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www.kronicher.de Ausgabe 23 Mai 2013

- Zum Mitnehmen -

Nach 45 Jahren zurück

‘Ludscht’ goes wieder Bezirksliga

Brauchtum & Tradition Fronleichnam in Wallen�els

Kunst Loren� Kaim

Jubiläum 100 Jahre Musi�verein Tettau


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Partner des Kronacher Landkreismagazins


Inhalt

Kunst Lorenz Kaim: Großartige Werke für die Nachwelt

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Brauchtum & Tradition Einmaliger Brauch: Fahnenschwingen in Wallenfels

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Jubiläum Musikverein Tettau: Festwochenende ab 30. Mai

Kunst |6

10

Sport Nach 45 Jahren: TSV Ludwigsstadt wieder Bezirksligist Allianz für die Jugend: FC Stockheim und SV Friesen gründen JFG

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Ratgeber Brauchtum & Tradition |8

Jubiläum

|10

Schöner Wohnen: Richtige Planung von Anfang an Gesundheit: Frühlingszeit - Heuschnupfenzeit

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Aus den Gemeinden Schule & Bildung |16

Nachwuchs: Bullenkalb Conrad ist da

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Rubriken

Sport

|14

Interview Sport

IMPRESSUM

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Editorial Auf den zweiten Blick Mein Rezept für den Landkreis Das allerletzte Interview

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KRONICHER. Das Magazin für den Landkreis Kronach Herausgeber: Verlag Carlo Fehn Matthias-Kaiser-Str. 1 96317 Kronach

Telefon: 09261-9100148 Telefax: 09261-9100149 E-Mail: redaktion@kronicher.de Internet: www.kronicher.de Redaktion/Texte in dieser Ausgabe: Carlo Fehn (V.i.S.d.P.) Gerd Fleischmann, Manne Schwalb, Musikverein Tettau Satz/ Layout: Carlo Fehn Anzeigen: Rainer Renk, Carlo Fehn Fotos: Carlo Fehn, Gerd Fleischmann, Jens Gundermann, KarlHeinz Wagner, Musikverein Tettau Druck: Schneider Printmedien GmbH, Weidhausen Erscheinungsweise: Monatlich in ausgewählten Vertriebsstellen Druckauflage: 5.000 Stück

KRONICHER. | Ausgabe Mai 2013

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Editorial ANZEIGE

Liebe Leserinnen und Leser, liebe »Kronicher«!

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ie heißt es so schön? Alles neu macht der Mai! In unserem Fall müssen wir Sie leider noch um etwas Geduld bitten, denn KRONICHER. wird erst im Juni neu sein. Neu wird dann vor allen Dingen unsere Auflage sein. Nachdem unser Heft bisher in einer Auflage von 5.000 Stück in über 200 Auslagestellen in den Landkreisgemeinden erhältlich war, wird die dann auflagenstärkste monatlich erscheinende Informations- und Anzeigenbroschüre im Landkreis 23.000 mal direkt in Haushalte verteilt und 2.000 mal auch weiterhin in ausgewählten Auslagestellen zu bekommen sein. Inhaltlich werden wir natürlich unserem Konzept, einem gelungenen Mix aus redaktionellen

Beiträgen und Werbemöglichkeiten, treu bleiben. Wir möchten nämlich, dass Sie auch weiterhin interessante Dinge erfahren, wie zum Beispiel in der aktuellen Ausgabe: Warum das Fronleichnamsfest in Wallenfels etwas ganz Besonderes ist, welche außerordentlichen Werke uns der Maler Lorenz Kaim hinterlassen hat oder warum der TSV Ludwigsstadt in Zukunft noch mehr im Mittelpunkt

stehen wird. Und nun wünsche ich Ihnen wieder gute Unterhaltung mit Ihrem KRONICHER.. Mit besten Grüßen Carlo Fehn

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KRONICHER. | Ausgabe Mai 2013


KRONICHER. zieht neue Seiten auf!


Kunst

Vor 200 Jahren geboren, schuf er für die Nachwelt großartige Werke

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ie Lucas-Cranach-Stadt beherbergte in ihren trutzigen Mauern begnadete Künstler, die für die Nachwelt großartige Werke schufen. Zu den berühmtesten Söhnen zählt der Kunstmaler Lorenz Kaim, vor 200 Jahren, am 20. März 1813 in Kronach geboren. Nach einem Leben voller Schaffenskraft starb er am 15. November 1885. Der Kronacher hinterließ Werke von großartiger Aussagekraft, die in die Zeit wirken. Doch nicht nur Bilder erinnern an diesen begnadeten Künstler: Sein Geburtshaus in der Festungsstraße 2, gleich neben dem Rathaus, wurde durch die Stadt mit beachtlichen Mitteln ganz hervorragend saniert. Eine entsprechende Gedenktafel ist an diesem Haus angebracht worden. Darüber hinaus trägt die Staatliche Berufsschule Kronach als »LorenzKaim-Schule« seinen Namen. Ebenfalls erinnert eine Straße an das Wirken des Künstlers. Anlässlich seines 100. Todestages ist sein Grabmal auf dem Kronacher Friedhof mit der Inschrift »Kunstmaler und Zeichenlehrer« durch den akademischen Bildhauer Heinrich Schreiber restauriert worden. Ein beachtlicher Erfolg wurde auch die Ausstellung 1985 in der städtischen Galerie am Rathaus. Die religiöse, die weltliche Malerei sowie das heimatkundliche Schaffen beeindruckten die zahlreichen Besucher.

Bleibendes Andenken Die Zeitungsnotiz aus dem »Kronacher Tagblatt« 100 Jahre zuvor belegt recht deutlich, dass schon damals das Können von Lorenz Kaim eine breite Anerkennung gefunden hat. Die Zeitung schreibt am 16. November 1885: »Gestern abend kurz vor 8 Uhr ging uns eine Nachricht zu, die uns und unsere Mitbürger mit dem tiefsten 6

Schmerze erfüllen muß - der Kunstmaler Herr Lorenz Kaim weilt nicht mehr unter den Lebenden. Mit ihm ist ein echt deutscher Mann aus dem Leben geschieden. Schlicht und gerade in seinem ganzen Wesen, vereinigte er so achtenswerte bürgerliche Tugenden in sich, daß sein Verlust mit Recht betrauert wird. Die Dankbarkeit seiner Schüler sowie aller, die ihn kannten oder ihm nahe standen, folgt ihm als schönster Nachruf ins Grab und sichert ihm ein bleibendes Andenken.« Doch schon alleine sein Erstlingswerk, die Stürmung Kronachs im Jahre 1634 während des Dreißigjährigen Kriegs, hätte dem Künstler zu einem bleibenden Andenken verholfen. Dieses beeindruckende Gemälde, das sich im Historischen Rathaussaal befindet, hat Lorenz Kaim aus Dankbarkeit für die städtische Unterstützung während seiner Ausbildung seiner Heimatstadt vermacht. Aus der Fülle der Hinterlassenschaften sei insbesondere an die Kronacher Straßenszenen mit ihrem bunten Treiben von anno dazumal, an die zeitgenössische Kronacher Gesamtansicht von 1842, an den »Bierabend im Freischütz« und vor allem an die Reitscher Büttnerszeche erinnert, in der der Steinkohlenbergbau in all seinen Details optisch für die Nach-welt erhalten geblieben ist.

