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STADTMAGAZIN KREFELD JUNI 2012

INTERVIEW: EX-DIPLOMAT ALEXANDER MÜHLEN ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT MIT DEM SCHLUFF JAZZ AN EINEM SOMMERABEND – 8. INTERNATIONALES FESTIVAL AUF DER BURG LINN AKTUELLE TIPPS UND TERMINE . LITERATUR . KONZERTE . THEATER . AUSSTELLUNGEN

AB INS KÜHLE NASS ZU GAST BEI DER SVK 72 SCHWIMM-VEREINIGUNG KREFELD


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STADTMAGAZIN KREFELD JUNI 2012

INTERVIEW: EX-DIPLOMAT ALEXANDER MÜHLEN ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT MIT DEM SCHLUFF JAZZ AN EINEM SOMMERABEND – 8. INTERNATIONALES FESTIVAL AUF DER BURG LINN AKTUELLE TIPPS UND TERMINE . LITERATUR . KONZERTE . THEATER . AUSSTELLUNGEN

EDITORIAL

AB INS KÜHLE NASS Z U G A S T B E I D E R S V K 72 SCHWIMM-VEREINIGUNG KREFELD

Titel: SVK72 Schwimm-Vereinigung Krefeld Foto: Niki Romzcyk

IMPRESSUM HERAUSGEBER KR-1 GbR

Michael Neppeßen Christhard Ulonska Behnischhaus (Eingang B) Petersstr. 120, 47798 Krefeld Tel. 02151 I 654 71 64 Fax 02151 I 654 62 74 www.kr-one.de redaktion@kr-one.de R E DA K T I O N Nina Höhne (nh) Rebecca Pesch (rp) Tom Engstfeld (te) David Kordes (kor) Ben Wahlicht (bw) KR-ONE Redaktion (red) F OTO G R A F I E Christhard Ulonska, Niki Romczyk, Stadt Krefeld, TZ-Marketing, Luis Nelsen M I TA R B E I T E R D I E S E R A U S G A B E Jacqueline Seiler (js) Dirk Brall (db) Dirk Raupach (dr) ANZEIGEN Michael Neppeßen, Tel. 0163 - 252 46 05 neppessen@kr-one.de Torsten Feuring, Tel. 0157 - 761 35 876 feuring@kr-one.de G E S TA LT U N G Christhard Ulonska, Carolin Seel DRUCK Stünings Medien, Dießemer Bruch 167, 47805 Krefeld AUFLAGE 20.000 Exemplare 10 Ausgaben / Jahr V E RT E I L U N G Briefkastenverteilung in mehreren Wohngebieten und an über 200 Auslagestellen im gesamten Stadtgebiet von Krefeld. Das Heft ist ebenfalls kostenlos in unseren Redaktionsräumen im Behnischhaus erhältlich. Für eine garantierte Zustellung empfehlen wir Ihnen das Abo zum Selbstkostenpreis von 29.90 Euro pro Jahr für 10 Ausgaben. Wir verfolgen mittelfristig das Ziel, die Auflage weiter zu erhöhen und alle Haushalte in Krefeld zu erreichen.

LIEBE KREFELDER, während die Fußballer des FC Bayern noch immer versuchen, ihre negativen Erlebnisse aus dem Championsleague-Endspiel zu verarbeiten und der Rest der Republik der Europeameisterschaft entgegenfiebert, warten wir als gute Lokalpatrioten den Ausgang des spannenden Kopf an Kopf-Rennens in der NRW Liga ab: Unser KFC Uerdingen steht nämlich vor dem Aufstieg in die Regionalliga West. Danach können wir uns immer noch über mehr oder minder grandiose Taten unserer Nationalelf freuen. Die Spiele der Euro lassen sich niergendwo stimmungsvoller anschauen, als dort, wo Wirte mit einem Herz für Fans auf großen oder noch größeren Leinwänden Public Viewing anbieten. Noch bevor in Kiew das Finale gespielt werden wird, gibt es in Krefeld ein Highlight: Kultur findet Stadt(t) gibt es diesmal im Format XXL, denn am 30.06. präsentieren wir von der KR-ONE in der Kufa das dazugehörige Aftershow-Event. Wer mitfeiern möchte, kann sich per E-Mail (redaktion@kr-one.de) anmelden. Der Schluff fährt wieder von St. Tönis zum Hülser Berg und das bedeutet: Der Sommer steht vor der Tür. In dieser Ausgabe spannen wir den Bogen zwischen Nostalgie und Heimatkunde und der großen weiten Welt. Der gebürtige Krefelder Alexander Mühlen war als Diplomat in vielen Ländern aktiv. Ob im Jemen, in Abu Dhabi oder Singapur: Wenn er an seine Heimatstadt denkt, wird der Siebzigjährige noch immer sentimental. Krefeld wird seinem Ruf als Stadt der kreativen Typen einmal mehr gerecht: Als Beleg mag die Arbeit unserer Kollegen vom Streuner genauso dienen, wie die Initiative des Design-Professors Erik Schmid von der Hochschule Niederrhein. Gemeinsam mit Studierenden steht er beim so genannten Powerpoint-Karaoke auf der Bühne und nimmt dabei in Kauf, sich vor allen zum Gespött zu machen. Es gibt Menschen, die anders sind als andere, die sich unterscheiden. Und bemerkenswert viele von diesen leben und arbeiten in unserer Lieblingsstadt.

Viel Spaß beim Lesen wünschen Michael Neppeßen und Christhard Ulonska

Wer sich im KR-ONE Team als Reporter oder Fotograf engagieren möchte, ist herzlich willkommen. Außerdem suchen wir Praktikanten, die uns tatkräftig unterstützen. Kontakt per Email an: redaktion@kr-one.de


Inhalt //

JUNI 2012

09 06

Ex-Diplomat Alexander Mühlen:

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„Sehr emfindliche Menschen sind für diesen Beruf nicht geeignet.“

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Fahrradkuriere – Im Zeichen des Adrenalins Ben Carlos und Tim Grashaus bringen bei Wind und Wetter Blutproben, Blumen und Brötchen quer durch Krefeld zu ihren Kunden

Zurück in die Zukunft mit dem Schluff

10

18

16

19

Krefelds historischer Zug fährt in den Ferien auch mittwochs und wird ganz nebenbei zum Filmstar

12

KR-ONE kocht

17

SWK: 052 Von Moers-Kapellen bis nach Krefeld-Oppum

Jazz an einem Sommerabend

20

8. Internationals Festival auf der Burg Linn

18

Kirschkamperhof Kinder und Jugendliche bekommen auf einem Bauernhof Gelegenheit, ein Gespür für sich und ihre Kreativität zu entwickeln

Lieblingsplatz Krefelder Zoo

Hol Dir die Krone Design-Studenten der Hochschule Niederrhein laden zum Improvisieren ein – Blamieren ist ausdrücklich erwünscht

Erstmals stehen zehn familienfreundliche Kurzstrecken auf dem Programm

Mit den Streunern

14

Niederrheinischer Radwandertag

20

22

Krefelder Stadtmarkt Seit sechs Jahren ein Treffpunkt für die ganze Familie

GO! EXPRESS & LOGISTICS Deutsc Deutschlandweit hlandweit eiit – Eur Europaweit o weit – Weltweit opa W We eltw e eitt oder einf ach fürr Sie v orr Ort Ort einfach vor Ihree V Ihr Vorteile o orteile auf einen B Blick: lick: •R Rund-um-die-Uhr-Service und-um-die-Uhr-Ser vic ice an a 365 TTagen agen im Jahr • wir wirksame ksame Zus Zustellung tellung Ihrer Ihrreer wichtigen Sendung Se en wichtigenn Sendungen • Lagerlogistik/Zwischenlagerung/Kommissionierung/Mehrwertlogistik Lagerlogistik/Zwischenla agerung/Kommissionier issionierung/Meh ung/M ung/Mehr wer tlogistik • Gef Gefahrguttransporte ahrguttransporte erNight Ser vice Düsseldor Düss i hauer W ic e eg 1 üsseld sseldorf GO! General General Ov OverNight Service Düsseldorff GmbH • TTichauer Weg 11 1 • 4023 40231 1 Düsseldor Düsseldorf Ihre Ihre per persönlichen sönlichen Anspr Ansprechpartner echpartner sstehen tehen jeder jederzeit zeit für Sie ber bereit. eit. Telefon: Telefon: +49 2 211 11 9032990 • E-mail: duesseldor duesseldorf@general-overnight.com f@general-overnight.com KR-ONE // 4


Inhalt //

32 39

23 26 23

Feiern statt Ferien auf dem Vierkanthof

27

Der Schauspieldirektor am Stadttheater Krefeld leistete in Nigeria Entwicklungshilfe auf der Bühne

Wo früher Kühe und Schweine lebten, lädt heute eine ganz besondere Eventlocation zum Verweilen ein

24

Immer den vollen Durchblick mit Glashaus Augenoptik Frese Ein ausgebildeter Kapitän zur See verkauft modische Brillen

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29

Matthias Gehrt

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Der Stoff, aus dem die Krefelder sind

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Kunst und Kultur Krefelds Kulturangebote im Juni auf einen Blick

Gastro-Tipp: Nordbahnhof Zwischen Gleisen und Weichen gibt es Himmel und Erde mit Röstzwiebeln und Apfelkompott

Jordan Orthopädie Nur barfuss finden die Kunden den richtigen Tritt

Heimatkunde mit Dirk Brall Der Schriftsteller stellt ein Buch vor, das im Bestand der Mediothek zu finden ist und sich mit dem Thema Heimat beschäftigt

32

Campus

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Termine und Events Aktuelle Events

31

Ab ins kühle Nass Die Schwimmvereinigung Krefeld 72 ist eine Heimat für viele Wassersportler aus der Nachbarschaft

39

Hergehört von Dirk Raupach New Yorker Anti-Folk Künstler zu Gast in der Seidenstadt

40

Kalender

„Eine Cigarre herzustellen ist

Exklusiv Depots:

ein Präzisionshandwerk, ihr Aroma zu komponieren eine

Davidoff S.T. Dupont Paris Dunhill Porsche Design

edle Kunst.“

The Word of Single Malt

Tabak &Genuss

Krefeld I Königstrasse 117 I 02151-28197 I www.tabak-janssen.de

KR-ONE // 5


Ti t e l t h e m a / /

E X - D I P L O M AT A L E X A N D E R M Ü H L E N :

„SEHR EMPFINDLICHE MENSCHEN SIND FÜR DIESEN BERUF NICHT GEEIGNET“ Der gebürtige Krefelder und ehemalige Diplomat Alexander Mühlen (70) hat in seiner über 30-jährigen Berufstätigkeit fast alles erlebt: Bürgerkrieg, Hungersnot und Terrorismus. Nun, im Pensionärs-Alter, hat er diese Erlebnisse in einem Buch mit dem Titel „Jenseits von Aden“ zusammengetragen, das in diesen Tagen veröffentlicht wird. Im KR-ONE-Interview spricht Mühlen exklusiv über seine Kindertage in der Seidenstadt, das Arbeiten in Krisengebieten und die Essenz der diplomatischen Arbeit.

//Ist Krefeld immer noch Heimat für Sie, obwohl Sie seit über 30 Jahren nicht mehr hier leben? Ja, ich mache kein Hehl daraus, dass ich Gefühle mit Krefeld verbinde, auch wenn mich meine Frau schon hin und wieder damit aufzieht. Ob es das tragisch-komische Schicksal meines geliebten Heimatvereins Bayer Uerdingen ist oder der KEV, der mal Meister wird und dann wieder den Einzug in die Play-offs verpasst. Zudem denke ich gerne an die Zeit zurück, in der ich als Werksstudent bei großindustriellen Firmen gearbeitet habe. // Wo haben Sie genau gearbeitet? In der Firma meines Vaters, den Deutschen Edelstahlwerken, in der Lohnbuchhaltung. Bei den Guano-Werken als Straßenkehrer und auch bei Bayer gelegentlich als Bürohilfskraft. Alle diese Firmen gibt es nicht mehr oder sie stehen zum Verkauf. // Was hat Sie hier noch geprägt? Natürlich meine neunjährige Schulzeit am Moltke-Gymnasium, das Heranwachsen am Schönwasserpark, viele schöne Tanzstunden und die ersten Mädchenbekanntschaften. Bis zum Abitur verstand ich mich selbst als Krefelder und ich identifizierte mich mit dieser Stadt. // Nun könnten Sie als Pensionär wieder wohnen, wo Sie wollten. Käme für Sie ein Umzug nach Krefeld in Betracht? Nein, die letzte Immobilie, die meine Mutter bis zu ihrem Tod vor fünf Jahren bewohnte, eine ehemalige Wohnung der Edelstahlwerke auf der Cracauer-Straße, habe ich verkauft, weil ich damit nicht mehr viel anfangen konnte. Meine Kinder wohnen und studieren in Köln und München. Für mich kam nie in Frage, etwa nach Berlin zu ziehen, wie es viele Kollegen aus meiner Generation gemacht haben, denn mein Herz schlägt fürs Rheinland und den Niederrhein. Bonn betrachte ich als idealen Kompromiss zwischen Krefeld und Berlin. KR-ONE // 6

// Nach Ihrem Abitur haben Sie das Studium der Rechtswissenschaften in Bonn begonnen. Welche Ziele haben sie dabei verfolgt? Eigentlich war von Anfang an mein Ziel, einen Beruf mit Fremdsprachenverwendung und Auslandsbezug zu ergreifen. Damals gab es nicht so viel Auswahl: Entweder man wurde Kultur-Fachmann und konnte zum Goethe-Institut oder man ging zum Auswärtigen Amt, das in Bonn direkt vor meiner Tür lag. Die Entwicklungshilfe steckte in den Sechzigerjahren noch in den Kinderschuhen und war deswegen keine Option. // Wodurch ist Ihr doch recht früher Blick über den Tellerrand hinaus und Ihr Interesse an fremden Kulturen entstanden? Ich habe in der Schule am liebsten Fremdsprachen gelernt. Neben Latein, das wir neun Jahre lernen mussten, hatte ich Englisch sowie Französisch und in der Oberstufe sogar noch Spanisch. Eigentlich wollte ich anschließend sofort im Ausland studieren, da machten aber meine Eltern nicht mit und so ist es Bonn geworden. Im dritten Semester bin ich dann nach Lausanne gegangen, um mein Französisch zu verbessern. Danach wollte ich entweder in Frankreich oder in den USA zu Ende studieren, doch Amerika hat zu meinem Leidwesen leider nie geklappt, Frankreich hingegen schon. So habe ich meine Doktorarbeit während eines Austauschs nach Toulouse geschrieben, gefolgt von einem Stipendium an der französischen Verwaltungshochschule. Mit Englisch, Französisch und Spanisch waren also die wichtigsten Sprachen verfügbar, um beim Auswärtigen Amt anzufangen.


Ti t e l t h e m a / /

„ICH KANN LEDIGLICH AUF MISSSTÄNDE AUFMERKSAM MACHEN, DEN DIALOG ANSTOSSEN UND VERMITTELN.“

// Wie viele Sprachen sprechen Sie heute? Na ja, mit Abstrichen muss ich sagen: Neben Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch habe ich auch Arabisch gelernt. Ich war insgesamt acht Jahre in arabischsprachigen Ländern beschäftigt, könnte es heute allerdings nicht mehr sprechen. Lesen auch nur noch mit Hilfe eines Lexikons. // Welche Bedeutung hat Sprache in Bezug auf gegenseitige Identifikation? Sprache ist das wichtigste Vehikel, das wichtigste Medium. Ohne Sprache geht nichts. Man kann in einem Land weder politisch aktiv sein noch einen Zugang zu den Menschen herstellen, wenn man nicht wenigstens über ein Basis-Repertoire der jeweiligen Sprache verfügt. Sprache selbst hat allerdings keine Substanz, sondern ist nur ein Instrument. // Sie haben also die Sprache eines jeden Landes gelernt, in dem Sie gearbeitet haben? So ist es. In den Anfängen meiner Tätigkeit war ich in Schweden im Einsatz, also musste ich Schwedisch lernen. Das spreche ich aber heute nicht mehr. In Genf Englisch und Französisch. Im Jemen und Abu Dhabi Arabisch, in Santiago de Chile Spanisch und glücklicherweise war die Amtssprache in Singapur und Uganda Englisch. Mir haben die offiziellen Sprachen genügt, ich habe also weder Malaiisch noch Chinesisch oder Suaheli gelernt. // Was wollten Sie mit ihrer Arbeit beim Auswärtigen Amt bewirken? Waren Sie Idealist oder Realist? Ich wollte nicht die Welt verändern. Das hätte ich mir gar nicht zugetraut. Zunächst einmal wollte ich meinen Traum verwirklichen, in fernen Ländern und Kulturen zu arbeiten. Die Sterne vom Himmel holen und die Welt verbessern wollte ich ausdrücklich nicht. Das blieb der Generation nach mir vorbehalten. // Welche Eigenschaften muss ein Botschafter mitbringen? Die Motivation und den Willen, sich in Kulturen anderer Menschen einzubringen und sie zu verstehen. Das heißt: Wenn ich im Jemen oder in Uganda lebe, muss ich bereits sein, mich in die Probleme, Werte und Grundsätze dieser Länder einzufühlen. // Sie haben in einer Zeit Uganda gearbeitet, in der Joseph Konys Kindersoldaten menschenverachtende Massaker verübt haben. Sind Sie in dieser Zeit niemals an den Rand ihrer persönlichen Integrität gelangt. Diese Frage kann man nur insofern komplex beantworten, als vorher zu klären ist, welche Ansprüche an meinen Beruf gesetzt werden. Als Diplomat bin ich leider kein Politiker, der im besten Fall Lösungen herbeiführen kann. Ich kann lediglich auf Missstände aufmerksam machen, den Dialog anstoßen und vermitteln. Wenn also eine menschenverachtende Gruppierung Kinder entführt, Frauen vergewaltigt und brandschatzt, dann bin ich deswegen nicht frustriert, weil ich daran nichts ändern kann. Und auch niemand von mir eine Änderung erwartet. Ich kann nur ein Problembewusstsein erzeugen.

