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www.kronicher.de Ausgabe 30 Dezember 2013

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Berichte Ein Christkind wie aus dem Bilderbuch Neukenroth bangt um ein Naturdenkmal Chance für Autoren Vom Altar an die Tischtennisplatte Kronacher Unternehmen optimistisch

Rubriken Ihr gutes Recht Auf den zweiten Blick

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KRONICHER. w端nscht allen Werbepartnern und Lesern Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


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Liebe Leserinnen und Leser, liebe »Kronicher«!

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s ist Weihnachtszeit! Und wieder neigt sich ein Jahr sanft dem Ende zu. Die meisten Menschen werden den erstrebten, aber wahrlich nicht einfach zu findenden Spagat zwischen der rauschhaften Hektik der adventlichen Wochen und der ersehnten inneren Einkehr wieder nur mit Mühe bewältigen können. Es ist eine merkwürdige Zeit, die uns jetzt ins Haus steht. Auf der einen Seite werden die Tage immer kürzer, und man spürt einen natürlichen Drang, die Dinge langsamer anzugehen oder gar wie die Bären in Winterschlaf zu verfallen. Auf der anderen Seite aber erinnert uns der Kalender daran, dass Weihnachten vor der Tür steht – ein Datum, das bei den meisten Menschen nicht Besinnlichkeit, sondern Hektik auslöst. Werde ich es dieses Jahr auch schaffen, alle Geschenke rechtzeitig einzukaufen? Was kann ich nur tun? Ich weiß einfach nicht, was ich meinen Liebsten schenken soll! Diesmal will ich aber nicht wieder an allen Tagen von morgens bis abends in der Küche stehen! Es ist schon merkwürdig: Ausgerechnet Weihnachten müssen wir oft Dinge tun, die wir eigentlich nicht tun wollen. Diese lästigen Verpflichtungen! Jedes herannahende Weihnachten gibt uns erneut die Chance, es anders zu machen. Rechtzeitig über Geschenke nach-

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zudenken. Das Weihnachtsmenü etwas bescheidener ausfallen zu lassen. Nicht bis zur letzten Minute vor der Bescherung die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Jedes Weihnachten zeigt uns aber auch immer wieder, das dies wohl einfach alles dazugehört. Genauso wie das Christkind zum Weihnachtsmarkt gehört. Und natürtlich hat auch die Kronacher Weihnacht in diesem Jahr ein Christkind, auch wenn es mit der Stellenbesetzung sehr knapp geworden ist. Lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe, warum sich das Warten aber richtig gelohnt hat und warum sich das Christkind des Kronacher Weihnachtsmarkts einen Kindheitstraum erfüllt hat. Für das Engagement unserer Werbepartner und die Treue unserer Leser im abgelaufenen und – wir hoffen das – auch im kommenden Jahr möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken und

Ihnen allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen. Mit besten Grüßen Carlo Fehn

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IMPRESSUM KRONICHER. Die Infobroschüre für Stadt und Landkreis Kronach Herausgeber: Verlag Carlo Fehn Matthias-Kaiser-Str. 1 96317 Kronach Telefon: 09261-9100148 Telefax: 09261-9100149 E-Mail: redaktion@kronicher.de Internet: www.kronicher.de Redaktion/Texte in dieser Ausgabe: Carlo Fehn (V.i.S.d.P.) Gerd Fleischmann, IHK Bayreuth Satz/ Layout: Carlo Fehn Anzeigen: Rainer Renk, Carlo Fehn Fotos: Carlo Fehn, Stephan Amm (Titelfoto), Gerd Fleischmann, Stefan Weiss, Frank de la Porte, fotolia.de Erscheinungsweise: Monatliche Verteilung in Auslagestellen in Stadt und Landkreis Kronach Druckauflage: 5.000 Stück

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AMT & WÜRDE

KRONICHER. | Ausgabe Dezember 2013

DEBÜT

EIN CHRISTKIND WIE AUS DEM BILDERBUCH Auf dem Kronacher Weihnachtsmarkt gibt in diesem Jahr ein neues Christkind sein Debüt. Lara Schug aus Kronach scheint für dieses Amt wie gemacht und erfüllt sich damit auch einen Kindheitstraum.

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ls das neue Kronacher Christkind dann endlich feststand, waren Freude und Begeisterung auf beiden Seiten riesengroß. Zum Einen und ganz besonders bei Michaela Weiss und ihren Kollegen der Vorstandschaft und des Werbebeirats der Aktionsgemeinschaft Kronach, die auch in diesem Jahr wieder für die Planung und Durchführung des Weihnachts-

nachtsmarkts war für uns alle auch in diesem Jahr wieder sehr anstrengend. Zu allem Überfluss wurden wir dann im Oktober auch noch vom bisherigen Christkind informiert, dass es aus zeitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen könne.« Ein neues Christkind für den Kronacher Weihnachtsmarkt zu bekommen, sollte doch eigentlich kein Problem sein,

»Ich habe auf dem Kronacher Weihnachtsmarkt selbst schon immer das Christkind bewundert!«

Lara Schug, Kronacher Christkind 2013

markts verantwortlich waren. Andererseits erfüllte sich aber auch das neue Christkind mit der Berufung einen Kindheitstraum. Michaela Weiss erinnert sich: »Die Planung des Weih-

