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September 2018


Oratorium von Joseph Haydn in einer Choreografie von Beate Vollack Ab 22.9.18


Werner Signer Geschäftsführender Direktor

Die Spielzeit beginnt mit einem unbestrittenen Höhepunkt: Auf dem 2262 Meter hohen Chäserrugg spielt das Sinfonieorchester St.Gallen am 2. September Werke von Franz Liszt, Bedřich Smetana und Johann Strauss. Ein Openair der besonderen Art ist dieses Konzert auch aus einem anderen Grund: Es ist der erste Auftritt von Modestas Pitrenas als Chefdirigent unseres Sinfonieorchesters. Ende September wird er dann mit Antonin Dvořáks 9. Sinfonie Aus der Neuen Welt in der Tonhalle seinen Einstand geben. Ich freue mich, unseren neuen Maestro willkommen zu heissen. Es geht dann Schlag auf Schlag weiter. Mit den Schauspielen Spekulanten und Versetzung, dem Tanzstück Die Jahreszeiten zur Musik von Joseph Haydn und Ingmar Bergmans Klassiker Szenen einer Ehe stehen im September gleich vier Premieren auf dem Programm. Dazu kommen die Wiederaufnahmen des Kinderstücks Wolf sein und des Musicals Matterhorn, das im Februar bei uns seine fulminante Uraufführung erlebte und auf grosse Resonanz stiess. Die Songs aus der Feder von Altmeister Albert Hammond sind nun auch als CD greifbar. Um eine ganz besondere Produktion handelt es sich bei Spekulanten. Geschrieben hat das Stück der Rheintaler Philippe Heule im Auftrag des Theaters St.Gallen, gespielt wird in und vor unserem Container. Nach den Vorstellungen vor der Lokremise geht es an den Bodensee und das Rheintal aufwärts. An fünf Stationen macht der Theatercontainer bis im Oktober halt, das Finale findet im Januar in Chur statt – mit gutem Grund: Spekulanten ist eine Koproduktion des Theaters St.Gallen mit dem Theater Chur. Schon der erste Monat der neuen Spielzeit verspricht also spannende Theater- wie Konzertmomente. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind. Mit einem Abo sind Sie noch näher dran. Wir sind sicher, dass Sie unter den rund dreissig Abonnementtypen auch einen für Ihre Vorlieben finden. Ich heisse Sie herzlich willkommen zur Spielzeit 2018/2019!

4 Willkommen, Modestas Pitrenas! 6 «Spekulanten» – ein Rheintaler Szenenreigen 8 Thomas Melles «Versetzung» als Schweizer Erstaufführung 10 Am Busen der Natur: Getanzte Jahreszeiten 12 Michael Balke im Gespräch 13 Wieder im Spielplan 17 Kurz notiert 18 «Szenen einer Ehe» – ein Gespräch über Beziehungen 21 Theater on tour und Schultheatertage 22 Unsere Angebote zum Mitmachen 23 Walzer und Klänge aus der Neuen Welt 24 Wir sind Theater 25 Veranstaltungskalender

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Willkommen, Modestas Pitrenas! Die erste Saison mit dem neuen Chefdirigenten von Konzert und Theater St.Gallen

Modestas Pitrenas eröffnet die Spielzeit mit OpenairKonzerten vor der Tonhalle und der imposanten Bergkulisse des Chäserruggs, bevor er Ende September auch den Auftakt in der Tonhalle leitet. Im Theater stellt er sich dann im Oktober mit Giuseppe Verdis Don Carlo vor. Vorstellen muss sich Modestas Pitrenas hier zwar kaum noch, verbindet ihn doch eine bereits langjährige künstlerische Freundschaft mit den beiden St.Galler Häusern. Das Sinfonieorchester hat er bereits in mehreren Tonhallekonzerten geleitet, so auch im vergangenen Oktober, als unter anderem Pjotr I. Tschaikowskys 6. und letzte Sinfonie, die Pathétique, auf dem Programm stand. Eine Sternstunde in der Tonhalle, ein «atemberaubender, glutvoller Start» als – damals noch – designierter Chefdirigent, schrieb das St.Galler Tagblatt. Und auch im Graben des Theaters beziehungsweise bei den St.Galler Festspielen war Modestas Pitrenas bereits mehrfach präsent und dirigierte Salome von Strauss, Catalanis La Wally, Wagners Der fliegende Holländer, Carmen von Bizet sowie Massenets Le Cid bei den St.Galler Festspielen 2016. In seiner Heimat Litauen ist der ehemalige Chefdirigent des Sinfonieorchesters von Kaunas (Litauen) und frühere Generalmusikdirektor der Lettischen Nationaloper in Riga nach wie vor engagiert, als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Litauischen Nationalen Sinfonieorchesters in Vilnius. Zusätzlich unterrichtet er Dirigieren an der Litauischen Musik- und Theaterakademie Vilnius. Seine Verdienste für die Musik Lettlands und Litauens wurden 2010 mit dem Lettischen Musikpreis und 2012 mit dem Litauischen Nationalen Kunstund Kulturpreis gewürdigt. International hat er sich sowohl als Dirigent sinfonischer Konzerte mit Klangkörpern in ganz Europa, den USA und China als auch als Operndirigent einen Namen gemacht und Produk4

tionen an verschiedenen deutschen Opernhäusern, dem Moskauer Bolschoi Theater, den Nationalopern in Warschau und Helsinki sowie in der vergangenen Spielzeit am Theater Basel (Sergej Prokofjews Der Spieler) geleitet. Vorfreude auf den gemeinsamen künstlerischen Weg Auf die nun kommende, konstante Zusammenarbeit freuen sich sowohl Modestas Pitrenas als auch das Sinfonieorchester und das Theater St.Gallen. Der neue Chefdirigent übernimmt nach Verdis grossartigem Meisterwerk Don Carlo (Premiere:

27. Oktober 2018) die musikalische Leitung einer zweiten Neuproduktion am Theater St.Gallen, des Doppelabends mit den beiden märchenhaften Kurzopern Der unsterbliche Kaschtschei/Die Nachtigall von Nikolai Rimski-Korsakow/Igor Strawinsky (Premiere: 2. Februar 2019). Die fünf Tonhallekonzerte der Saison unter dem Litauer sind inspiriert von dessen baltischer Herkunft, die verschiedenste slawische, nordische und westeuropäische Einflüsse miteinander vereint: Pitrenas dirigiert Werke von Antonín Dvořák, Pjotr I. Tschaikowsky und Modest Mussorgski, von Jean Sibelius und Edvard Grieg sowie von

Er war schon oft zu Gast in St.Gallen, jetzt ist er hier Chefdirigent: Modestas Pitrenas.


Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann, Maurice Ravel und Felix Mendelssohn Bartholdy. Einen besonderen Abschluss der Konzertsaison werden die Neruda Songs bilden, ein Liederzyklus auf Gedichte des chilenischen Dichters Pablo Neruda aus der Feder des amerikanischen Komponisten Peter Lieberson – eines der Lieblingswerke von Modestas Pitrenas und dessen Frau Ieva Prudnikovaite, der Solistin im 10. Tonhallekonzert. (ff)

Modestas Pitrenas am Pult 18. Klassik-Openair-Konzert Freitag, 31. August 2018 20.15 Uhr, vor der Tonhalle Nadja Räss, Moderation und Jodel

Gipfelwerke II – Openair auf dem Chäserrugg Sonntag, 2. September 2018 14 Uhr, Chäserrugg Nadja Räss, Moderation und Jodel Auftakt – Aus der Neuen Welt 1. Tonhallekonzert Donnerstag, 27. September 2018, 19.30 Uhr Freitag, 28. September 2018, 19.30 Uhr Don Carlo Oper von Giuseppe Verdi Premiere: 27. Oktober 2018 19.30 Uhr, Grosses Haus Weihnachtskonzert – Winterträume 4. Tonhallekonzert Donnerstag, 20. Dezember 2018, 19.30 Uhr Freitag, 21. Dezember 2018, 19.30 Uhr Peter Moriggl, Trompete Der unsterbliche Kaschtschei/ Die Nachtigall Opern von Nikolai Rimski-Korsakow/ Igor Strawinsky Premiere: 2. Februar 2019 19.30 Uhr, Grosses Haus Nordwärts – Island Norwegen Finnland 6. Tonhallekonzert Freitag, 8. Februar 2019, 19.30 Uhr Sonntag, 10. Februar 2019, 17 Uhr Nikolai Demidenko, Klavier Wahlverwandtschaften – Perspektiven der Romantik 9. Tonhallekonzert Sonntag, 28. April 2019, 17 Uhr Antonii Baryshevskyi, Klavier Bilder einer Ausstellung – Ravel Lieberson Mussorgski 10. Tonhallekonzert Donnerstag, 23. Mai 2019, 19.30 Uhr Freitag, 24. Mai 2019, 19.30 Uhr Ieva Prudnikovaite, Mezzo-Sopran

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Szenenreigen aus dem Rheintal Autor und Regisseur Philippe Heule über sein Stück Spekulanten. Ein Volkstheater

