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Drei Generationen Lara, Lea, Heinz

Drei Kieze

Kreuzberg, F端rstenwalde, Istanbul

Aktueller Veranstaltungskalender

Kostenlos!

Winter 2008


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Elektro, Techno, House DJ M.I.R Vibe Raiders - www.myspace.com/viberaiders Marcel Meyer


Editoral

Wir

sind der

Kiez - Sie

sind der

Kiez

Liebe Leserinnen und Leser! Wir haben für diese vierte Ausgabe erneut vielseitige Themen zusammengestellt und hoffen, dass für Sie Interessantes und Informatives dabei ist. In unserem Mehr-GenerationenPorträt erzählen Lara (6 Jahre), Lea (23 Jahre) und Heinz (97 Jahre) aus ihrem Leben. In der Rubrik „Nah und Fern“ zeigen Geschichten aus Kreuzberg, Fürstenwalde und Istanbul, die unterschiedlichen Gesichter der Kultur im In- und Ausland. In „Zahlen, Daten, Mehringplatz“ erfahren Sie mehr über die Anwohner rund um das Hallesche Tor zumindest in statistischer Hinsicht.

nun nach Frankfurt an der Oder. Luises Engagement ist es zu verdanken, dass uns diese Ausgabe so gut gelungen ist. Danke, Sascha! Unser Chef-Layouter war von Anfang an dabei. Er gab KONTRAST ein Gesicht und uns professionelle Unterstützung. Wir wünschen ihm mit seiner Agen-

tur für Gestaltung „movin’ arts“ viel Erfolg. Besuchen Sie ihn unter: www.movinarts.de Als Kiezmagazin freuen wir uns über jede aktive Beteiligung aus dem Kiez: Schicken Sie dazu Ihre Anregungen, Geschichten, Themenvorschläge, Leserbriefe, Veranstaltungshinweise und Kritiken an: redaktion@intihaus.de

Inhaltsverzeichnis Seite 4-9

Kiez Jugend hilft! Zahlen, Daten, Mehringplatz Neue Medien im Kiez Der Kreuzberg Kiezspuren

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen und euch

Seite 10+11

Lieben und Leben Das Coming Out einer Schwester Buchtipp „Am I blue?“

Gesine Jüthner, Chefredakteurin

Seite 12

Sport Muay Thai

Danke, Christiane! Christiane Lutz war bis September 2008 unsere Herausgeberin. Mit Mut, Engagement und Hingabe las sie unsere Artikel und bezog stets aktiv Stellung. Sie hatte immer ein offenes Ohr für die Belange der Redakteurinnen und Redakteure. Wir wünschen ihr in Wien viel Erfolg. Wir vermissen dich!

Seite 13

Weltküche Geschmorte Champignons

Seite 14+19 Seite 15-18

Film

Seite 20-25

3-Generationen Im Interview:Lara, Lea und Heinz

Seite 26-29

Nah und Fern Istanbul Fürstenwalde - 1200 Dosen Farbe

Seite 30 Seite 31

Rätsel

Danke, Luise! Unsere „Lieblingsluise“ arbeitete für KONTRAST als Redakteurin und Projektmanagerin. Aus beruflichen Gründen ging sie

Veranstaltungskalender

Impressum Winter 2008

3


Kiez

Jugend

hilft!

Die Stiftung „Children for a better world e.V.“ unterstützt bundesweit Jugendliche und ihre Projekte, die sich aktiv für mehr Ökologie, Gerechtigkeit und Toleranz einsetzen. Sie schreibt Wettbewerbe wie zum Beispiel „Jugend hilft!“ aus, und verleiht jährlich Preise an Einrichtungen und Initiativen, die daran teilgenommen haben. Die Preisverleihung am 19./ 20. September 2008 fand dieses Mal in Berlin, im TIPI-Zelt am Kanzleramt, statt. Zuvor konnte den acht Preisträgern (u.a. Youth for all! DeuKische Generation e.V. aus Berlin) noch ein Termin bei Bundespräsident Köhler vermittelt werden, was prompt einen „Trailer“ in der Hauptausgabe der „Tagesschau“ einbrachte. Keine schlechte Werbung. Und nicht nur das: Die Siegerteams erhielten als Prämie die Teilnahme am „Jugend hilft! Camp“ – mit organisiert von der Kreuzberger Musikalischen Aktion (KMA). Die KMA veranstaltet mit ihrem „StarTruck“ – einer mobilen Bühne und Proberaum – Workshops sowie Konzerte im Brandenburger Umland.

Blick ins Publikum

Am Sonnabend nach der Preisverleihung organisierte das „Aqua“ (Jugend Event Center der KMA) Workshops in ihren Räumlichkeiten in der Lobeckstraße. Die TeilnehmerInnen präsentierten ihre Ergebnisse bei der „Children Party“: Graffiti4

Winter 2008

„Culcha Candela“ live im TIPI-Zelt am Kanzleramt

Ausstellungen, Tanz- und PercussionAufführungen und HipHop. Das Catering lieferten am Mittag der Kochkurs vom „Intihaus“ und am Abend „Kiezküchen“: Kartoffelsalat, Bouletten, Häppchen, Hamburger... alles super lecker, nur am Rotwein wurde gemäkelt.

„Cross Beatbox“ seine „Scratches“ per „Beatbox“. Der Saal tobte. Als zum Abschluss „Culcha Candela“ die Hütte rockten, waren Jung und Alt am Schwofen. Mehrere Generationen gleichzeitig auf einer Tanzfläche, das hat man selten. Event-Experte Erkan: „War Bombe“.

Danach führte der sympathische Malte Arkona, Moderator des Tigerenten Clubs beim KIKA, durch den Abend. Er stellte Stiftung und Preisträger vor, Wolfhard Schulze (Leiter der KMA) erzählte im Schnelldurchlauf die nunmehr 20jährige Geschichte der KMA.

Text: MM/Fotos: Merlin Nadj-Torma

Dazwischen zeigte „Cross Beatbox“ a.k.a. Rami Mardnli, ein Urgestein der KMA und ostdeutscher Beatbox-Meister in ‚beatboxen’, den „älteren Herrschaften“, was ‚beatboxen’ ist. Der Saal wurde in drei Gruppen eingeteilt. Links: “Bumm, Bumm“. Mitte: “Tsch“. Rechts: “Ich“. Bumm-Bumm, Tsch, Ich, BummBumm, Tsch, Ich… drüber legte

Sänger Johnny Strange von „Culcha Candela“ mit Kids


Kiez

Zahlen, Daten, Mehringplatz 350 300

Einwohnerzahl

250 Deutsche männlich Deutsche männlich

200

Deutsche weiblich Deutsche weiblich

Ausländer männlich Ausländer männlich

150

Ausländer weiblich Ausländer weiblich

100 50 unter 6

6 bis 12

12 bis 15

15 bis 18

18 bis 25

25 bis 35

35 bis 45

45 bis 55

55 bis 65

65+

Altersgruppe

In der letzten Ausgabe von KONTRAST haben wir bereits einen Versuch gestartet, etwas über unsere Leser herauszufinden. Nach dem Motto „Wir wollen´s wirklich wissen!“ haben wir einen Fragebogen ausgearbeitet. Leider gab es sehr wenig Resonanz. Wir freuen uns immer noch über jeden ausgefüllten Fragebogen, der seinen Weg in unsere Redaktion findet. Für die aktuelle KONTRAST 4 haben wir einen anderen Weg gewählt, um Sie besser kennenzulernen: die Statistik. Mit heftigem Engagement haben wir für Sie und für uns Zahlen, Daten und Fakten zu dem Gebiet rund um den Mehringplatz sowie über den Bezirk FriedrichshainKreuzberg zusammengetragen. Nun, was gibt es zu berichten?

Deutsche und 35,2% AusländerInnen. Laut der Zeitschrift für amtliche Statistik Berlin Brandenburg haben im Planungsraum Mehringplatz 64,5% der EinwohnerInnen Migrationshintergrund.

www.statistik-berlin-brandenburg.de

LM/GJ Frauen Friedrichshain-Kreuzberg Einkommensquelle

Die Mehrzahl der Bewohner hier ist zwischen 18 und 35 Jahre alt, dicht gefolgt von der Altersgruppe der 35- bis 45jährigen. Von allen BewohnerInnen des Mehringplatzgebietes sind 64,8% 140.000

Uns haben all die schönen Zahlen, Daten und Fakten in der Ansicht bestätigt, dass wir weiterhin auf generationsübergreifende Themenvielfalt setzen. Weitere Informationen unter:

Frauen F/K

Männer Friedrichshain-Kreuzberg Einkommensquelle

Erwerbstätigkeit

Rente/Pension

Unterhalt durch Eltern/Ehegatten

Sonstige Unstützung

Arbeitlosengeld I+II

Sozialhilfe

Männer F/K

Frauen Berlin

2.000.000

Männer Berlin

1.800.000 120.000 1.600.000 1.400.000 1.200.000

80.000

1.000.000 60.000

800.000

Einwohner Berlin

Einwohner pro Bezirk

100.000

600.000

40.000

400.000 20.000 200.000 0

0 Insgesamt

Erwerbstätigkeit

Arbeitslosengeld I+II

Rente, Pension

Unterhalt durch Eltern, Ehegatten

Eigenes Vermögen, Vermietung

Sozialhilfe

Sonstige Unterstützung

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Kiez

Neue Medien

im

Kiez

Initiative Berliner Zeitungsviertel Das „Berliner Zeitungsviertel“, vom Halleschen Tor bis zur Leipziger Straße, galt in der Kaiserzeit und der Weimarer Republik als der größte Presseplatz weltweit. Wo heute die Axel-Springer-AG und die „taz“ ihren Sitz haben, ließen damals die Zeitungsunternehmer Ullstein, Mosse und Scherl die ersten großen Massenblätter drucken, sorgten Hunderte von Verlagen, Redaktionen, Grafik- und Druckbetrieben für Leben rund um die Uhr. Durch die deutsche Wiedervereinigung erneut ins Zentrum gerückt, entwickelt sich das historische Zeitungsviertel wieder zu einem lebendigen Medienund Geschäftsquartier.

