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Dezember 2018


Ab 15.12.18

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D , o l o l l ly e

Musical


Caroline Damaschke Musiktheaterdramaturgin

Wenn der erste Schnee fällt und die dunkle Jahreszeit beginnt, ist der Besuch des Theaters eine hervorragende Idee, um gute Laune zu tanken. Bestens geeignet dafür ist das Musical Hello, Dolly!, in dem sich alles um die lebenslustige Dolly Levi dreht, die sich gern in das Liebesleben anderer Leute einmischt. Am 15. Dezember hat Jerry Hermans Musical Premiere am Theater St.Gallen. Seit seiner Uraufführung 1964 am Broadway war Hello, Dolly! ein grosser Erfolg und fand sehr schnell seinen Weg auch nach St.Gallen. Bereits 1969 wurde die turbulente Geschichte im neu eröffneten Theater am Stadtpark auf die Bühne gebracht. Immer noch beeindruckt das Werk durch grosse Tanzszenen, witzige Dialoge und unvergessliche Melodien. Die charmante Inszenierung von Josef E. Köpplinger und das spritzige Dirigat von Koen Schoots versprechen einen unterhaltsamen Abend, in dem Dagmar Hellberg und Walter Andreas Müller die Hauptrollen übernehmen werden. Ein Werk, das sich zwischen Thriller, Komödie und Melodram bewegt, wird in der LOK gezeigt: In Verrücktes Blut zwingt eine ob der Disziplinlosigkeit ihrer Schüler verzweifelte Lehrerin ihre Schüler mit vorgehaltener Waffe, Theater zu spielen. Das Schauspiel von Jens Hillje und Nurkan Erpulat thematisiert Diskriminierung, Integration und damit verbundene gesellschaftliche Zwänge im Klassenzimmer. Ein dichtes Programm bieten wir Ihnen im Dezember auch in der Tonhalle. Mit den Klängen der Viola da gamba stimmen wir Sie auf den Advent ein und gestalten neben Konzerten mit dem Weihnachtsklassiker Hänsel und Gretel zwei Abende mit Hummels Trompetenkonzert sowie ein Feuerwerk der Walzer im Neujahrskonzert!

4 Schüler auf Probenbesuch bei «Verrücktes Blut» 6 Hotzenplotz bekommt Post 7 Erfolgsmusical «Hello, Dolly!» nach 50 Jahren wieder in St.Gallen 10 «Der nackte Wahnsinn»: Pannen über Pannen 12 Unser Programm über die Festtage 14 Kurz notiert 15 Mise en Scène 19 Kurz notiert 20 Bach in einer ungewöhnlichen Besetzung 21 «Hänsel und Gretel» als Mittags- und Familienkonzert 22 Russische Winterstimmung im 4. Tonhallekonzert 24 Vorverkaufsstart für die 14. St.Galler Festspiele 27 Kein Fest ohne Champagner 28 Wir sind Theater 29 Veranstaltungskalender

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«Die Lehrerin benahm sich wie eine Verrückte» Zwei Schulklassen beim Probenbesuch in der LOK

Verrücktes Blut Schauspiel von Jens Hillje und Nurkan Erpulat nach dem Film La Journée de la jupe von Jean-Paul Lilienfeld [16+] Premiere Donnerstag, 6. Dezember 2018 20 Uhr, Lokremise Einführungsmatinee Sonntag, 2. Dezember 2018 11 Uhr, Lokremise, Eintritt frei Leitung Inszenierung: Anja Horst Ausstattung: Andreas Walkows Musik: Andi Peter Dramaturgie: Stefan Späti Besetzung Sonia Kelich: Pascale Pfeuti Musa: Kay Kysela Mariam: Jessica Cuna Latifa: Seraphina Maria Schweiger Bastian: Stefan Schönholzer Ferit: Lucas Riedle Hasan: Silvio Kretschmer Die nächsten Vorstellungen Mittwoch, 12. Dezember 2018, 20 Uhr Sonntag, 16. Dezember 2018, 17 Uhr (mit Nachgespräch) Donnerstag, 20. Dezember 2018, 20 Uhr Freitag, 28. Dezember 2018, 20 Uhr Freitag, 4. Januar 2019, 20 Uhr

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Ein für zehn Uhr morgens ungewöhnlicher Besucherandrang herrscht an diesem Donnerstag Anfang November. Eine beachtliche Gruppe junger Menschen überquert die Rondelle vor der LOK , wuselt durch das Foyer und versammelt sich vor den beiden Theatersälen. Das Schulzimmer wird an diesem Morgen mit dem Zuschauerraum eingetauscht für den Besuch einer Probe von Verrücktes Blut. Mit durchschnittlich 16 Jahren (übrigens auch das empfohlene Mindestalter für das Stück) befinden sich die Schülerinnen und Schüler der beiden Oberstufenklassen im Alter der jugendlichen Charaktere aus jenem Stück, in dem eine verzweifelte Lehrerin ihre aufsässigen und aggressiven Schülerinnen und Schüler als Geiseln nimmt und sie mit vorgehaltener Waffe zur Auseinandersetzung mit Friedrich Schillers Dramen Die Räuber und Kabale und Liebe zwingt. Ein harter Stoff, jedoch nicht ohne absurde, witzige Momente, und, um es an dieser Stelle festzuhalten: Verrücktes Blut ist in keinster Weise ein reines Jugendstück. Die allgegenwärtige Auseinandersetzung mit Gewaltandrohung, Diskriminierung und Unterdrückung wird genauso thematisiert wie die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und die damit verbundenen gesellschaftlichen Zwänge: Möglichst schnell die Landessprache perfekt sprechen und schön angepasst sein. Dann klappt das auch mit der Eingliederung. Unrealistische Forderungen an Migrantinnen und Migranten, findet Nurkan Erpulat, Autor des Stücks und Regisseur der Uraufführung im Jahr 2010. Ihm ging es, zusammen mit Co-Autor Jens Hillje, weniger darum, möglichst realistische Figuren auf der Bühne zu zeigen, als vielmehr um den fordernden Blick der Gesellschaft auf diese jungen Menschen. Dieser sei nämlich real, so Erpu-

Probenszene mit Kay Kysela, Stefan Schönholzer und Pascale Pfeuti.

lat. Und schliesslich haben wir es im Stück auch mit einer angeblich demokratische, freiheitliche Werte zelebrierenden Lehrerin zu tun, die jedoch ihren Schülerinnen und Schülern genau diese Werte unter Gewaltandrohung aufzuzwingen versucht. Genügend Stoff also, um ein breites Publikum anzusprechen und in zwei Nachgesprächen – nach den Vorstellungen vom 16. Dezember und 15. Januar – zu thematisieren. Doch zurück zum Probenbesuch: Nach einer kurzen Einführung geht’s in den Zuschauerraum, die Probe beginnt. Bereits der Prolog des Stücks hat es in sich. Wie eine bedrohliche Welle bewegen sich die Figuren auf der Bühne nach vorn in Richtung Zuschauerreihen, werden langsam zu ihren Charakteren, rotzen, spucken, fluchen und äffen das Publikum nach. «Ein ungewöhnlich krasser Start in ein Theaterstück», wird später eine Schülerin anmerken. Aber eben auch fesselnd: Die Zuschauenden verharren zwischen Spannung und Irritation. Ist ja


Collage von Ausstatter Andreas Walkows mit Kostümen und Accessoires für Seraphina Maria Schweiger.

auch kein Wunder – so respektlos, wie die Jungs und Mädels auf der Bühne mit ihrer überforderten Lehrerin umgehen, da muss man erst mal leer schlucken. Und trotz aller Empathie immer mal grinsen, schliesslich machen die frechen, derben Sprüche durchaus auch Spass. Regisseurin Anja Horst bricht ab, erklärt, lässt wiederholen, unterbricht erneut. Das Publikum bleibt gebannt bis zum Schluss. Im anschliessenden Gespräch tauschen sich die Schauspielerinnen und Schauspieler und die Regisseurin mit den Jugendlichen aus. Das Ensemble fragt vor allem nach der Glaubwürdigkeit der Charaktere und der Handlung. Hart sei es schon, was da auf der Bühne abgehe, so die Antwort, und vielleicht nicht unbedingt an ihrer Schule Realität, aber vorstellbar allemal. Vielleicht irgendwo anders, in einer grösseren Stadt. Ob die Mädchen auch sexuellen Übergriffen ausgesetzt seien, wie die Figur der

Latifa im Stück, möchte eine Darstellerin wissen. «Versuchen tun die Jungs es schon. Mit blöden Anmachsprüchen und herabwürdigenden Schimpfnamen.» Das wird jedoch scheinbar locker und unmissverständlich abgetan: «Mit denen würden wir es eh nicht machen, das wissen sie auch!» Durchaus ein Stück weit Realität also, was da auf der Bühne passiert. Auch Mobbing von Mitschülern wird thematisiert: «Klar, es gibt immer welche, die es schwer haben.» Wenn man für sie einstehen wolle, sei man jedoch selbst auch dran. Und das wiederum wirkt verständlicherweise abschreckend. Und was waren denn eigentlich die überraschendsten, irritierendsten Eindrücke? «Der Moment, als die Lehrerin die Pistole in die Hand bekommt und sich benimmt wie eine Verrückte», und: «Als sich die spannungsgeladene Situation auf einmal auflöste und alle miteinander Döt äne am Bergli zu singen begannen. Das war sehr merkwürdig und wirkte irgendwie psycho.» Ver-

ständlich, diese Reaktion, jedoch will an dieser Stelle dazu noch nicht mehr verraten sein. Mittagszeit, der Probenbesuch ist zu Ende. Mit ein paar Fragen des Regieteams ausgestattet, zieht das junge Publikum von dannen. Sie werden sich noch am selben Tag mit Antworten melden, Reflexionen zum Gesehenen und Erlebten. Zurück bleibt ein zufriedenes Theaterteam mit dem Eindruck, den Nerv des Testpublikums getroffen zu haben. Und reicher zu sein um einige Antworten zur Situation der heutigen Jugendlichen sowie, nicht zuletzt, um eine Schar Nachwuchspublikum: Der Vorstellungsbesuch ist nämlich von beiden Klassen bereits gebucht. (sts)

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Post für Hotzenplotz Kinder und ihre Einschätzung unseres neuen Familienstücks

Wer je im Theater die Vorstellung eines Kinderstücks erlebt hat, der weiss: Kinder gehen mit, sie rufen dazwischen, sind direkt in ihrem Urteil und wissen genau, was ihnen gefällt. Oder was nicht. Das zeigt sich auch in den Briefen auf dieser Seite, welche Schülerinnen und Schüler des St.Galler Schulhauses Gerhalde nach dem Besuch von Otfried Preusslers Neues vom Räuber Hotzenplotz an das Theater geschickt haben.