Alexander Mühlen empfindet noch immer viel für Krefeld

// Das fällt mir schwer zu glauben. Es muss Sie doch emotional mitgenommen haben, die Folgen von Hungersnöten und Bürgerkriegen mitzuerleben. Hat Sie nie belastet, eben nichts ändern zu können? Sehr empfindliche Menschen, die psychisch darunter leiden, diese Szenarien mitzuerleben, sind unter Umständen für diesen Beruf nicht geeignet. Das Wichtigste ist, nicht die Motivation zu verlieren, obwohl sie wissen, dass sie in diesem Moment nichts ändern können. // Welche Auswirkungen hatte Ihr Beruf auf ihr Familienleben? Meine Frau ist bereitwillig mit mir durch die Welt gezogen, da sie als Tochter eines Amtskollegen an diese Lebensform gewöhnt war. Die Kinder konnte man nicht fragen, die mussten einfach mit. Wir konnten nur für ein warmes zu Hause sorgen. Rückblickend kann ich sagen, dass es ihnen nicht geschadet hat, ich glaube sogar eher, dass sie davon auch heute noch profitieren. // Glauben Sie, dass das Internet die diplomatische Arbeit verändert hat? Über Seiten wie Wikileaks geraten sensible Daten plötzlich an die Öffentlichkeit, wie im Fall der Beurteilung Deutscher Politiker durch den amerikanischen Geheimdienst geschehen. Das sehe ich tatsächlich sehr kritisch, denn nicht nur bei der diplomatischen Arbeit ist es wichtig, etwas zu schaffen, dass sich Vertraulichkeit nennt. Wenn man stets besorgt sein muss, dass dieses oder jenes Wort an die Öffentlichkeit dringt, nimmt es Gestaltungsfreiraum. // Wenn Sie die Arbeit als Diplomat auf drei Substantive reduzieren müssten, welche würden Sie wählen? Einfühlungsvermögen, Diskretion und Beharrlichkeit. // Laut ihrem Wikipedia-Eintrag sei es Ihrem diplomatischen Einsatz zu verdanken gewesen, dass es zu Beginn Ihres Einsatzes im Südjemen auf mysteriöse Weise entwendete acht Millionen Deutsche Mark der Bundesrepublik zurückgebracht werden konnten. Was hat es damit auf sich? Ich muss der Wahrheit Tribut zollen und sagen: Davon weiß ich nichts! Ärgern tut mich dieser Eintrag schon, aber ich habe mir bisher immer gedacht, dass ein Vorgehen dagegen ohnehin zwecklos sei. Ein lautes Dementi würde die Verschwörungstheoretiker nur in ihren Ansichten bestärken. KR-ONE // 7


Ti t e l t h e m a / /

„FRÜHER GAB ES EINEN BEGRIFF, DER HEUTE AUS DER MODE GEKOMMEN IST: HERZENSBILDUNG. WENN MAN SEINEN KINDERN MITGIBT, AM ELEND DER WELT NICHT BLIND VORBEIZUSCHAUEN, DANN IST DAS EMPATHIE-BILDUNG.“

// Ist Ihnen die Situation denn zumindest bekannt? Sind diese acht Millionen tatsächlich entwendet worden? Mir ist davon nichts bekannt. Mehr kann ich nicht sagen. // In welchem Land haben Sie persönlich am meisten gelernt? Mir fällt es schwer, Ranglisten aufzustellen. Meistens fragen mich die Leute, wo es mir am besten gefallen habe. Auch da weigere ich mich, eine Antwort zu geben. Trotzdem: Im Jemen war es nicht einfach. // Warum? Da geht es schlicht um die Grundversorgung. Wir waren von allem abgeschnitten. Natürlich könnte man annehmen, dass man aus schweren Mangelsituationen mehr lernt, aber da ich in Chile unfreiwillig mit der Colonia Dignidad umgehen musste und mich wieder in der Situation befand, nichts ändern zu können, ist hier vielleicht der größte Lernfaktor zu finden. Wie bereits angesprochen, ist eine besondere Frustrationstoleranz gefragt. // Hatten Sie jemals Angst um Ihr Leben oder das Ihrer Frau und Kinder? In Uganda und Chile saß die Krise nicht vor unserer Haustür. Ich hatte mit ihr beruflich zu tun, aber sie bedrohte nicht meine Existenz. Als allerdings im Jemen deutsche Terroristen ihr Unwesen trieben, ließ ich meine Frau und das Kleinkind ausfliegen, weil im Nachbargebäude Terroristen einquartiert worden waren. // Schreiben Sie darüber in Ihrem Buch? Ja, über die Ereignisse im Jemen schon. // Hatten Sie viele schlaflose Nächte in der Zeit? Ich schlafe immer gut.

// Welcher diplomatische Erfolg ist Ihnen nachhaltig in Erinnerung geblieben? Das setzt einen Akzent, der mir so nicht liegt. Ich habe weder Geiseln befreit noch Friedensvereinbarungen unterschrieben. Es ist eher eine kleine Sammlung von Befriedigungen und Erlebnissen, die ich nicht in einem Satz wiedergeben kann. Es ist nun einmal so, dass in diesem Beruf nur sehr selten etwas von A bis Z in einer Hand bleibt. Tatsache ist, dass man oft Stückwerk leistet und Projekte eines Vorgängers fortführt oder selbst begonnene Projekte in die Hände eines Nachfolgers legt. // Im Gegensatz zu vielen Ihrer Kollegen waren Sie bereits in den Siebzigerjahren der Ansicht, dass Diplomatie, die Kunst des Verhandelns, erlernbar ist. Da hat sich in den vergangenen Jahren enorm viel getan. Junge Menschen, die heute im Auswärtigen Amt anfangen, haben im Zuge ihres Studiums zahlreiche Kurse durchlaufen, die auf den Erwerb dieser Fähigkeiten abzielen. Das war früher nicht der Fall. // Ist denn Empathie erlernbar? Früher gab es einen Begriff, der heute aus der Mode gekommen ist: Herzensbildung. Wenn man seinen Kindern mitgibt, am Elend der Welt nicht blind vorbeizuschauen, dann ist das Empathie-Bildung. // Eine der wesentlichen Eigenschaften der diplomatischen Arbeit formt sich bereits und vielleicht sogar ausschließlich in Kindheitstagen? Ja, das stimmt. Ein Straßenbauingenieur kann es sich vielleicht erlauben, wenig Empathie aufzubringen, aber in vielen Berufsbildern ist das Formen dieser Fähigkeit unverzichtbar. // Welches Fazit ziehen Sie? Im Großen und Ganzen die Dinge richtig gemacht und Glück gehabt zu haben. Die großen Erfolge, die Politiker unter Umständen vorweisen können, gab es nicht. Doch die kleinen Baustellen habe ich zu meiner Zufriedenheit bearbeitet. // Was treibt Sie heute noch an? Das Gefühl, mir selbst schuldig zu sein, solange ich noch Lust und Kraft habe, afrikanische Diplomaten zu schulen und Verhandlungsseminare zu geben. //kor Vielen Dank für das Gespräch.

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KREFELDER FAHRRADKURIERE

IM ZEICHEN DES ADRENALINS

Fotos: Christhard Ulonska

Das Klischee des Fahrradkuriers ist klar gezeichnet: Sie sind moderne Hasardeure, Freibeuter der Straßen, die ihre eigenen Interessen allen anderen voranstellen. Brachial bahnen sie sich ihren Weg durch den Großstadtdschungel, ohne dabei auch nur einen Gedanken an Sicherheit zu verschwenden.

Ben Carlos und Tim Grashaus auf dem Weg zu ihren Kunden

Speichen, Narben und Ritzel waren bereits in der Schule Thema bei den Krefelder Kurieren

Doch die beiden Krefelder Fahrrad-Kuriere der Firma Pedaleo, Ben Carlos (41) und Tim Grashaus (41), entsprechen diesem Bild herzlich wenig. Sie sind intelligent, verantwortungsbewusst und beinahe ein wenig philosophisch, wenn sie über ihren Beruf sprechen. „Es ist so“, erklärt Grashaus mit angewinkeltem Kopf und nach oben gerichtetem Blick, „dass wir spüren, wie die Stadt atmet. Man merkt auf dem Fahrrad unmittelbar, ob Deutschland am Abend zuvor ein Länderspiel verloren hat, dann ist der Verkehr deutlich aggressiver.“ Im Leben der zwei Pedaleo-Kuriere bildete das zweirädrige Fortbewegungsmittel den roten Faden. Sie sind nicht aus Mangel an Alternativen zu diesem Beruf gekommen. Schon in der Schule drehte sich bei ihnen alles um Speichen, Narben und Ritzel. Und wenn sie auch nach dem Abitur in bürgerlichen Berufen Fuß fassten, blieb das Fahrrad doch stets an ihrer Seite. Über mehrere Jahre, fast Jahrzehnte, übten sie den Job des Hochgeschwindigkeits-Zustellers nebenberuflich aus. Grashaus arbeitet auch noch heute als Grafik-Designer, Carlos, der seine langen Haare während der Arbeitszeit zu einem Zopf gebunden trägt, hat seinen erlernten Beruf als Werbetechniker hingegen ganz aufgegeben. Weil es für einen Fahrradkurier unmöglich ist, fünf Tage in der Woche durchzufahren, bilden die beiden ein Team. Im wöchentlichen Wechsel tritt mal der eine drei und der andere zwei Tage in die Pedale und dann wieder umgekehrt. „Ich muss mich zu einhundert Prozent auf Tim verlassen können“, sagt Carlos, „denn Pannen gehören zum Alltag. Wenn ich seine Hilfe brauche, kommt er sofort.“ In schwarzen Monaten, wenn viele Reparaturen anfallen und Verwarngelder gezahlt werden müssen, fahren sie gar ohne Verdienst. Trotzdem können sich die beiden keinen schöneren Job vorstellen. „Manche Menschen zahlen 20 Euro fürs Fitness-Studio, damit sie fit werden, wir werden dafür bezahlt, fit zu bleiben“, sagt Grashaus lachend.

So sehr sich die beiden in ihren Ansichten gleichen, so unterschiedlich ist ihr Äußeres. Während Carlos in schneidiger Biker-Wear unterwegs ist, also mit enganliegender Thermo-Wäsche, Fahrradbrille und Funktionshose, trägt Grashaus Jeans und TShirt. Da Carlos durch seinen amerikanischen Vater eine starke Verbindung zu den USA und der hiesigen Kurierszene hat, adaptiert er vieles von dort. Wie sein FixiFahrrad, das in der Szene als Maß aller Dinge gilt. Grashaus schlängelt sich mit einem Mountainbike durch den Verkehr. Oft wählen sie schon aufgrund der unterschiedlichen Räder verschiedene Routen. Grashaus querfeldein, Carlos auf dem Asphalt. Die Aufgaben eines mit Funkgerät und Rucksack ausgestatteten Kuriers sind unglaublich vielfältig. So werden die „Messenger" heutzutage von den verschiedensten Branchen gebucht. Sie transportieren Werbematerial, Datenträger, Blutproben, Blumen, Druckaufträge, Reisetickets, wickeln kleinere Bankgeschäfte ab und lehren Postfächer. „Meistens transportieren wir aber Arzneien oder andere pharmazeutische Erzeugnisse“, sagt Carlos. Vom Klischee des selbstsüchtigen Rambos seien sie schon allein deswegen weit entfernt, weil es auf der Straße um ihr Leben ginge, versichert Grashaus glaubhaft. Letztlich seien sie es, die im Falle eines Unfalls mit einem Auto den größeren Schaden davontrügen. „Was für den einen oder anderen halsbrecherisch aussehen mag“, führt er fort, „ist über Jahre erlernt, ich kann mir innerhalb von wenigen Bruchteilen einer Sekunde einen vollständigen Überblick verschaffen, vorhersehen, was hier und dort geschehen wird.“ Zu Auseinandersetzungen mit der Polizei komme es allerdings immer wieder, sagen beide schmunzelnd. „Na ja“, räumt Grashaus dann doch irgendwann ein, „wenn man morgens aufsteht und der Wetterbericht acht Stunden Dauerregen prognostiziert, dann trinkt man seinen Kaffee schon einmal ein wenig langsamer.“ Gedanken an eine unsichere Zukunft verschwenden sie hingegen nicht. „Heutzutage ist doch fast jeder Beruf unsicher“, lautet Carlos’ lakonisches Urteil. Und da sie eben keine modernen Hasardeure sind, sei ihr Beruf nicht gefährlicher als jeder andere. //kor

KR-ONE // 9


Stadt I Intern // Advertorial

ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT MIT DEM SCHLUFF

Foto: Luis Nelsen

Die Lokomotive auf ihrer Route von St. Tönis zum Hülser Berg

Manchmal können sich die Lokführer ein Lächeln nicht verkneifen. Immer wieder kommt es vor, dass Väter ihre Kinder ermuntern, sich einmal den Führerstand des Schluff genauer anzusehen. Die Kleinen zögern zunächst, aber die Väter schieben sie geradezu in die Nähe der historischen Lokomotive. „Die Faszination der Lok und des Zuges wird im Laufe der Jahre immer größer. Viele Erwachsene sind als Kinder selbst mit dem Schluff gefahren und kommen jetzt mit dem eigenen Nachwuchs, um die Erinnerungen an früher zu genießen“, erklärt Dirk Höstermann von den Stadtwerken Krefeld (SWK). Meist schon zu Ostern zählen die Fans der Kultbahn die Tage, bis die Lokomotive „Graf Bismarck“ wieder zwischen St. Tönis und dem Hülser Berg hin und her schnauft. „In diesem Jahr fährt die Bahn nicht nur an Sonntagen und Feiertagen, sondern in den Sommerferien viermal auch außerplanmäßig mittwochs“, kündigt Höstermann an. Eine Fahrt im Schluff ist Geschichtsunterricht auf Rädern, eine Reise in die Vergangenheit. In diesem Jahr wird die Dampflok 65 Jahre alt. Die „Graf Bismarck“ wurde 1979 vom Eisenbahnmuseum BochumDahlhausen übernommen. Ursprünglich war sie auf der Zeche Graf Bismarck in Gelsenkirchen im Einsatz. KR-ONE // 10

Und der Schluff fasziniert auch in der heutigen Zeit, in der Smartphones und Tablet-PC’s viele Menschen begeistern. Es sind die Details, die zum Staunen veranlassen: Um Brände entlang der bewachsenen Böschungen durch Funkenflug zu verhindern, ist die Lok seit 1980 für ihre Fahrt auf der waldreichen Strecke zum Hülser Berg von Kohle- auf Leichtölfeuerung umgestellt. Der Brenner ist ein ausgemusterter Brenner aus dem Heizwerk der Stadtwerke Krefeld an der Alten Gladbacher Straße. Da dieser Brenner – anders als normalerweise bei ölbefeuerten Dampflokomotiven üblich – nicht mit Dampf, sondern mit elektrischem Strom betrieben wird, erhielt die Lok laut Internetlexikon Wikipedia zwei Dampfturbinen mit Generator zur Stromerzeugung, sowie ein Dieselmotor-Stromaggregat zum Anfahren. Solch ein nostalgischer Zug wie der Schluff ist natürlich sehr wartungsintensiv und muss immer wieder überholt werden. Daher ist der Zug auf Spenden angewiesen – und auf Menschen, die ihn durch ihre Mitgliedschaft im Verein „Schluff und historische Verkehrsmittel Krefeld“ unterstützen. Die Stadtwerke Krefeld, die die Bahn betreiben, haben sich für alle neuen Förderer etwas Besonderes ausgedacht: Für jedes Neu-Mitglied gibt es einen Gutschein für einen Lokführerspieß im Restaurant Nordbahnhof. Auch außerhalb der Schluff-Saison besteht die Möglichkeit, die historische Bahn für Vereins-, Gesellschafts- oder Werbefahrten zu mieten. Das ganze Jahr hindurch können Interessierte den Schluff natürlich für Vereins-, Gesellschafts- oder Werbefahrten mieten.