Nun hat sich im Sommer die unabhängige und gemeinnützige „Initiative Berliner Zeitungsviertel e.V.“ gegründet. Dieser neu gegründete Verein ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Publizisten, Journalisten, Museumsdirektoren, Wissenschaftlern, Verbands- und Verlagsrepräsentanten, Ausstellungskuratoren und -gestaltern. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Geschichte und Gegenwart des Berliner Zeitungsviertels durch eine multimediale Ausstellung im Stadtraum auf attraktive und spannende Weise sichtbar zu machen.

die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Die Module sollen zuerst in einer Sonderausstellung im Museum für Kommunikation und im Kreuzbergmuseum präsentiert und anschließend im Zeitungsviertel an zentralen Punkten fest installiert werden. Um dieses ungewöhnliche Ausstellungsprojekt realisieren zu können, sucht die Initiative jetzt die Unterstützung durch Spender und Förderer. Für weitere Informationen oder bei Interesse an Führungen durch das Viertel, wenden Sie sich bitte an Katja Roeckner im Kreuzbergmuseum: http://berliner-zeitungsviertel.de.

Die geplante Ausstellung nutzt dreidimensionale, multimediale Module, die mit ihrer markanten Gestaltung

MM

Zukunftsradio – Das größte Ereignis aller Zeiten Zukunftsradio - so haben wir es genannt, unser Radioprogramm beim Offenen Kanal Berlin (OKB) mit dazugehöriger Programm-Website. Beim OKB können Menschen, die in Berlin leben ihre eigenen Ideen und Gedanken ausdrücken. Hier können sie eigene Programme herstellen und produzieren, Projekte vorstellen und weiter entwickeln, kommunizieren, vor allem aber selber aktiv werden und es auch bleiben. Ein wirklich gutes Konzept, gerade im Hinblick darauf, dass das Ganze ein freies und kostenloses Angebot ist. Zuhörer und Zuhörerinnen können die Sendungen verschiedenster Art via live stream, Podcast über Antenne (97,2 MHz) oder Kabel (92,6 MHz Kabel Deutschland) anhören. 6

Winter 2008

Derzeit arbeiten wir an unserer aktuellen vierten Sendung, die in Zukunft monatlich gesendet werden soll. Wir sind ein Teil einer Non-Profit-Gruppe und sehen OKB als ein hervorragendes Medium, eine andere Art der Berichterstattung und Öffentlichkeit zu ermöglichen. Über den OKB können wir Informationen, die für viele Menschen höchstwahrscheinlich neu und bisher unbekannt sind, mitteilen und somit auch miteinander teilen. Außerdem macht es uns riesig viel Spaß und Freude, dass wir seit Anfang Dezember letzten Jahres unsere Idee endlich in die Tat umsetzen können. Also, wenn Ihr Lust habt, hört oder schaut doch einfach mal rein: OKB www.okb.de oder beim Zukunftsradio www.zukunftsradio.info.

Die genauen Sendezeiten und weitere Einzelheiten sind über die jeweiligen Internetseiten erhältlich. Also, dann viel Spaß! Vielleicht ist ja auch etwas für Euch dabei. Fernsehen produzieren und -sehen ist beim OKB übrigens auch möglich. Gunda Tente

Der Offene Kanal Berlin ist eine Einrichtung der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) Voltastr. 5, 13355 Berlin Tel.: 030 / 464 00 50 Fax: 030 / 46 40 05 98 E-Mail: info@okb.de www.okb.de


Kiez

Der Kreuzberg Es gibt ihn: den Berg, der dem Bezirk Kreuzberg seinen Namen gab. Der Viktoriapark ist direkt am Hang des Berges angelegt. Im Volksmund wird der Park meistens nur als Kreuzberg bezeichnet. Sein Wahrzeichen ist das am oberen Ende des Hanges gelegene Nationaldenkmal. Zu Silvester erfreut sich das Denkmal im Viktoriapark ganz besonderer Beliebtheit – kein Wunder, hat man doch von dort einen der schönsten Rundblicke über die Stadt: zwischen dem Teufelsberg im Westen und den Plattenbauten in MarzahnHellersdorf im Osten blickt man auf das Sony Center, die Reichstagskuppel, die Charité, die Bauten am Alexanderplatz sowie unzählige Kirchtürme. Damit ist das Denkmal BerlinBesuchern als Gratis-Alternative zum Fernsehturm durchaus zu empfehlen. Am Nationaldenkmal entspringt ein markanter, künstlich angelegter Wasserfall, der von der Spitze des Kreuzberges bis zum Fuß des Berges, an der Einmündung der Großbeerenstraße in die Kreuzbergstraße, plätschert. An seinem Hang bauen spezielle Gärtner den Wein „Kreuz-Neroberger“ an – unterstützt von der Firma Hofgrün.

Wiesen, umgeben von Bäumen und Sträuchern. Ein Holzkreuz erinnert an den Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953. Ein Rosengarten mit Rundbögen nach Entwürfen von Martin Schaumann schmückt seit 1983 die Anlage. Er befindet sich etwa auf halber Hanghöhe östlich des Wasserfalls. Auf einem Weg, parallel zur Kreuzbergstraße, finden die Spaziergänger Volièren und Tiergehege. Von der ursprünglichen Anlage des Viktoriaparks existieren noch einige wertvolle Schmuckelemente. Dies sind unter anderem die Skulptur „Seltener Fang“ von Ernst Gustav Herter sowie eine Granitbank mit rötlicher Steinintarsie. Des Weiteren können sich Besucher an den Kopien der Kleisttherme und der Uhlandtherme erfreuen. Die Originale aus Marmor befinden sich seit 1989 im Hof der Leibniz-Oberschule in der Schleiermacherstraße 23 (Berlin, Kreuzberg). 1980 wurde der Viktoriapark als erste Parkanlage West-Berlins unter Denkmalschutz gestellt.

Text und Fotos: CO

Die Geschichte des Viktoriaparks beginnt im Jahre 1821: Zur Erinnerung an die Schlachten der Befreiungskriege wurde unter der Leitung von Karl Friedrich Schinkel ein Nationaldenkmal auf der bis dato Tempelhofer Berg genannten Erhebung errichtet, und zu seinen Füßen ein Park angelegt. Zwischen Denkmal und Katzbachstraße wurde die Landschaft mittelgebirgsähnlich gestaltet – mit dafür typischen Bäumen und Gestein. Große Teile des Viktoriaparks sind heute ein Landschaftspark mit weitläufigen

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Kiez

Kiezspuren Ich habe mich oft gefragt, warum die Menschen so sind, wie sie sind. Oder warum Menschen Ticks bekommen, wenn z.B. ihr rechtes Auge immer wieder hochzuckt. Ich habe viele Menschen jahrelang beobachtet und auch an mir selbst bemerkt, wie sehr mein Umfeld mich geformt hat. Wir haben uns bewusst oder unbewusst alles abgeguckt, egal ob bei den Eltern, Bekannten, Freunden, Feinden, Verrätern oder Frauen. Auch Erfahrungen von Hass, Liebe, Tod (unter Freunden oder in der Familie), Ehre, Stolz usw. hinterlassen ihre Spuren. Das Umfeld, in dem man aufwächst ist ein ganz wichtiger Punkt.

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Es sind Erlebnisse, die dein Verhalten, dein Auftreten, deinen Respekt, deine Lebensweise, deinen Umgang mit Menschen, deine Selbstachtung, deine Aggressionen und alles Andere in dir, bestimmen. Und ich weiß, man kann die Rahmenbedingungen immer wieder ändern – Outfit, Style, Wohnort – aber es bleibt trotzdem in einem drin. ���������������������� Man muss nicht mal beteiligt sein an dem, was im Umfeld passiert, man muss nur wissen, dass es passiert. Ich möchte euch hier ein paar Schauplätze in meiner Gegend zeigen und euch erzählen, was dort passiert ist. An manchen Ereignissen war ich beteiligt, an anderen nicht. Ich möchte niemanden damit beeindrucken und ich bin auch nicht stolz darauf. 8

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Kottbusser Tor (Bild 5) Es macht einen kaputt, wenn man die eigene Schwester fragt, wie die Schule war und sie sagt, dass ein Unbekannter sie am Kotti gefragt hat, ob sie Gras will. Da war sie acht Jahre alt.

und der Täter drückt noch mal ab. Ein zufällig am Tatort anwesender Polizist will ihn davon überzeugen, aufzugeben. Auch ihn durchschlägt ein Projektil. Der Täter rennt in einen Hof und richtet sich selbst.

