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Themendossier Zürich Nummer 01

#swiss made reinvented


Wozu ein Themendossier ? Der Themendossier gibt Journalisten Inspiration für eine Story über Zürich und seine Regionen Baden, Zug und Winterthur. Die Reportagen geben einen kleinen Einblick in das Leben der Menschen, die so unterschiedlich wie ihre Stadt sind. Sie erzählen Geschichten und liefern Ideen für eine Recherchereise nach Zürich. Die Texte und Fotos sind honorarfrei und stehen Redaktionen und Journalisten kostenfrei zur Verfügung (Quelle: Zürich Tourismus). Weiteres Bildmaterial steht zum Downlaod bereit unter www.zuerich.com/bilder


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Vorwort Zürich, die grösste Stadt der Schweiz, ist vielseitig wie kaum eine andere Schweizer Stadt: Der See liegt vor der Haustür, die Berge liegen einen Steinwurf entfernt, die klassischen Sandsteinbauten und das niederdorf gehen nahtlos über in das universitätsviertel am Irchel und die industriellen aussenbezirke im Westen. Zürich Tourismus bindet all die verschiedenen Facetten dieser Stadt zum Geschenk für ihre Gäste und Besucher. In diesem Sinn ist das vorliegende Design manual eine Bindeanleitung: Die Stadt ist das geschenkte Gebinde, die marke ist das Band. In diesem Sinn ist das vorliegende Design manual eine Bindeanlei- tung: Die Stadt ist das geschenkte Gebinde, die marke ist das Band. Zürich Tourismus bindet all die verschiedenen Facetten dieser Stadt zum Geschenk für ihre Gäste und Besucher. In diesem Sinn ist das vorliegende Design manual eine Bindeanleitung: Die Stadt ist das geschenkte Gebinde, die marke ist das Band. In diesem Sinn ist das vorliegende Design manual eine Bindeanleitung: Die Stadt ist das geschenkte Gebinde, die marke ist das Band. Herzlichst, Martin Sturzenegger

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Übersicht Seite 13-16 // Natural

Schwungvolle Schönheit auf See | Boesch Motorboote

Seite 07-12 // Urban

Der intuitive Gestalter Studio Alfredo Häberli

Seite 17-20 // Cultural

Handwerk in neuen Händen | Böögg


Seite 25-28 // Cultural

Was f端r ein Theater Casino Theater Winterthur

Seite 21-24 // Urban

Kirsch f端r die Nische Distillerie Etter Zug

Seite 33-36

Karte, Impressum Informationen

Seite 29-32 // Cultural

Im modernen Lichtspielhaus | Sterk Cine AG Baden


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Der intuitive Gestalter | Studio Alfredo Häberli Industriedesigner Alfredo Häberli kreiert in seinem Zürcher Studio für namhafte Manufakturen innovative Möbel und überraschende Objekte. Im Atelier von Alfredo Häberli hat jedes Objekt seinen Platz. Prototypen liegen bereit, um bei Bedarf aufgegriffen zu werden, bereits produzierte Gegenstände zieren Ablagen genau so wie Entwürfe befreundeter Gestalter, die gefallen. Gesammelte Fundstücke aus aller Welt hängen an Tafeln und sollen inspirieren, Dutzende von Büchern zur Geschichte von Architektur, Design und Kunst bilden ein umfassendes Nachschlagewerk, das der

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gebürtige Argentinier auswendig kennt.

zeitlich in Italien arbeitete. „Bei meiner

Alfredo Häberli gehört seit Jahren zu den be-

Ausbildung hier in Zürich hatte ich diesen

kanntesten Industriedesignern der Schweiz

Aspekt vermisst.“

und ist noch heute aufgeregt, wenn ein

Sein großes Wissen um die Geschichte ge-

neues Projekt ungeahnte Ideen hervorbringt.

