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Mai 2018


Du

wirst

meiner

Liebe nicht

entgehen. Oskar (ร–dรถn von Horvรกth, Geschichten aus dem Wiener Wald)


Armin Breidenbach Schauspieldramaturg

Was hält uns als Menschen zusammen? Und wohin geht es, wenn es nicht mehr weitergeht? Welche Visionen einer anderen Welt gibt es – oder haben wir schon keine Visionen mehr? Und in welchen Zusammenhängen bewegen wir uns, selbstgewählt oder fremdbestimmten? Grundfragen des Theaters, die uns gegen Ende dieser Spielzeit im Schauspiel ein weiteres Mal bewegen und beschäftigen. Sowohl der namenlose Sohn in Der Mann der die Welt ass von Nis-Momme Stockmann als auch Marianne in den Geschichten aus dem Wiener Wald von Ödön von Horváth versuchen, aus ihrer jeweiligen Welt auszubrechen. Sind es die Erwartungen an den Vater, Freund, Arbeitnehmer und vor allem den Sohn, an denen Stockmann seinen Protagonisten scheitern lässt, so ist es für Horváths Marianne die Enge ihrer kleinbürgerlichen Welt, die sie ausrufen lässt: «Ich lass mich von euch nicht mehr tyrannisieren. Jetzt bricht der Sklave seine Fessel. Ich lass mir mein Leben nicht verhunzen, das ist mein Leben!» Beide versuchen die Veränderung, den Ausbruch, beide scheitern. Stockmanns Sohn scheitert an sich und seiner eigenen Überforderung, Marianne an der rigiden Engstirnigkeit ihrer Umgebung und den überkommenen Traditionen. Was beide vereint: Um sie herum herrscht Unverständnis – für die Reaktionen des Sohnes ebenso wie für den eigenen Willen Mariannes. Geschichten des Scheiterns, die erstmal hoffnungslos scheinen. Erzählt wird von unserer Gesellschaft und wie sie den einzelnen bestimmt. Doch die Zusammenhänge, in denen wir uns bewegen, sind menschengemacht. Wenn wir bessere Visionen entwickeln, Empathie oder ganz einfach Verständnis, könnten auch Marianne und der namenlose Sohn andere Wege einschlagen.

4 «Einen winzigen Moment lang aussteigen» 8 Ausbrechen aus dem Kleinbürgerdasein 11 Jugendtheaterclub: Reden oder schweigen? 12 Kurz notiert 13 Drei Highlights für Musical-Fans 14 Puccinis erstes Meisterwerk an den 13. St.Galler Festspielen 17 Beethovens Aufbruch in neue sinfonische Welten 20 Mise en Scène 24 Im Requisitenfundus 25 Veranstaltungskalender

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«Einen winzigen Moment mal aussteigen» Der Mann der die Welt ass – ein Gespräch mit Regisseurin Anja Horst

Der Mann der die Welt ass Schauspiel von Nis-Momme Stockmann Premiere Mittwoch, 16. Mai 2018 20 Uhr, Lokremise Einführungsmatinee Sonntag, 6. Mai 2018 11 Uhr, Lokremise, Eintritt frei Leitung Inszenierung: Anja Horst Bühne: Andreas Walkows Kostüm: Marion Steiner Sounddesign und Dramaturgie: Jonas Knecht Besetzung Sohn: Tobias Graupner Vater: Bruno Riedl Ulf: Christian Hettkamp Lisa: Jessica Cuna Philipp, Bruder: Jonas Knecht Die nächsten Vorstellungen Freitag, 18. Mai 2018, 20 Uhr Mittwoch, 23. Mai 2018, 20 Uhr Freitag, 25. Mai 2018, 20 Uhr Sonntag, 27. Mai 2018, 20 Uhr Donnerstag, 31. Mai 2018, 20 Uhr

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Das Stück Der Mann der die Welt ass ist hierzulande relativ unbekannt. Sein Autor, NisMomme Stockmann, hat es als junger Mann geschrieben und damit zahlreiche Preise gewonnen. Mittlerweile ist er ein arrivierter Theaterautor, der mit seinem ersten Roman Der Fuchs gleich für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Der Mann der die Welt ass war zur Zeit seiner Uraufführung 2009 fast schon ein Hit. Wie kommt es, dass so ein «alter Hut» dich interessiert? Anja Horst: Vielleicht ist es mit Theaterstücken ähnlich wie mit gutem Wein – je länger er reift, desto besser entfaltet er sich. Oder anders formuliert: Manchmal erweist sich die Qualität eines Stückes über die Jahre. Gute Stücke haben einen zeitlosen Kern mit Themen, die ihre Bedeutung nicht verlieren. Und das ist auch bei Der Mann der die Welt ass so. Stockmann greift ein grosses Thema auf: Überforderung. Das Beeindruckende an diesem Erstling ist, dass gerade ein junger Autor, der wohlmöglich einige der Erfahrungen der Figuren dieses Stückes noch gar nicht gemacht hat, sich dieses Themas angenommen hat. Er ist ein genauer Beobachter, beschreibt, ohne zu werten und ohne Lösungen parat zu haben. Er ist nicht schlauer als seine Figuren. Das Thema Überforderung ist kein leichtes Thema, sondern sicher eine Herausforderung für Spieler und Publikum, oder? Die Lok ist ein unglaublich schöner Spielort und zudem ein Ort, an dem wir Themen ansetzen können, die vielleicht nicht den Zulauf der breiten Masse finden. Theater muss nicht immer gefällig sein, nicht nur unterhalten. Ich empfinde es als unsere Aufgabe, Aktuelles, Unbequemes auf den Tisch zu legen, unsere Gesellschaft zu spiegeln, Fragen aufzuwerfen, Diskussionen auszulösen, Gedankenspaziergänge zu ermöglichen. Überforderung, Versagen, Altern – das sind Themen, die uns interessieren und die doch eigentlich jeden betreffen. Irgendwann, über kurz oder lang. Und Nis-Momme Stockmann hat diese Themen mit Der Mann der die Welt ass sehr einfühlsam und geschickt verflochten. Ich benutze nicht gerne den Begriff Burnout. Ich habe das Gefühl, das ist so ein Modebegriff, verbunden mit oberflächlichem Wissen öffnet sich da schnell eine Schublade: «Ah, Burn-out. das sind doch diese karrieregeilen, geldgierigen Managertypen.»

Ich nenne den Zustand, in dem sich der namenlose Sohn befindet, lieber Überforderung oder Erschöpfung. Aber auch der Begriff Demenz löst schnell ein «Oh Gott, eine furchtbare Krankheit, hoffentlich bleibe ich davon verschont» aus. Wir schieben solche Gedanken gerne weg, sofern wir nicht – oder noch nicht – davon betroffen sind. Damit verweigern wir uns einer Auseinandersetzung, aber auch einem Umdenken oder Infragestellen unserer Leistungsansprüche.


Bühnenbildmodell von Andreas Walkows.

Wirklich interessant an Stockmanns Stück ist, dass er diese beiden Krankheitsbilder nebeneinanderstellt. Die Auslöser sind grundverschieden. Die Auswirkungen aber ähneln sich. Die Betroffenen sind häufig isoliert, einsam und unverstanden. Sie werden aus unserem System katapultiert, sind nicht mehr integriert. Damit geht diese Geschichte weit über die Beschreibung tragisch-trauriger Einzelschicksale hinaus, stellt vielmehr gesellschaftliche Strukturen infrage.

Lass uns kurz zum Stück kommen. NisMomme Stockmann hat ein Stück über einen Mann geschrieben, der alle Brücken hinter sich abbrechen will, um endlich frei sein zu können, aber von seinem bisherigen Leben eingeholt wird. Würdest du das auch so formulieren? Ein Mann in den besten Jahren, Mitte dreissig, der durchaus Erfolge zu verbuchen hat, kommt nicht mehr klar mit der Welt. Alles wird ihm zu viel. Er zieht Konsequenzen, will sich nur noch auf sich konzentrieren,

verlässt Frau und Kinder und mietet sich eine eigene Wohnung, um seine neue Freiheit zu leben. Doch das ist erst der Anfang. Er verliert seinen Job und sieht sich zu alldem auch noch gezwungen, seinen dementen Vater bei sich aufzunehmen. Der Grad der Überforderung des Sohnes erreicht seinen Höhepunkt. Bevor der Vater zu seinem Sohn zieht, ist das ein radikaler Bruch, den der Sohn vollzieht. Was denkst du, ist ein solcher Akt des 5


Sich-Rausziehens ein Anzeichen von Kontrollverlust oder eher von dem Wunsch, sich von nichts mehr bestimmen zu lassen? Stärker als Kontrollverlust oder Fremdbestimmung ist für mich der Sinnverlust. Am Punkt höchster Erschöpfung hat er den Grund seines Tuns aus den Augen verloren. Er funktioniert. Der Motor, den er selbst gestartet hat, läuft. Die Erwartungen, die er an sich und sein Leben hatte, verschwimmen. An deren Stelle treten die Erwartungen, die sein Umfeld an ihn aufgebaut hat, übermächtig in den Vordergrund und erdrücken ihn. Er verliert sich, sucht nach einem Moment der Ruhe. Chancenlos in einer Gesellschaft, in der das Funktionieren erwartet wird. Alles, was ihm lieb ist, wird plötzlich zur Belastung. Was ihn einst erfüllt hat, treibt ihn nun an seine Grenzen. Er kann die Rolle als Partner, als Vater, als Sohn, als Freund nicht mehr ausfüllen und wählt in seiner Verzweiflung den Weg der totalen Verweigerung. Damit stösst er alle vor den Kopf. Doch das ist sein Schutz: Verweigerung. Weil er einfach nicht mehr kann.

