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Handhabung möglicherweise schon im Rahmen des diagnostischen Vorgehens einer elektrophysiologischen Untersuchung zur Therapie der identifizierten Rhythmusstörung angewandt werden könnte.“(2) Im Jahr 1988 folgte Thomas Budde Professor Breithardt, der als Chef in die Abteilung für Kardiologie/Angiologie der Westfälischen Wilhelms-Universität berufen worden war, nach Münster. Dort war er zunächst als Assistenzarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig und ab 1989 als Oberarzt für die Intensivstation und die fünf Katheterlabore der Abteilung zuständig. Bis seine Frau eines Abends im Ärzteblatt eine interessante Stellenanzeige las: Am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen war eine Stelle als Leitender Arzt der Klinik für Innere Medizin ausgeschrieben. „,Was hältst du davon, soll ich da mal hinschreiben?‘“, fragte er am nächsten Morgen seinen Chef, Professor Breithardt, um Rat. „Daraufhin sagte Breithardt: ,Das ist ein gutes Krankenhaus; aber du bist erst 38 Jahre alt. Schick ruhig mal deine Bewerbungsunterlagen hin. Wenn die dich nehmen, ist es eine Sensation; wenn nicht, dann weißt du wenigstens für die Zukunft, wie das Bewerbungsverfahren läuft.‘“ Die „Sensation“ trat dann tatsächlich ein: „Eines Tages,

als ich in der kardiologischen Ambulanz der Uniklinik in Münster arbeitete, sagte die Sekretärin zu mir: ,Wenn wir jetzt hier fertig sind, müssen Sie noch telefonieren. Da hat ein Herr Beitz aus Essen angerufen. Sie sollen zurückrufen.‘ ,Beitz?‘ rief ich daraufhin aufgeregt. ,In Essen gibt’s nur einen Herrn Beitz. Wenn dieser Anruf den Grund hat, den ich vermute, spendiere ich morgen eine Flasche Champagner.‘ Natürlich rief ich sofort an, und Professor Berthold Beitz sagte: ,Sie kommen doch aus Essen. Wann sind Sie denn mal wieder in Essen?‘ Und ich antwortete: ,Wenn Ihr Anruf den Grund hat, den ich erhoffe, kann ich jederzeit da sein.‘ ,Könnten Sie heute Nachmittag kommen?‘, fragte Beitz. ,So schnell geht es leider nicht; heute habe ich noch Patienten und Kathetereingriffe; aber morgen könnte ich kommen‘, sagte ich. ,Na, dann fahren Sie mal langsam und vorsichtig‘, ermahnte Professor Beitz mich – und so kamen wir miteinander ins Gespräch.“ Kurze Zeit später war Thomas Budde dann schon in Essen. „Lange Zeit war nicht klar gewesen, ob man hier eine Kardiologie als Schwerpunkt einrichten sollte; aber am Ende entschied die Klinikleitung sich doch dafür, obwohl es in Essen schon vier Kardiologien gab. Und man entschloss sich, mir eine Chance zu geben.“ Am 1. Juli

Kardioforum 3/09  

Ausgabe Kardioforum 3/09

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