Kunstmaler Lorenz Kaim In großer Zahl sind auch die religiösen Bilder in vielen Kirchen der näheren und weiteren Umgebung vorhanden. Altarbilder und Kreuzwege aus der Hand des Kronacher Künstlers finden sich vom hohen Frankenwald bis in das Maintal bei Bamberg. Bleiben wir bei den Kronacher Werken, so muss an den Kreuzweg in der Stadtpfarrkirche und an die Altarbilder in der evangelischen Kirche gedacht werden. Ebenso soll die 1851 für die Kreuzbergkapelle geschaffene »Grablegung Christi« genannt sein. Seine Kirchenbilder zeugen von tiefem Glauben und sind in beinahe klassischer Strenge und ernster Stimmung ausgeführt. Eine weitere Einnahmequelle bildete die Restaurierung von Bildern und Möbeln. Sie half dabei, die Familie in den auftragslosen Zeiten mit durchzubringen. So restaurierte er bereits im Sommer 1843 die Gemälde im Rathaussaal und im Schloss von Oberlangenstadt die Ahnenbilder der Herren von Künsberg. Neben Landschaftsmalerei sind auch viele ZeichKRONICHER. | Ausgabe Mai 2013


Kunst nungen und Stiche von Kronach und dem Frankenwald überliefert. Vielfach wurde das Zeitgeschehen meist auch auf Schießscheiben festgelegt. Auf Grund dieser malerischen Fülle können wir uns heute sehr gut die sogenannten »guten, alten Zeiten« vor 150 Jahren und mehr vorstellen. Die Kindheit von Lorenz Kaim war geprägt von Armut und, weltpolitisch gesehen, von den Wirren durch den Franzosen Napoleon, der Europa politisch umkrempeln wollte. Als Sohn des Schneidermeisters und Polizeidie­ners Heinrich Kaim besuchte er von 1819 bis 1826 die Volksschule in Kronach. Im Alter von 14 Jahren absol­vierte er eine Maurerlehre in Bamberg. Da der Vater bedürftig war und die zu ernährende Kinderschar inzwischen auf acht Köpfe angewachsen war, gab die Stadt Kronach aus Stiftungsgeldern einen Zuschuss zum Kost- und Quartiergeld, damit er neben seiner Lehre die durch Professor von Reider geleitete Zeichenschule in Bamberg besuchen konnte. Das Zeugnis die­ ser Schule bescheinigte dem 1829 als Gesellen Freigesprochenen hervorragende Fertigkeiten im »Linear und technischen Zeichnen«. Bei den jährlichen Ausstellungen erhielt er mehrmals den ersten Preis für seine eingereichten Arbeiten.

Weggang nach München

manch anderer mittelloser Student auch, des öfteren mit Not und Entbehrung zu kämpfen. Die größten Sorgen wurden zwar durch die städtischen Stipendien gebannt, doch blieben immer noch viele Schwierigkeiten materieller Art. Sie zu überwinden, half ihm die junge Münchnerin Franziska Bach, Tochter eines Bierwirts. Am 9. Juli 1839 führte Kaim, der Ende 1838 nach Kronach zurückgekehrt war, die hübsche 21 Jahre alte Wirtstochter, deren Bild im Museum hängt, in Kronach zum Traualtar. »Fanny« schenkte ihm fünf Kinder. Am Leben blieben nur zwei Söhne, Joseph und Eduard, die beide nach Amerika auswanderten. Kaims erste bestellte Arbeit war ein Ölbildnis: »Wie der liebe Herrgott am Sonntag morgen durch den Wald schreitet«, womit er 50 Gulden erzielte. Später übernahm er Gemälderestaurationen für Kirchen, so zum Beispiel in Marienweiher, Glosberg und Bamberg.

Brücke zur Vergangeheit Verfolgen wir heute das Ringen dieses Künstlers, so müssen wir sehr bald feststellen, dass seiner Kunst im Allgemeinen zunächst kein sonderlich großes Interesse entgegengebracht wurde. Lediglich die Stadt und einige wohlhabende Bürger erwiesen sich als Mäzene. Etwas später traten

auch die Kirchen in den Kreis der Auftraggeber. Erst ab 1847 besserte sich seine wirtschaftliche Lage, indem er die Leitung der neu gegründeten »Volkszeichnungsschule« übernahm. Dies war die Keimzelle der Kronacher Berufsschule, die heute ja seinen Namen trägt. Der Plan zur Errichtung einer städtischen Zeichnungsschule bestand schon ab 1835, aber erst am 14. Juli 1843 wurde beschlossen, im vormaligen Franziskanerkloster ein Zimmer hierfür einzurichten und Lorenz Kaim mit einem Jahreshonorar von 60 Gulden anzustellen. Schon hoch betagt, übernahm er 1879 den Zeichenunterricht an der Real-, 1880 an der Präparandenschule bis 1885. Als Künstler und Zeichenlehrer von Format legte er am 15. November 1885 seinen Pinsel für immer aus der Hand. Sein künstlerischer Nachlass wurde versteigert. Doch viele Zeichnungen konnten später für das Stadtmuseum zurück erworben werden. Das Lebensbild des Künstlers, dem sicherlich erfolgreichsten Kronacher Maler nach Lucas Cranach, ist gekenn­ zeichnet durch Einfachheit, Beschei­ denheit, Ergebenheit, Talent und zähen Fleiß. Die Kronacher haben ihrem berühmten Sohn viel zu verdanken. Er hat durch seine Stadtansichten eine Brücke zur Vergangenheit, zu den Wurzeln ihrer Vorfahren gebaut. Text und Repro: Gerd Fleischmann

Auf den talentierten jungen Maler wurden die Kronacher Stadträte und die Bürgerschaft sehr bald aufmerksam. Sie erkannten sein Talent und gewährten ihm Unterstützung aus der Assessor-Wagner`schen Stiftung, mit deren Hilfe er die »Königlich Baye­ rische Akademie der bildenden Künste« in München besuchen konnte. Kaim revanchierte sich gegenüber seiner Heimatstadt mit dem berühm­ ten Ölgemälde »Die Stürmung Cronach«. In München hatte Lorenz Kaim, wie Bild rechts: Kronacher Gesamtansicht von 1842

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Brauchtum & Tradition

Einmaliger Brauch an Fronleichnam in Deutschland Fahnenschwingen in Wallenfels erinnert an die Wirren des Dreißigjährigen Krieges

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o, wie seit Jahrhunderten, ist Fronleichnam für die Bürger der Stadt Wallenfels und für das Umland eine Besonderheit. Eine Besonderheit deshalb, weil man in der Stadt an der Wilden Rodach die Tradition der Vorfahren kraftvoll erhält, weil sie auf das Engste verbunden ist mit ihrer so leidvollen Geschichte. Das Fahnenschwingen auf der Schwedenbrücke, das auf das verliehene Ehrenrecht aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurückgeht, ist bis heute ein Zuschauermagnet geblieben. Im Festkranz der katholischen Kirche ist das Fronleichnamsfest ohnehin wohl das schönste und prunkvollste. Zehn Tage nach Pfingsten wird das allerheiligste Altarsakrament aus der Stille und Geborgenheit der Kirchen durch die Straßen und die Fluren getragen. Mit den traditionsbewussten Wallenfelsern ist mit diesem Fest noch eine uralte Verpflichtung verbunden, nämlich das so genannte »Ausrücken« und die Begleitung des Allerheiligsten durch die Ehrenkompanie der Soldatenkameradschaft in

farbenprächtiger altbayerischer Uniform mit Raupenhelm und Gewehr. Dies wurde durch eine Verordnung des seinerzeitigen Fürstbischofs, Melchior Otto von Bamberg im Dreißigjährigen Kriege ergänzt, die besagt, dass die Wallenfelser ihre »Schwedenfahne« während der Fronleichnamsprozession dreimal auf einer Brücke vom würdigsten Bürger zu schwingen haben. Das Recht des Ausrückens des ehemaligen Veteranenvereins als Vorgänger der jetzigen Soldatenkameradschaft wurde noch schriftlich fixiert durch eine Verordnung von König Ludwig II. von Bayern

