__MAIN_TEXT__
feature-image

Page 17

N ord

Sonntag, 9. Dezember 2018

17

Die Lasten der Brücken

Welche Brücken in Bremen-Nord erneuert werden und wie Schäden entstehen können K at h r i n H a r m

Mit diesem Bild gewann Jan Patrick Jürgens den Fotowett­ bewerb. Foto: Jan Patrick Jürgens

Sport trifft Kunst

Sieger des KSB-Fotowettbewerbs gekürt Nord Jan-Patrick Jürgens aus St. Magnus hat den diesjährigen Fotowettbewerb des Kreissportbundes BremenNord (KSB) gewonnen. Sein Schwarz-Weiß-Bild zeigt einen Geräteturner mit perfekter Körperspannung im ne­ beligen Gegenlicht, aufgenommen beim TV Grohn. „Es zeigt Kraft, Perfektion und die Ästhetik der Bewegung. Damit vereint dieses Foto Sport und Kunst“, heißt es in der Begründung der Jury. Das Preisgeld in Höhe von 150 Euro hat Jürgens in dieser Woche bei der Siegerehrung im Hotel Union entge-

gen genommen. Auch Peter Mandrella war vor Ort: Er ist auf dem zweiten Platz gelandet und erhält 100 Euro für sein Foto vom Jugend-Judoturnier in Ritterhude. Den dritten Platz hat Volker Reinhardt erreicht. Er hat ein Bild vom Frauen-Achter des Vegesacker Rudervereins bei der Durchfahrt des Lesumsperrwerks geschossen. Der KSB hat den Fotowettbewerb um das beste Sportfoto von Fotografen aus Bremen-Nord und dem Umland zum zweiten Mal ausgetragen. Insgesamt waren 37 Fotos von 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eingesandt Anzeige worden. Die Geldpreise hat www.tischler-bremen.com die Volksbank Bremen-Nord zur Verfügung gestellt. Alle eingesandten Bilder finden sich unter ksb-bremen-nord.de Montagen GmbH telefon: 0421 - 63 71 28 unter „Archiv / Bilder“.  (kh)

Nord   92 Brücken stehen im Bremer Norden. Eine davon steht seit Dienstag ganz besonders im Fokus: die Lesumbrücke an der A 27. Die Tragfähigkeit ist nicht mehr gegeben, ein Teil der Brücke wird deshalb für den Verkehr gesperrt. Und auch andere Brücken in der Region haben in den vergangenen Monaten für Aufsehen gesorgt: Sei es der langwierige Neubau an der Straße „Braut Eichen“ über die Schönebecker Aue oder die Überführung an der Vegesacker Straße, wo Pfeiler verstärkt, der Belag erneuert und die Übergangskonstruktion umgebaut worden sind. Doch wie steht es um die weiteren Querungen? Das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) teilt auf Nachfrage mit, dass sich einige weitere Brücken zurzeit in Nachrechnung befinden, das heißt, sie werden auf ihre Belastungsfähigkeit getestet. An den Brücken an der Bremerhavener Heerstraße, an der Borchshöher Straße und am Brückenstrang Ihl­ pohl sind laut ASV-Sprecher Martin Stellmann in den kommenden Jahren Baumaßnahmen geplant – auch in Abhängigkeit von den Ergebnissen der Nachrechnung. Wann es zu Neubauten von Straßenbrücken in BremenNord kommt, hängt auch von den Ergebnissen der anstehenden Materialprüfungen bei der Lesumbrücke an der

Die Lesumbrücke muss in einem Teilbereich kurzfristig gesperrt werden.  ­  A 27 ab. Im günstigsten Fall kann der schadhafte Teil verstärkt und für einen gewissen Zeitraum freigegeben werden. Im schlimmsten Fall bleibt der Brückenteil gesperrt, bis eine neue Querung errichtet worden ist. Klar ist aber: Im Schnitt dauert es zwölf bis 15 Jahre bis eine neue Autobahnbrücke steht, angefangen beim ersten Entwurf bis zur Eröffnung. Weitere Straßenbrücken in Bremen-Nord sollen laut ASV und derzeitigem Stand nicht neu errichtet werden. Anders sieht es bei den Gehund Radwegbrücken aus. Dort gibt es konkrete Neubauvor-

haben. So wird die Geh- und Radwegebrücke Beckedorfer Beeke derzeit erneuert. Neubauten sind zudem in den kommenden Jahren an den Übergängen zum Blumenthaler Freibad und an der Blumenthaler Aue vorgesehen. Schäden an Brücken können ganz unterschiedlicher Natur sein. Die größten Probleme treten laut Stellmann allerdings auf, wenn Brücken überbelastet werden. Und eben das ist durch die Zunahme des Lkw- und Schwerlastverkehrs in den vergangenen Jahren der Fall. Auch das Verkehrsaufkommen sowie Witterungs- und Umwelteinflüsse,

