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Mai 2014 2016 September


Oper

Klosterhof Le Cid, Jules Massenet

Tanz 11. St. Galler Festspiele 24. Juni bis 8. Juli 2016

Kathedrale Rosenkranz, Cathy Marston

Tickets 071 242 06 06 www.stgaller-festspiele.ch

Konzert Konzept: tgg.ch

El Cids Iberia


Man muss die Menschheit lieben Als zentrale, wenn auch im Verhältnis zum gesamten Text kurze Stelle steht im Lenz von Georg Büchner eine Kunstdiskussion. Diese war in den dreissiger Jahren des 19. Jahrhunderts von den Positionen Realismus und Idealismus geprägt. Bis in unsere heutige Zeit wird leidenschaftlich über Bedeutung und Aufgabe von Kunst diskutiert, insofern gab diese Textstelle den Anlass, zum Abschluss meiner Direktionszeit in St.Gallen, zu diesem Thema eine musikalischszenische Collage zu gestalten. Unter Mitwirkung des Carmina Steichquartetts wagen wir eine Retrospektive dieser Auseinandersetzung über die vergangenen zwei Jahrhunderte. Wenn man diesen Weg verfolgt, wird einem nicht nur Grundlegendes über Kunst vermittelt, sondern man bekommt auch einen ganz eigenen Blick auf die Entwicklung der Gesellschaft und ihrer ethisch-moralischen Grundsätze. Interessanterweise finde ich mich immer noch in der Position Büchners wieder. Denn wenn es auch nicht mehr gegen den Idealismus anzukämpfen gilt, so doch gegen die Vereinnahmung der Kunst durch die Ökonomisierung der Gesellschaft. Denn leider muss Kunst in unserer Zeit immer einen Mehrwert bringen, und wenn es auch nur ein ideologischer ist, ist es deshalb nicht besser. Bei Büchner musste Kunst vor allem «Leben haben, Möglichkeit des Daseins, dann ist es gut.» Und das kann man nur erreichen, indem man «die Menschheit liebt». Eine schwere Aufgabe in unserer zynischen Zeit, die über Menschen nur in Kategorien wie Kontingenten oder Humankapital spricht. Wir haben es in den vergangenen neun Jahren trotzdem versucht, gerade in unserer Zeit gibt es keine andere Möglichkeit, um relevante Kunst zu machen.

4 Verfressen und Finanzversessen – SCHREISSE! 6 Vielleicht wird es ein Feuerwehrdepot 9 heimatfremd 10 «Bravo, Bravissimo» 12 Kurz notiert 14 Glaube, Liebe, Ehre 16 Ohren auf! 17 K-Projekt 18 Petruschka – Johannisnacht – Rhapsodie 20 Mise en Scène 24 Selfie mit Kunst # 9 25 Veranstaltungsübersicht

Tim Kramer Schauspieldirektor

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Verfressen und Finanzversessen – SCHREISSE! Ein Antiheld wird König

König Ubu Schauspiel von Alfred Jarry Premiere Freitag, 13. Mai 2016 20 Uhr, Lokremise Öffentliche Probe Freitag, 6. Mai 2016 19 Uhr, Lokremise Eintritt frei Einführungsmatinee Sonntag, 8. Mai 2016 11 Uhr, Lokremise Eintritt frei Leitung Inszenierung: Martin Schulze Bühne und Kostüme: Ulrich Leitner Musik: Dirk Raulf Licht: Andreas Enzler Dramaturgie: Nina Stazol Besetzung Vater Ubu: Tim Kalhammer-Loew Mutter Ubu: Silvia Rhode Hauptmann Bordure: Romeo Meyer König Wenzeslaus: Marcus Schäfer Königin: Oliver Losehand Prinz Bubeslaus: Wendy Michelle Güntensperger Verschworene /  Soldaten /  Volk: Oliver Losehand, Marcus Schäfer Adlige / Richter /  Pfuinanzherren /  Ratsherren: Oliver Losehand, Marcus Schäfer, Romeo Meyer Bauern: Oliver Losehand, Marcus Schäfer Zar Alexis: Marcus Schäfer Ein Bote: Oliver Losehand Weitere Vorstellungen: Donnerstag, 19. Mai 2016, 20 Uhr Freitag, 20. Mai 2016, 20 Uhr Sonntag, 22. Mai 2016, 20 Uhr Mittwoch, 25. Mai 2016, 20 Uhr Donnerstag, 26. Mai 2016, 20 Uhr Sonntag, 29. Mai 2016, 20 Uhr Freitag, 3. Juni 2016, 20 Uhr Sonntag, 5. Juni 2016, 20 Uhr

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Bequem, verfressen, feige, ordinär. Dieser Ubu taugt wahrlich nicht zum Helden. Doch seine Frau hat Höheres im Sinn als den blossen Ausblick über die häusliche Sofakante und stiftet darum kurzerhand ihren Gatten, der lediglich Dragonerhauptmann ist, an, den herrschenden König zu ermorden und dessen Platz einzunehmen. Ihr schlagendes Argument: Mehr Leberwurst! Kaum selbst an der Macht, zeigt der bis eben noch zwar geschmackaber recht harmlose Ubu, grauenvoll despotische Abgründe und versetzt sein Land in Leid und Schrecken. Was in der theaterskandalumwobenen Farce König Ubu aus dem Jahr 1896 wie eine jämmerliche Witzfigur daherkommt, entpuppt sich als lebensgefährlich. Kleinlaut buckelt Vater Ubu nach oben, läuft weg, sobald ihm die Luft eng wird, aber nach unten kann er schonungslos austeilen. Als König will er sich dann nur bereichern, befriedigt einzig seine eigenen Bedürfnisse. Wie einem Kleinkind muss man ihm erklären, dass es auch für ihn nicht ohne Wirkung bleiben wird, aus purem Egoismus zu handeln. Was ihn nicht davon abhält, massenweise Adlige, Richter und Finanzbeamte zu schreddern. Wie schön ist es doch, König zu sein! Wäre ihm da nicht ständig dieser aufgebrachte rechtmässige Thronfolger auf den Fersen. Vorbild für den Schreisse schreienden Regenten mit der unaussprechlichen Bürste war ein Physikprofessor Jarrys, für ihn und seine Mitschüler die Verkörperung all jener Eigenschaften, derer sie selbst nie habhaft werden wollten. Bereits zu Schulzeiten verfassten die Pennäler ein Theaterstück, in-

dem sie auf komödiantische Weise mit ihm und aller Scheinheiligkeit abrechneten. Einige Jahre später kramte Jarry dieses wieder hervor. Dann ging es dem jungen Autoren, der der Vater des Absurden werden sollte, bereits um weit mehr als eine jugendliche Revolte. Der Avantgardist wollte das Theater revolutionieren, weg von der bis dahin gepflegten Konvention des Illusionismus und der Nabelschau einzelner Schicksale, hin zu Form, Typisierung und Themen mit universaler Strahlkraft. Seine Theaterideen präsentierte er dem französischen Publikum dann mit dem überarbeiteten Ubu Roi. Die Geschichte ist denkbar einfach. (Handlungsort ist Polen, also nirgendwo, denn das Land war zur Entstehungszeit des Stückes zwar theoretisch vorhanden, praktisch aber am Rand der politischen Bedeutungslosigkeit.) Die Figuren burlesk holzschnittartig, agieren in kantig aneinander gebauten Szenen, die Handlungsstränge sind skurril mit Anleihen aus Strassen- und Marionettentheater und etlichen Zitaten auf Motive und Figuren der Shakespearschen Königsdramen gespickt, die Sprache ist unflätig bis derb – Jarry schenkte Ubu eine ausgeprägte Affinität zu Fäkalem. – Es ist insgesamt ein, nun ja, wie lässt es sich am vornehmsten beschreiben, recht körperbetontes Stück: fressen, furzen, scheissen, saufen, rülpsen, hauen, morden. Das ist ein bisschen eklig, in seiner Direktheit aber vor allem auch sehr komisch. Darüber, wie es Jarry gelungen ist, dass schallendes Gelächter buchstäblich immer wieder im Halse stecken bleibt, werden noch Jahre nach dem Skandal schwergewichtige Aufsätze verfasst. Jarry kreierte mit Ubu einen Antihelden, eine Karikatur eines Tyrannen im kleinkarierten Spiesserpelz über die komische Spitze hinaus ins Absurde. Fakt ist: König Ubu ist furzkomisch anarchisch sinnlich rohes Vollbluttheater. Eine lustvolle Parodie, die Mordsspass macht und dabei brutal universales Grauen unser Spezies berührt. Jarrys radikale künstlerische Forderungen und Reformideen, die am Ende des vorherigen Jahrhunderts zu einem Skandal führten, gehören inzwischen zum geläufigen Theatereinmaleins und fallen uns als solche gar nicht mehr auf. Von der breiten Masse seiner Zeitgenossen erntete Jarry lediglich Hohn, die Avantgarde entgegnete


