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Wahl-Abo 2013/2014

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Inhalt Fr 13. Sep Sa 21. Sep Do 26. Sep Di 8. Okt Do 10. Okt Fr 11. Okt Sa 12. Okt So 13. Okt Mi 16. Okt Fr 18. Okt Sa 19. Okt So 20. Okt Di 22. Okt Mi 23. Okt Do 24. Okt Fr 25. Okt Sa 26. Okt So 27. Okt Do 14. Nov Fr 15. Nov

Kulturparcours 2013 4 Die Nacht der Kultur Die Werkstatt der Schmetterlinge 5 Kooperation zwischen JUKS und PG Eröffnung der Interkulturellen Wochen 6 Wer offen ist, kann mehr erleben Dieter Ilg Trio 7 Parsifal – Klassik goes Jazz La Voisin 8 Chansonabend Alfons 9 Wiedersehen macht Freude Mathias Tretter 10 … möchte nicht Dein Freund sein Simone Solga 11 Im Auftrag Ihrer Kanzlerin Claus von Wagner 12 Theorie der feinen Menschen Patrizia Moresco 13 WAHN.SINN !!! Michael Krebs 14 Mit seinem neuen Programm Arnulf Rating 15 Ganz im Glück Ein Maskenball 16 Oper von Guiseppe Verdi HG. Butzko 17 Herrschaftszeiten Günter Grünwald 18 Da sagt der Grünwald Stop! La nuit de la chanson 19 POCO – Petit Orchestre l‘Opéra Comique Paris Die Couplet-AG 20 Perlen für das Volk Marshall & Alexander 21 Welthits Hannes Wader 22 Lieder.Legenden.Live! A Cappella Nacht 2013 23 Mit Delta Q, Six Pack und Latvian Voices Do 21. Nov Die kleine Meerjungfrau 24 Musical für Familien vom Theater Liberi So 24. Nov Klangspuren 25 Mit Werken von Wagner, Schostakowitsch, Janacek und Riedlbauer Fr 29. Nov Sommernachtstraum 26 + 30. Nov frei nach und mit Bernd Lafrenz Sa 30. Nov Dave Davis 27 Live und in Farbe So 1. Dez Warten auf Heizmann 28 Klassische A Cappella So 8. Dez Das große Weihnachtskonzert – Die alpenländische Weihnacht 29 UNESCO-Weihnachtsgala

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Sa 14. Dez Der Räuber Hotzenplotz 30 Märchentheater nach Otfried Preußler Fr 20. Dez Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben 31 Komödie nach Franz von Kobell Di 31. Dez Geliebte Aphrodite 32 Silvesterstück des Dramatischen Vereins Biberach So 5. Jan Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten 33 Liebe zur Musik So 19. Jan Vincent Klink und Patrick Bebelaar 34 Immer dem Bauch nach Mi 22. Jan Ohne Rolf 35 Blattrand Di 28. Jan Die Leiden des jungen Werther 36 Schauspiel von J. W. Goethe Mi 29. Jan Gogol & Mäx 37 Humor in Concert Mi 12. Feb Rumpelstilzchen 38 Kindertheater vom Theater mimikri Sa 15. Feb Die Gaier 39 + 16. Feb Volle Tanne So 23. Feb Pippo Pollina & Palermo Acoustic Quartett 40 in concerto Di 25. Feb Agnes 41 Schauspiel nach Peter Stamm Do 27. Feb Hofkapelle Stuttgart 42 Spielt Kalliwoda und Schubert Sa 8. März The United Kingdom Ukulele Orchestra 43 Mini means Maxi Do 13. März Rennfahrer Bieberle 44 Schwaben im Crashtest Sa 15. März Die lustigen Weiber von Windsor 45 Eine komisch-fantastische Oper von Otto Nicolai Sa 22. März Ehnert vs. Ehnert 46 Küss Langsam So 23. März Taller Sonoro 47 música contemporánea Sa 29. März Biberacher Jazzpreis 2014 48 Finale Mi 2. April Die Frau in Schwarz 49 Gespenstergeschichte von Susan Hill Do 3. April Anita & Alexandra Hofmann 50 25 Jahre „WIR“ - die Jubiläumstour Sa 5. April Berta Epple 51 Hennabrupfa – Musik-Comedy Mi 9. April Die Johannespassion 52 Von Johannes Sebastian Bach

Impressionen Saison 2012/2013 Bestellformular Wahl-Abo 2013/14 Abonnementbedingungen Veranstaltungsorte / Impressum

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sie haben die wahl! Das Kulturamt der Stadt Biberach hat für die Spielzeit 2013/2014 ein äußerst buntes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Über 60 Veranstaltungen stehen zur Auswahl! Am 13. September startet die Saison 2013/2014 mit dem Kulturparcours. Ab 19 Uhr präsentieren sich die Biberacher Kultureinrichtungen und stellen Ausschnitte ihrer Arbeit und ihres Programms bei freiem Eintritt vor. Nur eine Woche später beginnt unsere Spielzeit mit „Die Werkstatt der Schmetterlinge“. Jazzig geht es weiter mit dem Dieter Ilg Trio und seinem neuen Konzertprogramm „Parsifal“. Bei den Französischen Wochen ist der Nouvelle Chanson mit der deutsch-französischen Gruppe „La Voisin“ sowie eine Nacht des klassischen französischen Chansons, „La nuit de la chanson“, mit Musikern und Sängern der Opéra Comique de Paris zu hören. Der Auftakt des 21. Kabarettherbstes ist auch ein Höhepunkt der Französischen Woche: Alfons, der französische Kultreporter mit seiner orangefarbenen Dederon-Jacke und dem Puschelmikrofon ist erstmals in Biberach zu Gast. Aber auch das weitere Kabarettherbstprogramm hat es in sich: Mathias Tretter, Simone Solga, Claus von Wagner, Patrizia Moresco, Michael Krebs, Arnulf Rating, HG. Butzko, Günter Grünwald und Die Couplet AG. Da bleiben die Lachmuskeln unter Hochspannung und die Herbstmelancholie hat keine Chance. In der Reihe Lieder.Legenden.Live ist Hannes Wader zu Gast, der in diesem Jahr mit dem ECHO für sein Lebenswerk geehrt wurde. Bereits vor zwei Jahren entfachte der Dokumentarfilm „Wader Wecker Vater Land“ Begeisterungsstürme und erhielt den Doku-Biber bei den Biberacher Filmfestspielen. Für alle Schauspiel- und Opernfreunde stehen unter anderem „Ein Maskenball“ von Guiseppe Verdi, „Ein Sommernachtstraum“ nach William Shakespeare, „Der Brandner Kaspar und das ewig´Leben“ nach Franz von Kobell, „Geliebte Aphrodite“ inszeniert vom Dramatischen Verein, „Agnes“ nach Peter Stamm, „Die lustigen Weiber von Windsor“ von Otto Nicolai und „Die Frau in Schwarz“, aufgeführt vom Ensemble Ellen Schwiers, auf dem Spielplan. Aber auch für kleine Theaterliebhaber wird einiges geboten. In die Märchenwelt entführen „Die kleine Meerjungfrau“, „Räuber Hotzenplotz“ oder „Rumpelstilzchen“. Wer etwas auf die Ohren möchte, findet eine große Auswahl abwechslungsreicher Konzerte. Von „Marshall & Alexander“ über „Warten auf Heizmann“, „Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten“, dem italienischen Liedermacher „Pippo Pollina“, der „Hofkapelle Stuttgart“, dem „United Kingdom Ukulele Orchestra“, „Vincent Klink und Patrick Bebelaar“ sowie der „A Cappella Nacht“ bis hin zu den Lokalmatadoren „Die Gaier“ reicht die Palette. Im Rahmen des club modern erzählt Kulturdezernent Dr. Jörg Riedlbauer von seinen musikalischen Vorbildern und präsentiert Musik von Wagner, Schostakowitsch, Janacek sowie eigene Stücke, die von der Altistin Saskia Klumpp dargeboten werden. Außergewöhnliches aber sehr sehens- bzw. hörenswertes bieten „Ohne Rolf“, „Gogol & Mäx“ sowie das Musik-ComedyEnsemble „Berta Epple“, die Nachfolger der legendären Tango Five. Sie sorgen für tolle Musik, viele Lacher oder verblüffen mit neuen Kleinkunstformen. Zum Abschluss der Saison lädt das Kulturamt dann zu einem absoluten Höhepunkt ein: „Die Johannespassion“ von Johann Sebastian Bach, aufgeführt von den Berliner Symphonikern, dem Symphoniechor Berlin sowie 11 Tänzern unter der Leitung des Exil-Biberachers Christoph Hagel in der Stadtpfarrkirche St. Martin. Das vorliegende Programm bietet wieder ein breit gefächertes Angebot aus Jazz, Kabarett, Konzerten, Musical, Show und Theater. Ich hoffe, es gefällt Ihnen und freue mich, Sie ab September bei zahlreichen Veranstaltungen des Kulturamts zu treffen.

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Mit dem Wahlabonnement können Sie aus dem breiten Veranstaltungsangebot des Kulturamts jene Veranstaltungen herauspicken, die Sie interessieren und sparen dabei. Als Abonnent erhalten Sie 20% Rabatt auf den Eintrittspreis. Voraussetzung: Sie erwerben bei der Einschreibung Eintrittskarten für mindestens fünf unterschiedliche Veranstaltungen der laufenden Saison.

Übertragbarkeit

Ein weiterer Vorteil: Die Eintrittskarten sind übertragbar. Sollten Sie keine Zeit haben eine Veranstaltung zu besuchen, können Sie die Tickets jederzeit an Freunde oder Bekannte weitergeben.

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Vorkaufsrecht

Ärgern Sie sich, dass die besten Plätze bereits belegt sind? Als Wahl-Abonnent haben Sie die Möglichkeit, Eintrittskarten zu ordern, bevor der freie Verkauf startet. Ein weiterer Vorteil. Beachten Sie deshalb die Einschreibetermine für - Altabonnenten ab Montag, 10. Juni - Neuabonnenten ab Dienstag, 18. Juni beim Kartenservice der Stadthalle, Theaterstraße 6, 88400 Biberach. Gerne können Sie uns Ihre Kartenwünsche schriftlich mit dem Bestellformular auf Seite 55 dieses Programmheftes oder per E-Mail mitteilen. Eintrittskarten für die Veranstaltungen sind im freien Verkauf ab Dienstag, 25. Juni, beim Kartenservice der Stadthalle, allen ReserviX-Vorverkaufsstellen und unter www.kartenservice-biberach.de erhältlich.

Ihr Klaus Buchmann

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Fr 13 Sep 19 Uhr | Biberacher Kultureinrichtungen

Kulturparcours 2013

Die Nacht der Kultur mit musikalischen, szenischen, literarischen und kulinarischen Leckerbissen Die Kulturschaffenden der Stadt präsentieren gemeinsam Appetitanreger und Kulturhäppchen, lassen sich hinter die Kulissen schauen und laden zum Ausprobieren ein. Bereits zum fünften Mal öffnen die Kultureinrichtungen der Stadt Biberach Tür und Tor für eine Nacht der Kultur, die Lust machen soll, auf das kommende abwechslungsreiche Angebot. Es gibt in allen Kultureinrichtungen unter anderem Konzerte, Kabarett, Tanz, Film, Ausstellungen, Führungen und Vorträge zu erleben. Ohren- und Augenschmaus sind garantiert! In der Stadthalle werden drei ganz besondere Programmpunkte dargeboten, die schon mal einen Vorgeschmack auf die kommenden Saison geben. Spettatori das italienische Wort für Zuschauer, gibt schon einen kleinen Einblick in das besondere und außergewöhnlichen Programm des italienischen Bewegungstheaters. Denn schließlich sitzen die „Spettatori“ im vermeintlichen Zuschauerraum und warten. Doch als lange nichts passiert und man auch auf den Nachbarsitzen immer weniger einen Hehl daraus macht, dass man vollkommen gelangweilt ist, weichen sich Scheu und Hemmungen immer mehr auf. Die „Spettatori“ werden unruhig, zucken mit den Schultern, stupfen einander an und stehen sogar auf. Doch was weiter passiert, das erlebt man am besten selbst als „Spettatori“.

Warten auf Heizmann sind vier Männerkehlen, die es immer wieder verstehen, ihre Musik mit viel Charme, sängerischer Perfektion und einem ironischen Augenzwinkern an den Mann respektive die Frau zu bringen – ein gelungenes Cross-Over stilvoller musikalischer Unterhaltung und feinsinniger Komik. Die vier befrackten Herren bieten einen kleinen Einblick in ihr Programm, mit dem sie im Dezember in Biberach auftreten werden. Mit Die Werkstatt der Schmetterlinge hat die JUKS mit dem Pestalozzi-Gymnasium und der Unterstützung der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg die Geschichte des berühmten Kinderbuchs „Die Werkstatt der Schmetterlinge“ der Autorin Gioconda Belli aufgenommen. Mit vielen Dozenten der JUKS und des Pestalozzi-Gymnasiums sowie dem Berliner Dirigent und Regisseur Christoph Hagel konnte so mit Biberacher Kinder und Jugendlichen ein Musical auf die Beine gestellt werden. Beim Kulturparcours zeigt die JUKS Ausschnitte aus dem Stück. Eintritt frei

Kulturparcours 4


Sa 21 Sep 19 Uhr | Stadthalle Biberach

Die Werkstatt der Schmetterlinge Eine Kooperation zwischen der Juks und dem Pestalozzi-Gymnasium Biberach Zusammen mit vielen Dozenten der Juks und dem PestalozziGymnasium realisiert der Berliner Dirigent und Regisseur Christoph Hagel, der aus Biberach stammt und dessen CrossoverProjekt „Flying Bach“ weltberühmt wurde, die aufwendige Produktion. Die Musik dieser Uraufführung, in der über hundert Biberacher Kinder und Jugendliche mitwirken, schrieb der Leipziger Komponist Thomas Heyn. Die Juks Kinder- und Jugendtheaterproduktion 2013 basiert auf dem berühmten Kinderbuch „Die Werkstatt der Schmetterlinge“ der südamerikanischen Autorin Gioconda Belli. Der junge Rodolfo und seine fünf Freunde wollen die Welt, in die sie hineinwachsen, mit eigenen Erfindungen verbessern. Sie erschaffen Tiere, die zugleich Pflanzen sind und Pflanzen, die Tiere sind. Das aber verbietet eine strenge Obrigkeit. Wie die jungen Freunde ihren Erfindungen trotzdem zum Durchbruch verhelfen, welche Gefahren und Abenteuer sie bestehen und wie ihre Freundschaft sich dadurch vertieft, erzählt dieses neue Jugendmusical.

Das Projekt ist ein Teilprojekt des Programms „Kinder und Theater“ der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg. Weitere Termine:

Mi 25. Sep, Fr 27. Sep, Sa 28. Sep, So 29. Sep, Mi 2. Okt, Fr 4. Okt, Sa 5. Okt, So 6. Okt

Eintritt 10 bis 16 e | Ermäßigt 8 bis 14 e www.juksbiberach.de

Veranstalter: Jugendkunstschule Biberach e. V.

Werkstatt der Schmetterlinge 5


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Di 8 Okt 20 Uhr | Stadthalle Biberach

Dieter Ilg Trio

Parsifal – Klassik goes Jazz Jazz und Klassik. Dieter Ilg kennt beide Welten. Obwohl er bereits mit 16 Jahren den Entschluss fasste, Jazzbassist zu werden, studierte er klassischen Kontrabass an der Musikhochschule Freiburg. Und es hat nicht erst des 200. Geburtstages von Richard Wagner bedurft, um den Bassisten – der seit vielen Jahren zu den führenden Jazzbassisten Europas gezählt wird – auf den wirkungsmächtigsten, deutschen Opernkomponisten zu stoßen. Im Trio, mit dem Pianisten Rainer Böhm und dem Schlagzeuger Patrice Héral, befasste sich Ilg bereits mit Wagners italienischem Pendant Guiseppe Verdi, dessen 200. Geburtstag ebenfalls 2013 gefeiert wird. Seine subtile Bearbeitung von Otello sorgte für Furore. Nun widmet sich Ilg Richard Wagners Parsifal und veröffentlichte hierzu im Januar 2013 auf dem weltweit renommierten Label ACT seine Versionen dieser Musik. Man kann gespannt sein, auf die vielversprechende Tiefgründigkeit wie auf den Spieltrieb dieses famosen Trios.

Mit sechs Jahren – und gestählt durch exzessive Blockflöterei im Kindergarten – spielte Dieter Ilg Geige, später Bratsche, mit dreizehn wechselte er zum Kontrabass. Gott sei Dank! Mittlerweile ist er so etwas wie das große „Bassword“ des deutschen Jazz. Wie kaum ein zweiter Bassist versteht er es, in den Kategorien und Möglichkeiten seines Instruments zu denken und es damit für alle denkbaren Kontexte verfügbar zu halten. Ihm ist der schwierige Spagat gelungen, sowohl gewichtige eigene Formationen und Projekte auf die Beine zu stellen – bis hin zum eigenen Label – und trotzdem seinen Ruf als einer der begehrtesten Sidemen Europas beständig zu bestätigen, zu untermauern und kontinuierlich auszubauen. Eintritt 18 e | Ermäßigt 14 e www.dieterilg.de

„Parsifal glänzt als Ganzes durch seine Vielfalt und dem Versprechen, althergebrachte Musik durch kluge Bearbeitungen und Variationen wie neu erscheinen zu lassen.“ Jazzpodium

„Interaktion und Verdichtung eines wunderbar aufeinander eingespielten Trios.“ Böblinger Bote

Dieter Ilg Trio

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Do 10 Okt 20 Uhr | Komödienhaus

La Voisin

Novelle Chanson »A part ça tout va bien« – »Abgesehen davon geht‘s gut«: so dachten lange auch Emilie Voisin und Armin Block. Bis sie sich trafen. Sie ist 30 Jahre alt, Französin und fast 1 Meter 60 groß. Er ist in den Vierzigern und wäre ihr zuliebe gerne kleiner als 1 Meter 93. Sie ist dickköpfig, dynamisch, etwas wild und kapriziös - eine waschechte Bretonin. Er ist jedermann zugewandt und wirkt doch zurückhaltend, er ist Schwabe. Sie singt, er spielt Gitarre. Und weil die große Leidenschaft von beiden das Musizieren ist, blieb es nicht bei einer flüchtigen Begegnung dieser zwei gegensätzlichen Charaktere: La Voisin war geboren. Bereichert wird das Duo La Voisin um den Kölner Filmmusiker und Jazzgitarristen Loy Wesselburg – und macht es damit zum Trio. In deutsch-französischer Verbindung haben die Sängerin Emilie Voisin und der Rottweiler Musiker Armin Block zu ihrer eigenen musikalischen Farbe gefunden, in der seine Kompositionen ihre Texte am besten tragen. Mit seinem melodiösen, minimalistischen und unverkennbaren Stil ist er ihr Gitarrist - mit ihrem Timbre ist sie sein Klang. Mit einzigartiger Stimme und in bemerkenswerter Interpretation erzählt Emilie ihm von den viel-

fältigen Beobachtungen eines jungen Lebens, von kleinen und großen Geschichten ihres eigenen Universums. Emilies Lieder sind frech, melancholisch-elegant und stets pointiert. Durch ihre entwaffnende Präsentation vermögen sie ungemein zu berühren. Loy Wesselburg ist ein absoluter Ausnahmemusiker, er schrieb Filmmusiken unter anderem für den Tatort und diverse Kinofilme. Und seine Kompositionen wurden unter Chefdirigent Sir Simon Rattle von den Berliner Philharmonikern eingespielt. Und: Loy Wesselburg produzierte und arrangierte das Album von La Voisin. Stilistisch bewegt sich La Voisin im Bereich des »Nouvelle Chanson« und repräsentiert eine neue Generation französischer Musik: einerseits stark der Tradition ausdrucksstarker Texte verbunden, fasst sich das Duo unterstützt durch Loy Wesselburg, musikalisch breiter und bedient sich neuer, teils ungewohnter Klangfarben und Stilmittel. La Voisin nutzt in Konzerten unter anderem die Möglichkeit, bei einigen Liedern vorab gefilmte Gastmusiker über Filmprojektionen zu integrieren. Es ist deren audiovisuelles Playback und diese Musiker sind in diesem Moment lebensgroß Teil der Vorstellung. Eintritt 15 bis 18 e | Ermäßigt 11 bis 14 e www.la-voisin.com

„La Voisin ist ein weiblicher Hans Dampf in allen Gassen, der mal sinnlich, mal frech mal launisch mal forsch ist und immer gekonnt tänzerisch die Hüften schwingen lässt.“ Schüttelkeller, Bühl „Mit ihren zumeist auf Französisch gesungenen Liedern und ihrer warmen Stimme erzeugte sie fantasievolle und farbige Bilder, bei denen dem Publikum nichts anderes übrig blieb, als ihr fasziniert zu folgen.“ Schwarzwälder Bote

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Fr 11 Okt 20 Uhr | Stadthalle Biberach

Alfons

Wiedersehen macht Freude Der Kultreporter der ARD, erklimmt zusammen mit seinem Puschelmikro erneut die Bühne - mit seinem bisher persönlichsten Programm. Brandneu, saukomisch und herzerwärmend. Alfons erzählt von seiner Jugend in Frankreich und wie er das wurde, was er heute ist: ein französischer Reporter in Deutschland mit seiner ganz eigenen Sicht der Welt. Alles begann mit drei guten Freunden aus Paris. Darunter: Alfons. Die Drei machten alles zusammen, was man als Kind in Frankreich so macht: Fußball spielen, Musik hören, bei Generalstreiks mitmachen. Sie waren die dicksten Freunde. Bis das Leben dafür sorgte, dass sie auseinander gehen mussten. Da hatten sie die entscheidende Idee: Wir machen einen Termin. Heute, in genau 20 Jahren sehen wir uns hier wieder. Gleicher Ort, gleiche Zeit. Nun sind die 20 Jahre um und Alfons erscheint pünktlich zum Termin. Obwohl er Franzose ist. Was ist in der Zwischenzeit alles passiert? Viele Kindheitserinnerungen – gute und weniger gute – gehen Alfons durch den Kopf, während er auf seine Freunde wartet. Doch, wo bleiben die beiden eigentlich? Werden sie überhaupt erscheinen?

