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www.kronicher.de Ausgabe 13 Juli 2012

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Kronach 13 - 22. leuchtet Juli

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Inhalt Event Kronach­leuchtet­2012­-­Lichtwelten:­­ ­ ­ Wohlfühlen, staunen, entdecken »Nordwald­Spektakulum«:­ ­ ­ ­ Historisches­Ereignis­zum­»Frieden­von­Nordhalben«

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Porträt Kersti­n­Löw: Oberfränkin mit ganzem Herzen!

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Gesellschaft­ Seniorenwohnanlage am Rauscherberg:­ »Carpe­Diem!«

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Historisches E����

Desaster im Haßlachtal vor 100 Jahren: Sprengung der Kohlenwäsche

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Natur & Umwelt Jugendwaldheim­Lauenstein:­­ ­ Wald, Bewegung und kein MP3-Player

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KRONICHER.­Gemeinden:­Weißenbrunn Bierdorf des Frankenwaldes Unternehmenstraditi­on­und­Tourismus Erfolgreicher Jungunternehmer

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Jubiläum P������ |10

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300 Jahre Schauberg:­ ­ Porzellandorf mit Grenzerfahrung

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Ratgeber

Die Italiener und ihre Küche

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H����������� |14 IMPRESSUM

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Rubriken Editorial Nachgefragt Auf den zweiten Blick Mein­Rezept­für­den­Landkreis­ Das allerletzte Interview

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KRONICHER. Das­Magazin­für­den­Landkreis­Kronach

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Herausgeber: Verlag Carlo Fehn Matt­hias-Kaiser-Str.­1 96317­Kronach

Telefon:­09261-9100148 Telefax:­09261-9100149 E-Mail:­redakti­on@kronicher.de Internet:­www.kronicher.de Redaktion/Texte: Carlo Fehn (V.i.S.d.P.) Corinna Tübel Satz/ Layout: Carlo Fehn Anzeigen: Rainer Renk, Carlo Fehn Fotos: Carlo Fehn, guckamoll.de, Nordwald Spektakulum, Corinna Tübel,­Gerd­Fleischmann,­fotolia.de,­anpfi­ff­.info,­Kronach­ leuchtet Druck: Schneider Printmedien GmbH, Weidhausen Erscheinungsweise: Monatlich in ausgewählten Vertriebsstellen Druckauflage: 5.000 Stück

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Editorial Liebe Leserinnen und Leser, liebe »Kronicher«!

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ommerzeit - Zeit der Feste und Ver­anstaltungen. Im wahrsten Sinne des Wortes überstrahlt wird der Juli - und nun bereits zum sieb­ten Mal - von »Kronach leuchtet«. Den Organisatoren mit ihrem Team von Helfern und Sponsoren wird auch 2012 wieder ein farbenfrohes Spektakel gelingen. Im Interview mit einem der Projektleiter erfahren Sie vorab, mit welchen Highlights Sie als Besucher in diesem Jahr wieder rechnen dürfen. Von einem Spektakel zum nächsten: Erstmalig findet das »Nordwald Spektakulum« statt. Wer nicht nur bei einem historischen Ereignis aus dem 30-jährigen Krieg als Zuschauer dabei sein, sondern mitmachen will, der hat

dazu vom 20. bis 22. Juli 2012 Gelegenheit. Spannende Wettkämpfe, Handwerkliches und Kulinarisches, Vergnügliches, Musikalisches und Geschichtliches - ein Abenteuer für Groß und Klein. Und nur noch wenige Wochen und dann heißt es auch schon wieder: Auf geht’s zum Kronacher Freischießen. Platzmeister Charly Wittig steckt mitten in den Vorbereitungen, die langsam in die heiße Phase gehen. Zum Stand der Dinge und Neuigkeiten beim Freischießen 2012 hat KRONICHER. ihn befragt. Schauberg gehört zweifellos zu den Dörfern im Landkreis, die die Nähe zur ehemaligen Zonengrenze mit am unmittelbarsten erlebt haben. Der von der Porzellanindustrie geprägte Ort in der Gemeinde Tettau feiert im August sein 300-Jähriges Jubiläum.

Trennungsschmerz, Flucht, Zerstörung, Wiedersehen und Wiedervereinigung - eine bewegende Geschichte. Und auch in der Rubrik »Historisches« gewähren wir wieder interessante Einblicke in die Landkreisgeschichte von früher. Vor genau 100 Jahren schlitterte der Steinkohlenbergbau im Haßlachtal in eine Krise, die tiefe Einschnitte im Leben der Berg­leute und ihrer Familien hinterließ. Wie die Situation gemeister werden konnte, lesen Sie in der neuen Ausgabe Ihres Landkreismagazins, mit dem ich Ihnen nun wieder gute Unterhaltung wünsche. Mit besten Grüßen Carlo Fehn

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Nachgefragt bei...

Noch knapp fünf Wochen heißt es warten, dann ist es wieder soweit:­Das­Kronacher­Freischießen­öffnet­seine­Türen­und­Tore.­Für­ Klaus-Peter »Charly« Wittig, Platzmeister des Kronacher Schützenplatzes, hat die Arbeit längst begonnen. Der Kfz-Meister ist eng mit der Traditionsveranstaltung verbunden. Herr Wittig, welche Aufgaben müssen in der derzeitigen Phase erledigt werden? Zurzeit nimmt das Abarbeiten von Genehmigungen - zum Beispiel von Stadt­ und­ Landkreis­ -­ viel­ Zeit­ ein.­ Aktuell sind die Vorschriften zur Beschilderung und für die Notausgänge dran. Auch der vordere Parkplatz für die Versorgungsfahrzeuge von BRK, Polizei oder Gastronomie wird derzeit umgestaltet, um bei Gefahr bessere Rettungswege­garantieren­zu­können.­ Hinzu kommen noch Umbaumaßnahmen an einzelnen Hütten oder die Organisation des Biermarkendrucks. Es fällt eigentlich immer etwas an. Was gibt es dieses Jahr Neues? In der Verlängerung des Frankenstadls ist geplant, ein offeneres Geschäft zu platzieren, um den Weg für Rettungsfahrzeuge zu vereinfachen. Außerdem­sollen­die­Leute­sehen:­Da­ ist ein Fluchtweg! Und nun, was vermutlich die Mehrheit­ interessiert:­ Im­ Bereich­ der­ Fahrgeschäfte wird es zum ersten Mal­ das­ »Black­ Hole«­ -­ eine­ Art­ Achterbahn in einem dunklen Zelt -, das­ »High-Energy«­ und­ das­ »Pirate­ adventure«­-­ein­»Laufgeschäft«­-­geben.­ Insgesamt­­ gibt­ es­ ca.­ 60­ bis­ 70­ Verträge mit Standbesitzern. Was ist im Laufe der Zeit für Sie schwieriger geworden? Es werden in den letzten Jahren viel

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mehr Sicherheitsmaßnahmen gefordert sowie mehr Security-Personal­usw.­benötigt.­Im­Bereich­der­Beschilderung und der Fluchtwege gibt es mittlerweile auch enorme Auflagen,­nahezu­ein­»Schilderwald«“.­Das­ Problem ist, dass viele aber gar nicht wissen, was das jeweilige Zeichen da denn nun bedeutet. Den Stromverbrauch, der natürlich ebenfalls gestiegen ist, bekommt man da noch am leichtesten in den Griff. Ebenso haben sich die Eintrittsarmbändchen zwecks der Altersbestimmung aus dem letzten Jahr bewährt. Was ist Ihre Motivation, jedes Jahr erneut die Fäden in die Hand zu nehmen? Es ist wichtig, einen guten Kontakt zu den Schaustellern, Festwirten und allen Beteiligten herzustellen, damit diese auch aktiv mitwirken. Außerdem will ich dazu beitragen, dass das Fest unfallfrei über die Bühne geht und sich natürlich - aber das steht nicht an erster Stelle für mich - finanziell lohnt. Für mich ist nämlich am Wichtigsten, dass es ein Event für unseren­Landkreis­wird:­dass­es­auch­ bei oder nach einem Regen wieder angenommen­ wird;­ dass­ die­ Leute­ schon Wochen vorher darüber reden und sich beispielsweise auch Jugendliche vorher erkundigen, was es denn dieses Jahr Neues gibt - eine Art »Überraschungseffekt«.­Das­habe­ich­ früher als Kind ja auch schon gemacht.

Das war wie eine eigene Kirchweih in meiner Straße. Trägt diese Nähe auch zu Ihrem Engagement bei? Natürlich. Bei mir steht die Familie klar an erster Stelle, danach kommt mein Beruf, dann mein Amt als Platzmeister. Ich bin ja nicht nur in Schützenfest-Zeiten tätig, sondern ich koordiniere das ganze Jahresprogramm­ des­ Schützenplatzes:­ also­ auch Tagesevents, Messen, Fantreffen und vieles mehr. Wenn ich nicht so nah am Geschehen wohnen und nicht im elterlichen Betrieb arbeiten würde, wäre das so auch nicht machbar - schnell mal wegzuspringen beispielsweise. Das wäre keinem zuzumuten. Meine Arbeitsstunden wollte ich eigentlich auch alle mal aufschreiben, aber das habe ich nach kurzer Zeit aufgegeben. Vielen Dank für das Gespräch. Interview:Corinna Tübel

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Event

Kronach 13 - 22. leuchtet Juli Völlig neue Ansichten der Stadt Kronach schafft die Welt des Lichts jedes Jahr neu: Das Lichtevent »Kronach leuchtet« steht in diesem Jahr unter dem Motto »Wohlfühlen, staunen, entdecken« und wartet mit Alt-Bewährtem und neuen Inspirationen auf. Ein Gespräch mit Klaus Metzler, einem der beiden Projektleiter, gibt einen Einblick in das Wesen der Veranstaltung. Herr Metzler, wie schaffen Sie es, die Veranstaltung Jahr für Jahr für Besucher attraktiv zu halten? Wir denken, dass wir jedes Jahr attraktiver werden. Dazu tragen viele neue Kunstwerke und Projektionen, sowie eine größere, bespielte Fläche bei. Dennoch verliert es aber nie sei­ nen ganz speziellen Charakter.

Was ist denn der spezielle Charakter von »Kronach leuchtet«? »Kronach leuchtet« steht für regiona­ les Selbstbewusstsein Es ist ein Fes­ tival, das aus Kronach heraus ent­ steht, dabei nicht profitorientiert ist und der Bevölkerung etwas bietet. Dieser Ansatz ist einzigartig. Den gibt es so nicht noch einmal. »Kronach leuchtet« ist eben kein Volksfest im herkömmlichen Sinn. Die Stimmung in der Stadt und das Miteinander haben einen niveauvollen, ruhigen Charakter: ein kleines »Anti­Okto­ berfest«. Man muss auch erwähnen, dass wir noch nie Krawalle oder Van­ dalismus während der Veranstaltung zu verzeichnen hatten. Doch spießig oder gediegen ist das Event keinesfalls.