Spekulanten Ein Volkstheater von Philippe Heule Uraufführung Donnerstag, 6. September 2018 20 Uhr, Container vor der Lokremise Einführungsmatinee Sonntag, 2. September 2018 11 Uhr, Container vor der Lokremise Eintritt frei Leitung Inszenierung: Philippe Heule Ausstattung: Markus Karner Tour- und Produktionsleitung: Sarah Fuhrmann Dramaturgie: Armin Breidenbach Spiel Anna Blumer, Birgit Bücker, Kay Kysela, HansJürg Müller, Marcus Schäfer Vorstellungen in St.Gallen, Container vor der Lokremise Sonntag, 9. September 2018, 20 Uhr Mittwoch, 12. September 2018, 20 Uhr Freitag, 14. September 2018, 20 Uhr Dienstag, 18. September 2018, 20 Uhr Container on Tour Rorschach, Marktplatz: 21. und 22. September 2018, je 19.30 Uhr St.Margrethen, Park: 25. und 26. September 2018, je 19.30 Uhr Heerbrugg, Schmidheiny-Park: 28. und 29. September 2018, je 19.30 Uhr Altstätten, Rathausplatz: 5. und 6. Oktober 2018, je 19.30 Uhr Buchs, Marktplatz am Werdenbergsee: 11. und 12. Oktober 2018, je 19.30 Uhr Chur, Theaterplatz: 17., 19. und 20. Januar 2019 Tickets Abendkasse am Container jeweils eine Stunde vor Beginn der Vorstellung Telefonische Reservation: 071 242 06 06 (Tickets für Chur: kasse@theaterchur.ch) Koproduktion mit dem Theater Chur Mit grosszügiger Unterstützung Jutta Marxer Stiftung

Diesen Herbst macht sich der Container des Theaters auf den Weg rheinaufwärts. Nach fünf Stationen beschliesst er im Januar 2019 in Chur seine kleine Tournee. Im Auftrag des Theaters St.Gallen hat der im St.Galler Rheintal aufgewachsene Autor und Regisseur Philippe Heule einen Szenenreigen geschrieben, den er auch selbst inszeniert. Es ist eine Auseinandersetzung mit seiner Heimat: Spekulanten. Ein Volkstheater. Als Voyeure beobachten die Zuschauer Menschen hinter Glas in ihren Sicherheitsund Komfortzonen – wie sie leben und ihre zersiedelte Existenz zu schützen suchen angesichts der um sich greifenden Verunsicherung. Da kommt z.B. die Enkelin Lotti nach einer Ewigkeit mal wieder zu Besuch zu ihren Grosseltern, und ihre Grossmutter regt sich fürchterlich über den überall verbauten Beton auf. Eine junge Frau wird mit ihrem Freund zum Apéro in das Haus ihrer neuen Chefin eingeladen und erstickt fast trotz der hypermodernen Frischluftmaschine. Und in einer Garage versucht sich eine Männerrunde an der Deutung des Weltgeschehens. Insgesamt 24 Figuren treten in Spekulanten auf, gespielt von fünf Schauspielerinnen und Schauspielern. Alle spekulieren mehr oder weniger, verheddern sich mal in ihren grotesken Spekulationen, mal in ihren Familienzusammenhängen. Komisch, entlarvend, grotesk, mal derb, mal berührend – und fast wie von nebenan. Zu seiner Herkunft, seinem Schreiben und der Frage, wie er diesen Text für den Container inszeniert, hat sich Philippe Heule den Fragen von Dramaturg Armin Breidenbach gestellt. Dieses Projekt ist ja eine doppelte Heimkehr. Zum einen stammen Sie selbst aus

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dem Rheintal, zum anderen haben Sie auch schon früh Beziehungen nach St.Gallen geknüpft, speziell zum Theater. Welche Beziehungen waren das? Mit vierzehn Jahren wurde ich durch einen Berufsberater auf den Jugendtheaterclub am Theater St.Gallen aufmerksam gemacht. Die folgenden Jahre lernte ich dort spielerisch die Grundlagen des Theatermachens kennen. Ich hatte ausserdem Schauspielunterricht bei Diana Dengler, die ja heute noch fester Bestandteil des Ensembles ist. Später bekam ich durch Hospitanzen Einblick in die Maschinerie des damaligen Stadttheaters. Das war eine prägende Zeit. Das Theaterfieber hatte mich gepackt, und ich entschied mich vorerst für eine Schauspielausbildung. Damals war ich neunzehn. Dreizehn Jahre später kehre ich nun als Autor und Regisseur zurück. Wenn Sie heute Ihre Heimat besuchen und dann wieder verlassen, mit welchen Eindrücken kehren Sie zurück? Als regelmässiger Besucher erlebe ich bauliche Massnahmen im Zeitraffer, und deshalb staune ich jedes Mal, wie viel wieder gebaut wurde. Ansonsten sind für mich die Veränderungen schwer zu greifen. Menschen werden älter, neue werden geboren, Beziehungsgeflechte ändern sich, Ideologien bekommen ein neues Gewand. Gefühlt bleibt für mich das Rheintal aber derselbe Ort. Es ist der Ort meiner Kindheit, meiner Jugend. Es bleibt meine Heimat, auch wenn es nicht mehr mein Zuhause ist. Das ist die grösste Veränderung für mich, dieser Wechsel der Perspektive. Das Stück besteht aus 12 Szenen, die vor allem im privaten Rahmen spielen, es treten insgesamt 24 Charaktere auf. Wie gestaltete sich die Recherche?

Im Rheintal aufgewachsen: Der 1986 geborene Autor und Regisseur Philippe Heule.


Formal wusste ich früh, dass ich einen Szenenreigen schaffen möchte, mit losen Zusammenhängen und Verbindungslinien. Die Recherche gestaltete sich sehr intuitiv, um nicht zu sagen chaotisch. Der Auftrag war für mich, ein Stück zu schreiben, das dieser Region entspringt. Obwohl ich mich dieser Landschaft und den Menschen darin sehr verbunden fühle, bleibt sie dennoch ein abstrakter Gegenstand. Wie lässt sich diese zusammenfassen, was lässt sich an ihr ablesen? Für mich ist die Suche nach dem Universellen wichtiger als jene nach dem Ortsspezifischen. Es war eine lange Suchbewegung, ein grossflächiges Umkreisen von Themen, ein Sammeln von Dialogfetzen, von Situationen, von konfliktreichen Konstellationen, von Tatorten. Sobald ich im Rheintal war, wurde eigentlich alles zur Recherche, fündig wurde ich besonders dann, wenn ich den Auftrag für einen Moment vergessen habe. Welche Rolle hat die Tournee-Situation, hat der Spielort Container beim Schreiben gespielt? Eine grosse Rolle. Der Container mit seiner Verglasung und die Vorstellung von Menschen, die da drin eingeschlossen agieren und rausgucken, war für mich auch eine inhaltliche Setzung. Dadurch war für mich klar, dass das Beobachten und BeobachtetWerden ein wichtiger Vorgang sein muss – das Vermutungen-Anstellen gegen aussen einerseits, und andererseits, dass im Container Figuren zu sehen sein werden, die einer permanenten Bewertungsmaschine unterworfen sind. Formal verführt das Mikrofon-verstärkte Spiel hinter Glas zu Intimität und Realismus, die Openair-Situation verleitet zur Groteske, zum Spektakel. Diesen Spagat zu schaffen, ist das Reizvolle. Weil die Inszenierung auf Tournee geht und damit nicht nur den gewohnten Theaterraum, sondern auch den Stadtraum verlässt, dachte ich beim Schreiben ausserdem stets darüber nach, inwieweit das Stück Zuschauer abholen soll, die selten bis nie ins Theater gehen. Und warum heisst es «Ein Volkstheater»? Es ist eine Anlehnung an die Tradition von Volkstheaterstücken – dieses Stück ist mein Versuch von einem solchen. Ich habe ja versucht, einer Landschaft und ihrer Bevölkerung diesen Text abzuhören, ihre Ge-

fühlslagen zu erfassen. Ich verbinde damit eine humorvolle Annäherung, die auch schmerzhaft sein soll, da sich der Humor aus der Verzweiflung und dem Gewaltpotenzial der Situationen speist. Interessant finde ich, dass «Ein Volkstheater» auch den Zirkus rund um den Begriff des Volkes meinen kann, ein schwieriger Begriff, da sich nichts über einen Kamm scheren lässt. Am Ende lassen sich eben nur Vermutungen, eben Spekulationen, über eine Landschaft anstellen. Ist es einfacher oder schwieriger, einen eigenen Text auf die Bühne zu bringen, als den eines anderen Autors? Beides. Die Regieposition braucht einen Abstand zum Material, um radikal darauf zugreifen zu können. Eine solche Distanz ist bei einem fremden Text vorausgesetzt, dieser kann sich aber auch komplett verschliessen und einem Zugriff entziehen. Bei einem eigenen Text ist der Zugang zum Thema, zu seinem Kern grundsätzlich gegeben. Ich weiss über die Entstehung und die inneren Motivationen Bescheid. Es ist allerdings für die Umsetzung wichtig, während des Inszenierens den Autor weitestgehend abzulegen und pragmatisch und ohne Samthandschuhe auf den Text, diesen Bauplan, zu schauen. Auch bei einem eigenen Text entdecke ich beim Inszenieren Schichten, die mir beim Schreiben gar nicht so bewusst waren. Die Interpretationen der Ausstattung, der Dramaturgie und nicht zuletzt der Spieler*innen sind essentiell wichtig, um einen frischen Blick zu gewinnen. Theater ist schliesslich Teamwork. Zum Autor Philippe Heule wurde 1986 geboren und wuchs im St. Galler Rheintal auf. Nach einem Schauspielstudium in Hamburg studierte er Theaterregie an der Zürcher Hochschule der Künste ( ZH dK) und war ausserdem Gast im Studiengang «Szenisches Schreiben» an der Universität der Künste Berlin (UdK). 2012 erhielt er den Förderpreis der ZH dK. Seine Projekte wurden an verschiedenen Theatern und Festivals gezeigt. Philippe Heule ist Begründer des Performance-Kollektivs helium x, das im Rahmen des Treibstoff-Festivals 2015 in Basel Die grosse Schlacht realisierte. Die Folgeproduktion Die grosse Krise gewann zuletzt beim Fast Forward Festival für junge Regie 2017 in Dresden den Publikums-

preis. Sein Theaterstück Die Simulanten wurde 2016 am Theater Dortmund als Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen uraufgeführt. In der Spielzeit 2015/16 war Philippe Heule Hausautor am Theater Basel. In der Spielzeit 2016/17 schrieb er ein Kurzdrama für Das Schweigen der Schweiz am Theater St.Gallen. Sein neuestes Stück Die Stunde, als wir nichts voneinander wissen wollten ist gerade am Pfalztheater Kaiserslautern ausgezeichnet worden. Informationen und Wetter Spekulanten. Ein Volkstheater ist eine Openair-Produktion. Die Vorstellungen finden auch bei zweifelhafter Witterung statt. Wir empfehlen, warme Kleidung oder Decken mitzunehmen. Informationen zur Durchführung der Vorstellung erhalten Sie ca. zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn über unsere Wetterhotline 071 242 06 05 oder unter www. theatersg.ch. Die Sitzplätze sind nicht nummeriert. Sie erhalten einen Stuhl, den Sie innerhalb einer markierten Fläche platzieren können. Es lohnt sich also, frühzeitig vor Ort zu sein!

