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Vorteil Kundenzeitung der

und Sparkassen AG I Nr. 102 November 2016

Vertrauen als starkes Fundament 1


Vertrauen entsteht nicht von heute auf morgen – es wächst. Barbara Denk ist liebevolle Mutter von Maximilian, 5 Jahre. Frau Denk weiß ganz genau, was es bedeute Verantwortung für Menschen zu übernehmen und sorgfältig damit umzugehen. Dieser Aufgabe widmet sie sich nicht nur im Privatleben, sondern auch beruflich. Sie ist Mitarbeiterin der KREMSER BANK – einem regionalen Arbeitgeber, der an seinen Grundwerten beharrlich festhält. Alle Mitarbeiter des Institutes verstehen es, Fachkompetenz mit intellektuellen, ethischen und emotionalen Fähigkeiten zu kombinieren. Sie stellen ihre Arbeit in den Dienst der Gesellschaft und der Menschen. Eine Arbeit, die sich über Jahre hinweg bezahlt gemacht hat. So feiert die KREMSER BANK heuer ihr 160-JahreBestandsjubiläum. Der ursprüngliche Gründungsgedanke ist noch heute Leitmotiv für die Bank und ihre Mitarbeiter. Dabei steht der Mensch mit all seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Herzlich willkommen in der KREMSER BANK. Herzlich willkommen bei uns.

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VORTEIL I Inhalt


Editorial Liebe Leserinnen und Leser, als kundenorientierte Regionalbank hat sich die KREMSER BANK UND SPARKASSEN AG sehr gut entwickelt. Mehr denn je hat sich in einer Branche, die im Umbruch ist, gezeigt: Unser Geschäftsmodell gewährleistet Sicherheit und Stabilität. Das große Vertrauen unserer Kunden ist dabei unser wertvollstes Gut. Ganz klar: Unsere Filialen sind unsere zentrale Vertriebsschiene. Wir als KREMSER BANK widmen der Nähe zu unseren Kunden unseren ganzen Einsatz – und dies mit Begeisterung seit über 160 Jahren. Parallel dazu wird dem Online- und Mobile-Banking aufgrund von veränderten Kundenbedürfnissen große Bedeutung beigemessen. Diese Anforderungen haben wir bereits vor Jahren erkannt und entsprechend aufgegriffen. Seit damals arbeiten wir daran, bedürfnisorientiertes Banking auf allen Kanälen für unsere Kunden bereitzustellen. Darüber hinaus haben wir an uns selbst den Anspruch gestellt, im Bereich der digitalen Services Innovationsführer in der Bankenbranche zu sein. George – das modernste Banking – ist der beste Beweis dafür. Unser Ziel: digitales Service in Ergänzung zur persönlichen Beratung. Diese duale Strategie ziehen wir als Basis für unsere Zukunft als Nahversorger, Impulsgeber und Brückenbauer für die Menschen in der Region heran.

mit der derzeitigen Zinspolitik nicht zufrieden. Kaum Zinsen auf Erspartes zu bezahlen widerstrebt uns. Hier sind allerdings Regulatorien und Politik gefragt, um entsprechend entgegenzuwirken und die Rahmenbedingungen zu schaffen. Unser Gründungszweck unterstrich bereits vor 160 Jahren die Wichtigkeit der Kapitalbildung und der persönlichen Vorsorge. Diese Themen sind heute präsenter denn je. Aus diesem Grund stellen wir unseren Kunden heute neue Zugänge und Lösungen für die persönliche Vorsorge zur Verfügung. Das Schlagwort in diesem Zusammenhang: Individualisierung. Denn nur wer die Menschen, ihre Lebenssituationen, Bedürfnisse und Wünsche kennt, kann auch gezielt darauf eingehen.

Auch wenn es uns das aktuelle wirtschaftliche Umfeld sehr schwer macht. Aber Herausforderungen gehören zum Leben. Daher liegt unser Grundverständnis darin, sich diesen zu stellen und sie anzunehmen - ob dies übertriebene bürokratische Hürden sind oder die aktuelle Niedrigzinsphase. Es bringt nichts, zu jammern und den Kopf in den Sand zu stecken. Hürden gab es seit jeher – und die KREMSER BANK hat alle seit 160 Jahren erfolgreich gemeistert. Natürlich sind auch wir, als Erfinder des Sparens,

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser neuen Vorteil-Ausgabe und beim Entdecken unserer Leistungen.

Im Namen des Vorstandes möchten wir uns bei unseren Kunden bedanken, die uns ihr Vertrauen schenken, damit wir sie auch in Zukunft mit unserem Service überzeugen können.

Christian Hager

Hansjörg Henneis

IMPRESSUM: Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: KREMSER BANK und Sparkassen Aktiengesellschaft, Ringstraße 5–7, 3500 Krems, Österreich. Redaktion: René Matous, Marketing und Unternehmenskommunikation. Gestaltung und Produktion: René Matous, Franz Seitner. Text: Patrizia Liberti, René Matous. E-Mail: Rene.Matous@KremserBank.at. Druck: Druckhaus Schiner, 3500 Krems. Es werden – soweit anwendbar – beide Geschlechter angesprochen. Fotos: KREMSER BANK, Erste Bank und Sparkassengruppe, fotolia.de, Gerald Lechner.

Editorial I VORTEIL

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VORTEIL I Inhalt


INHALT 06 Österreicher sparen mehr

Weltspartag 2016

08 Gebührender Anlass zum Feiern

160 Jahre Sparkasse in Krems

12 Krems goes international

Sparkassentagung 2016

14 Wie entstehen niedrige Zinsen?

Wie Spar- und Einlagezinsen beeinflusst werden

16 Pensionskonto

Achtung: Nachmeldefrist läuft ab

18 Steuern sparen mit Wertpapieren

Gewinnfreibetrag für Selbstständige

19 Herbstprogramm läuft

Volkshochschule Krems

20 Haus mit Fantasie und Charakter

wohn²-Reportage bei Familie Polatschek

22 Toiflisch gute Weine

Hadersdorfer Familienbetrieb im Porträt

24 Kreative Werkstatt voller Ideen

Norbert Polt und seine grafische Ideenwerkstatt

26 Abenteuer im Kopf

Lesespaß mit Kinderbuchautorin Rena Schandl

27 Meisterliche Handarbeit

Juwelier Göschl

28 WACHAUmarathon 2016

Streckenrekord und einzigartige Kulisse

30 Durch die Bank Rundblick Krems/Stein (c) Gerald Lechner

Inhalt I VORTEIL

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Weltspartag: Österreicher sparen mehr, verzichten aber auf Rendite Am 30. Oktober 1925 fand der erste Weltspartag statt. Er ist einer der ältesten der zahlreichen „Welttage“, die in den letzten Jahrzehnten eine unglaubliche Vermehrung erfahren haben. Der Weltspartag hat in den 90 Jahren seit seiner Einführung unterschiedliche Zielsetzungen erlebt. In der 1. Republik sollte er die Menschen motivieren, für schwierige Zeiten Geld zurückzulegen. In der Zeit des Nationalsozialismus und in den Nachkriegsjahren fand kein Weltspartag statt. Erst nach den währungspolitischen Turbulenzen der Nachkriegszeit wurde der Weltspartag 1952 wieder eingeführt. Er bekam bald eine Art „Rummelcharakter“: Überfüllte Kassenhallen, Sammeln von Weltspartagsgeschenken und die abschließende Meldung über einen neuen Einlagenrekord sind vielen noch in Erinnerung. In jüngerer Vergangenheit wandelte sich der Weltspartag zu einem „Tag der offenen Tür“. Direkte Kundenkontakte, innovative Bankprodukte und Finanzbildung – vor allem für Kinder und Jugendliche – stehen nun im Vordergrund. WELTSPARTAG IST FAMILIENTAG Weltspartagsgeschenke für Kinder und Jugendliche standen auch heuer wieder hoch im Kurs: trendige Selfie-Sticks, hochwertige Glas-Trinkflaschen, kuschelige Sparefroh-Softbälle, nützliche Sparefroh-Aufbewahrungsboxen und die beliebten Sparefroh-Luftballons. Besonderes Highlight war die Einladung zum Kasperltheater. Spaß für Groß und Klein stand bereits am 27. Oktober auf dem Programm, als die TV-Lieblinge Kasperl & Co mit dem Kasperlabenteuer „Bernie der Bär“ im Ferdinand Dinstl Saal zu Besuch waren. 6

VORTEIL I Weltspartag 2016

„Unsere Aktivitäten rund um den Weltspartag sollen einerseits für Kinder und Jugendliche ein Anreiz zum Sparen sein, andererseits eine Erinnerung für die Eltern – nämlich an ihre Kindheit, ihr Jetzt und ihr finanzielles Morgen“, erklärt Dir. Hansjörg Henneis. SPAREN BLEIBT THEMA Die lang anhaltenden Niedrigzinsen können den Österreichern die Lust aufs Sparen nicht vermiesen. Sieben von zehn sagen, dass ihnen das Sparen weiterhin wichtig ist. Damit ist die Bedeutung des Themas etwas niedriger als vor 10 Jahren. Im gleichen Zeitraum ist auch der nominale Sparbetrag angestiegen, von 132 Euro 2006 auf 216 Euro im Jahr 2016. Bei der Art der Geldanlage hat sich verglichen mit dem Vorjahr so gut wie nichts verändert. Macht man aber den 10-Jahres-Vergleich, so sieht man, dass das Sparbuch als Top-Sparform in der Bedeutung sogar leicht angestiegen ist, auf 77 % (+6 %). Bausparverträge haben aktuell 62 % (+8 %) der Österreicher abgeschlossen, Wertpapiere haben das größte Plus mit 27 % (+13 %) und mit Immobilien sorgen derzeit 17 % vor. Dies geht aus einer aktuellen IMAS-Studie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen hervor. NIEDRIGZINSEN VERSUS SICHERHEIT 77 % der Österreicher halten sich selbst für eher sicherheitsbetonte Sparer. Sie nehmen die niedrigen Zinsen in Kauf, auch wenn sie dabei Geld verlieren. „Ich glaube,