Alfons Programm ist eine warmherzige Mischung aus Theaterabend, Comedy und poetischen Momenten. So wie man es nur bei Alfons erleben kann. Seit mehr als zehn Jahren zieht der französische Reporter mit orangefarbener Dederon-Jacke und Mikrofon, das einem nassen Hund ähnelt, durch Deutschland, um die Eigenheiten seiner Wahlmitbürger zu begreifen. Für den deutschen Zuschauer entstehen dabei Kabarettprogramme, Umfragen und Reportagen, die ein Spektrum an Gefühlen auslösen: zwischen zum Brüllen komisch, verwundernd oder zum Fremdschämen peinlich. Alfons hat Talent für Comedy und will das eigentlich gar nicht. «Ich habe bis heute nicht das Gefühl, dass ich Komödiant bin. Wenn ich meinen Beruf irgendwo eintragen muss, schreibe ich ‹schlechter Journalist›, das bezeichnet mich am besten», sagt Emmanuel Peterfalvi. So heißt Alfons in zivil, ohne Jacke und Mikro. Eintritt 12 bis 18 e | Ermäßigt 9 bis 14 e www.alfons-fragt.de

„Liebenswert chaotischer Franzose begeistert ausverkauftes Haus – von Alfons kann das Publikum nicht genug bekommen.“ Nordwest Zeitung

„Alfons ist der Columbo des Kabaretts.“ Heilbronner Stimme „Er macht es fabelhaft.“ Harald Schmidt

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Sa 12 Okt 20 Uhr | Stadthalle Biberach

Mathias Tretter

… möchte nicht dein Freund sein Wer hätte etwa gedacht, dass nach einem Jahrtausend voller Weltkriege, Gegenpäpste und Kneipenschlägereien eine knappe Milliarde Menschen ein Poesiealbum hat? Was haben wir früher davon geträumt, dass uns Franziska mit dem Lippenstift fragt, ob wir uns in ihres eintragen möchten. Damals, während des Kalten Krieges, in der sechsten Klasse. Mit Facebook ist das alles Wirklichkeit geworden: Wir können nun Franzi jederzeit von jedem Ort der Welt was reinschreiben: „You are so nice, you are so sweet, auf Deutsch gesagt, ICH HAB DICH LIEB!“ – auch wenn sie inzwischen drei Kinder aus vier Ehen hat. Wir können bei arabischen Revolutionen mitmachen; wir können gar mit Angela Merkel befreundet sein. Es bleibt allein die Frage: Warum sollten wir? Das Leben ist anstrengend genug, ohne dass man an 250 Freunde daddelt, wo man grade einen Java Chip Chocolate Cream Frappuccino bestellt hat. Angela Merkel kommt sowieso nie mit auf ein Besäufnis, die Araber hätten auch ohne Netzwerk Aufstand gemacht, und es gibt sehr gute Gründe, warum man mit den allermeisten Klassenkameradinnen seit Abi ‘91 keinen Kontakt mehr hat. Dennoch postet, twittert, skypet und simst sich sogar die Politik um den Verstand. Auch wenn da nicht mehr viel kaputt zu machen ist, wir müssen es trotzdem ausbaden. Denn bevor ein Parlamentarier gar nichts los lässt, nimmt er lieber Stellung – zu einer Stellungnahme, die Position bezieht zu einem Statement, das auf ein Dementi reagiert, mit dem endgültig geklärt sein

sollte, dass niemand irgendetwas diesbezügliches gesagt hat. Und abends müffelt der Politpups dann aus allen Kanälen. Mathias Tretter hat den Kanal endgültig voll. Zusammen mit zwei Freunden hat er ein „asoziales Netzwerk“ gegründet, das dem digitalen Wahnsinn 10.000 Liter Freibier entgegensetzen will. Das System kann nur mit den eigenen Mitteln geschlagen werden: Revolution in Deutschland? Das muss eine FacebookParty sein! Und wenn die durch ist, wird der Stecker gezogen: Damit Menschen endlich wieder rocken statt zu bloggen, litern statt zu twittern, und f…en statt zu klicken!!! 1972 in Würzburg geboren, seit 2007 wohnhaft in Leipzig. 1993 bis 2004 Studium der Anglistik und Germanistik in Würzburg, Edinburgh und Heidelberg. Ab 1992 erste Texte, die 2003 bei der Comedy Lounge im Würzburger Theater Chambinzky Premiere und – bis dahin einmalig! – am gleichen Abend auch Derniere feiern. Daneben Veranstalter und Moderator einer Art geistiger Kaffeefahrt, die später unter dem Anglizismus poetry slam selbst im bürgerlichen Feuilleton reüssieren sollte. Neben der künstlerischen Tätigkeit allerdings immer wieder auch Abstürze in die gesellschaftliche Respektabilität: Sprachlehrer an einer Dolmetscher-Schule, außerplanmäßiger Abschluss des Studiums mit einem Magister Artium, bezahlte Literaturkritiken für die SonntagsZeitung Zürich. 2004 endgültiges Scheitern der sozialen Integration: Vollzeit-Kabarettist; mittlerweile sogar Vollzeit-Ostdeutscher. Und seit 2008 auch noch Mitherausgeber des Kulturportals www.titel-magazin.de. Eintritt 18 e | Ermäßigt 14 e www.mathiastretter.de

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So 13 Okt 19 Uhr | Stadthalle Biberach

Simone Solga

Im Auftrag Ihrer Kanzlerin Kann man sich sicher sein, dass man gut vorbereitet ist, dass man sich auf die Zukunft freuen kann, dass man an einem schönen Ort lebt? Sicher? Hat man alles was Zweifel ausräumen könnte: Geburtsurkunde, Erdbebennachweis für die Doppelhaushälfte, Organspendeausweis, Steuerbescheid und ein Maßband. Die Kanzlersouffleuse Simone Solga kommt heute, um den Bundesbürgern eine wichtige Mitteilung zu machen. Die Politik will den Bürger künftig bei drängenden Entscheidungen mehr mitnehmen, und wer wäre geeigneter, das Bildungsbürgertum in den Kleinkunsttempeln mit einzubinden, als Simone Solga. Sie hat ihren Weg gemacht. Nun kommt sie, direkt aus Berlin, ausgestattet mit nordkoreanischer Machtfülle und russischem Humor, um den Bürgern von Biberach eine Nachricht von ganz oben zukommen zu lassen, die für manche ein gutes Geschäft sein könnte. Für die Meisten eher nicht. Man sollte auf alles gefasst sein, und hinterher nicht behaupten, nicht gewarnt gewesen zu sein! Ein Abend der hinterhältigen Unterhaltung, der unverblümten Beschreibung, des schonungslosen Miteinanders. Man sollte keine Angst haben, denn Simone Solga kratzt nicht...sie schlägt zu. Eintritt 18 e | Ermäßigt 14 e www.simonesolga.de

Als Tochter eines Schauspieler-Ehepaares wuchs Simone Solga in Leipzig zwischen Theaterkulissen auf. Nach dem Besuch der zehnklassigen Allgemeinbildenden Polytechnischen Oberschule und der Aufnahme als Jungpionier in die Pionierfreundschaft „Kim Ir Sen“ absolvierte sie eine Lehrausbildung zur Buchhändlerin, wobei günstige literarische Voraussetzungen und Redegewandtheit ihr den Platz als „Lehrling des Monats“ auf der „Straße der Besten“ sicherten. Anschließend folgte ein Schauspielstudium an der Theaterhochschule Leipzig. Ihr erstes Kabarettengagement war ab 1989 bei der „Leipziger Pfeffermühle“. Im Mai 1990 war sie die erste Ostdeutsche Kabarettistin bei Hildebrandts „Scheibenwischer“ und arbeitete heiter und ambitioniert von 1995 – 2000 bei der „Münchner Lach-& Schießgesellschaft“. Ihr erstes SoloKabarettprogramm kam im Jahr 2000 auf die Bühne und hieß „Ich packs“. Es folgte „Perle mit Zündschnur „ (2003) und „Kanzlersouffleuse“ (2005). Auch großes Kino ging nicht an ihr vorüber: 2001 bekam sie die weibliche Hauptrolle im Kinofilm „Der Zimmerspringbrunnen“ an der Seite von Götz Schubert und Bastian Pastewka. Simone Solga erprobte sich sogar im Fach „Comedy“ als Gast bei RTL „7Tage-7Köpfe“. Im Herbst 2009 wurde die einstige Buchhändlerin überraschend wieder zu ihren frühen Wurzeln geführt. Es erschien ihr erstes Buch „Mein Leben als Kanzlersouffleuse“ (Rowohlt Taschenbuch Verlag). Doch der Ruf der Kabarettbühnen Deutschlands drängen sie zu neuer Herausforderung.„Bei Merkels unterm Sofa“ - so hieß ihr viertes Programm, das eng an die Erfahrungen als Kanzlersouffleuse anknüpft und mit dem Sie vor 2 Jahren erstmalig beim Kabarettherbst zu Gast war.

„Sie ist blond und attraktiv, trägt Pumps und ein schwarzes Business-Kleid. Da richtet „Mann“ sich auf einen netten Abend ein und ahnt nichts Böses. Wie sich bald zeigt, trügt die Ahnung, denn ins voll besetze Capitol gekommen ist die scharfzüngige, blitzgescheite, kurz: hochkarätige Politkabarettistin Simone Solga (...)“ Georg Ahres, Bremerhaven

Simone Solga

„Solga zündete politisches Feuerwerk- Stadthallen Publikum spendet Kabarettistin tosenden Beifall...“ WAZ Gladbeck

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Mi 16 Okt 20 Uhr | Komödienhaus

Claus von Wagner

Theorie der feinen Menschen Wer Claus von Wagner auf einer Bühne sieht, weiß: das wird auf jeden Fall kein normaler Kabarettabend. Claus von Wagner ist so, wie sich Bertold Brecht und Loriot in einer durchzechten Nacht ihren Schwiegersohn vorgestellt hätten. Manche sagen, er sähe aus wie Roland Kaiser – hätte aber bessere Texte. Was ihn so anders macht? Die Tatsache, dass er die Intelligenz seiner Zuschauer ernst nimmt. Bei allem Spaß. Claus von Wagners Kunst ist es, sich höchst amüsant zu wundern. Er hat da jetzt zum Beispiel dieses großartige Buch gefunden, in dem steht, dass der „Räuberbaron des Mittelalters zum Finanzmagnaten der Gegenwart” geworden ist. Die Schwarte ist von 1899. „Theorie der feinen Menschen“ ist eine Erzählung aus dem tiefen Inneren unserer feinen Gesellschaft. Sie handelt vom Kampf ums Prestige, Wirtschaftsverbrechen und Business Punks. „Theorie der feinen Menschen“ ist eine epische Geschichte von Verrat, Familie und Geld. Im Grunde ein bisschen wie die Sopranos*. Nur in live. Als hätte Shakespeare ein Praktikum bei der Deutschen Bank absolviert und aus Verzweiflung darüber eine Komödie geschrieben. *Menschen, die vor 1977 geboren sind ersetzen Sopranos einfach durch Dallas.

Claus von Wagner, M.A. ist Jahrgang 1977. Seit 1998 macht er Solokabarett. Der Grund hierfür liegt vielleicht in seiner Herkunft: Aufgewachsen (worden) ist er in einem kleinen oberbayerischen Dorf namens Miesbach. Nein, Heimat wäre der falsche Ausdruck. Für einen norddeutschen Bayern (Geburtsort: München, Krankenhaus Harlaching; Eltern: Preußen) ist Heimat nur ein sehr diffuses Gefühl, Integration etwas, was anderen passiert und Kindheit – bereits Erwachsenwerden. „Doch nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt – ist ein Mensch.“ Deshalb flüchtete er nach Erreichen der Hochschulreife in Miesbach zum Studium zurück nach München: Kommunikationswissenschaft, Neuere Neueste Geschichte, Medienrecht. Nach nur fünf Jahren, einer Magisterarbeit zum Thema „Politisches Kabarett im deutschen Fernsehen. Zwischen Gesellschaftskritik und Eigenwerbung. Eine Expertenbefragung“ und ein paar gewagten Prüfungen blieb ihm die Erkenntnis: Die AbschlussUrkunde ist nicht mal ansatzweise fälschungssicher. Aber hinterher ist man immer schlauer. Das Studium ist beendet. Jetzt tritt er auf. Er hat übrigens auch als freier Journalist und Autor für Süddeutsche Zeitung, Antenne Bayern und Konsorten gearbeitet und dabei unter anderem feuilletonistisch gesehen geradezu alfredkerrianische Kritiken verfasst – zumindest was die Länge betrifft. Er kann Kritiker also gut verstehen – meistens jedenfalls. Eintritt 15 bis 18 e | Ermäßigt 11 bis 14 e www.claus-von-wagner.de

„Er könnte – aus optischen Gründen – eine Art junger und intelligent textender Roland Kaiser sein, dank gleicher Wortgewalt aber auch Nachfolger eines Vicco von Bülow, alias Loriot.“ Westdeutsche Zeitung „Im Detail zwar lustig, aber im großen Ganzen wütend und verstörend: Claus von Wagners Stück ist großartiges Generationenkabarett mit dem Tiefgang eines antiken Theaters.“ Süddeutsche Zeitung

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Fr 18 Okt 20 Uhr | Kulturhalle Abdera

Patrizia Moresco

WAHN.SINN! Zu alt zum Limbo zu jung zum Sterben! Patrizia Moresco bekannt aus vielen deutschen Film- und Fernsehproduktionen und ihren Bühnenfans sicher noch als Frontfrau der Comedygruppe „Shy Guys“ in bester Erinnerung, mit der sie 18 Jahre lang durch ganz Europa, Amerika und Kanada tourte. Jetzt ist sie auf Tournee mit ihrem neuen Soloprogramm. Zur „Zwangsentschleunigung“ verdammt, steckt die Moresco in einem unendlich langen Stau. Da entladen sich Emotionen. Von wegen im Alter wird man gelassener. Drastisch, provokant und hintersinnig verpackt sie ihre wahnwitzigen Geschichten, erzählt über verlorene Lebenszeit, Heimat, Lügen, Sex, meditatives Gärtnern, Sportmasos und den sinnentleerten Gigantismus, der uns durch die Shopping-Center und Ü 30 Partys unseres Planeten treibt. Zwischen Stop and go wird ihr bewusst, wie sehr sich ihr Leben seit dem mppffffzigsten Geburtstag verändert hat. Zu alt für Limbo zu jung zum Sterben! Patrizia Moresco spricht mit Stimme und Körper und wechselt in atemberaubendem Tempo Dialekte, Sprachen und Rollen, zieht alle Register ihres Könnens: Slapstick, Schauspiel, Stand-Up und Gesang. Sie kennt keine Grenzen, bleibt aber immer charmant. Kurzum ein rasanter Abend!

Patrizia Moresco in Worte zu fassen ist wie einen Wirbelsturm im Wasserglas einzusperren – schlicht unmöglich. Wenn es überhaupt jemand kann, dann ist es die Moresco selbst. Hier ein kleiner Auszug: „Gegen mich ist ein bengalisches Feuerwerk `ne Knallerbse. Ich war ein sehr fröhliches Kind und zum Leid meiner Lehrer nicht nur in den Pausen der Clown. Darum wurde ich im zarten Alter von 14 für ein Jahr ins Ausland geschickt, nach Edinburgh. In der Hoffnung, dass ich in Schottland lernen würde, meine Kräfte richtig zu kanalisieren und mich auf die wesentlichen Dinge des Lebens zu konzentrieren, wie Mathematik, Geige spielen und – Eurythmie. Aber die hohe Kunst, aus Wurzeln Zahlen zu ziehen, blieb mir verborgen. Und Buchstaben zu tanzen, muss man wollen. Dennoch wurde der Auslandsaufenthalt ein großer Erfolg. Ich hatte gelernt, mit Zunge zu küssen, wie man einen guten Joint dreht und, zum Entsetzen meiner Englischlehrerin, fließend schottisch zu parlieren.“ Im Laufe ihres Lebens, vieler Stationen und einigen Aufs-und-Abs fand sie wonach sie suchte – Comedy, Anarchie und Rock‘n‘Roll! Eintritt 15 e | Ermäßigt 11 e www.patriziamoresco.de

„Die Moresco überzeugte grandios, böse und stimmgewaltig.“Stuttgarter Zeitung „Provokant und drastisch wagt sich die Komikerin bewusst an die Grenzen und löst damit bei den Zuschauern wahre Lachkämpfe aus die ihr mit begeistertem Applaus dankten.“ Badische Zeitung „Die Schwäbin mit italienischen Wurzeln ist von Kopf bis Fuße eine echte Comedygranate“ Tagesspiegel Berlin

Patrizia Moresco

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Sa 19 Okt 20 Uhr | Stadthalle Biberach

Michael Krebs

mit seinem neuen Programm Unverschämt, charmant und schlagfertig wickelt Michael Krebs sein Publikum mit originell dahingerotzten Boshaftigkeiten um den Finger. Nach über 200 gefeierten Shows in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz, sowie tausenden neu gewonnenen Anti-Flüsterfuchs-Anhängern, geht Michael Krebs mit einem neuen Programm in die nächste Runde des Widerstandes! Der quirlige Musiker brennt vor Spielfreude, groovt an Klavier und Gitarre und singt fluffige Songs über alles, was nicht stimmt in dieser Welt. Egal ob er auf dem Metal-Festival in Wacken, im Düsseldorfer Kom(m)ödchen oder in Biberach spielt: Michael beweist, dass Comedy intelligent und Kabarett dreckig sein kann. Michael Krebs gehört mittlerweile zur ersten Liga der Kabarett- und Comedyszene. Er wurde mit fast allen namhaften Kabarettpreisen ausgezeichnet und tritt regelmäßig im Fernsehen auf (ARD-Satiregipfel, WDR-Mitternachtsspitzen, BROttis Schlachthof, WDR-Nightwash). Michael Krebs, der Mann mit dem braven Äußeren und den schmutzigen Gedanken, bezeichnet sein Klavier-Kabarett gerne mal als „Kleinkunst Rock ’n Roll“. Denn schon als pubertierender Teeny headbangte er vor dem Spiegel und hatte nur ein Ziel: den Olymp des Rock. Der war allerdings ziemlich weit entfernt von der „Homebase“ des Schwabenbubs, dem 50-Seelen-Kaff Neu-Kupfer.

Darum ging er nach Hamburg, studierte Musik und Germanistik, erprobte sich nebenbei als Nacktputzmann, Tibetologe, Drogist, Tanzmusiker und Hotelpianist, mixte sein musikalisches Können schließlich mit Charme und Humor und landete so 2003 beim Hamburger Comedy Pokal im Finale, wo er den zweiten Platz belegte. Derart motiviert schrieb er sein erstes Soloprogramm, das im April 2004 Premiere hatte. Seitdem ist er im gesamten deutschsprachigen Raum auf Tournee. Bis heute gewann er zahlreiche Kleinkunstpreise, veröffentlichte zwei CDs, war im TV u.a. bei Ottis Schlachthof, Nightwash und der Aktuellen Schaubude zu sehen und trat auf vielen renommierten Kabarettbühnen auf. Um seine Wahlheimat Hamburg kulinarischkulturell zu bereichern, gründete er 2004 die Cook’n’Comedy Show „Spätzles-Club“, in der er regelmäßig als Moderator mit prominenten Gästen (u.a. Alfons, Konrad Stöckel, Kay Ray) echt schwäbische Spätzle kochte, alberte und musizierte. 2008 hatte sein zweites Programm „Die Erotik Explo:schn Road Show“ Premiere. Die dazugehörige CD „Das Michael Krebs Bootleg“ erschien im Herbst desselben Jahres. 2011 wurde er Preisträger beim Baden-Württembergischen Kleinkunstpreis, erhielt den Gods of Musikcomedy Award in Berlin, stand beim Metal-Festival in Wacken auf der Bühne und brachte sein drittes Soloprogramm raus, zu dem 2012 die CD erschien. Eintritt 18 e | Ermäßigt 14 e www.michaelkrebs.de

„Besser geht‘s nicht.“ Südkurier

„Tolle Klaviereinlagen, superlustige Texte... Michael Krebs ist ein begnadetes Multitalent.“ Neue Westfälische

„Eine phänomenale Show.“ Der Westen

Michael Krebs 14


So 20 Okt 19 Uhr | Stadthalle Biberach

Arnulf Rating Ganz im Glück

Arnulf Rating schöpft in seinem Kabarett aus den umfangreichen Patientenakten von Dr. Mabuse. Hier spiegeln sich wie in einem Mikrokosmos alle Verwerfungen unserer Zeit. Dr. Mabuse selbst weiß, was viele seiner Patienten mit Burn Out Syndrom in seine Praxis und in die Verzweiflung treibt. Für ihn ist der Mensch die Hardware, die pausenlos mit Software gefüttert wird: Fortschrittsglaube, Religion, Sozialdemokratie. Das ist oft nicht kompatibel und führt immer wieder zu Systemabstürzen. Als Arnulf Rating begann, Kabarett zu machen, wurde in der Meldebehörde noch im Zweifingersuchsystem in die Triumph Gabriele getippt. Und wenn jemand über das Telefon wischte, dann war es die Putzfrau. Heute finden wir manches kurios, was die Menschen in all den Jahren in ihrem Streben nach Glück und immer flacheren Bildschirmen bewegt hat. Aber Arnulf Rating ist sicher: Es besteht Hoffnung. Jedenfalls solange es Menschen gibt, die nicht nur Bio Eier wollen, sondern auch ein iPhone aus artgerechter Chinesenhaltung.