Nein! Dieses Jahr treten auch 16 ver­ schiedene Bands und Künstler aus der Musik auf und auch das kulinarische Angebot ist hervorragend. Viele an­ sässige Gastronomen oder externe Anbieter werden neben ihrem nor­ malen Angebot auch Stände aufstel­ len und spezielle Schmankerl anbieten. Für zusätzliche Highlights werden die lange Museumsnacht in der Fränki­ schen Galerie in der Festung Rosen­ berg vom 20. ­ 22. Juli und die lange Einkaufsnacht am 20. Juli sorgen. Was ist neu in diesem Jahr? In diesem Jahr findet zum ersten Mal ein internationaler Lichtdesign Work­ shop statt. Dies ist eine konsequente Weiterentwicklung des Gedanken von »Kronach leuchtet« , um stärker in den Fachkreisen in Deutschland,

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Projektleiter Klaus Metzler und Praktikantin Anna Dobmeier fiebern »Kronach leuchtet­2012«­bereits­entgegen. 6

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aber auch in Europa wahrgenommen zu werden. Einer Ausschreibung an diversen Hochschulen folgte die Aus­ wahl von sieben Studenten, die nun in der Zeit vom 08. bis 13.07.2012 ­ also kurz vor der Eröffnung­ ihre Kreativität in Kronach ausleben können: Sie kom­ men aus Deutschland, Italien, Schwe­ den, Serbien und Mexiko und werden unter Anleitung des anerkannten italienischen Designers Andrea Man­ tello ein bestimmtes Areal beleuchten dürfen. Der Bereich um den Hexen­ turm bietet ihnen die Gelegenheit, professionell ihre eigenen Pläne zu konzipieren und umzusetzen.

Projekte durchführen. Unterstützt werden wir dieses Jahr noch von Se­ bastian Jung, der eine eigene Licht­ firma besitzt und für drei Lichtareale im Stadtgebiet verantwortlich ist.

Wie sind die »heimischen« Studenten aus Coburg beteiligt? Michael Müller, der »Kronach leuchtet« seit Jahren künstlerisch lei­ tet, ist Dozent für Lichtgestaltung und Darstellen an der Hochschule Coburg. Er wird in verschiedenen Workshops mit Studenten fortgeschrittener Se­ mester und »Neulingen« verschiedene

Was ist das Ziel von »Kronach leuchtet«? Wir wollen das Bewusstsein für feste Lichtinstallationen stärken. Kronach ist zweifelsfrei eine schöne Stadt bei Tag, aber bei Nacht könnte man noch mehr aus ihr machen. Deshalb gilt es, Hausbesitzer zu beraten, ob diese nicht dauerhaft ihre Fassaden

durch Lichtinstallationen bereichern möchten und dann möglicherweise zu fördern. Die Festung Rosenberg beispielsweise geht nun als Beispiel voran: Sie wird bald konstant in neuem Glanz erstrahlen. Was ist das Besondere an Licht? Man kann gar nicht beschreiben, was Licht alles in einem auslösen kann. Aber ich kenne beispielsweise Men­ schen, die sagen: »Was will ich mit einem Urlaub in Italien, wenn ich Kro­ nach in diesen zehn Tagen von ›Kro­ nach leuchtet‹ haben kann?« ANZEIGE

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Ist »Kronach leuchtet« also ein Fest für Einheimische? Es existiert für jeden, der die einzig­ artige Stimmung mag und sich da­ rauf einlassen kann. Und die hat sich herumgesprochen: In den Kreisen bekann­ter Architekten, Lichtdesigner und -planer kennt man unser Event. Es zieht also nicht nur Menschen aus dem Großraum Oberfranken an, Künst­ler oder Hochschulen mit diesem Schwerpunkt, sondern ein bunt gemisch­tes Publikum. Das sieht

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Kronach leuchtet steht für regionales Selbstbewusstsein Es ist ein Festival, das aus Kronach heraus entsteht, dabei nicht pro­ fitorientiert ist und der Bevölkerung etwas bietet. (Klaus Metzler, Projektleiter »Kronach leuchtet«)

man auch an den vielen verschie­ denen Kennzeichen der parkenden Autos zu dieser Zeit. Oder daran, dass sogar der Bayrische Rundfunk schon über uns berichtete.

fekt-Beleuchtung« auf drei Fassaden am Melchior-Otto-Platz installiert. Sie könnte eventuell besonders auf Jüngere wirken, weil sie etwas für’s Auge bietet und »in Action« ist.

Was bedeutet »Kronach leuchtet« für die Stadt? Ich denke, die Stadt weiß genau, was sie an uns hat. Man merkt es in­ nerhalb aller Kontakte, die von den Stadtwerken bis zum Tourismusbe­ trieb reichen. Wir Projektleiter treffen stets auf Unterstützung und offene Ohren, sowie kurze Organisations­ wege: Hier kennt man sich einfach untereinander und wird wohlwol­ lend und unkompliziert behandelt. Dafür bieten wir natürlich durch die Veranstaltung starke Effekte für das Image und den Tourismus der Stadt, was man zum Beispiel auch daran merkt, dass man während »Kronach leuchtet« kurzfristig kein freies Ho­ telzimmer in der Oberen Stadt mehr bekommt.

Mit welchen Schwierigkeiten haben die Veranstalter zu kämpfen? Wir achten natürlich auch besonders auf die Sicherheit in der Nacht. So sor­ gen wir dafür, dass die Heimwege der Menschen nicht in völliger Dunkelheit liegen. Mit den Anwohnern nahe dem Veranstaltungsort hatten wir bisher auch keine Probleme - egal, ob we­ gen der Lärmbelästigung oder der Sperrstunde. Schließlich machen wir auch gegen 24 Uhr, am Wochenende spätestens um 1 Uhr Schluss und die Leute sind eher schon vorher ge­ spannt, was diesmal geboten wird. Da hat man eher gut gemeinte Kri­ tik zu verdauen, wie zum Beispiel: »Also diese Band war ja mal gar nichts im Ver­ gleich zu dieser oder jener.«

Ist »Kronach leuchtet« auch etwas für Jugendliche? Jugendliche sind vielleicht nicht direkt unsere Hauptzielgruppe, aber wir freuen uns sehr, wenn sie uns wahrnehmen. Wir haben beispiels­ weise dieses Jahr eine spezielle »Ef­ 8

stützen. Ist das noch möglich? Sehr gerne. Schließlich müssen wir unsere Verkaufs- und Infostände be­ setzen, Führungen leiten und Ausstel­ lungen betreuen. Da sind wir jedes Jahr auf unsere ca. 60 bis 80 ehren­ amtlichen Helfer angewiesen. In vielen Bereichen werden noch Helfer gesucht: zum Beispiel könnten Men­ schen, die sich im Technik- oder Elek­ tronikbereich ein wenig auskennen, die Überwachung der Installationen, Beamer und Ähnlichem unterstützen. Alle Freiwilligen können sich gerne an Hartmut Nenninger unter Telefon 09261 / 61846 wenden. Was wünschen Sie sich für »Kronach leuchtet«? Natürlich wünsche ich mir, dass das Wetter mitspielt. Aber wir ziehen ebenso bei Regen alles Geplante durch, solange nicht sprichwörtlich »die Welt untergeht«. Die Bühnen beispielsweise sind ja überdacht. Außerdem wünsche ich mir, dass die­ ses Event nie finanziell in Schwierig­ keiten kommt. Der Eintritt ist frei. Die ANZEIGE

Angenommen, man möchte » K r o n a c h leuchtet« unterKRONICHER. | Ausgabe Juli 2012


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Kosten so anderweitig zu stemmen ist natürlich eine Herkulesaufgabe. Wir versuchen das unter anderem durch den Verkauf von Leuchtartikeln und Merchandise-Produkten. Natürlich hängt aber viel von unseren Spon­ soren und Spendengeldern ab. Die verpflichteten Künstler, zum Beispiel manche Musiker, arbeiten teils un­ ter Sonderkonditionen, weil sie dieses Fest lieben und es zu schätzen wissen. Man gibt ihnen eine Bühne und sie haben eine Plattform, ihren Namen bekannt zu machen. Ansonsten: viele Interessierte, eine schöne Stimmung und eine Atmosphäre, die durch und durch geht.

Kronach leuchtetekt

von ist das Leuchtturmproj das »Kronach Creativ«, um d un dt Selbstbewusstsein in Sta t de fin Landkreis zu stärken. Es l Ma n 2012 bereits zum siebte statt.

Das Interview führte Corinna Tübel

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Porträt

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ie ist der Meinung, dass Kronach noch viel Potenzial hat. Das sagt sie aber nicht, um ihren Beruf auch weiterhin gesichert zu wissen. Sie sagt es aus Überzeugung und gleichzeitig auch mit etwas Stolz, weil sie - obwohl gebürtige Marktredwitzerin und tägliche Pendlerin nach Bayreuth - sich selbst auch schon als Kronacherin betrachtet. »Für­ unseren­ Stadtvogt,­ Hans­ Götz,­ werde ich zwar immer die ›Markgräflerin‹­bleiben«,­sagt­Kerstin­Löw,­ »aber ich kenne mittlerweile die Kronacher ganz gut, und ich glaube, ich­ passe­ zu­ diesem­ Typ­ Mensch.«­ Als direkt, bodenständig, lustig, den Tourismus und die damit verbundene Chance für die Region verstehend, ehrlich und authentisch - so würde sie die Kronacher charakterisieren. Von einer gewissen Beamtenmentalität, wie sie sie eher aus ihrer Heimatstadt kennt, sei man hier weit entfernt. Seit 2002 ist die 43-Jährige nun bereits in­ der­ Lucas-Cranach-Stadt­ etabliert.­ Nach dem erfolgreichen Studium in Bayreuth, in dem sie das anfängliche Hauptfach Ethnologie auch aufgrund von Erfahrungen bei einem mehrmonatigen Auslandaufenthalt in der Elfenbeinküste relativ rasch mit der Soziologie tauschte, promovierte sie 2001 und trägt seitdem auch den Doktortitel, der für sie nach außen aber keine Rolle spielt.

Traum�o� »Ich habe dann mehr oder weniger zufällig durch einen Kollegen davon erfahren, dass die Stadt Kronach einen Quartiersmanager für das Programm ›Soziale Stadt‹ - ein Städtebauförderungsprogramm­ -­ suchte­ und­mich­darauf­beworben.«­Sie­sah­ hierin die bessere Chance für eine Berufs­karriere­ als­ mit­ einer­ möglichen Professur an der Universität. Ende 2005 gab es dann eine hausbzw. stadtinterne Ausschreibung für eine Stelle im Tourismusbetrieb, auf die sie sich bewarb und vom Stadtrat auch den Zuschlag bekam. Heute­ leitet­ Kerstin­ Löw­ den­ Touris10

K�rs��� L��

»Ich bin mit ganzem Herzen Auf den täglichen Fahrten zwischen ihrem Zuhause und der Arbeitsstätt­e­lege­sie­ihre­Identi­tät­als­»Kronacherin«­auch­ schon mal teilweise ab, um mit dem Blick von außen neue Sichtweisen zu bekommen und neue Ideen zu generieren. Kerstin Löw­ist­Leiterin­des­Tourismus-­und­Veranstaltungsbetriebs der Cranach-Stadt und vom Potenzial überzeugt. mus- und Veranstaltungsbetrieb der Stadt­Kronach­und­sagt­ohne­Zögern:­ »Ja,­ das­ ist­ mein­ Traumjob!«­ Kein­ Tag vergehe, an dem nicht neue Anfragen, Ideen, natürlich auch ab und an Probleme an sie und ihr Team herangetragen würden. Kein Tag sei Routine, schon gar nicht, wenn - wie jetzt - in den Sommermonaten eine gefragte Zeit für Veranstaltungen und Ausstellungen in der Kreisstadt ist. »Das­ist«,­so­Kerstin­Löw,­»aber­nicht­ einmal die stressigste Zeit des Jahres. Man denkt das vielleicht immer. Aber wenn die Feste und Veranstaltungen

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erst einmal kurz bevorstehen, muss alles drum herum eigentlich schon organisiert sein. Und das passiert meistens schon Ende des Vorjahres und­zum­Jahresbeginn.«­Dann,­wenn­ es diese Zeiten gibt, in denen Termindruck, Meetings und ein zunehmend unaufgeräumter Schreibtisch aufeinandertreffen, werde sie auch schon mal etwas anstrengend - das sagt sie ganz ehrlich. »Ich bin immer darauf bedacht, mit meinen Mitarbeitern zusammen eine gute Arbeit zu machen und wenn man sieht, was wir bisher erreicht haben, denke ich, dass

Ich kenne mittlerweile die Kronacher ganz gut, und ich Mensch.

