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Bremen

Innovation & Fortschritt SONNTAG, 30. OKTOBER 2011

Warum das kleinste Bundesland international groß ist • Weit vorn: Hochschulen und Universitäten sind erste Liga • Stark vertreten: Raumfahrttechnologie aus der Hansestadt • Mit Bremer Hilfe: Windenergie erobert die Nordsee

Sonderjournal


Bremen

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Innovation & Fortschritt

EDITORIAL

Da wird ein großes Rad gedreht

In einem bundesweit einzigartigen Labor werden große Zahnräder an der Uni geprüft

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Tonnenschwere Zahnräder müssen bis auf einen Mikrometer (0,001 Millimeter) genau gearbeitet sein. Ob die Präzision stimmt, kann an der Universität Bremen geprüft werden.

Bremen wird immer wieder von überregionalen Medien als strukturschwach, wirtschaftlich marode und finanziell bankrott beschrieben. Der Gipfel dieser vor Unwissenheit strotzenden Berichterstattung mündete in der Formulierung, Bremen sei das „Griechenland an der Weser“. Ha, ha, wie lustig und dumm zugleich! Wir treten mit diesem Magazin den Gegenbeweis an. Bremen ist ein Technologiestandort erster Güte. Bremen ist Deutschlands siebtgrößter Industriestandort. Hier befinden sich Astrium, OHB, das zweitgrößte deutsche Mercedeswerk sowie BLG und Hafenbetriebe, die Europas größte Autodrehscheibe in Schwung halten. Das zweihöchste Bruttoinlandsprodukt (pro Kopf) aller Bundesländer zeigt, dass Bremen nicht arm ist, sondern unter der ungerechten Finanzverteilung leidet. Zum Fortschritt des Standortes trägt der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in Industrie, Dienstleistungsgewerbe und Handel bei. Universität, Hochschule, Jacobs Uni, Technologiepark – um nur einige zu nennen – sind erstklassige Adressen. Liebe Leserinnen und Leser, mit unserem Magazin Innovation und Forschung wollen wir Ihnen einen Einblick in Bremens technologische Vielfalt bieten. Viel Spaß und hoffentlich Staunen beim Lesen! Ihr Axel Schuller Chefredakteur

Es ist bundesweit einzigartig, was die Mitarbeiter des Instituts für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) an der Universität Bremen im neuen „Labor für GroßverzahnungsMessungen“ leisten. Mit einem speziellen Koordinatenmessgerät lassen sich dort Zahnräder mit einem Durchmesser von bis zu drei Metern unter die Lupe nehmen. Ende August wurde damit das erste deutsche Labor für die Prüfung großer Zahnräder in Betrieb genommen. Damit diese nicht „eiern“, geht es um eine sehr feine Bearbeitung im Mikrometer-Bereich. Und so funktioniert es: Zunächst müssen die tonnenschweren Zahnräder, wie sie sich beispielsweise in Großgetrieben von Windenergieanlagen drehen, auf den Tisch des Koordinatenmessgerätes gehoben werden. Um diese Aufgabe bewältigen zu können, haben die BIMAQ-For-

Dieses Zahnrad hat einen Durchmesser von einem Meter und wiegt 1,2 Tonnen. Die 730.000 Euro teure Messanlage ist knapp vier Meter hoch und viereinhalb Meter lang. Ein 20-TonnenGranitblock sorgt für die notwendige Stabilität. Foto: pv scher nebenbei GabelstaplerFührerscheine gemacht. So können die empfindlichen und unhandlichen Kolosse sanft und punktgenau platziert werden. Danach wird deren Genauigkeit ermittelt „Der Messbereich umfasst 3.000 mal 2.000 mal 700 Millimeter, und die Grundgenauigkeit liegt bei 1,3 Mikrometer“, erklärt Gerhard Ehling vom MessgerätHersteller Hexagon Metrology.

Endlich keine Kleingeldsuche mehr

Keine Kleingeldsuche am Kassenautomaten mehr: Einfach per Ticket-Code und SMS die Parkgebühr bezahlen. fahrtschranke ein Parkticket. Auf dem Rückweg zum Park-

haus sendet er einfach den Ticket-Code via SMS an die

Nummer 33 32 21. Innerhalb weniger Sekunden kommt eine Bestätigungs-SMS mit Angabe der bezahlten Parkgebühr und der einzuhaltenden Ausfahrtzeit innerhalb der nächsten 15 Minuten. Mit dem freigeschalteten Parkticket fährt der Kunde dann einfach wie gewohnt aus dem Parkhaus aus. Der Zwischenstopp am Kassenautomaten entfällt dabei komplett. Die aufgelaufene Parkgebühr wird dann später mit der Telefonrechnung abgerechnet oder direkt vom Prepaid-Guthaben abgezogen. Sollte das Guthaben nicht ausreichen, erhält der Kunde umgehend eine Warnung per SMS. Das Bezahlen der Parkgebühren per SMS funktioniert bei allen gängigen Netzanbietern.

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Innovation & Fortschritt

IMPRESSUM Erscheinung: 30. Oktober 2011 Herausgeber: KPS Verlagsgesellschaft mbH Contrescarpe 75a, 28195 Bremen Tel. (04 21) 36 66 01 Chefredakteur: Axel Schuller, Tel. 36 66 110 Redaktion: Martin Bollmann, Bettina Gößler, Dr. Hauke Hirsinger, Marinos Kaloglou, Annette Kemp, Alexander Kuhl, Ilja Mertens, Markus Noldes, Sheila Schönbeck Fotos: Klaus Werner Schlie Gestaltung: Michaela Schreiber

Bereit für groSSe AufgAJederzeit. Ben. die KunSt, logiStiK üBerAll. AnderS zuBLG SeHen

www.blg.de

Auch für die Forschung ist die neue Messstelle wichtig. „Wir untersuchen Zusammenhänge zwischen Fertigung, Qualität und Funktionseigenschaften von Großverzahnungen und deren Auswirkungen unter anderem auf Verschleiß, Lebensdauer, Schadensart und Geräuschentwicklung“, sagt BIMAQ-Leiter Prof. Dr. Ing. Gert Goch. Auch bei sehr großen Zahnrädern kommt es

auf höchste Präzision an, damit ein störungsfreier Betrieb gewährleistet werden kann. „Qualitätsprüfungen sind für die Produktion von Zahnrädern sowie deren späteren Einsatz von größter Bedeutung. Mit unseren Untersuchungen wollen wir unter anderem die Zuverlässigkeit der Großgetriebe für Windenergieanlagen entscheidend verbessern“, sagt Goch.

Kreativ und gewieft

In den Parkhäusern der Brepark kann man jetzt bequem per Handy bezahlen

Parkticket bezahlen und gerade kein Geld dabei? Mit dem neuen Bezahlsystem der Brepark ist das kein Problem mehr. Beim Ausfahren aus dem Parkhaus bezahlt man bequem mit dem Handy. „Mit dem neuen Bezahlsystem via Mobiltelefon gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung bargeldloses Bezahlen und bieten unseren Kunden damit einen unkomplizierten, innovativen und kundenfreundlichen Service“, sagt Erika Becker, Geschäftsführerin der Brepark: „Ich bin überzeugt, dass unser Angebot gut angenommen wird.“ In der Tat funktioniert das neue System reibungslos: Der Kunde fährt wie gewohnt mit seinem Pkw ins Parkhaus und zieht an der Ein-

Sonntag, 30. Oktober 2011

Anzeigenleitung: Johannes Knees, Tel. 36 66 108 Druck: Druckzentrum Braunschweig GmbH & Co KG Verbreitete Auflage:

319.620 Exemplare

Wieso in die Ferne schweifen, wenn das Kreative liegt so nah? Das gilt in Bremen insbesondere auch für Unternehmen, die witzig und intelligent werben wollen. Die Agentur Haase & Knels + Schweers ist beispielsweise ein Garant für prägnante Kampagnen und Slogans. So bereichern Aufschriften wie „Löschzug“ und „Wieder mal nur Flaschen unterwegs“ auf den Lastzügen der Getränke Ahlers GmbH das bremische Straßenbild. Für Aufsehen sorgte auch die Kampagne für Hemelinger Biere. Mit den Slogans „Stoppt Bierversuche“, „Reicht doch!“ und „Bremens zweitbestes Bier“ sorgten die Kreativen vom Altenwall für Furore. Dabei machen die hellen Werbeköpfe von der Weser aus ihrem Erfolgsrezept kein Geheimnis. Entscheidend sei die gelungene Verbindung

von Strategie, Text und Design, die den Auftraggeber in der richtigen Weise positioniert und markiert. Einen aufregenden Ansatz verfolgt die Agentur red pepper. In der Überseestadt beschäftigen sich die rund 20 Mitarbeiter mit so genannter neurowissenschaftlicher Markenverankerung. Anhand von Erkenntnissen der Hirnforschung versucht red pepper die Marken ihrer Kunden tief im Bewusstsein der Zielgruppe zu verankern. Die Integration der Neurowissenschaften in das Marketing begann 2002 als man am Beispiel von Pepsi und Coke herausfand, dass Marken nicht nur einen emotionalen Nutzen besitzen, sondern sich dieser auch durch eine Aktivierung zusätzlicher, über den reinen Produktnutzen hinausgehender Gehirnbereiche zeigte.


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Moderne Entsorgung Das Unternehmen becker + brügesch vereint die Erfahrung und Kompetenz zweier alteingesessener Bremer Entsorgungsbetriebe: 1904 gründeten die Brüder Dietrich und Friedrich Brügesch die Firma „Brügesch & Co“. Knapp 50 Jahre später, 1951, entstand die frühere „Richard Becker Rohstoffe Recycling GmbH“. Im Jahr 2000 schlossen sich beide Firmen zusammen. becker + brügesch war geboren. In den Jahren seit dem Zusammenschluss haben die Verantwortlichen von becker + brügesch weiter investiert. In qualifiziertes Personal. In leistungsstarke Technik. In neuartige Ansätze. So wurden Kunden auch über die Bremer Landesgrenzen hinaus gewonnen. Lokal verwurzelt und deutschlandweit aktiv: So funktioniert ein modernes Unternehmen.