stalterischer Prozesse lässt Alfredo Häberli

De Sede, Vitra, 25hours Hotels und viele

in seiner Vorstellung ein komplexes Geflecht

Weitere gehören dabei zu seinen Auftrag-

aus Ideen knüpfen und dabei traditionelle

gebern, für die er ausgeklügelte, innovative

Entwürfe mit neuen, noch nie dagewese-

und oft auch überraschende Möbel, Objekte

nen Herstellungstechniken verbinden. Oft

und Interieurs kreiert.

ist er dabei seiner Zeit voraus. „Mir wird im-

„Projekte wähle ich nach meinem Bauchge-

mer mal wieder von Auftraggebern gesagt,

fühl aus“, sagt der 49-Jährige, der seit 1977

dass sich meine Ideen mit den gegenwärti-

in Zürich lebt. „Dabei sind mir die Menschen

gen Technologien noch nicht industriell her-

das

Wichtigste.“

Einer-

seits meint er damit seine Kollaborationspartner, die sympathisch sein sollen,

„Projekte wähle ich nach meinem Bauchgefühl aus.“

stellen lassen. Zumindest nicht auf eine Weise, die kein Vermögen kostet und das Produkt somit für zahl-

andererseits auch die Kunden, denn Alfredo

reiche Kunden bezahlbar macht.“

Häberli möchte, dass möglichst viele Leute

So kommt es, dass Entwürfe von Alfredo

kaufen können, was er entwickelt. Ihn inter-

Häberli häufig erst Jahre nach ihrer Entwick-

essiere besonders die Herausforderung, wie

lung auf den Markt kommen. Doch auch

Produkte mit neuen Techniken und Typolo-

beim Folgeprojekt wird seine Vision beste-

gien für ein breites Publikum erschwinglich

hen bleiben und das Bedürfnis, den von ihm

hergestellt werden können. Ästhetik ist da-

kreierten Produkten eine Seele zu verleihen.

bei genau so wichtig wie Funktionalität: „Ich könnte niemals einen Stuhl entwerfen, der

Kontakt:

zwar schön anzuschauen, aber vollkommen

Studio Alfredo Häberli

unbequem ist.“ Dass die Schönheit aber

Seefeldstrasse 301 a

ebenfalls ihre Berechtigung hat, lernte er

CH - 8008 Zürich

während den Jahren in denen er zwischen-

www.alfredo-haeberli.com


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Schwungvolle Schönheit auf See | Boesch Motorboote Markus Boesch bildet die vierte Generation in der Führung der gleichnamigen Familienfirma, die edle Motorboote in ausgiebiger Handarbeit herstellt. In eleganter Gestalt gleiten sie rasant über den See. Gehüllt in hochwertiges und wenn immer möglich FSC-zertifiziertes Mahagoniholz und mit einem Innenausbau aus Schweizer Ahorn und Fichte, gehören die Motorboote der Familie Boesch zum Vornehmsten, was man sich als Fortbewegungsmittel auf hiesigen Gewässern zulegen kann. Während der über 90-jährigen Firmengeschichte hat sich nicht nur in Kennerkreisen die hohe Qualität

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der Boote herumgesprochen und so finden

von Zürich in Sihlbrugg befindet, Holz und

sich Kunden der Gefährte mittlerweile in der

Metall. „Dabei bemerkte ich allerdings bald,

ganzen Welt. Alleine auf dem Zürichsee und

dass ich für das Handwerkliche nicht son-

in den anliegenden Bootshäusern sind es

derlich geeignet bin.“

über 400 Stück.