Stadt I Intern // Advertorial

„DER SCHLUFF IST EIN SYMPATHISCHES AUSHÄNGESCHILD FÜR KREFELD, UND WIR FREUEN UNS, DASS ER DURCH DIESES AUSSERGEWÖHNLICHE PROJEKT EINE WIRKLICH GROSSE BÜHNE BEKOMMT In diesem Jahr wird die Dampflok 65 Jahre alt

Der Schluff wird Filmstar Mit Unterstützung der SWK entsteht derzeit ein Kinofilm rund um Krefelds Denkmal auf Rädern. „Der Schluff und die goldene Taschenuhr“ ist der Titel. Die fiktive Handlung beschreibt das Sommer-Ferienabenteuer einer Gruppe von Kindern. Bei der Suche nach dem verschollenen Schluff und einer goldenen Taschenuhr, geraten sie dabei in aufregende Abenteuer. Produziert wird der Film von der Krefelder Firma Avento Medientechnik, Regie führt der Krefelder Michael Schürger. Geschrieben wurde das Drehbuch von der Filminitiative Niederrhein. „Der Schluff ist ein sympathisches Aushängeschild für Krefeld, und wir freuen uns, dass er durch dieses außergewöhnliche Projekt eine wirklich große Bühne bekommt“, sagt Carsten Liedtke, Sprecher des SWK-Vorstands. Entstanden ist die Idee zur Kooperation während des SWK Open Air Kinos im vergangenen Sommer. Neben professionellen Schauspielern hat sich die Produktionsfirma das Ziel gesetzt, begabte Kinder und Jugendliche vom Niederrhein im Alter von acht bis 16 Jahren für die Rollen im Spielfilm zu casten. Star neben dem Schluff ist der Schauspieler Tom Gerhardt, den die Filminitiative Niederrhein für einen Gastauftritt gewinnen konnte.

„Es ist allen ganz besonders wichtig, dass die Dreharbeiten zum Film besonders für die vielen Kinderdarsteller genauso ein großes Ferienabenteuer werden soll wie der Schluff-Film selbst“, sagt Regisseur Michael Schürger. Die Dreharbeiten haben begonnen, die Szenen mit den Kinderdarstellern werden in den Sommerferien stattfinden. Gedreht wird an Original-Schauplätzen in Krefeld und Umgebung und natürlich im Schluff. Der Spielfilm „Der Schluff und die goldene Taschenuhr“ soll nach seiner Fertigstellung in den Kinos in NRW in Sondervorstellungen gezeigt werden. Die Premiere ist für Ende des Jahres im Krefelder Cinemaxx geplant. //red Info-Kasten: Der Schluff fährt in den Sommerferien außerplanmäßig auch mittwochs von St. Tönis über den Krefelder Nordbahnhof zum Naherholungsgebiet Hülser Berg: Am 18. Juli, 25. Juli, 1. August und 8. August jeweils um 15 Uhr ab Krefeld Nordbahnhof. Fahrräder finden in einem Packwagen Platz. Wer Mitglied im Schluff-Förderverein werden möchten, meldet sich bei der Schluff-Geschäftsstelle unter der Rufnummer 02151 / 98 2177. Wer den Schluff individuell buchen möchte, kann bei der SWK an unter 02151 / 98 4482 (montags bis freitags 8.30 bis 15.00 Uhr) anrufen oder eine Mail an schluff@swk.de schicken.

Mitradeln und gewinnen!

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Niederrheinischer RADWANDERTAG

Fiets mee en win!

Deutschlands Radwandertag mit den meisten Start-/Zielorten und dem größtem Streckennetz

a n R h e i n u n d M a a s tussen Rijn en Maas

Sonntag,

01. Juli 2012

Kostenloser Start ab 10.00 Uhrr in 70 Veranstaltungsorten Rhein und Maas.

Start-/Zielort in Krefeld Hüls (Markt) 10 Uhr Start durch Frau Bürgermeisterin Karin Meincke; bis 17 Uhr Rahmenprogramm mit Musik, Infoständen und Aktionen " Rund um‘s Rad " sowie Gastronomie; 17 Uhr Ehrung des " Radler des Jahres 2012 " ; anschließend Ziehung der Tombolapreise.

Neu!

familie en nfr fre eundlich li e Kurzrouten en und gpx-t racks

n und en ke ecck rre u den St fos zu r In te e n re r u te m m Wei am rogra ertag menpro dwand zum Rah ld.de/ra

refe re www.k

Info: Stadtmarketing Krefeld 0 21 51-86 15 16 KR-ONE // 11


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K R - O N E KO C H T / / Z U B E S U C H B E I M S T R E U N E R

Die Streuner beweisen ihr Gespür für gute Themen Die Idee für ein gemeinsames Magazin entstand bei einem Glas Bier (von oben links nach rechts: Markus Kossak, Tim Fischer und Dors Grünwald-Grünauers

KR-ONE KOCHT

MIT DEN INITIATOREN DES NEUEN STREUNER-MAGAZINS

Ab sofort geht der Streuner durch Krefeld, die Printausgabe ist auch in unserer Redaktion im Behnischhaus erhältlich

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Achtung, Krefeld: Die Streuner sind los. Aber keine Sorge, dabei handelt es sich nicht um ein Rudel tollwütiger Pitbulls, sondern um ein Konglomerat kulturaffiner Krefelder, die sich, immer der Nase nach, durch die Stadt bewegen und dabei diese in all ihren Facetten in einem Magazin festhalten. Warum Streuner? Wer einmal mit ein bisschen Fantasie auf die Umrisse unserer Stadtkarte schaut, entdeckt rasch, dass sie aussieht wie ein kleiner Terrier. Und was essen Streuner? Natürlich selbstgemachte Hotdogs. In Doris Grünwald-Grünauers Symbiose aus Kreativwerkstatt und Wohnung steht bereits alles auf dem Küchen-Tisch, was für den heißen Hund benötigt wird. Tim Fischer, Markus Kossack und die Gastgeberin beginnen sofort, die Zutaten herzurichten. Saure Gurken werden gewürfelt, die Würstchen kommen ins Wasser, die Brötchen erhalten ihren letzten Schliff im Ofen und die Zwiebeln werden in formschöne Ringe zerlegt. „Vor zweieinhalb Jahren haben wir uns bei einem Bier überlegt, dass wir gemeinsam ein Magazin herausbringen wollen,“ sagt Fischer, der als Grafikdesigner arbeitet und zusammen mit Markus Kossack die Illustrationen des Streuners übernimmt, „was es genau werden würde, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar.“ Fest stand, dass es etwas über Krefeld sein sollte. Ein Magazin, das die Seidenstadt von einer

Seite zeigt, die viele noch nicht gesehen haben. Für die Erstausgabe hat man sich die aristokratischen Hinterlassenschaften zur Brust genommen, von denen in Krefeld einige zu finden sind. „Krefeld Royal“ lautet der Titel. „Es ist nicht unsere Absicht, etwas zu konstruieren oder zu beschönigen, wir wollen die Stadt so zeigen, wie sie ist. Und wenn manche Dinge am Ende sogar banal erscheinen, ist es auch vollkommen okay“, sagt Grünwald-Grünauer, während sie den Mais in eine rote Schüssel umfüllt. Besonders die Luisenstraße, die Hohenzollernstraße, der Nassauerring und die Wilhemstraße lagen in Ihrem Fokus. Als Wurst und Brötchen die richtige Temperatur erreicht haben und auch die sonstigen Zutaten fertig sind, siedelt die illustre Gemeinschaft ins Nebenzimmer über. Dort steht eine festlich gedeckte und fürstlich anmutende Tafel. Jeder gestaltet seinen Hotdog nach seinem Gusto und unter den wachsamen Augen des Terriers erklärt Markus Kossack, was ihn während der Zeit des Streunens am meisten beeindruckt hat. „Vom Nassauerring war ich total überwältigt“, schwärmt er. „Der ist normalerweise als Rennstrecke und Zubringer bekannt, aber du wirst im Buch kein Auto auf den Bildern finden.“ Und Grünwald-Grünauer ergänzt: „Wenn man sich einmal die Mühe macht, in die zweite Reihe zu


Fotos: Christhard Ulonska

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Und fertig ist der Hot Dog!

REZEPT: Hot Dogs Rezept für 6 Personen Zutaten: 12 rustikale Landbrötchen 12 Würstchen von der Metzgerei Winkmann 1 Glas Mais 3 Zwiebeln 1 Glas Essiggurken Geröstete Zwiebeln Sauerkraut 1 Bund grüner Salat Senf, Ketchup, Remoulade

Die leckeren Würstchen gab es übrigens von der Fleischerei Winkmann

blicken, dann erkennt man beinahe etwas Ländliches durch die Hecken, das Grün und die kleinen Häuschen. Und natürlich leistet der Gartenbauverein seinen Beitrag zu diesem Eindruck. Zudem war der Gartenbereich der Luisenstraße etwas besonderes. Beim Blick auf die Stephanskirche hatte man fast das Gefühl, irgendwo im Elsass zu sein. Dieses Naturidyll kennen viele Krefelder nicht.“ Aus alle diesen Eindrücken haben die Streuner ein buntes Potpourri zusammengestellt. Manchmal sind es bloß unkommentierte Bilder, auf vielen Seiten wird Hintergrundwissen vermittelt und sogar einige Interviews sind zu finden. „Immer mal wieder bin ich an Orte gekommen, die ich vorher noch nie gesehen habe“, erzählt Kossack. „Wie zum Beispiel auf der Mariannenstraße, als ich das Grammophon-Museum gesucht habe. Dort geht man durch einen Torbogen und denkt dann, dass man schon da wäre. Weit gefehlt. Danach muss man sich durch ein Gewirr von Hinterhöfen schlängeln, kommt plötzlich an der Friseur-Innung vorbei und landet schließlich vor einer Tür, vor der ein Schild hängt mit der Aufschrift: Grammophon-Museum. Besuch nach Vereinbarung. Solche Sachen erlebt man nur, wenn man neugierig bleibt und die Augen offen hält.“ Für das Zusammentragen all dieser Geschichten und Anekdoten sind beim Streuner die Frauen verantwortlich. Neben Doris Grünwald-Grünauer ist Renate Gotzen für die Texte verantwortlich. Für alle, die mehr über die unerforschten, vielleicht oft auch nur unbemerkten Ecken Krefelds erfahren wollen, ist das Magazin für zwölf Euro an mehreren Verkaufsstellen erhältlich. Natürlich auch bei der KR-ONE. Doch Achtung, für den Streuner müssen sie so schnell sein wie ein Schießhund, denn bei einer Auflage von 1000 Exemplaren wird dieser schnell vergriffen sein. //kor

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Fotos: Niki Romczyk

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VON MOERS-KAPELLEN BIS NACH KREFELD-OPPUM

Mit insgesamt 57 Stationen gehört die 052 zu der Linie mit den meisten Haltestellen. Sie beginnt in den bekannten Krefelder Donks. Entstanden zwischen 1932 und 1938 gelten diese als größte geschlossene Siedlung in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen des Landesprogrammes „50 Solarsiedlungen in Nordrhein-Westfalen“ werden

hier entlang des Geschwister-Scholl-Weges sogenannte Passivsolarhäuser gebaut. Durch zugehörige Wintergärten gelangt viel Sonne in die Niedrigenergiehäuser. Die Strahlen sind die Basis für die Solarheizung. Dem Himmel sei Dank! //nh

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Die Fahrer Reinhard Tyzak (links) trafen wir bereits bei der Fahrt mit der 047. Dieses Mal fährt er die 052. An der Endstation wird er von Dragi Selimovic abgelöst. Der 45-jährige nutzt seine individuelle Fahrerkarte und gibt die dazugehörige PIN ein. Außerdem benutzt er sein eigenes Wechselgeld und überprüft das Fahrzeug auf eventuelle Verschmutzungen

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Selimovic ist seit einem Jahr bei Rath Reisen beschäftigt. Er erklärt: „Letzte Woche bekam ein Fahrgast während meines Dienstes einen epileptischen Anfall. Ich leistete Erste Hilfe und rief den Krankenwagen an. Natürlich musste ich das Geschehen auch der Zentrale in Moers mitteilen. Mein Erste-Hilfe-Kurs ist jetzt genau ein Jahr her, von daher kann ich mich noch gut an alle relevanten Dinge erinnern. Trotzdem habe ich mich sehr erschreckt. Buskraftfahrer müssen alle fünf Jahre einen Test machen, bei dem unter anderem die Reaktion getestet wird. Natürlich wird da auch der Erste-Hilfe-Kurs erneuert.“

Es ist wichtig, dass die Fahrer sich an die vorgegebenen Zeiten halten. Dabei ist ein kleiner Bildschirm besonders behilflich. Die Zahl 0 signalisiert die perfekte Zeit für die Abfahrt. Bei -1 sind wir bereits eine Minute verspätet.

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Sport Westlich vom Krefelder Stadtwald, im Viertel Kliedbruch, liegt die 1925 erbaute Kampfbahn Hubert Houben. Den heutigen Namen erhielt sie durch einen Ratsbeschluss in den fünfziger Jahren: Houben war zwischen 1921 und 1927 das Aushängeschild von Preussens Leichtathletikabteilung. Die Anlage bietet Platz für 5000 Zuschauer, davon sind 600 Sitzplätze überdacht. Zur Ausstattung gehören zwei Rasenplätze, einer davon mit einer Laufbahn, sowie ein Ascheplatz mit Flutlichtanlage. Seit vielen Jahren befindet sie sich im Besitz der Stadt Krefeld. Angrenzend liegt der SVK.

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Seit 22 Jahren gibt es Korb- und Teakmöbel Bär. Direkt an der Haltestelle am Flohbusch stehen auf einer über 3500 Quadratmeter großen Wiese In- und Outdoor Garnituren aus Korb und Teakholz. Peter und Roswitha Bär bieten ausschließlich Handarbeit an, einige der Sachen sind sogar selbst hergestellt. Ein weiterer Pluspunkt ist die Reparatur der Möbel - inklusive Abholservice. Da beide Inhaber gelernte Korbflechter sind, ist eine professionelle Beratung gewährleistet. Das Sortiment von über 40 Garnituren bleibt Tag und Nacht, bei Wind und Wetter, draußen stehen. Einen besseren Beweis für die Qualität gibt es kaum. Die Lieferung der Möbel ist frei Haus.

Draußen und unterwegs Der Busenpfad wird vom Hermann-Kresse-Weg gekreuzt. Der zwölf Kilometer lange Weg führt durch das Naturschutzgebiet Niepkuhlen und ist bei den Verberger Bewohnern besser bekannt unter dem Namen „Roter Weg“. Seit 2009 gibt es auf der Verberger Kuhl eine schwimmende Aussichtsplattform. Diese war anfangs aufgrund der Kosten umstritten. Wir finden: Hier lässt es sich besonders schön rasten.

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Architektur „Je näher wir uns zum Stadtwald bewegen, desto höher sind die Mietkosten“, so die Diplom-Ingenieurin Sabine Ortmann. Die Architektin ist als Maklerin tätig und kennt sich bestens in Krefeld aus. Das Musikerviertel ist eines der teuersten und begehrtesten Wohnquartiere und die zweitteuerste Gegend in Krefeld. Die Straßen des Viertels sind ausschließlich nach bekannten Komponisten wie Mozart, Brahms oder Schumann benannt. Hier gibt es größtenteils Altbauten im Stil der Gründerzeit. Freie Immobilien sind eine Seltenheit.