(Kerstin Löw, Betriebsleiterin Tourismus

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n Oberfränkin!« uns das auch ganz gut gelingt. Und ich bin dankbar, dass sich zusammen mit uns so viele Menschen aus Kronach für die Weiterentwicklung der Stadt als attraktives Reiseziel einsetzen, so z.B. in ehrenamtlichen Arbeitskreisen.«­

Meilenstein Bayernausstellung

Bollwerke«­ auf­ der­ Festung­ Rosenberg einen Meilenstein ihrer bisherigen­Zeit­als­Leiterin­des­Tourismus-­ und Veranstaltungsbetriebs gesetzt. Über­die­Vorbereitungen­sagt­sie:­»Zu­ sehen und täglich zu verfolgen, wie diese Ausstellung entstanden und gewachsen ist, gerade in den letzten vier­ Wochen­ vor­ dem­ Eröffnungsabend, der noch das Highlight war, das war­für­mich­die­schönste­Erfahrung­ bisher­in­dieser­Funktion.«­ Eine Erfahrung ganz anderer Art wünscht sie sich für die nahe Zukunft und diese hat eher etwas mit dem Thema­»Urlaub«­zu­tun.­Die­Bücher-­ und Kunstliebhaberin sagt von sich, so etwas wie der Prototyp einer Aktiv­urlauberin­ zu­ sein.­ Ihr­ Lieblingsland Frankreich hätte sie mitt-

lerweile schon fast flächendeckend erkundet und Reiseziele beinhalteten eigentlich immer - keineswegs zufällig­-­mindestens­die­Möglichkeit,­sich­ künstlerisch weiterzubilden. »Ich würde gerne mal eine Woche im Rahmen einer geführten Reise durch die Wüste wandern. In der Wüste war ich schon einmal, aber nicht in dieser Art. Die ganzen verschiedenen Eindrücke dort, die Stille, der Wind, der Duft der Wüste, die sternenklaren Nächte - das ist­einfach­ein­beosnderes­Erlebnis.«­ Apropos­ Erlebnis:­ Auch­ Kronach­ soll­ weiterhin für Besucher und Einheimische ein Erlebnis sein und bleiben. Zusammen mit ihrem Team wird Kerstin­ Löw­ Ideen­ sammeln,­ Konzepte­ ausarbeiten und umsetzen. von Carlo Fehn

Um noch einmal auf das Thema »Traumjob«­ zurückzukommen:­ In­ welcher alternativen Rolle hätte man die­Kerstin­Löw­denn­noch­sehen­können?­ »Ganz­ ehrlich?«,­ kommt­ eine­ etwas ratlose Antwort. »Ich weiß es nicht und habe auch keine Idee. Gerade deswegen habe ich wohl den Traumjob­gefunden.«­Und­in­diesem­ Job hat sie zusammen mit ihrem Team mit­der­Mitte­Mai­eröffneten­Bayernausstellung »Festungen - Frankens

glaube, ich passe zu diesem Typ

s- und Veranstaltungsbetrieb der Stadt Kronach)

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Gesellschaft­

Carpe Diem! Den Tag sprichwörtlich zu nutzen, aktiv zu gestalten und sich auch im Alter am Leben zu erfreuen. Dieses Motto war mit ausschlaggebend für Bernd Büttner, in Glosberg die Seniorenwohnanlage am Rauscherberg zu gestalten. Eine einzigartige Erfolgsgeschichte.

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an darf davon ausgehen, dass Bernd Büttner die Seniorenwohnanlage am Rauscherberg bewusst­ nicht­ »Residenz«­ genannt­ hat. Auch wenn die Bezeichnung in diesem Fall den dahinter stehenden Erwartungen mehr als entsprechen würde. Und überhaupt spiegelt sich in­den­weißen­Lettern­auf­dem­farblich mediterran-warm gehaltenen Außenputz das wider, was der Umzugsunternehmer mit seinem Projekt erreichen wollte und geschafft hat. Hintergrund für seine Initiative sachlich nüchtern betrachtet, ist er eigentlich­ »nur«­ Vermieter­ -­ sind­ Erfahrungen und Begegnungen aus seinem beruflichen Alltag, in dem er unter anderem ca. 20 Jahre lang als

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vom Amtsgericht bestellter Betreuer tätig war.

Prägende Er�ahrung »Grund für diese Anzeige als Betreuer­war­ein­Fall«,­erzählt­Büttner,­»bei­ dem mir in ganz besonderem Maße bewusst wurde, wie schnell es gehen kann und selbst Jemand, der gesund in der Gesellschaft eine anerkannte und­ wichtige­ Stellung­ hat,­ plötzlich­ durch eine Krankheit nur noch ein Schattendasein führt, mit allen folgenden­ Konsequenzen.«­ Im­ geschilderten Fall konnte Bernd Büttner eine Zwangsräumung mit der anschließenden Einlieferung in eine geschlossene Anstalt verhindern und sorgte da-

Karin Kestel - hier mit Bernd Büttner - war die erste Mieterin in der Seniorenwohnanlage­in­Glosberg.­»Für­mich«,­sagt­sie,­»war­das­ein­absoluter­Glücksfall.«

mals für eine Unterbringung in einer Wohnanlage mit Betreuung. Für den gelernten Zimmermann, der von sich selbst sagt, dass die Vermittlung sozialer Werte in seiner Erziehung und in der Familie eine wichtige Rolle spielte, war dies ein Punkt, an dem­ er­ sich­ gedacht­ hat:­ Und­ nun?­ Was passiert jetzt mit diesem Menschen? Bernd Büttner macht keinen Hehl daraus, dass er vom betreuten Wohnen in Heimen nicht besonders viel hält. Die Notwendigkeit dieser Einrichtungen mag er nicht verleugnen,­ dennoch­ sagt­ er:­ »Auch­ krank sein und sterben kann man mit Würde und in einer Umgebung, in der­ man­ sich­ wohl­ fühlt.«­ Seine­ Seniorenwohnanlage am Raucherberg in Glosberg kommt diesem Anspruch zu 100 Prozent nach. Alle Wohnungen sind individuell anders geschnitten,­ von­ unterschiedlicher­ Größe­ und in einem mediterranen Flair gehalten. Kamine sorgen zusätzlich für ein wohliges Ambiente und das Haus fügt sich nathlos in das angenehm ruhige und pittoreske Bild des Wallfahrtsortes ein. Bernd Büttner weiß, KRONICHER. | Ausgabe Juli 2012


Gesellschaft­ dass er für sein Projekt wohl keinen besseren­ Platz­ hätte­ finden­ können­ und er ist den Glsobergern für deren Unterstützung und Geduld bei den Umbaumaßnahmen auch sehr dankbar. Eine tolle Idee und nicht nur im Landkreis­Kronach,­sondern­soweit­es­ dem 48-Jährigen bekannt ist, auch in dieser Art und Weise einmalig über die­Landkreisgrenzen­hinaus.­

Lie�e zum Detail Die Idee an sich ist aber eigentlich nicht das Herausragende - auch wenn Büttner Anfragen, Ähnliches woanders umzusetzen, zuhauf bekommt. Es ist vielmehr die Umsetzung. Das, was Büttner in liebevoller Kleinarbeit bei der Gestaltung der Wohnungen und Gemeinschaftsräume umgesetzt und wie­er­das­2006­stillgelegte­Gebäude­ saniert, aus- und umgebaut hat, nachdem er es von der Stadt Kronach gekauft hatte, macht ihn selbst sehr stolz und bietet den Bewohnern alle Freiräume in einer Umgebung, die den aktuellen Ansprüchen modernen Wohnens entspricht. Karin Kestel ist die­ erste­ Mieterin,­ die­ Ende­ 2009­ in­ die Seniorenwohnanlage gezogen ist. Nach dem Tod ihres Mannes und dem Verkauf des Hauses, zog sie zunächst in Stockheim in eine Wohnung, wo sie einfach nicht glücklich wurde. Sie erzählt:­»Mein­Mann­war­gestorben,­ ich fühlte mich in der neuen Umgebung einsam, hatte kaum Kontakte. Der Bernd hatte meinen Umzug gemacht und als die Wohnanlage fertig war, meinte seine Frau zu mir, dass das doch etwas für mich wäre. Es war für mich wirklich ein Glücksfall. Hier fühle­ ich­ mich­ richtig­ wohl.«­ Neben­ Karin Kestel wohnen noch zwei weitere Frauen und ein Ehepaar in der Wohnanlage. Für alle Bewohner bietet der Eigentümer sozusagen einen »Rundum-Service­ auf­ Knopfdruck«­ an. Verschiedene Kooperationspartner aus allen Bereichen des täglichen Lebens­-­vom­Friseur­über­den­Fahrdienst bis hin zu juristischer Betreuung - stehen auf Anfrage mit Schere und Kamm, dem Fahrzeug oder Rat KRONICHER. | Ausgabe Juli 2012

und Tat zur Seite. Natürlich - und das ist nun mal bei Senioren ein ganz wichtiger Punkt, ist die medizinische Betreuung und im Bedarfsfall Pflege auch im Haus­ möglich.­ Für Bernd Büttner, der mit seiner eigenen Familie auch an Ostern und We i h n a c h t e n mit den Mietern Festvorbereitungen durchführt und auch sonst eine über ein normales Mietverhältnis hinausgehende Beziehung pflegt, ein wichtiger Aspekt. Nach dem Motto »Ich bin alt, aber kann mich hier frei entfalten«,­bietet­er­den­Senioren­einerseits­die­Möglichkeit,­ihren­Alltag­angenehm und vor allem auch aktiv zu gestalten. Andererseits gibt er ihnen auch eine gewisse Sicherheit, dass im Krankheitsfall Hilfe und Pflege in diesen­Alltag­integriert­werden­können. Aktuell wird eine fünfte Wohnung bezugsfertig gemacht und demnächst­ bewohnt.­ »Dann«,­ so­ Bernd­ Büttner,­ »sind­ die­ Möglichkeiten­ hier­ erst­ einmal­ ausgereizt.«­ Sein­ Engagement hat ihm allerdings auch schon wieder Anfragen beschert, die vergleichbar mit dem Projekt in

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Glosberg sind. Für den Unternehmer eine­Zwickmühle,­wie­er­sagt:­»Einerseits finde ich die Anfragen sehr interessant von der Sache her. Aber ich muss natürlich auch darauf schauen, was umsetzbar ist und vor allem, wie es­ umgesetzt­ werden­ kann.«­ Auf­ dem Außenputz neben dem Eingang der Seniorenwohnanlage prangt in weißen Buchstaben das lateinische Sprichwort­ »Carpe­ Diem«­ -­ nutze­ den Tag! Aktives Wohnen, ihr müsst euch nicht verstecken, auch wenn ihr alt seid. Das ist seine Botschaft und sein Wunsch. Und irgendwie glaubt er auch, dass die Idee, die Initialzündung­ für­ sein­ Projekt­ »von­ oben«­ beeinflusst wurde - von Gott gewünscht sozusagen. von Carlo Fehn

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Historisches

Desaster im Haßlachtal Vor 100 Jahren war in der ehemaligen Bergwerksgemeinde Stockheim sowie in den Dörfern des Frankenwaldes die Welt nicht mehr in Ordnung. In den Februartagen des Jahres 1912 hallten gewaltige Donnerschläge durch das Haßlachtal. Der Grund: Eine Ingolstädter Pioniereinheit sprengte die erst 1909 nach modernsten Gesichtspunkten erbaute Kohlenwäsche am Stockheimer Bahnhof in die Luft.