Führend in der Forschung Galileo, Meteosat und Small GEO sind aktuelle Projekte von OHB Beim Thema Weltraumforschung geht an Bremen kein Weg vorbei. Unternehmen wie OHB sind maßgeblich am Aufbau der internationalen Weltraumstation ISS und des Galileo-Systems beteiligt. Die OHB System AG ist ein deutsches, mittelständisches Systemhaus und gehört zum Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB AG. Derzeit

sind innerhalb des Konzerns über 2.200 Mitarbeiter in den Geschäftsfeldern „Space Systems“ und „Aerospace + Industrial Products“ beschäftigt. Die OHB System AG ist in diesem Rahmen spezialisiert auf den Bereich Space Systems. In der Zentrale im Bremer Technologiepark arbeiten rund 450 hochkarätige Wissenschaftler und Ingenieure. Der Bereich erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro.

S TAT E M E N T Die Universität Bremen ist Campus der Talente und Brutstätte neuer Ideen zugleich. Nur so kann sie langfristig ihre Rolle als ambitionierter und agiler Motor bremische Innovationen wahrnehmen. Prof. Dr. Wilfried Müller, Rektor der Universität Bremen

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Innovation & Fortschritt

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Der OHB Technology AG-Vorstand mit (v.l.) Ulrich Schulz, Vorstand Telematik, Marco R. Fuchs, Vorstandsvorsitzender und Prof. Manfred Fuchs, Vorstand Raumfahrt.

Bei der OHB System AG entstehen erdnahe und geostationäre Kleinsatelliten für Navigation, Kommunikation, Wissenschaft und Erdbeobachtung. Zur Bemannten Raumfahrt gehören die Mitarbeit beim Aufbau und der Ausstattung der Internationalen Raumstation ISS, des Forschungslabors Columbus und des Raumfrachters ATV. Im Bereich Exploration werden Studien und Konzepte für die Erforschung unseres Sonnensystems erarbeitet. Aufklärungssatelliten und breit -bandige Funkübertragung von Bildaufklärungsdaten sind Kerntechnologien für Sicherheit und Aufklärung. Allein ein Blick auf die aktuellen Projekte macht die Bedeutung für die Weltraumforschung deutlich: Galileo – Die OHB System AG ist Hauptauftragnehmer für die Entwicklung und den Bau von 14 Satelliten des künftigen europäischen Satellitennavigationssystems Galileo. Auftraggeber sind die Europäische Kommission und die Europäische Raumfahrtagentur ESA, welche die technische Umsetzung für die Kommission übernimmt. Das Volumen des OHB-Vertrages liegt bei 566 Millionen Euro. Meteosat Third Generation (MTG) – Ein Konsortium aus Thales Alenia Space, Frankreich, und der OHB System AG wurden Ende 2010 mit der Entwicklung und dem Bau von sechs Satelliten einer neuen Generation des europäischen Wettersatellitensystems Mete-

Galileo: Animation der Konstellation des europäischen Navigationssystems mit 30 Satelliten im Abstand von 24.000 Kilometern zur Erde. osat beauftragt. Das Volumen des OHB-Vertrages innerhalb dieses Programms beträgt rund 750 Millionen Euro. Small GEO – OHB System entwickelt derzeit im Auftrag der ESA eine kompakte Satellitenplattform (Small GEO) für Kommunikationssatelliten. Diese neue Satellitenplattform ist der Wiedereinstieg der deutschen Raumfahrtindustrie in den kommerziellen Kommunikationsmarkt, nachdem diese Technologie über 20 Jahre lang nicht mehr in Deutschland weiterentwickelt wurde. CarbonSat – Das Projekt CarbonSat ist eine gemeinsame Initiative des Instituts für Umweltphysik (IUP) der Uni

Bremen, der OHB System AG, der WFB und weiterer Partner. Das avisierte Konzept aus fünf bis sechs Satelliten soll künftig die Treibhausgase CO2 und Methan in der Atmosphäre messen und kontrollieren, und das auf täglicher globaler Basis. Mit einem solchen System erhielten alle Nationen dieser Erde eine verlässliche Aussage über die Emission von Treibhausgasen und vor allem darüber, wo und wie viel CO2 und Methan tatsächlich ausgestoßen werden. Diese Informationen machen es dann möglich, politisch vereinbarte Klimaziele (Kyoto, post-Kyoto) effektiv nachzuprüfen und einzufordern.

Windkraft – grüne Energie Sparkasse Bremen sorgt in Deutschland für sauberen Strom 108 Meter hoch über dem ehemaligen Stahlwerke-Gelände von Klöckner in Bremen-Oslebshausen bläst ein starker Wind. die Rotoren der zwei Windmühlen drehen sich. Kein ungewöhnlicher Anblick für Stefan Nökel, Leiter der Firmenkunden Projekt- und Spezialfinanzierungen bei der Sparkasse Bremen. „Mit Partnern, wie der Deutschen Windtechnik Gruppe, sind wir im Windgeschäft groß geworden“, sagt er. Seit über 20 Jahren finanziert die Sparkasse Bremen inzwischen Windparks. Ein Standort in der Hansestadt ist dabei eher die Ausnahme. Bundesweit wird Nökel von Investoren und Projektentwicklern ins Boot geholt, wenn es um die Errichtung oder das Repowering – die Modernisierung

– eines Windparks geht. Neben der klassischen Finanzierung umfasst die Produktpalette auch Fördermittel, Bürgschaften und Avale. Nökel prüft mit seinem Team zunächst den Bedarf des Kunden. Erfahrung ist unerlässlich bei der Beurteilung des Projekts. Insgesamt hat die Sparkasse Bremen mehr als 600 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von über 700 Megawatt, beziehungsweise einer Investitionssumme von einer Milliarde Euro, finanziert. Damit ist die Sparkasse Bremen einer der Marktführer und hat sich bundesweit einen exzellenten Ruf als kompetenter und verlässlicher Partner erworben. Zwei Entwicklungen hätten den Boom der Windkraft enorm beflügelt, so Nökel. Ei-

nerseits das im Jahr 2000 eingeführte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). „Stromerzeuger können auf dieser Grundlage ihren Strom bis zu 20 Jahre lang an die Regionalversorger zu einem festen Preis verkaufen. Diese Kontraktbindung bringt Planungssicherheit“, so Nökel weiter, „und ermöglicht es uns, eine verlässliche Vorhersage zu treffen, ob der Standort wirtschaftlich arbeiten kann.“ Auf der anderen Seite spielt die Energiewende eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Windkraft. Stromanbieter, aber auch Städte und Kommunen, wollen sich aus der Abhängigkeit der Öl- und Gaslieferanten befreien. Die Folge: Es entstehen viele neue Windparkprojekte.

Außenwirtschaftsberatung oder Existenzgründung, Arbeitssicherheit oder Ausbildung – zu allen Fragen unternehmerischen Handelns gibt es jetzt eine zentrale Stelle, die Sie berät.

Hinter dem Schütting 8, 28195 Bremen, T 0421 - 163 399 450 Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 8 – 17 Uhr und freitags 8 – 16 Uhr oder 24 Stunden unter: www.unternehmensservice-bremen.de

V.l.: Stefan Nökel (Sparkasse Bremen, Leiter Projekt- und Spezialfinanzierungen); Lars Kindervater (Sparkasse Bremen, Firmenkundenbetreuung); Matthias Brandt (Vorstand Deutsche Windtechnik AG); Oliver Klausch (Leiter techn. Management, Deutsche Windtechnik AG) auf dem Gelände der Stahlwerke Bremen. Foto: pv


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5 S TAT E M E N T Bremen profitiert von einem exzellenten Netzwerk aus Forschung, Wissenschaft und Industrie. Mittlerweile hat Bremen München den Rang abgelaufen und ist heute der Raumfahrtstandort Nummer 1 in Deutschland. OHB ist vom kleinen Familienunternehmen zum drittgrößten Systemanbieter in Europa gewachsen – das ist unsere Erfolgsgeschichte. Unser Denken und Handeln ist nach wie vor mittelständisch geprägt. Das macht den entscheidenden Unterschied zur großen Konkurrenz aus. OHB und Astrium sind aber nicht nur Konkurrenten. Wir arbeiten in vielen Projekten wunderbar zusammen.

IST, WER KLIMASCHUTZ HEUTE ERNST NIMMT. Die BSAG ist in Sachen Umweltschutz aktiv: neueste Fahrzeugtechnik, erneuerbare Energien und weniger CO2-Ausstoß. Mit MOBIL FÜR MORGEN laden wir Sie ein, unsere Straßenbahnen und Busse noch mehr zu nutzen, um gemeinsam die Lebensqualität in unserer Stadt zu verbessern. Seien Sie dabei! Erfahren Sie mehr unter www.bsag.de

Lackkontrolle in der SLK-Produktion: Bevor ein Fahrzeug die Hallen verlässt, wird noch einmal alles genau kontrolliert.