Arnulf Rating gilt als einer der wortgewaltigsten Politkabarettisten Deutschlands: blitzgescheit, originell, schlagfertig eben einer der ganz Großen seiner Zunft. Seit 1993 ist Arnulf Rating, Jahrgang 1951, als Solokabarettist unterwegs. Fernsehzuschauer kennen den großen Blonden von Gastauftritten bei „Ottis Schlachthof“, den „Mitternachtsspitzen“ und in „Neues aus der Anstalt“. Arnulf Rating wurde unter anderem mit den beiden bedeutendsten Preisen für Kabarett in Deutschland ausgezeichnet: Neben dem Deutschen Kabarettpreis war dies zuletzt der Deutsche Kleinkunstpreis. Aus der Begründung der Jury: „Hochgeschwindigkeitskabarett von heute, aber im Ton wie auf dem Rummelplatz der Sponti Clowns von damals. Der Mitbegründer der ‚3 Tornados‘ hat mit dem erfrischenden Anarchismus aus den siebziger Jahren im neuen Jahrtausend künstlerischen Mehrwert geschaffen. Eintritt 18 e | Ermäßigt 14 e www.rating.de

„Einer der besten deutschsprachigen Spötter: Arnulf Rating.“ Hamburger Abendblatt „Rating ist topaktuell und bissig, mit enormer Pointendichte bietet er einen kabarettistischen Rundumschlag allererster Güte.” Schwäbische Zeitung

Arnulf Rating

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Szenenfoto Don Giovanni, 1.2.2013

Di 22 Okt 19.30 Uhr | Stadthalle Biberach

Ein Maskenball

Oper in drei Akten von Guiseppe Verdi – Aufgeführt vom Theater Pforzheim in italienische Sprache mit deutschen Übertiteln König Gustav III. hält seine Morgenaudienz, als wäre es eine Theatervorstellung. Der Page Oskar überreicht dem König die Gästeliste eines bevorstehenden Maskenballs. Gustav entdeckt darauf den Namen Amelias, der Frau seines besten Freundes René Anckarström, die er heimlich liebt. Eine Verschwörung gegen den König bahnt sich an. René warnt ihn, aber der König unterschätzt die Gefahr. Auch den Orakelspruch der Wahrsagerin Ulrika, die ihm weissagt, dass er getötet werden wird von dem, der ihm zuerst die Hand reichen wird, nimmt er nicht ernst, ist es doch sein Freund René Anckarström, der ihn mit Handschlag begrüßt. Als sich Gustav und Amelia um Mitternacht auf der Richtstätte ihre Liebe gestehen, taucht René unerwartet auf, um den Freund erneut zu warnen. Er tauscht den Mantel mit dem König, damit dieser unerkannt fliehen kann und verspricht, die verschleierte Unbekannte zurück zur Stadt zu geleiten. Die Verschwörer kommen und greifen den vermeintlichen König an. René gibt sich zu erkennen. Seine Frau Amelia wirft sich zwischen die Kämpfenden und lässt dabei ihren Schleier fallen. Als betrogener Ehemann verspottet, will sich René den Verschwörern anschließen. Als der Page Oskar des Königs Einladung zum Maskenball bringt, beschließt er, den Ball für Gustaf zum Totentanz werden zu lassen, ohne zu wissen, dass sich der König bereits gegen die Liebe und für die Pflicht entschieden hat. Als er von Amelia Abschied nimmt, wird er von René erschossen.

Am 16. März 1792 wurde der schwedische König Gustav III. auf einem Maskenball in der Stockholmer Oper vor den Augen der Ballgesellschaft angeschossen und starb kurz darauf an den Folgen. Dieser historische Vorfall inspirierte Verdi und so kam sein „Maskenball“ nach langen Streitigkeiten mit den verschiedenen Zensurbehörden am 17. Februar 1859 im Apollo-Theater in Rom, statt wie geplant in Neapel, zur Uraufführung. Für Neapel war der Stoff eines Königsmordes, auch wenn er in eine Liebesgeschichte eingebettet wurde, zu revolutionär und zu real, da man sich an das Attentat auf den König von Neapel und auf Napoleon III. von Frankreich erinnert fühlte. Die Oper wurde abgelehnt und Verdi verließ die Stadt umgehend. In Rom wurde er jedoch gefeiert und es sollte ein Triumph auf ganzer Linie werden. Nicht nur für Verdi, sondern auch für den Freiheitskampf der Italiener und als 1860 der verhasste bourbonische Thron in Neapel gestürzt wurde, der zuvor Verdis Oper verbot, sollte es „Ein Maskenball“ sein, der als erste Oper im befreiten Neapel aufgeführt wurde. Die Ermordung des Königs als Symptom für den Niedergang einer Gesellschaft, die nur noch in ihrer Maskierung zu funktionieren scheint. Verstellungen und Missverständnisse, Unausgesprochenes und vielleicht Gesagtes vereint mit der expressiven und farbig instrumentierten Musik Verdis weisen konsequent auf das überwältigende und tragische Finale hin… Eintritt 28 bis 44 e | Ermäßigt 21 bis 34 e www.theater-pforzheim.de

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Mi 23 Okt 20 Uhr | Komödienhaus

HG. Butzko

Herrschaftszeiten HG. Butzko ist der beste Kabarettist der Welt. Seine Programme sind die tollsten, die man je gesehen hat. Und nach seiner ausverkauften Tournee durch Deutschlands Fußballstadien macht er jetzt einen Abstecher nach Biberach. Und Butzko wäre nicht Butzko, wenn er sich nicht mal wieder so seine ganz eigenen Gedanken gemacht hätte. Denn wer fragt sich nicht seit einiger Zeit: Was ist denn eigentlich hier los? Und in der Tat, diese Frage ist berechtigt. HG.Butzko: „Ich mache seit 1997 satirisches Kabarett, und inzwischen denk ich mir: „Wenn du dich mit den Mächtigen beschäftigen willst, wieso hältst du dich dann mit Politikern auf?“ Tatsache ist, wer sozialdemokratische Forderungen durchsetzen will, muss Angela Merkel wählen, nachdem die SPD unter Gerhard Schröder ein Garant für konservative Politik war. Warum also nicht als nächstes eine Koalition von FDP und Linkspartei, unter dem Motto: Wir haben zwar keine Ahnung, was wir zusammen wollen, hauen uns aber erst mal gegenseitig was in die Fresse, und pflegen anschließend gemeinsam unsere Wunden! Und wie nennt man so was? Piratenpartei! Na toll. Wenn man sich aber mit den Mächtigen beschäftigen will, wer kommt einem dann in den

Sinn? In der Verfassung heißt es: Alle Gewalt geht vom Volke aus. Doch als unsere Verfassungsväter diesen Satz formulierten, müssen sie in einer eigenartigen Verfassung gewesen sein. Denn wenn die Gewalt vom Volke erst mal ausgegangen ist, stellt sich doch sogleich die Frage: Wohin eigentlich? Und kehrt sie von da auch irgendwann mal wieder zurück? Und wenn das Volk mal ausgeht, womöglich auf die Straße, und dort dann ruft: „Wir sind das Volk! Keine Gewalt!“ ist das dann inzwischen vielleicht eine präzise Beschreibung des gesellschaftlichen Zustandes. Und müsste es deswegen also nicht richtiger heißen: „Alle Gewalt geht dem Volke aus“? Er ist der heimliche Star auf Deutschlands Kleinkunstbühnen: HG. Butzko. Denn wenn der Gelsenkirchener auf der Bühne steht, zu allem und jedem seine ganz spezielle Meinung äußert, und dabei die großen Zusammenhänge so beleuchtet, als würden sie „umme Ecke“ stattfinden, dann gelingt ihm das seltene Kunststück, einem Publikum aus dem Herzen zu sprechen. Er verbindet das Politische und das Private, den Alltag und den Bundestag, die große Welt und den kleinen Geist und hat dabei einen ganz eigenen Stil entwickelt. Eintritt 15 bis 18 e | Ermäßigt 11 bis 14 e www.hgbutzko.de

„Aufklärung ist gut, Butzko ist besser.“Bonner Rundschau „Das Programm ist so nachhaltig, dass es mich tags drauf noch beschäftigt hat.“ Dieter Hildebrandt

HG. Butzko

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D0 24 Okt 20 Uhr | Stadthalle Biberach

Günter Grünwald

Da sagt der Grünwald Stop! „Wollt ihr den totalen Krieg?“ „Nein!“ „Was wollt ihr dann?“ „Maoam, Maoam!!!“ – Hätten die Besucher des Sportpalastes am 18. Februar 1943 so reagiert, dann wäre der Lauf der Geschichte anders, vielleicht sogar ganz anders verlaufen. Was hat das mit Günter Grünwalds Kabarettprogramm zu tun? Viel, denn auch er isst gerne Süßigkeiten und Knabbereien.

alles drin ist, was ein gutes Kabarettprogramm ausmacht. Zum Beispiel „Grünwald“, aber auch „Stop“. Und mehr kann man von einem guten Kabarettprogramm nicht verlangen. Eine Pressestimme zu diesem Stück sollte man aber auf keinen Fall vorenthalten: „Wer dieses Programm nicht gesehen hat, der kennt es nicht.“

Darum sollte Günter Grünwalds Programm ursprünglich auch „Schokolade, Chips und Bärendreck“ heißen, was sein Agenturchef aber erschrocken ablehnte, da es in Neuseeland bereits einen Kabarettisten gibt, dessen Programm „Oyli, Boyli Meckelbeck“ heißt, was in der Sprache der Maori so viel bedeutet wie: „Der rasende Schoaß in der Griffelschachtel“. Also, flexibel wie Günter Grünwald von Gott bzw. einer seiner Assistenten geschaffen wurde, nennt er sein Programm nun „Da sagt der Grünwald Stop“. Der Titel ist super. Denn wie sagte schon der heilige Christopheros im 5. Brief an die Korinther: „Da sagt der Grünwald Stop ist ein Supertitel für ein Kabarettprogramm.“ Und der heilige Christopheros muss es ja wissen, das war vielleicht ein Scherzkeks, der hat ja mal, wie im Tempel die ganzen Pharisäer ihre Verkaufsstände aufgebaut hatten... aber lassen wir das, denn das hat Günter Grünwald schon alles der Polizei erzählt. Zurück zum Kabarettprogrammtitel. Der Titel „Da sagt der Grünwald Stop“ ist deswegen so super, weil eigentlich

Humor ist seine Passion. Hintergründiger Humor mit viel Geist, der sich an Aktualitäten und menschlichen Schwächen reibt, so kennt man ihn – Günter Grünwald, der zu den ganz Großen der Kabarettszene Deutschlands gehört, denn seine Popularität hat den sogenannten Weißwurst-Äquator längst überschritten. Zu verdanken hat Günter Grünwald die landesweite Beliebtheit unter anderem seinen TV-Auftritten, die inzwischen regelmäßig geworden sind wie beispielsweise die „Freitagscomedy“. Doch vor allem ist er seit mehr als zwei Jahrzehnten live unterwegs und zieht sein Publikum magisch an, er füllt Theater und Hallen, denn wo Grünwald draufsteht, ist auch Grünwald drin. Herzerfrischendes Lachen ist garantiert. Grünwald blödelt nicht einfach, er nimmt sein Publikum ernst, baut auf Intelligenz, bedient Zwerchfell und Kopf gleichermaßen. Eintritt 18 bis 28 e | Ermäßigt 14 bis 21 e www.guenter-gruenwald.de

„Er genießt es seine Zuschauer zwischen Lachen und Entsetzen zu erleben.“ Südwestpresse, Ulm „Grünwald zählt mit zum Feinsten, was das deutsche Kabarett augenblicklich zu bieten hat.“ Main-Echo

Günter Grünwald 18


Fr 25 Okt 20 Uhr | Stadthalle Biberach

La nuit de la chanson

Gérard Daguerre et l‘orchestre le POCO (Paris Opéra Comique Orchestre) Zum Abschluss der Französischen Wochen zeigt das Kulturamt einen Leckerbissen französischer Lebensart: „La nuit de la chanson“ unter der Leitung von Gérard Daguerre. Der frühere Dirigent der Opéra Comique de Paris (2000 bis 2007) hat einen Chanson-Abend mit den bekanntesten französischen Chansons zusammengestellt. Gemeinsam mit Sängern und Musikern der Opéra Comique de Paris präsentiert er ihn exklusiv in der Stadthalle Biberach. Édith Piaf, George Brassens, Barbara, Jacques Brel, Juliette Gréco, Charles Aznavour, Gilbert Bécaud und Charles Trenet – diese Namen sind der Inbegriff des französischen Chansons und haben ihn in den 40er-, 50er- und 60er-Jahren weltweit bekannt gemacht. In das Programm dieses Konzerts hat Gérard Daguerre die wichtigsten Songs und bekanntesten Evergreens des französischen Chansons aufgenommen. Er hat in seiner Karriere als musikalischer Leiter oder als Begleiter am Piano mit den Großen des französischen Chansons Joe Dassin, Sylvie Vartan, Michel Sardou, Barbara (18 Jahre lang), Regine und zuletzt Charles Aznavour zusammengearbeitet. Aktuell ist er mit Sylvie Vartan auf einer weltweiten Abschiedstournee unterwegs. In Biberach wird er unter anderem begleitet von einem der besten und bekanntesten Akkordeonisten Frankreichs Marcel Azzola. Der 86jährige hat in seiner musikalischen Laufbahn u.a. mit Édith Piaf, Yves Montand, Jaques Brel, Gilbert Bécaud und Barbara konzertiert. In diesem Jahr hätte einer der Stars des französischen Chanson, Charles Trenet (1913 – 2001) seinen 100. Geburtstag gefeiert. Gérard Daguerre hat deshalb ein Medley der bekanntesten Songs seines Freundes, die in Frankreich längst zum kulturellen Allgemeingut gehören, in das Konzertprogramm aufgenommen.

Neben der Musik ist die stimmliche Interpretation des Textes von entscheidender Bedeutung, ob ein Chanson die Zuhörer berührt. Damit dies der Fall sein wird, hat Gérard Daguerre zwei Sänger der Opéra Comique de Paris dabei: Patrick Rocca und Marie-Stéphane Bernard. Sie werden die weltbekannten Chansons gefühlvoll präsentieren. B esetzu ng Gérard Daguerre, Piano Jean Luc Pagny, Bass, Flöten, Posaune Marcel Azzola, Akkordeon Christian Orante, Schlagzeug, Perkussion Patrick Rocca, Sänger Marie-Stéphane Bernard, Sängerin Pro gramm Édith Piaf (1915 – 1963) Milord – Padam - La vie en rose - Non je ne regrette rien Georges Brassens (1921 – 1981) Une jolie fleur - Le parapluie - Les copains d‘abord Barbara (1930 – 1997) Dis quand reviendras tu? - L‘aigle noir - Gottingen Jacques Brel (1929 – 1978) Amsterdam - Ne me quitte pas - Quand on a que l‘amour Juliette Gréco (*1927) Paris Canaille - Jolie môme - Les feuilles mortes Charles Aznavour (*1924) La bohème - Tu te laisses aller Gilbert Bécaud (1927 – 2001) Et maintenant - Nathalie Charles Trenet (1913 – 2001) Medley: Douce France – Fidèle – Boum! – L‘âme des poètes – La mer

La nuit de la chanson Eintritt 28 e | Ermäßigt 21 e

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Sa 26 Okt 20 Uhr | Stadthalle Biberach

Die Couplet-AG Perlen für das Volk

20 Jahre – so lange halten manche Ehen nicht! Wohl aber eine außergewöhnliche Formation, die es geschafft hat, nicht nur fester Bestandteil der bayerischen Kabarettszene zu sein, sondern auch zu den erfolgreichsten Musikkabarettgruppen im Lande zu zählen. Die Couplet-AG, das sind Bianca Bachmann Jürgen Kirner, Bernhard Gruber und Hans Dettendorfer, die sich über zwei Jahrzehnte durch Bayern und den Rest der Republik gelästert, gestänkert, gemault und philosophiert haben. Sie haben die traditionelle Liedform des Couplets entstaubt und mit neuem Leben gefüllt, sind fester, unverwechselbarer Bestandteil der bayerischen Kabarettszene und gehören zu den erfolgreichsten Kult-Musikkabarett-Formationen Süddeutschlands – ausgezeichnet u. a. mit dem „Bayerischen Kabarettpreis“ und dem „Bayerischen Poetentaler“.

„O-Ton“- Eva Demmelhuber: „Rotzfrech wird aufgespielt und gesungen, schamlos und respektlos sezieren die ,gnadenlosen Vier‘ die Großkopferten und Kleingartler, die Polit-Prominenz und die Hinterbänkler. Sie schauen hinter Vorhänge und unter Bettdecken, sie stochern tief in bayrischen Sumpfgebieten und in den Weichteilen der Gehirnwindungen bayrischer Stammtischphilosophen. Und das alles mit einer kräftigen Portion Humor! Verbunden mit einem Schuss Selbstironie!“ Und über das Genre stellt sie klar: „Sie machen weder Kabarett noch Comedy, sie sind keine Volksmusikgruppe, auch kein Musikkabarett oder Volkstheater, sie sind auch keine Volkssänger. Sie sind einfach sie! Sie sind einfach die Couplet-AG! Einzigartig und unverwechselbar!“

Nun feiert die Couplet-AG das 20-jährige Bühnenjubiläum! Dazu ein furioses Spektakel, in einer grandiosen Inszenierung, voll mit wunderbaren Couplets und bester Politsatire. Mit dabei: die brandneuesten sowie die absolut erfolgreichsten Nummern der Couplet-AG, unter der Regie von Eva Demmelhuber (BR), die unnachahmlich dafür sorgt, dass die Lachmuskeln unter Hochspannung bleiben und die Gehirnzellen keine Chance haben sich auszuschalten. Sie bringt das auch wunderbar auf den Punkt.

Eintritt 18 e | Ermäßigt 14 e www.couplet-ag.de

„Die Couplet-AG gehört mit Sicherheit zu den besten Gruppen in Sachen Kabarett, die Bayern zu bieten hat.“ Süddeutsche Zeitung

Die Couplet-AG 20


S0 27 Okt 18 Uhr | Stadthalle Biberach

Marshall & Alexander Welthits

Marshall & Alexander stehen für grandiosen Gesang und große Emotionen. Der Zusammenklang ihrer Stimmen ist einmalig und erlaubt es den beiden Ausnahmekünstlern sich in den unterschiedlichsten Musikwelten stilsicher zu bewegen. Es gibt immer mehr Fachleute, die sich zu der Aussage bekennen, dass es so ein Duo weltweit nicht noch einmal gibt. Seit Ende des letzten Jahrtausends sind Marc und Jay auf allen Konzertbühnen Zuhause. Mal mit Klassik in der Kirche, mal mit Pop-Songs im großen Konzertsaal. Das Publikum tobt vor Begeisterung. Mit dem neuen Programm Welthits geht’s es für die beiden Gesangstars musikalisch rund um den Globus. „Es gibt so viele wunderschöne Lieder, die unbedingt von uns gesungen werden wollen“, so Jay Alexander. Marc Marshall ergänzt: „Das wird uns musikalisch in die exotischsten Ecken wirbeln. Wir freuen uns darauf, mit unseren Fans eine riesige Party zu feiern“. An der Seite der beiden Ausnahmesänger wie immer dabei Rene Krömer am Flügel. Freuen Sie sich auf ein komplett neues Programm, mit Melodien, die (fast) jeder kennt und mit noch mehr Songs, die um die Welt gingen. Natürlich dürfen auch die vielen Hits ihres letzten italienischen Erfolgsalbums „La Stella“ nicht fehlen, mit denen Marshall & Alexander kürzlich noch auf bundesweiter Tournee in den größten Hallen Deutschlands zu Gast waren. Die Zuschauer dürfen sich auf ein Feuerwerk der Musik freuen. Ein rauschendes Fest der Popmusik!

