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Familie, Beruf, Gesellschaft

Ihre Familie und der engste Freundeskreis sollen über Ihre Situation Bescheid wissen. Es ist empfehlenswert, Ihre Partnerin oder Ihren Partner so früh wie möglich einzubeziehen.

Ängste und Unsicherheiten teilen Vielen Missverständnissen kann vorgebeugt werden, wenn Sie die Menschen in Ihrem nahen Umfeld über Ihre Situation informieren. Selbstverständlich bestimmen Sie, wem Sie was und wie viel Sie erzählen wollen. Schweigen Sie jedoch nicht aus falscher Scham oder aus Rücksicht auf andere; das hilft Ihnen nicht weiter. Auch Ihre Angehörigen und Ihre Freundinnen und Freunde stehen vor einer neuen Situation. Manche Menschen sind unsicher, wie sie Ihnen begegnen sollen. Machen Sie einen ersten Schritt, unkompliziert und ohne lange zu überlegen. Dabei spielt es keine Rolle, welche Ersatzstimme Sie verwenden.

Zurück ins Berufsleben? Es hängt sehr von Ihrer Tätigkeit ab, ob die Entfernung des Kehlkopfs zu einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit führt. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber; unter Umständen zusätzlich mit Ihrem Arbeitgeber. Bei einer Erkrankung an Kehlkopfkrebs sind nach einer Operation oft noch weitere Behandlungen (etwa Strahlentherapie oder Chemotherapie) nötig. Diese Behandlungen können Nebenwirkungen verursachen. Dadurch kann die Wiederaufnahme der Arbeit verzögert werden. Nach der Operation braucht es einige Zeit, bis Sie in das Berufsleben zurückkehren können. Nutzen Sie diese Zeit, um über Ihre beruflichen Pläne nachzudenken und sich über Möglichkeiten zu informieren.

Mehr über … … mögliche Nebenwirkungen von Krebstherapien erfahren Sie in den Broschüren «Medikamentöse T   umortherapien» und «Die Strahlentherapie» (siehe S. 37).

Leben ohne Kehlkopf

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