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Erfolgsmusical «Hello, Dolly!» in St.Gallen Charmante Liebeswirren im New York des ausgehenden 19. Jahrhunderts

Hello, Dolly! Musical von Jerry Herman und Michael Stewart Premiere Samstag, 15. Dezember 2018 19.30 Uhr, Grosses Haus Einführungsmatinee Sonntag, 9. Dezember 2018 11 Uhr, Foyer, Eintritt frei Leitung Musikalische Leitung: Koen Schoots Inszenierung: Josef E. Köpplinger Choreografie und szenische Einstudierung: Ricarda Regina Ludigkeit Bühne: Sam Madwar Kostüm: Rainer Sinell Choreinstudierung: Michael Vogel Dramaturgie: Caroline Damaschke Besetzung Mrs. Dolly Levi: Dagmar Hellberg Horace Vandergelder: Walter Andreas Müller Cornelius Hackl: Jörn-Felix Alt Barnaby Tucker: Hermann Bedke Irene Molloy: Julia Klotz Minnie Fay: Joana Henrique Ambrose Kemper: Peter Neustifter Ermengarde: Stéphanie Signer Mrs. Rose: Evita Komp Ernestina Money: Katharina Lochmann | Ariane Swoboda Rudolph Reisenweber: David Maze Richter: Peter Zimmermann Ensemble: Sheila Grant, Nicola Gravante, Samuel Tobias Klauser, Claus Opitz, Robert Schmelcher, Timo Verse Chor des Theaters St.Gallen Tanzkompanie des Theaters St.Gallen Sinfonieorchester St.Gallen Die nächsten Vorstellungen Montag, 17. Dezember 2018, 19.30 Uhr Sonntag, 30. Dezember 2018, 14.30 und 19.30 Uhr Montag, 31. Dezember 2018, 19 Uhr Mittwoch, 2. Januar 2019, 19.30 Uhr In Zusammenarbeit mit der Volksoper Wien

Im Musical Hello, Dolly! von Jerry Herman und Michael Stewart sorgt die geschickte, lebenslustige Dolly Levi dafür, dass heiratswillige Damen und Herren den richtigen Partner finden. Auch den geizigen, mürrischen Horace Vandergelder verkuppelt sie erfolgreich – mit sich selbst. In St.Gallen ist das Musical ab dem 15. Dezember mit Dagmar Hellberg und Walter Andreas Müller in den Hauptrollen zu sehen. Tinder? Parship? Oder – etwas altmodisch – eine Zeitungsannonce? Lernt man den passenden Partner fürs Leben nicht in der Bar, auf der Strasse oder im Club kennen, sucht man nach anderen Möglichkeiten, um ihn zu finden, und setzt manchmal Himmel und Hölle in Bewegung. Jemanden damit zu beauftragen, einen passenden Partner zu finden, dessen sozialer Status, Vermögen und Charakter zu einem passen, ist zwar nicht die gängigste Methode, aber auch heute noch möglich. In manchen Kulturen gehört die Ehevermittlung noch zum Alltag, in anderen ist das «Matchmaking» eher Geschichte. Der Beruf des Heiratsvermittlers ist jedenfalls bei uns zur Seltenheit geworden. Die Berufung dazu findet sich jedoch immer wieder als beliebtes Sujet in Komödien, Opern und Musicals. So agiert der Ehevermittler Kecal in Bedřich Smetanas Die verkaufte Braut auf Betreiben der Eltern und gegen den Willen der Tochter, die verheiratet werden soll. Dem Schadchen (Heiratsvermittlerin) Jente in Anatevka ist gleich ein ganzes Lied gewidmet: Die Schwestern Zeitel, Hodel und Chava stellen sich vor, wie der Mann aussehen soll, den ihnen Jente vermitteln wird. Während Kecal und Jente die Vermittlung als ihren Beruf ansehen, mischt sich Dolly Levi – in ihren eigenen

Figurinen von Rainer Sinell: Dolly ...

Worten – einfach nur gerne ein. Und das mit Erfolg. In Hello, Dolly! stiftet sie gleich drei Ehen und findet auch für sich selbst den richtigen Partner. Horace Vandergelder, ein geiziger, eigensinniger Ladenbesitzer aus dem ländlichen Yonkers, möchte noch einmal heiraten. Er lässt Dolly eine Verabredung mit einer Dame in New York ausmachen. Doch Dolly hat längst schon selbst ein Auge auf Vandergelder geworfen. Vandergelders Angestellte Barnaby und Cornelius freuen sich, für einen Tag dem Trott im Laden entkommen zu können, und fahren auch nach New York, um sich dort einen schönen Tag zu machen. Dort laufen sie jedoch ständig Gefahr, ihrem Chef über den Weg zu laufen. Als Dolly Vandergelder in das Restaurant Harmonia Garden einlädt, können sich Cornelius und Barnaby, die auch noch in Begleitung von Vandergelders Nichte Ermengarde sind, nicht länger verstecken. Die beiden jungen Angestellten werden entlassen und Vandergelder macht seiner Wut so lautstark Luft, dass er verhaftet wird. Dolly sagt ihm Lebewohl. Doch zurück in der Freiheit erkennt er, dass er Dolly vermisst … Die Komödie spielt im ausgehenden 19. Jahrhundert in New York, der Metropole, wo alles möglich scheint. Vandergelder und seine Angestellten Cornelius und Barnaby sind jedoch in Yonkers zu Hause. Yonkers grenzt an die Bronx und liegt nördlich von 7


Manhattan am Hudson River. Ende des 19. Jahrhunderts war es ein wirtschaftlich interessanter, aber noch sehr ländlicher Ort. Dass es die jungen Angestellten in die Grossstadt zieht, ist also kein Wunder – sie brennen darauf, in die lebendige, moderne Stadt zu fahren, sich in den angesagten Restaurants zu vergnügen und die grossen Sehenswürdigkeiten zu sehen. Und besonders wichtig ist es ihnen, in New York ein Mädchen zu küssen. Die reizvolle Situation, dass zwei Handlungsgehilfen vom Land in die grosse Stadt kommen und sich daraufhin eine Reihe von chaotischen Ereignissen ergeben, haben wir nicht dem Verfasser des Buchs zum Musical, Michael Stewart, zu verdanken. Die Figuren von Horace Vandergelder, dem ruppigen Ladenbesitzer, und seinen zwei Angestellten Barnaby und Cornelius, die nie einen freien Tag haben, sind bereits in John Oxfords Theaterstück A Day Well Spent (1835), das indirekt als Grundlage für Hello, Dolly! diente, angelegt. Von diesem Werk liess sich Johann Nepomuk Nestroy zu seinem Wiener Theaterstück Einen Jux will er sich machen (1842) inspirieren. Der kurze Einakter Oxfords wurde mit reichlich Witz angereichert, die Zufälle der Vorlage steigerte Nestroy ins Absurde, und die Charaktere erhielten schärfere Konturen. Am Jux orientierte sich wiederum Thornton Wilder. Er schrieb nach Nestroy die Komödie The Merchant of Yonkers, in der erstmals die Figur auftaucht, die zum Fokus der Erzählung werden sollte: Dolly Levi, geborene

... und Barnaby Tucker.

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New York um 1890

Gallagher, eine verwitwete Dame aus New York (deren verstorbener Mann aus Wien stammte – ein Verweis auf Nestroys Vorlage). Dolly ist keine Heiratsvermittlerin, beweist jedoch grosses Geschick in vielen Dingen und mischt sich gerne in die Beziehungen anderer Menschen ein. Für die Figur der Dolly hatte Wilder wiederum bei Molières Der Geizige Inspiration gefunden: Frosine, eine mit «Gerissenheit und rastloser Betriebsamkeit» ausgestatte Heiratsvermittlerin, stand Pate für die lebenslustige und geschäftige Dolly. Bereits The Merchant of Yonkers war erfolgreich auf dem Broadway aufgeführt worden. Als 16 Jahre später über eine neue Produktion nachgedacht wurde, entschloss sich Wilder, das Stück zu überarbeiten. Die grösste Änderung erfolgte an der Figur der Dolly Levi, die nun von einer kleinen Nebenrolle zur zentralen Figur im neu benannten The Matchmaker wurde. Wilders Matchmaker wiederum nutzten Michael Stewart und Jerry Herman als Vorlage für ihr Erfolgsmusical Hello, Dolly!. ... Jongleur ...


Hochbahn, New York um 1890 .

Jerry Herman, der für Musik und Songtexte zeichnete, war einer der wenigen erfolgreichen Broadway-Komponisten, die keine Ausbildung in diesem Bereich genossen hatten. Er ist bekannt für seine Revues und Broadway-Musicals, neben Hello, Dolly! ist La Cage aux Folles sein bekanntestes Werk. Er liebte einprägsame Melodien und eiferte seinem Vorbild Irving Berlin nach, Broadway-Hits zu schreiben, die in allen Bereichen des Musikmarkts Anklang fanden. Mit Hello, Dolly! gelang es ihm: Der Titelsong ist einer der am häufigsten gespielten Songs des 20. Jahrhunderts. Ihm zur Seite stand Michael Stewart, der das Buch verfasste. Stewart ist hauptsächlich als Dramatiker für Musicals tätig gewesen und feierte mit Bye Bye Birdie und 42nd Street grosse Erfolge. Das Musical wurde am 16. Januar 1964 in einer Inszenierung von Gower Champion uraufgeführt. Diese erste Broadway-Pro-

duktion von Hello, Dolly! wurde erst 1970 nach 2844 Vorstellungen abgesetzt. Das Musical erfreute sich lange grosser Beliebtheit, wurde 1969 mit Barbra Streisand verfilmt und erlebte 2017 wieder einen Erfolg, als es erneut am Broadway mit Bette Midler in der Hauptrolle aufgeführt wurde. Nach St.Gallen kam Hello, Dolly! bereits wenige Jahre nach seiner Uraufführung in New York. 1968/1969, in der ersten Saison im neuen Theater am Stadtpark, wurde das Werk mit Ingeborg Fanger in der Hauptrolle im damaligen Stadttheater St.Gallen gespielt. In die Rolle der Dolly Levi schlüpft in unserer Produktion, die am 15. Dezember Premiere feiert, Dagmar Hellberg, die dem St.Galler Publikum nicht unbekannt ist. Zuletzt war sie in On the Town und Anything Goes zu sehen. Als Horace Vandergelder steht ihr Walter Andreas Müller zur Seite,

den ebenfalls eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Theater St.Gallen verbindet. Zuletzt konnte man ihn in Don Camillo &  Peppone erleben. (cd)

Mit grosszügiger Unterstützung Hauptsponsoren:

Co-Sponsoren:

Medienpartner:

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Pannen über Pannen Der nackte Wahnsinn ist eine Komödie über das Theater –und was alles schief gehen kann