«Ich bin so müde. Und vor allem will ich nicht mehr in einer Tour irgendeinem Bild, das ihr von mir habt, entsprechen müssen.» Eine wichtige, vielleicht die wichtigste Beziehung ist die zwischen Sohn und Vater. Aber der Sohn kann sich nicht angemessen um seinen dementen Vater kümmern. Welche Rolle spielt für dich diese Erkrankung? Und welche Rolle spielt der Umgang mit Alter und Krankheit in unserer heutigen Gesellschaft? Der demografische Wandel stellt unsere Gesellschaft vor eine enorme Herausforderung, der sie sich meines Erachtens nicht ausreichend stellt. Vielleicht liegt das daran, dass sich der Mensch nicht gerne mit dem Gedanken des Alterns, des Krankseins oder des Sterbens auseinandersetzt. Es ist ein angstbesetztes Thema, das man gerne in die Zukunft vertagt. Doch in den letzten hundert Jahren haben sich Gesellschaftsund Familienstrukturen grundlegend verändert. Ein würdevolles Altern im Familienverbund ist kaum noch möglich. Wenn 6

Regisseurin Anja Horst mit den Schauspielern Tobias Graupner (links) und Bruno Riedl auf der Probe.

wir von Lebensentwürfen sprechen, meinen wir immer nur die kraftvollen, produktiven Jahre, in denen wir einen messbaren Wert für die Gesellschaft haben. Doch was, wenn wir nicht mehr in der Lage sind, eine Funktion zu erfüllen? Was wenn wir keine Kraft mehr haben? Und hier sind wir wieder beim Stück. Wenn Stockmann also den demenzkranken Vater auf den ausgebrannten Sohn treffen lässt, überspitzt er die Problematik. Natürlich muss das schiefgehen. Faszinierend ist für mich, dass es Stockmann gelingt, das Thema Demenz so zart und zugleich schonungslos aufzugreifen, ohne es effektheischend in den Vordergrund zu stellen. Letztlich zeigt er alle Figuren einsam in ihrer Welt, in die der jeweils andere keinen Zugang mehr hat. Man lebt, liebt, leidet aneinander vorbei. Hast du selbst schon Erfahrungen mit demenzkranken Menschen gemacht? Ja, das habe ich. Während des Abiturs, des Studiums oder in meiner Zeit als freiberufliche Regisseurin musste ich mir manchmal

Geld dazu verdienen. Ich habe immer wieder als Pflegekraft gearbeitet, über viele Jahre, sehr häufig auf Demenzstationen. Ich möchte diese Erfahrungen nicht missen. Es ist schwer zu beschreiben. Was ich erfahren habe, ist, dass Menschen, die an Demenz erkrankt sind, sich mit dem Fortschreiten der Krankheit aus unserer Welt entfernen, in ihrer eigenen Welt leben, die oft von frühkindlichen Erlebnissen geprägt ist. Das ist sehr schwer für die Angehörigen, die einen geliebten Menschen vermeintlich verlieren, als Sohn oder Tochter nicht mehr erkannt werden und verzweifelt versuchen, die gewohnte Verbindung aufrechtzuerhalten. Pflegeheime, die spezielle Demenzstationen haben, verfolgen einen anderen Ansatz. Man versucht nicht zwanghaft, die Bewohner in unserer Welt festzuhalten, sie unseren Regeln zu unterwerfen. Gegessen wird, wenn man hungrig ist, nicht weil um 12 Uhr der Wärmewagen mit dem Mittagessen auf Station kommt. Und wem entfallen ist, wofür die Gabel einst gedacht war, der isst halt mit den Fingern. Geschlafen wird in


Zum Autor Nis-Momme Stockmann

dem Bett, das gerade verlockend erscheint. Man versucht also, den Bedürfnissen der Dementen weitestgehend entgegenzukommen und sich in ihre Welt einzufühlen. So vermeidet man unnötige Frustrationen durch Ansprüche, die einfach nicht mehr verstanden werden. Ich bin kein Mediziner, drücke nur vereinfacht aus, was ich erlebt habe. Im besten Falle kam es zu wunderschönen, berührenden Momenten, in denen es plötzlich eine Verbindung der Welten gab. Doch machen wir uns nichts vor, diese Art der Pflege ist sehr personal- und kostenintensiv. Wer kann sich das in der Zukunft noch leisten? Wer wird den psychisch und körperlich belastenden Beruf, der häufig wenig Wertschätzung erfährt, noch ergreifen wollen? Mich bewegen diese Themen, auch wenn ich keine Lösungen parat habe. Und unser Stück ist mehr als eine handwerkliche Herausforderung als Regisseurin. Es ist eine Herzensangelegenheit. Das Bühnenbild in der LOK stellt eine Welle dar und steht frei im Raum. Wie kam es zu dieser spartanischen Bühnenbildlösung? Der Mann der die Welt ass ist ein hochpsychologisches Stück, ein Kammerspiel, und erfordert für mich auch eine psychologi-

sche Spielweise. Ich habe aber nach einer Möglichkeit gesucht, den Figuren Raum zu schaffen für ihre Emotionen, die meist zwischen den Zeilen verborgen liegen. Mein Bühnenbildner Andreas Walkows hat mit der Welle ein abstraktes Bild für die Überforderung, der keiner entrinnen kann, gefunden, das mich sehr inspiriert. Schauspieldirektor Jonas Knecht wird in dieser Produktion einmal mehr für den Sound verantwortlich zeichnen. Was kann man mit Sound und Atmosphäre bei diesem Stück bewirken? Auch Sound und Atmosphäre können die emotionalen Räume der Figuren vergrössern. Es geht darum, den Zuschauer nochmals auf einer anderen Ebene zu erreichen, ihn noch auf anderem Wege in die Welt der verschiedenen Figuren mitzunehmen. Mit der Schönheit, der Leichtigkeit der Töne schaffen wir ein Gegengewicht zur berührenden Traurigkeit des Stückes. Schwere und Betroffenheit lähmt die Zuschauer in dem Masse, wie Überforderung den namenlosen Sohn. Die Herausforderung für das gesamte Team ist es, dieses Thema mit grösstmöglicher Leichtigkeit anzugehen. Das Interview führte Armin Breidenbach

Autor Nis-Momme Stockmann wurde 1981 auf Föhr geboren. Seit 2009 schreibt er für das Theater. Sein Werk ist vielfach ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt worden. 2011 erhielt er den Friedrich-HebbelPreis, da er «in wenigen Jahren mit seinen Stücken die deutsche Theaterszene belebt» habe, so die Jury. 2014 gewann er den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft in der Sparte Dramatik, 2015 den Hermann-Sudermann-Preis. Mit seinem Roman Der Fuchs war er 2016 für den Preis der Leipziger Buchmesse und für den AspekteLiteraturpreis nominiert.

Nis-Momme Stockmann

Probeszene mit Tobias Graupner, Jessica Cuna und der bühnenbilddominierenden Welle.

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Ausbrechen aus dem Kleinbürgerdasein Geschichten aus dem Wiener Wald von Ödön von Horváth

Geschichten aus dem Wiener Wald Schauspiel von Ödön von Horváth Premiere Samstag, 26. Mai 2018 19.30 Uhr, Grosses Haus Einführungsmatinee Sonntag, 13. Mai 2018 11 Uhr, Lokremise, Eintritt frei Leitung Inszenierung: Barbara-David Brüesch Bühne: Claudia Rohner Kostüm: Heidi Walter Licht: Andreas Enzler Musik: Andi Peter, Christian Müller Choreografie: Zenta Haerter Dramaturgie: Armin Breidenbach Besetzung Marianne: Anna Blumer Alfred: Fabian Müller Zauberkönig: Matthias Albold Valerie: Diana Dengler Havlitschek: Marcus Schäfer Rittmeister: HansJürg Müller Oskar: Nils Torpus Die Mutter | Emma: Anja Tobler Die Grossmutter | Conférencier: Birgit Bücker Erich: Dimitri Stapfer Der Hierlinger Ferdinand | Der Mister |  Beichtvater: Oliver Losehand Ida: Miki Alves de Oliveira Vorstellungen Mittwoch, 6. Juni 2018, 19.30 Uhr Freitag, 15. Juni 2018, 19.30 Uhr

