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Geschäftsbericht 2018

1


Kennzahlen KorporationsbürgerInnen Grundeigentum

20'922 / per 30.9.2018

754 km (70  % der Kantonsoberfläche) 2

Alpfläche Alpbetriebe Waldfläche

350 km

2

rund 300 (66 Alpen) 170 km

2

Hiebsatz

23'950 Festmeter

Genutztes Holz

21'472 Festmeter

Kulturland Felsen, Gletscher, Berge

14 km2 220 km2

Landwirtschaftliche Gewerbe 8 Liegenschaften mit Haus & Stall Immobilien

Titelbild: Triste im Isental, oberhalb Schwändi

5 mit 51 Wohneinheiten

53.5 Mio. CHF

Umsatz

6.5 Mio. CHF

Gewinn

206'948 CHF

Verwaltung

570 Stellenprozente 1 Lernende

Engerer Rat

9 Personen

Korporationsrat

32 Personen

Korporationsbürgergemeinden 17 Beteiligungen 6 % EWA AG (AK 1.2 Mio. CHF) 30 % KW Gurtnellen AG (AK 2.4 Mio. CHF) 15 % KW Bristen AG (AK 0.9 Mio. CHF) 15 % KW Schächen AG (AK 0.9 Mio. CHF) 15 % KW Palanggenbach AG (AK 0.9 Mio. CHF) 8 % KW Erstfeldertal AG (AK 0.96 Mio. CHF)

Inhalt

Editorial 3 Jahresrückblick 4 Waldungen 6 Ein Tal für alle 8 Weiden 10 12 Ferienhausbesitzer helfen mit Verwaltung: Beiträge und Baurechte

14

Verwaltung: Energie

15

2

Bilanzsumme

Verwaltung: Immobilien Im Fokus der Wissenschaft

16 17

Verwaltung: Regalien

18

Räte 19 Uri 18

20

Personal 20 Finanzen 21 Jahresrechnung 22 Bilanz 23


Editorial Ähnlich wie unsere Vorfahren betreiben noch heute einige Korporationsbürgerinnen und -bürger von Uri das Sammeln von Wildheu. Sie gehen «id Wildi», bauen «Trischtä» und legen sich so einen Wintervorrat an Heu für ihr Vieh an. Mit dieser anstrengenden und teils gefährlichen Arbeit helfen sie mit, dass unsere Wiesen mit all den schönen Alpenblumen gedeihen und die Verbuschung in den Alpen weniger stark zunimmt. Die Wildheuerinnen und Wildheuer stocken mit Tristen ihre Reserven auf. Auch die Korporation Uri durfte im vergangenen Geschäftsjahr mit dem Erwerb von Landflächen im Unteren Reusstal ihren Landbesitz aufstocken. Es gelang uns, im Rynächt zirka 5 Hektaren Kulturland von der AlpTransit Gotthard AG zu erwerben, die wir nun als Pachtflächen dem Bauernstand zur Verfügung stellen. Des Weiteren konnten wir eine Industriefläche beim Neat-Nordportal in Erstfeld kaufen und sie im Baurecht der Basis 57 nachhaltige Wassernutzung AG für die Zucht

Korporationspräsident Rolf Infanger.

von Speisefisch zur Verfügung stellen. Damit leisten wir einen Beitrag an die Urner Wirtschaft. Sich in guten Zeiten einen Vorrat anzusammeln für schwierigeUnser höchstes Gut ist neben Grundeigentum der Mitbesitz an

re Zeiten, ist eine Strategie, welche die Korporation Uri auch im

Wasser und Wasserkraftwerken: unseren umweltschonenden

kommenden Geschäftsjahr und – so die Korporationsgemeinde am

Energielieferanten und wichtigen Einnahmequellen. Deshalb betei-

5. Mai 2019 will – in der nächsten Legislaturperiode verfolgen wird.

ligte sich die Korporation Uri im Jahre 2018 an den Kraftwerken

Wir setzen uns ein, dass unse-

Erstfeldertal und Palanggenbach.

re Bürgerinnen und Bürger ihr Lebensauskommen weiterhin

« Der Tradition verbunden, der Zukunft verpflichtet.»

Fürs Aufbewahren und Transportieren des Wildheus baut man

im Wald und auf den Alpen er-

Tristen, bestehend aus einem stabilen Tristbett, einer geraden

wirtschaften können. Und wir hoffen, dass sie weiterhin der Traditi-

Tristlatte und einem geflochtenen Tristkranz. Damit wird das Heu

on des «Wildihäiwä» und «Trischtnä» nachgehen und so die Kultur-

draussen in der «Wildi» gelagert und vor Nässe geschützt. Eine

landschaft unseres wunderschönen Kantons nutzen und erhalten.

einwandfreie Infrastruktur ist hierfür, aber auch für das alltägliche Wirken unserer Bürgerinnen und Bürger zentral. Die Korporation

Rolf Infanger Korporationspräsident

Uri war im Berichtsjahr erneut bestrebt, diese sicherzustellen. Wir unterstützen die Erschliessungen der Alpen und helfen mit, die Rahmenbedingungen für die Arbeiten auf der Weide und im Wald zu verbessern. Dazu gehören auch Alpkonzepte und Abklärungen zum Thema Grossraubtiere, die aus unserer Sicht in der heutigen Bewirtschaftungsform keinen Platz haben.

3


02

01

06

03

07

Jahresrückblick 01   Kraftwerk Schächen AG  Im RUAG-Areal, kurz bevor der

03   Geotag Urnerboden  Auf dem Urnerboden fand am 1. Juli

Schächen in die Reuss mündet, baut die Kraftwerk Schächen AG

2018 der «20. Internationale Geo-Tag der Natur» statt. Der An-

ein Wasserkraftwerk. Am 27. September 2018 fand der Spaten-

lass lockte rund 200 Interessierte und Forscher auf die grösste

stich statt. Beteiligt an der KW Schächen AG sind die Elektrizitäts-

Schweizer­Alp. Dabei wurden insgesamt 1500 Pflanzen- und Tier-

werk Altdorf AG, der Kanton Uri und die Korporation Uri.

arten dokumentiert.

02   Einweihung Güterweg Acherberg  Am 18. August 2018 durfte Pfarrer Wendelin Bucheli in Bürglen den neu erstellten

04   Kleinviehausstellung  Am 3. Oktober 2018 hat zum letzten Mal im «Regierungsschachen» die traditionelle Kleinviehaus-

Güter­weg Acherberg einsegnen. Mit dem neuen Weg werden elf

stellung stattgefunden. Das Areal wird künftig als Entwicklungs-

Liegenschaften erschlossen. Die Korporation Uri leistete für den

schwerpunkt genutzt.

Bau einen Beitrag von 150'000 Franken. 05   Wasserversorgung Gurtnellen  An die Sanierung der Was-

serversorgung in der Gemeinde Gurtnellen hat der Korporationsrat Uri einen Beitrag von 145'000 Franken zugesichert.

4


04

08

05

09

06   Alpkonzept

08   Bodenfahrt Urnerboden  Am 25. August 2018 kehrten die

Schafalpstrukturen Urner Oberland  Die Strukturen der Schafalpen im Urner Oberland sollen überprüft wer-

Älpler nach einer guten Alpzeit im Oberstafel wieder auf den Urner­

den. Die Startsitzungen für das Alpkonzept haben Ende des Jahres

boden zurück.

2018 in Göschenen, Gurtnellen und Meien stattgefunden. 09 Zusammenkunft Korporationsbürgergemeinden Die tra­ 07   Neubau Alpgebäude Zurfluh auf Nideralp, Unterschächen

ditionellen

Für den Ersatzneubau des Alpgebäudes von Klaus Zurfluh-Stadler

meinden fanden im Frühling und Herbst statt. Der Forstbetrieb

sicherte der Korporationsrat Uri das erforderliche Bauland zu und

Attinghausen-Seedorf startete am 1. Januar 2018 in das erste

hat einen Subventionsbeitrag beschlossen.

gemeinsame Betriebsjahr.

Zusammenkünfte

mit

den

Korporationsbürgerge-

5


Waldungen

Der Bodenwald dient sowohl als wichtiger Lebensraum wie auch als Freizeit- und Erholungsraum.

