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Mai 2019


Ab 11.5.19

Oper von Claudio Monteverdi in der Fassung von Ernst Krenek


Peter Heilker Operndirektor

Im Mai bringen wir mit Claudio Monteverdis L’incoronazione di Poppea eine Oper auf die Bühne, die sowohl einen Beginn als auch einen Höhepunkt der Gattung Oper markiert. Diese für ein bürgerliches Publikum entstandene Oper erzählt zum ersten Mal von Leidenschaften, Abgründen und Intrigen historischer Figuren statt von Göttern und Mythen. Die leidenschaftliche Beziehung zwischen dem römischen Kaiser Nero und seiner Geliebten Poppea sowie deren Machtkampf gegen ihr Umfeld werden in Monteverdis letzter Oper durch ein abwechslungsreiches Nebeneinander von erotischem Kalkül und gnadenloser Rache veranschaulicht. Die Oper endet ganz ohne eine moralische Botschaft mit einem der schönsten Liebesduette der Operngeschichte. 1935/36 bearbeitete Ernst Krenek, ein äusserst experimentierfreudiger Komponist der Moderne, dessen Jazzoper Jonny spielt auf in den 1920er-Jahren für Furore sorgte, Monteverdis Werk mit dem Ziel, die Oper im Geist seiner Zeit wiederauferstehen zu lassen. Kreneks Fassung konzentriert sich auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und zeichnet die Extreme nach, in denen sich die Charaktere bewegen. Musikalisch überraschen moderne Harmonik, ein grosses Orchester und geschickte motivische Arbeit. Kreneks Poppea wurde nur auf einer Amerikatournee 1937 und 1973 konzertant in Wien aufgeführt. Ab dem 11. Mai spielen wir dieses seltene Juwel in einer Inszenierung von Alexander Nerlich unter der musikalischen Leitung von Corinna Niemeyer am Theater St.Gallen.

4 Antiker Stoff im modernen

Gewand

6 Im Gespräch mit der

Dirigentin Corinna Niemeyer

8 Das Thema Administrative

Versorgung als Bühnenstoff

11 Der Jugendtheaterclub zwi-

schen Fakten und Fiktion

12 Das Entstehen einer neuen

Tanzproduktion

13 Mise en scène 17 Kurz notiert 19 Ein verlängertes Wochen-

ende für Musicalfans

21 Ein neues Konzertformat

mit Musik aus Armenien

22 Bilder einer Ausstellung in

Ravels Orchesterfassung

24 Wir sind Theater 25 Veranstaltungskalender

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Antiker Stoff im modernen Gewand Ernst Kreneks Bearbeitung von Monteverdis L'incoronazione di Poppea

L’incoronazione di Poppea Oper von Claudio Monteverdi Bearbeitet und instrumentiert von Ernst Krenek Premiere Samstag, 11. Mai 2019 19.30 Uhr, Grosses Haus Musikalische Leitung: Corinna Niemeyer Inszenierung: Alexander Nerlich Bühne: Wolfgang Menardi Kostüm: Žana Bošnjak Choreografie: Jasmin Hauck Video: Stefano Di Buduo Licht: Andreas Enzler Choreinstudierung: Michael Vogel Dramaturgie: Caroline Damaschke Poppea: Raffaella Milanesi Nerone: Anicio Zorzi Giustiniani Ottavia: Ieva Prudnikovaite Ottone: Shea Owens Drusilla: Tatjana Schneider Seneca: Martin Summer Arnalta: Milena Storti Primo soldato: Barna Kovács Secondo soldato / Liberto capitano: Robert Virabyan Pallade: Candy Grace Ho Amore: Diane Gemsch

Claudio Monteverdis Oper L’incoronazione di Poppea, die vor fast 380 Jahren geschrieben wurde, steht in der Fassung von Ernst Krenek im Geist der Moderne der 1930erJahre wieder auf. Ab dem 11. Mai ist dieses Werk, das Leidenschaften, Intrigen und Abgründe des Umfelds des römischen Kaisers Nero und seiner Geliebten Poppea abbildet, in einer Inszenierung von Alexander Nerlich zu sehen.

Als Geburtsstunde der Oper gilt Claudio Monteverdis 1607 entstandene Oper L'Orfeo. Monteverdi hatte bis dahin viel Kirchenmusik geschrieben sowie Madrigale komponiert. Der Komponist hatte sich bewusst von der im 16. Jahrhundert gebräuchlichen kontrapunktischen Methode abgewandt und eine Art der Musik, bei der solistischer Gesang nur durch akkordische Musik begleitet wird, entwickelt, die seconda pratica. Dabei steht die Textverständlichkeit im Vordergrund – eine ausgezeichnete Voraussetzung für das Genre Oper. Monteverdi schrieb eine ganze Reihe von Opern, von denen jedoch die Mehrzahl verschollen ist. Heute sind uns L’Orfeo, Il ritorno d’Ulisse in patria, L’incoronazione di Poppea und ein Fragment zu L’Arianna erhalten. Während in fast allen Opern, auch den verschollenen, Götter, Mythen und Allegorien im Fokus der Erzählungen stehen, handelt es sich bei L’incoronazione di Poppea (1642) um die erste Oper, die von historischen Personen erzählt. Zwar ist die Handlung durchdrungen von allegorischen Figuren und Göt tern, doch im Zentrum stehen der römische Kaiser Nero sowie seine spätere Ehefrau Poppea. Giovanni Francesco Busenellos Libretto berichtet von deren leidenschaftlicher Liebe, der

Chor des Theaters St.Gallen Sinfonieorchester St.Gallen Die nächsten Vorstellungen Dienstag, 14. Mai 2019, 19.30 Uhr Sonntag, 19. Mai 2019, 14.30 Uhr Sonntag, 26. Mai 2019, 17 Uhr Mittwoch, 29. Mai 2019, 19.30 Uhr Sonntag, 2. Juni 2019, 14.30 Uhr Samstag, 15. Juni 2019, 19.30 Uhr (zum letzten Mal) Mit grosszügiger Unterstützung

Müller-Lehmann-Fonds

Für die Kostüme hat sich Žana Bošnjak von Darstellungen antiker Kleidung inspirieren lassen und diese als Basis für ihre eigenen Kreationen verwendet.

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Gier nach Macht und den Intrigen am römischen Hof und zeigt auf, welche extremen Massnahmen die Charaktere ergreifen, um Liebe und Macht zu erringen oder festzuhalten. Angereichert wurde das Werk mit komödiantischen Szenen, in denen Dienerfiguren das Geschehen kommentieren und für Abwechslung sorgen. Erst im frühen 20. Jahrhundert wurde die Oper wiederentdeckt und aufgeführt. Doch stellte die Quellenlage eine Herausforderung dar. Im Fall von L’incoronazione di Poppea haben zwei Quellen die Jahrhunderte überdauert, eine aus Venedig und eine aus Neapel. Sie übermitteln uns die Melodielinie sowie die Basslinie, doch es fehlt eine Instrumentation. So besteht die Notwendigkeit, das Werk neu zu instrumentieren. Ernst Kreneks (1900 – 1991) Name ist vie len nur durch seine 1927 entstandene Oper Jonny spielt auf bekannt. Er studierte Komposition bei Franz Schreker und wurde zu einem äusserst experimentierfreudigen Komponisten, der stets am Puls der Zeit komponierte: Zunächst schrieb er atonale Werke, wandte sich dann dem französischen Neoklassizismus zu und war stark von Igor Strawinsky beeinflusst, dann wa-

ren seine Kompositionen eher von Unterhaltungsmusik und Jazz geprägt, er komponierte im Stil der Neoromantik und schrieb schliesslich Werke nach Arnold Schönbergs Zwölftontechnik. In den 1940er-Jahren begann seine Auseinandersetzung mit serieller Musik, und auch die elektronische Musik faszinierte ihn. Der österreichische Komponist war fester Bestandteil der führenden Künstlerkreise seiner Zeit und mit Strawinsky, Schönberg, Thomas Mann und Theodor W. Adorno bekannt, in erster Ehe war er mit Anna Mahler, der Tochter Gustav Mahlers, verheiratet. 1938 zog Krenek nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland in die USA , um seiner Arbeit nachgehen zu können, denn in Deutschland waren seine Werke als «entartet» verboten. Ernst Kreneks Poppea, eine von ihm selbst betitelte «Bearbeitung», stammt aus den Jahren 1935/36 und gehört zu den frühen Bearbeitungen von Monteverdis Oper. Krenek entschied sich dazu, die Oper entschieden einzukürzen. In seiner Fassung verzichtet er auf die allegorischen Figuren Tugend, Glück und Liebe sowie auf die komödiantischen Einlagen, in denen ein Page und ein Hoffräulein auftreten. Er tilgt auch

zwei der Götter, die in Monteverdis Oper erscheinen, Venus und Merkur. Somit konzentriert sich Kreneks Fassung auf die Abgründe und Eitelkeiten der Menschen sowie die Intrigen und Verstrickungen, die sich zwischen den Menschen abspielen, und lässt dabei göttliches Einschreiten aussen vor. Musikalisch ging es Krenek nicht um eine Rekonstruktion des Originals, sondern um «eine Wiederbelebung mithilfe zeitgenössischer Mittel». Entsprechend klingt Kreneks Poppea nicht wie Monteverdis Madrigale oder Werke der seconda pratica, sondern die Oper präsentiert sich als Musiktheater der 1930er-Jahre. Ein grosser Unterschied zu zahlreichen anderen Fassungen ist, dass Krenek die Oper durchkomponierte, das heisst, dass das Werk ohne Pause ineinander übergeht und nicht wie bei Monteverdi in sich geschlossene Rezitative, Duette und Sinfonien aufweist. Das Werk ist in zwei Teile unterteilt, die wiederum in einzelne Bilder gegliedert sind, die durch Zwischenspiele getrennt werden. Zwischen den zwei Teilen befindet sich ein längeres Intermezzo. Während man laut Forschung bei Monteverdi von einer Besetzung mit einem Basso continuo mit Theorbe und Cembalo sowie einem Streicherensemble aus-

Wolfgang Menardi erarbeitete ein Bühnenbild, dessen Grundraum an ein Schwimmbad, an eine Therme erinnert – ein Ort, der für den historischen Nero von grosser Bedeutung war. Er wurde nicht nur in einer Therme geboren, sondern liess auch zahlreiche Gegenspieler in einer Therme ermorden. Auch Seneca fand sein Ende in einem römischen Bad.