ihm mit Anerkennung, von der er allerdings nicht leben konnte. Jarry, nach und nach selbst zum alter Ego seiner Kunstfigur Ubu mutiert, starb verarmt in Einsamkeit im Alter von nur 34 Jahren. Jarry war Vaterfigur und Pate für das absurde Drama, den Surrealismus, Dada und gilt heute als einer der einflussreichsten Vorreiter dessen, was man Moderne nennt. Zur Inszenierung der letzten LokremisenPremiere unter seiner Direktionszeit am Schauspiel St.Gallen konnte Tim Kramer Martin Schulze gewinnen. Mit König Ubu vereint der Regisseur noch einmal alle Themen seiner bisherigen erfolgreich am Theater St.Gallen inszenierten Stücke: Zum fulminanten Saisonabschluss kommt zum Kosmos «Feiern» (Wir im Finale von Marc Becker) und den Komplex «Volksfeind», (von Henrik Ibsen) über «Gesetzesbrecher» (Biedermann und die Brandstifter von Max Frisch) und dem Sterben (Tod eines Handlungsreisenden von Arthur Miller) nun mit König Ubu noch ein gehöriges Quäntchen skurriler Humor dazu.

Probeneinblick: Die Verschwörer stürzen König Wenzeslaus. (v.l.n.r.: Silvia Rhode, Tim Kalhammer-Loew, Marcus Schäfer, Oliver Losehand, Romeo Meyer). Foto: Norbert Webring

Wichtiger Genusshinweis: Von akuter Beanspruchung der Muskelpartien des oberen Bauchraums sowie des Zwerchfells ist auszugehen; leichte mentale oder physische Verdauungsstörungen sind nicht auszuschliessen, jedoch unbedenklich; allergische Schübe auf die menschliche Spezies sind im Einzelfall möglich; vorübergehende Stimmungsirritation durch Unterlaufen des guten Geschmacks von Vater Ubu und Gefolge wurden bei zarten Gemütern verzeichnet. Des Weiteren: Anzeichen von grundlegenden moralischen Nachwirkungen wären wünschenswert, sind bisher jedoch nicht gesichert überliefert. Kurzum: Prädikat empfehlenswert! (nst)

Probeneinblick: «Hurra, ich habe die Krone!» Tim Kalhammer-Loew als Vater Ubu. Foto: Norbert Wobring

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Vielleicht wird es ein Feuerwehrdepot Free Chess mit Gernot Sommerfeld

Lenz Eine szenische Reflexion nach Jakob Lenz, Georg Büchner, Franz Kafka, Paul Celan, Max Frisch, Thomas Arzt Premiere Freitag, 27. Mai 2016 19.30 Uhr, Grosses Haus Einführungsmatinee Sonntag, 22. Mai 2016, 11 Uhr, Lokremise Eintritt frei Leitung Inszenierung: Tim Kramer Bühne: Gernot Sommerfeld Kostüme: Natascha Maraval Musik: Carmina Quartett Licht: Andreas Enzler Dramaturgie: Sonja Lamprechter Mit: Carmina Quartett Diana Dengler Boglárka Horváth Tim Kramer Anselm Lipgens Weitere Vorstellungen: Dienstag, 31. Mai 2016, 19.30 Uhr Freitag, 3. Juni 2016, 19.30 Uhr Freitag, 10. Juni 2016, 19.30 Uhr

Lenz. So der schlichte und doch vielversprechende Titel der letzten Produktion während Tim Kramers Zeit als Schauspieldirektor am Theater St.Gallen. Was kann man erwarten? Eine szenische Reflexion zu den Themen Mensch, Natur und Kunst. Streiflichter auf dieses Verhältnis und wie es sich in den letzten zweihundert Jahren verändert hat. Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schönberg, Adorno. Gespielt vom berühmten Schweizer Carmina Quartett. Texte von Jakob Michael Reinhold Lenz, Georg Büchner, Franz Kafka, Max Frisch, Paul Celan. Eine Uraufführung des jungen Dramatikers Thomas Arzt. Und ein Metronom. Bühnenbildner Gernot Sommerfeld, der zahlreiche Inszenierungen von Tim Kramer ausstattete, beschreibt seine Vorgehensweise beim Lenz-Projekt: An diese Produktion bin ich so herangegangen, dass ich zu den ausgewählten Texten Bilder gesammelt habe. Ich habe ein Konvolut von Bildern und Gegenständen, die in meiner Werkstatt entstanden sind, auch unabhängig vom Theater, und aus diesem Konvolut werden – wie bei einem Steinbruch – die besten oder die geeignetsten Sachen ausgewählt, gegebenenfalls verändert oder so belassen. Und an entsprechenden Stellen während des Abends eingesetzt. Tim Kramer hat von Anfang an gesagt, er möchte eine Collage mit gleichberechtigten Elementen: Musik, Text, Bild. Und so habe ich Dinge mitgebracht, die aus der Beschäftigung mit dem Text hervorgegangen sind, aber auch solche, die unabhängig davon produziert

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wurden – z. B. mein Bild «Der Schrei». Das hing lange in Tims Büro, als er in Wien Abteilungsleiter am Konservatorium war und verschreckte und verstörte dort alle Besucher. Wenn ich zum Beispiel Celan lese, bin ich auch meistens verstört und verschreckt. Das korreliert für mich. Ich suche aber nicht nach Gegenständen und Bildern, welche die Texte illustrieren und noch einmal zeigen, was schon im Text steht. Es ist mehr ein assoziatives Herangehen. Eigenständigkeiten sind gefragt. Eigenständigkeit der Elemente, aber inhaltlicher, thematischer Zusammenhang. Aus seiner Werkstatt hat der Bühnenbildner auch ein kleines Häuschen mitgebracht. Dieses wird nun in den Werkstätten des Theaters nach Sommerfelds Prototyp vervielfältigt. Bei den Häusern geht es mir eigentlich um die dörfliche Struktur. Die Häuser haben etwas Puppenhausartiges, Liebliches, aber auf der Bühne, im Zusammenspiel mit dem Text und in der Masse, mit der wir sie einsetzen, können sie etwas Bedrohliches bekommen. Das ist das Schöne daran. Man könnte sie auch hinstellen und sagen, das ist Minimundus, nett und lieb. Aber mit den anderen Komponenten und mit der sonst leeren Bühne bekommt es vielleicht etwas Bedrohliches. Max Frisch hat ja auch oft beschrieben, was sich hinter den schönen Fassaden so mancher Häuser verbirgt.


