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November 2017


Einen

richtigen Räuber

fangen nicht ist

gerade eine

Kleinigkeit. Wachtmeister Dimpfelmoser (Otfried Preussler: Der Räuber Hotzenplotz)


Anja Horst Leitende Schauspieldramaturgin

Liebes Publikum, Kennen Sie Odorobo Hottsenpurottsu? Nein? Dann sprechen Sie wohl kein Japanisch? Mit Sicherheit aber kennen Sie den Räuber Hotzenplotz, den ungehobelten Schurken, der nicht einmal davor zurückschreckt, der Grossmutter ihre Kaffeemühle zu klauen. In 34 Sprachen wurde Otfried Preusslers Räubergeschichte übersetzt und zählt damit zu den beliebtesten Kinderbüchern. Seine böhmischen Wurzeln verleugnete der Schulleiter und Erfolgsautor, der sich im oberbayerischen Rosenheim niederliess, nie. In viele seiner Geschichten und Romane flossen die Sagen und Legenden aus dem Isergebirge ein, die er schon als Kind von seiner Grossmutter gehört hatte. Er war ein Geschichtenerzähler, wie er von sich selber sagte, kein Weltverbesserer. Es war ihm wichtig, der Fantasie seiner Leser Nahrung zu geben, Spass zu bereiten und ihnen auf diese Weise «ein bisschen zusätzliche Reserve an Kraft und Vertrauen mitgeben zu können». Doch darüber hinaus gelang es Preussler mit dem Räuber Hotzenplotz, Generationen miteinander zu verbinden. Ab dem 18. November treibt der Hotzenplotz im Theater St.Gallen sein Unwesen. Diesen Räuberspass sollten weder Sie noch Ihre Kinder und Enkel verpassen.

4 Otfried Preusslers «Hotzenplotz» – Ein zeitloser Hut 8 Die Weltsuppe kochen 11 Wieder in der LOK: «Fräulein Stark» 12 Wie die Kostüme zu «On the Town» entstehen 14 Kurz notiert 15 Metamorphosen zu siebt 16 Zurück mit guten Erinnerungen 18 Small gifts of heaven 20 Mise en Scène 24 Im Requisitenfundus 25 Veranstaltungskalender

Cover: Lika Nüssli

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«Hotzenplotz» – Ein zeitloser Hut! Vertraute Figuren, ein spannendes Abenteuer und mitreissende Musik

Der Räuber Hotzenplotz Familienstück von Otfried Preussler [5+] Premiere Samstag, 18. November 2017 14 Uhr, Grosses Haus Leitung Regie: Marcus Coenen Bühne: Markus Karner Kostüm: Marion Steiner Musik: Marius & die Jagdkapelle Licht: Andreas Enzler Dramaturgie: Anja Horst Besetzung Räuber Hotzenplotz: Matthias Albold Kasperl: Dimitri Stapfer Seppel: Christian Hettkamp Zauberer Petrosilius Zwackelmann: Oliver Losehand Fee Amaryllis | Unke: Anna Blumer Grossmutter: Birgit Bücker Wachtmeister Dimpfelmoser: Kay Kysela Die nächsten Vorstellungen Samstag, 25. November 2017, 14 Uhr Mittwoch, 13. Dezember 2017, 14 Uhr Mittwoch, 20. Dezember 2017, 14 Uhr Sonntag, 24. Dezember 2017, 14 Uhr Dienstag, 26. Dezember 2017, 14 Uhr Freitag, 29. Dezember 2017, 14 Uhr Montag, 1. Januar 2018, 14 Uhr Freitag, 5. Januar 2018, 14 Uhr Mit grosszügiger Unterstützung

Anfang der 1960er-Jahre hatte sich Otfried Preussler monatelang vergeblich mit den ersten Entwürfen zu Krabat beschäftigt. Frustriert fasste er den Entschluss, zur Ablenkung etwas Lustiges zu schreiben. Eine Kasperlgeschichte sollte es sein. 1962 erschien das Buch Der Räuber Hotzenplotz und wurde ein weltweiter Erfolg. Und wer hat nicht schon von dem gefährlichen Räuber Hotzenplotz gehört? Grossmutters Kaffeemühle hat er gestohlen. Wachtmeister Dimpfelmoser ist erzürnt, aber ratlos. Doch Kasperl und Seppel haben eine Idee, wie sie den Schurken in eine Falle locken können: mit einer Kiste voll Gold! Aber einen richtigen Räuber fangen ist nicht gerade eine Kleinigkeit. Am Theater St.Gallen wird der turbulente Familienspass von der Kinderband Marius & die Jagdkapelle begleitet. Wir haben mit Marius Tschirky, Komponist und Bandleader, und dem Regisseur Marcus Coenen über den Kinderbuch-Klassiker gesprochen. Ist Marius und die Jagdkapelle eine Band, die ausschliesslich Musik für Kinder macht? Marius Tschirky: Ja. Ich war hier in St.Gallen Wald-Kindergärtner. Wir haben uns mit den Kindern ständig im Wald aufgehalten und ich musste schnell feststellen, dass es kaum Lieder für Kinder gibt, die vom Leben im Wald handeln. Da ich auch damals schon Musik machte, habe ich die Lieder eben selbst komponiert. Schon bald haben wir eine CD produziert, die viel Aufmerksamkeit erregte. Mittlerweile geben wir regelmässig Konzerte für Kinder. Jetzt seid ihr in der Schweiz als Kinderband sehr bekannt. Eure Kostüme gehören zu eurem Markenzeichen. Wie kam es dazu? MT : Wir treten als Figuren auf, als Jäger, und entsprechend sind wir kostümiert. Unsere Konzerte sind inszeniert, erzählen kleine Geschichten. Zwischen den Liedern gibt es

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Marius & die Jagdkapelle

improvisierte Szenen. Als Figuren können wir uns auf der Bühne ganz andere Dinge erlauben, dürfen auch mal deftig fluchen. Wir sind halt nicht einfach «nur» Musiker. Vielleicht passen wir gerade deshalb so gut zu der Geschichte des Räuber Hotzenplotz. Hast auch du eine persönliche Verbindung zu dieser Geschichte? MT : Alle Schweizer kennen den Räuber Hotzenplotz, nicht zuletzt durch die Hörspiele von Jörg Schneider. Ich kann immer noch ganze Textpassagen auswendig, amüsiere mich auch heute noch und gebe es gerne an meine Kinder weiter. Otfried Preussler steckte mit seiner Arbeit am Krabat in einer Krise und wollte sich mit dem Hotzenplotz ein wenig ablenken. Mittlerweile wurde das Buch in mehr als dreissig Sprachen übersetzt. Ist dieses Stück von


Commedia dell’arte. Aber damit ist nicht gemeint, dass die Figuren flach oder beliebig wären. Wir stellen keine Klischees auf die Bühne, sondern liebevolle, sympathische und vor allem nachvollziehbare Figuren, in denen man sich, den Nachbarn, den Papa, oder die Oma wiedererkennen kann. Darum ist es so leicht, mit ihnen mitzufiebern. Was sind das für Figuren im Räuber Hotzenplotz? MC : Preussler hat sich hier der typischen Kasperletheaterpersonage bedient: Räuber, Kasperl, Seppel, Grossmutter, Wachtmeister etc. Diese Figuren haben keinen doppelten Boden, sie sind «rein», taktieren nicht. Wenn sie wütend sind, sind sie eben wütend. Haben sie Freude, ist diese ungetrübt. Alles geschieht aus der Situation heraus, in der sie sich befinden. Das ist nicht nur lustig, sondern man ist auch über die Unschuld der Figuren gerührt. Marius, wir sind jetzt in der ersten Probewoche. Du hast alle Lieder schon komponiert. Sie sind solche Ohrwürmer, dass das ganze Team sie ständig vor sich hin summt. Mit dieser Arbeit musstest du schon vor Monaten beginnen. Wie kann man sich darauf vorbereiten, ohne eine Probe gesehen zu haben? MT : Ja, die Lieder sind bereits fertig. Wir wollten für die Kinder gerne eine CD zu unserer