Am Kotti sieht man Junkies die spritzen, auf der Straße schlafen, auf die Straße kacken und auf der Straße kämpfen. Dealer, die Methadon, Heroin, Kokain, Gras, LSD usw. verkaufen und gleich daneben stehen mindestens ein bis zwei Polizeimannschaftswagen. Und das alles vor den Augen kleiner Kinder, deren Kindergarten gerade mal 50 Meter entfernt ist. Aber es passiert nichts. Niemand tut etwas dagegen.

Adalbertstraße (Hasir Restaurant) (Bild 4) Eine Gruppe von Menschen brennt Autoreifen auf der Kreuzung ab, damit andere Autos nicht weiterfahren können. Dann fahren sie mit ein paar Autos vor, rennen mit Baseballschlägern auf die Gäste zu und zerschlagen die Fenster und Tische. Zum Schluss wirft jemand einen Molotow Cocktail in den Eingang, der aber wieder herausrollt.

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Das folgende Ereignis am Kottbusser Tor habe ich nicht selbst miterlebt. Zwei Freunde streiten sich. Einer ruft den anderen an, sagt ihm, dass er sich am Kotti mit ihm treffen möchte. Der Angerufene hat Angst um sein Leben, packt seine Schrotflinte ein und geht zum Treffpunkt. Ohne zu zögern, zieht er die Waffe und drückt ab. Später stellen Freunde klar, dass der getötete Mann nur reden wollte. Wiener-/Ecke Lausitzer Straße (Travolta) (Bild 3) Eine Frau sitzt in einem Café, will etwas essen. Ihr ExMann kommt vorbei. Er zieht seinen Revolver und schießt ihr in den Kopf. Sie ist sofort tot. Ein anderer Mann fährt im selben Moment auf seinem Fahrrad vorbei. Auch ihn durchbohrt eine Kugel. Er liegt auf dem Boden

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All das passiert in höchstens fünf Minuten. Naunynstraße (Naunynritze) (Bild 6) Ich stehe mit Leuten in einem Hof, gegenüber der Naunynritze. Plötzlich hören wir Schreie und Schläge. Wir gehen sofort dorthin und sehen über 50 Leute hin und her rennen. Es sah aus als sei die komplette Naunynstraße voll mit Polizeiwannen, überall sind nur Bullen. Mein Freund erklärt mir, was passiert ist: Eine Jugendgang ist in Überzahl in die Naunynritze reinmarschiert und hat viele dort verprügelt. Naunynstraße (ehemals Friseur) (Bild 7) Ein Mann wird hier einfach so abgestochen.


Kiez

Manteuffelstraße (Hunsrück-Grundschule) Hier ging ich zur Schule. Sie sah früher ganz anders aus. Sie war ein mit Asbest vollgepumptes graues Schulgebäude. Fast immer nach Schulschluss wartete eine alte Oma, die wir alle nur „Omi“ nannten, mit ihrem Messer auf uns. Sie rannte uns immer hinterher, aber es ist nie wirklich was passiert. Reichenbergerstraße (Chip) (Bild 8) Sechs Jugendliche vergewaltigen ein körperlich behindertes Mädchen. Reichenbergerstraße Sie sind wie Brüder, kennen sich jahrelang. Doch einer schuldet dem anderen 200€.

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Buchtipp zum Thema: Eine Archäologie des Verbrechens Pieke Biermanns Kriminalreportagen sind harter Tobak, denn wovon die Menschen hier erzählen ist echt, wahrund auch wirklich passiert Opfer, Feuerwehrleute, Polizisten und Busfahrer erzählen vor allem von den Folgen der Gewalt, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen.

Pieke Biermann Der Asphalt unter Berlin Kriminalreportagen 256 Seiten, Paperback, 14,80 € Pendragon Verlag, Bielefeld 2008

GJ

www.pendragon.de

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Er geht hin und schlägt ihn, unter Drogeneinfluss, zu Tode. Danach stellt er sich der Polizei, weil er weiß, dass sonst auch er getötet werden würde.

Das haben sie dann auch gemacht. Ich habe über Dritte gehört, dass mich einer von ihnen abstechen will, aber es ist bis heute nicht passiert.

Engelbecken Hier traf ich mich zwei Jahre lang jeden Tag mit den selben Leuten, bis sie mich einfach so schlugen und mir mein Handy klauten. Seitdem kann ich niemandem mehr vertrauen.

Görlitzer Bahnhof (Kiosk) (Bild 2) Ich weiß es nicht ganz genau, aber ich glaube es ging um seine Tochter, die angefasst wurde. Ihr Vater ging rüber zum Kiosk und knallte den Kioskbesitzer ab.

Wassertor (KonAk) (Bild 1) Hier habe ich gearbeitet. Eines Tages kamen vier Jugendliche rein und wollen die Laptops mitnehmen. Mit einem Handzeichen habe ich ihnen klar gemacht, dass sie lieber weggehen sollten. Einer von ihnen zog sein Messer und zeigte damit auf die Laptops. Ich habe ihnen noch einmal versucht klar zu machen, dass sie besser weggehen sollten.

Das geht unter die Haut und ist eine informative Alternative zum gängigen Krawalljournalismus.

Mein Umfeld ist so zu beschreiben: Du kannst in einer Gruppe sein, trotzdem bist du Einzelkämpfer. Du kannst viele Freunde haben, trotzdem bist du einsam. Du kannst viel Glück und Freude haben, trotzdem bist du wütend. Du kannst jemanden seit deiner Kindheit kennen, trotzdem hast du kein Vertrauen. Warum ist das so?

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Warum ist man nur auf sich gestellt? Warum ist das Leben so widersprüchlich? Ich weiß es nicht. Ich vermute, dass sich alle Menschen – egal ob sie sich kennen oder nicht – mit ihren negativen Erlebnissen gegenseitig runterziehen. Darum Brüder und Schwestern: Wenn wir etwas verändern wollen, dann hört dieses Zitat von Indira Gandhi: „Mit einer geballten Faust kann man keinen Händedruck wechseln.“ Text und Fotos: BF

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Lieben

und

Leben

Das Coming Out

einer

Schwester

Hoffentlich wird mein Kind nicht lesbisch oder schwul. Das hoffen mit Sicherheit viele Eltern. Aber mal ehrlich, was wäre denn so schlimm daran? Es ist doch trotzdem ihr Kind und bleibt derselbe Mensch, oder? Ich habe mir diese Frage schon häufiger gestellt, weil meine Familie von dieser Fragestellung betroffen ist: Was würde ich tun, wenn mein Sohn ankäme und mir sagte: „Mama ich liebe einen Mann.“ Ich würde vielleicht keine Luftsprünge machen, aber ich würde es akzeptieren. Auf alle Fälle bräche für mich keine Welt zusammen. Er bleibt ja weiterhin mein Sohn. Schade nur, dass es immer noch Menschen gibt, die das nicht so locker sehen. Meine lesbische Schwester hatte es sehr einfach. Meine Eltern meinten damals nur zu ihr: „Wir möchten nicht, dass du beim Essen am Tisch mit ihr rumknutschst.“ Aber das durften mein Freund und ich auch nicht. Ihre Freundin hatte es da nicht so einfach. Sie ist 18 und seit einem halben Jahr mit meiner Schwester zusammen. Davor hatte sie eine zweijährige Beziehung mit einem Jungen, merkte dann aber, dass sie sich doch eher zu Frauen hingezogen fühlt. Ich habe mich mit ihr über ihr Coming-Out unterhalten. 10

Winter 2008

Wie und wann habt ihr deinen Eltern von euch erzählt? Gar nicht, meine Eltern haben es mitbekommen, oder besser gesagt: Sie haben uns erwischt, als wir uns innig geküsst haben. Wie haben sie reagiert? Mein Vater fand es gar nicht schlimm, er war bloß enttäuscht, dass ich ihm nichts gesagt habe. Aber meine Mutter ist total ausgerastet. Für sie ist eine Welt zusammengebrochen. Am Anfang war es sehr schwer, sie davon zu überzeugen, dass es jetzt so ist, und dass wir beide uns lieben, egal was die Anderen sagen. Wie ist die derzeitige Situation? Hat sie es denn akzeptiert? Ja, jetzt ist das Verhältnis zwischen meiner Mutter und mir wieder viel besser. Sie hat gesehen, dass ich derselbe Mensch geblieben bin. Ich bin immer noch ihre kleine Tochter. Nur mit einer Frau an meiner Seite.