Häuschen mit schöner Fassade und ein «Lenz-Koffer», zVg: Gernot Sommerfeld

«Der Schrei», zVg: Gernot Sommerfeld

Von Anfang bis Ende Bereits im Sommer entstand in meiner Werkstatt ein erster Ablauf, der zeigt ganz gut, wie man an so eine Produktion herangehen kann. Das war ein erster Entwurf, beruhend auf den Texten, der Musik. Dann, als alles konkreter wurde, das Material, die Fassung, habe ich einen weiteren Ablauf entworfen, den wir auf der Bauprobe überprüft haben. Der letzte Satz in diesem Ablauf ist: «Nur das Metronom tickt leise.» Ich glaube daran, dass Kleinigkeiten oft unglaublich viel können. Das Rätselhafte, das Poetische, das Unerklärliche. Man muss nicht immer alles erklären. Nur wissen wir bis zur Premiere nicht, was es können wird, das Metronom. Ich hoffe, dass die Zuschauer etwas mitnehmen können. Einen Knochen, an dem man weiternagen kann, der eine Ahnung gibt, was Kunst kann. JeanLuc Godard hat gesagt: «Kunst ist dazu da, dass wir uns umdrehen können, Sodom und 7


Gomorrha sehen und trotzdem nicht daran sterben.» Ich würde hinzufügen: «Die Kunst ist dazu da, dass wir zurück und nach vorne schauen können, und überall sehen wir Sodom und Gomorrha – denn wenn ich mir die gegenwärtige Situation anschaue und ein wenig in die Zukunft denke, dann sehe ich Sodom und Gomorrha – und da hilft mir die Kunst, nicht zu verzweifeln.» Eine Anleitung zum Free Chess Im Waldviertel (Österreich) habe ich einen Kollegen, der hat das Spiel «Free Chess» erfunden. Frei-Schach. Man sitzt um einen grossen runden Tisch, und die Fläche des Tisches dient als Kompositionsfläche. Es gibt eine Schachtel mit runden, kompakten, eher grösseren Steinen und eine Schachtel mit Holzstückchen. Dann nimmt sich der erste Spieler einen Gegenstand und platziert ihn auf dem Tisch. Dann kommt der nächste Spieler, der wieder einen Gegenstand platziert oder verschiebt. Man spielt, als würde man ein Bild oder eine Sinfonie komponieren. Das kann man unendlich spielen, über Tage. Die einzige Regel ist, dass jeder immer nur ein Ding legt oder verschiebt. Man spielt solange, bis alle übereinstimmen. Dann kommt alles wieder in die Schachtel. Das ist für mich ein gutes Bild dafür, wie man gemeinsam etwas zustande bringt.

Unsere Herausforderung: Die Welt entdecken Ich glaube, der Mensch braucht herausfordernde Themen. Man sollte schon im Kindergarten mit den Herausforderungen beginnen. Aber nicht mit Ballettstunden mit drei. Sondern mit: «Welt entdecken». Wir entdecken auf der Bühne die Welt dieser Texte, dieser Bilder, dieser Musik. Das ist die grosse Freude an so einer Herangehensweise, dass man mit «Spielzeug» in die Proben geht: die Schauspieler, der Bühnenbildner, die Kostümbildnerin, die Musiker, die Dramaturgin. Das ist wie, wenn man Baukastenstückchen hinlegt und sagt: Bau daraus ein Feuerwehrdepot. Und dann bleiben Teile über, weil man die nicht brauchen kann, das ist halt so. Und vielleicht wird es gar kein Feuerwehrdepot, sondern eine Kathedrale. Weil man ja nie weiss, mit welchen Teilen die anderen Beteiligten noch daherkommen. Die Schauspieler zum Beispiel. Man lässt sich ja gern überraschen. Für diesen Text hat Sonja Lamprechter mit Gernot Sommerfelds Reflexionen Free Chess gespielt.

Auszug aus Gernot Sommerfelds erstem Ablaufplan

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heimatfremd Der Jugendtheaterclub spielt mit Schubladen und bekennt Farbe

heimatfremd Eine Produktion des Jugendtheaterclubs [14 +] Premiere Donnerstag, 12. Mai 2016, 20 Uhr, Studio Leitung Projektleitung / Theaterpädagogik: Mario Franchi Co-Leitung: Diana Dengler Bühne und Kostüme: Michael Kraus Dramaturgie: Nina Stazol Mit Cheyanne Metzger Emma Schweizer Gizem Baruk Iris Abler Jolanda Rechsteiner Kathrin Tamburic Leonid Paupe Nina Lehnhard Riccarda Bini Staschia Hegner Weitere Vorstellungen Freitag, 13. Mai 2016, 20 Uhr Montag, 16. Mai 2016, 20 Uhr Dienstag, 17. Mai 2016, 20 Uhr Donnerstag, 19. Mai 2016, 20 Uhr Freitag, 20. Mai 2016, 20 Uhr

Zehn junge Menschen. Schweizer und Ausländer. Die einen sind schon seit immer da, die anderen gerade angekommen. Die einen wollen für immer bleiben, andere wollen gehen. Sich fremd fühlen in der Heimat, ein Zuhause suchen in der Fremde. Verschiedene Gesichter, Geschichten und Ansichten. Wünsche und Hoffnungen prallen auf Vorurteile und Ängste. Offenheit auf Intoleranz, Akzeptanz auf Ausgrenzung. Aufeinander zugehen geht nicht. Trotzdem entwickelt sich eine Freundschaft – also irgendwo sind Grenzen! Heimatland, Flüchtlingskrise, Ausländerkriminalität, Durchsetzungsinitiative. Politik ist allgegenwärtig und irgendwie doch nicht fassbar. Wer will jetzt wirklich was und

warum? heimatfremd geht gesellschaftspolitischen Fragen exemplarisch auf den Grund. In den vergangenen Monaten experimentierten, diskutierten und improvisierten die jungen Theaterfreaks rund um diese brandaktuellen Themen. Auf der Grundlage eigener Erfahrungen und mit

«Du gehörst nicht zu uns. Verpiss dich!» Ideen aus bestehenden Texten entstanden im szenischen Erarbeiten des Stoffes eigene Bilder, Stimmungen, Charaktere und Dialoge. heimatfremd ist die sechste Jugendtheaterclub-Produktion unter der Co-Leitung von Schauspielerin Diana Dengler und vom Theaterpädagogen Mario Franchi. Empfohlen ab 14 Jahren. (mf)

Jugendtheaterclub des Theaters St.Gallen, Ensemble 2015 / 2 016 . Foto: Mario Franchi

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«Bravo, Bravissimo» Don Camillo & Peppone feierte Weltpremiere

Vor sieben Wochen trafen bei der Konzeptionsprobe das Kreativteam und alle Darsteller zum ersten Mal aufeinander. Die szenischen und musikalischen Proben auf der Probebühne begannen und bei der Pressekonferenz wurde das grosse Don Camillo & Peppone-Stadtbanner enthüllt. Die Schneiderei fertigte Kostüme ganz im Stil der 50er-Jahre an, in den Werkstätten entstand eine italienische Piazza. Nach vier Wochen Probenzeit ging es zum ersten Mal auf die grosse Bühne, nur eine Woche später kam unsere Band hinzu. Am 30. April war es dann soweit – das Musical Don Camillo & Peppone von Michael Kunze und Dario Farina war bereit für die Weltpremiere. Lampenfieber und Anspannung waren gross, die Standing Ovations und der nicht enden wollende Applaus überwältigend.

Von der Konzeptionsprobe bis zur Weltpremiere

Don Camillo & Peppone. Foto: Andreas J. Etter

«Als Don Camillo hat Andreas Lichtenberger die Statur und darstellerische Präsenz, die an Fernandel erinnern mag, aber urwüchsig aus sich selber spricht und zumal singt – im grossen Tonumfang einer virilen Stimme, die Güte, aber auch Ungestüm verströmt. In treibender Dialog- und Duettmusik krempelt dieser Don Camillo imponierend die Ärmel hoch, aber auch seine Gegner sind stark, der Bürgermeister Peppone (Frank Winkels), die stramm kommunistische Lehrerin Laura Castelli (Fremke Soetenga), der ebenso stramm kapitalistische Dorfbonze Filotti (Reinhard Brussmann) und der dickschädelige, von ihm drangsalierte Pächter Brusco (Thorsten Tinney). [...] Die Tiefenperspektive erlebt man mit Maya Hakvoort, die mit grosser Magie von Stimme und Darstellung als die alte Gina – die heimliche Hauptrolle des Abends – uns die Geschichte erzählt und an sich vorbeiziehen lässt. Es ist eine schöne Geschichte, ingeniös umgesetzt.» (Der Landbote)