Gleichwohl

Markus Boesch führt den Betrieb in vier-

Betriebsökonom bei seinem definitiven

ter Generation, an der Seite seines Vaters

Einstieg in die Firma ein Wissen über jeden

und seines Onkels. „Meine Familie hatte

Aspekt

sicherlich eine latente Erwartungshaltung,

„Wenn der eigene Name auf dem Produkt

dass auch ich in die Firma miteinsteigen

steht, tritt einem eine hohe Erwartungshal-

würde“, sagt er und fügt gleich an: „Doch ich habe heute keinen Zweifel, am richtigen Ort zu sein.“ Schon zu Schulzeiten arbeitete er

des

eignete

sich

der

studierte

Familienunternehmens

„Wenn der eigene Name auf dem Produkt steht, tritt einem eine hohe Erwartungshaltung entgegen.“

an:

tung entgegen, von den Kunden wie auch den Mitarbeitern.“ Heute ist er darum bemüht, die von seinen Vorvätern begründete Tradition,

in den Sommerferien im Betrieb, half seinem

erstklassige und langlebige Produkte her-

Vater im Büro aus oder bearbeitete in der

zustellen, mit Innovation zu verbinden

Werkstatt, die sich seit 40 Jahren außerhalb

ohne dabei jedoch irgendwelchen Trends


zu folgen. Deshalb werden die Boote

25 bis 30 Stück werden in der Manufaktur

immer aus der praktischen Sichtweise eines

in Sihlbrugg pro Jahr von den Mitarbeitern

Ingenieurs, seit 45 Jahren von seinem Vater

in ausgiebiger Handarbeit hergestellt. Ein

und seinem Onkel, entworfen. „Unsere

Großteil davon liefert Boesch an Destinati-

Boote sollen durchaus eine schöne Form

onen in Zentraleuropa, seit jeher überwie-

haben, sie sollen aber auch einer stür-

gend an deutsche Kunden und an Orte am

mischen See standhalten.“ So werden

Gardasee oder Lago Maggiore. Was alle

Sonderwünsche von Kunden gerne ange-

Kunden nach Meinung von Markus Boesch

nommen und in die klare Formensprache

vereint: „Sie schätzen das Exquisite, be-

der Boesch-Boote übersetzt.

gleitet von Zürcher Understatement.“

Kontakt:

Boesch Motorboote

Seestrasse 197

CH - 8802 Kilchberg

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www.boesch-boats.ch

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Handwerk in neuen Händen | Böögg Für das Frühlingsfest „Sechseläuten“ baut Heinz Wahrenberger seit Jahrzenten den sogenannten Böögg. Mit Lukas Meier bildet er nun seinen Nachfolger aus. Die beiden Männer wissen ganz genau, was sie in den Händen halten. Entsprechend behutsam gehen Heinz Wahrenberger und Lukas Meier mit dem Kopf des Böögg um, einer beliebten Zürcher Tradition. Heinz Wahrenberger kennt den Böögg in- und auswendig. Seit 48 Jahren baut er ihn und erschafft damit den jährlich heiß ersehnten Höhepunkt des im April gefeierten Zürcher Volksfestes „Sechseläuten“. Der Böögg, im Zürcher Dialekt so


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viel wie „verkleidete Gestalt“, ist eine Figur in

praktischeren Materialien geht. „Ansonsten

Form eines Schneemanns gefertigt aus Tan-

ist ein Schneemann nun mal ein Schnee-

nenholz und Pappmaschee, gefüllt mit Holz-

mann, da kann man nicht viel ändern.“

wolle, mit Watte überzogen und versehen

Eine sanfte Neuerung in der Tradition bildet

mit zahlreichen Knallern. Seit über hundert

immerhin die Tatsache, dass mit Lukas

Jahren sagt seine Verbrennung traditionel-

Meier bereits ein Nachfolger ausgebildet

lerweise den Sommer voraus: Je schneller

wird. Seit fünf Jahren steht der 41-jährige

die Petarde im Kopf des Schneemanns

seinem Lehrmeister mit helfenden Händen

explodiert, umso schöner wird die bevorste-

zur Seite: „Ich schätze die ruhige Art, mit der

hende Jahreszeit.

Heinz an die Arbeit hergeht. Da stört kein

Heinz Wahrenberger ist sich bewusst, dass

Telefon.“ Als Polydesigner 3D ist Lukas

er jedes Jahr während einer Woche und

Meier in der Dekorationsgestaltung tätig

ungefähr 50 Arbeitsstunden etwas Vergängliches erschafft.