Der nackte Wahnsinn Komödie von Michael Frayn Premiere Freitag, 11. Januar 2019 19.30 Uhr, Grosses Haus Einführungsmatinee Sonntag, 6. Januar 2019 11 Uhr, Lokremise, Eintritt frei Leitung Inszenierung: Martin Pfaff Ausstattung: Mathias Rümmler Licht: Andreas Enzler Dramaturgie: Armin Breidenbach Besetzung Dotty Otley (Mrs. Clackett): Birgit Bücker Garry Lejeune (Roger Tramplemain): Christian Hettkamp Brooke Ashton (Vicky): Anja Tobler Frederick Fellowes (Philip Brent/Scheich): Marcus Schäfer Belinda Blair (Flavia Brent): Diana Dengler Selsdon Mowbray (Einbrecher): Bruno Riedl Lloyd Dallas, Regisseur: Matthias Albold Poppy Norton-Taylor, Regieassistentin: Anna Blumer Tim Allgood, Inspizient: Oliver Losehand Die nächsten Vorstellungen Freitag, 18. Januar 2019, 19.30 Uhr Sonntag, 27. Januar 2019, 17 Uhr Sonntag, 3. Februar 2019, 19.30 Uhr Montag, 4. Februar 2019, 19.30 Uhr Mittwoch, 6. Februar 2019, 19.30 Uhr Sonntag, 10. Februar 2019, 14.30 und 19.30 Uhr

Eine Tourneetheatertruppe probt das Boulevardstück Nackte Tatsachen. Das allein wäre schon lustig genug, doch Autor Michael Frayn lässt die Truppe am Vorabend der Premiere eine wahre Tortur durchleben. Da fällt Brooke immer wieder eine Kontaktlinse aus dem Auge, Dotty vergisst jedes Mal ihre Sardinen und Selsdon, dem ältesten Kollegen, muss der Whiskey versteckt werden. Der Regisseur versucht alles, um den Laden zusammenzuhalten, doch ihm platzt in der Nacht vor der Premiere irgendwann der Kragen. Mit Der nackte Wahnsinn hat der britische Dramatiker Michael Frayn den Klassiker der Tür-auf-Tür-zu-Verwechslungskomödien geschrieben. Der Clou: Die Zuschauer sehen die gleiche Szene aus unterschiedlichen Perspektiven: Zuerst von vorne, dann von hinter der Bühne – und am Ende der Aufführungsserie wieder von vorn. Der Charme des Stückes liegt zum einen im Einblick in den (gespielten) Theateralltag, zum anderen in den Pannen, die das Publikum vor allem im zweiten Teil sehen kann. Solche Pannen – falsche Auftritte, fehlende Requisiten, Streit auf der Hinterbühne – gibt es natürlich im echten Theaterleben immer wieder. Wir haben Produktionsbeteiligte nach ihren besten Geschichten befragt: Birgit Bücker (Dotty Otley, Schauspielerin): «Ich war als Anfängerin die Viola in Shakespeares Was ihr wollt und trat ganz normal auf. In der Inszenierung wäre dann eigentlich gleich mein Partner gekommen, doch auf das Stichwort passierte rein gar nichts.

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Also machte ich auf der Bühne zur Überbrückung Gymnastik und Turnübungen. Aber die Zeit wurde immer länger, ohne dass mein Kollege auftrat. Ich muss insgesamt 5–6 Minuten allein auf der Bühne irgendwelche Verrenkungen gemacht haben, bis er endlich kam. Nach der Vorstellung sagte eine Freundin, die im Publikum sass, dass sie diese Szene besonders spannend gefunden hätte. Nur hätte sie sie nicht verstanden.» Matthias Albold (Lloyd Dallas, Regisseur): «Als Schauspieler auf der Bühne fällt mir grad nichts ein – aber als Zuschauer habe ich mal erlebt, wie in einer Inszenierung von Anatevka in Wiesbaden, gespielt vom Opernensemble, der einzige beteiligte Schauspieler gerade in der Szene, in der seine Figur den Juden sagt, dass sie ihr Schtetl verlassen müssen, nicht auftrat. Er war auch geraume Zeit, bestimmt 15 Minuten, nicht auffindbar. Später stellte sich heraus, dass er die langen Pausen zwischen seinen Auftritten immer zum Klavierspielen in einem weit entfernten Musikzimmer nutzte. Bis er dann mal endlich auf der Bühne angekommen war, mussten die Kollegen improvisieren. Und das taten sie leider voller Angst, nicht weiterzuwissen oder dass ein Loch entstehen könnte. Diese Angst war dann schliesslich authentischer als die gespielte Angst der Juden vor der Deportation. Meine Begleitung, eine Regisseurin, und ich, wir mussten ziemlich feixen, weil wir als Einzige gemerkt haben, was da auf der Bühne nicht geklappt hatte …» Diana Dengler (Belinda Blair, Schauspielerin): «Am Berliner Ensemble hat mal jemand ein Messer auf dem Requisitentisch ausgetauscht. Das macht man nicht, das ist ein richtiges Vergehen gegen heilige Theatergesetze! Das Messer auf dem Requisitentisch war natürlich stumpf, aber irgendjemand dachte, das müsse doch scharf sein. Was für ein Fehler. In der Szene hat dann meine Kollegin Gabriele Völsch sich das Messer über den Unterarm gezogen, so, wie das inszeniert war. Nur war das Messer scharf und es floss jetzt wirklich Blut. Die Kollegen auf der Bühne waren so im Spiel, dass sie es erst gar nicht richtig mitbekommen haben. Es war ja auch der gleiche Vorgang gewesen. Die Aufführung musste dann abgebrochen werden …»


Armin Breidenbach (Dramaturgie): «Als Regieassistent habe ich einmal Die schmutzigen Hände von Jean-Paul Sartre betreut. Bei einer Bühnenprobe sollte der Darsteller des Hugo alle um sich herum erschiessen und sich dann die Schreckschusspistole an den Kopf halten und abdrücken, ohne dass es knallt. Tatsächlich schoss der Schauspieler um sich, wir zählten die Schüsse: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs – alles sicher. Er hielt sich die Waffe an die Schläfe und drückte ab und: Es knallte. Und das, obwohl doch die Patronen alle verbraucht waren! Wir schauten noch einmal nach: Es waren sieben Kammern statt der normalen sechs in der Trommel gewesen. Es war die Hölle. Der Schauspieler blieb wie durch ein Wunder unversehrt.» Oliver Losehand (Tim Allgood, Inspizient): Wir waren auf Abstecher mit Mutter Courage. Kleine Bühne, alles anders als im Theater zu Hause. Die Soldaten treten auf und treten ab, durch eine Tür zur Seitenbühne. Nur der etwas ältere Kollege B. wählt die Tür links daneben. Kollege R. meint noch: «Herr Soldat, das ist die falsche Tür!» Doch Kollege B. liess sich nicht beirren und verschwand durch die falsche Tür in die Besenkammer. Kein Licht, kein Einruf, keine Ahnung, wann sein nächster Auftritt ist. Also nahm sich Kollege B. ein Herz. Er verliess die Besenkammer und betrat die Bühne, auf der gerade eine Liebesszene spielte. Die beiden Liebenden blickten erstaunt auf den Kollegen B., der sagte: «Weitermachen!», und ging durch die richtige Tür ab. Christian Hettkamp (Garry Lejeune, Schauspieler): «Was ja immer wieder mal vorkommt: Dass doch jemand seinen Platz verlässt, am Lichtpult, am Tonpult, beim Soufflieren. Ich habe mal in … gespielt, und die Mikroports fielen alle auf einmal aus. Wir spielen weiter und schauen zum Tonpult – doch da war keiner. Nach ein paar Minuten unverstärktem (und sehr anstrengendem) Spiel haben wir abgebrochen. Der Tonmann Thomas war immer noch nicht zurück. Wo war der bloss? Er war nicht am Pult, nicht auf der Seitenbühne, nirgends. Da kam eine Kollegin auf die Idee, dass wir alle zusammen mit dem Publikum seinen Namen rufen, bis er wieder kommt. Das muss man sich mal vorstellen: 700 Leute rufen immer wieder ‹Tho-mas! Tho-mas! Tho-mas!› Er

kam dann mit hochrotem Kopf an sein Pult gerast und wir konnten weitermachen. Wo er gewesen war, hat er nie verraten…»

Keine Panik! 11


Besinnlich – aber auch fetzig und märchenhaft schön Unser Programm über die Festtage

Weihnachtskonzert | 4. Tonhallekonzert | Winterträume Donnerstag, 20. Dezember 2018, 19.30 Uhr Freitag, 21. Dezember 2018, 19.30 Uhr Matterhorn Donnerstag, 20. Dezember 2018, 19.30 Uhr Samstag, 29. Dezember 2018, 19.30 Uhr Samstag, 5. Januar 2019, 19.30 Uhr Verrücktes Blut Donnerstag, 20. Dezember 2018, 20 Uhr Freitag, 28. Dezember 2018, 20 Uhr Freitag, 4. Januar 2019, 20 Uhr Szenen einer Ehe Freitag, 21. Dezember 2018, 19.30 Uhr Donnerstag, 27. Dezember 2018, 19.30 Uhr (zum letzten Mal) Hänsel und Gretel | Familienkonzert Sonntag, 23. Dezember 2018, 11 Uhr Neues vom Räuber Hotzenplotz Sonntag, 23. Dezember 2018, 14 Uhr Mittwoch, 26. Dezember 2018, 14 Uhr Dienstag, 1. Januar 2019, 14 Uhr Donnerstag, 3. Januar 2019, 14 Uhr Sonntag, 6. Januar 2019, 14 Uhr Don Carlo Freitag, 28. Dezember 2018, 19.30 Uhr Hello, Dolly! Sonntag, 30. Dezember 2018, 14.30 und 19.30 Uhr Montag, 31. Dezember 2018, 19 Uhr Mittwoch, 2. Januar 2019, 19.30 Uhr Neujahrskonzert Dienstag, 1. Januar 2019, 17 Uhr

Weihnachtsabo Hello, Dolly! Priscilla - Königin der Wüste L'elisir d'amore CHF 180, Termine frei wählbar (ausser Premieren) Erhältlich bis 31. Dezember 2018