D

ie Vernichtung dieser Industrie­ anlage nahm im Auf und Ab des 400 Jahre alten Steinkohlenbergbaus ein besonders trauriges Kapitel ein. Dazu die Vorgeschichte: Im Jahre 1909 investierte der baye­ rische Staat die seinerzeit beachtliche Summe von 250.000 Mark in den Bau einer Kohlenwäsche. Zum 1. September 1908 hatte das KöniglichBayerische Bergärar den bisher der Freiherrlich von Swaine´schen Familie gehörenden Bergwerksbesitz bei Stockheim und Neuhaus erworben. Durch­ großzügige Investitionen sollte die bayerische Energieversorgung mit dem Stockheimer Engagement abgesichert werden. Geplant war auch eine Veredelung der Kohle. Schließlich wurde eine markant wir­ kende Kohlenwäsche erbaut.

Fehler und Fehleinschätzungen Dafür waren Unmengen an Beton erforderlich. Ein neues, ein sorgenloses Zeitalter sollte für die Bergarbeiter damit eingeleitet werden. Falsche Ab14

baumethoden, Fehleinschätzungen sowie ein aufgeblähter Staatsapparat führten schneller als gedacht zum Desaster. Die Träume der Macher platzten wie Seifenblasen. Am 1. Mai 1911 kam es schließlich zur Massenentlassung. 556 Bergarbeiter der Max- und Sophienzechen verloren über Nacht ihren Job. Und wenige Monate später mussten die einstigen Beschäftigten des königlichen Bergamtes Stockheim in den Februartagen des Jahres 1912 tatenlos mit ansehen, wie sich ihre einst so großen Hoffnungen in Rauch und Trümmer auflösten. Bereits am 29. Januar 1912 war ein Vorkommando des 1. Pionierbataillons Ingolstadt mit der Eisenbahn nach Stockheim angereist. An der Sprengung, die sich bis zum 14. Februar hinzog, beteiligten sich zwei Hauptleute, ein Fähnrich, fünf Unteroffiziere, 18 Gemeine und zwei Offiziersburschen. Die Leitung hatte Kompaniechef Hauptmann Wörlen inne. Im Amtsblatt für das königliche Bezirksamt Kronach in der Ausgabe

Nr. 7 vom 30. Januar 1912 ist zu lesen: »Bekanntmachung. Betreff: Ab­ bruch der Kohlenwäsche in Stockheim in Oberfranken. Ein Kommando des 1. Pionier-Bataillons wird in der Zeit vom 30. Januar bis 10. oder 14. Febru­ ar an der Kohlenwäsche in Stockheim Sprengungen vornehmen. Es wird mit Ausnahme der Sonntage täglich in der Zeit von 12 bis 12.45 und 1.30 bis 2.40 Uhr nachmittags gesprengt. Zur Vermeidung von Unglücksfällen ist es notwendig, dass den Anweisungen der mit der Absperrung der Spreng­ stelle betrauten Organe - Militärper­ sonen oder Zivilarbeiter - unbedingt Folge geleistet wird. Vor Beginn der einzelnen Sprengun­ gen oder einer unmittelbar aufein­ ander folgenden Reihe von Spren­ gungen wird mit dem Horn das Signal ›Sammeln‹, nach Beendigung der Sprengungen das Signal ›Marsch‹ gegeben. Zwischen beiden Signalen darf sich niemand in dem durch Pos­ ten abgesperrten und dadurch als gefährdet bezeichneten Raum befin­ KRONICHER. | Ausgabe Juli 2012


Historisches den. Es wird besonders darauf auf­ merksam gemacht, dass die Absperr­ posten berechtigt sind, in dem Raum befindliche Leute oder solche, welche sich von dessen Betreten nicht zurück­ halten lassen, mit Gewalt zu ent­ fernen beziehungsweise aufzuhalten. Kronach, den 24. Januar 1912. Kgl. Bezirksamt.« Innerhalb weniger Tage verwandelte sich die Industrieanlage in eine Gespensterlandschaft. Allerdings war es für die Pioniere nicht ganz einfach, die massive Betonkonstruktion einzulegen. Rauchgeschwärzt ragten die Trümmer gen Himmel. Für die vielen arbeitslosen Knappen hätte es nicht brutaler­ kommen­ können.­ Hoffnungen wurden zur Illusion. Man begriff die Welt nicht mehr. Und das war die staatliche Strategie nach der missglückten bergbaulichen Sanierungsoffensive:­ Mit­ der­ totalen­­ Vernichtung von Gebäuden und Grubenanlagen sollte für alle Zeiten die­Kohlenförderung­im­Frankenwald­ unmöglich­ gemacht­ werden.­ Nicht­ irgendwelche Privatleute wollten einen Schlussstrich ziehen, sondern der bayerische Staat war es, der endgültig Fakten setzte, nachdem ihm das wirtschaftliche Abenteuer in Stockheim aus den Händen zu gleiten schien. Stockheim, so wurde auf­ höchster­ Regierungsebene­ argumentiert, werde sich immer mehr zu einem Fass ohne Boden entwickeln. Monatelang zogen sich die Aufräumungsarbeiten hin. Zurück blieben Wunden­ in­ der­ Landschaft,­ aber­ auch Wunden in den Herzen der leidgeprüften Bergarbeiter.

Wirtscha�tlicher Nackenschlag Schneller als gedacht nahm Stockheim Abschied vom industriellen Höhenflug.­ Neben­ dem­ stattlichen­ Bahnhofsgebäude mit den zwei Stellwerken,­ Wasserturm­ und­ Lokomotivschuppen, gesellten sich in unmittelbarer Nähe die Kohlenwäsche - am 15.­Mai­1909­eingeweiht­-,­die­neue­ Brikettpressenanlage aus dem Jahre 1905,­eine­etwa­100­Meter­lange­VerKRONICHER. | Ausgabe Juli 2012

Die­Stockheimer­Kohlenwäsche,­die­sich­in­unmittelbarer­Nähe­des­örtlichen­Bahnhofs­befand,­ vor der Sprengung...

...nach­der­Sprengung­im­Februar­1912­bot­sich­den­Stockheimern­ein­Trümmerhaufen­in­einer­ trostlosen Szenerie.

ladeanlage, die Champagnerflaschenfabrik­ Sigwart­ &­ Möhrle,­ die­ Steinkohlengrube­ »Maxschacht«­ mit­ der­ Schienenseilbahn zum Bahnhof sowie die 2,8 Kilometer lange Drahtseilbahn zu den Industrieanlagen nach dem thüringischen Neuhaus hinzu. Fünf bis zu 45 Meter hohe Schornsteine kündeten schon von weitem von industriellen Aktivitäten. In diesen schicksalhaften Tagen wanderten zahlreiche Bergleute aus. Haig traf es besonders hart. Aus diesem Dörfchen­ mussten­ 127­ Einwohner­ in die Fremde ziehen und damit ihre angestammte Heimat für immer verlassen. In Peißenberg (Oberbayern), in Radbod (Westfalen) und in Amberg fanden die Auswanderer Arbeit und Brot. Die Daheimgebliebenen erlebten Monate bitterster Not. Erst mit der Gründung der Kohlenberg-

werk­GmbH­am­1.­Juni­1912­kehrte­in­ das Haßlachtal wieder Hoffnung ein. Ein neuer Anfang, wenngleich ein bescheidener, war gemacht. Gleich­Phönix­aus­der­Asche­erwachte die alte, bereits totgesagte »Katharinagrube«­ zu­ neuem­ Leben.­ Für­ das 1855 erbaute Bergwerk »Maxschacht«­dagegen­gab­es­keinen­Neubeginn mehr. Das gleiche Schicksal widerfuhr­ der­ »Sophienzeche«.­ Die­ zur­Stilllegung­1911­gezielt­in­die­Welt­ gesetzte Meldung, in Stockheim seien kaum noch Kohlenvorräte vorhanden, erwies sich im Nachhinein als ein­ Märchen.­ Immerhin­ förderten­ die­ Kumpels­ noch­ bis­ 1968­ etliche­ Millionen Zentner des »schwarzen Goldes«. Text und Repros: Gerd Fleischmann

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Natur & Umwelt

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iele der Schulklassen, die hierher kommen, stammen aus der näheren Umgebung und angrenzenden­ Landkreisen­ im­ Raum­ Oberfranken. Doch immer wieder reisen auch Gäste von weiter her an. Der Teilnehmerkreis erstreckt sich von Schulen und Kinderhorten über freie Jugendgruppen, bis hin zu Initiativen der Erwachsenenbildung. »Am häufigsten haben wir hier eigentlich Schüler der 4. Klasse. Natürlich hätten wir aber auch gerne Kinder aus weiterführenden Schulen - Realschulen oder Gymnasien beispielsweise«,­erklärt­der­Leiter­der­Einrichtung, Peter Schwarzmeier. »Denn das Schöne­ an­ unserem­ Programm­ ist,­ dass man es mit Kindern genauso wie mit Erwachsenen verwirklichen kann. Die Inhalte sind tatsächlich für beinahe alle Besucher neu. Man muss nur die­Art­der­Vermittlung­anpassen.« Das­ Wald-­ und­ Lehrprogramm­ für­ die Gruppen wird bausteinartig und individuell zusammengestellt. Die Lehrkräfte­können­aus­einem­breiten­ Angebot aus Wanderungen, Wettkämpfen, Thementagen, Erlebnistagen oder Abenteuerspielen wählen. Auch die Waldgeschichte oder eine spannende Nachtwanderung stehen zur Wahl. Es ist üblich, dass die Besucher für fünf Tage bleiben und in dieser Zeit aber nicht nur bei Waldspielen aktiv sind, sondern auch bei der Waldarbeit:­ »Das­ ist­ auch­ das­ Besondere­ bei uns und vertreibt oft die sogenannten Null-Bock-Phasen der Kinder.«­ Bei­ ca.­ 25­ Schülern,­ die­ in­ der­ derzeitigen Medienwelt aufwachsen, könne­diese­durchaus­auftreten.­»Ein­ fester Bestandteil des Programms ist beispielsweise das Bäumefällen und der Stuhlbau. Wenn man dann eine 16-Jährige­ in­ diese­ gefährliche­ Arbeit einweist, sie kräftig mitanpacken muss und sich dabei austoben kann, dann­­fallen­diese­Mauern­schnell.« Außerdem seien diese Zeitperioden nie von langer Dauer. Notfalls muss die­Lehrkraft­einschreiten­und­an­den­ Status­der­»Lehrveranstaltung«­erin16

Wald, Bewegung und kein MP3-Player Das Jugendwaldheim Lauenstein will Kinder, Jugendliche und Erwachsene ansprechen. Es bietet an, den Wald mit allen Sinnen zu erfassen: erkunden, lernen und körperlich mitarbeiten.