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»Ich makle anders als andere« Meine Fachkompetenz stelle ich in Ihre Dienste, um Ihre Wohn-Wünsche individuell zu verwirklichen. Mit engagierter Dienstleistung auf hohem Niveau will ich entweder Ihre persönliche Traumimmobilie finden oder Ihre vorhandene Immobilie optimal vermarkten.

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NIEDERRHEINISCHER R A DWA N D E RTA G HAT ERSTMALIG KURZSTRECKEN IM GEPĂ„CK Zirka 30.000 Radfahrer werden am Sonntag, 1. Juli, erwartet, um beim deutsch-niederländischen „Niederrheinischen Radwandertag“ mitzumachen. 58 Radrundstrecken zwischen 30 und 70 Kilometern fĂźhren durch 60 Städte und Gemeinden. Erstmalig werden zehn familienfreundliche Kurzstrecken angeboten. Sie sind im Routenplan mit gestrichelten grauen Linien hinter der jeweiligen Nummer gekennzeichnet. Die Kurzstrecken variieren zwischen 20 und 35 Kilometern. „So gibt es beim 21. ‚Niederrheinischen Radwandertag’ fĂźr jede Altersklasse und je nach persĂśnlicher Kondition Alternativen“, sagt Ulrich Cloos, Fachbereichsleiter Marketing und Stadtentwicklung. Die Routen an Rhein und Maas fĂźhren durch historische Ortskerne, zeigen die niederrheinische Landschaft und geleiten an MĂźhlen, SchlĂśssern und Herrensitzen vorbei.

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Krefelder Radfahrer passieren die Burg Linn

Das sportliche VergnĂźgen sowie das Kennenlernen der eigenen Region und der niederländischen Nachbarn seien die GrĂźnde fĂźr diese grenzĂźberschreitende kostenlose Veranstaltung. Im Internet kĂśnnen ab Juni gpx-tracks herunter geladen werden. Sie werden in das eigene Navigationssystem eingespeist, um die Route abzufahren ohne auf die Markierungen achten zu mĂźssen. Die Organisatoren haben den Fahrrädern am Niederrheinischen Radwandertag an vielen Stellen Vorfahrt eingeräumt und die markierten Routen fĂźhren Ăźber ein weitläufiges Radwegenetz. „Die Strecken lassen sich auch im Nachhinein sehr gut zur Wochenendplanung fĂźr einen Ausflug mit der Familie oder Freunden nutzen“, so Cloos. Zu den Start- und Zielzeiten (10/17 Uhr) in Krefeld, HĂźlser Markt, gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit Live-Musik, Gastronomie, Informationsständen und Aktivitäten. Die ErĂśffnung erfolgt um 10 Uhr durch BĂźrgermeisterin Karin Meincke. Mit der Startkarte und den Stempeln von mindestens drei verschiedenen Orten, bei den Kurzstrecken reichen drei Stempel aus zwei verschiedenen Orten, kĂśnnen die Radfahrer an einer Tombola teilnehmen, die an allen Veranstaltungsorten stattfindet. In Krefeld wird gegen 17 Uhr die Ehrung „Radler des Jahres“ vorgenommen. Im Anschluss findet die Tombolaziehung statt. Der Hauptpreis ist ein hochwertiges Fahrrad. Es wird in diesem Jahr erstmalig durch die Firma „Radsport Weyers“ gesponsert. Weitere Informationen zum „Niederrheinischen Radwandertag“ gibt es im Internet unter www.krefeld.de/radwandertag. //red Am 12. Juli 1992 startete der Radwandertag in fĂźnf Städten und Gemeinden: Krefeld, TĂśnisvorst, Viersen, Kempen und Grefrath mit 2.300 Teilnehmer. Im folgenden Jahr verdoppelte sich die Teilnehmerzahl auf 4.600 Personen. Immer mehr Städte und Gemeinden schlossen sich an und das Wegenetz verdichtete sich. Im Jahr 1995 wurde der Radwandertag zu einer Veranstaltung zwischen Rhein und Maas mit den Städten Venlo und Roermond. Seit 2001 sind 55 Städte in den Kreisen Wesel, Kleve, Heinsberg, Viersen und Neuss Mitaus-richter des Radwandertages. Die Teilnehmerzahlen liegen seitdem jedes Jahr zwischen 25.000 und 32.000 Radlern.


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JAZZ AN EINEM SOMMERABEND 8. INTERNATIONALES FESTIVAL (30.06.2012) Der Sommer ist die Zeit im Jahr, wo es uns Menschen gerne ins Freie zieht. Aktivitäten werden nach draussen verlagert, denn Natur und frische Luft machen unbestritten glücklich. Kommt dann auch noch von irgendwo Musik hinzu, vollzieht sich ein Zauber und beschwingt uns, macht das Leben leichter und schöner. Das Leben verschönern – dies wird seit 27 Sommerabenden, also einer kleinen Ewigkeit, auf der Burg Linn zelebriert. Einmal im Jahr treffen sich in den historischen Gemäuern Jazzliebhaber aus der ganzen Republik, um auf diesem kleinen aber umso feineren Festival die besten Musiker, die der zeitgenössische Jazz

unseres Heimatplaneten zu bieten hat, zu genießen. Und anno 2012, im 28. Jahr, dürfen wir uns – auch durch die Unterstützung der Kulturstiftung der Sparkasse Krefeld – auf eines der spannendsten und abwechslungsreichsten Programme der Festival-Geschichte freuen:

Michael Wollny‘s [em] Das wohl beste deutsche Jazz-Trio eröffnet das Festival. Die drei Musiker sind unumstritten besessen, denn sie zerlegen mit Klavier, Bass und Schlagzeug Mahler, setzen Schubert neu zusammen, dekonstruieren Kraftwerk. Nach dem Live-Album von der Jazz-Baltica 2010, das vom britischen Kritiker Stuart Niholson zu „einem der besten Jazzalben der letzten 25 Jahre“ ausgerufen wurde, erschien im Februar mit „Wasted & Wanted“ ein Studioalbum ganz ohne vergrübelten akademischer Jazz, sondern eine höchst vitale Musik mit traumwandlerischer Interaktion. Michael Wollny am Klavier, Eva Kruse mit ihrem rhythmisch treibenden Bass und Schlagzeuger Eric Schaefer schaffen eine frische, unverbrauchte, stets überraschende und spannende Musik voller Einfallsreichtum, Power und Virtuosität. Ihre ganz eigenen Ideen zwischen Jazz, Indie-Rock und Punk bauen eine im Jazz seltene Energie auf, die die Burg Linn zum glühen bringen wird. Rudresh Mahanthappa´s Samdhi Stargast ist sicherlich vielfach ausgezeichnete Rudresh Mahanthappa mit seinem neuesten Projekt Samdhi, in dem Einlüsse traditioneller indischer Musik mit zeitgenössischem Jazz verwoben werden. In Italien geboren, wuchs der von indischen Einwanderern abstammende Mahanthappa in Colorado auf und studierte am Berklee College of Music, um dann ein Masterstudium in Jazzkomposition an der DePaul University in Chicago zu absolvieren. Er trat mit Musikern wie David Murray, Steve Coleman, Jack DeJohnette, Samir Chatterjee, Von Freeman, Tim Hagans, Fareed Haque, Howard Levy, David Liebman, Greg Osby, Kevin Ellington Mingus und Dr. Lonnie Smith auf. Mahanthappa gilt derzeit als bester Altsaxophonist weltweit.

Bereits an 27 Sommerabenden wurde Jazz auf der Burg Linn zelebriert

Nik Bärtsch’s Ronin Zum Abschluss wird es groovy und funky – mit Ronin aus der Schweiz gibt es in diesem Jahr am späten Abend eine der spannendsten und besten Bands Europas zu hören, die wirklich Neues zu bieten hat. Das Trio wird in der Jazzpresse ausdauernd hymnisch besprochen, besonders auch für ihre Life-Auftritte und Bühneninszenierung, die Ronin auch in Linn mit einer besonderen Lichtshow auf dem Burggelände unterstreicht. Wer im letzten Jahr das Festival erlebt hat, weiß, wie unbeständig das Niederrheinwetter sein kann! Um eventuellen Regenfluten, die trotz allem aber auch für gute Laune gesorgt hatten, besser zu trotzen, wird der Zuschauerbereich erstmals überdacht sein! Ein großes Zelt wird über der Veranstaltung schweben, ohne die stimmungsvolle sommerabendliche Atmosphäre im Vorhof der Burg zu beeinträchtigen. //te Sa 30.06.12, 18.30 Uhr, Burg Linn Eintritt: 32 Euro, VVK 25 Euro (Schüler, Studenten 20 Euro, VVK 17 Euro) zzgl. VVKGebühr, VVK-Stellen und weitere Informationen unter www.jazz-an-einem-sommerabend.de

Haarstruktur Krefeld Forstwaldstr. 86 47804 Krefeld Tel.: 02151 / 720332 Inh.: L. Maaß www.haarstruktur.de Öffungszeiten: dienstags-freitags 9.00 - 17.30 Uhr samstags 8.00 - 14.00 Uhr

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L I E B L I N G S P L AT Z

Fotos: Niki Romczyk

KREFELDER ZOO

Ben Wahlicht (25)

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Krefeld hat mehr zu bieten als man denkt. An Unterhaltung, Kunst und vielen schönen, ruhigen, Plätzen. Aber keiner vereint Natur und Leben so eindrucksvoll wie unser Zoo. Tiere, Impressionen und Landschaften von fast allen Kontinenten dieser Erde. Zusammengefasst in einem 14 Hektar großen, harmonischen Landschaftspark mitten in unserer Stadt. Wann immer ich den Zoo besuche, erinnere ich mich daran, wie klein ich eigentlich bin. Das Gefühl, ein Teil von dem zu werden, was unsere Welt im Gleichgewicht zu erhalten versucht. Was die Menschheit schon zu lange zerstört, jagt und bedroht. Jahrhunderte alte Bäume, 1200 Tiere 180 verschiedenster Arten. Nirgendwo sonst bekomme ich einen Einblick in das Miteinander von Gorillas, Nashörnern und Pinguinen direkt vor meinen Augen. Es ist nicht die freie Wildnis, in der sie leben und aufwachsen. Aber es ist ein Ort, an dem sie sicher sind, versorgt und sogar geboren werden. Unser Zoo ist ihr Zuhause und für die meisten ihr natürlicher Lebensraum. Für uns hingegen ist es eine Reise durch den südamerikanischen Regenwald und die tropische Vielfalt, die es zu entdecken gilt. Durch die afrikanische Savanne und die Landschaft Madagaskars, durch die Welt der Vögel und derer, die unbeachtet unter uns leben.

Ich nutze die Zeit in dieser heileren Welt und schalte ab, tauche ab und sauge auf. Zooführer, für die es längst mehr als nur ihre Arbeit ist, informieren über mögliche Patenschaften, Besonderheiten einzelner Zoomitbewohner und wie mit koordinierten Zuchtprogrammen ganze Tierarten vor dem Aussterben gerettet werden. Es sei eine Freude, Kindern wie Erwachsenen dabei zuzusehen, wie sie die einzigartige Nähe zu so fernen Tieren genießen. Als vor kurzem der Gorillagarten eröffnet wurde, war ich live dabei. Ich habe mich gefreut - für mich, für Krefeld, für die drei Bewohner der neuen Außenanlage. Seitdem verfolge ich so oft es geht die Entwicklung von Kidogo. Der Silberrücken kam erst vor kurzem in unseren Zoo und wächst täglich an und in seine neue Rolle als Rudelführer. Ich stehe einen halben Meter von ihm entfernt, schaue zu, wie er sich profiliert, spielt, lernt und entdeckt und denke: Er ist wie du. Die Welt hat mehr zu bieten als man denkt. //bw

Zoo Krefeld Uerdinger Str. 377 47800 Krefeld Fon: 02151 / 95 52 0


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Der Fachbereich Design der HS Niederrhein präsentiert

Eintritt frei!

Mittwoch 13. Juni 19:30 Uhr Hochschule Niederrhein Shedhalle am Frankenring 20, Krefeld

HOL DIR DIE KRONE POWERPOINT-KARAOKE IN KREFELD Das passiert, wenn ein kreativer Professor und findige Studenten gemeinsam nachdenken. „Ich hatte die Idee, diesen ursprünglich aus den USA stammenden Wettbewerb in Krefeld aufzuführen. Und ein Student regte an, die Veranstaltung unter das Motto ‚Hol dir die Krone’ zu stellen, also: Werde erster Krefelder Powerpoint-KaraokeKönig“ erzählt Erik Schmid, Studiendekan an der Hochschule Niederrhein. Er ist ein Mann mit einem besonderen Sinn für Humor.

„ POWERPOINT-KARAOKE IST EINE VARIANTE DES KLASSISCHEN KARAOKE, BEI DEM DIE TEILNEHMER JEDOCH KEINE LIEDTEXTE NACHSINGEN. SIE HALTEN VIELMEHR AUS DEM STEHGREIF EINEN VORTRAG ZU AUSGEWÄHLTEN PRÄSENTATIONS-FOLIEN, DIE SIE VORHER DEFINITIV NICHT KANNTEN. “ Am 13. Juni ruft der Fachbereich Design zum Volksentscheid in die Shedhalle. Jeder, der den Mut hat zu scheitern, kann an diesem Abend auf die Bühne kommen und sein Improvisationstalent unter Beweis stellen. „Powerpoint-Karaoke ist eine Variante des klassischen Karaoke, bei dem die Teilnehmer jedoch keine Liedtexte nachsingen. Sie halten vielmehr aus dem Stehgreif einen Vortrag zu ausgewählten Präsentations-Folien, die sie vorher definitiv nicht kannten“, erklärt der Hochschullehrer die Spielregeln. Diese Form des Karaoke ist also durchaus eine Parodie auf sinnlose Präsentationen und damit auch ein augenzwinkernder Seitenhieb auf den Studienbetrieb. Die Teilnehmer müssen in jedem Fall über sich selbst lachen können. Insgesamt neun Akteure stehen auf der Bühne. „Das hat sich für die Dramaturgie des Abends als gut ergeben, ohne dass es zu lang, zu kurz, zu langweilig oder zu aufregend wird.

Hochschule Niederrhein University of Applied Sciences

Design Faculty of Design

Neun ergeben drei Dreiergruppen, aus denen sich jeweils ein Finalist qualifiziert. Also besteht die Finalistengruppe wieder aus drei Teilnehmern“, fasst Schmid den Modus zusammen. Er will als Initiator auf jeden Fall mitmachen beim Wettbewerb der einfallsreichsten Redner. Es gibt Platz für rund 300 Gäste. Wenn der Abend erfolgreich ist, will sich der Studiendekan für weitere Karaoke-Abende einsetzen. Er ist sicher, dass der kreative Wettbewerb für die Studierenden positiv ist. „Design ist ja Projektarbeit ist, und an diesem Abend geht es auch um Ideen, Koordination, Kommunikation, Arbeitsteilung und Organisation“, sagt Schmid. Gewinnen wird derjenige, der das Publikum am besten unterhält und so den lautesten und längsten Beifall erhält. Schon beim Gedanken an den Abend gerät der Professor ins Schwärmen: „Powerpoint-Karaoke ist eine Unterhaltungsveranstaltung, ein intellektuelles, szenisches Vergnügen, bei dem Akteure und Publikum auf natürliche Weise miteinander fühlen, wenn auch mit unterschiedlichen Interessen“, sagt er und ergänzt: „Da diese Veranstaltung weitläufig von der sympathischen Poetry Slam Bewegung mit getragen wird, ist das alles sehr sympathisch. Man kämpft natürlich um die Krone, am Ende aber steht der Spaß im Vordergrund. Humor ist ja eine ernsthafte Sache...“ //red Mi 13.06.12, 20 Uhr, Hochschule Niederrhein, Shedhalle, Frankenring 20, 47798 Krefeld

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„Das ist das größte Kompliment – wenn die Kinder uns Betreuer einfach vergessen. Wenn sie an uns vorbeilaufen, ohne uns auch nur wahrzunehmen.“

KIRSCHKAMPERHOF ABENTEUER FÜR GR0SS UND KLEIN Ich steige aus dem Auto und möchte mich auf der Stelle in fünf Kinder verwandeln und losrennen. Eines klettert auf das Baumhaus, eines auf das gesattelte Pferd im Hof, ein anderes nimmt Pfeil und Bogen und die letzten Beiden verschwinden in Richtung altes Westerndorf. Ich komme jedoch nur dazu, Mose, das Pferd zu begrüßen, bevor ich Dirk Brall treffe. Er ist Leiter des Kirschkamperhofes und gibt uns eine private Führung über das Gelände. Dabei erzählt er von den Plänen, die er und sein Team zur Neugestaltung des ehemaligen Christ Camps haben. Entstanden ist es in den 70er Jahren nach dem Vorbild der Feriencamps in Amerika. Spuren dieser Ursprungsidee finden sich auch hier und da noch im Erscheinungsbild des Kirschkamperhofes. „Wir haben hier so einen schönen Ort, der viele Möglichkeiten bietet. Wir wollen einen Platz schaffen, der moderne Familien inspiriert.“ Die Namensänderung sei neben den zahlreichen Umbauten nur