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könnte man denken. Nachdem man dann über die Presse einen Aufruf und sozusagen eine »Stellenanzeige« veröffentlicht hatte, zeigte sich jedoch, dass mit einem Ansturm auf das hohe Amt wohl nicht zu rechnen sein würde. »Wir hatten schon die eine oder andere Interessentin, erinnert sich Michaela Weiss, aber das war immer so unter dem Vorbehalt, wenn wir denn tatsächlich kein Christkind finden würden, dann würde man sich eventuell zur Verfügung stellen.« Kronacher Weihnacht ohne

echtes Christkind? Nein, das kann und konnte natürlich nicht sein! Und letztendlich haben sich die Tage zwischen Hoffen und Bangen gelohnt. Denn nun kann man mit Fug und Recht behaupten, ein waschechtes Kronacher Christkind zu haben, das tatsächlich alle Voraussetzungen erfüllt, die man für dieses Amt mitbringen muss. Lara Schug ist 20 Jahre alt, arbeitet seit 2012 im integrativen Montessori Kindergarten in Dörfles als Kinderpflegerin, wohnt in Kronach, hat langes engelsblondes Haar, ist hübsch und hat immer ein Lächeln im Gesicht. Und das hätte ihr gut und gerne an ihrem ersten »offiziellen Arbeitstag« vergehen können, denn die Eröffnung der Kronacher Weihnacht 2013 war von Petrus nicht begünstigt. Aber selbst, als sie vom Garten des Frankenwaldvereines hinab mit dem Prolog den Weihnachtsmarkt eröffnete, strahlte sie unter dem weißen Regenschirm. Trotz des ungemütlichen Wetters hatte sie sich auch schon einige Tage vorher beim Soundcheck auf diesen Moment gefreut. Dass sie in diesem Jahr das Kronacher Christkind sein darf, macht sie glücklich, auch weil sie sich damit in gewisser Weise einen Kindheitstraum erfüllt. »Ich habe in der Zeitung davon gelesen, dass die Aktionsgemeinschaft als Veranstalter in diesem Jahr ein neues Christkind sucht. In meiner Familie, auf der Arbeit und auch unter Freunden haben mir alle gesagt, dass ich mich unbedingt melden soll, weil das wie für mich gemacht wäre. Ich war selbst als Kind immer mit meinen Eltern und Großeltern auf dem Weihnachtsmarkt in Kronach und habe da schon immer das Christkind bewundert. Die schönen Haare, das tolle Kostüm – da denkt man sich als Kind natürlich auch immer, dass man das auch mal machen möchte.« Und nun ist sie es also. Natürlich muss das Kronacher Christkind während der Adventszeit auch hier und da Terminen nachkommen, aber das ist für die sympathische Kronacherin überhaupt kein Problem und außerdem mache sie es sehr gerne. Auch deswegen, weil sie auch schon die ganzen letzten Wochen in ihrem Kindergarten in Dörfles mit Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt beschäftigt war. Denn am zweiten Adventswochenende hatte der Dörfleser Montessori Kindergarten zum Weihnachtseinkauf an seinem Weihnachtsstand eingeladen. Dort gab es selbst hergestellte leckere Köstlichkeiten wie Weihnachtsmarmeladen, Plätzchen, Backzutaten im Glas für Cookies, Likör, ein selbst entworfenes Kochbuch sowie Bastelarbeiten zum Verkauf. Man könnte also sagen, das neue Christkind hat dem Kronacher Weihnachtsmarkt 2013 in gewisser Weise voll und ganz seinen Stempel aufgedrückt. Text: Carlo Fehn Fotos: Stefan Weiss / Carlo Fehn

Bild links: Das Kronacher Christkind 2013, Lara Schug (li.), beim Soundcheck wenige Tage vor der Eröffnung des Weihnachtsmarktes zusammen mit Michaela Weiss von der Aktionsgemeinschaft Kronach.


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Natur & Umwelt

Bild links: Die mächtige Maurerseiche in Neukenroth siecht dahin.

Neukenroth bangt um ein Naturdenkmal

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ie Neukenrother bangen um ihre Maurers­eiche. Das über 200 Jahre alte Naturdenkmal kränkelt seit zehn Jahren. Die mächtige Krone treibt immer weniger Blätter aus, Äste werden kahl und dürre Zweige fallen ab. Jeder Einheimische kennt sie und sie gehört zum Ortsbild wie die Kirche. Bereits seit 1937 steht der Baumriese unter Naturschutz. Das Erscheinungsbild ist imposant. Immerhin hat die Eiche eine Höhe von 25 Metern und einen Stammumfang von 4,50 Meter. In seinem langen Leben hat dieses Naturdenk­ mal allerhand miterlebt. Nach der Völkerschlacht von Leipzig fiel ein Trupp russischer Husaren im Dorf ein und ließ es sich hier gut leben. Ab August 1885 führte die neu erbaute Eisenbahnstrecke in Sichtweite an der Eiche vorbei. Am 3. Dezember 1906 vernichtete ein mutwillig gelegter Großbrand von zwei 19jährigen Neukenrothern das Schulhaus, den Thea­tersaal, das Pfarrhofnebengebäude und fünf Scheunen. Kirche und Gotteshaus konn­ ten gerade noch gerettet werden. 50 Meter neben der Eiche erhielten die Neukenrother im Jahre 1908 dann eine neue Schule. 1912

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Bild rechts: Foto aus besseren Tagen vor 101 Jahren: Die Verwandten und Ehrengäste bei der Primiz von Peter Ochs, Sohn vom Lehrer Johann Ochs (Mitte, sitzend), reihten sich 1912 im Lehrersgarten zu einem Erinnerungsbild auf. Im Hintergrund die damals schon mächtige Maurerseiche von Neuken­ roth.

