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lich ebenfalls vom hauseigenen Zulieferer WP Suspension, doch eine straffere Grundabstimmung und mit 125 statt 150 mm auch ein etwas kürzerer Federweg der 43-mm-Upside-down-Gabel machen deutlich, dass es die KTM-Entwickler nicht mit einem „mal eben kurz umstricken“ bewenden ließen. Ein längerer Tank, der nun 10 statt 11 Liter fasst, geänderte Positionen für Fußrasten und natürlich Lenker, eine neue zweiteilige Sitzbank (deren nach Höcker aussehendes Hinterteil ein erstaunlich bequemer Soziusplatz ist) und noch jede Menge vermeintlicher „Kleinkram“ sind weitere Unterschiede. Und natürlich die mit kleinen Projektions-Doppelscheinwerfern bestückte, schwer auf Moto 3 GrandPrix-Renner machende Vollverkleidung. An der erkennen KTM-Insider übrigens schon von weitem, ob sie es mit einer RC 390 oder doch nur mit der RC 125 zu

Das 390er Spielmobil von KTM...

tun haben. Merke: Die RC 390 trägt eine weiße Seitenverkleidung, die der RC 125 ist schwarz. Zurück zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten Duke 390/RC 390: Die vollgetankt 152 Kilogramm leichte Unverkleidete rennt maximal 160 km/h, die immerhin 12 Kilo schwerere RC schafft dank Vollverkleidung echte 172 km/h. KTM bietet reichlich Zubehör.

Ursächlich dafür verantwortlich ist in beiden Fällen ein wassergekühlter, von einer Ausgleichswelle am übertriebenen Schütteln gehinderter dohc-Single, der 44 PS bei 9500/min leistet und ein maximales Drehmoment von 35 Nm bei Auch der ADAC Junior Cup fährt RC 390.

7250/min stemmt. Einspritzanlage, Sechsganggetriebe, Edelstahl-Schalldämpfer mit geregeltem Katalysator – der Leser ahnt es bereits: Wir befinden uns bei den Gemeinsamkeiten. In beiden Spielzeugen stecken mit äußerst haftfreudigen Metzeler Sportec M5 Interact bereifte 17-Zöller, vorn als 110/70er, hinten im 150/60er Format. Das serienmäßige, für verschärften Einsatz auf abgesperrtem Geläuf abschaltbare ABS stammt von Bosch, die Stopper sind indische Brembo-Lizenzbauten namens BYBRE (was für „By Brembo“ stehen dürfte). Vorn beißt ein radial montierter Vierkolben-Festsattel in eine 300-mm-Scheibe; hinten greift sich ein Einkolben-Schwimmsattel einen 230-mm-Rundling. Soweit die wesentlichen technischen Eckpunkte, jetzt geht’s endlich ran ans Gerät. Bereits bei der Sitzprobe sammelt der 5595 Euro kostende (und damit 600 Euro über der 390er Duke liegende) Sportler ordentlich Pluspunkte; denn der Fahrer-Arbeitsplatz ist erstaunlich geräumig. Die Lenkerstummel liegen angenehm hoch, aber nicht zu hoch, und die 820 mm Sitzhöhe (20 mm mehr als bei der Duke) machen es Kurzbeinern und Menschen mit Gardemaß gleichermaßen leicht, ihre unteren Extremitäten bequem unterzubringen.

Kradblatt Ausgabe 01 2015  

Fahrberichte KTM RC 390, Yamaha MT-09 Tracer; Lesererfahrung Aprilia Caponord; Umbau Honda CB 750 four F2; Reise Russland; Ausprobiert: Gerb...

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