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ein Teil des neuen Konzeptes. Der Name Christ Camp habe viele Menschen ausgeschlossen. Dirk Brall möchte mit der Rückbesinnung auf die Bauernhoftradition eine Öffnung bewirken: “Es geht nicht um konfessionelle Richtigkeit, sondern um Werte. Darum, Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit zu geben, ein Gespür für sich und ihre Kreativität zu entwickeln.“ Dazu brauchen sie einen geschützten Raum, in dem sie die Freiheit haben sich auszuprobieren. Und das tun sie auch. Die Schulklasse, die heute angekommen ist, hat sich in Hobbygruppen aufgeteilt und fühlt sich schon zuhause. „Das ist das größte Kompliment – wenn die Kinder uns Betreuer einfach vergessen. Wenn sie an uns vorbeilaufen, ohne uns auch nur wahrzunehmen.“


Fotos: Christhard Ulonska

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Ein Traum in Weiß Genießen Sie auf Gut Heyenbaum Ihren schönsten Tag und lassen Sie sich von unserem individuellen Service und unserer ganzen Erfahrung verwöhnen. Wir beraten Sie gern: 0 21 51 / 56 47 66

Ein Platz, der modernen Familien Raum für Inspiration bietet

Im Idealfall ist die Gestaltung eines Ortes gleichzeitig auch die Gestaltung einer Geschichte. In diesem Fall, einer Geschichte, an der nicht nur die Erwachsenen schreiben, sondern auch und gerade die Kinder und Jugendlichen. Denn sie helfen, die neuen Kirschbäume anzupflanzen, Zäune zu bauen, die Tiere zu versorgen oder auch Brot zu backen. Natürlich immer unter fachgerechter Anleitung und dem Alter entsprechend. Am Ende des Tages sind sie müde, voller Eindrücke und jemand, der ein Brot gebacken oder einen Baum gepflanzt hat. Das ist etwas völlig anderes, als immer nur jemand zu sein, der in Mathematik an der Tafel gut oder schlecht war. Ab dem 1. Juni bekommt diese Geschichte mit der Neueröffnungsfeier unter dem ursprünglichen Namen Kirschkamperhof eine neue Wendung. Und die nächsten Kapitel haben auch schon Arbeitstitel: Errichtung eines Unortes zum Streunen und Stromern, Neues Hofcafe, Veranstaltungen im Kaminraum, Bau eines Wasserdorfes. Es gibt viel zu erleben und Sie sind herzlich dazu eingeladen. //rp Kirschkamperhof, Luiter Weg 238, 47802 Krefeld, 02151/96 69 96, www.christcamp.de

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Aussergewöhnliches Ambiente und perferkter Service für Jubiläen, Hochzeiten, und alle besonderen Anlässe.

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Stadt I Intern // Advertorial

F E I E RT S E C H S J Ä H R I G E S J U B I L Ä U M Den Krefelder Stadtmarkt verdanken wir einer Flasche Rotwein, die von Alois Lichtenberg mit seinem Sohn Tobias geöffnet wurde. Die beiden Herren bekommen von einem Gläschen offenbar gute Ideen. Wie gut die Idee tatsächlich war, beweist ein Gang über den Stadtmarkt. Nach mittlerweile sechs Jahren ist er fest in Krefeld etabliert und immer noch im Wandel. Die Marktanbieter der ersten Stunde, Früchte Altgassen, die Blumenhandlung Narzis&Goldmohn und das Bistro Franken haben mittlerweile Gesellschaft bekommen. Der Stadtmarkt hat sich zum Treffpunkt für die ganze Familie ausgewachsen. Unter der Woche freuen sich die Menschen, die in der Innenstadt arbeiten, über ein vielfältiges Angebot an Speisen und Getränken. Von der Currywurst, über Suppen und Chinanudeln bis hin zu Pasta und Obst ist alles zu haben. Am Wochenende lockt das Glas Wein für die Eltern und der Saft für die Kinder, nach dem die Einkäufe erledigt sind. Auch haben sich einige Stammtische zusammengefunden, die den Stadtmarkt zu ihrem Hauptsitz erkoren haben und so das komplette Krefelder Stadtgeflüster aus erster Hand erfahren. Märkte waren schließlich zu allen Zeiten die Hauptumschlagplätze für Waren und Tratsch gleichermaßen. Es ist also genau das eingetreten, was die Initiatoren sich gewünscht hatten: eine Belebung der ehemals tristen Kopfseite des Behnisch-Hauses.

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Das stimmige Konzept wird im Rahmen der Krefelder Samstage jeweils um einige Programmpunkte erweitert. Das nächste Mal am 30. Juni, wenn Krefeld im zweiten Jahr „Kultur findet Stadt(t)“ ausrichtet und eine Menge Kunst, Kultur und Kulinarisches auffährt. Marktmeister Josef Rittgeroth und die Mitglieder des Stadtmarkt-Vereins werden sich auch diesmal wieder etwas Besonderes einfallen lassen, um alte und neue Kunden zu überraschen. Für alle, die den Stadtmarkt regelmäßig nutzen, bietet der Verein eine passive Mitgliedschaft für jährlich 60€ an. Dafür bekommt man die sogenannte MarktKarte und damit die erste Stunde freies Parken im Behnisch Parkhaus und 10% Rabatt bei allen Marktbeschickern. Die Einnahmen fließen dann wieder in den Erhalt und die Verschönerung des Stadtmarktes. //rp Die neue Karte für 2012/13 gilt ab dem 1. Juni. Anmeldung über die Homepage oder telefonisch bei Herrn Rittgeroth unter 02151/560937.


Stadt I Intern // Advertorial

KO R N S P E I C H E R

F E I E R N S TAT T F E R I E N AUF DEM VIERKANTHOF

GRILL & TOOOOR Extra zur EM: Gültig an allen Deutschlandspielen und am Krefelder Samstag am 30.06.2012

Der in Krefeld-Hüls gelegene Vierkanthof ist bereits seit 1901 in Familienbesitz

Zugegeben, in Krefeld gibt es viele Orte, an denen man seine Hochzeit oder seinen 60. Geburtstag feiern kann. Doch sicher nur einen, wie den Kornspeicher. Seit 1901 ist der in Hüls gelegene Steveshof in Familienbesitz. Zur Zeit des landwirtschaftlichen Booms war er das zu Hause von Familie, Kühen und Schweinen. Ein richtiger Bauernhof eben. Doch Mitte der 1970er Jahre wurde die Landwirtschaft aufgegeben; nach und nach verwandelten sich die Ställe zu Wohnungen. Auch eine Schreinerei und eine Werkstatt hielten Einzug. Einen großen Teil nutzte allerdings weiterhin die Familie. Irgendwann kam die Tochter, Hannah Bönniger, mit ihrem Mann Frank zurück nach Hüls. Sie wollten dem Hof neues Leben einhauchen, da die andere Lösung, ihn zu verkaufen, nicht in Frage kam. Modern sollte es sein, gepaart mit einem Touch Tradition. Schnell stellte sich die Frage: An was fehlt es in Hüls? Die Idee einer ganz besonderen Eventlocation war geboren. „Uns war wichtig, dass wir das Familiäre nicht aus den Augen verlieren. Mein Vater ist Schreiner und Frank Designer, also hatten wir in dem Punkt Glück.“ Hannah selbst ist Architektin. So wurde das Projekt zu einer Familienangelegenheit. Aufwendig wurden die beiden größeren, lichtdurchfluteten Säle – Heuboden und Kornspeicher -und der kleinere Loungebereich, der Kartoffelschuppen, restauriert und renoviert. Überwiegend verarbeiteten sie Naturmaterialien. Die Wände wurden mit dicken Strohmatten isoliert, mit Lehm verputzt; die Balken des alten Speichers fügen sich gut in das Konzept ein. Durch einen raffinierten Einsatz von indirekter Beleuchtung, werden diese individuell in Szene gesetzt. Je nach Farbschema, verleihen sie dem Raum ein anderes Ambiente. Eine weitere Besonderheit: Die großzügig geschnittene Dachterrasse mit Treppe zum Außenbereich. Die kleine Mauer dort, die zur Abgrenzung dient, besteht übrigens aus den jahrhundertealten Steinen, die zu Gunsten der Tür weichen mussten. „Wir überlegen, unsere Räumlichkeiten auch an Business-, oder Kulturveranstaltungen zu vermieten. Eventuell werden Sie bei uns sogar die Europameisterschaft verfolgen dürfen, die passende Medienausstattung können wir zumindest vorweisen!“, erklärt Frank mit einem Lächeln. //js Kornspeicher, Mühlenweg 55, 4783, 02151 504 9955, www.kornspeicher.de

EM 2012 in der Flammbar Rumpsteak Flammbé an Salatbouquet mit Kräuterbutter und Baguette 12,90 €

Entrecôte Flammbé an Rotweinjus mit Folienkartoffel und Kräuterquark

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Gambas Exotic vom Flammgrill mit Aioli und Baguette 9,90 € Alle Speisen werden am offenen Flammbargrill vom bekannten Showkoch und Küchenchef des Düsseldorfer Landtages Priyantha Pelster zubereitet. Platzreservierungen nehmen wir gerne ab sofort entgegen. Behnisch-Haus | Petersstraße 122 47798 Krefeld | Tel.: 02151/44 59 596

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Stadt I Intern // Advertorial

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Lebenshilfe

Krefeld

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IMMER DEN DURCHBLICK MIT GLASHAUS

AUGENOPTIK FRESE Augenoptikermeister Michael Frese erfüllt seinen Beruf mit Hingabe. Das merkt jeder, der sich nur fünf Minuten mit ihm unterhält. Seit Mitte der Siebzigerjahre ist der ausgebildete Kapitän der zivilen Seefahrt im Familienunternehmen beschäftigt, das er, genauso wie in seinem alten Beruf, immer wieder neu auf Kurs gebracht hat. Wie funktionstüchtig dabei sein eigenes Radar zu sein scheint, belegt das 60-jährige Jubiläum des Meisterbetriebs eindrucksvoll, das im April dieses Jahres gefeiert wurde. Eine Politik des stückweisen Wachstums erforderte im Laufe der Jahrzehnte verschiedene Räumlichkeiten. Heute gibt das Unternehmen dem repräsentativen Gebäude auf der Uerdinger Straße den Namen: Glashaus Augenoptik. Frese trägt heute eine halbrunde, mehrfarbige Brille. Für ihn sind Brillen keine einfachen Sehhilfen, er betrachtet sie als Accessoires, die er, genauso wie seine Kleidung, tagtäglich wechselt. Mit Empathie und ästhetischem Gespür berät er seine Kunden, analysiert die Physionomie des Gesichtes und macht Vorschläge für mögliche Brillen. Immer an seiner Seite ist seine Frau. „Grundsätzlich kann man sagen“, erklärt er, „dass zu einem runden Gesicht keine runde Brille


Stadt I Intern // Advertorial

Fotos: Niki Romczyk

„WER SICH HIER EINE BRILLE KAUFT, KANN SICHER SEIN, DASS NICHT GLEICH JEDER ZWEITE DIE GLEICHE HABEN WIRD.“

passt. Genauso wie zu einem sehr schmalen, eckigen Gesicht keine sehr kantige Brille gehört.“ Stets ist er auf der Suche nach neuen Trends, durchstöbert Modezeitschriften, Illustrierte und guckt auf der Straße nach den neuesten Entwicklungen. Dieser Teil, so sagt er, gehöre genauso zu einer allumfassenden Dienstleistung wie der handwerkliche Bereich, der seinesgleichen sucht. Denn der Augenoptikermeister ist besonders stolz auf seine Werkstatt, die mit allerhand Hightech-Gerätschaften aufwarten kann, die vielleicht sogar besser sind als bei so manchem Augenarzt. Mit deren Hilfe kann er beispielsweise eine Augenglasbestimmung vornehmen. Auch die Gläser werden hier vor Ort in seiner Werkstatt bearbeitet, geschliffen und gebohrt. „Diesen Service erhalten sie bei Filialisten nicht“, erklärt er, „die schicken ihre Brille zu Großwerkstätten, was natürlich erheblich längere Wartezeiten mit sich bringt.“ Es ist vor allem der Qualitätsaspekt der Glashaus Augenoptik aus der Masse der Anbieter herausstechen lässt. Niemals ist der Kommandant der Frese-Fregatte dem Druck erlegen, dem Preisdumping der Konkurrenz zu folgen. Nein, er legte den Fokus indes auf extravagante Marken, handwerkliches Knowhow und eine individuell auf den Kunden

zugeschnittene Beratung. Der Lohn: Ein treuer Kundenstamm, der das Wohl seiner Augen vertrauensvoll in seine Hände legt. „Wer sich hier eine Brille kauft, kann sicher sein, dass nicht gleich jeder zweite die gleiche haben wird“, sagt Frese mit einem Lächeln. Hochklassige Marken wie Borsalino oder Flair liegen dem ehemaligen Nautiker am Herzen. Und auch die Brille von Steve Jobs befindet sich in seinem Sortiment. Da Frese tatsächlich versucht, allen Wünschen gerecht zu werden, gibt es für die Junior-Kunden eine üppig gefüllte Spielecke, die regen Anklang findet. „ Es wäre schön“, sagt er, „wenn die Menschen wieder mehr auf Qualität und Service setzen würden. Wenn man eine Fertig-Brille aus dem Supermarkt kauft, muss man sich nicht wundern, wenn man Kopfschmerzen bekommt. Jedes Auge ist individuell und muss auch so behandelt werden. Das vergessen viele Menschen.“ Für alle, die den Durchblick behalten wollen, empfiehlt Frese einen Besuch in seinem Geschäft. //kor Glashaus Augenoptik, Uerdinger Straße 95, 47799 Krefeld, 02151 / 80 28 14, www.glashausaugenoptik.de

LEIDENSSCHAFTLICH ANDERS

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Ku n s t I Ku l t u r / /

K R E F E L D L Ä D T M I T „ K U LT U R F I N D E T S TA D T ( T ) “ ZU EINEM VIELSEITIGEN ERLEBNIS In Krefelds Innenstadt verwandeln sich Straßen, Plätze und Geschäfte in eine große Gemeinschafts-Bühne, wenn es heißt: „Kultur findet Stadt(t)“. Bis in die späten Abendstunden gibt es Programmpunkte beim Theaterfest, auf dem Kulturmarkt und in der Innenstadt. Der Krefelder Samstag findet ebenso statt wie Aktionen im Zuge des Projektes „Ab in die Mitte!“. Die Veranstaltung „Kultur findet Stadt(t)“ präsentiert Rockbands, Jazz- und Klassikorchester. Profi- und Laientheater, moderne Tanzperformance und Dance-Flashmob, Chorgesang und Kirchturmbegehung, Filmvorführung, Gesprächsrunden, Lesungen sowie Veranstaltungen zur bildenden Kunst. „Die Einzigartigkeit und Vielfältigkeit der Krefelder Kulturlandschaft lässt sich an diesem Tag ganz besonders erleben. Dieses Innenstadt-Highlight zeigt, wie reich unsere Stadt an Kultur ist“, sagt Ulrich Cloos, Fachbereichsleiter Marketing und Stadtentwicklung. Beispielsweise verwandele sich die Rheinstraße für „Kultur findet Stadt(t)“ in eine „Klangstraße“. Auf der Bühne am Hansa-Centrum präsentieren die Musiker der Rockcommunity „Krefeld 8ung“ ihr Programm. Chorgesang und Gospellieder gibt es auf der Bühne am Neumarkt. Im Anschluss an die Choraufführungen lädt das Kulturbüro die Zuschauer zum Dance-Flashmob. Das Mozartensemble der Bayer-Sinfoniker präsentiert klassische Musik. Die Niederrheinischen Sinfoniker

Die Straßen sind voll, laut und bunt wenn Kultur erneut sta(d)ttfindet

lassen am Abend die Veranstaltung zusammen mit dem Orchester der Musikschule unter dem Motto „Klassik trifft Jazz“ auf dem Platz an der Alten Kirche ausklingen. „An diesem Tag fügen sich die verschiedenen Mosaiksteine Krefelder Kultur zu einem Ganzen zusammen“, so Ulrich Cloos. Die Krefelder Stadtverwaltung, die städtische Musikschule, die freie Kulturszene, das Theater und das Kulturbüro, die Arbeitsgemeinschaft Krefelder Samstage, viele Einzelhändler, Mediothek, Hochschule Niederrhein, St. Dionysiuskirche - sie alle ziehen an einem Strang, um diesen Tag zu einem unverwechselbaren Höhepunkt zu machen. //red „Kultur findet Stadt(t)“ startet am Samstag, 30. Juni, um zirka 10 Uhr. Ende der Veranstaltung ist gegen 22.30 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter www.krefeld.de.