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Im Theater und in der Tonhalle gibt es keine Festtagspause. Ausser am Weihnachtsheiligtag hebt sich jeden Tag der Vorhang, und die Mitglieder des Sinfonieorchesters stimmen ihre Instrumente sogar am 1. Januar. Freuen Sie sich auf ein buntes Festtagsprogramm für Alt und Jung. Und auf unser neues Weihnachtsabo. Den eigentlichen Auftakt zu den Festtagen bildet das Weihnachtskonzert vom 20. Dezember. Es trägt den Titel Winterträume, wie Pjotr I. Tschaikowskys Sinfonie Nr. 1, die zusammen mit Nikolai Rimski-Korsakows Suite aus Schneeflöckchen und Johann Nepomuk Hummels Konzert für Trompete und Orchester auf dem Programm steht. Mit dem Neujahrskonzert starten wir beschwingt ins neue Jahr, begleitet von – wie könnte es an einem Konzert unter dem Motto «(Fast) Alles Walzer» anders sein – zwei Österreichern. An der Spitze des Sinfonieorchesters St.Gallen steht Florian Krumpöck, moderiert wird das Konzert wiederum von Bruno Riedl, der übrigens seit genau dreissig Jahren zum Schauspielensemble des Theaters St.Gallen gehört. Zwischen diesen beiden Konzerten bringen auch unsere beiden Musicals Schwung in die Weihnachtstage. Seit fast zehn Monaten erzählt das Musical Matterhorn von Michael Kunze und Albert Hammond auf fetzige, witzige, aber auch nachdenkliche Art die dramatische Geschichte der Erstbesteigung des schönsten Berges der Schweiz. Im charmanten Musical Hello, Dolly!, das auch als Silvestervorstellung auf dem Programm steht (Beginn um 19 Uhr), geht es um Partnervermittlung anno dazumal (nämlich im New York des ausgehenden 19. Jahrhunderts) – mit dem unvergleichlichen Walter Andreas Müller als eigenbrötlerischem Horace Vandergelder. Mitten in die Irrungen und Wirrungen menschlichen Zusammenlebens führen die beiden Schauspielproduktionen, die über

die Festtage im Theater und in der Lokremise auf dem Programm stehen. Ingmar Bergmans Klassiker Szenen einer Ehe in der Inszenierung unserer Hausregisseurin Barbara-David Brüesch zeigt auf raffiniert ineinander geschobenen optischen und akustischen Ebenen, wie eine scheinbar vorbildliche Ehe auseinanderbricht. Das Schauspiel Verrücktes Blut basiert auf dem 2008 mit Isabelle Adjani gedrehten Film La Journée de la jupe und stellt das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Kulturen mit ihren Wert- und Glaubenssystemen in den Fokus. Am Freitag der Altjahrswoche wartet für Opern- und Verdi-Fans ein Leckerbissen. Auf dem Programm steht Don Carlo, von dem das Opern-Onlineportal Oper aktuell schrieb: «Diese Neuproduktion von Verdis Don Carlo am Theater St.Gallen ist optisch UND musikalisch eine Wucht.» Und natürlich ist die Weihnachtszeit auch die Zeit für Kindertheater. Vor einem Jahr hat der Räuber Hotzenplotz Kinder und Erwachsene begeistert, nun treibt er im Folgestück Neues vom Räuber Hotzenplotz wieder sein Unwesen. Mit dabei ist auch wieder Marius Tschirky von Marius & die Jagdkapelle, der für die Fortsetzung neue Songs geschrieben hat – darunter auch ein Worschtlied. Am Tag vor Heiligabend gibt es vormittags um elf Uhr in der Tonhalle ein Familienkonzert. Das Sinfonieorchester St.Gallen spielt unter der Leitung von Gabriel Estarellas Pascual die märchenhaft schöne Musik, die Engelbert Humperdinck vor 125 Jahren zu Hänsel und Gretel geschrieben hat. Ein prächtiger Start in die Weihnachtsfeiertage – nicht nur für Kinder. Übrigens: Ticket-Gutscheine für Theater, Konzert oder die St.Galler Festspiele sind ideale Geschenke. Neu haben wir für Sie ein Weihnachtsabo. Es umfasst die Stücke Hello, Dolly!, Priscilla – Königin der Wüste und L'elisir d'amore und kostet 180 Franken. Das ist eine Einsparung von 20 % gegenüber dem Einzelkauf. Die Termine sind frei wählbar (ausser Premieren). Erhältlich ist das Weihnachtsabo bis Silvester. Wenden Sie sich an unsere Billettkasse, bestellen Sie telefonisch unter 071 242 06 06 oder per Mail an kasse @ theatersg.ch. (bh)


Drei Anregungen fĂźr die Weihnachtstage: Szenen einer Ehe und Matterhorn (oben), Don Carlo.

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Nachtzug Schauspiel SUCHE, BIETE, TAUSCHE: WEITE(r)

Verzockt Öffentliche Probe des neuen Tanzstücks

Umjubelter Verdi Don Carlo im Echo der Medien

Eine unbekannte Melodie im Ohr, ein neuer Geschmack auf der Zunge, ein frischer Eindruck, der bleibt. Weisst du noch, wie wir uns das erste Mal begegneten? Wir waren Fremde, in der Ferne allein.

Unter dem Titel Verzockt befasst sich Beate Vollack in ihrem neuesten Tanzstück mit dem Phänomen des Spielens. Im Raum steht dabei die Frage, wie ein Mensch reagieren würde, wenn man ihm eine Million anböte – mit der kleinen Auflage, einen Revolverabzug zu drücken und so mit einer einzigen Fingerbewegung über Leben, Geld oder auch Tod zu entscheiden. Es geht um die Entscheidung, sich das Leben nicht durch eine Verlockung aus den Händen nehmen zu lassen. Die Leiterin der Tanzkompanie erforscht mit den Tänzerinnen und Tänzern und zu den Klängen des Akkordeonisten Goran Kovačević verschiedene Typen von Spielern und Verzweifelten. Im Rahmen einer öffentlichen Probe gibt sie am Donnerstag, 27. Dezember, Einblick in den Entstehungsprozess des Stücks, das am 18. Januar 2019 in der Lokremise seine Uraufführung erlebt. (bh)

Das Publikum an der ausverkauften Premiere war begeistert von Nicola Berloffas dritter Inszenierung in St.Gallen – und die Begeisterung schwappte auch auf die Kritikerinnen und Kritiker über. Eine kleine Presseschau (weitere Zitate finden Sie auf theatersg.ch):

Ich möchte reisen. Ich möchte bleiben. Du willst spazieren gehen. Ständig sind wir auf der Suche nach Halt und Stabilität oder nach Freiheit und Wildnis und Abenteuern. Wir schrecken zurück vor dem Unbekannten und fühlen uns doch davon angezogen. Von Neugier getrieben, gelähmt vor Angst, zwei Schritte vor und einen zurück. Was ist es, das uns Menschen umtreibt, weswegen wir an Orten hängen bleiben, uns ein Haus errichten und Bäume pflanzen? Und wieso stehen andere nie still? Und was passiert, wenn wir aufbrechen, losziehen, zurücklassen, ins Unbekannte fliehen? SUCHE , BIETE , TAUSCHE : WEITE (r)

Der Nachtzug fährt auf zu einer neuen Station, wo Sympathie und Abscheu, Furcht und Faszination, Gefühl und Vernunft aufeinandertreffen wollen. Mit Texten, Liedern, Gedichten und Gedanken in der Auswahl und Umsetzung von Gesa Oetting und Jessica Cuna. Steigen Sie ein! Kommen Sie mit uns auf eine bunte Reise, die die Sinne W E I T E t.

Nachtzug Schauspiel SUCHE, BIETE, TAUSCHE: WEITE (r) Von und mit Jessica Cuna und Gesa Oetting Freitag, 14. Dezember 2018 21 Uhr, Lokremise

Verzockt Tanzstück von Beate Vollack Öffentliche Probe Donnerstag, 27. Dezember 2018 18 Uhr, Lokremise, Eintritt frei

«Nicola Berloffas Don-Carlo-Inszenierung am Theater St.Gallen setzt konsequent auf die persönlichen Konflikte der Figuren. Damit gelingt ein Verdi, der unter die Haut geht. Die Premiere wurde zum Belcantoereignis und zum Kostüm- und Lichtfest.» St.Galler Tagblatt «Der St.Galler Don Carlo punktet als überzeugendes Gesamtpaket mit vielen sich verzahnenden Einzelleistungen.» Ostschweiz am Sonntag «Opulenz, ein bestens disponiertes Orchester und gute Sänger prägen den neuen Don Carlo.» Vorarlberger Nachrichten «Ein Werk natürlich, das entsprechend starke Interpretinnen und Interpreten verlangt. Die standen in St.Gallen wahrlich zur Verfügung.» Oper aktuell «Nicola Berloffa – die Inszenierung ist nach Carmen und Norma seine dritte für St.Gallen – lässt das Ensemble in der fast surrealen Atmosphäre glaubwürdig agieren, er findet in der Personenführung starke Momente und lässt auch die Sängergestik gezielt zu ihrem Recht kommen.» Roccosound «Der junge litauische Dirigent Modestas Pitrenas animiert das Sinfonieorchester St.Gallen zu differenziertem Spiel mit vorbildlich abgetönten Hornpassagen und betörenden Instrumentalsoli.» Schwäbische Zeitung «Die Kostümdesignerin Alessandra Facchinetti hat mit ihren detailgetreuen, eleganten und festlichen Gewändern ein Magnet erschaffen, welches es dem Zuschauer schwer macht, den bewundernden Blick von der Bühne loszureissen.» Junge Theaterkritik

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Geschichten aus dem Wiener Wald Volksstück von Ödön von Horváth Sonntag, 2. Dezember 2018, 19.30 Uhr Dienstag, 18. Dezember 2018, 19.30 Uhr (zum letzten Mal)


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Neues vom R채uber Hotzenplotz Familienst체ck von Otfried Preussler Sonntag, 2. Dezember 2018, 14 Uhr Sonntag, 23. Dezember 2018, 14 Uhr Montag, 24. Dezember 2018, 14 Uhr Mittwoch, 26. Dezember 2018, 14 Uhr Dienstag, 1. Januar 2019, 14 Uhr Donnerstag, 3. Januar 2019, 14 Uhr Sonntag, 6. Januar 2019, 14 Uhr

Mit grossz체giger Unterst체tzung von

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Don Carlo Oper von Giuseppe Verdi Dienstag, 4. Dezember 2018, 19.30 Uhr Sonntag, 9. Dezember 2018, 17 Uhr Sonntag, 16. Dezember 2018, 14.30 Uhr Freitag, 28. Dezember 2018, 19.30 Uhr

Mit grosszügiger Unterstützung von Opern-Partner

Walter und Verena Spühl-Stiftung

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Zwei Tage Theater Wochenendkurse für Kinder [8–12]