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«Ja, ich war es, aber auf eine komplizierte Weise war ich es auch nicht.» Thomas Melles grandioses Stück Versetzung als Schweizer Erstaufführung in der Lokremise Versetzung Drama von Thomas Melle Premiere Donnerstag, 13. September 2018 20 Uhr, Lokremise Einführungsmatinee Sonntag, 9. September 2018 11 Uhr, Lokremise Eintritt frei Leitung Inszenierung: Jonas Knecht Ausstattung: Markus Karner Musik: Nico Feer Dramaturgie: Julie Paucker Spiel Tobias Graupner Oliver Losehand Fabian Müller Pascale Pfeuti Bruno Riedl Catriona Guggenbühl Seraphina Schweiger Stefan Schönholzer Musiker Nico Feer Die nächsten Vorstellungen Sonntag, 16. September 2018, 17 Uhr Mittwoch, 19. September 2018, 20 Uhr Sonntag, 23. September 2018, 17 Uhr Donnerstag, 27. September 2018, 20 Uhr

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Im Auftrag des Deutschen Theaters Berlin schrieb der Autor Thomas Melle das bewegende, gesellschaftskritische Stück Versetzung über den Rising Star eines Gymnasiums: den begabten, charismatischen Lehrer Ronald Rupp. Ronald Rupp leidet an einer bipolaren Störung (besser bekannt als manisch-depressive Erkrankung) und wird im Moment seiner bevorstehenden Beförderung zum Rektor von einer dramatischen Welle des Misstrauens, des Selbstzweifels und der Paranoia erfasst. Dem Theater St.Gallen ist es gelungen, den Zuschlag des Autors für die Schweizer Erstaufführung des aufsehenerregenden Stückes zu erhalten. Und so steht am Anfang einer Spielzeit, die sich mit der Frage beschäftigt, was den Menschen im Innersten zusammenhält, ein Theaterabend, der mit dem atemberaubenden Sog eines Krimis verfolgt, wie ein talentierter, energetischer Mensch auseinanderfällt. Der Autor Thomas Melle wurde 1975 in Bonn (Bad Godesberg) geboren, er studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Texas (Austin) und an der FU in Berlin. Seit 1997 lebt er in Berlin, wo er im Jahr 2010 seinen ersten Roman Sickster geschrieben hat und auch seinen zweiten, 3000 Euro. 2015 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Berlin. Thomas Melle ist auch Verfasser mehrerer Theaterstücke – mit dem Theater verbindet ihn eine lange, leid- und freudvolle Beziehung. In fast allen fiktiven Texten des Autors spielt die Krankheit der bipolaren Störung eine explizite oder implizite Rolle. Sein zuletzt erschienenes, autobiografisches Buch Die Welt im Rücken ist in seiner eigenen Be-

Thomas Melle. Foto: Dagmar Morath

schreibung auch der Versuch, dieses Thema für einmal so genau zu sezieren, dass er damit abschliessen kann, frei wird davon. Als Chronist seiner selbst liefert er einen exakten, gnadenlosen Bericht über den Verlauf seiner Krankheit – seit dem ersten manischdepressiven Schub im Jahre 1999: «Das war die klischierte paranoide Messias-Vorstellung: Alles lief auf mich zu, die gesamte Menschheitsgeschichte. Ich konnte in allen Texten, Liedern, Dokumenten Hinweise finden, dass da einer käme, und zwar um die Jahrtausendwende, an dem sich die Welt in ihrem Wesen zeigen werde. Und dieser jemand war ich. 1999, in der Millenniumshysterie, hatte ich meine erste manische Episode, zwei weitere folgten, 2006 und 2010.» Es ist ein erschütterndes, grosses Buch über das gesellschaftliche Tabu der psychischen Krankheiten und Thomas Melles erster nicht-fiktiver Text. Versetzung ist – wenn man so will – das fiktive Pendant dazu, in Form eines Dramas. Thomas Melle selbst steht bis heute unter Dauermedikation und ist in seinen eigenen Worten «stabil». Eine Garantie, dass die Krankheit nie wieder ausbrechen wird, gibt es aber nicht, denn eine bipolare Störung ist nicht heilbar. Auf die unendlich schwer zu beantwortende Frage nach möglichen Ursachen für seine psychische Krankheit oder wenigstens nach dem, was das Ausbrechen derselben beförderte, antwortet der Autor: «Monokausalität ist dumm, Antikausalität aber genauso. Ich komme aus schwierigen,


kleinbürgerlichen Verhältnissen, hatte einen alkoholkranken Stiefvater, bin dann auf ein Bonner Jesuitenkolleg gegangen. Das Prollkind unter Reichen und Adligen. Ich wurde Klassenbester, ging studieren, wollte früh Schriftsteller werden. Es gibt eine These, nach der hängt Bipolarität mit einer sonstigen Tendenz zur Überanpassung zusammen: Man will es den Mitmenschen allzu recht machen, bis man erschlagen wird von allen Ansprüchen. Zwischen diesen Polen, Überanpassung und Individualitätstrotz, knallt es hin und her.» Die Welt im Rücken und Versetzung kann man als zwei sehr unterschiedliche Versuche interpretieren, eine Antwort auf diese Frage zu geben, auf die Frage nach dem «Warum», «Warum ich?»: «Das ganze Buch ist eine Suche nach Gründen, jedoch im Bewusstsein, dieser Gründe nie ganz habhaft werden zu können.» An anderen Stellen wehrt sich der Autor aber entschieden gegen die Frage nach Gründen: «Ursachen, Ursachen, Ursachen: Nimm zehn Therapeuten und du hast hundert Ursachen.» (Die Welt im Rücken) Was bedingt was? Ist es der Anfang des neuen «Schubs» von Ronald Rupp, der das Misstrauen seiner Kollegen weckt, oder ist es dieses Misstrauen, was den nächsten Schub bewirkt? Steht Ronald Rupp unter Beobachtung oder ist er paranoid? Kränkelt etwas in seiner Liebesbeziehung oder ist es seine Krankheit, die macht, dass er zerstören muss, was heil sein könnte? «Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Was war zuerst da, was, was, was?» (aus Versetzung) Es ist die Kernfrage des Stückes, neben der Frage, wie wir als Gesellschaft mit psychischen Krankheiten umgehen – umgehen können –, der Text stellt sie auch an die Zuschauer: Bei aller Sympathie, würden wir die Verletzlichsten unserer Gesellschaft, unsere Kinder, mit einem Manisch-Depressiven getrost alleine lassen? Wen würden wir gewinnen lassen, den Menschen oder die Krankheit? Thomas Melle stellt diese Fragen ohne Bitterkeit und ohne Überlegenheit – er stellt sie mit offenem Visier und ohne selbst die Antwort zu kennen. (jup)

Nachgespräch Im Anschluss an die Vorstellung vom Donnerstag, 27. September, laden wir zum Nachgespräch ein. Dramaturgin Julie Paucker unterhält sich mit Dr. med. Ruedi Osterwalder, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie, über das Thema manischdepressive Erkrankung.