Wald ist Lebens- und Freizeitraum Nutzungskonzept  Der Bodenwald zwischen Attinghausen

Leitung von Betriebsleiter Paul Herger und Förster Andreas Arnold

und Seedorf ist ein wichtiges Naherholungsgebiet und einer der

besteht aus den bisherigen Angestellten. Die Aufsicht übernimmt

wenigen Waldlebensräume im Urner Talboden. Im Rahmen des

eine Betriebskommission mit je zwei Vertretern der Bürgerge-

Agglomerationsprogramms Unteres Urner Reusstal wird nun ein

meinden Attinghausen und Seedorf sowie dem Betriebsleiter und

Nutzungskonzept erstellt. Dieses soll aufzeigen, wie die Attrak-

dem Sekretariat. Die Kommission untersteht den Korporations­

tivität des Bodenwalds als Erholungs- und Freizeitraum und zu-

bürgergemeinden Attinghausen und Seedorf. Diese genehmigen

gleich als wichtiger Lebensraum aufgewertet werden kann. Das

auch Rechnung und Budget. Mit der Gemeinde Bauen wurde ein

Projekt des Amts für Forst und Jagd wird begleitet durch das

Vertrag über die Waldbewirtschaftung abgeschlossen. Vertraglich

Amt für Raumentwicklung, die Einwohnergemeinden Attinghau-

geregelt ist auch die Zusammenarbeit zwischen dem FAS und dem

sen und Seedorf sowie durch die Korporation Uri. In der Begleit-

Forstbetrieb Isenthal.

gruppe sind Präsident Rolf Infanger und Allmendaufseher Lukas Wyrsch aktiv.

Neues Forstrevier  Die Bürgergemeinden Wassen, Göschenen und die Korporation Ursern schliessen sich mit der Bürgergemein-

Neuer Forstbetrieb  Am 1. Januar 2018 wurde der neue Forstbe-

de Gurtnellen per 1. Januar 2019 zu einem Forstrevier zusammen.

trieb Attinghausen-Seedorf (FAS) operativ tätig. Das Team unter der

Die Aufsicht obliegt einer Revierkommission mit elf Mitgliedern

6


(Korporationsbürgergemeinden: je drei / Korporation Ursern: zwei).

Mehrjahresrückblick des betrieblichen Erfolgs der Forstbetriebe

Für das neue Forstrevier soll ein Förster angestellt werden. Die bauliche Infrastruktur (Werkhöfe, Hütten etc.) verbleiben im Eigentum der einzelnen Parteien. Weniger Holznutzung  In Uri wurden im Jahr 2017 insgesamt 24'676 m3 Holz genutzt. Dies ist weniger als im Vorjahr. Rund 87

Dienstleistungen

10‘000‘000 9‘000‘000 8‘000‘000 7‘000‘000

tuation der Urner Forstbetriebe hat sich leicht verbessert. Dennoch

6‘000‘000

weisen die Betriebe der Korporationsbürgergemeinden und des

5‘000‘000

604'699 Franken). Im Berichtsjahr wurden im öffentlichen Wald

4‘000‘000 3‘000‘000 2‘000‘000

21'472 m3 Holz geerntet (gegenüber Vorjahr: minus 111 m3). Der

1‘000‘000

Verkauf von Stammholz stieg um rund 1,6 Prozent. Im Vorjahres-

0

vergleich wurden rund 175 m3 mehr Industrieholz verkauft. Der Verkauf von Energieholz nahm leicht ab, bleibt aber mit einem Anteil von 52 Prozent nach wie vor hoch.

Waldbewirtschaftung

Kosten in Franken

Prozent stammen aus Wäldern der Korporation. Die finanzielle Si-

Kantons einen Verlust von 183'065 Franken aus (Vorjahresverlust:

Sachgüterproduktion

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2012

2013

2014

2015

2016

2017

Erlös in Franken 10‘000‘000 9‘000‘000

Holzerlös versus Aufwand  Die Holzernte führt in Uri wegen der

8‘000‘000

Topografie zu hohen Kosten. Der Holzerlös trägt nur 12 Prozent

7‘000‘000

zu den Betriebseinnahmen bei. Einnahmen aus Dienstleistungen

6‘000‘000

für Kanton, Gemeinden und Private werden immer wichtiger. Im Berichtsjahr resultierte daraus ein Gewinn von 231'212 Franken (leichte Steigerung gegenüber Vorjahr).

5‘000‘000 4‘000‘000 3‘000‘000 2‘000‘000 1‘000‘000 0

Mehr Investitionen  Im Jahr 2017 wurden insgesamt 1'482'263 Franken investiert (Erschliessungsanlagen: 921'105 Franken / Gebäude: 470'190 Franken). Demgegenüber stehen Einnahmen von 1'310'491 Franken und damit ein Fehlbetrag von 171'772 Franken. In den verschiedenen Bürgergemeinden und im Forstrevier Was-

Nettoerlös in Franken 400‘000 200‘000

sen/Göschenen/Ursern wurden insgesamt rund 107'437 Arbeitsstunden geleistet (entspricht 58 Vollzeitstellen).

0 –200‘000

Höhere Beiträge  Für den Strassenunterhalt bezahlt die Korpora­ tion Uri den Bürgergemeinden nun jährlich 120'000 Franken. Diese Erhöhung um 40'000 Franken hat der Korporationsrat am 1. Dezember 2017 beschlossen. Die Kosten sowie die Auszahlungen an die einzelnen Bürgergemeinden wurden aus den Betriebsabrech-

–400‘000 –600‘000 –800‘000

2012

2013

2014

2015

2016

2017

nungen für das Jahr 2017 ermittelt. Waldreservat  Der Dienstbarkeitsvertrag für das Waldreservat Sellenen-Etzli zwischen Kanton, Korporation und der Korporationsbürgergemeinde Silenen wurde am 20. April 2018 vom Korporationsrat genehmigt.

Beispielhaft. Auf der Downhillstrecke Haldi stören Biker weder Wanderer noch Erholungssuchende. (Foto: Urbikers)

7


Waldungen

Der Wald Sellenen-Etzlital ist seit dem 1. Januar 2019 Waldreservat. (Foto: Amt für Forst und Jagd)

Ein Tal für alle Die Schweiz hat sich in internationalen Abkommen

wald, den Sellenenwald sowie den gesamten Wald im Etzlital und

verpflichtet, mindestens 10 Prozent ihrer Waldfläche

die Waldweidgebiete. Ausgenommen sind die Alpen, Strassen,

als Waldreservate auszuscheiden und zu schützen. Der

Gewässer und Privatliegenschaften.

Kanton sieht in seinem 2008 genehmigten Waldreservatskonzept die Ausscheidung von 2'275 Hektaren

Hohe Biodiversität  Das Waldreservat Sel-

Waldreservatsflächen bis 2030 vor. Dies entspricht rund

lenen-Etzlital ist aufgrund der Grösse des

11 Prozent der Waldfläche.

Gebiets und der Abgeschiedenheit von be-

« Das Waldreservat ist frei begehbar.»

sonderem ökologischem Wert. Nebst Preiselbeer-Fichtenwäldern, Fünftes Waldreservat in Uri  Das Waldreservat Sellenen-Etzlital

Alpenrosen-Bergföhrenwäldern und Grünerlen-Gebüschwäldern

liegt im Etzlital und ist nach den Waldreservaten Rütli, Rophaien,

finden sich im Gebiet alte, mächtige Weisstannen, Alt- und Totholz

Fellital-Taghorn und Männigenwald (bei Amsteg) das fünfte Wald-

sowie Tümpel und Suhlen. 620 verschiedene Blütenpflanzen zählte

reservat im Kanton Uri. Die Fläche des Waldreservats umfasst

die Naturforschende Gesellschaft Uri, davon 53 seltene Arten. Das

248,40 Hektaren Fläche. Das Reservat erstreckt sich von 1060 m 

Etzlital bietet einen idealen Lebensraum mit Rückzugsgebieten für

ü. M. unterhalb des Sagebrüggli eingangs Etzlital bis auf 1950 m 

Wildtiere. Von den 32 Vogelarten sind die grossen Bestände von

ü. M. im Gebiet Etzliberg. Das Waldreservat umfasst den Felmis-

Birkhuhn und Alpenschneehuhn bemerkenswert. Reh, Rothirsch

8


und Gämse, Schneehase, Dachs, Marder, Iltis, Hermelin fühlen sich hier wohl. Als Amphibienarten kommen Grasfrösche, Alpensalamander, Feuersalamander und Bergmolche häufig vor. Demokratischer Entscheidungsprozess  Die erste Begehung fand am 16. September 2014 statt. In die vierjährige Planungs- und Umsetzungsphase waren Vertreter vom Amt für Forst und Jagd, der Korporation Uri und der Korporationsbürgergemeinde Silenen involviert. «Information, Austausch und Besichtigungen vor Ort waren uns wichtig», sagt Beat Tresch, seit 2017 Präsident des

Beat Tresch wohnt in Silenen und arbeitet bei der Matterhorn-Gotthardbahn im Leitungsbau. Seit 2017 ist er Präsident der Korporationsbürgergemeide Silenen.