Jubiläumskonzert 40 Jahre Opernchor St.Gallen

Zwei Kindertheaterkurse gingen in der aktuellen Spielzeit bereits über die Bühne. Demnächst folgen Nummer 3 und 4: In professioneller künstlerischer und pädagogischer Begleitung von Schauspielerin Diana Dengler und den Regisseurinnen Susanne Schemschies und Anja Horst können Kinder Theaterluft schnuppern. Ausgehend von einer erzählten oder zusammen erfundenen Geschichte nähern sich die 8- bis 12-Jährigen dem Rollenspiel und erwecken die Geschichte selbst zum Leben. Im Zentrum steht die Freude am gemeinsamen Ausprobieren und Spielen. Den krönenden Abschluss bildet jeweils eine kleine Werkschau, zu der Bekannte und Familienangehörige eingeladen werden. An dieser Uraufführung, die zugleich Dernière ist, wird gezeigt, was in den zwei Halbtagen erarbeitet wurde. Und das ist – erfahrungsgemäss – erstaunlich viel! (mf)

Vor 40 Jahren wurde der Opernchor St.Gallen gegründet. Er ergänzt den theatereigenen Berufschor, den Theaterchor, und zählt ungefähr 70 aktive Mitglieder. Auch wenn der Opernchor grundsätzlich aus Laien besteht, sind Einstellung und Engagement professionell. Die Mitglieder des Opernchors arbeiten gemeinsam mit den Profis aus Oper und Operette und singen und spielen bei den Vorstellungen live auf der Bühne. Gemeinsam sind allen Mitgliedern die Begeisterung für das Musiktheater und die Erfahrung im Chorbereich. Der Chor ist ein selbständiges Kollektiv mit eigenem Vorstand, Präsidentin ist Susanna Dütsch. Zur Feier des Jubiläums gibt der Opernchor ein Chorkonzert in der Lokremise. Chorleiter Michael Vogel, der auch den Theaterchor leitet, hat ein abwechslungsreiches Programm mit Höhepunkten aus dem Repertoire des Chores der vergangenen Jahrzehnte zusammengestellt. Freuen Sie sich auf Ausschnitte u.a. aus Carmen, Orfeo ed Euridice, Der Vogelhändler, Die Zauberflöte, Zar und Zimmermann und My Fair Lady. Aber auch die Produktionen der laufenden Spielzeit, in denen der Opernchor mitwirkt, sind im Konzertprogramm vertreten: Don Carlo, L’elisir d’amore und die Festspieloper Il trovatore. Am Klavier begleiten wird Polina Lyubchanskaya das von Matthias Flückiger moderierte Programm. (mb)

Theaterkurs für Kinder [10–12] Samstag, 15. Dezember 2018, 14.30 – 17 Uhr Sonntag, 16. Dezember 2018, 11 – 14.30 Uhr   

  

  

  

Theaterkurs für Kinder [8-10] Samstag, 19. Januar 2019, 14.30 – 17 Uhr Sonntag, 20. Januar 2019, 11 – 14.30 Uhr   

  

  

  

Details und Anmeldung Gina Besio, g.besio@theatersg.ch 071 242 05 25 theatersg.ch/kinder

Jubiläumskonzert 40 Jahre Opernchor St.Gallen Freitag, 21. Dezember 2018, 19.30 Uhr Samstag, 22. Dezember 2018, 19.30 Uhr Lokremise

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In dulci jubilo Adventskonzert mit Musik von Johann Sebastian Bach

Adventskonzert – In dulci jubilo 3. Meisterzyklus-Konzert Sonntag, 9. Dezember 2018 17 Uhr, Tonhalle Im Anschluss «Auf einen Drink mit ...» Accademia del Piacere Fahmi Alqhai, Diskantgambe Rami Alqhai, Viola da gamba und Diskantgambe Johanne Rose, Viola da gamba Miguel Rincón, Laute Javier Núñez, Orgel Johann Sebastian Bach In dulci jubilo BWV 751 Liebster Jesu, wir sind hier BWV 731 Wachet auf, ruft uns die Stimme BWV 645 Auszüge aus Goldberg-Variationen BWV 988 Wenn wir in höchsten Nöten sein BWV 641 Canonische Veränderungen über Vom Himmel hoch BWV 769 Ich ruf’ zu dir, Herr Jesu Christ BWV 639 Triosonate Nr. 6 G-Dur BWV 530 Mit grosszügiger Unterstützung Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

Die Viola da gamba, was wörtlich übersetzt «Beingeige» bedeutet, war vor allem im Frankreich des 16. Jahrhunderts das Instrument der Stunde und galt als «Königin der Streichinstrumente». Fahmi Alqhai und die Accademia del Piacere lassen in unserem Adventskonzert den Glanz der Gambe wieder aufleben. Obwohl sie das Instrument der Könige war – am französischen Hof gehörte Gambespielen zum modischen Zeitvertreib – und sie selbst königlichen Status genoss, musste das sechssaitige Streichinstrument mit dem leichten, silbernen Klang mit dem Ende des musikalischen Barocks der Violine und dem Violoncello weichen. Eine grosse Leidenschaft zur Gambe pflegt Fahmi Alqhai, der andalusische Gambist mit syrisch-palästinensischen

Fahmi Alqhai, der künstlerische Leiter der Accademia del Piacere

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Wurzeln, der zu den brillantesten Gambisten der jüngeren Generation gehört. Sein 2002 gegründetes Ensemble Accademia del Piacere geniesst einen ausgezeichneten Ruf nicht zuletzt wegen seiner innovativen Programme und seines kreativen, charismatischen künstlerischen Leiters. Als gern gesehene Gäste der St.Galler Festspiele treten sie auch im kommenden Sommer auf. Bach auf drei Gamben, Laute und Orgel Zu fünft präsentieren sie in St.Gallen das Programm In dulci jubilo, das sich ganz um Johann Sebastian Bach und dessen unerschöpfliches Œuvre dreht. Damit dies überhaupt möglich wird, folgen die Musikerinnen und Musiker der Accademia del Piacere einer barocken Tradition und arrangieren ausgewählte Kantaten oder Teile der Goldberg-Variationen sowie das berühmte, weihnachtliche Choralvorspiel In dulci jubilo für die Besetzung drei Gamben, Laute und Orgel. Eine besondere Bearbeitung stellt auch die Triosonate Nr. 6 G-Dur BWV 530 für Orgel dar, die Bach während seiner Zeit als Thomaskantor in Leipzig für seinen talentierten Sohn Wilhelm Friedemann geschrieben hat. (ff )


Hänsel und Gretel Mittags- und Familienkonzert

Hänsel und Gretel Mittagskonzert Freitag, 14. Dezember 2018, 12.15 Uhr Gabriel Estarellas Pascual – Leitung Mit Musik aus der Oper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck Der Eintritt umfasst Konzert und anschliessenden Buffetlunch des Restaurants Concerto. Mit grosszügiger Unterstützung Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

Familienkonzert Sonntag, 23. Dezember 2018, 11 Uhr, Tonhalle Gabriel Estarellas Pascual, Leitung Hans Rudolf Spühler, Erzähler Mit Musik aus der Oper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck

Seit ihrer Uraufführung am 23. Dezember 1893 ist die Märchenoper Hänsel und Gretel eng verknüpft mit Weihnachten und steht erfolgreich auf unzähligen vorweihnachtlichen Spielplänen. Die märchenhaft schöne Musik aus Engelbert Humperdincks Werk kommt auch konzertant bestens zur Geltung und entführt mit «Hits» wie Abendsegen oder Knusperwalzer in eine zauberhafte spätromantische Klangwelt. Im Familienkonzert am 23. Dezember, und damit auf den Tag genau 125 Jahre nach der Uraufführung der Oper, führt zusätzlich Hans Rudolf Spühler in der Rolle des Erzählers durch die bekannte Geschichte der beiden Geschwister Hänsel und Gretel, die sich im Wald verlaufen, das knusprig-süsse Lebkuchenhäuschen entdecken, von der bösen Hexe gefangen genommen werden und sich schliesslich, schlau wie sie sind, selbst befreien können. Wir erzählen die Geschichte ein wenig anders und versehen sie mit einer Prise mehr Weihnachten! (ff)

Prosit 2019! Im Dreivierteltakt ins neue Jahr

Schwungvoll und unbeschwert, prickelnd und lustvoll – die Werke um den Wiener Walzer-König Johann Strauss sind für einen fulminanten Jahresauftakt einfach wie geschaffen. Entstanden aus Bauerntänzen, barg der Walzer revolutionäres Potenzial, mit dem er die Massen zu euphorisieren vermochte. Er wurde raffinierter und raffinierter und entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum Tanz der feinen Leute, der in den grössten Tanzund Konzertsälen weltweit erklang. Für unser Neujahrskonzert 2019 steht der junge österreichische Dirigent Florian Krumpöck am Pult des Sinfonieorchesters St.Gallen und leitet durch dieses Programm mit Werken ausschliesslich aus der Strauss-Dynastie, der neben Vater und Sohn Johann auch die Brüder Josef und Eduard angehörten. Und auch in diesem Jahr darf die Moderation in idiomatischem Akzent und galanter Verve unseres österreichischen Schauspielkollegen Bruno Riedl nicht fehlen. (ff)

Neujahrskonzert Dienstag, 1. Januar 2019, 17 Uhr, Tonhalle

Mit grosszügiger Unterstützung Florian Krumpöck, Leitung Bruno Riedl, Moderation Überraschungsprogramm mit Werken von Johann Strauss, Josef Strauss, Eduard Strauss und Johann Strauss (Vater) Mit grosszügiger Unterstützung

Illustration: Chantal Maag

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Weihnachtskonzert «Winterträume» Mit Musik aus Russland und einem virtuosen Trompetenkonzert

Weihnachtskonzert | Winterträume 4. Tonhallekonzert Donnerstag, 20. Dezember 2018 Freitag, 21. Dezember 2018 19.30 Uhr, Tonhalle Einführung um 18.30 Uhr Hörwege! – Südtiroler Advent im Anschluss an das Konzert vom 21. Dezember Modestas Pitrenas, Leitung Peter Moriggl, Trompete

Nikolai Rimski-Korsakow Suite aus Schneeflöckchen Johann Nepomuk Hummel Konzert für Trompete und Orchester (Fassung in Es-Dur) Pjotr I. Tschaikowsky Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 Winterträume Mit grosszügiger Unterstützung