Akzeptiert sie deine Freundin? Ja. Das Verhältnis zu meiner Mutter hat sich positiv verändert. Gott sei Dank. Es war manchmal ganz schön anstrengend, „zwischen den Stühlen“ zu sitzen. Also könnt ihr eure Liebe jetzt – auch in der Familie – leben? Ja, denn wie schon gesagt, wir lieben uns und es ist sch…egal, was andere dazu sagen! Na, dann wünsche ich euch weiterhin alles Liebe, und dass ihr noch viele Jahre so glücklich seid. Danke für das Gespräch. Danke und Bitte - habe ich gern gemacht. Ich wollte noch allen, die den Artikel lesen, sagen: Schämt euch nicht, dass ihr lesbisch oder schwul seid, es ist keine Krankheit. Es ist etwas ganz normales und jeder Mensch auf Erden hat das Recht, zu lieben und geliebt zu werden. Anonyme Verfasserin


Lieben

Buchtıpp „Am I „Am I blue? 14 Stories von der anderen Liebe“ In der Reihe „Reality“ des Ravensburger Buchverlages erscheinen Bücher mit den Titeln „Ghetto Kidz“, „Die Welle“, „Cold Turkey“ und auch „Am I blue?“ 14 Stories von der anderen Liebe“. Herausgeberin Marion Dane Bauer versammelt in diesem Band Geschichten aus dem und über das Leben junger Menschen. Sie sind auf der Suche nach sich selbst, sie fühlen sich als Außenseiter, sie sind anders. Wegen der Hautfarbe (in „Sommerfreundinnen“), wegen einer anderen Religion („Wir könnten ge-

und

Leben

blue?” nauso gut Freundinnen sein“), aber eben auch, und das ist hier das Thema – wegen ihrer Liebe zum gleichen Geschlecht. Jungen lieben Jungen, Mädchen lieben Mädchen. Ob und wie sie lernen, damit umzugehen, davon erzählen diese vorsichtigen Geschichten. Und das ist eine der angenehmsten Eigenschaften dieses Buches: es verzichtet auf Krawall, Skandal und großes Getöse. Behutsam schildern die Autorinnen und Autoren die Gedanken und Gefühle der Protagonisten und nehmen uns mit in deren Welt. Auch wenn Hass, Gewalt und Diskriminierung klar benannt

werden, konzentriert sich der Blick dennoch stets auf die Figuren. Und die erzählen uns, wie es ist, das Comingout: immer unterschiedlich, immer anders und immer wieder neu. Deshalb ist „Am I blue?“ ein interessantes Buch – für Fremde, Freunde und Familie, und für einen selbst. Die amüsante Antwort auf die Frage nach der Bedeutung des Titels „Am I blue?“ findet sich übrigens in der ersten Story des Buches. Im Nachwort informieren die Autorinnen und Autoren über sich selbst und die Entstehung ihrer Geschichten. GJ

Infos zum Buch: Taschenbuch: 256 Seiten Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1 (Januar 2000) ISBN-10: 3-473-58125-9 ( zehnstellige ISBN bis 31.12.2006) ISBN-13: 978-3473581252 (dreizehnstellige ISBN seit 01.01.2007) Herausgeberin: Marion Dane Bauer Übersetzerinnen: Nina Schindler, Volker Lenk Mehr Informationen im Internet unter: www.ravensburger.de Die Erstausgabe erschien in den USA 1994 mit dem Titel „Am I blue? Coming out of Silence“. Die deutsche Erstausgabe publizierte 1996 der Carl Hansen Verlag in Hamburg. 2000 folgt die Ausgabe des Ravensburger Verlages.

Quelle: www.ravensburger.de

Wir verlosen 1 Exemplar von „Am I blue?“. Schreibt eine E-Mail an: redaktion@intihaus.de mit dem Betreff: blue?

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Sport

Muay Thai Muay Thai (Thai = frei, Muay = Boxen) ist eine der ältesten Kampfsportkünste der Welt. Laut historischen Schätzungen existiert Muay Thai seit 1560. Gesichert ist, dass Muay Thai von thailändischen Soldaten entwickelt wurde, die diese spezielle Form der Kampfkunst 1767 im Krieg zwischen Siam (Thailand) und Birma einsetzten. Muay Thai Boran (Boran = traditionell, alt) ist eine sehr komplexe traditionelle Kampfkunst. Sie wurde ständig weiterentwickelt und so im Laufe der Zeit zu einer regulären Kampfsportart. Wie funktioniert Muay Thai? Wurden Schwert oder Speer während eines Kampfes unbrauchbar, setzten die Krieger ihre Beine, Fäuste und Ellenbogen ein. So spielen nicht nur der Einsatz unterschiedlicher Waffen, sondern auch die waffenlosen Techniken und die Art, sich zu bewegen, eine besondere Rolle. Denn Muay Thai-Kämpfer imitieren die Bewegungen verschiedenster Tiere, die im Training und auch in Wettbewerben in Formen zusammengefasst werden. Über die Jahrhunderte entstanden Tierformen, wie zum Beispiel Kranich-, Wasserbüffel-, Kampfhahn- oder auch Tigerform. Sie wurden für die aktuellen Stile und Kampftechniken des Muay Thai perfektioniert. Krabi Krabong (Kurz- und Langwaffen) bezeichnet das Kämpfen mit unterschiedlichen Arten von Waffen, wie zum Beispiel Krabi (Degen), Daab (Schwert), Plong oder Sri Sock (Stock), Ngauw (Stock mit einem kurzem Schwertaufsatz), Dung, Kaen, Mai Sun oder Loh (Schild).

schützten ihre Hände mit Bandagen. 1929 wurden zum ersten Mal Boxhandschuhe eingesetzt. Der Tiefschutz bestand aus einer Kokosnussschale. Als Zeitanzeiger fungierte eine weitere Kokosnussschale. In die Schale wurde ein Loch gebohrt und diese dann in Wasser gelegt. Ging die Schale unter, wurde die erste Runde beendet. Heutzutage wird nach Uhrzeiten und Gewichtsklasse gekämpft: von 2 mal 2 Minuten bis maximal 5 mal 3 Minuten. Nach der Einführung fester Regeln etablierte sich Muay Thai nach dem Zweiten Weltkrieg als Kampfkunst und gewann an Bedeutung. Kritiker verurteilten den Vollkontaktsport als „Haudraufsport“ bis 1995, dem Gründungsjahr des Muay Thai Council (WMC). Der erste offizielle Titelkampf fand am 26. Juni 1995 statt. Wer Muay Thai im Einsatz sehen möchte, dem empfehle ich den Film „Ong Bak“ (2003) von Prachya Pinkaew.

Boden zu ziehen. Beim Clinchen halten sich die Gegner im Stehen fest und versuchen, sich gegenseitig aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dabei treten sie mit den Knien gegen den Oberkörper oder die Oberschenkel des Gegners. ME Regeln bei Muay Thai Dauer der Runden: A-Klasse 5 mal 3 Minuten B-Klasse 5 mal 2 Minuten C-Klasse 3 mal 2 Minuten D-Klasse 2 mal 2 Minuten Erlaubte Techniken: Knie-und Ellbogentechniken Alle Tritttechniken mit dem Fuß oder dem Schienbein

Muay Thai: Techniken und Regeln

Alle Fausttechniken Handrückenschlag

Stilistisch auffällige Merkmale des Muay Thai sind Ellenbogen, Knietechniken und das Clinchen. Die bekannteste Technik ist der Kick mit dem blanken Schienbein – meist auf den Oberschenkel oder den Rippenbereich. Je nach Profistufe und Reglement des Kämpfers können Knietritte in Richtung Kopf zulässig sein. Ebenfalls erlaubt ist es, den Kopf des Gegners mit den Fäusten in Richtung

Festhalten des gegnerischen Beins mit sofortiger Folgetechnik Clinchen Nicht erlaubte Techniken: Kopfstöße Nachschlagen wenn der Gegner am Boden liegt Schlag- und Tritttechniken gegen den Hinterkopf Kampfkleidung: Tiefschutz Kurze Hose Boxhandschuhe (8 oder 10

Muay Thai wird Kampfsportart

offizielle

Unzen) Mundschutz Boxbandagen

1921 wurde der erste offizielle Ring eröffnet. Die Kämpfer

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Weltküche

Geschmorte Champignons auf Rucola mit Balsamico-Dressing

Zutaten für 4 bis 6 Personen: •

1 Schälchen Rucola (Raukensalat)

300 g Champignons

3 bis 4 Esslöffel Balsamico-Essig rosso (rot)

1 kleine Zwiebel

etwas Sonnenblumenöl oder Distelöl

1 Esslöffel Senf (am besten Digonsenf)

1 Esslöffel Honig

Pfeffer, Salz

Zubereitung: Den Rucola waschen und gut trocken schleudern. Die Champignons mit Küchen- (Back)-Pinsel oder weicher Bürste reinigen (nicht waschen) und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel (darf gern eine rote sein) in ganz feine Würfelchen schneiden. Etwas Öl in der Pfanne erhitzen, die Zwiebeln glasig andünsten und die Pilze mit Pfeffer und Salz gar schmoren. Balsamico-Essig, Honig, Senf etwas Öl, Pfeffer und Salz nach Geschmack verrühren. Den Rucola auf dem Teller anrichten, darauf die warmen geschmorten Champignons verteilen und mit einem Esslöffel das Balsamico-Dressing darüber verteilen. Guten Appetit

Kochen mit Kids Im September vor einem Jahr haben wir im Integrationshaus begonnen, Kochkurse für junge Erwachsene durchzuführen, die ihm Rahmen von Maßnahmen des JobCenters bei uns sind. Ihr werdet es nicht glauben: Nicht nur bei den Mädels, sondern auch bei den vielen Jungs erfreut sich der Kochkurs großer Beliebtheit (auch wenn sie alle nach dem Essen die Küche putzen müssen – gehört einfach dazu!). Angefangen wird „von der Pike auf“, das heißt: je nachdem was die einzelnen Teilnehmer „drauf“ haben, beginnen wir mit einfacheren Gerichten wie Spaghetti mit Tomatensoße und es geht bis zu Menues mit Vor-, Haupt- und Nachspeise (z. B. Tomatencremesuppe, Indisches Curry-Huhn und „Kalter Hund“) nach internationalen Rezepten (wie türkische, deutsche, griechische, indische, arabische, italienische). Dabei finden viele Gespräche statt, bei denen man sich kennenlernen kann und vieles über die verschiedenen Kulturen der Menschen erfährt. In absehbarer Zeit wollen wir einen Kochkurs für Kids zwischen 10 und 14 Jahren (vier Wochen lang einmal die Woche am Nachmittag) anbieten. Hierzu wäre es toll, wenn ihr euch bei uns telefonisch meldet, damit wir erfahren, wozu Ihr Lust habt. Ruft doch einfach an unter: 25 29 25 42 und fragt nach Ulla.