bildete der Baum eine wunderschöne Kulisse zu dem Erinnerungsbild im Lehrersgarten anlässlich der Primiz von Peter Ochs, dem Sohn vom Lehrer Johann Ochs. Und im Frühjahr 1945 richteten amerikanische Truppen ihren Kommandostütz­punkt in dieser Schule ein. Die ehemalige Lehrerin, Lucina Spitzenpfeil, Verfasserin des Sagen- und Geschichtenbuchs des Volkstrachtenvereins Zechgemeinschaft Neukenroth, wird sehr nachdenklich, wenn sie den Schluss der Neukenrother Sage »Die Knellesjungfern« liest, wie er auch im »Stäudelschen Sagenheft« steht. Darin heißt es unter anderem: »Nach jedem Erscheinen der Knellesjungfern kommen die drei Verwünsch­ ten dem Dorf einen Fußbreit näher. Wenn sie dereinst die Kirche in Neukenroth erreicht haben, um endlich für das Seelenheil ihres Vaters

und ihre eigene Erlösung zu beten, droht dem ganzen Ort großes Unheil. Die Dorfseite links der Haßlach wird vom Hochwasser überflutet und versinkt in den Wassermassen. Die Westseite des Ortes vernichtet ein riesiges Feuer. Nur die uralte Eiche im Garten des Bauern Maurer bleibt verschont. Aus ihrem Holz fertigt man dann einen Sarg für die letzte Mutter des Dorfes und eine Wiege für ihren kleinen Sohn. Wenn dieser erwachsen ist, soll er ein Priester werden. Durch seine erste heili­ ge Messe werden dann die Knellesjungfern endlich erlöst.« Natürlich rätseln die Neukenrother über die Gründe des langsamen Absterbens. Der Grund­stückseigentümer Hans Maurer erinnert sich daran, dass ein Blitz vor einigen Jahren in die Eiche eingeschlagen habe. Im Stamm ist ein tiefer Riss zu sehen. Und der ehemalige Gartenbaukreisvorsitzende Ernst Knobloch gibt zu bedenken, dass die Wurzelfläche eines Baumes doppelt so groß ist wie die Krone. Seit den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist ein Teil dieser Wurzelfläche als Kirchenweg zugeteert worden. Im Landratsamt Kronach hat die Eiche im Anwesen des Bauern Hans Maurer sogar eine eigene Akte, und zwar laut Unterschutzstellung im April 1937 (Reichsnaturschutzgesetz). Wie Kreisfachberater Engelbert Singhartinger von der Unteren Naturschutzbehörde dazu informierte, sei dieser Baum in der Liste der Naturdenkmäler in Bayern geführt. Der Bund Naturschutz beobachte und pflege die Eiche. Derzeit gebe es im Kreis Kronach lediglich 18 Naturdenkmäler. Ein Absterben wäre deshalb sehr bedauerlich. Auch der Ehrenvorsitzende des Volkstrachtenvereins Zechgemeinschaft Neukenroth, Edmund Sprenger, sieht in der Maurerseiche ein Stück Heimat. »Dieses Naturdenkmal ist so etwas wie das Wahrzei­ chen von Neukenroth.« Mit Sorge beobachtet ebenfalls die 82-jährige Gretel Richter – sie wohnt seit zehn Jahren im ehemaligen Schulhaus – das langsame Dahinsiechen des Baumriesen. »Die Maurerseiche ist für mich ein Inbegriff von Neukenroth.« Text, Foto u. Repro: Gerd Fleischmann


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»Autoren sollen sich gegenseitig helfen!« Mit der Idee eines »Schreibkreises Frankenwald« möchte der Küpser Verleger Frank de la Porte Erfahrungen aus seinem Berufsleben an talentierte Autoren aus dem Landkreis weitergeben und diese auch dazu animieren, sich auszutauschen und ihre Werke nicht vor der Öffentlichkeit zu verstecken.

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eit seinem 30. Lebensjahr befasst sich Frank de la Porte mit der Schriftstellerei. Bis heute hat der Küpser zwölf Romane, drei Sachbücher, vier weitere Sachbücher als Co-Autor, ca. 200 Zeitschriftenbeiträge und zwei Übersetzungen aus dem Englischen veröffentlicht. Er war Lektor von ca. 150 Romanen, Verfasser unzähliger Werbetexte und ist ehemaliger Chefredakteur eines Hamburger Special Interest Verlags. Die technische Produktion von Büchern und Zeitschriften – auch für regionale Autoren – ist für ihn die tägliche Arbeit und das Wissen, das er und seine Frau Heide sich in den letzten gut drei Jahrzehnten in diesem Metier – wie er sagt: fast ausschließlich autodidaktisch – angeeignet haben, macht ihn zu einem kompetenten Ansprechpartner in dieser Branche. Der Beruf ist für Frank de la Porte mittlerweile aber auch Passion geworden und deshalb schaut er oft über den Tellerrand seiner eigentlichen Arbeit hinaus und stellte sich deswegen vor einiger Zeit auch eine ganz einfache Frage: »Wo sind eigentlich all die Autoren, die es im Landkreis Kronach gibt? Ich schätze mal«, sagt der 68Jährige, »dass jedes Jahr bei uns im Landkreis aus den verschiedensten Themengebieten etwa 25 neue Bücher erscheinen. Da liest man hier mal eine kurze Zeitungsnotiz, dort hört man einmal etwas, aber das war es dann auch schon. Ich frage mich halt, was mit diesen Büchern passiert.« Frank de la Porte fragt dies vor allen Dingen deswegen, weil er auch weiß, dass es viele Schreibtalente gibt und deren Manuskripte für die entsprechende Zielgruppe ganz sicherlich auch interessant wären. Aus seiner eigenen langjährigen Erfahrung weiß er allerdings auch, dass ein fertiges Manuskript für den Autor, der möglicherweise sein Erstlingswerk stolz abgeschlossen hat, nicht das Ende, sondern den Anfang eines Prozesses bedeutet, der gut geplant und durchgeführt werden muss. »Es gibt