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Junge Konstanzerin dirigiert Monteverdi Corinna Niemeyer über Krenek, Poppea und die Oper gehen kann, instrumentierte Krenek das Werk für Streicher, Klavier, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Trompete, Horn, Posaune, Harfe und Harmonium. Dabei arbeitete er von der erhaltenen Basslinie ausgehend und lässt eine Harmonik erklingen, die am ehesten der Oper des späten 19. Jahrhunderts zuzuordnen ist. Von der erhaltenen Melodielinie ausgehend, verarbeitete Krenek Motive in der orchestralen Begleitung. Das grosse Intermezzo, das zwischen dem ersten und zweiten Teil von Kreneks Fassung steht, bezieht sich auch auf Rezitative und musikalisches Material, die in Monteverdis Quellen in Szenen auftauchen, die Krenek jedoch gestrichen hat. Zur Aufführung ist Kreneks Werk jedoch seit der Uraufführungsserie nicht mehr gekommen. Zu hören war es bei einer konzertanten Aufführung in Wien 1973. Eine Aufnahme ist nicht im Handel zu bekommen. Daher bestand für diese Produktion eigentlich die Situation einer Uraufführung. Der Regisseur Alexander Nerlich, der das Werk um Liebe und Macht inszeniert, ist dem St.Galler Publikum bereits durch seine Inszenierungen von Der fliegende Holländer, Wozzeck und Tosca bekannt. Die ersten Orchesterproben unter der Leitung der Dirigentin Corinna Niemeyer waren eines von vielen herausragenden Ereignissen im Probenprozess, denn zum ersten Mal seit fast 50 Jahren erklang Kreneks Poppea. (cd)

Ernst Kreneks L’incoronazione di Poppea wurde 1937 verfasst und erklang zum letzten Mal 1973 in Wien. Dieses unbekannten Werks hat sich Dirigentin Corinna Niemeyer angenommen. Ab dem 11. Mai kann man die Entdeckungsreise zu Kreneks Klangfarben im Grossen Haus erleben. Corinna Niemeyer stammt aus Konstanz und hat nach ihren Studien in Zürich, München, Karlsruhe und Shanghai zunächst das Orchestre Universitaire de Strasbourg und das Orchester der Sorbonne geleitet und an der Oper Köln dirigiert. Als Gastdirigentin wurde sie u.a. vom Konzerthausorchester Berlin, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra Tokyo, dem Musikkollegium Winterthur sowie dem Nagoya Philharmonic Orchestra eingeladen. Seit 2018 ist sie Assistenzdirigentin des Philharmonischen Orchesters Rotterdam. Wie bist du zum Dirigieren gekommen? Ich habe Cello- und Klavierspielen gelernt. Ich habe immer gerne im Orchester und bei Barockmusik den Basso continuo, die Bassstimme, die der Motor des Ganzen ist, gespielt. Aber am spannendsten war für mich zu beobachten, wie meine und die anderen Stimmen innerhalb des Orchesters zusammenklingen. Die Klangfarben, die ein Orchester erzeugen kann, waren schon immer das Grösste für mich. Aktuell bist du in Rotterdam Assistenzdirigentin des Philharmonischen Orchesters. Ich assistiere dem Chefdirigenten Lahav Shani oder den Ehrendirigenten Valery Gergiev und Yannick Nézet-Séguin, das heisst ich bin als externes Ohr im Saal und berate die Dirigenten, ob das, was sie sich vorstellen, auch so im Saal ankommt. Denn das, was am Pult zu hören ist, ist nicht der Klang, den man auch im Saal hört. Ausserdem leite ich Proben und kümmere mich um meine

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eigenen Konzerte mit dem Orchester. Es ist ein vielfältiger Job mit einem Orchester, das einen ganz tollen Spirit hat. Das ist sehr inspirierend. Dass mir zudem Zeit bleibt, meine eigenen Projekte mit anderen Orchestern oder an Opern zu verfolgen, ist wunderbar. Du kommst aus dem sinfonischen Bereich und hast inzwischen schon mehrmals Musiktheater dirigiert. Ich bin fasziniert von Sinfonik und Oper. Daher versuche ich jedes Jahr eine Oper zu machen, was mir bisher auch gelungen ist. 2016 habe ich im Theater Augsburg Udo Zimmermanns Weisse Rose musikalisch geleitet, 2017 Le Nozze di Figaro und 2018 La traviata, beides an der Oper Köln. Was sind deiner Meinung nach die Herausforderungen in der Arbeit mit der Oper? Bei der Oper gibt es eine hohe Komplexität, man muss Bühne und Orchester zusammenbringen. Aus der Sinfonik bringe ich mit, dass das Orchester als eigener Akteur für mich sehr wichtig ist. So lege ich grossen Wert darauf, den Orchesterklang immer wieder zu formen, sodass dieser nicht eine Begleitung, sondern eine Unterstützung der musikalischen Aussage ist. Zugleich fasziniert mich, dass man bei der Oper im Team und mit zahlreichen anderen Disziplinen zusammenarbeitet, wie bei Poppea mit Regie, Choreografie, Inspizienz und natürlich den Sängern. Bei einem Konzert ist man selbst Herr der Sache, aber beim Musiktheater muss man darauf vertrauen, dass viele Zahnräder ineinandergreifen. Das ist eine gewisse Abhängigkeit, die man sonst nicht kennt. Da muss man Vertrauen zu den Kollegen hinter der Bühne aufbauen, was ein Vergnügen ist. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit bei L’incoronazione di Poppea? Ich glaube, man merkt Produktionen an, wie intensiv die einzelnen Bereiche zusammengearbeitet haben und wie sehr sich Regie und Musik ausgetauscht haben. Bei Kreneks Poppea handelt es sich in gewisser Weise um eine Uraufführung, denn das Stück hat keinerlei Aufführungstradition. Gerade wenn man so eine neue Partitur einstudiert, ist es schön, wenn nicht nur abgeklärt wird, ob etwas möglich ist, sondern wenn man sich gegenseitig Impulse gibt


und durch die Diskussionen nicht nur die dramatische Umsetzung auf der Bühne, sondern auch die musikalische Interpretation bereichert, wie es jetzt bei Poppea der Fall ist. So verbinden wir z. B. besondere Harmoniewechsel mit szenischen Handlungen. Was sind die Schwierigkeiten bei diesem Werk, das viele in einer Fassung im Sinne des Frühbarocks im Ohr haben? Es gibt keine explizite Version von Monteverdi, denn es sind nur die Melodie- und Bassstimme erhalten geblieben. Jeder, der Poppea gehört hat, hat ein Arrangement dieses Werkes gehört. Diese sind heute in der Regel historisch informiert, stammen aber nicht original von Monteverdi. Krenek hatte nicht den Anspruch eine historisch informierte Bearbeitung zu verfassen, sondern etwas Neues zu schaffen. Da ist es wahnsinnig spannend, Monteverdi im Ohr zu haben, denn man hört deutlich, wo Krenek andere Wege gewählt hat. Wir

gehen auf Entdeckungsreise mit Krenek. Da gibt es Abschnitte, die nach grossem Hollywood klingen, nach Strawinskys Pulcinella und dann ganz nach Monteverdi. Es ist aufregend, die wahnsinnigen Harmonien und Orchestereffekte von Krenek zu hören und dann zu erkennen, wo Monteverdi, so wie wir ihn kennen, durchscheint. Von Monteverdi ist uns sozusagen ein Rahmen erhalten geblieben, der von Krenek gefüllt wurde. Er selbst hat seine Poppea als Bearbeitung betitelt. Doch man muss Monteverdis Poppea nicht kennen, um Kreneks Poppea zu geniessen, denn seine Musik kann wunderbar für sich stehen und faszinieren. Man kann dieser Musik auf ganz vielen Ebenen begegnen. Die Oberfläche ist schon interessant und farbig und wenn man sich damit näher beschäftigt, entdeckt man noch viel mehr. Man muss seine Erwartungshaltung verändern und sich auf diese wunderbare Musik einlassen. Das Gespräch führte Caroline Damaschke.