Winter 2008

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Film

Filmkritiken Football Undercover oder „I do everything I want“

E

s gibt viele Gründe, warum man nach diesem Dokumentarfilm fröhlich und Energie geladen aus dem Kino dribbelt. Der wichtigste jedoch: Er macht Mut und zeigt, dass aus Mut Möglichkeiten werden. Er führt uns glaubhaft vor, dass aus einem scheinbar naiven Traum Wirklichkeit werden kann: Kreuzberger Fußballerinnen vom BSVAl-Dersimspor wollen gegen das iranische Frauenfußballnationalteam ein Freundschaftsspiel spielen – in der iranischen Hauptstadt Teheran. Ganz im Ernst. So dokumentiert auch der erste Teil des Films die ernsthaften und zahlreichen Hindernisse, die Träume dieser Art nach sich ziehen können. Sie sind derart vertrackt, dass das Vorhaben mehrmals zu scheitern droht. Doch Marlene, die Kreuzberger

Linksverteidigerin und Ayat Najafi, einer der beiden Regisseure, bleiben am Ball. Sie halten an ihrer Idee fest und fliegen im Vorfeld nach Teheran, um Unterstützer und Visa aufzutreiben. Was unmöglich scheint, gelingt – trotz aller kulturellen und politischen Hindernisse. Man mag es kaum glauben, als am Ende des Films tatsächlich beide Teams in Teheran gegeneinander antreten. Wie es dazu kommt, erzählt Marlene aus dem Off. Die Kamera begleitet die Sportlerinnen in ihre sehr unterschiedlichen Lebenswelten in Berlin, Kreuzberg und in Teheran, Iran. Mit durchaus kritischem Blick zeigt sie die Verhältnisse, in denen Frauen im Iran leben. Das alles mit Leichtigkeit und Witz. Die O-Töne der Spielerinnen und ihre treffenden Kommentare bringen die ZuschauerInnen immer wieder zum

Quelle: Flying Moon

Lachen. Das Faszinierende an diesem Film sind jedoch der Mut und die Energie der Fußballerinnen beider Mannschaften: „I do everything I want“. Übrigens: den Energiekick gibts ab Ende November auch für zu Hause, wenn die Doku als DVD herauskommt. LM

Juno

J

uno ist eine Komödie über die 16jährige Juno McGuff (Ellen Page), die ungewollt von ihrem besten Freund Paulie Bleeker (Michael Cera) schwanger wird. Statt einer Abtreibung oder das Kind selber aufzuziehen, kommt für sie nur eines in Frage: Zusammen mit ihrer besten Freundin Leah (Olivia Thirlby) guckt man sich Adoptionsanzeigen an. Schnell sind die richtigen gefunden: Vanessa und Mark Loring (Jennifer Garner und Jason Bateman), denen zum perfekten Glück nur noch ein Kind fehlt. Dennoch tauchen unerwartete Probleme auf… Angeregt, durch das wirklich brillant geschriebene Drehbuch von Diablo Cody, bringt Jason Reitman diese Filmperle auf den Markt. Der Humor dominiert zwar den ganzen Film über, dennoch scheut dieses Werk weder Tiefgang noch Feingefühl. 14

Winter 2008

rübergebracht, sie ist schlichtweg grandios. Allison Janney und J.K. Simmons als Junos Eltern brillieren miteinander. So hat Allison Janney zwar viele Lacher auf ihrer Seite, aber J.K. Simmons sehr gute Darbietung erinnert einen leicht an Alan Arkin als drogensüchtigen Opa in „Little Miss Sunshine“. Auch die restlichen Darsteller (Olivia Thirlby, Michael Cera, Jennifer Garner und Jason Bateman) liefern ebenfalls allesamt überzeugende Leistungen ab.

Quelle: 20th Century Fox

Auch die Darsteller überzeugen: Hier ist allen voran die erst 21jährige und charmante Ellen Page zu nennen: Ihre Darstellung der Juno ist nicht nur überzeugend und natürlich

Exzellent abgerundet wird der Film durch eine sehr gute Ausstattung: die Farben harmonieren prächtig miteinander und witzige Requisiten (super: das Hamburger– Telefon) runden das Bild ab. Ein weiterer großer Pluspunkt ist der wunderschöne und bewegende Soundtrack. SK


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110

Kinder kochen im Kiez, „grüne“ Freizeitangebote, UmweltTäglich, auf Anfrage projekte, Lesungen für Kinder, Lesepatenschaften, Ferienprogramm mit kreativen Workshops, KochTreff – Kochkurs

Schildkröte GmbH

31 00 31

711 21 12

89 00 43 33

Zahnärztlicher Notdienst

Psychologische Beratung

Ebru Bakir / Integrationshaus

Privatärztlicher Notdienst

PC-Kurs für Senioren

Quartiersmanagement am Mehringplatz (QM)

Kassenärztlicher Notdienst

Kleinkinderturnen

Quartiersmanagement am Mehringplatz (QM)

Feuerwehr

Englischkurs, Thai Chi, Trommeln für Kinder, Singgruppe, Kindertanzkurs, Aerobic, Rückenschule, Yoga

Quartiersmanagement am Mehringplatz (QM)

Polizei / Notruf

Musikunterricht (Bass, Klavier, Saz, Gitarre, Schlagzeug), DJ-Workshop, Breakdance, Streetdance, Stimmbildung und noch mehr

KMAntenne

Friedrichstraße 1

Friedrichstraße 1

Lindenstraße. 17

Wilhelmstraße 14a

Friedrichstraße 1 Friedrichstraße 4

Friedrichstraße 2

Friedrichstraße 1

Wo

192 40

Gift Notruf

615 42 43

Frauen krisentelefon

21 01 01

Taxi Rufnumer

11 61 16

EC Karten sperren

118 80

allg. Auskunft

Quellen: notruf-berlin.de; Integrationshaus der KMA

61 00 61

Notdienst für Kinder

Kinder bis 12 Jahre bringen ihre Fantasien zum Eisvogel „dem fliegenden Edelstein“ zu Papier. Die Gewinner werden prämiert und auf dem Plakat zum Kinderkarneval 2009 zu sehen sein. Außerdem werden die schönsten Bilder in einer Ausstellung gezeigt (im Mai 09).

„DER EISVOGEL IST LOS!“

der am 28.11.08 startet und bis zum 31.03.09 läuft. Das diesjährige Tier ist der EISVOGEL und das Motto lautet:

MALWETTBEWERB,

Zum 13. Kinderkarneval der Kulturen am 30. Mai 2009 gibt es – wie jedes Jahr – im Vorfeld einen großen

MALWETTBEWERB zum 13. Kinderkarneval der Kulturen 2009

Fr 14.00 - 17.00 Uhr

Di 16:30 Uhr Do 16:30 Uhr

Di 10.00 Uhr

Täglich, auf Anfrage

Täglich, auf Anfrage

Täglich, auf Anfrage

Kinderflohmarkt, Kindercomputerkurs, Ausrichtung von Kindergeburtstagen

Integrationshaus

Wann

Angebote und vieles andere mehr

Veranstalter

Tel.: 284 72 42 21 www.schildkroete-berlin.de

Tel.: 25 29 25 40

Tel.: 25 93 87 47 www.QMamMehrinplatz.de

Tel.: 39 93 32 43 www.QMamMehrinplatz.de

Tel.: 39 93 32 43 www.QMamMehrinplatz.de

Tel.: 25 29 51 63 www.kma-antenne.de info@kma-antenne.de

Tel.: 25 29 25 40 www.intihaus.de info@intihaus.de

Kontakt

Veranstaltungen 2008-2009


10:00-14:00 Kleiderkabinett

10:00-12:00 * Babymassage für Eltern mit Babies ab 2 M. Anmeldung: 030 902 987 352

10:00-12:00 * Schmuckkurs für Frauen

10:00-14:00 Arabische Frauengruppe mit Kindern

18:00-18:30 Familienrechtsberatung durch Rechtsanwalt (2. und 4. des Monats)

16:30-18:00 Englischsprachige Krabbelgruppe

15:30-16:30 * Englischkurs für Kids ab 3 J.

15:00-18:00 Mobile Elternberatung Ercan Yaşaroĝlu

16:00-18:00 * Entwicklungsförderung und Gesundheitsvorsorge für Kinder ab 4.11. Info am 16.10.

