand und Stimme in die Puppen und lässt sie von früheren Zeiten schwärmen, klagen, es war ja alles besser, nein furchtbar, man musste es sich eben richten. Dabei ist der Herr Karl moralisch flexibel und Opfer war er natürlich immer. (Karin Nussmayr) Es war ein wunderbar fieser, finsterer, kurz: sehr österreichischer Abend, so die AZ über die Aufführung im Residenztheater. Nikolaus Habjan ist gerade mal 30. Und schon eine der interessantesten Persönlichkeiten des deutschsprachigen Theaters, vertreten auf den großen Bühnen u.a. in Wien, Graz und München. Habjans Spezialität sind lebensgroße Klappmaulpuppen, die, im Gegensatz zum Marionettentheater, das hinter einer Barriere stattfindet, von sichtbaren Darstellern gespielt werden.


Dienstag • 29. Januar 2019 • 20.00 Uhr Stadtsaal

Biedermann und die Brandstifter Schauspiel von Max Frisch

„Ein Lehrstück ohne Lehre“, so hat Max Frisch sein Stück untertitelt, eine Parabel in der Tradition Brechts, aber ohne Ideologie. Es ist das berühmteste Theaterstück von Frisch und eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Bühnenwerke überhaupt. Es handelt von einem Bürger namens Biedermann, der zwei Brandstifter in sein Haus aufnimmt, obwohl sie von Anfang an erkennen lassen, dass sie es anzünden werden. So zeigt sich, Lehre hin, Lehre her, auf unterhaltsam groteske Weise die Unfähigkeit des Menschen, voraussehbare Katastrophen zu erkennen und durch beherztes Handeln zu verhindern. Reich-Ranicki nahm das Stück als eines von 43 Dramen in seinen Kanon der deutschen Literatur auf und nannte es Frischs wichtigstes Drama bzw. eine „genialische Bühnenskizze“. Biedermann ist zu bequem und zu ängstlich, um gegen die Mächtigeren anzutreten, weil er große Angst vor den Konsequenzen hat. So erliegt er einer Kombination aus subtiler Gewaltandrohung und Schmeicheleien. Das Stück ist aktueller denn je, ist es doch ein Beispiel für die Gutgläubigkeit, die Bequemlichkeit, die Feigheit sowie mangelnde Weitsicht heute, die Bedrohung unserer Freiheit und der Demokratie zu realisieren.

SCHAUSPIELE

mit Marc Marchand, Susanne Pfeiffer u.a. Regie: Ingo Pfeiffer Unterfränkische Landesbühne Schloss Maßbach


SCHAUSPIELE

Freitag • 22. März 2019 • 20.00 Uhr Stadtsaal

Die Streiche des Scapin Komödie von Jean-Baptiste Molière mit A. Jaschik, A. Erfurth, D. Prawdzik, K.F. Schrickel, P. Wolf, R.Joeinig, S. Emirze und L. Wiegand Regie: Kai Frederic Schrickel Neues Globe Theater, Potsdam „Die Streiche des Scapin“ gehört zu den meistgespielten Stücken des französischen Theaters. Zwei reiche Kaufleute sind auf Geschäftsreise und überlassen ihre beiden Söhne den Dienern zur Aufsicht. Den Söhnen fällt nichts Besseres ein, als sich zu verlieben und Scapin, der schlagfertige Diener, soll helfen, für die Hochzeit Geld zu beschaffen. Mit allerlei Tricks werden die Väter um ihr Geld gebracht und zum Ende erleben alle noch eine Über­raschung, mit der selbst das Schlitzohr Scapin in seinen kühnsten Träumen nicht gerechnet hat! Die Distanz ist immer offensichtlich, und dennoch zeigt der Witz des Stückes sich ganz umstandslos und offensiv, keine Klamotte, dennoch wird ständig karikiert, es wirkt aber nie dümmlich. Besonders amüsant an der kurzweiligen Inszenierung ist der Running Gag, der bereits im Vorspiel etabliert wurde. Aufgrund von Personal­mangel, Zeit- und Geldnot entstehen immer wieder Pannen. Wie die, dass die Souffleuse ihren Einsatz verpasst oder nicht auftreten kann, weil sie gerade soufflieren muss. (Potsdamer Neueste Nachrichten). Theater vom Feinsten sowie ein Feuerwerk an Wortwitz, akrobatischen Einlagen und den frechsten Kon­ stellationen der Commedia dell‘Arte.