1962 denn noch zeitgemäss oder eher ein alter Hut? Marcus Coenen: Kein alter Hut, sondern ein zeitloser Hut. Die ältere Generation erinnert sich noch aus der eigenen Kindheit an dieses lustige Abenteuer und gibt es dementsprechend euphorisch an die nachfolgende Generation weiter. Und da diese Geschichte von Archetypen getragen wird, die in unserer Kultur schon seit Jahrhunderten verankert sind, ist sie für jeden verständlich. Sie ist zeitlos. Ein Kasperltheater mit Schauspielern? MC : Wenn damit eine sehr humoristische, überzeichnete Darstellungsform mit Tempo und handwerklichem Geschick gemeint ist, dann kann man das durchaus so sagen. Doch findet man diese klassischen Charaktere und Darstellungsformen ja nicht nur im Kasperletheater, sondern z. B. auch in der

Der Bühnenbildner Markus Karner überprüft im Malsaal des Theaters das Bühnenbild.

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Inszenierung produzieren, damit sie auch zu Hause noch weiter mit der Geschichte spielen können. Das braucht natürlich einen langen Vorlauf. Es war in der Tat für mich eine ganz neue Art von Arbeit. Die Band steht diesmal nicht im Vordergrund. Hier sind wir Teil eines Gesamtprojektes. Es gab im Vorfeld einen intensiven Austausch zwischen Marcus Coenen und mir, in dem es um die Charakterisierung der Figuren und deren Beziehungen untereinander ging. Das war unglaublich wichtig, um passende Liedtexte schreiben zu können. Auf den Proben sehe ich nun, dass das glücklicherweise wunderbar funktioniert. Marcus, was wünschst du dir für den Hotzenplotz? MC : Ich wünsche mir einen Saal voller Menschen, die aus vollem Herzen mitsingen, die die Vitalität und Freude, die diesem Stück innewohnt, spüren. Ich wünsche mir, dass die Erinnerung an diesen Theaterbesuch dem Publikum noch lange danach ein Lächeln ins Gesicht malt und dass die Kinder zu Hause die Geschichte vom Hotzenplotz weiter spinnen. Vielleicht sogar mit ihren Eltern.

Regisseur Marcus Coenen und Musiker Marius Tschirky vor dem Bühnenbildmodell.

Anna Blumer singt die Fee Amaryllis im Studio von Marius Tschirky ein.

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DomMusik St.Gallen ChristkĂśnigskonzert 2017

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Die Weltsuppe kochen Die Grenz-Groteske Hungaricum – eine Schweizer Erstaufführung am Theater St.Gallen

Hungaricum Stück von den Brüdern Presnjakow Premiere Donnerstag, 23. November 2017 20 Uhr, Lokremise Einführungsmatinee Sonntag, 19. November 2017 11 Uhr, Lokremise Eintritt frei Leitung Regie: Sabine Harbeke Ausstattung: Clarissa Herbst Musik: Knut Jensen Licht: Rolf Irmer Dramaturgie: Armin Breidenbach Besetzung Júlia: Diana Dengler Der junge Mann: Tobias Graupner Mädchen: Jessica Cuna Adam: Bruno Riedl Sára: Anja Tobler Mózes: Marcus Schäfer Weitere Vorstellungen: Donnerstag, 30. November 2017, 20 Uhr Samstag, 2. Dezember 2017, 20 Uhr Donnerstag, 7. Dezember 2017, 20 Uhr Samstag, 16. Dezember 2017, 20 Uhr Mittwoch, 20. Dezember 2017, 20 Uhr Freitag, 29. Dezember 2017, 20 Uhr Sonntag, 31. Dezember 2017, 20 Uhr Donnerstag, 4. Januar 2018, 20 Uhr (Zum letzten Mal)

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Eine Polizistin, die an der Grenze Reisende ausnimmt, ein Mozart-Darsteller, der Kokain schmuggelt, und eine Kellnerin, die in den ungarischen Bergen einen Greif gefilmt hat und den Film in Cannes einreichen will. Dazu ein rumänischer Fernfahrer, der einen Nachtclub aufmachen will, eine Kantorin, die in ebendiesem Club singen will – und ein Hobbykoch, der sich im Internet nach neuen Rezepten umschaut. Mittendrin: eine Suppe auf der Reise durch die Welt: die Weltsuppe. Die Zutaten für die Komödie der russischen Brüder Oleg und Wladimir Presnjakow sind deftig: Die Suppe kann angerichtet werden. In Hungaricum stellen sie unter Beweis, dass sie Meister des grotesken Humors sind. Das Stück, 2010 in Vilnius uraufgeführt, spielt mit der Situation an der ungarisch-österreichischen Grenze, der Grenze der beiden Teile der ehemaligen österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie. Auf der einen Seite: Westeuropa mit seinem höheren Entwicklungsstandard, der Orientierung nach Westen und einer jahrzehntealten rechtsstaatlichen Tradition. Auf der anderen Seite: die Balkanstaaten, die nach dem Ende des Sozialismus zum Grossteil ihren Weg in die Europäische Union gefunden haben. Eine Grenze also nicht nur zwischen zwei Staaten, sondern auch zwischen zwei Kulturkreisen, eine Transitstrecke für Menschen und Waren auf dem Weg durch das neue, ungeteilte Europa. An genau dieser Grenze winkt Júlia an einer unauffälligen Landstrasse mit einem einfachen Signalstab Autos heraus und nimmt den Insassen ab, was sie gerade brauchen kann. Am ehesten ist das natürlich Geld – wartet doch zu Hause ihr Mann Adam, der

Hausmann und leidenschaftliche Koch. Unterdessen surft er mit seinem neuen Laptop im Internet, dort öffnet sich ihm ein Fenster in eine neue Welt. Am liebsten sucht er nun Rezepte, vor allem für Suppen. Und zufällig stösst Adam auf die «Weltsuppe». Was das ist? Eine Suppe, die eine Reise um die Welt macht, von einem Mitglied des Klubs der Weltsuppe zum anderen: «Also, es kocht zum Beispiel jemand in Deutschland eine Suppe. Dann isst er seine Suppe, und wenn etwas übrig bleibt, schickt er den Rest an ein anderes Klubmitglied. Einfach so, wie er ist, mitsamt dem Topf. Die haben einen eigenen Lieferdienst. Und der nächste – das kann ein Mitglied in einem ganz anderen Land sein, zum Beispiel bei uns in Ungarn – kocht selber eine Suppe und giesst den Suppenrest, den er geschickt bekommen hat, dazu. Dann isst er seine Suppe, und wenn etwas übrig bleibt, schickt er den Rest wieder weiter. Nach Italien zum Beispiel! Die Suppe aus Deutschland reist durch die ganze Welt und reichert sich mit den Suppen verschiedenster Völker an. So wird eine Weltsuppe draus!» Und tatsächlich wird genau eine solche Weltsuppe auch über die nahe Grenze transportiert – ausgerechnet von zwei Deutschen! – und kommt so bei Júlia vorbei ... Wie übrigens auch der Laptop von Adam einmal bei Júlia vorbeikam und von ihr kurzerhand «konfisziert» wurde. Die junge Frau, der sie den Computer abgenommen hat, will damit aber einen Greif (das Fabelwesen, das auf einem Löwenkörper einen Drachenkopf trägt) gefilmt haben und möchte diesen Film bei den Filmfestspielen in Cannes einreichen. Während sie auf die Rückgabe des Laptops wartet, versucht sie hartnäckig, ihr Leben neu zu entwerfen, sodass sie nicht mehr als Kellnerin in einem Chinarestaurant arbeiten muss ... Kosmos sympathischer Kleinkrimineller Auch die anderen Figuren in diesem grotesken Kosmos von sympathischen Kleinkriminellen, betrogenen Betrügern und anderen Halunken kämpfen wie Júlia um ihre Chance in der sich rapide verändernden Welt. Sie erträumen sich eine andere Identität, die einen mit mehr Erfolg, die anderen mit weniger – aber alle mit einer gehörigen Portion Komik. Der Fernfahrer Mózes fährt Toyotas nach Transsylvanien, will aber ei-