Bürgerrats. «Einerseits informierte das Amt für Forst und Jagd die Korporation und den Bürgerrat über das geplante Reservat, andererseits erfolgten Besprechungen mit den involvierten Alpgenossenschaften und den Ferienhausbesitzern. Am 8. November 2017 orientierten wir die Bevölkerung am Infoabend in Bristen. Die Zusicherung, dass es weder für Wanderer, Jäger, Fischer oder

den ausgeschiedenen Waldflächen auf die forstliche Holznutzung

Pilzsammler Einschränkungen geben würde, überzeugte.» Am 18.

zu verzichten», sagt Beat Tresch. «Ausgenommen sind die Berei-

April 2018 sagten die Bürgerinnen und Bürger der Korporationsbür-

che unter den Hochspannungsleitungen oder Eingriffe aus Grün-

gergemeinde Silenen einstimmig Ja zur Errichtung des Waldreser-

den der Sicherheit oder des Forstschutzes. Im Waldreservat ist die

vats Sellenen-Etzlital.

Nutzung von Haus, Brenn- und Hagholz wie bisher gestattet, und in den Waldweidegebieten sind forstliche Eingriffe zur Offenhaltung

Einschränkungen nur für Forstwirtschaft  Am 28. August 2018

der Waldweiden möglich.

unterzeichneten der Kanton Uri, die Korporation Uri und die Korporationsbürgergemeinde Silenen den Dienstbarkeitsvertrag für

Die Alpwirtschaft kann sich weiterentwickeln, Optionen wie Er-

das Waldreservat Sellenen-Etzlital. Seit dem 1. Januar 2019 ist der

schliessungen der Gebiete Rüteli oder der Alp Sellenen bleiben er-

Dienstbarkeitsvertrag in Kraft und im Grundbuch eingetragen. Das

halten. Das ganze Gebiet ist nach wie vor frei begehbar, und es gibt

Waldreservat ist auf 50 Jahre befristet.

keinerlei Einschränkungen für die Alpwirtschaft, den Tourismus, die Jagd, die Fischerei oder für das Sammeln von Beeren und Pilzen.»

«Mit der Unterzeichnung des Dienstbarkeitsvertrags verpflichten

Zudem erhalten die Korporationsbürgergemeinde Silenen und die

sich die Waldeigentümer und die Waldnutzungsberechtigten, auf

Korporation Uri vom Bund eine einmalige Entschädigungszahlung.

Die Alpgenossenschaften können die Alpen im Etzlital wie bisher bewirtschaften.

9


Weiden

Die Korporation Uri unterstützt den Bau von Erschliessungsstrassen wie jene auf die Blackenalp.

Alpkonzept für die Zukunft Trockener Sommer  In vielen Teilen der Schweiz haben Hit-

Organisation, der Bewirtschaftungsweise, der Wirtschaftlichkeit

ze und Dürre zu frühen Alpabzügen gezwungen. Auf den Urner

und der Auswirkungen auf Natur und Landschaft. Dieses Vorgehen

Alpen war die Situation dank regelmässiger Gewitter nicht so

stellt sicher, dass die vom Amt für Landwirtschaft verlangten Inhal-

schlimm. Insgesamt darf der Alpsommer 2018 sogar als gut be-

te sowie allfällig gewünschte Inhalte vonseiten der Korporation Uri

zeichnet werden. Von der Dürre waren in Uri nur die Heimbetrie-

und der Hirteverwaltung bearbeitet werden.

be im Talboden betroffen. Schafalpstrukturen Urner Oberland  Der Kanton und die KorErschliessung Alplen  Die Hirteverwaltung Alplen hat ein Kon-

poration Uri wollen die Bewirtschafter von Schafalpen im Urner

zept für die Alp Alplen in Auftrag gegeben. Dieses soll die künfti-

Oberland aktiv bei Strukturanpassungen und Herdenschutz unter-

ge Bewirtschaftung und den Bedarf an Infrastrukturen aufzeigen.

stützen. Rückmeldungen aus einer Informationsveranstaltung vom

Notwendig wurde das Alpkonzept, damit auch künftig finanzielle

Februar 2018 zeigen, dass die Betroffenen ein solches Konzept

Beiträge von Bund und Kanton ausgelöst werden können. Das

unterstützen und mittragen. Kanton und Korporation als Projektträ-

Konzept wird von Cornel Werder vom Büro Alpe erstellt. In einem

ger sind überzeugt, dass ein Konzept nachhaltige Verbesserungen

ersten Schritt soll die strategische Richtung von Alplen analysiert

für Bewirtschafter und auch den nötigen Schutz vor Grossraubtie-

werden. Im zweiten Schritt erfolgt die detaillierte Ausarbeitung der

ren bringen kann. Die betroffenen Schafalpen gelten bis zum Pro-

10


jektschluss als geschützt. So hat der Kanton die Möglichkeit, bei

Viehsömmerung auf Allmend | Anzahl

Wolfsrissen schneller einen Abschuss zu verfügen. Das Konzept ausarbeiten wird eine Projektgruppe aus Vertretern von Kanton und Korporation Uri. Die Korporation ist vertreten durch Weidchef Peter Ziegler (Vorsitz), die Allmendaufseher Werner Walker und Matthias

Pferde/Esel

Baumann sowie Korporationsschreiber Pius Zgraggen. Die Projekt-

1982 1 2'966 1'310 2'036

gruppe orientiert regelmässig die politische Begleitgruppe. Diese

2017 14 3'375 807 1'566

besteht aus den Regierungsräten Urban Camenzind und Dimitri

Kühe Zeitrinder Maisrinder

2018 8 3'143 703 1'510

Moretti, Korporationspräsident Rolf Infanger sowie aus je einem Vertreter des Bauernverbands, des Kleinviehzuchtverbands und der Naturschutzverbände. Normalstösse auf Heimkuhweiden  Die Korporation Uri hat

Heimkuh Kälber kälber 1982 690

101

Schafe Ziegen Lamas 8'446

908

-

2017 1'030

55

8'497

1'374

10

2018 1'043

46

7'849

1'277

23

zusammen mit dem Amt für Landwirtschaft vereinbart, dass auf Heimkuhweiden die Normalstossberechnung nicht mehr pro Auftreibenden berechnet wird. Neu werden die einzelnen Weiden mit einer TVD-Nummer als Ganzes berechnet. Die Verfügung gilt für sechs Heimkuhweidegebiete. Es sind dies in der Gemeinde Unterschächen Äsch/Wanneli und Brunni, in der Gemeinde Wassen die Heimkuhweiden sowie die Heimkuhweiden Meien und zudem Grit in Göschenen sowie Sidenplangg in Spiringen. Die neue Praxis sieht vor, dass die Direktzahlungen (inkl. Biodiversitäts­ förderflächen und Landschaftsqualitätsbeiträge) an die Korporation Uri ausbezahlt werden. Diese wird aufgrund der bisherigen

Die Käserei Usserebnet wurde modernisiert (oben). Auf die Alp Matten führt nun ein Bewirtschaftungsweg (unten).