viele Buchprojekte«, sagt de la Porte, »die scheitern, weil die Schreiber irgendwann an einen Punkt kommen, wo sie nicht mehr weiter wissen.« Jeder mache da seine eigenen Erfahrungen und leider auch typische Fehler. »Und das ist wirklich schade!« De la Porte hat aus diesem Grund überlegt, dass es doch eigentlich sinnvoll wäre, Leuten, die schriftstellerisch tätig werden wollen oder bereits sind, durch die Möglichkeit des gegenseitigen Austausches weiterzuhelfen. Beispielhaft führt er nur ein Thema an: »Wenn das Frank de la Porte ist Verleger mit jahrzenhtelanger Erfahrung. Sein WisBuch dann tatsächlich ein- sen möchte er talentierten Autoren weitergeben. mal fertig ist, muss man sich auch überlegen, loser Zusammenschluss ohne feste Vereinswie man es an seine Leser bringt. Wie macht strukturen sein, der als einziges Ziel hat, die man also zum Beispiel Werbung für sein im Landkreis Kronach beheimateten Autoren Buch? Und wenn sie sich da als eine Gruppe zum Schreiben zu ermutigen, ihnen Hilfestel– nennen wir sie einfach mal ›Schreibkreis lung zu geben und sie vor wirtschaftlichen Frankenwald‹ –zusammen tun und vielleicht Nachteilen zu bewahren.« Wer also daran gemeinschaftlich einen Flyer oder eine Brointeressiert ist, aus seiner Idee oder einem schüre auslegen, in denen die Bücher mehManuskript etwas mehr zu machen und dabei rerer Autoren wiederzufinden sind und sich auf jahrzehntelange Erfahrung zurückzugreidie Kosten für die Werbung somit auch auf fen und sich grundlegende Tipps und wichtige mehrere Schultern verteilen, dann hat man Informationen vom Profi holen möchte, der hier schon einen ganz guten Synergieeffekt, darf sich gerne bei Frank de la Porte melden. der sich genauso bei fachlichen Fragen und Der Küpser unterstreicht abschließend noch Problemen im Austausch mit den Anderen einmal: »In aller erster Linie ist das auch ein ergeben kann.« Angebot, was aus der Liebe zu meinem Beruf Frank de la Porte würde sich sehr gerne als resultiert und ich möchte die Leute dazu aniInitiator und Ratgeber dieses »Schreibkreises mieren, sich nicht zu verstecken, sondern zu Frankenwald« zur Verfügung stellen, betont zeigen, was sie haben.« aber gleichzeitig, dass hiermit keinerlei fiInfos unter 09264-9502 oder fdlp@fdlp.de nanzielles Interesse seinerseits verbunden Text: Carlo Fehn Foto: de la Porte ist. »Das Ganze«, so sagt er, »soll ein zwang-

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SPORT & FREIZEIT

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VOM ALTAR AN DIE TISCHTENNISPLATTE Seit Novemver 2012 ist er der neue Pfarrer der Kirchengemeinden Weißenbrunn und Hummendorf, seit dem 29. September dieses Jahres ist er außerdem neuer Tischtennis-Kreismeister im Einzel und Doppel. Der gebürtige Hannoveraner CHRISTOPH TEILLE, den es von Niedersachsen über Pennsylvania nach Weißenbrunn verschlug, verkündet mit Freude das Evangelium in seiner Kirchengemeinde. Für seine Gegner an der Tischtennisplatte erweist er sich nun auch in Oberfranken als harte Nuss.

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ei der Amtseinführung im November 2012 sprach Dekanin Dorothea Richter von einem vorgezogenen Weihnachtsgeschenk für die Kirchengemeinden Weißenbrunn und Hummendorf. Und auch für Christoph Teille, den neuen evangelischen Pfarrer, scheint die Rückkehr aus den USA nach Deutschland ein Glücksfall gewesen zu sein. Das erste Dienstjahr des 48-Jährigen ist vorbei und das Resümee des gebürtigen Hannoveraners ist sehr positiv. »Ich fühle mich hier sehr wohl, die Menschen sind sehr nett, dass Bier sehr gut und man kann hier auch sehr viel wandern.« Warum ein Pfarrer aus Niedersachsen plötzlich in der oberfränkischen Idylle auftaucht und hier – kaum dass er richtig angekommen war – zum Objekt sportlicher Begierde wurde, ist in seinem Originalton »relativ abenteuerlich, aber andererseits auch wieder ganz einfach« zu erklären. PASTOR IN PENNSYLVANIA Wenn man seine Geschichte mit einigen wichtigen Eckpunkten erzählt, dann ist es von Hannover über Elysburg in Pennsylvania nach Weißenbrunn gar nicht so weit, wie das

