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60 Jahre Flugsportverein Bad Tölz I bin‘s – da Edi (S. 9)

Edi Eichenseher. Unser Original!

Fliegerlager (S. 26)

Welcome to the Jungle!

1746km/1609 OLC Punkte. (S. 35) Eine Strecke, ein Tag, ein Pilot

My heart is beating... (S. 44) Der erste Alleinflug

Die Aschewolke (S. 58)

Der Flug zum Erdinger Flughafen


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Titelbild: Windenstart am Königsdorfer Flugplatz—Foto: Oliver Betz

Inhalt „Eins, Zwei, Drei im Sauseschritt...“......................................................... 5 I bin‘s – da Edi!............................................................................................... 9 Welcome to the Jungle… .........................................................................26 1746km/1609 OLC-Punkte.......................................................................35 My heart is beating like a jungle drum................................................ 44 Die Aschewolke...........................................................................................58 Vereins-Chronik FSV Bad Tölz.................................................................64 Unsere FSV-Flotte!.....................................................................................69 Impressum....................................................................................................71

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Luftt端chtigkeitspr端fungen /Jahresnachpr端fungen nach EASA VO (EG) 2042/2003 M.A.710 / nach Luft Ger PV

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„Eins, Zwei, Drei im Sauseschritt, läuft die Zeit wir laufen mit!“ Liebe Vereinskollegen und Freunde des Flugsportvereins Bad Tölz, diese Worte von Wilhelm Busch fallen mir immer ein, wenn so ein Jubiläum wie das des FSV Bad Tölz vor der Tür steht. Man befasst sich in dem Moment ganz automatisch mit der Historie des Vereins und wird gewahr, dass die Zeit schneller vergangen ist als vermutet. Man denkt darüber nach, mit welchen Ereignissen und Entwicklungen die Vereinsgeschichte gefüllt wurde und stößt dabei auf eine unglaubliche Zahl an Fliegergeschichten und Anekdoten, die sich im Laufe der Zeit in unserem Verein zugetragen haben und aus denen wir einen kleinen Teil in dieser Festschrift veröffentlichen. All diese Geschichten haben einen gemeinsamen Kern

Erste Vorsitzende innerhalb der letzten 10 Jahre v.l.n.r. Ulrich von Haller Peter Herzog Michael Depping

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– den Traum vom Fliegen – und dieser Kern ist es auch, der unsere Mitglieder Woche für Woche zusammenfinden lässt, um unserem wunderschönen Hobby nachzugehen. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Mitgliedern und insbesondere bei meinen Vorstandkollegen bedanken, die mit ihrem Engagement und ihrer unermüdlichen Arbeit einen sicheren Flugbetrieb und ein harmonisches Vereinsleben ermöglichen. Der heutige Vorstand v.l.n.r. Wolfram Wild, Rainer Vorweg, Ferdinand Timmermann, Helmut Meimberg, Peter Herzog, Thomas Dräxl, Gunther Lang, Wolfgang Hake,

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Dabei möchte ich besonders Edi Eichenseher erwähnen, der sich in unermüdlichem Dauereinsatz für den Verein und das SFZ insbesondere als Fluglehrer, Schlepp-Pilot und Flugleiter eingesetzt sowie als Orgnisator z.B. der Luftrettungsstaffel, dem Schülerfliegen und vielen weiteren Ereignissen und Arbeitseinsätzen hervorgetan hat. Selbst jetzt, nach Abgabe seines Pilotenscheines, ist er mit seinen 85 Jahren noch fast täglich am Platz. Aber auch bei meinen Vorgängern bedanke ich mich recht herzlich, die mit Weitblick und Besonnenheit in ihrem Handeln den Grundstein für den heutigen Vereinsbetrieb gelegt haben. Als Statiker weiß ich natürlich, dass so ein grundsolides Fundament bestens geeignet ist, um darauf weiter aufbauen zu können. Deshalb wünsche ich mir für die Zukunft eine weiterhin positive Vereinsentwicklung und ein konstruktives, spannendes und farbiges Vereinsleben. Ferner wünsche ich Allen immer schöne und unfallfrei Flüge mit weichen Landungen. „Eins Zwei Drei im Sauseschritt, läuft die Zeit wir laufen mit!“ In diesem Sinne bis zum 70 jährigen Jubiläum! Peter Herzog

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I bin‘s – da Edi! Von Uli von Haller Am 2. Januar 2013 hat Edi Eichenseher gemeinsam mit Rainer Vorwerg mit unserer D-KTOL seinen 38.088 Motorflugstart als verantwortlicher Pilot bzw. Fluglehrer durchgeführt. Dies war nicht nur aufgrund der großen Anzahl der Starts ein besonderer Tag, sondern es war auch der Tag, an dem Edi, wie schon lange angekündigt, zum letzten Mal als Scheininhaber geflogen ist. Edi hat somit nach 56(!) unfallfreien Jahren aus freien Stücken entschieden, künftig nur noch auf dem rechten Pilotensitz mitzufliegen, um sicher zu sein, dass ihm altersbedingt nicht doch noch ein Missgeschick passiert. Diese Entscheidung verdient unserer aller Hochachtung! Für eine kurze Rückschau auf 56 Jahre einmalige Fliegergeschichte mit insgesamt ca. 43.000 Starts und ca. 14.000 Flugstunden führte ich mit Edi Ende April ein Interview. Auf sechs Fragen erzählte er hat fast 2 Stunden. Für diesen Festschrift-Beitrag musste ich leider etwas kürzen. Ich habe dennoch versucht, Edis Erzählweise zu erhalten. Viel Spaß beim Lesen!

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Erzähl eine lustige Geschichte von früher? Des war vor 1960. Da ruft mich der Gigl Hubert in der Werkstatt an und sagt zu mir, Du Edi, ich möcht‘ heut 50 km fliegen, ob wir ihn nicht schnell nauf ziag’n. Dann sind der Mair Martin und ich während der Mittagszeit zum Flugplatz nauf, ham die Wind‘n auf’baut, an Hubert nauf g’schossen, d‘ Wind’n wieda aufg‘ramt und um eins hamma mia wieder g’arbeit. Die Ausklinkhöhe war damals maximal 170 Meter und dann hamm mir von der Werkstatt aus gesehen, wie der Hubert mit dem Bergfalken D-1477 am Rechelkopf am Hang entlang gesegelt ist. Mia hamm eam dann zug’schaut bis er oben war, dann war er weg und um 17:00 Uhr kommt der Anruf: „Edi, Du i bin in Salzburg g’landt“. Des san guade 100 km! Dann hab i zum Marti g’sagt, den miaß ma hoin. Na ham ma uns von der Firma a Auto mit a Abschleppkupplung zum Leiha g’numma, sind am Flugplatz nauf. Dann hat der Hänger an Platten g’habt und die Lichter san a net ganga. Dann hamm mir des ois repariert und dann waren wir um halbe zwölfe auf d’Nacht in Salzburg. Dann hamma auf dem Riesenflugplatz den Segelflieger g’suacht. Dann hamma bei da Nacht den Fliaga abbaut, san hoamg’fahrn, um 3 waren ma dahoam und um achte in da früa hamma wieder arbeiten miaßn. So war Segelfliegen damals!