Normalstossberechnung die Beiträge an die einzelnen Auftreibenden verteilen. Die Verwaltung der Heimkuhweiden obliegt den Bürgergemeinden. Allfällige Kürzungen wegen Verbuschung oder Verunkrautung des gemeinsam genutzten Weidegebiets sind von allen Auftreibenden gemeinsam zu tragen. Schwendgeld  Die Abrechnung 2017 für Schwendgeld (inkl. Fälle aus Elementarschadenfonds) schliesst mit einem Nettobetrag von 187'959.40 Franken (Vorjahr: 166'578 Franken). Im Budget war ein Betrag von 200'000 Franken vorgesehen. Gegenüber dem Jahre 2016 fallen die Aufwendungen für die Alpräumungen höher aus, trotzdem kann für die meisten Alpen von einem durchschnittlichen Schadensjahr gesprochen werden. Besonders betroffen durch Unwetter waren einmal mehr die Gebiete Gitschental und Surenen. Ausgleichsflächen  Im Zusammenhang mit den Kraftwerkprojekten am Alpbach und Palanggenbach musste die Korporation Uri ökologische Ausgleichsflächen auf Landwirtschaftsland zur Verfügung stellen. Viel zu diskutieren gab dabei eine Ausgleichsfläche für das Kraftwerk Erstfeldertal AG im Hinter-Leitschach. Der Korporationsrat verlangte, dass von 5'000 m2 Ausgleichsfläche sich nur 2'500 m2 im landwirtschaftlichen Kulturland (LN-Fläche) befinden dürfen.

11


Weiden

Walter Gnos und sein Cousin Meinrad sind jeden Frühling auf der Alp Stössi am Schönen.

Ferienhausbesitzer helfen mit Der Allmendaufseher besichtigt im Frühling die Alpen

Steinen. Stein um Stein landet in der Schaufel des bereitstehenden

und bespricht mit dem Alpvogt die Alpverbesserungs-

Mähtracks. Der 73-jährige Walter Gnos, aufgewachsen mit sieben

arbeiten und das Räumen der Alpweiden von Schutt-

Geschwistern auf dem Zweistufenbetrieb

und Steinmassen. Diese Arbeiten werden als Schwend-

Frentschenberg-Fluh, kennt diese Arbeit von

arbeiten oder Schönen bezeichnet. Jeder Alpnutzer ist

klein auf. «Jeden Frühling haben wir unser

dazu verpflichtet. Für jede Kuh müssen unentgeltlich

Land von Steinen und Ästen gesäubert und

3 Stunden Schwendarbeiten geleistet werden. Nach

beim Schönen der Alp mitgeholfen.»

einem Lawinenwinter oder Murgang ist der Aufwand

« Seit 50 Jahren bin ich auf der Alp Stössi am Schönen.»

fürs Schönen besonders gross, der Zusatzaufwand wird

Auf dem Frentschenberg lebten zwei ältere,

jedoch von der Korporation Uri finanziell unterstützt.

ledige Frauen, die Geschwister Katharina und Martha Fedier. Sie führten einen kleinen Bauernbetrieb mit zwei Kühen und ein paar

Ferienhaus ohne Ferien  In den Planggen der Alp Niderchäseren,

Geissen. Die Geissen sömmerten Katharina und Martha Fedier auf

einem Stafel der Alp Stössi, liegt noch viel Lawinenschnee. Auf

der Alp Stössi. Jahrelang halfen Walter Gnos und sein Bruder Hans

der Alp wächst bereits das erste Gras. Eine Gruppe von Männern,

den Geschwistern Fedier beim Heuen, beim Holzen und beim

Frauen und Jugendlichen säubert das Weidland von Ästen und

Misten. 1970 konnte Hans Gnos ihre Alprechte erwerben. Walter

12


stellte die baufälligen Alpgebäude instand und half seinem Bruder auf dem Heimbetrieb und auf der Alp. 1987, nach dem Ableben der beiden Schwestern, konnte Hans Gnos Hütte und Stall auf der Alp Stössi kaufen. Als Lohn für seine Arbeit schenkte ihm sein Bruder 1989 die Alphütte – heute sein Ferienhaus. «Seit 50 Jahren bin ich nun auf der Alp Stössi und den beiden Ausstäfeln Niderchäseren und Gufern am Schönen», sagt Walter Gnos. Er lacht, die Arbeit gefällt ihm. Wieder fliegen ein paar Steine in die Schaufel des Mähtracks. Wie immer ist auch sein Cousin Meinrad dabei. Mit der Stössi verbunden  Als Elfjähriger war er auf der Alp Stäfeli im Maderanertal «z Alp». Mit 50 Kühen und 60 Rindern und Kälbern. Sie zügelten auf die Ausstäfel ins Brunnital und auf Holenbalm, übernachteten und kästen dort unterhalb eines Steins. Drei Jahre war er Älpler auf der Unteralp. Seit dem Neubau der Sennhütte 1999 auf der Alp Stössi werden die Käserei und der Käsekeller von Walter Gnos gewartet. Er wintert die Anlagen ein und macht sie im Frühling betriebsbereit. Walter Gnos ist auch zuständig für die Wasserversorgung Niderchäseren und Stössi. Besonders wichtig ist seine Arbeit während des Alpsommers. Einfache Reparaturen und Störungen behebt er selber. Er organisiert den Techniker oder Ersatzteile. Die Produktion darf nicht stillstehen. Pro Sommer werden 60'000 Liter Milch zu Alpkäse, Mutschli, Joghurt, Butter und Rahm verarbeitet. Schwendarbeiten auch im Sommer  «Im August spritzen wir den Gelben Enzian und die Disteln vor dem Absamen. Diese Pflanzen werden bis anderthalb Meter hoch und vermehren sich schnell, bedecken ganze Flächen», sagt Walter Gnos. Auch der Farn wird gespritzt. «Farn wurde früher gemäht und als Streue gebraucht. So konnte man das Wachstum des Farns eindämmen. Am 14. September, am Heiligkreuztag, erteilte die Korporation Uri die Bewilligung zum Mähen. Den Farn hat man mit der Sense geschnitten, nach dem Trocknen zu Tristen geschichtet und im Winter wie Wildheu zu Burden gebunden und auf Schlitten nach Hause gezogen.» Auch im Winter geht Walter Gnos die Arbeit nicht aus. 800 Hagpfosten hat er dieses Jahr in seinem Gaden aufbereitet. Das Holz hat er von der Alp Stössi, trockenes Altholz. Pfosten aus diesem Holz halten länger. «Im Winter laufe ich mit den Schneeschuhen zur Alp Stössi, schaue mich um. Meistens sind einige Lawinen schon im Tal. Manchmal hat es viel Material, manchmal weniger. Ich lasse mich jeden Frühling überraschen.»

Walter Gnos war Älpler auf den Alpen Stäfeli (Maderanertal) und auf der Unteralp im Urserntal. Später Arbeiter bei verschiedenen Bauunternehmen, danach Angestellter beim Zeughaus Amsteg.

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Verwaltung

Die Korporation Uri unterstützt die Sanierung der Seilbahn Intschi-Arnisee.

BEITRÄGE UND BAURECHTE Beiträge Folgende Korporationsbeiträge wurden an Infrastrukturen im Zusammenhang mit der Land- und Alpwirtschaft ausbezahlt: – Luftseilbahngenossenschaft Intschi-Arnisee: CHF 152'791 an die Erneuerung der Luftseilbahn Intschi-Arnisee – Hirteverwaltung Surenen: CHF 55'800 an den Neubau Bewirtschaftungsweg Nidersurenen-Stäuber, Attinghausen – Zurfluh-Stadler Klaus, Attinghausen: CHF 72'800 an den Ersatzneubau Alpgebäude Nideralp, Unterschächen – Milchverwertungsgenossenschaft Surenen-Äbnet: CHF 124'600 an Umbau und Erweiterung der Alpkäserei Usseräbnet, Attinghausen – Alpkäserei Kinzig GmbH: CHF 72'000 an den Neubau Käserei Gisleralp – Strassensanierung Schwarzenbach–Sahli: CHF 71'000

– Gamma Albin, Schattdorf: 35 m2 für Ersatzneubau Alphütte Chäserli, Gurtnellen – Korporationsbürgergemeinde Seelisberg: 18 m2 für Schutzhütte Matten, Bürglen – Alpgenossenschaft Etzli-Stäfeli: 38 m2 für Vergrösserung Schweinestall Etzli, Silenen – Hirteverwaltung Surenen: 49,50 m2 für Neubau Remise, Blackenalp, Attinghausen Erworbene Landflächen – von der AlpTransit Gotthard AG: rund 5 Hektaren (Parzelle 1075, Erstfeld, und Parzellen 41 und 52, Schattdorf) – von der Erbengemeinschaft Otto Schuler-Dittli: 1'075 m2 im Leitschach, Gemeinde Erstfeld Landkäufe durch den Engeren Rat (Finanzvermögen) – von der ATG: Parzelle 1664 (18'345 m2) in Erstfeld,

