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Wen könnte ich um Unterstützung bitten?

Welche Art der Unterstützung?

Wann und wie oft wünsche ich Unterstützung?

Wie möchte oder könnte ich mich für die Unterstützung erkenntlich zeigen?

Risiko Überbetreuung Die kranke Person ist auf eine gute Betreuung angewiesen. Es besteht aber auch ein gewisses Risiko, sie übermässig zu betreuen, sodass sie sich bevormundet und nicht mehr ernst genommen fühlt. Das kann zu Konflikten führen, die oft unausgesprochen bleiben. Da die kranke Person spürt, dass Sie es gut meinen, wagt sie nicht mehr, das Gutgemeinte abzulehnen. Vielleicht möchte der Patient, die Patientin beispielsweise auch mal allein sein oder gewisse Tätigkeiten nach wie vor selbst ausüben, getraut sich aber nicht, es zu sagen. Es ist daher empfehlenswert, gemeinsam abzusprechen, welche Tätigkeiten die betroffene Person trotz der Krankheit wahrnehmen kann und wahrnehmen möchte. Die Aufgabenverteilung muss im Verlauf der Krankheit immer wieder angepasst werden, da sich die Situation, die Bedürfnisse und Möglichkeiten mit der Zeit verändern. Es ist wichtig, dass Sie dem erkrankten Angehörigen mit der gleichen Haltung gegenübertreten wie zuvor und keine wichtigen Entscheidungen über seinen Kopf hinweg fällen. Dadurch bekäme er unnötigerweise den Eindruck, weniger wert zu sein als vor der Erkrankung. Krebs trifft auch die Nächsten

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Krebs trifft auch die naechsten ein ratgerber fuer angehoerige und freunde 011026012111  

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