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Die häufigsten Formen von bösartigen Eierstocktumoren sind: Ovarialkarzinome Sie entwickeln sich aus der äussersten Gewebeschicht, die den Eierstock umgibt, aus dem sogenannten Oberflächenepithel (griech. epithel = Deckgewebe); Ovarialkarzinome gehören zur Gruppe der epithelialen Ovarialtumoren. Sie machen 70% aller Eierstocktumoren aus. Borderline-Tumoren Sie gehören ebenfalls zu den epithelialen Ovarialtumoren und machen rund 15% der Eierstocktumoren aus. Sie weisen mehr oder weniger bösartige (maligne) Zellveränderungen auf, sind daher Grenzfälle (engl. borderline = Grenzlinie). In der Regel wachsen sie weniger aggressiv und weniger invasiv (zerstörerisch) als Ovarialkarzinome, können sich aber dennoch in die Bauchhöhle ausbreiten. Keimstrang-Stroma-Tumoren Stroma ist die spezifische Zellart, die wie eine Hülle die Eizellen umschliesst und in welchem u. a. die Hormone Östrogen und Gestagen entstehen. Die Keimstrang-StromaTumoren sind nicht sehr bösartig; sie machen 5 bis 8% der Eierstocktumoren aus. Sie werden auch als gonadale Stromatumoren bezeichnet (von griech. gone = Geschlecht). 12

Maligne Keimzelltumoren Sie machen etwa 5% der Eierstocktumoren aus und entstehen aus den Eizellen im Eierstock. Risiko: Metastasen Wegen der unmittelbaren Nachbarschaft der Eierstöcke zu anderen Organen des Bauch-Beckenraums können sich Eierstock-Krebszellen beispielsweise direkt auf der Gebärmutter, der Blase, dem Darm, der Kapsel von Milz oder Leber absetzen, in diese Organe einwachsen und Metastasen (Ableger) bilden. Auch das Zwerchfell, das Bauchfell und das Bauchnetz können befallen sein. Zudem können Krebszellen über die Lymph- und Blutgefässe verschleppt werden und in anderen Organen Metastasen bilden. Bei Eierstockkrebs sind die Oberfläche der Leber und das Lungenfell am häufigsten betroffen, relativ selten die Knochen und das Gehirn.

Eileiterkrebs (Tubenkarzinom) Es handelt sich um eine eher seltene Krebserkrankung, die sich biologisch wie Eierstockkrebs verhält und auch entsprechend behandelt wird. Risiken und Ursachen sind weitgehend unbekannt.

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