Bald sechs Millionen Mercedes in Bremen vom Band gerollt / Konzern investiert eine Milliarde

Acht Modelle werden in der Hansestadt produziert und über Bremerhaven in alle Welt verschifft: C-Klasse Limousine, T-Modell und – seit Juni dieses Jahres – das Coupé, E-Klasse Coupé und Cabrio, die Roadster SL und SLK sowie das Sports Utility Vehicle GLK. Im vergangenen Jahr sind über 257.000 Fahrzeuge in Sebaldsbrück vom Band gerollt. Bei der Fertigung beweist die Belegschaft eine enorme Flexibilität: Im Modell-Mix baut sie vier Mo-

Frontmodulmontage der C-Klasse im Bremer Werk: die modernen Anlagen erlauben hocheffizientes Arbeiten. delle auf einem Band, ganz gleich ob Links- oder Rechtslenker, Allrad- oder Heckantrieb – exakt so, wie die Kun-

denaufträge es verlangen. 2011 hat das renommierte Marktforschungsinstitut J. D. Power das Werk Bremen als

bestes Werk in Europa ausgezeichnet. Darüber hinaus haben die Bremer Modelle GLK sowie Coupé und Cabri-

olet der E-Klasse jeweils den ersten Platz in ihrem Segment erreicht. Die Bremer Modelle stehen auch für die Weiterentwicklung des Automobils. Zum Beispiel die C-Klasse: Motorhaube, vordere Kotflügel und Türmodule sind aus Aluminium. Durch den Einsatz dieses Werkstoffs konnte das Gewicht signifikant reduziert werden, was zu einer Steigerung der Kraftstoffeffizienz führt. Noch in diesem Jahr wird der 6.000.000ste Pkw das Werk verlassen. Der erste Mercedes-Benz Pkw, ein TModell der Baureihe 123, lief im Jahr 1978 vom Band. Bereits heute bereitet sich das Werk auf seine Zukunft vor: Mit der neuen Generation der C-Klasse wird es ab 2014 Kompetenzzentrum für diese volumenstarke Baureihe sein. Dafür investiert der Daimler-Konzern über eine Milliarde Euro am Standort Bremen.

Turbinentest im Dezember Größtes Flusskraftwerk in Deutschland

Kompetenz im Labor

Wir sorgen dafür, dass Großes raus kommt. Oder auch rein. Ob Tragflächen, Autoteile oder Sonderfrachten – der City Airport Bremen ist Ihr zuverlässiger Aircargodienstleister. Sie finden alle Partner des Logistiksystems unter einem Dach: Luftfrachtspediteure, Airlines, Zollamt und die Cargoabteilung des Airports.

airport-bremen.de

Mit besonders schnellen und effizienten Abläufen ist der City Airport Bremen ein wichtiger Bestandteil der Logistikindustrie im Nordwesten. Schnelligkeit, Flexibilität und Kundenorientierung – dafür steht Aircargo Bremen mit seinem Fullservice.

OMNILAB ist ein global agierender Laborausrüster, der kompetente Beratung und innovativen Fortschritt anbietet. Seit 1935 stellen die Omnilabmitarbeiter ihr Wissen und Erfahrung in den Dienst der Industrie, Forschung und Wissenschaft. Kompetenz im Labor – das beinhaltet den Vertrieb von qualitativ hochwertigen Originalprodukten renommierter Hersteller und eine maßgeschneiderte Betreuung der Kunden, um eine optimale Bedarfslösung zu garantieren.

Mit dem neuen Bremer Weserkraftwerk (WKB), das derzeit in Hastedt „wächst“, entsteht gleichzeitig das größte Flusskraftwerk Deutschlands. Die Betreiber investieren mehr als 40 Millionen Euro in den Bau, ein Viertel davon fließt in die Turbinentechnik. Nach anfänglichen Hindernissen – die Idee eines Bürgerfonds zur Finanzierung des WKB ließ sich nicht realisieren – ist für Dezember 2011 der erste Probebetrieb einer Turbine geplant. Wenn alles fertig ist, soll Strom für zirka 17.000 Haushalte aus Wasserkraft gewonnen werden. „Somit können etwa 35.000 Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart werden. Ich freue mich sehr, dass Bremen mit diesem modernen Wasserkraftwerk zum Klimaschutz beiträgt “, sagt Bremens Umweltsenator Dr. Joachim Lohse (Grüne). Weserkraftwerk Bremen GmbH & Co. KG heißt die Betreibergesellschaft des neuen Weserkraftwerks. Anteilseig-

ner mit je 50 Prozent sind die EIPP GmbH, ein Tochterunternehmen des Windanlagenherstellers Enercon aus Aurich, und die swb AG, Bremen. Die Gesellschafter haben seit Juli 2009 die operative Verantwortung, einschließlich der Geschäftsführung, für das Projekt übernommen. Mit einer Turbinenleistung von bis zu zehn Megawatt werden im WKB voraussichtlich 42 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt.

Die Dimensionen der Kraftwerksbauteile sind beeinruckend.

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DER

KLIMAFONDS

WIR SIND DABEI!

Prof. Dott. Ing. h.c. Manfred Fuchs Vorstand Raumfahrt der OHB AG und Vorsitzender des Aufsichtsrates der OHB System AG

Sterne aus der Hansestadt Die Bremer Niederlassung ist das zweitgrößte Pkw-Werk von MercedesBenz weltweit. In diesem Jahr wurden 350 neue, unbefristete Arbeitsplätze geschaffen und das Werk ist mit rund 12.700 Mitarbeitern größter privater Arbeitgeber der Region.

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Inovation & Fortschritt

Fotos: av

„Viele Leute haben zusammen die neue Heizung in unserer Kindergruppe bezahlt.“ ...und was tun Sie? Unterstützen auch Sie den Klimafonds! Infos zum Klimafonds 'umwelt unternehmen mensch natur' bei der Koordinierungsstelle 0471/3083131 und info@uu-bremen.de www.umwelt-unternehmen.bremen.de Eine Aktion der

Eine der weltweit bekannten Bremer Erfindungen, ist „Kaffee Hag“. Foto: pv

Dauerbrenner für Erfinder Manchmal ist es ein Geistesblitz, manchmal brauchen Tüftler Jahre für ihre Erfindungen. Doch was passiert dann? In der Handelskammer Bremen wird jeden ersten Donnerstag im Monat eine Erfinderberatung angeboten. „Und das seit fast 50 Jahren“, berichtet Gerd Neubauer, Innovationsberater der Handelslammer. Die Erfinderberatung sei seit Mitte der 1960er Jahre ein Dauerbrenner: „Es gibt überraschend viele Erfinder in der Hansestadt. Der Weg von der Idee über den Prototypen bis zum Gewinn bringenden Produkt ist jedoch steinig. Nur wenige Erfindungen erreichen dieses Ziel“, weiß Neubauer. Zudem seien Tüftler sehr scheu, wenn es darum gehe, ihr Wissen zu vermarkten. „Kein Wunder, es ist wichtig, die Erfindungen rechtzeitig vor Nachahmern zu schützen“, erklärt der Handelskammer-Experte Deshalb sind so wenige Bremer Erfinder bekannt. Beraten werden die innovativen Bremer donnerstags in rund 20-minütigen Einzelgesprächen. Vor Ort sind dann Patentanwälte aus Bremen, die unter anderem informieren, wie der Stand der Technik recherchiert werden kann, welche Möglichkeiten von gewerblichen Schutzrechten es gibt und was die Anmeldung eines Schutzrechtes kostet. Erfindern aus den Hochschulen und Forschungsinstitutionen in Bremen und Nord-West Niedersachsen stehen zudem die Dienstleistungen der InnoWi GmbH für Beratung, Schutzrechtsanmeldung und Vermarktung zur Verfügung. Seit 2001 identifiziert und patentiert das InnoWi-Team exzellente Forschungsergebnisse der Region und vermitteln sie an die Wirtschaft. Die Mitarbeiter stehen täglich mit rund 2.700 technischen und naturwissenschaftlichen forschern in Kontakt. InnoWi zählt mitterlweile zu den erfolgreichsten Patentverwertungsagenturen Deutschlands Kontakt zur Erfinderberatung der Handelskammer bei Gerd Neubauer, Telefon 0421 363 72 30 und neubauer@handelskammer-bremen.de InnoWi GmbH, Fahrenheitstraße 1, 0421 96 00 70 und mail@innowi.de

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Folker Hellmeyer, Chefanalyst


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BIBA – verwurzelt und global

Institut für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaften ist 30 Jahre alt

Die Experten des BIBA liefern seit 30 Jahren Impulse für den Hightech-Standort Bremen. 1981 – die Universität Bremen war gerade zehn Jahre alt, da wurden über die Einrichtung eines ingenieurwissenschaftlichen Bereiches an der politisch bewegten Reformuni noch heftige Debatten geführt. Genau in dieser Zeit wurde das Bremer Institut für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaft (BIBA) gegründet. Seine Existenz verdankt das BIBA engagierten Visionären aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Sie hatten sich für den Aufbau des Fachbereiches Produktionstechnik und auch für die Gründung eines „angeschlossenen produktionstechnischen Institutes“ eingesetzt. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Holger Luczak ging das neue Institut am 1. Juli 1981 in Betrieb. In seinen ersten Jahren

Bescheidene Anfänge und auf mehrere Gebäude verteilt: In den ersten Jahren war die Arbeitssituation im BIBA nicht gerade komfortabel. Fotos: pv war das BIBA über mehrere Gebäude verteilt. Das änderte sich im Oktober 1992. Der 24

Das Biba ist heute direkt neben dem Fallturm zu finden.

Millionen Euro teuer BIBA-Bau wurde eröffnet. Die ungewöhnlichen Lehrveranstaltungen im inzwischen etablierten BIBA erregen immer wieder großes Aufsehen. Studierende entwickelten beispielsweise Eintassenspülmaschinen, Surfbretter mit Hilfsantrieben oder zweirädrige Service-Roboter und präsentierten ihre Arbeiten abschließend vor großem Publikum. Mit der Gründung des Institutes sollte Bremen als Hightech-Standort voran gebracht werden. Dieses Konzept ist aufgegangen. Mit einer Jahresgesamtleistung von 6,4 Millionen Euro (2011) zählt das BIBA heute zu den großen Bremer Forschungsinstituten. Im Fokus stehen nach wie vor die ganzheitliche Betrachtung, die gesamte Wertschöpfungskette, die disziplinen- und institutionenübergreifende Zusammenarbeit sowie der Transfer.