14:00-18:00 * Hausaufgabenhilfe

12:00-14:00 * PEKiP für Eltern und Babies

* Kurse/Veranstaltungen mit Anmeldung

18:30-20:00 * Yoga für Mütter

15:00-18:00 Mädchentanz/ Mädchengruppe (6-12 Jahre)

14:00-18:00 * Hausaufgabenhilfe

12:45-16:00 * Alphabetisierung türkisch, für Frauen

12:00-14:00 Aerobic für Frauen

Auf Anfrage * „Starke Eltern starke Kinder“ Elternkurs

19:00-21:30 * Geburtsvorbereitungs-kurs mit Hebamme ab 5.11. 5 Termine

17:00-18:00 * Gemeinsam Musik machen für Eltern und Kinder von 2-4 Jahren

12:00-14:00 * Shiatsu 30 Euro/Monat

14:00-16:00 Offene Krabbelgruppe Ab 1 Jahr

14:00-18:00 * Hausaufgabenhilfe

Regelmäßig Infoveranstaltungen zu Mutter-Kind-Kur, Sprachförderung

10:00-12:00 Allgemeine Beratung für Frauen (Deutsch/Türkisch)

10:00-12:00 Spiel und Spaß für Eltern und Kinder von 1- 2 Jahren

10:00-14:00 Kleiderkabinett

09:00-12:15 * Deutsch für Frauen I

Mittwoch

16:00-18:00 Russischsprachige Krabbelgruppe

16:00-17:00 * 17:00-18:00 * Kinderturnen mit Elternunterstützung für Kinder von 2-4 Jahren

15:00-18:00 Mobile Elternberatung Ercan Yaşaroĝlu Tel.: 0173 617 32 26; erreichbar Mo-Fr von 12:00-20:00

15:00-18:00 Allgemeine Beratung (Arabisch/Deutsch)

14:00-18:00 * Hausaufgabenhilfe

11:45-13:15 * Kurs Türkische Grammatik

10:00-12:00 Offene Handarbeitsrunde Nähen, Stricken, Häkeln, Plaudern, voneinander lernen

10:00-14:00 Kleiderkabinett

09:00-13:00 * Deutsch Kadin Kadina

09:00-12:15 * Deutsch für Frauen II

Donnerstag

16:30-18:30 Kinderdisco 0-10 Jahre (jeden 1. Freitag des Monats) 0,50 Cent

18:00-19:30 Familientanz/ Folklore

15:00-18:00 Mädchentanz/ Mädchengruppe (12-22 Jahre)

14:00-18:00 * Hausaufgabenhilfe

13:00-16:15 * Deutsch für Frauen I

12:45-16:00 * Alphabetisierung Türkisch, für Frauen

12:00-14:00 Aerobic für Frauen

10:00-14:00 Kleiderkabinett

10:00-12:00 * Familienfrühstück 2,- Euro/Familie

09:00-12:15 * Deutsch Kadin Kadina

09:00-12:15 * Deutsch für Frauen II

Freitag

Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich bei uns…

Wir können Ihnen einen Raum zur Verfügung stellen.

Suchen Sie schon eine Weile einen Ort, an dem Sie sich zum Beispiel mit anderen Eltern treffen, mit Kindern musizieren oder andere kreative Dinge ausprobieren möchten?

Wir haben die Räume und Sie weitere Ideen?

Kostenlose Nutzung von Internet und Nähmaschinen

Halbjährlich Sonntags Flohmarkt für Babyund Kindersachen

17:00-19:00 Anatolischer FolkloreTanzkurs

13:00-17:00 Saz-Kurs

Sonntag

14:00-17:00 Vater-Kind-Gruppe Kinder bis 10 Jahre

09:30-15:30 * Wir betreuen Ihre Kinder von 3-10 Jahren

Samstag

Familienzentrum - Waldemar Straße. 57 - 10997 Berlin - Tel.: 030 32 51 78 06 - www.familienzentrum-kreuzberg.de

09:00-12:15 * Deutsch Kadin Kadina

10:00-14:00 Kleiderkabinett

11:00-13:00 * Beratung zum Aufenthaltsrecht (1. Dienstag des Monats)

09:00-12:15 * Deutsch für Frauen I

09:00-12:15 * Deutsch für Frauen II

13:00-15:00 Orientalische Handarbeit für Frauen 2,- Euro/Monat

Dienstag

Montag

Programm bis Dezember 2008

Kurse und Veranstaltungen vom FAMILIENZENTRUM


Frauenfrühstück (Mütter ohne Grenzen) MI 11.00 – 14.00 Uhr im Café Oriental Aerobic Mix – mit Kinderbetreuung (Mütter o. Grenzen) DI 13.00 - 15.00 Uhr im Tanzraum DO 09.00 - 11.00 Uhr

Kostenlose Rechtsberatung (Odak e.V.) MI 10:30 – 12.00 Uhr im Beratungsraum Kostenlose Sozialberatung (Odak e.V.) AUCH FÜR JUGENDLICHE DI 16.00 – 18.00 Uhr im Beratungsraum MI 12.00 – 14.00 Uhr DO 14.00 – 18.00 Uhr FR 10.00 – 13.00 Uhr

Hausaufgabenhilfe 1. – 6. Kl. (Arabische Eltern-Union e.V.) DI, DO 16.00 – 18.00 Uhr im VHS Raum 1

Hausaufgabenhilfe mit Lillica (Odak e.V.) MO, MI 14.00 – 16.00 Uhr im VHS Raum 1 FR 13.00 – 14.30 Uhr

Yoga für Kinder (Shanti von Mithila) SO 12.00 – 14.00 Uhr im Tanzraum

Wassertorstraße 48 10969 Berlin Tel.: 030 61 50 72 61 mgh@jugendwohnen-berlin.de www.jugendwohnen-berlin.de/mehrgenerationenhaus.html

Jugendwohnen im Kiez-Jugendhilfe gGmbH MehrGenerationenHaus Wassertor

Schmuckkurs für Mädchen (Mütter ohne Grenzen) DI 16.00 – 18.00 Uhr im VHS Raum 2

Schreibworkshop für Kinder (BildungsoffensiveKiezkinder BO) MO 16:45 – 17:45 Uhr im Büro der BO

Informationen und Anmeldung

Offene Filmwerkstatt (vitri-film) DI, MI 17.00 – 20.00 Uhr im Computerraum

Offene Computerwerkstatt MO bis FR 14.00 – 16.00 Uhr im Computerraum

Schreibworkshop für Frauen (BildungsoffensiveKiezkinder-BO) MI 10.00 – 12.00 Uhr im Büro der BO

Schmuckkurs für Frauen (Deniz - Mütter ohne Grenzen) DO 10.00 – 14.00 Uhr im Café

Es gibt bei uns auch einen Fitnessraum, Raumnutzungsmöglichkeiten und gerade die Entstehung neuer Angebote, wie offenes Frühstück und und und ... Schaut doch einfach mal rein!

Offene Computernutzung DI, MI, DO 10.00 – 13.00 Uhr im Computerraum

Lese- und Spielnachmittag (Arabische Eltern-Union e.V.) MO 14:30 – 16.00 Uhr im Kinderzimmer

Jugendkeller (Odak e.V.) MO bis SA 15.00 – 20.00 Uhr im Keller

Sozialberatung (Mütter ohne Grenzen) DI 12.00 - 13.00 Uhr im Büro der MoG MI 10.00 - 11.00 Uhr und FR 11.00 – 12.00 Uhr

Kochen mit Jugendlichen (Odak e.V.) DO den 27.12 16:30 – 19.00 Uhr im Café

Jugendberatung und Begleitung speziell zu Schule und Ausbildung (KompaX:mentos) Jeden 3. MO im Monat 15.00 – 17.00 Uhr im Beratungsraum

Familiencafé (Stadtteilmütter) DO,FR 10.00 – 13.00 Uhr im Café

Fördermittelberatung für Vereine (Bildungsoffensive Kiezkinder BO) DI 10.00 – 12.00 Uhr im Büro der BO

Filmabende für Jugendliche (Odak e.V.) FR den 05.12. ab 17.00 Uhr im Café FR den 28.11. ab 17.00 Uhr im Jugendkeller

Ausflüge: Eltern mit Kinder (BildungsoffensiveKiezkinder-BO) Jeden 2. SA im Monat 14.00 Uhr

Bildungsberatung, Berufsorientierung, Bewerbung (Gudrun Fink-Lernladen) AUCH FÜR JUGENDLICHE MO, DI 12.00 – 18.00 Uhr im Wohnzimmer

Aikido (Werner Gräf) DI für Mädchen 16.00 – 17.00 Uhr im Tanzraum DI für Jungen 17.00 – 18.00 Uhr

Spezielle Angebote für Frauen

Angebote für Erwachsene

Angebote vom MehrGenerationenHaus Wassertor

Angebote für Kinder und Jugendliche

.FIS(FOFSBUJPOFO)BVT 8BTTFSUPS


Beratung Bildung Bewegung, Cafébar Marianne

SeniorenClub, SeniorenClub mit Geburtstagsfeier, Gymnastik, Kreislauftraining, Kreative Freizeitgestaltung für Senioren

Kinder- und Jugendhilfe Schule und Bildung Stadtteilarbeit Familienzentrum Ausbildung, Beschäftigung und Qualifizierung Soziale, wohnungsnahe Dienstleistung

Online Kiezzeitung

Beratung für Einzelpersonen, Paare, Familien

Unterstützungsnetz, Begegnung, Kreative Angebote, Frauengruppen, Beratung, Kiezorientiert

Streetwork Sleep in Beratungsstelle Theater

Umfangreiches Kursangebot Café

Kontaktladen und Beratungsstelle für Drogenabhängige

Frauencafé Mira Martha mit Kinderbetreuung

Grundkenntnisse zur kindlichen Entwicklung, Erziehungsfähigkeit stärken, Sprachentwicklung / Zweisprachigkeit, nachbarschaftliche Hilfen

Interkulturelles Familiencafé, Kinderbetreuung, PC Nutzung, siehe Stadtteilmütter

Frauenzentrum Schokoladenfabrik e.V.