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Am Busen der Natur Beate Vollack über ihre Inszenierung von Joseph Haydns Die Jahreszeiten

Die Jahreszeiten Oratorium von Joseph Haydn in einer Choreografie von Beate Vollack Premiere Samstag, 22. September 2018 19.30 Uhr, Grosses Haus Öffentliche Probe Dienstag, 4. September 2018 18 Uhr, Grosses Haus Eintritt frei Leitung Musikalische Leitung: Michael Balke | Stéphane Fromageot Inszenierung und Choreografie: Beate Vollack Ausstattung: Jon Morrell Licht: Benedikt Zehm Dramaturgie: Caroline Damaschke Besetzung Tanzkompanie des Theaters St.Gallen: Fabio Agnello, Jay Diego Ariës, William Bridgland, Stefanie Fischer, Clea Godsill, Swane Küpper, Lorian Mader, Genevieve O’Keeffe, Emily Pak, Giulio Panzi, Thanh Pham Tri, Nimrod Poles, Lisette Robijn, Ana Sánchez Martínez, Robina Steyer, Flurin Stocker

«Natur gehört zu dem, was bleibt und sich nicht selbst vernichtet. Ganz anders steht es um die Kultur. Wahrscheinlich vermögen ihre technischen, namentlich militärischen Potenzen, sich selbst und alles irdische Leben auf einen Schlag zu zerstören.» Gregor Schiemann Joseph Haydn beschrieb in seinem Oratorium die Natur in all ihrer Vielfalt. Er liess sie lebendig auferstehen und beschrieb das Wunder ihrer immer wiederkehrenden Schönheit. Aber was ist Natur wirklich? Das, was natürlich entstanden ist und nicht vom Menschen geprägt wurde. Später wurde diese unberührte Natur dann vollständig dem Menschen untergeordnet und nutzbar gemacht. Heute gehen wir oft viel zu selbstverständlich und nachlässig mit ihr um. Haydn hat in seiner Musik genau diese Schönheit

eingefangen und dem Publikum wieder nahegebracht. Er beschreibt mit seiner Musik den Zyklus der Jahreszeiten als eine Mischung aus Urgewalt und kultiviert nutzbar gemachter Natur. Er lässt Naturereignisse wie Gewitter, Ernte, Jagd, Weinfest und heitere Naturschilderungen erklingen. Die Vielfalt der musikalischen Ideen und Klänge inspirierten mich und meinen Ausstatter Jon Morrell, die Jahreszeiten in einem Museum spielen zu lassen. Ich empfand die Musik und das, was ‹Mutter Natur› in mir auslöste, so weiblich, dass es mich dazu anregte, ins Zentrum jeder Jahreszeit das Gemälde einer Frau zu stellen. Wir wandeln in meiner Inszenierung gemeinsam durch verschiedene Räume mit Gemälden aus unterschiedlichsten Epochen, Zeiten und Stilen. Ich gab mir so die Möglichkeit, die Vielfalt der Musik mit unterschiedlichsten Tanzstilen umzusetzen. Ich kann wie die Musik und die Natur mit allen Mitteln und Farben spielen. Die Choreografie und Szenen sind vom Ton und der Temperatur der Musik der jeweiligen Jahreszeit inspiriert. Tänzer und Sänger übernehmen dabei verschiedenste Rollen. Manchmal werden die Sänger Mitarbeiter des Museums sein, die sich in ein Bild

Sopran: Sheida Damghani Tenor: Nik Kevin Koch Bass: Martin Summer | Shea Owens Sinfonieorchester St.Gallen Chor des Theaters St.Gallen Die nächsten Vorstellungen Sonntag, 30. September 2018, 14.30 Uhr Dienstag, 2. Oktober 2018, 19.30 Uhr Mittwoch, 10. Oktober 2018, 19.30 Uhr Koproduktion mit der Oper Graz In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum St.Gallen und der Neuen Galerie Graz Mit grosszügiger Unterstützung Hedy Kreier, St.Gallen Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Ferdinand Hodler: Lied aus der Ferne

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Jean-Honoré Fragonard: Die Schaukel

hineinträumen und es so durch die Tänzer zum Leben erwecken. Und manchmal werden sie auch ein Teil dieser Gemälde werden und uns in eine andere Zeit, an ferne Orte entführen. Der Geschichte von Vater Simon, seiner Tochter Hanne und dem Bauern Lukas, die in Haydns Oratorium erzählt wird, folge ich nur assoziativ und versuche sie nicht als stringente und durchgehende Handlung zu erzählen. Auch hier folge ich nur den verschiedenen emotionalen Zuständen der drei Figuren, die mir die Musik vorgibt. Es ist ein loses Erzählblatt, das immer wieder über die Bühne schwebt. Es gibt keine eigentliche Handlung, aber viele unterschiedliche Episoden und Szenen.

Manchmal folge ich Haydn, der diese Komposition selbst nicht immer ganz ernst nahm, mit einem Augenzwinkern … So begegnen wir einer Wandergruppe, die das Museum zu jeder Jahreszeit besucht. Gemeinsam werden wir Hannes und Lukas' erstes Treffen im Frühling erleben. Sie werden auch den Arbeiter Simon und sein Gefolge

John Collier: Lilith

auf das Feld begleiten und erleben, wie er den Samen aussät, und ausserdem an einer ‹exklusiven› Vernissage teilnehmen. Sie werden einen Strandausflug unternehmen und sich nach einem heissen Sommertag über das kühlend klärende Sommergewitter freuen. Im Herbst werden Sie unsere Wanderer auf die Jagd in eine Disco begleiten und ausserdem im Garten Eden die Schlange bei der Verführung Adams verfolgen, um am Ende, mit prall gefüllten Bechern, auf Bacchus und sein Gefolge zu treffen. Der Winter entführt uns dann an einsame, kalte Orte voller Schnee und Melancholie, aus der uns am Ende nur der Frühling erwecken kann. (bv)

Jon Morrell: Winter (Collage)

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Michael Balke gibt sein Debut als Erster ständiger Gastdirigent Ein Gespräch über Chemie, Tanz und den Geruch der Jahreszeiten Wenn am 22. September die Tanzproduktion Die Jahreszeiten Premiere feiert, begrüssen wir am Pult einen alten Bekannten in einer neuen Funktion: Michael Balke wird mit diesem Werk sein Debut als Erster ständiger Gastdirigent des Theaters St.Gallen geben. Als Dirigent durften wir ihn hier jedoch bereits erleben. In der Saison 2015/16 übernahm er die musikalische Leitung der Neuproduktion von Puccinis Tosca und zuletzt brachte er Schrekers Die Gezeichneten zum Klingen. Der gebürtige Braunschweiger studierte am Cincinnati Conservatory of Music in den USA Dirigieren bei Christopher Zimmerman und Klavier bei Frank Weinstock. Seine Studien führte er in Lübeck bei James Tocco fort. Zunächst war Balke als Pianist tätig und widmete sich der Liedbegleitung und kammermusikalischen Arbeit. Bereits mit 19 Jahren hatte er mit L‘incoronazione di Poppea seine erste Oper dirigiert. Nach einigen Jahren als Pianist entschied er sich schliesslich für das Dirigieren und widmete sich dieser Berufung voll und ganz. Nach einem Engagement an der Hamburgischen Kammeroper führten ihn Einladungen zu den Hamburger Symphonikern, nach Budapest zum MAV Symphony Orchestra sowie nach Venedig an das Teatro La Fenice. 2008 wurde er Assistent von Riccardo Frizza und assistierte in den folgenden Jahren u. a. Zubin Mehta. Von 2011 bis 2016 war er am Theater Magdeburg tätig, wo er als Erster Kapellmeister und Stellvertretender Generalmusikdirektor ein breit gefächertes Repertoire von Mozart über Verdi bis zu Strawinsky und Richard Strauss leitete. Seine zahlreichen Konzert12

Michael Balke ist ab dieser Spielzeit Erster ständiger Gastdirigent des Theaters St.Gallen.

und Opernprojekte führen Balke inzwischen in die ganze Welt: Zuletzt dirigierte er Konzerte am Königlichen Theater in Kopenhagen, am Palau de la Música Catalana in Barcelona sowie in der Tchaikovsky Concert Hall in Moskau; am Metropolitan Theatre in Tokio sowie in Osaka dirigierte er Madama Butterfly, im Mai 2018 leitete er Salome in der Arena di Verona und im Oktober dieses Jahres gibt er sein Debüt am Concertgebouw Amsterdam. In den letzten Jahren haben Sie Konzerte und Opern in der ganzen Welt dirigiert und mit unterschiedlichsten Orchestern und Solisten zusammengearbeitet. Was hat Sie dazu bewogen, jetzt als Erster ständiger Gastdirigent verstärkt in St.Gallen tätig zu sein? Die Chemie mit den Sängern, dem Haus und vor allem mit dem Orchester! Das war schon bei Tosca toll und bei den Gezeichneten hat sich das noch einmal bestätigt. Dieses Orchester ist hungrig danach, nicht nur Töne abzuliefern und zusammen zu spielen, sondern besondere Farben und Ausdrücke zu suchen. Das ist für mich das Wichtigste und Aufregendste, was ein Orchester haben kann! Nachdem Sie hier am Theater zwei Opern dirigiert haben, übernehmen Sie bei einer Tanzproduktion mit der Musik von Haydns Die Jahreszeiten die musikalische Leitung. Wie unterscheidet sich die Arbeit an einem Tanzstück von der an einer Oper?

Im Grunde ist der Unterschied gar nicht so gross, denn in beiden Sparten sollte man neben der eigenen künstlerischen Konzeption sehr auf die körperlichen Gegebenheiten eingehen. In der Oper sind es die Stimme und der Atem, die bestimmen, wie man eine Phrase anlegt, und im Ballett der Körper. Manche Bewegungen können für die Tänzer zur Qual werden, wenn man das falsche Tempo wählt. In den Vorgesprächen mit Beate Vollack stellte sich jedoch schnell heraus, wie offen und flexibel sie bei der Wahl der Tempi ist – das ist natürlich ein Riesenglück! Was fasziniert Sie an Haydns letztem Oratorium Die Jahreszeiten? Dieses Spätwerk von Haydn nimmt einen besonderen Platz in der Musikgeschichte ein. Auf der einen Seite schaut es zurück mit Referenzen zu Bach, dessen Kantaten und Fugen sowie dem Chorstil von Händel. Auf der anderen Seite ist es unglaublich modern und schaut voraus auf die Romantik: Man kann fast von «malender» Musik sprechen, wenn z. B. quakende Enten, Frösche, die Jagd, Nebel, Sonnenschein, Regen, Gewitter, die Weinernte (manchmal klingt es sogar richtiggehend betrunken) mit Tönen dargestellt werden. Haydn lässt uns in den vier Kantaten wunderbar die Beziehung zwischen Mensch und Natur erleben und bereits in den vier Ouvertüren können wir die Stimmung der jeweiligen Jahreszeiten richtiggehend «riechen»! Das Gespräch führte Caroline Damaschke


