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Die Therapie von Eierstocktumoren

Primärtherapie (Ersttherapie)

• Beachten Sie auch die allgemeinen Hinweise ab Seite 21. • Näheres zur Stadieneinteilung finden Sie ab Seite 18. • Die einzelnen Therapiemethoden werden ab Seite 28 genauer beschrieben.

Als Primärtherapie werden jene Behandlungen bezeichnet, die man beim erstmaligen Auftreten von Eierstockkrebs durchführt. Ovarialkarzinom, Eileiterund Bauchfellkrebs Frühstadien FIGO I bis IIa In diesen Frühstadien sind die Heilungschancen gut. Im Mittelpunkt der Behandlungen steht eine ausgedehnte Operation. Dabei werden meist beide Eierstöcke und Eileiter, die Gebärmutter sowie häufig weiteres Gewebe entnommen: z. B. Lymphknoten, Bauchnetz (Omentum), Blinddarm. Die Heilungschancen sind besser, wenn das vom Tumor befallene Gewebe möglichst vollständig entfernt werden kann. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, schliesst sich in der Regel eine Chemotherapie an.

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Im Frühstadium können bei jungen Frauen mit Kinderwunsch allenfalls vorerst die Gebärmutter und ein Eierstock mit Eileiter erhalten bleiben. Allerdings steigt dadurch das Rückfallrisiko. Nach Abschluss der Familienplanung sollte daher die Operation komplettiert und der zweite Eierstock und die Gebärmutter entfernt werden. Fortgeschrittene Stadien FIGO IIb bis IV In der Regel ist auch in fortgeschrittenen Stadien die Operation der erste Schritt der Therapie. Dabei werden beide Eierstöcke und Eileiter, die Gebärmutter und häufig auch Lymphknoten, Bauchnetz (Omentum), Blinddarm etc. entfernt. Auch weitere Organe können vom Tumor befallen sein, was zu einer ausgedehnteren Operation führt. Nach der Operation erfolgt eine kombinierte Chemotherapie mit einem platinhaltigen Zytostatikum und einem aus der Gruppe der Taxane.

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