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Was war Dein kritischster Schulflug?? Da hat’s gottseidank net viele geben, aber Folgendes: Des oane war a Schulflug mit unserer K 13 mit einer Flugschülerin. Wir hatten einen kräftigen Westwind. I weiß nimma, wer uns g’schleppt hat, aber irgendwie hat ihm über’m Wald da Motor ausg’setzt. Dann hot mi da Schlepppilot naus g‘schmissen und dann waren wir so niedrig, grad dass wir no über die Bäum‘ drüber kumma sind. Und ein anderesmal war ich mit dem Florian Mayer mit der OL

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im Schulflug unterwegs. Zunächst war’s eine ganz ruhige Luft, mia fliagn am Walchensee, a super Sicht und wia ma am Kraftwerk sind, geht ein Riesensturm los. Des war damals der „Wiebke“, glaub ich. Mia brauchen ewig, bis ma wieder am Flugplatz sind. Des war ein Sturm, so was kannst Du Dir garnicht vorstellen. Wia ma g’land sind, sind an Haufen Akaflieger kemma und haben den Flieger festg’halten, dass‘ uns net davo waht. Und an dem Dog hat’s den Karl mit seinem Bergfalken da hinten in des Maisfeld nei g’schmissen. Is aber a nix passiert. Und dann war da die Geschichte mit der Stemme S10 (D-KGCE). Die hat ja dem Wolfsteiner gehört und is abgerüstet 5 Jahre bis Ende 1992 in der Halle gstanden. Wir haben sie wieder aufgebaut und in Betrieb genommen. Bei einem Werkstattflug bin i mit dem Grö auf der EinsNull gestartet. Fahrwerk eifahrn – geht net! A anderer is mit am Motorsegler neben uns hergeflogen und hat uns gemeldet dass bloß ein Fahrwerksbein ausgfahrn is. Dann is der ganze Flugplatz gsperrt worn, Polizei, Feuerwehr und der Sanka san aufgfahrn und


mir ham in der Luft gwartet, bis alles hergerichtet war. Und dann hob i die Landung gmacht – butterweich auf dem oan Fahrwerk aufgsetzt, ganz langsam ausrollen lassen bis der Flieger die Flächen abglegt hat und es ist nix passiert! Der Grund war: im Fahrwerk hot sich ein Seil verhängt ghabt. Der Flieger is dann 1993 glei verkaft worn.“

Was war dein lustigster Flug? Da muas i überleg’n, na i glaub, lustig war’s eigentlich immer – mehr oder weniger…

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Welche waren in den ganzen Jahren Deine schönsten Flüge? Welche fallen Dir hier spontan ein? Meine schönsten Motorflüge waren in der Zeit, in der wir mit mindestens 6 Flugzeugen unsere Deutschlandflüge gemacht haben. Bei diesen Flügen habe ich die Touren organisiert. Der erste Flug ging hier in Königsdorf los. Da sind wir vom Kraatz Fritz und vom Königsdorfer Bürgermeister verabschiedet worden und beim Zurückkommen von beiden auch wieder mit Blumensträußen begrüßt worden. Wir sind geflogen mit D-ELBT, D-EDWN, D-KAON, D-KCAQ, D-KNAV. Dabei waren Erwin Müller, Sepp Müller, Fred Fieber, Hermann Braun, Dieter Einenkel, Reinhart Reich, Charlie Marschall, Hans Mair, Reinhard Redel, Hannes Gahr, Willy Schattschneider, Fritz Wüstner und ich. (Datum war 5. - 8. August 1996) Am ersten Tag ging es raus bei Nebel. Da sind wir über den Bibisee durch ein Wol-

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kenloch durchgestiegen und sind dann ‚on top‘ weiter Richtung Nördlingen geflogen. Und kaum warn mir unterwegs, hat der Fieber Fred schon wieder bieseln müssen, ist irgendwo zwischengelandet und dann nachgekommen. Die erste gemeinsame Landung war auf der Wasserkuppe. Dort gibt es nur eine

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Bahn, die geht von Nord nach Süd. Als wir angeflogen sind, bekamen wir aber die Anweisung, aufgrund des starken Seitenwindes Richtung Westen zu landen. Da war aber keine Bahn. Das war ja kriminell! Wir mussten also über den Wald und den Campingplatz anfliegen, unmittelbar nach der Bahn aufsetzen und dann auf einem kurzen Hang bergauf landen. Dahinter ging es nur

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noch bergab. Die Landefläche war maximal 300 Meter. Die beiden Müllers im AQ mussten eine halbe Stunde vor der Landung kreisen und der Fieber Fred ist zu lang gekommen und dann durchgestartet. Und dann haben wir Brotzeit gemacht

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und es war a Riesengaudi! Auf der Wasserkuppe haben wir uns das Museum angeschaut, das war ein Traum! Anschließend sind wir nach Rinteln weiter geflogen. In Rinteln hatte Albert Prasch für uns einen Riesenempfang organisiert, inklusive eines Festessens im Vereinsheim. Wir haben die Flieger geputzt und verzurrt und, ... und dann hamma’s Essen gesehen und s’Bier, und alles war Halleluja, verstehst …. Wir haben im Vereinsheim übernachtet. Der Albert hatte Feldbetten hergerichtet. Wir waren 13 Mann, auf jeden Fall war es so, dass es für einen kein Bett gab. Und den Müller Erwin, den

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hat’s erwischt. Und deshalb hat sich der Erwin irgendwo am Boden hingelegt. Aber vorher haben wir gefeiert bis zum Gehtnicht-mehr und grad lustig war es und dann ist die Schnarcherei los gegangen und alle 5 Minuten ist einer raus zum Bieseln. Und dann hat einer irgendwo drauf gedrückt und dann ging der Alarm los. Deswegen haben wir um halb vier in der Früh den Müller Sepp geweckt und dann ist der Sepp rumgesaust

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und hat den Schalter gesucht, um den Alarm wieder abzuschalten. Und außerdem war 500 Meter weiter weg a Schweinestall, des hat g’stunken – i sog da des! Auf alle Fälle sind wir in Rinteln bedient worden – es war eine Schau. Und am nächsten Tag, wieder ein Super-Frühstück –

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Flieger hergerichtet, aufgetankt und dann samma nach Finkenwerder geflogen. Dort ist jeder Flieger nach der Landung vom „Follow Me“ abgeholt und zu seinem Platz geleitet worden, des war super!

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Von einem Ingenieur haben wir eine Super-Führung bei Airbus Industries bekommen. Wir haben zugeschaut, wie sie bei einer Super Guppy die Teile ausgeladen haben. Wir haben in der Produktion gesehen, wie die Teile zusammen gebaut werden. Und wenn du gesehen hast, wie sie es gemacht haben, würdest Du sagen: „Da sitz i mi nie rein“, denn, die Flügel werden nur genietet und haben keinen Holm. Die Bleche werden nur überlappt und dann gehen nur 6 Reihen Nieten rein. Die Flächen werden nur mit einem Senkblei vermessen, also nix mit Laser. Anschließend haben wir von denen ein wunderschönes Mittagessen gekriegt. Das

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Ganze hat so drei bis vier Stunden gedauert. Und am Nachmittag sind wir weiter Richtung Stralsund geflogen, vorher durften alle Flieger mit Erlaubnis des Controllers im Tiefflug über Hamburg fliegen. Da sind wir über die Hafenanlagen und die Häuser geflogen – es war ein Traum! Und dann sind wir übers Meer und haben die Schiffe beobachtet. Das war für uns was ganz Besonderes, wo mir doch nur die Berge kennen. Dann sind wir in Stralsund auf einem ehemaligen DDR-Flugplatz gelandet. Dort haben wir in Baracken übernachtet und ich habe die Schnarcher von den Nicht-Schnarchern getrennt. Deshalb war es dann die erste Nacht, in der wir a bisserl haben schlafen können.