Tobias Graupner als hängender «Herr Europa».


nen Nachtclub aufmachen und so ein neues Leben beginnen. Ein junger Mann, der sich als Mozart-Darsteller durchschlägt und auch an der Grenze hängengeblieben ist, verspricht ihm ein Kilo bestes Kokain, denn was wäre ein Nachtclub ohne Drogen? Dumm nur, dass er nicht mal 150 Gramm dabei hat. So muss er sich mit Puderzucker behelfen, was natürlich nur schiefgehen kann ... Sára, eine Freundin von Júlia und Adam, ist heute die Frau Astronautin und morgen Kantorin, am liebsten aber singt sie Songs von Lady Gaga. Und das Mädchen, das seit Wochen auf die Rückgabe seines Laptops wartet, verliebt sich auch noch in den jungen Gelegenheits-Drogendealer. Wie sich das alles auflöst, wer wen am Ende erschiesst und ob ein Greif alle rettet? Oder ob doch die falsche Polizistin lieber Parkplatzwächterin wird? Das verraten wir hier noch nicht ... Nur so viel: Die Erosion der Idee eines vereinigten Europas kann aufgehalten werden! Auch wenn gefühlt überall Grenzzäune wieder aufgebaut werden und sich Nationalisten allerorten durchsetzen, auch wenn die Ungleichheit auf dem Kontinent zunimmt und sich die Frage

Die Weltsuppe ist angerichtet.

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stellt, was nach dem Brexit kommt – es gibt eine Idee, die seit Jahrzehnten alle Länder und Völker Europas zusammenbringt: den Eurovision Song Contest. Jedes Jahr findet er statt, und jedes Jahr bewegt er die Menschen aufs Neue. In Ungarn wie in Österreich und der Schweiz. Wie der Eurovision Song Contest zur Weltsuppe passt? Lassen Sie sich überraschen! Die Brüder Presnjakow schreiben seit Ende der Neunzigerjahre gemeinsam Theaterstücke. Die promovierten Philologen Oleg und Wladimir haben mehrere Jahre an der Universität unterrichtet. Bekannter sind sie allerdings für ihre Stücke, Filme und Bücher. Den Durchbruch erzielte das Autorenduo mit dem Stück Terrorismus, das in der Inszenierung von Starregisseur Kirill Serebrennikow (der momentan mit dem russischen Staat zu kämpfen hat) am Moskauer Künstlertheater im November 2002 uraufgeführt wurde und seitdem auch international Erfolge feiert (mit Inszenierungen u. a. in London, Lissabon, Stockholm und einer Einladung zu den Wiener Festwochen 2004). (ab)


Wieder in der LOK: Thomas Hürlimanns Fräulein Stark

Fräulein Stark Hör-Drama nach der Novelle von Thomas Hürlimann Wiederaufnahme Mittwoch, 29. November 2017 20 Uhr, Lokremise Leitung Regie: Georg Scharegg Ausstattung: Markus Karner Sounddesign: Jonas Knecht Dramaturgie: Armin Breidenbach Besetzung Fräulein Stark: Maja Stolle Hörspiel-Regisseur | Onkel: HansJürg Müller Tonmeister: Matthias Albold Bub | Erzähler: Fabian Müller Hörspiel-Praktikantin | Bub 2 | Hanni: Anna Blumer Soufflage | Gesang: Dorothea Gilgen Weitere Vorstellungen Sonntag, 3. Dezember 2017, 17 Uhr Samstag, 9. Dezember 2017, 20 Uhr Sonntag, 10. Dezember 2017, 17 Uhr Freitag, 15. Dezember 2017, 20 Uhr Dienstag, 19. Dezember 2017, 20 Uhr (Zum letzten Mal)

Wegen des grossen Erfolges der Uraufführung hat das Theater St.Gallen das HörDrama nach der Novelle von Thomas Hürlimann in der Inszenierung von Georg Scharegg weitere sechs Mal auf den Spielplan gesetzt. Das St.Galler Tagblatt schrieb anlässlich der Uraufführung im Frühjahr 2017: «Was für ein herrliches akustisches Vergnügen wird uns hier geboten! Wunderbar die Idee, Thomas Hürlimanns bildstarke, sinnliche Sprache, sein szenisches Talent und seinen humoristischen bis klamaukigen Ton als Hörspiel zu inszenieren.» Wer in der Vorweihnachtszeit noch einmal oder zum ersten Mal in die Welt der Stiftsbibliothek, von Fräulein Stark, vom Stiftsbibliothekar und seinem Neffen eintauchen möchte, kann die Gelegenheit beim Schopf packen.

Maja Stolle und Fabian Müller. Foto: Jos Schmid

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Besuch im Atelier Die Kostüme von On the Town

On the Town Musical von Leonard Bernstein, Jerome Robbins, Betty Comden und Adolph Green Premiere Samstag, 9. Dezember 2017 19.30 Uhr, Grosses Haus Einführungsmatinee Sonntag, 26. November 2017 11 Uhr, Theaterfoyer Eintritt frei Leitung Musikalische Leitung: Michael Brandstätter Regie: Josef E. Köpplinger Choreografie: Adam Cooper Bühne: Rainer Sinell Kostüm: Alfred Mayerhofer Licht: Andreas Enzler, Josef E. Köpplinger Dramaturgie: Caroline Damaschke Besetzung Gabey: Daniel Prohaska Ozzie: Jörn-Felix Alt Chip: Boris Pfeifer Ivy Smith: Julia Klotz Hildy Esterhazy: Sigrid Hauser Claire de Loone: Bettina Mönch Pitkin W. Bridgework: Alexander Franzen Madame Dilly: Dagmar Hellberg Ensemble-Solo: Katharina Lochmann /Joana Henrique, Stefan Bischoff, Peter Neustifter, Evita Komp, Stéphanie Signer Ensemble: Christopher Agius Darmanin, Connor Dowling, Sheila Grant, Nicola Gravante, Joana Henrique, Samuel Tobias Klauser, Michelle Lane, Valerie Luksch, Kirsty Mather, Claus Opitz, Christian Schleinzer Tanzkompanie des Theaters St.Gallen Sinfonieorchester St.Gallen Koproduktion mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz, München Mit grosszügiger Unterstützung