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den Anschein macht. Nach einem Theologiestudium musste er, der zu einem geburtenstarken Jahrgang gehörte, zunächst in die Warteschleife und nutzte diese Zeit für ein weiteres Studium für das Lehramt Grundund Hauptschule. Nachdem es auch dort hinterher nicht gut mit Stellen aussah, stellte sich die Frage, was er machen sollte. »Im November 2003 flog ich zu Vorgesprächen nach Amerika, dort wurden für 2004 Pastoren gesucht. Im Januar musste ich dann nochmals rüber für zwei weitere Gespräche und das lief alles so gut, dass ich am 20. April 2004 für achteinhalb Jahre nach Elysburg in Pennsylvania geflogen bin und dann nach einem Jahr, das von vielem Lernen und einigen Prüfungen geprägt war, als Pastor der Elysburg Lutheran Parish ordiniert wurde.« Alles lief sehr gut, Christoph Teille fühlte sich sehr wohl, allerdings hatte seine Gemeinde auch aufgrund der demographischen Entwicklung zunehmend mit finanziellen Problemen zu kämpfen, so dass er im Jahre 2012 versuchen musste, in einer anderen Gemeinde in den USA unterzukommen, was aber nicht klappte. Bei einem Besuch der Partnersynode Ansbach-Würzburg in Elysburg konnte Christoph Teille unter anderem Kontakte knüpfen und Gespräche führen, durch die sich die Möglichkeit eröffnete, sich in einer Probepredigt in der Kirchengemeinde Weißenbrunn und Hummendorf für die dort zu besetzende Stelle zu bewerben. Der Rest ist bekannt und der neue Pfarrer in der Bierbrauergemeinde sagt mit voller Zufrieden-

heit, dass »es passt«. Eines seiner Hobbys ist auch das Wandern. Er ist außerdem begeisterter Schachspieler und schaut sich auch die Fußballspiele des TSV Weißenbrunn an – immer natürlich nur, wenn es die Zeit zulässt. Was Christoph Teille aber vor allen Dingen für die einheimischen Tischtennisvereine so interessant gemacht hat und warum sich gerade die Turnerschaft Kronach darüber freut, dass er sich entschieden hat, beim Oberfrankenligisten aus der Kreisstadt anzuheuern, ist sein exzellenter Umgang mit dem Schläger und dem kleinen Ball. »Ich habe mich anfangs, als ich nach Weißenbrunn gekommen bin, natürlich auch informiert, wo es hier Tischtennisvereine gibt und habe dann auch bei einigen Vereinen einfach mal mittrainiert«, erzählt Teille, der bisher seit seinem zehnten Lebensjahr beim TSV Kirchrode (Hannover-Ost) spielte, einem Verein, der mittlerweile von Hannover 96 übernommen wurde. ENTSCHEIDUNG FÜR TS KRONACH Sogar während seiner Zeit in den USA hat er zweimal im Jahr während seiner Heimaturlaube noch in der Mannschaft mitgespielt und ist mit ihr im Frühjahr auch noch aufgestiegen. Das macht er mittlerweile aber nicht mehr. Vielmehr schickt er sich mit seinem neuen Verein an, nicht nur im Landkreis die Vormachtstellung zu erobern, sondern möglicherweise auch den Aufstieg in die Landesliga zu schaffen. Zur Erklärung: Nach dem Aufstieg in die Oberfrankenliga konnten die Kronacher Tischtennisspieler in den letzten beiden Jahren immer nur knapp die Klasse halten. Im Landkreis konnten sie sich dabei auch immer

Bild links: Christoph Teille bei der Antrittsrede während seiner Amtseinführung als neuer evangelischer Pfarrer der Kirchengemeinden Weißenbrunn und Hummendorf. (Foto: Karl Teille)


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nur hinter dem TSV Windheim platzieren. Das erste Aufeinandertreffen Mitte November endete nach begeisternden Spielen vor einer Rekordkulisse in Windheim mit 8:8. In Windheim hat er sogar Ende des letzten Jahres beim traditionellen Einladungsturnier mitgespielt und wurde danach natürlich auch angesprochen, doch einmal zum Training zu kommen. »Ich bin durch meine Arbeit in der Kirchengemeinde schon sehr eingespannt, gerade mit zwei Bauprojekten im Moment. Da ist es für mich natürlich ein Kriterium, ob ich zum Training fünf, 15 Minuten oder eine halbe Stunde fahre. Ich muss sagen, das hat mir in Windheim wirklich sehr gut gefallen, auch mit der tollen neuen Halle. Aber meine Entscheidung für Kronach fiel halt letztendlich deswegen, weil es für mich doch zeitlich am besten machbar war und ich außerdem sagen muss, dass das auch wirklich eine sehr gute Truppe ist, bei der ich mich sehr wohl fühle und mit der wir in diesem Jahr etwas erreichen können.« Und Christoph Teille ist auch selbstbewusst genug, nicht zu verhehlen, dass er sich wirklich als sehr gute Verstärkung für die Turnerschaft sieht. KIRCHE HAT PRIORITÄT Zur Verdeutlichung dessen holte er sich am 29. September in Stockheim den Kreismeistertitel im Einzel und im Doppel mit seinem Kronacher Mannschaftskameraden Dimytro Nazaryschyn. »Natürlich habe ich auch in Weißenbrunn und Hummendorf mal mittrai-