Kreidefelsen Rügen ©wolkenmond.de

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Und wir hatten Bescheid gesagt, dass wir am nächsten Morgen um 8 Uhr frühstücken wollten, aber die haben kein Frühstück gebracht. Endlich war es da, danach sind wir dann alle „Halleluja“ wieder in die Flieger rein. Dann sind wir übers Wasser nach Rügen geflogen, vorbei an den Kreidefelsen. Ein Traum – das muss man gesehen haben – und von da sind wir runter geflogen nach Laucha. In Laucha haben wir wieder eine Stunde auf den Fieber Fred gewartet. Ich hatte schon bei allen Plätzen angerufen. Dann kommt er daher und sagt: wir haben uns verflogen… In Laucha gab es aber wieder nur Baracken und das einzige, das neu war, war die Tankstelle.

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Dann hat der Gahr Hannes gesagt, mir könnten eigentlich zum Strößenreuther nach Rosenthal fliegen und dann sind mir

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alle wieder eingestiegen und haben Gas geben. In Rosenthal war wieder alles perfekt und da haben wir ein Super-Abendessen gekriegt und dann hab ich zum Strößenreuther gesagt: Du, können wir nicht morgen a bisserl mit Eure Cessnas fliegen? Da sagte der Strößenreuther: Überhaupt kein Problem! Und hat uns am nächsten Tag mit seinen Cessnas fliegen lassen.

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Und am Nachmittag haben wir wieder

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Brotzeit gemacht und dann sind wir alle

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dann den Empfang mit dem Bürgermeister

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und dem Kraatz Fritz.

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heim geflogen und in Königsdorf gab’s

Wie ist Deine Erinnerung an deinen schönsten Segelflug? Beim schönsten Segelflug – da fallt mir als erstes der am Vatertag 1959 mit der SF 26

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ein. Da sind mir noch in Tölz geflogen, es war mein erster 50-km Überlandflug. I setz mich in die 26 nei und start und fliag

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und fliag nach Westen und am Peißenberg ist plötzlich nichts mehr los und i kreis und kreis, aber net nach oben, sondern nach unten und am Berg seh‘ i die Väter mit die Wagerl und die Bierfässer und i‘ denk‘: Geh, leck mi am Arsch, jetzt ist’s zu Ende

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und du musst landen. Aber dann hab i mi

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aber doch wieder aufgerappelt und bin

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am späten Nachmittag bei Landsberg auf

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einer Wies’n gelandet. Und dann ruf i bei

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mir im Geschäft bei der Chefin an, ob net

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unser Tankwart des Auto kriagt und mi holen kannt. Dann ist er zum Flugplatz nauf, hot no zwoa mitg’nomma. Dann hams mi zu Dritt mit dem riesen schweren Anhänger abgeholt, weil du host ja vier Mann braucht um des schwere Mittelstück auf’n Hänger z‘ bringa. Ich hab nur vorgehabt soweit weg zum fliagn bis nimma geht.

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Wenn Du dem Verein zum 60. Geburtstag was wünschen könntest, was würdest Du ihm wünschen? Also, i würd‘ dem Verein wünschen und das ist mir ein Anliegen – dass allen Mitgliedern in allen Vereinen des Fliagn immer vui Freid macht und dass sich olle unteranand guat versteag‘n, sodass es koane Streitigkeiten gibt. Und unserem Verein wünsch‘ i speziell: A Guade Harmonie! Probleme sollten immer in Ruah besprocha wern. Mia genga ja her, um Spass zum hab’n und net, dass mir uns ärgern miassn!

Wie wahr, wie wahr! Und somit wünsche ich – und ich denke, wir alle – dem Edi noch viele harmonische Jahre im Flugsportverein Bad Tölz und am Segelflugzentrum Königsdorf!

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Welcome to the Jungle… Bericht über das Fliegerlager vom 30.07. bis 06.08.2011 in Benediktbeuern von Oliver Jurzitza. Teilnehmer: Wolfgang Hake Senior, Wolfgang Krieger, Stefan Winzig, Thomas Mayer, Vincent Heckert (SGI) und meine Wenigkeit. Zum Saisonstart informierte Wolfgang uns Flugschüler von seinem Vorhaben, in der ersten Augustwoche wieder ein Fliegerlager durchzuführen, und zwar auf dem Segelflugplatz Benediktbeuern, 14 km südwestlich von Königsdorf. Da Peter Herzog fliegerisch ursprünglich von den Benediktbeurern stammt, hatte er alles weitere organisiert und stellte sich für die Woche auch als Windenfahrer zur Verfügung. 26


Jedoch hatte man nicht mit einem typischen deutschen Sommer gerechnet, der immer zur besten Zeit mit Regen und Unwetter unangenehm auffällt. Somit war der Platz in Benediktbeuern, der sich in einem Moorgebiet neben dem Kloster befindet, nach mehreren Gewittern am Stück erst mal unter Wasser gesetzt. Man nutzte den Umstand, dass gleichzeitig in Königsdorf die Altherren-Flugwoche der Akaflieg stattfand und gesellte sich nach Absprache zum Windenbetrieb dazu, zumindest für Samstag und Sonntag. Am Montag wurde die ASK 21 der SGI von Wolfgang und Vincent nach Benediktbeuern geflogen und der Rest verlegte mit dem Auto. Das Segelfluggelände Benediktbeuern liegt sehr malerisch in unmittelbarer Nähe zum Blomberg und Jochberg. Hinter der Halle fließt ein kleiner Bach vorbei, der zum Getränkekühlen genutzt wird. Zur Klostergaststätte sind es mit dem Auto ca. drei Minuten. Jedoch fehlten mir als verwöhntem Königsdorfer doch einige Annehmlichkeiten, wie z.B. auf Platz 1 eine Toilette mit Waschbecken. Strom gab es nur über einen Generator – daran konnte ich zumindest meine elektrische Kühlbox anhängen. Für mich persönlich war das größte Manko jedoch die Tatsache, dass sich der Platz in einem Moos befindet. Dadurch gibt es dort Milliarden von Stechmücken, Bremsen und sonstige Plagegeister. Getestet wurden von uns diverse Gegenmittel. Testsieger waren

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das bewährte Autan bzw. Wolfgangs amerikanisches Mückenmittel, das angeblich laut Hersteller tropentauglich ist. Trotzdem war man gezwungen, pro Tag ca. 60 Mücken und Bremsen zu erschlagen. Mein Respekt gilt auch Peter. Seine altertümliche Winde ohne Kabine und Mückennetz stand mitten im Schilf – ein Paradies für Stechfliegen! Man hatte das Gefühl, dass der Platz auf einer Erdscholle schwimmt. Wenn ein Traktor auf dem Feldweg parallel zur Bahn fuhr, bebte die ganze Wiese. Ein gelandetes Flugzeug mit Manpower zurück zum Startplatz zu schieben, war aufgrund der Nässe unmöglich. Dafür standen uns jedoch zwei alte Traktoren zur Verfügung, ein kleinerer zum Flugzeugschleppen und ein größerer als Lepo. Man wurde in die Eigenhei28


ten dieser antiken Schätzchen eingewiesen, und spätestens am frühen Nachmittag war mancher Schüler etwas desorientiert, ob er lieber Traktor fährt oder fliegt. Ein klarer Vorteil beim Traktorfahren war der leichte Fahrtwind gegen die drückende Schwüle und die Tatsache, dass man immerhin schneller fuhr als die Bremsen fliegen konnten. Die Piste 09/27 mit den Abmessungen 1200 x 150 m klingt auf dem Papier super. In Sachen Pistenzustand sind wir in Königsdorf jedoch vergleichsweise verwöhnt. Die westliche Hälfte ist zwar von saftigem Gras bedeckt, die Erde ist aber tiefschwarz und sumpfig. Der östliche Teil kann mit „schwierig“ oder „hinterlässt