Kurz vor Weihnachten führt das 4. Tonhallekonzert des Sinfonieorchesters St.Gallen mit Werken von Nikolai Rimski-Korsakow und Pjotr I. Tschaikowsky in verschneite russische Winterlandschaften. Der Solist in Johann Nepomuk Hummels virtuosem Trompetenkonzert ist unser Solo-Trompeter Peter Moriggl. Mit seiner 1. Sinfonie erwies der russische Komponist Pjotr I. Tschaikowsky dem berüchtigten Winter seiner Heimat alle Ehre. Winterträume betitelte er die Sinfonie von 1866, die voll ist von winterlichen Stimmungsbildern. Eine «Träumerei auf winterlicher Fahrt» durch rauhes Nebelland hatte Tschaikowsky im Sinn. Mit dem WinterThema griff Tschaikowsky nicht ohne Grund etwas spezifisch Russisches auf – ein für eine Region charakteristisches Natursujet, wie es im 19. Jahrhundert gerne verwendet wurde, um sinfonische Musik mit einem spezifischen Lokalkolorit in Verbindung zu bringen. Tschaikowsky war bestrebt, eine nationale russische Sinfonik zu schaffen, und verarbeitete in seinem Sinfonien-Erstling auch russische Volkslieder. In unseren beiden Weihnachtskonzerten unter der Leitung von Modestas Pitrenas vereinen wir Tschaikowskys vom russischen Winter und dem russischen Liedgut inspirierte 1. Sinfonie mit Nikolai RimskiKorsakows Suite aus der Oper Schneeflöckchen und dem virtuos-sprudelnden Trompetenkonzert von Johann Nepomuk Hummel, das just zu Neujahr 1804 auf Schloss Esterházy uraufgeführt wurde. Solist aus den eigenen Reihen Solist im Trompetenkonzert von Johann Nepomuk Hummel ist Peter Moriggl. Im Südtirol aufgewachsen, studierte er am Tiroler Landeskonservatorium und am Mozarteum Salzburg. Er war Akademist bei den Münchner Philharmonikern und an der Bayerischen Staatsoper und lehrte Schul-

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musik an der Musikhochschule Trossingen. Als Gast spielte er bei diversen Orchestern, darunter das Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks und bei der Hongkong Sinfonietta. 2015 wechselte er von der Stelle als Solo-Trompeter der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz in der gleichen Funktion zum Sinfonieorchester St.Gallen. Peter Moriggl stand uns für ein «Entweder-Oder»-Interview Red und Antwort: Südtiroler Speck oder Olma-Bratwurst? Die Antwort ist klar: Natürlich Speck – am liebsten vom elterlichen Bauernhof. Üben oder Auftreten? Das eine geht natürlich nicht ohne das andere – ich übe aber schon sehr gerne, es hat einen meditativen Charakter, wenn man sich, wie jetzt, über Stunden mit einem Konzert beschäftigt. Für den Soloauftritt steht im Moment vor allem die Ausdauer im Vordergrund, denn bei einem normalen Orchesterdienst spielen wir meist mehrere eher kurze Einsätze, die man dafür optimal auf den Punkt bringen muss. Ein Solokonzert erfordert da schon etwas mehr Ausdauertraining. Konzert oder Oper? Oper finde ich schon sehr interessant, ich liebe den Gesang. Dass wir hier sowohl Opern als auch Sinfoniekonzerte spielen, war übrigens der Grund, weshalb ich nach St.Gallen gekommen bin. Auf den Geschmack gekommen bin ich während meiner Zeit in der Orchesterakademie der Bayerischen Staatsoper. Hummel oder Ellington? Zum Spielen? Da würde ich sagen beides. Zum Hören in der Freizeit? Da höre ich mir eigentlich kaum klassische Musik an ... Lampenfieber oder Vorfreude? Eine Mischung – wenn Verfassung und Vorbereitung stimmen, dann ist die Vorfreude sehr gross. Andererseits: Wenn man sich dann auf den Auftritt freut und etwas Gutes präsentieren will, steigt auch das Lampenfieber wieder. Das ist wohl einfach typisch für den Musikerberuf.


Ski- oder Wanderschuhe? Skitourenschuhe! Im Südtirol, wo ich herkomme, kann man wunderbare Skitouren machen. Das ist für mich der schönste Wintersport. Bis man oben auf dem Gipfel angekommen ist, hat man so richtig was gemacht. Und dann – die Abfahrt! Da ergibt sich die Anschlussfrage ja fast von selbst: Schweizer oder Südtiroler Alpen? Ja daheim ist es natürlich genial: Unten angekommen, kann ich nach Hause in die warme Stube mit einem guten Essen (lacht). Solo oder Orchester? Grundsätzlich musiziere ich sehr gerne mit anderen zusammen. Am liebsten im Ensemble – etwas dazwischen also.

Weihnachten oder Silvester? Ganz klar Weihnachten – oder besser gesagt, Advent. Ich mag diese ruhige Vorweihnachtszeit sehr. Und als Musiker arbeitet man an Silvester bzw. Neujahr ja sowieso immer, ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zum letzten Mal einen freien Silvester hatte. Die Weihnachtsvorbereitungen mit der ganzen Familie und das Treffen alter Freunde finde ich auch wunderbar. Insofern freue ich mich sehr auf unser Hörwege! am 21. Dezember. Im Anschluss an das Konzert vom 21. Dezember wird Peter Moriggl zusammen mit langjährigen Freunden aus dem Musikverein seiner Jugend ein Late Night Special mit adventlicher Musik aus dem Südtirol spielen.

Peter Moriggl, Solist im 4. Tonhallekonzert

Das Sinfonieorchester St.Gallen mit Chefdirigent Modestas Pitrenas

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St.Galler Festspiele 2019 Am 17. Dezember startet der Vorverkauf

Il trovatore Oper von Giuseppe Verdi Premiere Freitag, 28. Juni 2019 20.30 Uhr, Klosterhof Weitere Vorstellungen Samstag, 29. Juni 2019, 20.30 Uhr Dienstag, 2. Juli 2019, 20.30 Uhr Freitag, 5. Juli 2019, 20.30 Uhr Samstag, 6. Juli 2019, 20.30 Uhr Mittwoch, 10. Juli 2019, 20.30 Uhr Freitag, 12. Juli 2019, 20.30 Uhr

Desiderium Tanzstück von Yuki Mori Uraufführung Mittwoch, 3. Juli 2019 21 Uhr, Kathedrale Weitere Vorstellungen Donnerstag, 4. Juli 2019, 21 Uhr Montag, 8. Juli 2019, 21 Uhr Festkonzert Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur Modestas Pitrenas, Leitung Sinfonieorchester St.Gallen Donnerstag, 11. Juli 2019 20 Uhr, Kathedrale Das ausführliche Konzertprogramm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

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Giuseppe Verdis Il trovatore als Freilichtoper auf dem Klosterhof, das Tanzstück Desiderium von Yuki Mori sowie Anton Bruckners 7. Sinfonie in der Kathedrale: Das sind die Höhepunkte der 14. St.Galler Festspiele. Holen Sie sie sich schon unter den Weihnachtsbaum – am 17. Dezember beginnt der Vorverkauf! Mitten im Winter blitzt traditionsgemäss ein erstes Mal wieder die Freude auf laue Sommerabende auf. Denn mitten im Winter, am 17. Dezember, startet der Vorverkauf für die St.Galler Festspiele, die vom 28. Juni bis zum 12. Juli 2019 dauern. Als Freilichtoper im Klosterhof steht bei den 14. St.Galler Festspielen Giuseppe Verdis Il trovatore auf dem Programm. Das düstere Nachtstück (nur eine von acht Szenen spielt am Tag) mit vielen Aussenszenen wird im Klosterhof stimmungsvoll zur Geltung kommen. Dies gilt ganz besonders für die dramatische Szene im Kreuzgang eines Klosters, in welcher Graf Luna und der Troubadour Manrico aufeinandertreffen – Rivalen in politischen wie amourösen Dingen. Inszeniert wird Il trovatore von Aron Stiehl, der in St.Gallen schon mehrfach inszeniert hat, zuletzt 2015 Verdis Macbeth. Die musikalische Leitung hat Michael Balke, seit der laufenden Spielzeit Erster ständiger Gastdirigent am Theater St.Gallen. In der Kathedrale lässt sich der Choreograf Yuki Mori von der Architektur und Spiritualität des barocken Prachtraumes inspirieren. Mit der Tanzkompanie des Theaters St.Gallen inszeniert er unter dem Titel Desiderium eine tänzerische Auseinandersetzung mit der Sehnsucht nach Erkenntnis, Erleuchtung, Religion und Glauben. Begleitet werden die Tänzerinnen und Tänzer von Domorganist Willibald Guggenmos. Ein vielfältiges Konzertprogramm in verschiedenen Räumen des Stiftsbezirks rundet das Angebot der 14. St.Galler Festspiele ab. Es endet am 11. Juli mit dem Festkonzert in der

Kathedrale, an welchem das Sinfonieorchester St.Gallen unter der Leitung seines Chefdirigenten Modestas Pitrenas die Sinfonie Nr. 7 E-Dur von Anton Bruckner spielen wird. (bh)


Premierenstimmung wie im Bilderbuch: Edgar von Giacomo Puccini am 29 . Juni 2018 .

Alberto Terribile und Genevieve O’Keeffe im Tanzstück Peregrinatio von Beate Vollack anlässlich der 13 . St.Galler Festspiele.

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Kammermusik im intimen Rahmen Chiara Enderle, Cello, Theo Georghiu, Klavier: Mittwoch, 5. Dezember 2018 Igor Strawinsky: Suite Italienne, Ludwig van Beethoven: Sonate Nr. 4 op. 102/1, Ludwig van Beethoven: Variationen über "Bei Männern, welche Liebe fühlen" WoO 46, Dmitri Schostakowitsch: Sonate op. 40 Rolston Streichquartett, Canada: Mittwoch, 9. Januar 2019 Josef Haydn: Streich Quartett op. 76/4 György Ligeti: Streich Quartett Nr. 1 Johannes Brahms: Streich Quartett op. 51/2 Ada Elodie Tuca, Sopran, Livio Russi, Klarinette, Ulrich Koella, Klavier: Mittwoch, 13. Februar 2019 Claude Debussy: Première Rhapsodie pour clarinette et piano Claude Debussy: Quatre Chansons de Jeunesse Maurice Ravel: Cinq mélodies populaires Grecques Ernest Chausson: Andante et Allegro pour clarinette et piano Carl Maria von Weber: Duo concertant Es-Dur op. 48 Richard Strauss: Mädchenblumen op. 20 Franz Schubert: Der Hirt auf dem Felsen Patricia Pagny, Klavier 200. Geburtstag von Clara Schumann Robert, Clara, Johannes zwischen Romantik und Leidenschaft – die Quelle der Kreativität: Mittwoch, 13. März 2019 Felix Mendelssohn: Drei Lieder ohne Worte op. 19 Nr. 4, 5, 6 Robert Schumann: Sonate op. 22 Clara Schumann: Drei Romanzen op. 21 Johannes Brahms: Variationen u. Fuge über ein Thema von Händel op. 24 Brodsky Quartett, UK: Mittwoch, 3. April 2019 Henri Purcell: Chaconne Felix Mendelssohn: Fuge, op. 81 Ludwig van Beethoven: Streich Quartett op. 135 Joaquín Turina: Oracion del Torero Felix Mendelssohn: Streich Quartett op. 80

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Kein Fest ohne Champagner Doch der edle Schaumwein hat noch ganz andere Facetten

Wenn Menschen in Fest- und Feierlaune sind, ist eine Flasche Champagner oft nicht weit. Besondere Glücksmomente mit Korkenknallen zu begiessen, ist ein alter Brauch. Natürlich freut das den St.Galler Weinhändler Jan Martel, den neuen Sponsor des Neujahrskonzerts. Aber er findet es auch ein bisschen schade. Jan Martel bestellt im Restaurant gerne auch mal einfach für sich allein ein Glas Champagner. Meist lässt die Frage dann nicht lange auf sich warten: «Gibt es etwas zu feiern?» Dass Champagner gerne etwas einseitig aufs Festen und Anstossen oder gar auf das Herumspritzen in der Formel 1 reduziert wird, empfindet Martel als Abwertung. «Das ist schade, denn dieser Wein mit seinen typischen Hefearomen und der Kohlensäure verdient es, dass man sich ihm intensiv widmet – wie man es mit grossen Rotweinen macht.» Champagner eigne sich nicht nur als Aperitif, er sei auch ein grossartiger Essensbegleiter. Und sogar ein unkomplizierter, selbst am Mittag: «Er erfrischt, beschwingt, ist leicht und passt eigentlich zu allem», sagt Martel. Das Überraschende: Das Edelgetränk macht sich gerade auch zu rustikalen Gerichten wie Sauerkraut hervorragend. Ausprobieren! Jan Martel empfiehlt, guten Champagner nicht partout aus der klassischen Flûte zu trinken, sondern aus einem Weissweinglas. «Ein enges Glas fokussiert zu sehr auf das Sprudeln, vom Aroma nimmt man nur wenig wahr», sagt er.

