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Oktober 2014 2015 September


Ab 22. Oktober wieder im Spielplan

Katharina Knie

Schauspiel von Carl Zuckmayer


«Wer kann weise, bestürzt, gemässigt und wütend, loyal und unparteiisch sein in einem Augenblick? Kein Mensch.» Bei der Lektüre von William Shakespeares Macbeth staunt man nicht schlecht, wenn der frisch­ gebackene Machthaber mit diesen Worten den Mord am ehemaligen schottischen König rechtfertigt. Macbeths Rhetorik ist Teil seiner Politik, die keine Moral mehr kennt. Das Ergebnis lautet ganz im Sinne Machiavellis: Herrschaft ist unmenschlich. Vielleicht veranlasste dieses Phänomen Komponist Giuseppe Verdi Mitte des 19. Jahrhunderts dazu, aus der damals 250 Jahre alten literarischen Vorlage eine Oper zu machen. Er destillier­ te die politische Essenz, indem er die beiden Protago­ nisten nicht als Liebespaar, sondern als brutale Politiker zeigt, die schliesslich Wahn und Reue erliegen. Regisseur Aron Stiehl, der am Theater St.Gallen zuletzt Ariadne auf Naxos erfolgreich auf die Bühne brachte, verortet die beiden Protagonisten in einer Zweckehe aus rein politischen Motiven. Die Vorhersage der Hexen, Macbeth stehe eine grosse Karriere bevor, wirkt für bei­ de wie eine Droge und ist vor allem für Lady Macbeth Katalysator und Rechtfertigung für ihren strategischen Plan, an die Macht zu kommen. Wie im Rausch auf der Suche nach dem nächsten Kick, dem nächsten Titel, ge­ hen die beiden über Leichen und krönen sich schliess­ lich selbst. Doch jedem Rausch folgt die Ernüchterung und schliesslich müssen beide erfahren, dass Macht endlich ist und keine persönliche Erfüllung garantiert. Mensch und Moral bleiben auf der Strecke und am Ende ist nur noch eines sicher: Le roi est mort, vive le roi!

4 «Ein Tornado, der alles ausser Kraft setzt» 8 Zauberwelt im Klanglabor 11 Belcanto im Herzen 12 Von wegen Holzkopf! 13 «Karger Boden für Visionen» 14 Von Mythen und Sagen 15 Was die Presse schreibt... 16 Kurz notiert 18 Licht – Dvořák 8 19 Notkers schlechtes Gedächtnis 20 Selfie mit Kunst 21 Veranstaltungskalender

Deborah Maier Dramaturgin

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«Ein Tornado, der alles ausser Kraft setzt» Sopranistin Mary Elizabeth Williams debütiert als Lady Macbeth am Theater St.Gallen Macbeth Oper von Giuseppe Verdi Premiere Samstag, 17. Oktober 2015 19.30 Uhr, Grosses Haus Einführungsmatinee Sonntag, 4. Oktober 2015 11 Uhr, Theaterfoyer Eintritt frei Leitung Musikalische Leitung: Pietro Rizzo / Attilio Tomasello Inszenierung: Aron Stiehl Bühne und Kostüme: Antony McDonald Choreografie: Beate Vollack Licht: Andreas Enzler Choreinstudierung: Michael Vogel Dramaturgie: Deborah Maier Besetzung Macbeth: Paolo Gavanelli / Luca Grassi Banquo: Steven Humes / Levente Páll Lady Macbeth: Mary Elizabeth Williams / Raffaella Angeletti Kammerfrau der Lady Macbeth: Theresa Holzhauser Macduff: Derek Taylor / Filippo Adami Malcolm: Nik Kevin Koch Ein Arzt: Tomislav Lucic Ein Diener / Ein Mörder / 1. Erscheinung: Paulo S. Medeiros 2. Erscheinung: Fiqerete Ymeraj 3. Erscheinung: Joséphine Assayech / Aline Dätwyler Statisterie des Theaters St.Gallen Chor des Theaters St.Gallen Opernchor St. Gallen Sinfonieorchester St.Gallen Weitere Vorstellungen: Samstag, 17. Oktober 2015, 19.30 Uhr Samstag, 24. Oktober 2015, 19.30 Uhr Mittwoch, 4. November 2015, 19.30 Uhr Mit grosszügiger Unterstützung Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater Besten Dank an die Militärkantine St.Gallen für die Ermöglichung des Fotoshootings. www.militaerkantine.ch

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Nach Erfolgen als La Wally und Odabella (Attila) ist Mary Elizabeth Williams in dieser Spielzeit nun schon zum dritten Mal Gast am Theater St.Gallen. Diesmal mit einem speziellen Debüt: In Aron Stiehls Inszenie­ rung von Giuseppe Verdis Macbeth wird sie erstmals in der Partie der Lady Macbeth zu erleben sein. «Vieni t’affretta!» Ungeduldig und gierig be­ schwört Lady Macbeth ihren Mann, den Worten der Hexen endlich Taten folgen zu lassen und König zu werden. Dass hierzu ein paar Verbrechen nötig sind, nimmt sie gern in Kauf – und bald auch ihr Gatte. Die Macht als einziges Ziel vor Augen, gehen die beiden über Leichen, um sich die Krone erst zu sichern und schliesslich alles zu verlie­ ren. Schon während der ersten szenischen Probe gewinnt man den Eindruck, als ge­ niesse Sopranistin Mary Elizabeth Williams die Bösartigkeit ihrer Figur. Gerade nach Partien wie Tosca oder Leonora aus Il trovatore reizt sie besonders die Arbeit an dieser Rolle:

«Um ehrlich zu sein, macht es richtig Spass, auch mal die Böse zu sein». Während des Spaziergangs zur Probe­ bühne des Theaters mag man ihr das kaum glauben. Die Amerikanerin mit Wurzeln in Philadelphia, einem Wohnsitz in Italien und wechselnden internationalen Engage­ ments geniesst die Ruhe, die ihr lange Pro­ benphasen wie diese geben. Sie wirkt aus­ geglichen und entspannt, obwohl es in ihr brodelt. Aufgeregt erzählt sie von ihrer Spu­ rensuche, auf der sie Schritt für Schritt ver­ sucht, aus einzelnen Hinweisen in Giusep­ pe Verdis Oper und William Shakespeares gleichnamigem Drama, das dem Libretto als

Vorlage diente, ein Täterprofil ihrer Figur zu erstellen. Ob sie Lady Macbeth schliess­ lich überführen wird, bleibt abzuwarten. Denn die Manipulationstaktik, mit der die­ se ihren Mann für ihre eigenen Zwecke inst­ rumentalisiert, schreckt die Sängerin zwar ab, fasziniert sie aber auch: «Bevor Macbeth auf seine Frau trifft, macht er eigentlich ei­ nen ganz vernünftigen Eindruck. Aber so­ bald sie auftritt, dreht er sich um 180 Grad. Sie ist wie ein Tornado, der alles ausser Kraft setzt.» Die ambivalente Haltung ihrer Figur ge­ genüber zeigt Williams schon in der ersten Probenwoche, wenn sie als Lady Macbeth von der vermeintlich fürsorglichen Ehefrau zur berechnenden Politikerin wird und ­ihren Mann zum Mörder macht. Williams merkt genau, wenn ihr eine Szene beson­ ders geglückt ist. Wenn sie dann lacht, ver­ eint sie die beiden Extreme ihrer Rolle der­ art gelungen, dass man als Zuschauer nicht weiss, ob man mitlachen oder sich besser fürchten soll. Wenn sie allerdings in Gesprä­ chen mit Kollegen über Lady Macbeth spricht, klingt das harmloser. Fast schüt­ zend stellt sie sich dann vor die Figur, die sie später auf der Bühne darstellen wird, sucht nach Argumenten, die ihr Handeln erklären können, und verweist auf die Partitur, in der Verdi, trotz seiner Angabe, die Lady solle «hässlich und böse» sein, wunderschöne Musik für sie komponiert hat: «Ja, an man­ chen Stellen muss der Klang fies sein. Aber wenn Verdi wirklich nicht gewollt hätte, dass seine Lady schön singt, warum hat er ihr dann solche Musik geschrieben? Wäre er hier, würde ich ein ernstes Wort mit ihm re­ den. Aber es stimmt, ich darf nicht zu nett sein.» Gesunde Selbstzweifel trüben das Selbstbewusstsein der Sängerin nicht. Im Gegenteil, Gedankenaustausch mit Kolle­ gen und Kritik des Regisseurs sind für sie notwendiges Feedback, das sie für ihre in­ tensive Rollenarbeit braucht. Bei einem Pensum von vier Debüts pro Jahr muss sie sich auch in ihrem privaten Umfeld auf Menschen verlassen können, die ihr den Rücken stärken und sie manchmal wieder auf den Boden der Tatsachen holen, wenn sie Gefahr läuft, sich mit ihren eigenen An­ sprüchen zu überfordern. Ihre Gesangsleh­ rerin begleitet sie seit nunmehr 17 Jahren regelmässig auf Reisen, um sie beim Einstu­ dieren neuer Partien zu unterstützen. Ihre