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Drei Matrosen auf Landgang: 24 Stunden in der aufregendsten Stadt der Welt, in New York. Auf der Suche nach der Miss Turnstile des Monats, der Gewinnerin eines Wettbewerbs um die ultimative New Yorkerin, verbringen sie einen aufregenden Tag in der Stadt, die niemals schläft. In Leonard Bernsteins 1944 entstandenem Musical On the Town dreht sich alles um New York. Ab dem 9. Dezember ist es in St.Gallen in einer Inszenierung von Joseph E. Köpplinger zu sehen. Für das Kostüm ist Alfred Mayerhofer zuständig. Seine Ideen werden gerade von der Kostümabteilung umgesetzt. Die massgeschneiderten Kleider für unsere Darsteller sind von der Mode der Entstehungszeit des Musicals, der 1940er-Jahre, inspiriert. Dafür hat sich der Kostümbildner Anregungen aus Filmen sowie von Fotos von Berühmtheiten und Modeaufnahmen der Zeit geholt. Für die Mehrzahl der Kostüme werden in einer ersten Besprechung der Kostümabteilung mit dem Kostümbildner Schnitte und Stoffe ausgesucht und festgelegt. Die Stoffe werden dann je nach Bedarf gefärbt. Die Kleidung wird den Massen der Darsteller angepasst, zugeschnitten und genäht. In Anproben wird dann sichergestellt, dass die Kostüme hundertprozentig passen und Bewegungsfreiheit garantiert ist, wenn es auf der Bühne hoch her geht. Für die Herren werden Anzüge aus glitzerndem Stoff angefertigt. Die Damenkleider, die dem Schnittmuster der Mode der 1940er-Jahre folgen, werden für das gesamte Ensemble im Haus individuell angefertigt. Da für die Matrosen und die Stadtbevölkerung auf der Bühne, die vom Ensemble dargestellt werden, noch zahlreiche Matrosenanzüge und aufwendige, elegante Herrenanzüge gebraucht werden, gibt es hier Arbeit, die ausser Haus durchgeführt wird. Denn die Schneiderei des Theaters St.Gallen hat viel zu tun. Häufig arbeiten die Schneiderinnen und Schneider an vier Pro-

duktionen gleichzeitig, und in den meisten Fällen bekommen die Darsteller nicht nur ein Kostüm pro Produktion, sondern mehrere. Dazu kommen Doppelbesetzungen, für die die Kostüme ein zweites Mal gefertigt und angepasst werden müssen. Wenn möglich, werden Kostüme aus dem Fundus verwandt. Dort hat sich über die Jahre hinweg eine bunte Mischung aus Kleidungsstücken, Accessoires und Schuhen angesammelt. Findet sich Kleidung, die in Schnitt und Stil passt, wird diese, wenn nötig, gefärbt, neu angepasst, umgestaltet und so wiederverwendet. Auch Schuhe werden aus dem Fundus geholt: Der grosse Vorteil ist, dass sie schon eingelaufen sind. Gerade bei Musicalproduktionen, wo die Darsteller auch tanzen, müssen Kostümabteilung und Kostümbildner viele Kompromisse eingehen, was das Schuhwerk betrifft. Denn es muss ein Schuh gefunden werden, der die Belastung einer Vorstellungsreihe von 40 Musicalabenden aushält, den Darstellern Halt gibt und zum Kostümkonzept passt. Spezialanfertigungen sind keine Seltenheit, sondern eher Tagesgeschäft. Für eine Szene von On the Town in einem Naturmuseum wird es einen Neandertaler geben: Auch wenn es so wirken mag, wird unser Darsteller hier nicht nackt auf der Bühne erschei-


nen, sondern in einem dünnen, feinmaschigen Ganzkörperanzug. Auf diesen wird von der Maskenabteilung in Kleinstarbeit Kunsthaar appliziert, sodass Körperbehaarung simuliert wird. Für die aufwendigen Showkostüme sind ebenfalls Detailarbeit und Fingerspitzengefühl gefragt. Mit äusserster Vorsicht werden Paillettenstoffe eingefärbt und per Hand vernäht. Verzierungen wie Federn, Kunstpelze und Applikationen werden mit Sorgfalt angebracht. Höchst selten wird etwas fertig gekauft, das meiste wird eigens für die Produktionen angefertigt. Diese Aufgaben stellen kein Hindernis dar, sondern sind eine willkommene Herausforderung für unsere Kostümabteilung. Kopfbedeckungen und -schmuck werden häufig ebenfalls im Haus hergestellt, gerade hier gibt es oft Sonderwünsche und spezielle Vorstellungen des Kostümbildners. Für unsere Pro-

duktion On the Town bekommt das Theater jedoch Unterstützung von einem St.Galler Unternehmen: Die Kopfbedeckungen werden vom Unternehmen Merk-Hüte in der Brühlgasse angefertigt. Besonders die erste Probe auf der Bühne mit Maske und Kostüm ist ein arbeitsintensiver und aufregender Termin für die Kostümabteilung. Denn nun müssen alle Kostüme fertig sein. Es ist der erste Termin, an dem die Darsteller in ihren Originalkostümen agieren, man sieht die Kleider zum ersten Mal im Originallicht und im Zusammenspiel mit dem Bühnenbild. Es ist ein aufregender Termin, bei dem Erscheinung und Wirkung, aber auch Funktionalität der Kleidung auf der Bühne noch einmal getestet und heiss diskutiert werden. Dann werden letzte Änderungen durchgeführt, damit alles perfekt sitzt, wenn es am Tag der Premiere heisst: «Vorhang auf!» (cd)

Für die Kostüme hat sich Alred Mayerhofer von den 1940 er-Jahren, der Entstehungszeit des Musicals, inspirieren lassen.

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Liedmatinee Auf Tournee St.Galler Solohornist Tatjana Schneider in der «Elphi» und Paul Lugger

Anlässlich des 100. Geburtstags des südkoreanischen Komponisten Isang Yun begab sich das Festivalorchester aus Yuns Geburtsstadt Tongyeong im September und Oktober auf Konzerttournee. Mit dabei war auch Hubert Renner, Solohornist des Sinfonieorchesters St.Gallen. Zum Höhepunkt der Tour mit Heinz Holliger am Dirigentenpult (mit Stationen in Bochum, Hamburg, Hannover, Linz, Brno und Bratislava) gehörte das Konzert in der neu gebauten Hamburger Elbphilharmonie, kurz «Elphi» genannt. «Optisch ein absolutes Highlight», sagt Hubert Renner über die im vergangenen Januar eröffnete Konzerthalle, «akustisch perfekt für moderne und komplexe Musik, da der Klang extrem klar und durchsichtig ist». Leider sei die Hamburger Philharmonie aber auch sehr hellhörig: «Ein Bonbonrascheln im Publikum wird zum Ereignis, das alle miterleben (müssen).»

Tatjana Schneider, seit der Spielzeit 2016/ 2017 Ensemblemitglied am Theater St.Gallen, gestaltet eine Liedmatinee mit Liedern aus ihrem Geburtsland Russland sowie aus dem deutschsprachigen Raum, ihrer neuen Heimat. Im ersten Teil singt sie Lieder von Richard Strauss, das Schubertlied Du bist die Ruh sowie Die Nachtigall von Alban Berg (auf ein Gedicht von Theodor Storm). Im zweiten Teil erklingen Lieder von Sergej Rachmaninow, darunter die berühmte Vocalise und das Lied Son (Traum), welches das Thema Heimat mit Russland und Deutschland verbindet: Der Text ist eine russische Nachdichtung des Heinrich-HeineGedichts Ich hatte einst ein schönes Vaterland. Heine schrieb nicht nur vom Eichenbaum, sondern auch: «Das küsste mich auf deutsch» – doch wie die russische Version beweist, ist der Traum von Heimat, Natur und Liebe international. Im dritten Teil singt Tatjana Schneider Lieder von Pjotr I. Tschaikowsky. Die Verse sind von russischen Dichtern, aber auch hier ist ein Text, nämlich Otchego (Warum), eine Nachdichtung eines Heine-Gedichtes: «Warum sind denn die Rosen so blass».

Liedmatinee Mit Tatjana Schneider (Sopran) und Paul Lugger (Klavier) Sonntag, 12. November 2017 11 Uhr, Foyer, Eintritt frei Hubert Renner in der Elbphilharmonie.

Die Sopranistin Tatjana Schneider ist seit der Spielzeit 2016/ 17 Ensemblemitglied am Theater St.Gallen.

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Aids Charity Musik und Theater gegen die Krankheit

Bereits zum dritten Mal lädt das Theater St.Gallen in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen St.Gallen/ Appenzell in der Vorweihnachtszeit zu einer Benefizveranstaltung zugunsten von Aids-Betroffenen ein. In einem bunten Reigen geben Mitglieder unserer Opern-, Tanzund Schauspielensembles, Musikerinnen und Musiker des Sinfonieorchesters sowie weitere Gäste Kostproben aus aktuellen Produktionen. Durch den Abend führen Operndirektor Peter Heilker und Schauspieldirektor Jonas Knecht. Der Eintritt ist frei. Besucherinnen und Besucher der Aids Charity können freiwillige Beiträge spenden, die vollumfänglich Betroffenen in der Ostschweiz zukommen.