Das Kasperltheater zum Weltspartag begeisterte wieder zahlreiche Kinder

dass viele noch gar nicht nachgerechnet haben, was sie täglich verlieren, wenn sie ihr ganzes Kapital nur auf einem Sparbuch veranlagen“, so Dir. Christian Hager. „Sparen darf in den Köpfen nicht länger nur mit Sparbuch gleichgesetzt werden.“ Nur ein Anlagemix aus Sparbuch, Wertpapieren und Versicherungen bringt langfristig gesehen die besten Chancen auf Erträge. „Alles nur auf dem Sparbuch zu bunkern ist genauso falsch, wie alles in Aktien zu stecken“, meint Hager. Nur 14 % bezeichnen sich als „gemischte Anleger“ – also teils sicherheitsbetont und teils risikobereit. 5 % der Österreicher halten sich selbst für risikobereite Anleger. Was denken die Menschen aber über Aktien und Fonds? Sechs von zehn sehen darin die Möglichkeit, Erträge zu generieren. Rund 40 % sehen eine steigende Bedeutung von Wertpapieren und empfinden sie auch als für die Altersvorsorge geeignet. 80 % sind sich des Risikos bewusst, dass man damit auch Verluste einfahren kann – jeder Zweite findet, dass Wertpapiere schwierig zu verstehen sind. MEHR WISSEN, MEHR WERTPAPIERE? Über 40 % der Österreicher würden eine Veranlagung in Wertpapieren in Erwägung ziehen, wenn sie das entsprechende Wissen dazu hätten. Denn mit der Erklärung vieler Finanzbegriffe sind die Österreicher überfordert. Das verdeutlichen auch die Ergebnisse dieser Studie: Begriffe wie Volatilität können 80 % nicht definieren, mit dem Wort Ausgabekurs können 58 % nichts anfangen

und von einem Nennwert hat jeder Zweite noch nichts gehört. Vier von zehn könnten auch nicht erklären, was ATX bedeutet, genau so viele sind mit dem Wort Investmentfonds überfordert. „Das ist auch die Aufgabe unserer Kundenbetreuer, die Dinge verständlich zu erklären und mit den Kunden auf Augenhöhe zu sprechen. Nur so kann man gemeinsam an einer vernünftigen Anlagestrategie arbeiten“, so Henneis. Auch wenn es um das Wissen zu diesem Thema nicht so gut bestellt ist, sagen immerhin fast acht von zehn Österreichern, dass der Berater in ihrer Bankfiliale ihr erster Ansprechpartner ist, wenn es um die Geldanlage geht. Erst weit abgeschlagen folgen Freunde und Bekannte mit 28 % sowie das Internet mit 18 %. Henneis: „Diesem Vertrauensvorschuss wollen wir mit unseren Mitarbeitern gerecht werden.“

Feierten gemeinsam den Weltspartag: Petra Böhm, Mag. Karl Hallbauer, Bgm. Dr. Reinhard Resch, BH Dr. Elfriede Mayrhofer, Dir. Christian Hager, Katharina Hofbauer und Alexander Steinhauer Weltspartag 2016 I VORTEIL

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Ein gebührender Anlass zum Feiern Die KREMSER BANK Filiale Ringstraße platzte aus allen Nähten: Mehr als 600 Gäste folgten der Einladung und feierten 160 Jahre Sparkasse in Krems.

Das Jahr 2016 ist für die KREMSER BANK UND SPARKASSEN AG ein ganz besonderes. 160 Jahre sind ein Zeichen für Beständigkeit und Verlässlichkeit. Gefeiert wurde das Jubiläum mit 600 Gästen. Musikalisches Highlight des Abends war der Auftritt von Stargeigerin Céline Roscheck. Mit dieser Feier bedankten sich die beiden Gastgeber, die Direktoren der KREMSER BANK Hansjörg Henneis und Chri-

stian Hager, bei ihren Kunden für die langjährige Treue und das entgegengebrachte Vertrauen. Unter den Gästen und Gratulanten waren neben Kunden, Kollegen und Wegbegleitern auch Aufsichtsratsvorsitzender-Stellvertreter Ing. Alfred Graf, Bürgermeister Dr. Reinhard Resch und Bezirkshauptmann Dr. Elfriede Mayrhofer. Durch den Abend führte ORF-Moderatorin Claudia Schubert. 160 JAHRE KREMSER BANK – EINE ERFOLGSGESCHICHTE Die KREMSER BANK wurde 1856 als Vereinssparkasse gegründet. Der Blick nach vorne und die Bewahrung von Tradition sind für die KREMSER BANK gleichermaßen wichtig. „Wenn man sich fragt, wie ein Unternehmen so alt werden kann, dann sind unsere Prinzipien wichtig, die wir immer berücksichtigt haben. Wir stellen die Interessen unserer Kunden in den Mittelpunkt und gehen sehr verantwortungsvoll mit dem entgegengebrachten Vertrauen um. Unsere Historie ist Ansporn und Verpflichtung zugleich – dennoch beschäftigen wir uns nicht in erster Linie mit der Vergangenheit, sondern agieren in der Gegenwart und gestalten die Zukunft. Wir verfolgen eine klare Geschäftspolitik und Geschäftsstrategie und sind stets darauf bedacht, unsere betriebswirtschaftlichen Jahresziele zu erreichen“, erläuterte KREMSER BANK-Direktor Hansjörg Henneis.

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VORTEIL I 160 Jahre Sparkasse in Krems


160

160

Jahre

Sparkasse in Krems 1856 - 2016

KUNDEN UND MITARBEITER IM MITTELPUNKT Mitarbeiter und Kunden tragen neben einer klaren Geschäftsstrategie wesentlich zum Erfolg der KREMSER BANK bei. Das betonte auch Direktor Henneis in seiner Rede. „In aktuellen Zeiten ist es nicht selbstverständlich, ein 160-Jahre-Jubiläum zu feiern. Das wissen wir alle, sobald wir die Wirtschaftsnachrichten lesen und hören. Es ist uns ganz wichtig, heute den anwesenden 600 Gästen stellvertretend für unsere 28.000 Kunden, die uns in den letzten Jahren und

Epochen begleitet haben, zu danken. Ohne sie gäbe es auch keine 160-jährige Erfolgsgeschichte.“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KREMSER BANK sind ein wichtiger Bestandteil des Erfolges. Sie tragen das Geschäftsmodell mit und sind das Sprachrohr nach außen. Bei einer kürzlich durchgeführten Umfrage haben 93 Prozent der Mitarbeiter angegeben, dass sie die KREMSER BANK als Arbeitgeber weiterempfehlen würden. 160 Jahre Sparkasse in Krems I VORTEIL

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Bild 1: Hansjörg Henneis im Gespräch mit ORF-NÖ-Moderatorin Claudia Schubert

Christian Hager zeigte sich stolz über die Tatsache, dass die Sparkasse in Krems seit Bestehen rund 20 Millionen Euro für Projekte in der Region zur Verfügung stellen konnte

Begeisterte das Publikum: Stargeigerin Céline Roscheck

PRIVATSTIFTUNG SPARKASSE KREMS: GEMEINWOHL ALS GRUNDWERT Die KREMSER BANK hat immer an ihren Grundwerten festgehalten. Sie ist Impulsgeber und Partner in und für die Region. Die Privatstiftung Sparkasse Krems ist Eigentümerin der KREMSER BANK UND SPARKASSEN AG und unterstützt zahlreiche Projekte und Initiativen. Im Vordergrund steht dabei immer der Gemeinwohlgedanke – ein zeitloser Auftrag, der das Geschäftsmodell Sparkasse einzigartig macht. „Als Sparkasse haben wir stets einen großen Teil von dem, was wir verdient haben, an die Gesellschaft zurückgegeben“, betonte Direktor Christian Hager. „Wir verstehen uns demnach nicht nur als Partner für unsere Kunden, sondern auch für Kommunen und Vereine. Wir haben uns anlässlich unseres Jubiläums die Mühe gemacht, all unsere bisherigen finanziellen Leistungen für die Region, die wir in den letzten 160 Jahre zur Verfügung gestellt haben, zusammenzufassen. Wir sind dabei auf eine beachtliche 10

VORTEIL I 160 Jahre Sparkasse in Krems

Summe gekommen. So wurden nämlich von unserer Seite rund 20 Millionen Euro für regionale Aktivitäten und Projekte zur Verfügung gestellt.“ FÖRDERPREIS DER PRIVATSTIFTUNG SPARKASSE KREMS „Es freut mich sehr, dass wir auch heute noch unserem ursprünglichen Gründungsgedanken gerecht werden können. Unter anderem mit dem Förderpreis der Privatstiftung Sparkasse Krems“, so Hager weiter. Der Förderpreis wurde 2013 im Rahmen eines Workshops mit Mitarbeitern der KREMSER BANK ins Leben gerufen und besticht durch die Überzeugung, dass gelebtes Engagement in der Region auch honoriert gehört. „Für uns war es von Beginn an wichtig, den Förderpreis nachhaltig zu etablieren. 2016 geht der Förderpreis in die vierte Runde und unser Jubiläum nehmen wir gleichzeitig zum Anlass, die jährliche Gesamtdotierung von 75.000 Euro auf 100.000 Euro aufzustocken“, freut sich Direktor Christian Hager.


Die Showkellner von Teatro Banal sorgten mit ihrem abwechslungsreichen und unterhaltsamen Programm stets für gute Laune

oben: An diesem Abend wurde auch gezaubert rechts: Die Festgäste konnten sich bei einem Bodyscanner von Schiner-3D einscannen lassen. Bei einem Gewinnspiel gab es 10 persönliche 3D-Figuren zu ergattern. Wer gewonnen hat? Mehr dazu in der nächsten VORTEIL-Ausgabe.

AUFRUF ZUM MITMACHEN Mit dem Förderpreis werden regionale und gemeinnützige Projekte unterstützt. Bis zum 31. Dezember 2016 können Projektvorschläge eingereicht werden. Die Projekte und Ideen müssen regional im Wirkungskreis der KREMSER BANK umgesetzt werden und auf einem gemeinwohlorientierten Gedanken basieren sowie nachhaltig wirksam sein. Die Bewertung der Projekte und schlussendlich auch die Vergabe der Förderpreise erfolgen durch eine unabhängige Jury. Unser Förderpreis richtet sich vor allem an Bildungs- und öffentliche Einreichungen, sowie Vereine und Non-Profit-Organisationen. Wir laden alle herzlich ein, am Förderpreis 2016 teilzunehmen. Bis Ende des Jahres stehen unsere Türen noch offen“, lud Hager ein. Teilnahmebedingungen und Einreichunterlagen unter: www.kremserbank.at/Privatstiftung

160 Jahre Sparkasse in Krems I VORTEIL

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Krems goes international Im September fand die Arbeitstagung und Mitgliederversammlung des Verbandes der Deutschen Freien Öffentlichen Sparkassen in Krems statt. Eine hochkarätig besetzte internationale Veranstaltung mit namhaften Persönlichkeiten.

Dem Verband der Freien Sparkassen gehören fünf deutsche freie Sparkassen, also kommunal nicht gebundene Institute, sowie eine deutsche öffentlichrechtliche Sparkasse als ordentliche Mitglieder an. Als außerordentliche Mitglieder sind dem Verband 33 freie Sparkassen aus acht anderen europäischen Ländern und der Verband der schwedischen freien Sparkassen angeschlossen. Die Vertreter dieser Sparkassen hielten vom 22. bis 24. September ihre diesjährige Arbeitstagung in Krems ab. Ausrichtende Sparkasse war die KREMSER BANK gemeinsam mit dem Niederösterreichischen Sparkassenverband. So wurde der Ferdinand Dinstl Saal zum internationalen Hotspot. Neben zahlreichen Impulsvorträgen standen im Rahmen der Tagung auch das Entdecken der Region und der gemeinsame Erfahrungsaustausch auf dem Programm.

und Buchautor, spielen Talent und dessen Förderung vielleicht die größte Rolle. Hengstschläger studierte Genetik an der Universität Wien und promovierte 1992 am Vienna Biocenter. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Yale University in den USA leitete er die genetischen Labors der Universitäts-Frauenklinik Wien, ehe er Universitätsprofessor an der Medizinischen Universität Wien wurde. Heute ist er Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik und Organisationseinheitsleiter des Zentrums für Pathobiochemie und Genetik an der Medizinischen Universität Wien. Seit April 2014 ist er auch Mitglied des Migrationsrates des österreichischen Innenministeriums und seit Dezember 2014 Mitglied der Beratungsgruppe des österreichischen Finanzministers Hans Jörg Schelling.