Geschätzt und ausgezeichnet von Publikum und Medien: Das strahlende Metall, das ihre Stimmbänder seit Ende der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts in die Konzertsäle trägt, wurde mit dem Album „Götterfunken“ nun bereits zum 3. Mal vergoldet. Jährlich Tourneen und Konzerte für mehr als 100.000 Konzertbesucher, Verleihung des Publikumspreises „Die Goldene Henne“ in der Kategorie „Musik“: Marshall & Alexander sind erfolgreich, aber nicht erfolgsverwöhnt, denn ihr Erfolg ist leise und blühte zunächst im Verborgenen. Marshall & Alexander sind ein Markenzeichen. Hier fängt die Geschichte ihrer Karriere an, spannend und einmalig zu werden. Sie sind ein Markenzeichen der Ernsten Musik, der Unterhaltungsmusik, des Pop, der Balladen, der arienhaften Duette. Sie sind ein Markenzeichen für Gesang, der Emotionen transportiert. Vorgetragen von zwei unverkennbaren Stimmen: Bariton Marc Marshall und Tenor Jay Alexander. Ihre Stimmen, ausgebildet an der Hochschule; gepflegt in harter Arbeit und ständiger Übung. Die verschiedenen Stimmlagen ergeben ein eigenes, neues Klangbild. Kraftvoll und sanft singen sie. Heiter und herausfordernd, nachdenklich und beschützend in ihren Texten. Gesang, der Emotionen auslöst, zu Fragen anregt und Antworten gibt. Eintritt 33,50 bis 53 e

www.marshall-alexander.de

Veranstalter: UF Konzerte & Events

„Gesangsduo ist Gänsehautgarant.“Nordwest Zeitung

Marshall& Alexander

Alle Gäste standen vor ihren Stühlen, klatschten rhythmisch und bedankten sich so für die Kette aus Lieblingshits, die ihnen zwei tolle Künstler präsentiert hatten.“ Nordwest Zeitung

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Do 14 Nov 20 Uhr | Stadthalle Biberach

Hannes Wader Nah dran

Hannes Wader ist eine Legende – schon jetzt. Viele seiner Lieder sind Allgemeingut geworden, werden von Generation zu Generation weitergegeben und immer wieder neu gesungen. Wer kennt nicht Heute hier, morgen dort, das mittlerweile zu den beliebtesten deutschen Volksliedern gerechnet werden kann? Er ist der Autor und Interpret von Liedern, die intimste Empfindungen ausdrücken, was er seit seinem ersten Album von 1969 eindrucksvoll unter Beweis stellt. Er ist aber auch der Volkssänger und der politische Mensch, der Stellung bezieht, sich mit seinen Liedern einmischt und damit zu wichtigen Bewegungen in den letzten Jahrzehnten den „Soundtrack“ geliefert hat. Hannes Wader veröffentlichte 2012 sein erstes Solo-Album „Nah dran“ seit fünf Jahren. Hier zeigt er sich einmal mehr als Song-Poet, der sowohl in Folksong und Volkslied als auch in Pop, Reggae und Ballade zu Hause ist. Auf der Höhe seiner Kunst artikuliert er sich als Komponist und Texter, Sänger und Gitarrist, Bearbeiter und Interpret. Dies beweist er auf seiner Tournee dann auch wieder in Biberach.

Der 1942 in Bielefeld geborene Liedermacher hat im Laufe seiner Karriere immer wieder seine persönliche Sicht vom Lauf der Welt, von politischen und sozialen Verhältnissen, von Krieg und Frieden aber auch von Liebe und Leid zu ebenso aufwühlenden wie einfühlsamen Liedern verdichtet. Dabei hat Hannes Wader sein Publikum begeistert oder irritiert, er wurde gefeiert oder geächtet: Kalt gelassen hat er niemanden. Nicht nur deshalb trat der Filmemacher Rudi Gaul an Hannes Wader heran, um ihn und Konstantin Wecker auf der gemeinsamen Tour durch Deutschland zu begleiten. Der Film „Wader Wecker Vaterland“ erzählt humorvoll von der Annäherung zwei der wichtigsten deutschen Liedermacher. Das dieser Film und vor allem diese zwei Persönlichkeiten begeistern, zeigt nicht zuletzt die Prämierung dieses Films mit dem Dokubiber 2011 der Biberacher Filmfestspiele. Für seine nachhaltigen Beiträge zur Entwicklung des deutschsprachigen Liedes wurde er nun auch im März 2013 mit dem Echo für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Eintritt 21 bis 34 e | Ermäßigt 16 bis 25 e www.scala-kuenstler.de

„Seine Lieder sind so bekannt wie sein politisches Wirken. Auch, wenn „nichts bleibt, wie es war“, sind Waders Texte immer noch aktuell. Schön anzuhören sind sie ohnehin.“ Südwestpresse

Hannes Wader 22


Fr 15 Nov 20 Uhr | Stadthalle Biberach

A Cappella Nacht 2013

Mit Delta Q, Six Pack und Latvian Voices Six Pack trifft Berliner Newcomer trifft lettische Stimmwunder. Nicht ohne Stolz präsentiert Impresario Peter Martin Jacob zum sechsten Mal in Biberach an der Riß einen Abend voller Entertainment mit der Allzweckwaffe Six Pack, den aufstrebenden Berliner Newcomern von Delta Q und den vielgelobten Latvian Voices, deren Stimmen - so attraktiv wie die Sängerinnen selbst – in klarer Natürlichkeit erstrahlen. Da wird gekalauert und gekichert, gestaunt und geklatscht. Ein perfekter Mix für einen gelungenen Abend! Six Pack Mit der Märchenshow „Die hänselnde Gretel“ marschieren die sechs Bayreuther Gesangszauberer und Kulturpreisträger derzeit von einer Bühne zur anderen und lassen das Publikum lachen und jubeln. Kein Wunder, stellen die Sänger doch alles auf den Kopf, worauf die Brüder Grimm einmal stolz waren. Mit Auszügen aus diesem aktuellen Programm beweisen Six Pack einmal mehr, wie gut sie darin sind, brillante Gesangsarrangements mit hanebüchenem Klamauk in Einklang zu bringen. Das können sie gut. Schließlich treiben sie ebensolchen brillanten Gesangsunfug seit über 20 Jahren. Eintritt 18 bis 28 e

www.a-cappella-nacht.de

Delta Q Vocalband aus Berlin. Die vier sympathischen Musiker machen ihrem Bandnamen auf der Bühne alle Ehre: Mit ihrem dynamisch-warmen Klang, ihrer gebündelten Energie und dem richtigen Quantum Groove produzieren sie Vokalmusik auf hohem Niveau. Dabei bewegen sich die vier jungen Männer in unterschiedlichsten Stilrichtungen der populären Musik. Mit ihren anspruchsvollen Arrangements neu interpretierter Coversongs unterhalten sie die Zuschauer ebenso wie mit ihren eingängigen Eigenkompositionen, stets gepaart mit einer wirkungsvollen Darbietung für Auge und Ohr. Ihr ausgesprochen hoher Unterhaltungswert und ihre große musikalische Bandbreite machen Sie zu einem exothermen Klangerlebnis der ganz besonderen Art. Latvian Voices Die Latvian Voices sind ein aus sieben jungen Damen bestehendes Vokalensemble aus Lettland. Ihre Zuhörer verzaubern sie vor allem mit der Schönheit ihrer natürlichen klaren Stimmen. Ihr Repertoire umfasst Werke aus der Renaissance ebenso wie aus der Moderne, von der Gregorianik über Volksmusik bis hin zum Swing. Neben lettischen Liedern singen sie auch Evergreens aus aller Welt. 2011 und 2012 sicherten sich die Sängerinnen drei bedeutende Preise: Beim A Cappella-Wettbewerb in Graz gewannen sie in der Kategorie „Klassische Musik“ und holten den Publikumspreis. Sie wurden Preisträger des renommierten A CappellaWettbewerbs in Leipzig und wurden schließlich bei den World Choir Games 2012 in Cincinnati/USA als Champions in der Kategorie „Weiblicher Kammer-Chor“ ausgezeichnet.

„Parodien und Begeisterung – Beeindruckende Stimmgewalt, Publikum euphorisch.“Fränkischer Tag, Bamberg 23


Do 21 Nov 15 Uhr | Stadthalle Biberach | für Kinder ab 4 Jahren

Die kleine Meerjungfrau

Musical für Kinder und Erwachsene vom Theater Liberi Eine kindgerechte und anspruchsvolle Interpretation des Märchens frei nach Hans Christian Andersen – mit viel Musik und tollen Kostümen. Eine Geschichte über das Abenteuer der Liebe, eine Geschichte, die Mut macht, Entscheidungen zu treffen, egal was passiert: ein Musical-Abenteuer für Kinder und für Kindgebliebene und natürlich für alle Musical-Fans. Tief unter den unendlichen Weiten des Meeres gibt es Dinge, von denen wir nichts wissen: Sprechende Fische, singende Krabben, herrschsüchtige Tintenfische und einen gutmütigen und dennoch strengen Meereskönig - das ist die Welt der kleinen Meerjungfrau! Eine Welt voller Zauber und Magie, eine Welt voller lustiger Gestalten, eine geheimnisvolle Unterwasserwelt. Und dennoch will die kleine Meerjungfrau mehr sehen. Mehr als nur Meer. Sie will an Land, sie will die Menschen sehen, die Vögel, die Bäume und die Wolken, all das, was man „hier oben“ so gut kennt. Doch ihr Vater, der Meereskönig, verbietet es ihr. Er ist nicht gut auf die Menschen zu sprechen, er mag sie nicht, diese „Fischesser“. Heimlich aber macht sich die kleine Meerjungfrau dennoch auf den Weg zu den Wellen. Unbemerkt taucht sie auf

und schaut den Schiffen zu, sieht die Sterne über sich und lässt sich den Wind um die kleine Nase wehen. Sie ist hin und weg und ganz verliebt in das Land ohne Wasser. Und wenn sich die kleine Meerjungfrau nicht auch noch in einen Menschen verliebt hätte, in einen Prinzen noch dazu, dann hätte der Meereskönig bestimmt nichts bemerkt… ja, wenn! Und wenn sie sich aus diesem Grunde nicht so sehr gewünscht hätte, ein Mensch zu werden, dann hätte sie die gefährliche Meerhexe wohl nie um Hilfe gebeten… ja, wenn! Wenn, wenn, wenn… aber wenn man alles vorher wüsste, dann würde es wohl ein wenig langweilig werden! Langweilig wird es mit dem Familien-Erlebnis „Die kleine Meerjungfrau – das Musical“ sicher nicht! Eine Geschichte zwischen Land und Wasser. Das Theater Liberi ist ein Tournee-Theater mit Sitz in Bochum. Ziel des Theaters ist es, anspruchsvolle, kreative und dennoch unterhaltsame Familien-Events zu produzieren: Intelligentes Theater für Kinder verbunden mit anregender und aufregender MusicalUnterhaltung, auch für die Erwachsenen. Eintritt 12 bis 18 e | Ermäßigt 9 bis 14 e www.theater-liberi.de/meerjungfrau/

„Originelle Kostüme und eine fabelhafte Kulisse sorgten für einen spannenden Abend für Groß und Klein.“ Böhme Zeitung „Die kleine Meerjungfrau - Das Musical sorgt für glückliche Kindergesichter.“ Nordwest Zeitung

Meerjungfrau 24


So 24 Nov 18 Uhr | Stadthalle Biberach

Klangspuren

Mit Werken von Richard Wagner, Dmitri Schostakowitsch, Leos Janacek und Jörg Riedlbauer Als im Drei-Königs-Konzert 2010 die „Symphonischen Fresken“ des Kulturdezernenten Dr. Jörg Riedlbauer durch die Stadtkapelle Biberach uraufgeführt worden sind, wurde danach immer wieder der Wunsch geäußert, weitere seiner Kompositionen kennenzulernen. Im Rahmen des club modern präsentiert er nun seine beiden Liederzyklen aus den Jahren 1982 und 1988 und lädt dabei zugleich zur musikalischen Spurensuche ein. Denn kein Komponist ist ohne musikalische Vorbilder ausgekommen, alle haben Anregungen älterer Kollegen aufgegriffen, die daraufhin in den Werken ihre Spuren mehr oder weniger hörbar hinterlassen haben. Im Gesprächskonzert wird Jörg Riedlbauer freimütig erzählen, welche Komponisten für ihn ganz besonders richtungsweisend geworden sind – nämlich Richard Wagner, Dmitri Schostako-

witsch und Leos Janacek. Und so erklingen im club modern-Konzert Schostakowitschs Präludium und Fuge es-Moll, Janaceks Klaviersonate von 1905 sowie – passend zum „Wagner-Jahr“, die Wesendonck-Lieder des in erster Linie durch seine Opern berühmt gewordenen Komponisten. Als Gesangssolistin konnte die Altistin Saskia Klumpp gewonnen werden. Sie ist Ensemblemitglied an der Deutschen Oper Berlin und von führenden Dirigenten wie Helmut Rilling, Wolfgang Gönnenwein oder Christian Thielemann wiederholt engagiert worden. Sie wird begleitet von Anita Keller, die Korrepetition und Liedbegleitung an der Hochschule für Musik „Hanns-Eisler“ Berlin lehrt und u. a. als Liedbegleiterin bei Meisterkursen von Elisabeth Schwarzkopf oder Dietrich Fischer-Dieskau in Erscheinung getreten ist. Eintritt 15 e | Ermäßigt 11 e

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Fr 29 Nov Sa 30 Nov 20 Uhr | Komödienhaus

Sommernachtstraum

Frei nach William Shakespeare von und mit Bernd Lafrenz Mit seinem verwegenen Mix aus Commedia dell-arte-Elementen und Comic-Gesten, seiner phänomenalen Bühnenpräsenz und seinem schier endlosen Fundus an sprachlichen und pantomimischen Mitteln begeistert Bernd Lafrenz sein Publikum seit 25 Jahren. Seine eigensinnigen Shakespeare-Parodien sind leichtfertig-heitere Märchenstunden fürs Volk bei gleichzeitiger Verbeugung vor William Shakespeare. Ein Sommernachtstraum ist sein 8. Shakespeare-Solo und beginnt mit einer leichtfüßigen Gaukler- und Jahrmarktsatmosphäre, die wunderbar zu der turbulenten Komödie passt. Denn ganz Athen steht Kopf: Der Herzog freut sich auf seine Hochzeit, als mitten in die Festvorbereitungen ein erzürnter Vater platzt. Seine widerspenstige Tochter liebt Lysander, ist aber Demetrius versprochen, den wiederum die schöne Helena begehrt.

In schicksalsträchtiger Sommernacht treibt dazu ein Elf namens Puck seinen Schabernack, indem er die Paare mit Hilfe einer Liebestinktur mächtig durcheinander wirbelt, während sich ein paar Bäume weiter ein derbes Männersextett der Schauspielerei widmet. Eine turbulente Soap des 16. Jahrhunderts also. Den bekannten Plot inszeniert Bernd Lafrenz in einem köstlichen Ein-Personen-Stück. Blitzschnell wechselt er zwischen den Charakteren hin und her, bastelt mit ein paar Holzgestellen und reichlich Phantasie die engen Gassen von Athen. Ein Sommernachtstraum wurde von William Shakespeare um 1595 für die Hochzeit eines Adligen geschrieben. Das Stück ist eines der meistgespielten Shakespeare-Stücke. Eintritt 15 bis 18 e | Ermäßigt 11 bis 14 e www.lafrenz.de

„Keine Rolle ist ihm unmöglich, ein Verwandlungsvirtuoseder Sonderklasse.“Tagesspiegel Berlin „Was sich da auf der Bühne tut ist tatsächlich Theater total, ein Hochgenuss, Theater wie man es selten sieht.“ Stuttgarter Zeitung

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Sa 30 Nov 20 Uhr | Stadthalle Biberach

Dave Davis Live und in Farbe

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Niemand! Und das ist auch gut so! Aber Deutschland fragt: Gibt es außer Clowns tatsächlich noch andere farbige Menschen? Darf die politisch korrekte Domina schwarze Kunden auspeitschen? Und warum fürchten wir ein Wort, dass rückwärts gelesen „Regen“ erzeugt? Dave Davis gibt Antwort. Er zertrümmert und bestätigt mit erfrischender Leichtigkeit vieles, was wir über „Bürger mit Melaninüberschuss“ zu wissen zu glauben. Er schlüpft in verschiedene Rollen, erzählt Unglaubliches und singt nie Gehörtes. Der Träger des Deutschen Comedypreises 2010 und zweifache Prix-Pantheon-Gewinner 2009 interagiert auch in seinem neuen Programm gekonnt mit dem Publikum und lässt uns verstehen, warum er von „Klasse statt Rasse“ spricht. Als Dave Davis 1973 in Köln geboren wurde, dachten wohl noch nicht mal seine aus Uganda stammenden Eltern, dass er mit seiner 360-Grad-Schokoladenseite, die Menschen in Deutschland zum Lachen bringen wird. Inspiriert von einer selbsterstellten Liste mit zehn verrückten Dingen, die Davis in seinem Leben erledigt sehen will, meldete er sich 2007 bei einer Offenen Bühne an, um das ihm stets nachgesagte komödiantische Talent auf die Probe zu stellen. Schnell folgten weitere Bühnenauftritte

und dann auch die ersten TV-Auftritte bei NightWash, TV Total und Cindy und die jungen Wilden. 2009 wurde er dann für die Rolle des Motombo Umbokko zweifach mit dem im deutschsprachigen Raum renommierten Prix Pantheon in den Kategorien „Beklatscht & Ausgebuht“ (Publikumspreis) und „Klotzen & Glotzen“ (TV-Publikumspreis) ausgezeichnet. Außerdem erhielt er 2009 den Publikumspreis bei Tegtmeiers Erben. 2010 wurde ihm der „Goldene Arsch mit Ohren“ im Rahmen des internationalen Kleinkunstfestivals in Koblenz überreicht. Kurz danach gewann er den „Deutschen Comedypreis“ in der Kategorie „Bester Newcomer 2010“. 2011 war Dave nicht nur in der Neuauflage der „Wochenshow“ als festes Ensemblemitglied auf Sat.1 zu sehen, sondern auch im Kino: in der Verfilmung von Tommy Jauds „Resturlaub“ spielte er den Pfarrer Bouba. Die DVD zum Film ist seit Dezember 2011 im Handel. Seit 2010 tourt Davis mit seinem ersten Soloprogramm „SPASS UM DIE ECKE“ durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Noch bis Sommer diesen Jahres wird er als „Motombo Umbokko“ sein Publikum mit schwarzem Humor und farbigfrohem Wortwitz begeistern. Im Oktober 2012 wird dann Premiere mit dem zweiten Soloprogramm „LIVE & IN FARBE“ gefeiert. Vorbeikommen lohnt sich! Eintritt 29 e

www.dave-davis.de

Veranstalter: UF Konzerte & Events

„Eigentlich erfüllt der Afrikaner alle Klischees, doch dann gibt er mit perfekt bayerischem Dialekt den Inhalt eines Vorstellungsgespräches zum Besten und erlebt, wie sich die Zuschauer auf Ihren Plätzen kaum noch halten können.“ Rheda-Wiedenbrücker Zeitung

Dave Davis

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So 1 Dez 19 Uhr | Stadthalle Biberach

Warten auf Heizmann Klassische A CapPella

Aus vier Männerkehlen, relaxed swingende Arrangements und höchst vergnügliches Bühnengeplauder - fun is fact bei einem Abend mit „Warten auf Heizmann“. Die vier befrackten Herren verstehen es immer wieder, ihre Musik mit viel Charme, sängerischer Perfektion und einem ironischen Augenzwinkern an den Mann respektive die Frau zu bringen – ein gelungenes Cross-Over stilvoller musikalischer Unterhaltung und feinsinniger Komik. Das Ensemble Warten auf Heizmann besteht aus den vier ausgebildeten Sängern Martin Ohm, Peter Erdrich, Philipp Heizmann und Oliver Haux. Die stimmliche Ausdrucksfähigkeit, Ausgewogenheit, Fülle und Farbigkeit des Stimmklangs, den Warten auf Heizmann zu bieten hat, ist bei Musikgruppen dieses Genres keine Selbstverständlichkeit. Ob Evergreens im Stile der „Comedian Harmonists“, Hits aus Jazz und Pop, Schlager und Chansons, Operettenmelodien oder klassische Männerchorliteratur – das Repertoire der Gruppe reicht von Mozart bis McCartney, von der „Fledermaus“ bis Falco. Martin Ohm, gebürtiger Bonner, wurde wie so viele rheinische Genies (siehe Beethoven) mit dem Kreativitäts-Gen ausgestattet - absolute Voraussetzung für seine maßgeschneiderten Wartenauf-Heizmann-Arrangements. Die genialste Idee seines Lebens war jedoch die Gründung dieses Männerquartetts während seiner Studienzeit im Fach Gesang an der Hochschule für Musik in Freiburg. Er selbst zeichnet im Ensemble als erster Tenor für die höchsten Töne verantwortlich. Martin Ohm lebt mit seiner Familie in Basel. Wenn er nicht gerade auf Heizmann wartet, ist er dort als freischaffender Sänger, Gesanglehrer, Chor- und Orchesterleiter tätig. Eintritt 15 e | Ermäßigt 11 e

www.warten-auf-heizmann.de

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Peter Erdrich, gebürtiger Oberkircher, wuchs dank der unmittelbaren Nähe zu Strasbourg zweisprachig auf (deutsch und mittelbadisch). Sein sprachliches Talent stellt er als Conferencier und genialer Geschichtenerfinder immer wieder unter Beweis. So mancher Auftritt wurde durch die unvermittelten Lachkrämpfe seiner Mitsänger schon existentiell bedroht. Mit tenoral geschmelzten JazzImprovisationen schmeckt er die Genüsse des Ensemblegesangs ab. Nach Abschluss seines Gesangsstudiums an der Freiburger Musikhochschule nahm er seine Tätigkeit als Konzertsänger auf. Seit 1992 lebt er mit seiner Frau in Oberkirch, wo er sich als Leiter der Stimmwerkstatt gesangspädagogisch engagiert. Philipp Heizmann, gebürtiger Schwarzwälder (Vöhrenbach), ist ganz Sohn seiner Heimat, wo die Uhren noch anders gehen – nämlich nach. Und so kam Jahre später das Ensemble auch zu seinem Namen! Baritonalen Wohlklang und Gelassenheit verströmend genießt er den Quartettgesang und wird damit zum Garant für eine angenehm entspannte Auftrittsatmosphäre. Seine stimmliche Begabung wurde sinnvollerweise unweit der Heimat an der Hochschule für Musik in Freiburg zur Vollendung gebracht. 1998 ließ er sich mit seiner Familie in Konstanz nieder. Dort ist er als Konzertsänger, Gesangspädagoge und Dirigent inzwischen eine gefragte Persönlichkeit. Oliver Haux, gebürtiger Biberacher, wurde von Mutter Natur reich mit männlich-herbem Charme beschenkt, den er ganz entgegen seiner Erbanlagen (halb Schwabe, halb Schotte) freigiebig versprüht. Mit verführerisch sonorem Bass und geradezu ekstatischen Tanzeinlagen begeistert er vor allem das weibliche Publikum. Nach Abschluss seines Gesangsstudiums an der Freiburger Musikhochschule pflegte er an einem Münchener Opernhaus bereits ersten Kontakt mit den weltbedeutungsrelevanten Brettern. Seit Sommer 2000 lebt er mit seiner Familie in Biberach, von wo aus er seiner Tätigkeit als Gesanglehrer, Konzert- und Opernsänger nachgeht.