Ein Beleg dafür sind die vielen, lange gewachsenen Kooperationen – ob mit klein- und mittelständischen Unternehmen vor Ort oder mit Weltkonzernen. Das Institut ist in der Region verwurzelt und agiert global. Produktionssysteme und Logistiknetzwerke werden stetig komplexer. Die herkömmlichen Prozesse stoßen an Grenzen und ihre Gestaltung erfordert interdisziplinäre und ganzheitliche Betrachtungen. Dort liegen die Stärken des heutigen BIBA. Den Änderungen in den Forschungsschwerpunkten folgte 2007 eine Umfirmierung zum „BIBA – Institut für Produktion und Logistik GmbH“. Seitdem leitet Prof. Dr.-Ing. Scholz-Reiter die Geschäfte.

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Mehr als 40 Reiseziele

Airport – 2,7 Millionen Passagiere im Jahr Mit der Straßenbahn aus der Innenstadt fast vor dem Check-in-Schalter fahren und das in nur rund 15 Minuten: Kaum ein anderer Flughafen ist so bequem zu erreichen wie der City Airport Bremen. Marrakesch, Antalya oder doch lieber Frankfurt – wer vom Bremer City Airport aus in den Urlaub oder zum nächsten Geschäftstermin fliegen will, hat mehr als 40 Destinationen zur Auswahl. Mit nur einem Umstieg können so fast alle größeren Flughäfen erreicht werden. Rund 2,7 Millionen Passagiere nutzten im vergangenen Jahr dieses Angebot. Der große Vorteil des Flughafens ist seine Lage. Während Autofahrer über die A281 zur Flughafenallee kommen, brauchen

sich die Stadtbremer nur in die Straßenbahn zu setzen. Rund 15 Minuten von der Domsheide bis zum Check-in dauert die Fahrt. Das schafft wohl kaum ein anderer städtischer Flughafen in Deutschland. Neben Lufthansa, Air France, Air Berlin und anderen Fluggesellschaften, startet auch Ryanair von Bremen in die große weite Welt. Mit rund 22 europäischen Zielflughäfen kann auf diesem Weg kostengünstig die Welt entdeckt werden. Doch nicht nur der Personenverkehr ist ein wichtiges Geschäft. Auch Luftfracht gelangt via Bremen wohlbehalten in alle Welt. Der mit modernstem Equipment ausgestattete und direkt ans Vorfeld angeschlossene Aircargo-Terminal vereint alle relevanten Partner unter

einem Dach. So betrug das Luftfrachtvolumen im Jahr 2010 fast 20.700 Tonnen.

S TAT E M E N T Wissenschaft und Technologie haben Bremen nicht nur zum Strukturwandel verholfen, sondern sie haben hier und in der gesamten Metropolregion Nordwest auch einen Zukunftssektor mit hervorragenden Wirtschafts- und Wachstumschancen entstehen lassen. Die Motoren dafür waren und sind die Hochschulen mit ihren Spitzenleistungen – wie die Universität Bremen, die gerade ihr 40. Jubiläum feierte, und die zehn Jahre bestehende Jacobs University Bremen. Kooperation und Wissenstransfer zwischen innovativer Forschung und fortschrittsorientierten Unternehmen machen Bremen stark. Otto Lamotte Präses der Handelskammer Bremen

Wie digital wird die Dentalindustrie? KUNST À LA CARD! Holen Sie sich jetzt die limitierte Easy-Edition mit dem Motiv „Erwachendes Mädchen“ von Eva Gonzalès aus der Kunsthalle Bremen! Die ist nicht nur schön, sondern ermöglicht Ihnen auch bargeldloses Parken in allen BREPARKhäusern und auf dem Parkplatz Bürgerweide. Jetzt und nur für kurze Zeit.

Mit der Gründung im Jahr 1890 begann die Erfolgsgeschichte der BEGO in Bremen. Hanseatisch verwurzelt aber dennoch mit viel Pioniergeist, betrachten wir den Markt als Chance und orientieren uns dabei an den Wünschen und Zielen unserer Kunden. In der digitalen Welt von Anfang an Zuhause, sind wir Spezialist für digitale Prozesse und Materialien vom Befund bis zur Restauration. www.bego.com

Miteinander zum Erfolg

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www.brepark.de

www.weserreport.de


Bremen

S TAT E M E N T Der Technologiepark Universität ist das beste Beispiel für gelebtes Miteinander von Wissenschaft und Wirtschaft und kann in seinen Möglichkeiten für Bremen gar nicht hoch genug eingeschätzt werden! Studierenden bieten wir Praktika und in Verbindung mit dem Lehrstuhl auch Promotionsarbeiten zum beiderseitigen Nutzen – schließlich ist die wichtigste Ressource die wir haben der Mensch!“ Dipl.-Kfm. Christoph Weiss, Geschäftsführer BEGO

Einmaliger Klimafonds Der Klimafonds „umwelt unternehmen mensch natur“ ist einmalig im Norden Deutschlands. Zum ersten Mal wurden nun Gelder ausgeschüttet. Insgesamt 15.560 Euro Zuschuss für Klimaschutzmaßnahmen kommen dem Blaumeier-Atelier und dem Schnürschuhtheater aus Bremen, dem Kindertreff Oase aus Bremerhaven sowie einem Moorvernässungspro-

Im Blaumeier-Atelier freut man sich über den Zuschuss für Klimaschutzmaßnehmen.

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jekt des BUND in Schiffdorf zugute. Das Unternehmensnetzwerk „partnerschaft umwelt unternehmen“ (’puu’) gründete den Klimafonds Ende 2010 mit der Idee, dass umweltengagierte Unternehmen und Institutionen in den Fonds einzahlen und die Mittel an soziale oder kulturelle Einrichtungen vergeben werden, denen das eigene Kapital fehlt, um in Energiesparmaßnahmen investieren zu können. Das Ziel dahinter: weniger CO2, weniger Energiekosten und letztlich mehr Geld für die eigentliche Arbeit der Einrichtungen. Damit leistet der Klimafonds einen ansehnlichen Beitrag für den umweltfreundlichen Standort Bremen/Bremerhaven; mit sichtbaren Ergebnissen, denn die bewilligten Maßnahmen sparen künftigeine Menge Energie ein und führen zu einer Umweltentlastung von rund 14.000 Kilogramm Kohlendioxid pro Jahr.

Mit Rückenwind an die Spitze

Bremer Firmen setzen auf Offshore-Windkraftanlagen / Bremerhaven ändert Gesicht

Windmühlen prägen neuerdings das Bild in Bremerhaven-Süd. Neben den Bekannten der Branche, Repower und Arewa, hat die Firma Weserwind jüngst eine Produktionsstätte für 60 Millionen Euro gebaut. Ohne Weserwind könnten viele Windmühlenhersteller noch so viele Anlagen bauen, doch sie würden in der Nordsee keinen Halt finden. Weserwind, eine Firmengründung des bekannten Stahlmanagers Jürgen Großmann, baut dafür in seiner Halle Gründungsstrukturen für Wassertiefen bis 40 Meter. Diese rund 50 Meter hohen Standbeine wiegen inklusive des Zentralrohres, auf dies auf hoher See dann die Windanlage gesetzt wird, bis zu 900 Tonnen. Weserwind stellt die Dreibeiner (Tripode) in einer 50 Meter hohen und 200 Meter langen Halle nach dem Prinzip der Fließbandfertigung her. Auf dem Außengelände am Labradorhafen wird das Zentralrohr obendrauf geschweißt. Anschließend wird der Windanlagen-Unterbau auf einen Ponton gefahren, den die BLG gerade in Bremen bauen lässt. Die BLG schleppt diesen zur ABC-Halbinsel im Autohafen. Dort stehen Spezialfahrzeuge bereit, um die Tripoden aufzunehmen und zwischenzulagern.

Ein fast fertiger Tripod vor der Halle von Weserwind. Der Baukonzern Hochtief baut ein Errichterschiff (Beluga musste vor Monaten zwangsweise aussteigen), das die Tripode ab Frühjahr 2012 zu den neuen Windkraftfeldern Borkum West II und Global Tec I. befördert. Grossmann hat für seine Firma Weserwind einen erfahrenen Manager an Bord geholt. Hans-Jürgen

Blöcker, Ex-Chef von ArcelorMittal Bremen, ist seit November vorigen Jahres als „Vertreter des Gesellschafters“ in dem Unternehmen tätig. Bremerhaven hat die Chance, Zentrum der Offshore-Energie zu werden. Mehrere Firmen haben sich dort angesiedelt, das Land fördert die Windagentur finanziell und die BLG

VORSTOSS in nEUE DiMEnSiOnEn ViSiOnäR. EUROpäiSch. BEwEglich. BESTänDig.

Unter einem Dach vereinigt die OHB AG führende Adressen der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie: Die OHB System AG als Spezialist für erdnahe und geostationäre Kleinsatelliten; die MT Aerospace AG mit ihren erfolgreichen Beiträgen zu den ArianeProgrammen; die Kayser-Threde GmbH mit Hightech-Kompetenzen für das Erfassen, Nutzen und Verwalten von Informationen aus Forschung und Messtechnik weltweit und im All; und CGS S.p.A., LUXSPACE Sàrl, OHB Sweden AB und Antwerp Space N.V. als europäische Schwestern mit ausgewiesenem Know-how in der Entwicklung und dem Bau von Mikro- und Mini-Satellitensystemen, sowie Infrastrukturen für den Satellitenbetrieb. Sie alle sind stark aufgestellt. Und das Ganze ist weit mehr als die Summe seiner Teile. So wachsen Synergien für den Vorstoß in neue Dimensionen. www.ohb.de

Foto: pv baut im Autohafen eine Fläche für 20 Millionen Euro inklusive Spezialfahrzeugen für die Offsohre-Energie um. Blöcker macht sich trotzdem Sorgen. Wenn der Offshorehafen im Blexer Bogen nicht bald gebaut werde, dann gerieten Unternehmen in Emden und Cuxhaven wohlmöglich in Vorteil.