Bodenabgaben Allmendvergabungen im Baurecht auf Allmend Kompetenz Korporationsrat – Zurfluh-Stadler Klaus, Attinghausen: 210 m2 für Ersatzneubau Alpgebäude Nideralp, Usch – Walker-Imhof Thomas, Altdorf: 56 m2 für Milchraum und Unterkunft, Bödmern, Usch Kompetenz Engerer Rat – Brand-Gisler Alois, Spiringen: 20 m2 für Neubau Milchraum Wängi, Bürglen – Schuler Alois, Unterschächen: 30 m2 für Remisenanbau, Galtenäbnet, Bürglen – Imhof-Arnold Klaus, Spiringen: 34 m2 für Ersatzneubau Seilhütte Zingel, Urnerboden – Arnold-Waser Anton, Altdorf: 27 m2 für Ersatzneubau Seilhütte Plangg, Unterschächen – Jauch Felix, Seedorf: 12 m2 für Ersatzneubau Seilhütte Oberberg, Isenthal

14

im Baurecht an Basis 57 AG Allmendabgaben im Baurecht nach ZGB – Golf Company AG: 3'637 m2 im Zusammenhang mit Tausch (1'566 m2, Abgabe mit Gipo AG, Seedorf) – KW Erstfeldertal AG: 5'000 m2 als Ausgleichsfläche im Hinter-Leitschach, Erstfeld. – Gisler-Arnold Josefina, Kirchenrütti 6, Bürglen: 14 m2 für Stallvergrösserung Äsch, Unterschächen Allmendverkauf – Gisler-Imholz Benjamin, Urnerboden: 106 m2 für Arrondierung Liegenschaft Waldhüsli, Urnerboden – Einwohnergemeinde Erstfeld: 30 m2 für Verbreiterung Bärenbodenweg, Erstfeld – Furger Anton, Bristen: 48 m2 für Zufahrt beim Wohnhaus Etzlibrücke, Bristen


Energie KW Palanggenbach AG  Der Korporationsrat Uri hat am 28. Sep-

KW Erstfeldertal AG  Für die Realisierung des Wasserkraftwerks

tember 2018 zwei weitere Beteiligungen an Wasserkraftwerken

am Alpbach wurde am 21. November 2018 die Kraftwerk Erst-

im Kanton Uri beschlossen. Es sind dies eine Beteiligung von

feldertal AG gegründet. Diese ist ein sogenannt symmetrisches

8 Prozent an der Kraftwerk Erstfeldertal AG und eine Beteiligung

Partnerwerk, an dem die Gemeindewerke Erstfeld und die Elek-

mit 15 Prozent an der Kraftwerk Palanggenbach AG. Gleichzeitig

trizitätswerk Altdorf AG mit je 38 Prozent sowie der Kanton Uri

wurde der Kraftwerk Palanggenbach AG eine Nutzungskonzessi-

mit 16 Prozent und die Korporation Uri mit 8 Prozent am Aktien-

on für den Palanggenbach erteilt. An der Kraftwerk Palanggenbach

kapital beteiligt sind. Die Erstkapitalisierung der Aktiengesellschaft

AG sind die Aventron AG (60 %), die Elektrizitätswerk Altdorf AG

beträgt 2 Millionen Franken. Damit werden die Ausgaben für das

(15 %), die Korporation Uri (15 %) und die Gemeinde Seedorf (10 %)

Konzessionsprojekt, das Bau- und Auflageprojekt, die SNP und

beteiligt. Die öffentliche Hand hält zusammen mit EWA einen Be-

die Ausschreibung finanziert. Sobald die Baubewilligung vorliegt,

teiligungsanteil von 40 Prozent. Das Eigenkapital der Gesellschaft

wird eine zusätzliche Kapitalisierung auf 12 Millionen Franken er-

umfasst 6 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat besteht aus sie-

folgen. Bei einem Beteiligungsanteil von 8 Prozent ergibt dies für

ben stimmberechtigten Mitgliedern (Aventron AG: vier Sitze; EWA,

die Korporation Uri ein Aktienkapital von 960'000 Franken. In den

Korporation, Gemeinde Seedorf: je ein Sitz). Das Verwaltungsrats-

Verwaltungsrat der Kraftwerk Erstfeldertal AG wurde Korporations­

präsidium übernimmt jeweils ein Vertreter von EWA, das Vizeprä-

verwalter Kurt Schuler delegiert.

sidium ein Vertreter der Korporation Uri (zurzeit Rolf Infanger). Die Betriebs- und Geschäftsführung obliegt EWA.

Am Palanggenbach in Seedorf entsteht ein neues Wasserkraftwerk.

Der Erstfelder Alpbach wird nun definitiv für die Energiegewinnung genutzt.

15


Verwaltung

Der Eingangsbereich im Gebäude der Korporationsverwaltung wurde neu gestaltet.

Immobilien Rege Tätigkeit  Die Neugestaltung des Eingangsbereichs im

Kapuzinerkloster Altdorf  Die Korporation Uri ist Eigentümerin

Verwaltungsgebäude der Korporation Uri wurde abgeschlossen.

des ehemaligen Kapuzinerklosters in Altdorf. Am 1. März 2010

Beim Mehrfamilienhaus an der Burgstrasse 27 in Attinghausen

wurde die Liegenschaft nach einer sanften Renovation an Wen-

sind sechs neue Parkplätze realisiert worden. Anfang August 2018

delin und Verena Gisler-Davidshofer sowie Eduard und Margrit In-

wurde die letzte Mietwohnung im Mehrfamilienhaus Weingarten

dermaur vermietet. Diese betreiben seither unter dem Label «kul-

an der Bötzlingerstrasse 24 in Schattdorf vermietet. Im Mehrfami-

turkloster altdorf» ein Kurs- und Seminarzentrum. Im Jahr 2020

lienhaus Mühlematte 1 in Altdorf wurde die gesamte Heizungsan-

läuft dieser Mietvertrag aus. Um Nachfolgenutzungen zu evaluie-

lage saniert. Die Epinex AG hat einen Baurechtsvertrag zur Erstel-

ren, hat der Engere Rat eine Kommission unter dem Vorsitz von

lung eines neuen Gewerbeobjektes (2'714 m ) im Gewerbegebiet

Korporations­verwalter Kurt Schuler eingesetzt. Als Grundlage dient

Grund in Amsteg unterzeichnet. Mit dem VBS laufen Verhandlun-

ein Bericht der Begleitgruppe Kloster, die vor vier Jahren verschie-

gen über den Erwerb von Immobilien, die das Militär in Zukunft

dene Szenarien geprüft hatte: Verkauf des Klosters, Beibehaltung

nicht mehr benötigt. Anfang Jahr wurde der Vertrag über den Aus-

des Klosters im Alleineigentum und Gründung einer Stiftung zum

stieg aus dem Alters- und Pflegeheim Rosenberg unterzeichnet.

Erhalt des Klosters. Die Begleitgruppe empfahl damals, das Kloster

Ebenso wurde der Austritt aus dem Stiftungsrat des Alters- und

im Eigentum der Korporation zu behalten. Die Arbeit der neuen

Pflegeheimes in Wassen vollzogen.

Kommission richtet sich nach dieser Vorgabe. Zudem sollen sich

2

Ertrag und Aufwand für die Liegenschaft die Waage halten und der «Geist» des Klosters auch in Zukunft gewahrt bleiben. Eine künftige neue Nutzung soll nahtlos an die bisherige anschliessen. Neben dem ordentlichen baulichen Unterhalt stehen beim Kapuzinerkloster derzeit keine grösseren Investitionen an.

16


Im Fokus der Wissenschaft Wie es heute um die Kollektivkörperschaften in der

dem Zeitgeist so lange wie möglich widersetzte; Stichworte Frau-

Schweiz steht und welche Transformationen sie

enstimmrecht und Ökologie. Ich stecke allerdings noch mittendrin

durchgemacht haben in den vergangenen zwei Jahr-

in meiner Arbeit und ziele darauf ab, in den Details Zwischentö-

hunderten, das untersuchen Forschende der Universi-

ne zu erfassen und die verschiedenen

täten Bern und Lausanne in einem dreijährigen Pro-

Gesichter der Korporation zueinander in

jekt. Insgesamt fünf Körperschaften, darunter auch

Beziehung zu setzen.»

die Korporation Uri, haben sie für ihre Forschungen als Fallstudien ausgewählt.