im Jahre 1871. Diese Tradition haben die Wallenfelser in ununterbrochener Folge, mit Ausnahme weniger Kriegsjahre, aufrechterhalten. Und sie sind mächtig stolz darauf. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es nicht leicht, die alten Verpflichtungen wieder zu erfüllen, zumal im Zuge der »Entmilitarisierung« alte kostbare Uniformen des Veteranenvereins abhanden gekommen waren. 1949 wurde nach dem Völkermorden zum ersten Mal auf Initiative des seinerzeitigen Bürgermeisters Hans Engelhardt die inzwischen renovierte Schwedenfahne in der Prozession wieder mitgeführt. Diese Einmaligkeit fand bundesweit viel Beachtung. Bereits 1953 wurde der historische Akt der Fahnenschwenkung auf der Schwedenbrücke und Ausschnitte aus der Prozession für die Wochenschau gefilmt. Im Jahre 1963 war aus diesem Grunde erstmals das Fernsehen in Wallenfels, das 1954 zur Stadt erhoben wurde, präsent. Bei aller Freude und Begeisterung für diesen alljährlichen festlichen Auftritt steckt hinter dem historischen Ritual eine blutige Begebenheit aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der über Europa unendlich viel Leid und Elend gebracht hat. Bei der Belagerung Kronachs durch die Schweden von 1632 bis 1634 mit vier Angriffen, erbat die Hauptmannschaft der Stadt von der damaligen Vogtei Wallenfels Hilfe. Diese entsandte einen Trupp bewaffneter Bürger in die Lucas-

Bild rechts: Geschick mit Kraft verband das Stadtratsmitglied Alexander Brehm 2003 bei der Zeremonie des Fahnenschwenkens. 8

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Brauchtum & Tradition Bild rechts: Mit großem Engagement bereichern alljährlich die Trommler die Wallenfelser Fronleichnamsprozession.

Cranach-Stadt. Unterwegs, es soll bei Fischbach-Vogtendorf gewesen sein, stießen die Wallenfelser auf den Feind. Beim Anblick des zahlenmäßig überlegenen Gegners war es wohl manchem der sonst Tapferen nicht ganz wohl zumute. Doch der wackere Fahnenträger entrollte seine Fahne, schwang voll Ingrimm das Banner und stürmte voran. Die Schweden waren über den Mut des Fahnenträgers und der mitstürmenden Bür­ ger so er­schrocken, dass sie die Flucht ergriffen. Eine auf den Fahnenträger angelegte Flinte wurde jedoch noch zur Ent­ zündung gebracht. Der tödlich getrof­fene Wallenfelser bat noch im Sterben seine Frau – die Frauen begleiteten damals ihre Männer im Krieg –, die Fahne ja in Sicherheit zu bringen. Die Frau versteckte sie dann nach der Rückkehr im seinerzeitigen Waldenfels unter einem Steg, der heutigen Schwedenbrücke und holte sie, als einigermaßen Ruhe und Frieden herrschte, wieder hervor. Bleibt noch anzumerken, dass die »Schwe­ dischen« den Flößerort in Schutt und Asche legten und in den Jahren 1633 sowie 1634 auf brutalste Art und Weise 17 Frauen und Männer, darun­ter Bürgermeister Hans Stöcker, töteten. Zum Dank für die Unterstützung durch die Wallenfelser ordnete der Statthalter von Kronach an, die »Schwedenfahne« in Ehren zu halten und diese alljährlich an Fronleichnam über der Schwedenbrücke dreimal zu schwenken. Bis heute hat sich dieser Brauch erhalten, wenngleich die Zeremonie auch nicht mehr mit der Originalfahne aus dem 17. Jahrhundert durchgeführt wird. Diese musste mehrmals restauriert werden. Später wurde das Emblem, ein lachsfarbener Löwe mit goldener Krone, aus der ursprünglichen Fahne herausgetrennt und in ein neues Fahnentuch eingenäht. Die Wallenfelser Fronleichnamspro­ KRONICHER. | Ausgabe Mai 2013

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zession ist bis heute eine Attraktion geblieben. Schon in den frühen Morgenstunden wird die Gemeinde mit Böllerschüssen geweckt. Begleitet wird die gesamte Zeremonie außerdem von weiteren Böllerschüssen. Soldaten der Ehrenkompanie, die Pioniere, die Infanterie und die Marine unter der Leitung eines Hauptmannes sowie der Tambourzug mit dem Tambourmajor machen sich daraufhin auf den Weg, um Bürgermeister, Schwedenleutnant und Schwedenfähnrich abzuholen. Vorneweg marschieren die Ulanen mit dem Husar in besonders schmucken Uniformen, zu denen der Tschako oder die Helme mit weißen Federbüschen gehören. In der Zwischenzeit begeben sich die Gläubigen auf den Weg in die Kirche, von wo aus sich die Prozession zu den vier, mit Blumen liebevoll ge­ schmückten Altären in Bewegung setzt. Die ehrenvolle Aufgabe des Schwedenfähnrichs übernimmt jeweils das jüngste Stadtratsmitglied. Sollte sie sich jedoch beim Schwenken verwickeln, so würde laut einer Überlieferung ein Krieg bevorstehen. Dies hat es bisher erst zweimal gegeben, nämlich 1914 und 1939. Deshalb wird von den vielen Zuschauern ent­ lang der Schwedenbrücke dieses Ritu­ al mit großer Aufmerksamkeit und Spannung verfolgt. Das Mitwirken der örtlichen Kulturträger während der

Prozession ist ebenfalls eine Selbst­ verständlichkeit. Der farbenprächtige Auftritt mit historischem Hintergrund hat trotz mancher Werteverluste in unserer Gesellschaft auch weiterhin eine Zukunft, denn die große örtliche Vereins­gemeinschaft, an der Spitze die Soldatenkameradschaft, sorgt alljährlich mit großem Engagement dafür, dass die Fronleichnamspro­ zession ein kirchlicher Höhepunkt im Reigen der Wallenfelser Veranstaltungen bleiben wird. Text und Fotos: Gerd Fleischmann

Bild rechts: Alljährlich werden in dem Flößerstädtchen an Fronleichnam prächtige Altäre aufgebaut. 9


Veranstaltung

30.05. bis 02.06.2013

100 JAHRE MUSIKVEREIN TETTAU E.V.

Am Festwochenende vom 30.05. bis 02.06.2013 feiert der Musikverein Tettau im Rahmen eines Kreismusikfestes sein 100-jähriges Bestehen. Hier blickt der Verein auf eine bewegte und erfolgreiche Zeit zurück. Gründung Der Musikverein wurde am 08.Juli 1913 von sieben Männern gegründet. Der Musikverein stellte sich die Aufgabe, die »Musik gemeinschaftlich zu pflegen und zu fördern«. So wurden Tanzveranstaltungen und Konzerte abgehalten, es gab sowohl eine Streichmusik wie auch eine Blechmusik. Ebenso besuchte man Musikfeste in der Umgebung, zum Beispiel in Judenbach, Neuenbau, Wurzbach, Öslau, Kehlbach, Oberlind, Hasenthal, Windheim und Lauscha. Die Kapelle erfreute sich großer Beliebtheit, auch gestaltete sie die örtlichen Aufgaben mit. Diese Zeit war geprägt durch wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Musiker mussten sich ihre Instrumente vom » Munde absparen«. 10

Am 30. Juni 1934 gründete sich der Verein neu und musste die Statuten des Reichsbundes deutscher Volksmusik anerkennen. Die Kriegswirren hinderten den Verein daran, seine musikalische Qualität zu verbessern. Ebenso hielt der Kriegstod Einzug in den Reihen der Mitglieder.