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Nachhaltigkeit als Basis

Kaefer – Qualität in Energiewirtschaft

Sie befindet sich in Tunneln und Fußballstadien, Bohrinseln und Wohnungen – Isoliertechnik von Kaefer. Das Bremer Unternehmen ist der weltweit größte Anbieter sämtlicher Leistungen rund um Isolierung. Dank der Isolierungen von Kaefer bleiben Kühlräume kühl, Wärme und Energie in Behältern gehen nicht verloren und Lärm bleibt, wo er entsteht – möglich machen dies Isolierungen von Kaefer. Mittlerweile ist das Bremer Unternehmen mit rund 17.200 Mitarbeitern weltweit seit über 90 Jahren bekannt für Qualität und Erfahrung in der Energiewirtschaft. Mit seinen Leistungen rund um Isolierung ist Kaefer weltweit ein gefragter Partner. Dies sowohl für Industriean-

lagen, im Schiffsausbau und Offshore-Geschäft sowie in der Baubranche. Kaefer entwickelt maßgeschneiderte Lösungen zur Optimierung der Energieeffizienz in Industrieanlagen jeder Art und Größe. Zu den Schiffsausbau-Kernkompetenzen zählt neben dem klassischen Isoliergeschäft auch der anspruchsvolle Innenausbau im Neu- und Umbau. Kaefer bietet Dienstleistungen und Lösungen für alle Projektphasen der OffshoreIndustrie an – Bau der Plattformen sowie Anpassung und Wartung der Einrichtungen. Rund um den Komplex „Bauen“ bekommen Auftraggeber die gesamte Prozesskette von der Planung über das Projektmanagement bis hin zur Ausführung und Übergabe der Arbeiten geboten. ■ Weitere Informationen gibt es unter www.kaefer.com

Für das Team von Kaefer sind langfristige Wartungsaufträge von Bohrinseln keine Seltenheit. Foto: Kaefer

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Mit der Statex Produktions und Vertriebs GmbH befindet sich ein echter Weltmarktführer im Industriegebiet Horn-LeheWest. Im Kleinen Ort 11 hat man sich der Produktion von Silberfäden verschrieben. Genauer: Es werden Flächenwaren, Fasern, Garne und Zwirne mit Silber veredelt oder mit Kupfer, Nickel und Zinn beschichtet. Anwendungsbereiche für diese Produkte sind unter anderem Medizin und Veterinärmedizin. Statex Produkte finden sich aber auch in Reisverschlüssen und Klettbändern oder in Sicherheitstaschen für Laptops und Handys. Neben dem Stammhaus in Bremen wird auch in Ungarn produziert.

An der Universität Bremen forschen insgesamt mehr als 1.600 Wissenschaftler in zwölf Fachbereichen.

Fortschritt durch Forschung

Die Bremer Hochschulen können sich im bundesdeutschen Vergleich sehen lassen

Das Land Bremen verfügt über eine ausgeprägte Forschungslandschaft. An der Universität, der Jacobs University und der Hochschule ist Innovation Programm. Einer der wichtigsten Motoren der Wirtschaft hört auf den Namen Innovation. Und ohne Wissenschaft und Forschung gibt es keine Innovation. Allein an der Universität Bremen, die sich auf dem besten Weg zur Exzellenzuniversität befindet, sind mehr als 1.600 Wissenschaftler in zwölf Fachbereichen tätig. Besonders tut man sich in den Naturwissenschaften bei der Meeres- und Klimaforschung sowie in den Ingenieurswis-

senschaften bei der Produktions- und Fertigungstechnik hervor. Zudem wird in zwei Sonderforschungsbereichen zu den Themen Logisitk und Raumkognition gearbeitet. Aufgrund der Kooperation mit außeruniversitären Instituten und Forschungsorganisationen – beispielsweise Max Planck und Fraunhofer – konnte sich die Universität Bremen als High-Tech-Standort etablieren. Im angegliederten Technologiepark haben sich insgesamt etwa 450 Unternehmen und Großforschungseinrichtungen angesiedelt. Zusammen mit der Universität werden dort rund 10.000 Menschen beschäftigt. Bei so viel Innovations-Nähe wird an der Bremer Universität natürlich auch die Förderung

von Talenten und Forschung vorangetrieben. Die zentrale Forschungsförderung vergibt im jährlichen Wettbewerb 60 volle Stellen für zukunftsweisende Forschungsvorhaben. Privat und unabhängig ist hingegen die Jacobs University Bremen. Auch in Bremen-Nord stellt man höchste Ansprüche sowohl an Lehre als auch an Forschung. Dort werden junge Menschen aus aller Welt unter anderem auf Feldern wie Ingenieurs-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften ausgebildet. An der Hochschule Bremen ist man in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Technologietransfer aktiv. Dabei bildet das Haus mit seiner fachlichen Struktur die Wirtschaftsstruktur Bremens ab.

Dementsprechend engagiert man sich auch in zahlreichen Forschungsvorhaben. Problemstellungen aus den Sozial- und Geisteswissenschaften werden ebenso aufgegriffen wie Fragen aus den Natur- und Ingenieurswissenschaften. Durch kooperative Projekte mit Unternehmen will man nicht zuletzt zur Stärkung der regionalen Wirtschaft beitragen. Für ihr internationales Engagement könnte die Hochschule Bremen demnächst ausgezeichnet werden. Im Wettbewerb des Deutschen Akademischen Austauschdienstes „Die Internationale Hochschule 2011“ zählt sie zu den fünf Finalisten. Am 7. November wird sich bei der Preisverleihung in Berlin klären, ob sie die Auszeichnung an die Weser holen kann.

Online Ärzte bewerten und finden Versicherte in Bremen und Bremerhaven können im AOK-Arztnavigator ihre Ärzte bewerten und so anderen Patienten Orientierung bieten. Patienten können neuerdings ihre Erfahrungen mit anderen teilen und ihre Ärzte im neuen AOK-Arztnavigator bewerten. Abgefragt werden dort anonym die Meinungen zu den Themenbereichen „Praxis und Personal“, „Arztkommunikation“, „Behandlung“ und „Gesamteindruck“. Der Arztnavigator ist in Ko-

Der AOK-Arztnavigator im Internet bietet die Möglichkeit, Mediziner zu bewerten. Foto: pv operation der AOK und der Barmer GEK mit der Weißen Liste, einem Projekt der Bertelsmann-Stiftung, sowie der

Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherschutzorganisationen, entstanden.

Noch ist das Portal im Aufbau. Besonders wichtig ist deshalb, dass sich möglichst viele Patienten beteiligen. Erst wenn zehn Patienten pro Arzt ihre Bewertung online eingegeben haben, sind die Beurteilungen im Internet sichtbar. So sollen verzerrte Ergebnisse aufgrund von Einzelmeinungen vermieden werden. Nach der Adresse und den Daten eines Arztes kann man aber auch jetzt schon suchen, denn praktisch alle niedergelassenen Mediziner sind im Arztnavigator verzeichnet. ■ Informationen im Netz www.aok-arztnavi.de

Bremen ist unsere Heimat. Der Technologiepark bleibt unser Zuhause.

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S TAT E M E N T Handwerk ist Hightech. Für viele klingt das nicht selbstverständlich, doch Handwerker entwickeln schon immer eigene Produkte und Patente. Modernste Werkstoffe und neue Technologien sind im bremischen Handwerk längst Standard. Joachim Feldmann, Präses der Handwerkskammer Bremen

Hansa-Flex ist Europas führender Systemanbieter in der Fluidtechnik und Global Player Vom Ein-Mann-Betrieb zum „Global Player“. Die Firmenhistorie von Hansa-Flex ist eine Erfolgsgeschichte – und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Pflanzliche Präparate – Medizin aus Oberneuland roha ist Team-Sponsor von Werder Bremen Ein wahres Kleinod der Bremer Wirtschaft befindet sich mitten im schönen Oberneuland: Die roha arzneimittel GmbH. Das mittelständische Unternehmen befindet sich in Familienbesitz und beschäftigt heute etwa 140 Personen. Und sie arbeiten gerne bei roha. Das zeigt nicht zuletzt die Vielzahl der Jubilare mit 25 und 40 Jahren Betriebszugehörigkeit. Seit mehr als 90 Jahren ist roha erfolgreicher Hersteller hochqualitativer Arzneimittel, die auf der Basis des Wissens um die traditionellen Heilkräfte der Natur, in Verbindung mit modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen, entwickelt werden. Der Erfolg spiegelt sich im Vertrauen wider, das den Produkten und Marken von roha in mehr als 45 Ländern entgegengebracht wird. Nach außen tritt roha weniger mit seinem Namen in Erscheinung. Im Vordergrund stehen vielmehr die Marken: Bekunis aus der Apotheke, die gelben Zirkulin-Packungen im Drogeriemarkt oder die BakanasanProdukte mit dem roten Balken im Reformhaus. Eine Produktserie, auf die man bei roha besonders stolz ist, basiert auf Propolis, dem

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so genannten Bienenharz. Sorgsam geerntet und mit moderner pharmazeutischer Technologie aufbereitet, wird daraus bei roha ein hochwertiger Wirkstoff für Arzneimittel und Kosmetikprodukte. Bereits seit 1919 produziert roha pflanzliche Präparate für die Selbstmedikation, die die eigenständige Behandlung von gesundheitlichen Problemen unterstützen sollen. Die Gründer von roha nahmen damit vorweg, was heutzutage weit verbreitet ist: eine gesunde Lebensweise und die Unterstützung des gesundheitlichen Wohlbefindens mit Wirkstoffen aus der Natur. Hier bietet roha heute eine Vielzahl von Präparaten und P ro d u ktfa m i lien, die beständig erneuert und weiterentwickelt werden – darunter beispielsweise die Nahrungsergänzung Bekunis aktiv, eine neuartige Aufbaukur für die Darmflora. Mit Bekunis aktiv ist roha übrigens auch Team11-Sponsor bei Werder.