Karl Kraus: Die letzten Tage der Menschheit Szenische Lesung mit Erwin Steinhauer Erwin Steinhauer: Stimme Pamelia Stikney: Theremin Joe Pinkl: Keyboard, Tuba, Posaune Georg Graf: Reeds, Blasinstrumente Peter Rosmanith: Perkussion, Hang Vor 100 Jahren endete die erste große Katastrophe des 20. Jahrhunderts, der Erste Weltkrieg. Die Lesung mit Musik des epochalen Werks von Karl Kraus soll daran erinnern. „Die letzten Tage der Menschheit“ ist in den Jahren 1915 - 1922 als Reaktion auf den 1. Weltkrieg entstanden. In mehr als zweihundert lose zusammen­ hängenden Szenen, die auf authentischen zeit­ genössischen Quellen beruhen, dokumentarisch bis auf das Komma, wird die Unmenschlichkeit und Absurdität des Krieges in unvergleichlicher Präzision dargestellt. Erwin Steinhauer, einer der profiliertesten Schauspieler im deutschsprachigen Raum, gelingt es, den messerscharfen Formulierungen des Autors präzise nachzuspüren. Steinhauer trifft jeden Ton, seine Stimme klingt bedrohlich, ist grob, vertrottelt, ignorant, brüskiert, blutleer, aufgeregt gackernd oder senil. „Ein rares Bühnenereignis“ – so die ZEIT. Das akustische und emotionale Fundament bildet die Musik: Collageartige Versatzstücke aus Militär- oder Salonmusik, Operette und Heurigenlied, sowie abstrakte Klangflächen lassen eine verstörende Weltuntergangsoperette erklingen.

SONDERVERANSTALTUNG

Freitag • 26. Oktober 2018 • 20.00 Uhr Bürgerhaus


KINDER- & JUGENDTHE ATER

Donnerstag • 18. Oktober 2018 • 10.00 Uhr Stadtsaal

Die Verwandlung von Franz Kafka Regie: Ania Michaelis mit Linda Ghandour, Philipp Zemmrich, Julia Sonntag; Jan Roth und Philipp Oehme Theater Der Jungen Welt, Leipzig ab 14 Jahre, Dauer: 70 Minuten (keine Pause) Nach einer unruhigen Nacht wacht Gregor Samsa als Riesenkäfer verwandelt in seinem Bett auf. Mit diesem ungeheuren Vorfall beginnt Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ über die grausam-fantastische Metamorphose eines Menschen – und seiner Familie. Gregors menschliche Züge werden immer mehr durch tierische Verhaltensweisen ersetzt, so dass er seiner Rolle als Familienversorger nicht mehr nachkommen kann. Während er notgedrungen, aber auch froh, aus dem System aussteigt, wird seine Familie angesichts des widerwärtigen Untiers und der sozialen und finanziellen Kon­ sequenzen auf ihre Existenzangst zurückgeworfen. Wer nicht funktioniert, der stört. Wer sich verweigert, der ist untragbar. Wer anders ist, muss weg. Und so offenbart sich hinter der kleinbürgerlichen Fassade immer mehr Unmenschlichkeit, die letztlich Gregors gesellschaft­ liche Ausgrenzung und seinen Tod besiegelt. Das Stück kritisiert die gesellschaftlichen Forderungen, angepasst zu sein und immer zu funktionieren. Es wird emotional und mitreißend gespielt, ein Live-Musiker sorgt für die passende Klangkulisse, es wird gesungen und getanzt.


Das Sams feiert Weihnachten von Paul Maar Regie: Susanne Pfeifer mit T. Fechter, L. Redemann, S. Steiger, S. Lava u.a. Uraufführung der Unterfränkischen Landesbühne Schloss Maßbach ab 6 Jahre, Dauer: 60 Minuten (keine Pause) Die neue Geschichte vom Sams spielt im Winter in der Zeit, als Herr Taschenbier noch bei Frau Rotkohl wohnt. So etwas hat das Sams noch nicht erlebt! Was sind das nur für Flügelwesen, die angeblich im Himmel wohnen? Wieso hat Papa Taschenbier auf einmal so viele Geheimnisse? Und warum stellt man sich Bäume ins Wohnzimmer? Herr Taschenbier wünscht sich ein Fest wie zu seiner Kindheit. So werden Plätzchen gebacken und der Baum geschmückt. Aber am schönsten wäre es, wenn viele Gäste zu Besuch kämen. Leider hat Herr Taschenbier kaum Freunde. Und dann wird er auch noch krank und kann den Nikolaus nicht spielen. Kurzerhand vertritt ihn das Sams, aber dieser Besuch bei Bekannten verläuft nicht ganz so wie gewünscht. Da hat das Sams eine Idee und es gibt zum Fest eine richtig schöne samsige Überraschung. Die ersten Kinderstücke von Paul Maar wurden in Maßbach uraufgeführt. Heute wird das Theater von Anne Maar, Tochter von Paul Maar geleitet.