Corinna Niemeyer

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«Unsere Seelen sind ein Minenfeld.» Mit Verminte Seelen widmet sich das Schauspiel dem Thema Administrative Versorgung

Verminte Seelen Ein Schauspiel-Projekt des Theaters St.Gallen zum Thema Administrative Versorgung Uraufführung Dienstag, 28. Mai 2019 20 Uhr, Lokremise Einführungsmatinee Sonntag, 19. Mai 2019 11 Uhr, Lokremise, Eintritt frei Nachgespräche Donnerstag, 6. Juni 2019 Donnerstag, 20. Juni 2019 jeweils im Anschluss an die Vorstellungen Leitung Inszenierung: Barbara-David Brüesch Bühne: Markus Karner Musik: Christian Müller Kostüm: Heidi Walter Licht: Rolf Irmer Dramaturgie: Anja Horst Mit Birgit Bücker Diana Dengler Pascale Pfeuti Fabian Müller Bruno Riedl Marcus Schäfer Die nächsten Vorstellungen Donnerstag, 6. Juni 2019, 20 Uhr Mittwoch, 12. Juni 2019, 20 Uhr Donnerstag, 20. Juni 2019, 20 Uhr

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Mit Verminte Seelen setzt das Schauspiel nach Das Schweigen der Schweiz und Lugano Paradiso seine erfolgreiche Auseinandersetzung mit brisanten Schweizer Themen fort. Hausregisseurin Barbara-David Brüesch greift das dunkle Kapitel der Administrativen Versorgung auf. Bis 1981 konnten in der Schweiz Kinder, Jugendliche und Erwachsene ohne Gerichtsentscheid und ohne, dass sie ein Delikt begangen hatten, administrativ versorgt werden. Es reichte, wenn ihre Lebensweise nicht der gesellschaftlichen Norm entsprach. Sie wurden unbefristet in Arbeitserziehungsanstalten, Strafanstalten, Erziehungsheime oder Psychiatrien eingewiesen und von dort nicht selten als unbezahlte Arbeitskräfte ausgeliehen. Nach willkürlichen moralischen Massstäben entschieden Beamte darüber, wer «nacherzogen» werden sollte, um so angeblich zu einem nützlichen Mitglied der Gesellschaft zu werden. In der Realität stigmatisierte man die Betroffenen mit Zuschreibungen wie «arbeitsscheu», «liederlich» oder «asozial», ver weigerte ihnen Bildung, riss sie aus dem Familienverband, misshandelte und missbrauchte sie. Es kam zu Zwangssterilisationen, Zwangsadoptionen oder Medikamententests. Bis heute leiden Betroffene unter den Folgen des erlittenen Unrechts, viele sind daran zerbrochen, nicht wenige haben Suizid begangen. Das Stück Verminte Seelen basiert auf einer umfangreichen Recherche, dem Studium von Akten und Interviews mit Betroffenen. Daraus ist ein Stück entstanden, das die bewegenden Erlebnisse administrativ versorgter Menschen exemplarisch am Schicksal einzelner Figuren erzählt: Da ist Mario, der mit fünf Jahren als Waisenkind von einer Familie adoptiert wird, später in eine Erziehungsanstalt gesteckt wird und alles dafür tut, um aus der von Mönchen geführten und von Gewalt und

Missbrauch geprägten Institution auszubrechen. Carol, die in die Freiheit versprechende Stadt ziehen möchte und stattdessen grundlos im Frauengefängnis landet. Christian, der im Gefängnis geboren ist, von klein auf drangsaliert und schliesslich als Testobjekt neuer Antidepressiva missbraucht wird. Und Ursula, die aufgrund ihrer jenischen Herkunft ins Visier der Behörden gerät. Vor allem Dank der jahrelangen Pionierarbeit der Leidtragenden selbst kommt es endlich zu einer Rehabilitierung und Entstigmatisierung. Seit Ende 2014 ist vom Bundesrat eine Unabhängige Expertenkommission ( UEK ) mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der administrativen Versorgung beauftragt. Im März 2019 erschien die erste von zehn Publikationen. Gleichzeitig machen eine Wanderausstellung durch zwölf Schweizer Städte und zahlreiche Podiumsdiskussionen auf die Thematik aufmerksam. Im folgenden Interview äussern sich Ursula Biondi, die ehemalige Präsidentin des Vereins RAVIA «Rehabilitierung Administrativ Versorgter» und Dr. Beat Gnädinger, Staatsarchivar und Mitglied der UEK , aus sehr unterschiedlichen Perspektiven zum Thema Administrative Versorgung. Frau Biondi, Sie waren damals selbst ein Opfer der Behördenwillkür. Warum wurden Sie administrativ versorgt? UB: Ich selbst wurde als junges Mädchen von 1966 bis 1968 wegen unehelicher Schwangerschaft ohne Gerichtsverfahren in die Strafanstalt Hindelbank gesperrt; die Frauenstrafanstalt wurde von der Amtsvormundschaft meinen Eltern gegenüber als Erziehungsheim ausgegeben, für das sie insgesamt beinahe CHF 7000 bezahlen mussten. «Pflegekosten» wurde das genannt! Bis 1981 hielt sich der Staat nicht an die Europäische Menschenrechtskonvention

Ursula Biondi, Betroffene der Administrativen Versorgung


Schlafsaal der Anstalten von Bellechasse im Jahr 1948

( EMRK ). Tausende Jugendliche und Erwachsene, die meisten aus der Unterschicht, sind Opfer von menschenrechtswidrigen, willkürlichen Behördenentscheiden geworden. Sie wurden gegen ihren Willen, ohne richterliche Anhörung, ohne richterliches Urteil und ohne Rekursmöglichkeit in Arbeitserziehungs- bzw. Strafanstalten auf unbestimmte Zeit «weggesperrt». Von einer Anhörung der Jugendlichen wurde rigoros Abstand genommen. Herr Gnädinger, was ist der Auftrag der UEK Administrative Versorgung? BG: Die UEK untersucht im Auftrag des Bundesrates die Geschichte der Administrativen Versorgung. Sie bedient sich interdisziplinärer Ansätze, berücksichtigt auch die anderen fürsorgerischen Zwangsmassnahmen, bezieht die betroffenen Menschen in ihre Arbeit ein und legt ein besonderes Gewicht auf die Kommunikation der Ergebnisse. Wie konnte es sein, dass die Administrative Versorgung in der Schweiz bis 1981 praktiziert wurde? BG : Die Administrative Versorgung war ein Instrument der Behörden, das es erlaubte, Menschen zu versorgen, die nicht gegen das Strafrecht verstossen hatten, sondern gegen andere, mehr oder weniger bestimmte gesellschaftliche Regeln. Die tiefen Hürden bei der Anwendbarkeit und die Flexibilität des Instruments waren Gründe, warum sich bei den entscheidtragenden Instanzen lange keine Mehrheiten dafür fanden, dieses abzulösen.

Können Sie diese gesellschaftlichen Regeln sowie den betroffenen Personenkreis genauer beschreiben? BG : Vor dem Zweiten Weltkrieg waren mehrheitlich Männer davon betroffen, in vielen Fällen wegen Alkohols oder Nicht-Sesshaftigkeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg rückten andere Gründe ins Zentrum, die oft unter dem vagen Begriff «liederlicher Lebenswandel» gefasst waren. Nicht verheiratete junge Frauen, die schwanger wurden, oder junge Männer, die sich nicht regelkonform verhielten, konnten administrativ versorgt werden, teilweise auf unbestimmte Zeit. Welche Wunden hat dieser erzwungene Ein schnitt bei Ihnen hinterlassen? UB : Während der Internierung war die Situation für uns ausweglos. Wir fühlten uns ohnmächtig. Viele Frauen schrien, wie man nur schreien kann, wenn man völlig verzweifelt ist. Manche verstümmelten sich selbst. Andere erhängten sich oder schnitten sich die Pulsadern auf. Eine historische Aufarbeitung über die Selbstmordrate der administrativ Versorgten würde Erschreckendes zu Tage bringen. Nach der Entlassung wurden wir als Zuchthäusler und Knastis verspottet, was bedeutete, dass viele keine Ausbildung oder Lehre beginnen konnten und so zur Armut verdammt wurden. Die seelische Folter nahm unaufhörlich ihren Lauf. Bei vielen Betroffenen dauern diese posttraumatischen Belastungsstörungen bis heute an. Auch Alkohol- und Drogenmissbrauch oder schwere Depressionen sind häufige Folgen. Es gibt viele Be-

Dr. Beat Gnädinger, Staatsarchivar und Mitglied der UEK

troffene, die durch die administrative Versorgung vollständig aus der Bahn geworfen wurden und nach ihrer Entlassung die Rückkehr ins normale gesellschaftliche Leben nicht mehr geschafft haben. Die UEK hat mit der Veröffentlichung des ersten Bandes Gesichter der Administrativen Versorgung den betroffenen Menschen ein Gesicht gegeben. Warum war das so wichtig? BG : Für die UEK waren die betroffenen Menschen einerseits wichtige Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Staat und Öffentlichkeit haben ihnen aber auch lange elementare Rechte vorenthalten, sie wurden zu wenig ernst genommen. Dadurch, dass wir diesen Menschen nun ein Gesicht, ein Profil geben, versuchen wir, einen kleinen Beitrag zu deren Rehabilitierung zu leisten, wie das unserem Auftrag entspricht.

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Was war für Sie persönlich in dieser langfristigen und intensiven Auseinandersetzung die eindrücklichste Erfahrung? BG : Bis vor wenigen Jahren war mir nicht bewusst, dass es in der Schweiz Tausende von Menschen gibt, die heute noch leben und die von einer fürsorgerischen Zwangsmassnahme oder einer Fremdplatzierung betroffen waren. Inzwischen kenne ich manche von diesen Menschen persönlich. Ihre Lebensgeschichten haben mich tief beeindruckt. Gab es auch Gespräche mit ausführenden Organen, also mit der «Täterseite»? BG : Ja, die UEK hat über 60 Zeitzeugen-Interviews geführt, hauptsächlich mit Betroffenen, aber auch mit rund einem Dutzend Verantwortlichen. Schon seit längerer Zeit sind Sie sehr aktiv um die Aufarbeitung dieses Themas bemüht. Wie haben Sie zu dieser Kraft gefunden? UB : Anfang des Jahrs 2000 arbeitete ich meine traumatischen Erlebnisse aus meiner Jugendzeit mit therapeutischer Hilfe in einem persönlichen Buch auf. Leider bescherte mir meine Offenheit über den Aufenthalt im Frauengefängnis Hindelbank ein übles Mobbing. Mir wurde in dieser Zeit die Stigmatisierung der Administrativ Versorgten schmerzlich bewusst. Heute bin ich ein bisschen stolz auf mich, dass ich mich gegen die damalige Behördenwillkür mit meinem Outing nicht nur für mich, sondern auch für viele Tausende von Betroffenen zur Wehr gesetzt habe! Die Kraft, mich zu wehren, entstand dadurch, dass ich mein Leben mit einer beachtlichen beruflichen Karriere gut gemeistert hatte und Dank meiner inneren festen Überzeugung, dass die damaligen Geschehnisse zu einer gesellschaftlichen Diskussion führen mussten, um die nächsten Generationen vor einer Behördenwillkür, wie wir sie erdulden und erleiden mussten, zu schützen. Man kann das Geschehene nicht ungeschehen machen. Aber man kann dafür sorgen, dass es sich nicht wiederholt. Bis heute leiden viele Opfer unter der Stigmatisierung und den grauenhaften Erlebnissen dieser Zeit. Sie haben in diesem Zusammenhang von «Seelenminen» gesprochen und damit die Inspiration für unseren 10