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Sein Tod auf den ChampsElysées, wo er am 1. Juni 1938 mit 36 Jahren während eines Gewitters von einem herabstürzenden Ast erschlagen wurde, könnte aus einem Stück von ihm selbst stammen: Ödön von Horváth. In den produktiven Jahren seines Schreibens verfolgte der 1931 mit dem Kleist-Preis ausgezeichnete Dramatiker vor allem ein Programm, nämlich die «Erneuerung des Volksstücks». Hausregisseurin Barbara-David Brüesch bringt nun Horváths bekanntestes Stück, die Geschichten aus dem Wiener Wald, auf die Bühne des Grossen Hauses. Nirgends blühte in der Zwischenkriegszeit das kulturelle Leben und besonders die Theaterlandschaft reger als in Berlin. Wer hier Erfolg hatte, hatte es geschafft. Alle waren sie da: Bert Brecht, Carl Zuckmayer, Else Lasker-Schüler, Gustaf Gründgens, Erich Kästner, Max Reinhardt ... 1931 erlebte dann

auch der österreichisch-ungarische Schriftsteller Ödön von Horváth, der sich selbst als deutschen Dramatiker bezeichnete, hier seinen Durchbruch: Im Deutschen Theater wurde sein Volksstück Geschichten aus dem Wiener Wald uraufgeführt. Ein Walzer von Johann Strauss schien da in der Luft zu liegen, Heurigenseligkeit, «Wien, Wien, nur du allein» – aber Horváth hatte nichts davon im Sinn. Vielmehr nutzte er den Titel des Walzers von Johann Strauss, um ihn gegen jede Walzerlaune zu verwenden. Horváth, der sich selbst einen «dramatischen Chronisten» nannte und als oberste Maxime angab, er müsse «als treuer Chronist meiner Zeit» zur Kenntnis nehmen, was der Fall sei, war ein Kind der Donaumonarchie, die mit dem Ende des Ersten Weltkriegs zusammengebrochen war. In Fiume an der Adriaküste (heute Rijeka, Kroatien) als Sohn eines ungarischen Diplomaten und der Tochter einer ungarisch-deutschen Militärarztfamilie geboren, wuchs er in grossbürgerlichen Verhältnissen auf, zog wegen des Berufs seines Vaters häufig um und schrieb erst mit 14 Jahren seinen ersten Satz auf Deutsch. Diese Herkunft aus dem Vielvölkerstaat fasste er so zusammen: «Ich bin eine typisch alt-österreichisch-ungarische Mischung: magyarisch, kroatisch, deutsch, tschechisch – mein Name ist magyarisch, meine Muttersprache ist Deutsch. Ich spreche weitaus am besten deutsch, schreibe nunmehr nur deutsch, gehöre also dem deutschen Kulturkreis an, dem deutschen Volke. Allerdings: der Begriff ‹Vaterland›, nationalistisch gefälscht, ist mir fremd. Mein Vaterland ist das Volk.»


schliesslich geschlossene Heirat mit dem Fleischhauer Oskar die Tragödie besiegelt und hinter der Gutmütigkeit einer kleinbürgerlichen Idylle nur Niedertracht, Gemeinheit und Bösartigkeit lauern. Mariannes Ausbruchsversuche aus dem Kleinbürgerdasein scheitern auf der ganzen Linie.

«Ich bin nämlich eigentlich ganz anders»

Ödön von Horváth, 1901 – 1938

Eben dieses Volk, die «kleinen Leute», kommt in seinen Stücken immer wieder vor. Und Horváth zeichnet seine Figuren nicht aus der objektivierenden Distanz des Beobachters, wie es seine Herkunft aus der Oberschicht «jener Vorkriegsdoppelmonarchie mit ihren zweidutzend Nationen» vermuten lassen würde, sondern anteilnehmend an ihrem Schicksal und ihren Verstrickungen. Es sind vielmehr die Erwartungen an das Theater, die Horváth mit seinen Stücken unterläuft: «Ein Wiener Volksstück gegen das Wiener Volksstück» hat Erich Kästner Horváths Geschichten aus dem Wiener Wald in seiner Kritik genannt, und die «Geschichten» entlarven tatsächlich schonungslos die Verlogenheit des Klischees vom «Goldenen Wiener Herz» und der sprichwörtlichen «Wiener Gemütlichkeit». Horváth erzählt vielmehr eine Geschichte von Not, Elend und sozialem Abstieg. Das «Wiener Mädel» Marianne und ihr hartherziger Vater, der «Zauberkönig», führen in einer scheinbar heilen und heiteren Welt einen Spielzeugladen. Unverhofft begegnet Marianne dem Strizzi Alfred, der sich von der älteren Trafikantin Valerie mehr oder weniger aushalten lässt – und die geplante Verlobung mit dem Fleischhauer Oskar platzt noch während der Verlobungsfeier an der Donau. Die Beziehung zwischen Marianne und Alfred hält gerade mal ein Jahr, er bewegt sie zur Abtreibung, die allerdings scheitert. Und so sitzen sie verarmt in einem billigen Zimmer, mit Kind, doch ohne Perspektive. Wenn am Ende unter Walzerklängen sich alles zum Guten zu wenden scheint, ist doch gewiss, dass die

Seinen Figuren legt Horváth eine Sprache in die Münder, die er «Bildungsjargon» nannte, eine Sprache, mit der sich seine Figuren über ihren Stand erheben wollen. Es ist eine Sprache der Sprachlosen, eine von leeren Phrasen, sprichwörtlichen Wendungen und falschen Höflichkeiten geprägte Sprache, eine Manifestation der Hilflosigkeit. Die Sprache überholt sie geradezu, und es kommt zu unfreiwillig komischen Verdrehungen ebenso wie zu Irritationen wegen des falschen Gebrauchs von Fremdwörtern, Floskeln

Figurinen für den Zauberkönig...

oder Zitaten. In Horváths Stücken finden sich dementsprechend viele wunderbare wie wundersame Aussagen der Figuren. Von «Du wirst meiner Liebe nicht entgehen» (Geschichten aus dem Wiener Wald) bis zu «Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu.» (Zur schönen Aussicht). Horváths Figuren kennt man aus Unterhaltungsfilmen und Operetten, es sind neben dem «süssen Mädel» die Rittmeister, die nichtsnutzigen Hallodri und die familiensüchtigen Kleinbürger. Horváth hat, so bemerkte Erich Kästner in seiner Kritik der Uraufführung, den Plüsch übernommen, aber er klopfte ihn aus, dass die Motten aufflogen und die zerfressenen Stellen sichtbar wurden. Die Uraufführung der Geschichten aus dem Wiener Wald am Deutschen Theater in Berlin fand am 2. November 1931 statt und fand begeisterte Aufnahme. Innerhalb von zwei Monaten wurde das Stück 28 Mal wiederholt. Die namhaften Kritiker sahen in der Aufführung einen Höhepunkt des Berliner Bühnenlebens. Anders die nationalsozialistische Presse. Dort witterte man «Unrat ersten Ranges» und sah «das goldene Wiener Herz rettungslos in der Horváthschen Jauche ersoffen». Zwei Jahre nach der Uraufführung erhielt Horváth von den Nazis Bühnenverbot, das Haus seiner Eltern wurde durchsucht. Er ging nach Österreich, dann nach Prag, Fiume, Venedig und schliesslich nach Paris, wo er kurz vor seinem Tod über die Verfilmung von Jugend ohne Gott, einem antifaschistischen Roman, verhandelte. «Erneuerung des Volksstücks» Ein Volksstück im herkömmlichen Sinn weist eine aus dem Volksleben entnommene Handlung auf, die in volkstümlich schlichter, leicht verständlicher Form gezeigt wird und die durch Einlagen von Musik, Gesang und Tanz sowie Anwendung von Effekten und anderem vereinfacht und unterhält, ohne den oft ernsten und zum Teil selbst tragischen Grundton zu verlieren. Horváth bezeichnet Die Bergbahn (1928/1929) wie auch seine folgenden Stücke als Volksstücke, eine Bezeichnung, die bis dahin in der modernen dramatischen Produktion nicht mehr gebräuchlich war. Ihm schwebte eine Fortsetzung des alten Volksstückes vor, weil dieses nur noch historischen Wert hatte, denn die Personen der Handlung hatten sich in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg unglaub9


lich verändert. Er schreibt dazu: «Es gibt eine ganze Anzahl ewigmenschlicher Probleme, über die unsere Grosseltern geweint haben, und über die wir heute lachen, und umgekehrt. Will man nun also das alte Volksstück neu fortsetzen, so wird man natürlich heutige Menschen aus dem Volk (wie der schöne feudale Ausdruck lautet) auf die Bühne bringen – also: Kleinbürger und Proletarier.» Horváths Bühnenwerke von Kasimir und Karoline über Glaube Liebe Hoffnung bis zu Geschichten aus dem Wiener Wald haben deshalb auch mit dem alten Muster dieses dramatischen Genres wenig zu tun. Er paralysiert Idyllik, Romantik, Happy End, «herzigen» Humor, zeigt keinen Ausgleich der Gegensätze, keine heile Welt, keine gradlinigen Charaktere. Deutlich zeigt Horváth die Abhängigkeit des Handelns und Gefühllebens seiner Figuren von den ökonomischen Bedingungen. Das Vakuum der Orientierung nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs verlangt nach Füllung, doch nur das Kapital bleibt.