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Natur & Umwelt nern. Die langen Wanderungen und gemeinsamen Arbeiten schweißen die Gruppe zudem intern sehr zusammen. Ein Freizeitprogramm rundet das Programm schließlich ab - zum Beispiel mit­ dem­ Besuch­ der­ örtlichen­ Pralinenfabrik,­ der­ Mantelburg­ Lauenstein oder dem Schiefermuseum.

Werte und Kompetenzen Die Ziele der Arbeit des Jugendwaldheims­ sind­ vielfältig:­ Die­ Klasse­ oder Gruppen sollen zu einem Team zusammenwachsen­ -­ wenn­ möglich­ gleich zum Schuljahresbeginn - und soziales Verhalten trainieren. »Gemeinsam sollen sie den Wald als Lebensraum­erfahren­und­die­Abhängigkeiten zwischen Wald, Mensch und Umwelt­begreifen.­So­können­sie­den­ Wald­verantwortungsvoll­nutzen.« Ein­ persönliches­ Verhältnis­ ist­ den­ Verantwortlichen sehr wichtig. Es befindet sich in jeder Woche immer nur eine Schulklasse im Jugendwaldheim. Das sei die Basis für eine gute

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Zusammenarbeit und die Tatsache, dass das Team auch nach wenigen Tagen die Namen ihrer Schützlinge kennt, verrät­ der­ Leiter.­ Der 40-Jährige Ohren­ auf­ bei­ der­ Waldralley:­ Simon­ Schwanenhorst­ erklärt­ einer­ führt das JuSchulklasse Regeln und Ziele des Wettbewerbs. gendwaldheim und Unterhalter war und ist die Bayzusammen mit seiner Frau seit sierische Forstverwaltung, Träger ist das ben Jahren. Unterstützt werden sie Amt­ für­ Ernährung,­ Landwirtschaft­ derzeit von zwei Forstwirtschaftsmeiund Forsten Kulmbach. stern, einem Hausmeister und zwei Stolz sein dürfen die VerantwortliJugendlichen, die dort ein freiwilliges chen auf die Auszeichnung durch das ökologisches­Jahr­(FÖJ)­ableisten.­ Erlebnisnetzwerk Mensch - Natur Ausgestattet ist die Einrichtung mit Zukunft der Umweltbildung.Bayern. 32 Betten, sowie zwei Einzelzimmern Vor wenigen Wochen war beispielsfür Begleitpersonen, verschiedenen Aufenthaltsräumen und einer Werkweise eine 4. Klasse aus Burgkunstadt statt. Für die kulinarische Verpflezu­Gast­in­Lauenstein.­Ihr­Programm­ gung­vor­Ort­sowie­Lunchpakete­für­ begann - wie immer - an der ca. drei Kilometer entfernten Pulswinkelunterwegs ist ebenso gesorgt - ganzhütte,­ 680­ Meter­ über­ Normalnull.­ jährig. Auch im Winter steht es also Bei der anschließenden Waldralley, den Gruppen offen. die­ der­ »FÖJler«­ Simon­ SchwanenSo verschiebt die Behausung in den horst leitete, ertasteten die Schüler kälteren Monaten ihre SchwerpunkBaumrinden und Äste, nagelten um te, zum Beispiel in den Bereich »Tierdie Wette oder schätzten Tiefe und spuren­lesen«­oder­Schlitten­fahren. Wassertemperatur eines Teiches. Viel Das Jugendwaldheim ist das einzige Spaß bereitete auch das Sammeln von seiner Art der Bayerischen ForstGegenständen auf dem Waldboden verwaltung. Darüber hinaus gibt es und das Umschlichten von kleinen in den Ballungsräumen noch vereinzelte­ »Walderlebniszentren«,­ die­ Holzstapeln - auf 5 Zentimeter genau! »Sonst­ gibt­ es­ Punktabzug!«,­ droht­ eintägige Veranstaltungen anbieten. der junge Mann scherzhaft. Was hat den gebürtigen Freiburger dazu beSchwere ��rokratische Wege wogen,­ für­ ein­ Jahr­ nach­ Lauenstein­ Zur Deckung der Kosten müsste es zu ziehen? »Ich habe letztes Jahr beinahe voll ausgelastet sein, aber mein Abitur gemacht und wollte einfür kommendes Schuljahr seien noch einige­Termine­frei:­»Den­Lehrkräften­ fach mal raus von daheim, weg und etwas ganz Anderes machen. Dann werden, denke ich, oft Steine in den Weg­gelegt.­Straffere­Lehrpläne­und­ habe ich recherchiert und mich auf diese­Stelle­hier­beworben.«­Mittlergeringe finanzielle Etats machen weile sind seine Pläne für die Zukunft diesen­ zu­ schaffen.­ Wenn­ die­ Lehauch­klar:­»Ich­werde­Forstwirtschaft­ rer Initiative für ihre Schüler zeigen, studieren.« dann sollte es ihnen auch einfacher gemacht­ werden«,­ befindet­ Peter­ Schwarzmeier in den Räumen des alvon Corinna Tübel ten Forsthauses, wo das Jugendwaldheim­1990­errichtet­wurde.­Gründer­ 17


KRONICHER. Gemeinden

WeiSSenbrunn

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An der malerischen Bier- und Burgenstraße, zwischen Kronach und Kulmbach, liegt das Bierdorf Weißenbrunn mit seinen reizvoll gelegenen Gemeindeteilen. In Weißenbrunn leben ca. 3.200 Menschen.

BIERDORF DES

W

FRANKENWALDES

eißenbrunn liegt an der malerischen Bier- und Burgenstraße, zwischen Kronach und Kulmbach und bietet zahlreiche Sport- und Freizeiteinrichtungen. Besonders stolz ist man auf das Freibad, dessen Wasser Trinkwasserqualität entspricht. Ein kultureller­ Höhepunkt­ ist­ das­ Brauer-­ und­ Büttnermuseum.­ So­ wie­ Glas­ zu­ Tettau­ gehört,­ prägt­ und­ prägte­der­Gerstensaft­die­Gemeinde­an­der­Landkreisgrenze zu Kulmbach. Aus der Geschichte der ersten Weißenbrunner Braustätte, der heutigen Gampertbräu: Fritz Zollstab, Wirt zu Weißenbrunn, erhielt am 13.10.1514 von Peter von Redwitz zu Theisenort die Erlaubnis, die Schenkstatt zu nießen und zu gebrauchen mit Mulzen, Brauen, Schenken. Vorher musste das Bier aus Kronach bezogen werden. Oft gab es aber Klagen über die schlechte Qualität des gelieferten Bieres. Das bessere tranken die Kronacher lieber selber. Die Schenkstatt selbst existiert nach einer Urkunde bereits im Jahre 1500. Die Brauerei Gampert setzt die über 500-jährige Tradition dieser ersten Braustätte in Weißenbrunn fort. Heintz­ Gampert­ wird­ 1619­ als­ erster­ der­ heutigen­ Besitzerfamilie­genannt.­Dieser­war­bereits­1614/15­ Schultheiß im Ort, so wie in späteren Jahren im18

mer­ wieder­ »Gampert«­ als­ Schultheißen­ erwähnt­ werden. Mitte des 18. Jahrhunderts übernahm Johann Heinrich Gampert jun., ein Sohn aus dieser Brauerei, die in Richtung Kirche gegenüberliegende zweitälteste Brau- und Schenkstatt der von Redwitz zu Weißenbrunn, die unter dem Namen Gampert bis 1826­geführt­wurde.­Die­Schenk-­und­Braustatt­lag­ im ersten Redwitzer Viertel.

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WeiSSenbrunn

Schenkstatt und Brauerei der von Redwitz zu Weißenbrunn, die ehemalige Schultheißbräu: 1562 wurde unter dem Dorfherrn Hans von Redwitz zu Weißenbrunn eine zweite Braustätte im Dorf errichtet, die dazu gehörende Schenkstatt ist schon 1532 erwähnt. Die Wirte und Bräuer lassen sich anfangs nicht namentlich den einzelnen Braustätten zuordnen, doch 1757 ist Johann Heinrich Gampert jun. als Wirt in Weißenbrunn genannt, daneben sein Vater gleichen Namens, ferner Johann Heinrich Heub­lein auf dem Marschalk’schen Wirtshaus und, ohne Inhaber, das »Bamberger Wirtshaus«. Für Weißenbrunn war es zu dieser Zeit obligatorisch, dass unter der Bezeichnung Wirtshaus gleichzeitig die dazugehörende Brauerei mit gemeint war. Es ist anzunehmen, daß Johann Heinrich Gampert jun. schon längere Zeit auf dem Anwesen saß, da 1740 die Witwe des Hans Wendel auf diesem Wirtshaus erwähnt wird. Nach einem Erbteilungsvertrag von 1826 wissen wir dann, dass Heinrich Gampert, Sohn des vorstehenden Johann Heinrich jun., seinem Enkel Heinrich Schultheiß aus Gössersdorf das Gasthaus Haus-Nr. 24 in Weißenbrunn übertragen hat. Diese Brau- und Schenkstatt war im zweiten Redwitzer Viertel. Nach zwei weiteren Generationen Schultheiß übernahm Anfang der zwanziger Jahre der Schwiegersohn Bernhard Leutheußer die Brauerei. Dessen Sohn glei­ chen Namens verkaufte 1968 den florierenden Familienbetrieb. Über den Brauereikonzern Schultheiss AG, Berlin, der den »fränkischen Schultheiß« durch den »Berliner Schultheiß« als Symbolfigur ersetzte, ging die Brauerei um 1979 in den Besitz der Sai­ lerbräu, Marktoberdorf über, die hier einige Jahre mit der »Wiederentdeckung« der Bügelverschluss­ flasche und ihrem »Altenmünster Brauerbier« Furore machte. Nach deren Rückzug aus Weißenbrunn KRONICHER. | Ausgabe Juli 2012

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im Jahre 1992 stand das Brauhaus leer und stellte eine geraume Zeit eine Industrieruine dar, bis es im Jahr 2009 abgerissen wurde. Von Marschalk’sche WIrtshaus, zuletzt Christoph Heublein’sche Brauerei: Nach einem Verzeichnis des Kastners von Kronach vom 12. Okt. 1578 - befindet sich in Weißen­brunn schon eine dritte Braustätte, die zum Weißen­ brunner Besitz des Georg Marschalk von Ebneth zu Wildenberg gehört. Eine Marschalk’sche Schenkstatt ist schon 1532 genannt. Als die Schloßherren von Wildenberg im Jahre 1700 ihren Besitz an das Hochstift Bamberg verkaufen, fällt auch der Weißenbrunner Besitz und die Brau- und Schenkstatt als »Neues Marschalk’sches Lehen« an den Bischof von Bamberg. Um 1800 ist Johann Georg Heublein Besitzer, ein Johann Heinrich Heublein, Wirt und Brauer, findet sich bereits 1740. Die Christoph Heublein’sche Brauerei mit Gasthof und umfangreicher Landwirtschaft geht 1900 nach dem Konkurs an die benachbarte Brauerei Gampert über. Aus dem Komplex hat sich das aus dem 18. Jahrhundert stammende Gebäude Brau­straße 4, Bräustübl, erhalten. (Text aus www.gampertbraeu.de)