Heilig-Kreuz-Kirche

Jugendwohnen im Kiez e. V.

Kieznetz

Kinderschutz-Zentrum Berlin

Kreuzberger Stadtteilzentrum

KuB - Kontakt- und Beratungsstelle Hilfen für Kinder und Jugendliche in Not

Menschenskinder e. V.

Misfit

Offenes Café für Eltern-Kind

Stadtteilmütter für Friedrichshain Kreuzberg

T.a.M. (Treffpunkt am Mehringplatz)

Wilhelmstraße 115

Wilhelmstraße 115

Glogauer Straße 22

Cuvrystraße 1

Fürstenwalder Str. 30

Fasanenstraße 91

Lausitzer Straße 8

Juliusstraße 41

Kottbusser Damm 79a

Zossener Straße 65

Naunynstraße 72 Mariannenstraße 6

Cuvrystraße 1

Vielfältige günstige Computer-Fortbildungsangebot

FrauenComputerZentrumBerlin e. V.

Dieffenbachstraße 1

Mehringdamm 114

Geburtsvorbereitung, Rückbildung mit/ohne Kind, Cantienica-Beckenbodentraining, Yoga für Schwangere, Säuglingspflege (auch für Väter), Babymassage

Elternschule am Urban

Seumestraße 21

Familiencafé umfangreiches Kursangebot für Eltern und Kinder, Beratungen, Selbsthilfegruppen

Eltern-Kind-Café mit Second-Hand-Laden und mietbarem Extra Raum für Kursangebote.

Eltern-Kind-Café Seumeling

Urbanstraße 21

Familienzentrum Mehringdamm

Töpfern, heiteres Gedächtnis-und Konzentrationstraining, Frauenfrühstück, Nähstube

Das Nachbarschaftshaus Urbanstraße NHU e.V.

Lausitzer Straße. 14

Online Magazin für Frauen (Sanal Kadin Sayfa)

Aviva Berlin

Wo

Familie in unserer Zeit Berliner Familien- u. Elternbildungswerk e. V.

Angebote und vieles andere mehr

Veranstalter

Tel.: 261 19 92 www.dw-stadtmitte.de

Tel.: 261 19 91 www.dw-stadtmitte.de

Tel.: 612 31 12 www.frauundberuf-berlin.de

Tel.: 698 14 00 www.landesstelleberlin.de

Tel.: 427 39 79 www.menschenskinder-berlin.de

Tel.: 610 068 00 www.kub-berlin.de

Tel.: 612 66 66

Tel.: 683 91 10 www.kinderschutz-zentrum-berlin.de

www. kieznetz.net

Tel.: 74 75 60 www.jugendwohnen-berlin.de

Tel.: 81 49 25 92 www.heiligkreuzpassion.de

Tel.: 615 29 99 www.schokofabrik.de

Tel.: 617 97 00 www.fczb.de

Tel.: 28 50 47 16 www.kidsgo.de

Tel.: 612 23 13 www.kidsgo.de

Tel.: 130 22 97 00 www.kidsgo.de

Tel.: 29 03 84 65 www.seumeling.de

Tel.: 690 49 70 www.nachbarschaftshaus.de

www.aviva-berlin.de

Kontakt

Hilfreiches aus dem Kiez


Film

Die Welle

D

ie Welle basiert auf dem gleichnamigen Roman von Morton Rheu‘s Jugendbuchklassiker über ein Projekt, welches so in den 60er Jahren an einer amerikanischen Highschool wirklich passiert ist. Regisseur Dennis Gansel verlegte die Handlung ins heutige Deutschland. Während einer Projektwoche muss der lässige Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) das Thema Autokratie übernehmen und wagt mit seinen Schülerinnen und Schülern einen Versuch: Ist eine diktatorische Herrschaft im heutigen Deutschland noch möglich? Schnell schließen sich der Bewegung „Die Welle“ mehrere Schüler begeistert an, aber bald gerät „Die Welle“ außer Kontrolle: Es werden Schlägereien angezettelt und Schüler, die sich dagegen stellen,

am Rande angeschnitten und nicht zu Ende ausgeführt. Besonders erwähnenswert ist die Aula-Ansprache von Jürgen Vogel zum Ende des Films.

Quelle: Constantin Film AG

werden ausgegrenzt. Nach zähem Beginn wurde das Tempo mit der Zeit erhöht. Dennoch wurden einige Themen (Schüler berichten ihren Eltern über den Autokratiekurs) nur

In der Hauptrolle weiß Jürgen Vogel zu überzeugen, auch wenn es nicht seine Paraderolle ist. Bereits 1997 sah man ihn an der Seite von Christiane Paul in „Das Leben ist eine Baustelle“. Der restliche Cast ist größtenteils mit Nachwuchsdarstellern besetzt, die durchweg überzeugen können, wie z.B. Max Riemelt, Jennifer Ulrich und Frederik Lau. Max Riemelt bewies bereits in „Napola“ unter der Regie von Dennis Gansel sein schauspielerisches Talent. SK

Krabat

D

er erfolgreiche deutsche Kinderbuchautor Otfried Preußler veröffentlichte bereits 1971 den Jugendroman „Krabat“. Aber erst mehr als 30 Jahre nach der Zeichentrickverfilmung kommt nun auch die erste „richtige“ Verfilmung ins Kino. Als der junge Krabat (David Kross) eines Nachts unheimliche Stimmen vernimmt, folgt er diesen und landet in der Mühle des schwarzen Magiers (Christian Redl), der junge Burschen ausbildet und sie die schwarze Magie lehrt. Zu Anfang genießt er seine neuen Fähigkeiten und verliebt sich in die junge Kantorka (Paula Kalenberg). Als ihm Tonda (Daniel Brühl) aber das Geheimnis rund um die Mühle verrät, kommen ihm Zweifel und er versucht dem ein Ende zu setzen…

die Spannung baut sich systematisch auf. Die ansonsten gelungene Inszenierung wird nur durch plastisch und künstlich aussehende visuelle Effekte unterbrochen. Gerade die Darstellung der Raben, sowie die hektisch gefilmte und geschnittene Action-Sequenz in der Mitte des Streifens wirken wie Fremdkörper.

Quelle: 20th Century Fox

Gerade am Anfang wirken die verschiedenen Szenen nur lieblos aneinander gereiht, so dass kein richtiger Spielfluss aufkommt. Erst mit der zweiten Hälfte des Films ist ein Roter Faden erkennbar und

Der 18jährige Nachwuchschauspieler David Kross zeigt eine solide Darstellung, kommt aber an einigen Stellen ausgesprochen blass daher. Daniel Brühl, Paula Kalenberg und Christian Redel wissen durchaus zu überzeugen. Trotz mangelnder visueller Effekte und zu langer Einleitung ist Regisseur Marco Kreuzpaintner ein durchaus ruhiges und düsteres Coming-of-Age-Drama gelungen. SK Winter 2008

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3-Generationen

Im Interview: Lara (6) Lara ist 6 Jahre alt. Ihre Mutter ist Berlinerin, ihr Vater Holländer. Ihr Ur-Ur-Großvater war der letzte Droschkenkutscher Berlins. Lara wurde in diesem Jahr eingeschult. Hi Lara! Hallo. Ich hab` paar Fragen an dich; geht ganz schnell; in Ordnung? Okay.

Selbstportrait

Wann hast du Geburtstag? Am 5. Mai. Hast du Erinnerungen an die Zeit, als du noch klein gewesen bist? Nein. Ich vergess` immer alles ganz schnell.

Du lernst auch noch holländisch. Bringt das mehr Spaß? Ein bisschen. Sag mal holländische Wörter.

Ist sie verknallt in Rick?

Pus heißt Katze und Hond heißt Hund.

Sie nicht; Anna (Name von der Red. geändert) ist verknallt in ihn. Und mich ärgert noch, wenn mein Bruder David seine Spielsachen auf den Rücken unserer Katze schmeißt.

Wie war´s in der Kita? Warst du mal in Holland? Zuerst war ich in der „Buschgraben“Kita. Dort hatte ich zwei Freundinnen. Das waren Schwestern. Dann war ich in der „Pittiplatsch“-Kita, da steht eine Eisbärfigur am Fenster. Am liebsten hab ich mit meiner Freundin - sie heißt auch Lara – „Barbie“ gespielt. Die Jungs haben immer Lego gespielt und mit den Steinen nach uns geworfen. Meine Freundin war Lara 2. Ich war Lara 3. Es gab vier Laras in der Kita.

Ja. Zweimal als ich groß war und einmal als ich klein war.