... und Alfred.

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Auf Vorwürfe in diese Richtung antwortet Horváth: «Man wirft mir vor, ich sei zu derb, zu ekelhaft, zu unheimlich, zu zynisch und was es dergleichen noch an soliden, gediegenen Eigenschaften gibt – und man übersieht dabei, dass ich doch kein anderes Bestreben habe, als die Welt so zu schildern, wie sie halt leider ist. Und dass das gute Prinzip auf der Welt den Ton angibt, wird man wohl kaum beweisen können, behaupten schon.» Horváth orientiert sich nach eigenen Angaben weniger an den Autoren der klassischen Volksstücke als an der Tradition der Volkssänger und Volkskomiker. Dennoch sind literarische Einflüsse und Berührungspunkte erkennbar. Mit Nestroy hat er die Kunst der Charakterzeichnung und die Könnerschaft der sprachlichen Formulierung gemeinsam. Bedeutend sind auch die Einflüsse von Carl Sternheim. Beide liefern mit ihren Stücken keine Lösungen, sondern Diagnosen, sie decken die menschlichen Schwächen auf. Nicht die Bühnenfiguren gewinnen Einsichten, sondern die Zuschauer. Allerdings gelangen Sternheims «Helden» nach oben, während Horváths Kleinbürger auf der Strecke bleiben. Zur österreichischen Erstaufführung kam es erst nach dem Krieg 1948, da war die Zeit noch immer nicht reif dafür. Es kam zu einem Skandal. Kritik und Publikum waren sich in ihrer Ablehnung einig. «Blasphemie aufs Wienertum», wurde empört gerufen, und in der Zeitung konnte man lesen, dass «diesen Gespensterreigen von Halbtrotteln und Verbrechern ein Volksstück zu nennen» eine Anmassung sei. Ein Kritiker sprach Horváth gar das menschliche Herz, das Fühlen ab. Es dauerte schliesslich bis 1961, bis eine Inszenierung für das österreichische Fernsehen positive Reaktionen und eine Horváth-Renaissance auslöste. Mittlerweile ist Horváth ein Klassiker auf den deutschsprachigen Theaterbühnen. (ab)


Reden oder schweigen? Der Jugendtheaterclub schweigt – aber nicht nur

Schweigen Eine Produktion des Jugendtheaterclubs [14 +] Premiere Dienstag, 15. Mai 2018 20 Uhr, Studio Leitung Projektleitung / Theaterpädagogik: Mario Franchi Co-Leitung: Diana Dengler Ausstattung: Helen Prates de Matos Dramaturgie: Armin Breidenbach Mit Alfredo Ramirez Andrej Millius Elena Walther Fabio Ambrosi Jan Lohri Jenny Rüegg Leonid Paupe Lisa Aouami Ottilie Jacobi Stefan Diethelm Tim Schürmann Tobias Zimmermann Weitere Vorstellungen Donnerstag, 17. Mai 2018, 20 Uhr Freitag, 18. Mai 2018, 20 Uhr Montag, 21. Mai 2018, 20 Uhr Dienstag, 22. Mai 2018, 20 Uhr Mittwoch, 23. Mai 2018, 20 Uhr (zum letzten Mal)

Nehmen wir an, du willst dich einer Gruppe anschliessen. Um dazuzugehören, machst du, was die Gruppe von dir verlangt. Alles. Ohne Widerrede. Du bringst Opfer. Die Gruppe treibt das Spiel mit dir bis an die Grenzen. Und darüber hinaus. ODER : Nehmen wir an, du gehörst dieser besagten Gruppe an. Du hast zusammen mit den anderen die Grenze überschritten. Es gibt ganz unverhofft ein Opfer. Was nun? Holst du dir Hilfe? Stellst du dich der Polizei? Bringst du andere für immer zum Schweigen? Oder schweigst du für immer?

Im Stück Schweigen spielt der Jugendtheaterclub [16 – 20] mit den Themen Grenzüberschreitungen, Schuld und Mitschuld. Auf der Grundlage eigener Erfahrungen und mit Ideen aus bestehenden Texten entstanden unter der Co-Leitung von Schauspielerin Diana Dengler und Theaterpädagoge Mario Franchi eigene Bilder, Stimmungen, Charaktere und Dialoge. Für Bühne und Kostüme zeichnet erstmals die Ostschweizer Szenografin Helen Prates de Matos verantwortlich.

«nichts sehen, nichts hören, nichts sagen» Ein weiteres Novum: Die Jungs sind klar in der Überzahl. In Schweigen reden aber nicht nur die Frauen (es sollen schliesslich keine Klischees bedient werden). Am Anfang war das Wort und der Rest ist Schweigen. Empfohlen ab 14 Jahren. (mf) 11


Liedmatinee Franz Schuberts Pilgerweise

Octango Late Night Music mit Tango und Tango nuevo

«Lugano Paradiso» Das Buch zum Stück

Der österreichische Bassist Martin Summer, seit dieser Spielzeit Mitglied des Musiktheaterensembles, widmet seinem Landsmann Franz Schubert (1797 – 1828) eine Liedmatinee. Am Anfang des Programms steht Schuberts Pilgerweise D 789 von 1823. Sie erscheint dem Sänger wie eine Metapher für Schuberts Leben, insbesondere die folgenden Verse, die der Komponist gegenüber dem Text des vertonten Gedichtes Franz von Schobers erheblich verändert hat:

Tango, das ist Tanz, Leidenschaft und Nostalgie. Ihm widmet sich der letzte Nachtzug des Sinfonieorchesters in dieser Saison. Octango heisst das ungewöhnlich besetzte Tango-Ensemble unter der Leitung des argentinischen Kontrabassisten und Arrangeurs Francisco Obieta. Auch in diesem Jahr hat sich der Kopf und «spiritus rector» des Oktetts wieder mit Mitgliedern des Sinfonieorchesters St.Gallen und Freunden zusammengetan, um Tango und Tango nuevo, die jüngere Neuinterpretation der traditionellen Musik Argentiniens, aufleben zu lassen. Mit seinen abwechslungsreichen Arrangements dieser stürmischen und wehmütigen Musik und der aussergewöhnlichen Besetzung aus zwei Violinen, Violoncello, Bandoneon, Gitarre, Horn, Klarinette und Kontrabass hat sich Octango in den vergangenen Jahren in die Herzen des Publikums gespielt. Mit dabei als Gast im diesjährigen Auftritt ist die junge Sängerin Joana Obieta. (ff)

Auf die Frage, was ihn antreibe, sagt Andreas Sauter: «Mich beschäftigt die Frage, was ist das eigentlich für ein Land, aus dem ich komme, wie hat es mich geprägt und prägt es mich noch? Wie geht es der Schweiz? Und wie geht es mir mit ihr?» Auf der Suche nach Antworten entstand zusammen mit anderen Autoren und dem St.Galler Schauspieldirektor Jonas Knecht die Produktion Das Schweigen der Schweiz, die 2016 in der Lokremise auf die Bühne kam. Mit dem gleichen Antrieb arbeitete der 1974 geborene Autor und Regisseur von Theaterstücken und Hörspielen auch in Lugano Paradiso ein Kapitel jüngerer Schweizer Geschichte auf, das bis in die Gegenwart hineinreicht. Die Schweiz im Kalten Krieg – eine Annäherung, so lautet der Untertitel. Das Stück, das in der Lokremise am 22. März uraufgeführt wurde und noch bis zum 8. Juni auf unserem Spielplan steht, ist in der Reihe Dialog im Berliner Verlag Theater der Zeit auch als Buch herausgekommen. Der handliche, schön gemachte Band enthält neben dem integralen Stücktext ein Vorwort von Harald Wolff, dem Dramaturgen von Das Schweigen der Schweiz, detaillierte Angaben zum Schaffen von Andreas Sauter sowie ein ausführliches Verzeichnis mit Literatur und Recherchequellen. (bh)

Und geb ein Lied euch noch zur Zither, Mit Fleiss gesungen und gespielt, Das euch vielleicht nur leichter Flitter, Ein leicht entbehrlich Gut euch gilt – Mir gilt es viel, ich kann’s nicht missen. Das zweite Lied dieser Matinee ist Einsamkeit D 620 auf eine Dichtung Johann Mayrhofers. Es ist das zweitlängste Lied Schuberts überhaupt und ist in sich wie ein Liedzyklus, bestehend aus sechs Doppelstrophen, deren jeweils erster Vers wie eine Kapitelüberschrift oder ein Motto in Anführungszeichen steht: «Gib mir die Fülle der Einsamkeit!» «Gib mir die Fülle der Tätigkeit!» «Gib mir das Glück der Geselligkeit!» «Gib mir die Fülle der Seligkeit!» «Gib mir die Fülle der Düsterheit!» «Gib mir die Weihe der Einsamkeit!» So ergibt sich ein romantischer Bildungsroman, komprimiert in ein einziges Lied, auf das Schubert selbst stolz war. Auch die weiteren Lieder des Programms spielen mit romantischen Topoi, wie schon Liedtitel wie Der Wanderer an den Mond, Nachtstück oder Zügenglöcklein verraten. Am Klavier begleitet wird Martin Summer bei dieser sehr persönlichen Liedauswahl von seinem (und Schuberts) Landsmann Tobias Neubauer. (mb)