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niert, aber ich denke zum einen, der eine oder der andere Verein wäre dann vielleicht sauer gewesen und außerdem glaube ich schon, dass ich noch so gut bin, dass die Oberfrankenliga für mich auf jeden Fall auch richtig ist.« Worauf seine Gegner sich einstellen müssen, beschreibt Teille so: »Meine Technik ist nicht so überragend, aber ich habe ein gutes Auge, verstehe den Sport ziemlich gut und kann den Angriff der Jugend immer noch abwehren. Ich bin Blockspieler und habe auf der Rückhand kurze Noppen und der Block ist sehr gefährlich besonders für Angriffsspieler, weil sie den nicht kennen. Außerdem kann ich ein Spiel sehr gut lesen.« Hinsichtlich der Aussichten für seine Mannschaft und seiner persönlichen Ziele hat Christoph Teille ganz klare Vorstellungen: »Wenn ich verletzungs-

frei bleibe, werde ich zumindest im ersten Jahr, wenn die Gegner meinen Spielstil noch nicht so gut kennen, sicherlich eine hoch positive Bilanz haben. Und wenn ich mir die Mannschaft insgesamt anschaue, da sind wir wirklich sehr gut aufgestellt.« Und trotz aller Euphorie – die erste Herrenmannschaft der Tischtennisspieler der Turnerschaft Kronach rangiert momentan an der Tabellenspitze – weiß Christoph Teille Sport und Beruf auch weiterhin richtig einzuordnen. »Kirche hat immer Priorität«, sagt er. Heißt auf gut Deutsch: Sollten seine Verpflichtungen im Dienste der Gemeinde mit den Spielplänen kollidieren, müssen seine neuen Mannschaftskollegen ohne ihn auskommen. »Ich hoffe allerdings, dass das nicht allzu oft vorkommen wird.« Text: Carlo Fehn / Fotos: Carlo Fehn, Karl Teille

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WIRTSCHAFT

KRONICHER. | Ausgabe Dezember 2013

KRONACHER WIRTSCHAFT BLEIBT OPTIMISTISCH

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m IHK-Gremium Kronach wird die aktuelle Geschäftslage deutlich besser eingeschätzt als im Frühsommer, vor allem die Zahl der Pessimisten ist deutlich zurückgegangen – so das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth. Die Erwartungen der Gesamtwirtschaft für die kommenden 12 Monate haben sich trotz Schieflage der Loewe AG deutlich verbessert, es überwiegt eine positive Grundstimmung. Der Konjunkturklimaindex der IHK für die Region Kronach steigt um sechs Punkte auf 120 Punkte. Die aktuelle Geschäftslage wird von 39 Prozent der Unternehmen positiv beurteilt, aus Sicht von nur drei Prozent der Unternehmen fällt sie negativ aus. Die Ergebnisse sind damit deutlich besser als bei der Befragung im Frühsommer 2013 und werden so positiv eingeschätzt wie in keiner anderen Teilregion Oberfrankens. »Die Unternehmen lassen sich von der Insolvenz der Loewe AG nicht negativ beeinflussen«, so IHK-Vizepräsident Hans Rebhan. »Diese Insolvenz drückt natürlich die Stimmung, aber dank robuster Nachfrage und günstiger Perspektiven überwiegt ein positives Stimmungsbild im Wirtschaftsraum Kronach.« Die Umsatzentwicklung wird dabei vor allem von der Nachfrage im Inland getragen. Gerade in Nordamerika, aber auch in der EU und in Asien wurden Artikel und Dienstleistungen aus Kronach zuletzt verstärkt nachgefragt, während die Bestellungen aus Russland rückläufig waren. Der größte Teil der Unternehmen beklagt die steigenden Kosten, vor allem bei der Energie und beim Personal, in den meisten Fällen können diese Mehrkosten nicht oder nur teilweise an die Abnehmer weitergegeben werden. Die regionale Wirtschaft erfreut sich einer recht guten, deutlich verbesserten Kapazitätsauslastung. Die Ertragslage der Unternehmen hat sich deutlich verbessert, es überwiegt aber

eine positive Einschätzung. Diese wird so positiv eingeschätzt wie in keiner anderen oberfränkischen Teilregion. TROTZ LOEWE-INSOLVENZ OPTIMISTISCH 16 Prozent der Unternehmen erwarten in den kommenden 12 Monaten eine positive, zehn Prozent eine negative Geschäftsentwicklung. Für die weitere Entwicklung des Auftragsvolumens in Inland überwiegen die positiven Erwartungen, die Stimmung lässt gegenüber dem Frühsommer aber leicht nach. Die Aussichten für die Exporterwartungen haben sich dagegen deutlich verbessert. Vor allem aus der EU wird von den Unternehmern aus Kronach eine steigende Nachfrage erwartet. Weniger optimistisch sind die Unternehmen, was ihre Absatzchancen in Asien angeht. LEITZINSSENKUNG SCHADET LANGFRISTIG Als zu kurzsichtig bezeichnet Rebhan die jüngste Senkung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank. »Ich verstehe zwar die Gründe für diesen Schritt der Zentralbank, mit dem sie Kreditnehmer in krisengeschüttelten Ländern entlasten will«, so Rebhan. »Mittel- und langfristig sind die Auswirkungen jedoch gerade für die