Die Nachkriegszeit Nach Gefangenschaft, Wirtschaftsniedergang und personellen Schwierigkeiten nahm man die Musiktätigkeit wieder auf. Am 31. August 1947

fand die Wiedergründung statt. Die Nachkriegszeit war für den Verein sehr fruchtbar, besonders waren die Operettenaufführungen, die weit und breit ihres gleichen suchten. Außerdem konnte der Verein seine Leistung durchgehend steigern, worauf er bei Musikfesten meist in der Ober- und Kunststufe antrat. Am 25. und 26. Juni 1953 feierte der Verein sein 40-jähriges Bestehen. Hervorzuheben ist, dass hier letztmalig die Musikfreunde aus Lauscha und Neuhaus in die Bundesrepublik einreisen durften. ANZEIGE

Wir bilden Dich aus. Wir sind der führende Formenbauer für die Glasindustrie in Deutschland. Seit 1935 fertigen wir Formen für unsere internationalen Kunden. Aus unseren Formen werden die Flaschen für Dein Parfüm oder Dein Lieblingsgetränk produziert. Wir brauchen junge, begabte Menschen wie Dich – dann können wir langfristig eine gemeinsame Zukunft planen. Hast Du Interesse an einer Ausbildung, dann wende Dich einfach an: Frau Gabi Löffler, Telefon: 09269 982-17 oder g.loeffler@zitzmann.com Zitzmann GmbH & Co. KG Schauberger Str. 11 - D 96355 Tettau

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Veranstaltung Der Verein fuhr in den nächsten Jahren auf der konzertanten Schiene fort, langsam machte sich jedoch das Generationsproblem und Überalterung bemerkbar. Das 50-jährige Bestehen feierte man in der Turnund Festhalle, wo dem Verein von NBMB-Präsident Georg Bayer die Verdienstmedaille in Gold am weißblauen Bande überreicht wurde. Der langjährige Dirigent Paul Reuter erkannte 1963 das Nachwuchsproblem und gründete eine Jugendkapelle, in der schnell über 25 Leute in Ausbildung waren.

Ein neues Konze�t Unter der Vorstandschaft von Dietmar Schmidt und Dirigent Gerhard Heinz konnte man Musiker, darunter auch junge Damen, wieder neu begeistern. Man änderte das Konzept und nahm sich auch der volkstümlichen Musik an. Es folgten viele Auftritte im oberfränkischen Raum, wie z.B. 10 Tage Volksfest in Hof. Schließlich entschloss man sich 1982, die erste LP aufzunehmen. Es folgten bis 1999 drei weitere Produktionen. Auch der Rundfunk wurde auf die Kapelle aufmerksam, spielte Titel aus den Produktionen und verpflichtete den Verein auch für Live-Übertragungen. 1993 feierte man das 80-jährige Bestehen gebührend, hier spielte neben anderen Kapellen auch German Hofmann mit seinen Ochsenfurtern. Das Jahr 1995 stand ganz im Zeichen einer Musikreise über den großen Teich. Der Parademarsch bei der Steubenparade im Herzen von New York ging unter der Leitung von Wolfgang Milich die 5th Avenue hinab und am Central Park vorbei. Für Musiker und mitgereiste Fans war dies ein besonderes Erlebnis, ebenso der Marsch aus dem Central Park heraus vor der Zechgemeinschaft Neukenroth. Ein Abstecher nach Washington beschloss die Reise. 2003 feierte man das 90-jährige

Bestehen mit einem Kreismusikfest, an dem letztmals German Hofmann mit seinen Ochsenfurtern auftrat. Ein weiterer Höhepunkt war der Große Zapfenstreich des Symphonischen Jugendorchesters Küps. Im Jahr 2005 erspielte sich die Kapelle beim Landesmusikfest 2005 in München einen 1. Rang beim »Böhmisch-Bayrisch« Wettbewerb.

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Rückblicke Auch muss man auf besondere Ereignisse zurückblicken, die zur besonderen Geschichte des Vereins gehören. Zum einen Teil auf besondere Persönlichkeiten, die den Verein in den letzten Jahren mit

formten, wie z.B. Gerhard Heinz, Siegfried Grebner, Günter Pohl, Heiko Schulze. Wir können auch mit einer langjäh-

Bild rechts: Die Jugendblaskapelle im Jahr 1963

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rigen Vorstandschaft aufwarten, die in fast allen Positionen den Verein viele Jahre lang erfolgreich führt, allen voran 1. Vorsitzender Dietmar Schmidt. Zum anderen Teil denkt man an viele Feste und Partnervereine, bei denen wir mit unseren musikalischen Leistungen sehr viele Freunde und Anhänger fanden, wie z.B. Auftritte in und um Burgholzhausen, Leck und Eckernförde, Kronach Singkreis Tettau, Männerchor Judenbach, Werkschor Gerresheimer, Schützenverein, Sportverein und den vielen Vereinen aus unserer Marktgemeinde und dem Landkreis Kronach u.s.w.. Wenn man unsere Homepage öffnet und schaut auf die fleißig laufende Sanduhr, kann keiner glauben, dass unser Jubiläumsfest schon so nahe ist.

Unser Jubiläum Im Namen des Musikvereins Tettau e.V. möchten wir Sie Alle recht herzlich zu unserem Jubiläumsfest einladen. Für dieses Ereignis hat der Festausschuss ein hochkarätiges Festprogramm aufgestellt. Den ersten wichtigen Termin sollten Sie sich schon jetzt vormerken. Am Samstag, den 04.Mai 2013 um 19.00 Uhr findet in der Festhalle unser Jubiläumskonzert mit Ehrungen statt. Das Konzert wird gestaltet vom Männerchor aus Judenbach und natürlich mit der Tettauer Blasmusik. Herzliche Einladung an alle Bürger, gerne auch verbunden mit Grußworten von Vereinen aus der Marktgemeinde. Die Festtage fin12

den dann in einem großem Zelt mit Holzfußboden hinter der Teichanlage statt.­

Programm Am 30.05.2013 startet das Fest mit einem »Dadner Heimatabend« und Showeinlagen. Umrahmt wird der Abend durch den Musikverein Schauberg und die Rennsteigkapelle Kleintettau. Ein Jugendabend mit der Band »Fristlos« schließt sich dann am Frei­ tag an. Absolutes Highlight wird dann der Samstag, 01.06.2013 sein. Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten geben in Tettau im Rahmen ihrer Europatournee ein Konzert ab 20.00 Uhr bei uns im Festzelt. Ein Muss für alle Fans der Egerländer Blas­musik und das zu einem Superpreis. Sie können über verschiedene Vorverkaufsstellen die Karten für dieses Highlight zu einem VVK-Preis von nur 23,- Euro erwerben. Der Festsonntag, 02.06.2013, beginnt ab 9.30 Uhr mit einem ökumenischen Festgottes­dienst und anschließendem Frühschoppen. Der Nachmittag steht dann im Zeichen der Blasmusik aus dem Landkreis Kronach. Über 20 Kapellen und Ortsvereine schaffen dann eine große Kulisse zu unserem Kreismusikfest anlässlich des Jubiläums unserer Kapelle. Aus drei verschieden Richtungen bewegt sich der große Marsch zum Vorplatz der evangelischen Kirche, wo dort der Massenchor stattfinden und dann gemeinsam wieder gen Festzelt marschiert wird. Im Laufe des Nachmittags wird Sie dann noch der

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Musikverein Neukenroth und abends die Blaskapelle Buchbach bestens unterhalten. Eine große Tombola mit tollen Preisen rundet das Jubiläum dann noch ab. Ein großer Zapfenstreich­mit dem Symphoni­schen Jugendblas­ orchester aus Küps - wie schon vor 10 Jahren - wird dann im Park und am Marktplatz das Jubiläum würdig beenden. Der Marsch bewegt sich vom Teich um das Gasthaus Possecker zum Marktplatz. Mit einer eigens für uns komponierten Polka »Böhmische Jubiläumsgrüße« von Holger Mück haben wir eine ewige Erinnerung an unser 100-jähriges Bestehen. Text: Musikverein Tettau e.V.