Mutter hat Shakespeares Drama ebenfalls gelesen, um sich besser mit ihrer Tochter austauschen zu können. Und von ihrem Mann, ebenfalls Sänger, wird sie während stressiger Phasen immer wieder ermahnt und beruhigt: «Hör auf, dir Sorgen zu ma­ chen! Du hast hart gearbeitet und du kannst das!» Weniger Verständnis und Unterstüt­ zung bringen sich die Macbeths entgegen. Voller Mitgefühl und Bedauern sagt Wil­ liams über Lady Macbeth:

«Sie und ihr Mann sind einfach nicht gut fürein­ ander.» Doch schon bei der nächsten Probe lässt sie sich wieder von den Emotionen über­ mannen, die die Musik bereithält, und gibt sich dem Bösen hin, wird zur gefährlichen Verführerin. Auch wenn durchaus im inti­ men Rahmen der Probebühne aufblitzt,

welche Abgründe da noch im Verborgenen liegen, freut sich Williams auf die Bühnen­ proben und schliesslich auf die Reaktionen des St.Galler Publikums: «Schon bei La Wally habe ich tolles Feedback bekommen, obwohl diese Figur ja auch nicht immer nett ist.» Wie durchtrieben Williams’ Lady Mac­ beth am Ende wirklich ist, wird sich noch herausstellen. Fest steht, Verdis Macbeth ist eine der blutigsten Opern des Reper­ toires und eine der politischsten, obwohl der Komponist das ursprünglich vermeiden wollte. Seine Protagonisten bilden kein klassisches Liebespaar, wie es oft in der Opernliteratur zu finden ist, sondern sind in erster Linie Politiker, deren Liebe einzig und allein der Macht gilt. In der aktuellen Spielzeit ist die Sopra­ nistin übrigens gleich zweimal am Theater St.Gallen vertreten. Nach ihrem Debüt als Lady Macbeth wird sie ausserdem bei der Festspielproduktion von Jules Massenets Le Cid erstmals in der Partie der Chimène zu erleben sein. (dm)

Mary Elizabeth Williams bei den Proben für Macbeth. Foto: sk

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Zauberwelt im Klanglabor Stéphane Fromageot über seine Arbeit für Nüwürüsütät

Nüwürüsütät Tanzstück von Beate Vollack Premiere Samstag, 24. Oktober 2015 20 Uhr, Lokremise Offene Probe Samstag, 17. Oktober 2015 13 Uhr, Lokremise Eintritt frei Leitung Choreografie: Beate Vollack Bühne und Kostüme: Dieter Eisenmann Textarbeit: Marcus Boshkow Lichtgestaltung: Rolf Irmer Dramaturgie: Marion Ammicht Besetzung Klavier: Stéphane Fromageot, Paul Lugger Schauspieler: Christian Hettkamp Tanzkompanie des Theaters St.Gallen: Exequiel Barreras, Calvin Bernauer, Andrew Cummings, Stefanie Fischer, Jasmin Hauck, Kim Tassia Kreipe, Lorian Mader, Ana Sánchez Martinez, Emily Pak, David Schwindling, Robina Steyer, Hoang Anh Ta Hong, Jack Widdowson, Cecilia Wretemark Weitere Vorstellungen Dienstag, 27. Oktober 2015, 20 Uhr Donnerstag, 29. Oktober 2015, 20 Uhr Samstag, 31. Oktober 2015, 20 Uhr Eine Produktion des Theaters St.Gallen im Rahmen des Martinů-Jubiläums 2015 Mit grosszügiger Unterstützung von Hedi Kreier

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Stéphane Fromageot ist Kapellmeister und Studien­ leiter am Theater St.Gallen. Seit seiner frühesten Jugend arrangiert und komponiert er auch. Jetzt hat er für Tanzchefin Beate Vollack eine Fassung für zwei Konzertflügel aus Bohuslav Martinůs Ballett Špalíček erstellt. Nüwürüsütät heisst das neu choreo­ grafierte Stück, das Froma­ geots Fassung von Martinůs Musik mit Texten von Daniil Charms kombiniert und ab 24. Oktober in der Lokremise zu sehen ist.

Da kollidiert auch schon mal D-Dur mit BDur, was sich naturgemäss ganz schön reibt. Genau, aber das ist natürlich auch der Witz dieser Musik. Er macht das sehr raffi­ niert und subtil, so dass diese Kollisionen immer grosse Überraschungseffekte in sich bergen. Für unsere heutigen Ohren klingt das gar nicht mehr so dissonant, aber die Wirkung ist trotzdem gross, weil er Erwar­ tungshaltungen aufbaut und die dann be­ wusst bricht. Er spielt mit unserer Wahr­ nehmung, würde ich sagen. Aber es gibt auch impressionistische Einflüsse. Die stellenweise magisch glitzern und an die Musik der Harry Potter-Filme erinnern. Ja, wir befinden uns in Špalíček, das so viel heisst wie «Holzstückchen» oder «Lie­ derbündel», musikalisch stellenweise ja auch in einer Art Zauberwelt. Eine fantas­ tisch instrumentierte übrigens.

Was ist das für eine Musik, die Sie für Be­ ate Vollacks neues Tanzstück bearbeitet haben? Špalíček ist ein Ballett, das der tschechi­ sche Komponist Bohuslav Martinů 1932 ge­ schrieben hat. Ein Jahr später wurde die erste Fassung in Prag uraufgeführt, die er im Untertitel ein «Ballett der nationalen Spie­ le, Bräuche und Märchen» nennt. Entspre­ chend volkstümlich ist es geprägt. Martinů lebte zu dieser Zeit bereits in Pa­ ris und sehnte sich offensichtlich nach der Musik seiner Heimat. Was ist sonst noch ty­ pisch für dieses Werk? Man hört deutlich die Einflüsse der so­ genannten «Groupe des Six» und Igor Stra­ winskys, die Martinů in Paris kennenge­ lernt hatte. Das Stück trägt die typischen Merkmale des Neoklassizismus, das heisst, es hat eine klassische Form, greift auf tradi­ tionelle Tanzformen zurück und changiert zwischen Avantgarde, Klassik und Barock. Dazu reizt Martinů die Grenzen der Tonali­ tät aus. Dadurch entstehen Dissonanzen, beispielsweise, wenn er verschiedene Ton­ arten gleichzeitig benutzt.