«Grosse Gefühle hat die kleine Welt von Don Camillo & Peppone schon immer ausgelöst. Das neue Musical von Michael Kunze und Dario Farina riss das tosende Publikum des Theaters St.Gallen am Ende der Welturaufführung am Samstag gar von den Stühlen. Wer Musicals mag, sollte die Gelegenheit nicht verpassen und eine der elf Aufführungen im Theater St.Gallen besuchen. Der erfolgreiche deutsche Musicalautor Michael Kunze und der Komponist Dario Farina haben mit Don Camillo & Peppone ein unterhaltsames Stück mit liebenswürdigen Charakteren und eingängiger Musik kreiert, das fast drei Stunden lang bestens unterhält.» (sda)


«Wie der Bühnenbildner Peter J. Davison diese Herausforderungen löst (und die St.Galler Technik sie umsetzt), das ist faszinierend anzuschauen. Zusammen mit den dem Alltag der Nachkriegszeit nachempfundenen Kostümen von Yan Tax und Michael Grundners Lichtregie entsteht ein stimmiges Ganzes, in dem freilich die Stimmungen ständig wechseln, und in dem des Nachts sogar drei von Stefan Fichert gebaute Katzen ihre eigene Nummer bekommen. Nicht nur hier sieht man, mit wie viel Sorgfalt und Sinn für Details Andreas Gergen Regie führt. Und wie viel Aufmerksamkeit er auch den Nebenrollen widmet.» (St.Galler Tagblatt)

Walther Andreas Müller und Femke Soetenga. Foto: Andreas J. Etter

«Das Musical lebt von der Musik, auch hier. Munter wechselt Dario Farina die Stile, abrupt können stille Balladen in stampfende Rhythmen übergehen und rebellische Chorszenen in melancholische Stimmungen münden. Und alle Facetten finden sich wieder in Koen Schoots vielgestaltiger Orchestrierung.» (Schaffhauser Nachrichten) «Andreas Gergens Regie und Dennis Callahans Choreographie bringen immer wieder Bewegung in die Szenen, die Kunze auch im Kleinen mit viel Humor und Witz ausgestattet hat. Etwa, wenn er den alten, schon für tot erklärten Nonno – ein glänzender Walter Andreas Müller – auferstehen lässt, weil ihm die junge Lehrerin (Femke Soetenga) so gut gefällt.» (Solothurner Zeitung)

Weitere Vorstellungen: Samstag, 7. Mai 2016, 19.30 Uhr Donnerstag, 12. Mai 2016, 19.30 Uhr Montag, 16. Mai 2016, 17 Uhr Mittwoch, 18. Mai 2016, 19.30 Uhr Freitag, 20. Mai 2016, 19.30 Uhr Frank Winkels als Peppone und Ensemble. Foto: Andreas J. Etter


Norma Zusatzvorstellung

Bearly There Nachtzug Tanz

Auftritt 112 Seiten wahrer Theaterzauber

Wegen des grossen Publikumserfolgs spielen wir am Samstag, 28. Mai, um 19.30 Uhr eine Zusatzvorstellung der Oper Norma. Es ist zugleich die letzte Gelegenheit, die viel beachtete Inszenierung von dem italienischen Regisseur Nicola Berloffa auf der Bühne des Theaters St.Gallen zu erleben. Die Antikensaga um Norma zog in dieser Spielzeit bereits zahlreiche Zuschauer in ihren Bann. Doch sie ist weit mehr als das. Im Kern der Oper verbirgt sich ein psychologisches Kammerspiel, das die Geschichte dreier Menschen um Leidenschaft, Eifersucht und Rache erzählt. Im Mittelpunkt steht Norma: Eine Frau zwischen öffentlicher Erwartungshaltung und privatem Glück, welche von der spanischen Sopranistin Yolanda Auyanet verkörpert wird. Die italienische Mezzosopranistin Alessandra Volpe gibt die Adalgisa, der deutsch-brasilianische Tenor Martin Muehle den Pollione. Nach der Zusatzvorstellung am 28. Mai werden Bühnenbild, Requisiten und Kostüme in Container verpackt und nach Nizza transportiert, wo die Produktion an der Opéra Nice Côte d'Azur gastieren wird. Von dort geht es für Norma weiter an die Opéra de Rennes.

Ausgehend von Michael Rosens Kinderbuch We′re going on a bear hunt lädt der Tanznachtzug in der Lokremise Sie zu einem Spiel ein. Jack Widdowson, Mitglied der Tanzkompanie des Theaters St.Gallen, entwickelte seine Performance ursprünglich exklusiv für den Bärenplatz im Rahmen des Tanzfest St.Gallen 2016 und stellt nun eine überarbeitete Version in der Lokremise vor. Der Zufall wird entscheiden, was zu sehen ist und was nicht. Spielen Sie mit!

Ein von langer Hand geplantes Projekt hat im April seine Vollendung gefunden: Tine Edel, die seit vielen Jahren die Schauspielproduktionen des Theaters St.Gallen fotografiert, hatte während einer ganzen Spielzeit Produktionen auf der grossen Bühne nicht nur für die Programmhefte und aus der Zuschauerperspektive, sondern auch von der Seitenbühne und während laufender Vorstellungen fotografiert. Dabei entstanden einzigartige Einblicke in die Welt hinter der Bühne, in ihre Magie. Es sind Bilder, auf denen die elektrisierende Theaterluft wahrnehmbar wird, Aufnahmen, auf denen Konzentration und Nervenkitzel der Darsteller eingefangen sind. Einige dieser Fotografien sind im Foyer des Theaters zu bewundern, viele weitere sind nun in dem Buch «Auftritt» erschienen, ein Herzensprojekt von Schauspieldirektor Tim Kramer, der die bei diesem so ungewöhnlichen Projekt entstandenen Bilder gerne mit so vielen Menschen wie möglich teilen möchte. «Auftritt» sind 112 Seiten wahrer Theaterzauber, zu erwerben an der Billettkasse des Theaters St.Gallen und in den Buchhandlungen Rösslitor, Rose und Comedia für Fr. 25.–.

Nachtzug Tanz Freitag, 27. Mai 2016 21 Uhr, Lokremise Choreografie und Tanz: Jack Widdowson

Zusatzvorstellung Norma Samstag, 28. Mai 2016 19.30 Uhr, Grosses Haus Jack Widdowson in Frühlings Erwachen. Foto: Anna-Tina Eberhardt

Foto: Tine Edel

Norma. Foto: Iko Freese

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Glaube, Liebe, Ehre 11. St.Galler Festspiele

Le Cid Oper von Jules Massenet Premiere Freitag, 24. Juni 2016 21 Uhr, Klosterhof Leitung Musikalische Leitung: Modestas Pitrėnas Inszenierung: Guy Joosten Bühne: Alfons Flores Kostüme: Eva Krämer Video: Franc Aleu Licht: Marco Filibeck Choreinstudierung: Michael Vogel

Rosenkranz Tanzstück von Cathy Marston Premiere Mittwoch, 29. Juni 2016 21 Uhr, Kathedrale Leitung Choreografie: Cathy Marston Choreografische Assistenz: Emmanuel Gázquez Kostüme: Marion Steiner Licht: Andreas Enzler Dramaturgie: Deborah Maier

Festkonzert Fauré – Requiem Donnerstag, 7. Juli 2016 20 Uhr, Kathedrale Leitung: Otto Tausk Sinfonieorchester St.Gallen Prager Philharmonischer Chor Kammerchor Feldkirch Mit grosszügiger Unterstützung von: Presenting Partner:

Hauptsponsoren:

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Viel hat der pflichtbewusste Titelheld von Jules Massenets Oper Le Cid mit seinem brutalen historischen Vorbild nicht gemein. Umso überzeugender seine Qualitäten als Opernheld, dessen arabo-andalusischer Ursprung und seine katholische Lebenswelt dieses Jahr auch die Festspielaufführungen von Tanz und Konzert programmatisch beeinflusst haben. Kaum eine passendere Kulisse könnte es für die Erscheinung des Heiligen Jakob geben als die St.Galler Kathedrale, die zu den wichtigen Pilgerstätten auf dem legendären Jakobsweg gehört. Unmittelbar davor, auf der Festspielbühne im Klosterhof, wird Titelheld Rodrigue in Jules Massenets Grand opéra Le Cid den spanischen Schutzpatron zur Eröffnung der diesjährigen St.Galler Festspiele um Beistand anflehen. Mit gutem Grund. Denn es geht in diesem Cid nach der Vorlage von Pierre Corneilles gleichnamigem Schauspiel nicht nur um Liebe und Ehre in Zeiten kriegerischer Bedrohung und nationaler Verunsicherung, sondern auch um eine Familienfehde, die ihresgleichen sucht. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf, als Rodrigue Chimènes Vater, den Comte de Gormas, tötet, um für seinen eigenen gedemütigten Vater Don Diègue Rache zu nehmen. Damit schwindet für die beiden Liebenden jegliche Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft. Es entbrennt ein Machtkampf im Namen der Väter, für den sich der Regisseur Guy Joosten von dem Bühnenbildner Alfons Flores für die Familien Diègue und Gormas je einen Bühnenturm hat bauen lassen. Beide fungieren als eine Art Festung und stehen in spannungsgeladener Beziehung zu den Türmen der Kathedrale, während die Projektionen des Videokünstlers Franc Aleu die Kathedrale selbst in Szene setzen werden, wie sie bislang noch nicht zu sehen war.

Im Inneren der Kathedrale wird die Choreografin Cathy Marston zusammen mit der Tanzkompanie des Theaters St.Gallen den zweiten Teil der Festspiel-Tanztrilogie zeigen. Auf Schweigerose im letzten Jahr folgt Rosenkranz und thematisiert ein katholisches Ritual, das sich auch im weltlichen Kontext längst zu einer Chiffre für stete Wiederholung und meditative Ruhe entwickelt hat. In der Choreografie von Cathy Marston werden die sogenannten vier Geheimnisse des Rosenkranzes – freudenreich, lichtreich, schmerzhaft und glorreich – zu massgeblichen Strukturelementen. Ausgangspunkt sind die Motive der Ave-Maria-Gebete, die am Beginn des Rosenkranzes stehen. Das Saxophon-Quartett clair-obscur und Domorganist Willibald Guggenmos begleiten den Abend unter anderem mit eigenen Arrangements unter Verwendung von Musik von Heinrich Ignaz Franz Biber und mit Stücken von Philip Glass und Arvo Pärt. Das diesjährige Konzertprogramm weist gleich mehrere assoziative Querverbindungen zu Jules Massenets Le Cid auf. Musik des Mittelalters und der Renaissance sowie das arabo-andalusische Erbe auf der iberischen Halbinsel sind die programmatischen Schwerpunkte der Aufführungen in St. Laurenzen, Schutzengelkapelle und Stiftsbibiliothek. Darüber hinaus widmen sich die beiden Konzerte in der Kathedrale St.Gallen der vom Komponisten Jules Massenet so facettenreich verkörperten französischen Spätromantik. Mit Gabriel Faurés Requiem für Sopran, Bariton, gemischten Chor und Orchester steht das wohl beliebteste Chorwerk dieser Epoche auf dem Programm des Festkonzertes. Chefdirigent Otto Tausk dirigiert das Sinfonieorchester St.Gallen. Es singen Andrea Lang und Manuel Walser, der Bach-Chor St.Gallen und der Prager Philharmonische Chor. Von Gabriel Faurés Schüler Maurice Ravel stammt die Pavane pour une infante défunte. Die musikalische Verbindung zwischen den Klangwelten Ravels und Faurés schafft Domorganist Willibald Guggenmos mit einer Improvisation an der grossen Hauptorgel der Kathedrale, deren Klangspektrum ihn auch zu seinem diesjährigen Orgelrezital La sonorité de l'Orgue inspirierte. (mam)


Co-Sponsoren

Stiftungen

Susanne und Martin KnechtliKradolfer-Stiftung Ars Rhenia Stiftung, Dr. Fred Styger Stiftung, Hans und Wilma Stutz Stiftung, Metrohm Stiftung, Ostschweizer Stiftung f端r Musik und Theater, Steinegg Stiftung Christian Waldburger AG

Medienpartner


Ohren auf ! Wir hören Neue Musik und sprechen darüber – mit Ihnen!

Ohren auf! – Neue Musik Wir hören Neue Musik und sprechen darüber – mit Ihnen! Freitag, 13. Mai 2016 19.30 Uhr, Tonhalle Hermann Bäumer – Leitung Nadir Vassena «Vergessene Lieder» per orchestra Œuvre Suisse # 1 Iris Szeghy «Im Park meines Vaters» für Orchester Œuvre Suisse # 20 Ezko Kikoutchi «MIRAÏ» per orchestra Œuvre Suisse # 18 Mit grosszügiger Unterstützung von:

So wie alle elf professionellen Orchester der Schweiz ist auch das Sinfonieorchester St.Gallen Teil des innovativen Projektes «Œuvres suisses», einer Initiative des Verbands Schweizerischer Berufsorchester (orchester.ch) und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia in Partnerschaft mit der SRG . Alle elf Schweizer Orchester bringen in den Jahren 2014 bis 2016 je drei Werke von Schweizer Komponistinnen und Komponisten zur Uraufführung und lassen so unter dem Label «Œuvres suisses» ein neues Repertoire von 33 Orchesterwerken entstehen. So brachte das Sinfonieorchester St.Gallen in diesem Rahmen im Februar 2015 das Werk «Unter dem Grabhügel für Orchester und Saxophon» des St.Galler Komponisten Alfons Karl Zwicker und im Februar 2016 «Rauhnächte» des Appenzeller Komponisten Paul Giger zu jeweils bejubelten Uraufführungen. Im Oktober 2016 folgt die Uraufführung des Werkes «Skan» der Schaffhauser Komponistin Helena Winkelman.

Doch warum bedarf ein neues, zeitgenössisches Orchesterrepertoire eigentlich einer solch konzertierten Aktion? Weshalb gliedern sich zeitgenössische Werke nicht ganz natürlich, wie die grossen Klassiker der Konzertliteratur auch, in einen Kanon des Selbstverständlichen ein? Immerhin ist es ein exklusives Phänomen erst ab der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, dass Konzertprogramme zum überwältigenden Teil aus «alter», nicht-zeitgenössischer Musik bestehen. Warum stellt Neue Musik das Publikum oder die Konzertveranstalter vor Herausforderungen, und besteht heute überhaupt noch ein Interesse für derartige «Klangexperimente»? Oder ist die zeitgenössische Musik gar selber schuld an ihrer Misere? Dies sind nur einige Fragen, die die Macher von «Œuvres suisses» sicher zu ihrer Idee bewogen haben und auch das Sinfonieorchester St.Gallen brennend interessieren! Daher wollen wir diesen Fragen beim Konzert «Ohren auf!» am 13. Mai 2016 um 19.30 Uhr in der Tonhalle St.Gallen gemeinsam mit Ihnen, unserem Publikum und wichtigstem Gesprächspartner hierfür, auf den Grund gehen. Wir laden Sie ein – bei freiem Eintritt! –, an diesem Abend drei im Rahmen von «Œuvres suisses» entstandene Kompositionen aus drei Landesteilen der Schweiz zu erleben: «Vergessene Lieder» (2013) von Nadir Vassena aus dem Tessin, «Im Park meines Vaters» (2015) von Iris Szeghy aus der Deutschschweiz und « MIRAÏ » (2015) der Westschweizerin Ezko Kikoutchi. Nach dem Anhören jedes der Werke erläutern Dirigent Hermann Bäumer und die SRF 2-Redaktorin Mariel Kreis die Werke und wollen dazu mit Ihnen ins Gespräch kommen, über Ihre Assoziationen dazu, Gedanken, Gefühle, über Gefallen oder Missfallen, über Sperrigkeit oder Zugänglichkeit – mithin all das, was ausschlaggebend für jedes Musikstück ist! Am Ende wird gemeinsam mit Ihnen entschieden, welches der drei Werke mit neu geschärften Sinnen noch einmal ertönen soll. Interaktiv soll es an diesem Abend also um Neue Musik gehen, spannende zeitgenössische Musik aus der Schweiz, daher: Ohren auf! (os) Freie Eintrittskarten sind ab sofort an der Konzert- und Theaterkasse erhältlich.