Wieder im Spielplan

Wolf sein KinderstĂźck von Bettina Wegenast (5+) Samstag, 1. September 2018, 14 Uhr Samstag, 8. September 2018, 14 Uhr Mittwoch, 12. September 2018, 14 Uhr Samstag, 15. September 2018, 14 Uhr


Matterhorn Musical von Michael Kunze und Albert Hammond Sonntag, 9. September 2018, 19.30 Uhr Samstag, 15. September 2018, 19.30 Uhr Sonntag, 23. September 2018, 19.30 Uhr Donnerstag, 4. Oktober 2018, 19.30 Uhr Freitag, 5. Oktober 2018, 19.30 Uhr Samstag, 20. Oktober 2018, 19.30 Uhr


Geschichten aus dem Wiener Wald Volksstück von Ödön von Horváth Mittwoch, 31. Oktober 2018, 19.30 Uhr Sonntag, 4. November 2018, 14.30 Uhr und 19.30 Uhr Sonntag, 18. November 2018, 17 Uhr Donnerstag, 22. November 2018, 19.30 Uhr Montag, 26. November 2018, 19.30 Uhr Donnerstag, 29. November 2018, 19.30 Uhr


Matterhorn Bezahlbar CD zur Einstimmung Kultur für dich auf die Wiederaufnahme

«Es würde nicht wundern, wenn es das eine oder andere Lied in die Charts schaffte», schrieb die NZZ nach der Uraufführung von Matterhorn im Februar. Auch andere Kritiker bescheinigten den Songs von Albert Hammond «Ohrwurmcharakter» oder «Hitpotenzial» und befanden, die Melodien gingen spontan ins Ohr und seien ein Genuss für Sound-Ästheten. Nun sind die 33 Titel wie «Zermatt bleib ich treu», «Weit oben», «Unheilbar verliebt», Edward Whympers Rap und das berührende «Kalt ist die Nacht» des Countertenors Luigi Schifano als Live-Mitschnitt aus dem Theater St.Gallen auf einer Doppel- CD erhältlich. Gerade richtig als Einstimmung auf die Wiederaufnahme des Musicals, das ab 9. September wieder auf unserem Programm steht. (bh)

Matterhorn – Das Musical Hit Squad Records Erhältlich an der Theaterkasse CHF 25.— Wiederaufnahme Matterhorn Sonntag, 9. September 2018, 19.30 Uhr

Bist du von der fixen Idee besessen, Theater ist teuer? – Recht hast du. Theater machen ist teuer. Theater besuchen nicht. An der Abendkasse erhalten alle Spontanen bis 20 sowie Auszubildende und Studierende bis 30 ihr Ticket zum halben Preis. Last minute. Und damit nicht genug: Hast du eine OnStage-Karte, kostet dich dein Theaterbesuch am Dienstag nur 15 Franken. Egal welches Stück, egal welche Kategorie, auch im Vorverkauf (z. B. Die Jahreszeiten am 2. Oktober, Versetzung am 23. Oktober und Szenen einer Ehe am 20. November). An den anderen Tagen profitierst du von 50 % Ermässigung. So erhältst du dein Ticket für alle Vorstellungen von Räuberhände, Verrücktes Blut oder Verzockt für je 14 Franken. Ausserdem diverse Vergünstigungen in der St.Galler Kultur. Hast du schon eine OnStage-Karte? – Recht hast du. Hast du noch keine? – Für 20 Franken an der Theaterkasse kaufen. Jetzt! (mf)

Last minute Ab 1 Stunde vor Beginn 50 % Ermässigung auf Theatertickets Konzerttickets à CHF 10.— OnStage-Karte CHF 20.— pro Spielzeit dienstags generell CHF 15.— ansonsten 50 % Ermässigung

Schauspielstudio Kooperation mit der HKB Bern

Ab der Spielzeit 2018/2019 kooperiert unsere Schauspielsparte mit der Hochschule der Künste Bern ( HKB ). Im Rahmen dieser Kooperation mit dem Namen Schauspielstudio erhalten pro Spielzeit jeweils zwei Studierende, die sich an der HKB im letzten Jahr ihres Bachelor-Studiums befinden, Einblick in den Theateralltag. Dieses Praxissemester ist ab 2018 fester Bestandteil der Schauspielausbildung an der Hochschule der Künste Bern. Die Studierenden verstärken des Ensemble des Theaters, wirken in mehreren Produktionen mit und stellen sich dem Publikum zusätzlich mit kleinen Szenen vor, die sie eigens für St.Gallen erarbeiten werden. Diese Zusammenarbeit mit der Hochschule ist nicht nur für die Studierenden interessant, sondern wird auch das Ensemble des Theaters St.Gallen durch die Mitarbeit der noch ganz am Anfang ihrer künstlerischen Laufbahn stehenden Kolleginnen und Kollegen bereichern. Zudem erfüllt das Theater damit die wichtige Aufgabe der Nachwuchsförderung. Auch werden die Erfahrungen aus der Praxis im Austausch mit den Dozierenden der Hochschule in die Ausbildung einfliessen. Den Anfang machen Seraphina Schweiger und Stefan Schönholzer, die beide bereits in Jonas Knechts Inszenierung von Thomas Melles Versetzung zu sehen sein werden. (gp)

theatersg.ch / tickets  Ermässigungen

Seraphina Schweiger

Stefan Schönholzer

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«Liebe ist ein Ideal, Nähe ist real» Im Gespräch mit der Fachpsychologin für Psychotherapie Suzanne Hüttenmoser Roth

Szenen einer Ehe Schauspiel von Ingmar Bergman Premiere Freitag, 28. September 2018 19.30 Uhr, Grosses Haus Einführungsmatinee Sonntag, 23. September 2018 11 Uhr, Lokremise Eintritt frei Leitung Inszenierung: Barbara-David Brüesch Bühne: Damian Hitz Video: Heta Multanen Musik: Sandro Corbat Kostüm: Bernhard Duss Dramaturgie: Anja Horst Besetzung Marianne: Diana Dengler Johan: Matthias Albold Katarina: Jessica Cuna Peter: Christian Hettkamp Eva: Anja Tobler Die nächsten Vorstellungen Montag, 1. Oktober 2018, 19.30 Uhr Mittwoch, 3. Oktober 2018, 19.30 Uhr Sonntag, 7. Oktober 2018, 17 Uhr Sonntag, 14. Oktober 2018, 19.30 Uhr Sonntag, 21. Oktober 2018, 14.30 und 19.30 Uhr

Die Strassen waren leergefegt, die Menschen sassen gebannt vor dem Fernseher. 1973 lief der Mehrteiler Szenen einer Ehe in der Regie von Ingmar Bergman, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Der schwedische Regisseur hatte mit seinem Ehedrama den Nerv der Zeit getroffen. Plötzlich wurde über Unzufriedenheit in der Ehe, über Betrug und sexuellen Frust gesprochen. Hausregisseurin BarbaraDavid Brüesch inszeniert Bergmans schonungslose Beziehungsanalyse nun auf der grossen Bühne. Wir haben mit Suzanne Hüttenmoser Roth von der St.Galler Beratungsstelle für Beziehungsfragen in über die Probleme heutiger Ehepaare gesprochen. Sie sind seit 1996 als Psychologin und Psychotherapeutin in St.Gallen tätig. Die Beratung von Menschen mit Beziehungs- und Eheproblemen macht dabei einen beträchtlichen Teil ihrer Arbeit aus. Mit welchen Problemen und Sorgen kommen Paare und Ehepaare zu Ihnen? Vor allem mit Kommunikationsproblemen. Oft entsteht das Gefühl, in einer Sackgasse gelandet zu sein, nicht mehr die gleiche Sprache zu sprechen, nicht auf der gleichen Ebene zu agieren. Dann häufig auch Aussenbeziehungen, also Affären. Manchmal aber auch nur das Empfinden, die Liebe wäre unmerklich verloren gegangen. Diese Paare erleben sich als gut funktionierendes

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Team, erfüllen ihre Rolle als Elternteil, als Arbeitnehmer, als Partner offensichtlich perfekt. Liebe, Leidenschaft und Sexualität bleiben aber auf der Strecke. Wie hoch ist der Anteil verheirateter Paare, die Ihren Rat suchen? Es ist der überwiegende Teil, mit weit über 60 Prozent. Der Grossteil davon liegt im mittleren Alterssegment, also zwischen vierzig und sechzig Jahren. Diese Paare blicken alle auf eine längere Beziehungszeit zurück. Meist kommen die Paare auf Betreiben eines Ehepartners, häufig der Ehefrau. Frauen tun sich leichter, emotionale Belange zu besprechen. Männer wenden sich in der Regel erst an mich, wenn es pressiert und die Frau schon ihre Koffer gepackt hat. Mit welchen Erwartungen an die Therapie kommen die Paare zu Ihnen? Sie erwarten Tipps, die Krise besser bewältigen zu können. Sie sehen in mir einen neutralen Gesprächspartner, der ihnen unvoreingenommen Gehör schenkt. Sie wollen Hilfe in Bezug auf ihre Kommunikation, Hilfe beim Thema Lust/ Unlust in der Beziehung oder Hilfe bei Verletzungen, wie sie durch einen Seitensprung entstehen. Erstaunlich ist, dass Männer, auch wenn sie sich zögerlich auf die Therapie eingelassen haben, sich im Laufe der Gespräche sehr öffnen und viel Geduld beweisen. Ihre Frauen hingegen erwarten, dass nach zwei oder drei Sitzungen Lösungen auf dem Tisch liegen.