Stücktitel gegeben. Was haben Sie damit gemeint? UB : Unsere Seelen sind ein Minenfeld. Der Lebensweg der Opfer ist gesät von unzählbaren sogenannten «Triggern». Der englische Begriff «Trigger» steht für Auslöser. Er ist zu verstehen im Zusammenhang mit der menschlichen Seele, seiner Psyche und seiner Stimmung. Es gab immer wieder Situationen, die Flashbacks hervorriefen. Sah ich etwa blutige Szenen im TV , Kleidung, die mich an die Gefängniskluft erinnerte, oder hörte ich Säuglingsweinen, kam alles wieder hoch. Ich nenne dies Seelenminen, weil sie im Verborgenen liegen und man jederzeit auf sie treten kann. Das seelische Gleichgewicht wird immer wieder zum Explodieren gebracht. Und wie Minenopfer werde ich bis zu meinem Ende damit zu leben haben. Welche Bedeutung hat die Arbeit der UEK für die Betroffenen? Hat sich etwas verändert? UB : Ich bin sehr dankbar, dass ich es noch erleben darf, dass anhand der erfolgten wissenschaftlichen und historischen Aufarbeitung Administrativer Versorgung über den Einzelfall hinaus aufgezeigt wird, wie menschenverachtend die damaligen Behörden mit schutzbedürftigen Kindern und Jugendlichen aus belastenden Familienverhältnissen umgingen. Die würdevolle Art der UEK , uns Betroffenen auf Augenhöhe zu begegnen, zeigt auch, dass bei den Behör-

Frauengefängnis Hindelbank

den ein Umdenken stattgefunden hat, und dass Lernprozesse und Veränderungen möglich sind. – Danke! Um einen Rückfall in dunkle Zeiten zu verhindern, ist es zwingend, dass zusätzlich zu den UEK - und Medienberichten dieses düstere Kapitel schweizerischer Geschichte als generationenübergreifender Erfahrungsaustausch in den obligatorischen Schulstoff aufgenommen wird. Ein Engagement in diesem Bereich stellt daher auch eine Investition in die Zukunft der Gesellschaft dar, denn das Lernen über die Vergangenheit ist wichtig für die Demokratiebildung von heute und morgen. In diesem Jahr ist das Thema anhand der Wanderausstellung, zahlreicher Publikationen und Podiumsdiskussionen sehr präsent. Wie kann man sicherstellen, dass dies auch in der Zukunft so bleibt? BG : Die UEK kann das nicht sicherstellen; ihre Arbeit endet 2019. Aber es gibt verschiedene Projekte, die weitergehen, zum Beispiel das Nationalfonds-Projekt 76 Fürsorge und Zwang – Geschichte, Gegenwart, Zukunft. Und die UEK wird im Herbst eine Reihe von Empfehlungen abgeben, die auch darauf abzielen, die Debatte um die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen weiterzuführen. Das Gespräch führte Anja Horst.


Follow me, like me, love me Jugendtheaterclub zeigt sich echt und unverfälscht

Follow me, like me, love me Eine Jugendtheaterclub-Produktion [14+] Premiere Dienstag, 14. Mai 2019, 20 Uhr, Studio Leitung Projektleitung/Theaterpädagogik: Mario Franchi Co-Leitung: Diana Dengler, Roman Dudler Ausstattung: Marlies Pfeifer Dramaturgie: Stefan Späti Spiel Alejandra Rodriguez Fabio Ambrosi Jan Lohri Nadine Bischof Ottilie Jacobi Staschia Hegner Tabea Leitner Tim Schürmann Weitere Vorstellungen Donnerstag, 16. Mai 2019, 20 Uhr Freitag, 17. Mai 2019, 20 Uhr Montag, 20. Mai 2019, 20 Uhr Mittwoch, 22. Mai 2019, 20 Uhr Donnerstag, 23. Mai 2019, 20 Uhr (zum letzten Mal)

Wer bin ich? Wer will ich sein? Und wie zeige ich mich? Echt oder fake? Was verschweige ich? Verstelle ich mich absichtlich oder unbewusst? Wie präsentiere ich mich in den sozialen Medien? Was ist relevant, was wirklich wichtig? Fakten oder Fiktion? In Follow me, like me, love me spielt der Jugendtheaterclub des Theaters St.Gallen mit Sein und Schein. Die Grenzen zwischen echt und fake verschwimmen mehr und mehr. Fake ist Fakt. Die 16- bis 20-Jährigen präsentieren ihre Fragen, Themen und Sichtweisen in einem kaleidoskopartigen Theaterabend – humor-

voll, anregend, irritierend. Szenen und Bilder reihen sich scheinbar zusammenhanglos aneinander. Figuren begegnen sich und trennen sich wieder. Selbstverliebte Blogger, ewige Zweiflerinnen, unglücklich Verliebte, Macker, Philosophinnen, Weltverbesserer. Mal spielen sie sich oder anderen etwas vor, mal geben sie sich echt und unverfälscht. Bilder entstehen und verschwinden. Realität und Fiktion geben sich die Hand und gehen ineinander über.

«Zur Erinnerung: Im Theater ist alles nur gespielt, also fake. Oder doch nicht?» Unter der Co-Leitung von Schauspielerin Diana Dengler, Schauspielcoach Roman Dudler und Theaterpädagoge Mario Franchi entwickelten die acht Ostschweizer Jugendlichen eigene Bilder, Stimmungen, Charaktere und Dialoge. Für Bühne und Kostüme zeichnet erstmals Marlies Pfeifer, Atelier- und Produktionsleiterin des Theaters St.Gallen, verantwortlich. Empfohlen ab 14 Jahren. (mf)

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Eine neue Tanzproduktion entsteht Uraufführung Coppél-A.I. in der Lokremise

Coppél-A.I. Tanzstück von Felix Landerer Uraufführung Donnerstag, 2. Mai 2019 20 Uhr, Lokremise Leitung Choreografie: Felix Landerer Musik: Christof Littmann Ausstattung: Till Kuhnert Licht: Rolf Irmer Ton: Marco Mathis Dramaturgie: Marius Bolten Mit Fabio Agnello, Jay Diego Ariës, William Bridgland, Stefanie Fischer, Clea Godsill, Swane Küpper, Lorian Mader, Genevieve O’Keeffe, Emily Pak, Giulio Panzi, Thanh Pham Tri, Nimrod Poles, Lisette Robijn, Ana Sánchez Martínez, Robina Steyer, Flurin Stocker Weitere Vorstellungen Samstag, 4. Mai 2019, 20 Uhr Dienstag, 7. Mai 2019, 20 Uhr Freitag, 10. Mai 2019, 20 Uhr Mittwoch, 15. Mai 2019, 20 Uhr Samstag, 18. Mai 2019, 20 Uhr Dienstag, 21. Mai 2019, 20 Uhr Sonntag, 26. Mai 2019, 20 Uhr Mittwoch, 29. Mai 2019, 20 Uhr Sonntag, 2. Juni 2019, 17 Uhr (zum letzten Mal) Mit grosszügiger Unterstützung Hedy Kreier, St.Gallen

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Der Titel ist ein Amalgam aus Coppélia und Artificial Intelligence: Felix Landerers neues Tanzstück beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Mensch und künstlichen Wesen. Während Landerer seine neue Choreografie mit den Tänzerinnen und Tänzern der Tanzkompanie entwickelt und Christof Littmann die Musik komponiert, haben Werkstätten und Schneiderei die Bühnen- und Kostümentwürfe von Till Kuhnert umgesetzt. Wir dokumentieren den ersten Probeauftritt der Tänzerinnen und Tänzer im Kostüm und das Ergebnis der technischen Einrichtung der Bühne in der Lokremise.


Hello, Dolly! Musical von Jerry Herman und Michael Stewart Sonntag, 5. Mai 2019, 19.30 Uhr Donnerstag, 16. Mai 2019, 19.30 Uhr Samstag, 1. Juni 2019, 19.30 Uhr Sonntag, 16. Juni 2019, 17 Uhr (zum letzten Mal)

Mit grosszĂźgiger UnterstĂźtzung von Hauptsponsoren

Co-Sponsoren

Medienpartner

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Der Kirschgarten Komรถdie von Anton Tschechow Freitag, 3. Mai 2019, 19.30 Uhr Freitag, 10. Mai 2019, 19.30 Uhr Dienstag, 21. Mai 2019, 19.30 Uhr (zum letzten Mal)

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L’elisir d’amore Oper von Gaetano Donizetti Samstag, 4. Mai 2019, 19.30 Uhr Sonntag, 12. Mai 2019, 14.30 Uhr (Familienvorstellung) Mittwoch, 15. Mai 2019, 19.30 Uhr Freitag, 17. Mai 2019, 19.30 Uhr Montag, 27. Mai 2019, 19.30 Uhr Dienstag, 11. Juni 2019, 19.30 Uhr Donnerstag, 13. Juni 2019, 19.30 Uhr (zum letzten Mal)

Mit grosszügiger Unterstützung von

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Nachtzug Schauspiel Supervacuum

Feel the Dance Ein Tag mit der Theatertanzschule

Fokus auf das Schauspiel Stark beachtete April-Premieren

Wer sagt Dir, wen Du liebst? Welcher Algorithmus ersetzt Dich? Wer sagt Dir, was Du brauchst? Wer braucht Dich noch?