Donnerstag, 30.05. »Dadner Heimatabend« und Show­ einlagen. Umrahmt wird der Abend durch den Musikverein Schauberg und die Rennsteigkapelle Kleintettau Freitag, 31.05. Jugendabend mit der Band »Fristlos« Samstag, 01.06. 20 Uhr Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten Sonntag, 02.06. 9:30 Uhr ökumenischer Gottes­ dienst anschließend Frühschoppen Am Nachmittag Kreismusikfest

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Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten Nach der grandiosen Erfolgstournee »Lebens­ freude« mit über 100 erfolgreichen Konzerten in Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien, Belgien und Holland, sind »Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten - Das Original« wieder live zu erleben. Mit »Liebe zur Musik«, so der Titel des neuen Tourneeprogramms, bringen die beliebten Musiker das Entscheidende, was sie mit ihrem Publikum verbindet, auf die Bühnen. In den 56 Jahren ihres Bestehens (seit der Gründung durch Ernst Mosch und einigen Mitmusikern) wurden »Die Egerländer Musikanten« zum bekanntesten, einem der belieb­ testen, vielleicht besten, mit Sicherheit aber erfolgreichsten Blasorchester der Welt. Die Liebe zu ihrer Musik hat sie dabei immer begleitet, motiviert, schöne Momente auf der Bühne sowie beim Zuhörer erleben lassen. Dabei steht nicht nur die Perfektion der musikalischen Darbietung im Vordergrund, unübertroffen sind vor allem Elan und Spielfreude, mit der Ernst Hutter und seine Musiker ganz im Geiste Ernst Moschs alles für ihr Publikum geben. Hier lebt er weiter: der Spirit der »Original Egerländer Musikanten«. Fühlen Sie wie Ernst Mosch: »Wir sind Kinder von der Eger!«, denn wie sagt Ernst Hutter so richtig: »Das sind die großen Hits und Schätze unserer Tradition, im Einklang mit den neuen Erfolgskompositionen.« Und genau dies ist auch das Rezept des neuen Programmes: Alte Kompositionen aus der Anfangszeit der Egerländer wie z.B. »Egerländer Marsch«, »Wachtelpolka«, »Der Buntspecht«, »Rosenblüten Walzer«, »Ohne Liebe geht es nicht«. Evergreens wie »Drei weiße Birken«, »Rosa­ munde« , »Eva-Marie«, »Liebe fürs ganze Leben« u.a. Dazu kommen die größten Hits wie »Rauschende Birken«, »Böhmischer Wind«, »Astronautenmarsch« , »Egerland – Heimatland« ins Programm wie auch unter Ernst Hutter nun gewohnt, neue Klänge und eigene Kompositionen mit großartigen Solisten, wie z.B. »Egerländer Trompetensterne«, »What a wonderful world« , »Hora Staccato«, »Memory Ernst Mosch«oder aber auch »Gedanken an Dich«. Erleben auch Sie, mit welcher Liebe zur Musik »Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten – Das Original« ihre Konzerte wahr­ haftig zelebrieren, ein emotionales Feuerwerk der Töne und Klänge auf der Bühne abbrenKRONICHER. | Ausgabe Mai 2013

nen. Ein Konzerterlebnis, das alle Sinne an­ spricht und jeden Besucher davon überzeugt : » Das Feuer brennt weiter!«

Kartenvorverkauf: www.live-kartenshop.de 09269-980500

Text: Künstler- und Konzertmanagement Preisinger

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Sport

‘Ludscht’ goes Bezirksliga

Nach dem 4:0-Sieg gegen die zweite Mannschaft des FC Burgkunstadt am 26. Spieltag der Kreisliga Kronach steht die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Gehring bereits frühzeitig als Meister der Kreisliga Kronach fest. KRONICHER. gratuliert dem neuen Titelträger und wünscht für die Aufgabe in der Bezirksliga alles Gute.

D

ie Dominanz, mit der die RotWeißen aus Ludwigsstadt die Kreisliga 2012/13 beherrschten, war so ganz sicherlich nicht zu erwarten. Zum engeren Favoritenkreis, der sich um die ersten beiden Plätze streiten würde, hatte man das Team von Stefan Gehring gewiss nicht zu Unrecht 14

benannt. Dass die Mannschaft um Top-Torjäger Florian Fischbach aber nicht nur aufgrund dessen Treffer, sondern durch konstant gute spielerische Leistungen die anderen Teams in solcher Art und Weise auf Distanz halten würde, ist und bleibt eine Überraschung. Der Vergleich zum großen Rekordmeister aus der Landeshauptstadt darf hier erlaubt sein.

Beeindruckende Statistiken Nach dem Meisterstück gegen den FC Burgkunstadt liest sich die Erfolgsbilanz des TSV Ludwigsstadt nahezu makellos, allerdings bleibt festzuhalten – mit einem Augenzwinkern ist das hier erlaubt –, dass der neue Kreisligameister unter einer eklatanten Heimschwäche leidet. Ja, tatsächlich wurden alle fünf bisher nicht geholten Punkte an der Loquitz abgegeben. Das heißt andererseits aber auch, dass die Gehring-Truppe in der Ferne nach Belieben und aus-

nahmslos Dreier eingefahren hat. Und außerdem, dass sie einen Torjäger hat, der bereits jetzt die 50erMarke erreicht und maßgeblichen Anteil daran hat, dass der TSV am Ende wohl im dreistelligen Bereich enden wird. Abseits der nackten Zahlen ist das Herausragende aber wohl vor allen Dingen, dass sich Mannschaft und Verein nicht von ihrem Weg haben abbringen lassen und die Konkurrenz Woche für Woche vergeblich auf einen Ausrutscher oder gar einen längerfristigen Einbruch hoffte. Abteilungsleiter Andreas Wohlfahrt resümmiert den Meistertitel folgendermaßen: » Ich war emotional sehr ergriffen von der Situation und war verdammt stolz auf das, was wir da geschafft haben. Ich habe im Fußball schon sehr viel erlebt, aber in solchen Momenten fällt zunächst sehr viel Anspannung und Nervosität von einem ab und man fühlt sich erleichtert oder – wie man immer so schön sagt – auf ›Wolke Sieben‹. Dass wir die Liga in dieser Art und Weise KRONICHER. | Ausgabe Mai 2013


Fotos: Jens Gundermann

dominieren würden, kam denke ich für alle Verantwortlichen überraschend. Eigentlich sollte das Spieljahr 2012/13 als Findungsjahr mit dem neuen Trainergespann dienen. Dies war aber auf Grund der Persönlichkeit Stefan Gering nicht notwendig, denn Mannschaft und Trainer waren von der ersten Woche an bereits eine Einheit und arbeiteten hervorragend zusammen. Das von Vorgänger Thomas Lipfert praktizierte Spielsystem wurde noch mehr perfektioniert und unser größter Vorteil in dieser Saison war meiner Meinung nach die körperliche Fitness der gesamten Mannschaft. Hatten wir letztes Jahr noch die wichtigen Spiele gegen die so genannten Großen der Liga immer in den letzten Minuten knapp verloren, waren wir heuer in fast allen Spielen die Mannschaft mit dem längeren Atem. Für einen Neuling steht sportlich natürlich zunächst der Klassenerhalt als Ziel für die neue Saison. Das Niveau der Bezirksliga ist wesentlich KRONICHER. | Ausgabe Mai 2013

höher als das der Kreisliga, so dass diese Aufgabe schwer genug werden wird. In Zusammenarbeit mit unserem Trainer werden wir jetzt Einzelgespräche mit den Spielern führen und hoffen natürlich darauf, dass wir die Mannschaft zunächst mal ohne Abgänge zusammen halten können. Wir werden sicher auch über Ergänzungen auf gewissen Positionen sprechen und auf den einen oder anderen Spieler zugehen, um den Kader qualitativ zu verbessern und dem Ziel Klassenerhalt gerecht zu werden. Große Anstrengungen werden wir auch im Umfeld unternehmen, um auch dieses dem Niveau Bezirksliga anzupassen.« Einen besonderen Dank möchte Wohlfahrt an dieser Stelle an die »Ludschter« Zuschauer richten. Mit durchschnittlich 175 Zuschauern pro Spiel hatte man große und lautstarke Unterstützung bei jedem Heimspiel und auch alle anderen Vereine haben sich gefreut, wenn die »Ludschter« mit einer Vielzahl von