HOCHKARÄTIGE REFERENTEN Die umfassenden und tiefgreifenden politischen, markttechnischen und technologischen Veränderungen prägten die Einschätzungen der Teilnehmer der Arbeitstagung der freien Sparkassen in Krems in Bezug auf die zukünftige Geschäftsentwicklung. Die generellen Ansprüche an Sparkassen sowohl in Bezug auf Kundenorientierung Innovation, Agilität als auch Effizienz erfordern in Zukunft die Entwicklung und den Einsatz neuer organisatorischer und technologischer Lösungen. Vielleicht sogar einer neuen Ideologie, wie Arbeit grundsätzlich verstanden wird. Zu diesem Thema referierte Universitätsprofessor Dr. Markus Hengstschläger. Geht es nach dem Genetiker 12

VORTEIL I Internationale Sparkassentagung

„Individualität und Flexibilität“, predigt Hengstschläger, sind die wichtigsten Eigenschaften, um komplexe Herausforderungen zu lösen. Dazu gehört auch die individuelle Talentförderung in einem Land wie Österreich, das durch günstige Produktionsbedingungen im Globalisierungswettkampf nicht auffallen kann. Womit es aber auftrumpfen


kann, ist Innovation bzw. Evolution, also die Weiterentwicklung von Fähigkeiten, mit denen man hervorsticht. „Evolution“, so der Genetiker Hengstschläger, „ist das erfolgreichste Konzept des Planeten.“ Das gilt auch für die Sparkassen, die vor allem Talente fördern müssen. Eine Kerbe, in die auch der zweite Referent im Rahmen der Tagung schlug. Finanzminister Hans Jörg Schelling erklärte, wie wichtig es für Sparkassen sei, sich dort, wo sie bereits erfolgreich sind, noch weiter zu verbessern: Sparkassen kennzeichnet vor allem, dass sie nahe am Kunden und fest in ihren Regionen verwurzelt sind.

Herausforderungen vor allem mit den Fähigkeiten und individuellen Talenten von Menschen und den Institutionen, in denen sie arbeiten, zu meistern. KULTURELLE HÖHEPUNKTE Begleitend zum offiziellen Tagungsprogramm nutzen die Tagungsteilnehmer die Möglichkeit, die Region rund um Krems zu erkunden. Nicht verwunderlich, dass die Begeisterung sehr groß war. Zählt die Wachau doch gemeinsam mit den Klöstern Stift Melk und Stift Göttweig sowie der Altstadt von Krems seit 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Zu Beginn stand ein Stadtrundgang in Dürnstein mit einer Besichtigung des Stiftes, das 1410 als AugustinerChorherrenstift gegründet worden war, auf dem Programm. Anschließend folgte ein Besuch im Kremser Karikaturmuseum, wobei die Ausstellungen von Gerhard Haderer „Think Big“, Kult auf 4 Rädern mit „Das Auto im Comic und in der Karikatur“ sowie „Für immer Deix“ zum Querdenken und Schmunzeln einluden.

Das bedeutet aber nicht, dass keine Herausforderungen in einem kompetitiven Markt in Österreich und auch international auf sie warten. Vor allem die Niedrigzinsphase ist ein historisch langes Ereignis, an das sich viele Banken anpassen müssen. Das größte Kapital, das Österreich und auch die Sparkassen haben, ist die Individualität. „Der Durchschnitt hat noch nie für große Innovationen gesorgt“, betonte Schelling. Deswegen muss man versuchen, künftige

Eine Donauschifffahrt nach Melk war für die internationalen Gäste ein ganz besonderes Highlight. Die Wachau zeigte sich an diesem Tag bei strahlendem Sonnenschein von ihrer schönsten Seite. In Melk angekommen, besichtigte man das Benediktinerstift, ehe es zum Tagungsausklang nach Krems/Thallern zur Sektmanufaktur von Josef Dockner ging. Die Tagungsgäste waren sich abschließend alle einig: „Krems war einen Besuch wert. Wir kommen sicher wieder!“ Internationale Sparkassentagung I VORTEIL

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GELD Vorteil

Wie entstehen niedrige Zinsen?

Seit mehreren Jahren befinden sich die Spar- und Einlagezinsen im Euro-Raum auf niedrigstem Niveau. Das belastet vor allem die privaten Sparer. Niedrige Zinsen auf Spareinlagen führen dazu, dass die Rendite auf zurückgelegtes Geld geringer wird.

DER LEITZINS UND SEINE BEDEUTUNG Zur Steuerung des Kapital- und Geldmarktes gibt die Europäische Zentralbank, kurz EZB, einen bestimmten Zinssatz vor. Dieser wird im Allgemeinen Leitzins genannt. Dieser Zinssatz ist für alle Geschäftsbanken verpflichtend. Die Banken können sich hierbei von einer Zentral- oder Notenbank gegen eine Verpfändung von notenbankfähigen Sicherheiten bzw. unter Eingehung eines Wertpapierpensionsgeschäftes Geld beschaffen. Generell werden hierbei drei unterschiedliche Leitzinsen verglichen. So gibt es einmal den Zinssatz für das Hauptrefinanzierungsgeschäft, einen bestimmten Einlagesatz und schließlich den Spitzenrefinanzierungssatz. Diese drei Zinssätze bilden den eigentlichen Leitzins und gehören zu den wesentlichsten Bestandteilen der modernen Geldmarktpolitik. Theoretisch bedeutet beispielsweise eine Senkung dieses Zinssatzes gleichzeitig eine Erhöhung der Investitionen aus staatlicher und unternehmerischer Sicht. Wird der Zinssatz dagegen erhöht, fördert dies den allgemeinen Wunsch nach Spareinlagen, wobei eine geringere Geldmengen-Nachfrage inflationäre Tendenzen eindämmen kann. WIE WIRKEN SICH NIEDRIGZINSEN AUF SPARKASSEN UND BANKEN AUS? Seit Beginn der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 hat die EZB den Leitzins immer weiter abgesenkt – bis auf 14

VORTEIL I Geld

das historisch niedrige Niveau, auf dem er nun schon seit Längerem verharrt. Für Zentralbankeinlagen hat die EZB den Zinssatz sogar in den Minusbereich gesenkt. Kreditinstitute müssen seitdem für Geldeinlagen bei der EZB eine Gebühr zahlen. Mit ihrer Zinspolitik übt die EZB starken Einfluss auf die Marktzinsen aus. Dem können sich auch die Sparkassen nicht entziehen. Sparkassen stehen mit anderen Kreditinstituten im Wettbewerb und können die Zinsen für Spareinlagen und Kredite nicht unabhängig vom Marktumfeld gestalten. Auch die Sparkassen müssen ihre Zinssätze entsprechend anpassen. Gründe für die Zinspolitik der EZB sind die anhaltende Wachstums- und Investitionsschwäche in großen Teilen Europas sowie eine sehr niedrige Inflation in den einzelnen Ländern. WARUM ÄNDERT SICH DER LEITZINS? Zentralbanken nutzen den Leitzins, um wirtschaftliche Entwicklungen zu beeinflussen. Eine Senkung des Leitzinses soll den Preis für das Leihen von Geld senken, mehr Geld in Umlauf bringen und dadurch günstige Kredite ermöglichen. Dies kann Investitionen und Wachstum anregen. Eine Erhöhung des Leitzinses würde hingegen Kredite verteuern und die Geldmenge, die im Umlauf ist, verknappen. Dieser Weg wird deshalb beschritten, um eine Konjunktur-Überhitzung abzuwenden.


GELD Vorteil Was bedeutet der Leitzins für Sparer, Wirtschaft und Kreditinstitute?

Wie der Leitz und Kredite b

Auswirkungen des Leitzinsniveaus auf die Anleger und Kreditnehmer

Auswirkungen des Leitzinsniveaus auf die Wirtschaft

EZB

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Eine Senkung des Leitzinses soll bringen: legt fest

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Eine Erhöhung des Leitzinses soll bewirken: – – –

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LEITZINS

Verteuerung von Krediten Verknappung der Geldmenge in Umlauf Vermeidung einer Konjunktur-Überhitzung

beeinflusst

hoher Leitzins

niedrige Sparund Kreditzinsen

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hohe Sparund Kreditzinsen

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Verbraucher spüren de direkt. Denn er gilt unm zwischen der Zentralba Mit dem Leitzins legt d fest, zu dem sich Kred können.

Indirekt steuert die Zen in einer Volkswirtschaft Zinsniveau, das die Zin Kredite von Privat- und einflusst. Je höher der Zinsen, die die Kreditin geben. Der gleiche Mec Zinsen umgekehrt.

Warum ände der Leitzins?

Zentralbanken nutzen d Entwicklungen zu beein Leitzinses soll den Pre ken, mehr Geld in Umla Kredite ermöglichen. D Wachstum anregen. Ein würde hingegen Kredite Geldmenge verknappe um eine Konjunktur-Üb

Kreditinstitute Privatkunden

WIE DER LEITZINS SPARANLAGEN UND KREDITE BEEINFLUSST Verbraucher spüren den Leitzins in der Regel nicht direkt. Denn er gilt unmittelbar nur für Geschäfte zwischen der Zentralbank und den Kreditinstituten. Allerdings steuert die Zentralbank damit indirekt alle Zinssätze in einer Volkswirtschaft. Es entsteht ein einheitliches Zinsniveau, das die Zinsen für Spareinlagen und Kredite von Privat- und Firmenkunden maßgeblich beeinflusst. Je höher der Leitzins, desto höher auch die Zinsen, die die Kreditinstitute an ihre Kunden weitergeben. Der gleiche Mechanismus wirkt bei niedrigen Zinsen umgekehrt. Leider dient angespartes Geld in vielen Fällen immer noch zur Altersvorsorge. Niedrige Zinsen belasten damit diejenigen, die privat für die Zukunft vorsorgen. Durch die anhaltende Niedrigzinsphase wird Sparen auf dem

Firmenkunden

Sparbuch als langfristiges Vorsorgeinstrument einfach unattraktiv. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, bei der Geldanlage auf die richtigen Vorsorgeinstrumentarien zu setzen. Kreditnehmer werden hingegen durch niedrige Zinsen begünstigt. Damit fördert die Zinspolitik im EuroRaum die Aufnahme von Krediten, statt Sparen und private Vorsorge zu belohnen. Theoretisch zumindest – die Praxis sieht nämlich anders aus. Denn zahlreiche weitere Faktoren, wie zum Beispiel persönliche Zukunftsängste, Misstrauen in die Politik und bürokratische Hürden, können sich auf potenzielle Kreditnehmer hemmend auswirken. So, wie es in den letzten Jahren der Fall war. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass niedrige Zinsen alleine bestimmt keinen Nachfrageboom an Krediten auslösen.