Als Joachim Armerding 1962 auf seiner inzwischen legendären grünen Werkbank (siehe Foto unten) Schläuche montierte, um diese dann selbst zu verkaufen, ahnte er wohl noch nicht, dass sein Unternehmen fast 50 Jahre später zu Europas führendem Systemanbieter für Fluidtechnik und Hydraulik werden sollte. Aus dem EinMann-Betrieb entwickelte sich mit der Zeit ein „Global Player“ – Hansa-Flex beschäftigt inzwischen weltweit 2.650 Menschen, Tendenz stark steigend. Allein im laufenden Jahr wurden 156 Mitarbeiter neu eingestellt. Die U m sa tz p ro gnosen für 2011 liegen deut-

lich über den Erwartungen, das Unternehmen wird mehr als 300 Millionen Euro umsetzen. Und auch für das kommende Jahr wird ein zweistelliger Zuwachs erwartet. Als Ersatzteillieferant für

Die Firmenzentrale von Hansa-Flex unweit des Bremer Kreuzes. Schlauchleitungen gestartet, ist das Unternehmen nun Systemanbieter rund um die Hydraulik. Im Krisenjahr 2009 wurde die GmbH in eine AG umgewandelt. Hansa-Flex ging gestärkt aus dieser schwierigen Phase hevor. Kein Mitarbeiter musste entlassen werden, lediglich das Weihnachtsgeld wurde einmal nicht ausbezahlt. Der Erfolg hängt eng mit der serviceorientierten Struktur zusammen. Besonders bei der ErsatzteilLogistik hat Hansa-

Flex für Innovationen gesorgt. Stellvertretend dafür sei der X-CODE erwähnt: Ein alphanumerischer Code auf jedem

Verbindungselement (siehe Foto), so dass dieses im Fall der Fälle im Handumdrehen identifiziert und ersetzt werden kann. Ein dichtes Netz von 374 Niederlassungen weltweit (davon 204 allein in Deutschland) sorgt für Kundennähe. Schnellen Service ermöglichen die 264 Einsatzfahrzeuge (157 in Deutschland), die als mobile fahrende

Überseemuseum Bremen

Foto: pv Ersatzteillager direkt vor Ort helfen kön-

nen. Die Zentrale der Firma sitzt weiterhin in Bremen, von hier werden Kunden und Niederlassungen in Nordeuropa beliefert. Der Blick in das Lager mutet ein wenig wie Science-Fiction an: Durch jede der sechs Gassen mit jeweils 4.000 Blechen, auf denen mehrere Produkte gelagert werden können, zischt ein wieselflinker Roboter, der in Sekundenschnelle das gewünschte Teil zum Versand bereitstellt.

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Waage als Wiege des Erfolgs

Weltweit vertrauen Firmen bei Steuerungsprozessen auf Lösungen von OAS Bremen Am Anfang stand die Entwicklung eines eichfähigen Rechners. Knapp 30 Jahre später sind die Lösungen für Dosierungs-, Mischungs- und Automatisierungsverfahren der Bremer OAS Gruppe weltweit gefragt. Die Geschichte von Otto Anton Schwimmbeck erinnert an die großen Erfolgsstorys amerikanischer Firmen, die aus

– einer Garage heraus gegründet – sich mit einer genialen Idee zu einem weltweit agierenden Konzern gemausert haben. Bei dem 66-jährigen war nämlich alles fast genauso. Nur die „Garage“ stand nicht im kalifornischen Silicon Valley, sondern an der Weser. Dort entwickelte der pfiffige Unternehmer 1982 als erster einen eichfähigen Rechner, der neben der Protokollierung auf Papier eine manipulationssichere Gewichtsermittlung

und Speicherung auf einem PC ermöglichte. Die Waage ist somit die Wiege des Erfolgs von OAS. Heutzutage liefern die rund 200 Mitarbeiter Lösungen für Dosierungs-, Misch- und Automatisierungsprozesse an Kunden auf der ganzen Welt. Das Unternehmen mit Sitz im Technologiepark setzt dabei jährlich knapp 30 Millionen Euro um. Zu den Kunden gehören unter anderem Knorr, Jacobs und Beck‘s. Während der aufwän-

Der OAS Firmensitz an der Linzerstraße

Foto: pv

digen und sensiblen Produktionsprozesse ermöglicht es die Software von OAS, Wiegen und Abfüllung in einem Arbeitsschritt zu erledigen. Das verkürzt den Herstellungsvorgang erheblich und spart Kosten. Etwa 90 Prozent der von OAS konzipierten Anlagen können von der Bremer Zentrale aus gesteuert werden. So war es im vergangenen Jahr beispielsweise möglich, in einer chinesischen Titan-Schmelze einen bevorstehenden Produktionsausfall zu verhindern. Die Bremer Experten übernahmen in dem 8.000 Kilometer entfernten Xian so lange das Wiegen und Mischen der Einsatzstoffe, bis die chinesischen Steuerungsexperten wieder den Prozess kontrollieren konnten. Doch trotz vielfältiger Entwicklungsgebiete spielt bei OAS die Wägetechnik nach wie vor eine gewichtige Rolle. Mittlerweile haben die „OASler“ sich dabei das Handy zu nutze gemacht: So können Lkw-Fahrer ihr Fahrzeug auf eine mit dem Internet verbundene Waage platzieren und einen Pin-Code in ihr Mobiltelefon eingeben. Unmittelbar danach wird das Gewicht der Ladung auf dem Telefon angezeigt und über das Internet gespeichert. Somit gehören kostenaufwändige Leitstände für Waagen und umständlicher Papierverkehr der Geschichte an. ■ Infos im Netz unter www. oas.de

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Die Bremer SIKORA GmbH setzt mit Mess-, Regel- und Testgeräten für den Einsatz in Ader- und Mantellinien, wie auch in Rohr- und Schlauchextrusionsanlagen weltweit Maßstäbe. Kürzlich wurde das neue Technologie Center eingeweiht. Auf 2.500 Quadratmetern wird nun geforscht, entwickelt und vermarktet.

Auch Vorstandsvorsitzender Dr. Stephan-Andreas Kaulvers (l.) und Vertriebsvorstand Dr. Guido Brune testeten den „Think City“. Foto: pv

Sprit aus der Steckdose

Bremer Landesbank testete Elektro-Autos

2020 sollen auf deutschen Straßen eine Million Elektroautos unterwegs sein – so prognostiziert es zumindest die Bundesregierung. Seit zwei Jahren fördert sie Elektromobilität in verschiedenen Modellregionen. Nun liegen erste Testergebnisse vor. Für den Nordwesten erfreulich: Das E-Mobilitätsprojekt Bremen/Oldenburg wird fortgesetzt. Bis ins Jahr 2013 sind weitere Forschungsgelder gesichert. Ein hiesiges Unternehmen, das in die jüngsten Forschungsaktivitäten maßgeblich eingebunden war, ist die Bremer Landesbank. Sechs Monate lang fuhren deren Mitarbeiter ein Elektroauto, den „Think City“. Eine Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) machte dies möglich. „Zum einen haben wir damit den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Nordwest für innovative Technologien gefördert. Zum anderen verfolgen wir das Ziel, daran geknüpfte, aussichtsreiche Geschäftsmodelle als kompetenter Finanzpartner zu begleiten“, erklärt Dr. Guido

Brune, Vertriebsvorstand der Bank. Denn eines steht fest: Auch wenn die Entwicklung serientauglicher Elektrofahrzeuge noch einige Jahre dauern wird, werden schon bald kompetente Banken gebraucht, die Fachwissen in den Bereichen Automotive, Erneuerbare Energien, Finanzierungs- und Leasingmodelle sowie Bezahl- und Abrechnungssysteme liefern können. Brune: „Und da wir all diese Kompetenzen haben, wollen wir als innovative, dynamische und führende Regionalbank im Nordwesten diese zukunftsweisende Entwicklung von Beginn an fördern und unterstützen.“ Die Mitarbeiter der Bank jedenfalls haben das E-Auto nur schweren Herzens abgegeben. Rund 5.400 Kilometer hat der Wagen zurückgelegt, vorrangig im Innenstadtverkehr von Bremen und Oldenburg. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit ihm gesammelt, er ist fehlerfrei gelaufen“, resümiert Firmenkundenbetreuer Jens-Uwe Kareseit. Das Wichtigste sei aber: „Wir haben sehr viele positive Reaktionen erhalten, er hat überall ein großes Interesse ausgelöst.“


Bremen

S TAT E M E N T Bremen hat enorme Innovationsund Wachstumspotenziale. Für den Fachkräftebedarf bietet die Hochschule Bremen die erforderlichen Qualifikationen. Prof. Karin Luckey, Rektorin Hochschule Bremen

Sperrschichten von Acmos Wenn sich zwei Materialen gar nicht oder nur wenig berühren dürfen, dann kommen Produkte der 1909 gegründeten Bremer Firma Acmos zum Einsatz. Typische Erzeugnisse sind Trennmittel, Gleitmittel, Korrosionsschutzmittel, Metallbearbeitungsmittel und hochtemperaturbeständige Beschichtungen. Seit 1957 werden die Sperrschicht-Produkte für den industriellen Einsatz in der Bremer Neustadt entwickelt und hergestellt. In Europa ist Acmos mit eigenen Firmen in Frankreich und Großbritannien Marktführer, auch in Übersee (Brasilien und USA) ist man vertreten.