Das Projekt dauert noch knapp ein Jahr. Ab Mitte 2019 sind erste Resultate zu

« Die Korporation Uri war in Bezug auf die Alpwirtschaft eine Modernisierungsagentin.»

Nachhaltige Genossenschaften  August von Miaskowski, ein

erwarten, unter anderem in der Zeit-

deutscher Nationalökonom und zeitweilig Staatsrechtsprofes-

schrift «Histoire des Alpes – Storia delle

sor an der Universität Basel, bezeichnete die Schweiz in seinem

Alpi – Geschichte der Alpen». Dort werden die Vorträge veröffent-

1879 erschienenen Buch «Die schweizerische Allmend in ihrer

licht, welche im Juni 2018 im Kulturkloster Altdorf von Wissen-

geschichtlichen Entwicklung» als ‹Laboratorium›, was die genos-

schaftlerInnen aus allen Alpenländern in einem Workshop über

senschaftliche Landnutzung anbelangt. Und auch die Wirtschafts-

kollektive Weiden und Wälder vorgetragen und diskutiert worden

wissenschaftlerin Elinor Ostrom, die Allmendsysteme (commons)

sind. Die Korporation hat diesen Workshop unterstützt und dabei

auf der ganzen Welt erforschte und miteinander verglich und 2009

die Gelegenheit genutzt, sich und ihre Geschichte den schweize-

dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, stützte sich bei

rischen und internationalen Gästen mit einer Führung vor Ort zu

der Ausarbeitung ihrer Prinzipien für ein langfristiges Management

präsentieren.

kollektiver Ressourcen unter anderem auf ein Schweizer Beispiel, das Walliser Bergdorf Törbel. Korporation Uri im Wandel  Die Historikerin Rahel Wunderli ist innerhalb des Projekts für die Korporation Uri zuständig. Bei ihren Recherchen im Korporationsarchiv und bei Interviews mit einzelnen Korporationsbürgern und -bürgerinnen geht sie der Frage nach, wie die Korporation Uri, die mit ihrem umfangreichen Eigentum

Rahel Wunderli studierte Geschichte und Ökologie in Basel, später war sie fünf Alpsommer lang Hirtin auf der Mutterkuhalp Etzli im Maderanertal. Doktorarbeit: Berglandwirtschaft im Strukturwandel. Bauern/Bäuerinnen in Ursern und politische Institutionen während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Projektwebsite: anthro.unibe.ch/forschung/scales

auch für schweizerische Verhältnisse aussergewöhnlich ist, sich seit der Ausscheidung von 1888 an die vielfältigen Veränderungen in ihrem Umfeld angepasst und gleichzeitig versucht hat, diese zu beeinflussen. Stichworte dabei sind die Gewichtsverschiebungen zwischen den politischen Institutionen, der landwirtschaftliche Strukturwandel, der Rückgang des Holzes als Haupt-Energielieferant, die Siedlungsentwicklung oder die Diversifizierung der Bevölkerung. «In den Quellen und anhand der bereits bestehenden Literatur lassen sich unterschiedliche ‹Charakterzüge› dieser Institution erkennen», sagt Rahel Wunderli. «Zu Beginn des 20. Jahrhunderts beispielsweise war die Korporation in Bezug auf die Alpwirtschaft eine Modernisierungsagentin, die in engem Austausch stand zum Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verein. Sie unterstützte den Ausbau der Infrastruktur auf den Alpen mit unterschiedlichen Mitteln und ging bei der von ihr selbst verwalteten Ruosalp mit engagiertem Beispiel voran. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fallen mir bis jetzt vor allem jene Bereiche auf, in denen sie sich

17


Verwaltung

Regalien Deponie ZAKU  Die Reaktordeponie Eielen in Attinghausen wird

Materialgewinnung Fätschbach  Zur Materialgewinnung aus

seit dem 30. November 1992 betrieben. Der am 17. Juni 2004 ab-

dem Fätschbach im Argseeli auf dem Urnerboden bestand mit der

geschlossene Deponievertrag zwischen der Korporation Uri und

Walker's Söhne GmbH, Urnerboden, ein Konzessionsvertrag. Die-

der heutigen ZAKU AG (Zentrale Organisation für Abfallbewirt-

ser war Ende 2018 abgelaufen. Nachdem die Justizdirektion Uri

schaftung im Kanton Uri) wurde nun präzisiert und den aktuellen

mit dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) eine Begehung des Ab-

Begebenheiten angepasst. Die Deponiegebühr wurde neu berech-

bauperimeters vorgenommen hatte, wurde der Weiterbetrieb der

net und die Abrechnungsmodalitäten festgelegt. Der neue Vertrag

Materialgewinnung durch das Bafu abgelehnt. Daraufhin musste

gilt seit 1. Januar 2018. Weiter wurde ein bestehender Baurechts-

eine geplante gemeinsame Begehung mit allen involvierten Partei-

vertrag von 1993 durch einen neuen Vertrag ersetzt. Dieser neue

en abgesagt werden. Eine Aussprache mit der Justizdirektion Uri

Baurechtsvertrag, der die aktuellen Verhältnisse besser widerspie-

führte dazu, dass eine befristete Verlängerung nun von den jewei-

gelt, wurde ebenfalls per 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt.

ligen Ämtern geprüft wird.

Deponieerweiterung  Mit der Kies AG Butzen in Amsteg wurde

Strahlnen  Im Jahr 2018 wurden insgesamt 232 Jahrespatente

der bestehende Deponievertrag überarbeitet. Bei den einzelnen

zum Strahlnen gelöst. Mit diesen Patenten erzielt die Korporation

überarbeiteten Punkten geht es um die Erweiterung der Deponie

Uri im Berichtsjahr Einnahmen von 52'037 Franken.

Butzen.

Die Deponie Butzen in Amsteg kann erweitert werden.

18

Der weitere Steinabbau aus dem Fätschbach auf dem Urnerboden ist gefährdet.


Räte

Der Korporationsrat hat fünfmal getagt und 25 Geschäfte behandelt.

Zahlreiche Geschäfte Korporationsrat  Der Korporationsrat traf sich zu fünf ordentlichen

Die Verhandlungen über die Ausscheidung von Gemeinde- und Korpo­

Sitzungen und behandelte dabei 25 Geschäfte. Der Korporations-

rationsstrassen wurden weitergeführt. Zur Aufhebung der Sonder­

rat verabschiedete unter anderem eine neue Verordnung über die

allmend Seelisberg wurde eine Anpassung der Verordnung ausgear-

Ausrichtung von Ausbildungsbeiträgen. Für das Jahr 2017 wurden

beitet und eine Prüfungskommission eingesetzt. In einem Vergleich

Stipendien in der Höhe von insgesamt 54'850 Franken an einzelne

vor dem Landgericht Uri konnte mit dem Mobilfunkbetreiber Salt eine

Korporationsbürgerinnen und -bürger ausbezahlt. Als Nachfolger von

Einigung bezüglich Funkantennen-Entschädigung getroffen werden.

Beat Infanger, Attinghausen, wurde Korporationsrat Lukas Wyrsch, Attinghausen, zum neuen Allmendaufseher für den Allmendkreis 6

Der Engere Rat hat seine berufliche Vorsorge abgeklärt und be-

(Attinghausen, Bauen, Seedorf, Isenthal und Seelisberg) gewählt. Die

absichtigt, dem Korporationsrat im Jahr 2019 eine entsprechende

Allmendaufseher Matthias Baumann, Gurtnellen (Kreis 1, Gösche-

Vorlage zu unterbreiten. Der Engere Rat beschloss, auf eine elek-

nen, Gurtnellen, Wassen), Werner Walker, Intschi, (Kreis 2, Erstfeld

tronische Geschäftsverwaltung umzustellen. Die Verwaltung trifft

und Silenen), Josef Schuler, Bürglen (Kreis 3, Bürglen und Schattdorf),

die dazu notwendigen Vorbereitungen im Jahr 2019. Der Engere

Josef Arnold, Unterschächen (Kreis 4, Spiringen und Unterschächen),

Rat genehmigte rund 100 Verträge. Davon betrafen 26 die Verlän-

und Karl Marty, Altdorf (Kreis 5, Altdorf, Flüelen und Sisikon), wurden

gerung eines Baurechtes für Ferienhäuser im Alpgebiet.

vom Korporationsrat auf weitere zwei Jahre bestätigt. Walter Walker, Wassen, wurde neu in die Rechnungsprüfungskommission gewählt. Engerer Rat   Der Engere Rat behandelte an 25 ordentlichen Sitzungen insgesamt 949 Geschäfte. Unter anderem wurde bei den Korporationsbürgergemeinden ein neues Gesetz zum Korporationsnutzen in die Vernehmlassung geschickt. Der Korporationsnutzen soll künftig nicht nur als Barbetrag, sondern auch in geldwerter Leistung ausbezahlt werden. Die Vernehmlassung bei den Bürgergemeinden zeigte, dass die Meinungen dazu geteilt sind. Über das Geschäft wird an der Korporationsgemeinde im Mai 2019 abgestimmt. Korporationsrat Hans Bissig (links) zusammen mit dem neuen Allmendaufseher Lukas Wyrsch.