Geld I VORTEIL

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GELD Vorteil

2017 ist es zu spät: Nachmeldefrist läuft ab! Tausende Versicherte haben bereits die schriftliche Aufforderung der Pensionsversicherungsanstalt erhalten, ihre am Pensionskonto erfassten Versicherungszeiten zu prüfen. Warum lohnt es sich, dieser Aufforderung nachzukommen? Betroffen von der Umstellung auf das Pensionskonto sind Personen ab dem Jahrgang 1955 und jüngere Bürger (bei Beamten erfolgt der Umstieg ab dem Jahrgang 1976). Ab Erhalt der Kontomitteilung kann man somit jederzeit auf das persönliche Pensionskonto zugreifen – propagiert zumindest die Versicherungsanstalt. Denn so einfach ist es leider nicht. Voraussetzung für den Zugang ist die Registrierung einer rechtsgültigen elektronischen Unterschrift, die man am einfachsten in Verbindung mit der Rufnummer des persönlichen Mobiltelefons einrichten kann. War dafür früher ein Amtsweg nötig, so kann dies nun mit Hilfe der „Handy-Signatur“ freigeschalten werden. Als offiziell zertifizierte Registrierungsstelle bietet die KREMSER BANK seit zwei Jahren bereits die Freischaltung der Handy-Signatur für ihre Kunden an. Der Aufwand für die Kunden ist dabei überschaubar – rund 10 Minuten dauert eine Registrierung, die in allen KREMSER BANK-Filialen durchgeführt werden kann. ERSTGUTSCHRIFT AM PENSIONSKONTO Einmal registriert, können Sie dann jederzeit auf das eigene Pensionskonto zugreifen. Was Sie dort sehen, ist die Höhe der sogenannten „Erstgutschrift“, die, abhängig von bisher einbezahlten Beiträgen und Lebensalter, irgendwo zwischen lachhaft und Aussicht auf Mittelklasse-Neuwagen liegt. Die Erstgutschrift gibt an, auf welche jährliche Bruttopension man Anspruch 16

VORTEIL I Geld

hätte, würde man keine Sozialversicherungsbeiträge mehr einzahlen, aber erst bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters in den Ruhestand wechseln. Sie erhöht sich mit jedem weiteren Beitragsjahr – und zwar um 1,78 Prozent der Beitragsgrundlage. Setzt man voraus, dass die Gesetzeslage bis zum Pensionsantritt unverändert bleibt, ist auf Basis der Erstgutschrift also eine relativ zuverlässige Schätzung des tatsächlich zu erwartenden Pensionsanspruchs möglich. FEHLENDE VERSICHERUNGSZEITEN Zur Berechnung dieser Erstgutschrift werden die bisherigen Versicherungszeiten benötigt. Da leider nicht alle Zeiten zu 100 Prozent lückenlos erfasst wurden, hat man sich vonseiten der Pensionsversicherungsanstalt bereits 2014 dazu entschlossen, Versicherungsnehmer anzuschreiben und aufzufordern, die erfassten Versicherungszeiten am Pensionskonto genau zu prüfen. Frauen betrifft dies vor allem bei Kindererziehungszeiten. Das Nachmelden etwaiger Lücken beziehungsweise möglicher Zeiten, die angerechnet werden können, ist generell wichtig für künftige Pensionisten. Denn fehlende Beitrags- und Versicherungszeiten und Lücken im Versicherungsverlauf können nicht für die Kontoerstgutschrift auf dem Pensionskonto verbucht werden. Das würde im Endeffekt dazu führen, dass Daten über Beitrags- und Versicherungszeiten in der gesetzlichen Pensionsversicherung fehlen und die spätere Pension daher niedriger ausfällt.


GELD Vorteil

„Am 31. Dezember 2016 endet die Nachmeldefrist für fehlende Versicherungszeiten. Frauen betrifft dies vor allem bei Kindererziehungszeiten. Fehlende Zeiten bedeuten weniger Pension. Daher rasch handeln, bevor es zu spät ist!“ Robert Pitlik, Kundenbetreuer KREMSER BANK-Filiale Ringstraße

FRIST NUR MEHR BIS 31. DEZEMBER 2016 Achtung: Eine wichtige Frist rückt immer näher. Für die nachträgliche Meldung von Beitrags- und Versicherungszeiten besteht zwar grundsätzlich keine Begrenzung. Denn nachgemeldete Zeiten werden auf alle Fälle als Ergänzungsgutschrift angerechnet. Allerdings kommt es mit Ende 2016 zu einer wichtigen Änderung. Werden die jeweiligen Auskünfte bis 31. Dezember 2016 nachgeliefert, werden die Zeiten für das Pensionskonto ohne negative Auswirkungen auf die Pension angerechnet, weil bis dahin noch die jeweils günstigere von zwei Berechnungsvarianten zum Tragen kommt. Ab Anfang des Jahres 2017 kommt nur noch die neue Berechnungsformel zur Anwendung. Das kann in vielen Fällen finanzielle Einbußen zur Folge haben. IN DIESE LÜCKE TRITT (FAST) JEDER Unabhängig von der Erstkontogutschrift, besteht kein Zweifel daran, dass die künftige Pensionszahlung für alle Altersgruppen geringer ausfallen wird als der vorherige Aktivbezug, wenn man von Ausnahmefällen mit atypischer Berufslaufbahn absieht. Und auch ohne Pensionsrechner weiß man, dass diese „Pensionslücke“ in absoluten Zahlen zwar eher klein, dafür aber existenziell umso bedeutender sein wird, je geringer das Erwerbseinkommen über die gesamte Zeit war. Umgekehrt wird sie umso größer und damit auch spürbarer ausfallen, je mehr man am Ende des aktiven Berufslebens verdient. Das ist im Übrigen keine neue Erkenntnis, die mit dem aktuellen Pensionskonto zusammenhängt – die Pensionslücke gab es auch schon davor. Dennoch weiß nur jeder zweite Österreicher darüber Bescheid, wie eine repräsentative Umfrage des GfK-Instituts zeigt.

BERATUNG MACHT SINN Aus der gleichen Umfrage geht hervor, dass ebenfalls etwa die Hälfte der Betroffenen plant, ihr bisheriges Vorsorgeverhalten an die Gegebenheiten des neuen Pensionskontos anzupassen, und sich dabei beraten lassen will. Kaum beeinflusst durch aktuelle Impulse ist dagegen, worauf Herr und Frau Österreicher bei der Zukunftsvorsorge, die im Übrigen 81 Prozent für sehr wichtig halten, den größten Wert legen: Das ist seit Jahren sehr stabil der Faktor Sicherheit.

Leider ist eine allzu risikoscheue Grundhaltung nicht unbedingt das probate Mittel, um die Grundversorgung durch die staatliche Pension tatsächlich sinnvoll zu ergänzen – insbesondere dann nicht, wenn man schon in großem Abstand zum Pensionsalter damit beginnen will. Hier kann es wesentlich zielführender sein, vernünftige und vor allem kalkulierbare Risiken in Kauf zu nehmen und dafür höhere Erträge zu erzielen. Ein interessantes Vorsorgeinstrument ist zum Beispiel ein FondsPlan. Aufschluss darüber können aber nur eine individuelle Analyse und Beratung in der KREMSER BANK geben, in der so vielfältige Faktoren wie Alter, Beitragsaufkommen, Karriereaussichten, Familienoder Wohnsituation berücksichtigt werden. Geld I VORTEIL

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GELD Vorteil

Steuern sparen mit Wertpapieren

Noch vor dem 31.12. nutzen!

Im Jahr 2010 zur Entlastung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie selbstständigen Freiberuflern eingeführt, seither bereits zweimal wieder eingeschränkt, aber immer noch ein ganz legales Instrument für Selbstständige, um Steuern zu sparen: der Gewinnfreibetrag. Den „investitionsbedingten“ Teil davon kann man bei allen Vorgaben dennoch recht flexibel verwenden – auch für die Zukunftsvorsorge.

Zieht ein Selbstständiger nach einem Geschäftsjahr die betrieblichen Ausgaben von den Einnahmen ab, bleibt hoffentlich ein Gewinn über. Der ist seit 2010 nicht mehr zur Gänze steuerpflichtig. Wie eine Betriebsausgabe werden seither nämlich noch bis zu 13 Prozent des ermittelten Gewinns unter dem Titel „Gewinnfreibetrag“ behandelt. Dieser steht in der derzeit geltenden Form allen natürlichen Personen zu, die ein betriebliches Einkommen beziehen – etwa aus Land- und Forstwirtschaft, einem Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit (als freier Dienstnehmer oder Freiberufler). Dieser Gewinnfreibetrag besteht aus zwei Komponenten: Der Grundfreibetrag wird vom Finanzamt automatisch berücksichtigt, ist investitionsunabhängig und beträgt 13 % von maximal € 30.000 Gewinn (somit bleiben max. € 3.900 des Gewinnes steuerfrei). Der Grundfreibetrag kann weiterhin auch von Steuerpflichtigen, die ihren Gewinn bzw. ihre Betriebsausgaben pauschal ermitteln, in Anspruch genommen werden. So gesehen handelt es sich um ein echtes Steuergeschenk. Anders verhält es sich mit der zweiten Komponente. INVESTITIONSBEDINGTER GEWINNFREIBETRAG (IBG) Bei höheren Gewinnen kann für den übersteigenden Betrag (somit für Gewinne über € 30.000) ein gestaffelter investitionsbedingter Gewinnfreibetrag geltend gemacht werden. Bis zu einer Bemessungsgrundlage von € 175.000 steht der Gewinnfreibetrag in Höhe von 13 % zu, für die weiteren Gewinne bis € 350.000 reduziert sich der Gewinnfreibetrag auf 7 %, darüber hinaus auf 4,5 %. Für Gewinne über € 580.000 gibt es keinen Gewinnfreibetrag. 18

VORTEIL I Geld

Voraussetzung für die Inanspruchnahme des investitionsbedingten Gewinnfreibetrags ist, dass dieser durch die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von begünstigten Wirtschaftsgütern gedeckt ist. Unter die begünstigten Wirtschaftsgüter fallen Anschaffungen von ungebrauchtem, körperlichem und abnutzbarem Anlagevermögen mit einer mindestens vierjährigen Nutzungsdauer – also zum Beispiel Maschinen oder LKWs. Zu den begünstigten Investitionen zählten, um die Altersvorsorge zu fördern, früher mehrere zur Pensionsrückstellung geeignete Wertpapier-Klassen. Seit der letzten Änderung und somit nach geltender Rechtslage wurden diese aber auf eine reduziert: nämlich auf Wohnbauanleihen. VORSORGEN MIT DEM GEWINNFREIBETRAG Wohnbauanleihen, die unter der Verwendung des IBG erworben werden, müssen noch eine Restlaufzeit von mindestens vier Jahren haben, weil der Gesetzgeber dies als Mindestbehaltedauer vorschreibt – wer die Papiere also vorher verkauft, verliert den Anspruch und müsste die Differenz gegebenenfalls nachversteuern. Ohnehin eignen sich Wohnbauanleihen kaum zur kurzfristigen Spekulation, sondern sind als langfristige Anlage gedacht. Speziell für die Verwendung im Rahmen des Gewinnfreibetrags hat die s Wohnbaubank die KMU s Wohnbauanleihe mit einer Laufzeit bis 2027 und einer jährlichen Kuponausschüttung konzipiert. Mehr Informationen zum Gewinnfreibetrag, zur KMU s Wohnbauanleihe und zur möglichen steuerfreien Übernahme ins Privatvermögen nach der gesetzlichen Bindungsfrist erhalten Sie von Ihrem persönlichen Kundenbetreuer in der KREMSER BANK.