Altersvorsorge fatal.« Die Rendite etwa von Lebensversicherungen sinkt, auf Dauer geht den Sparern und der Wirtschaft erheblich Kaufkraft verloren. »Geld, das nicht angespart wird, kann auch nicht mehr ausgegeben werden«, so der IHK-Vertreter. Das wiederum bekäme die heimische Wirtschaft in der Zukunft zu spüren. Die Kapazitätsauslastung soll weiter steigen. Die Investitionsquote, also der Anteil der Unternehmen mit konkreten Investitionsplanungen, bleibt mit unverändert 86% eher unterdurchschnittlich. Insgesamt wollen die Unternehmen im Inland noch einmal mehr als zuletzt investieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Ersatzbeschaffungen, gefolgt von Kapazitätserweiterungen. Jedes vierte Unternehmen plant Auslandsinvestitionen. Die Investitionsabsichten im Ausland bleiben auf dem Niveau des Vorjahres. Dazu Peter Belina, Konjunkturexperte der IHK: »Es fällt auf, dass die Unternehmen seit zwei bis drei Jahren mehr im Ausland investieren. Da allerdings Produktinnovationen und Kapazitätserweiterungen im Mittelpunkt stehen, wird dadurch letztendlich der Standort Kronach gestärkt.« Die insgesamt positive Einschätzung der Lage führt dazu, dass die IHK-Mitgliedsunternehmen im IHK-Gremium Kronach ihr Personal aufstocken wollen. Berücksichtigt man den Personalabbau bei Loewe, verschiebt sich das Bild allerdings. In der Summe wird dieser Abbau durch die geplanten Neueinstellungen anderer Unternehmen weitgehend kompensiert. Text: Presseinfo IHK Bayreuth ANZEIGE


KRONICHER. | Ausgabe Oktober 2013

Foto: cogipix - fotolia.com

Glühwein, Grog und Punsch die Stimmungsaufheller an kalten Tagen

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ach einem Winterspaziergang, wenn sich die Temperaturen um den Nullpunkt einpendeln, freut sich der fröstelnde Mensch über einen heißen Drink in der Hand. Ob weiß oder rot - Glühwein wärmt nicht nur kalte Ohren und klamme Finger, sondern auch das Herz. Vor allem zur Vorweihnachtszeit, wenn der unverwechselbare Geruch von Nelken, Zimt und Kardamon über den Märkten hängt. Denn am besten schmeckt das winterliche Heißgetränk draußen.

gesetzlichen Kennzeichnungspflicht unterliegt er nicht. Entsprechend unterschiedlich ist die Qualität. Die Lebensmittel-Experten vom TÜV Süd nennen Regeln, die bei der Suche nach einem guten Glühwein helfen.

GLÜHWEIN GESUND Allerdings sollte man auf die wärmende Wirkung nicht allzu sehr vertrauen: Alkohol weitet die Gefäße, wodurch mehr Blut an die Hautoberfläche gelangt. Der Körper gibt die Wärme nun umso schneller wieder ab. Und wer mit weiteren Glühweinen dagegen steuern möchte, friert am Ende noch mehr als vorher. Genießt man ihn dagegen in beheizten Räumen, kommt der Körper auf seine Kosten - und das nicht nur, weil die Gewürze mit ihren ätherischen Ölen über Geruchsrezeptoren beim Menschen positive Gefühle auslösen. In Maßen genossen ist Glühwein nämlich tatsächlich gesund: Kardamon gilt als appetitanregend, auch gegen Blähungen soll der Glühwein helfen. Nelken fördern die Verdauung und wirken antibakteriell. Ein guter Schutz in der kalten Jahreszeit, wenn Erkältungen grassieren. Zimt, ohnehin ein Muss im Glühwein, regt die Verdauungssäfte an. Es lindert das Völlegefühl nach zu reichlicher Winterkost und soll zudem aphrodisierend wirken. Glühwein besteht mindestens zur Hälfte aus Weiß- oder Rotwein, hat mindestens sieben Prozent Alkohol und wird mit verschiedenen Gewürzen aromatisiert. Eine Tasse hat rund 200 Kalorien. Das ist auch schon alles, was der Verbraucher über ihn wissen kann. Denn einer

TIPP 2 Geschlossene Behälter erhalten den Alkohol besser als offene Töpfe.

TIPPS ZUM THEMA »GLÜHWEIN« TIPP 1 Der Wein darf nicht kochen, sondern nur schonend erwärmt werden, damit nicht zuviel Alkohol verfliegt.

TIPP 3 Die Qualität des Getränks zeigt sich an der Farbe: Frischer Glühwein hat eine intensive rote Farbe. Brauner Glühwein ist ein Zeichen von Oxidationsprozessen, er wurde zu lange im Topf warm gehalten. TIPP 4 Guter Glühwein schmeckt fruchtig und die Gewürze sind klar zu erkennen. Wenn der Wein zu stark und zu lange erhitzt wurde, schmeckt er wie Marmelade. TIPP 5 Ein Glühwein ist immer nur so gut, wie sein Grundwein. Fruchtige, gerbstoffarme Weine eignen sich gut. TIPP 6 Seien Sie vorsichtig im Umgang mit Zucker. Drei Esslöffel pro Flasche genügen. Liebliche Weine müssen nicht nachgesüßt werden.