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WeiSSenbrunn

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ioniergeist hat in der Gemeinde Weißenbrunn Tradition.­Auch­die­Quarzsandwerke­können­auf­eine­lange­ Unterneh­mensgeschichte­ zurückblicken.­ Im­ Jahre­ 1898­ wurde von Heinrich Heublein, Sohn des früheren Brauereibesitzers Heublein an den Nordhängen des Gemeindeberges­in­Weißenbrunn­eine­Sandgrube­eröffnet.­Mittels eisernen­ Rollenwagen­ wurde­ der­ Sand­ ca.­ 60­ Meter­ auf­ angelegten Gleisen in die auf der dortigen Wiese erbauten Sandwäscherei gefahren, gewaschen, sortiert und getrocknet. Daraus wurde zunächst Bausand gewonnen. Daneben wurden feldspatreiche und weißbrennende Sande als Porzellansande verkauft. Heinrich Heublein hatte herausgefunden, dass sich diese Sande sehr gut zur Porzellanherstellung eignen, sofern ihnen noch zusätzlich Feldspat und Kaolin zugemischt werden. Heute sind die Quarzsandwerke­Weißenbrunn,­Bauer­&­Co.­Lieferant­von­ hochwertigen Rohstoffen und Fertigmassen für die keramische Industrie. Weißenbrunn ist aber natürlich auch touristisch eine attraktive­ Gemeinde:­ ländliche­ Gastronomie,­ Ferien­ auf­ dem­ Bauernhof­ mit­ Reitmöglichkeit­ und­ ausnahmslos­ schön­gelegene­Ferienwohnungen.­Direkt­am­Wald­gelegen,­besteht­die­Möglichkeit,­umfangreiche­Wanderungen­ zu unternehmen. Gut markierte Wanderwege führen zu den­schönsten­Aussichtspunkten­rund­um­Weißenbrunn.­ Vom­ Lucas-Cranach-Turm­ genießt­ man­ einen­ einmaligen­ Rundblick. Weißenbrunn ist auch in das Radwegenetz

im­ Landkreis­ Kronach­ eingebunden.­ Wer­ die­ Natur­ liebt­ und Ruhe und Entspannung sucht, ist dort bestens aufgehoben.­Aber­auch­im­Ort­können­zahlreiche­Sport-­und­ Freizeiteinrichtungen in Anspruch genommen werden. Das Freibad schmiegt sich harmonisch in das Weißbrunntal ein und lädt zum Verweilen ein. Nicht weit davon entfernt­ die­ Leßbachtalhalle,­ die­ ein­ großes­ Angebot­ an­ Freizeitaktivitäten­ermöglicht.­Die­Wanderhütte­wird­vom­ Obst- und Gartenbauverein betreut. Außerdem stehen in jedem Gemeindeteil Kinderspielplätze zur Verfügung. Im Gemeindeteil­ Gössersdorf­ wird­ auf­ einer­ Hochfläche­ ein­ Modellflugplatz­ betrieben.­ Eine­ mit­ Liebe­ gepflegte­ Gemeindebücherei­lädt­zum­Schmökern­ein. (Texte aus www.qsw­weissenbrunn.de und www.landkreis­kronach.de)

Foto: www.guckamoll.de

1715­wurde­das­Wahrzeichen­von­Weißenbrunn,­der­Dorfbrunnen­»Jungferkättl«­gebaut. Er zählt zu den meist fotografierten Dorfbrunnen. 20

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WeiSSenbrunn

Erfolgreicher Jungunternehmer Im Jahr 2004 gründete Mario Münch das heutige Unternehmen M. Münch Elektrotechnik GmbH & Co. KG - zu dieser Zeit noch als Einzelunternehmer. Relativ schnell konnte in dieser noch­»jungen«­Branche­durch­qualitativ hochwertige Arbeit und gute Endprodukte Fuß gefasst werden, wodurch er weitere Arbeitsplätze schaffen konnte. Als erster Meilenstein war der Bau einer der ersten Freiland-Photovoltaikanlagen Deutschlands in Gössersdorf­ zu­ verbuchen.­ Hierzu­ entwickelte man ein patentiertes Aufständerungssystem für Freilandanlagen, welches von der Handwerkskammer mit dem »Designpreis des Handwerks«­ prämiert­ wurde.­ Im­ Anschluss wurde in Hummendorf bei Kronach­eine­der­damals­weltweit­größten­PhotovoltaikFreilandanlagen mit Dünnschichttechnologie realisiert, was in Verbindung mit einem stetigen Wachstum zur Folge hatte, dass Mario Münch sich bei einem deutschlandweit ausgeschriebenen Wettbewerb gegen knapp 200 Wettbewerber durchsetzte und zum »Top Gründer im Handwerk 2008«­gewählt­wurde.­Dies­machte­vor­allem­Presse­und­ u. a. auch das Bayerische Fernsehen auf das Unternehmen aufmerksam, welche seither bereits mehrmals über M. Münch berichteten. Die konsequente Umsetzung der Grundsätze Qualität, Ehrlichkeit, Sorgfalt, Zuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit hatte zur Folge, dass das Auftragsvolumen immer rasanter zunahm und die Anzahl zufriedener Endkunden stetig stieg. Daraus resultiert bis heute, dass die Firma Münch einen Marktanteil von knapp 1 % aller in Deutschland installierten Photovoltaikanlagen einnimmt. Das Unternehmen war u. a. Top Gründer im Handwerk

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Was 2004 als Einzelunternehmen begann, hat Gründer Mario Münch zu einem heute sehr erfolgreichen Unternehmen der Photovoltaikbranche gemacht. 2008, erhielt den Designpreis des Handwerks für ein patentiertes Aufständerungssystem von Freilandanlagen, eine Auszeichnung durch den damaligen Wirtschaftsminister­Erwin­Huber­und­war­schon­des­Öfteren­in­Beiträgen­ des Bayerischen Rundfunks zu sehen. (Text: M. Münch Elektrotechnik GmbH & Co. KG)

Herzlichen Glückwunsch TSV Weißenbrunn zum Meistertitel in der A-Klasse 1 und zum Aufstieg in die Kreisklasse Kronach. Foto: anpfiff.info

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Jubiläum

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er Ort Schauberg, bis zur Gebietsreform­ im­ Jahre­ 1978­ zur­ damaligen­ Gemeinde­ Langenau­ gehörig,­ist­seitdem­ein­Ortsteil­der­den­ sogenann­ten­ »Tettauer­ Winkel«­ umfassenden Großgemeinde Tettau und hat ca. 140 Einwohner. Ein­ Berg,­ also­ der­ »Schauberg«,­ an­ dessen­ Fuß­ der­ Langenaugrund­ in­ das Tettautal übergeht, gab dem Ort seinen Namen. Hier war schon immer Grenzland, und bis zu Beginn des 19.­ Jahrhunderts­ stießen­ hier,­ wie­ der inzwischen wieder restaurierte alte Wappenstein, der sogenannte »Dreiherrenstein«,­ bezeugt,­ drei­ Herrschaftsbereiche­ aufeinander:­ Das­ damalige­ Königreich­ Bayern­ mit­ dem­Landgericht­Teuschnitz­zum­Erzbistum­ Bamberg­ gehörig,­ das­ Amt­ Lauenstein­ unter­ der­ Herrschaft­ des­ Markgrafen von Bayreuth-Brandenburg - also preußisches Gebiet - und das Herzogtum Sachsen-Meinigen, eines der vielen kleinen Herzogtümer, aus denen sich nach dem ersten Weltkrieg­das­größere­Land­Thüringen­gebildet hatte. Was wir heute als »Tettauer­ Winkel«­ bezeichnen,­ gehörte­ zum­ Amt­ Lauenstein.­ Im­ 16.­ Jahrhundert waren die Grafen von Thüna auf­Burg­Lauenstein­die­Herren­über­ dieses Gebiet, eine Mittelgebirgslandschaft zwischen Thüringer- und Frankenwald. Ein rauhes Klima, ertragreich für den Ackerbau, mit ausgedehnten, wildreichen Waldungen war­ Lebensgrundlage­ einzelner­ kleiner­ Ansiedlungen­ von­ Köhlerhütten­ und Kleinbauern. So dürfte es wohl auch im engen Talgrund des heutigen Schauberg gewesen sein. Die einzige Verbindung­ zur­ »großen­ Welt«­ war­ die auf dem nahe gelegenen Bergrücken des Thüringer Waldes über Judenbach, Neuenbau und oberhalb von Tettau entlang führende Handelsstraße von Nürnberg nach Leipzig.­ Dieser­ Umstand,­ dazu­ der­ Waldreichtum als Energiequelle und die billig vorhandene Arbeitskraft der in ärmlichen Verhältnissen lebenden Bewohner, gaben den Anlass für unternehmungsfreudige Kaufleute zur 22

Gründung von Industriebetrieben, welche noch heute das Bild des »Tettauer­ Winkels«­ prägen.­ So­ war­ es­ in­ Schauberg der sächsische Kaufmann Johann Daniel Fischer, welcher im Jahre­ 1712­ hier­ ein­ Blaufarbenwerk­ erbaute. Dies kann man als Beginn der Ortsgründung von Schauberg bezeichnen. Als historische Daten, vor allem maßgebend für die weitere Entwicklung dieser Ansiedlung, wären besonders­ hervorzuheben:­ die­ Umwandlung des Blaufarbenwerkes in die­ Königlich-privilegierte­ Porzellanfabrik Schauberg im Jahre 1815 und im weiteren Verlauf die Fertigstellung der so genannten Distriktstraße von Rothenkirchen über Welitsch, Heinersdorf und Schauberg nach Tettau im­ Jahre­ 1876.­ Dabei­ wurde­ auch­ eine erste postalische Erschließung ermöglicht,­ denn­ ab­ 1.­ April­ 1882­ verkehrte auf dieser Straße die Postkutsche von Stockheim nach Tettau. Eine weitere und ganz erhebliche Verkehrserschließung bedeutete die im­Jahre­1903­in­Betrieb­genommene­ Eisenbahnlinie von Pressig-Rothenkirchen über Schauberg nach Tettau. Die erste Schule in Schauberg wurde im Jahre 1844 in einem heute noch bewohnten Häuschen eingerichtet. Am­ 1.­ Oktober­ 1913­ erhielt­ Schauberg­dann­ein­neues,­schönes­Schulhaus, oben am Berghang gelegen. 1965­ wurde­ die­ Schauberger­ Schule­ aufgelöst­ und­ die­ Kinder­ in­ den­ Schulverband Tettau übernommen. Ein lang gehegter Wunsch ging im Jahre­ 1956­ in­ Erfüllung.­ Ein­ eigenes­ Kirchlein,­ die­ »Gnadenkirche«,­ das­ besonders durch die Initiative des ehemaligen Pfarrers Erdmann Krüger