So 8 Dez 17 Uhr | Stadthalle Biberach

Das große Weihnachtskonzert – Die alpenländische Weihnacht

UNESCO-Weihnachtsgala mit dem Tölzer Knabenchor, dem Blechbläsersextett Ensemble Classique und Christian Wolff als Erzähler “DAS GROSSE WEIHNACHTSKONZERT - DIE ALPENLÄNDISCHE WEIHNACHT“ wurde am 10. Dezember 1995 in der weltbekannten Basilika zu Ottobeuren vor rund 4.000 begeisterten Zuhörern uraufgeführt. Seine Einzigartigkeit liegt in der homogenen Verschmelzung von Wort und Musik, die dem Publikum ein musikalisches Erlebnis besonderer Art garantiert. In genialer Weise gelingt es, die biblische Handlung der Geburt Christi mit der alpenländischen Landschaft und Kultur zu verbinden und jedem Konzertbesucher nahezubringen. Aus einer Vielzahl von Aufzeichnungen wurde ein künstlerisches Konzept erarbeitet, das neben neuen Arrangements für Chor und Blechbläser durch eigene Kompositionen seine Exklusivität erhält. Die Alpenländische Weihnacht ist thematisch unterteilt und reicht von der Verkündigung über die Herbergssuche bis zu den Hirten an der Krippe. Strahlende Knabenstimmen und festliche Blechbläserklänge verkünden die frohe Botschaft des göttlichen Wunders und stehen im Wechsel mit weihnachtlich getragenen Chor- und Bläsersätzen. Harfenzwischenspiele vermitteln Ruhe und vereinen Musik und erzählten Text. Christian Wolff liest Geschichten von Silja Welte, Jörg Zink und Karl Heinrich Waggerl. Kaum einem anderen Ereignis ist Waggerl so oft nachgegangen wie dem Geschehen der Christnacht. Christian Wolff gibt Waggerls Impressionen der Alpenländischen Weihnacht bildhaft und emotional wieder und verbindet dabei Nachdenkliches mit Schelmerei. Seine typische Erzählungsweise, stets gespeist von einer Ader eines ungewöhnlich feinen Humors, spricht sowohl jüngere als auch ältere Generationen an. Wolffs Interpretationen rufen beim Zuhörer ein tiefes Gefühl von Menschlichkeit hervor und

entführen diesen in eine Märchenwelt. Und immer münden sie ein in die Mahnung, dass der Herr nicht zu uns gekommen sei, damit wir klüger, sondern gütiger werden. Die Präsentation der Alpenländischen Weihnacht in dieser neuen einzigartigen Form hat bei all seinem künstlerischen Glanz einen weit tiefergehenden Sinn: die Zeiten sind kurzlebiger geworden. Stress und Hektik rücken gerade zur Weihnachtszeit mehr und mehr in den Vordergrund. Deshalb will diese Interpretation der Alpenländischen Weihnacht den Zuhörer nicht nur auf die bevorstehende Weihnachtszeit einstimmen, sondern zusätzlich wachrütteln, betroffen und nachdenklich machen. Die hochkarätige Besetzung mit Christian Wolff (Erzähler), dem Tölzer Knabenchor, dem Blechbläsersextett Ensemble Classique und Eva Deborah Keller als „Meisterin der Tiroler Harfe“ stellt aus künstlerischer Sicht eine Idealkombination dar. Während der Tölzer Knabenchor schon seit einigen Jahren zur internationalen Spitze gehören, haben die Brass-Künstler mit ihrem künstlerischen Leiter Winfried Roch in jüngster Zeit durch ihre umjubelten Konzertgastspiele rund um den Globus für Furore gesorgt. Produktionen bei Sony Classical und Universal Classics unterstreichen deren herausragende Stellung. Und dass Christian Wolff mit dem Herzen zu sprechen weiß, ist ohnehin bekannt. Dabei wird er von einfühlsamen Harfenklängen begleitet. Eintritt 29 bis 45 e

1 e jeder verkauften Karte geht als Spende an „UNESCO-Kinder in Not“ www.unesco-kinder.de

Veranstalter: Stadthalle Biberach

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Sa 14 Dez 15 Uhr | Stadthalle Biberach | ab 4 Jahren

Der Räuber Hotzenplotz von Otfried PreuSSler, aufgeführt vom Landestheater Schwaben Preußler schuf 1962 eine Kinderbuchfigur, die umstritten begeisterte, was nicht zuletzt der Adaption der Augsburger Puppenkiste zu verdanken ist. Mit dem Räuber Hotzenplotz gab Preußler den Kasperlegeschichten ein neues literarisches Heim und schuf damit ein Märchen, dass seither Generationen von Kinderaugen leuchten lässt. Wer kennt ihn nicht, den gerissenen Räuber Hotzenplotz, der es auf Großmutters Kaffeemühle abgesehen hat? Nachdem es Hotzenplotz gelingt, die Kaffemühle zu rauben, beschließen die beiden Freunde Kasperle und Seppel, sie mit einer List zurückzuerobern. Zunächst einmal müssen sie herausfinden, wo der Räuber seine Räuberhöhle hat. Sie füllen eine Holzkiste mit Sand, schreiben „Vorsicht Gold“ darauf und bohren ein Loch in den Kistenboden. Und dann? Na, sie schleppen die Kiste in den Wald und warten in ihrem Versteck darauf, dass der Räuber sie entdeckt. Und so kommt es auch. Hotzenplotz verschwindet mit seine Beute aber der herausrieselnde Sand verrät, wohin er die Kiste bringt. Als er aber bemerkt, welchen Streich man ihm gespielt hat, stellt Hotzenplotz Kasperle und Seppel eine Falle. Wie das alles weitergeht, und was für haarsträubende Abenteuer Kasperle und Seppel noch zu bestehen haben, kann hier nicht erzählt werden, das erlebt man am besten selbst.

Der beliebte deutsche Kinderbuchautor Otfried Preußler wurde 1923 im nordböhmischen Reichenberg geboren, wo er 1942 das Abitur machte. Nach dem Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg und sowjetischer Kriegsgefangenschaft ging er 1949 ins oberbayerische Rosenheim, wo er und seine Angehörigen eine zweite Heimat fanden. Die böhmischen Wurzeln verleugnete Preußler jedoch nie – in viele seiner Erzählungen und Romane fließen die Sagen und Legenden ein, die er schon als Kind aus dem Isergebirge von seiner Großmutter gehört hatte. Preußler wurde nach dem Krieg Volksschullehrer und später Rektor in Stephanskirchen. Als Schriftsteller betätigte er sich zunächst nur nebenberuflich. Sein erstes Kinderbuch war „Der kleine Wassermann“, das 1956 erschien und für das er bereits 1957 den Deutschen Kinderbuchpreis erhielt. Nun begann eine unaufhaltsame Erfolgsgeschichte mit Bestsellern wie „Die kleine Hexe“, „Das kleine Gespenst“ oder „Krabat“, von der Geschichte „Der Räuber Hotzenplotz“ schrieb er auf Wunsch seiner Leser drei Bände. Auch heute noch stehen diese Werke, von denen etliche sowohl als Real- als auch als Animationsfilme adaptiert wurden, ganz oben auf der Liste der beliebtesten Kinderbücher. Otfried Preußler hatte sich in seinen letzten Lebensjahren weitgehend von der Öffentlichkeit zurückgezogen. Er verstarb am 18. Februar 2013 im Alter von 89 Jahren in Prien am Chiemsee. Eintritt 9 bis 15 e | Ermäßigt 7 bis 11 e

www.landestheater-schwaben.de

„Ich habe die Überzeugung gewonnen, dass Kinder das beste und klügste Publikum sind, das man sich als Geschichtenerzähler nur wünschen kann. Kinder sind strenge, unbestechliche Kritiker.“ Otfried Preußler

Hotzenplotz 30


Fr 20 Dez 20 Uhr | Stadthalle Biberach

Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben Komödie von Kurt Wilhelm – Nach der Erzählung, Motiven und Gedichten des Franz von Kobell Ursprünglich eine literarische Figur aus einer Kurzgeschichte (1871) wurde der „Brandner Kaspar“ mehrfach fürs Theater adaptiert. Die 1975 entstandene Fassung von Kurt Wilhelm wurde im Münchner Residenztheater schon über 1.000 Mal gespielt und im Münchner Volkstheater steht das Stück in einer Inszenierung von Christian Stückl seit 2005 auf dem Spielplan. Unter dem Titel „Die Geschichte vom Brandner Kaspar“ kam 2008 eine Verfilmung des Stoffes mit Michael Bully Herbig und Franz Xaver Kroetz in die deutschen Kinos. Nun bringt das Theater Lindenhof den Brandner Kaspar in einer schwäbischen Inszenierung auf die Bühne.

Das Theater Lindenhof wurde 1987 gegründet. Seine Ursprünge finden sich in der linken städtischen Studentenbewegung und der eigenen Jugend auf dem Land. Die ungestüme Schauspieltruppe zog es vor Jahren in die 700-Seelen Gemeinde Melchingen. Wo die schwäbische Alb am rauesten ist, fernab der Kulturmetropolen, erwarben die Theaterleute die Dorfwirtschaft „Linde“. Mit Feuereifer bauten sie daraus ein Zuhause für sich und ihre Kunst – angespornt von ungeheurer Spiellust und den Idealen der „freien“ Theaterszene, ausgestattet mit viel Wagemut und einer guten Portion Besessenheit – oder: schwäbischer Dickköpfigkeit.

Der Brandner Kaspar überlistet den Tod. Als der „Boanlkramer“ kommt, um ihn zu holen, macht er ihn mit Kirschgeist betrunken und schwindelt ihm beim Kartenspiel einige weitere Lebensjahre ab. Die Sache wird jedoch im Himmel bekannt. Der Tod wird zu Petrus zitiert und dazu verdonnert, den Brandner unverzüglich abzuholen. Ein Blick ins Paradies lässt diesen schließlich einwilligen. Bei der Verhandlung über Brandners Missetaten tritt der Erzengel Michael als Kläger auf, ist er doch sauer, dass Kartenspielen und Alkohol im Himmel verboten sind, seit sich der Tod vom Brandner hat überlisten lassen. Doch die ewige Trinität, herzhaft amüsiert über die Schlitzohrigkeit des Brandner Kaspars, hat diesem längst verziehen.

Um 19.15 Uhr findet eine Einführung zum Stück statt. Eintritt 15 bis 21 e | Ermäßigt 11 bis 16 e www.theater-lindenhof.de

„Faszinierende Theaterexkursionen im Freien und beeindruckende Inszenierungen auf der Bühne. Große Schauspielproduktionen und ein vielseitiges Kleinkunstprogramm. Mal hart und ungefedert, mal leise und poetisch, mal laut und bunt. Seit nun mehr fast drei Jahrzehnten bieten die ‚Lindenhöfler‘ ihrem Publikum ‚Volkstheater im besten, ja allerbesten Sinne.‘ “ Stuttgarter Zeitung

„Gehören Sie auch zu denjenigen, die glauben, ein klassischer Volkstheaterstoff könne allenfalls lustig, aber selten anspruchsvoll sein? Dann sollten Sie ins Theater Lindenhof gehen und sich eines Besseren belehren lassen.“ Schwäbisches Tagblatt „Oliver Moumouris gibt den Boanlkramer als verlorenen Außenseiter, als nestroyhaften Randexistenzialisten, als Teufelskreisler-Kapellmeister. Eine Entdeckung.“ Reutlinger Nachrichten

Brandner Kaspar

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Di 31 Dez 18 Uhr | Stadthalle Biberach

Geliebte Aphrodite

Von Woody Allen Silvesterstück des Dramatischen Vereins Biberach e.V. Bens Angetraute Amanda wünscht sich ein Kind, will aber durch eine Schwangerschaft keine Zeit verlieren. Denn ihre Arbeit ist ihr eigentlich wichtiger. Doch angesichts der bevorstehenden Niederkunft ihrer Freundin Laura hört Amanda die biologische Uhr ticken. Das Problem ist nur – Ben will kein Kind. Als Amanda ein zur Adoption freigegebenes Baby in Bens Arme legt, wird er schwach und gibt nach. Max soll der süße kleine Kerl heißen. Als Max langsam älter wird, stellt sich heraus, dass er hochbegabt und ein brillanter Geist zu sein scheint. Das bringt Ben auf die Idee, nach Max‘ leiblicher Mutter zu suchen, da diese logischerweise auch hochbegabt sein muss. Da die Behörden jedoch zur Verschwiegenheit verpflichtet sind, beschafft sich Ben die Unterlagen über Max‘ leibliche Mutter heimlich und begibt sich auf die Suche nach der Unbekannten. Als er sie endlich findet, steht Ben eine herbe Überraschung bevor. Oder hat er sich vielleicht überzogene Vorstellungen von der Mutter seines Sohnes gemacht? Denn so gut läuft es auch nicht in der Ehe mit Amanda ... Weitere Termine:

Fr 10. Jan, Sa 11. Jan, Fr 17. Jan, Sa 18 Jan, Fr 24. Jan, Sa 25. Jan jeweils um 19.30 Uhr

Eintritt 12 bis 16 e | Ermäßigt 10 bis 14 e

www.dramatischer-verein-biberach.de

Woody Allen wurde am 1. Dezember 1935 in Brooklyn, New York als Allan Stewart Konigsberg geboren. Er ist ein US-amerikanischer Komiker, Filmregisseur, Autor, Schauspieler und Musiker. Neben den über 50 Filmen als Drehbuchschreiber und Regisseur hat Woody Allen zahlreiche Erzählungen, Theaterstücke und Kolumnen geschrieben. Darüber hinaus ist er begeisterter Jazzmusiker. Woody Allen gilt als einer der bedeutendsten Filmregisseure unserer Zeit. Er wurde 23 Mal für den Oscar nominiert und erhielt die Auszeichnung viermal: 1978 für Der Stadtneurotiker in den Sparten Bester Regisseur und Bestes Drehbuch, 1986 mit Hannah und ihre Schwestern und 2012 mit Midnight in Paris jeweils für das beste Drehbuch. Allen nahm die Auszeichnungen nie persönlich entgegen. 1995 drehte Allen Geliebte Aphrodite. Formal sehr streng, in oft langen Plansequenzen, erzählt der Regisseur (und Hauptdarsteller) vom langweiligen Leben mit seiner Frau. Der Film brilliert mit einem sporadisch auftretenden griechischen Chor, der in einem Original-Amphitheater in Südeuropa gedreht wurde. Der Chor übernimmt dabei – skandierend und tanzend – das Erzählen der Rahmenhandlung, wird aber zusehends in das Geschehen, das sich in New York abspielt, involviert. Irgendwann sitzt der in Lumpen gekleidete griechische Chorführer in Allens Upper-East-Side Luxus-Apartment und hilft ihm beim Ehebruch, indem er den Zettel mit einer Hand vor dem Verrutschen sichert, auf dem Allen, verdeckt vor seiner Frau telefonierend, die TelefonNummer des Callgirls notiert, mit der er später ein Verhältnis haben wird. Eine geradezu typische Allen-Szene, in der banale Realität mit Kunstfiguren anderer Epochen gemischt wird.

Geliebte Aphrodite Veranstalter: Dramatischer Verein Biberach e. V.

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So 5 Jan 17 Uhr | Stadthalle Biberach

Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten Liebe zur Musik

Nach der grandiosen Erfolgstournee „Lebensfreude“ mit über 100 erfolgreichen Konzerten in Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien, Belgien und Holland, sind „Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten- Das Original“ wieder live zu erleben. Mit „Liebe zur Musik“ so der Titel des neuen Tourneeprogramms, bringen die beliebten Musiker das Entscheidende, was sie mit ihrem Publikum verbindet auf die Bühnen. In den 56 Jahren ihres Bestehens, seit der Gründung durch Ernst Mosch und einigen Mitmusikern, wurden Die Egerländer Musikanten zum Bekanntesten, einem der Beliebtesten, vielleicht Besten, mit Sicherheit aber erfolgreichsten Blasorchester der Welt. Die Liebe zu ihrer Musik hat sie dabei immer begleitet, motiviert, schöne Momente auf der Bühne sowie beim Zuhörer, erleben lassen. Dabei steht nicht nur die Perfektion der musikalischen Darbietung im Vordergrund, unübertroffen sind vor allem Elan und Spielfreude, mit der Ernst Hutter und seine Musiker ganz im Geiste Ernst Moschs alles für ihr Publikum geben. Hier lebt er weiter: der „Spirit“ der „Original Egerländer Musikanten“. Fühlen Sie wie Ernst Mosch: „Wir sind Kinder von der Eger!“, denn wie sagt Ernst Hutter so richtig: Das sind „die großen Hits und Schätze unserer Tradition , im Einklang mit den neuen Erfolgskompositionen“, und genau dies ist auch das Rezept des neuen Programmes: Alte Kompositionen aus der Anfangszeit der Egerländer wie z.B. „Egerländer Marsch“, „Wachtelpolka“, „Der Buntspecht“, „Rosenblüten Walzer“, „Ohne Liebe geht es nicht“. Evergreens wie „Drei weiße Birken“, „Rosamunde“, „Eva- Marie“, „Liebe fürs ganze Leben“ u.a. Dazu kommen die größten Hits wie „Rauschende Birken“, „Böhmischer Wind“, „Astronautenmarsch“, „Egerland – Heimatland“ ins Programm wie auch unter Ernst Hutter nun gewohnt, neue Klänge und eigene Kompositionen mit großartigen Solisten wie z.B. „Egerländer

Trompetensterne“, „What a wonderful world“, „Hora Staccato“, „AHA- Polka“ oder aber auch „Gedanken an Dich“ oder „Memory Ernst Mosch“. Erleben auch Sie, mit welcher „Liebe zur Musik“ Ernst Hutter &Die Egerländer Musikanten – Das Original ihre Konzerte wahrhaftig zelebrieren, ein emotionales Feuerwerk der Töne und Klänge auf der Bühne abbrennen. Ein Konzerterlebnis, das alle Sinne anspricht und jeden Besucher davon überzeugt: Das Feuer brennt weiter! Im Jahr 2000 begannen Ernst Hutter und Toni Scholl mit Ernst Mosch, „Die Egerländer Musikanten“ neu aufzustellen und in eine Zukunft zu führen. Die Entscheidung, den Platz des Dirigenten erst nicht zu besetzen, in verkleinerter Besetzung ähnlich der Anfangsformation in den 50er–Jahren neu zu beginnen, hat über die Jahre nicht nur einen neuen Pool an Musikern für das Orchester geformt, sondern auch den Sound eigenständig weiter entwickelt. Erst in der Besetzung mit 16, heute nach der Vergrößerung um 3 Bläser mit 19 Musikern und dem Gesangsduo sowie einem Moderator, Roadmanager, Tontechnikern, Roadies und Busfahrern bestreiten „Die Egerländer Musikanten“ mit einem Pool bzw. Kader von derzeit über 30 Musikern ihre umfangreichen Konzerttourneen. Alle Musiker sind auch in anderen Orchestern oder Bands tätig. Sie verbindet die Zugehörigkeit zu einem Auswahlorchester, das mit der Leidenschaft zur höchsten Qualität und der langen erfolgreichen Orchestertradition sich seiner Stellung und seines Daseins bewusst ist. Ernst Hutter, der seit 2003 das Orchester alleine leitet, hat dieses auch bereits weiter verjüngt und ist nimmermüde darin, mit Veränderungen und dennoch viel Verständnis für Tradition den Weg der „Egerländer“ in die Zukunft zu ebnen. Eintritt 34 bis 48 e | Ermäßigt 25 bis 38 e www.die-egerlaender.de

Ernst Hutter

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So 19 Jan 19 Uhr | Stadthalle Biberach

Vincent Klink und Patrick Bebelaar Immer dem Bauch nach – Eine musikalische Lesung Was führt einen musizierenden und schreibenden Koch und einen kochenden Musiker zusammen? Es sind die gemeinsam empfundenen Küchendüfte, und dass man sich gegenseitig gut riechen und damit auch gut leiden kann. Daraus entstand die Lust, gemeinsam musikalische Erzählungen darzubieten. Patrick Bebelaar und Vincent Klink kennen sich seit vielen Jahren und jetzt haben sie richtig Lust, miteinander zu musizieren. Auch sonst zeigte sich, dass sie Brüder im Geiste sind. Aus eins wird zwei, mit doppelter Kraft entsteht Hinreißendes. So sagen jedenfalls die Nachbarn, die dem Üben der beiden bei offenem Fenster gerne zuhören. Mit Jazz und Text, mit Patrick Bebelaar und Vincent Klink gibt es kräftig was auf die Ohren. Patrick Bebelaar wurde im Jahr 2000 mit dem „Jazzpreis Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. Er wurde vor allem durch Crossover von Klassik, Straight-Jazz und der Musik anderer Kulturen bekannt. International konzertiert er von New York bis Bombay, von Stuttgart bis Kapstadt. Er komponierte im Auftrag der Internationalen Bachakademie und für das Deutsche Literaturarchiv. Vincent Klink kann es eigentlich nicht leiden, wenn er Fernsehkoch genannt wird, weil das mittlerweile mit Product-Placement und sonstigem Werbung gesampelt wird. Klink ist völlig werbeunabhängig und kann deshalb in seiner Zeitschrift „Häuptling Eigener Herd“ das sagen, was sich mancher nicht leisten kann. Sein „Ding“ ist die Küche des Restaurants „Wielandshöhe“, das Schreiben, der Kräutergarten und sein Bassflügelhorn.