Stéphane Fromageot (rechts) mit Paul Lugger (links) bei den Proben für Nüwürüsütät. Foto: sk


Und wie packt man so eine schillernde sym­ phonische Musik nun in zwei Konzertflü­ gel? Ist das Bohuslav Martinů oder Stépha­ ne Fromageot, was wir da in Nüwürüsütät hören? Theoretisch beides, aber es ist die Musik von Martinů. Ich bin der Arrangeur. Dafür habe ich natürlich die Originalpartitur be­ nutzt, aber meine Lösungen immer auch mit denen des Kollegen verglichen, der den Klavierauszug erstellt hat. So einen Klavier­ auszug kann man natürlich nicht so spielen, weil er ja vornehmlich als Informations­ quelle dient. Zumal gerade dieser stellen­ weise wirklich unspielbar ist, weil es ein­ fach viel zu viele Noten in viel zu schnellem Tempo sind. Aber man erkennt sehr gut die einzelnen Schichten, die der Komposition des Werks zu Grunde liegen. Im Grunde arbeitet ein Arrangeur also wie ein Übersetzer? Genau, wobei es da nicht um eine wort­ wörtliche Übersetzung geht, die sämtliche Noten auf vier Hände überträgt. Ich versu­

che Lösungen zu finden, die auf den beiden Flügeln eben die Atmosphäre oder Stim­ mung wiedergeben, die der Zuhörer an der entsprechenden Orchesterstelle hören würde. Wie schafft man es mit zwei gleichen Ins­ trumenten, dieser ungeheuren Klangfar­ benpalette gerecht zu werden, die Martinů durch die Kombination der zig verschiede­ nen Orchesterinstrumente kreiert? Genau das war die grösste Schwierigkeit für mich. Aber die Besonderheit einer Fas­ sung für zwei Klaviere ist ja, dass man Tiefe und Höhe gleichzeitig virtuos erklingen las­ sen kann, was mit zwei Händen nicht so möglich ist. Da lassen sich mit ganz neuen Oberton- und Untertonkombinationen vie­ le Farben erzeugen. Da liegt dann eine Oboe auf dem Klavier nicht in der Mittellage, son­ dern erklingt als Hoch-Tief-Kombination, weil die Mittellage auf dem Klavier eben wie ein Klavier klingt und nicht wie eine Oboe. Oder die eigentliche Lage eines Inst­ ruments ist schon besetzt mit einem wichti­ gen Thema, dann muss man da Platz in einer anderen schaffen.

Ist die Musik denn auch witzig? Ja, ich finde schon. Sie ist sehr frech, hüpft durch die Dissonanzen und wechselt die Rhythmen und Taktaufteilungen wie es ihr gerade passt. Martinů war kein Freund der Monotonie, das habe ich bei der Bearbeitung deutlich gemerkt. Er liebte die Abwechslung und hat nie eine Idee zweimal benutzt. Das Gespräch führte Marion Ammicht

Kann man das alles im Kopf vorausdenken? Wie wichtig ist der Praxistest am Klavier be­ ziehungsweise am Flügel? Der ist sehr wichtig. Da erlebe ich mit meinem Kollegen Paul Lugger, der am zwei­ ten Flügel sitzt, oft Erstaunliches. Manche Stellen klingen exakt so, wie ich sie schrei­ ben wollte, aber andere wiederum entwi­ ckeln sich dann beim Spielen völlig neu. Das wird der Übungsraum zum Experimen­ tierlabor. Wir lieben die Musik mittlerweile beide sehr. Beate Vollack hat die Musik in ihrer Choreo­ grafie mit Texten von Daniil Charms kombi­ niert, wodurch ja nun ganz neue Geschich­ ten entstehen als im Sujet von Martinůs Špalíček vorgegeben. Was bedeutet das für das Arrangement? Eigentlich nichts, weil die Originalmu­ sik ja für mich das Ausgangsmaterial bleibt. Aber ich finde es natürlich so viel spannen­ der, wenn die ganzen Märchen nicht eins zu eins umgesetzt, sondern neu interpretiert werden. Und das dann auch noch so witzig.

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Edita Gruberova


Belcanto im Herzen Edita Gruberova singt Galakonzert am Theater St.Gallen

Galakonzert mit Edita Gruberova Donnerstag, 29. Oktober 2015 19.30 Uhr, Grosses Haus Sopran: Edita Gruberova Musikalische Leitung: Peter Valentovic Sinfonieorchester St.Gallen Werke u.a. von Gaetano Donizetti, Vincenzo Bellini, Jules Massenet und Pietro Mascagni.

Die Starsopranistin Edita Gruberova präsentiert im Theater St.Gallen ein Belcanto-Programm, das Sta­tionen ihrer unvergleich­ lichen Weltkarriere nach­ zeichnet. Nur noch rund 30 Konzerte und Opernvorstel­ lungen gibt die Ausnahme­ künstlerin pro Jahr, was ­ihrem Auftritt auf unserer Bühne ein besonderes Ge­ wicht verleiht. Begleitet wird Edita Gruberova vom Sinfonieorchester St.Gallen unter der musikalischen Leitung von Peter Valen­ tovic. Im Gespräch mit Dra­ maturgin Deborah Maier ­erzählt sie vom unerschöpf­ lichen Reiz des Belcanto. Die Schweiz ist seit einigen Jahren Ihr fes­ ter Wohnsitz. Warum fühlen Sie sich dort so wohl? Ich empfinde die Schweiz, inbesondere den Zürichsee, wo ich seit vielen Jahren lebe, als eine Oase. Wenn man so viel unterwegs ist wie ich, schätzt man einen Rückzugsort wie diesen umso mehr. Obwohl ich zuhause bin, fühle ich mich aufgrund dieser göttlichen Ruhe immer wie im Urlaub.

Das ist eine echte Herausforderung. Gott sei Dank habe ich das technische Handwerks­ zeug, um das jugendliche Gefühl glaubwür­ dig vermitteln zu können. Ich möchte jede Figur mit ihren individuellen Anforderun­ gen, aber mit meiner heutigen Erfahrung, verkörpern. Deshalb entsteht für mich kei­ ne Routine. Auf der Bühne lasse ich es dann einfach geschehen. Ich bin sehr dankbar, dass ich die stimmlichen Fähigkeiten im­ mer noch besitze, die mir die Freiheit erlau­ ben zu sagen: Alles ist möglich! Die individuelle Gestaltungsfreiheit im Bel­ canto ist eng verknüpft mit der Figur der Pri­ madonna. Was bedeutet das für die heutige Interpretation? Zur Zeit Donizettis und Bellinis hatten die Primadonnen eine mächtige Sonderstel­ lung. Komponisten schrieben ihnen ganze Partien massgeschneidert auf den Leib und gingen auf alle Änderungswünsche ein, was oft dazu führte, dass Schlussarien verwor­ fen und neu komponiert werden mussten oder ganze Arien im Mittelteil hinzukamen, damit sich die jeweilige Sängerin profilieren konnte. Diese Offenheit in der Komposition ermöglicht Interpreten heute unendlich viele Möglichkeiten in der Ausgestaltung der Partien, verlangt aber auch ein hohes Formbewusstsein. Die Wiederholung der Cabaletta zum Beispiel muss sich von der ersten Cabaletta durch Koloraturen, Verzie­ rungen, Skalen oder Triller unterscheiden. Das ist auch immer eine Herausforderung, vor allem aus technischer Sicht. Man muss die musikalischen Anforderungen meis­ tern, der Partie eine persönliche Note geben und die Darstellung des emotionalen Zu­ standes der Rolle in diese Anlage integrie­ ren. Die Sängerin hat die schöne Aufgabe, die Figuren zum Leben zu erwecken.

Mit den Belcanto-Partien aus Lucia di Lammermoor, Roberto Devereux und I Puritani, die sie unter anderem in St.Gallen präsen­ tieren werden, haben sie langjährige Er­ fahrung. Worin besteht heute für Sie der Reiz von Figuren wie Lucia, Elisabetta oder ­E lvira? Diese Rollen begleiten mich mein halbes Le­ ben. Und sie wachsen mir immer mehr ans Herz. Vor fast 40 Jahren hatte ich mein De­ büt als Lucia auf der Bühne der Wiener Staatsoper. Heute geht es mir vor allem dar­ um, ihre Jugend stimmlich darzustellen. 11


Von wegen Holzkopf! Eine Abenteuereinladung für unsere Jüngsten

Pinocchio Kinderstück nach Carlo Collodi [5+] Auf Schweizerdeutsch Premiere Mittwoch, 21. Oktober 2015 14 Uhr, Studio Leitung Textfassung: Hans Rudolf Spühler Inszenierung: Christian Hettkamp Bühne: Georges Hanimann Puppenbau: Martina Wagner Kostüme: Julia Walser Musik: Raoul Nagel Dramaturgie: Nina Stazol

Von wegen Holzkopf! Auch wenn der Tischlermeister es sich selbst nie hätte träumen lassen: Die für das Göttikind ge­ schnitzte Puppe sprang ihm, kurz nachdem der letzte Zeh gehobelt war, einfach um den Hals. Und damit nicht genug, sie konn­ te sogar sprechen. Was für eine Überra­ schung für den liebevollen aber schon recht knarzigen Gepetto. Sollte er jetzt auf seine alten Tage noch Papa werden? Und ob. Die Puppe hiess fortan Pinocchio und – aber das kann der Tischlermeister selbst erzählen. Denn der erinnert sich so lebhaft an die vielen Abenteuergeschichten seines