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K-Projekt «K» wie «Kinder» oder «Klassik», «Komposition» oder «Konzert» ...

Kinderkonzerte (für Schulen) K-Projekt Donnerstag, 19. Mai 2016 10 Uhr, Tonhalle Kinderkonzerte (für Schulen) K-Projekt Freitag, 20. Mai 2016 10 Uhr, Tonhalle Familienkonzert (freier Verkauf) K-Projekt Sonntag, 22. Mai 2016 11 Uhr, Tonhalle Stéphane Fromageot – Co-Komposition und Leitung Karl Schimke – Konzept und Moderation Mit grosszügiger Unterstützung von:

Das Sinfonieorchester St.Gallen hat sich schon länger gefragt, was passieren würde, wenn man Schulklassen die Möglichkeit gibt ein Werk für Sinfonieorchester zu schreiben. Ja wirklich, eine klassische Komposition – geschrieben von einer Schulklasse! Um dies herauszufinden, haben wir genau das getan und das K-Projekt lanciert: Eine 6. Klasse und eine 2. Sek.-Klasse haben während der letzten sechs Monate in Zusammenarbeit mit Orchestermusikern Ideen gesammelt, an ihrem Werk gefeilt und dieses schliesslich unter Mithilfe von Kompositionsstudenten der ZHDK Zürich zu Papier gebracht. Entstanden sind zwei völlig verschiedene Werke: «Traumspiel» und «Ein Tag im Europapark». Unser Studienleiter und Dirigent Stéphane Fromageot hat sich vorgängig ein musikalisches Thema einfallen lassen, das als Ausgangspunkt der beiden Werke gedient hat. Auch er selber hat es sich als versierter Komponist nicht nehmen lassen, ebenfalls eine kurze orchestrale

Fantasie mit dem Titel « SG Variationen» über dieses Thema zu schreiben. Das KProjekt ist ein aussergewöhnliches JugendMusik-Vermittlungsprojekt, bei dem alle viel mehr als nur Zuhörer sein können. Denn im Konzert wollen wir mit den Zuhörern ins Gespräch kommen. Und gemeinsam komponieren wir die Musik dann weiter!

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Petruschka – Johannisnacht – Rhapsodie 10 . Tonhallekonzert

Petruschka – Johannisnacht – Rhapsodie 10. Tonhallekonzert Donnerstag, 26. Mai 2016 Freitag, 27. Mai 2016 19.30 Uhr, Tonhalle

Otto Tausk – Leitung Antonii Baryshevskyi – Klavier

Modest Mussorgsky Johannisnacht auf dem Kahlen Berge Sergej Rachmaninow Rhapsodie über ein Thema von Paganini op. 43 Igor Strawinsky Petruschka (1947)

Mit grosszügiger Unterstützung von: Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen Sonntags um 5 Sonntag, 5. Juni 2016 17 Uhr, Tonhalle Polina Lubchanskaya – Klavier Concorda Quartett Dmitry Mishelovich – Violine Oriana Kriszten – Violine Stefanie Medeiros – Viola Fernando Gomes – Violoncello Joseph Haydn Streichquartett F-Dur op. 77/2 Dmitri Schostakowitsch Klavierquintett g-Moll op. 57

18

Modest Mussorgsky, Sergej Rachmaninow und Igor Strawinsky sind drei herausragende und gänzlich verschiedene Repräsentanten der russischen Musik zwischen spätem 19.  Jahrhundert und beginnender Moderne. Mussorgsky fühlte sich dem sogenannten «Mächtigen Häuflein» – einer Ansammlung von russischen Komponisten, die sich 1862 in St. Petersburg zusammengefunden hatten – besonders eng verbunden. Diese Gruppe, zu der auch Balakirew, Rimski-Korsakow, Borodin und César Cui zählten, propagierte die Schaffung einer originär russisch-nationalen Musik in Nachfolge Michail Glinkas durch den Einbezug russischer Volksmusik, unter Berücksichtigung der russischen Sprache und der Bevorzugung nationaler Sujets. Von dem 1866 in St. Petersburg veröffentlichten Buch über «Zauberei und mysteriöse Phänomene der Neuzeit» zeigte sich Mussorgsky besonders beeindruckt, was ihn schliesslich zu der Tondichtung Johannisnacht auf dem Kahlen Berge inspirierte. Diese thematisiert die mythischen nächtlichen Zusammenkünfte des Hexensabbats auf dem Kahlen Berg bei Kiew. Mussorgsky schrieb das Werk im Juni 1867 in einem Schaffensrausch nieder, doch eine Uraufführung erlebte das Stück erst nach dem Tod des Komponisten mit radikalen Eingriffen durch Rimski-Korsakow, der der Ansicht war, Mussorgskys Manuskripte seien nichts als «verwegener und eingebildeter Dilettantismus». Heute kehrt man für Aufführungen hingegen allgemein zur rauhen und kompromislosen Ästhetik von Mussorgskys Originalfassung zurück. Rachmaninows «5. Klavierkonzert» Eine weitere Grundhaltung des «Mächtigen Häufleins» war die einhellige Ablehnung gegenüber den russischen Komponisten, die ästhetisch ganz in der westeuropäischen Tradition verankert waren, namentlich Pjotr I. Tschaikowsky und in dessen Nachfolge auch Sergej Rachmaninow. Schon die Wahl des musikalischen Themas in dessen Rhapsodie über ein Thema von Paganini op. 43 macht die Orientierung deutlich: Niccolò Paganinis 24. Caprice hat emblematischen Charakter und diente schon Franz Liszt und Johannes Brahms als Grundlage für berühmte Klaviervariationen. Rachmaninow ging noch einen Schritt weiter und komponierte eine Rhapsodie für Klavier und Orchester, die aufgrund der Besetzung oft als sein 5. Klavierkonzert bezeichnet wird. Da Rachma-

ninow als Repräsentant der Oberschicht im Zuge der Oktoberrevolution in seinem Heimatland nicht mehr sicher war, wanderte er 1918 in die USA aus, etablierte sich als einer der weltbesten Klaviervirtuosen und anerkannter Komponist und sollte nie mehr nach Russland zurückkehren. Rachmaninow blieb zeitlebens der spätromantischen Tradition des 19. Jahrhunderts verhaftet, so auch in seiner Rhapsodie, in der Einflüsse der musikalischen Moderne nur sehr vereinzelt auftreten und als Kolorit dienen gegenüber dem typisch elegischen und hochvirtuosen Tonfall Rachmaninows. Paganinis Thema wird der Beginn der katholischen Dies irae-Sequenz gegenübergestellt, mit der Gliederung der folgenden freien Charaktervariationen in eine schnell-langsam-schnell-Abfolge simuliert Rachmaninow die Dreiteiligkeit des klassischen Konzertes. Die Uraufführung 1934 in Baltimore wurde zu seinem grössten persönlichen Erfolg. Unser Solist ist der vielfach preisgekrönte junge ukrainische Pianist Antonii Baryshevskyi. Der junge Wilde Auch Igor Strawinsky, in seiner Jugend noch Schüler Rimski-Korsakows, ging freiwilligunfreiwillig ins Exil. Frühzeitig sich selber seiner Abkehr von allen musikalischen Traditionen bewusst, begann er, sich autodidaktisch weiterzubilden, bis er mit seinen als skandalös empfundenen Ballettmusiken schnell Weltruhm erlangte. Seine Musik ist gekennzeichnet durch eine klare Distanzierung von jeglicher Emphase oder Pathos der Romantik, denen er eine radikale musikalische Körperlichkeit entgegensetzte. Auch die dem Petruschka-Ballett zugrunde liegende erste Idee zeugt genau hiervon: «In meiner allerersten Vorstellung sah ich einen langhaarigen Mann im Abendanzug: das romantische Bild des Musikers oder Dichters. Dieser setzte sich ans Klavier und wütete Zusammenhangloses auf den Tasten, während das Orchester mit leidenschaftlichen Protestausbrüchen und akustischen Fausthieben antwortete.» In diesem Geiste entstand Petruschka, dessen Handlung kennzeichnenderweise nicht unter Menschen, sondern zum Leben erwachten Jahrmarkt-Gliederpuppen spielt. Erstmals findet Strawinsky hier zu einem fast collagenhaften Stil, der höchst expressiv Volkslied, Schlager, Jahrmarktmusik mit dominierender Rhythmik und Dissonanzen zu einem faszinierend neuen Ganzen verschmilzt.