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Von Bremen aus in die ganze Welt

Seehafenorientierte Logistikdienstleisterin BLG ist führend in mehreren Bereichen / Kunden aus Industrie und Handel BLG Logistics steht für internationale Netzwerke in den Bereichen Automobil, Kontrakt und Container. Mit innovativen Ideen entwickelte sich das Unternehmen zu einer festen Größe in der weltweiten Logistik. Aus dem einst lokalen Hafenunternehmen Bremer Lagerhaus-Gesellschaft-Aktiengesellschaft von 1877, kurz BLG, ist heute eine internationale Logistikgruppe entstanden, die in vielen Bereichen führend ist (Umsatz 2010: 897,4 Millionen Euro). Als seehafenorientierte Dienstleister ist die BLG Logistics Group mit ihren Tochterunternehmen und Beteiligungen auf die Automobil-, Kontrakt- und Containerlogistik spezialisiert. Sie ist für Kunden aus Industrie und Handel in Europa, Nordund Südamerika, in Afrika und Asien tätig. Der Geschäftsbereich Automobile umfasst die weltweite Logistik für Fertigfahrzeuge vom Herstellungsort bis zu den Händlern in den Bestimmungsländern. Dabei greift

Hafenumschlag und Lagerung für Stückgut/Sammel- und Projektladung sowie für den Containerumschlag zwischen den Verkehrsträgern Straße, Schiene und Wasserweg sind das klassische Dienstleistungsspektrum im Neustädter Hafen. Foto: BLG man auf Terminals an der See, an großen Flüssen und im Binnenland, Transporte per Straße, Schiene und Wasser sowie eigene Technikzentren zurück. Mit über fünf Millionen Fahrzeugen pro Jahr ist dieser Geschäftsbereich der führende Automobillogistiker des Kontinents. In der Kontraktlogistik gehört die BLG zu den führen-

Ein Hybrid-Bus der BSAG vor dem Rathaus

den deutschen Anbietern. In den Bereichen Autoteilelogistik, Industrie- und Handelslogistik werden kundenindividuelle Leistungspakete mit globaler Reichweite gestaltet. Schwerpunkte liegen in den Segmenten Automobilproduktion, Elektronik und Bedarfsgüter. Aber auch die Segmente konventionelle Ladung und Kühlgüter sind in diesem Ge-

schäftsbereich konzentriert. Das Gemeinschaftsunternehmen Eurogate bietet ein europäisches Netzwerk mit derzeit neun Containerterminals, Transportketten mit verschiedenen Verkehrsmitteln (intermodaler Transport) und variationsreiche Dienstleistungen zur Frachtabwicklung und Transport (cargomodale Dienstleistungen). Demnächst

kommen noch ein Terminal im marokkanischen Tanger und der JadeWeserPort in Wilhelmshaven hinzu. Mit einem Gesamtumschlag von 14,2 Millionen TEU (Ladekapazität von Containerschiffen) pro Jahr ist Eurogate der führende Terminalbetreiber des Kontinents. ■ Weitere Informationen gibt es im Internet unter www. blg.de

Foto: pv

Nachhaltig in die Zukunft

Bremer Straßenbahn AG: Ökologischer Aspekt ist entscheidend Die Schaffung zusätzlicher nachhaltiger Mobilitätsangebote ist eine der Kernaufgaben, die sich die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) gestellt hat. Elektrofahrzeuge in Verbindung mit einer nachhaltigen Stromerzeugung gewinnen daher stark an Bedeutung. Die BSAG erprobt in Zusammenarbeit mit dem Projekt Modellregion Elektromobilität Bremen/Oldenburg zwei Pkw. Außerdem testet die BSAG seit dem Frühjahr zwei Hybridbusse der neuesten Generation. Diese fahren ausschließlich elektrisch, der Dieselmotor dient nur noch der Stromerzeugung. Die BSAG Vorstände Michael Hünig und Hajo Müller: „Die BSAG ist für die Verbreitung von Elektromobilität genau

richtig, denn elektrisch angetriebene Fahrzeuge sind dem Unternehmen bestens vertraut: Bereits seit 1890 fahren die Bremer Straßenbahnen ohne Abgase. Damit nicht genug: Die Straßenbahn nutzt ‚grünen‘ Strom, denn die BSAG bezieht Strom aus erneuerbaren Quellen. Die BSAG möchte ihre Kompetenzen in Sachen Elektromobilität nunmehr auch auf andere Verkehrsmittel, und insbesondere bei den Bussen, anwenden.“ Die BSAG betrachtet auf dem Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen drei Handlungsschwerpunkte: die ökologischen, sozialen und ökonomischen Nebenwirkungen ihres unternehmerischen Handelns. In der ökologischen

Dimension ist es für die BSAG entscheidend, bei immer weniger Umweltauswirkungen immer mehr Menschen zu bewegen. Hauptaspekt ist dabei der Energieverbrauch, der notwendig ist, Menschen ihre individuelle Mobilität zu gewährleisten. Es muss dazu nicht nur die Energieeffizienz gesteigert werden, die sich beispielsweise dadurch verbessert, dass die BSAG seit Frühling 2011 zwei Hybridbusse neuester Generation erprobt und ab dem kommenden Jahr Techniken zu weiteren Strom-Einsparungen bei der Straßenbahn einem Test unterzieht. Auch mit dem Einkauf von zertifiziertem Strom aus regenerativen Quellen leistet die BSAG ihren Beitrag.

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Bremen

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S TAT E M E N T

Von der Spitze des Fallturmes aus bieten Technologiepark und Universität einen beeindruckenden Anblick.

Fotos: Schlie

Europaweit einzigartig

Der ZARM-Fallturm im Technologiepark der Universität ist eine echte Rarität Das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) ermöglicht es Forschern aus der gesamten Welt, Experimente durchzuführen.

Das ZARM ist eines der bedeutendsten raumfahrttechnischen Universitätsinstitute Europas.

Weil sie ihn praktisch immer vor Augen haben – mit seinen 146 Metern Gesamthöhe ist er schwer zu übersehen – vergessen viele Bremer oft, wie besonders „ihr“ Fallturm ist. Europweit ist er einmalig und auf der Welt gibt es lediglich zwei weitere vergleichbare Forschungseinrichtungen – in China und in den Vereinigten

Staaten von Amerika. Das ZARM mit seinen etwa 80 Mitarbeitern ermöglicht es Forschern aus der gesamten Welt, Experimente in der 110 Meter hohen Fallröhre durchzuführen. Das können unter anderem Untersuchungen zum Verhalten von Treibstoffen in Schwerelosigkeit oder physikalische Grundlagenforschung sein. Grundsätzlich funktioniert das Ganze so: Das Experiment wird in einer speziellen Kapsel – etwa mannshoch – aufgebaut. Diese Kapsel wird dann entweder innerhalb der Röhre fallengelassen oder mit einem Katapult von unten in der Röhre

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nach oben geschossen. Entscheidend ist in beiden Fällen, dass in der Röhre vor dem Versuch ein Vakuum erzeugt wird. So wird Schwerelosigkeit erreicht – beim Fallenlassen für etwa 4,7 und beim Hochschleudern für etwa 9,3 Sekunden. Das gesamte Ensemble mit seinem Industriecharme und der futuristischen Lounge in etwa 130 Metern Höhe – die wird auch privat vermietet – wirkt für den Laien beinahe wie aus einem JamesBond-Film. Doch keine Angst, anstatt eines Lasers, der die Welt zerstören soll, findet man auf der Spitze des

Turmes mit etwas Glück lediglich ein Paar Falken. Die nutzen den Turm als Speisezimmer. Aufgrund der exzellenten Forschungsbedingungen, die am ZARM herrschen, hat auch der Fallturm in der Vergangenheit entscheidend dazu beigetragen, den Raumfahrtstandort Bremen international zu etablieren. Nicht zuletzt weil die Experimente dort mit durchschnittlich 5.000 Euro Kosten pro Abwurf im Bereich der Raumfahrtforschung vergleichsweise günstig sind. ■ Weitere Informationen gibt es unter www.zarm.unibremen.de

Um als Wirtschaftsstandort attraktiv, wettbewerbsfähig und innovativ zu bleiben, wird eine familienfreundliche Unternehmenspolitik angesichts des Fachkräftemangels immer wichtiger. Klar ist: Unser Bundesland hat auf diesem Gebiet eine Menge Erfolgsgeschichten zu bieten. Als Unternehmerin und als Bremens Botschafterin des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ – einer Initiative des Bundesministeriums für Familie und des DIHK – sehe ich Bremen auf einem guten Weg. Klar ist aber auch: Es gibt noch viel zu tun. Sabine Szabó Bremer Botschafterin des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“

Medizinische Softwareprodukte Um ihre Arbeit sichtbar zu machen, arbeiten Mediziner bei Krebserkrankungen in der Neurologie und bei Lungenerkrankungen mit entsprechenden Softwareprodukten für Früherkennung, Diagnose und Therapieplanung. Die Bremer Firma Mevis Medical Solutions AG ist auf diesem Gebiet weltweit führend, insbesondere bei der digitalen Radiologie.

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Dem Meer auf den Grund gehen

S TAT E M E N T Innovation entsteht, wenn Wissenschaft Grenzen überschreitet: zwischen Fächern, zwischen Institutionen, zwischen Kulturen. Bremen mit seiner Vielzahl von Hochschulen und Forschungsinstituten, mit der bundesweit höchsten Anzahl ausländischer Studierender und mit der gelebten Mischung von Wettbewerb und Zusammenarbeit war, ist und bleibt mit vollem Recht die erste Stadt der Wissenschaft. Prof. Joachim Treusch, President Jacobs University Bremen

BEGO erweiter Spektrum Funktionelle Lösungen für die individuelle Implantatprothetik bei minimalem Aufwand: Mit einem nochmals erweiterten Produktspektrum, modernen CAD/CAM-Verfahren und einem umfassenden Dienstleistungspaket ist der Bremer Dentalspezialist BEGO bestens aufgestellt. Für die BEGO-Implantate S, RI und Mini sowie für weitere namhafte Implantatsysteme stehen ab sofort neben Ästhetik-Abutments aus „BeCe CAD Zirkon XH“, „Titan Grade 4“ und 5 sowie „Wirobond MI+“ auch patientenindividuelle Stege zur Verfügung. „Mit dieser erweiterten Produktvielfalt ermöglichen wir eine noch größere Bandbreite bei der individuellen Patientenversorgung“, ist Thomas Kwiedor, Business Development Manager

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Marum–Kooperation ist in der weltweiten Meeresforschungstechnologie ein Muss Die Marum-Forscher streben eine europaweit führende Rolle in der Erforschung der Ozeane an.

bei BEGO Medical, überzeugt. Darüber hinaus unterstreicht BEGO mit seinem modernen Fertigungszentrum in Bremen seine Pionierrolle in der individuellen CAD/CAM-Prothetik: Modelle werden einfach an das Scan- und Service-Center gesandt. Dort wird ein Designvorschlag erstellt, und BEGO fertigt nach Freigabe individuelle Abutments und Stege. „Im Spannungsfeld von Ästhetik, Indikation und Effizienz bieten wir damit eine funktionelle Lösung aus einer Hand“, betont Kwiedor.