Breakdance oder Yoga, Pilates oder klassisches Ballett, Hip Hop oder Jazz: Die Theatertanzschule bietet während des ganzen Jahres eine breite Palette von Angeboten für bewegungsfreudige Menschen jeden Alters. Am Sonntag, 19. Mai, lädt sie nun unter dem Titel «Feel the Dance» zu einem Erlebnistag mit Getränken, Shows und Workshops in die Lokremise ein. Der Festtag des Tanzes und der Theatertanzschule beginnt mit Workshops in Pilates (10–11 Uhr), Contemporary (11.15–12.30 Uhr) und Dance & Music Jam (13–14 Uhr). Ab 14.30 Uhr geben die verschiedenen Tanzgruppen der Theatertanzschule Kostproben ihres Könnens, und ab 15.30 Uhr heisst es Tanzen und Plaudern. Der Erlebnistag ist offen für Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer mit Freunden und Familien – und für alle, die Lust haben auf einen Tag der Begegnung und der Bewegung.

sterben helfen «Schon wieder glückt dem Theater St.Gallen ein Meisterstreich. [...] Mit sterben helfen festigt das Schauspiel in St.Gallen seinen Ruf als Ur- und Erstaufführungstheater zeitgenössischer Stoffe von erheblichem Brennwert und gesellschaftlicher Brisanz. [...] Als Musical-Haus hat man einen Ruf über die Landesgrenzen. Doch die Nischen zu bespielen und sowohl Inhalt und Tiefe als auch politische Relevanz anzustreben, steht einem Mehrspartenhaus gut an. Wenn es denn nicht sogar sein Bildungsauftrag wäre. Diese Funktion erfüllt das Schauspiel unter Jonas Knecht.» NZZ

Wenn sich niemand zu uns umdrehte, wenn wir den Raum betreten, wenn niemand antwortete, wenn wir sprechen, wenn niemand wahrnähme, was wir tun; wenn wir von allen geschnitten und als nicht Existierende behandelt würden, dann würde eine derartige Wut und ohnmächtige Verzweiflung in uns aufsteigen, dass im Vergleich dazu die grausamste körperliche Qual eine Erlösung wäre. (William James, 1890) Albold, Losehand und Schäfer machen sich überflüssig – ein bunter Abend mit Musik.

Nachtzug Schauspiel Supervacuum Von und mit Matthias Albold, Oliver Losehand, Marcus Schäfer und der Band Sarkiss Samstag, 11. Mai 2019 21 Uhr, Lokremise

Feel the Dance Erlebnistag der Theatertanzschule mit Shows & Workshops Sonntag, 19. Mai 2019 10–17 Uhr, Lokremise

Szene aus Wunderland

«Eine höhere Dosis an Makabrem und Groteskem hätte zwar dem Abend gut getan. Aber man wird mit Denkanstoss und Mitgefühl bedient und nicht bedrängt. Vielleicht der wichtigste Kunstgriff: Regisseur Manuel Bürgin setzt das Publikum in die Szenerie, die mit rotem Teppich, Abreisskalender, Kronleuchtern und einem Klavier spartanisch gehalten ist. Entkommen kann man dem Thema nicht.» St.Galler Tagblatt Der Kirschgarten «Immer wieder erstaunlich, wie uneinig man sich nach einer Theateraufführung sein kann. Jemand fand die Inszenierung hamplig, eine war völlig hin und weg, während einer rätselte, worum es da überhaupt ging  … Hier die begeisterte Version, begeistert aus Neigung zum unverwüstlichen Tschechow, aber noch vielmehr darüber, was es zu entdecken gibt an dem Abend.» Saiten «Wenn der Kaufmann Lopachin (Tobias Graupner), dessen Vater noch als Leibeigener auf dem Gut gearbeitet hatte, das erste Mal vorschlägt, den alten Kirschgarten abzuholzen, erstarren alle zu einem Tableau. Solche leitmotivischen Tableaux strukturieren den Ablauf der Aufführung und dienen als visuelle Interpunktion.» Nachtkritik

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INTERNATIONALE DOMORGELKONZERTE IN DER KATHEDRALE ST. GALLEN 2019

SAMSTAGS 19.15 UHR

4. MAI WILLIBALD GUGGENMOS, ST.GALLEN 11. MAI STANISLAV SURIN, BRATISLAVA 18. MAI WINFRIED BÖNIG, KÖLN 25. MAI SAMUEL KUMMER, DRESDEN 1. JUNI CHRISTOPH SCHOENER, HAMBURG 8. JUNI DANIEL ZARETSKY, ST. PETERSBURG 15. JUNI

ROLF MÜLLER, ALTENBERG

22. JUNI MARTIN HASELBÖCK, WIEN

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Di, 18. Juni 2019 ab 17.30 Uhr Hauptsponsor:

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Wochenende für Musical-Fans Musicaltage 2019 mit Duett-Hits, Priscilla – Königin der Wüste und Hello, Dolly!

Musicaltage 2019 It Takes Two Die schönsten Musical-Duette mit Thomas Borchert und Navina Heyne Donnerstag, 30. Mai 2019 20 Uhr, Lokremise Priscilla – Königin der Wüste Musical von Stephan Elliott und Allan Scott Freitag, 31. Mai 2019 19.30 Uhr, Grosses Haus Hello, Dolly! Musical von Jerry Herman und Michael Stewart Samstag, 1. Juni 2019 19.30 Uhr, Grosses Haus Mit grosszügiger Unterstützung Hauptsponsoren:

Co-Sponsoren:

Das Auffahrtswochenende steht auch dieses Jahr wieder im Zeichen des Musicals. Vom 30. Mai bis 1. Juni kommen Musical-Fans an drei Abenden voll auf ihre Rechnung: Am Auffahrtsabend singen Thomas Borchert und Navina Heyne Musical-Hits, an den Folgeabenden stehen unsere erfolgreichen Musicalproduktionen Priscilla – Königin der Wüste und Hello, Dolly! auf dem Programm. It Takes Two Zum Streiten braucht es zwei, zum Lieben braucht es zwei – und auch für ein herzergreifendes Musical-Duett braucht es zwei. Zwei wie Thomas Borchert und Navina Heyne. Die beiden international erfolgreichen Musicaldarsteller präsentieren an Auffahrt in der Lokremise die romantischs-

Medienpartner:

ten, spannendsten und lustigsten Duette aus der Welt des Musicals. Auf dem Programm stehen Hits wie «Dangerous Game» aus Jekyll & Hyde, «Totale Finsternis» aus Tanz der Vampire, «Time of My Life» aus Dirty Dancing oder «You’re the One That I Want» aus Grease. Priscilla – Königin der Wüste «So bunt war es im Theater St.Gallen noch nie», schrieb der Blick nach der Premiere von Priscilla – Königin der Wüste. Ob die Behauptung zutrifft, möge dahingestellt sein, sicher ist: Die schrille Geschichte um drei Dragqueens im australischen Outback mit Discohits aus den 70er-, 80er- und 90erJahren eroberte im Nu das Publikum – weil sie nicht nur schrill ist, sondern liebenswürdige Figuren zeigt. Hello, Dolly! Jerry Hermans Broadway-Story aus den 1960er-Jahren beeindruckt mit schmissiger Musik, eingängigen Melodien und hinreissenden Tanznummern. Ein engagiertes Ensemble mit Dagmar Hellberg in der Titelrolle und Walter Andreas Müller als kratzbürstigem Liebhaber begeistert am Theater seit über vier Monaten die Zuschauer. Und auch die Kritik hat nach der Premiere ins Loblied eingestimmt. Musicalstories schrieb von einem hervorragend besetzten und stimmlich starken Ensemble und bilanzierte: «Ein wahrlich unbeschwerter Abend.» Tickets für die drei Abende können einzeln gekauft werden. Besonders attraktiv ist das Dreitages-Paket ab CHF 195.–. Infos zum Musicaltage-Paket gibt es an der Theaterkasse oder unter theatersg.ch/musicaltage.

Musical im Multipack: Navina Heyne und Thomas Borchert, Hello, Dolly! (oben), Priscilla – Königin der Wüste.

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Ihre Meinung ist gefragt Besucher umfrage

Vom 1. Mai bis 16. Juni 2019 führen wir online eine Besucherumfrage durch. Ziel der Umfrage ist insbesondere die Überprüfung unserer Kommunikationskanäle, damit wir Sie im alltäglichen Informationsdschungel noch besser und zielgerichteter über die Angebote vom Theater und Sinfonieorchester St.Gallen informieren können. Wir bedanken uns, wenn Sie sich 10 Minuten Zeit nehmen, um daran teilzunehmen. Zum Dank erhalten die ersten 100 Teilnehmer Merchandising-Artikel von Konzert und Theater St.Gallen ( CD s, Regenschirme, Einkaufsshopper). Zur Umfrage gelangen Sie online unter: theatersg.anysurvey.de/

FINAL FANTASY Video Game Music

FINAL FANTASY Symphonic Memories Video Game Music Donnerstag, 6. Juni 2019 19.30 Uhr, Tonhalle

Eckehard Stier, Leitung Mischa Cheung, Klavier Nino Kerl, Moderation Thomas Böcker, Produktion Musik aus FINAL FANTASY VI, VII, VIII und X Mit grosszügiger Unterstützung Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen jugend@tonhalle Final Symphony & Final Symphony II © & Merregnon Studios. Licensed by Square Enix. FINAL FANTASY is a registered trademark or trademark of Square Enix Group Co., Ltd.