Octango Tango und Tango nuevo Mit: Aris Kapagiannidis, Violine Gregory Gates, Violine Alberto Ferrés Torres, Violoncello Eduardo García, Bandoneon Alexander Swete, Gitarre Enrico Cerpelloni, Horn Ivan Galluzzi, Klarinetten Joana Obieta, Gesang Francisco Obieta, Kontrabass und Leitung Nachtzug Samstag, 2. Juni 2018 21 Uhr, Lokremise Mit grosszügiger Unterstützung Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

Schuberts Pilgerweise Mit Martin Summer und Tobias Neubauer Liedmatinee Sonntag, 27. Mai 2018 11 Uhr, Foyer, Eintritt frei

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Andreas Sauter Lugano Paradiso oder So schön wie dieses Jahr hat der Flieder lange nicht geblüht. Verlag Theater der Zeit 2018, 112 Seiten Erhältlich an der Billettkasse im Theater sowie bei Vorstellungen von Lugano Paradiso an der Kasse in der Lokremise Preis: Fr. 10.–


Ein Fest für Musical-Fans On the Town, Matterhorn und Sabrina Weckerlin in concert: Drei Abende im Zeichen des Musicals

Musicaltage 2018 On the Town Musical von Leonard Bernstein, Jerome Robbins, Betty Comden und Adolph Green Donnerstag, 10. Mai 2018 19.30 Uhr, Grosses Haus Sabrina Weckerlin Unplugged Konzert mit Sabrina Weckerlin Freitag, 11. Mai 2018 20 Uhr, Lokremise Matterhorn Musical von Michael Kunze und Albert Hammond Samstag, 12. Mai 2018 19.30 Uhr, Grosses Haus

New York und Zermatt als Schauplätze, dazwischen ein Konzertabend mit der charismatischen Sängerin und Orka-Darstellerin Sabrina Weckerlin in der Lokremise: Die diesjährigen Musicaltage versprechen packende Musicalerlebnisse. Ob einzeln oder im attraktiven Dreier-Paket: Ein Fest für Musical-Fans.

Mit grosszügiger Unterstützung

Drei Matrosen in New York

Sabrina Weckerlin

On the Town New York im Zweiten Weltkrieg: Die Matrosen Gabey, Chip und Ozzie haben einen 24stündigen Landurlaub vor sich und wollen sich so richtig amüsieren. Auf einem Plakat sehen sie die «Miss U-Bahn» des Monats, und sogleich machen sie sich auf getrennten Wegen auf die Suche nach der Schönheit. Dabei macht jeder der drei seine eigenen Erfahrungen im flirrenden Stadtleben New Yorks. On the Town ist das erste Musical von Leonard Bernstein, es wurde 1944 im Adelphi Theatre in New York uraufgeführt und erlebte dort anschliessend 463 Vorstellungen. Das Lokalkolorit spielt in Bernsteins Musik eine wichtige Rolle. Die Songs und Tänze muten in ihrer Vielfalt von Rhythmen und Klangfarben an wie ein akustischer Stadtplan New Yorks. Sabrina Weckerlin Begleitet von Klavier, Percussion und Cello präsentiert Musicalstar Sabrina Weckerlin bekannte Musicalmelodien und Popsongs bei einem exklusiven Konzert in der Lokremise. Sabrina Weckerlin erhielt vom Musicalpublikum dreimal in Folge die Auszeichnung «Schönste Musicalstimme». Am Theater St.Gallen war sie bereits als Morgana in Artus-Excalibur zu sehen, derzeit spielt sie in Matterhorn den geheimnisvollen Berggeist Orka. Matterhorn Das Matterhorn beschäftigt die Menschen seit Generationen. 18 Versuche der Erstbesteigung scheiterten, bis dem jungen Engländer Edward Whymper im Sommer 1865 das Meisterstück gelang – unter dramatischen Umständen. Nun ist das Drama als Musical auf der Bühne zu erleben: eine packende Geschichte über den Kampf des Menschen gegen die Natur, aber auch über den Kampf um Anerkennung und Erfolg. Und über Verrat. Matterhorn ist die Lovestory über einen Mann, der sich in einen Berg verliebt. Geschrieben vom renommierten Musicalautor Michael Kunze, von dem in St.Gallen schon Rebecca, Tanz der Vampire und als Uraufführung Don Camillo & Peppone zu sehen waren. Mit Songs von Albert Hammond, einem der bedeutendsten Songschreiber, aus dessen Feder Hits wie It Never Rains in Southern California und One Moment in Time stammen.

Musikalische Matterhornseilschaft

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Puccinis erstes Meisterwerk Edgar ist das Herzstück der 13. St.Galler Festspiele

Edgar Oper von Giacomo Puccini Premiere Freitag, 29. Juni 2018 21 Uhr, Klosterhof Leitung Musikalische Leitung: Leo Hussain Inszenierung: Tobias Kratzer Ausstattung: Rainer Sellmaier Licht: Michael Bauer Choreinstudierung: Michael Vogel Dramaturgie: Marius Bolten

Peregrinatio Tanzstück von Beate Vollack Uraufführung Mittwoch, 4. Juli 2018 21 Uhr, Kathedrale Leitung Choreografie: Beate Vollack Kostüm: Dieter Eisenmann Licht: Andreas Enzler Dramaturgie: Caroline Damaschke

Festkonzert Werke von Bernstein, Barber und Marshall Donnerstag, 12. Juli 2018 20 Uhr, Kathedrale Leitung: Wayne Marshall

Mit grosszügiger Unterstützung Presenting Partner:

Hauptsponsoren:

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Opernraritäten unter freiem Himmel vor der eindrücklichen Kulisse der barocken Kathedrale im Unesco-geschützten Klosterbezirk: Dieses bewährte Konzept prägt auch die 13. St.Galler Festspiele vom 29. Juni bis 13. Juli 2018. Hauptproduktion ist Giacomo Puccinis zweite Oper Edgar. Ergänzt wird die FreilichtOper durch ein Programm mit Tanz und Musik in verschiedenen Räumen des Stiftsbezirks. Das Tanzstück Peregrinatio von Beate Vollack thematisiert das Unterwegssein. Im Festkonzert erklingen Kompositionen von Leonard Bernstein, Samuel Barber und Wayne Marshall. Das Schicksal hält für jeden auf seinem Lebensweg Finsternis und Licht, Liebe und Tod bereit. Den jungen Bauern Edgar führt es aus einem Dorf und weg von der ihn liebenden Fidelia. Zusammen mit der Aussenseiterin Tigrana zieht er in die Fremde und wird später Soldat – doch am Ende kehrt er zurück in die Heimat und zu Fidelia. Die Handlung spielt in Flandern im Jahr 1302 und erinnert an ein Mysterienspiel, aber in der Tradition der Schwarzen Romantik bleiben dem Helden Glück und Erlösung versagt. Das Regieteam hat sich für diese Neuproduktion von den vielfältigen religiös geprägten, teils realistischen und teils surrealen Motiven der flämischen Malerei inspirieren lassen. Giacomo Puccinis zweite Oper Edgar gilt als sein erstes Meisterwerk. Nach der Uraufführung an der Mailänder Scala im Jahr 1889 geriet sie jedoch in Vergessenheit und blieb fortan stets im Schatten seiner Welthits wie La bohème oder Tosca. Zu Unrecht, wie Sie an den 13. St.Galler Festspielen feststellen können. Die Liebes- und Eifersuchtsgeschichte

um den jungen Edgar, die an Georges Bizets Carmen erinnert, ist reich an effektvollen Elementen und zauberhafter Musik. Peregrinatio: Tanzstück über das Pilgern Ausbrechen, Unterwegs, Jetzt, Ankommen: Das sind die Themen des Tanzstücks Peregrinatio. Seit der Antike bis heute begeben sich Menschen auf den Weg, um eine Rückwendung zu sich selbst, ein Nachgehen des Lebenswegs, ein Neuentdecken der Zukunft zu suchen. Die Tanzkompanie des Theaters St.Gallen wird in einer Choreografie ihrer Leiterin Beate Vollack dem seit Jahrhunderten bestehenden Konzept des Pilgerns nachspüren und den Raum der barocken Stiftskirche St.Gallen erforschen. Diese getanzte Pilgerroute besteht aus verschiedenen Stationen in der Kathedrale, zu denen auch das Publikum wandert, um vor dem Altar und schliesslich bei sich selbst anzukommen. Konzerte: Ein weiter musikalischer Bogen Vervollständigt wird das Programm der 13. St.Galler Festspiele durch mehrere Konzerte in der Kathedrale, im Barocksaal der Stiftsbibliothek, in der Kirche St.Laurenzen und in der Schutzengelkapelle. Dort widmet sich das Ensemble La Morra mit dem Programm Toute belle frankoflämischen Balladen aus dem 14. und 15. Jahrhundert und schlägt so einen Bogen zu Edgar. In der Stiftsbibliothek trägt Ausnahmemusiker Michel Godard unter dem Titel Autant en emporte le vent Musik aus der flämischen Renaissance mit Improvisationen in die Gegenwart. Die Figur der maurischen Waisen Tigrana aus Edgar inspirierte uns dazu, mit dem Ensemble Constantinople und Marco Beasley in Dalla porta d’Oriente der Musik jenseits des Abendlandes nachzuspüren, und das Euskal Barrokensemble beleuchtet in seinem Liebeszauber die maurischen Spuren in der andalusischen Musik bis weit ins 20. Jahrhundert. Belgische Orgelmusik steht im Zentrum des Rezitals von Willibald Guggenmos in der Kathedrale. Dort endet die musikalische Reise mit dem Festkonzert am 12. Juli. Das Sinfonieorchester St.Gallen spielt Kompositionen von Leonard Bernstein (aus Anlass seines 100. Geburtstags) und Samuel Barber, die Leitung hat Wayne Marshall, der dazwischen an der Domorgel improvisiert.