Filmplakat Szenen einer Ehe


berichte, die sich mit der Thematik auseinandersetzen, ist Sexualität nicht unter den ersten drei Punkten, die für die Zufriedenheit einer Partnerschaft genannt werden. Hier werden Verlässlichkeit, Vertrauen und Sicherheit genannt. Haben Männer eine andere Sexualität als Frauen, oder ist das ein Klischee? Männer haben in der Regel ein stärkeres Bedürfnis nach genitalem Sex. Bleibt der aus, fühlen sie sich verunsichert. Ein Mann sagte mir einmal, er fühle sich in der Familie nur noch wie der Versorger, der Trainer seiner Kinder, oder der Hauswart. Frauen sind verunsichert, wenn Zärtlichkeit und Kommunikation ausbleiben.

Ingmar Bergman, Autor und Regisseur ( 1918 –  2 007 ).

Ingmar Bergman beschreibt in Szenen einer Ehe mit Johan und Marianne sozusagen ein Traumpaar, das von allen um die glückliche Ehe beneidet wird. Nichts deutet auf eine Schieflage hin. So ist Marianne völlig unvorbereitet, als Johan ihr eröffnet, dass er sie für eine junge Studentin verlässt. Gibt es das häufig, so einen völligen Bruch ohne Vorankündigung? Einen solch krassen Trennungsschritt, bei dem der Mann oder die Frau ihre Familie von jetzt auf gleich verlassen, erlebe ich eher selten. Wenn es Kinder in der Partnerschaft gibt, entsteht doch eine hohe Verantwortlichkeit. Es kommt dann zu einem ständigen Zögern und Abwägen, einem zähen Hin und Her. Heute sind es übrigens nicht nur die Männer, die ihre Frauen betrügen. Mittlerweile stehen die Frauen den Männern da in nichts nach. Wenn Johan und Marianne zu Ihnen in die Therapie kämen, was würden Sie ihnen raten? In der Regel geht es um enttäuschte Bedürfnisse. Ich würde vorrangig versuchen zu erfahren, welche Bedürfnisse unbefriedigt geblieben sind und zu dieser Situation geführt haben. Was kann durch den Seitensprung gelebt werden, was in der Beziehung unerfüllt bleibt. Das anzuhören, kann für den Partner sehr verletzend sein, ist aber der erste Schritt einer ernsthaften Auseinandersetzung. Dann würde ich die beiden

fragen, was in der Anfangszeit ihrer Beziehung im Schaufenster des anderen gelegen hat. Was hat sie gegenseitig angezogen? Dabei stellt sich oft heraus, dass es das, was man vermisst, einmal gegeben hat. Automatisch stellt sich dem Paar die Frage, wann und wie Spontaneität, Leidenschaft und Sexualität auf der Strecke geblieben sind. Seitensprünge sind heftige Verletzungen, die einen enormen Vertrauensbruch mit sich ziehen. Ist so eine Situation wirklich überwindbar? Erstaunlicherweise schon. Aber es setzt eine Menge Arbeit voraus. Wenn ich jedoch einen Menschen immer noch gern habe, kann ich ihm auch zugestehen, dass er mich einmal enttäuscht. Auch ich selbst muss mir zugestehen, andere zu enttäuschen. Wichtig ist, was nach der Enttäuschung folgt. Wie kann ich den Schmerz des anderen durch etwas Positives ersetzen? Es braucht einen Ausgleich, damit man wieder auf Augenhöhe ist. Johan und Marianne treffen sich auch nach ihrer Scheidung in grossen zeitlichen Abständen immer wieder und fühlen sich sexuell plötzlich wieder angezogen, obwohl sie in neuen Partnerschaften leben. Führt sexuelle Frustration häufig zur Trennung? In der Therapie wird die Unzufriedenheit mit der Sexualität in der Tat häufig angesprochen. Schaut man aber auf Forschungs-

Ursprünglich wurden Ehen aus Schutz- und Versorgungsgründen geschlossen. Ist denn die Institution Ehe heute immer noch zeitgemäss? In der Tat sind die Eheschliessungen in den letzten Jahren wieder nach oben geschnellt. Doch nur 13 Prozent der Ehen werden aus Versorgungsaspekten geschlossen, aus religiösen oder moralischen Gründen. Liebe steht heute im Vordergrund. Es scheint dem Menschen ein inniges Verlangen nach einer Partnerschaft, nach ungeteilter Liebe innezuwohnen. Warum dann die hohen Scheidungsraten? Liebe ist ein Ideal, Nähe ist real. Was meist mit positiven Projektionen beginnt, führt im Alltag zur Desillusionierung und zu Enttäuschungen. Gibt es eine positive Bilanz für das Fortschreiten einer Beziehung durch eine Therapie? Unbedingt. Menschen, die zu mir in die Therapie kommen, bringen ja schon eine grosse Bereitschaft mit, selbst Federn zu lassen und eine Entwicklung zu machen. Ein offener Ausgang ist aber wichtig, damit es zu einer Auseinandersetzung, einem Ringen kommen kann. Ist Ehe für Sie persönlich ein funktionierendes Modell? Ja. Wir führen seit 32 Jahren eine Beziehung. Seit 20 Jahren sind wir verheiratet. Das Gespräch führte Anja Horst

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Theater on tour Wolf sein und Dornrösli bockt

Schultheatertage Ostschweiz Anmelden bis 24. September

Ab 1. September ist das Kinderstück Wolf sein wieder im Theater St.Gallen zu sehen. Neben den Vorstellungen im freien Verkauf geht das Theaterteam mitsamt Wolfspelz und gelbem Pöstlervelo auf Tournee. Regieassistentin Petra Schneider und LKW -Fahrer Wolfgang Jersche richten Bühne, Licht und Ton in Ostschweizer Schulhäusern und Gemeindesälen ein. Währenddessen verwandeln sich die Schauspieler Anja Tobler und Hans Rudolf Spühler in die Schafe Chrusle und Küdde, um die Kinder vor Ort in Fantasiewelten eintauchen zu lassen. Das neue mobile Kinderstück Dornrösli bockt, ein Märchenspass mit drei Schauspielern, feiert am 23. Januar 2019 Premiere und kommt danach gerne auch in Ihre Gemeinde. (mf)

Wenn die Schreibtische zur Seite geschoben werden oder in der Aula konzentriert geprobt wird. Wenn gespielt, experimentiert, fantasiert und gelacht wird. Wenn die Klasse den Lehrer und der Lehrer die Klasse in einem anderen Rahmen kennenlernt. Dann bereiten sich 24 Klassen (3. bis 9. Schuljahr) auf ihre Premiere an den Schultheatertagen Ostschweiz vor. In Begleitung einer Fachperson in Theaterpädagogik erarbeiten sie Theaterstücke zum Thema RAUM . Im März sind die Klassen an je einem Tag im Theater, zeigen ihr Stück den anderen Schülerinnen und Schülern und kommen mit ihnen in den Austausch. Die fünften Schultheatertage sind ein Kooperationsprojekt von Theater St.Gallen, Theater Bilitz und der Pädagogischen Hochschule St.Gallen. Die bisher beteiligten 90 Klassen und Lehrpersonen sind sich einig: Mitmachen lohnt sich! (mf)

Wolf sein Kinderstück von Bettina Wegenast [5 +] 1./ 8./ 12./ 15. September, 14 Uhr, Studio Ab Mitte Oktober, Theater mobil Dornrösli bockt Kinderstück von Anja Horst frei nach den Brüdern Grimm [5 +] Ab 23. Januar 2019, Studio Ab März 2019, Theater mobil Kontakt Theater mobil Kerstin Wüthrich, kbb@theatersg.ch oder 071 242 05 11 theatersg.ch /schulen

Veranstaltungstage 2019 14. / 15. März, Altes Kino Mels 21./ 22. März, Theaterhaus Thurgau, Weinfelden 25./ 26. März, Lokremise St.Gallen Weitere Infos und Anmeldung kklick.ch

Wolf oder Schaf? Hans Rudolf Spühler und Anja Tobler in Wolf sein. Foto: Jos Schmid

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Mitmachen Theaterkurse und Theatertanzschule 2018 / 2019

Theatertanzschule [4 – 104] Ballett, Breakdance, Contemporary, Hip Hop, Jazz/Lyrical, Pilates, Tanzchoreo, Tanztheater, Tanz & Spiel, Yoga. Schnupperlektion nach Vereinbarung Theaterkurse für Kinder [8 – 12] Termine online unter theatersg.ch/kinder, jeweils ein Wochenende Jugendtheaterclub I [13 – 15] 24. Oktober bis 16. Dezember, Mittwochnachmittag Jugendtheaterclub II [16 – 20] 28. November bis Ende Mai, Mittwochabend und weitere Tage Statisterie und Opernchor [18 +] Mit Profis auf der Bühne stehen und den Probenprozess miterleben

Wenn du einfach nicht mehr still dasitzen kannst, wenn dir Zuschauen alleine nicht mehr reicht, wenn es dich vom Hocker haut ... .. . dann musst du selber aktiv werden und auf die Bühne. Spielen, bewegen, entdecken. Fantasieren, improvisieren, trainieren, experimentieren, interagieren, präsentieren. In unseren Theater- und Tanzkursen steht die Freude am gemeinsamen Tun im Vordergrund. Bei den ersten Versuchen auf den Brettern, die die Welt bedeuten, spielen alle eine wichtige Rolle! Die Theatertanzschule bietet für jedes Alter und Niveau wöchentliche Kurse an. Das Besondere ist der direkte Bezug zum Theater St.Gallen: Viele Dozenten sind oder

waren Mitglieder der Tanzkompanie. Und: Die Schülerinnen und Schüler zeigen mindestens einmal jährlich ihr Können auf einer Bühne des Theaters. NEU : Bevorzugst du trotzdem die Zuschauerrolle und willst noch öfter ins Theater? – Dann erkunde mit den Voyeuren die regionale Tanz- und Theaterlandschaft. Nach den Vorstellungen tauscht ihr euch kritisch über das Gesehene aus und trefft auch immer wieder mal Theaterprofis. Das Theater St.Gallen ist Partner der Voyeure St.Gallen. (mf)