Anhängern zu Gast waren. Auch der erste Vorsitzende des TSV, Thomas Häring, schaut positiv nach vorne: »Wir haben uns natürlich sehr für die Mannschaft gefreut, die viel gearbeitet hat und diesen großartigen Erfolg verdient hat. Ein besonderes Erlebnis war, dass wir die drei letzten Punkte zur Meisterschaft vor unserem phantastischen Publikum bei einem Heimspiel holen konnten. Natürlich wird die Bezirksligasaison sehr schwer für uns, aber wir werden zuversichtlich diese Aufgabe angehen. Wichtig ist, dass wir unser jetziges Niveau halten bzw. noch verbessern können. Im Umfeld wird sich auch einiges tun, so steht z.B. eine aufwändige Platzsanierung an.« von Carlo Fehn

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KRONICHER. Ratgeber

Schöner Wohnen

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Richtige Planung von Anfang an akz-o Ob Neubau oder Renovierung – das Gestalten der eigenen vier Wände macht Spaß, ohne Zweifel. Doch sollte gerade bei der Treppenkonstruktion immer das sichere und angenehme Begehen im Vordergrund stehen. Schließlich ist jede Treppe eine beständige sowie zukünftig häufig genutzte Investition, die Sicherheit und Langlebigkeit garantieren muss. Richtige Planung von Anfang an Neben den ganz persönlichen Aspekten ist deshalb bei der Gestaltung von vornherein auch die Einhaltung aller Normen und Vorschriften von Bedeutung. Das CE-Kennzeichen gewährleistet diesen Anspruch. Dennoch werden bei den Wünschen des Bauherrn, meist aus Mangel an Fachkenntnissen ob der technischen Möglichkeiten, mitunter gewagte Konstruktionen realisiert. Durch die Wahl eines fachlich kompetenten Treppenbauers lassen sich die Risiken allerdings vermeiden. Maßgebend ist stets der Treppengrundriss. Mit der Modellreihe Bolero der Treppenmeister Partnergemeinschaft ist es gelungen, eine geprüfte Treppenkonstruktion zur Marktreife zu entwickeln. Vielfältigste Grundrissformen, die sich an schwierigste Gegebenheiten anpassen, lassen sich damit realisieren und fast keine Wünsche offen. Starre Treppenbauten gehören somit der Vergangenheit an. Eine reichhaltige Formenvielfalt bietet der Kreativität neuen Raum. Sowohl Holzarten als auch Stahl und Glas sowie Farben und Oberflächenstrukturen kommen zum Einsatz. Nur hochwertige Materialien und solide Verarbeitungen garantieren eine hohe Belastbarkeit. 16

Generell ist eine gute Beratung wichtig. So kann beispielsweise vor dem Kauf die bequeme Begehbarkeit am besten in den Treppenstudios der Hersteller getestet werden. Über 70 Fachbetriebe bieten handwerkliches Können und kreatives Know-how.

Weitere nützliche Informationen und Anregungen enthalten ferner der Ratgeber „Treppen-ABC“, der kostenlos angefordert werden kann über die Treppenmeister Partnergemeinschaft, Abteilung 7125, Emmingerstr. 38, 71131 Jettingen oder unter www.treppenmeister.com .

Treppenhäuser gestalten spp-o Nach einer Studie der Deutschen Energieagentur aus dem Jahr 2011 gibt es in Deutschland etwas mehr als drei Millionen Mehrfamilienhäuser. Sie werden fast alle eines gemeinsam haben. In jedem dieser Gebäude gibt es ein Treppenhaus und einen Flur. Und noch eines haben sie in der Regel gemeinsam. Die Treppenhäuser und Flure sind nicht gerade das Aushängeschild des Hauses. Für das Produktmanagement „Dekorative Innenwandtechniken“ bei Caparol (www.caparol.de) bieten Glasvliese wie FantasticFleece eine attraktive Alternative zur Beschichtung von Treppenhäusern. „Glasvlies ist auch unter dem Gesichtspunkt der Belastbarkeit eine gestalterische Alternative zum üblichen Rauhputz, weil es die Wandflächen schützt und sogar festigt. Es bröckelt bei hintenliegenden Verletzungen der Wand kein Putz ab, und statische Risse im Bauwerk werden überbrückt. Durch einen 2-fachen Lasurüberzug wird zudem die Reinigungsfähigkeit deutlich erhöht. Glas-

Foto: Caparol Farben Lacke Bautenschutz/spp-o

vliese sind bei Renovierungen im übrigen einfach zu überarbeiten und verbleiben festigend am Untergrund.“ Besonders heben die Spezialisten zudem die Gestaltungsmöglichkeiten hervor. „Das Material hat entweder einen Spezialaufdruck oder ergänzend eine Quarzstruktur, die dann durch Lasuren oder metallische Beschichtungen besonders betont werden. Das Ergebnis sind edle Oberflächen mit Tiefen- oder Strukturwirkung, die dem Betrachter eine individuelle Atmosphäre mit vielen Nuancen bietet.“ Der Maler hat hiermit die Möglichkeit, seinem Bauherren ein attraktives Produkt anzubieten.