Besetzung Hans Rudolf Spühler Weitere Vorstellungen Samstag, 24. Oktober 2015, 14 Uhr Mittwoch, 28. Oktober 2015, 14 Uhr Samstag, 31. Oktober 2015, 14 Uhr Mittwoch, 4. November 2015, 14 Uhr Samstag, 7. November 2015, 14 Uhr Mittwoch, 11. November 2015, 14 Uhr Samstag, 21. November 2015, 14 Uhr Samstag, 28. November 2015, 14 Uhr Mittwoch, 2. Dezember 2015, 14 Uhr Mit dieser Produktion gehen wir auch auf Reisen! Theater mobil, Infos und Buchung: kbb@theatersg.ch, Tel. +41 71 242 05 11 Mit grosszügiger Unterstützung von

Hans Rudolf Spühler mit Pinocchio. Foto: Tine Edel

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hölzernen Gliedermanns, dass er sie unse­ rem Theaterpublikum ab fünf Jahren gleich selbst erzählt und dabei in alle Rol­ len der Menschen und Tiere schlüpft, de­ nen Pinocchio auf seinen Abenteuern be­ gegnet ist. Freuen Sie sich auf Hans Ruedi Spühler, unser ehemaliges langjähriges Ensemblemitglied, der in der Regie von Christian Hettkamp eine wahre TischlerMeisterleistung hinlegt! Ach ja und, dass Gepetto ein Schweizer ist und nicht wie fälschlicherweise von Carlo Collodi über­ liefert, Italiener, versteht sich von selbst ... (nst)


«Karger Boden für Visionen» Erstickte Träume – St.Gallens stilles Erbe. Eine Uraufführung

Erstickte Träume – St.Gallens stilles Erbe Schauspiel von Rebecca C. Schnyder Premiere Freitag, 6. November 2015, 20 Uhr, Lokremise Einführungsmatinee Sonntag, 1. November 2015 11 Uhr, Lokremise freier Eintritt Leitung Inszenierung: Elisabeth Gabriel Bühne und Kostüme: Vinzenz Gertler Musik: Nikolas Woernle Dramaturgie: Nina Stazol Besetzung Alex: Dominik Kaschke Ernst/Gröbli: Bruno Riedl Die Stadt/Joseph: Tobias Fend Der Krieg/Ein Fergger: Julian Sigl Stadtführerin/Die Geschichte/Madame: Diana Dengler Ein Sticker: Oliver Losehand Sticker/Investoren/Touristen: Wendy Michelle Güntensperger, Statisterie des Theaters St.Gallen Weitere Vorstellungen Sonntag, 8. November 2015, 17 Uhr Mittwoch, 11. November 2015, 20 Uhr Freitag, 13. November 2015, 20 Uhr Sonntag, 15. November 2015, 17 Uhr Neben den Vorstellungen im freien Verkauf gibt es diverse Schulvorstellungen um 10 bzw. 14 Uhr. Öffentliche Vorlesung: Erstickte Träume – Eine theaterpraktische Auseinandersetzung mit einem streitbaren «Stück St.Gallen». Mit Nina Stazol, Schauspieldramaturgin, Rebecca C. Schnyder und einem Proben­ besuch Freitag, 13./ 20./ 27. Oktober 2015, jeweils 20.15 – 21.45 Uhr, Universität St.Gallen und Lokremise

Schwungvolle Gebäudebe­ schriftungen der Innen­ stadt wie «Oceanic» oder «Pacific» aus Tagen, an de­ nen St.Gallen mit amerika­ nischen Firmen Geschäfte machte, wunderschöne Villen auf dem Rosenberg, die sich einst Textil­ händler leisten konnten, Tonhalle und Postgebäu­ de, ein Museum, die mär­ chenhaft klingende Rück­ seiten­b eschreibung einer Pralinenschachtel der Confiserie Roggwiller – man findet sie noch – schillernde Insignien ei­ ner glor­r eichen Vergan­ genheit der Region: der Hochblüte der Stickereiin­ dustrie. Ausgerechnet mit sogenannten Besatz­ artikeln, einer künstlerischen Nischenfer­ tigkeit, hatte sich die hiesige Textilregion einst an die Qualitätsspitze des Weltmark­ tes und eine randständige Region zur Welt­ metropole gestickt. Vor dem Ersten Welt­ krieg machte die Ostschweizer Stickerei­ branche den grössten Exportzweig der Schweiz aus, standen in den vier Ostschwei­ zer Kantonen rund 18 000 Stickmaschinen, lebten rund zwei Drittel der Beschäftigten

direkt oder indirekt von der Stickereiindus­ trie. Bis sich in den 20er-Jahren der schlei­ chende Niedergang abzuzeichnen begann, der bald die ganze Region lahmlegen sollte. Und heute? Welches Erbe trägt der Landstrich aus­ ser den stillen Spuren eines früheren Gross­ stadtgefühls und hymnenartigen St.Galler Historienmelodien heute noch aus dieser Zeit? Und wo sind sie heute die kreativen Pioniere, die grenzenlosen Visionäre? Kann es sein, dass St.Gallen aus der Erfahrung ei­ nes schleichenden aber jähen Zusammen­ bruchs eines Industriezweiges und Lebens­ gefühls ein Trauma erlitten hat, an dem es noch heute leidet? Ein Trauma, das Zu­ kunftsträume im Keim ersticken lässt? Es ist eine gewagte These durchaus, zu einem besetzten Spitzenstoff, ohne Zweifel mit dramatischem Potenzial, fanden wir. Und fragten kurzerhand gespannt Rebecca C. Schnyder an, eine hiesige Autorin, diesen Fragen und unserer These in einem eigens für das Theater St.Gallen geschriebenen Stück nachzugehen. Sie sollte freie Hand, die Frage ihre Antwort haben dürfen. Unsere Aufgabenstellung umfasste lediglich den Wunsch, dass es ein Stück für die Region werden sollte, für unser Publikum, für Sie. Nun ist es fertig: Erstickte Träume – St.Gallens stilles Erbe, eine zeitgenössische kultu­ relle Stichprobe zu einem kostbaren histori­ schen Stoff von Stadt und Region, zu erleben in der Inszenierung von Elisabeth Gabriel im ganzen November. «Spitze!» (nst)

Wollen wir Vergangenheit sein oder wollen wir eine Zukunft haben? Aus: Erstickte Träume von Rebecca C. Schnyder

Schiffchenstickmaschine, Modell 1900 der Firma Aktiengesellschaft Adolph Sauren, Arbon.

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Von Sagen und Mythen ARTUS – Excalibur wieder auf der Bühne

ARTUS – Excalibur Musical von Frank Wildhorn, Ivan Menchell und Robin Lerner

Wiederaufnahme Dienstag, 3. November 2015 19.30 Uhr, Grosses Haus Weitere Vorstellungen Freitag, 6. November 2015, 19.30 Uhr Samstag, 21. November 2015, 19.30 Uhr Samstag, 28. November 2015, 19.30 Uhr Samstag, 5. Dezember 2015, 19.30 Uhr Samstag, 2. Januar 2016, 19.30 Uhr

Keltische Klangwelten mit symphonisch-rockigem Sound gibt es ab November wieder im Theater St.Gallen zu erleben. Noch sechs Mal entführen Sie Artus und die Ritter der Tafelrunde in die mythische Sagenwelt des Zauberers Merlin.