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Schäden an Leib und Maschine“ beschrieben werden, da sich dort Schotterflächen und große Steine befinden. Der erste Start mit der 21 war natürlich ein Seilriss – einer von vielen. Wie man mittlerweile weiß, ist in Benediktbeuern alles etwas antiker als bei den verwöhnten Königsdorfern. Alles in allem war pro Schüler und Tag nur ein Start drin, und richtig lange oben blieb keiner. Christoph bewährte sich von Tag zu Tag mehr als Flugleiter. Als „Christoph Winde“ (ein ADAC-Hubschrauber mit Seilwinde) den Platz überflog und sich nach Flugbetrieb erkundigte, wunderte er sich, persönlich angesprochen zu werden und fragte sich, woher die Burschen seinen Vornamen wüssten. Gerd wollte sich eigentlich auch mal aus dem Avro-Cockpit bei uns melden und uns über das Wetter zwischen Königsdorf und Italien informieren, wurde aber vermutlich von mehreren Stewardessen abgelenkt und vergaß uns da unten im Moor. Nach Sunset auf dem Heimweg sah man über KDF einen Suchscheinwerfer kreisen. Vermutlich handelte es sich um irgendein Eigenbau-Spielzeug der Akaflieg. Allerdings musste das näher überprüft werden. Am Platz angekommen, wanderte der Suchscheinwerfer begleitet von Turbinenlärm über die Piste und die Akaflieger an ihrem 30-m-Esstisch vor der Halle. Nach diversen Überflügen outete sich der Lärm als eine EC 135 der Bundespoli30


zei, die Nachtflüge übte. Die aus drei Mann bestehende Besatzung landete auf dem Rollweg vor der Akaflieg, wurde von André Schülke begrüßt und durfte sich nach einer Besichtigung der Maschine durch alle Anwesenden auf ein Gratis-Abendessen freuen. Am nächsten Vormittag flog eine SAR-Maschine westlich von Benediktbeuern beschleunigt in Richtung Alpen, ohne sich bei uns zu melden. Gegen Mittag teilte uns Edi mit, dass Gunther in der Nähe der Jachenau mit Landeschaden am Fermerskopf liegt. Ich hatte ihm morgens noch geholfen, die DG-300 aus der Halle zu manövrieren. Der SAR-Hubschrauber war also unterwegs zu Gunther gewesen. Nachmittags überflog dann Edi mit dem MoSe mehrfach den Platz. Er war auf dem Rückweg von Gunthers Ab-

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sturzstelle, wo er Luftaufnahmen für die Bergung des Wracks gemacht hatte. Er berichtete, dass Gunther Glück im Unglück hatte und mit diversen Verletzungen ins Garmischer Krankenhaus geflogen wurde. In den nächsten Tagen wurde das Wetter wieder unbeständiger. Immerhin schaffte es Thomas, sich als Einziger von uns freizufliegen. Die Benediktbeurer organisierten zu diesem Anlass spontan einen Grillabend. Durch den Grillrauch war man ferner mal zwei Stunden mückenfrei. Am nächsten Tag kristallisierte sich schon auf der Autobahn heraus, dass uns das Wetter jetzt endgültig im

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Stich lassen würde. Jeder von uns schaffte vormittags noch eine kurze Platzrunde mit einem einheimischen Fluglehrer, aber gegen Mittag verdunkelte sich der Himmel und Wind kam auf. Wolfgang überkam die übliche Panik, und bei Sturm wurde die 21 notfallmäßig und unter viel Gefluche abgerüstet. Eine Minute nach dem Verriegeln des Hängers ging die Welt unter. Wolfgang fuhr die 21 im Gewitter zurück nach Königsdorf, weil der Platz in Benediktbeuern für die folgenden Tage nicht mehr benutzbar sein sollte. Am nächsten Tag wurde erst mal ausgeschlafen. Am frühen Nachmittag traf man sich wieder in Königsdorf, um die 21 zu säubern und wieder aufzurüsten. Unter der Radverkleidung fanden wir den halben Benediktbeurer Flugplatz wieder. Wir hoffen dass dort trotzdem weiterhin Flugbetrieb möglich ist. So ging eine schöne und erlebnisreiche Woche zu Ende. Immerhin gab es wenigstens einen roten Hintern und jeder von uns konnte sich drei Landungen auf einem fremden Platz eintragen lassen. Man ist ein paar Tage in einer schönen Landschaft gewesen und die Benediktbeurer waren sehr gastfreundlich. Nicht zuletzt lernte man den Königsdorfer Komfort wie fließend Wasser, Strom, Dusche und WC schätzen! Mein Dank gilt Wolfgang und Peter, die sich für uns über eine Woche Zeit genommen hatten. 33


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1746km/1609 OLC-Punkte. Eine Strecke, ein Tag, ein Pilot.

Gerhard Heidebrecht, mehrfacher Deutscher Meister im Streckensegelflug, Gewinner des Barron Hilton Cup und des Bitterwasser Cup, ist seit 2006 Mitglied im FSV Bad Tölz. 2005 erhielt er vom OLC (Online Contest) die Auszeichnung „Flight of the Year 2005“. Gestartet in Serres, Südfrankreich, war er mit seinem Flugzeug vom Typ „Standard Cirrus“ über 1000 km geflogen. Dabei standen von den weltweit eingereichten Flügen 58.000 zur Auswahl. Hier schildert Gerhard nun den Flug seines Lebens, über sechs Schenkel und gewertet mit 1609 OLC-Punkten. Es ist dies der mit Abstand punkthöchste Streckensegelflug, der jemals in Europa durchgeführt wurde.

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Der 29. April 2012 war ein ganz besonderer Tag in meinem Leben. Für diesen Tag hatte ich meinen geliebten Standard Cirrus verkauft und mir einen Discus 2cT gekauft. Gegenüber dem Flugzeughersteller hatte ich mein Vorhaben erstmals geäußert: Ein angemeldeter und damit vorher festgelegter Flug über 1.250 km, um die Bedingungen des entsprechenden Diploms der FAI zu erfüllen. Die Föhnwetterlage zeichnete sich schon Tage vorher ab. Würde sie hergeben, was sie versprach? Um die maximal mögliche Flugzeit ausnutzen zu können, hob ich pünktlich bei Sonnenaufgang um 6:00 Uhr Ortszeit in Königsdorf ab. Wolfgang Hake sen. war mein Sportzeuge und Helfer am Boden und Christian Ponradl schleppte mich mit der BT Richtung Zugspitze. Der Abflugpunkt musste in Deutschland liegen, weil der Flug auch ein deutscher