Abutment Designer – kombiniert mit Implantologie

„Unsere Arbeiten sind fast abgeschlossen. Zwei Tauchgänge stehen noch auf dem Programm“, mailte Expeditionsleiter Prof. Wolfgang Bach Mitte Juli von Bord des deutschen Forschungsschiffs „Sonne“ aus dem westlichen Pazifik: „Damit kämen wir auf 22 Tauchgänge, die zum Teil einzigartiges Bild- und Probenmaterialien lieferten.“ Die Begeisterung des MarumWissenschaftlers galt dem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug Marum-Quest. Das Arbeitspferd des Bremer Exzellenzclusters kann den Ozean bis in Wassertiefen von 4.000 Metern erkunden. Dazu ist es unter anderem mit HighDefinition-Kamerasystemen, Sonaren, hydraulischen Greifarmen und einem ausgefeilten Navigationssystem ausgerüstet. Seit 2003 hat das High-Tech-Gerät auf 25 Expeditionen im Atlantik und Mittelmeer, im Indischen Ozean und im Schwarzen Meer 295 Tauchgänge absolviert, die auf rund 3.000 Stunden Videomaterial dokumentiert sind. „Die Aufnahmen des MarumQuest haben uns völlig neue Einsichten über die im tiefen Ozean ablaufenden Prozesse geliefert“, sagt Projektleiter Dr. Volker Ratmeyer. Während der Tauchroboter bei einer US-amerikanischen Spe-

Das Bohrgerät MARUM-MeBo wird ausgesetzt. zialfirma beschafft wurde, ist das Meeresboden-Bohrgerät Marum-MeBo eine Eigenentwicklung des Bremer Instituts. Es wird in Wassertiefen bis zu 2.000 Metern eingesetzt und bohrt Kerne in Lockersedimenten und Festgestein, die bis zu 70 Meter lang sind. Die Ablagerungen vom Meeresboden dienen den Bremer Forschern als Archiv, das Aufschluss gibt über die Klimaund Umweltgeschichte unseres Planeten. Die Wissenschaftler lassen das knapp sieben Meter hohe Marum-MeBo an einem stahlarmierten Spezialkabel zu Wasser. Ein US-amerikanisches

Foto: MARUM, Universität Bremen

Unternehmen lieferte Greifarm und rotierende Magazine für die Bereitstellung des Bohrgestänges. Prakla-Bohrtechnik aus Peine war für die Bohrmaschinen-Technologie und die Hydraulik zuständig. Das Marum-Team selbst hat neben der Projektleitung das Systemdesign, die Steuerung und die Sensorik dieses weltweit einzigartigen Systems verantwortet. Mit der jüngsten Entwicklung einer autonomen Messsonde zusammen mit der Firma Antares Datensysteme aus Stuhr können nun auch kontinuierliche Messungen im Bohrloch mit dem MeBo durchgeführt werden.

Marum-MeBo zeigt: Kooperation ist in der Meeresforschungstechnologie ein Muss. „Deshalb haben wir jetzt das MarTech gegründet“, sagt Prof. Gerold Wefer. Der Direktor des Marum ist sich mit den Projektpartnern vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt einig: „Wir wollen der deutschen Meeresforschung modernste Geräte zur Verfügung stellen, um insbesondere auf europäischer Ebene eine führende Rolle in der Erforschung des tiefen Ozeans zu übernehmen.“

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Bremen

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Innovation & Fortschritt

Sonntag, 30. Oktober 2011

Aila wurde in Bremen geboren

Bremer Erfolge in der Robotik-Technologie / Ganz unterschiedliche Einsatzfelder Die Robotik-Technologie hat große wissenschaftliche, wirtschaftliche und soziale Bedeutung erlangt. Bremen gehört zu den größten RobotikStandorten in Deutschland, dank des DFKI. Sie hat eine Topfigur, ist gelehrig, schon 1,70 Meter groß, nur ihre Frisur wirkt ein bisschen starr. Aila wurde in Bremen geboren. Väter und Mütter des weiblichen Roboters sind die Forscher des Bremer Standortes des Deutschen Forschungszentrums für künstliche intelligenz (DFKI). Und sie ist nur eine der herausragenden Bremer Entwicklungen. Das DFKI in der Hansestadt ist ein junges, dynamisch wachsendes Institut mit internationalem Charakter. Derzeit zählt es über 110 Mitarbeiter aus allen Teilen der Welt. Knapp 100 von ihnen sind in der Forschung und Entwicklung tätig. Mehr als 80 studentische

Hilfskräfte unterstützen die Projektgruppen. Das Team des Robotics Innovation Center schöpft seine Innovationskraft aus interdisziplinärer Zusammenarbeit: Es treffen Informatiker und Konstrukteure

auf Biologen, Mathematiker, Computerlinguisten, Industriedesigner, Elektrotechniker, Physiker und Psychologen um gemeinsam mobile Robotersysteme zu entwickeln – und das mit Erfolg. Im Rahmen öf-

Der „menschliche“ Roboter Aila wurde am DFKI in Bremen entwickelt. Foto: pv

fentlich geförderter Verbundund Forschungsprojekte oder im Auftrag der Industrie werden intelligente Roboter für die unterschiedlichsten Einsatzfelder konzipiert. Dazu zählen die Unterwasser-, Weltraum-, SAR- (Search and Rescue) und Sicherheitsrobotik aber auch Bereiche wie Logistik, Produktion und Consumer (LPC), Kognitive Robotik, E-Mobility sowie Rehabilitationsrobotik. Der Fokus liegt stets auf einem schnellen Transfer von Forschungsergebnissen in reale Anwendungen. Wie bei Aila. „Sie könnte künftig logistisch tätig sein. Beispielsweise Waren transportieren oder eingreifen, wenn etwas nicht klappt, also wenn etwas im Regal fehlt oder sich in einer Produktionsstraße verklemmt“, sagt Marc Ronthaler, vom Bremer DFKI. Kontakt: DFKI Bremen, Robotics Innovation Center, Robert-Hooke-Straße 5, Telefon 0421 178 45 41 00, http:// robotik.dfki-bremen.de

Frauen – Innovation – Technik

Die Zukunft der Digitalen Medien – eine Karrierechance für Frauen Medien und Kommunikation gehören zu den Wachstumsmärkten von heute und morgen. Das Institut für Wissenstransfer der Universität Bremen und der Studiengang Digitale Medien wollen deshalb gemeinsam mit dem

We i te r b i l d u n g s p ro g ra m m „Digitale Medien für Frauen“ an den Start gehen. Mit dem Fortbildungsangebot sollen Frauen, die Kompetenzen und Berufserfahrungen in Kreativberufen mitbringen oder über informationstechnische Vor-

kenntnisse verfügen, für den Einstieg und Aufstieg in Arbeitsfelder der IT- und Medienbranche, und im Kultur- sowie Bildungssektor gewonnen und gefördert werden. Geplanter Start der Aktionswochen Anwendungsentwick-

lung für Digitale Medien ist im November 2011. Der Start des Weiterbildungsprogrammes „Anwendungsentwicklung für Digitale Medien“ ist am 30. Januar 2012. ■ Infos und Kontakt im Netz unter www.fit-in-mint.de

Die Mikroalgen werden in speziellen Plastikfolien, durch die Sauerstoff und CO2 gepumpt wird, gezüchtet. Foto: Noldes

Algenpower für den Tank Motorräder, Autos und sogar Flugzeuge – sie alle könnten ihren Sprit bald aus Algen beziehen. Die Firma Phytolutions arbeitet daran, dass die Biomasse möglichst bald auf den Markt kommt. Deutschland vor der Energiewende: Der Atomausstieg ist beschlossen und die fossiler Brennstoffe neigt sich dem Ende zu. Eine der besten Alternativen für die Zukunft: Mikroalgen. Auf diesem Gebiet wird schon länger an der Bremen-Norder Jacobs Universität geforscht. Aufgrund vielversprechender Forschungs-Ergebnisse gründete sich 2008 die Firma Phytolutions (Phyto = Phytoplankton solutions = Lösung). „Ein Kilogramm Algen hat einen höheren Energiewert als Mais, Weizen und sogar Braunkohle; sie wachsen zehn Mal so schnell wie Landpflanzen und gedeihen da, wo sonst nichts wächst“, erklärt Professor Dr. Stefan Rill, Geschäftsführender Gesellschafter. Zudem wird bei

der Produktion CO2 gespeichert. „Wir können das Rauchgas aus den Schornsteinen der Industrie direkt in die Algen leiten“, so Rill. Das wird derzeit beim RWE-Kraftwerk in Köln schon getestet. Noch sind fossile Brennstoffe günstiger, aber in Zusammenarbeit mit der Jacobs Universität versuchen die zehn Mitarbeiter Produktion und Ernte zu optimieren. Erste Anlagen der Bremer wurden bereits in den Niederlanden, Österreich und Australien gebaut. Phytolutions ist auch Mitglied der Initiative AIREG, eines Zusammenschlusses deutscher Forschungseinrichtungen, Airlines und Bioenergieproduzenten, die das Thema Biokraftstoff voranbringen wollen. Aber das Unternehmen beschäftigt sich nicht nur mit Energie. Auch der Einsatz von Algen bei der Herstellung von Nahrungsmitteln und in der Pharmaindustrie ist Teil der Arbeit. www. phytolutions.de

Bremer Firmen auf der CeBIT Auch bei der diesjährigen CeBIT machten Bremer Unternehmen und Wissenschaftler mit zwei Gemeinschaftsstände auf sich aufmerksam. Im Bereich „Business IT“ gab es acht Aussteller, im Bereich „Forschung & Entwicklung“ fünf. Das Motto war „Bremen – Bremerhaven: Leading Innovation“

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