3. Aids Charity Sonntag, 3. Dezember 2017 20 Uhr, Lokremise Eintritt frei


«Metamorphosen» zu siebt Das Gringolts Quartett wächst dank drei hochkarätigen Kollegen zum Septett

Gringolts Quartett Metamorphosen | 1. Meisterzyklus-Konzert Freitag, 10. November 2017 19.30 Uhr, Tonhalle Gringolts Quartett Ilya Gringolts, Violine Anahit Kurtikyan, Violine Silvia Simionescu, Viola Claudius Herrmann, Violoncello Lawrence Power, Viola Christian Poltéra, Violoncello Božo Paradžik, Kontrabass Joseph Haydn Streichquartett G-Dur op. 76 / 1 Ludwig van Beethoven Streichquartett Nr. 8 e-Moll op. 59 / 2 Richard Strauss Metamorphosen (Fassung für Streichseptett) Mit grosszügiger Unterstützung Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

Enthusiastisch wird es von der Presse gelobt, in der vergangenen Saison etwa für sein «akkurates, blitzsauberes Zusammenspiel, feinnervig und klar bis in die kleinsten Regungen» oder seine «beeindruckende technische Überlegenheit». Das in Zürich ansässige Gringolts Quartett kommt im Rahmen unserer Meisterzyklus-Konzerte nach St.Gallen und bringt für Strauss’ Metamorphosen drei exzellente Gäste mit. In einem Streichquartett entstehe wirkliche Freundschaft durch Musik, meinte Ilya Gringolts einmal in einem Interview. Der Primarius und Namensgeber des Quartetts und Anahit Kurtikyan, Silvia Simionescu und Claudius Herrmann scheinen ihren intimen Streichquartett-Kreis jedoch auch gerne für befreundete Gäste zu öffnen. Bei

einem Blick auf die Diskografie zeigen sich nämlich gemeinsame Projekte mit Künstlern wie Christian Poltéra, David Geringas, Peter Laul oder Malin Hartelius. Die Zusammenarbeit mit Hartelius für Schönbergs Streichquartett Nr. 2 brachte dem Quartett in diesem Jahr einen Diapason d’Or. Im ersten Teil seines St.Galler Konzerts tritt das Gringolts Quartett für zwei Werke zunächst in der Kernbesetzung auf, für Joseph Haydns ebenso geistreiches wie experimentierfreudiges Quartett op. 76/1 sowie Ludwig van Beethovens Streichquartett op. 59/2; längst und zu Recht zu einem zentralen Werk der Quartettliteratur geworden, verblüfft das zweite der drei sogenannten «Rasumowsky»-Quartette Beethovens noch heute (und damit über 200 Jahre nach der Uraufführung) mit seiner immensen Ausdrucksstärke. Für sieben Solostreicher Richard Strauss’ Metamorphosen, im Original für 23 Solostreicher, gehen auf einen Auftrag des Schweizer Musikmäzens Paul Sacher zurück. Strauss, damals 81-jährig, arbeitete dazu einen früheren Entwurf mit dem Titel Trauer um München aus, den er unter dem Eindruck zerstörter Kulturstätten wie der Theatergebäude von Dresden, München und Wien einige Jahre früher skizziert hatte. Einem Zufall ist es zu verdanken, dass 1990 in der Schweiz ein Particell dieses Entwurfs gefunden wurde, das den Vermerk trug: Metamorphosen. Andante (für 2 Violinen, 2 Bratschen, 2 Celli, 1 Kontrabass) – Richard Strauss». In einer Rekonstruktion findet diese Frühfassung von Strauss’ bewegender Reaktion auf das Grauen des Zweiten Weltkriegs seither auch Eingang in Kammermusik-Programme. Die drei Gäste, die für die Aufführung der Metamorphosen in St.Gallen zum Gringolts Quartett stossen, sind Bratschist Lawrence Power, Violoncellist Christian Poltéra und Kontrabassist Božo Paradžik – alles Solisten und Kammermusiker von internationalem Renommee und gleichzeitig in ihrer Funktion als Hochschuldozenten in Zürich und Luzern auch in der Schweiz verankert. Auf dieses Zusammenkommen in Strauss’ wehmütig-ergreifendem Spätwerk darf man also gespannt sein. (ff)

«Akkurates, blitzsauberes Zusammenspiel»: das Gringolts Quartett.

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Zurück mit guten Erinnerungen Rosanne Philippens über ihren Auftritt in St.Gallen und ihre neue Prokofjew-CD

Brahms 4 – Coriolan Prokofjew 3. Tonhallekonzert Donnerstag, 16. November 2017 Freitag, 17. November 2017 19.30 Uhr, Tonhalle Otto Tausk, Leitung Rosanne Philippens, Violine Ludwig van Beethoven Ouvertüre zu Coriolan op. 62 Sergej Prokofjew Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 63 Johannes Brahms Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98 Mit grosszügiger Unterstützung

Pünktlich zu Rosanne Philippens' St.Galler Konzertdebüt erscheint in der Schweiz ihre neueste CD mit jener Aufnahme des 2. Violinkonzerts von Sergej Prokofjew, die sie in der Saison 2015/16 zusammen mit dem Sinfonieorchester St.Gallen eingespielt hat. Die junge niederländische Geigerin verriet uns etwas mehr über die neue CD und ihre Faszination für Prokofjews Musik. Rosanne Philippens, wir freuen uns, Sie bald als Solistin in St.Gallen zu erleben. Wie fühlen Sie sich vor der erneuten Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester St.Gallen und Ihrem Landsmann Otto Tausk? Es ist immer eine grosse Freude mit Otto zusammenzuarbeiten, natürlich weil wir dieselbe Sprache sprechen und denselben «Background» haben, aber auch, weil er ein sehr offener Dirigent ist und Vorschläge berücksichtigt. Und ich freue mich auch sehr, mit dem Sinfonieorchester St.Gallen aufzutreten. Die Musikerinnen und Musiker wollen das Beste erreichen, sind aufmerksam und voller Hingabe zur Musik. 2016 haben Sie hier das 2. Violinkonzert von Sergej Prokofjew eingespielt, das auf Ihrer neuen CD neben weiteren Werken Prokofjews zu hören ist. Verraten Sie uns etwas mehr darüber? Es ist meine insgesamt vierte Veröffentlichung bei Channel Classics. Alle meine bisherigen CD s enthalten Musik des 20. Jahrhunderts, obwohl ich im wirklichen Leben alles mögliche spiele! Aber irgendwie drehen sich alle meine Projekte um Musik des frühen 20. Jahrhunderts. Sie sind auf der Aufnahme sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin zu hören, und Sie treten in Konzerten auch in beiden Rollen auf. Was mögen Sie eigentlich lieber?