Mit grosszügiger Unterstützung von

Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

ARTUS – Excalibur geht in das grosse Finale. Foto: Andreas J. Etter

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ARTUS – Excalibur «Berührende Melodien, charismatische Schauspieler, eine eindrückliche Bühnen­ gestaltung und dazu noch eine romantisch­ dramatische Geschichte: So lautet das Er­ folgsrezept des Theaters St.Gallen, das am vergangenen Samstag zur Weltpremiere von «Artus – Excalibur» geladen hatte. Das stim­ mungsvolle Musical um einen sagenum­ worbenen König kam beim Publikum an, erntete Jubel und Applaus.» (anzeiger)


Was die Presse schreibt . .. Eugen Onegin, Andorra und das 1. Tonhallekonzert

Eugen Onegin Herzschmerz gepaart mit viel Lebensfreu­ de hat Regisseurin Lydia Steier in Tschai­ kowskys Oper «Eugen Onegin» gepackt. Die Premierengäste am Theater St. Gallen wa­ ren am Samstag hingerissen von der farben­ frohen Inszenierung. (sda) Evelina Dobraceva gestaltete Tatjana mit lyrisch innigem [...] im dritten Akt aber dra­ matisch umso überzeugenderem Sopran. Der russische Bariton Nikolay Borchev, der in dieser Inszenierung sein Rollendebüt als Onegin gibt, beeindruckte mit sattem, schö­ nem Timbre und differenziertem Ausdruck für die schillernde Figur. Auch der Tenor Roman Peyer als Lenski, Terhi Kaarina Lam­ pi und weitere bieten musikalisch stimmige Rollenporträts. Der mit Theater- und Opern­ chor St. Gallen sowie Theaterchor Winter­ thur gross besetzte Chor überzeugte mit vitaler Klangpracht der Volkslieder und Festmusik. Wie sehr Tschaikowsky in dieser Oper auch der grosse Sinfoniker ist, liess das Orchester packend hören, und es folgte mit Vehemenz dem Dirigenten Otto Tausk, der ein gutes Gespür hat für Tschaikowskys russisches Kolorit und sein Pathos der Fata­ lität. (Der Landbote)

Andorra. Foto: Tine Edel

Andorra Nicht nur mit der Bühne, sondern auch im Spiel der Figuren bringt die Inszenierung diese identitäre Sackgasse subtil zum Spre­ chen. Die Standardisierung und Konfektio­ nierung der Gefühle ist ausgedrückt in den mechanischen Bewegungen der Andorra­ ner, mit der schönen Ironie, dass es gerade das Handwerk ist, das zu lernen Andri ver­ wehrt wird. Und zweitens werden die Rol­ len der Andorraner von Szene zu Szene u nter den Schauspielern immer wieder ­ ­getauscht, da ja alle zum Verwechseln indi­ viduell sind [...]. Mit dieser Fokussierung gelingt es, das all­ zu allgemein Allzumenschliche – eine be­ kannte Problematik des Stücks – im konkre­ ten Zusammenhang von Massenpsycholo­ gie und Authentizitätswahn zu verorten. (saiten) Kann man das seit Generationen vollkom­ men durchinterpretierte Stück ohne bloss langweiliges Wiederkäuen der pädagogi­ schen Botschaften auf die Bühne bringen? In St. Gallen gelingt es sehr gut: Zupackend, frisch und mit stimmiger Deutung. Hier kommt man erstaunlicherweise sogar ohne Barblins Weisseln der Wände, ohne LehrerSelbstmord und ohne die brutale Juden­ schau aus. Packend ist die Aufführung auch so. Nicht zuletzt dank einem sehr spielfreu­ digen Ensemble, das sich voll in die mario­ nettenhafte Mechanik der Figuren hinein­ begibt. (Ostschweiz am Sonntag)

Eugen Onegin. Foto: Daniel Ammann.

1. Tonhallekonzert Unter Tausks Händen entwickelt Beetho­ vens Sinfonie Nr. 7 A-Dur rasch jenen Sog, der bis ans Ende niemals verlorengeht. Manchmal subtil, manchmal kräftig betont er die starken rhythmischen Elemente, schlägt spannungsreiche Bögen – und be­ wahrt dabei einen stets durchsichtigen Klang. Das Publikum erlebt dabei ungemein wache, auch in den Details hochpräsente Musiker, denen der Einstieg in die Saison überzeugend gelungen ist. (St.Galler Tagblatt)

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Eine Oper für St.Gallen Annas Maske

OnStage Das junge Kulturhalbtax

Nachtzug Schauspiel Dramatische Begegnungen

Vergangenen Monat stellten wir der Presse die Auftragsoper Annas Maske vor, die im Mai 2017 im Grossen Haus uraufgeführt wird. Die Oper basiert auf Alain Claude Sul­ zers gleichnamiger Novelle. Das Libretto hat der Schweizer Erfolgsautor selbst ge­ schrieben. Für die Vertonung der Novelle konnten wir den gebürtigen St.Galler Kom­ ponisten und Hindemith-Preisträger David Philip Hefti gewinnen. Annas Maske ist sei­ ne erste Opernkomposition. Mirella Wein­ garten, die zuletzt die Ausstattung der Oper Written on Skin am Theater St.Gallen ver­ antwortete, wird Regie führen. Annas Maske geht von einer wahren Be­ gebenheit aus und erzählt die dramatische Geschichte der aus Wil stammenden Anna Sutter, die um 1900 an der Stuttgarter Oper eine gefeierte Opernsängerin war. Ihr Leben weist erstaunliche Parallelen zu ihrer Para­ derolle Carmen auf: Auch Anna Sutter wird von ihrem eifersüchtigen Liebhaber ermor­ det, dem aus der Schweiz stammenden Diri­ genten und Hofkapellmeister Aloys Obrist. Wir freuen uns auf das grossartige Projekt und eine spannende Uraufführung im Mai 2017. (sk)

Wer bist du? Unter 20? Oder unter 30 und noch in Studium oder Ausbildung? Was willst du? Nach Andorra, West Side oder ins weite Land? Tanzende Blitze oder singende Artus-Ritter? Ein Stelldichein mit den Herren Onegin, Macbeth oder Gynt? Mit Katharina, Tosca oder Norma? Mit der OnStage-Karte hast du die Qual der Wahl. Denn dienstags kostet dich dein Ticket für diese Vorstellungen nur 15 Franken, egal welche Kategorie. Von Mittwoch bis Montag erhältst du mit OnStage für alle Veranstaltungen von Konzert und Theater St.Gallen 50 % Ermäs­ sigung. Für Nüwürüsütät, Erstickte Träume und Frühlings Erwachen zahlst du stets 14 Franken. Ausserdem gibt es Ermässigun­ gen in der Kellerbühne und auf deine Muse­ umsbesuche. Her damit! Die OnStage-Karte erhältst du für 20 Franken an der Theaterkasse. Bitte ID bzw. Ausbildungsausweis mitbringen. (mf)

Ein Mann und eine Frau begegnen sich und gehen aneinander vorbei... Oder: sehen ein­ ander in die Augen und kommen nicht mehr voneinander los, oder... Boglárka Horváth und Julian Looman begegnen einander in diesem Nachtzug immer wieder und immer wieder neu. Und jedes Mal leben sie eine andere Begegnung nach, eine, die man in- und auswendig kennt oder von der man noch nie gehört hat. Begegnungen aus Dramen, Romanen, Brief­ wechseln, der Boulevardpresse, aus Lein­ wandschmachtfetzen knöpfen sie sich vor, jene die sich so romantisch lesen, dass man sie kaum nachspielen kann, tragische, wit­ zige, absurde, aber auf jeden Fall dramati­ sche.

Nachtzug Freitag, 23. Oktober 2015 21 Uhr Lokremise von und mit: Boglárka Horváth und Julian Looman

Die nächsten OnStage-Dienstage: 20.10. Andorra / 27.10. Flashdance / 3.11. Artus / 17. & 24.11. Eugen Onegin / 15.12. Katharina Knie etc. Siehe auch: theatersg.ch /mitmachen Übrigens: An der Abendkasse gibt es 50 % Ermässigung für alle unter 30, die noch in Ausbildung sind. Last minute. Auch ohne OnStage-Karte

Szenenfoto aus Anna Karenina. Foto: Tine Edel

Alain Claude Sulzer, David Philip Hefti, Mirella Weingarten mit Operndirektor Peter Heilker. Foto: sk