15 Einmalige Opern-Atmosphäre im Klosterhof: Alfredo Catalanis Loreley im Sommer 2017 .


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Aufbruch in neue sinfonische Welten Ludwig van Beethovens Sinfonien 1 – 8 mit dem Sinfonieorchester St.Gallen

Beethoven Spezial

Beethoven – Sinfonien 1 bis 4 10. Tonhallekonzert Einführung jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn Otto Tausk, Leitung Donnerstag, 24. Mai 2018, 19.30 Uhr Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21 Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 Eroica Freitag, 25. Mai 2018, 19.30 Uhr Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36 Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60 Sonntag, 27. Mai 2018, 17 Uhr Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60 Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 Eroica

Beethoven – Sinfonien 5 bis 8 10. Tonhallekonzert Einführung jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn Otto Tausk, Leitung Donnerstag, 7. Juni 2018, 19.30 Uhr Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93 Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92 Freitag, 8. Juni 2018, 19.30 Uhr Samstag, 9. Juni 2018, 19.30 Uhr Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 Pastorale Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 Mit grosszügiger Unterstützung

Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Acht der neun Sinfonien von Ludwig van Beethoven in sechs Konzerten innerhalb von vierzehn Tagen. So sieht der abschliessende Höhepunkt des «Beethoven Spezial» aus Anlass des 50-Jahr-Jubiläums des Theatergebäudes aus. Zugleich beschliesst das Sinfonieorchester St.Gallen mit diesem Sinfonien-Reigen die letzte Konzertsaison von Chefdirigent Otto Tausk. Mit seinem ausserordentlichen Kunstanspruch und geprägt durch die aufklärerischen Visionen der Französischen Revolution und das Gedankengut des «Sturm und Drang» erreichte Ludwig van Beethoven mit seinen neun Sinfonien ein ästhetisches und intellektuelles Niveau, das weit über dasjenige der Sinfonien Haydns und Mozarts hinausging. Neu war vor allem Beethovens Verständnis der Sinfonie als Trägerin humanistischer Ideen wie Freiheit oder Menschlichkeit. Alle seine neun Sinfonien sind individuelle «Ideenkunstwerke», mal heroisch und erschütternd, dann wieder euphorisch, humorvoll oder versöhnlich. Anbruch einer neuen sinfonischen Epoche Für die Komposition einer Sinfonie liess sich Beethoven vergleichsweise viel Zeit. Erst 1799/1800 im Alter von knapp 30 Jahren legte er seinen ersten Beitrag der Gattung vor, kurz vor Beginn des 19. Jahrhunderts. Mit seiner 1. Sinfonie C-Dur op. 21 liess er über das neue Jahrhundert hinaus aber auch eine neue Epoche der Sinfonie anbrechen. Und wie wenn er diesen Neubeginn «sinfonisch» verdeutlichen wollte, komponierte er eine langsame Einleitung, die die Zeitgenossen verblüfft, ja gar provoziert haben muss. Der erste Akkord ist ein dissonanter, spannungsreicher Klang, der zu einem wahren Parcours aus Spannung und Entspannung ansetzt – ein expressiv aufgeladener, geradezu inszenierter Anfang von Beethovens Sinfonien-Œuvre.

«Dem Schicksal in den Rachen greifen» Die 2. Sinfonie D-Dur op. 36 entstand in den Jahren 1801/1802 und damit etwa gleichzeitig zu einem der erschütterndsten Dokumenten aus Beethovens Hand, dem sogenannten «Heiligenstädter Testament». Im Spätsommer verfasste Beethoven einen Brief an seine Brüder Kaspar Karl und Johann, worin er seine tiefe Angst und Hoffnungslosigkeit angesichts der fortschreitenden Schwerhörigkeit beschrieb. Der Brief wurde nie versandt und erst im Nachlass Beethovens gefunden. Doch entgegen dieser existenziellen Erschütterung sprüht die 2. Sinfonie vor instrumentaler Virtuosität, die an keinerlei Verzweiflung denken lässt. «Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht», schrieb Beethoven schliesslich auch zuversichtlich an einen Freund. Sinfonia eroica Mit der 3. Sinfonie Es-Dur op. 55 aus den Jahren 1802/1803 distanzierte sich Beethoven nun, drei Jahre nach seinem Sinfonie-Erstling, deutlich von den ästhetischen Idealen seiner Vorgänger Haydn und Mozart und beschritt neue Wege. Die 3. Sinfonie, zum ersten Mal öffentlich aufgeführt am 7. April 1805 in Wien, überstieg an Dichte der musikalischen Gedanken bei Weitem die Hörgewohnheiten der Zeitgenossen. Beethovens Feuer für die Französische Revolution ist darin deutlich hörbar, heroisch im Tonfall und mit Anklängen an Hymnen und Trauermärsche. Zum ersten Mal komponierte Beethoven hier eine «Bekenntnissinfonie», die zu einem Schlüsselwerk des 19. Jahrhunderts werden sollte. Die ursprüngliche Widmung an Napoleon hat Beethoven getilgt, nachdem sich jener selbst zum Kaiser gekürt hatte. Beethoven soll daraufhin, so liest man es zumindest bei Ferdinand Ries, ausgerufen haben: «Ist der auch nichts anders wie ein gewöhnlicher Mensch!» Als neue Überschrift wählte Beethoven Sinfonia eroica. «Griechisch schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen» Wieder schlichter und deutlich kürzer präsentiert sich die 4. Sinfonie B-Dur op. 60. In das heutige Beethoven-Bild vom heroischen Komponisten, der seiner Zeit immer einen Schritt voraus war, passt diese klassizistische Sinfonie schwerlich. In ihrem idyllischen Charakter gleicht sie Werken aus der17


selben Schaffensphase, darunter das Violinkonzert oder das 4. Klavierkonzert. Und die Zeitgenossen – wollte sie Beethoven nach der innovativen und verstörenden «Dritten» versöhnlich stimmen? – waren begeistert: «Möchte es doch dem geistreichen, verehrten Meister möglich sein, auf diesem Wege weiter (...) und höher zu wandeln!» Mendelssohn und Schumann sahen in ihr später gar eine «griechisch schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen». Ta-ta-ta-taa Vier Töne, die sich sofort einprägen. Die 5. Sinfonie c-Moll op. 67, neben der 3. Sinfonie der zweite «Nordlandriese», ist die wohl berühmteste der Beethoven-Sinfonien und zum Inbegriff «Klassischer Musik» geworden. Das einprägsame Motiv steht aber nicht für sich allein, sondern wirkt wie eine Keimzelle, die ihr ganzes Potenzial erst am überragenden Schluss der Sinfonie vollständig offenbart. Die romantische Interpretation dieses Werks als erfolgreich geführter menschlicher Schicksalskampf – durch die Nacht zum strahlenden C-Dur-Licht – ist auch heute noch eindrücklich nachvollziehbar. Der romantische Dichter E.T.A. Hoffmann war einer der Ersten, der diese fesselnde Sinfonie nicht minder enthusiastisch deutete und ihr die Fähigkeit attestierte, ein «Zauberreich» aufzuschliessen. Der Mensch und die Natur Parallel zu der «ungeheuren» 5. Sinfonie arbeitete Beethoven an der 6. Sinfonie F-Dur op. 68. Während die 5. Sinfonie als ein in Töne gesetztes Ringen des Menschen mit dem Schicksal verstanden wurde, klingt die völlig gegensätzliche, beschauliche 6. Sinfo-

Otto Tausk und das Sinfonieorchester St.Gallen.

nie wie das Paradies auf Erden. Bei der Drucklegung untertitelte sie Beethoven Pastoral-Sinfonie oder Erinnerung an das Landleben. Dass es ihm dabei mehr um ein inneres Erleben als um die Schilderung der Natur mit den Mitteln der Musik ging, machte er mit der Höranweisung «Mehr Ausdruck der Empfindung als Mahlerey» deutlich.

Otto Tausk verabschiedet sich mit Beethovens Sinfonien 1 - 8 vom St.Galler Publikum.