Video Game Music in der Tonhalle

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Die Filmmusik-Konzerte sind aus den Sai sonspielplänen des Sinfonieorchesters St.Gallen kaum mehr wegzudenken. In dieser Spielzeit sucht man die Soundtracks zu berühmten Filmen aber vergebens, denn auf den Pulten der Musikerinnen und Musiker stehen für einmal die Noten aus einem ganz anderen Genre: Videogames. Eines, das bereits seit 30 Jahren rund um den Globus eine riesige Fangemeinde hat, ist das legendäre Rollenspiel FINAL FANTASY . Was 1987 begann, zählt seit der letzten Veröffentlichung im Jahr 2016 bereits fünfzehn Titel. Die Musik daraus gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Videogame-Soundtracks überhaupt. Dies ist dem Japaner Nobuo Uematsu zu verdanken, der FINAL FANTASY mit seinen suggestiven und fantasievollen Kompositionen von Beginn weg prägte und für den Grossteil der Musik verantwortlich war. Im St.Galler Konzert kommen Arrangements aus den bekanntesten Themes der FINAL FANTASY -Titel VI , VII , VIII und X zur Aufführung, arrangiert zu Tondichtungen, sinfonischen Sätzen und einem Klavierkonzert. Solist in letztgenanntem ist der Schweizer Pianist Mischa Cheung.


Grenzenlos! Musik jenseits der westlichen Tradition in einem neuen Konzertformat

Grenzenlos! Musik aus Armenien Freitag, 10. Mai 2019 19.30 Uhr, Tonhalle Gurdjieff Ensemble Levon Eskenian, Leitung Emmanuel Hovhannisyan, Duduk, Zurna, Pku Norayr Gapoyan, Duduk, Bassduduk Avag Margaryan, Blul, Zurna Armen Ayvazyan, Kamantsche Aram Nikoghosyan, Oud Meri Vardanyan, Kanun Vladimir Papikyan, Santur, Gesang Davit Avagyan, Tar Mesrop Khalatyan, Dap, Dhol, Kshots, Burvar Eduard Harutyunyan, Tmbouk, Zimbel, Glocke Musik von Komitas Vardapet, Georges Gurdjieff und aus der liturgischen armenischen Tradition. Mit grosszügiger Unterstützung Jutta Marxer Stiftung

Ab dieser Saison erweitern wir unsere MeisterzyklusReihe mit jeweils einem Konzert, das zu Entdeckungsreisen durch musikalische Traditionen aus aller Welt einlädt. Die erste Ausgabe von Meisterzyklus grenzenlos! führt mit dem Gurdjieff Ensemble nach Armenien. In den etablierten Meisterzyklus-Konzerten in der Tonhalle präsentieren international renommierte Musikerinnen und Musiker und Ensembles Werke aus dem traditionellen, westlichen Kammermusikrepertoire wie Streichquartette, Klaviermusik oder Lieder. Meisterzyklus grenzenlos! öffnet und bereichert diese erfolgreiche Reihe mit «klassischer» oder traditioneller Musik einer bestimmten nicht-europäischen Region. Unser Ziel sind Programme, die das musikalische Erbe anderer Länder, anderer Kontinente beleuchten und den hohen ästhetischen Ansprüchen unseres Meisterzyklus’ entsprechen.

Hören und erleben Dieser Innovationsgeist spiegelt auch das neue Konzertformat von Meisterzyklus grenzenlos! wider. Nach einem Konzertteil von ca. 45 bis 50 Minuten erläutern die Musikerinnen und Musiker die Geschichte und Tradition ihrer Musik, erklären und demonstrieren besondere Eigenschaften und stellen die Instrumente genauer vor. Anschliessend gibt es die Möglichkeit, diese Instrumente auf der Bühne aus der Nähe zu betrachten. Denn jede musikalische Tradition besitzt ein besonderes Instrumentarium, das der Musik ihren spezifischen Charakter verleiht. Die traditionelle armenische Musik kennt idiomatische Blasinstrumente wie Duduk, Zurna (beides Doppelrohrblattinstrumente), Pku (Einfachrohrblattinstrument) und Blul (Längsflöte) sowie Saiteninstrumente wie die mit einem Bogen gestrichene Kamantsche, Lang- und Kurzhalslauten Tar und Oud, die Kastenzither Kanun und die Hackbrett ähnliche Santur sowie eine Fülle verschiedener Trommeln, Glocken und Zimbeln. Gurdjieff Ensemble Das elfköpfige Ensemble besteht aus Spezialisten für traditionelle Instrumente und Musik Armeniens und des Mittleren Ostens. Sein erstes Album widmete es seinem Namensgeber, dem armenischen Esoteriker, Musiker und Komponisten Georges Gurdjieff (1896–1949). Gurdjieff unternahm ausgedehnte Reisen, erschloss sich Länder, Kulturen und vor allem Musik vom Kaukasus bis nach Zentralasien, Indien und Nordafrika und schaffte sich so ein einzigartig umfangreiches musikalisches Repertoire. Das Debütalbum des Ensembles um Gründer und Leiter Levon Eskenian wurde mit mehreren wichtigen Preisen wie dem prestigeträchtigen niederländischen Edison Award ausgezeichnet. Das zweite Album dreht sich um einen weiteren bedeutenden Namen in der armenischen Musikgeschichte, den Geistlichen, Komponisten und Ethnomusikologen Komitas Vardapet (1869– 1935), der als eigentlicher Begründer der neuzeitlichen armenischen Musik gilt. Beide Komponisten und mit ihnen die reiche musikalische Tradition Armeniens gibt es im ersten Meisterzyklus grenzenlos! in St.Gallen zu entdecken. (ff)

Das armenische Gurdjieff Ensemble

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Bilder einer Ausstellung und in Klang gebannte Liebeslyrik Das 10. Tonhallekonzert

Bilder einer Ausstellung Ravel Lieberson Mussorgski | 10. Tonhallekonzert Donnerstag, 23. Mai 2019 19.30 Uhr, Tonhalle Konzerteinführung um 18.30 Uhr Freitag, 24. Mai 2019 19.30 Uhr, Tonhalle Konzerteinführung um 18.30 Uhr Modestas Pitrenas, Leitung Ieva Prudnikovaite, Mezzo-Sopran Maurice Ravel Alborada del gracioso Peter Lieberson Neruda Songs (2005) Modest Mussorgski / orch. Maurice Ravel Bilder einer Ausstellung Mit grosszügiger Unterstützung

Ieva Prudnikovaite

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Zum Saisonabschluss bringen Sinfonieorchester St.Gallen und Chefdirigent Modestas Pitrenas ein weiteres Mal grosse Musik auf die Bühne. Modest Mussorgskis monumentale russische Bilder einer Ausstellung treffen auf fünf ergreifende Liebesgedichte von Pablo Neruda in der Vertonung des amerikanischen Komponisten Peter Lieberson. Dieser schrieb sie für seine Frau, die Mezzo-Sopranistin Lorraine Hunt Lieberson. Wir freuen uns, dass Ieva Prudnikovaite darin nach ihrem Auftritt im russischen Doppelabend und in Poppea im Theater erneut, gemeinsam mit ihrem Ehemann, in St.Gallen zu erleben ist.

Modestas Pitrenas

«Es ist Empfindung bis in die Lippen.» So beschrieb Gustav Mahler eines seiner fünf Rückert-Lieder. Der junge Alban Berg machte seiner späteren Frau Helene eine Liebeserklärung in Form eines Orchesterliedes, und der 83-jährige Richard Strauss komponierte 1948 für Pauline de Ahna mit Die vier letzten Lieder ein aussergewöhnlich bewegendes Geschenk zum 54. Hochzeitstag. Die spätromantische Gattung des Orchesterliedes eignete sich offensichtlich ganz besonders gut für die Komposition von, mehr oder weniger expliziten, Liebesbotschaften. In diese Tradition reihte sich Anfang des 21. Jahrhunderts auch der amerikanische Komponist Peter Lieberson (1946–2011) mit seinen Neruda Songs für Mezzo-Sopran und Orchester ein. 2005 wurden sie vom Los Angeles Philharmonic unter Esa-Pekka Salonen mit der grossartigen Lorraine Hunt Lieberson, der Ehefrau des Komponisten und Widmungsträgerin des Werkes, als Solistin uraufgeführt. Lorraine Hunt, die insbesondere im englischen Sprachraum als eine der überragenden Sängerpersönlichkeiten ihrer Generation galt, starb im darauffolgenden Jahr an Brustkrebs. Liebeserklärungen Nicht nur Peter Liebersons Vertonungen, bereits ihre Vorlagen, die 1959 erschienenen schwärmerischen Liebessonette des chilenischen Dichters und Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda, waren eine Liebeserklärung. Neruda schrieb sie für seine zweite Ehefrau Matilde Urrutia.


Sonntags um 5 Mozart Schostakowitsch

Die hoch emotionalen Neruda Songs bedienen sich der expressiven Harmonik spätromantischer Komponisten, auch der frühe Alban Berg klingt an, und erinnern in ihrem Lyrismus an Strauss’ Die vier letzten Lieder. In der schillernd-schwelgerischen Instrumentation meint man Maurice Ravel, in den dezent eingesetzten südamerikanischen Rhythmen Manuel de Falla zu erkennen. Und die Farbe der spanischen Poesie Neurudas verleiht den Liedern ihr unverkennbares Kolorit. Besonders erschütternd angesichts des Todes von Lorrain Hunt Lieberson kurz nach der Uraufführung sind die letzten Zeilen des fünften Liedes Amor mío, si muero y tú no mueres (Meine Liebste, wenn ich sterbe und du nicht): «Pero este amor, amor, no ha terminado, y así como no tuvo nacimiento no tiene muerte, es como un largo río, sólo cambia de tierras y de labios.» «Aber diese Liebe, Liebste, ist nicht zu Ende, und so wie sie keine Geburt hatte, hat sie keinen Tod. Sie ist wie ein langer Fluss. Sie wechselt nur Länder und Lippen.» Bilder der russischen Seele Modest Mussorgskis Bilder einer Ausstellung gehören zu den bekanntesten russischen Orchesterwerken überhaupt. Sätze wie Das grosse Tor von Kiew haben sich zu einem eigentlichen Emblem russischer Musik entwickelt. Anlass zu ihrer Komposition, ursprünglich für Klavier solo, war der Tod des russischen Malers und engen Freundes Mussorgskis Victor Hartmann und die Anfang 1874 zu seinen Ehren in St. Petersburg ausgerichtete Gedächtnis-ausstellung. Die Hommage Mussorgskis an Hartmann ist angelegt als eine Art Spaziergang durch die Ausstellung mit Halt und näherer Betrachtung von zehn Bildern: Der Gnom, Das alte Schloss, Die Tuilerien (Spielende Kinder im Streit), Der Ochsenkarren, Ballett der unausgeschlüpften Küken, «Samuel» Goldenberg und «Schmuyle», Der Marktplatz von Limoges, Die Katakomben (Römische Gruft), Mit den Toten in einer toten Sprache, Die Hütte der Baba-Jaga und Das grosse Tor von Kiew. Verbindendes Element dieser in Musik übertragenen russischen Gemälde ist die Promenade, die, so Mussorgski, den Gang des Betrachters durch die Ausstellung und dessen Eindrücke darstellt. Schon die Zeitgenossen hatten den Eindruck, diese Musik in ihrer orchestralen Grös-