K R E S C H - T H E AT E R U N T E R N E U E R L E I T U N G

„Tee ist ein wunderbares Produkt, seine Geschmacksvielfalt ist schier unerschöpflich.“ Ulrike Meyerhöfer-Wolf, Inhaberin

Öffnungszeiten Montag bis Freitag 10.00 bis 19.00 Uhr Samstag 10.00 bis 17.00 Uhr Das Teehaus, Lohstraße 108, 47798 Krefeld

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Das städtische Kinder- und Jugendtheater KRESCH darf sich ab dem 1. August über Michael Jezierny als neuen Leiter freuen. Der gebürtige Berliner verfügt über eine Menge Theatererfahrung: Er hat schon als Theaterpädagoge und Regisseur gearbeitet - zuletzt war er als Leitender Dramaturg am Theater Münster tätig. Jetzt übernimmt er für das KRESCH-Theater sowohl dramaturgische als auch organisatorische Aufgaben. Damit entlastet er Jürgen SauerlandFreer und die bisherigen künstlerischen Leiter Franz Mestre und Helmut Wenderoth, die sich zukünftig wieder mehr um ihre jeweiligen Projekte und Fachgebiete kümmern können. Wir wünschen einen guten Start in die neue Spielzeit! //rp E-Mail: kresch@krefeld.de, Karten und Infos: 02151/86 26 26

A RT E N R E I C H E S K R E F E L D Zum 28. Mal fand diesen Mai die Eröffnung von Kunst in Krefeld statt. Hinter dem Namen verstecken sich zahlreiche Künstler, Galerien und Kunstvereine. Doch eines war neu dieses Jahr: Der Zeitpunkt. Nicht mehr tagsüber, sondern an einem Freitagabend öffneten die Ausstellungsorte ihre Türen. Zwischen 17 und 22 Uhr pilgerten zahlreiche Interessierte quer durch Krefeld. Dabei führte der Weg zum Beispiel von der Kulturfabrik, über Haus Lange und Haus Esters bis zum Krefelder Kunstverein. Die nächste Kunst in Krefeld soll in zwei Jahren stattfinden. //js


Fotos: Christhard Ulonska

Ku n s t I Ku l t u r / /

Matthias Gehrt, Schauspieldirektor am Stadttheater Krefeld, leistete bereits in Nigeria Theaterarbeit

MATTHIAS GEHRT ÜBER DIE PREMIERE VON "AFRICAN MOON" UND SEINE THEATERARBEIT IN LAGOS // Würden Sie uns den Inhalt von African Moon in einigen wenigen Sätzen wiedergeben? Drei weiße Deutsche leben seit Jahren irgendwo in Afrika: ein leitender Arzt eines kleinen Hospitals, sein Krankenpfleger und ein mit dem Motorrad durch die afrikanischen Konflikte bretternder Journalist. Auf diese Männer trifft eine junge Frau. Sie kommt direkt aus Deutschland, ist lesbisch und ihre Freundin ist vor zwei Jahren an Krebs gestorben. Es gibt sehr persönliche Verwicklungen rund um die Verstorbene, deren verheimlichter Vater eben dieser leitende Arzt ist, und es gibt Verwicklungen um einen Medikamenten-Skandal, der durch finanzielle Eigeninteressen des Hospitals viele afrikanische Kinder die Gesundheit kostet. Unterm Strich handelt das Stück davon, wie diese weiße Frau mit all ihren aus Filmen wie „Jenseits von Afrika“ gespeisten Vorstellungen ihr Afrikabild korrigieren muss und dabei nicht die Schwarzen im Mittelpunkt stehen, sondern die Weißen mit ihrer Entwicklungs- und Katastrophenhilfe-Industrie. // Sie selbst haben mit Unterbrechungen ein halbes Jahr in Nigerias kulturellem Zentrum, in Lagos, Theaterarbeit geleistet. Es soll eher westlich orientiert sein... Wenn westlich bedeutet, es gibt Straßen, Wolkenkratzer und Botschaftsgebäude, dann ja. Aber damit hört es dann auch sofort auf. Lagos ist eine zutiefst afrikanische Großstadt. Es gibt dort kaum Weiße. Die spielen im alltäglichen Stadtbild überhaupt keine Rolle. Ursachen dafür beginnen mit der Malaria und hören mit unglaublichen Strukturproblemen auf. Lagos ist mit ca. 15 Millionen der Moloch Westafrikas. Eine der am schnellsten wachsenden Städte dort. // Sind Sie denn mit ähnlichen Vorstellungen im Kopf dorthin gereist wie die Protagonistin des Stückes oder waren sie ganz locker und offen? Ich war 1995 zu Zeiten der Militärdiktatur zum ersten Mal in Lagos. Damals war ich schon einigermaßen viel gereist, nach Indien, China, Mittelamerika, aber nie nach Schwarzafrika. Davor hatte ich immer Schiss – wie viele. Und der Schiss war berechtigt. // Gibt’s denn das Klischeebild aus „Jenseits von Afrika“ irgendwo? Ja, zum Beispiel in Kenia und Tansania. Landläufig sagt man, Westafrika habe die interessantere Kultur und Ostafrika die interessantere Natur.

// Sie haben für das Theater Krefeld/Mönchengladbach Goethes Faust gekürzt und eine Bühnenfassung der Blues Brothers verfasst – warum haben Sie „African Moon“ nicht selbst geschrieben? Ich bin ja kein Autor, überhaupt nicht! Goethes Text zu kürzen ist eine Sache, kompliziert genug. Und „Blues Brothers“ orientiert sich natürlich weitgehend an der Filmvorlage. Das Schreiben von „African Moon“ musste ja bei Null beginnen. Ich habe vor Autoren wie Gabriel Gbadamosi, die mit einem weißen Blatt anfangen, einen unglaublichen Respekt. // Wo wir gerade bei Arbeitstechniken sind. Was können die Deutschen von den Afrikanern lernen? Was ich in Westafrika kennen gelernt habe, ist eine viel ungebrochenere Verbindung zu den eigenen spirituellen Wurzeln. Das hängt, denke ich, damit zusammen, dass es dort eine andere Geistesgeschichte gibt. Es gab zum Beispiel keine europäische Aufklärung. Als Theatermensch war für mich das größte Faszinosum an Afrika, dass der Kern fast jeden nigerianischen Theaterstücks ein spirituelles Ritual ist. Die Grenze zwischen alltäglichem Leben und Geistwelt, oder im Theater zwischen Performance und Ritual, ist dort in jedem Moment fließend. // Es wird in letzter Zeit viel über die Abschaffung der Entwicklungshilfe diskutiert, die von einigen afrikanischen Intellektuellen gefordert wird. Wie stehen sie dazu? Viele westliche Hilfsorganisationen, deren Arbeit ich mitbekommen habe, machen dort alles in allem einen guten und notwendigen Job. Insofern aus meiner Sicht: keine Abschaffung. Firmen wie Shell oder Exxon spielen natürlich eine ganz andere, zum Teil böse Rolle. Ich kann aber eigentlich nur über Kulturarbeit reden. Was deutsche wirtschaftliche Interessen in Afrika anbelangt, waren wir im Gegensatz zu Engländern oder Franzosen, die Kulturarbeit ganz klar als Speerspitze für wirtschaftliche Interessen betrieben, eigentlich im guten Sinne geradezu naiv. Ich hoffe, das ist bis heute so geblieben. // Reicht das denn? Es reicht ja nie. Aber ein bisschen tröstet mich, dass der soziale Gedanke, dass Gleichheit vor dem Gesetz und individuelle Freiheit vor allem Ideale unserer westlichen Kultur sind. Man wird in Westafrika in ein bestimmtes soziales Milieu hinein geboren und verbleibt dort in der Regel. Vielleicht gibt es ja in den Köpfen und Herzen vieler Afrikaner unseren aufklärerischen Egalitäts-Gedanken nicht in dem Maße wie wir ihn kennen. Das rechtfertigt die immensen und oftmals brutalen sozialen Ungerechtigkeiten keineswegs, aber sie sehen zumindest von dort möglicherweise etwas anders aus. Ob das dadurch leichter zu ertragen ist, das weiß der Himmel. //rp

Vielen Dank für das Gespräch. KR-ONE // 27


Ku n s t I Ku l t u r / /

SINGEN – MEHR ALS NUR TÖNE MACHEN „Viele rieten mir damals, mit dem Singen aufzuhören. Wie oft musste ich mir anhören, ich hätte kein Talent.“ Heute ist Mareike selbständig und eine erfolgreiche Gesangslehrerin. Sie sieht sich als Rückhalt, Motivation und Sicherheit. Drei Dinge nach denen viele ihrer Schüler suchen. „Durch mich wird keiner zum Singstar. Das Gesangstraining unterstützt und trainiert die Techniken und Körperwahrnehmung, sowie Gehör- und Tonbildung.“ Von Jazz, über Oldies, bis Rock, war schon alles dabei. „Nicht nur in der musikalischen Früherziehung profitiert man vom positiven Effekt der Musik, man tut es ein Leben lang.“ Geprobt wird in einem Bunker an der Viktoriastraße; klingt düster, ist es aber nicht. //js Mareike Finken, Tel 02151/ 7447 575, mareike@mindtransplant.co

HEIMATKUNDE MIT DIRK BRALL Foto: Hendrik Speck

Dirk Brall ist Schriftsteller, Herausgeber des FROH! Magazins und Leiter des Christ Camps (ab 01. Juli 2012 Kirschkamperhof) in Krefeld.

COLUM MCCANN

DER HIMMEL UNTER DER STADT Im Jahr 1683 wanderten 13 Krefelder Familien nach Amerika aus. Sie waren sie die erste gemeinsame Gruppe, die in der neuen Welt ansässig wurde. Sie gründeten Germantown und wurden erfolgreiche Handwerker, getrieben von der Sehnsucht nach Freiheit, die sie in ihrer Heimat nicht mehr fanden. Und fasziniert von der endlosen Weite. Der Wunsch nach Amerika auszuwandern hat viele Jahrhunderte gehalten. Die amerikanische Kultur hat bis heute eine hohe Anziehungskraft, immer durchzogen von dem Hauch von Freiheit, der von dort herüber weht. Der große amerikanische Traum. Auch der irische Schriftsteller Colum McCann hat nach längerer Weltreise in New York seine Heimat gefunden. Doch selbst wenn er dort schon viele Jahre lebt, scheint er sich seine irische Sichtweise erhalten zu haben. Seine beiden großartigen New York Romane „Himmel unter der Stadt“ und „Die große Welt“ erzählen von Randfiguren, die irgendwie versuchen, ihr Leben zu finden.

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In „Der Himmel unter der Stadt“ beschreibt McCann Obdachlose, die in den unzähligen Nebentunneln der U-Bahn hausen und von dort in die Stadt ausziehen. Und er schildert eine lange Familiengeschichte über fast ein Jahrhundert, die ein tragischer Abstieg ist, bis am Ende Licht herein bricht. „Die große Welt“ ist der zuletzt erschienene Roman des 47-Jährigen. Dort erzählt McCann eine Geschichte, die von vorne bis hinten packt, einen durchschleudert, hochwirft, fallen lässt, schweben, gleiten, hoffen und bangen. Er erzählt von Huren und Heiligen, Richtern und Rechtsbrechern, Reichen und Armen und schlägt sich dabei nie auf die eine oder andere Seite, sondern sucht die Mitte der Menschen. Ein junger, irischer, selbsternannter Priester kommt in den 70ern nach New York und hilft Prostituierten ein leichteres Leben zu führen. Zwei davon sind Mutter und Tochter, die sich durchs Leben schlagen. Die Frau eines Richters ist in einer Therapiegruppe für Eltern, die ihre Kinder im Vietnamkrieg verloren haben. Ihr Mann ist der Richter, der über das Schicksal der beiden Prostituierten entscheidet. An diesem Gerichtstag scheint die große Welt für einen Moment ganz still zu stehen – denn ein Mann balanciert auf einem Seil zwischen den gerade errichteten Twin Towers. Philippe Petit, the man on wire. Danach überschlägt sich die Welt. Colum McCann zieht die Blicke hinauf zu diesem Seiltänzer, um dann mit seinen Geschichten umso tiefer in die Menschen einzudringen. Zerrissene Menschen, aber in ihren Brüchen zart und liebenswert. Fallend, aber nicht hoffnungslos. Mit einer großen Sehnsucht nach einer neuen Zeit. Multiperspektivisch collagiert er ein Bild dieser Siebziger Jahre als eine große Vorwegnahme dessen, was an 9 / 11 passieren wird. Die Welt steht manchmal ganz still, bevor sie sich umso schneller dreht. Unsere Welt ist nervöser geworden. Und enger. Aber die Menschen werden nicht aufhören zu träumen. Oder noch besser: Aufbrechen wie damals die Siedler, um ihrem Traum zu folgen. //db In jeder Ausgabe der KR-ONE stellt Dirk Brall ein Buch vor, das im Bestand der Mediothek ist und sich mit dem Thema Heimat beschäftigt.


Campus //

DER STOFF, AUS DEM DIE KREFELDER SIND Die textile Vergangenheit spaltet Krefeld. Für die einen ist Samt und Seide Sinnbild des Niedergangs und deshalb von gestern. Die anderen betonen, dass Samt und Seide einen Hauch von Wohlfühlen und Lebensqualität verbreiten. Aber wie dem auch sei: Tatsache ist, diese seit Jahren leidenschaftlich geführte Diskussion zeigt, dass Samt und Seide den Krefeldern mehr bedeuten, als nur das Material aus dem diese besonderen Stoffe gefertigt werden. Warum ist das so? Krefeld war jahrhundertelang eine neutrale Stadt und das prägte die Krefelder und deren Kultur. Während sich anderswo Bürger von Obrigkeiten sagen lassen mussten, was sie zu tun und zu lassen hatten, fühlten sich die Krefelder Bürger selbst für ihre Stadt verantwortlich. Während anderenorts Andersdenkende vertrieben wurden, wurden diese Menschen und ihre neuen Ideen in Krefeld aufgenommen – heute nennt man das „Integration“. Und während ringsherum die Schwerindustrie dominierte, produzierte man in Krefeld edle Stoffe und investierte in Kunst, Architektur und Design.

Prof. Richard Jung, geboren und aufgewachsen am Niederrhein, lehrt seit 2006 Kommunikationsdesign und Corporate Identity im Fachbereich Design. Vor seinem Ruf an die Hochschule Niederrhein war er Geschäftsführer Kreation der Hamburger Werbeagentur Scholz & Friends. Er arbeitete u.a. für die Marken IBM, Mercedes-Benz, Deutsche Telekom, Lufthansa, RWE und AXA.