„Wenn

ich

schließlich sehe, wie sich die Leute über den Böögg

„Wenn sich die Leute über den Böögg freuen, macht mich das glücklich.“

und geht so wie sein Lehrmeister einem Beruf nach, der Kreativität und Handwerk vereint. Eile mit der Übernahme von

freuen, macht mich das glücklich,“ sagt der

Heinz Wahrenberger hat er allerdings nicht:

73-jährige. 1965 kaufte er eine Buchbinde-

„Er wird sicher noch die nächsten beiden

rei in der Stadt, deren Besitzer sich bereits

Jahre den Hauptanteil des Böögg bauen

lange für den Bau des Böögg Verantwortlich

und so die vollen 50 schaffen. Dann schau-

zeichnete. Nachdem dieser sein Geschäft

en wir mal, wann genau ich übernehme.“

an Heinz Wahrenberger abgegeben hatte,

In den Händen von Lukas Meier wird der

kam prompt ein Anruf vom Zentralkomitee

Böögg wohl keine komplett neue Gestalt

der Zünfte Zürichs: „Man fragte mich, ob ich

annehmen, aber die Tradition Neues auszu-

auch den Böögg-Bau übernehmen möchte.

probieren will er fortführen.

Ich antwortete, ich würde es ausprobieren.“

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Und das tut er noch immer, zumindest wenn

Kontakt:

es um das Anwenden von effizienteren Her-

Böögg, Bellevueplatz, CH - 8001 Zürich

stellungsweisen oder das Verwenden von

www.sechselaeuten.ch


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Kirsch für die Nische | Etter Distillerie Zug Seit über hundert Jahren verarbeitet die Familie Etter süße Kirschen zu einem geschmackvollen Obstbrand. Gabriel Galliker-Etter leitet die Firma in Zug heute gemeinsam mit seiner Frau. Im oberen Stockwerk der Etter-Produktionsstätte im Industriegebiet von Zug werden Flaschen von Hand versiegelt. Auf manche wird ebenfalls in Handarbeit ein Edelweiß aus Stoff geklebt. Es sind einige der letzten Arbeitsschritte, bevor die Flaschen bereit sind zur Auslieferung. Seit 1870 stellt das Familienunternehmen seinen Kirsch und

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weitere Obstbrände in Zug her und hat

Qualität eine Rolle sowie die Tatsache,

sich damit über die Grenzen der Region

dass man die Landwirtschaft der Region

einen Namen gemacht. Dabei baut sie

unterstützt.

auch auf die lange Zuger Kirschen Tra-

Gabriel Galliker-Etter spricht leidenschaft-

dition, die bis auf einen entsprechenden

lich darüber, wie die langsame aber stetige

Markt im Jahr 1627 zurück zu führen ist.

Rückbesinnung auf lokale und qualitativ

„Wir 21

beziehen

den

Rohstoff für unseren Kirsch von etwa 70 Bauern aus der Umgebung“, sagt Gabriel

„Unsere Produkte bestehen alle zu hundert Prozent aus Schweizer Früchten.“

hochwertige Produkte auf dem Markt seinem Unternehmen kommt.

„Was

zugute viele

Firmen heute als Her-

Galliker-Etter, der durch die Produktions-

stellungsprozess und Verkaufsargument

räume führt und gemeinsam mit seiner

neu entdecken, haben wir schon im-

Frau Eveline die Firma in der vierten Gene-

mer so gemacht.“ Galliker-Etter kam als

ration führt. „Einige der Bauern verfügen

junger Lehrling in die Firma und war ihr

über lediglich einen Kirschbaum, andere

von Anfang an stark verbunden. Als er

über zehn oder 100.“ Wie viele Kirschen

seine Frau kennenlernte, die Ur-Enkelin

dabei von jedem Betrieb geliefert würden

des Firmengründers, wusste er, dass die

sei zweitrangig, in erster Linie spiele die

Verbindung wohl ein Leben lang anhalten


würde. Die beiden haben heute drei

bränden will Gabriel Galliker-Etter auch

gemeinsame Söhne.