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Kammermusik im intimen Rahmen Amar Quartett / Sergio Azzolini, Fagott: Mittwoch, 4. November 2015 L. v. Beethoven: Streichquartett F-Dur op.18 Nr. 1 A. Reicha: Quintett für Fagott und Streichquartett B-Dur J. Brahms: Streichquartett c-Moll op. 51 Nr. 1 Antje Weithaas, Violine / Silke Avenhaus, Klavier: Mittwoch, 9. Dezember 2015 F. Schubert: Sonatine Nr. 2 a-Moll, D 385 L. v. Beethoven: Sonate c-Moll, op. 30/2 G. Fauré: Sonate Nr. 1 A-Dur, op. 13 J. Suk: 4 Stücke für Violine und Klavier op.17 Guarneri Trio Prag: Mittwoch, 13. Januar 2016 J. Haydn: Klaviertrio G-Dur, Hob. XV:25 "Zigeunertrio" B. Smetana: Klaviertrio g-Moll, op. 15 J. Suk: Klavier Trio c-Moll, op. 2 ˚ Fünf Bergerettes für Klaviertrio, H.275 B. Martinu:

Théodore Strawinsky

Julian Prégardien, Tenor / Ulrich Koella, Klavier: Mittwoch, 17. Februar 2016 R. Schubert: Winterreise op. 89, D 911

Lied der Stille

Cédric Pescia, Klavier: Mittwoch, 9. März 2016 F. Couperin: Pieces de Clavecin, 4ème Livre No. 25 R. Schumann: Davidsbündler Tänze op. 6 O. Messiaen: Catalogue d'oiseaux Nr. 13, Le courlis cendré L. v. Beethoven: Sonate Nr. 32 c-Moll, op. 111

6. November 2015 bis 27. März 2016

Casal Quartett: Mittwoch, 6. April 2016 E. Grieg: Streichquartett Nr. 2 F-Dur, EG 117 Peteris Vasks: Streichquartett Nr. 3, WV 1990 J. Sibelius: Streichquartett d-moll op. 56, "voces intimae"

Kunstmuseum Appenzell www.h-gebertka.ch

Die Konzerte beginnen um 19.30 Uhr im kleinen Saal des Casino Herisau Abendkasse ab 19.00 Uhr, genügend Plätze Abonnemente und Information: www.casinogesellschaft.ch

September 2015 22. Dienstag | 20 Uhr 24. Donnerstag | 20 Uhr 26. Samstag | 20 Uhr 27. Sonntag | 17 Uhr

Szenische Lesung nach dem St.Galler Theaterroman «Die Brokatstadt» von Viktor Hardung

Oktober 2015 30. Freitag | 20 Uhr 31. Samstag | 20 Uhr November 2015 1. Sonntag | 11 Uhr Billette

www.kellerbuehne.ch 058 568 44 49

Mit Simone Stahlecker, Alexandre Pelichet, Matthias Peter Musik: Urs Gühr

Kellerbühne St.Gallen


Licht – Dvořák 8 Slawische Orchesterfarben – Tschechische Musik und Rokoko aus Russland

Licht – Dvořák 8 2. Tonhallekonzert Sonntag, 25. Oktober 2015 17 Uhr, Tonhalle Aziz Shokhakimov – Leitung Lionel Cottet – Violine Bohuslav Martinů Tre Ricercari H. 267 Pjotr I. Tschaikowsky Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester op. 33 Antonín Dvořák Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Notkers schlechtes Gedächtnis Familienkonzert Samstag, 31. Oktober 2015 17.30 Uhr, Stiftsbibliothek St.Gallen Barocksaal Kinderkonzerte (für Schulen) Montag, 2. November 2015 Dienstag, 3. November 2015 Mittwoch, 4. November 2015 jeweils 9 Uhr

Bohuslav Martinů komponierte Tre Ricerca­ ri H. 267, ein dreiteiliges Stück für Kammer­ orchester, zu Beginn des Jahres 1938. Der in einem Kirchturm in der böhmischen Provinz aufgewachsene Komponist befand sich von 1923 bis 1940 in Paris, wo er dank eines Sti­ pendiums von Albert Roussel in Komposi­ tion unterrichtet wurde und nach seiner schon in Prag gehegten Begeisterung für den Impressionismus auf die Musik Strawinskys und der «Groupe de Six» aufmerksam wurde. Der Martinůs Idiom prägende Stilpluralis­ mus ist auch in Tre Ricercari unverkennbar: Radikale Brüche trennen neoklassizistische von avancierteren Partien, Verspieltes und Brachiales von Idyllischem und auch der in Paris gefeierte Jazz aus den Vereinigten Staaten schimmert zeitweise mit seinen ein­ zigartigen Klangfarben durch. Das Imita­ tionsprinzip des als Vorgänger der Fuge be­ zeichneten Ricercar zieht sich durch alle drei Sätze und gestaltet diese ungemein ab­ wechslungsreichen drei Sätze als ein aufre­ gendes Kaleidoskop des musikalischen Stils im vor Lebensenergie sprühenden Paris der 1920er- und 30er-Jahre. «Das ist doch endlich einmal wieder Mu­ sik», soll Franz Liszt 1879 gesagt haben, als

Arianna Savall und Ensemble Notker: Marcus Schäfer Konzept und Moderation: Karl Schimke

Sonntags um 5 Sonntag, 1. November 2015 17 Uhr, Tonhalle Sebastian Gugala – Violine Adrian Gavrilescu – Violoncello Tomasz Bartoszek – Klavier Dmitri Schostakowitsch Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67 Johannes Brahms Klaviertrio Nr. 2 C-Dur op. 87

Aziz Shokhakimov

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Wilhelm Fitzenhagen Tschaikowskys Roko­ ko-Variationen am Wiesbadener Musikfest aufführte. Der Cellist Fitzenhagen wirkte, wie Tschaikowsky zu dieser Zeit, als Profes­ sor am Moskauer Konservatorium und war Widmungsträger sowie von Kompositions­ zeitpunkt 1876 bis 1891 auch der einzige In­ terpret von Tschaikowskys kleinem ver­ kappten Cellokonzert. Der grosse MozartVerehrer Tschaikowsky bekundet der Wiener Klassik hier seine Referenz, doch keineswegs in der Art seiner 4. Orchestersuite «Mozartia­ na», in welcher er Musik von Mozart fast un­ verändert übernahm und orchestrierte: Das Variationsthema gibt sich ganz in RokokoManier, ist aber ein genuiner Einfall von Tschaikowsky und lässt sich problemlos in seinen Personalstil einordnen. So ist dieses Werk Retrospektive und einsätziges, roman­ tisches Cellokonzert in Variationsform zu­ gleich, auch wenn befreundete Cellisten bei Tschaikowsky stets auf ein reguläres «gros­ ses» Cellokonzert pochten. Über deren Aus­ sage, dass die Variationen «sehr unbequem lägen und es nur wenig kantable Stellen gäbe», scherzte der Komponist immer mit dem Spruch: «Nicht spielen können, aber dem Komponisten in den Ohren liegen».


Notkers schlechtes Gedächtnis

Dvořáks Pastorale Ein von seinen anderen Symphonien ver­ schiedenes Werk zu schreiben, mit individu­ ellen, in neuer Weise ausgearbeiteten Ge­ danken, war die Absicht Antonín Dvořáks, als er sich mit seiner 8. Sinfonie in G-Dur be­ schäftigte. Und tatsächlich: Im Vergleich zur eher düsteren und dramatischen 7. Sinfonie bildet das Folgewerk mit seiner ausgewo­ gen-harmonischen Grundstimmung und kraftvollen Folkloristik das absolute Gegen­ teil. In ihrer Viersätzigkeit ganz konventio­ nell gestaltet, charakterisiert die Sinfonie eine durchgängige Licht-Schatten-Drama­ turgie, die allerdings im Grundton heiter und unbeschwert keinen motivisch-themati­ schen Konflikt ausficht. Vielmehr wird eine Abfolge poetischer Stimmungsbilder ge­ zeichnet inspiriert von böhmischer Lebens­ art und der landschaftlichen Schönheit um

Antonín Dvořáks Landsitz in Vysoká. Grund­ sätzlich kann man erkennen, wie Dvořák sich vom «specifischen Symphoniker» hin zum «dichtenden Symphonist» wandelte und auch als Brahms’ Protegé einen weiteren Schritt der Emanzipation tätigte: Eine Ent­ wicklung, die sich in seiner Neunten und in den später folgenden Tondichtungen wiede­ rum bestätigen sollte. Weiter hat sich die jun­ ge Freundschaft mit Tschaikowsky produk­ tiv auf die Sinfonie ausgewirkt: Besonders der Walzer als Scherzo-Ersatz erinnert an sein Pendant aus Tschaikowskys 5.  Sinfonie, welche dieser anlässlich seines Prag-Aufent­ haltes von 1888 dirigierte. Die Sinfonie zählt zu bedeutendsten aus Dvořáks Hand und ist ein Meilenstein in dessen kompositorischer Laufbahn auf dem Weg zu absoluter künstle­ rischer Eigenständigkeit! (os)