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Klassenrekord werden sollte. Von der Zugspitze ging es über Innsbruck, Zell am See und Trieben zum Schneeberg am östlichen Ende der Alpen, meinem ersten Wendepunkt. Der Föhnwind stand optimal und so konnte ich problemlos entlang der quer dazu ausgerichteten Bergzüge fliegen. Um 9:15 Uhr wendete ich am Schneeberg. Über den Hochschwab und die Eisenerzer Alpen ging es wieder auf Westkurs, wo mir bei Liezen Mathias Schunk von der Isartaler Segelfluggruppe begegnete. Ein kurzes Flächenwackeln zur Begrüßung und weiter ging’s in Richtung zweiter Wende am Gerlos. Von dort flog ich nochmals zurück zur Rax, einem Berg vor dem Schneeberg. Schon frühzeitig vollendete ich nach knapp 10 h meine angemeldete Strecke von 1.281 km mit Zielpunkt an der Zugspitze. Da es aber noch über vier Stunden hell war, verlängerte ich den Flug nach Westen über den Arlberg

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bis nach Bludenz und noch einmal zurück bis Zell am See. Nach mehr als 14 Stunden Flugzeit landete ich schließlich kurz vor Sonnenuntergang um 20:15 Uhr wieder in Königsdorf, wo mich ein großes Empfangskomitee begrüßte. Es war eine für mich sehr emotionale Begrüßung und wir stießen mit Sekt auf den Erfolg an. Mit 1.281 km Flugdistanz erzielte ich den deutschen Klassenrekord für ein angemeldetes Vieleck über drei Wendepunkte in der 18-Meter-Klasse.

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Über alle Segelflugzeugklassen betrachtet war dies auch der bisher weiteste angemeldete Flug mit Start- und Zielpunkt in Deutschland. In der Kategorie freier Flug über drei Wendepunkte schraubte ich die deutsche Bestmarke auf 1.384 km. Vom Flugzeughersteller Schempp-Hirth kam folgende Glück-

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wunsch-E-Mail: „Hallo Gerd, Dein Flug, das ist ja der Wahnsinn…. da kann man nur staunen und gratulieren. Einfach super!“ Die Wetterlage war allerdings auch ziemlich einzigartig und nun ist ein Vereinsmitglied der Tölzer Europas erster Segelflieger, der die 1.000 Meilen übertroffen hat.

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My heart is beating like a jungle drum. . .

Emotionen eines Flugschülers vor dem ersten Alleinflug von Oliver Jurzitza Ich hatte mich beim Fluglager in Benediktbeuern zwei Wochen vorher erfolgreich vor dem ersten Alleinflug gedrückt, beziehungsweise hatten diverse andere Umstände es nicht zugelassen, dass der Tag X endlich gekommen war. Der Druck von außen, insbesondere von Wolfgang, wuchs mit jedem Tag am Platz. Einzig und alleine Edi kommentierte das Thema angenehmerweise immer mit „Kameraden, ois schee piano. Des muaß a jeda selber wissen…“. Der 21. August 2011 wirkt anscheinsmäßig auf der Fahrt nach Königsdorf wie ein weiterer gemütlicher Schulungstag: 8:30 Uhr, blauer Himmel, Bergsicht und gemütlich mit einem Lehrer über dem Voralpenland rumschippern…. Beim Einbiegen auf die Zufahrt zum Flugplatz sieht man den Start­bus schon an der 28 stehen – meine Lieblingspiste, sehr schön. Der Fluglehrer vom Dienst ist an diesem Tag Christoph von der SGI – auch perfekt. Die ASK­ 21 / D­6121 der SGI wird klar gemacht und zusammen mit Lehrer und einem anderen SGI-Schüler zum Winden S ­ tartplatz gescho44


ben. Nachdem mein Mitschüler nur ein bis zwei Überprüfungsflüge zum Umstieg auf den ASTIR benötigt, steht mir Christoph anschließend alleine zur Verfügung und ich freue mich schon auf ein oder zwei längere Flüge in Richtung Berge. Christoph hatte jedoch ein anderes Schulungsprogramm für mich geplant. Er verschwindet kurz vor dem Start nochmal in Richtung Flugleitung, was nichts Gutes erahnen lässt. Folglich wird der erste Start auch ein gewollter Seilriß. Schade eigentlich… Fünf Euro auf den Kopf gehauen, aber um eine Erfahrung reicher. Der nächste Start wird eine Landung aus ungewohnter Position – Was wird das ? Ich will weg vom Platz Richtung Berge! 45


Der nächste Seilriß! Christoph scheint das wohl irgendwie Spaß zu machen. Wir parken die 21 vor der Halle, um ein bisschen was zu essen. Jetzt will ich natürlich langsam mal wissen, wann wir uns denn endlich mal etwas vom Platz entfernen? Seine Antwort: „Gar nicht.“ Meine Frage: „Und warum nicht?“ Christoph: „Ja weil Du nachher alleine fliegst… ähm wie schauts aus hast Du die schriftlichen Fragen eigentlich schon beantwortet?“ Ich: „Moooment – da bin ich aber jetzt überhaupt nicht drauf eingestellt??“

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Christoph lächelnd: „Ja gerade deswegen… also ich flieg nachher ganz sicher NICHT noch einmal mit! Wenn Du später nochmal fliegen willst, musst Du das ohne mich tun… Jetzt wird was gegessen, dabei machst Du den schriftlichen A-­Schein und danach schieben wir Dich hinter.“ Verdammt! Jetzt ist es also so weit. Keine Chance auf die erneuten Ausreden „es muss die Gesamtsituation passen!“ – die passt leider nahezu perfekt! Mittlerweile habe ich ja schon einige erste Alleinflüge bei anderen miterlebt. Oben geblieben ist noch keiner, im Zinnsarg heimgefahren ist vor meinen Augen ebenso wenig jemand. Zudem hat es Christoph auch geschickt angestellt und mir jetzt kaum Zeit zum Nachdenken gelassen und mich vor vollendete Tatsachen gestellt. Woher wusste er das bloß? Irgendjemand muss geredet haben. Wäre ich jetzt 16 Jahre alt, wäre mir das Bevorstehende vermutlich reichlich wurscht gewesen, aber wenn man schon etwas reifer ist und schon einiges gesehen hat, ist man eben etwas vorsichtiger. Kleine Kinder auf Skiern brettern ja auch ohne Rücksicht auf Verluste den steilsten Berg hinunter. Mir werden diverse nervige Fragen und Aufrüttelungsversuche in Zukunft erspart bleiben:

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Onkel Wolfgang (Rheinländer) : „Jung, hömma willste nich endlich mal selber fliegen? Dat kann es doch nich sein, datte hier imma noch mit Lehrer „Käsemeiers

Rundfahrt“

machst

und anderen dat Fluchzeuch blockierst? Nää, also früher hätte es dat nisch jegeben... da waren wir ganz anders!“ Oder Gerd (Westfale) immer etwas nüchterner: „Du willst immer noch mit Lehrer fliegen? Hmm, mußt Du wissen...“ Es ist früher Nachmittag. Salat und der immer von irgendwo verfügbare Kuchen sind nun verdrückt – Magenprobleme vor Aufregung

dürften

schon

mal nicht entstehen. Christoph holt mich ab und wir schieben 83661 Lenggries · Münchner Str. 7 · 08042/973885

die

21

zusam-


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AIRCRAFT ENGINES

men zum Start. Währenddessen wage ich noch einen letzten Versuch: „Glaubst Du wirklich, dass das so eine gute Idee ist ?“ „Natürlich! Wie lange willst Du jetzt noch warten? Du hast es eh schon erfolgreich über ein Jahr rausgezögert!“ „Aber mit Lehrer hinten drin ist es viel netter, wenn man sich unterhalten kann und schließlich ist doch der Weg das Ziel?!“ „Du machst das jetzt…“ Es hilft wohl nichts, selbst philosophische Begründungen versagen. Anderseits ist der Tag wirklich ideal um sich freizufliegen kein Wind, Lieblingspiste 28, alle Hyperaktiven sind noch in den Bergen und am Windenstart stehen nur zwei weitere Flugzeuge. 49