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Ich bin sehr glücklich, in meiner Karriere beides miteinander kombinieren zu können. Und manchmal, wenn ich als Solistin auch gleichzeitig ein Kammerorchester leite, stehe ich sogar irgendwo dazwischen! Vor diesem Hintergrund ist Ihre neue Prokofjew- CD mit dem Violinkonzert und Werken für Violine und Klavier eine perfekte Kombination . .. Ja, sie zeigt eine «sinfonische» und eine intimere Seite sowohl von mir als auch vom Komponisten. Die Fünf Melodien von Prokofjew, die ich mit Julien Quentin aufgenommen habe, erzählen fünf wunderschöne Geschichten. Sie haben nicht den perkussiven Charakter des Violinkonzerts, sondern gehen mehr in der Lyrik und den Melodien auf. Man könnte durchaus sagen, dass die Aufnahme eine schöne Kombination aus den beiden Dingen darstellt, die ich am meisten liebe: grosse Konzerte und intime, manchmal introvertierte Kammermusik. Worin unterscheiden sich solistische Programme von kammermusikalischen Auftritten? In einem grossen Violinkonzert bildet der Dirigent eine Art Brücke zwischen Solist/in


Sonntags um 5 Kammermusikreihe mit Orchestermusikern

und Orchester, besonders wenn es um Timing und exaktes Zusammenspiel geht. Es ist etwas sehr Schönes, wenn dann Orchester und Solist in einen direkten Dialog miteinander treten, der an ein musikalisches Gespräch und die gegenseitige Inspiration im kammermusikalischen Kontext erinnert – dieser Dialog fand bei der Aufnahme mit dem Sinfonieorchester St.Gallen vergangenes Jahr übrigens statt! Aber es ist natürlich ein anderes «Handwerk», da der Solo-Part so geschrieben ist, dass das Soloinstrument meistens über allem anderen steht, während in einem Quartett alle Stimmen gleichberechtigt sind. Im Endeffekt geht es in der Musik aber grundsätzlich immer darum, ohne Worte zu kommunizieren.

Musik direkt aus dem Himmel käme. Ich kann es kaum erwarten, es im November wieder zu spielen! Interview und Übersetzung Franziska Frey Mit dem 3. Tonhallekonzert findet auch der Brahms-Sinfonien-Zyklus in der Interpretation von Otto Tausk seinen Abschluss. Mit seiner vierten und letzten Sinfonie in eMoll krönte Johannes Brahms sein sinfonisches Schaffen. Insbesondere mit dem berühmten Finale, wo Variationstechniken und barocke Formen in einer Passacaglia verschmelzen, hat Brahms sinfonische Musik geschrieben, die ihresgleichen sucht.

Und weshalb haben Sie sich für eine reine Prokofjew- CD entschieden? Prokofjews Musik ist sehr klar, nie sentimental, und tief berührend. Seine Musik zu spielen, ist extrem erfüllend. Sie hat sowohl perkussive Züge, zu denen man fast tanzen muss, als auch wunderbare melodische Linien, die die Geige zum Singen bringen wie eine menschliche Stimme. Der zweite Satz des Violinkonzerts zum Beispiel – als ob die

Auch in dieser Saison gestalten Mitglieder des Sinfonieorchesters Kammermusik-Konzerte. Fünf sind es an der Zahl, sonntags pünktlich um fünf Uhr finden sie statt, und zu fünft geht es los. Der Titel des Programms verweist auf Jean Françaix. Dieser gehörte zum geistigen Umfeld einer Gruppe französischer Komponisten um u. a. Francis Poulenc, Germaine Tailleferre und Darius Milhaud, die sich – getreu ihrem kompositorischen Credo des Abschieds von Wagnerscher Schwere und impressionistischer Verklärung und der Hinwendung zu einer neuen simplicité – schlichtweg nach der Anzahl ihrer Mitglieder benannte (und das waren nicht etwa fünf, sondern sechs): «Groupe de six». Mit Camille Saint-Saëns und Claude Debussy sind aber auch Werke der grossen «Alten» der französischen Musik zu hören, ausserdem die Sérénade Albert Roussels, eines im Paris des frühen 20. Jahrhunderts äussert populären Komponisten und gefragten Kompositionslehrers. Roussels Sérénade ist eine grazile Musik, über die ein ehemaliger Schüler Roussels einst sagte, sie bediene sich mehr ihrer Flügel als ihrer Füsse.

A la Françaix Sonntags um 5 Sonntag, 12. November 2017 17 Uhr, Tonhalle, Kleiner Saal Dirk Hagemann, Flöte Ilaria Sieber-Pedrotti, Violine Birgit D’Amelio, Viola Maria-Christina Flüge-Meier, Violoncello Julia Kreyenbühl-Gschwend, Harfe Jean Françaix Quintett für Flöte, Streichtrio und Harfe Camille Saint-Saëns Fantaisie A-Dur für Violine und Harfe op. 124 Claude Debussy Sonate für Flöte, Viola und Harfe Albert Roussel Sérénade für Flöte, Streichtrio und Harfe op. 30

Sie liebt grosse Konzerte, aber auch intime Kammermusik: Rosanne Philippens.

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Small gifts of heaven Zwei Stars der Alten Musik spannen zusammen

Adventskonzert Scholl Oberlinger Bach | 2. MeisterzyklusKonzert Freitag, 1. Dezember 2017 19.30 Uhr, Tonhalle Ensemble 1700 Dorothee Oberlinger, Blockflöte und Leitung Andreas Scholl, Countertenor Johann Sebastian Bach Arie Jesus schläft, was soll ich hoffen aus Kantate BWV 81 Brandenburgisches Konzert Nr. 4 G-Dur BWV 1049 Kantate Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust BWV 170 Konzert für Blockflöte und Orchester f-Moll BWV 1056 Antonio Vivaldi Sonate d-Moll RV 63 La Follia Georg Friedrich Händel Kantate Mi palpita il cor HWV 132 c Antonio Vivaldi Konzert für Blockflöte und Orchester C-Dur RV 443 Johann Sebastian Bach Arie Die Obrigkeit ist Gottes Gabe aus Kantate BWV 119 Johann Sebastian Bach Choral Jesus bleibet meine Freude aus Kantate BWV 147 Mit grosszügiger Unterstützung

Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen Müller-Lehmann-Fonds

Dorothee Oberlinger und Andreas Scholl Seite an Seite. In dieser Saison haben sich mit der Blockflötistin und dem Countertenor zwei grosse Namen der Alte-Musik-Szene zusammengetan. Der Titel ihres ersten gemeinsamen Programms: «Small gifts of heaven». Der Titel beschreibt nicht etwa die beglückenden Momente einer so hochkarätigen Zusammenarbeit wie die der zwei Ausnahmekünstler Oberlinger und Scholl. Da müsste schon von «grossen Gaben des Himmels» die Rede sein. Der Titel spielt an auf eine (nicht weniger bescheidene) Widmungsnotiz Johann Sebastian Bachs. 1721 schrieb der damalige Köthener Hofkapellmeister mit verschnörkelter Schönschrift (und ganz der Mode folgend auf Französisch) auf die Partitur seiner neuesten Orchesterstücke: «Da ich bemerkte, dass Sie einigen Gefallen an den kleinen Gaben fanden, die mir der Himmel für die Musik verliehen hat, (.. .) übersende ich Ihnen einige Stücke meiner Komposition, die ich für mehrere Instrumente eingerichtet habe.» Der Empfänger war der Markgraf von Brandenburg, die «kleinen Gaben» sechs Instrumentalkonzerte, die heute unter dem Namen Brandenburgische Konzerte bekannt sind.