Infos und Anmeldung Gina Besio, g.besio@theatersg.ch 071 242 05 25 theatersg.ch  Mitmachen

NEU: Die Voyeure [15 – 30] Zusammen ins Theater gehen und kritisch darüber diskutieren, September bis Juni, Mittwochabend

Junge Theaterkritiker [16 +] Premieren besuchen und schriftlich kritisieren, Einstieg jederzeit möglich Schultheatertage Ostschweiz [3. – 9. Klasse] Klassen zeigen sich gegenseitig ihre Theaterstücke zum Thema RAUM , Anmelden bis 24. September

Szenen aus der Produktion Schweigen des Jugendtheaterclubs …

… und aus dem Projekt Räuber sein ist ganz schön schwer der Theatertanzschule. Fotos: Tine Edel

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Auftakt Walzer-Fantasien und musikalische Grüsse aus der Neuen Welt

Auftakt – Aus der Neuen Welt 1. Tonhallekonzert Donnerstag, 27. September 2018 19.30 Uhr, Tonhalle Einführung um 18.30 Uhr Freitag, 28. September 2018 19.30 Uhr, Tonhalle Einführung um 18.30 Uhr Modestas Pitrenas, Leitung Maurice Ravel La Valse Antonín Dvořák Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 Aus der Neuen Welt Richard Strauss Walzerfolge Nr. 1 und 2 aus Der Rosenkavalier Mit grosszügiger Unterstützung Ortsbürgergemeinde St.Gallen

Eine neue Konzertsaison, ein neuer Chefdirigent. Die Hochstimmung rund um diesen doppelten Auftakt spiegeln die Werke auf dem Programm wider: die wunderbaren Walzer-Fantasien von Maurice Ravel und Richard Strauss sowie Antonín Dvořáks in Amerika entstandene 9. Sinfonie Aus der Neuen Welt. Wenig in Antonín Dvořáks Biografie deutete darauf hin, dass er 1892 Direktor des ersten Konservatoriums der Vereinigten Staaten von Amerika werden sollte. Der böhmische Komponist mit Jahrgang 1841 war seiner Heimat tief verbunden, wirkte am Prager Konservatorium und entwickelte sich, in der Nachfolge von Bedřich Smetana, zum eigentlichen «Nationalkomponisten» Tschechiens. Seine Werke zeichnen sich vor allem durch die Verbindung der klassisch-romantischen Tradition mit Volksmusik, oftmals böhmischen Tänzen, aus. Böhmischer «Trainspotter» Neben der Musik hegte Dvořák eine zweite grosse Leidenschaft, die noch stärker als seine Kompositionen Pioniergeist verrät: Er war fasziniert von der neu aufkommenden dampfbetriebenen Eisenbahn. Nicht selten

Das Sinfonieorchester St.Gallen mit seinem neuen Chefdirigenten Modestas Pitrenas.

war er deshalb am Prager Kaiser-FranzJoseph-Bahnhof anzutreffen, der sich nur unweit vom Konservatorium befand, um sich die Nummern der einfahrenden Lokomotiven zu notieren. Nach einer langen und erfolgreichen Karriere in seiner Heimat trat Antonín Dvořák im Alter von 51 Jahren die Reise nach New York an, um da als erster Direktor des neugegründeten National Conservatory of Music zu wirken. Während dieses Aufenthalts entstand eines seiner bekanntesten Werke, die Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 Aus der Neuen Welt. Der industrielle Aufschwung und damit verbunden die Suche nach kultureller, also auch musikalischer Identität waren deutlich spürbar. Um diese Erwartung, die auch hinter seiner Wahl als erster Direktor in New York stand, wusste Dvořák; entsprechend setzte er sich mit der «Neuen Welt» auseinander, etwa in der Lektüre von Henry Wadsworth Longfellows Indianer-Epos Song of Hiawatha oder in Gesprächen mit seinem Schüler Harry Burleigh, der ihn in die afroamerikanische Musik einführte und ihm Spirituals vorsang. In diesen traditionellen Liedern sah Dvořák die Grundlage einer amerikanischen Musik: «Sie sind amerikanisch (...). Sie sind pathetisch, zart, leidenschaftlich, melancholisch, feierlich, religiös, verwegen, lustig, fröhlich.» Und obwohl er keine «wörtlichen» Vertonungen der traditionellen amerikanischen Musik in seine 9. und letzte Sinfonie einbaute, so liess er sich doch deutlich von ihr und ihrer Essenz inspirieren. A la Johann Strauss Zu Dvořáks euphorisierender Sinfonie treten im Programm des 1. Tonhallekonzerts hinreissende «Wiener Walzer» von Maurice Ravel und Richard Strauss. Ersterer betrachtete den Wiener Walzer, damals längst aus der Mode gekommen, in La Valse von 1920 durch die Brille französischen Klangsinns und steigerte ihn zu einer gewaltigen «Apotheose» (Ravel). Richard Strauss beschwor in seiner Oper Der Rosenkavalier von 1911 musikalisch auch das alte Wien des 19. Jahrhunderts herauf – mit selig-nostalgischen Walzern, die er nachträglich aus seiner gefeierten Oper herausdestillierte, zu zwei Walzerfolgen für Orchester zusammenstellte und damit der Musik des Rosenkavaliers zu noch grösserer Bekanntheit auch ausserhalb der Opernhäuser verhalf. (ff) 23


Wir sind Theater # 1 In der Schaltzentrale

Sie stehen nicht im Rampenlicht, Bravorufe und Applaus bekommen sie nach getaner Arbeit nicht zu hören. Aber ohne sie kämen auch die Schauspielerinnen und Sänger nicht zu ihren grossen Auftritten: Maskenbildnerinnen, Schreiner, Schnürmeister, Inspizientinnen oder Korrepetitoren sind unabdingbar im Räderwerk des Theaterbetriebs. Ihnen und ihren Abteilungen spüren wir diese Saison in der Rubrik «Wir sind Theater» nach. Zum Saisonstart: Das Frauen-Trio vom KBB. Drei nicht allzu geräumige Büros im Parterre des Theaters, untereinander verbunden, unmittelbar beim Bühneneingang. Drei Büros, die alle kennen, die im Theater zu tun haben. Die drei Büros sind die Schaltzentrale des Theaters, eine Art Réception auch. Sie bilden das Künstlerische Betriebsbüro, kurz KBB , und sie sind das Reich von Eike Riga, Barbara Hellmayr und Kerstin Wüthrich. «Es ist schwierig, jemandem zu erklären, was wir machen», sagt Eike Riga, die seit acht Jahren Chefdisponentin und Leiterin des künstlerischen Betriebs am Theater St.Gallen ist. Schwierig deshalb, weil es tausend Dinge sind. «Ich verschiebe Lastwagen», sagt Eike Riga etwas kryptisch. Oder: «Hier entsteht die Spielzeit, mit einem Vorlauf von fast drei Jahren, ich plane also schon mit dem Provisorium.» Sie setzt aufgrund der Premierenabfolge, die mehr oder weniger gegeben ist, Proben fest, koordiniert die Belegung der verschiedenen Räume inklusive Lokremise, muss Bedürfnisse von Regisseuren oder Bühnenbildnern und jene der Technik unter einen Hut bringen. Die Chefdisponentin überprüft Verträge und hat die Kontrolle über sämtliche Programm24

informationen wie Leporello, Terzett oder Online-Spielplan. Barbara Hellmayr, die Leiterin des künstlerischen Betriebsbüros, ist die Ansprechperson für die Künstlerinnen und Künstler. Sie erstellt die Tagesarbeitspläne, hat den Überblick, wo was läuft im Theater, zu ihr kommen die Künstlerinnen und Künstler, aber auch die Handwerker oder Techniker, wenn sie eine Auskunft brauchen. Barbara Hellmayr weiss, wenn ein Darsteller krank ist – und wie sie am schnellsten Ersatz bekommt. «Ich bin die Schnittstelle zwischen dem künstlerischen und dem technischen Betrieb sowie der Verwaltung», sagt Barbara Hellmayr. Die Dritte im Bunde, Kerstin Wüthrich, ist sozusagen der Draht nach aussen. «Über mich laufen die Kontakte von aussen ins Theater und umgekehrt», sagt sie. Dazu gehören die Organisation von Theaterführungen, die Planung der Abstecher im Kindertheater sowie der Kinderchor. «Jede von

uns kennt den Tätigkeitsbereich der anderen», sagt Eike Riga, «wir müssen uns ja ablösen können am Wochenende.» Denn das KBB ist ein 7-Tage-Betrieb, von Anfang September bis Mitte Juli wird durchgearbeitet. Eine Ausbildung für die Arbeit im KBB gibt es nicht. «Man wächst in diese Tätigkeit hinein», sagt Eike Riga. «Was es braucht, sind Gespür fürs Theater, Lust am Theater.» Sie selber hat Operngesang studiert, Barbara Hellmayr ist ausgebildete Sprachlehrerin, Kerstin Wüthrich hat in der Gastronomie gearbeitet und sich dann im kaufmännischen Bereich weitergebildet. «Was wir hier machen, ist die Quadratur des Kreises», sagt Eike Riga. «Wenn wir es gut gemacht haben, dann haben wir jeder Abteilung ein halb volles Glas verkauft. Ein ganzes bekommt keiner, das liegt in der Natur der Sache.» Will sagen: Alle Wünsche können nie erfüllt werden, jeder muss Kompromisse machen im Interesse des Ganzen. Das ist Theater. (bh)

Die Gesichter des KBB (v.l.): Eike Riga, Kerstin Wüthrich und Barbara Hellmayr.


