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Sonntag, 15. April 2018

Wortspaltungen bis ins Letzte Lautpoesie zum Anschauen: Die Weserburg präsentiert Werke der Künstlerin Cia Rinne

In vielen Geschäften des Lebensmittel- lung gibt es in der Herde weniger Stress einzelhandels finden Sie seit Anfang April und Konflikte.“ Produkte mit einem neuen Siegel: das Siegel für bessere Siegel der Initiative Tierwohl. Wer verbirgt Haltungsbedingungen sich dahinter? Und was sagt das Siegel bei Ihrem Händler über die Herkunft des Produktes aus? Für mehr Tierwohl zu sorgen bedeutet Mehr Platz, für die Tierhalter einen höheren Aufwand. mehr Beschäftigung Darum erhalten sie einen finanziellen Aus– mehr Tierwohl gleich. Das Geld stellen die teilnehmenden Produkte, die das Siegel tragen, stammen Lebensmitteleinzelhändler zur Verfügung: aus einem der über 6.000 tierhaltenden Aldi, Edeka, Kaufland, Penny, Netto, Betriebe, die an der Initiative Tierwohl teil- Rewe, Lidl und Wasgau. Sie haben ab Apnehmen, dem Bündnis aus Lebensmittelein- ril die Möglichkeit, Produkte, die von den zelhandel, Landwirtschaft und Fleischwirt- entsprechenden Betrieben stammen, mit schaft. Die Schweine, Hähnchen und Puten dem Siegel zu kennzeichnen und die Verhaben hier mehr Platz als gesetzlich vorge- braucher über die Herkunft zu informieren. schrieben und Beschäftigungsmöglichkeiten Zunächst Geflügel um ihren natürlichen Bewegungstrieb besser ausleben zu können. Außerdem müssen Das Siegel wird zunächst für Hähndie Tierhalter für ein gutes Stallklima und chen- und Putenfleisch eingeführt. Schweieine hohe Qualität des Tränkewassers sor- nefleischprodukte können momentan noch gen. Alle teilnehmenden Betriebe werden nicht gekennzeichnet werden, die Initiative mindestens zweimal jährlich von sogenann- Tierwohl arbeitet jedoch auch hier an der ten Auditoren kontrolliert. Einführung eines Siegels. Mehr Informationen unter: www.initiative-tierwohl.de Tierhalter bestätigen:

„Deutliche Verbesserungen für die Tiere“

Auch Philipp Beckhove, Hähnchenmäster aus dem Münsterland, nimmt mit seinem Betrieb an der Initiative Tierwohl teil. »Durch die Teilnahme an der Initiative können wir nochmal eine deutliche Verbesserung feststellen: Seit weniger Tiere im Stall sind, sehe ich, dass sich meine Tiere wohler fühlen. Durch mehr Abwechs-

Der

DI E B ESTEN ANGEB OTE DER STADT WESER R EPORT bestimmt nächste Sommer kommt

Die sonnigen Tage kündigen

sich an!

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Mitte Das Werk von Cia Rinne zählt zu den bedeutendsten aktuellen Entwicklungen in der Nachfolge der konkreten, visuellen und auditiven Poesie der 1950er bis 1980er Jahre und führt zu einer Neupositionierung dieser Kunst- und Literaturströmung. Den verschiedenen medialen Formen ihres Werks entsprechend, sind Arbeiten Cia Rinnes ab sofort und bis zum 29. Juli der Kabinettausstellung der Weserburg zu sehen und zu hören. Rinne setzt einerseits Schrift ästhetisch ein und gestaltet visuelle Poesie im Rahmen von Künstlerbüchern und grafischen Arbeiten. Andererseits arbeitet sie mit mündlicher Sprache und präsentiert ihre mehrsprachigen Gedichte in einer äußert präzisen Stimm-Performance als Lautpoesie. Cia Rinne dichtet mehrsprachig, meistens in einem Hybrid aus Englisch, Deutsch und Französisch. Hybrid sind ihre kurzen und pointierten Gedichte und Text-Konstellationen aber nicht nur, was den Sprachgebrauch betrifft, sondern auch aufgrund ihrer Medialität und Modalität. Diese bewegen sich zwischen den Sprachen hin und her: Französisch, Englisch, Deutsch, Griechisch, Spanisch, Italienisch. Sie mischt nicht nur Silben, sie performt sie auch – wie eine Konjugationsstunde über das Substanzielle der Sprache. Die Reduktion auf das absolut Geringste, die Wortspaltung bis zu ihren phonetischen Atomen, ihre Dekonstruktion und gleichzeitige Rekonstruktion, das macht Cia Rinnes