Vincent Klink eröffnete 1974 in seinem Heimatort Schwäbisch Gmünd das Restaurant „Postillion“. Seit 1991 betreibt er sein Restaurant „Wielandshöhe“ in Stuttgart und wurde für seine Leistungen mit einem Stern und 16 Punkten im Gault Millau ausgezeichnet. Zweimal wöchentlich kocht er im Mittagsmagazin „ARD Buffet“. Er macht mit Begeisterung Musik, schreibt Kochbücher und ist außerdem Mitherausgeber der literarisch-kulinarischen Kampfschrift „Häuptling eigener Herd“. Patrick Bebelaar studierte an der Hochschule für Musik in Stuttgart und zählt zu Deutschlands renommiertesten Pianisten. Im Jahr 2000 wurde er mit dem Jazzpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet. Er komponierte im Auftrag der Internationale Bachakademie (2002/2005), des Deutschen Literaturarchivs, der Stadt Esslingen u.v.a., arbeitet seit vielen Jahren mit internationalen Kollegen wie Michel Godard, Jo Fonda, Carol Rizzo, Herbert Joos, Günter Lenz, Pandit Prakash Maharaj, Pandit Vikash Mahraj, Hakim Ludin, u.v.a. Eintritt 18 e | Ermäßigt 14 e www.bebelaar.de

„Im Angebot: Kultur, die nicht weh tut. Die Beiden sind ohne Zweifel eines der ungewöhnlichsten Duos das zur Zeit auf deutschen Bühnen unterwegs ist…“ Badische Neueste

Klink & Bebelaar

„Serviert wurden zum einen vom Koch Vincent Klink verfasste und mit viel Witz und ausführlichen Exkursen vorgetragene Texte, zum andern von Patrick Bebelaar am Flügel meisterhaft gespielte und von Klink am Bassflügelhorn virtuos unterstütze Jazzmelodien…“ Pforzheimer Zeitung

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Mi 22 Jan 20 Uhr | Stadthalle Biberach

Ohne Rolf Blattrand

Das junge Duo verblüfft mit einer komplett neuen Kleinkunstform! Eine simple Idee – genial umgesetzt: Sprechen heißt bei „Ohne Rolf“ blättern. Die auf 1000 Plakate gedruckten knappen Sätze wie auch das überraschende Geschehen zwischen den Zeilen sind umwerfend witzig, spannend und gelegentlich sogar musikalisch. Mit ihrem Programm „Blattrand“ gelingt es dem mehrfach preisgekrönten Duo Theater-, Comedy- und Kabarettfans gleichermaßen zu begeistern. Zwei Blattländer machen sich auf, sprechen zu lernen. Zwar stoßen sie schnell auf Zeitgenossen die der Sprache auch mündlich mächtig sind, jedoch erweist sich das Erlernen schwieriger als erhofft. In dem abendfüllenden Stück Blattrand halten uns „Ohne Rolf“ den Spiegel unserer Kommunikationskultur vor Augen, was mitunter leichtfüßig, absurd, nachdenklich oder auch tiefsinnig ist. Beste Unterhaltung für alle Sinne!

Christof Wolfisberg wurde am 2. April 1976 in Locarno geboren, er wuchs zweisprachig (d/f) in Stans (NW) auf. Schon während der Schulzeit nahm er Zauberunterricht. Während der Ausbildung am Lehrerseminar St. Michael wirkte er schon bei diverse Theaterprojekte als Schauspieler und Regisseur mit. Seit 1997 gestaltete er diverse Magic-Dinners. Zwischen 1999 und 2003 legte er eine Ausbildung zum Theaterpädagogen an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich nach. Seit 1999 ist er regelmäßig mit „Ohne Rolf“ auf der Bühne. Jonas Anderhub wurde am 3. April 1976 in Luzern geboren, wo er auch aufwuchs und zur Schule ging. Von 1989 bis 1994 übernahm er diverse Rollen in Kinder- und Jugendtheaterstücken. Nach der abgeschlossenen Lehrerausbildung arbeitet er mit Urs Steiner und dem Theaterforum Luzern zusammen. Jonas Anderhub übernimmt immer wieder diverse theaterpädagogische Projekte. Seit 1999 steht auch er regelmäßig mit „Ohne Rolf“ auf der Bühne. Eintritt 18 e | Ermäßigt 14 e www.ohnerolf.ch

„Eine wunderbar leichtfüßige Hommage an die Sprache, an Sprachspiele, ans „wörtlich nehmen”, verblüffend und empfehlenswert.“Badische Neueste Nachrichten „Das Publikum im Pantheon-Theater erlebte die originellste, sympathischste und abgedrehteste Mischung aus absurdem Theater und philosophischem Kabarett, die zur Zeit auf deutschen Kleinkunstbühnen zu sehen ist.” Bonner Rundschau

Ohne Rolf

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Di 28 Jan 19 Uhr | Stadthalle Biberach | ab 12 Jahren

Die Leiden des jungen Werther

Schauspiel von Johann Wolfgang Goethe aufgeführt von der Badischen Landesbühne Bruchsal In Die Leiden des jungen Werther versucht ein junger Mensch, sich in der Welt ohne Abstriche zu verwirklichen. Doch die Realität mit ihren Beschränkungen scheint seinem Gefühlssturm nicht gewachsen zu sein. Damals wie heute ist Werther damit ein Seelenverwandter unzähliger junger Menschen, die ihren Weg suchen zwischen den gesellschaftlichen Zwängen, die sie umgeben, und dem Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. „Wie froh bin ich, dass ich weg bin!“ So beginnt der Bericht des jungen Werther an einen Freund. Werther ist wegen einer unglücklichen Liebesgeschichte aufs Land geflüchtet, wo er die Ruhe der Natur genießen und zu sich selbst finden will. Zunächst ist er auch begeistert von der Idylle des einfachen Landlebens, das er gehörig romantisiert. Dann macht er eine Bekanntschaft, die sein weiteres Schicksal bestimmen wird: Auf einem Ball trifft er die Tochter des Amtmanns Lotte und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Lotte ist aber bereits an Albert vergeben, der auf einer Geschäftsreise weilt. In dessen Abwesenheit verbringen die beiden innige Stunden zusammen, doch als Albert wiederkommt, muss Werther zurücktreten. Denn obwohl Lotte ihm ebenfalls zugetan ist, liebt sie ihn doch nicht so überschwänglich wie er sie. Werthers Liebesrausch verwandelt sich mehr und mehr in Verzweiflung, bis er nur noch einen Ausweg sieht. Um 18.15 Uhr findet eine Einführung zum Stück statt Eintritt 12 bis 21 e | Ermäßigt 9 bis 16 e

Mit „Die Leiden des jungen Werther“ verarbeitete Goethe eine eigene unglückliche Liebesgeschichte: Der junge Anwalt hatte 1772 eine Stelle beim Reichskammergericht in Wetzlar inne. Dort lernte er Lotte Buff und ihren Verlobten Kestner kennen und verliebte sich in die junge Frau. Dem ersten Teil des Werther liegt die Wetzlarer Zeit bis ins kleinste Detail zugrunde, auch die Geburtstage Goethes und Werthers sind identisch. Eine zweite Quelle war der Selbstmord eines Bekannten Goethes und Kestners, des Geistlichen Carl Wilhelm Jerusalem. Die Beschreibung des Selbstmords im zweiten Teil ist fast wortwörtlich aus einem Bericht Kestners übernommen, den dieser an Goethe geschickt hatte. Auch Goethe war der Gedanke an Selbstmord nicht fremd zu der Zeit. Doch mit dem Werther befreite er sich wie mit einer Generalbeichte von seinen eigenen Leiden. Er sagte später, nur durch die stellvertretende Opferung des Werther habe er überleben können. Nebenbei machten Die Leiden des jungen Werther den aufstrebenden Autor 1774 mit einem Schlag europaweit berühmt. Briefromane waren damals in Mode, das große Vorbild waren die Pamela-Romane des Engländers Samuel Richardson. Sie tarnten sich als Tatsachenberichte und lösten wahre Pilgerscharen zu den Orten aus, an denen sie spielten. Auch der Werther löste einen riesigen Kult aus, inklusive Werther-Mode und Eau de Werther, allerdings keine Selbstmord-welle. Heute gilt das Werk als eines der Schlüsselromane des Sturm und Drang. Albert Pfui! Was soll das? Werther Sie ist nicht geladen. Albert Und auch so, was soll´s? Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Mensch so töricht sein kann, sich zu erschießen; der bloße Gedanke erregt mir Widerwillen. Werther Dass ihr Menschen, um von einer Sache zu reden, gleich sprechen müsst: ´das ist töricht, das ist klug, das ist gut, das ist bös!´ Und was soll das alles heißen? Habt ihr deswegen die inneren Verhältnisse einer Handlung erforscht?

Die Leiden des jungen Werther www.dieblb.de

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Mi 29 Jan 20 Uhr | Stadthalle Biberach

Gogol & Mäx Humor in Concert

Größte Heiterkeit in Theatersälen und Konzerthäusern von den Niederlanden, Concertgebouw Amsterdam, bis ins spanische Hochgebirge, Festival de teatre Esterri d‘Àneu, Pyrenäen. Herzlich Willkommen in der herrlich grotesken und umwerfend komischen Welt der Konzertakrobaten Gogol & Mäx.

Laudatio Kleinkunstpreis Baden-Württemberg

Ein Instrument zu spielen erfordert ein gehöriges Maß an Fertigkeiten. Musik zu komponieren erfordert Talent und Genius. Was es erfordert Musik zu parodieren, zeigen Gogol & Mäx: Musikalität, Timing, Fantasie, Können, Akrobatik, Humor, Überzeichnung, verrückte Ideen, schauspielerisches Talent, ein paar Requisiten und das Beherrschen einer Unzahl von Instrumenten. Was die beiden in einer zugetexteten Welt dagegen gar nicht brauchen sind Worte. Die Show von Gogol & Mäx folgt ihrer eigenen, universellen Sprache, die mit »Klassik, Klezmer und Klamauk« vielleicht

pointiert bezeichnet aber nur oberflächlich beschrieben wäre. Eine Sprache, die einen Tränen lachen lässt und zu Tränen rührt, die poetisch und derb ist, die gleichzeitig in die Tiefe der Musik und ins Zwerchfell führt. Unglaublich. Was für ein Glück, dass sich Christoph Schelb und Max-Albert Müller getroffen haben. Dass sie gemeinsam die Passion für diese Art der Konzertparodie entwickelt haben. Und dass sie diese Passion über Jahre derartig professionell perfektioniert haben, dass man die beiden in Barcelona, Bangkok, Bozen und Backnang sehen möchte und engagiert. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, weltweit Gefragten den Kleinkunstpreis Baden-Württemberg zu verleihen, dachte sich die Jury. Sie vergibt den Preis verdientermaßen an einen echten Klassiker: Gogol & Mäx. Eintritt 18 e | Ermäßigt 14 e www.gogolmaex.de

„Große Kunst, nach der der Jubel im Saal zu Recht keine Ende nehmen wollte.“Süddeutsche Zeitung „Ein Publikum, das sich vor Lachen zeitweise kaum noch auf den Stühlen halten kann.“ Westfalen Blatt

Gogol & Mäx

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Mi 12 Feb 15 Uhr | Stadthalle Biberach | ab 5 Jahren

Rumpelstilzchen

Theatermärchen mit Goldrauschmusik und Feuertanz des theater mimikri Komödiantisches Schauspiel, geheimnisvolles Spiel mit Licht und Schatten, Musik und Lieder, pralle Kostüme und pfiffige Masken zaubern einen märchenhaften Bilderreigen auf die Bühne. Dabei hält sich die Inszenierung dicht an den im Grimmschen Märchen überlieferten Handlungsablauf. Vor den Augen des Publikums verwandelt sich das farbenprächtige Bühnenbild und führt die Kinder ins goldene Schloss, zum leuchtenden Baum, in die Strohkammer und zum Feuer des Rumpelstilzchens. Was ? Stroh zu Gold spinnen, geht doch gar nicht! Das haben wohl alle gedacht. Doch da kommt das sonderbare Männchen und: schnurr, schnurr, schnurr spinnt es vor unseren Augen gelbes Stroh zu reinem Gold. Rettung für Marie! Marie will ihren Vater, den alten Müller, nicht bloßstellen. Der hat mal wieder heftig geprahlt: Seine Tochter könne Stroh zu Gold spinnen! Das kommt König Konrad zu Ohren und der glaubt in seinem Goldrausch auch alles. Und schon hockt Marie eingesperrt im Schloss in der Strohkammer. Sie soll alles Stroh zu Gold spinnen oder muss für immer im Stroh sitzen bleiben. Das seltsame Männchen will für seine Hilfe kein Gold. Etwas Lebendiges ist ihm wichtiger als alle Schätze der Welt! Und so muss ihm Marie ihr erstes Kind versprechen. Behalten darf sie es nur, wenn sie den Namen des Männchens herausfindet. Heißt es etwa… ??!!

Das theater mimikri wurde 1982 in Frankreich gegründet und ist ein mobiles professionelles freies Theater, das in Büdingen produziert und von dort aus bundesweit und im Ausland gastiert. Das theater mimikri arbeitet als künstlerisches Kollektiv, koordiniert und geführt von Christiane Burkard, Margret Fehrer und Lilli Schwethelm. Seit 1988 inszeniert mimikri neben den Programmen für Erwachsene und Jugendliche auch Theaterstücke für Kinder. Mythen und Märchen sowie Themen, die dem kindlichen sozialen Alltag entnommen sind, werden in phantastische Bilder umgesetzt. Engagierte Inhalte der Produktionen von mimikri sind u.a.: Ausgrenzung – Integration/Schüchternheit – Selbstbehauptung/Konflikte um Besitz/Friedenserziehung, Autoritätskonflikte, Angstüberwindung.... und die Anregung der Kinder zum eigenen selbstbewussten Handeln. Den Klischees der traditionellen Geschlechterrollen, die sowohl für Mädchen als auch für Jungen oft diskriminierend sind, stellt mimikri in verblüffend selbstverständlicher Weise neue Bilder entgegen, die bei Kindern und Eltern mit Begeisterung aufgenommen werden. Bei der Inszenierung traditioneller Märchen wird hierauf besonderen Wert gelegt. Eintritt 7 bis 12 e | Ermäßigt 5 bis 9 e www.mimikri.de

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Sa 15 Feb 20 Uhr | Gigelberghalle

Die Gaier

Volle Tanne – Eine teuflische A-Cappella-Jagd-Novelle Wohin gehen Männer Mitte 30, wenn der Testosteron-Spiegel sinkt, sie lieber eine gute Flasche Wein als schon wieder ein neues Fass aufmachen, ein Nordic-Walking-Kurs aber noch Selbstdiffamierung wäre? In den Wald! Dort, wo Trophäen ein Geweih und keinen Like-it-Button haben, legen die Gaier in ihrem neuen Konzertprogramm an – und los: In präzisem fünfstimmigem A-Cappella-Klang jagen die Sänger aus Biberach Erfolg, Schürzen und vertanen Chancen hinterher, und sezieren anschließend ihre Beute: Die Erkenntnis, warum Männer von heute zwar zum Joggen und Holzhacken in den Wald, zum Jagen aber lieber zu Aldi gehen und dabei eigentlich nur eines wollen - Keine Glatze kriegen. Für die Geschichte ihrer Jagd im Sperrfeuer waidmännischer Eitelkeiten erfinden die Gaier sogar eine neue Erzählform: Die „A-Cappella-Jagd-Novelle“. Dabei laden sie musikalisch gewaltig durch: Mit ihren Stimmen treiben sie bekannte Melodien und viele neue, eigene Stücke durch die unterschiedlichsten Musikstile, Epochen und Kontinente. Und wenn schließlich Pop und Soul, Oper, Jazz und Hard-Rock als Werkzeuge und Waffen im Wald nicht mehr ausreichen, lassen sich die Gaier sogar auf einen Pakt mit dem Teufel ein - und studieren die Wirksamkeit populärer Jägermelodien als Heilmittel gegen Rohrkrepierer und drohenden Haarausfall. „Volle Tanne“ ist jedem zu empfehlen, der Jäger ist, werden möchte, oder es doch lieber bleiben lassen will. Fest steht: So hintersinnig, augenzwinkernd, melodiös, klangvoll und komödiantisch war ein Trip in den Wald noch nie.

Die Gaier haben ihren Ursprung im Pestalozzi-Gymnasium in Biberach. Dort wurden 1991 Teile des Dschungelbuchs von Walt Disney aufgeführt. Dem ersten Auftritt folgten weitere bei Geburtstagen und Hochzeiten in und rund um Biberach. Dieser Selbstläufer führte konsequenter Weise zu einem ersten Konzert der sechs Schüler innerhalb der Schule. Motiviert vom Erfolg folgten weitere Konzerte im Umkreis und schließlich die erste CD mit dem Titel „Die Gaier – Rrrrevolutionär“ im Jahr 1994. Im Jahr 1997 folgte die CD „Die Gaier – a cappella“ und das Konzertprogramm „Der Gaier kommt“, in dem gecoverte Stücke teils mit eigenen Texten aufgeführt wurden. 1998 kam die Single „Frauen“ auf den Markt. Herbert Grönemeyer lieferte die Musik, die Gaier den Text dazu. In den Jahren bis 2002 folgten mit dem Programm „TraumHaft“ bundesweite Auftritte und Konzerte, von Schneeberg über Frankfurt nach Brunsbüttel und Köln. Hier traten die Gaier teilweise bei A Cappella-Festivals auf und gaben eigene Konzerte. Die bislang neueste CD „FragMente“ mit überwiegend eigenen Kompositionen des inzwischen fünfköpfigen Ensembles entstand. Die Gaier haben in den letzten Jahren mit dem sehr erfolgreichen Konzertprogramm „Plaqued“ einige 1000 Behandlungen bei Konzerten in und um der Heimatstadt Biberach durchgeführt. Weitere Termine: So 16. Feb, 17 Uhr Eintritt 9 bis 18 e | Ermäßigt 7 bis 14 e www.diegaier.de

Die Gaier

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So 23 Feb 19 Uhr | Stadthalle Biberach

Pippo Pollina & Palermo Acoustic Quartett in concerto

Pippo Pollina – ausgezeichnet mit dem Schweizer KleinKunstPreis 2012 und der Freiburger Leiter 2013 berührt die Menschen mit der Intensität seiner Musik und der Tiefe seiner Texte. Pippo Pollina ist ein charismatischer Poet, ein sizilianischer Liedermacher allererster Güte. Er hat viel zu sagen, spricht eine wundervolle Sprache, ist sensibel und zart. Seine Stimme ist gewaltig, fest und wandelbar. Nach einer neunmonatigen Pause 2013 wird er ab Januar 2014 wieder auf Tournee gehen mit einem neuen Programm und einer neuen CD. Pippo Pollina wird 1963 geboren. Er wächst in Palermo (Sizilien) auf und studiert in den 80er Jahren an der dortigen Universität Jura und gleichzeitig am Konservatorium „Amici della musica“, klassische Gitarre. Er beschäftigt sich mit der Antimafiabewegung und arbeitet als Journalist bei der catanesischen Monatszeitschrift „I Siciliani“, bis der Chefredakteur Guiseppe Fava durch Cosa Nostra ermordet wird. Gemeinsam mit anderen Musikern aus Palermo gründet Pippo Pollina die Band „Agricantus“. Während dieser Zusammenarbeit machte er erste intensive Konzerterfahrungen in Italien und dem Ausland. Darüber hinaus gibt die Musik-Gruppe auch Seminare an Mittel- und Hochschulen in Sizilien. Ende 1985 verlässt Pippo Pollina Italien, um eine Reise ohne genaues Ziel zu beginnen. Nach drei Jahren Weltreise landet er in der Schweiz. Heute lebt er dort in Zürich.