VHSKrems Krems VHS

Immer was los: Auch im laufenden Herbst neue Veranstaltungen

Be firsttotolearn! learn! Be the the first WINDOWS, WORD, EXCEL & OUTLOOK FÜR WIEDEREINSTEIGER MIT BEATRIX FALTUS 21.11.2016 bis 05.12.2016, Montags von 09:00-12:00 (3x)

IMPROVISATION - RAUM FÜR SPONTANITÄT MIT BARBARA KASTNER 26.11.16, 09:00-16:30 UHR

Der Stress Der Stress

SEMINARSTÄTTE GÖTTWEIGERHOF (GÖTTWEIGERHOF, STEIN), € 89,50

VHS KREMS, OBERE LANDSTRASSE 10, € 216,00

Praktische Arbeit am PC mit dem Betriebssystem Windows sowie den wichtigsten Office-Anwendungen. Voraussetzungen: Keine. Zielgruppe: Personen, die z.B. nach einer (Baby-)Pause wieder in den Beruf einsteigen und sich vorbereiten wollen.

IMPROVISATION - Raum für Spontanität, Kommunikation, Interaktion und Fantasie… Ziel: Ungezwungen auf überraschende Situationen reagieren, kreativ anders Denken und Leichtigkeit erleben. Zielgruppe: Von 14-99 Jahre, alle, die gerne Geschichten im Moment entwickeln möchten und experimentierfreudig sind.

beginnt um

WIE GESTALTE ICH GESUNDE WOHNUND ARBEITSRÄUME? MIT SYLVIA CHOCHOLA 25.11.16, 18:15-21:00 UHR

beginnt um

LESUNG: „"HÄTTEST HALT KEIN KIND GEKRIEGT!" MIT KARIN STEGER 29.11.16, 19:00-20:30 UHR

3.00 Uhr in der Früh…

SEMINARSTÄTTE GÖTTWEIGERHOF (GÖTTWEIGERHOF, STEIN), € 45,50

BÜCHEREI UND MEDIATHEK KREMS, AM KÖRNERMARKT 14 EINTRITT: 8,- (MITGLIEDER: 6,-)

3.00 Uhr in der Früh…

Mensch und Raum stehen in Wechselwirkung, sie beeinflussen einander gegenseitig. Ein gesunder, vitaler Raum - insb. auch ein störungsfreier Schlafplatz - wirkt sich positiv auf die darin befindlichen Personen aus, erhöht ihre Vitalität und Leistungsfähigkeit. In diesem Abendseminar erfahren Sie Möglichkeiten, mit einfachen Hilfsmitteln Ihre Räume energievoll, gesund und harmonisch zu gestalten. Lernziel: Sie lernen, Ihre Wohn- und Arbeitsbereiche zu optimieren.

Aufstehen, ein schnelles Frühstück zubereiten, warten (und antreiben), bis alle angezogen sind, - husch, husch! Das Kleine muss in den Kindergarten gebracht werden, das andere Kind dann noch rasch bis zur Ecke in die Nähe der Volksschule begleitet und man selbst (meistens im Eiltempo und mit dem Gefühl von Verspätung). Eltern, Männer wie Frauen, erleben ihren Alltag häufig als Zerreiss-Probe. Denn das ständige Hetzen und das Gefühl, trotzdem nirgendwo ausreichend präsent zu sein, nagt am Selbstwertgefühl: es schwächt und macht unglücklich.

Sie sind Ihr eigener Designer und gestalten originelle Einzelstücke: Mit Stempel, Naturmaterialien, Motivrolle und Pinsel entstehen einzigartige Werke zum Verschenken oder zum selbst behalten. Nach einer kurzen Einführung wird zunächst auf Papier gedruckt - so entsteht ganz nebenbei ein tolles individuelles Geschenkpapier! Am Ende des Workshops nehmen Sie ihre fertigen Meisterwerke mit nach Hause. Zielgruppe: Alle, die gerne kreativ sind.

Erfahren Sie in diesem ganztägigen Seminar, wie Sie mit der Ahnenforschung beginnen, in welchen kirchlichen und staatlichen Archiven notwendige Unterlagen zu finden sind, mit welchen Problemen Forscher konfrontiert werden, wie Sie diese einfach lösen und welche Möglichkeiten das Internet bietet. In einem umfangreichen Workshop werden zuerst typische Kirchenbucheinträge erklärt und dann anhand eines praktischen Beispiels Vorfahren mit Internetlösungen ermittelt.

Stress - der Feind in uns selbst: Wenn negative Gedanken zum Schlaf-, KonzentrationsEINZIGARTIGE T-SHIRTS ODER SCHÜRStress - der Feind in uns selbst: Wenn neund werden. Wenn- WIE Stress ZEN FÜREntspannungskiller GROSS UND KLEIN: HANDAHNENFORSCHUNG ERFORSCHE DRUCK FÜR ERWACHSENE ICH MEINE VORFAHREN? gative Gedanken zum Schlaf-, Konzentrationsnicht anspornt, sondern Wenn MIT BEATEmehr ARTWEGER MIT FELIXfrustriert. GUNDACKER UHR 25.11.16, 14:00-17:20 03.12.16, 09:00-17:00 UHR eigenes Handeln durch Einschränkungen unfrei und Entspannungskiller werden. Wenn Stress VHS KREMS, OBERE LANDSTRASSE 10, € 46 VHS KREMS, OBERE LANDSTRASSE 10, € 99,wird. Dann Sie diesen Vortrag besuchen! nicht mehrsollten anspornt, sondern frustriert. Wenn Zielgruppe: Berufstätige, Angehörige, SIE!

eigenes Handeln durch Einschränkungen unfrei Termin: Di, 12.05.2015 18:30-20:00 € 8/€ 6 wird. sollten diesen Bahnhofplatz Vortrag besuchen! Ort: Dann Kremser BankSie Dinstlsaal, 16 Zielgruppe: Berufstätige, Angehörige, SIE! 02732-85798 | www.vhs-krems.at | info@vhs-krems.at

Wann dies und noch mehr startet und alle Einzelheiten fi nden Sie stets unter www.vhs-krems.at

Termin: Di, 12.05.2015 18:30-20:00 € 8/€ 6 Ort: Kremser Bank Dinstlsaal, Bahnhofplatz 16 Erfolgshochschule Krems Erfolgshochschule Obere Landstraße Krems 10 Obere Landstraße 10 Information und Anmeldung unter info@vhs-krems.at oder 02732-85798

02732-85798 | www.vhs-krems.at

| info@vhs-krems.at www.vhs-krems.at

VHS Krems I VORTEIL

Erfolgshochschule Krems

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Ein Haus mit Fantasie und Charakter Mitten im Grünen, umgeben von Wiesen und Wäldern, liegt das neue Wohlfühl-Zuhause der Familie Polatschek. Fließende Räume statt langer Flure, individueller, kreativer Einrichtungsstil und eine energieeffiziente Bauweise sind nur einige der Merkmale des neuen Eigenheims. Der Blick in die Häuser anderer Menschen ist immer wieder faszinierend, die Geschichten dahinter sind meist noch interessanter. Und so ist es auch in diesem Fall. Das hübsche Haus der jungen Familie Polatschek ist alles andere als 08/15. Hinter jeder Türe wartet eine neue kreative Überraschung. Trends folgen Paul und Alice Polatschek kaum.

Familie Polatschek führte Georg Pauser (Leiter des wohn²Centers) durch ihr tolles Eigenheim 20

VORTEIL I wohn²Reportage

Umgesetzt wird, was gefällt. Beim Thema ökologisches Bauen haben die beiden auf altbewährtes Wissen gesetzt. Vieles ist naturbelassen, wie die Böden, die gänzlich ohne Öl und Wachs auskommen. „Es sind Breitdielen, die wir selbst oberflächenbehandelt haben.“ Im Eingangsbereich erstreckt sich Zementgussboden mit einer zarten Kunstharzversiegelung. Ein Produkt, das Polatschek aus Schenkenbrunn bezieht und auch in seiner Firma verarbeitet. Gedämmt wurde der Holzständerbau mit Hanf. Gepaart mit Technologie nach dem neuesten Stand der Technik ist ein gesunder und CO²-neutraler Mix herausgekommen. „CO² -neutral zu bauen war uns wichtig und die ökologische Bauweise stand von Anfang an im Vordergrund. Wir wollten möglichst viel Naturholz verarbeiten, das Gebäude ist fast frei von PU-Schaum“, erzählt Paul Polatschek. Die Wahl ist ganz bewusst auf einen Holzständerbau


gefallen. Paul Polatschek hat in seinem Beruf viel mit Mörtel zu tun. „Um beim Hausbau auf Nummer sicher zu gehen und nicht alles selbst oder selbst besser machen zu wollen, haben wir uns für den nachwachsenden Rohstoff Holz entschieden.“ Der Holzbau wurde von der Firma Schütz aufgestellt, die Vorbereitungen hat Haselberger Bau übernommen. Unternehmen, die, wie alle anderen Gewerke bei diesem Projekt, aus der Region stammen. Profis, die im Verein Bauverstand zu finden sind. KREATIVER GEIST FOLGT LOGIK Die Planungsphase des Hauses hat mindestens genauso lange gedauert wie die Bauphase – und ursprünglich war einiges ganz anders vorgesehen. „Viele unserer Ideen waren zu aufwendig. Unser Baumeister Günther Werner hat dann relativ schnell erkannt, dass der ursprüngliche Plan keine optimale Lösung war. Also haben wir einiges verworfen und alles offener gestaltet, die Zufahrt geändert und die Belichtungssituation dadurch optimiert“, erinnert sich Alice Polatschek. Die 150 m² Wohnfläche teilen sich auf 2 Stockwerke auf. Im unteren wird gekocht, gearbeitet und gewohnt, oben wird geschlafen und gebadet. Das Heizsystem ist eine Kombination aus einer Kachelofen-Ganzhausheizung und einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. „Wir haben einen großen Ofen, der, gemeinsam mit dem holzbefeuerten Küchenherd, das Warmwasser für die Flächenheizungen liefert“, so Polatschek. In Bezug auf die Haustechnik hat der Hausherr seine Ideen eingebracht. „Mit Christoph Eckl von Eckl Sanitär &

Heizungstechnik GmbH habe ich den perfekten Partner für die Umsetzung gefunden. Er hat den gesamten Installationspart übernommen.“ RAUM ZUM LEBEN Vom Ess- und Wohnzimmer aus hat man freie Sicht und Tageslicht von allen Seiten. Die Küche erweitert das Wohnzimmer, so kann man alles gleichzeitig tun: reden, essen und lachen. Und auch die Küche ist nicht von der Stange. Jede Schublade hat einen individuellen Griff, ummantelt werden die Holzschränke von einer massiven Betonhülle, Marke Eigenbau. „Ich beschäftige mich viel und gerne mit Formenbau und hab mich dann ein wenig gespielt. Das Ergebnis ist diese Arbeitsplatte.“ In der Küche befindet sich auch die Hauptheizung – also der Ofen. Und auch dieser ist ein ganz spezielles Unikat. „Die Freude ist umso größer, wenn man selbst Hand angelegt hat und seine eigenen kreativen Ideen umsetzen kann“, erzählt Alice Polatschek, während der Kaffee laut brodelnd in die italienische Kanne schießt. „Daher warte ich lieber noch ein wenig, bis ich die richtige Dunstabzugshaube gefunden habe und nicht eine unter tausend anderen über meinem Herd hängt“, schmunzelt die zweifache Mutter. Seit Jänner 2016 wohnt die Familie im neuen Haus. Nach zwei relativ intensiven Baujahren sind sie angekommen. Das eine oder andere Projekt soll noch umgesetzt werden, sobald die Energiereserven wieder aufgefüllt sind. Und auch für die noch provisorischen Türen wird sich bald eine kreative Lösung gefunden haben.