Am Startplatz angekommen nimmt Christoph den zweiten Fallschirm vom hinteren Sitz und verknotet die hinteren Sitzgurte, damit nichts rumscheppert. Er erklärt mir nochmal mein Programm: Ausklinkhöhe so hoch wie möglich, nach links zur Beuerberger Straße, in den Gegenanflug und über dem Moor zwei, drei schöne Vollkreise drehen und sich bei mindestens 800 m Höhe wieder zurück Richtung Platz begeben. Rüdiger vom SCM steht mit seiner ASK­13 noch vor mir am Start und gesellt sich auch zu meinem Betreuungs­team und motiviert mich auf die schwäbische Art: „Ja kannsch jetz Fliegen oda kannsch jetzt ned Fliegen ??“ „Hmm, ich glaub schon..?“ „Ja Harrgottsa, dann fliegsch halt jetzad, oda?! Meine Güte…“ Der Startleiter Winde wird nun auch informiert, dass hier jetzt gerade jemand entjungfert wird und dass sich der Win-

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denfahrer bitte besonders Mühe geben sollte. Ich melde mich mit Name und Flugzeugkennzeichen beim Startschreiber an: „Die 6121 mit Jurzitza.“ „Alleine…?“ „Hilft ja nichts…“ Mittlerweile sitze ich schon auf dem vorderen Platz der 21, ziehe mehrmals die Gurte fest (fester geht‘s nicht) und gehe mehrmals die einzelnen Punkte der Startcheckliste durch, obwohl sich am Flugzeug außer dem fehlenden Gewicht des Lehrers rein gar nichts verändert hat. Es herrscht weiterhin eine glühende Hitze, Grillen zirpen und der Windsack hängt schlaff von der Stange runter. Mit einem Seufzen ziehe ich die Haube zu mir herunter und verriegele sie – Flucht ab jetzt unmöglich. Sofort entwickelt sich eine ordentliche Stauwärme mit ca. 40° im Cockpit und der Schweiß läuft mir den Rücken herunter und versickert im Polster des Fallschirms. Auch der Fellbezug auf der Sitzschale wärmt prächtig. Hoffentlich läuft mir oben in der Luft kein Sonnencreme­ Schweiß­- Gemisch in die Augen! Sowas brennt wie die Hölle und würde mir oben in der Luft richtige Probleme verursachen. Christoph klinkt mich ein, die schwarze Sollbruchstelle sollte selbst mich locker verkraften. Er fragt nach meinem „OK“, begibt sich zum Ende der Fläche und hebt sie an, der Startleiter greift zum Telefon. Irgendetwas klopft hörbar mit ca. drei Schlägen pro Se-

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kunde. Ich sehe zum Flügel, aber Christophs Finger liegen ruhig an der Fläche. Das Geräusch kommt also tatsächlich aus meinem linken Brustraum?! Die Haube beginnt sich von innen zu beschlagen obwohl es draußen locker über 25 Grad sind. Doch nochmal das Seitenfenster aufmachen? Lieber nicht. Ich ziehe noch einmal das Schwanenhals­-Mikrofon in Richtung Mund und probiere schnell ein Mantra aus dem Autogenen Training. „Ich bin gaaanz ruhig…“ Das Seil bewegt sich noch nicht und ein paar Gedanken jagen durch den Kopf: Was, wenn das Seil reißt? Vielleicht bekomme ich ja einen Black Out und vergesse alles Gelernte? Wer hat die flüssige Seife erfunden und warum? Ich beschließe bis kurz vor dem Abheben jetzt nicht mehr zu denken… „Die Winde macht einen Start…“ kommt es aus dem Lautsprecher links hinter meinem Kopf. Endlich bewegt sich das Seil, strafft sich und die 21 setzt sich flott aber nicht ruckartig in Bewegung. Jetzt bloß kein Seilriss! Das hat es hier alles schon gegeben: Flugschülerin mit Seilriss beim ersten Alleinflug – so etwas brauche ich jetzt echt nicht! Das Seil knackt und rumpelt unter mir, meine Fingerknöchel werden weiß und der Stick fühlt sich klebrig an, aber das Seil hält und der Windenfahrer gibt sich eh große Mühe. Ich glaube mich erinnern zu können, dass Thomas heute auf der Winde sitzt.

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Nun läuft alles irgendwie automatisch: das Flugzeug senkt sich etwas, die Kupplung schnalzt unter mir raus, nach vorne drücken und Fahrt aufnehmen und drei Mal auskuppeln, vor mir taucht der Starnberger See von unten auf. Und jetzt links rüber zur Beuerberger Straße. Ich fliege etwas Richtung der Ortschaft Königsdorf und dann einen Rechts-­und einen Linkskreis. Eigentlich würde sich von der Höhe her noch ein dritter Kreis ausgehen – das ist bis jetzt der einzige Unterschied zum Fliegen mit Lehrer: das Flugzeug ist leichter und gleitet besser und wo es über dem Moor noch blubbert, hüpft es um einiges energischer nach oben. Es fliegt sich jetzt nicht mehr wie ein Lastensegler. Ich versuche mit der Seele der 21 (sie hat sicher eine) eine spirituelle Verbindung aufzunehmen: „Wenn wir beide heil unten ankommen wollen, tust Du jetzt was ich Dir sage und nicht umgekehrt, du Stück!“ Ich probiere doch noch für ein paar Momente die Aussicht auf den See und die Berge zu genießen, aber dazu fehlt mir doch irgendwo die Gelassenheit. Querab des Lande­melde ich mich über Funk an der Position zur Landung. Die Höhe ist auch noch gut über 800 m a ­ lso über 200 m über Grund­, aber ich beschließe trotzdem, nichts mehr zu riskieren, setze den Anflug fort und werde dafür den Gegenanflug in Richtung Überlandleitung etwas verlängern, um einen langen,

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aber perfekten Endanflug auf die 28 hinzulegen. Immer noch läuft alles wie immer. Keine

Chaoten,

die sich reindrängen oder einfach mitten auf der Landebahn liegen bleiben. Die im

Sonne Westen

blendet auch nicht mehr. Die Klappen werden entriegelt und entsprechend weit ausgefahren, bis ich mit 100/110 km/h auf die 28 zusteuere. Immer noch ist alles auf grün, kurz vor der Schwelle der Graspiste fange ich ab und setze die 21 weich auf. Sie macht sogar automatisch einen Rechtsbogen zum Rollweg, auf dem ich perfekt in Höhe der Halle Tölz zum Stehen komme. Haube hoch, nervigen Vario auf AUS, Gurte auf, Herzfrequenz auf NORMAL und Durchatmen.