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Feierlicher Aufbruch in eine neue Welt Die 7. Sinfonie A-Dur op. 92 scheint von einem überwältigenden Glücksgefühl Beethovens im Zuge der europäischen Befreiungskriege gegen Napoleon durchdrun-


Ludwig van Beethoven, porträtiert von Carl Jäger.

gen zu sein. Ein jubelnder und freiheitshungriger Tonfall prägt diese Sinfonie, die 1811/1812 und damit auf der Höhe von Beethovens Ruhm entstanden ist. Und die Uraufführung der «Siebten» am 8. Dezember 1813 war ein Grosserfolg – wobei die Begeisterung des Publikums durch das im selben Konzert aufgeführte sinfonische «Schlachtgemälde» Wellingtons Sieg sicherlich noch befeuert wurde. Erklungen sind die beiden Werke unter dem Dirigat des Komponisten im Rahmen einer «Akademie», die zugleich eine Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten anti-napoleonischer Kämpfer war.

Die Spielerische Wollte man die 8. Sinfonie F-Dur op. 93 in Beethovens sinfonischer «Ideenlandschaft» verorten, käme ihr die Kategorie des Humors zu. Beethoven nahm diese gutgelaunte Musik gleich nach der Fertigstellung der 7. Sinfonie im Sommer 1812 in Angriff – just in der Zeit also, in der er den berühmt gewordenen (jedoch nie versandten) Liebesbrief an die «unsterbliche Geliebte» verfasste: eine Replik auf die Liebesoffenbarung einer namenlosen Frau, die Beethoven, hinund hergerissen zwischen dem Wunsch nach einem gemeinsamen Leben und der

Angst vor dem Verlust der künstlerischen Freiheit, ablehnte. Wie schon bei der 2. Sinfonie und dem «Heiligenstädter Testament» deckt sich also auch hier die Biografie nicht mit dem hellen und optimistischen Geist des Werkes. Dass Beethoven mit dieser Sinfonie an eine Grenze kam, deuten seine knapp zehn Jahre dauernden Versuche an, eine neue Sinfonie zu schreiben. Eine Sinfonie, die noch einmal eine höhere ästhetische Ebene erreicht: die überragende 9. Sinfonie. (ff ) 19


Mittwoch, 2. Mai 2018, 19.30 Uhr Montag, 7. Mai 2018, 19.30 Uhr Mittwoch, 9. Mai 2018, 19.30 Uhr Donnerstag, 17. Mai 2018, 19.30 Uhr (zum letzten Mal)

Adams Äpfel Schauspiel von K.D. Schmidt nach dem Film von Anders Thomas Jensen

«Im Theater St. Gallen gibt es die grossartig-makabre Komödie Adams Äpfel als verstörende Parabel und gleichzeitig sehr unterhaltsame Satire zu sehen. Am Samstag war Premiere im Grossen Haus – und das Publikum verständlicherweise begeistert.» (St. Galler Tagblatt)

Mise en Scène Aktuell im Spielplan


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Mittwoch, 2. Mai 2018, 20 Uhr Sonntag, 6. Mai 2018, 17 Uhr Dienstag, 8. Mai 2018, 20 Uhr Samstag, 12. Mai 2018, 20 Uhr (zum letzten Mal)

Sieben Choreografenwettbewerb zum Thema «Die sieben Todsünden»

«Kann tanzen Sünde sein? Es kann, wie die Uraufführung von Sieben in der Lokremise St. Gallen am Donnerstagabend zeigte. Die sieben Todsünden, getanzt nach der Choreografie acht junger Künstler, begeisterten das Publikum restlos. ‹Sündhaft gut› lautete das Fazit.» (sda)


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«Andreas Sauters Uraufführung schreibt die Reihe Gegenwartsstoffe weiter, die in St. Gallen in Auftrag gegeben werden und den Kanon eines jungen politischen Schweizer Theaterschaffens etablieren.» (Neue Zürcher Zeitung)

Donnerstag, 3. Mai 2018, 19.30 Uhr Dienstag, 29. Mai 2018, 19.30 Uhr Dienstag, 5. Juni 2018, 19.30 Uhr Freitag, 8. Juni 2018, 19.30 Uhr (zum letzten Mal)

Lugano Paradiso Schauspiel von Andreas Sauter

«Otto Tausk und das Sinfonieorchester St. Gallen musizieren mit grösster Sorgfalt, stimmig gewählten, nicht überhasteten Tempi und subtil abgestimmter Dynamik.» (Oper aktuell) Dienstag, 8. Mai 2018, 19.30 Uhr Sonntag, 13. Mai 2018, 19.30 Uhr Donnerstag, 31. Mai 2018, 19.30 Uhr Sonntag, 3. Juni 2018, 19.30 Uhr

Fidelio Oper von Ludwig van Beethoven


Im Requisitenfundus # 9 Der Kinderwagen der Queen im Wiener Wald

Es dürfe durchaus auch gelacht werden in dieser Macbeth-Inszenierung, schrieb das St.Galler Tagblatt in seiner Premierenkritik am 19. Oktober 2015. Und nannte als Beispiel die Szene, in der Macbeth die künftigen Könige Schottlands sehen will – und die heutige Königsfamilie über die Bühne tappt. Für die Szene war der Ausstatter Antony McDonald mit einem Foto in die Requisitenabteilung gekommen und hatte gesagt: «Genau so einen Wagen will ich.» Es war nicht irgendein Bild, und darauf war nicht irgendein Kinderwagen zu sehen. Besagtes Foto war am 5. Juli 2015 um die Welt gegangen, es zeigte, wie Prinz William und Herzogin Catherine ihr Töchterchen Charlotte zur Taufe in die Kirche St. Mary Magdalene im ostenglischen Sandringham fahren – im Kinderwagen-Oldtimer, in dem schon Queen Elizabeth ihre Söhne Andrew und Edward ausgefahren hatte. So ein Wagen sollte es also sein für den St.Galler Macbeth, nicht ganz einfach. Doch die Requisitenabteilung ist bekannt für ihren Ehrgeiz, möglichst originalgetreue Objekte aufzutreiben. Nachdem die Suche in der Schweiz ergebnislos geblieben war, stiess sie auf einer Privathandel-Plattform im Internet auf eine Frau aus Hamburg, die ein Modell aus der Produktion des königlichen Kinderwagenherstellers hatte. Für rund 800 Euro war es zu haben – einen Haken nur hatte die Sache: Von Verpackung und Versand wollte die Hamburgerin nichts wissen. Unsere Requisiteure machten darauf ein Unternehmen ausfindig, das den royalen Wagen in Hamburg holte und in den Süden brachte. Nach der Dernière von Macbeth landete er auf dem Dachboden des Requisitenfundus an der Dürrenmattstrasse. Nun aber steht sein nächster grosser Auftritt bevor. «Wir brauchen einen schönen, edlen Kinderwagen», hatte das Leitungsteam von Geschichten aus dem Wiener Wald gemeldet. Diesmal brachte der Kinderwagenwunsch in der Requisitenabteilung niemanden mehr in Verlegenheit. (bh)

Der royale Kinderwagen – zwischengelagert im Fundus an der Dürrenmattstrasse ...

... und bei seinem Auftritt in Macbeth in der Spielzeit 2015 / 16 .

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Mai

19.30 – 22.10 Uhr

Matterhorn Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots Abo Di | CTV | frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien Mi 02

19.30 – 21.15 Uhr

Adams Äpfel

Schauspiel von K. D. Schmidt nach dem Film von Anders Thomas Jensen Abo Mi-G | S-Mi | SG-Mi | frei, Grosses Haus

20 – 21.20 Uhr Sieben Choreografenwettbewerb zum Thema «Die sieben Todsünden» frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen Do 03

19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr

Frankreich

Contes de Fées | 9. Tonhallekonzert Abo K+ | Do | frei, Tonhalle Unterstützt von Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

19.30 – 22.30 Uhr Lugano Paradiso  Schauspiel von Andreas Sauter frei, LOK Unterstützt von Stiftung Lokremise Fr 04 12.15 Uhr

Fées et Poupées

3. Mittagskonzert Abo Mittagskonzert | frei, Tonhalle Unterstützt von Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

19.30 – 22.10 Uhr

On the Town

Musical von Leonard Bernstein, Jerome Robbins, Betty Comden und Adolph Green Abo Fr | frei, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Raiffeisenbank, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien Sa 05 19.30 – 22.10 Uhr

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien 21 Uhr A Tribute to Bernstein Nachtzug frei, LOK

Il pirata

Oper von Vincenzo Bellini Abo VBK-1 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär

Di 01

14.30 – 17.10 Uhr Einführung um 14 Uhr, Foyer

17 – 18.20 Uhr

Sieben

Choreografenwettbewerb zum Thema «Die sieben Todsünden» frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen Mo 07 19.30 – 21.15 Uhr

Adams Äpfel

Schauspiel von K. D. Schmidt nach dem Film von Anders Thomas Jensen Abo VB-C | frei, Grosses Haus

Di 08 19.30 – 22.05 Uhr Einführung um 19 Uhr, Foyer

Fidelio

Oper von Ludwig van Beethoven Abo MuA | VBK-3 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