KINDER- & JUGENDTHE ATER

Mittwoch • 28. November 2018 • 9.00 Uhr und 11.00 Uhr (Option) • Bürgerhaus


KINDER- & JUGENDTHE ATER

Mittwoch • 20. Februar 2019 • 9.00 Uhr und 11.00 Uhr (Option) • Bürgerhaus

Wenn Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen Figurentheater nach dem Bilderbuch von Kathrin Schärer Spiel: Alexander Baginski Regie: Christiane Ahlhelm Pantaleon Figurentheater München ab 4 Jahre, Dauer: ca. 50 Min. (keine Pause) Ein Forscher hat ein ganz besonderes Vorhaben: Er will endlich den Ort finden, an dem sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen. Dabei ist es spät geworden – von Fuchs und Hase aber keine Spur. Enttäuscht geht der Forscher in seinem Zelt zu Bett. Kaum schläft er, kommt auch schon ein kleiner Hase – er hat sich verlaufen und findet nicht mehr heim. Und da ist auch schon ein Fuchs – ein hungriger! Sperrt das Maul weit auf und will den kleinen Hasen fressen… Aber mehr soll hier nicht verraten werden, nur: Am Schluss haben Mut und List über die Angst vor dem Gefressenwerden gesiegt. In gewohnt liebevoller Kombination aus Schauspielund Puppen­ theater bringt Alexander Baginski vom Theater Pantaleon aus München die bekannte, 2004 erschienene und in 14 Sprachen übersetzte Bilderbuchgeschichte von Kathrin Schärer auf die Bühne. Das Figurentheater Pantaleon tritt im In- und Ausland in Schulen und Kindergärten und bei Festivals auf.


Krieg. Stell dir vor, er wäre hier von Jane Teller Regie: Anna Vera Kelle mit Adrienn Bazsò und Oliver Moritz Theater Strahl, Berlin in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main ab 10 Jahre, Dauer: 70 Minuten (keine Pause) Stell dir vor, es ist Krieg – nicht irgendwo weit weg, sondern hier in Europa! Die demokratische Politik ist gescheitert und faschistische Diktaturen haben die Macht übernommen. Du lässt das alles hinter dir. Du bist auf der Flucht. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versuchst du, mit deiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Weil du keine Aufenthaltsgenehmigung hast, kannst du nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keine Arbeit finden. Du fühlst dich als Außenseiter und sehnst dich nach Zuhause. Doch wo ist das? Die Regisseurin Anna Vera Kelle greift dieses eindringliche Gedankenexperiment für das Theater auf und schafft ein Bühnenerlebnis, das es dem Publikum ermöglicht, das Schicksal von Flüchtlingen unmittelbar nachzuempfinden. Dabei geht es um Respekt und Mitmenschlichkeit und die Bereitschaft von Einzelnen, von Völkern und Generationen, aufeinander zuzugehen. Unterrichtsmaterialien sind auf www.theater-strahl.de zum Download verfügbar.