Mit Bauverstand gebaut. Mehr unter: www.bauverstand.info

wohn²Reportage I VORTEIL

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Toiflisch gute Weine Rund 12.000 Flaschen Wein verlassen im Hadersdorfer Betrieb stündlich das Fließband in Richtung Supermarkt. Mit rund 8 Millionen Liter abgefülltem Wein pro Jahr zählt die Weinkellerei Toifl zu den größten Weinherstellern und Weinabfüllern Österreichs.

Der familien- und eigentümergeführte Betrieb wird von Michael Toifl geleitet. Er hat 1977 den Standort in Hadersdorf gemeinsam mit seinem Bruder Andreas gegründet. Wo einst nur ein Büro zusammen mit ein paar kleinen Kellern stand, sieht man heute von Weitem eine große Halle. Alle fünf bis sechs Jahre hat der Betrieb seit der Gründung erweitert. Die neue Halle ist mehr als 4.000 Quadratmeter groß. Im Inneren steht neben dem Lager auf rund 1.600 Quadratmetern eine der modernsten Abfüllanlagen Österreichs, die seit August 2015 in Betrieb ist. Mit rund 12.000 Flaschen pro Stunde mischt Toifl in Österreich mit den großen Abfüllern mit. Den Hauptumsatz macht der Betrieb mit Wein für den Supermarkt. Die Nachfrage nach gutem Wein ist hoch. Vor allem in der erschwinglichen Flasche. FAMILIENGEFÜHRTES UNTERNEHMEN „Wir sind das letzte Familienunternehmen in dieser Größe“, ist Michael Toifl stolz auf den Betrieb. Im Unternehmen, das von Toifls Vater 1956 als Weinvermittlung aus der Taufe gehoben worden war, kam später der Tankwein hinzu. 1984 ist der Betrieb unter die Flaschenfüller gegangen. Ein Betrieb, den Toifl mittlerweile gemeinsam mit der nächsten Generation führt: seinen beiden Kindern Barbara und Christoph.

Kundenbetreuer Reinhard Hölzl (links) durfte sich selbst von der Qualität der Weine aus dem Hause Toifl überzeugen. Im Bild mit Christoph, Barbara und Michael Toifl 22

VORTEIL I Toifl Weine

Tochter Barbara ist seit 2003 für den kaufmännischen Bereich zuständig, während Sohn Christoph Toifl das Technische überwacht. Mit nur 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – Familientrio inklusive – ist der Betrieb aus personeller Sicht sehr schlank aufgestellt. Unterstützt werden die Mitarbeiter durch technisch modernste Systeme. Mithilfe von Analysecomputern auf dem neuesten Stand der Technik überprüft man die Weine auf ihre Qualität. Denn der Qualität fühlt sich die Familie Toifl seit eh und je verpflichtet.

HIGHTECH UND DER MENSCH Barbara und Christoph genießen mittlerweile das vollste Vertrauen des Firmenoberhauptes. „Wir haben es bisher immer so gehandgehabt, dass ich mich mit meiner Tochter um den Verkauf kümmere und gemeinsam mit meinem Sohn um den Einkauf.“ Weine effektiv beurteilen zu können, das haben Barbara und Christoph gelernt. „Wir haben schon als Kinder Flaschen aufs Band gestellt, in den Ferien Kisten gewaschen und waren von klein auf dabei“, erinnert sich die gelernte Tourismusfachfrau und Absolventin der Weinbauschule Krems. Produktionsleiter Christoph ist als Kellermeister einer der Wächter über die 137 Tanks. Zigtausende Liter müssen täglich überwacht werden. Temperatur, Füllstand und Gärprozess werden in den Behältern laufend überprüft. Ohne Hightech wäre dies undenkbar.


TRADITION UND INNOVATION Die Weinkellerei Toifl ist ein starker Partner für den Lebensmittelhandel sowie für andere Weingroßhändler im In- und Ausland. Beliefert werden vor allem Großhandelsketten in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Seit 2016 steht auch die Niederlande auf der Abnehmerliste. „Wir sind auch dieses Jahr wieder sehr gut aufgestellt und können unsere Kunden im In- und Ausland in gewohnt guter Qualität beliefern. Die Liefersicherheit und die Menge sind für die Kunden wichtig. Da stößt man in Österreich mit den kleinen Mengen rasch an Grenzen.“ ZUVERLÄSSIGER PARTNER Ausgereift wie der Wein ist auch das Qualitätsmanagement im Betrieb: „Korrektheit in allen Belangen, Flexibilität sowie Innovationskraft sind für uns die Essenz, um unsere Position auf dem sehr schnelllebigen Markt nicht nur zu halten, sondern zukünftig auch noch weiter ausbauen zu können“, so Toifl senior. Vom Verbraucher wird vor allem jenes Segment nachgefragt, das bezahlbar ist. Also Wein vom Preiseinstieg bis zum Mittelpreissegment, von 2 Euro bis ca. 4,50 Euro Verkaufspreis pro Flasche. „Wir sind ein zuverlässiger Partner für den Lebensmittelhandel, der standardisierte und ständig verfügbare Ware braucht. Vom Markt wird jedes Jahr ein gewisses Volumen angefragt. Diese Anfragen könnte ein einzelner Betrieb gar nicht erfüllen, schon gar nicht in

Österreich. Ich sehe unseren Betrieb als Verbindungsglied zwischen Erzeuger und Handel. Wir machen Qualitätswein, der erschwinglich und supermarktfähig ist.“ AUSGEZEICHNET Und diese Qualität wurde schon mehrmals ausgezeichnet: bei vielen Weinwettbewerben wie der „awc vienna“ – dem weltweiten Marktführer bei der Qualitätsevaluierung für Wein. Auch bei Deutschlands größtem Weinpreis „Mundus Vini“ oder der Berliner „Wein Trophy“ gehört das Unternehmen Toifl Jahr für Jahr zu den großen Abräumern. „Wir sind ein modernes, zukunftsorientiertes Unternehmen, das durch Tradition und modernste Produktionsund Technologiestandards am Markt Erfolg hat. Das Entscheidende ist, dass aus dieser Kombination am Ende ein qualitativ gleichbleibendes Produkt wird, das der Kunde wiedererkennt und immer wieder kauft“, spricht Michael Toifl aus jahrzehntelanger Erfahrung.

A. und M. Toifl GmbH & Co KG Weinstraße 18 3493 Hadersdorf am Kamp Tel.: 02735/2667 E-Mail: kellerei@toifl.at www.toifl.at

Toifl Weine I VORTEIL

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Eine kreative Werkstatt voller Ideen So unterschiedlich seine Aufträge sind, so unterschiedlich sind auch seine Kunden. Ob Autobeklebungen, Schilderdruck oder Gebäudebemalung – Norbert Polt ist ein Tüftler, Kreativer und Macher. Seine Ideenwerkstatt in Mautern ist dafür der perfekte Ort zur Umsetzung.

muss für einen Kunden mit dem 3D-Drucker eine TVAufhängung verlängern. Kein Kundenwunsch scheint zu speziell für ihn. Daran erkennt man den Tüftler mit jahrelanger Erfahrung. „Begonnen habe ich im Jahr 1978 als Schildermaler. Mittlerweile hat sich die Berufsbezeichnung auf Werbetechniker geändert. Fakt ist aber, dass ich im Bezirk Krems Branchenältester bin. Es gibt hier niemanden, der den Job länger macht als ich“, erzählt Polt. Selbstständig gemacht hat er sich vor genau 15 Jahren. 2016 ist also Jubiläum angesagt bei Polt. Grund zur Freude und Ansporn, weiterzumachen.

Norbert Polt (rechts) mit KREMSER BANK Kundenbetreuer Reinhard Sieberth

Mal eben ein paar Hundert Meter Baustellengitter mit Werbeaufdrucken ummanteln, Autos mit flotten Sprüchen bekleben oder die Kunsthalle Krems kurz vor Ausstellungseröffnung noch mit Transparenten versorgen: Norbert Polt macht mit seiner grafischen Ideenwerkstatt das Leben ein wenig bunter. Seit 8 Uhr morgens herrscht in der Werkstatt von Norbert Polt wieder einmal Hochbetrieb und der nächste Druckauftrag ist schon in der Pipeline: Goldgeprägte Weinetiketten warten auf ihren Auftritt. Was gerade auf dem Zuschneidetisch liegt, wird heute noch die Werkstatt verlassen. Noch bevor Norbert Polt fertig ist, kennt er schon seinen nächsten Auftrag. Er

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VORTEIL I Grafische Ideenwerkstatt

VON A BIS Z – ALLES AUS EINER HAND Vom ersten Bleistiftstrich bis hin zur fertigen Endausführung wird hier in Mautern alles gemacht, der Großteil vom Chef selbst. Das Aufgabengebiet ist breit aufgestellt. Angefangen beim Digitaldruck über 3D-Druck bis hin zum Gravieren und auch zu Flugaufnahmen mit der Drohne – Nobert Polt ist ein Tausendsassa der Werbetechnik. Doch egal welcher Schwerpunkt, in diesem Beruf fällt viel Arbeit am Computer an. So muss Polt zum Beispiel immer überprüfen, ob die vom Auftraggeber übermittelten Daten im richtigen Format vorliegen und die benötigte Auflösung aufweisen. „Im Unterschied zu früher hat mein Beruf heute viel mit Technik zu tun“, erzählt er. Doch bei aller Technik kommt ihm gerade bei ausgefallenen Aufträgen die jahrzehntelange Erfahrung zugute. „Das Erlernen von grafischen Programmen ist das eine – da sind die Jungen auch wesentlich flinker. Aber was Aufträge wie zum Beispiel eine Gebäudebe-


malung oder eine gefräste Sonderanfertigung betrifft, da geht es um Erfahrungswerte, die es mir erlauben, sehr individuelle Wünsche umzusetzen. Heute ist technisches Know-how gepaart mit handwerklichem Geschick gefragter und wichtiger als je zuvor.“

Mit der Flugdrohne habe ich ein Weinanbaugebiet aus der Vogelperspektive gefilmt. Die Aufnahme wird nun auf eine 3 mal 2 Meter große Glasplatte gedruckt, in den Boden eines Weinkellers eingelassen und von unten beleuchtet“, freut sich der Ideenschmied.