20 – 21.20 Uhr

Beethoven Spezial

Sieben

Choreografenwettbewerb zum Thema «Die sieben Todsünden» frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen Mi 09 19.30 – 21.15 Uhr

Adams Äpfel

Schauspiel von K. D. Schmidt nach dem Film von Anders Thomas Jensen Abo VB-B | frei, Grosses Haus

Musicaltage Do 10 19.30 – 22.10 Uhr

On the Town

Musical von Leonard Bernstein, Jerome Robbins, Betty Comden und Adolph Green frei, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Raiffeisenbank, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

Fr 11

20 Uhr

Musicalkonzert mit Sabrina Weckerlin & Friends frei, LOK

Sa 12

19.30 – 22.10 Uhr

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien

Sa 12

ZUM LETZTEN MAL 20 – 21.20 Uhr

Sabrina Weckerlin Unplugged

Matterhorn

Sieben

Choreografenwettbewerb zum Thema «Die sieben Todsünden» frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen So 13 EINFÜHRUNGSMATINEE 11 Uhr

Geschichten aus dem Wiener Wald

Schauspiel von Ödön von Horváth Eintritt frei, LOK

So 06 EINFÜHRUNGSMATINEE 11 Uhr

Der Mann der die Welt ass

Schauspiel von Nis-Momme Stockmann Eintritt frei, LOK

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So 13

19.30 – 22.05 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

Fidelio

Oper von Ludwig van Beethoven Abo SoA | SG-So | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Di 15

PREMIERE 20 – 21 Uhr

Beethoven Spezial

20 Uhr

Der Mann der die Welt ass

Schauspiel von Nis-Momme Stockmann frei, LOK Do 24 19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr

Beethoven Sinfonien 1 und 3

Eine Produktion des Jugendtheaterclubs [14+] frei, Studio

Mi 16 19.30 – 22.10 Uhr Einführung um 19 Uhr, Foyer

Fr 25 19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr

Oper von Vincenzo Bellini Abo Mi-G | Mi-mu | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär

PREMIERE 20 Uhr

10. Tonhallekonzert, Teil 1 Beethoven Spezial Abo Fr | frei, Tonhalle Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, CityParking St.Gallen, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Schauspiel von Nis-Momme Stockmann frei | Premiere, LOK

20 Uhr

Schweigen

Il pirata

Der Mann der die Welt ass

Do 17 ZUM LETZTEN MAL 19.30 – 21.15 Uhr

Adams Äpfel

Schauspiel von K. D. Schmidt nach dem Film von Anders Thomas Jensen Abo VB-A | frei, Grosses Haus

20 – 21 Uhr

Eine Produktion des Jugendtheaterclubs [14+] frei, Studio

Fr 18

19.30 – 22.10 Uhr

Schweigen

On the Town

Musical von Leonard Bernstein, Jerome Robbins, Betty Comden und Adolph Green Abo M-Fr | frei, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Raiffeisenbank, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

20 Uhr

Schauspiel von Nis-Momme Stockmann frei, LOK

20 – 21 Uhr

Eine Produktion des Jugendtheaterclubs [14+] frei, Studio

Der Mann der die Welt ass

Schweigen Sa 19

19.30 – 22.10 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

Il pirata

10. Tonhallekonzert, Teil 1 Beethoven Abo K+ | Do | KuT | frei, Tonhalle Spezial Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, CityParking St.Gallen, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Beethoven Sinfonien 2 und 4

Der Mann der die Welt ass

Schauspiel von Nis-Momme Stockmann frei, LOK

Sa 26 PREMIERE 19.30 Uhr Geschichten aus dem Wiener Wald Schauspiel von Ödön von Horváth Abo PP | P | frei, Grosses Haus So 27 11 Uhr Schuberts Pilgerweise Liedmatinee mit Martin Summer und Tobias Neubauer Eintritt frei, Foyer 14.30 – 17.10 Uhr Matterhorn Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots Abo SoN-A | frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien 17 Uhr Einführung um 16 Uhr Beethoven Sinfonien 4 und 3 10. Tonhallekonzert, Teil 1 Beethoven Abo M | frei, Tonhalle Spezial Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, CityParking St.Gallen, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

20 Uhr

Der Mann der die Welt ass

Schauspiel von Nis-Momme Stockmann frei, LOK

Oper von Vincenzo Bellini Abo MuB | O | Sa | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär

Di 29 19.30 – 22.10 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

Mo 21 20 – 21 Uhr

Oper von Vincenzo Bellini Abo Di | CTV | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär 19.30 – 22.30 Uhr

Schweigen Eine Produktion des Jugendtheaterclubs [14+] frei, Studio Di 22

20 – 21 Uhr

Schweigen Eine Produktion des Jugendtheaterclubs [14+] frei, Studio

Mi 23 ZUM LETZTEN MAL 20 – 21 Uhr

Schweigen

Eine Produktion des Jugendtheaterclubs [14+] frei, Studio

26

Il pirata

Lugano Paradiso

Schauspiel von Andreas Sauter frei, LOK Unterstützt von Stiftung Lokremise

Mi 30 ZUM LETZTEN MAL 19.30 – 22.10 Uhr

On the Town

Musical von Leonard Bernstein, Jerome Robbins, Betty Comden und Adolph Green Abo VB-B | frei, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Raiffeisenbank, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien


Do 31 19.30 – 22.05 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

Fidelio

Oper von Ludwig van Beethoven Abo KV | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Beethoven Spezial

20 Uhr

Di 05 19.30 – 22.10 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

Il pirata

19.30 – 22.30 Uhr

Schauspiel von Andreas Sauter frei, LOK Unterstützt von Stiftung Lokremise

Oper von Vincenzo Bellini Abo MuA | VBK-3 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär

Der Mann der die Welt ass

Schauspiel von Nis-Momme Stockmann frei, LOK

Juni

Lugano Paradiso

Mi 06 19.30 Uhr

19.30 – 22.10 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

Il pirata

Oper von Vincenzo Bellini Abo Fr | KuT | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär Sa 02 19.30 – 22.10 Uhr

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien

Der Mann der die Welt ass

Schauspiel von Nis-Momme Stockmann frei, LOK

Fr 01

20 Uhr

21 Uhr

Octango Late Night Music frei, LOK Unterstützt von Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

So 03 19.30 – 22.05 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

Fidelio

Oper von Ludwig van Beethoven Abo VB-D | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Beethoven Spezial

Geschichten aus dem Wiener Wald

Schauspiel von Ödön von Horváth Abo Mi-G | S-Mi | SG-Mi | frei, Grosses Haus

Do 07

19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr

20 Uhr

Fr 08

19.30 – 22.10 Uhr

Beethoven Sinfonien 8 und 7

10. Tonhallekonzert, Teil 2 Beethoven Spezial Abo K+ | Do | frei, Tonhalle Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, CityParking St.Gallen, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Der Mann der die Welt ass

Schauspiel von Nis-Momme Stockmann frei, LOK

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien 19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr

Beethoven Sinfonien 6 und 5

10. Tonhallekonzert, Teil 2 Beethoven Abo Fr | frei, Tonhalle Spezial Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, CityParking St.Gallen ZUM LETZTEN MAL 19.30 – 22.30 Uhr

Lugano Paradiso

Schauspiel von Andreas Sauter frei, LOK Unterstützt von Stiftung Lokremise

Unsere Vorstellungen und Konzerte werden ermöglicht durch:

Tickets theatersg.ch / sinfonieorchestersg.ch kasse @ theatersg.ch / Telefon 071 242 06 06 Billettkasse Montag bis Samstag 10 – 19 Uhr, Sonntag 10 – 12 . 30 Uhr Abendkasse jeweils eine Stunde vor der Veranstaltung Bitte richten Sie Ihre Adressänderungen an info @ theatersg.ch oder Tel. 071 242 05 05

Vorverkauf am VBSG -Schalter im Rathaus St.Gallen, Montag bis Freitag 8 – 18 . 30 Uhr

Hotline Ticketportal Telefon 0900 325 325 ( CHF 1 . 19 /Min. ab Festnetz) Ihr Billett ist auch Ihr Busticket Konzert- und Theatertickets gelten als öV-Fahrausweis in der Ostwind-Zone 210 .

Impressum Herausgeber: Theater St.Gallen / Sinfonie­o rchester St.Gallen Redaktion: Beda Hanimann (bh) Autorinnen und Autoren: Marius Bolten (mb); Armin Breidenbach (ab); Caroline Damaschke (cd); Mario Franchi (mf); Franziska Frey (ff); Anja Horst (ah) Design: TGG Hafen Senn Stieger, St.Gallen Produktion: Ostschweiz Druck AG , 9300 Wittenbach / Inserate: BB Art Service, 071 278 63 66 / Auflage: 6000 Stück / 24 . Jahrgang ISSN 1421 - 0266

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Hofstetstrasse 14

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9300 Wittenbach

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ostschweizdruck.ch

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Aufmerksame Gedruckte Kultur. Aufmerksame Zuhรถrer. Zuhรถrer.

Terzett  

Monatsmagazin von Konzert und Theater St.Gallen

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