KINDER- & JUGENDTHE ATER

Montag • 25. März 2019 • 10.00 Uhr Bürgerhaus


KINDER- & JUGENDTHE ATER

Donnerstag • 6. Juni 2019 • 9.00 Uhr und 11.00 Uhr (Option) • Bürgerhaus

Pettersson und Findus von Sven Nordqvist Regie: Janet Kirsten mit R. Gabriel, F. Isenbügel, C. Schoeller und A. Assmann Theater Poetenpack, Potsdam ab 4 Jahre, Dauer: 60 Minuten (keine Pause) Wir alle lieben die Bildergeschichten des schwedischen Schriftstellers und Zeichners Sven Nordqvist. Die Bühnenversion von Dagmar Leding fasst zwei der schönsten Geschichten zusammen. Der alte Pettersson lebt mit seinem Kater Findus auf einem kleinen Hof, außerdem leben da einige Hühner, der Nachbar Gustavsson, hinterm Haus ein Stier und manchmal schleicht sich der Fuchs auf den Hof. Kater Findus isst am liebsten Pfannkuchentorte, leider gibt es die immer nur zum Geburtstag. Aber Findus ist erfinderisch, er feiert einfach drei Mal im Jahr Geburtstag. Doch dieses Mal geht allerlei schief, bevor alle Zutaten zusammen sind und Pettersson die Torte backen kann. Um dem Fuchs ein für alle Mal den Appetit auf Hühner zu verderben, lässt sich Pettersson einiges einfallen und Findus spielt dabei natürlich eine ganz große Rolle. Das Theater Poetenpack Potsdam erhält besondere Wertschätzung für seine exzellente Sprachkultur. Seit 2006 gastiert es kontinuierlich im gesamten deutschsprachigen Raum.


PARKEN IN BURGHAUSEN


Meisterkonzerte Kategorie

Einzelpreis Abonnementpreis

1. Platz 23,– € 86,40 € 2. Platz 19,– € 72,– € 3. Platz 16,– € 57,60 € Schüler/Studenten: 50% im 2. und 3. Platz

Schauspiele

TICKETS & PREISE

Kategorie

Einzelpreis Abonnementpreis

1. Platz 23,– € 86,40 € 2. Platz 19,– € 72,– € 3. Platz 16,– € 57,60 € Schüler/Studenten: 50% im 2. und 3. Platz

Kinder- & Jugendtheater Eintritt auf allen Plätzen (nicht nummeriert): Schüler 5,– € (Begleitpersonen frei), Erwachsene 10,– €. Die Karten sind nur erhältlich im Kulturbüro der Stadt Burg­hausen, In den Grüben 168, Tel. 0 86 77 / 8 87-156, eMail: kulturbuero@burghausen.de

Sonderveranstaltung „Carmen“ Kategorie Preis

1. Platz 2. Platz 3. Platz

32,– € 25,– € 18,– €

Kartenvorverkauf Karten bei allen Inn-Salzach-Ticket-Vorverkaufsstellen in Burghausen unter anderem im Bürgerhaus Marktler Straße 15a Tel. 0 86 77 / 9 74 00 Fax 0 86 77 / 97 40 13 Burghauser Tourist-Info Tel. 0 86 77 / 8 87-140 und -141 Karten online (auch print@home): www.inn-salzach-ticket.de Hinweis: Die Saalpläne finden Sie hinten im Heft.


Schnupper-Abo „3 für 2“ Für alle bis 35 Jahre gibt es unser Schnupper-Abo, wahlweise für Meisterkonzerte oder für Schauspiele. Wählen Sie drei Veranstaltungen, bezahlen Sie nur für zwei! 1. Platz 2. Platz 3. Platz

46,– € 38,– € 32,– €

Jugendangebot Last Minute Ticket Für Burghauser Jugendliche bis 18 Jahre gibt es 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltungen Freikarten auf alle Restplätze!

Mit dem Bus zur Kultur Zu allen Abendveranstaltungen des Kulturbüros der Stadt Burghausen fährt ein Kulturbus. Fahrplan unter: www.burghausen.de/kulturbüro

Parken in Burghausen siehe Plan in diesem Programm oder auf www.burghausen.de/parkeninburghausen

Damit Sie nichts mehr verpassen: Unser Kultur-Newsletter Mit unserem Newsletter informieren wir Sie immer zeitnah über aktuelle Veranstaltungen in Burghausen. Anmeldung per Mail an newsletter@burghausen.de Programmänderungen vorbehalten. Bildnachweis: Duo Mönkemeyer: Irène Zandel, Schumann Streich­ quartett: Kaupo Kikkas, Orion Streichtrio: Marco Borggreve, Ensemble Accademia Giocosa: Rupert Neumayr, Carmen: Freies Landestheater Bayern, Das Abschiedsdinner: Joachim Hiltmann, Das Sams feiert Weihnachten: Paul Maar, Petterson und Findus: Constanze Henning

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Kategorie Schnupper-Abo


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