Denn Krefelder Bürger hatten bereits vor mehr als dreihundert Jahren erkannt, wie wichtig diese Berufe, heute spricht man von „Kreativwirtschaft“ und deren Arbeitsergebnisse für die Lebensqualität, die Attraktivität, den Ruf und das Ansehen (heute: „Marke“) einer Stadt sind. Mehr noch, Krefelder erkannten früh, dass sich Kreativität inspirierend auf die Stadtentwicklung und geschäftsfördernd auf die Wirtschaft auswirkt. Kurz: Krefeld hat - Samt und Seide sei Dank - seit mehr als dreihundert Jahren Kreativkultur und diese Kreativkultur war nie so wertvoll wie heute, denn Ideen sind das Kapital von morgen. Dabei ist Kreativität kein Privileg der Künste, auch gesellschaftliche Probleme und wirtschaftliche Innovationen brauchen gute Einfälle. Demnach hat der Stoff, aus dem die Krefelder sind, immer noch sehr viel Potenzial, wenn man ihn als soziales, Identität stiftendes Fundament begreift. //red

KULTUR BÜROKRE FELD

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Gesundheit // Advertorial

Fotos: Niki Romczyk

J O R DA N O RT H O P Ä D I E

nelle Beratung und kompetenten Service auf hohem technischem Niveau anbieten. Der Orthopädieschuhtechniker erklärt: „Durch den Einsatz von hochmodernen Geräten haben wir einen enormen Wettbewerbsvorsprung. Ich denke: Wo man nichts reinsteckt, da kommt auch nichts raus.“

Jordan mal zwei: Wilhelm Jordan mit seiner Tochter

Unser Proband Jan wird gebeten, seine Socken und Schuhe auszuziehen. Denn als erstes werden verschiedene Abdrücke der Füße gemacht. Mit dem so genannten Trittschaum werden beispielsweise die Stellen angezeigt, die beim Stehen am meisten belastet werden. Mit Hilfe der Druckmessplatte, über die Jan mit nackten Füßen läuft, misst Mohrbacher die Druckverteilung beim Gehen. Mehrere Zimmer durchlaufen wir während der gesamten Untersuchung und kommen dabei mit verschiedenen, hochwertigen Geräten in Kontakt. Mit Hilfe von Computerauswertung wird dann ein genaues Resultat erzielt: Wo befinden sich Druckstellen? Wo Fehlhaltungen? Jan hat einen leichten Spreizfuß. „Das hat aber mittlerweile fast jeder“, beruhigt ihn die 27jährige. Entgegenwirken kann man dem mit entsprechenden Einlagen. Diese werden in der Werkstatt nach Maß angefertigt. Auch diese befindet sich in dem Geschäft. Lediglich bei Fräßeinlagen wird der Rohling nach exakten Vorgaben in einem hochspezialisierten Fräscentrum gefertigt. Dies sei jedoch kein Geiz, sondern ganz klar eine Frage der Philosophie. Der Geschäftsführer Wilhelm Jordan erklärt: „Es gibt zig andere Einlagensysteme. Und diese sind für manche Bereiche einfach besser. Ich will mich nicht einschränken, indem ich ein sehr teures Gerät kaufe, und nur noch damit produziere.“ Durch die Größe des Teams und die nötige Ausstattung kann Jordan professioKR-ONE // 30

Diese Arbeitsmentalität zieht sich anscheinend durch das gesamte Konzept: 450 Quadratmeter auf zwei Etagen misst die Fläche der Geschäftsstelle. Von Orthopädieschuhtechnik, Orthopädietechnik bis hin zum Sanitätshaus: Orthopädiemeister, Orthopädieschuhtechniker, Krankenschwester und Sanitätskauffrauen bilden gemeinsam ein kompetentes Team mit Angeboten, die alle Ansprüche rund um den Körper herum abdecken. Ausgebildete Podologen widmen sich der Fußpflege für Diabetiker und arbeiten ebenso mit Nagelspangen. Eingewachsene, Roll- und deformierte Nägel haben somit wenig Chancen. „Ich wollte immer alles komplett anbieten“, erläutert Jordan. So arbeitet er zusätzlich in enger Zusammenarbeit mit Ärzten um ein optimales Ergebnis in der Patientenversorgung zu gewährleisten, betreut die Wasserballnationalmannschaft der Frauen und ist mit einem Promotionstand beim Triathlon von Bayer Uerdingen im Herbst präsent. Sporteinlagen, Sportschuhempfehlungen und Sport-Kompressionsstrümpfe gehören ebenso zum Angebot. Letztgenannte komprimieren die Unterschenkel und sorgen so für eine schnellere Regeneration des Körpers. „Quasi ist das ein legales Doping“, scherzt er. Auch rahmengenähte Herrenschuhe sowie Sondereinlagen, hergestellt über Kunststoff- Formen, gehören zum Eigenprodukt des Betriebes. Wilhelm Jordan selbst trägt einen Funktionsschuh: Strech- Walker von X-Sensible ,inklusive angepasster Einlage von Bauerfeind. „Ich achte sehr darauf, wie meine Knie und meine Hüfte reagieren. Wenn ich selbst nicht weiß, wie ich mich damit fühle, kann ich diese ja auch nicht weiter empfehlen“, erklärt er. Die Schuhe von X- Sensible werden hier exklusiv vertrieben. //nh

Orthopädie Schuhtechnik, Sanitätshaus Krefeld Jordan GmbH St.-Anton-Str. 16-18, D-47799 Krefeld, info@ortho-schuh.de 02151 / 29874, www.ortho-schuh.de


Fotos: Niki Romczyk

AB INS KÜHLE NASS Wenn er nicht gerade im Biergarten sitzt, genießt der Krefelder die Sonne am liebsten im Freibad. Zugegeben, die Auswahl an Bademöglichkeiten im Sommer ist klein. Aber nicht zu unterschätzen! Das beweist uns, jedes Jahr aufs Neue, die Schwimmvereinigung Krefeld 72, kurz SVK72. Die diesjährige Saison startete bereits Ende April. Zum vierzigsten Mal öffnete der Verein die Pforten für seine Mitglieder, die schon ungeduldig in den Startlöchern standen. Diese Aussage kann man fast bildlich interpretieren, denn bekannt ist die SVK durch ihre großen Erfolge im Schwimmen und Wasserball. 2005 stieg die erste Wasserballmannschaft in die zweite, ein Jahr später in die erste Bundesliga auf. Die Jugend erreichte über die Jahre nationales Niveau. So ist der Verein in Krefeld nach und nach zu einer Wasserballinstitution herangewachsen. Wer Ahnung von diesem schnellen und durchaus anstrengenden Sport hat, dem ist SVK72 auf jeden Fall ein Begriff. Große, grüne Liegewiesen, die zu einem längeren Sonnenbad einladen und eine hervorragende Vereinsgaststätte, mit dem Namen „Zur Kull“, tragen dazu bei, dass sich auch Sportmuffel hier wie zu Hause fühlen.

Allerdings hat man nicht nur bei der Auswahl der Mittagsspeise die Qual der Wahl: Ob man sich nun im Schwimmerbecken, dessen Temperatur konstant über 25°C liegt, Kinder-, oder Lehrbecken abkühlen möchte, bleibt einem selbst überlassen. Abgesehen davon lockt ein großes Freizeitangebot unter anderem mit Aqua-Jogging, Wandern, Gymnastik, oder Radfahren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Fitness- und Wellnessbereich zu nutzen. Ein besonderes Highlight sind die sogenannten „Aqua Balls“, Gummibälle, mit denen das Laufen über Wasser möglich ist. Die meisten Mitglieder wohnen in einem Umkreis von zwei Kilometer, aus diesem Grund kommen fast 80 Prozent mit dem Fahrrad. //js SVK 72 e. V., Palmstraße 8, 47803 Krefeld, Tel 02151/592393, www.svk72.de

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Ku l i n a r i s ch e s / /

KÜCHE UNTER DAMPF G a s t r o Ti p p : Nordbahnhof Ich liebe Bahnhöfe und ich liebe gutes Essen. Im Krefelder Nordbahnhof bekommt man beides: das Gefühl, jederzeit den nächsten Zug irgendwohin Großartiges besteigen zu können und gute, bodenständige Küche. Ganz ohne sich der lästigen Strapaze einer tatsächlichen Zugreise unterziehen zu müssen! Wen dann doch das Reisefieber packt, der besteigt am Wochenende den Schluff, der auch heute noch zwischen Nordbahnhof und Hülser Berg verkehrt.

Der großzügig gebaute Biergarten ist direkt an den Gleisen gelegen

Tatsächlich soll es noch Krefelder geben, die den Nordbahnhof nicht kennen. Grund genug für uns, den beliebten Mittagstisch zu testen und mit Besitzer Viktor Furth zu sprechen. Dieser ist Vollblutgastronom und deshalb mit einem Auge immer bei den Tischen und seinem Personal. „Für mich ist es enorm wichtig vor Ort zu sein, wenn der Gast da ist,“ erklärt er. Und jetzt gerade sind viele Gäste da. Wir bestellen Himmel und Erde mit Röstzwiebeln und Apfelkompott, den Grillteller „Nordbahnhof“ und Schweinefiletspitzen mit Kräuterquark und Krautsalat. Die Philosophie des Mittagstischs lautet: schnell, lecker, preiswert. Alles wird mit Zutaten aus der Region frisch zubereitet und ist in der Regel in 20 Minuten beim Gast. „Es bringt nichts das schönste Gericht zu konzipieren, wenn die Leute dafür ewig auf ihr Essen warten müssen,“ sagt Viktor Furth und verschwindet in Richtung Küche. Neben seiner gastronomischen Tätigkeit engagiert er sich auch für „Impuls Krefeld“, den ehemaligen Verkehrsverein. Das Gefühl für soziale und gesellschaftliche Verantwortung habe er vom Vater Willy Furth geerbt, sagt er, obwohl er nicht gerne in der ersten Reihe stehe. Den Familiensinn hat er ebenfalls vom Vater, und den pflegt er auch: Ehefrau Stefanie kümmert sich um den Cateringservice und sein Sohn Johannes ist mittlerweile in den Familienbetrieb eingestiegen.

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Den Nordbahnhof hat Viktor Furth 1991 mit seiner Frau nach einer umfangreichen Restaurierung durch Klaus Peter Noever eröffnet. Damals eine bewusste Entscheidung, für die historische Örtlichkeit, die im Jahr 1870 erbaut wurde und damit das älteste Bahnhofsgebäude in Krefeld ist. Heute hat das Hauptgebäude mit dem rustikalen Bahnhofsambiente Platz für 220 Gäste. In der ehemaligen Küche des Bahnhofsvorstehers können nochmal 30 Gäste verköstigt werden. Direkt neben den Gleisen gibt es einen überdachten Biergarten, in dem der neue Olivenbaum den bisher einzigen Stilbruch darstellt. Ansonsten ist Familie Furth sehr darauf bedacht, das Gesamtbild stimmig zu erhalten, inklusive Miniatureisenbahnen, die im Gasttraum über den Köpfen der Gäste kreisen. Deshalb wurden auch der Lokschuppen und der Blaue Waggon ebenfalls von Klaus Peter Noever gestaltet. Samstagabends sind die Räumlichkeiten des Nordbahnhofs für Veranstaltungen aller Art zu mieten. Auch der Verzicht auf ein Zuviel an sichtbarer Technik gehört zum Konzept. „Wir möchten das Nostalgische des Nordbahnhofs bewahren, weil es für uns den Charme des Ganzen ausmacht.“ Daneben denkt Viktor Furth auch in die Zukunft. Seine neueste Idee ist die Eröffnung eines Frühstückscafés im benachbarten Eisenbahnmuseum. Dann bekämen sein zwölfköpfiges Küchenteam und seine neun Kellner noch mehr zu tun. Seit neuestem


Fotos: Niki Romczyk Himmel und Erde (oben) und der Grillteller Nordbahnhof (unten)

Ein besonderes Highlight: Der blaue Waggon

gehört auch eine junge Restaurantfachfrau mit zum Serviceteam, was die Einheit der festangestellten Köbesse ein wenig auflockert. „Wir freuen uns besonders, auch weibliches Personal zu bekommen, das sein Handwerk versteht,“ erzählt Viktor Furth. „Bald bekommen wir eine neue Auszubildende dazu.“ Zu tun gibt es genug. Neben dem Tagesgeschäft und den Gesellschaften veranstaltet der Nordbahnhof regelmäßig die Talkshow „Zug um Zug“, das Dampftheater im Schluff und jetzt am 3. 6. 2012 die Benefizveranstaltung „Schluff & Klassik“ mit dem Kammerorchester der Musikschule Krefeld. Immer in Kooperation mit den Stadtwerken. Von ihnen hat die Familie Furth den Nordbahnhof für insgesamt 99 Jahre gepachtet. Bleiben also noch mindestens 78 Jahre Zeit, um auch die letzten Krefelder auf den Zug aufspringen zu lassen. //rp

Nordbahnhof Krefeld Oranierring 91 47798 Krefeld Telefon: 02151/67 444 www.nordbahnhof-krefeld.com furth@nordbahnhof-krefeld.de Viktor Furth im Gespräch

Lemmen Fenster + Türen I Glockenspitz 109 47800 Krefeld I 02151 / 54 29 79 I www.lemmen.de KR-ONE // 33


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UNROCK ERSTMALS IN DER RAMPE – E I N Z I G E S D E U T S C H L A N D KO N Z E RT D E S M O O N D U O S Als Trance-Kraut kann man das Projekt Moon Duo alias Sanae Yamada und Ripley Johnson, seines Zeichens Frontmann der Neo-Psychedelic Band Wooden Shjips, bezeichnen. Krautrock meets Psychedelia – Neu, Suicide, Cluster, Spacemen 3, Velvet Underground (Moe Tucker phase) meets John Coltrane & Ali Rashied. Mit ihren treibenden Voodoo Gitarrenlinien, ihren von Trance beseelten, monotonen Grooves, weben Moon Duo einen hippie-esken Soundtrack, ein brodelnde Melange von Zutaten aus mehreren Jahrzehnten psychedelischer Musik und doch absolut auf der Höhe der Zeit. In Deutschland sind die Kalifornier auf ihrer aktuellen Europatour nur in Krefeld zu sehen. Moon Duo ist eine typische Live-Band, deren Sound eine Menge zu tun hat mit der Mythologie der Strasse… Support gibt es von Volvopenta. //te, red Di 05.06.12, 20 Uhr, Kulturrampe, VVK 12 Euro, AK 15 Euro

" Q UAT S C H M I T S A U C E " M A R K E T I N G C L U B K R E F E L D I N D E R K U FA Eine Plattform für Marketing- und Vertriebsprofis, die den Austausch zu verschiedensten Themen bietet. Genau das zeichnet den Marketing Club Krefeld aus. Am 14. Juni veranstaltet er den nächsten Clubabend, unter anderem zu dem Projekt „Barcode A40“, in der Kulturfabrik. Zudem wird hinter die Kulissen der Kultstätte geschaut, um mehr über die Geschichte & Struktur der Location, sowie Planungen von Konzerten und dem Radio Kufa zu erfahren. Gleichzeitig werden neue interessierte Junioren (bis 35 Jahre) eingeladen, um einen Einblick in die Ziele und Pläne der Marketing Club Junioren zu bekommen und in diesem Zusammenhang den Juniorensprecher Michael Neppeßen und seine Stellvertreterin Kerstin Franck kennenzulernen. //red

Klingt lecker, ist es auch, denn der Name ist Programm – es steht Comedy mit Gaumenschmaus auf der Speisekarte. In regelmäßigen Abständen wird das neue Format ab Juli sonntags von 17.30 bis 20 Uhr laufen – der Tatort im Fernsehen ist also machbar. Die erste Veranstaltung mit Gourmetkoch Roland Eschweiler und Comedian Volker Diefes wird im Restaurant „Essklasse“ stattfinden, neben dem bekannten Comedian zum Anfassen wird ein für maximal 40 Gäste exklusives Drei-Gänge-Menue vom Sternekoch kredenzt. //te So 08.07.12, 17.30 Uhr, Restaurant Essklasse, Westparkstr. 105, 29 Euro inklusive Menü, Reservierung erforderlich,driekt im Haus Salvea, Tel. 0 2151-78 1170

Do 14.06.12, 19 Uhr, Dießemer Straße 13, 47799 Krefeld

U N P L U G G E D I M S A LV E A Ab Juni startet in der Gesundheitsoase Salvea eine neue Konzertreihe. Die Macher der UnPlugged-Serie präsentieren zwei Bands oder Solokünstler, die ihre Stücke nur mit akkustischen Instrumenten vortragen werden. Für das erste Konzert wurden die Neuseeländer The Electric Era (Foto) gewonnen, die antipoden und glitzerfreien Pop vom anderen Ende der Welt spielen. Als Vorband gibt es The Weather Men, ein Zusammenspiel aus Krefelder, Duisburger und Düsseldorfer und kalifornischen Musikern. //te

TRIactive® play die Schuheinlage für Ballsportler.