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Gesundheit

KRONICHER. Ratgeber

Endlich ist Frühling! Für Heuschnupfen-Geplagte ist das nicht nur eine gute Nachricht. Denn jetzt fliegen wieder verstärkt Pollen. Was ist Heuschnupfen? Heuschnupfen gehört zu den allergischen Erkrankungen. Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeit des Körpers gegen normalerweise harmlose Stoffe. Der Körper setzt dabei alle zur Verfügung stehenden Abwehrmechanismen ein, um harmlose Stoffe abzuwehren, als wären es gefährliche Krankheitserreger und löst damit die typischen Heuschnupfen-Symptome aus. 1. Sensibilisierungs-Phase (verläuft unbemerkt): Der Allergie auslösende Stoff (Allergen, z. B. Pollen) gelangt durch die Luft auf die inneren Schleimhäute der Atemwege bzw. Augen und wird dort von bestimmten Zellen als Fremdkörper erkannt. Diese Zellen produzieren sofort spezielle Abwehrstoffe (Antikörper), die sich wiederum an sog. Mastzellen heften. Dort warten sie, ob die gleichen Allergene erneut in den Körper eindringen und werden dann aktiv. 2. Reaktions-Phase: Wenn die Allergene erneut auf die an die Mastzelle gehefteten Antikör­ per treffen, setzt die eigentliche allergische Reaktion ein. Diese führt dazu, dass in den Mastzellen gespeicherte Botenstoffe, vor allem Histamin, frei gesetzt werden. Wie ein Schlüssel-Schloss-Prinzip setzt sich nun das Histamin an empfangsbereiten Stellen im Körper fest: den Rezeptoren. Je nachdem, wo diese Reaktion erfolgt, wird die entzündliche Reaktion mit den typischen allergischen Symptomen in Gang gesetzt: Niesreiz, Jucken und Tränen der Augen, Rötung und Schwellung der Schleimhäute, erschwerte Atmung und manchmal auch Hautausschläge. Eine frühzeitige medikamentöse Behandlung ist sehr wichtig, um zu verhindern, dass sich Augen oder Nase dauerhaft entzünden (z. B. Bindehaut- oder Nasennebenhöhlenentzündung) und die Erkrankung fortschreitet. Unbehandelt kann sich die allergische Reaktion an Nase und Augen auch auf die Schleimhaut der Bronchien verlagern und ein allergisches Asthma hervorrufen. Man spricht dann von einem »Etagenwechsel«. Was verursacht Heuschnupfen? Ausgelöst wird Heuschnupfen in den meisten Fällen durch Blütenstaub, auch Pollen genannt. Pollen sind in eine dünne Hülle verpackte männliche Keimzellen von Blü­ tenpflanzen. Pollen kommen im Wesentlichen von Bäumen, Sträuchern, Gräsern und Kräutern. Diese Pflanzen produzieren riesige Mengen von Pollen, so z. B. der Blütenstand eines Haselnuss-Strauches ca. 2,5 Millionen und eine einzelne Roggenpflanze 21 Millionen Pollen. Auf Grund ihrer Leichtigkeit und geringen Größe werden sie durch Insekten oder mit dem Wind über weite Strecken, teilweise 300 bis 500 km, transportiert. Deshalb können Sie auch in Großstädte gelangen. Pollen haben je nach Pflanzenart einen Durchmesser von 10 bis 40 µm und sind mit bloßem Auge nicht sichtbar. KRONICHER. | Ausgabe Mai 2013

Bereits wenige Pollen reichen aus, um allergische Beschwerden zu verursachen und den Heuschnupfenprozess in Gang zu setzen. Beim Roggen sind das nur ca. 20 Pollen in einem Kubikmeter Raumluft, bei Birken 70 und bei Gräsern 40. Je höher die Pollenkonzentration ist, desto stärker sind die Beschwerden. An sonnigen trockenen Tagen mit mäßigem Wind oder in der ersten halben Stunde nach Beginn eines Frühlings- oder Sommerregens (wenn die auf dem Boden liegenden Pollen durch die Regentropfen aufgewirbelt wurden) ist die Pollenbelastung besonders hoch. Auf dem Land ist die Pollendichte in den frühen Morgenstunden am größten. In der Stadt dagegen in den Abendstunden! Heuschnupfen wird meist saisonal ausgelöst, während z. B. Tierhaare, Hausstaubmilben und Schimmelpilze zu den ganzjährigen (sog. perennialen) Allergieauslösern zählen. Hier finden Sie weitere nützliche Informationen zu anderen Allergien. Wie kann Heuschnupfen behandelt werden? Da viele Allergiker nicht die Möglichkeit haben, sich während der Pollensaison ausschließlich in pollenfreien Gebieten aufzuhalten und dadurch den Kontakt mit den Allergenen zu vermeiden (Allergenkarenz), empfiehlt­ sich eine lokale symptomatische Behandlung mit Medikamenten in Form von Nasensprays und Augentropfen. Bei starken Allergikern ist aber auch eine Hyposensibilisierung möglich. (Text: vividrin.de)

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Sport

Allianz für die Jugend SV Friesen und 1.FC Stockheim gründen eine Junioren-Fördergemeinschaft (JFG)

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it der Gründung der »JFG grün-weiß Frankenwald« wurde am Donnerstag, 18.04.2013, im Vereinsheim des FC Stockheim, ein neues Kapitel der Jugendarbeit der Fußballabteilungen in den zwei beteiligten Stammvereinen SV Friesen und 1.FC Stockheim eingeläutet. Die JFG ermöglicht den beteiligten Vereinen, sich im Großfeldbereich

von der U13 bis zur U17 zusammenzuschließen, ohne dass einer der beiden Stammvereine seine Jugendspieler durch einen Vereinswechsel verlieren wird. Zu Beginn der Gründungsversammlung begrüßte Versammlungsleiter Daniel Weißerth die anwesenden Personen und stellte die Tagesordnungspunkte vor.

Ein besonderer Gruß galt dem anwesenden ersten Bürgermeister Rainer Detsch und den Vorstandsvertretern der beiden Stammvereine. Zunächst erläuterte Daniel Weißerth die Beweggründe für die Gründung der JFG. Ausschlaggebend für den Schritt zur Gründung sei der immer größer werdende Nachwuchsmangel bei den Junioren-Mannschaften.

Foto: Karl-Heinz Wagner

Bild rechts: Der gewählte Vorstand des neuen Vereins mit v.l.: 1. Bürgermeister Rainer Detsch, 3. Vorstand Josef Geiger, 1. Vorstand Antje Düthorn, Beisitzer Timo Bachinger, Protokollführer Daniel Dietz, Beisitzer Robert Pötzinger, Kassier Daniel Weißerth, Pressewart Manfred Schwalb; es fehlt 2. Vorstand Alexander Graf

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Sport Es werde aufgrund des demografi­ schen Wandels immer schwieriger für die Vereine, in den einzelnen Altersklassen spielfähige Mannschaften zu melden. Mit Einführung von sogenannten Jugendfördergemeinschaften (JFG) hat der Bayerische Fußballverband seit einigen Jahren die Möglichkeit geschaffen, den Jugendfußball langfristig auf ein soli­ des Fundament zu stellen, indem die Kicker mehrerer Vereine in einer Mannschaft gebündelt werden können. Aufgrund der größeren Anzahl von Kindern ist es dann möglich, ein auf die Fähigkeiten der Kinder abgestimmtes Training anzubieten. Zudem behält eine Mannschaft der JFG im Gegensatz zu Spielgemeinschaften ihre Aufstiegsrechte. Hierdurch können stärkere Spieler auch in den Heimat-Vereinen gehalten werden.

Eigenständiger Verein Im Anschluss daran gab Timo Bachin­ ger noch einige Informationen über die bisherige Zusammenarbeit der beiden Vereine und stellte dabei fest, dass ein solches Vorhaben gut vorbereitet und durchdacht sein muss. Schließlich wird die Jugendfördergemeinschaft als eigenständiger Verein geführt. Es müssen also auch bei der Neugründung die Richtlinien und Bestimmungen des BFV und BLV erfüllt sein. In seinem Grußwort stellte Bürgermeister Rainer Detsch die Wichtigkeit der Basisarbeit im Juniorenbereich heraus und dankte den Verantwortlichen für die engagierte Arbeit und wünschte der JFG ein gutes Gelingen und eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Daniel Weißerth stellte danach fest, dass beide Gründungsvereine mit dem Beitritt zur JFG grün-weiß Frankenwald einverstanden sind, eine schriftliche Bestätigung lag vor. Auch die Gründungsmitglieder, die in ausreichender Anzahl vertreten waren, beschlossen dann einstimmig den Beitritt zur JFG. Der Name »JFG grünweiß Frankenwald« wurde einstimmig KRONICHER. | Ausgabe Mai 2013