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entstand, konnte eingeweiht werden. Gleichzeitig erhielt Schauberg auch einen eigenen Friedhof. Das wohl bitterste Kapitel seiner Geschichte aber erlebte der Ort Schauberg durch den völligen­Zusammenbruch­des­Dritten­ Reiches­im­Jahre­1945­und­die­Aufteilung in vier Besatzungszonen. Diese Zonengrenzziehung, eine Folge des für unser Volk so tragischen Erbes einer unheilvollen geschichtlichen Epoche, hatte den Ort Schauberg und seine Bewohner besonders hart getroffen.­ Im­ Juni­ 1952­ wurde­ die­ zwischen Schauberg und Rottenbach sich hinziehende Zonengrenze endgültig fest verschlossen und der KRONICHER. | Ausgabe Juli 2012


Jubiläum Bahnverkehr auf der Nebenstrecke Pressig-Tettau eingestellt. Die Einwohner des thüringischen Ortes Rottenbach, welche sich aber seit­ eh­ und­ jeh­ als­ »Schauberger«­ gefühlt hatten, sollten in das Innere der DDR evakuiert werden. Sie kamen aber diesem Beschluss zuvor und flüchteten über den Tettau-Bach nach Westen. Dem aufopfernden Einsatz der hilfsbereiten Schauberger war es zu verdanken, dass manches Stück an totem und lebendem Inventar gerettet werden konnte. Schon im darauffolgenden Jahr konnten die ehemaligen Rottenbacher sowie weitere Heimatvertriebene aus Ungarn und dem Sudetenland vier neu errichtete Siedlungsblocks in Schauberg beziehen. Am Schauberger Kirchweih-Wochenende im September­ 1961­ mussten­ sie­ mit­ ansehen,­ wie ihre leerstehenden Wohnungen im ehemaligen Rottenbach durch Pioniere der NVA dem Erdboden gleich gemacht wurden. Heute erinnert nichts mehr daran, dass dort einstmals schmucke Häuser standen. Die Geschichte von Schauberg ist zu einem Teil eng verbunden mit der Entwicklung seiner Porzellanfabrik. Gerade­in­dieser­Zeit­der­größten­Not­ unseres Volkes, hervorgerufen durch Hunger, Teilung und Vertreibung, entstand in dieser inzwischen fast verfallenen und leerstehenden Fabrik eine neue Hoffnung von Schauberg. Der aus dem Sudetenland vertriebene Porzellanfabrikant Richard Rösler­ übernahm­ im­ Jahre­ 1948­ mit­

einfachsten Mitteln den vom letzten Besitzer seiner gesamten Einrichtung beraubten Betrieb. Mit seiner fachlichen Erfahrung und Tatkraft und mit Hilfe einheimischer Fachkräfte gelang es ihm, diese Fabrik wieder zu einer vorher­ nicht­ für­ möglich­ gehaltenen­ Größe­zu­entwickeln.­Sein­Sohn­Guido, als Schauberger hier aufgewachsen,­ der­ nach­ dem­ Tode­ die­ Leitung­ des Werkes übernahm, entwickelte diese Fabrik noch weiter zu einem modernen Porzellanwerk. Heute heißt­die­Firma­Rösler­CeramTec­und­ die­ Kinder­ von­ Guido­ Rösler,­ Katharina und Johannes, sind seit 2010 die Geschäftsführer. 50 Mitarbeiter fertigen in Schauberg die Produkte

für­ insgesamt­ vier­ Geschäftsfelder:­ dem Verschlussbereich mit dem traditionellen Porzellanknopf, dem klassischen Geschirrbereich, dem Pharmaziebereich sowie dem technischen -keramischen Bereich mit modernster Brenntechnologie. Seit­der­Grenzöffnung­bestehen­auch­ wieder gute zwischenmenschliche Verbindungen mit den Nachbarn aus Judenbach, lediglich die Straßenanbindung auf Thüringer Seite lässt seit 20 Jahren noch alle Wünsche offen. Text: schauberg.de.to; Roland Lösch und Hubert Steiner

Freitag, 03.08.2012 18.00 Uhr Totengedenken auf dem Friedhof, gestaltet von Pfarrerin Wachter, dem Gerresheimer Werkschor und dem Musikverein Schauberg 19.00 Uhr Feierlicher Festauftakt mit dem Gerresheimer Werkschor, anschließend Bierprobe mit der Blaskapelle Buchbach Samstag, 04.08.2012 14.00 Uhr Kindertag­mit­verschiedenen­Spielen,­u.a.­Ballonwettfliegen,­Hüpfburg,­Olympiade­usw.­/­­ Treffen der ehemaligen Schauberger 18.00 Uhr Tanzmusik­im­Stil­der­50er­Jahre­mit­der­ehemaligen­»Goldenen­7«,­anschließend­­ Stimmung­mit­dem­»MV­Grössau-Posseck­in­kleiner­Besetzung« Sonntag, 05.08.2012 09.00 Uhr Ökumenischer­ Gottesdienst­ im­ Festzelt,­ umrahmt­ vom­ Männerchor­ Judenbach­ und­ dem­ Musikverein­Schauberg,­anschließend­Frühschoppen­mit­Weißwurst-Frühstück­/»Buchbacher­ Gaudi-Musik« ab 13.30 Uhr Standkonzerte der beteiligten Musikvereine und Sternmarsch zum Festzelt, anschließend Unterhaltungsmusik­mit­der­»Tettauer­Blasmusik«­und­Ausklang Es­laden­ein:­Die­Schauberger­Vereine­FFW­-­Musikverein­-­SPD-OV­-­Frauentreff­-­Stammtisch­ »Finkensteiner«­-­die­Firma­Rösler-CeramTec­und­der­Markt­Tettau ANZEIGE

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KRONICHER. Ratgeber

Essen & Trinken

Die Italiener und ihre Küche

Italien ist nicht nur auf Grund seiner wesentlichen und einmaligen Landschaft prominent, sondern es bietet auch ein extensives Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten. An der obersten Spitze der bekann­ ten Köstlichkeiten hält sich natürlich die Pizza, das Land hat aber so viel mehr noch als Pasta oder Pizza zu bieten. Geschäfte die sich auf italienische Delikatessen spezialisiert haben, sind oftmals bei uns nur in den Großstädten angesiedelt. Die Wahl in den Supermärkten lässt dem Feinschmecker oft noch viele Wünsche unbefriedigt. Zum Glück gibt es im Internet eine ganze Reihe an speziali­ sierten Anbietern, die einem die Suche enorm erleichtern. Darüber hinaus ist Italien für seine Vielfalt an Nudeln und Pasta bekannt. In den Feinkost­ läden bekommt man hier mehr­ fach eine kolossale Selektion an Saucen und Nudeln. Was zudem auch den Renner der ita­ lienischen Produkte darstellt, sind die vielen verschiedene Öle, primär das Olivenöl. Italien ist aber auch für Risotto, Parmesankäse und diverse Sa24

lami-Spezialitäten bekannt. Ein anderes, sehr beliebtes Exportprodukt aus unserem mediterranen Nachbarland sind die vielen Weine und Essige. Hier voran gilt der Balsamico Essig als wahrer Gourmet-Tropfen und hat weltweit einen außerordentlichen, qualitativen Stellenwert. Rezepte mit Balsamico Essig sind zu Hauf existent und

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man gebraucht dieses Produkt nicht nur für Dressings oder die beliebte Crema di Balsamico, nein, auch für Cocktails oder Fruchtsaucen sind die Originale ein echter Hit. Zu der Gutbür­ gerlichen italienischen Küche gehören auch die geeigneten Gewürze und Kräuter, welche gleichermaßen in gut sortier­ ten Feinkostläden zu erhal­ ten sind. Das prominenteste Gewürz, welches an dieser Stelle noch genannt werden sollte, ist das Basilikum. Dieses Gewürz schmeckt vorzüglich in der Komposition mit Tomaten oder echtem italienischen Mozarella-Käse. (Text: www.online-artikel.de; joberlau)

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Event

21. und 22. Juli 2012 in Nordhalben Mit dem Kronacher »Ratsherren-Zug« stilecht zum Nordwald Spektakulum

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er nicht nur bei einem historischen Ereignis aus dem 30jährigen Krieg als Zuschauer dabei sein, sondern mitmachen will, der hat dazu vom 20. bis 22. Juli 2012 im Landkreis­Kronach­Gelegenheit.­ Zunächst geht es mit dem »Ratsherrenzug«­ am­ 20.­ und­ 21.­ Juli­ 2012­ von der 1000-jährigen Stadt Kronach zu Fuß und mit Pferdewagen mit Zwischenübernachtung ins 25 Kilometer entfernte Nordhalben. Der Tross wird am zweiten Tag in Nordhalben von einer Abordnung des dortigen »Historischen­ Volks«­ mit­ dem­ Amtsvogt - in Person des 1. Bürgermeisters Josef Daum - empfangen und zum Festplatz des erstmals stattfindenden »Nordwald­ Spektakulums«­ geleitet.­ Am Nachmittag des Samstags findet ein improvisiertes Historienspiel auf der neuen Naturbühne statt. Im Mittelpunkt steht der »Frieden von Nordhalben«,­ zu­ dem­ auch­ »fremde­ Leut«­ als­ Mitwirkende­ eingeladen­ sind.­Zugrunde­liegt­ein­1635­in­Nord-

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halben geschlossener Sonderfrieden zwischen den verfeindeten Parteien des 30-jährigen Krieges. Das »Spektakulum«­ am­ 21.­ und­ 22.­ Juli­ 2012­ wird erstmals als eine Veranstaltung mit mittelalterlichem Hintergrund von­Liebhabern­für­Liebhaber­im­historisch­ reichen­ Grenzland­ Franken/ Thüringen/Sachsen­ durchgeführt­ und steht allen Interessierten offen. Neben einem Zünfte-Markt aus alter Zeit mit einheimischen TraditionsHandwerkern, Versorgungsständen und einer Zelttaverne stehen die eigens konzipierten Berglandspiele im Mittelgrund, bei denen Gruppen und Einzelakteure in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten. Sowohl­ am­ »Ratsherrenzug«­ in­ seinen verschiedenen Etappen, dem Einmarsch in Nordhalben, als auch am »Frieden­ von­ Nordhalben«­ können­ Gäste teilnehmen, sofern sie in ent sprechender Gewandung antreten. Natürlich lädt auch das »Nordwald S p e k ta ku l u m «­ Besucher zum Verweil oder sportlichem Zeitvertreib ein,

Gaukler und verschiedene musikalische Gruppen sorgen für Staunen und Unterhaltung. Mit Spannung wird der Sieger der Berglandspiele erwartet, in denen Recken aus den drei hier zusammen­ treffenden­ Ländereien­ ihre Kräfte messen. Noch heute symbolisiert­ der­ »Dreiherrenstein«­ im­ Ortsteil Grund, dass bei Nordhalben einst das Bamberger Hochstift, das Geraisch­ Reußische­ Land­ und­ das­ Gebiet der Bayreuther Markgrafen aufeinandertrafen. Anno 2012 findet sich hier die Grenze zwischen Franken und Thüringen, aber ebenso die Nachbarschaft­ der­ Landkreise­ Kronach, Saale-Orla-Kreis und Hof. Zwischen den im 30-jährigen Krieg verfeindeten­ Lagern­ der­ bambergischen Kronacher und Reußen zu Lobenstein­ wurde­ 1635­ in­ Nordhalben ein Sonderfrieden geschlossen, ANZEIGE

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Event

der erste auf deutschem Boden. Er ermöglichte­ der­ ganzen­ Region­ das­ Überleben und hatte für die Versorgung weiter Teile des hungernden fränkischen Unterlandes eine große Bedeutung. Seit 2003 wird in einem farbenfrohen Freiluft-Spiel dieses historischen Ereignisses gedacht, an dem auch als heutige Vertreter ihrer »Hoheitsbereiche«­ die­ jeweiligen­ Bürgermeister von Nordhalben, Kronach­ und­ Bad­ Lobenstein­ mit­ ihren­ Delegationen teilnahmen. Im Rahmen der 850-Jahrfeier des Marktes Nordhalben 2004 wurde es als opulentes Stück groß inszeniert. 2010 fand der erste Ratsherrenzug statt, der auch damals­dem­»Friedensschluss«­voran­ ging. Ein Planwagen-Tross mit dem Kronacher Stadtvogt und seinen Viertelmeistern, einer bewaffneten Eskorte, Weibsvolk und Kindern zog durch das Rodachtal hinauf auf den Nordhalbener­ Berg­ am­ Höhenkamm­ des Frankenwaldes. Dem erklärten Wunsch vieler staunender Zaungäste, da­auch­mal­im­»Gewand«­mitzuziehen, wird nun Rechnung getragen.