damit die Nische der Feinschmecker

Auf die Traditionen der Firma zu setzen

bedienen, die nach geschmacklichen

ohne dabei Innovationen außer Acht zu

Besonderheiten suchen und die Qualität

lassen, daran ist Gabriel Galliker-Etter viel

eines nachhaltigen, regionalen Produkts

gelegen: „Alle unsere Produkte bestehen

zu schätzen wissen. „Zu unserer Freude

zu hundert Prozent aus Schweizer Früch-

gibt es von diesen Leuten immer mehr.“

ten.“ Das sei schon immer so gewesen

Das ist wohl ein Grund zu feiern, wovon

und will auch die neue Generation im Un-

im Juli in Zug diverse Events zeugen, wie

ternehmen entsprechend weiterführen.

zum Beispiel der große Kirschmarkt. Zu-

Jedoch an der Entwicklung von neuen

dem soll die Aktion „1000 Kirschbäume

Produktionsgeräten wie auch an neu-

für die Stadt Zug“ den Fortbestand der

en Produkten selbst wird stets getüftelt,

feinen Frucht in der Region sichern.

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dabei sollen kurzlebige Trends allerdings keine Rolle spielen. „Wir könnten gar

Kontakt:

nicht so schnell auf solche Entwicklungen

Etter Distillerie

auf dem Markt reagieren.“ Entstanden

Chollerstrasse 4

ist aber etwa ein Schweizer Whisky, der

CH - 6300 Zug

Johnett Single Malt. Wie mit den Obst-

www.etter-distillerie.ch

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Was für ein Theater | Casinotheater Winterthur Als Satiriker im Schweizer Fernsehen genauso wie als Verwaltungsratspräsident des Casinotheaters Winterthur sorgt Viktor Giacobbo für beste Unterhaltung. Ein eigenes Theater, geführt von Künstler für Künstler. Das schwebte dem bekannten Kabarettisten und Schauspieler Viktor Giacobbo vor, als er vor über elf Jahren vor dem heutigen Casinotheater stand, damals unbenutzt und baufällig. Zu Giacobbos Jugendzeit war das Theater als belebtes Versammlungshaus jedem in der Stadt bekannt. „Meine Ausmusterung fürs Militär fand zum Beispiel hier statt. Um vom Dienst befreit zu werden spielte

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ich damals meine erste erfolgreiche Rolle,

Unterhaltungsbranche geschmiedet. Ob als

einen Junkie.“ Im Laufe seiner Karriere hat

Mitglied verschiedener Kabarettgruppen,

er sich mit zahlreichen Rollen, vom Bundes-

als erfolgreicher Satiriker und Moderator

rat bis zum Zuhälter, stets neu erfunden und

im Schweizer Fernsehen, Kolumnist oder

damit längst seinen Platz in der Schweizer

Filmemacher und Schauspieler, er wählt

Populärkultur gefunden.

Projekte meist nach dem Lustprinzip aus.

Heute sitzt Viktor Giacobbo im Restaurant

„Meine Aufgabe als Künstler ist es in erster

des Casinotheaters und erzählt, wie sich

Linie zu unterhalten. Wenn es um Inhalte

das Haus weit über die Stadtgrenze hinaus einen Namen für sein facettenreiches, aber nicht

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durchwegs

populäres

„Eine PointenShow habe ich nie gemacht.“

geht, frage ich mich jeweils, was ist aktuell und was interessiert auch mich selbst?“ Gefallen könne man dabei

Programm in der Sparte der Kleinkunst

nicht allen, das habe er früh gelernt.