PowerWave®-Technologie

Orthopädie Schuhtechnik Jordan Wilhelm Jordan GmbH St.-Anton-Str. 16 - 18 47799 Krefeld

Tel.: + 49 (0) 21 51 / 2 98 74 Fax: + 49 (0) 21 51 / 2 06 20 Email: info@ortho-schuh.de www.ortho-schuh.de

Öffnungszeiten: Montag - Freitag, 08:00 Uhr - 13:00 Uhr und 14:30 Uhr - 18:00 Uhr

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Sa 23.06.12, 19.30 Uhr, Salvea, Westparkstr. 107, Eintritt 9 Euro, Karten unter 0 2151.78 1170


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L I V E E LV I S S H OW & TA R A N T I N O PA RT Y U N R O C K S E R I E S – A LVA R I U S B . Ein feinsinniger Cocktail für die Sinne aus schwarzem Humor, Soziopathie, Welt- und Herzschmerz – Alvarius B. aka Alan Bishop, Sun City Girls Founder und Major Player des amerikanischen Undergrounds, kommt in dieser Inkarnation erstmals nach Deutschland. Melodien und zerfaserte Songs, Kleinode – wild, melancholisch, fragil, schmerzhaft oder gebrochen werden von Alan charmant ausbalanciert und in verdrehter Form rezitiert. If you like it twisted, Al’s your man… //te, red

Als Elvis Presley am 16. August 1977 verstarb, da war D.W. King gerade 12 Jahre alt, war ihm und seiner Musik aber bereits verfallen. Und das hat sich bis heute nicht geändert: Mit seiner Band The Cosmic Crooners interpretiert er die Songs von Elvis Presley im Las Vegas Style der 70er Jahre. Balladen, Gospel, Rock´n Roll, Country und Filmtitel – generationsübergreifend und authentisch. Eine musikalische Reise ohne übertriebene Gestik aber mit dem Timbre des King, nicht nur für Oldie- und Elvis Fans. //te Fr 29.06.12, 21 Uhr, Magnapop, Dießemer Str. 24, 47799 Krefeld

Fr 29.06.12, 21 Uhr, Kulturrampe, VVK 10 Euro, AK 12 Euro

Foto: Tatiana Back, Copyright EMI Music Germany

I M A G E S , B I L D E R & K U LT In der Juni-Show von Lott ens schwaade! geht es den Engers um Images, Bilder und Kult. David J. Becher, alias »Der liebe J.« ist seid 15 Jahren Ensemblemitglied beim Vollplaybacktheater, das regelmäßig zu ausgebuchten Auftritten in der KuFa kommen. Als Stücke bringen sie ihre Kult-Hörspielen aus Kindertage szenisch und mit viel Bühnenbild und Requisitenaufwand in neue Zusammenhänge. Becher ist Moderator seiner eigenen Web-Show und immer für eine verrückte Idee gut. Der freiberufliche Fotograf Philip Lethen hat schon einige große Ausstellungen gemacht und für Fotoshootings der besonderen Art viele nationale und internationale Stars hautnah erlebt. Als Anhänger der analogen Fotografie erhebt er großen Anspruch auf die handwerkliche Ausführung. Häufig haben seine Bilder einen morbiden Charme, und das sogar, wenn er das pralle Leben einfängt. Musikalisch zeigt Naseem Beatbox, das man (fast) ohne Instrumente auskommen kann. Er erzeugt alle Töne mit seinem Mund und versetzt dabei das Publikum in Erstaunen. //te Mo 11.06.12, 19.30 Uhr, Mikado, Karten für 5 Euro unter 0 2151.759 9176

MALLE IN DER MEILE Das war uns eine Meldung wert: Das "17. Bundesland" ist zu Besuch in der beliebten Discothek im Hauptbahnhof. Und die erwartet aus diesem Anlass einen fernseherprobten Stargast – Anna-Maria Zimmermann, bekannt aus DSDS, wird ihre Hits auf der Mallorca Night live vortragen. Mit dem Krefelder Aleks Schmidt legt zudem einen szenebekanner Mallorca-DJ auf - ob Schlager, Dance oder House, Hauptsache Spaß und gute Laune.... Partyalarm! //te Sa 16.06.12, 22 Uhr, Meilenstein www.meilenstein-club.de

Frische innovative Küche Pizza mit Weizen oder Dinkelmehl, umfangreiche Spargelkarte, verschiedene hausgemachte Pestosorten oder 500 gr. Rumpsteak! Jetzt auf der Außenterasse genießen.

Hoffmann`s Essen und Trinken, Pempelfurtstr. 58 / Ecke vom Bruck-Platz, 47805 Krefeld, 02151 / 38 70 776, www.hoffmanns-essen-und-trinken.de

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K L U B K N E U I N D E R K U FA » K U LT U R F I N D E T S TA D T ( T ) « – A B S C H L U S S PA RT Y Neu im Krefelder Klubleben präsentiert sich die Party für ein breites, feierfreudiges Publikum – musikalische Abwechslung steht auf dem Plan. Das bekannte und beliebte DJ-Duo Caulfield & Bateman wird in der Halle House, Electro, Black, deutschem HipHop und Mainstream auflegen, im Club wird erstmalig eine Live Band zur Party spielen. Die frisch premierten So Kind Stacy werden zum Start mit Funk, Soul and Pop den Sommer in die KuFa holen wollen. Im Anschluss groovt ein DJ Team durch die Nacht. Beginnen wird das neue Partyformat, das endlich auch Konzerte in die Partysamstage integriert, schon um 21.00 Uhr. Mit der großen »Kultur findet Stadt(t)«–Abschlussparty beendet Krefeld einen abwechslungsreichen Kulturtag. //te

Sa 30.06.12, 21 Uhr, Kulturfabrik, www.kulturfabrik-krefeld.de

DA S G L Ü C K D I E S E R E R D E . . .

Der Krefelder Reit- und Fahrverein e.V. lädt zum traditionellen Dressurund Springturnier für Profis und Amateure. Weit über 1200 Eintragungen werden für den Termin Anfang Juni erwartet. Bekannte Persönlichkeiten wie die Rheinische Meisterin Jana Freund und Krefelds Lokalmatadoren Christina Dahl und Heiner Schiergen haben sich bereits in die Nennungsliste eingetragen. Am Wochenende Anfang Juni finden Dressur- und Springprüfungen bis zur Klasse S statt. An dem darauffolgendem Fronleichnam darf sich traditionell die Jugend unter Beweis stellen. Dann reicht die Spannbreite vom einfachen Reiterwettbewerb bis hin zu Dressur- und Springprüfungen der Klasse L. Die festlich geschmückte Reitanlage Kühnen am Rande des Hülser Bruch ist einen lohnendes Ziel für die ganze Familie. Angeboten werden Speisen, Getränke sowie die berühmte Erdbeerbowle. Dank sportbegeisterter Sponsoren ist der Turnierbereich auch in diesem Jahr kostenlos. Cheers! //nh Sa & So 02. – 03. und Do 07.6.2012, Reitanlage Kühnen Hökendyk 1, 47803 Krefeld, www.reitanlage-kuehnen.de KR-ONE // 36


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Foto: Eubel 2011, Ohne Titel

EDGAR A. EUBEL: SEHZEITEN

Arbeiten der letzten 6 Jahre zeigt Edgar A. Eubel (1958). Er findet in seinem zeichnerischen Werk immer aufs neue Bildnisse innerer Zustände, Variationen skurriler Mischwesen in Verbindung und Anlehnung an Formen aus dem Bereich der Flora und Fauna, oder Formen die an technoide Versatzstücke erinneren. In der Malerei setzt Edgar A. Eubel gezielt Linien und Formen auf den fast monochromen und meist pastellfarbenen Hintergrund, teils gezeichnet, gemalt oder auch im Abdruckverfahren. //te

bis 29.07.12, Kulturpunkt Friedenskirche, So 11 bis 13 Uhr, Mo bis Fr 10 bis 17 Uhr und Mi 20 bis 23 Uhr und zu den Veranstaltungen

20 JAHRE EISTÄNZER

KREFELD (STADTWALD) Sonntag, 08.07.2012, 13 Uhr HERZLICH WILLKOMMEN ZUM SOMMER-RENNTAG! Eintritt 8,- EUR für max. zwei Erwachsene Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche www.krefelder-rennclub.de

JAZZSOMMERABEND AN EINEM

28. internationales Festival

Sa., 30. Juni 2012, 18.30 Uhr, Burg Linn JAZZKLUB KREFELD

Krefeld ist und bleibt eine eishockeybesessene Stadt und das ist gut so! Wer an unsere Pinguine denkt, kommt an den Eistänzern nicht vorbei. Zum zwanzigsten Jubiläum wird jetzt auf dem Gelände der ehemaligen englischen Kaserne groß gefeiert. Live werden die Herren von Lewinsky mit dem unnachahmlichen Sänger Stephan Rittau den Gewerbepark beschallen. Getränke & Esssen zu zivilen Preisen, dazu ein Video- und Fotostreifzug durch 20 Eistänzerjahre. Zur Aftershow-Party lädt dann DJ Volly, ebenfalls ein Eishockey-Urgestein. Viele gute Gründe für einen feucht-fröhlichen Abend. //te Sa 30.06.12, 19 Uhr, Clubhaus Gremium, Mevissenstr. 62b, Gewerbepark Engl. Kaserne, VVK 10 Euro, AK 12 Euro, für Mitglieder frei, Karten unter christoph@die-eistaenzer.de

Rudresh Mahanthappa´s Samdhi, USA Nik Bärtsch´s RONIN, Schweiz Michael Wollny´s [em], Deutschland www.jazzklub-krefeld.de // info@jazzklub-krefeld.de KR-ONE // 37


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BOCKUMER SCHÜTZENFEST Vom 22. bis 25. Juni findet auf dem Bockumer Schützenplatz das Schützenfest statt. Dieses Jahr zum ersten Mal dabei, sind die Jungs von der K.u.K. Trabanten-Leibgarde, die sich erst letztes Jahr gegründet hat. Bestehend aus 17 jungen, aktiven Kompaniemitgliedern zwischen 23 und 33 Jahren, die alle viel Freude am Brauchtum mitbringen. Letztes Jahr feierte der Bockumer Schützenverein sein 400-jähriges Jubiläum und möchte dies nun gebührend nachfeiern. Mit dabei wird auch die Französische Infanterie sein, im Verein besser bekannt als Jungschützen. Denn rein alterstechnisch sind sie die Jüngsten. Kompanieführer Tobias wurde vor kurzem in den Vorstand des gesamten Vereins gewählt. Eine große Ehre. Zum Mitfeiern sind natürlich auch alle Interessierten eingeladen. Ein dreifach „Gut Schuss!“ //js Fr 22. bis Mo 25.06.12, Bockumer Schützenplatz

R A D I O K U FA A U F D E M K U LT U R F E S T »Kultur findet Stadt(t)« bietet am letzten Samstag im Juni einiges, so ist auch radio KuFa auf Achse und produziert nicht nur mit Kids ein spannendes Programm. Unter fachlicher Anleitung werden Interviews erarbeitet, O-Töne gesammelt, digital bearbeitet und zu professionellen Beiträgen zusammengefügt. Zum Abschluss können die einzelnen Beiträge per CD mit nach Hause genommen werden. Im Vorfeld wird zu »Kultur findet Stadt(t)« eine Spezial-Sendung produziert und über den Bürgerfunk der Welle Niederrhein gesendet. Viele Interviewpartner wie Ulrich Cloos (Stadtmarketing), Thomas Janzen (Kaiser Wilhelm Museum) und weitere nehmen an dieser Sendung teil… //te Sa 30.06.12, 11 Uhr, Rheinstraße, www.kulturfabrik-krefeld.de/radio

6 . S I N F O N I E KO N Z E RT A N TO N B R U C K N E R S I N F O N I E N R . 8 C - M O L L Bruckners „Achte“ ist seine vielleicht gewaltigste Sinfonie, die ihm aber auch viel Schmerz und Leid brachte. Dirigent Hermann Levi, der Bruckners „Siebter“ in München eine triumphale Erstaufführung bereitet hatte, wusste mit der Durchführung des Kopfsatzes nichts anzufangen. Dies führte zur drei Jahre dauernden (bis 1890) Überarbeitung. Seitdem steht die Musikwelt auch bei diesem Brucknerschen Werk vor dem Problem der zwei Fassungen und der Frage, welche wohl die bessere ist. Jac van Steen wird im Juni die Urfassung dirigieren, die durch ihre Monumentalität und gewaltigen Klangblöcke besticht. //te Di 05.06. und Fr 08.06.12, 20 Uhr, Seidenweberhaus, Saal 1 KR-ONE // 38


Musik //

HERGEHÖRT VON DIRK RAUPACH T H O M A S T R UA X

NEW YORKER ANTI-FOLK KÜNSTLER Z U G A S T I N D E R S E I D E N S TA D T Begriffserklärung. In der New Yorker Anti-Folk Szene finden sich Musiker wieder, die oftmals aus der Punkszene kommen und nun das Genre Folk auf ihre eigene Art interpretieren. Die Texte sind häufig politischer Natur und typische Folkmerkmale werden gerne mit einer untypischen Instrumentierung gemischt. Thomas Truax ist tief verwurzelt in dieser Szene. Er gilt als ein Mitbegründer dieser Musikrichtung, die sich in den 1990er Jahren herauskristallisiert hat. Neben dem typischen Singer-/Songwriter Stil entwickelte Thomas Truax eine besondere Hingabe für den Instrumentenbau. So entwickelte er mit den Jahren einzigartige Instrumente, die Bezeichnungen wie The Backbeater, Hornicator oder Stringaling erhielten. Er perfektionierte nicht nur den Bau, sondern auch die Spielweise an den Instrumenten und so hat sich ein ganz eigener Sound seiner Musik entwickelt. Er ist die One Man Band die seinen Klangmaschinen Leben einhaucht. Schließt man die Augen, begegnen sich Nick Cave und Tom Waits in der skurillen Kulisse eines Tim Burton Films. Truax wird gegen diese Assoziation nichts einzuwenden haben; solche Vergleiche sind ihm nicht fremd.

THOMAS TRUAX – MONTHLY JOURNAL (PSYCHO TEDDY RECORDS)

Der umtriebige Künstler hat sich nach Jahren der New Yorker Szene entfremdet und den Sprung Richtung Europa gewagt. London war das Ziel und von dort aus unternahm er viele Touren durch den alten Kontinent, um andere Menschen, andere Musik kennen zu lernen. Aus privaten Gründen hat es ihn nun nach Deutschland, in unsere Heimatstadt verschlagen, wo er bis zum Herbst seine Zelte aufgeschlagen hat. Von hier aus ist Truax wieder unterwegs um den Menschen seine einzigartige Musik zu präsentieren. Natürlich sind auch in Krefeld Konzerte in Planung. Bislang gibt es allerdings noch keine sicheren Termine. So gilt es die lokalen Termine im Auge zu behalten, denn ein Thomas Truax Konzert sollte Mann und Frau nicht verpassen. //dr

N E U & B E A C H T E N S W E RT SYNTONIC – NEW OLD FILM (FINEST NOISE) Christian Baakes und den Geschwistern Sandra und Rocco Harzbecker, emotionsgeladene Musik. Dreizehn Jahre nach Bandgründung folgt endlich das Debüt Album. New Old Film – der Inbegriff einer langen Reise, in der Band und Sound gereift sind. Ein Hochgefühl nach so vielen Jahren auf das vollendete Produkt zu schauen. Genauso klingen die Post-

Hardcore lastigen Rocksongs. Hier sind keine Newcomer im üblichen Sinne am Werk, die Albumproduktion klingt höchst professionell. Schneidend klar die Gitarrenarbeit, die Vocals sind auf den Punkt gebracht. Man hört und fühlt die Freude am Spiel. Es bleibt abzuwarten, wie die Entwicklung von Syntonic verläuft. Weitere dreizehn Jahre für ein Nachfolgealbum sind definitiv unakzeptabel. Zum einen sind die vorliegenden Songs zu gut, als dass die Band ihr Potenzial nicht weiter ausschöpfen sollte, zum anderen ist das Musikbusiness schnelllebig, Bands geraten schnell in Vergessenheit. Syntonic hoffentlich nicht.

Natürlich wollen wir auch das aktuelle Album des Multiinstrumentalisten Truax vorstellen. Ein Manifest der Selbstverwirklichung ist dem Künstler mit „Monthly Journal“ gelungen. Sein bislang reifstes Werk klingt weniger wie eine One Man Band, vielmehr hat Thomas Truax seine Ideen und Instrumente zu einem komplexen Ganzen geformt. So entstanden greifbare, tiefgründige Songs. Wie der Titel des Albums vermuten lässt, beziehen sich die einzelnen Songs auf einen Monat im Jahr bzw. sind auch in dem jeweiligen Monat entstanden. Die verarbeiteten Themen sind dementsprechend vielschichtig und Truax versteht es auf brillante Weise, den Hörer von seiner Musik gefangen zu nehmen. Gebannt lauscht man der Instrumentierung, ist dabei gleichermaßen von Absonderlichkeiten überrascht, wie fasziniert. Musik, ganz Abseits vom Mainstream, zum Genießen und Hinhören. //dr Sir Richard Bishop – 15.05.2012 Südbahnhof, Krefeld KR-ONE // 39


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