Victor Hartmann ( 1834 - 1873 ): Das grosse Tor von Kiew

se und Bildhaftigkeit verlange nach einem grossen, farblich differenzierbaren Orchesterklang. Von Mussorgski selbst gibt es keine eigene Instrumentation, diese Aufgabe übernahmen andere, darunter 1922 Maurice Ravel mit seiner grossartigen Umsetzung, die noch heute die beliebteste und meistgespielte Orchesterfassung darstellt. Eine Kostprobe von Ravels Kompositions- und Instrumentationskunst gibt das Sinfonieorchester schon zu Beginn des Konzertes mit Alborada del gracioso (Morgenständchen für einen Narren) – ein von Ravel nachträglich instrumentierter Satz aus dem eigenen Klavierzyklus Miroirs. (ff)

Ein Klarinettist, der durch Mozart einen fixen Platz in der Musikgeschichte erhielt, und ein Komponist, der sich in seinem Werk selbst verewigte – um sie dreht sich das Programm dieses Sonntags um 5: Wolfgang Amadeus Mozart «entdeckte» die Klarinette 1777 bei einem Besuch in Mannheim: « ... ach, wenn wir nur auch clarinetti hätten! – sie glauben nicht was eine sinfonie mit flauten, oboen und clarinetten einen herrlichen Effekt macht». Jahre später traf er mit dem Wiener Hofklarinettisten Anton Stadler einen Ausnahmemusiker und Tüftler, der eine Art tiefe Klarinette, die Bassettklarinette, erfand. Für Stadler schrieb Mozart zwei seiner letzten und vielleicht schönsten Werke: Das Klarinettenkonzert und das Klarinettenquintett A-Dur KV 581. Dmitri Schostakowitsch verewigte sich in seinem 8. Streichquartett mit den eigenen Initialen, die in Form der Töne d-es-c-h zu Beginn des Werkes erklingen. Doch diese persönliche Referenz war nicht etwa Ausdruck von Eitelkeit. Im Laufe des Quartetts zitierte Schostakowitsch eigene Werke, darunter die Oper Lady MacBeth von Mzensk, die in der eigenen Biographie den Wendepunkt von einem freien zu einem überwachten, in Angst lebenden Künstler im sowjetischen System markierte. Ein weiteres Zitat, jenes des Revolutionsliedes Gequält von schwerer Gefangenschaft, macht den versteckten Hinweis auf sein leidvolles Schicksal endgültig sinnfällig. (ff)

Mozart Schostakowitsch Sonntags um 5 Sonntag, 5. Mai 2019 17 Uhr, Tonhalle Piotr Baik, Violine Christian Müller, Violine Paul Westermayer, Viola Eldar Saparayev, Violoncello Armen Ghazaryan, Klarinette Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110 Wolfgang Amadeus Mozart Klarinettenquintett A-Dur KV 581 Mit grosszügiger Unterstützung Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen 23


Wir sind Theater #9 Tänzer am Tonpult

Während die Augen aller nach vorne zur Bühne gerichtet sind, verrichten sie hinten im Saal hochkonzentriert sekundenpräzise Arbeit: Die Tontechniker gewährleisten, dass bei den Zuschauerinnen und Zuschauern ein homogenes Klangbild ankommt, das Emotionen weckt. «C’est le ton qui fait la musique», sagt der Volksmund. Als Metapher stimmt die Volksweisheit hundertprozentig – im direkten Wortsinn aber sagt sie doch nur die halbe Wahrheit. Denn der Ton macht nicht nur Musik, er macht auch Theater. Der «Ton», das sind am Theater St.Gallen der Chef Stephan Linde, sein Stellvertreter Marko Siegmeier sowie Peter König und Jens Rosenbaum. «Mit vier Mann sind wir die kleinste technische Abteilung am Theater», sagt dieser, der wie seine Kollegen die Vielseitigkeit der Tätigkeit schätzt. «Sound, Effekte, bei Musicals die volle Ladung der Bands: Das macht unsere Arbeit spannend», sagt Peter König. Die Breite und das Grenzüberschreitende spricht auch Stephan Linde an,

der am Theater St.Gallen seit 2006 für den richtigen Ton sorgt: «Wir sind zwar eine technische Abteilung, aber wir arbeiten relativ eng mit der Kunst zusammen. Je nach Regisseur haben wir mehr oder weniger gestalterischen Spielraum. Das finde ich schön: Es ist nicht nur Technik, sondern auch Musik.» Die Anforderungen an die Tontechniker sind je nach Sparte unterschiedlich. Am geringsten ist der Aufwand bei der Oper. «‹Verstärkt› ist hier ein Schimpfwort», sagt Stephan Linde. Gefragt sind die Tontechniker trotzdem. Der Orchesterklang muss für die Sänger auf die Bühne übertragen werden, manchmal muss separat aufgenommene Bühnenmusik eingespielt werden. Oder einzelne Instrumente werden nicht im Orchestergraben gespielt, sondern auf der Hinterbühne. Die Aufgabe der Tontechniker ist es dann, die verschiedenen Klangquellen zusammenzuführen zu einem abgerundeten Hörerlebnis. Das Gegenstück zur Oper ist für die Tontechniker das Musical. «Hier wird bewusst verstärkt, mit Verstärkung können wir die Dynamik der Musik unterstreichen und extra betonen», sagt Stephan Linde. Und Marko Siegmeier ergänzt: «Die Zuschauer sollen emotional erreicht werden mit Musik und Ton, und das geschieht auch über die richtige Verstärkung.» Eine besondere Herausforderung bei Musicals ist die Steuerung

Die vier Männer von der Tontechnik: Stephan Linde, Marko Siegmeier, Peter König und Jens Rosenbaum (v. l.) – Blick über das Tonpult zur Bühne.

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der am Kopf der Sängerinnen und Sänger angeklebten Mikrofone, der sogenannten Mikroports, die vom Tonpult aus zu- oder ausgeschaltet werden, entsprechend den Auftritten und Einsätzen der Darsteller. «Deshalb müssen wir das ganze Stück kennen, Szene für Szene», sagt Marko Siegmeier. Schieberegler rauf, Schieberegler runter, die ganze Show lang volle Konzentration: Er spricht von «Fingerballett». Programmieren lässt sich das nicht, weil die Tempi variieren und die Künstler nicht in jeder Vorstellung gleich drauf sind. Die akustischen Möglichkeiten der Technik werden auch in der Sparte Schauspiel immer mehr genutzt. Teilweise werden auch hier Mikroports eingesetzt, die Hauptaufgabe aber ist es im Sprechtheater, Geräusche und Musiksequenzen einzuspielen. Da ist oft auch die Kreativität der Tontechniker gefragt, etwa wenn ein Regisseur für eine bestimmte Szene «Windgeräusche von hinten» wünscht. «Wir suchen dann in unserem Geräusch- oder Soundarchiv nach dem Begriff ‹Wind› und wählen den passenden aus», erläutert Stephan Linde. Die Techniker werden so auch zu Gestaltern. Und während den Vorstellungen tanzen sie mit den Fingern mit, hinten im Saal an ihrem Pult – während die Augen aller Zu schauer auf die Bühne gerichtet sind. (bh)


Mai

Sa 11

PREMIERE 19.30 Uhr

L'incoronazione di Poppea

Oper von Claudio Monteverdi | Bearbeitet und instrumentiert von Ernst Krenek Abo PP | P | frei, Grosses Haus Unterstützt von Bank Julius Bär, Müller-Lehmann-Fonds 21 Uhr

Supervacuum

Nachtzug Schauspiel | Mit Matthias Albold, Oliver Losehand, Marcus Schäfer und der Band Sarkiss frei, LOK Do 02 URAUFFÜHRUNG 20 Uhr

Coppél-A.I.

So 12

L'elisir d'amore

Tanzstück von Felix Landerer frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen Fr 03

19 Uhr

Dramenprozessor 2018 / 2019

Oper von Gaetano Donizetti Abo SoN-A | VBK-2 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Bank Julius Bär, Martel AG Di 14

Werkstatt für szenisches Schreiben | Abschlusspräsentation frei, LOK

Oper von Claudio Monteverdi | Bearbeitet und instrumentiert von Ernst Krenek Abo MuA | VBK-3 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Bank Julius Bär, Müller-Lehmann-Fonds

Der Kirschgarten

Komödie von Anton Tschechow in der Übersetzung von Thomas Brasch Abo S-Fr | frei, Grosses Haus

PREMIERE 20 Uhr

Follow me, like me, love me

Sa 04 19.30 – 21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr

L'elisir d'amore

Eine Jugendtheaterclub-Produktion [14+] frei, Studio Mi 15

L'elisir d'amore

20 Uhr

Tanzstück von Felix Landerer frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen

20 Uhr

Coppél-A.I.

Tanzstück von Felix Landerer frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen

So 05 KONZERT 17 Uhr

Mozart Schostakowitsch

Sonntags um 5 | Kammermusik So um 5 | frei, Tonhalle Unterstützt von Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

Do 16 19.30 – 22 Uhr

Hello, Dolly!