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Edi sitzt vor der Halle unter der Pergola und streckt beide Daumen nach oben und von der Halle SGI ertönt ein „Woohooo!!“ von der Quietschie, dazu vereinzeltes Klatschen. Irgend jemand ruft „..daß ich das noch erleben durfte?!“. Ich meine mich noch an einen Glückwunsch über Funk von Thomas‘ Windenarbeitsplatz erinnern zu können. Das war‘s also. Sah leicht aus – war aber doch gar nicht so schwierig. Die beiden darauf folgenden weiteren Pflicht­-Alleinflüge verlaufen auch reibungslos. Auch die Tatsache, dass sich in Höhe der Position die „Bravo­Tango“ meldet und gerne noch vor mir landen möchte (was Edi über Funk noch zu verhindern versucht), bringt mich auch nicht aus dem Konzept. Nach dem dritten Flug beeile ich mich, um mir auf der Toilette noch schnell eine Badehose anzuziehen und Geldbeutel, Flugbuch und Handy zu verräumen, denn der Mob formiert sich schon vor der Halle, um mir geschmeidig den Hintern zu verdreschen. Anschließend folgt das übliche Prozedere: mittlerweile sind gut 30 Personen anwesend und ich bekomme das am Platz wuchernde Gestrüpp und Brennnesseln für meinen Blumenstrauß und muss mich anschließend über die Kanzel der 21 legen, während sich der Mob schon die Hände warmklatscht und versucht, damit akustisch 56


noch mehr Prügelwillige zu akquirieren. Nach den ersten zehn Prüglern bekomme ich eine Abkühlung mittels eines Eimers Wasser, den Quietschie mir von hinten in die Badehose gießt – tut eigentlich ganz gut… Besonders Bert zieht extrem kräftig durch – die königlich bayerische Polizeifliegerstaffel kann gut hinlangen. Ein zweiter Durchgang bleibt mir erspart. Anscheinend bin ich meinem Umfeld nicht so sehr auf die Nerven gegangen, wie das manch anderer hier schon getan hat. Auch das Schleppen an allen Vieren zum Sandkasten, doppelseitige Panieren und das anschließende Reinwerfen in den Löschteich wie ein Schnitzel in die Friteuse bleibt mir erspart. Die verbleibenden Schmerzen in den nächsten Tagen sind tatsächlich kein Mythos und ich spüre Berts Hand immerhin noch bis zum Donnerstag. Auch er hat sich wenigstens eine Zerrung am Handgelenk zugezogen. Das Jahresziel A-Schein ist erreicht!

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Die Aschewolke Flug zum verwaisten Erdinger Flughafen von Oliver Betz.

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April 2010: Der Vulkan Eyjafjallajökull spuckt seit Wochen riesige Aschemengen in den isländischen Himmel. Über Deutschland kommen zwar nur geringe Mengen der Asche an, aber es gibt weder genaue Messungen noch Grenzwerte für den Flugbetrieb. In der herrschenden Unsicherheit wollen die Flugsicherungsbehörden weder für eine Freigabe noch für ein Flugverbot die Verantwortung übernehmen. So wird per NOTAM am 15. April der schwarze Peter den Piloten und Fluggesellschaften

zugeschoben:

„FOR

ALL IFR FLIGHTS, ATC WILL NOT ISSUE CLEARANCES TO TRAFFIC PENETRATING CONTAMINATED AREAS BASED ON THE ACTUAL SIGMET INFORMATION“. Das damit geschaffene Schlupfloch, nach Sichtflugregeln zu fliegen, wird vorerst nur für einige Überführungsflüge genutzt.

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Für die Verkehrspiloten eine ungewohnte Situation, sie brauchten plötzlich VFR-Karten und mussten sich den Luftraum eigenverantwortlich mit langsamen Kleinflugzeugen teilen. Für uns sollte diese immense Beeinträchtigung der zivilen Luftfahrt eine einmalige Gelegenheit bieten, in sonst unzugängliche Lufträume zu fliegen... Am 19. April herrscht bestes Flugwetter mit guter Thermikprognose, und so beschließe ich um halb zehn, dass meine Arbeit warten kann. Wolfgang Hake und ich fliegen in der DG1000 kurz nach Mittag der Königsdorfer Gewohnheit folgend erst einmal in Richtung Berge. Vom Herzogstand aus sieht man bis nach München, und wir überlegen, auf direktem Weg zum verwaisten Erdinger Flughafen zu fliegen – diese Chance würde sich uns so schnell nicht wieder bieten. ATC gibt uns sofort (dank Transponder?) die Freigabe für Luftraum C über München, und um halb drei Uhr steigen wir bei Oberhaching mit freundlichen 2,6 m/s auf gut 2700 m. Östlich der Isar geht es über Giesing zum Englischen Garten, wo uns sogar 3,3 m/s erwarten. Leider haben wir keinen brauchbaren Fotoapparat dabei. Nördlich von München ist es leider überwiegend blau, und unsere Akkuspannung sinkt merklich. Zieht der Transponder zu viel Strom?

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8 km vor dem Erdinger Flughafen drehen wir lieber um. Ohne Strom im freigabepflichtigem Luftraum zu fliegen wäre für uns und ATC nicht angenehm. An der Allianz-Arena finden wir wieder einen Bart, der uns auf 2500m bringt. Das reicht sogar für die 45 km nach Königsdorf. Der Controllerin gefällt unsere Höhenreserve weniger, sie fordert uns auf, zu sinken. Ich bin mir nicht sicher, was sie damit genau meint. Eine kurze Erklärung über die Bedürfnisse eines Segelfliegers lässt sie dann zu meiner Erleichterung davon absehen, uns die Bremsklappen ziehen zu lassen. Allerdings ist über der Innenstadt ohnehin großräumiges Saufen, über eine Strecke von 10 km haben wir eine durchschnittliche Gleitzahl von 24! Unser Akku geht jetzt so stark in die Knie, dass wir darum bitten, den Transponder ausschalten zu dürfen. Wir sichern zu, direkt nach Süden zu fliegen und unsere Position per Funk zu melden. Erst bei Solln finden wir wieder Steigen, und um halb vier fliegen wir über dem Forstenrieder Park wieder aus Luftraum C aus. Ohne Motor in bis zu 2000 m AGL über München zu fliegen war ein großartiges und sicher einmaliges Erlebnis. Angesichts des immensen wirtschaftlichen Schadens für die Verkehrsflieger bleibt zu hoffen, dass bei der nächsten Aschewolke Entscheidungen über Flugbeschränkungen fundiert und zügig getroffen werden.

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Vereins-Chronik FSV Bad Tölz Gründung: Erster Eintrag Vereinsregister 21.11.1953 (FSV Bad Tölz ist aus einem 1951 gegründeten Modellflugverein hervorgegangen). Gründungs-Mitglieder: Kurt Frese, Hubert Gigl, Siegfried Hänel, Hofmann, Habel, Eberhard Kästner, Erich Keil, Rudi Nahler, Harald Schwarze, Paul Ochmann, Gerhard Patrzek, Gerhard Preissler, Karl Schöpfer, Hans Sonderer Vorstände: Dr. Harald Schwarze Helmut Pampel Martin Mair Roderich Müller Wolfram Wild Herbert Piffl Uli V. Haller Michael Depping Peter Herzog

1953 - 1966 1966 - 1970 1970 - 1973 1973 - 1974 1974 - 1992 1992 - 1998 1998 - 2004 2004 - 2010 seit 2010

Winde: Im Eigenbau erstellte Pfeifer - Winde 1954 - 1960 erster Start: 11.04.1954 um 15.10 Uhr; Dauer 9 sec. wegen Seilriss Segelflugzeuge: Mü 13 E Mü 13 E Mü 13 E Bergfalke II/55 64