gemacht hat. „Wir wagen viel lieber immer

Dass seine Art der satirischen und klugen

mal wieder ein Experiment. Manchmal funk-

Unterhaltung großen Anklang findet, da-

tioniert es, manchmal eben nicht.“ Nach

von zeugt seine langjährige Karriere beim

diesem Credo hat sich der gebürtige Winter-

Schweizer Fernsehen. Seit 2008 in der

thurer auch seine Karriere in der Schweizer

Sendung „Giacobbo/Müller“, und davor in


seiner eigenen Sendung „Viktors Spätpro-

Aufgabe. Neue Unterhaltungsformen oder

gramm“, empfängt er regelmäßig Gäste aus

Rollen entstanden immer intuitiv und von

Politik und Wirtschaft, spielt bekannte oder

eigenem Interesse getrieben. Deswegen

erfundene Charaktere und kommentiert das

sagt er auch, er werde von der Bühne

Zeitgeschehen auf ironische Weise. Letzte-

abtreten, wenn er einfach keine Lust mehr

res tut er nach Sendeschluss gerne auch

darauf hat.

via Twitter. „Eine Pointen-Show habe ich nie 28

gemacht. Aber ich merke, dass wir durch unsere Art der Unterhaltung auch ein jün-

Kontakt:

geres Publikum für gegenwärtige Themen

Casinotheater Winterthur

interessieren können.“

Stadthausstrasse 119

Den Schweizer Humor neu zu definieren,

CH - 8400 Winterthur

das sah Viktor Giacobbo nie als seine

www.casinotheater.ch

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Im modernen Lichtspielhaus | Sterk Cine AG Baden Seit den 1920ern zeichnet die Familie Sterk in Baden für das Filmvergnügen verantwortlich, mit Alexandra Sterk heute in der vierten Generation. Alexandra Sterk lernte die Welt des Kinos als kleines Mädchen erst aus Erzählungen am Mittagstisch kennen. Ihre Eltern, Hannah und Peter, leiteten damals in dritter Generation das Kino Sterk in Baden sowie ein paar weitere Lichtspielhäuser in der Region. „Eliot, das Schmunzelmoster“ war es, das Alexandra Sterk in ebendiesem Filmsaal das erste Kino-Erlebnis bescherte. Seither hat sie die Begeisterung dafür nicht mehr losgelassen. Die

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Spannung vor der Aufführung, das bunt ge-

no-Betriebs kennen: „Neben der Büroarbeit

mischte Publikum, die Bilderpracht auf der

verkaufte ich auch Tickets, wies den Zu-

Leinwand und die Gefühle, die sie auslösen:

schauern ihre Plätze zu oder führte die Filme

„Gemeinsam mit anderen das Film-Erlebnis

vor.“ In Baden werden bis heute die meisten

zu teilen, macht für mich die besondere

davon in der Originalfassung mit Untertiteln

Faszination aus.“

gezeigt, entgegen der Entwicklung in vielen

Es war 1912 als der Name Sterk erstmals

Regionen der Schweiz: „Wir sind nicht be-

in der Schweizer Kinolandschaft auftauchte. Eugen Sterk war es zu der Zeit, der in Zürich dem Betrieb seiner Onkels beitrat. 1928 eröffnete er außerhalb der

„Mit anderen das Film-Erlebnis zu teilen, macht für mich die besondere Faszination aus.“

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geistert von diesem Trend. In der Originalfassung sind die Filme einfach authentischer und die Emotionen werden besser vermittelt.“ Außerdem dürfe man die

Stadt ein eigenes Kino beim Bahnhof in Ba-

Zuschauer durchaus etwas fordern.

den und gab ihm seinen Familiennamen. In

Zu schaffen macht vor allem auch die

nur fünfeinhalb Monaten wurde es erbaut

Herausforderung, dass sich viele Zuschauer

und verfügte über ein Hausorchester sowie

überlegen, ob sich ein Kino-Besuch über-

eine Varieté-Bühne. Das Lichtspielhaus be-

haupt lohnt oder der Film nicht einfach aus

gründete das Familienunternehmen, besteht

dem Internet geladen werden soll. Neben ei-

bis heute und ist inzwischen auf Arthouse-

ner schlauen Filmselektion glaubt sie weiter-

Filme spezialisiert.