Musical von Jerry Herman und Michael Stewart Abo KV | frei, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop-Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

19.30 – 22 Uhr

Hello, Dolly!

Musical von Jerry Herman und Michael Stewart Abo SoA | SG-So | frei, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop-Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien 20 Uhr

Coppél-A.I.

20 Uhr

Follow me, like me, love me Eine Jugendtheaterclub-Produktion [14+] frei, Studio Fr 17

Tanzstück von Felix Landerer frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen Fr 10

19.30 – 21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr

Oper von Gaetano Donizetti Abo Mi-G | Mi-mu | frei, Grosses Haus Unterstützt von Bank Julius Bär, Martel AG

Coppél-A.I.

Di 07

19.30 Uhr Einführung um 19 Uhr

L'incoronazione di Poppea

19.30 – 22 Uhr

Oper von Gaetano Donizetti Abo Sa | MuB | O | frei, Grosses Haus Unterstützt von Bank Julius Bär, Martel AG

FAMILIENVORSTELLUNG 14.30 – 16.50 Uhr Familieneinführung um 14 Uhr

L'elisir d'amore

Oper von Gaetano Donizetti Abo Fr | KuT | frei, Grosses Haus Unterstützt von Bank Julius Bär, Martel AG

19.30 – 22 Uhr

Der Kirschgarten

20 Uhr

Komödie von Anton Tschechow in der Übersetzung von Thomas Brasch Abo M-Fr | frei, Grosses Haus KONZERT 19.30 Uhr

Grenzenlos! | Musik aus Armenien

19.30 – 21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr

Follow me, like me, love me Eine Jugendtheaterclub-Produktion [14+] frei, Studio

Sa 18

11 Uhr

Öffentliche Führung

Meisterzyklus grenzenlos! | Gurdjieff Ensemble Abo MZ | frei, Tonhalle Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung

Reservierung unter 071 242 06 06 oder kasse@theatersg.ch, Grosses Haus

20 Uhr

14 – 15 Uhr

Tanzstück von Felix Landerer Abo Fr | Tanz | frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen

Kinderstück von Anja Horst frei nach den Brüdern Grimm [5+] frei, Studio Unterstützt von Migros Kulturprozent

Coppél-A.I.

Dornrösli bockt

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19.30 – 22.10 Uhr

19.30 – 22.10 Uhr

Musical von Stephan Elliott und Allan Scott frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

Musical von Stephan Elliott und Allan Scott geschlossene Vorstellung, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

Priscilla – Königin der Wüste

20 Uhr

Coppél-A.I.

So 19

Priscilla – Königin der Wüste

Sa 25

Kinderstück von Anja Horst frei nach den Brüdern Grimm [5+] frei, Studio Unterstützt von Migros Kulturprozent

10 – 17 Uhr

19.30 – 22.10 Uhr

Erlebe die Theatertanzschule! | Shows & Workshops Eintritt frei, LOK

Musical von Stephan Elliott und Allan Scott frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

Feel the Dance

Priscilla – Königin der Wüste

Matinee: Verminte Seelen

Einführung in das Projekt zum Thema Administrative Versorgung Eintritt frei, LOK

So 26

Oper von Claudio Monteverdi | Bearbeitet und instrumentiert von Ernst Krenek Abo SoN-B | frei, Grosses Haus Unterstützt von Bank Julius Bär, Müller-Lehmann-Fonds

L'incoronazione di Poppea

Oper von Claudio Monteverdi | Bearbeitet und instrumentiert von Ernst Krenek Abo VBK-1 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Bank Julius Bär, Müller-Lehmann-Fonds

20 Uhr

Coppél-A.I.

Mo 20 20 Uhr

Tanzstück von Felix Landerer frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen

Follow me, like me, love me Eine Jugendtheaterclub-Produktion [14+] frei, Studio ZUM LETZTEN MAL 19.30 – 22 Uhr

Der Kirschgarten

Mo 27 19.30 – 21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr

L'elisir d'amore

Oper von Gaetano Donizetti Abo VB-C | frei, Grosses Haus Unterstützt von Bank Julius Bär, Martel AG

Komödie von Anton Tschechow in der Übersetzung von Thomas Brasch Abo Di | CTV | frei, Grosses Haus 20 Uhr

Coppél-A.I.

Di 28

Follow me, like me, love me

Verminte Seelen

Mi 29 19.30 Uhr Einführung um 19 Uhr

L'incoronazione di Poppea

Eine Jugendtheaterclub-Produktion [14+] frei, Studio

Oper von Claudio Monteverdi | Bearbeitet und instrumentiert von Ernst Krenek Abo Mi-G | Mi-mu | frei, Grosses Haus Unterstützt von Bank Julius Bär, Müller-Lehmann-Fonds

Do 23 ZUM LETZTEN MAL 19.30 – 22 Uhr

Der nackte Wahnsinn

Komödie von Michael Frayn Abo VB-A | frei, Grosses Haus

20 Uhr

KONZERT 19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr

Tanzstück von Felix Landerer frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen

Coppél-A.I.

Bilder einer Ausstellung

Ravel Lieberson Mussorgski | 10. Tonhallekonzert Abo Do | frei, Tonhalle Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Do 30 MUSICALTAGE 20 Uhr

It Takes Two

Die schönsten Musical-Duette mit Thomas Borchert und Navina Heyne frei, LOK

ZUM LETZTEN MAL 20 Uhr

Follow me, like me, love me Eine Jugendtheaterclub-Produktion [14+] frei, Studio KONZERT 19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr

Bilder einer Ausstellung

Ravel Lieberson Mussorgski | 10. Tonhallekonzert Abo Fr | frei, Tonhalle Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

26

URAUFFÜHRUNG 20 Uhr

Ein Projekt des Theaters St.Gallen zum Thema Administrative Versorgung S-Mi | frei, LOK

Tanzstück von Felix Landerer frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen Mi 22 20 Uhr

17 Uhr Einführung um 16.30 Uhr

L'incoronazione di Poppea

14.30 Uhr Einführung um 14 Uhr

Fr 24

Dornrösli bockt

Tanzstück von Felix Landerer Abo Sa | frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen

11 Uhr

Di 21

14 – 15 Uhr

Fr 31

MUSICALTAGE 19.30 – 22.10 Uhr

Priscilla – Königin der Wüste

Musical von Stephan Elliott und Allan Scott frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien


Juni

ZUM LETZTEN MAL 17 Uhr

Coppél-A.I.

Tanzstück von Felix Landerer frei, LOK Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen Do 06 KONZERT 19.30 Uhr

FINAL FANTASY Symphonic Memories

Sa 01

Video Game Music frei, Tonhalle Unterstützt von Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen jugend@tonhalle

ZUM LETZTEN MAL 14 – 15 Uhr

Dornrösli bockt

20 Uhr Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung

Kinderstück von Anja Horst frei nach den Brüdern Grimm [5+] frei, Studio Unterstützt von Migros Kulturprozent

Verminte Seelen

Ein Projekt des Theaters St.Gallen zum Thema Administrative Versorgung frei, LOK

MUSICALTAGE 19.30 – 22 Uhr

Hello, Dolly!

Musical von Jerry Herman und Michael Stewart frei, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop-Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

Fr 07

Endstation Sehnsucht

Drama von Tennessee Williams Abo PP | P | frei, Grosses Haus Di 11

So 02 11 Uhr

PREMIERE 19.30 Uhr

Matinee: Endstation Sehnsucht

Einführung in das Drama von Tennessee Williams Eintritt frei, LOK 14.30 Uhr Einführung um 14 Uhr

19.30 – 21.50 Uhr Einführung um 19 Uhr

L'elisir d'amore

Oper von Gaetano Donizetti Abo MuA | VBK-3 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Bank Julius Bär, Martel AG

L'incoronazione di Poppea

Oper von Claudio Monteverdi | Bearbeitet und instrumentiert von Ernst Krenek Abo SoN-A | VBK-2 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Bank Julius Bär, Müller-Lehmann-Fonds

Külling Optik AG Poststrasse 17 9001 St.Gallen Tel. 071 222 86 66 www.kuelling.ch

Unsere Vorstellungen und Konzerte werden ermöglicht durch:

Tickets theatersg.ch / sinfonieorchestersg.ch kasse @ theatersg.ch / Telefon 071 242 06 06 Billettkasse Montag bis Samstag 10 – 19 Uhr, Sonntag 10 – 12 . 30 Uhr Abendkasse jeweils eine Stunde vor der Veranstaltung

Vorverkauf am VBSG -Schalter im Rathaus St.Gallen, Montag bis Freitag 8 – 18 . 30 Uhr

Hotline Ticketportal Telefon 0900 325 325 ( CHF 1 . 19 /Min. ab Festnetz) Ihr Billett ist auch Ihr Busticket Konzert- und Theatertickets gelten als öV-Fahrausweis in der Ostwind-Zone 210 .

Impressum Herausgeber: Theater St.Gallen / Sinfonie orchester St.Gallen Redaktion: Beda Hanimann (bh) Autorinnen und Autoren: Marius Bolten (mb); Armin Breidenbach (ab); Caroline Damaschke (cd); Mario Franchi (mf); Franziska Frey (ff); Anja Horst (ah); Stefan Späti (sts) Design: TGG Hafen Senn Stieger, St.Gallen Produktion: Ostschweiz Druck AG , 9300 Wittenbach / Inserate: BB Art Service, 071 278 63 66 / Auflage: 6000 Stück / 25 . Jahrgang ISSN 1421 - 0266 Bitte richten Sie Ihre Adressänderungen an info @ theatersg.ch oder Tel. 071 242 05 05

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Hofstetstrasse 14

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9300 Wittenbach

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ostschweizdruck.ch

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Terzett Mai 2019  

Monatsmagazin von Konzert und Theater St.Gallen

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