Cia Rinnes Entwurf von 2013, der unter dem Titel „you could“ ab sofort in der Bremer Weserburg zu sehen ist. Foto:pv sprachkritische Texte aus. Sie bestehen häufig aus nicht mehr als drei Worten, oft denselben Silben, nur anders getrennt, in den meisten Fällen (phonetische) Anagramme. Cia Rinne (geboren 1973 in Göteborg) wuchs in Deutschland auf und studierte Philosophie, Geschichte und Spra-

chen in Frankfurt, Athen und Helsinki. Sie beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Tätigkeit vor allem mit visueller und konzeptueller Lyrik, aber auch mit Klängen, Performance und Installationen. Cia Rinnes Werk ist von Fluxus-Künstlern wie Tomas Schmit und Arthur Køpcke

sowie von den Moskauer Konzeptualisten Lev Rubinstein und Ilja Kabakow beeinflusst. Musikalisch steht sie in der Nachfolge von Steve Reich und John Cage. Ihre Text- und Klangarbeiten wurden vielfach ausgestellt. ■ Mehr Infos unter weserburg.de (bm)

Mitarbeiter kommen mit dem Rad

Gewoba ist fahrradfreundlicher Betrieb 2017 / 50 Diensträder für Wege in der Stadt Mitte Verkehrsstaatsrat Jens Deutschendorf hat am Mittwoch das Unternehmen Gewoba in der Bremer City als „Fahrradaktiven Betrieb 2017“ ausgezeichnet. Er übergab den Sonderpreis des Bremer Umweltressorts an Stefan Geussenhainer, Leiter der Gewoba Personalabteilung, und Andrea Wiskandt, Gesundheitsbeauftragte der Gewoba. „Mit dem Rad zur Arbeit zu fahren ist ein guter Beitrag für den Klimaschutz und die persönliche Gesundheit. Sichere Abstellmöglichkeiten oder Diensträder fördern die Entscheidung zum nachhaltigen Verkehrsmittel. Für ihr Engagement zur nachhaltigen Mobilität bekommt das Unternehmen Gewoba diese Auszeichnung“, sagte Staatsrat

Jens Deutschendorf. Der Preis besteht aus einem Edelstahl-Fahrradständer, einer Urkunde und einem Gutschein für eine Betriebs-Fahrradtour, die vom ADFC exklusiv für die Gewoba organisiert wird. Mit dem Sonderpreis wird die Gewoba für ihre Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs ausgezeichnet: Neben zugangsgesicherten Fahrradstellplätzen, Edelstahlbügeln für die Fahrräder der Besucher vorm Bürogebäude, stehen den Mitarbeitern insgesamt 50 Dienstfahrräder sowie zwei weitere Fahrräder im Falle einer Panne zur Verfügung. „Das Fahrrad als Verkehrsmittel zur Arbeit erhält einen immer größeren Stellenwert. Schon heute kom-

men ausgesprochen viele Kollegen mit dem Fahrrad zur Arbeit oder bewegen sich zusehends multimodal: sie kommen mit dem Pkw oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit und nutzen ein Faltrad für die innerstädtischen, dienstlichen Wege“ berichtet Andrea Wiskandt von der Gewoba, die die Aktion im Unternehmen organisiert hat. „Die Teilnahme an dieser Aktion fördert die Bereitschaft, das Auto auch mal zu Hause zu lassen. Unsere Fahrradgaragen sind insbesondere im Sommer oft zu 100 Prozent ausgelastet“, sagt Wiskandt. „Hinzu kommt, dass gerade in der örtlichen Wohnungsverwaltung viele Hauswarte fast ganzjährig die Möglichkeit nutzen, die Wege im Wohnge-

biet auch während der Arbeitszeit mit dem Dienstfahrrad zu bewältigen“. Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ ergänzt das Portfolio des Betrieblichen Gesundheitsmanagements der Gewoba, deren drei Hauptaufgabenfelder die Schaffung, Erhaltung und Verbesserung eines gesunden Arbeitsumfeldes (Verhältnisprävention), die gezielte gesundheitliche Unterstützung der Verhaltensprävention) und Verbesserung und Erhaltung struktureller und organisatorischer Rahmenbedingungen für ein gesundes Unternehmen (Systemprävention) sind. „Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir mit dieser Auszeichnung gewürdigt werden“, berichtet Andrea Wiskandt. (red)

22. APRIL 2018 VON 14 BIS 17 UHR MIT GROSSEM FLOHMARKT UND MIT VIELEN INFORMATIONEN RUND UMS TIER BREMER TIERHEIM HEMMSTR. 491 . 28357 BREMEN www.bremer-tierschutzverein.de

Bei der Preisübergabe für den Wettbewerb Fahrradaktiver Betrieb 2017 an die Gewoba waren dabei (v. l. n. r.): Sven Eckert (Geschäftsführung ADFC Bremen), Jens Deutschendorf (Verkehrsstaatsrat), Susanne Tiedemann (Gewoba), Andrea Wiskandt (Personalreferentin für Weiterentwicklung und betriebliches Gesundheitsmanagement der Gewoba), Rainer Hamann (stellv. Vorstand ADFC), Jörg Twiefel (Stellvertreter des Vorstandes AOK Bremen / Bremerhaven), Stefan Geussenhainer (Leiter Personalmanagement, Gewoba). Foto: Jens Lehmkühler / Lehmkühler Fotografie

Weser Report - Mitte vom 15.04.2018  

Weser Report - Mitte vom 15.04.2018

Weser Report - Mitte vom 15.04.2018  

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