D – 1172 D – 1280 D – 1430 D – 1477

1954 - 1955 1955 - 1957 1957 - 1957 1958 - 1971


L-Spatz D – 1264 L-Spatz II 55 D – 1518 Sf 26 D – 1704 L-Spatz III D – 1857 nach Verkauf zum UL umgebaut ASK 13 D – 0550 K 8 B D – 8210 Janus B D – 5895 Standard Libelle D – 0333 DG 300 D – 2870 LS 7 D – 5541 Discus CS (50% HG mit SGI) D – 8233 DG 1000 S D – 6910, Astir CS (50% HG mit SGI) D – 7855 ASW 19 B D – 7710 ASK 21 D – 6873

Motorflugzeuge: Tiger Moth G – ANTM Ercoupe D – ELIX Klemm 107 B D – ELIK Klemm 107 C D – ECYK Bölkow 207 D – EJBU Remorqueur DR400/180 D – EKCT an SCM verkauft Remorqueur DR400-RP D – ELBT Motorumbau von Porsche auf Lycoming 0-540 Grundüberholung und Neulackierung Dimona HK36TTC D – KTOL

1958 - 1969 1964 - 1969 1964 - 1988 1970 - 2007 1970 - 2012 seit 1974 1982 - 2005 1988 - 2003 1994 - 2011 2003 - 2004 seit 2005 seit 2005 seit 2007 seit 2011 seit 2012 1956 1957 - 1960 1960 - 1978 1967 1968 - 1969 1978 - 1986 seit 1987 1999 2013 seit 1999

Fluglehrer ab 1955: Rudi Nahler, Paul Ochmann, Hubert Gigl, Fritz Büttner, („Knautschke“), Roderich Müller, Edi Eichenseher jr., Willi Pongratz, Gunther Lang, Christoph Höfner, Walter Wimmer, Gerd Heidebrecht Edi Eichenseher Ausbildungsleiter Wolfgang Hake Ausbildungsleiter

1960 – 2006 seit 2006 65


Erste Schüler­gruppe 1954 Bernd Frei, Albert Prasch, Horst Lindworski, Helmut Bank Zweite Schülergruppe 1958 Martin Mair, Ludwig Keckeisen, Holger Schlattner, Rainer Vorwerg, Wolfram Wild Halle in Tölz Demontage Sägewerk Deining und Wiederaufbau am Flugplatz Tölz unter Anleitung von Hubert Disl 1959 – 1960 an Oldtimerverein OSVM verkauft

2005

Werkstatt: Einrichtung einer im LVB-LTB zugel. Werkstatt 1962 Werkstattleitung: Wolfram Wild seit 1962 Motor-Wart: Martin Mair 1978 – 1999 Rainer Vorwerg seit 1999 Ausbildung der ersten Motor- und Flugzeugschlepp-Piloten: Edi Eichenseher, Martin Mair, Rainer Vorwerg 1963 Segelflugplatz Königsdorf: 1. Fluglager vom FSV Tölz

Pfingsten 1963

Gründung Segelflug-Platzgemeinschaft Königsdorf durch BLVM + FSV Tölz + SGI 1963 Gründung Haltergemeinschaft Flugplatz Königsdorf durch Akaflieg + BLVM + SGI 17.07.1967 Beitritt FSV Tölz zur Haltergemeinschaft Umzug von Bad Tölz nach Königsdorf mit sukzessiver Verlagerung des Flugbetriebes Halle in Königsdorf: Erste Planungen ab Demontage Hallen-Stahlbau bei Fa. Moralt in kompletter Eigenleistung Hallenaufbau wieder mit sehr hoher Eigenleistung 66

29.03.1968 ab 1972 1971 1973 1979 – 1982


Ausbildungsgemeinschaft mit SGI teilw. gemeinsamer Flugbetrieb in Bad Tölz

ab 1963

gem. Nutzung der Ausbildungsflugzeuge in Kdf. seit 2004 Flugplatz Tölz / Segelfluggelände Greiling Erhalt durch eine Haltergemeinschaft mit ACM, OSVM und LSV Greiling

1991 – 2011

Sportliche Ereignisse: Obb. Segelflug Meisterschaft in Königsdorf 1969 Rainer Vorwerg Frühjahrs Wettbewerbe Königsdorf (alle 1-2 Jahre) seit 1971 z.B. Rolf Lidl, Martin Mair, Niall O‘siochain, Wolfram Wild, Peter Herzog, Gunther Lang Obb. Segelflug Wettbewerb: 1975 Niall O´Siochain SF 26 D-1704 / Rolf Lidl und Wolfram Wild, L-Spatz III D-1857, 3.Platz (langsamster Streckenflug, Kdf – Landsberg 6h 12 min) Kdf. Alpenflug Wettbewerb: 1977 Niall O´Siochain, SF 26 D-1704 / Dieter Franz, Kestrel D-2263 / Martin Mair, Cirrus D-0953 / Wolfram Wild, L-Spatz III D-1857, 3.Platz Bayerische Meisterschaft Segelflug: 1978 Martin Mair, Cirrus D-0953 Kdf. Alpenflug Wettbewerb: 1982 Sepp Müller + Wolfram Wild, Std. Libelle D-0333 Deutsche Doppelsitzer Meisterschaft: 1984 Walter Sinn und Dieter Franz, Janus B D-5095, Vizemeister Obb. Junioren Meisterschaft in Kdf: 1989 Jochen Wild, Std. Libelle D-0333, 1. Platz OLC 2009: 2009 Gerd Heidebrecht, 1.Platz Rekordflug über 1700km (1746 km) 2012 Gerd Heidebrecht; 1609 OLC-Pkte; DE-Rekorde/Bestmarken Mitglieder: Stand Mai 2013 40 aktive Piloten, davon 9 Segelflugschüler, 67 Fördermitglieder 67


Remorqueu

r DR400 -R

P

Dimona HK 36

Discus CS

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ASK 21


Unsere FSV-Flotte!

DG 1000 S

ASW 19 B

A stir C S

69


Impressum Der FSV Bad Tölz Vorstand 1. Vorsitzender 2. Vorsitzender Schatzmeister / Kassier Schriftführer

Peter Herzog Helmut Meimberg Thomas Dräxl Ferdinand Timmermann

seit 2010 seit 2012 seit 2010 seit 2008

Wolfgang Hake sen. Wolfram Wild Rainer Vorwerg Gunther Lang

seit 2006 seit 1962 seit 2002 seit 2010

Erweiterter Vorstand Ausbildungsleiter Werkstattleiter Motor-/Motorseglerreferent Segelflug-und Jugendreferent

Herausgeber: FSV Bad Tölz e.V. www.fsvbadtoelz.de info@fsvbadtoelz.de Auflage: 500 Stück

Redaktion und Texte: Helmut Meimberg, Oliver Betz, Thomas Dräxl, Wolfgang Hake, Gerd Heidebrecht, Peter Herzog, Oliver Jurzitza, Ulrich von Haller, Wolfram Wild

Bilder: Oliver Betz, Gerd Heidebrecht, Oliver Jurzitza, Helmut Meimberg, Ulrich von Haller, Alico Sternbeck, ©wolkenmond.de, Anzeigen: fotolia, Udo Klünsch

Konzept, Layout & Gestaltung: kpr kommunikation | Klünsch PR · 80538 Geretsried-Gelting Bgm.-Graf-Ring 10 · T: 08171/489900 · info@kpr-kom.de

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Inserenten, die durch ihre Annonce die Herausgabe dieser Festschrift unterstützen.

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Flugsportverein Bad Tรถlz e.V. Segelflugplatz 4 82549 Kรถnigsdorf Tel.: 08179 - 8203

www.fsvbadtoelz.de

60 Jahre Flugsportverein Bad Tölz  

Festschrift zum 60-jährigen Jubiläum