«Nach einem Sieg verdienst Du ihn, nach einer Niederlage brauchst Du ihn!» Napoleon Bonaparte Auf den Geschmack des sprudelnden Getränks gekommen ist die Weinwelt eher zu-

Jan Martel, Geschäftsführer des Familienunternehmens Martel AG in St.Gallen

fällig. Im 17. Jahrhundert hatten die Weinproduzenten in der Region Champagne damit begonnen, ihren Weisswein nicht mehr in Fässern auszuliefern, sondern schon im Produktionsgebiet in Flaschen abzufüllen. Das sollte den Wein für den Transport fit machen. Die Folge aber war: Oft gärte der Wein in der Flasche weiter und sprudelte beim Aufmachen. Die Engländer als wichtige Abnehmer fanden das ziemlich great. Und so setzte sich die Methode, bei der der Wein durch eine zweite Gärung in der Flasche zu seinen Perlen kommt, durch. Und ein neuer Weintyp war geboren. Heute wird fast in allen Weingebieten Schaumwein produziert. Die Produzenten des Ur-Champagners achten jedoch energisch darauf, dass keine Verwechslungsgefahr entsteht und nirgends sonst Begriffe wie «Champagne» oder «méthode champenoise» verwendet werden. Konkurrenz hat der Champagner in den letzten Jahren auch durch den Prosecco bekommen, obwohl es sich letztlich um zwei grundverschiedene Produkte handelt. Prosecco kommt im grossen Stahltank zu seinen Perlen, ein deutlich weniger aufwendiges Verfahren als die Flaschengärung. «Ich würde sagen: Prosecco ist eher für den Sommer, Champagner für den Winter», sagt Martel. Ein weiterer grosser Unterschied, der auch manchem Liebhaber nicht bekannt ist: Während Prosecco vorwiegend aus der weissen Sorte Glera gekeltert wird, sind Champagner meist Cuvées aus den roten Sorten Pinot noir und Pinot meunier und weissen Chardonnay-Trauben. Es gibt

Champagner aus ausschliesslich roten Trauben, sie werden «Blanc de Noirs» genannt; das Pendant ist der «Blanc de Blancs», ein Champagner aus ausschliesslich weissen Trauben.

«Ich trinke Champagner nur, wenn ich glücklich und wenn ich traurig bin!» Lily Bollinger So vielseitig dieser Wein ist: Zu Fest- und Feierstunden wird er immer gehören. Deshalb bereichert Jan Martel das diesjährige Neujahrskonzert in der Tonhalle mit einem Champagner-Buffet, an welchem Gosset ausgeschenkt wird, Champagner aus dem 1584 gegründeten und damit ältesten Weinhaus der Champagne. (bh)

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Wir sind Theater # 4 Psychologie mit Nadel und Faden

Ob prunkvolle Uniformen für die Oper, Schneeflocken-Kostüme für die Tänzerinnen oder Strassenanzüge für die Schauspieler: Alle gehen sie durch die Hände der Gewandmeisterinnen und Gewandmeister. Das dreiköpfige Leitungsteam der Schneiderei ist verantwortlich für die Umsetzung der Ideen der Kostümbildner. Und dafür, dass sich die Darstellerinnen und Darsteller auf der Bühne wohl fühlen.

Die Formulierung von Ina Heyde klingt amtlich umständlich, gleichzeitig etwas skurril – vor allem aber trifft sie die Sache genau: «Wir machen Arbeitsbekleidung für eher anspruchsvolle Endverbraucher», sagt sie. Seit 13 Jahren ist Ina Heyde Gewandmeisterin am Theater St.Gallen, ihre Kollegin Julika Dextor ist vor zwei Jahren gekommen, Benjamin Beeri gehört seit dieser Spielzeit dazu. Die zwei Gewandmeisterinnen und der Gewandmeister sind die Schnittstelle zwischen Kostümbildnern und Darstellern. «Wir müssen die Bedürfnisse beider Seiten befriedigen, das ist manchmal eine Gratwanderung», sagt Julika Dextor. Das Dreierteam unter der Leitung von Christine Krug, der Leiterin der Kostümabteilung, setzt die Ideen des Kostümbildners um; es schneidet die Kostüme für die verschiedenen Rollen, teilt den zehn Schneiderinnen des Theaters St.Gallen (der einzige Schneider ist mitgemeint) die Arbeit zu und führt die Anproben durch. Langfristig gerechnet werden rund ein Drittel der benötigten Kostüme neu hergestellt, ein Drittel wird zugekauft. Ein weiteres Drittel sind Kleider aus früheren Inszenierungen, die im eigenen Fundus warten, bis sie ein zweites oder drittes Mal eingesetzt werden können. Den Beruf der Gewandmeisterin/des Gewandmeisters kann man in der Schweiz

Gruppenbild mit Uniform (v. l.): Julika Dextor, Ina Heyde und Benjamin Beeri

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nicht erlernen. In Dresden gibt es die Möglichkeit, den Bachelor als Bühnen- und Kostümbildner zu machen, in Hamburg existiert eine Gewandmeisterschule. Der klassische Weg sind die Schritte Schneiderlehre, Gesellenzeit und Meisterausbildung. Was die drei St.Galler Gewandmeister an ihrer Tätigkeit besonders fasziniert, sind die Vielseitigkeit, die geforderte Flexibilität. «Jede Produktion ist eine neue Herausforderung», sagt Benjamin Beeri, und Julika Dextor ergänzt: «Dafür lernt man auch bei jeder Produktion etwas Neues. Das ist toll.» Während in der konventionellen Massschneiderei weitgehend mit Standards wie Hosen, Sakkos und Mänteln der aktuellen Mode gearbeitet wird, reicht die Palette in der Theaterschneiderei von zeitgenössischer Mode über Uniformen und Fantasiekostüme bis zu historischen Gewändern im Stil des 14. Jahrhunderts. Das Schneidern für die Bühne stellt auch anderweitig andere Anforderungen an die Gewandmeister und die Schneiderei. «Kostüme für Schauspieler und Sängerinnen müssen so gearbeitet sein, dass man sie leicht ändern und oft auch rasch umziehen kann, gleichzeitig aber müssen sie stabiler sein als Kleider für die Strasse», sagt Ina Heyde. Denn die Künstler auf der Bühne bewegen sich ganz anders als Menschen im Alltag. Deshalb muss auch darauf geachtet werden, dass die verwendeten Materialien gut waschbar sind. 60 Prozent ihrer Arbeit machen die eigentlichen textilen Bereiche Schnitt, Zuschneiden und Anproben aus, 40 Prozent fallen aufs Organisieren, schätzen die drei St.Galler Gewandmeister. Doch sie sind noch mehr als Organisatoren und Schneider. Manchmal komme ein Sänger mit null Bock in die Anprobe, und wenn er ins Kostüm schlüpfe, dieses sitze und er Komplimente bekomme, dann drehe seine Laune um 180 Grad, erzählt Benjamin Beeri. «Da ist viel Psychologie dabei», kommentiert Ina Heyde. Psychologie – und eben Fachkenntnis. Entscheidend ist am Ende: Die Künstler müssen sich wohlfühlen in ihrem Kostüm. (bh)


Dezember Sa 01

19.30 –  22.10 Uhr

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien

So 02 11 Uhr

Matinee: Verrücktes Blut

11 Uhr

Einführung in das Schauspiel von Jens Hillje und Nurkan Erpulat nach dem Film La Journée de la jupe von Jean-Paul Lilienfeld [16+] Eintritt frei, LOK

Liedmatinee

Lieder aus Bulgarien, Russland, Italien und der Schweiz. Mit Gergana Geleva und Roberto Forno Eintritt frei, Foyer

14  –  16 Uhr

Neues vom Räuber Hotzenplotz

KONZERT 17 Uhr

Familienstück von Otfried Preussler [5+] frei, Grosses Haus Unterstützt von Migros Kulturprozent, Helvetia Versicherungen

Mozart Tschaikowsky

Sonntags um 5 So um 5 | frei, Tonhalle Unterstützt von Jutta Marxer Stiftung

19.30 –  22 Uhr

Volksstück von Ödön von Horváth Abo SoN-A | SG-So | frei, Grosses Haus

Geschichten aus dem Wiener Wald

Di 04 19.30  –  22.45 Uhr Einführung um 19 Uhr

Don Carlo

Oper von Giuseppe Verdi Abo MuA | VBK-3 | FernA+B | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär, Walter und Verena Spühl-Stiftung, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Do 06 PREMIERE 19.30 Uhr

Verrücktes Blut

Schauspiel von Jens Hillje und Nurkan Erpulat nach dem Film La Journée de la jupe von Jean-Paul Lilienfeld [16+] frei | Premiere, LOK

Sa 08 ZUM LETZTEN MAL 19.30 –  21.50 Uhr

Die Jahreszeiten

Oratorium von Joseph Haydn in einer Choreografie von Beate Vollack Abo Sa | MuB | O | frei, Tonhalle Unterstützt von Hedy Kreier, St.Gallen, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

So 09 11 Uhr

Matinee: Hello, Dolly!