Der preisgekrรถnte, ukrainische Pianist Antonii Baryshevskyi 19


«Sie runden eine bewun­ dernswerte schauspielerische Gesamtleistung ab, aus der Heidi Maria Glössner und Vera Schweiger mit ihrem mör­ derischen, bis ins Detail stim­ migen geschwisterlichen Zusammenspiel herausragen, und zu dem Bruno Riedl den schauerlich­eindringlichen Kontrapunkt setzt. Mit aller Entschiedenheit regiert ein übergewichtiger Matthias Al­ bold sein fiktives Land, wäh­ rend Christian Hettkamp in wahrer Komödiantenmanier zwischen nicht weniger als vier Rollen hin und her switcht.» (Ostschweiz am Sonntag)

Mise en Scène Aktuell im Spielplan


21

Dienstag, 10. Mai 2016, 19.30 Uhr Freitag, 13. Mai 2016, 19.30 Uhr Donnerstag, 2. Juni 2016, 19.30 Uhr ZUM letZten Mal: Mittwoch, 8. Juni 2016, 19.30 Uhr

Arsen und Spitzenh채ubchen Schauspiel von Joseph Otto Kesselring


Samstag, 7. Mai 2016, 20 Uhr Dienstag, 10. Mai 2016, 20 Uhr ZUM letZten Mal: Freitag, 13. Mai 2016, 10 Uhr

Frühlings Erwachen tanzstück von Marcel leemann

«Im Mittelpunkt der inten­ siven, lauten Stunde von Frühlings Erwachen steht die schmerzhafte, oft auto­ aggressive Suche nach sich selbst und nach Liebe im Stimmengewirr er­ wachsener Ansprüche.» (St. Galler Tagblatt)


23

Freitag, 6. Mai 2016, 19.30 Uhr Donnerstag, 19. Mai 2016, 19.30 Uhr Sonntag, 29. Mai 2016, 17 Uhr Mittwoch, 1. Juni 2016, 19.30 Uhr

West Side Story Musical von Jerome Robbins, Arthur Laurents, Stephen Sondheim, Leonard Bernstein

«Zu den Highlights des Abends zählen zweifellos die starken Songs und die rasanten Tanzszenen mit ihren überbordenden Emotionen.» (musicals)

Sonntag, 22. Mai 2016, 14.30 Uhr ZUSAtZVORSteLLUng UnD ZUM LetZten MAL: Samstag, 28. Mai 2016, 19.30 Uhr

Norma Oper von Vincenzo Bellini

«… und über den Abend hinweg sollte eine bemerkenswerte Steigerung zu einer brillanten Leistung erfolgen. Immer flüssiger wurde ihr (Yolanda Auyanets) Singen, immer leichter, zugleich konturierter erschienen Verzierungen, und immer stärker ging die Interpretin aus sich heraus.» (Opernglas)


Selfie mit Kunst # 9

Wer hat sich denn da zu einem Selfie positioniert? Das ist doch unser WestSide-Story-Ensemble, welches da um die Wette strahlt. Hier gerade noch bei einer Promoveranstaltung und schon gleich wieder auf der Bühne des Theaters St.Gallen. Am

24

Auffahrtswochenende erleben Sie übrigens Musicals in gleich dreimaliger Ausführung – Flashdance am Donnerstag, West Side Story am Freitag und Don Camillo & Peppone am Samstag. Kein Wunder, dass da die Vorfreude steigt.


Veranstaltungsübersicht Mai/Juni 2016

Do 5.5.

Theater Grosses Haus

Besetzung

Musicaltage Flashdance Musical von Tom Hedley, Robert Cary und Robbie Roth 19 . 30 – 21 . 50 Uhr frei

Leitung: Paul, Davids, Winston, Kudlich, Kulaš, Grundner, Linde, Liao; mit: Monteiro, Licht, Bowden, Kluckner-Zandbergen, Marshall, Hanser, Zimmermann, Meurer, Smailes, MacFarlane, Riddoch, Gollob, Rapley, Di Giulio, Naderer, Liao, Eisinger, Foster, Schäfer, Knols, Scown

Theater Lokremise/Studio Theaterfoyer

Fr 6.5.

Musicaltage Leitung: Fromageot, King, West Side Story Hetzer, Gerberon, Grundner, Turton, Leggett; mit: Musical von Jerome Robbins, Arthur Laurents, Bongard, Antoni, Steck, Gertsch, Hettkamp, Alt, Stephen Sondheim, Hochstrasser, Luethy, Leonard Bernstein 19 . 30 – 22 Uhr Brönner, Schmitz, Leggett, frei Mader, Widdowson, Cummings, Naderer, Turton, Kreipe, Wretemark, Steyer, Bles, Baldoz, Brunetti, Giacomin, Martinelli, Barreras, Ta Hong, Bernauer, Berner, Kluckner-Zandbergen, Hassan, Oosterwolde, Pak, Martinez, Schwindling, Fischer, Hauck

Sa

Musicaltage Don Camillo & Peppone Musical von Michael Kunze und Dario Farina 19 . 30 – 22 . 15 Uhr frei

Leitung: Paul, Gergen, Davison, Tax, Callahan, Grundner, Ryffel; mit: Hakvoort, Lichtenberger, Winkels, Reinhold, Abbasi, Brussmann, Müller, Tinney, Soetenga, Hodell, Hennicke, Welterlen, Wehmeier, u.a.

Frühlings Erwachen 20 – 21 Uhr frei Lokremise

Peer Gynt

Leitung: Vollack, Chan, Kovačević, Enzler; mit: Frei, Barreras, Tanzkompanie des Theaters St.Gallen

Einführungsmatinee König Ubu 11 Uhr Eintritt frei Lokremise

7.5.

So 8.5.

Di 10 . 5 .

19 . 30 – 21 . 30 Uhr So-A |  SG -So | frei

Arsen und Spitzenhäubchen 19 . 30 – 22 Uhr Di |  CTV  | frei

Leitung: Müller, Kraus, Steiner, Kalker, Enzler; mit: Glossner, Schweiger, Albold, Fend, Lipgens, Hirzel, Green, Hettkamp, Dengler, Wild, Peter

Do 12 . 5 .

Don Camillo & Peppone wie am 7 . 5 . 19 . 30 – 22 . 15 Uhr frei

Fr

Arsen und Spitzenhäubchen 19 . 30 – 22 Uhr S-Fr | frei

13 . 5 .

wie am 10 . 5 .

Besetzung

Sinfonieorchester Tonhalle

Öffentliche Probe König Ubu 19 Uhr Eintritt frei Lokremise

Frühlings Erwachen

wie am 1 . 5 .

wie am 1 . 5 .

20 – 21 Uhr

frei Lokremise

Premiere heimatfremd Eine Produktion des Jugendtheaterclubs [ 14 +] 20 Uhr frei Studio

Leitung: Franchi, Dengler, Kraus; mit: Jugendtheaterclub des Theaters St.Gallen

Zum letzten Mal Frühlings Erwachen 10 – 11 Uhr frei Lokremise

wie am 1 . 5 .