hin daran, dass viele Leute denselben Zau-

Mittlerweile führt Alexandra Sterk gemein-

ber suchen, den sie damals bei ihrem ersten

sam mit ihren Geschwistern Franziska und

Kino-Besuch und seither immer wieder ge-

Martin die Sterk Cine AG, zu der auch das

funden hat: „Auch bei all dem technischen

2002 eröffnete Multiplex „Trafo“ gehört. Va-

Fortschritt – das wird sich nicht ändern.“

ter Peter wirkt als Verwaltungsratspräsident und Mutter Hannah arbeitet am Ticketschal-

Kontakt: Kino Trafo,

ter. Als Alexandra Sterk 1993 ins Unterneh-

Brown Boveri Platz 1, CH - 5400 Baden

men einstieg, lernte sie jeden Aspekt des Ki-

www.sterk.ch

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Weiterführende Informationen Studio Alfredo Häberli | 25hours Hotel Zürich-West, Innendesign von Alfredo Häberli und seiner Frau Stefanie 33

Häberli-Bachmann: www.25hours-hotels.com/zuerich/ | Atelier Pfister, kuratiert von Alfredo Häberli: www.atelierpfister.ch | De Sede Switzerland: www.desede.de Bösch Motorboote | Holzbootmanufaktur seit 1920: www.bcbs.ch/Manufaktur.html Böögg | Verein Ausstellung Zunftstadt Zürich: www.zunftstadt.ch Etter-Destillerie | Onlineshop Etter: www.obstbrand-shop.de/Brennerei%20Etter.htm | Zuger Kirsche: www.zugerchriesi.ch | Tourismusverband Zug: http://www.zug-tourismus.ch/de Casinotheater Winterthur | Tickets: http://www.casinotheater.ch/theater/tickets.html | Tourismusverband Winterthur: www.winterthur-tourismus.ch/de | Viktor Giacobbo: www.viktorgiacobbo.ch | Schweizer Fernsehen Giacobbo/Müller: www.srf.ch/sendungen/giacobbo-mueller/-2

Kino Sterk | Trafo Multiplex: www.trafobaden.ch | Baden Tourismus: www.baden.ch | Baden Menschenstadtgeschichten: www.badenfilm.ch


Karte von Zürich, Baden, Winterthur und Zug 36

CASINOTHEATER TRAFO

REGION WINTERTHUR

REGION BADEN LIMMAT

KANTON ZÜRICH

BÖÖGG

ZÜRICH UETLIBERG

STUDIO A. HÄBERLI BOESCH-BOOTE

ZÜRICHSEE

DISTILLERIE ETTER

KANTON ZUG

RAPPERSWIL


Karte von Zürich, Baden, Winterthur und Zug 36

CASINOTHEATER TRAFO

REGION WINTERTHUR

REGION BADEN LIMMAT

KANTON ZÜRICH

BÖÖGG

ZÜRICH UETLIBERG

STUDIO A. HÄBERLI BOESCH-BOOTE

ZÜRICHSEE

DISTILLERIE ETTER

KANTON ZUG

RAPPERSWIL


Impressum © 2013 häberlein & mauerer ag für Zürich Tourismus Text: Jeremy Gloor Fotos: Bruno Marcor 37

Grafik: Kristin Abeln Kontakt Mediendienst Zürich Tourismus Telefon +41.214.40 96 media@zuerich.com www.zuerich.com Zürich Tourimus Stampfenbachstrasse 52 CH-8021 Zürich Pressekontakt häberlein & mauerer ag Rosenthaler Str. 52 D-10178 Berlin Miriam Oberer Telefon +49.30.726 208-330 miriam.oberer@haebmau.de Johanna Broese Telefon +49.30.726208-209 johanna.broese@haebmau.de


www.zuerich.com

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