19


Uri 18

Erfolg an der Uri 18  Die Korporation Uri hat im September 2018 gemeinsam mit der Korporation Ursern an der Wirtschafts- und Erlebnismesse Uri 18 teilgenommen. Insbesondere das von den

Personal

Sie feiern ein Arbeitsjubiläum bei der Korporation: (von links) Barbara Wyrsch, Andrea Arnold, Beat Infanger, Margrith Arnold, Franz Dittli und Cornelia Gisler sowie Korporationsschreiber Pius Zgraggen. (Foto: Korporation Uri).

Korporationen gesponsorte Riesenrad war ein Publikumsmagnet. Der traditionell gestaltete Ausstellungsstand gleich nebenan wurde sogar von Bundesrat Ignazio Cassis mit einem Besuch beehrt.

Dienstjubiläen  Zahlreiche Mitarbeiter durften im Jahr 2018 ihr Dienstjubiläum feiern. Es sind dies: Pius Zgraggen, Korporations­ schreiber (30 Jahre); Andrea Arnold, Verwaltungsangestellte (25 Jahre); Cornelia Gisler, Verwaltungsangestellte (10 Jahre); Margrith Arnold, Reinigung (25 Jahre); und Barbara Wyrsch, Reinigung (10 Jahre). Pensionierung  Nach 26 Dienstjahren bei der Korporation Uri wurde Rechnungsführer Franz Dittli per Ende April 2018 pensioniert. Kurz nach seinem 10-Jahr-Dienstjubiläum ist auch Allmend­ aufseher Beat Infanger zurückgetreten. Neue Wegmeister  Walter Gisler-Gisler, Ratismatt 2, 6464 Spiringen, wurde als neuer Wegmeister für die Getschwilergasse, Spiringen, ab 01.01.2018 gewählt. Als Nachfolger von Thomas Schuler wurde Anton Schuler, Bielegg, 6463 Bürglen, zum neuen Wegmeister für die Gasse vom Herderig bis Biel gewählt.

20


Finanzen

Gutes Geschäftsergebnis  Die Rechnung des Geschäftsjahres 2018 schliesst bei einem Ertrag von CHF 6'496'696.96 und einem Aufwand von CHF 6'289'748.31 mit Mehreinnahmen von CHF 206'948.65 ab. Nach Ausschüttung des Korporationsnutzens und nach zusätzlichen Fondszuweisungen schliesst die Rechnung um CHF 23'963.65 besser ab als budgetiert. Das Eigenkapital beträgt per 31.12.2018 CHF 16'800'388.44.

insgesamt CHF 1'927'669.40 aus. Damit wurden knapp 30 % der Einnahmen als Beiträge zugunsten Dritter (Kanton, Gemeinden, private Institutionen und Haushalte) ausgeschüttet.

Einnahmen gesteigert  Gegenüber dem Budget konnten die Einnahmen um insgesamt CHF 986'246.76 (+17,9 %) gesteigert werden. Das solide Ergebnis resultiert aus einer Kombination von Mehreinnahmen bei gleichzeitiger Reduktion verschiedener Aufwandpositionen. Zum guten Gesamtergebnis beigetragen haben vor allem Erträge aus Konzessionen, Vermögen sowie Benützungsgebühren.

3.19 % Ertragsüberschuss

23.03 % Personalaufwand

0.24 % Interne Verrechnungen

14.90 % Sachaufwand

Zuverlässige Konzessionen  Die Hauptertragsquelle der Korporation Uri bilden Einnahmen aus Regalien und Konzessionen. Diese sind das eigentliche Rückgrat der Korporationsfinanzen. Insgesamt belaufen sich diese auf CHF 3'179'926.35. Aus Vermögenserträgen inklusive der eigenen Liegenschaften resultierten CHF 1'932'673.12. Aus Gebühren für Amtshandlungen, Benützungsgebühren, Dienstleistungen sowie Rückerstattungen konnte ein Betrag von CHF 731'450.55 generiert werden. Höherer Aufwand   Der Gesamtaufwand beträgt CHF 6'289'748.31 und liegt damit um CHF 962'283.31 über Budget. Ohne zusätzlich vorgenommene Fondszuweisungen in der Höhe von CHF 757'632.40 würde der Aufwand um CHF 204'650.91 über den Erwartungen liegen. Auf Grundlage des Gesamtergebnisses wird die Korporation Uri dem Fiskus einen Steuerbetrag von rund CHF 117'000.00 entrichten. Der Personalaufwand (Behörden, Kommissionen, Betriebs- und Verwaltungsangestellte) beläuft sich auf CHF 1'495'917.25 und befindet sich damit 3,3 % über dem Budget. Der Sachaufwand konnte gegenüber den Planzahlen um 4,6 % auf CHF 967'868.62 reduziert werden. Tiefere Unterhaltskosten  Weniger Aufwendungen sind beim baulichen Unterhalt zu verzeichnen. Die geplanten Unterhaltsarbeiten der Liegenschaften schlossen tiefer als budgetiert ab. Die Sanierung der Heizungsanlage im MFH Mühlematte 1 in Altdorf wurde im Spätsommer 2018 abgeschlossen. Die neuen Aussenparkplätze beim Mehrfamilienhaus Burgblock in Attinghausen konnten innerhalb der Budgetvorgaben realisiert werden. Beim Verwaltungsgebäude wurde der Eingangsbereich neu gestaltet. Bei Mieterwechseln wurden diverse Wohnungen sanft renoviert. Die Dachwassersanierung beim Kulturkloster in Altdorf erfolgt im nächsten Jahr. Die weiteren Planungsarbeiten für den Weg zur Ruosalper-Chulm wurden zurückgestellt. 30 % zugunsten Dritter  Die Fonds der Korporation Uri werden auf der Basis des BVG-Referenzsatzes von 1 % verzinst. Die vorgenommenen Abschreibungen betragen insgesamt CHF 774'674.74. Im Jahr 2018 richtete die Korporation Uri Beiträge in der Höhe von

Aufwand

11.66 % Einlagen

5.15 % Fondsverzinsungen 11.92 % Abschreibungen

29.67 % Beiträge

0.25 % Entschädigungen an Gemeinwesen

Ertrag 29.75 % Vermögenserträge 11.26 % Entgelte

48.95 % Regalien und Konzessionen

3.09 % Beiträge für eigene Rechnung 6.76 % Entnahmen Spezialfinanzierungen 0.20 % Interne Verrechnung