Kennst du das Gefühl? Du sitzt in der Schule, der Lehrer fragt etwas, und auf einmal ist es weg ... Nicht nur die Antwort auf die Frage, sondern ALLES ! Einfach weg! Kennst du das? Gut, dann sind wir nicht allein ... Wir Men­ schen sind vergessliche Wesen. Darum hat die Menschheit immer wieder Wege gefun­ den, ihr Wissen irgendwie festzuhalten: Schriften, Symbole, Archive, Bücher, Esels­ brücken – oder Noten. Kommt mit uns in die Stiftsbibliothek und erlebt selbst, welchen Trick der Mönch Notker vor über 1'200 Jahren in St.Gallen (!) erfunden hat, um sein schlech­ tes Gedächtnis zu stützen und sich Melodien merken zu können. Die Wörter und Töne dienten als Erinnerungshilfen und die Klös­ ter, wo diese Bücher all die Jahrhunderte la­ gen, sind heute Orte der Erinnerungen. Doch wie soll man in diesen unzähligen Büchern genau das richtige finden? Damals und auch heute noch hat man sich das gut überlegt und wie das genau möglich ist, dem wollen wir hier auf den Grund gehen. Eine echte Zeitrei­ se erwartet uns mit Musik und Gesängen aus dem Mittelalter – teilweise sogar aus alten Originalnoten aus der Stiftsbibliothek und mit Musikern, die absolute Spezialisten auf dem Gebiet der Musik des Mittelalters sind. In dieser gibt es ganz ruhige, fast schweben­ de Melodien, aber zur Musik wurde auch ge­ tanzt, getrunken und gefeiert, wozu es natür­ lich viel ausgelassenere Musik geben muss­ te. Auch wir wollen als Abwechslung zu den ruhigen Klängen und Geschichten tanzen und Spass haben! Vielleicht sogar herausfin­ den, für was die Pantoffeln an den Füssen neben dem Wärmespenden sonst noch gut sind … Stark limitierte Anzahl Plätze! (os)

Der preisgekrönte junge Westschweizer Cellist Lionel Cottet interpretiert Tschaikowskys Rokoko-Variationen.

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Selfie mit Kunst #2

In dieser Ausgabe gibt Thea­ termaler Ralph Dünner ei­ nen Einblick in seine Thea­ terwelt. Gerade noch hat er den Matroschkas für Eugen Onegin leuchtend rote Farbe verliehen, da wird schon das Rot für Macbeth, die nächste Opernpremiere ­angerührt. Diesmal für die Rahmen der Geweihtape­ tenwände.

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Wie wird man denn eigent­ lich Theatermaler? Wie die Jungfrau zum Kinde sei er dazu gekommen. Ein gros­ ser Zufall und ein einwöchi­ ges Praktikum führten ­Ralph Dünner vor vielen Jahren in ein Maleratelier, das in ihm so viel Begeiste­ rung weckte, dass er dort die 4-jährige Ausbildung zum Theatermaler absol­ vierte. Und was ist das Schönste an seinem Beruf? «Wenn alle Einzelteile zum

ersten Mal auf der Bühne zu einem grossen Ganzen zu­ sammengesetzt werden. Wenn die Zuschauer eine aufgemalte Steinstruktur für echten Stein halten, dann haben wir unser Ziel erreicht. Viele wissen nicht, dass es uns Theatermaler überhaupt gibt. Sie denken so etwas könne man fertig bestellen.» Doch weit ge­ fehlt, hier entstehen echte Meisterwerke in 100% Handarbeit! (sk)


Veranstaltungsübersicht Oktober/November 2015

Theater Grosses Haus

Besetzung

Theater Lokremise/Studio Theaterfoyer

Besetzung

Sinfonieorchester Tonhalle

Winterreise 19 . 30 Uhr 1 . Meisterzyklus-Konzert frei

Fr 2 . 10 .

Tenor: Daniel Behle, Oliver Schnyder Trio So 4 . 10 .

So 11 . 10 .

Eugen Onegin 14 . 30  –  17 . 30 Uhr Oper von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Abo VBK - 1  / frei

Leitung: Tausk, Steier, Gschwender, Eiermann, Enzler, Vogel; mit: Dobračeva, Gritschneder, Borchev, Trunov, Páll, Lampi, Pessatti, Botta, Hutnik, Maze

Carmen

Leitung: Tomasello, Berloffa, Ajdarpasic, Unfried, Giusti, Haneke, Spota, Vogel; mit El Hadidi, Taylor, Shanahan, Ymeraj, Gritschneder, Riksman, Botta, Pall, Hutnik, Maze

19 . 30  –  22 . 20 Uhr

Oper von Georges Bizet Abo VB -D / frei

Fr 16 . 10 .

Sa 17 . 10 .

So 18 . 10 .

Leitung: Paul, Davids, Winston, Kudlich, Kulaš, Musical von Tom Hedley, Grundner, Linde, Liao; Robert Cary und Robbie mit: Monteiro, Licht, Roth Bowden, Kluckner-Zandfrei bergen, Marshall, Hanser, Zimmermann, Meurer, Smailes, MacFarlane, Riddoch, Gollob, Rapley, Di Giulio, Naderer, Liao, Eisinger, Foster, Schäfer, Knols, Scown

Flashdance

19 . 30  –  21 . 50 Uhr

Premiere Macbeth 19 . 30 Uhr Oper von Giuseppe Verdi Abo P /  PP  / frei

Leitung: Rizzo, Stiehl, McDonald, Vollack, Vogel; mit: Gavanelli, Humes, Williams, Taylor, Holzhauser, Koch, Lucic

Andorra

Leitung: Langenbach, Hieronismus, Ströder, Vanderstraeten, Enzler; mit: Hirzel, Green, Riedl, Stahlecker, Albold, Dengler, Fend, Hettkamp

19 . 30  –  21 . 10 Uhr

Schauspiel von Max Frisch Abo So-A /  SG -So / frei Mo 19 . 10 .

Einführungsmatinee Macbeth 11 Uhr Oper von Giuseppe Verdi freier Eintritt Theaterfoyer

Carmen

Öffentliche Probe Nüwürüsütät 13 Uhr Tanzstück von Beate Vollack Eintritt frei Lokremise

wie am 11 . 10 .

19 . 30  –  22 . 20 Uhr

Oper von Georges Bizet Abo VB -C / frei Di 20 . 10

Mi 21 . 10

Andorra 19 . 30 Uhr –  21 . 10 Uhr Schauspiel von Max Frisch Abo Di /  CTV  / frei

wie am 18 . 10 .

Eugen Onegin 19 . 30  –  22 . 30 Uhr Oper von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Abo Mi-G / Mi-mu / frei

Leitung: Tomasello, Steier, Gschwender, Eiermann, Enzler, Vogel; mit: Dobračeva, Gritschneder, Borchev, Payer, Lucic, Lampi, Geleva, Botta, Hutnik, Maze

Pinocchio 14 Uhr Kinderstück nach Carlo Collodi [ 5 +] frei Studio

Leitung: Hettkamp, Hanimann, Walser, Nagel, Wagner; mit: Spühler

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Do 22 . 10

Fr 23 . 10

Sa 24 . 10 .

So 25 . 10 .

Theater Grosses Haus

Besetzung

Wiederaufnahme Katharina Knie 19 . 30  –  21 . 50 Uhr Schauspiel von Carl Zuckmayer Abo VB -A / frei

Leitung: Finger, Kramer, Sommerfeld, Maraval, Voss; mit: Zogg, Güntensperger, Muntwyler, Lett, Soroczynski , Riedl, Dengler, Morais, Hirzel, Kalhammer-Loew, Losehand, Hettkamp

Eugen Onegin 19 . 30  –  21 . 30 Uhr Oper von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Abo Fr / KuT / frei

Leitung: Tausk, Steier, Gschwender, Eiermann, Enzler, Vogel; mit: Dobračeva, Gritschneder, Borchev, Payer, Páll, Lampi, Pessatti, Botta, Hutnik, Maze

Macbeth 19 . 30 Uhr Oper von Giuseppe Verdi Abo Mu-B / O / Sa / frei

Leitung: Rizzo, Stiehl, McDonald, Vollack, Vogel; mit: Grassi, Humes, Angeletti, Taylor, Holzhauser, Koch, Lucic

Theater Lokremise/Studio Theaterfoyer

Besetzung

Nachtzug Schauspiel

mit: Boglárka Horváth und Julian Looman

21 Uhr

Sinfonieorchester Tonhalle

frei Lokremise

Pinocchio 14 Uhr Kinderstück nach Carlo Collodi [ 5 +] Studio frei

wie am 21 . 10 .