September

20  – 21.30 Uhr

Spekulanten

Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, Container vor der LOK Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung

Do 13 PREMIERE 20 Uhr Versetzung Drama von Thomas Melle frei, LOK Sa 01 9  – 13 Uhr

Theater-Flohmarkt Eintritt frei, Foyer

WIEDERAUFNAHME 14 –  15 Uhr

Kinderstück von Bettina Wegenast [5+] frei, Studio Unterstützt von Migros Kulturprozent

Wolf sein

So 02 MATINEE 11 Uhr

Spekulanten Einführung in das Volkstheater von Philippe Heule Eintritt frei, LOK

14 Uhr

Gipfelwerke II

Klassik-Openair auf dem Chäserrugg Eintritt frei Di 04 ÖFFENTLICHE PROBE 18 – 19 Uhr

Die Jahreszeiten

Oratorium von Joseph Haydn in einer Choreografie von Beate Vollack Eintritt frei, Grosses Haus Do 06 URAUFFÜHRUNG 20 – 21.30 Uhr

Spekulanten

Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, Container vor der LOK Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung Sa 08 14 – 15 Uhr

Wolf sein

Kinderstück von Bettina Wegenast [5+] frei, Studio Unterstützt von Migros Kulturprozent So 09 MATINEE 11 Uhr

Versetzung

Einführung in das Drama von Thomas Melle Eintritt frei, LOK

WIEDERAUFNAHME 19.30 – 22.10 Uhr

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots Abo VB-D | frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien

20 – 21.30 Uhr

Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, Container vor der LOK Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung

Mi 12

Spekulanten

14 – 15 Uhr

Wolf sein

Kinderstück von Bettina Wegenast [5+] frei, Studio Unterstützt von Migros Kulturprozent

– 21.30 Uhr Fr 14 20  Spekulanten Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, Container vor der LOK Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung Sa 15

ZUM LETZTEN MAL IM FREIEN VERKAUF 14 – 15 Uhr

Wolf sein

Kinderstück von Bettina Wegenast [5+] frei, Studio Unterstützt von Migros Kulturprozent

19.30  – 22.10 Uhr

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien So 16 Di 18

17 Uhr

Versetzung

Drama von Thomas Melle frei, LOK 20 – 21.30 Uhr

Spekulanten Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, Container vor der LOK Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung Mi 19 20 Uhr

Versetzung

Drama von Thomas Melle frei, LOK Fr 21

CONTAINER ON TOUR 19.30 – 21 Uhr

Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, Rorschach, Marktplatz Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung

Spekulanten

Sa 22 PREMIERE 19.30 Uhr

Die Jahreszeiten

Oratorium von Joseph Haydn in einer Choreografie von Beate Vollack Abo PP | P | frei, Grosses Haus Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

CONTAINER ON TOUR 19.30 – 21 Uhr

So 23

Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, Rorschach, Marktplatz Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung

Einführung in das Schauspiel von Ingmar Bergman Eintritt frei, LOK

17 Uhr

Drama von Thomas Melle frei, LOK

Spekulanten

MATINEE 11 Uhr

Szenen einer Ehe

Versetzung

25


Oktober

So 23 19.30  – 22.10 Uhr

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots Abo SoA | SG-So | frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien

Di 25 CONTAINER ON TOUR 19.30 – 21 Uhr

Spekulanten

Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, St.Margrethen, Park Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung Mi 26 CONTAINER ON TOUR 19.30 – 21 Uhr

Spekulanten

Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, St.Margrethen, Park Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung Do 27 19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr

Auftakt | Aus der Neuen Welt

1. Tonhallekonzert | Ravel, Dvořák, Strauss Abo K+ | Do | KuT | frei, Tonhalle Unterstützt von Ortsbürgergemeinde St.Gallen

20 Uhr Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung

Drama von Thomas Melle frei, LOK

Versetzung

Fr 28 19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr

Auftakt | Aus der Neuen Welt

1. Tonhallekonzert | Ravel, Dvořák, Strauss Abo Fr | frei, Tonhalle Unterstützt von Ortsbürgergemeinde St.Gallen

PREMIERE 19.30 Uhr

Schauspiel von Ingmar Bergman Abo S-Fr | frei, Grosses Haus

CONTAINER ON TOUR 19.30 – 21 Uhr

Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, Heerbrugg, Schmidheiny-Park Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung

Szenen einer Ehe

Spekulanten

Sa 29 CONTAINER ON TOUR 19.30 – 21 Uhr

Spekulanten

Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, Heerbrugg, Schmidheiny-Park Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung

So 30 14.30 Uhr Einführung um 14 Uhr, Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung

Die Jahreszeiten

Oratorium von Joseph Haydn in einer Choreografie von Beate Vollack Abo SoN-A | VBK-2 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Mo 01 19.30 Uhr

Szenen einer Ehe

Schauspiel von Ingmar Bergman Abo VB-C | frei, Grosses Haus

Di 02 19.30 Uhr Einführung um 19 Uhr

Die Jahreszeiten

Oratorium von Joseph Haydn in einer Choreografie von Beate Vollack Abo Di | CTV | frei, Grosses Haus Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Mi 03 19.30 Uhr

Szenen einer Ehe

Schauspiel von Ingmar Bergman Abo VB-B | frei, Grosses Haus

– 22.10 Uhr Do 04 19.30 

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots Abo KV | frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien

Fr 05 19.30 – 22.10 Uhr Matterhorn Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots M-Fr | frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich Versicherungs Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien

19.30 Uhr

1. Meisterzyklus-Konzert | Oliver Schnyder Trio Abo MZ | frei, Tonhalle Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung

CONTAINER ON TOUR 19.30 – 21 Uhr

Geliebte Clara

Spekulanten

Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, Altstätten, Rathausplatz Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung Sa 06 CONTAINER ON TOUR 19.30 – 21 Uhr

Spekulanten

Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, Altstätten, Rathausplatz Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung So 07 17 Uhr

26

Szenen einer Ehe

Schauspiel von Ingmar Bergman Abo SoN-B | frei, Grosses Haus


Mi 10 19.30 Uhr Einführung um 19 Uhr

Die Jahreszeiten

Oratorium von Joseph Haydn in einer Choreografie von Beate Vollack Abo Mi | Mi-mu | SG-Mi | frei, Grosses Haus Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater Fr 12

CONTAINER ON TOUR 19.30 Uhr

Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, Buchs, Marktplatz am Werdenbergersee Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung

Sa 13

CONTAINER ON TOUR 19.30 Uhr

Ein Volkstheater von Philippe Heule frei, Buchs, Marktplatz am Werdenbergersee Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung

Spekulanten

Spekulanten

So 14 MATINEE 11 Uhr Don Carlo Einführung in die Oper von Giuseppe Verdi Eintritt frei, Foyer

19.30 Uhr

Schauspiel von Ingmar Bergman Abo VB-D | frei, Grosses Haus

Szenen einer Ehe

Sa 20 19.30 – 22.10 Uhr

Matterhorn Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien So 21

14.30 Uhr

Schauspiel von Ingmar Bergman Abo SoN-A | frei, Grosses Haus

19.30 Uhr

Schauspiel von Ingmar Bergman Abo SoA | frei, Grosses Haus

20 Uhr

Drama von Thomas Melle frei, LOK

Szenen einer Ehe

Szenen einer Ehe

Versetzung

Unsere Vorstellungen und Konzerte werden ermöglicht durch:

Tickets theatersg.ch / sinfonieorchestersg.ch kasse @ theatersg.ch / Telefon 071 242 06 06 Billettkasse Montag bis Samstag 10 – 19 Uhr, Sonntag 10 – 12 . 30 Uhr Abendkasse jeweils eine Stunde vor der Veranstaltung

Vorverkauf am VBSG -Schalter im Rathaus St.Gallen, Montag bis Freitag 8 – 18 . 30 Uhr

Hotline Ticketportal Telefon 0900 325 325 ( CHF 1 . 19 /Min. ab Festnetz) Ihr Billett ist auch Ihr Busticket Konzert- und Theatertickets gelten als öV-Fahrausweis in der Ostwind-Zone 210 .

Impressum Herausgeber: Theater St.Gallen / Sinfonie­o rchester St.Gallen Redaktion: Beda Hanimann (bh) Autorinnen und Autoren: Armin Breidenbach (ab); Caroline Damaschke (cd); Mario Franchi (mf); Franziska Frey (ff); Anja Horst (ah); Julie Paucker (jup); Beate Vollack (bv) Design: TGG Hafen Senn Stieger, St.Gallen Produktion: Ostschweiz Druck AG , 9300 Wittenbach / Inserate: BB Art Service, 071 278 63 66 / Auflage: 6000 Stück / 25 . Jahrgang ISSN 1421 - 0266 Bitte richten Sie Ihre Adressänderungen an info @ theatersg.ch oder Tel. 071 242 05 05


Hofstetstrasse 14

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9300 Wittenbach

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ostschweizdruck.ch

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Aufmerksame Gedruckte Kultur. Aufmerksame Zuhรถrer. Zuhรถrer.

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Terzett  

Monatsmagazin Konzert und Theater St.Gallen

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