Eine Sammlung von über 150 Liedern hinterlässt Spuren auf 15 Alben, über 3.000 Konzerte in Italien, Deutschland, Österreich, Schweiz, Benelux, Frankreich und Ägypten. Pippo Pollina ist ein Künstler der ständig in kreativer Bewegung bleibt. Die zeigt sich auch in den unzähligen, künstlerischen Zusammenarbeiten unter anderem mit Konstatin Wecker, Franco Battioti, Inti Illmani, Georges Moustaki, Nada, Charlie Mariano, Linard Bardill, Patent Orchester und vielen mehr. Verschiedene Auszeichnungen musikalischer Wettbewerbe in Italien und anderen Ländern sind ein Indiz für eine Verbindung zur Tradition des großen italienischen Autorenlieds. Im August gibt er in der Opera di Verona das Abschlusskonzert seines aktuellen und sehr erfolgreichen Konzertprogramms „Süden“ mit Martin Kälberer und Werner Schmidbauer. Pippo Pollina Gesang, Piano, Gitarre Roberto Petroli Sax/Klarinette Luca lo Bianco Bass Max Kämmerling Gitarren Fabrizio Giambanco Schlagzeug Eintritt 21 bis 28 e | Ermäßigt 16 bis 21 e

www.pippopollina.com

„Großer Star auf kleiner Bühne. Pollina öffnet den Zugang zu seinen Liedern, ohne dass der Zuhörer die Italienischen Texte verstehen muss.“ Südkurier „Große Stimme und sizilianischen Temperament. Den Italiener sieht man ihm nicht unbedingt an, er wirkt auf den ersten Blick eher unscheinbar. Doch von der Bühne aus, füllt er den ganzen Saal“ N-Land

Pippo Pollina 40


Di 25 Feb 19 Uhr | Stadthalle Biberach | ab 16 Jahren

Agnes

Schauspiel nach Peter Stamm Aufgeführt von der Württembergischen Landesbühne Esslingen Ihre erste Begegnung findet im Lesesaal der Chicago Public Library statt. Agnes beschäftigt sich mit der Kristallgitterstruktur der Atome, er schreibt über amerikanische LuxusEisenbahnwagen. Ein Blickkontakt, dann Kaffee, Zigarette und ein paar Sätze auf der Treppe. Später eine Verabredung zum Essen und eine gemeinsam verbrachte Nacht. Nichts Ungewöhnliches. Selbst diese gewisse Sachlichkeit, mit der die beiden ein Paar werden, ist vielleicht gar nicht so selten. Da hat Agnes eine Idee: Wie wäre es, wenn er über sie schriebe? Er lässt sich überreden und erfindet die Frau an seiner Seite neu. Sie ziehen zusammen – weil er es geschrieben hat. Doch dann wird Agnes ungeplant schwanger. Es kommt zur Trennung. Er versucht zu korrigieren, schreibt über eine gemeinsame Zukunft mit Kind. Agnes kommt tatsächlich zurück, ohne Kind. Das Happy End der Geschichte funktioniert nicht. Eine tragische Wendung muss her … Peter Stamms Roman, der auch Abiturthema ist, zeigt beklemmend und sensibel die Verlorenheit in virtuellen Gefühlen.

Peter Stamm, geboren 1963, studierte nach einer kaufmännischen Lehre einige Semester Anglistik, Psychologie und Psychopathologie. Zwischendurch hielt er sich für längere Zeit in Paris, New York, Berlin und London auf. Heute Lebt Peter Stamm in Winterthur. Seit 1990 arbeitet er als Autor und freier Journalist. Er nahm mehrere Hörspiele für Radiosender (DRS1, DRS2, Radio Bremen, den WDR und den Südwest Rundfunk) auf. Außerdem lieferte er zu Theaterstücke und verschiedene Bücher Beiträge. Sein erster Roman «Agnes» erschien 1998 im Arche Verlag, Zürich und Hamburg. Im selben Verlag erschienen 1999 die Kurzgeschichtensammlung «Blitzeis», 2001 der Roman «Ungefähre Landschaft» und 2003 Erzählungen unter dem Titel «In fremden Gärten». 2006 erschien im S. Fischer Verlag sein Roman «An einem Tag wie diesem», 2008 die Erzählsammlung «Wir Fliegen» und 2009 der Roman «Sieben Jahre» und 2011 die Erzählsammlung „Seerücken“. Lesereisen unternahm er unter anderem nach China, Mexiko, Russland, Georgien und in den Iran. Um 18.15 Uhr findet eine Einführung zum Stück statt Eintritt 15 bis 21 e | Ermäßigt 11 bis 16 e

www.wlb-esslingen.de

„Ich ‚muss‘ nicht schreiben, aber ich liebe das Schreiben mehr als jede andere Beschäftigung.“Peter Stamm

Agnes

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Do 27 Feb 20 Uhr | Gigelberghalle

Hofkapelle Stuttgart spielt Kalliwoda und Schubert

Die Hofkapelle Stuttgart wurde im Jahr 2006 von Frieder Bernius in Ergänzung zum Barockorchester Stuttgart gegründet. Sie widmet sich auf historischen Instrumenten dem Repertoire des 19. Jahrhunderts. Einen Schwerpunkt bildet die Ausgrabung musikhistorischer Schätze, insbesondere aus dem südwestdeutschen Raum (Kalliwoda, Knecht, Holzbauer).

Programm Johann Wenzel Kalliwoda: Sinfonie Nr. 1 Concertino für Violine und Orchester op. 9 Franz Schubert: Sinfonie Nr. 3

Die Hofkapelle Stuttgart wird regelmäßig zu internationalen Festivals (Rom, Salzburg, Göttingen, Dresden) eingeladen. Ihre CD-Produktionen sind vielfach preisgekrönt: Die „Missa Dei Patris“ von Jan Dismas Zelenka wurde für den „Cannes Classical Award“ nominiert, die Schauspielmusik zu Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ von Felix Mendelssohn Bartholdy durch „Rondo“ ausgezeichnet und mit dem „Stern des Monats“ in der Zeitschrift „Fono Forum“ bedacht. Das Requiem Wolfgang Amadeus Mozarts erhielt den „Diapason d‘or de l‘année 2003“, Johann Gottlieb Naumanns Oper „Aci e Galatea“ wurde im Fachmagazin „Opernwelt“ als Operneinspielung des Jahres gefeiert, Bachs „Osteroratorium“ in die Bestenliste des „Preises der Deutschen Schallplattenkritik“ aufgenommen. Die Einspielung der Bachschen H-Moll-Messe war „editors choice“ des Magazins „Gramophone“.

Die Arbeit von Frieder Bernius hat weltweit große Anerkennung gefunden. Als Dirigent wie als Lehrer ist er international gefragt. Seine künstlerischen Partner sind vor allem die Ensembles Kammerchor Stuttgart, Barockorchester Stuttgart, Hofkapelle Stuttgart und Klassische Philharmonie Stuttgart, die er im Laufe der Jahre ins Leben gerufen hat. Frieder Bernius ist auch immer wieder gerne in Biberach. So war er im September 2008 im Zuge eines Knecht Wochenendes mit der Oper „Die Aelsoharfe“ in Biberach, die dort unter seiner Leitung uraufgeführt wurde. Auch 2011 war er bereits mit der Hofkapelle Stuttgart in Biberach zu Gast. Für das Knecht-Jubiläumsjahr (200ster Todestag Knechts) 2017 hat Frieder Bernius bereits Projekte in Planung, die in bestimmt wieder nach Biberach führen werden. Eintritt 18 bis 28 e | Ermäßigt 14 bis 21 e www.musikpodium.com

Hofkapelle Stuttgart 42


Sa 8 März 20 Uhr | Stadthalle Biberach

The United Kingdom Ukulele Orchestra Mini means Maxi

Achtung! Die Briten kommen! Perfekter Spaß und perfekte Musik in einer unglaublichen Show mit Musik von Mozart und den Monty Pythons, von Bach und den Beatles, von Chick Corea und Rossini zugleich erleben? Geht das? Ja, und das United Kingdom Ukulele Orchestra (kurz: TUKUO) beweist es: Musikalische Grenzen sind von Gestern! Nach zwei erfolgreichen Europa-Tourneen in den Jahren 2011 und 2012 kommen sie im Frühjahr 2014 nach Biberach: die Musiker des von Peter Moss geleiteten United Kingdom Ukulele Orchestra mit dem gezupft-gesungenen Sound, der die Konzertsäle zum Toben bringt. Mit einer typisch britischen Comedy-Show und dem unglaublichen Sound eines Miniaturinstruments, der berühmten, ursprünglich aus Hawaii stammenden Ukulele. „Nicht verpassen!“ urteilte das SWR Fernsehen. „Die Ukulele rockt“ titelte die Stuttgarter Zeitung. Der Mannheimer Morgen sprach von „musikkabarettistischen Glanzleistungen“, die Allgemeine Zeitung von einer „Sternstunde musikalischen Komödiantentums“ und für die Heilbronner Stimme war es ganz einfach „ein großer Spaß“. Die Musiker aus London, Edinburgh, Nottingham oder Glasgow konnten das Publikum überall begeistern. Mit einem neuen Programm und vielen neuen Ideen kommen sie zurück und zeigen, dass alles erlaubt ist, wenn man eine Ukulele musikalisch gut beherrscht und dazu auch noch singen kann und nicht zuletzt eine gehörige Portion britischen Humors mitbringt! Der erfahrene BBC-Dirigent

und Komponist Peter Moss war musikalischer Leiter und Pianist der weltweit berühmten Produktion „The Rocky Horror Show“. Und er fungierte als musikalischer Leiter und Arrangeur für die von Sony preisgekrönte Sendung „News Huddlines“, die 27 Jahre wöchentlich von der BBC London ausgestrahlt wurde. Von daher liegen seine Vorbilder im britischen Show-Business auch stark bei den kleinen Rollendarstellungen der berühmten Monty Pythons. Entstanden war das Orchester zunächst aus Profimusikern aus seinem direktem Umfeld, wurde 2009 durch weitere Musiker aus London ergänzt, die das Ensemble auch um eine gewisse komödiantische Raffinesse erweitert haben. „Now it`s a crazy family!“ sagt das älteste Mitglied der Band Douglas Henning am Bass. Das weitere Orchester mit Sarah Dale, Lesley Cunningham, Tony Young, Andy Wild, Alan Sweeney, Peter Baynes und Alan Dowson verfügt über die ganze musikalische Bandbreite von Bariton-, Tenor-, Concert- und Sopranukulele. Die auf dieses Instrument gezielt geschriebenen oder umgeschriebenen Arrangements lösen die Grenzen der musikalischen Genres ohne jede scheinbare Anstrengung einfach auf und laden auch das Publikum zum zwanglosen Mitmachen ein. Und nach einem solchen Konzert bleibt die untrügliche Gewissheit: Ukulele ist einfach Kult! Und die Briten sind nun mal so etwas wie die geborenen „Best Comedians“! Eintritt 24 bis 38 e | Ermäßigt 18 bis 28 e www.ukulele-orchestra.co.uk

Ukulele Orchestra

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Do 13 März 20 Uhr | Komödienhaus

Rennfahrer Bieberle Schwaben im Crashtest

Sagenhafte Funde bestätigen es: vor 40 Tausend Jahren hat der afrikanische Schwabe die Alb besiedelt, dem Urmenschen auf die Sprünge geholfen und das Flöten beigebracht. Bei so viel Elan hat der Neandertaler dann vor Schreck spontan ins Gras gebissen und ist ausgestorben. Was ist seitdem geschehen? Die Geschichtsbücher verschweigen einiges das spannend wäre zu erfahren. Wo hat sich der Schwabe solange herumgetrieben bis er endlich im Rahmen der Europäischen Meisterschaften des Völkerwanderns wieder ins gelobte Ländle eingezogen ist? Das Rad dreht sich, das Streichholz flammt auf, und die Pyramiden leuchten, aber das ist nur die Spitze des Erfinder-Eisbergs auf dem wir das Schwäbische Meer durchkreuzen. Einfach mal zurücklehnen und Fahrtwind genießen – denn Plankenhorn tritt für Sie in die Pedale seiner ganz eigenen Zeitmaschine und führt als legendärer Rennfahrer Bieberle in den Strudel der schwäbischen Weltgeschichte. Packen wir also die Welt am Schopf, schütteln kräftig und was herunterfällt ist vielleicht wahrer als die Wirklichkeit es je sein kann. Gerd Plankenhorn präsentiert schwäbisches Kabarett mit rasanter Musik: Heiligs Blechle! Einsteigen – anschnallen – loslachen...

„Plankenhorn bewegt sich mit seinem grotesken Crashtest für Schwaben zwischen Dada und Brauchtum, zwischen rasanten Kalauern, absurder Gedankenakrobatik und satirisch überhöhten Schwaben-Pathos. Dafür gibt es großen Beifall.“ Südwestpresse Es spielt Gerd Plankenhorn Regie Susanne Hinkelbein Eintritt 15 bis 18 e | Ermäßigt 11 bis 14 e

www.theater-lindenhof.de

Rennfahrer Bieberle 44


Szenenfoto Der Wildschütz, März 2011

Sa 15 März 19.30 Uhr | Stadthalle Biberach

Die lustigen Weiber von Windsor

Eine komisch-fantastische Oper von Otto Nicolai, Text von Salomon Ritter von Mosenthal nach einer Komödie von William Shakespeare William Shakespeare schrieb seine Komödie „The Merry Wives of Windsor“ im Jahr 1597 auf Wunsch der Königin Elisabeth. Diese hatte sich so sehr über den verfressenen Sir John Falstaff aus dem Drama Heinrich IV. amüsiert, dass sie mehr über diesen fadenscheinigen Helden erfahren wollte. 250 Jahre später entschloss sich dann auch Otto Nicolai den Falstaff-Stoff als Vorlage für ein Musiktheaterwerk zu verwenden. Am 9. März 1849 fand unter seiner Leitung die Uraufführung der komischfantastischen Oper am königlichen Opernhaus in Berlin statt und wurde zu einer der erfolgreichsten komischen Opern der Musikgeschichte. Der verarmte Adlige Sir John Falstaff hat nur Essen, Trinken und Frauen im Kopf. Er ist Stammgast im Wirtshaus von Windsor, ohne jemals die Zeche zu bezahlen, und von den Bürgersfrauen des Ortes ist keine vor ihm sicher. Diesmal hat er es gleich auf zwei abgesehen. Mehr aus materiellen denn aus erotischen Motiven umwirbt er die Bürgersfrauen Ford und Page und schreibt ihnen identische Liebesbriefe. Die Frauen aber sind befreundet und lesen sich die Briefe gegenseitig vor. Empört und belustigt, beschließen sich die Frauen zu rächen. Frau Fluth bittet Falstaff zu einem Rendezvous in ihr Haus, während ihr Mann von der Anwesenheit Falstaff informiert. Als Frau Reich, wie vereinbart, die Rückkehr des misstrauischen Herrn Fluth meldet, wird der alte Kavalier in einem Waschkorb versteckt, dessen Inhalt kurz darauf in den Wassergraben geleert wird. Fluth hat unterdessen ohne Erfolg die ganze Wohnung durchsucht und muss seiner Frau glauben, die ihre Unschuld beteuert. Im Wirtshaus hat sich Falstaff von seinem Bad erholt. Ein Bote bringt ihm einen Brief,

in dem Frau Fluth ein weiteres Rendezvous vorschlägt. Wieder ist Falstaff bei Frau Fluth, und wieder warnt Frau Reich die beiden vor dem heimkehrenden Ehemann. Diesmal wird der dicke Ritter in Frauenkleider gesteckt und gibt sich als Waschweib aus. Herr Fluth tritt auf und findet wieder nichts, außer der alten Wäscherin, die er verdrischt und zornig aus dem Haus wirft. Fluth und Reich werden endlich von ihren Frauen in den Plan eingeweiht und zu viert beschließen sie, Falstaff ein letztes Mal hereinzulegen. In einer großen Maskerade im Wald von Windsor soll der Falstaff blamiert werden. Und neben dem ganzen Geschehen, soll auch noch die Tochter der Reichs mit einem wohlhabenden Mann verheiratet werden, doch die Tochter hat ganz andre Pläne. „Die lustigen Weiber von Windsor“ ist die fünfte Opernproduktion des Kulturamts. Nach Lortzings „Der Wildschütz“, den MozartOpern „Die Zauberflöte“ sowie „Cosi fan tutte“ und „Des Esels Schatten“ von Richard Strauss inszeniert Corinna Palm wieder eine komische Oper und man darf auf ihre Regieeinfälle gespannt sein. Die musikalische Leitung hat Musikdirektor Andreas Winter. Gesungen wird die Oper von Oliver Haux (Sir John Falstaff), Falck Petteri (Herr Fluth), Bernd Otto (Herr Reich), Ewald Bayerschmidt (Fenton), Roland Weber (Junker Spärlich), Wolfgang Schmitt (Dr. Cajus), Nastasja Docalu (Frau Fluth), Mirijam Schuster (Frau Reich) und Heidi Albinger (Jungfer Anna Reich). Den Chorgesang übernimmt der Tritonus Chor.

Die lustigen Weiber Weitere Termine Mi 19. März, Fr 21. März, Sa 22. März Eintritt 18 bis 28 e | Ermäßigt 14 bis 21 e

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So 23 März 17 Uhr | Stadthalle Biberach

Taller Sonoro

música contemporánea in der Reihe ars nova Seit der Gründung von Taller Sonoro in Spanien im Jahre 2000 ist die Gruppe ständig bestrebt, neue Partituren in höchster Qualität für das spanische und international Publikum zu erarbeiten und aufzuführen. Ihr Erfolg lässt sich an ihren Auftritten bei zahlreichen Festivals und Konzerten sowie durch Zusammenarbeit mit den verschiedensten internationalen Künstlern messen. „ars nova“ ist eine der traditionsreichsten Konzertreihen in Deutschland. Sie existiert bereits seit mehr als 40 Jahren. Die künstlerische Leitung wird von der Redaktion Neue Musik des SWR in Baden-Baden wahrgenommen. Die „ars nova“-Konzertreihe will dem aktuellen Musikleben wichtige Impulse vermitteln und sucht vor Ort den direkten und lebendigen Kontakt mit den Hörern. Zahlreiche Kompositionen von wichtigen Komponisten der Nachkriegsavantgarde wie Karlheinz Stockhausens, Morton Feldman, Helmut Lachenmann, Isang Yun, Wolfgang Rihm, Dieter Schnebel, Brian Ferneyhough, Nicolaus A. Huber oder Jörg Widmann wurden hier aus der Taufe gehoben. „ars nova“– Konzerte finden in erster Linie im Sendegebiet des Südwestrundfunks statt, unter anderem in Rottenburg, Ravensburg, Rottweil, Biberach an der Riß, Freiburg, Mainz oder Edenkoben. Ein wesentlicher Bestandteil der „ars nova“Reihe sind die „Tage für Neue Musik“ in Rottenburg, die wesentliche Impulse und Tendenzen des zeitgenössischen Komponierens mit Konzerten herausragender Ensembles und Solisten und generationsübergreifenden Projekten reflektieren. Medien- und gattungsübergreifende Elemente werden dabei ebenso berücksichtigt: So gehört der Dialog mit Film, Theater, Performance, Literatur oder Bildender Kunst zu einem selbstverständlichen Bestandteil der künstlerischen Konzeption.