LANGJÄHRIGE ZUSAMMENARBEIT Auch in der Kunsthalle Krems ist Polt bekannt dafür, kleine wie große Projekte zeitnah, präzise und zuverlässig auszuführen. „Ich bin immer bemüht darum, auch in kurzer Zeit Kundenwünsche zu erfüllen. Das ist für mich einer der Schlüssel zum Erfolg. Wenn der Kunde zufrieden ist, bin ich es auch“, so der Profi. Als die Kunsthalle Krems 2015 ihr 20-Jahre-Jubiläum feierte, wurde auch Nobert Polt als längstdienender Professionist geehrt. „Damit hätte ich niemals gerechnet und ich bin unheimlich stolz auf diese Auszeichnung.“ Seither ziert ein Original-Ziegelstein vom Dachboden des Kunsthauses das Büro der Ideenwerkstatt.

Die Branche wird laufend vielfältiger, die Aufträge werden zum Teil immer komplexer. Aber genau das gefällt dem Tüftler. Ideen hat er noch viele in petto für seine Kunden. Das Umfeld findet Polt nach wie vor spannend, langweilig wird es nie: „Man muss sehr sorgfältig arbeiten und kniffelige Probleme lösen“, erklärt er. Vor allem dann, wenn ein Projekt aus vielen Einzelschritten besteht. Eine besondere Motivation sei das Gefühl, die eigene Stadt mitzugestalten. Und der Stolz, wenn wieder einmal ein Auto vorbeifährt, das er selbst beklebt hat, oder wenn die Fahnen vor dem Kunsthaus Krems einen Hauch Polt’schen Kreativgeist über die Stadt wehen lassen.

DIE REGION MITGESTALTEN In der grafischen Ideenwerkstatt von Norbert Polt wird mit verschiedensten Materialien und Geräten gearbeitet. Beispielsweise müssen Oberflächen aus Glas oder Kunststoff bedruckt werden. Ständig kommen neue Maschinen und Techniken hinzu: Durch das vollflächige Bekleben von Autos oder die Lichtgestaltung mit LEDTechnik sind ganz neue Märkte entstanden. „Der Job ist kreativ und abwechslungsreich“, sagt Polt. Am meisten Spaß hat er daran, die Region mitzugestalten. „Erst kürzlich habe ich einen neuen Auftrag angenommen.

Grafische Ideenwerkstatt Norbert Polt Austraße 29 3512 Mautern Tel.: 02732/860 97 Fax: 02732/860 97 - 4 E-Mail: grafische.ideenwerkstatt@aon.at http://poltgrafische.at

Grafische Ideenwerkstatt I VORTEIL

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Lesen ist Abenteuer im Kopf Im September 2016 hat die Kinderbuchautorin Rena Schandl ihr neuestes Werk veröffentlicht. Mit „Gerechtigkeit für Mary-Jane“ ist die Abenteuer-Buchreihe mit und über Natti und John um einen vierten Band reicher. zu ihrem Großvater. Und die Erinnerungen an ihn hat sie in ihren Büchern in die Gegenwart transportiert. Von der Grundidee rund um die Protagonistin Natti entwickelte sich eine runde Geschichte und „plötzlich fing ich an, die Kinder miteinander reden zu lassen und es formte sich nach und nach das Ganze zu einem langen Text“.

Rena Schandl entführte Kundenbetreuer Herbert Puchinger in die Welt der Kinderbücher

Bereits 2004 ist das Erstlingswerk der Kinderbuchautorin Rena Schandl erschienen. Angefangen hat alles mit dem Buch „Natti und das Wunder-Notebook“ und mit einem Großvater, der Natti bei der Suche nach ihrem Vater hilft. Aus „Natti und das Wunder-Notebook“ wurde inzwischen „Natti und John: Das Geheimnis“ und „Die abenteuerliche Reise“. WIE ALLES BEGANN Zur Schriftstellerei kam die ehemalige Angestellte vor vielen Jahren. „Ich wollte immer schon gerne etwas für Kinder schreiben, irgendetwas Freies. Denn ein wenig Befreiung war das Schreiben auch für mich selbst“, erinnert sich Rena Schandl. Als ihr Sohn Dominik Probleme in der Schule bekam, versuchte sie ihn so gut wie möglich zu unterstützen. „Das war schon eine sehr intensive Zeit für mich und irgendwann wusste ich, dass ich einen Ausgleich finden musste.“ Schandl begann Kunstgeschichte zu studieren und irgendwann kam die Idee, Kinderbücher zu schreiben. „Ich hatte keine Ahnung, ob mir wirklich eine Geschichte einfallen würde. Am Anfang kam ich mir eigenartig vor, als Erwachsene eine Kindergeschichte zu verfassen. Es ist schließlich nicht so, dass ich sage, ich denke mir eine Geschichte aus, sondern ich erfühle sie. Es sind viele autobiografische Anteile in den Geschichten – auch aus meinem Leben als Kind. Eine Welt, die heute nicht mehr existiert, aber sehr idyllisch war.“ SO SPIELT DAS LEBEN Der Großvater spielt im Buch wie im wahren Leben eine Schlüsselrolle. Rena Schandl hatte ein sehr gutes Verhältnis 26

VORTEIL I Buchpräsentation

Rena Schandl war mehr als 36 Jahre im öffentlichen Dienst tätig – bis sie eines Tages mehr oder weniger wegrationalisiert wurde. „Mit der neuen Situation zu Hause umzugehen war anfangs gar nicht einfach“, erzählt die Autorin. „Irgendwann habe ich begonnen, alle Ideen aus mir rauszulassen. Ich habe in nur einem Jahr den ersten Band überarbeitet und die nächsten Manuskripte lagen auch schon lange in der Schublade. Im Jahr 2015 habe ich drei Bücher zu Papier gebracht und auch veröffentlicht.“ Band 4, „Gerechtigkeit für Mary-Jane“, ist dieses Jahr im September erschienen. INSPIRATIONEN Die Ideen kommen Rena Schandl nach wie vor immer wieder beim Schreiben selbst. Inspiration findet sie im Alltag und auch in den Erinnerungen an ihre eigene Kindheit. „Ein gutes Kinderbuch sollte unterhalten, Spaß am Lesen wecken und fördern, Mut machen und so gestaltet sein, dass sich die Kinder mit der Geschichte auch identifizieren können“, ist die Autorin überzeugt. Ein gutes Kinderbuch begleitet die Kinder auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden, indem es in andere Welten entführt, auf unsere alltäglichen Probleme einen anderen Blickwinkel ermöglicht – und dabei ohne pädagogischen Zeigefinger auskommt. „Natürlich hat jede meiner Geschichten auch eine gewisse Botschaft und ein Kernthema, gewisse Werte, die mir wichtig sind. Das sind Themen wie Umweltschutz, Patchwork-Familie, Fantasiewelten und vieles mehr.“ LEO LIEST Neben dem Schreiben der „Natti und John“-Buchreihe war die Autorin mit „Leo liest“ in ganz Niederösterreich erfolgreich unterwegs. Im Auftrag des Landes NÖ verfasste sie die Landesgeschichte Niederösterreichs speziell für Kinder und war damit in mehr als 90 Volksschulen in Niederösterreich zu Gast. Die Bücher von Rena Schandl sind im Buchhandel auf Bestellung sowie online über www.natti.at erhältlich. Rena Schandl liest auch für Sie: Anfragen auf www.natti.at.


Meisterliches Handwerk (c) Bernd Wolf

Die Schaufenster von Juwelier Göschl in der Unteren Landstraße in Krems sind gerade neu dekoriert. Neben den derzeit aktuellen zarten und federleichten Armbändern, Colliers und Ringen warten brillantbesetzte Goldpretiosen und auffallend moderne Uhren auf ihre Trägerinnen.

Schmuck begleitet viele ein ganzes Leben, oft über mehrere Generationen hinweg. Und auch Marilyn Monroe wusste schon: „Diamonds are a girl´s best friend!“ MEISTERBETRIEB MIT TRADITION Gregor Kreimel hat vor rund vier Jahren den Familienbetrieb in vierter Generation übernommen. Nach der Matura stand für den heute 33-jährigen Eigentümer fest, den elterlichen Betrieb zu übernehmen. Es folgte eine Ausbildung zum Goldschmied, erste Branchenerfahrungen sammelte Kreimel in Wien und Graz. Der Beruf des Goldschmieds hat eine lange Tradition. Es ist zwar ein klassischer Handwerksberuf, aber es sind vor allem künstlerische Fähigkeiten notwendig. „Schmuckkreationen richten sich heute stark nach der Mode. Die Trends sind dynamischer und schnelllebiger. Wir müssen uns vor allem mit Qualität vom Rest des Marktes abheben und überzeugen“, erzählt der Eigentümer. „Unser Ziel war immer schon, ein möglichst breites Spektrum abzudecken.“ HANDARBEIT IM HAUS Produziert wird, was und wie es den Kunden gefällt. Die Schmuckstücke werden entweder nach der Idee des Goldschmieds oder nach Kundenwunsch hergestellt. „Oft kommen Kunden zu mir und haben ganz konkrete Vorstellungen, die ich dann zu Papier bringe. Für die Beratung, die Erstellung der Zeichnung sowie für die Vorgaben zur technischen Umsetzung bin ich zuständig“, erzählt Kreimel. Erst dann geht es an die Produktion, die beinahe

ausschließlich in Handarbeit erfolgt. „Handgefertigtes ist individueller und hat auch eine höhere Qualität.“ Das Juwelierfachgeschäft für Gold- und Silberwaren besitzt noch eine eigene Meisterwerkstätte im Haus, was heute selten geworden ist. Dort wird nicht nur entworfen und umgesetzt, sondern auch repariert, angepasst und graviert. WAS KOMMT, WAS BLEIBT Schmuckstücke nach den aktuellen Trends liegen in den Vitrinen bereit, das Sortiment für Weihnachten ist aufgestockt. Neben Roségold, Weißgold und Gelbgold ist auch modisches Silber stark vertreten. Ganz spezielle Uhrenkreationen sind ein wahrer Hingucker. „Aber auch unsere Brillantware lässt sich immer sehr gut schenken“, schmunzelt der ausgebildete Diamantgutachter.

3500 Krems, Untere Landstraße 49 – 51 Telefon: 02732/836 05 E-Mail: info@juwelier-goeschl.at

Mo. bis Fr. 08:15 bis 12:00 Uhr I 14:00 bis 18:00 Uhr Sa. 08:15 bis 12:30 Uhr I 13:30 bis 16:00 Uhr

Juwelier Göschl I VORTEIL

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WACHAUmarathon mit Streckenrekord Der WACHAUmarathon hat sich zu einer der größten Laufveranstaltungen Österreichs entwickelt. Die einzigartige Kulisse, eine leichte, schnelle Strecke und vielfältige Bewerbe locken Jahr für Jahr zahlreiche internationale und nationale Läuferinnen und Läufer in die Wachau.

