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Bestens gerüstet für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts Seit April 2009 leitet Dr. Hanns-Peter Knaebel als Vorstandsvorsitzender die Geschicke der Aesculap AG. Wir sprachen mit ihm über das Erfolgsgeheimnis von Aesculap, neue chirurgische und interventionelle Verfahren und ein Thema, das uns alle bewegt: die Zukunft unseres Gesundheitssystems.

PD Dr. med. Hanns-Peter Knaebel, Vorstansvorsitzender der Aesculap AG, Tuttlingen

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Kardioforum 3 | 2009

Wie kann man sich den sensationellen Erfolg von Aesculap erklären? Es gibt ja auch Mitbewerber, die es nicht zu dieser Größe und weltweiten Anerkennung gebracht haben. Dr. Knaebel: Ich denke, ein ganz wichtiges Erfolgsgeheimnis ist unsere Qualitätsführerschaft. Mit unseren chirurgischen Instrumenten und anderen Produktgruppen bieten wir Chirurgen weltweit eine herausragende Qualität, die sich auch in der entsprechenden Langlebigkeit widerspiegelt. Viele Chirurgen benutzen unsere Instrumente noch nach 20 bis 30 Jahren; natürlich wurden sie inzwischen teilweise durch den technischen Service überholt, aber im Prinzip tun sie immer noch ihren Dienst. Ein solches Renommee muss man sich zwar immer wieder neu verdienen; aber es lohnt sich, etwas dafür zu tun, denn so sichern wir uns langfristig das Vertrauen unserer Kunden und erfüllen unseren Anspruch der Qualitätsführerschaft. Der zweite wichtige Schlüssel zum Erfolg ist die zwar immer wieder herausfordernde, aber aus unserer Sicht auch sehr erfolgreiche Verbindung zwischen Tradition und Innovation. Wir besinnen uns stets auf das, was uns schon in der Vergangenheit gut und stark gemacht hat. Aber wir versuchen auch immer wieder, die Grenzen von Medizin und Technologie auszubauen und noch weiter nach vorne zu gehen. Drittens verhilft uns natürlich auch das sehr gute Miteinander zwischen den beiden Unternehmen B. Braun und Aesculap zu langfristigem Erfolg. Denn zusammen haben wir die Größe, die ein Medizintechnik-Konzern benötigt, um für seine Kunden ein überzeugendes Gesamtangebot schnüren zu können. So erfüllen wir sehr viele Bedürfnisse und beant-

worten eine Menge Fragen – und zwar so, dass der Kunde auch wirklich das Gefühl hat, dass ihm weitergeholfen wurde. Das ist das Entscheidende: die Bedürfnisse des Kunden zu verstehen und zu erfüllen – egal, ob dieser Kunde nun ein Arzt oder ein Krankenhaus ist. Und ich denke, wenn wir diese Prozesse kontinuierlich verbessern und ergänzen, werden wir auch in Zukunft erfolgreich sein. Sie engagieren sich ja auch sehr intensiv in der Fort- und Weiterbildung, der Aesculap Akademie? Dr. Knaebel: Die Aesculap Akademie ist für uns eine ganz wichtige Institution, weil wir darin ein firmenneutrales Medium der Wissensvermittlung sehen, und zwar für alle Berufe im Bereich des Gesundheitssystems. Dieses Fortbildungsangebot wendet sich nicht nur an Ärzte, sondern auch an Pflegepersonal; außerdem veranstalten wir in Tuttlingen jedes Jahr ein Symposium für Krankenhauseinkäufer. Da die Organisation von medizinischen Workshop-Veranstaltungen und Symposien sehr kostenintensiv ist und sich die Einnahmen der Aesculap Akademie auf die Teilnahmegebühren beschränken, unterstützen wir die Akademie seitens der Aesculap AG. Dabei ist uns besonders wichtig, dass das Fortbildungsprogramm nicht als Plattform für Werbeveranstaltungen fungiert, sondern als Anbieter qualitätsgeprüfter Fort- und Weiterbildungen, die mit CME-Punkten zertifiziert werden. Dieser Dialog zwischen dem Unternehmen und den in der Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen Tätigen ist für uns sehr wichtig, denn es heißt ja nicht umsonst: „Keine Expertise ohne Experten!“ Ohne diesen Austausch, ohne dieses Feedback könnten wir auch unsere Produkte nicht stetig weiterentwickeln.

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Ausgabe Kardioforum 3/09

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