Ignacio Torner Baldomero Lloréns Camilo Irizo Guillermo Martínez Jesús Sánchez Valladares Xavier Gil Mery Coronado Javier Campaña Germán Gan

piano percusión clarinete saxofón flauta violín violonchelo electrónica asesor musical

Eintritt 15 e | Ermäßigt 11 e www.tallersonoro.com

In Kooperation mit in der Reihe ars nova

Taller Sonero

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Sa 29 März 19 Uhr | Stadthalle Biberach

Biberacher Jazzpreis 2014 Finale

Der Biberacher Jazzpreis, der 1990 vom Jazzclub Biberach e.V. ins Leben gerufen wurde, ist in den vergangenen Jahren zu einer Institution geworden. In Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Stadt Biberach scheint die Idee - Jazz als zeitgemäße Kunstform für jugendliche und junge Musiker zu vermitteln – durchaus attraktiv zu sein. Dies zeigt die Resonanz sowohl seitens der Teilnehmer als auch des Publikums. Der Biberacher Wettbewerb wurde in den letzten Jahren zunehmend stärker frequentiert, das Teilnehmerfeld dabei immer hochkarätiger und internationaler. Fast 40 Bewerbungen aus mehreren Nationen bildeten im Jahr 2012 ein vielfältiges und hochkarätiges Bewerberfeld. Der Jazzpreis ist zu einer gefragten Alternative zu Wettbewerben auf Landes- und Bundesebene geworden. Die bisherigen Wettbewerbsgewinner haben meist beachtliche Karrieren im Jazz gestartet oder sind auf dem besten Wege dazu. 2014 findet der Biberach Jazzpreis zum 12 mal statt. Beim Halbfinale spielen zunächst die sechs besten Teilnehmer aus dem Vorentscheid, die drei vielversprechendsten Bands dürfen sich dann beim Finale nochmals in der Stadthalle Biberach vor dem Publikum beweisen. Beim Biberacher Jazzpreis hat

nicht nur die renommierte Jury bestehend aus Jazzmusiker und -pädagogen sowie Fachleute aus der Medienbranche ein Stimmrecht. Beim Finale darf das Publikum mit einer weitere Stimme ihre Favoriten-Band wählen. Im Anschluss an das Finale folgt ein Kurzkonzert und der Gewinner des Biberacher Jazzpreises 2014 wird bekanntgegeben. Die bisherigen Gewinner 1990 Cornelius Claudio Kreusch 1994 Florian de la Puce 1997 Kristjan Randalu 1999 The Sidewinders 2001 Matthias Schriefl 2004 Laia Genc Trio 2006 Mumble Jumble 2008 Hornstrom 2010 Help 2012 Matthias Lindermayr Quartett Eintritt frei

www.jazzpreis-biberach.de

Biberacher Jazzpreis 48


Mi 2 April 20 Uhr | Stadthalle Biberach

Die Frau in Schwarz

Eine schauerliche Gespenstergeschichte von Susann Hill Aufgeführt von Das Ensemble Ellen Schwiers Eine Gespenstergeschichte auf dem Theater ist eine Ausnahmeerscheinung im breiten Repertoire der Tourneetheater. Mit dem sicheren Instinkt für szenische Wirkungen hat die Schauspielerin und Regisseurin Ellen Schwiers im Londoner West End eine kauzige Horror-Geschichte aufgespürt und einfallsreich und aufwändig in Szene gesetzt. Stephen Mallatrats Bearbeitung des gleichnamigen Buches von Susan Hill enthüllt eine mysteriöse Familiengeschichte als geheimnisvolles, aber immer spannendes Rollenspiel, dessen Reiz in der Verwischung von Realität und Fiktion liegt. Der Beginn der Geschichte, die garantiert unter die Haut geht, ist als Theater im Theater angelegt: Mit einem jungen Schauspieler geht Arthur Kipps Schritt für Schritt noch einmal die grausigen erlebten Geschehnisse in seiner Vergangenheit durch, als er als

junger Anwalt in eine gottverlassene Gegend reisen musste, wo er den Nachlass einer verstorbenen Klientin ordnen sollte. Die wortkarge Dorfgemeinschaft mied ihn, und am verwaisten Haus der Toten begegnete ihm eine rätselhafte Frau in Schwarz. Neugierig versuchte er ihr Geheimnis zu ergründen, bis er merkte, dass die Geister, die er rief, entsetzliche Kräfte auf sein Leben entfalteten: Der Albtraum beginnt. Seit mehr als 20 Jahren ist “The Woman in Black” ein Dauerbrenner im Londoner West End und damit nach Agatha Christies ,,Die Mausefalle” das Schauspiel mit der längsten Laufzeit überhaupt. Um 19.15 Uhr findet eine Einführung zum Stück statt. Eintritt 15 bis 21 e | Ermäßigt 11 bis 16 e

www.das-ensemble.de

Die Frau in schwarz

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Do 3 April 20 Uhr | Stadthalle Biberach

Anita & Alexandra Hofmann 25 Jahre „WIR“ - die Jubiläumstour 25 Jahre Anita und Alexandra Hofmann – das sind zwei wunderbare Stimmen, 15 Instrumente, 20 Alben, 59 Tourneen, unzählige TV-Auftritte und Tausende von Fans in ganz Europa. Gründe genug, um 2013 und 2014 ganz groß zu feiern: mit einer atemberaubenden Bühnenshow, einem sehr persönlichen und modernen Jubiläumsalbum, einer einzigartigen Gala im Europapark Rust und der großen Wir-Jubiläumstour mit 25 Stationen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. „In den nächsten Monaten werden wir ganz für unsere Fans da sein“, freuen sich Anita und Alexandra – und haben ihr Jubiläumsjahr auf den Namen „Wir“ getauft. „Wir – das sind unsere Fans, unsere Familie, unser Team und wir beide. Gemeinsam freuen wir uns auf eine tolle Zeit!“ Anita und Alexandra zählen seit Jahren zu den beliebtesten Stars der Szene. Sie gewannen zwei Mal die „Krone der Volksmusik“, die „Goldene Stimmgabel“ und standen auch bei etlichen TV-Hitparaden ganz oben. Für 250.000 verkaufte Tonträger erhielt das gleichermaßen erfolgreiche wie sympathische Duo aus Meßkirch (Baden-Württemberg) 2003 seine erste Goldene Schallplatte. Das Geheimnis ihres Erfolges: Multitalent, Professionalität, Charme und ein Hauch Sexappeal. Mit dieser unschlagbaren Mischung verzaubern Anita und Alexandra als Album-, Tournee- und Galakünstler seit zweieinhalb Jahrzehnten ihr Publikum auf höchstem Niveau. 25 Jahre Anita und Alexandra – das bedeutet auch konsequente Weiterentwicklung in Musik und Stil. Mit ihrem heutigen Sound für deutschsprachigen Schlager sind Anita und Alexandra am Puls der Zeit. Anita und Alexandra – das sind authentische Stimmen gemixt mit modernen Rhythmen, die auch in der Jubiläumssaison 2013/2014 für Furore in den Charts und volle Hallen in Stadt und Land sorgen werden.

Schon im Alter von sechs und neun Jahren zog es die Mädchen auf die Bühne. Ihr erstes eigenes Bühnenprogramm (eine zweistündige musikalische Show) haben die beiden Schwestern am 19. Mai 1988 anlässlich des 40. Geburtstags ihres Vaters Josef (Sepp) Hofmann gezeigt. Anita gab dabei Elvis Presley und Alexandra spielte auf dem Keyboard. Einen ersten Auftritt hatten die Schwestern im gleichen Jahr in einem Festzelt beim Gögginger Bierfest. Ab 1989 traten die beiden mit einer eigenen Musikshow, einer Mischung aus Rock‘n‘Roll, Volksmusik, Schlager und Pop bei Festen und Veranstaltungen in der Region auf. Durch diese Veranstaltungen erreichten die Geschwister Hofmann einen hohen Bekanntheitsgrad im baden-württembergischen Raum. Ab 1990 erschienen diverse Alben mit volkstümlichen Schlagern. Ihren ersten Fernseh-Auftritt hatten die beiden Schwestern im selben Jahr in der ARD-Sendung Musikanten sind da. 1992 wurden sie endgültig von Marianne und Michael für das Fernsehen entdeckt. Seitdem war das Duo häufig in einschlägigen Fernsehsendungen vertreten. 2005 absolvierten sie ihre erste Solotournee Grenzenlos quer durch Deutschland. Eine Fortsetzung folgte 2006. In den Jahren 2006 und 2007 wurden zwei Fernsehshows im SWR gesendet (Geschwister Hofmann Sommerparty und Geschwister Hofmann Partyzeit – ein bisschen Spaß muss sein). Am 12. Januar 2008 fand in der Meßkircher Stadthalle die Premiere zur Solo-Tour 20 Jahre Geschwister Hofmann statt, mit Tourstopps in knapp 70 Städten in Deutschland, Österreich, Belgien und Frankreich. Seit 2012 nennen sich die Geschwister Hofmann: Anita & Alexandra Hofmann. Erste Veröffentlichung unter den neuen Namen war die DVD „Wir fliegen Tour“.

Anita Alexandra 50

Eintritt 34 bis 48 e | Ermäßigt 25 bis 38 e

www.anita-alexandra.de


Sa 5 April 20 Uhr | Stadthalle Biberach

Berta Epple

Hennabrupfa – Musik-Comedy Als Musikstudenten lernten sie sich kennen, die Liebe zum Tango verband sie –und der Humor. Sie machten Straßenmusik und gründeten ein Musik-Comedy-Ensemble: Tango Five. Kult! Nach 25 Jahren hieß es dann: Schluss mit lustig! Die Bandmitglieder wollten sich anderen musikalischen Herausforderungen stellen. Bobbi Fischer, Gregor & Veit Hübner, die drei Gründungsmitglieder der „Tangos“, gehen von nun an gemeinsam neue Wege. „Berta Epple“ heißt ihre Band – und „Hennabrupfa“ ihr erstes Programm Es geht um Orientierung und Identität in einer globalisierten Welt. Um die Frage „Wer bin ich und wenn ja wie viele?“ Und um die alte Frage nach „Heimat“. Wo komme ich her und wo will ich hin? Die Einsamkeit des Einzelnen in der Internet-Welt sozialer Netzwerke und virtueller Beziehungen. Endlos-Kommunikation – nur mit wem? „Hennabrupfa“ ist Latinmusic, Jazz, Weltmusik und Chanson – auf deutsch, englisch und schwäbisch, ein lebendiges Mosaik aus mitreißenden Grooves und pointiert formulierten und witzigen Alltagsbeobachtungen, aus skurrilen Tweets und nachdenklichen, fast lyrischen Gedanken. Gemeinsam haben die drei Vollblutmusiker einen originellen, ganz eigenen Sound entwickelt. Er wird geprägt von spannenden dreistimmigen Gesangsarrangements und vom virtuosen Spiel der Bandmitglieder. Die Musik steht hier im Vordergrund – modern, groovend und fest verwurzelt in der Tradition der Tango Five-Virtuosität. Aber selbstverständlich: der Humor kommt nicht zu kurz! Lassen Sie sich überraschen von witzigen wie berührenden kleinen Geschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann.

Gregor Hübner studierte klassische Violine in Wien und Stuttgart. Mit einem Master Degree und einem President‘s Award beendete er anschließend sein Kompositions- und Jazzpiano-Studium an der Manhattan School of Music in New York, wo er mit seiner Familie bis heute lebt. Veit Hübner studierte Orchestermusik und Jazz in Stuttgart und Karlsruhe, sowie Jazz-Bass in New York bei Marc Johnson und Eddie Gomez. Hübner war beteiligt an etlichen CrossOver Projekten, u.a. mit dem Klezmer Klarinettisten Giora Feidman. Im klassischen Bereich arbeitet er regelmäßig mit den Berliner Philharmonikern, der Philharmonie Antwerpen, dem Radio Sinfonieorchester Stuttgart, den Stuttgarter Philharmonikern und dem Stuttgarter Staatstheater. Karl Albrecht „Bobbi“ Fischer studierte in Stuttgart Schulmusik und Jazz. Er arbeitet als Pianist, Komponist und Arrangeur in den Bereichen Jazz, Bühnen- und Filmmusik. So schrieb er für den Regisseur Titus Selge die Filmmusik zu „Altöl und Champagner“, „Vergessen Sie Stoertebeker“ und „Café Weiß“. Als musikalischer Leiter arbeitete Karl Albrecht Fischer unter anderem am Badischen Staatstheater Karlsruhe, am Alten Schauspielhaus Stuttgart und an der Staatlichen Akademie der Künste Stuttgart. Eintritt 18 e | Ermäßigt 14 e

www.sagas-produktionen.de

„Da stehen drei echte Könner auf der Bühne, die sich alle drei getrost als Multiinstrumentalisten bezeichnen lassen können, als Musiker, die der traumwandlerischen Beherrschung von Kontrabass, Geigen, Piano, Perkussion und Schlagzeug einen versierten Umgang mit elektronischen Loopstations zuaddieren und mit herrlichen dreistimmigen Gesangsarrangements ebenso zu glänzen wissen, wie mit wechselndem Sologesang.“ Nürtinger Zeitung

Berta Epple

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Mi 9 April 19 Uhr | Stadtpfarrkirche St. Martin

Die Johannespassion

Von Johann Sebastian Bach. Mit den Berliner Symphonikern, Symphoniechor Berlin. unter der Leitung von Christoph Hagel. „Flying Bach“ war sein erstes Projekt über J. S. Bach. Gerade gastierte er damit in Montreal und Moskau, Stockholm und Florenz, Tokio und Doha. Nun stellt Dirigent und Regisseur Christoph Hagel seine zweite Bach-Arbeit vor. Er inszeniert die Johannespassion im Berliner Dom. Die Johannespassion gilt als dramatisch und kühn, sie ist die jugendlichere unter den Passionen Johann Sebastian Bachs. Hier kam der Leipziger Thomaskantor dem Theater und der Oper ganz besonders nahe in diesem Werk mit seinen bewegten Massenszenen und seiner eindringlichen Schilderung der letzten Tage im Leben des Jesus von Nazareth nach dem Evangelisten Johannes. Hagels jüngste Inszenierung spannt den Bogen zwischen intensivem Bühnengeschehen und spiritueller Versenkung, zwischen zeitgenössischem Tanz und filmischen Elementen. Die Johannespassion unterscheidet deutlich zwischen den Ereignissen in Jerusalem und ihrer christlichen Betrachtung. Das historische Geschehen – der politische Mord an Jesus Christus in einer Stadt im Aufruhr – wird von Bach in großer Klarheit dargestellt und durch die Dissonanzen der Turba-Chöre auf die Spitze getrieben. Die seelische Verarbeitung bleibt den Arien und Chorälen vorbehalten. Hagel: „Diese scharfe Trennung zwischen objektiver und subjektiver Perspektive macht die Qualität der Johannespassion

aus und wird ein wesentliches Gestaltungsmerkmal unserer Aufführung sein. Die Besetzung ist international: Über 70 Mitwirkende aus insgesamt zwölf Ländern (Brasilien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Island, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Spanien, Ungarn und USA) wurden für die Produktion engagiert. Darunter sind zehn junge Gesangssolisten (Jesus, Maria Magdalena, Pilatus, Petrus und Judas), elf Tänzer sowie Schüler der Staatlichen Ballettschule zu Berlin. Mit einem Akzent auf der getanzten klassischen Moderne hat der Regisseur eine plastische und eindringliche Visualisierung der Passionsgeschichte inszeniert. Die Choreografien entwickelte Hagel mit Martin Buczko, der bis vor kurzem Solotänzer am Staatsballett Berlin war und eigene Arbeiten im Berghain und der Komischen Oper vorgestellt hat.Das umfangreiche Corps de ballet wird die dramatischen Volksszenen gestalten, während die kontemplativen Arien den Solotänzern Gelegenheit zur tänzerischen Darstellung der musikalischen und theologischen Inhalte geben. Hagel und Buczko visualisieren die Dramatik der Ereignisse, aber sie wollen noch mehr: „Wir möchten nicht nur die Geschichte sichtbar machen, sondern auch die Kompositionsweise Bachs. Ob man Musik sehen kann, das ist hier die Frage.“ Eintritt 23 bis 39 e | Ermäßigt 19 bis 30 e

5 e jeder verkauften Karte gehen als Spenden an den Bauhütten Simultaneum e.V. Biberach www.johannespassion-im-dom.de

Johannespassion 52


Willy astor

klaus lage

Wahl-Abo 2012/13 sweet soul music revue

bella donna django as端l

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Abonnement Abonnementbedingungen

Das Abonnement ist ein beiderseitig verbindliches Abkommen zwischen dem Abonnenten und dem Veranstalter. Eine Rücknahme oder ein Umtausch abonnierter Karten ist grundsätzlich nicht möglich. Das Abonnement gilt von September 2013 bis Mai 2014 und umfasst mindestens fünf Veranstaltungen, wobei sich der Eintrittspreis jeweils um 20% reduziert. Darüber hinaus gibt es das Abo Plus und das Abo Tandem. Mit dem Abo Plus können für alle weiteren Veranstaltungen bis zu zwei Karten zum reduzierten Preis erworben werden. Das Abo Tandem ermög licht den Erwerb einer reduzierten Karte für eine zusätzliche Person. Ermäßigte Karten erhalten Schüler, Studenten, Sozialhilfeempfänger und Arbeitslose mit jeweils gültigem Ausweis. Schwerbehinderte, die auf eine Begleitperson angewiesen sind zahlen den normalen Eintrittspreis. Die Begleitperson erhält freien Eintritt. Das Abonnement ist übertragbar. Während der Spielzeit kann das Abonnement nicht gekündigt werden. Das Abonnement verlängert sich nicht automatisch. Die Neueinschreibung zu Beginn der neuen Spielzeit kann entweder persönlich oder schriftlich beim Kartenservice sowie online erfolgen. Mit dem Versand oder der Abholung des Abonnements erhält der Abonnent eine Rechnung. Die Begleichung kann bei Abholung wahl weise per EC-Karte oder Barzahlung beim Kartenservice der Stadt halle erfolgen. Bei Versand erfolgt die Zahlung per Überweisung.

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Fällt eine Veranstaltung auf Grund höherer Gewalt aus, wird sich der Veranstalter um einen angemessenen Ersatz zu einem anderen Termin bemühen. Änderungen bei den Veranstaltungen (z.B. Termin, Programm, Spiel stätte, Solisten oder Schauspieler) sind nicht vorgesehen, können aber aus Umständen, für die das Kulturamt rechtlich keine Verantwortung trägt, nicht ausgeschlossen werden. In diesen Fällen entsteht kein An spruch auf Rückvergütung. Eine Benachrichtigung erfolgt nach Möglich keit direkt oder über die örtliche Presse. Bei einem Vorstellungsabbruch wird dem Besucher der Eintrittspreis nur in der Höhe erstattet, die der Länge des ausgefallenen Teils der Vorstellung entspricht. Ersatz für vom Abonnenten versäumte Aufführungen kann nicht ge währt werden. Der Veranstalter weist – gemäß den Bestimmungen des Datenschutz gesetzes – darauf hin, dass er die personenbezogenen Daten seiner Abonnenten im Rahmen der Geschäftsbedingungen speichert und verarbeitet. Änderungen der Abonnementbedingungen werden mit der Ankündi gung des neuen Spielplans im Abonnentenprospekt veröffentlicht. Der Abonnementprospekt liegt beim Kartenservice, im Kulturamt und im Rathaus aus. Er wird zusätzlich den Abonnenten ausgehändigt bzw. zugeschickt. Mit dem Abschluss des Abonnements werden die Abonnement bedingungen anerkannt.


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Veranstaltungsorte 1 Stadthalle Biberach, Theaterstraße 4-8 2 Gigelberghalle, Jahnstraße 1 3 Komödienhaus, Viehmarktstraße 10 4 Kulturhalle Abdera, Breslaustraße 13 Parken bei Veranstaltungen Beim Besuch von Veranstaltungen in der Stadthalle Biberach parken Sie kostengünstig und bequem in der Tiefgarage Stadthalle (P1). Die erste Stunde ist dabei kostenlos. Ab der 2. Stunde beträgt die Parkgebühr 20 Cent/24 Minuten. Ab 19 Uhr beträgt die Parkgebühr maximal 50 Cent (bis 7 Uhr des nächsten Tages). Bei Veranstaltungen im Komödienhaus sind Parkmöglichkeiten in ausreichender Anzahl im Parkhaus Wielandpark (P6) vorhanden. Bei Veranstaltungen in der Gigelberghalle stehen Ihnen auf dem Festplatz Gigelberg ausreichend Parkplätze kostenlos zur Verfügung.

Kartenservice der Stadthalle Theaterstraße 6, 88400 Biberach an der Riß Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 15 – 18 Uhr Mittwoch, Samstag 10 – 12 Uhr Fax 07351 51511, E-Mail kartenservice@biberach-riss.de Bestellungen per Internet – print@home Ab sofort können Sie ihre Tickets am heimischen Computer ausdrucken. Sie bezahlen online mit Kreditkarte. Am Einlass zum Saal wird das Ticket dann durch Scannen des Barcodes entwertet. So können Sie ab sofort bis kurz vor Veranstaltungsbeginn zu Hause noch Karten kaufen. Und Sie haben eine deutliche Ersparnis an Versand- und Bearbeitungskosten. print@home ab sofort unter www.kartenservice-biberach.de Telefonischer Kartenverkauf Wochenblatt Biberach, Tel. 07351 18 99 11 Südfinder Ticket, Tel. 0751 29 555 777 Weitere Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie beim Kartenservice der Stadthalle oder unter www.kulturkalender-biberach.de.

Herausgeber Stadt Biberach | Kulturamt | Theaterstraße 6 88400 Biberach an der Riß

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Gestaltung: elsner.elsner Druck: HÖHN Paper Print GmbH Auflage: 2.000 Exemplare Stand: Mai 2013


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