Premiere Nüwürüsütät 20 Uhr Tanzstück von Beate Vollack frei Lokremise

Leitung: Vollack, Boshkow, Eisenmann, Irmer; mit: Hettkamp, Tanzkompanie des Theaters St.Gallen

Flashdance wie am 16 . 10 . 17  -  19 . 20 Uhr Musical von Tom Hedley, Robert Cary und Robbie Roth Abo SoN-B / frei

Licht | Dvořák 8 17 Uhr 2 . Tonhallekonzert Abo So / frei Tonhalle Leitung: Aziz Shokhakimov, Violoncello: Lionel Cottet

wie am 16 . 10 .

Di

Flashdance

27 . 10 .

19 . 30  –  21 . 50 Uhr

20 Uhr

Musical von Tom Hedley, Robert Cary und Robbie Roth Abo Fern A+B / frei

Tanzstück von Beate Vollack frei Lokremise

Mi 28 . 10 .

Do 29 . 10 .

Fr 30 . 10 .

Sa 31 . 10 .

Carmen 19 . 30  –  22 . 20 Uhr Oper von Georges Bizet Abo VB -B / frei

wie am 11 . 10 .

Edita Gruberova Galakonzert 19 . 30 Uhr frei

Edita Gruberova, Musi­ kalische Leitung: Peter ­Valentovic, Sinfonie­ orchester St.Gallen

Eugen Onegin 19 . 30 Uhr –  22 . 30 Uhr Oper von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Abo M-Fr / frei

Leitung: Tomasello, Steier, Gschwender, Eiermann, Enzler, Vogel; mit: Dobračeva, Gritschneder, Borchev, Trunov, Lucic, Lampi, Pessatti, Botta, Hutnik, Maze

Leitung: Paul, Davids, Winston, Kudlich, Kulaš, Musical von Tom Hedley, Grundner, Linde, Liao; mit: Monteiro, Licht, BowRobert Cary und den, Kluckner-Zandbergen, Robbie Roth Marshall, Hanser, Zimmerfrei mann, Meurer, Merkl, MacFarlane, Riddoch, Gollob, Rapley, Di Giulio, Naderer, Liao, Eisinger, Foster, Schäfer, Knols, Scown

Nüwürüsütät

wie am 24 . 10 .

Pinocchio 14 Uhr Kinderstück nach Carlo Collodi [ 5 +] frei Studio

wie am 21 . 10 .

Nüwürüsütät

wie am 24 . 10 .

20 Uhr

Tanzstück von Beate Vollack frei Lokremise

Flashdance

Pinocchio

19 . 30  –  21 . 50 Uhr

14 Uhr

wie am 21 . 10 .

Kinderstück nach Carlo Collodi [ 5 +] frei Studio

Nüwürüsütät 20 Uhr Tanzstück von Beate Vollack frei Lokremise

wie am 24 . 10 .

Notkers schlechtes Gedächtnis 17 . 30 Uhr Familienkonzert [ 6 – 12 ] frei Stiftsbibliothek Ariana Savall und Ensemble, Notker: Marcus Schäfer, Moderation: Karl Schimke

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Theater Grosses Haus

Besetzung

Theater Lokremise/Studio Theaterfoyer

So

Andorra

wie am 18 . 10 .

1 . 11 .

14 . 30  –  16 . 10 Uhr

Einführungsmatinee Erstickte Träume 11 Uhr Schauspiel von Rebecca C. Schnyder freier Eintritt Lokremise

Schauspiel von Max Frisch Abo SoN-A / frei

Di 3 . 11 .

Andorra 19 . 30  –  21 . 10 Uhr Schauspiel von Max Frisch Abo VB -D / frei

wie am 18 . 10 .

Wiederaufnahme

Leitung: Schoots, Zambello, Davison, Willmington, McCullough, Tucker, Linde, Fogel, Sordelet, Swoboda, Adams, Frohner, Vogel; mit: Stanke, Seibert, Borchert, van Dam, Weckerlin, Besett, Wacker, Johansson, Markthaler, Bellinx, Martens, Dobler, Signer, Swoboda, Wendorff, Lamberty, Klauser, Adams, Leggett, Foster

ARTUS  – Excalibur 19 . 30  –  22 Uhr

Musical von Frank Wildhorn, Ivan Menchell, Robin Lerner frei

Mi 4 . 11 .

Fr 6 . 11 .

Macbeth 19 . 30 Uhr Oper von Giuseppe Verdi Abo Mi-G / Mi-mu / frei

ARTUS  – Excalibur 19 . 30  –  22 Uhr

Sa 7 . 11 .

Katharina Knie 19 . 30  –  21 . 50 Uhr Schauspiel von Carl Zuckmayer Abo Sa / frei

wie am 3 . 11 ., Fromageot statt Schoots

wie am 22 . 10 .

Sinfonieorchester Tonhalle

Sonntags um 5 17 Uhr Klaviertrios – Werke von Schostakowitsch und Brahms frei Tonhalle

Leitung: Tomasello, Stiehl, McDonald, Vollack, Vogel; mit: Grassi, Humes, Williams, Taylor, Holzhauser, Koch, Lucic

Musical von Frank Wildhorn, Ivan Menchell, Robin Lerner frei

Besetzung

Pinocchio 14 Uhr Kinderstück nach Carlo Collodi [ 5 +] frei Studio

wie am 21 . 10 .

Nüwürüsütät 20 Uhr Tanzstück von Beate Vollack frei Lokremise

wie am 24 . 10 .

Premiere Erstickte Träume 20 Uhr Schauspiel von Rebecca C. Schnyder frei Lokremise

Leitung: Gabriel, Gertler, Woernle; mit: Kaschke, Riedl, Fend, Sigl, Dengler, Losehand, Güntensperger

Pinocchio

2 . Meisterzykluskonzert

14 Uhr

Gabriela Montero

Kinderstück nach Carlo Collodi [ 5 +] frei Studio

19 . 30 Uhr

Tonhalle Abo MZ / frei

Unsere Vorstellungen und Konzerte werden ermöglicht durch:

Tickets theatersg.ch / sinfonieorchestersg.ch kasse @ theatersg.ch / Telefon 071 242 06 06 Billettkasse Montag bis Samstag 10 – 19 Uhr, Sonntag 10 – 12 . 30 Uhr Abendkasse jeweils eine Stunde vor der Veranstaltung Bitte richten Sie Ihre Adressänderungen an info @ theatersg.ch oder Tel. 071 242 05 05

Vorverkauf im VBSG -Pavillon Bahnhofplatz, Montag bis Freitag 8 – 18 . 30 Uhr

Hotline Ticketportal Telefon 0900 325 325 Ihr Billett ist auch Ihr Busticket Konzert- und Theatertickets gelten als öV-Fahrausweis in der Ostwind-Zone 210 .

Impressum Herausgeber: Theater St.Gallen / Sinfonie­o rchester St.Gallen Redaktion: S. Kaden (sk) Autoren: M. Ammicht (mam); M. Franchi (mf); S. Lamprechter (sl); D. Maier (dm); F. Scheiber (fs); O. Schneider (os); N. Stazol (nst) Titelbild: Tanzkompanie des Theaters St.Gallen. Foto: Daniel Ammann Design: TGG Hafen Senn Stieger, St.Gallen Produktion: Ostschweiz Druck AG , 9300 Wittenbach / Inserate: BB Art Service, 071 278 63 66 / Auflage: 6000 Stück / 22 . Jahrgang ISSN 1421 - 0266

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Terzett Oktober 2015  

Monatsmagazin von Konzert und Theater St.Gallen

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