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Wenn der Tumor nicht operierbar ist oder wenn das Operationsrisiko als zu gross eingestuft wird, kann gelegentlich im Rahmen einer klinischen Studie versucht werden, den Tumor mittels Chemotherapie zu verkleinern. Man bezeichnet dies als präoperative oder neoadjuvante Chemotherapie. Danach kann weniger radikal operiert werden. Nach der Operation wird die Chemotherapie fortgesetzt, um allenfalls noch vorhandene Tumorzellen zu zerstören. Borderline-Tumoren Borderline-Tumoren des Eierstocks wachsen weniger aggressiv als Ovarialkarzinome, sie müssen aber dennoch operiert werden. Hingegen ist eine anschliessende Chemotherapie nach der Operation in der Regel nicht nötig. Bei der Operation werden meist Eierstöcke, Eileiter und Gebärmutter entfernt. Die Operation lässt sich unter Umständen auf einen Eierstock beschränken, sodass die Fruchtbarkeit erhalten bleiben kann.

Keimstrang-Stroma-Tumoren Keimstrang-Stroma-Tumoren werden operativ entfernt. Im Stadium FIGO Ia wird in der Regel nur der befallene Eierstock entfernt, sodass die Fruchtbarkeit erhalten bleibt. Sind keine Tumorreste nachweisbar, wird meistens auf eine anschliessende Chemotherapie verzichtet. Maligne Keimzelltumoren Auch bei diesen Tumoren wird, wenn noch ein Kinderwunsch besteht, nach Möglichkeit nur der betroffene Eierstock entfernt. Oft kann dadurch bei jungen Frauen die Fruchtbarkeit erhalten bleiben. Je nach Situation wird anschliessend zusätzlich eine Chemotherapie durchgeführt. Dabei werden zwei oder drei verschiedene Wirkstoffe kombiniert. Selten wird auch eine Radiotherapie eingesetzt. Mehr darüber erfahren Sie in der Broschüre «Die Strahlentherapie» (siehe S. 44).

Eierstockkrebs

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