Ausführliches Programm auf www.nordwald-spektakulum.de

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Der­ »Ratsherrenzug«­ startet­ in­ Kronach, unterwegs sorgen wehrhafte Flößer­an­ihrem­­Unterrodacher­Museum für einen Disput ums Bierprivileg, dessen Ausgang noch ungewiss ist. Am Etappenziel Steinwiesen bietet der lauschige Biergarten der historischen Posthalterei und heutigem Gasthof­»Zum­Goldenen­Anker«­den­ Zeitreisenden Erholung bei passender Musik, deftigem Mahl und einfacher Ruhestatt. Dass auch die Steinwiesener­ mit­ der­ Kronacher­ »Obrigkeit«­ so­ ihre Probleme hatten, wird der Mühlvogt der 500 Jahre alten Teichmühle berichten.­Die­»Zinsbretter«­drückten­ schwer. Der weitere Weg am zweiten Tag führt fernab des Straßenverkehrs direkt­entlang­der­malerischen­Ködeltalsperre in den Friedensort mit seinem Open Air-Gelände am Regberg. Die Mit-Marschierer sind Gäste des­ »Nordwald­ Spektakulums«­ und­ können­ in­ Nordhalben­ individuell­ übernachten.­ Rückreisemöglichkeit­ am abschließenden Sonntag nach Kronach besteht. (PR­Text »Nordwald Spektakulum« von Norbert Neugebauer Fotos: Nordwald­Spektakulum) ANZEIGE

Übernachtungsmöglichkeiten und weitere Informationen bei den nachfolgenden Tourismusstellen­ (mit­ Möglichkeit­ den­ Veranstaltungs-Flyer­herunterzuladen): Tourismus- und Veranstaltungsbetrieb der Stadt Kronach http://www.kronach.de/tourismus-kultur-freizeit/ Tel.­09261/97236­ Frankenwald-Tourismus http://www.frankenwald-tourismus.de/ Tel.­09261/601517­ Tourismusverband Oberes Rodachtal http://www.oberes-rodachtal.de/ 09262/1538 KRONICHER. | Ausgabe Juli 2012

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Aus den Unternehmen NEW YORK / Kleintettau - Die Nacht vom 21.5.2012 war für den Flakonglasproduzenten­ HEINZ-GLAS­ aus­ Kleintettau­ mehr als erfolgreich! Die 40. US FiFi Awards - Vorbild für die deutschen »Duftstars«­ -­ wurden­ im­ New­ Yorker­ Lincoln­ Center verliehen. Viele bekannte Gesichter von Film und Fernsehen standen Pate für­die­glamouröse­Verleihung­der­Preise. Aber nicht nur die Hollywood-Stars glänzten­ -­ auch­ HEINZ-GLAS­ war­ Star­ des­ Abends. Mit den hochwertigen Glasflakons aus Kleintettau und Piesau konnte HEINZ-GLAS­ in­ 50­ Prozent­ der­ ausgelobten Kategorien als Sieger hervorgehen. In folgenden Kategorien konnte HEINZ­GLAS­jeweils­den­1.­Preis­er­ringen: Luxus Damen: Tom Ford Violet Blonde Tom Ford Beauty Luxus Herren: Gucci Guilty Pour Homme - P&G Prestige Beste Verpackung des Jahres - Luxus Damen: Prada Candy Eau de Parfum Spray - PUIG USA Beste Verpackung des Jahres – Damen Prestige: Victoria’s Secret Angel - Victoria’s Secret Beauty

Media Kampagne, Herren: Gucci Guilty Pour Homme - P&G Prestige 2012 FiFi Publikumspreis Damen: Victoria’s Secret Angel - Victoria’s Secret Beauty Publikumspreis Herren: Comme une Evidence­Green­-­Yves­Rocher­North­America­ Inc. HEINZ-GLAS­hat­damit,­wie­schon­oft­bei­ in den letzten Jahren stattfindenden Preisverleihungen, ein weiteres Mal bewiesen, dass es weltweit ganz oben aufgestellt ist! Bereits am Freitag, den 4. Mai 2012 verlieh die Fragrance Foundation Deutschland den­ begehrten­ deutschen­ »Duftstars«Award zum 20. Mal. Die Veranstaltung fand in Berlin statt. Im Rahmen der Verleihung wurden Duftkreationen in unterschiedlichen Kategorien­ ausgezeichnet.­ HEINZ-GLAS­ war­ dabei und konnte sich über die Nominierungen und Erstplatzierung freuen, die die in Kleintettau gefertigten Glasflakons erreichten. So wurde der Flakon des Siegers in der Kategorie­Prestige­Herren,­L’Homme­Libre­ von­Yves­Saint­Laurent,­bei­HEINZ-GLAS­in­

Kleintettau­hergestellt.­»Der­wie­aus­Licht­ gemeißelte Flakon im stilisierten Bauhaus-Design bringt die energiegeladene Intensität­von­L’HOMME­LIBRE­zum­Ausdruck und verbindet zugleich virile Stärke mit­modern-urbaner­Leichtigkeit«,­findet­ man den Flakon auf der Website der Fragrance Foundation beschrieben. Darüber hinaus­ siegte­ HEINZ-GLAS­ noch­ mit­ den­ Flakons­ LUXESS,­ Dita­ von­ Teese­ und­ DAVID BECKHAM, Homme. (Text:Pressemitteilung Heinz Holding GmbH)

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Mein Rezept für den Landkreis

Nudelau�lau� mit Hack�leisch und Champignons

�on An�a Mayer ���­K������

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Zutaten (4 Personen): •

300g Nudeln

300g Hackfleisch

300g Gouda

1 Dose Champignons

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

Salz, Pfeffer, Pizzagewürz

1 Flasche Zigeunersoße

1/2 Tube Tomatenmark

4-5 EL Tomatenketchup

1 Becher süße Sahne

Zu�ereitung: Das Hackfleisch mit Zwiebeln und Knoblauch andünsten, Champignons und Gewürze zugeben.

Den Rest der Nudeln darüber schichten und nochmals mit Käse bestreuen.

Zigeunersoße, Tomatenmark und Ketchup unterheben, aufkochen und köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist.

Zuletzt einen Becher Sahne darüber gießen.

Die gekochten Nudeln mit der Hackfleischsoße vermischen. In eine gefettete Auflaufform einen Teil des Nudel-Hackfleischgemisches geben und Goudawürfel darüber streuen.

Den Auflauf ca. 30 Minuten bei 225 Grad überbacken... Guten Appetit!

Ausschneiden und sammeln!

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Das allerletzte Interview

Mal­ehrlich,­Frau­Ritt­er! Karin Ritter (SPD) ist seit 2008 ehrenamtliche Bürgermeisterin­ der­ Gemeinde­ Reichenbach.­ Die­ 59-Jährige­ ist verwitwet und hat zwei Kinder. Zurzeit arbeitet sie in Teilzeit als Steuerfachangestellte.

Was steht auf Ihrem Frühstückstisch? Kaff­ee­und­beide­Tageszeitungen. Ein Tag beginnt für Sie richtig gut, wenn... ...mein zweieinhalbjähriger Enkelsohn gut gelaunt an der Haustür steht und­ruft­:­»Oma,­Frühstück!« Wann waren Sie das letzte Mal im Kino? Vor ca. 25 Jahren mit meinen beiden Kindern und Nichten. Welcher Film? Curly Sue. Welches politische Projekt möchten Sie umgesetzt wissen? Die regionale Zusammenarbeit in unse­rer­ Verwaltungsgemeinschaft­ und in der Rennsteigregion ist auf einem sehr guten Weg und kann weiter ausgebaut werden. Zugegeben, wir als sehr kleine Gemeinde profi­ti­eren­ natürlich­ am­ meisten­ davon, wenn wir z.B. die Dienste des Bauhofes der Stadt Teuschnitz in Anspruch nehmen dürfen, weil wir uns keinen­eigenen­leisten­können.­Aber­ das­ist­ein­»Solidarpakt«­im­Kleinen.

Einen­ Menschen­ möchte­ ich­ nicht­ hervorheben.­ Aber­ den­ größten­ Respekt­ habe­ ich­ vor­ der­ Generati­on­ meiner­ Eltern,­ die­ unser­ Land­ nach­ dem Krieg wieder aufgebaut und nach vorne gebracht haben. Welchen Traum würden Sie sich gerne erfüllen? Unseren­ Dorfb­ach,­ der­ an­ meiner­ Grund­stücksgrenze­entlang­läuft­,­wieder aufmachen, damit so ein Stück »Reichenbach«­wieder­sichtbar­wird. Wen würden Sie gerne einmal für einen ausführlichen Meinungsaustausch treffen und warum? Ich­treff­e­so­viele­Leute,­die­mir­ihre­ Meinung sagen und mit denen ich mich gerne auseinandersetze, dass ich damit vollkommen ausgelastet bin.­Treff­en­würde­ich­aber­trotzdem­ gerne alle diejenigen, die nur über mich, aber nicht mit mir reden. Ein Grund, warum die Bürger Ihrer Gemeinde mit ihrer Bürgermeisterin zufrieden sind? Alle­werden­besti­mmt­nicht­zufrieden­

sein. Aber ich bin hier in Reichenbach geboren und hänge mit ganzem Herzen­an­meiner­Heimat.­Dies­besti­mmt­ auch mein Handeln als Bürgermeisterin. Außerdem begegne ich allen Menschen mit dem Respekt, mit dem auch­ich­behandelt­werden­möchte. Das letzte Buch, das Sie gelesen haben? Anselm­Grün,­»Einfach­Leben«. Sie dürften einen Werbeprospekt für den Landkreis Kronach mitgestalten. Welcher Slogan würde die Titelseite zieren? »Landkreis­ Kronach,­ der­ Kopf­ von­ Bayern«,­ weil­ wir­ uns­ hier­ oben­ in­ keinem Punkt vor dem Süden Bayerns verstecken müssen. Was wäre Ihre Henkersmahlzeit? Klöße­ und­ Milchkraut­ mit­ viel­ gerösteten­Zwiebeln. Vielen Dank für das Gespräch. Interview: Carlo Fehn

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Ihre Lieblingsfarbe? Eigentlich bin ich recht bunt, aber meine­Lieblingsfarbe­ist­Rot. Die beeindruckendste Leistung, die ein Mensch vollbracht hat? 30

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