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befürwortet. Als nächstes beschloss die Mitgliederversammlung einstimmig die Eintragung in das Vereins­ register, der neu gewählte Vorstand muss zeitnah für die Eintragung Sorge tragen. Anschließend wurde akribisch die ausgearbeitete Vereinssatzung vorgelesen und auch erläutert. Dabei wurden seitens des anwesenden Rechtsanwaltes Josef Geiger wichtige und sinnvolle Ergänzungen bzw. Anmerkungen mit aufgenommen. Die Satzung wurde daraufhin einstimmig angenommen und verabschiedet. Danach wurde ausführlich die Finanz­ ordnung besprochen und ebenfalls einstimmig angenommen. Als nächster wichtiger Punkt wurde seitens der Mitgliederversammlung der Beitritt zum BFV und BLSV einstimmig befürwortet. Gemäß der Satzung der »JFG grünweiß Frankenwald« wurde die Wahl der Vorstandschaft per Akklamation durchgeführt. Erster Bürgermeister Rainer Detsch führte die Wahl in kompetenter und sehr zügiger Weise durch. Die Gewählten haben die Wahl angenommen. Danach bedankte sich der erste Vorstand, Antje Düthorn, für das ihr entgegengebrachte Vertrauen und besonders bei Daniel Weißerth und Timo Bachinger für die tolle Vorarbeit, die sie zur Gründung

der JFG geleistet haben. Beim ersten Bürgermeister Rainer Detsch bedankte sie sich für die Unterstützung und wünschte der JFG ein gutes Gelingen und vor allem eine gute Zusammen­ arbeit. Auch Josef Geiger bedankte sich seitens des SV Friesen für die tolle Arbeit, die im Vorfeld der Neugründung geleistet wurde und stellte noch mal die Wichtigkeit der JFG heraus und dass die Vereine, Spieler und Spielereltern vorbehaltlos und loyal zur JFG stehen müssen, dann werden auch harmonische und erfolgreiche Jahre bevorstehen. Mit diesem passenden Schlusswort beschloss Daniel Weißerth die harmonische Grün­ dungsversammlung. von Manne Schwalb

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Aus den Gemeinden

»Wuschelkuh« Verona eröffnete die Kälberankunftszeit in Kleintettau

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ie ersten Knospen sind erwacht, das Gras fängt zaghaft an zu wachsen, der Frühling ist endlich da! Grund genug, der Welt »Hallo« zu sagen. Das beschloss am Dienstag, 23.04.2013, morgens um 7.30 Uhr Bullen-Kalb Conrad. Seine Mutter, Hochlandrinderkuh Verona, brachte ihr Kalb völlig selbständig zur Welt. In den nächsten Wochen bekommt er noch 35-40 Spielkollegen, mit denen der kleine schwarze Kerl auf den Wiesen rund um Kleintettau in einer ca. 130 Rinder umfassenden Herde wild, frei und glücklich aufwachsen kann. Text: Ute Schaller

Bild rechts: hinter dem Baum bestaunt eine braune Hochlandrinderkuh das neue Kalb, das das erste Mal auf allen Vieren steht

Auf den zweiten Blick Schauen Sie genau hin und gewinnen Sie ein handsigniertes Exemplar des neuen Kronacher Regionalkrimis »Der letzte Blick«.

Wo be�indet sich der Fotogra�?

Schicken Sie Ihre Lösung per E-Mail an: redaktion@kronicher.de Betreff: »Bilderrätsel« Freuen Sie sich auf den neuen Kronacher Regionalkrimi »Der letzte Blick«. Der unter den Einsendern der richtigen Lösung ermittelte Gewinner bekommt ein handsigniertes Exemplar von Hauptkommissar Pytliks viertem Fall! Lösung April 2013: Windheim Gewinner April 2013: Florian Dötschel aus Mitwitz

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Mein Rezept für den Landkreis

S�inat-Lachs-Rolle �on Ulrike Schulz aus Steinbach am Wald

Sie hier? Ganz einfach! Schicken Sie uns Ihren RezeptTipp an: redaktion@kronicher.de Betreff: Mein Rezept Ein aktuelles Foto (Auflösung 300 dpi) sollte ebenfalls dabei sein.

Zutaten: • 5 Eier • 1 Pc�. Rahmspinat • Sal� • P�e��er • Dill • 1 Frisch�äse mit Meerrettich • 1 Pc�. Räucherlachs

Zubereitung: Die Eier mit dem aufgetauten Spinat vermengen, dann eine Prise Salz und Pfeffer und viel Dill dazu. Schnell ist ein Backblech mit Backpapier ausgelegt, darauf die Masse aus Eiern, Spinat, Salz, Pfeffer und Dill streichen.

vorsichtig alles an der Längsseite zusammenrollen. Danach in Alufolie einpacken und in den Kühlschrank legen, auch ruhig schon 8 Stunden vor dem Verzehr. Umso besser schmeckt es. Guten Appetit!

Zehn Minuten bei 200°C Oberund Unterhitze backen. Jetzt braucht man etwas Zeit! Die Masse muss dann auskühlen.

Ausschneiden und sammeln!

Danach nehmen wir den Frischkäse und streichen ihn auf die fest gewordene Masse. Danach den Räucherlachs auf dem Frischkäse verteilen. Jetzt

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Das allerletzte Interview

Mal ehrlich, Herr Löffler! Hans Löffler ist Pastoralreferent in Kulmbach und seit 19 Jahren Leiter des Jugendbildungshauses »Am Knock« in Teuschnitz.

Was steht auf Ihrem Frühstückstisch? Alles was die Kinder und Jugendlichen übrig gelassen haben, denn ich frühstücke meistens mit meinen MitarbeiterInnen nach dem Frühstück unserer Gäste. Ein Tag beginnt für Sie richtig gut, wenn... Ich vor dem Wecker aufwache, d.h. ich ausgeschlafen bin und die Sonne scheint. Wann waren Sie das letzte Mal im Kino? Ist schon lange her, vier oder fünf Jahre. Welcher Film? Keine Ahnung! Eigentlich schlimm! Vielleicht sollte ich doch mal wieder gehen!

Ihre Lieblingsfarbe? Blau. Die beeindruckendste Leistung, die ein Mensch vollbracht hat? Wenn man anderen verzeihen kann und selbst um Verzeihung bitten kann und so Neuanfänge ermöglicht werden. Welchen Traum würden Sie sich gerne erfüllen? Einmal mit dem Wohnmobil um die Nord- und Ostsee fahren. Wen würden Sie gerne einmal für einen ausführlichen Meinungsaustausch treffen und warum? Meinen Opa, der leider schon tot ist, weil ich noch viele Fragen habe zu den beiden Weltkriegen, die er miterleben musste.

Wie würden Sie in einer Pilsbar in Hamburg einem Nordlicht die »Kronicher« beschreiben! Brauchen awengerla; aber dann! Das letzte Buch, das Sie gelesen haben? Ken Follett, »Winter der Welt«. Sie dürften einen Werbeprospekt für den Landkreis Kronach mitgestalten. Welcher Slogan würde die Titelseite zieren und warum? »Dort wo die Natur zu Hause ist!« Weil es so ist und ich sehr froh und dankbar bin, dass ich hier leben darf. Was wäre Ihre Henkersmahlzeit? Ich glaube, ich hätte da auf nichts mehr Appetit! Vielen Dank für das Gespräch. Interview: Carlo Fehn ANZEIGE

Welches Thema in der Öffentlichkeit interessiert Sie im Moment am meisten und warum? Verwandte beschäftigen und Uli Hoeneß. 22

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Rock the r und Veran»Aus Jux und Tollerei«, sagt Initiato das entstanstalter Michael Zinner, sei damals ten Rockverden, was heute zu einer der kultigs es und des anstaltungen des oberen Frankenwald Landkreises Kronach geworden ist. Jahr Bereits zum 14. Mal findet in diesem statt, das Förtschendorfer Rock-Openair einen das einmal im Jahr an der B 85 für Ausnahmezustand sorgt. der die Und natürlich wird auch heuer wie n Songs Rockband FRISTLOS mit ihren fetzige ür, dass für super Stimmung sorgen und daf und größere die ganze Location und der neue Barbereich brodeln werden.


Epaper mai 2013