Ohren auf! Neue Musik Eintritt frei! 19 . 30 Uhr Tonhalle

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Theater Grosses Haus

Besetzung

Theater Lokremise/Studio Theaterfoyer

Besetzung

Sinfonieorchester Tonhalle

Premiere Leitung: Schulze, Leitner, König Ubu Raulf; mit: KalhammerSchauspiel von Alfred Jarry Loew, Rhode, Meyer, 20 Uhr Schäfer, Losehand, Günfrei tensperger Lokremise

Fr 13 . 5 .

heimatfremd

wie am 12 . 5 .

20 Uhr

frei Studio Sa 14 . 5 .

Mo 16 . 5 .

Di 17 . 5 .

Mi

Zum letzten Mal Leitung: Balke; Nerlich, Tosca Mayer, Cremer, Hauck, Oper von Giacomo Puccini Bauer, Vogel, Lampi; mit: 19 . 30 – 22 Uhr Kasyan, La Colla, ShaMu-B | O | Sa | frei nahan, Botta, Hutnik, Lucic, Maze, Holzhauser Don Camillo & Peppone wie am 7 . 5 . 17 – 19 . 45 Uhr frei Peer Gynt 19 . 30 – 21 . 30 Uhr Mu-A |  VBK - 3  | frei

19 . 30 – 22 . 15 Uhr Mi-G | Mi-mu |  SG -Mi | frei

Do

West Side Story 19 . 30 – 22 Uhr KV  | frei

wie am 12 . 5 .

heimatfremd

wie am 12 . 5 .

20 Uhr

frei Studio

Don Camillo & Peppone wie am 4 . 5 ., Ryffel für Soetenga

18 . 5 .

19 . 5 .

wie am 8 . 5 .

heimatfremd 20 Uhr frei Studio

wie am 6 . 5 .

Ferdinand, der Stier Leitung: Hettkamp, HaniKinderstück für Erzähler mann, Walser; mit: Rhode, Widmer und Solo-Violine [ 5 +] 14 – 14 . 50 Uhr frei Studio König Ubu

wie am 13 . 5 .

20 Uhr

frei Lokremise

heimatfremd

wie am 12 . 5 .

20 Uhr

frei Studio Fr 20 . 5 .

Don Camillo & Peppone wie am 18 . 5 . 19 . 30 – 22 . 15 Uhr Fr | frei

König Ubu frei Lokremise Zum letzten Mal heimatfremd 20 Uhr frei Studio

Sa 21 . 5 .

So 22 . 5 .

wie am 13 . 5 .

20 Uhr

wie am 12 . 5 .

Don Camillo & Peppone wie am 18 . 5 . Geschlossene Vorstellung der St.Galler Kantonalbank 19 . 30 – 22 . 15 Uhr Norma Leitung: Tomasello, BerOper von Vincenzo Bellini loffa, Belli, Bettella, Giusti, 14 . 30 – 17 . 30 Uhr Vogel, Gazquez; mit: Auyanet, Park, Pall, Volpe, SoN-A | frei Gritschneder, Botta

König Ubu 20 Uhr frei Lokremise

wie am 13 . 5 .

Einführungsmatinee Lenz 11 Uhr Eintritt frei Lokremise Mi 25 . 5 .

Do 26 . 5 .

Ferdinand, der Stier 14 – 14 . 50 Uhr frei Studio

wie am 18 . 5 .

König Ubu 20 Uhr frei Lokremise

wie am 13 . 5 .

König Ubu 20 Uhr frei Lokremise

wie am 13 . 5 .

K-Projekt Schlusskonzert Schulklassen komponieren klassische Musik! [ 8  –  15 ] 11 Uhr Familienkonzert Tonhalle

Petruschka – Rhapsodie 10 . Tonhallekonzert 19 . 30 Uhr K+ | Do | KuT | frei Tonhalle Leitung: Otto Tausk, Klavier: Antonii Baryshevskyi

26


Fr 27 . 5 .

Sa 28 . 5 .

So 29 . 5 .

Mo 30 . 5 .

Theater Grosses Haus

Besetzung

Theater Lokremise/Studio Theaterfoyer

Besetzung

Premiere Lenz Eine szenische Reflexion nach Georg Büchner, Paul Celan, Max Frisch, Thomas Arzt u. a . 19 . 30 Uhr P |  PP  | frei

Leitung: Kramer, Sommerfeld, Maraval; mit: Carmina Quartett, Dengler, Horvath, Kramer, Lipgens

Nachtzug Tanz 21 Uhr frei Lokremise

mit: Koch, Fromageot

Sinfonieorchester Tonhalle

Petruschka – Rhapsodie 10 . Tonhallekonzert 19 . 30 Uhr

Fr | frei Tonhalle wie am 26 . 5 .

Zusatzvorstellung wie am 22 . 5 ., Bisanti Zum letzten Mal statt Tomasello Norma Oper von Vincenzo Bellini 19 . 30 – 22 . 30 Uhr frei West Side Story

wie am 6 . 5 .

König Ubu

17 – 19 . 30 Uhr

20 Uhr

SoN-B | frei

frei Lokremise

Zum letzten Mal Flashdance 19 . 30 – 21 . 50 Uhr VB -C | frei

wie am 5 . 5 .

wie am 27 . 5 .

Di

Lenz

31 . 5 .

19 . 30 Uhr

Mi 1.6.

West Side Story 19 . 30 – 22 Uhr VB -B | frei

wie am 13 . 5 .

Di | frei

Do 2.6.

wie am 6 . 5 .

Ferdinand, der Stier frei Studio König Ubu 20 Uhr frei Lokremise 2

wie am 13 . 5 .

König Ubu

wie am 13 . 5 .

Arsen und Spitzenhäub- wie am 10 . 5 . chen 19 . 30 – 22 Uhr KV  | frei wie am 27 . 5 .

Fr

Lenz

3.6.

19 . 30 Uhr

20 Uhr

S-Fr | frei

frei Lokremise 2

Sa 4.6.

wie am 18 . 5 .

14 – 14 . 50 Uhr

Don Camillo & Peppone wie am 7 . 5 . 14 . 30 – 17 . 15 Uhr frei Don Camillo & Peppone wie am 7 . 5 . 19 . 30 – 22 . 15 Uhr

Mu-B | Sa | frei So 5.6.

Don Camillo & Peppone wie am 7 . 5 . 14 . 30 – 17 . 15 Uhr VBK - 1  | frei

So

Don Camillo & Peppone wie am 7 . 5 .

5.6.

19 . 30 – 22 . 15 Uhr Mu-A |  VBK - 3  | frei

König Ubu 20 Uhr frei Lokremise 2

wie am 14 . 4 .

Kammermusik Sonntags um 5 17 Uhr So um 5  | frei Tonhalle

Unsere Vorstellungen und Konzerte werden ermöglicht durch:

Tickets theatersg.ch / sinfonieorchestersg.ch kasse @ theatersg.ch / Telefon 071 242 06 06 Billettkasse Montag bis Samstag 10 – 19 Uhr, Sonntag 10 – 12 . 30 Uhr Abendkasse jeweils eine Stunde vor der Veranstaltung Bitte richten Sie Ihre Adressänderungen an info @ theatersg.ch oder Tel. 071 242 05 05

Vorverkauf im VBSG -Pavillon Bahnhofplatz, Montag bis Freitag 8 – 18 . 30 Uhr

Hotline Ticketportal Telefon 0900 325 325 Ihr Billett ist auch Ihr Busticket Konzert- und Theatertickets gelten als öV-Fahrausweis in der Ostwind-Zone 210 .

Impressum Herausgeber: Theater St.Gallen / Sinfonie­o rchester St.Gallen Redaktion: S. Kaden (sk) Autoren: M. Ammicht (mam); M. Franchi (mf); S. Lamprechter (sl); D. Maier (dm); F. Scheiber (fs); O. Schneider (os); N. Stazol (nst); Titelbild: Bühnenbildprojektion aus Lenz. Norbert Wobring Design: TGG Hafen Senn Stieger, St.Gallen Produktion: Ostschweiz Druck AG , 9300 Wittenbach / Inserate: BB Art Service, 071 278 63 66 / Auflage: 6000 Stück / 22 . Jahrgang ISSN 1421 - 0266

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Terzett Mai 2016  

Monatsmagazin von Konzert und Theater St.Gallen

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