Gutes tun in doppelter Hinsicht

Kleiderkammer der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterstützt Hospizarbeit K at h r i n H a r m Vegesack    Einmal in der Woche werden die Räume der Freikirche der Siebenten-TagsAdventisten an der Weserstraße 87 zur Kleiderkammer. Dienstags, von 15 bis 18 Uhr, können dort gebrauchte und gut erhaltene Hosen, Shirts, Jacken und Co. abgegeben werden. Im selben Zeitraum können die Kleidungsstücke zudem zu günstigen Preisen gekauft werden. „Wenn wir um 15 Uhr öffnen, stehen schon viele Menschen vor der Tür und warten“, sagt Ursula Fritzsche, eine der Freiwilligen der Kleiderkammer. „Wir sind für alle Menschen offen, unabhängig von Glaubensrichtung und Nationalität“, ergänzt sie. Neben Kleidung für Männer und Frauen werden auch Anziehsachen für Kinder abgegeben. Die Ehrenamtlichen sortieren die Kleidungsstücke vor und bieten sie dann an. Jedes Kleidungsstück kostet 1 Euro,

Kindermode 50 Cent. Bei Winterjacken fallen 2 Euro an. Zehn Teile können pro Person und Ausgabetag maximal mitgenommen werden. „Es ist insgesamt eine entspannte Atmosphäre und auch mal Zeit für ein Gespräch bei einer Tasse Kaffee“, erzählt Fritzsche. Mit der Kleiderkammer unterstützen die Helfer der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nicht nur Menschen, die sich nicht so häufig neue Kleidung leisten können. Das Geld, das durch die Abgabe der Hosen, Pullover und Co. eingenommen wird, spenden die Ehrenamtlichen seit mehreren Jahren an das Hospiz Lilge-Simon-Stift in Schöne­ beck. In dieser Woche konnten Hospizleiterin Alena Barkowski und Christoph Bardula aus dem Kuratorium wieder eine Spende der Gemeinde entgegennehmen. Von September 2017 bis Dezember 2018 sind 5.925 Euro zusammen gekommen.

Pastor Juri Gaos, Ursula Fritzsche und Jürgen Jopp (vordere Reihe, von links) helfen in der Kleiderkammer und konnten Kuratoriumsmitglied Christoph Bardula und Hospizleiterin Alena Barkowski (beide stehend) eine Spende überreichen. Foto: Harm „Wir sind auf Spenden angewiesen und sehr dankbar für diese hohe Summe“, sagte Barkowski bei der symboli-

schen Übergabe im Hospiz. Dort ist Platz für acht schwerstkranke und sterbende Menschen, die in ihren

letzten Lebenswochen gepflegt werden. 95 Prozent der anfallenden Kosten werden von den Krankenkassen übernommen, für die übrigen fünf Prozent muss das Hospiz selbst aufkommen und über Spenden einnehmen. „Das Hospiz ist für jeden offen. Die Menschen, die hier unterkommen, müssen für nichts zahlen“, erklärt Barkowski. Mit speziellen Angeboten, wie zum Beispiel einer Mal- oder einer Hundetherapie gehen die Mitarbeiter auf die Bedürfnisse der Gäste ein. Um auch diese Angebote finanzieren zu können, werden weitere Spenden benötigt. „Es gibt kein regelmäßiges Grundrauschen. Wir müssen Jahr für Jahr aufs Neue schauen und Gelder einwerben“, sagt Kuratoriums-Mitglied Bardola. Gerne würde das Hospiz daher mit einer festen Institution zusammenarbeiten, um regelmäßig finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Foto: Schlie

wie zum Beispiel Regen, Schnee, Temperaturwechsel, UV-Strahlung, Frost und Tausalz haben Auswirkungen auf die Dauerhaftigkeit und mitunter auf die Standsicherheit von Bauwerken. Grundsätzlich werden Brücken im Zuge von Straßen für 100 Jahre bemessen. Viele Brücken erreichen aber aufgrund des hohen Lkw- und Schwerlastaufkommens dieses Alter nicht und müssen ersetzt oder verstärkt werden. Übrigens: Nicht alle der 92 Brücken in Bremen-Nord gehören Bremen. 63 befinden sich im Besitz des Bundes.

Training für Theaterbegeisterte Vegesack Das Statt-Theater Vegesack bietet ab Februar 2019 ein „Nachwuchsensem­ble“ an. Daran teilnehmen können theaterbegeisterte Menschen zwischen 18 und 80, die ihre eigenen Fähigkeiten unter der Anleitung von erfahrenen Mitgliedern des Nordbremer Theatervereins erkennen und erweitern möchten. Dabei geht es auch darum, Hemmungen abzubauen, Spielfreude zu entwickeln und nicht zuletzt um Sprechtraining. Nach den Sommerferien folgt in der Regel die Erarbeitung eines Stücks, das im Februar 2020 auf der Studiobühne des Bürgerhauses Vegesack aufgeführt wird. Details werden beim ersten Treffen besprochen. Das Theatertraining beginnt am 11. Februar und findet immer montags von 19 bis 21.45 Uhr in der KiTa Flintacker statt. Anmeldungen nimmt Christa Präger unter 0421 / 65 31 25 oder über die Mailadresse info@statt-theatervegesack.de entgegen.  (kh)

Profile for KPS Verlagsgesellschaft mbH

Weser Report - Nord vom 09.12.2018  

Weser Report - Nord vom 09.12.2018

Weser Report - Nord vom 09.12.2018  

Weser Report - Nord vom 09.12.2018

Profile for kpsverlag

Recommendations could not be loaded

Recommendations could not be loaded

Recommendations could not be loaded

Recommendations could not be loaded