Andreas Scholl. Foto: Decca, James McMillan

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Dorothee Oberlinger

Das vierte dieser Brandenburgischen Konzerte wird im 2. Meisterzyklus-Konzert zu hören sein, mit Dorothee Oberlinger an der Blockflöte. Oberlinger gilt als eine der zurzeit besten und interessantesten Blockflötistinnen und ist unermüdlich bestrebt, neue Programme zu recherchieren und zusammenzustellen. Daneben ist sie auch Professorin am Salzburger Mozarteum und Intendantin eigener Barockfestspiele. 2002 hat sie ihr eigenes Ensemble gegründet, das Ensemble 1700, das auf historischen Instrumenten und in der entsprechenden Spielweise Alte Musik interpretiert. Dorothee Oberlinger ist als Solistin in St.Gallen neben Bachs Brandenburgischem Konzert Nr. 4 auch in dessen Konzert in f-Moll sowie in Vivaldis C-Dur-Konzert und der Follia-Sonate des italienischen Barockmeisters zu hören. Eine wunderbare Auswahl von Arien und Kantaten Bachs und Händels bilden den Rahmen für Andreas Scholl und dessen kristallhelle Altus-Stimme, darunter Bachs Kantate Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust, die ein ganzes Panorama an Affekten ausbreitet, oder Händels weltliche italienische Kantate Mi palpita il cor (Mein Herz zittert). Der Barockspezialist Scholl ist bereits seit vielen Jahren einer der besten Countertenöre der Welt und hat eine Reihe aussergewöhnlicher Aufnahmen veröffentlicht, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Seit einiger Zeit ist der international gefragte Sänger neben seinen zahlreichen Auftritten in klein- bis grossbesetzten Formationen und gemeinsam mit den wichtigsten AlteMusik-Ensembles auch auf der Opernbühne zu erleben. Seine grosse Erfahrung gibt er als Dozent der Schola Cantorum Basiliensis weiter, wo er selbst unter René Jacobs studiert hatte und wo seine Karriere ihren Anfang nahm. (ff)


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«Dem Theater St.Gallen ist es gelungen, die Rollen dieser jungen, ausgelassenen Künstler mit herausragenden, ihre Charaktere mit immenser Genauigkeit auslotenden Sängerinnen und Sängern zu besetzen. Ein solch intensiv turtelndes und bis über beide Ohren verliebtes Paar, wie es Sophia Brommer (Mimì) und Leonardo Capalbo (Rodolfo) darstellen, habe ich persönlich noch nie in den ersten zwei Bildern einer Bohème erlebt.» (Oper aktuell)

Mise en Scène Aktuell im Spielplan


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Mittwoch, 1. November 2017, 19.30 Uhr Sonntag, 5. November 2017, 14.30 Uhr Montag, 6. November 2017, 19.30 Uhr Sonntag, 19. November 2017, 14.30 Uhr Dienstag, 21. November 2017, 19.30 Uhr Freitag, 24. November 2017, 19.30 Uhr Dienstag, 28. November 2017, 19.30 Uhr Sonntag, 3. Dezember 2017, 17 Uhr

La bohème Oper von Giacomo Puccini


Freitag, 3. November 2017, 19.30 Uhr Samstag, 4. November 2017, 19.30 Uhr Freitag, 10. November 2017, 19.30 Uhr Samstag, 11. November 2017, 19.30 Uhr Samstag, 2. Dezember 2017, 19.30 Uhr

Tanz der Vampire Musical von Michael Kunze und Jim Steinman

«Ulrich Wiggers versteht es auf wunderbare Weise, Spannung, Kitsch und Grusel zu einer romantisch schaurigen Komödie zu vermischen. Dass dies so reibungslos gelingt, ist auch der temporeichen Choreographie von Jonathan Huor und des bemerkenswert agierenden Tanzensembles zu verdanken.» (Musicalstories)


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Mittwoch, 8. November 2017, 19.30 Uhr Sonntag, 12. November 2017, 17 Uhr Dienstag, 14. November 2017, 19.30 Uhr

Eine Familie Dramödie von Tracy Letts

«Um Birgit Bücker herum läuft das komplette Ensemble zu Hochform auf.» (Saiten)

«Die eigentliche Hauptrolle aber fällt dem gross besetzten Orchester unter der Leitung von Gastdirigent Michael Balke zu. Unglaublich die Klangfülle, die es zeitweilig entfaltet, die winzig kleinen, bisweilen kaum mehr hörbaren Feinheiten, die instrumentale Differenziertheit,

Dienstag, 7. November 2017, 19.30 Uhr Samstag, 25. November 2017, 19.30 Uhr (zum letzten Mal)

Die Gezeichneten Oper von Franz Schreker

die vielfältigen Verwehungen der Stimmen und Klangfarben.» (Südkurier)


Im Requisitenfundus # 3 Schlachtschiff aus La bohème

Rodolfo, Schaunard und Colline streifen über den Pariser Weihnachtsmarkt. Der eine kauft für seine neue Freundin Mimì eine rosa Mütze, der andere ersteht ein altes Horninstrument, der dritte schliesslich ein seltenes Buch. Diesen Weihnachtsmarkt gibt es natürlich auch in der St.Galler Bohème, er hilft mit, die Produktion zu einer der requisitenreichsten der St.Galler Theatergeschichte zu machen. Sechs grosse Transportcontainer waren nötig, um all die Objekte aus Glasgow anzuliefern, wo die Oper in Koproduktion mit der Scottish Opera entstanden ist. Chefrequisiteur Ronald Porawski spricht scherzhaft von einer regelrechten Requisitenschlacht. Da passt es dann wieder, dass auf einem Stand mit Spielzeugen neben Teddybären, Puppen, Springseilen, Reitpferdchen, Blechautos und Kindertrommeln auch ein winzig kleines Schlachtschiff vor Anker liegt. Es ist ein kleines Pixel nur in einem grossen Ganzen, von weitem nicht erkennbar – ausser man nimmt wieder einmal das Opernglas mit. Das lohnt sich bei dieser Bohème ganz besonders. (bh)

Irgendwo in dieser Fülle liegt auch ein kleines Spielzeug-Schlachtschiff. Fotos: Iko Freese, Susi Kaden

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November

So 05 11 Uhr

Peter und der Wolf Musikalisches Märchen für Kinder [6 – 12] frei, Tonhalle

14.30 – 16.50 Uhr Einführung um 14 Uhr, Studio

La bohème

Oper von Giacomo Puccini Abo SoN-A | VBK-2 | frei | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär & Co. AG, Walter und Verena Spühl-Stiftung

Mi 01 14 – 14.45 Uhr

Der Kleine und das Biest Kinderstück nach dem Bilderbuch von Marcus Sauermann und Uwe Heidschötter [4+] frei, Studio Unterstützt von Migros-Kulturprozent, Helvetia Versicherungen

17 – 18.10 Uhr

Caligula

Mo 06 19.30 – 21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio La bohème Oper von Giacomo Puccini Abo VB-C | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär & Co. AG, Walter und Verena Spühl-Stiftung Di 07 19.30 – 22.20 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

Die Gezeichneten

Tanzstück von Ronald Savkovic frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier

Oper von Franz Schreker Abo MuA | VBK-3 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär & Co. AG, Müller-Lehmann-Fonds

Mi 08 19.30 – 22.10 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio, Nachgespräch um 22.15 Uhr

19.30 – 21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

La bohème

Oper von Giacomo Puccini Abo Mi-G | Mi-mu | SG-Mi | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär & Co. AG, Walter und Verena Spühl-Stiftung Do 02 19.30 – 21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

Nabucco

Oper von Giuseppe Verdi Abo VB-A | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär & Co. AG, Walter und Verena Spühl-Stiftung

20 – 21.10 Uhr

Caligula Tanzstück von Ronald Savkovic frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier Fr 03 10.30 Uhr

Peter und der Wolf Musikalisches Märchen für Kinder [6 – 12] Schulkonzert, Tonhalle

19.30 – 22.20 Uhr

Tanz der Vampire Musical von Michael Kunze und Jim Steinman frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft AG, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz AG, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien Sa 04 14 – 14.45 Uhr

Der Kleine und das Biest Kinderstück nach dem Bilderbuch von Marcus Sauermann und Uwe Heidschötter [4+] frei, Studio Unterstützt von Migros-Kulturprozent, Helvetia Versicherungen

19.30 – 22.20 Uhr

Tanz der Vampire Musical von Michael Kunze und Jim Steinman frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft AG, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz AG, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

Eine Familie

Dramödie von Tracy Letts Abo VB-B | frei, Grosses Haus

20 – 21.10 Uhr

Caligula Tanzstück von Ronald Savkovic frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier Do 09 19.30 – 21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