Beiträge 0.84 % Tourismus 18.28 % Volkswirtschaft

3.08 % Bildung 3.43 % Kultur/Freizeit 0.28 % Gesundheit

5.43 % Korporationsnutzen

10.29 % Wasserbau

3.75 % Soziale Wohlfahrt

25.83 % Landwirtschaft

28.78 % Wald

21


Finanzen

Jahresrechnung Laufende Rechnung

Rechnung 2018

Budget 2018

Rechnung 2017

Aufwand

Ertrag

Aufwand

Ertrag

Aufwand

Ertrag

1’741’311.05

136’142.30

1’713’450.00

125’300.00

1’756’863.80

134’620.70

54’126.50

100.00

61’350.00

0

Allgemeine Verwaltung

010

Korporationsgemeinde

011

Korporationsrat

012

Engerer Rat

576’900.30

8’320.00

558’100.00

4’500.00

539’841.20

10’953.00

020

Korporationsverwaltung

850’841.90

66’821.10

848’150.00

65’600.00

827’677.60

61’883.95

030

Sozialversicherungsbeiträge

215’358.55

6’368.60

197’800.00

090

Verwaltungsgebäude

44’083.80

54’532.60

48’050.00

1

Öffentliche Sicherheit

6’976.90

2’215.00

27’500.00

100

Rechtswesen

3’879.10

103

Grundbuch-, Vermessungs-, Katasterwesen

3’097.80

106

Bürgerrechtswesen

2

Bildung

211

Volksschulen

235

Berufsbildung

46’240.55 58’515.00

178’962.35

7’036.90

55’200.00

105’627.10

54’746.85

4’200.00

17’321.95

2’435.00

7’500.00 1’515.00

20’000.00

700.00

4’720.30 3’500.00

12’601.65

1’735.00

74’341.50

4’863.85

15’691.50

4’863.85

700.00

59’300.00

64’400.00

59’300.00

64’400.00

700.00

58’650.00

3

Kultur/Freizeit

66’170.00

86’000.00

91’722.00

300

Kulturförderung

46’470.00

48’000.00

48’290.00

310

Denkmalpflege/Heimatschutz

340

Sport

350 4

2’300.00

6’000.00

15’700.00

13’350.00

27’000.00

23’150.00

Übrige Freizeitgestaltung

4’050.00

5’000.00

4’582.00

Gesundheit

1’050.00

6’100.00

4’050.00

440

Betagtenpflege

1’050.00

6’100.00

4’050.00

5

Soziale Wohlfahrt

78’220.05

69’625.00

78’564.30

500

Sozialversicherungen

1’533.50

1’500.00

1’444.00

531

Familienausgleichskasse

20’347.05

20’000.00

19’159.65

40’920.00

40’125.00

39’475.00

550

Behinderte

570

Alters- und Pflegeheime

590

Soziale Wohlfahrt, Übriges

10’980.00

8’000.00

7’700.00

6

Verkehr

32’024.20

48’950.00

33’945.75

620

Strassen

630

Gassen und Wege

7

Umwelt und Raumordnung

720

Bauschuttdeponie Eielen

750

Gewässerverbauungen

8

Volkswirtschaft

800

Landwirtschaftliche Liegenschaften

4’439.50

10’785.65

4’526.10

10’000.00

27’498.10

38’950.00

33’945.75

201’767.30

245’000.00

186’236.85

3’386.10

2’000.00

2’565.00

198’381.20

243’000.00

183’671.85

1’678’883.55

935’845.20

1’848’390.00

635’070.00

1’492’672.05

805’021.05

39’476.45

473’368.30

60’700.00

353’700.00

81’122.20

485’942.05

801

Alpen und Weiden

562’515.05

361’750.65

459’000.00

171’600.00

447’895.90

196’383.30

802

Ruosalp

100’726.25

100’726.25

109’770.00

109’770.00

102’251.55

102’251.55

803

Land- und volkswirtschaftliche Beiträge

404’582.45

804

Viehzählung

215.40

220.00

216.00

810

Waldungen

571’367.95

562’500.00

506’972.05

20’444.15

9

Finanzen und Steuern

900

Konzessionen

901

Steuern

116’953.80

940

Kapital-/Zinsendienst

348’659.98

592’605.82

338’000.00

521’500.00

331’075.71

941

Liegenschaften im Finanzvermögen «Burgblock»

59’173.60

90’521.45

69’050.00

92’300.00

27’965.20

91’920.65

942

Liegenschaften im Finanzvermögen «Bauernhofweg»

34’132.89

208’000.00

45’600.00

205’000.00

59’312.82

208’469.50

943

Liegenschaften im Finanzvermögen «Steinmattstrasse 3»

38’252.45

198’879.40

49’400.00

200’000.00

71’079.85

199’477.45

944

Liegenschaften im Finanzvermögen «Mühlematt 1»

82’721.00

130’626.90

78’200.00

134’080.00

33’755.00

132’481.00

656’200.00

2’424’045.26

5’422’494.46

57’063.55

3’179’926.35

354’214.35

1’218’050.00

4’745’880.00

3’549’151.14

6’579’112.60

75’000.00

3’052’000.00

1’461’887.60

4’679’661.44

62’000.00

283’543.75 844’750.31

945

Liegenschaften im Verwaltungsvermögen

246’705.90

311’748.80

170.00

267’000.00

166.75

276’675.95

946

Liegenschaften im Finanzvermögen «Kulturkloster»

64’469.20

54’000.00

82’700.00

53’000.00

77’012.00

55’656.30

947

Liegenschaften im Finanzvermögen «Bötzlingerstrasse 24»

28’698.15

216’770.00

36’980.00

221’000.00

37’628.90

90’020.00

950

Korporationsnutzen

104’610.00

105’000.00

104’735.00

253’250.00

282’385.00

990

Abschreibungen

519’978.74

995

Vorfinanzierungen

722’626.00

439’415.74

22’700.00

6’289’748.31

6’496’696.96

5’327’465.00

Total

778’603.56 5’510’450.00

7’284’869.34

Aufwandüberschuss Ertragsüberschuss

22

206’948.65

182’985.00

241’183.86

7’526’053.20


Bilanz Bestandesrechnung Bilanzgliederung

31.12.2018

31.12.2017

AKTIVEN

53’486’889.80

52’929’807.12

FINANZVERMÖGEN

46’740’684.80

47’067’952.12

5’711’076.23

4’186’478.78

Flüssige Mittel Kasse Postcheck Banken Guthaben Andere Debitoren Festgelder

2’172.60

4’293.70

283’930.22

809’487.62

5’424’973.41

3’372’697.46

12’669’740.29

13’268’358.25

745’770.57

444’425.86

11’800’000.00

12’800’000.00

Sparkonti

123’969.72

23’932.39

Anlagen

28’356’097.78

29’607’801.49

Festverzinsliche Wertpapiere

7’735’286.00

8’528’581.00

Anlagen in Aktien und Fonds

2’257’595.90

2’496’534.64

Darlehen Liegenschaften Übrige Anlagen

385’000.00

400’000.00

17’978’005.76

18’182’475.73

210.12

210.12

Transitorische Aktiven

3’770.50

5’313.60

Transitorische Aktiven

3’770.50

5’313.60

VERWALTUNGSVERMÖGEN

6’746’205.00

5’861’855.00

Sachgüter

884’505.00

935’655.00

Grundstücke

123’802.00

126’902.00

Hochbauten

760’700.00

808’750.00

Waldungen (Korporationsgemeinden)

2.00

2.00

Mobilien

1.00

1.00

5’861’700.00 5’861’700.00

4’926’200.00 4’926’200.00

53’486’889.80

52’929’807.12 1’006’708.33

Darlehen und Beteiligungen Gemischtwirtschaftliche Unternehmen

PASSIVEN FREMDKAPITAL

801’625.70

Laufende Verpflichtungen

331’309.80

344’172.45

Kreditoren

331’309.80

344’172.45

Kurzfristige Verbindlichkeiten

0.00

0.00

Kurzfristige Bankschulden

0.00

0.00

Rückstellungen

150’911.20

150’911.20

Laufende Rechnung

150’911.20

150’911.20

Transitorische Passiven

319’404.70

511’624.68

Transitorische Passiven

319’404.70

511’624.68

SPEZIALFINANZIERUNG

35’884’875.66

35’329’659.00

Verpflichtungen

35’884’875.66

35’329’659.00

Verpflichtungen an Spezialfinanzierung

34’412’467.55

33’664’331.15

1’472’408.11

1’665’327.85

KAPITAL

16’800’388.44

16’593’439.79

Kapital

16’800’388.44

16’593’439.79

Eigenkapital

16’800’388.44

16’593’439.79

Vorfinanzierung

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Korporation Uri Gotthardstrasse 3 6460 Altdorf Telefon 041 874 70 90 Fax 041 874 70 99 www.korporation.ch mail@korporation.ch

Detaillierte Angaben zur Jahresrechnung 2018 kรถnnen bei der Korporation Uri angefordert werden.

Redaktion: Dani Regli Fotografie und Reportagen: Christof Hirtler Layout: Anja Wild Druck: Gisler 1843

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Profile for Korporation Uri

Geschäftsbericht 2018  

Geschäftsbericht 2018  

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