Nelken sind unverzichtbar. Auch Kardamom, Vanille und Sternanis machen sich gut. Frische Gewürze verhindern, dass sich der Wein zu schnell eintrübt. GUT ZU WISSEN PUNSCH Er stammt ursprünglich aus Indien, leitet sich aus dem Hindi-Wort »panch« ab, was übersetzt »fünf« bedeutet. Denn aus fünf verschiedenen Zutaten setzt er sich zusammen: Arrak, Zitrone, Zucker, Tee und Wasser. Im 17. und 18. Jahrhundert brachten englische Seeleute den Punsch nach Europa. Heiß wurde er erst hier getrunken. Heute ist er der Oberbegriff für alle heißen, alkoholischen Mischgetränke. FEUERZANGENBOWLE Bekannt wurde dieser Punsch durch den gleichnamigen Roman von Alexander Spoerl. Trockener Rotwein wird in einem großen Topf mit Nelken, Zimtstangen, Sternanis und Orangenschalen erhitzt. Auf der Feuerzange - so heißt die löchrige Ablage über dem Topf - tropft ein in hochprozentigen Rum getränkter und brennender Zuckerhut in den Rotwein und macht ihn so immer süßer und alkoholreicher. GROG Er besteht hauptsächlich aus Rum und heißem Wasser. Der Begriff »groggy« meinte ursprünglich den Zustand, der sich nach dem Genuss von zuviel Grog einstellen kann. Auch heute noch wird er verwendet, wenn sich jemand besonders erschöpft fühlt. In der Boxersprache bedeutet »groggy« »angeschlagen« oder »taumelnd«. (Text: Kirsten Niermann/Raufeld)

TIPP 7 Das A und O sind die Gewürze. Zimt und

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Ihr gutes Recht

KRONICHER. | Ausgabe Dezember 2013

Frau Rechtsanwältin Katrin Kenn von der »Kanzlei Wittmann Rechtsanwälte« informiert:

Winterzeit bringt oft Stillstand am Bau

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etzt ist der Winter da, die Temperaturen gehen in den Minusbereich und wir rechnen jeden Tag mit Schnee und Eis. Im Winter kommen viele Baustellen ins Stocken. Dabei sind natürlich nicht nur Großbaustellen betroffen, sondern auch viele kleinere private Vorhaben, die vielleicht erst zu spät im Herbst begonnen oder aus anderen Gründen in die kalte Jahreszeit verschoben wurden. »Schlechtwetter« heißt es dann von den Baufirmen. An dieser Stelle beginnt die Unsicherheit. Was sind eigentlich »Schlechtwettertage« oder was ist »Normalwetter«? Verlängert sich die Bauzeit? Entstehen zusätzliche Kosten? Der Auftragnehmer hat normale Witterungs­ verhältnisse, mit denen während der Bauaus­führung bei Abgabe des Angebotes normalerweise gerechnet werden muss einzukalkulieren. Diese führen dann nicht zu einer Verlängerung der Bauzeit und auch nicht zu einem zusätzlichen Vergütungsanspruch. Außergewöhnliche Witterungsverhältnisse gewähren dagegen durchaus einen Anspruch auf Bauzeitverlängerung. Die Abgrenzung ist aber höchst umstritten und im Einzelfall problematisch. Es existiert eine Vielzahl von einschlägigen Urteilen zu dem Thema. Da es keine exakten Definitionen gibt, ist eine klare

Regelung im Bauvertrag dringend zu empfeh­ len. Hierbei kommt es darauf an, welche konkre­ ten Arbeiten ausgeführt werden müssen. Geht es um Dacheindeckungsarbeiten ist sinn­ vollerweise eine Schlechtwetterregelung für Dauerregen zu treffen, für Kranarbeiten wird dagegen eher die Windstärke von Bedeutung sein. Eine pauschale und für jeden Einzelfall nutzbare Regelung gibt es sicherlich nicht. Die Hersteller erstellen zu ihren Bauprodukten sogenannte Verarbeitungsrichtlinien. In diesen Gebrauchsanweisungen gibt es unter anderem klare Regeln zur Temperatur, bei der die Baustoffe verarbeitet werden dürfen. Ganz grob kann man davon ausgehen, dass Betonarbeiten nicht unter -5 °C ausgeführt werden können, Beschichtungsarbeiten sogar nur bei mindestens +5 °C. Die Baufirma hat die so genannten Verarbeitungsrichtlinien strikt zu beachten, will sie das Entstehen von Mängeln vermeiden. Dem Bauherrn ist ebenso dringend anzuraten, die Firmen nicht zur Eile und zur Fortsetzung von Arbeiten zu drängen, wenn das Material bestimmte Witterungsverhältnisse voraussetzt und diese nicht garantiert sind. Zum anderen sollten Bauherren misstrauisch werden, wenn eine Firma ohne Rücksicht auf die Außentemperaturen putzt, abdichtet und streicht. Weiter stellt sich die Frage, was passiert, wenn witterungsbedingt die Arbeiten einge­ stellt werden müssen. Wer ist dann in der Verantwortung, die Baustelle, die Materialien, eventuell den Rohbau vor Frost und Nässe zu schützen. Hier ist grundsätzlich die Baufirma in der Pflicht. Bis zur Bauabnahme eines Hau­

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ses durch den Bauherrn muss die Baufirma das Gebäude sowie alle damit verbundenen Leistungen und Materialien vor Winterschäden schützen. Art und Umfang der erforderlichen Schutzmaßnahmen richten sich dabei nach den Gegebenheiten im Einzelfall und auch nach der Zumutbarkeit für den Bauunternehmer. Auch hier entsteht häufig Streitpotenzial, welches durch eine klare vertragliche Regelung vermieden werden kann. Insgesamt sollte gerade bei Bauvorhaben, die noch vor dem Winter beginnen, an Regelungen zu Witterungseinflüssen gedacht werden. Kommt es dann einmal zur Einstellung der Arbeiten wegen schlechten Wetters, sollten die Parteien frühzeitig über notwendige Maßnahmen und Kosten reden. Rechtsanwältin Katrin Kenn ist seit 2003 in der »Kanzlei Wittmann Rechtsanwälte« tätig. Sie ist Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht.

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Ausgabe Dezember 2013

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