Nabucco

Oper von Giuseppe Verdi Abo KV | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär & Co. AG, Walter und Verena Spühl-Stiftung Fr 10

19.30 – 22.20

Tanz der Vampire

Musical von Michael Kunze und Jim Steinman frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft AG, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz AG, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

KONZERT 19.30 Uhr

Gringolts Quartett Metamorphosen I 1. Meisterzyklus-Konzert Abo MZ | frei, Tonhalle Sa 11

ZUM LETZTEN MAL 14 – 14.45 Uhr

Der Kleine und das Biest Kinderstück nach dem Bilderbuch von Marcus Sauermann und Uwe Heidschötter [4+] frei, Studio Unterstützt von Migros-Kulturprozent, Helvetia Versicherungen

19.30 – 22.20

Tanz der Vampire

Musical von Michael Kunze und Jim Steinman frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft AG, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz AG, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

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So 12

11 Uhr

Liedmatinee Mit Tatjana Schneider und Paul Lugger Eintritt frei, Foyer

17 – 19.40 Uhr Einführung um 16.30 Uhr, Studio

Eine Familie

Dramödie von Tracy Letts Abo SoN-B | frei, Grosses Haus

17 – 18.10 Uhr

Caligula Tanzstück von Ronald Savkovic Geschlossene Veranstaltung, LOK Unterstützt von Hedy Kreier

KONZERT 17 Uhr

Sonntags um 5

Mi 22 19.30 – 22.30 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

Die Räuber  chauspiel von Friedrich Schiller S

Abo Mi-G | S-Mi | frei, Grosses Haus

Do 23 PREMIERE 20 Uhr

Hungaricum

Stück von den Brüdern Presnjakow frei, LOK Fr 24 19.30 – 21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

La bohème

Oper von Giacomo Puccini Abo M-Fr | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär & Co. AG, Walter und Verena Spühl-Stiftung

A la Françaix Abo So um 5 | frei, Tonhalle

Sa 25 14 Uhr

Di 14

Familienstück von Otfried Preussler [5+] frei, Grosses Haus Unterstützt von Notenstein La Roche Privatbank AG, Migros-Kulturprozent

19.30 – 22.10 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

Eine Familie

Dramödie von Tracy Letts Abo Di | frei, Grosses Haus Do 16 KONZERT 19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr

Brahms 4

Coriolan, Prokofjew I 3. Tonhallekonzert Abo K+ | Do | frei, Tonhalle Unterstützt von Brauerei Schützengarten AG Fr 17

KONZERT 19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr

Brahms 4

Coriolan, Prokofjew I 3. Tonhallekonzert Abo Fr | frei, Tonhalle Unterstützt von Brauerei Schützengarten AG

ZUM LETZTEN MAL 20 – 21.10 Uhr Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung

Caligula

Tanzstück von Ronald Savkovic frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier Sa 18 PREMIERE 14 Uhr

Der Räuber Hotzenplotz

Familienstück von Otfried Preussler [5+] frei, Grosses Haus Unterstützt von Notenstein La Roche Privatbank AG , Migros-Kulturprozent So 19 11 Uhr

Matinee: Hungaricum Einführung in das Stück von den Brüdern Presnjakow Eintritt frei, LOK

14.30 – 16.50 Uhr Einführung um 14 Uhr, Studio

La bohème

Oper von Giacomo Puccini Abo VBK-1 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär & Co. AG, Walter und Verena Spühl-Stiftung Di 21

19.30 – 21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

La bohème

Oper von Giacomo Puccini Abo FernA +B | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär & Co. AG, Walter und Verena Spühl-Stiftung

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Der Räuber Hotzenplotz

ZUM LETZTEN MAL 19.30 – 22.20 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

Die Gezeichneten

Oper von Franz Schreker Abo MuB | O | Sa | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär & Co. AG, Müller-Lehmann-Fonds So 26 11 Uhr

Matinee «On the Town» Einführung in das Musical von Leonard Bernstein, Jerome Robbins, Betty Comden und Adolph Green Eintritt frei, Foyer

19.30 – 21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

Nabucco

Oper von Giuseppe Verdi Abo SoA | SG-So | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär & Co. AG, Walter und Verena Spühl-Stiftung Di 28 19.30 – 21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr, Studio

La bohème

Oper von Giacomo Puccini Abo MuA | VBK-3 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär & Co. AG, Walter und Verena Spühl-Stiftung Mi 29 WIEDERAUFNAHME 20 – 21.30 Uhr

Fräulein Stark

Hör-Drama nach der Novelle von Thomas Hürlimann frei, LOK Do 30 20 Uhr

Hungaricum Stück von den Brüdern Presnjakow frei, LOK


Dezember

Fr 08 21 Uhr

Nachtzug Schauspiel

frei, LOK Sa 09 PREMIERE 19.30 Uhr

On the Town

Musical von Leonard Bernstein, Jerome Robbins, Betty Comden und Adolph Green Abo PP | P | frei, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Coop Genossenschaft, Raiffeisenbank, Implenia Schweiz AG, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

Fr 01 KONZERT 19.30 Uhr

20 – 21.30 Uhr

Fräulein Stark

Hör-Drama nach der Novelle von Thomas Hürlimann frei, LOK

Adventskonzert Scholl, Oberlinger, Bach I 2. Meisterzyklus-Konzert Abo MZ | frei, Tonhalle Unterstützt von Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen, Müller-Lehmann-Fonds Sa 02 19.30–22.20 Uhr

Tanz der Vampire Musical von Jim Steinman und Michael Kunze frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft AG, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz AG, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

20 Uhr

Hungaricum Stück von den Brüdern Presnjakow frei, LOK So 03 17 – 18.30 Uhr

Fräulein Stark Hör-Drama nach der Novelle von Thomas Hürlimann frei, LOK

17 – 19.20 Uhr Einführung um 16.30 Uhr, Studio

La bohème

Oper von Giacomo Puccini Abo SoN-B | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär & Co. AG, Walter und Verena Spühl-Stiftung

20 Uhr

Eintritt frei, LOK

3. Aids Charity

Do 07 20 Uhr

Hungaricum Stück von den Brüdern Presnjakow frei, LOK

Unsere Vorstellungen und Konzerte werden ermöglicht durch:

Tickets theatersg.ch / sinfonieorchestersg.ch kasse @ theatersg.ch / Telefon 071 242 06 06 Billettkasse Montag bis Samstag 10 – 19 Uhr, Sonntag 10 – 12 . 30 Uhr Abendkasse jeweils eine Stunde vor der Veranstaltung Bitte richten Sie Ihre Adressänderungen an info @ theatersg.ch oder Tel. 071 242 05 05

Vorverkauf im VBSG -Pavillon Bahnhofplatz, Montag bis Freitag 8 – 18 . 30 Uhr

Hotline Ticketportal Telefon 0900 325 325 Ihr Billett ist auch Ihr Busticket Konzert- und Theatertickets gelten als öV-Fahrausweis in der Ostwind-Zone 210 .

Impressum Herausgeber: Theater St.Gallen / Sinfonie­o rchester St.Gallen Redaktion: Beda Hanimann (bh) Autoren: Armin Breidenbach (ab); Marius Bolten (mb); Mario Franchi (mf); Anja Horst (ah); Caroline Damaschke (cd); Franziska Frey (ff) Design: TGG Hafen Senn Stieger, St.Gallen 9300 Wittenbach / Inserate: BB Art Service, 071 278 63 66 / Auflage: 6000 Stück / 24 . Jahrgang ISSN 1421 - 0266

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Hofstetstrasse 14

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9300 Wittenbach

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ostschweizdruck.ch

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Aufmerksame Gedruckte Kultur. Aufmerksame Zuhรถrer. Zuhรถrer.

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Profile for Konzert und Theater St.Gallen

Terzett November 2017  

Monatsmagazin von Konzert und Theater St.Gallen

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