Einführung in das Musical von Jerry Herman und Michael Stewart Eintritt frei, Foyer

17  –  20.15 Uhr Einführung um 16.30 Uhr

Don Carlo

Oper von Giuseppe Verdi Abo MuA | VBK-3 | FernA+B | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär, Walter und Verena Spühl-Stiftung, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater

Aventskonzert | 3. Meisterzyklus-Konzert Abo MZ | frei, LOK Unterstützt von Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

KONZERT 17 Uhr

In dulci jubilo

Mi 12 20 Uhr

Verrücktes Blut

Schauspiel von Jens Hillje und Nurkan Erpulat nach dem Film La Journée de la jupe von Jean-Paul Lilienfeld [16+] frei, LOK

Fr 14

KONZERT 12.15 Uhr

1. Mittagskonzert MK | frei, Tonhalle Unterstützt von Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen

21 Uhr

Mit / von Jessica Cuna und Gesa Oetting frei, LOK

Sa 15

PREMIERE 19.30 Uhr

Musical von Jerry Herman und Michael Stewart Abo PP | P | frei | Premiere, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

Hänsel und Gretel

Nachtzug Schauspiel

Hello, Dolly!

So 16 14.30  –  17.45 Uhr Einführung um 14 Uhr

Don Carlo

Oper von Giuseppe Verdi Abo VBK-1 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär, Walter und Verena Spühl-Stiftung, Ostschweizer Stiftung für

Musik und Theater 17 Uhr Nachgespräch im Anschlus an die Vorstellung

Schauspiel von Jens Hillje und Nurkan Erpulat nach dem Film La Journée de la jupe von Jean-Paul Lilienfeld [16+] frei, LOK

Verrücktes Blut

Mo 17 14 Uhr

Verrücktes Blut

Schauspiel von Jens Hillje und Nurkan Erpulat nach dem Film La Journée de la jupe von Jean-Paul Lilienfeld [16+] Schulvorstellung, LOK

19.30 Uhr

Hello, Dolly!

Musical von Jerry Herman und Michael Stewart Abo VB-C | frei, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien 29


Di 18 ZUM LETZTEN MAL 19.30 –  22 Uhr Geschichten aus dem Wiener Wald Volksstück von Ödön von Horváth Abo Di | CTV | frei, Grosses Haus

Do 27 18 Uhr

Mi 19 10 Uhr

ZUM LETZTEN MAL 19.30 –  22.20 Uhr Szenen einer Ehe Schauspiel von Ingmar Bergman frei, Grosses Haus

Verrücktes Blut

Schauspiel von Jens Hillje und Nurkan Erpulat nach dem Film La Journée de la jupe von Jean-Paul Lilienfeld [16+] Schulvorstellung, LOK

19 .30– 22.20 Uhr

Szenen einer Ehe

Schauspiel von Ingmar Bergman Abo Mi-G | S-Mi | Sg-Mi | frei, Grosses Haus Do 20 19.30  –  22.10 Uhr

Matterhorn Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots Abo VB-A | frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien

KONZERT 19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr

Weihnachtskonzert | 4. Tonhallekonzert Abo K+ | Do | frei, Tonhalle Unterstützt von St.Galler Kantonalbank

20 Uhr

Schauspiel von Jens Hillje und Nurkan Erpulat nach dem Film La Journée de la jupe von Jean-Paul Lilienfeld [16+] frei, LOK

Winterträume

Verrücktes Blut

Fr 21 19.30  –  22.20 Uhr Szenen einer Ehe Schauspiel von Ingmar Bergman Abo M-Fr | frei, Grosses Haus

KONZERT 19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr, im Anschluss Hörwege!

Winterträume

Weihnachtskonzert | 4. Tonhallekonzert Abo Fr | frei, Tonhalle Unterstützt von St.Galler Kantonalbank

KONZERT 19.30 Uhr

Jubiläumskonzert frei, LOK

40 Jahre Opernchor St.Gallen

Sa 22 KONZERT 19.30 Uhr

40 Jahre Opernchor St.Gallen

Fr 28 19.30  –  22.45 Uhr Einführung um 19 Uhr Don Carlo Oper von Giuseppe Verdi Abo Fr | KuT | frei, Grosses Haus Unterstützt von Opernpartner Bank Julius Bär, Walter und Verena Spühl-Stiftung, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater 20 Uhr

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien So 30 14.30 Uhr

Hello, Dolly!

Musical von Jerry Herman und Michael Stewart Abo SoN-A | VBK-2 | frei, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

19.30 Uhr

Hello, Dolly!

Musical von Jerry Herman und Michael Stewart Abo VB-D |  frei, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

Mo 31 SILVESTERVORSTELLUNG 19 Uhr

Hello, Dolly!

Musical von Jerry Herman und Michael Stewart frei, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

Jubiläumskonzert frei, LOK

Januar

Hänsel und Gretel

Familienkonzert frei, Tonhalle Unterstützt von Migos Kulturprozent

Verrücktes Blut

Schauspiel von Jens Hillje und Nurkan Erpulat nach dem Film La Journée de la jupe von Jean-Paul Lilienfeld [16+] frei, LOK Sa 29 19.30  –  22.10 Uhr

So 23 KONZERT 11 Uhr

Öffentliche Probe: Verzockt

Tanzstück von Beate Vollack Eintritt frei, LOK

14 –  16 Uhr

Neues vom Räuber Hotzenplotz

Familienstück von Otfried Preussler [5+] frei, Grosses Haus Unterstützt von Migros Kulturprozent, Helvetia Versicherungen Mi 26 14 –  16 Uhr

Di 01

Familienstück von Otfried Preussler [5+] frei, Grosses Haus Unterstützt von Migros Kulturprozent, Helvetia Versicherungen

Familienstück von Otfried Preussler [5+] frei, Grosses Haus Unterstützt von Migros Kulturprozent, Helvetia Versicherungen

30

Neues vom Räuber Hotzenplotz

14 –  16  Uhr

Neues vom Räuber Hotzenplotz


KONZERT 17 Uhr

14  –  16 Uhr

frei, Tonhalle Unterstützt von acrevis Bank, Martel AG St.Gallen

Familienstück von Otfried Preussler [5+] frei, Grosses Haus Unterstützt von Migros Kulturprozent, Helvetia Versicherungen

Neujahrskonzert 2019

Neues vom Räuber Hotzenplotz

Fr 11

KONZERT 19.30 Uhr Einführung um 18.30 Uhr

Mi 02 19.30 Uhr Hello, Dolly! Musical von Jerry Herman und Michael Stewart Abo Mi-G | Mi-mu | SG-Mi | frei, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

Divertimento

Do 03 14  –  16 Uhr

PREMIERE 19.30 Uhr

Familienstück von Otfried Preussler [5+] frei, Grosses Haus Unterstützt von Migros Kulturprozent, Helvetia Versicherungen

Komödie von Michael Frayn Abo PP | P | frei, Grosses Haus

Fr 04 20 Uhr Verrücktes Blut Schauspiel von Jens Hillje und Nurkan Erpulat nach dem Film La Journée de la jupe von Jean-Paul Lilienfeld [16+] frei, LOK

Neues vom Räuber Hotzenplotz

Sa 05 19.30  –  22.10 Uhr

Matterhorn

Musical von Michael Kunze und Albert Hammond | Orchestrierung von Koen Schoots frei, Grosses Haus Unterstützt von St.Galler Kantonalbank, Zürich VersicherungsGesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater, Tagblatt Medien So 06 11 Uhr

Matinee: Der nackte Wahnsinn

Einführung in die Komödie von Michael Frayn Eintritt frei, LOK

5. Tonhallekonzert | Mozart Haydn Weinmeister Abo Fr | frei, Tonhalle Unterstützt von Edmund Moosherr-Sand-Fonds

Der nackte Wahnsinn

Sa 12

11.30 Uhr

Einführung in das Tanzstück von Beate Vollack Eintritt frei, Lokremise

19.30 Uhr

Musical von Jerry Herman und Michael Stewart Abo Sa | MuB | frei, Grosses Haus Unterstützt von Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Coop Genossenschaft, Implenia Schweiz, Hirslanden Klinik Stephanshorn, Tagblatt Medien

KONZERT 21 Uhr

Brahms, 2. Streichsextett G-Dur op. 36 frei, Tonhalle

Matinee: Verzockt

Hello Dolly!

Hörwege spezial

14  –  16 Uhr

Neues vom Räuber Hotzenplotz

Familienstück von Otfried Preussler [5+] frei, Grosses Haus

Prada, Sergio Rossi, Tod's, Hogan, Stuart Weitzman, Ludwig Reiter, Santoni u.a. Alle zusammen gibt's in St.Gallen nur ein einziges Mal.

Schuhe und Accessoires, Neugasse 5, 9000 St. Gallen, Telefon 071 222 87 69 Unsere Vorstellungen und Konzerte werden ermöglicht durch:

Tickets theatersg.ch / sinfonieorchestersg.ch kasse @ theatersg.ch / Telefon 071 242 06 06 Billettkasse Montag bis Samstag 10 – 19 Uhr, Sonntag 10 – 12 . 30 Uhr Abendkasse jeweils eine Stunde vor der Veranstaltung

Vorverkauf am VBSG -Schalter im Rathaus St.Gallen, Montag bis Freitag 8 – 18 . 30 Uhr

Hotline Ticketportal Telefon 0900 325 325 ( CHF 1 . 19 /Min. ab Festnetz) Ihr Billett ist auch Ihr Busticket Konzert- und Theatertickets gelten als öV-Fahrausweis in der Ostwind-Zone 210 .

Impressum Herausgeber: Theater St.Gallen / Sinfonie­o rchester St.Gallen Redaktion: Beda Hanimann (bh) Autorinnen und Autoren: Marius Bolten (mb); Armin Breidenbach (ab); Caroline Damaschke (cd); Mario Franchi (mf); Franziska Frey (ff); Anja Horst (ah); Stefan Späti (sts) Design: TGG Hafen Senn Stieger, St.Gallen Produktion: Ostschweiz Druck AG , 9300 Wittenbach / Inserate: BB Art Service, 071 278 63 66 / Auflage: 6000 Stück / 25 . Jahrgang ISSN 1421 - 0266 Bitte richten Sie Ihre Adressänderungen an info @ theatersg.ch oder Tel. 071 242 05 05

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Taten statt Worte Nr. 87

Wir ermöglichen unvergessliche Kulturerlebnisse – regionale und nationale, grosse und kleine. Mit unserem Sponsoring leisten wir auch einen Beitrag zur kulturellen Vielfalt in der Schweiz. Schön, dass wir unseren Kundinnen und Kunden so jedes Jahr vergünstigte Tickets für rund 100 Events anbieten können.

Alles über das Nachhaltigkeits-Engagement von Coop auf: taten-statt-worte.ch

Profile for Konzert und Theater St.Gallen

Terzett Dezember 2018  

Monatsmagazin Konzert und Theater St.Gallen

Terzett Dezember 2018  

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