Bei der 19. Ausgabe des WACHAUmarathons waren 6.600 Läuferinnen und Läufer am Start. Insgesamt standen sieben Bewerbe inklusive Kinderläufe zur Auswahl. Jeder Läufertyp findet in der Wachau seine Strecke und Atmosphäre: Tempomacher, Genussläufer, Wadelmeister oder Dauerrenner – von Emmersdorf, Spitz oder Achleiten bis Krems. Und auch dieses Jahr waren zahlreiche KREMSER BANK-Mitarbeiter im Einsatz. Während sich die einen beim Verpflegungsstand um die Läufer kümmerten, kamen KREMSER BANK-Vorstand Dir. Christian Hager und seine Laufkollegen angesichts der sportlichen Konkurrenz ordentlich ins Schwitzen. Erfolgreich ins Ziel gelaufen sind sie alle. WIR GRATULIEREN! Viertelmarathon: Christian Hager, Harald Gwiss Halbmarathon: Franz Seitner, Manfred Fritsch, Gerald Aigner, René Matous 28

VORTEIL I WACHAUmarathon 2016

NEUER STRECKENREKORD Angeführt wurde die diesjährige Veranstaltung von einem schlagkräftigen Elitefeld. Es war diesmal kleiner, dafür umso stärker. Topzeiten und ein Streckenrekord krönten heuer die Läufe. Bereits im Vorfeld galt der Kenianer Peter Kirui als großer Favorit. Die Erwartungen konnte er erfüllen und in der Kerndistanz, dem Halbmarathon von Spitz nach Krems, fiel der zwei Jahre alte Streckenrekord. Kirui blieb mit 59:53 sogar unter einer Stunde und knapp über seiner persönlichen Bestzeit von 59:22. Damit ist Kirui der schnellste je in der Wachau gestartete Läufer. Zweiter im Feld war ebenfalls ein Kenianier: Der 21-jährige Morries Gachaga lag mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 1:00:35 ebenfalls nur knapp über einer Stunde. Vorjahressieger Bernard Kiplangat Bett wurde mit 1:01:35 guter Dritter. Als schnellster Österreicher kam Valentin Pfeil ins Ziel. Seine Zeit: 1:08:08, gesamt 9. Rang.


Alle Infos rund um den WACHAUmarathon und Bilder zu den Kinderläufen finden Sie auf: www.wachaumarathon.at und http://gallery.kremserbank.com

WEINMALIGES LAUFERLEBNIS MIT EINIGEN ÜBERRASCHUNGEN Extrem spannend verlief auch das Rennen bei den Damen. Sie begaben sich auf die Jagd nach dem 13 Jahre alten Streckenrekord von 1:09:45. Mit 1:09:49 lief die Kenianerin Perendis Lekapana nur ganz knapp an dem Vorhaben vorbei. Eine Überraschungssiegerin gab es in der Österreichwertung: Carola BendlTschiedel aus Wien entschied diese in der Disziplin Halbmarathon als Gesamt-Fünfte in 1:28:30 für sich. MARATHON EBENFALLS MIT GUTEN ZEITEN Auf der Marathon-Volldistanz hieß der Sieger Ben Gamble. Der Brite absolvierte die 42,195 Kilometer von Emmersdorf nach Krems in einer Zeit von 2:32:59. Schnellster Österreicher und Gesamt-Zweiter wurde Mario Sturmlechner aus Mank. DER SAMSTAG GEHÖRT DEM NACHWUCHS Auch die Jungen nahmen die sportliche Herausforderung an. Beim Junior Marathon gingen Kinder, Schülerinnen und Schüler sowie Jugendliche im Alter von drei bis 16 Jahren in den Distanzen von 200 bis 2.100 Meter an den Start. Die KREMSER BANK unterstützt den Laufsport in der Wachau bereits seit 2001. „Als Sponsor haben wir uns ein besonderes

Ziel gesetzt: möglichst viele Kinder und Jugendliche für den Laufsport zu motivieren. Kinder haben Freude an der Bewegung. Der WACHAUmarathon ist für Kinder die beste Gelegenheit dazu“, so KREMSER BANK-Direktor Christian Hager. Künftig soll sich der WACHAUmarathon im Reigen der Laufveranstaltungen noch mehr als gediegener Landschaftslauf mit hohem Erlebnisfaktor etablieren. „Ein professioneller Event, der schon beim Transport zu den Startorten beginnt, im Stadtpark gemütlich ausklingen kann und damit einen Mehrwert als spaßbetontes, kommunikatives Lauferlebnis bietet. So sollen vor allem auch neue Läuferinnen und Läufer erreicht werden“, betont Veranstalter Michael Buchleitner. Save the date: WACHAUmarathon 2017 – 16. und 17. September 2017 (www.wachaumarathon.com) ES LÄUFT Das Engagement der NÖ. Sparkassen im Laufsport erfolgt im Rahmen der größten Laufinitiative Österreichs: Erste Bank Sparkasse Running! Diese Initiative steht für 230 Laufveranstaltungen mit rund 3 Millionen gelaufenen Kilometern pro Jahr, mehr als 200.000 TeilnehmerInnen und somit auch mehr als 200.000 persönlichen Zielen. WACHAUmarathon 2016 I VORTEIL

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Durch die Bank FITNESSPARK FÜR ALLE GENERATIONEN Am 3. Juni 2016 wurde in Rohrendorf bei Krems ein neuer Outdoor-Fitnesspark feierlich eröffnet. Bei dieser Initiative handelt es sich um ein Siegerprojekt im Rahmen des Förderpreises 2015 der Privatstiftung Sparkasse Krems. Mit Baubeginn im März 2016 wurde federführend durch die beiden Initiatoren Hannes Lethmayer und Christian Widhalm deren Idee, „Rohrendorf sportlicher zu machen“, in die Realität umgesetzt. Mit zahlreichen freiwilligen Helfern konnte dadurch das derzeit modernste Trainingsgerät Österreichs aufgestellt, die Einfriedung erneuert und der anschließende Volleyballplatz saniert werden. Bei der feierlichen Eröffnung durch den Landtagspräsidenten Ing. Johann Penz, die Obfrau der NÖ. Dorferneuerung ÖKR Maria Forstner und KREMSER BANK-Direktor Hansjörg Henneis (gleichzeitig auch Vorstand der Privatstiftung Sparkasse Krems) konnten sich zahlreiche Besucher von der gelungenen Außenanlage ein Bild machen. Nach Speis und Trank wurde den Sportbegeisterten sogleich ein Fitnessprogramm auferlegt. Bei einer Vorführung des Fitnessgerätes mit einem professionellen Trainer konnte sofort mit dem Kalorienabbau begonnen werden. ANDERE GEHEN, WIR BLEIBEN Dieser Sager war im Juni 2016 im Kremser Ortsteil Lerchenfeld des Öfteren zu lesen: auf Plakaten bei Bushaltestellen, auf Türhängern und Großflächenplakaten. Anlass dafür war das Bekenntnis der KREMSER BANK, als Nahversorger vor Ort zu sein. Filialleiter Herbert Puchinger brachte es auf den Punkt: „Wir sind stolz auf Lerchenfeld!“ Im Rahmen der Aktion hatten alle Bewohner Lerchenfelds die Möglichkeit, sich an einem Gewinnspiel zu beteiligen. Zu gewinnen gab es ein iPad mini 2 und einen Aktiv- und Vital-Urlaub für 2 Personen. Die Sieger: Cornelia Schlager (rechts) und Alisa Cakic (unten). Wir gratulieren recht herzlich und wünschen viel Freude mit den Gewinnen.

EIN HUMORVOLLER ABEND Die KREMSER BANK lud gemeinsam mit der s Versicherung ihre Kunden zum Kabarettabend ins International Meeting Centre der IMC FH Krems ein. Der Kabarettist Klaus Eckel begeisterte mit seinem Programm „Very best of greatest hits“ fast 600 geladene Gäste. Er bot einen HumorCocktail der Extraklasse und versuchte dabei brennenden Fragen des Lebens, wie zum Beispiel: „Was wäre, wenn negative Gedanken dick machen würden?“, auf humorvolle Art und Weise zu begegnen. Im Bild: Hansjörg Henneis, Kabarettist Klaus Eckel und Christian Hager 30

VORTEIL I Durch die Bank


SPATENSTICH FÜR BMW-AUER Der Startschuss für den Neubau des BMWAuer-Betriebes im Gewerbepark Krems ist gefallen. Die Eröffnung ist für März 2017 geplant. Am neuen Standort entsteht mit 9.000 Quadratmetern Grundfläche ein moderner BMW-Betrieb. Dieser soll sowohl in Bezug auf Schauraum, Werkstätte und Lager als auch auf Annahme- und Wartebereich und bei den Mitarbeiterräumen den hohen Standards der Marke BMW gerecht werden. Die Entwicklung der Marke BMW ist in der Firma Auer seit Jahren erfreulich positiv. Der Neubau trägt dem nun Rechnung. Zum Spatenstich stellte sich auch KREMSER BANK-Direktor Hansjörg Henneis ein und wünschte Familie Auer für dieses zukunftsweisende Projekt viel Erfolg. KREMSER SPORT BEWEGT Der Verein Kremser Sport und 20 Sportvereine aus der Stadt stellten gemeinsam am 8. Oktober im Rahmen eines Aktionstages in der Kremser Innenstadt ihr Angebot vor. Dabei konnten Interessierte die Sportarten gleich selbst ausprobieren. Das Motto: raus aus den Arenen, rein in die Stadt, am Samstagvormittag, wenn in der Fußgängerzone das Leben pulsiert. Die KREMSER BANK als langjähriger Unterstützer und Sponsorpartner des Vereins Kremser Sport war an diesem Tag ebenfalls mit einem Promotionstand vertreten. Kinderschminken, ein tolles Sparefroh-Gewinnspiel und die heiß begehrten Sparefroh-Luftballons zauberten den jungen Nachwuchssportlern und Bgm. Dr. Reinhard Resch (rechts) ein Lachen ins Gesicht.

SPIELERISCH LERNEN Als gemeinwohlorientiertes Bankinstitut fördert die KREMSER BANK insbesondere Bildungsund Fortbildungsangebote in der Region, die Menschen aller Altersgruppen und Einkommensbereiche zugutekommen. Ein besonderer Schwerpunkt ist das Finanzbildungsprogramm der KREMSER BANK, das auch an zahlreichen Schulen angeboten wird und unter dem Motto „Financial Literacy“ steht. Mit kindgerechten Unterrichtsmaterialien, interaktiven Workshops und dem Einsatz von Sparefroh-TV werden mit den Kindern die ersten Finanz- und Wirtschaftsthemen erarbeitet. Der Kinderhort Lerchenfeld nahm an diesem Programm teil und besuchte die KREMSER BANK-Filiale Ringstraße. Die Kinder waren sich nach Ende des Workshops einig: Wenn lernen nur immer so viel Spaß machen würde! Durch die Bank I VORTEIL

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Privatstiftung Krems

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Die Teilnahmebedingungen und Einreichunterlagen zum Fรถrderpreis finden Sie online unter www.kremserbank.at/privatstiftung. Einreichungen sind bis zum 31. Dezember 2016 mรถglich.

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KREMSER BANK und Sparkassen AG Nr. 102 I November 2016

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