Was ist dein Lieblingsbuch? Was ist der Unterschied zwischen Deutschland und Holland? Der Unterschied ist: Da wird holländisch gesprochen und hier deutsch. Am schwierigsten in Holland ist, holländisch zu sprechen. Das muss man. Weil, da gibt es keine Deutschen.

Jetzt bist du in der Schule?

„Ponygeschichten“. Da ist ein Rätsel drin. Ich habe es gelöst. Die Antwort ist: „Ponyhof “. Was ist deine Lieblingssendung? „Die kleine Prinzessin“ und „Kim Possible“ im Kinderkanal.

Was ärgert dich? Ja, in der 1. Klasse. Über uns wird immer gelacht, weil wir die Kleinsten sind. Was macht dir in der Schule am meisten Spaß?

Was willst du mal werden? Wenn Rick (Name von der Red. geändert) aus der 3. Klasse meine Freundin festhält und sie ärgert. Meine Freundin heißt Queen Ann. Manche sagen „Queenie“ zu ihr; andere sagen „Queen Ä“.

Zirkusartistin; auf jeden Fall im Zirkus arbeiten und den Leuten Kunststücke vorführen. Danke für das Gespräch.

Mit meiner Freundin spielen. Text und Fotos: MM 20

Winter 2008


3-Generationen

Im Interview: Lea (23) Lea ist 23 Jahre alt, und kommt aus Berlin. Im Sommer dieses Jahres hat sie nach drei Jahren Ausbildung und unzähligen Stunden des Paukens endlich ihre Gesellenprüfung abgelegt. Damit ist sie eines von zwei Mädchen in ihrer Klasse, die sich nun Zimmerin nennen dürfen. Die beiden Mädels waren mit ihren Ergebnissen unter den drei Klassenbesten. Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung und deinem Gesellenbrief. Dankeschön. (lacht) Wie nennt man dich denn jetzt? Zimmerin oder Zimmerergesellin. Wo hast du deine Ausbildung gemacht? Ich habe eine schulische Ausbildung an einem Oberstufenzentrum gemacht, das „Knobelsdorfschule“ oder auch „Oberstufenzentrum Bautechnik 1“ heißt. Die Ausbildung dort ist aber nicht rein theoretisch. Es gibt auch Werkstätten in der Schule. Es ist aber eine Ausbildung, die vom Senat getragen wird. Ich war also nicht in einem Betrieb, sondern wir haben mit der Schule Senatsaufträge gebaut. So hatte ich immer Praxis und Theorie an der Schule. Warum hast du deine Ausbildung genau dort und nicht woanders gemacht? Also einerseits habe ich vorher über das Arbeitsamt nach betrieblichen Ausbildungsstellen gesucht, dort wurde mir aber gesagt, dass es für Frauen in diesem Beruf keine Ausbildungsplätze gäbe. Das fand ich natürlich blöd und habe mich trotzdem weiter erkundigt. So habe ich die „Knobelsdorfschule“

gefunden, wo sie sozu sagen „neutral“ sind. Außerdem war es mir wichtig, dass an dieser Schule auch noch der eher traditionelle Holzbau betrieben wird und nicht nur Fertig- und Trockenbau, das ist dort anders als in den meisten Betrieben. Weil die Schule keinen Gewinn erwirtschaften muss, hat man dort mehr Zeit für das Traditionelle. Ich wollte das Handwerk gern richtig lernen, auch die alten Holzverbindungen. Ich wollte nicht immer nur möglichst schnell irgendwas fertig machen müssen. War es einfach, dort einen Ausbildungsplatz zu bekommen? Ich musste einen Eignungstest machen, und nachdem ich den bestanden hatte, wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. In den letzten Jahren gab es an der Schule sehr viele Bewerber um einen Ausbildungsplatz. Im Moment sind die Bewerberzahlen in der Zimmerei aber zurückgegangen.

Weil ich gerne reisen möchte, wollte ich etwas erlernen, was ich in verschiedenen Ländern der Welt ausüben kann. Etwas, womit ich nicht nur auf die Sprache fixiert bin. Außerdem wollte ich gerne zum Bau. Ich finde es einfach sinnvoll, etwas aufzubauen, und es macht mir Spaß. So vieles wird kaputt gemacht, vieles ist bereits kaputt und ich wollte gerne etwas Positives lernen. Die Arbeit mit Holz liegt mir innerhalb der Bauberufe am meisten. Holz ist eher mein Werkstoff als Stein. Außerdem finde ich die lange Tradition des Berufes schön, und er hat sich immer bewährt. Es hat mir gefallen, etwas Handfestes zu machen, nicht etwas, wobei es etwa um Neue Medien geht. Was Solides! (lacht) Ein Handwerk ist ein Beruf, mit dem man viel anfangen und auf dem man aufbauen kann. Gibt es noch viele Zimmerer, die traditionell arbeiten? In Berlin und Brandenburg gibt es die traditionellen Aufträge ganz selten, in Süddeutschland schon eher. In anderen Ländern kenne ich die Situation nicht so genau. Tendenziell ist natürlich auch der Holzbau industrialisiert, und es geht immer darum, möglichst viel für möglichst wenig Geld und in möglichst kurzer Zeit zu schaffen. Diese Einstellung lässt sich mit dem traditionellen Holzbau so nicht vereinbaren. In dem Bereich der Restaurierung gibt es aber ein Umdenken. Viele alte Fachwerkhäuser werden beispielsweise restauriert. Im Moment mögen die Menschen Holz wieder ganz gerne. Es gibt Leute, die sich Häuser im Umland kaufen und es schön traditionell haben wollen. Der Trend geht derzeit so ein bisschen weg von dieser Fertighausgeschichte. Vielleicht entwickelt sich das in den nächsten Jahren nochmal anders.

Warum hast du dich für die Ausbildung zur Zimmerin entschieden? Winter 2008

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3-Generationen

Was hast du gemacht, bevor du mit der Ausbildung angefangen hast? Direkt vor Ausbildungsbeginn war ich arbeitslos. Bis zur ersten Hälfte der 11. Klasse war ich auf dem Gymnasium. Als ich gemerkt habe, dass ich das zu dem Zeitpunkt nicht bis zum Abitur durchgehalten hätte, habe ich die Schule abgebrochen. Weil ich erstmal gar nicht

des Berufes zu lernen, damit man später weiß, wovon die Rede ist. Im ersten Lehrjahr war ich jeweils zwei Tage in der Woche in der Werkstatt und drei Tage pro Woche in der Schule. Es gab verschiedene Lernfelder, zu denen wir in der Schule und in den Werkstätten jeweils einen Kurs gemacht haben. Da ging es um Holzbau, Stahlbetonbau, Fliesen legen, Mauerwerk, Estrich und Trockenbau. So hat man alles mal durchlaufen und von jeder Hochbauart, bis auf das Dachdecken, ein bisschen Ahnung. Im zweiten und dritten Lehrjahr war ich immer drei Tage auf der Baustelle und zwei Tage in der Schule. Wie war das Verhältnis zu den Meistern und den Kollegen?

wusste, wie es weitergehen soll, habe ich verschiedene Praktika gemacht. Ein Praktikum habe ich bei einer Zeitung gemacht und dann ein ökologisches Jahr, danach habe ich eine Zeit lang auf einem Pferdehof gearbeitet. Dort bin ich auch mit dem Bauen das erste Mal so richtig in Berührung gekommen. Dann war ich für zwei Monate auf Island, wo ich auch mit Pferden gearbeitet habe. Aber zwischendurch hatte ich immer wieder Zeiten, in denen ich nicht so richtig etwas gemacht habe. Wie sah dann dein Arbeitsalltag aus, als du mit der Ausbildung angefangen hast? Am Anfang gab es eine Einführungsphase in der Schule. Dabei ging es darum, Grundsätze und Begrifflichkeiten 22

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Meine Klasse war schon ein ganz schön zusammen gewürfelter Haufen, da gab es sehr unterschiedliche Leute. Das war nicht immer einfach. Ich habe mit 20 Jahren die Ausbildung angefangen, die meisten waren eher so 16/17 Jahre alt, das hat man schon gemerkt. Generell gab es einen Klassenzusammenhalt, wie ich ihn aus der zehnten Klasse kannte, mit allen positiven und negativen Seiten. Das Verhältnis zu den Meistern war eigentlich gut. Klar wird einem gesagt, was man machen soll. Wenn man das dann nicht macht, ist das schon blöd. Aber gerade mit den Meistern aus der Zimmerei konnte man auch immer reden. Sie haben einem zugehört und man konnte sich auch an sie wenden, wenn es mal Schwierigkeiten gab. Generell gilt aber auf dem Bau und in der Schule schon: „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, das ist ein blöder alter Spruch, der aber dort seine Wahrheit hat. Darauf muss man sich einlassen. Das ist mir nicht immer leicht gefallen. Aber auf der Baustelle gibt es einfach diese Hierarchie und wenn man

damit nicht klarkommt, sollte man das, glaube ich, lassen. Hast du damit gerechnet oder hat es dich überrascht? Dass diese Hierarchie so stark ist, hat mich schon überrascht. Und ich hätte nicht gedacht, dass es mir so schwer fallen würde, damit umzugehen. Aber dass es so sein würde, war mir eigentlich schon vorher klar. Was ist für dich das Wichtigste, was du durch die Ausbildung gelernt hast? Einerseits habe ich Techniken gelernt. Aus zwei linken Händen sind zwei rechte geworden. Ich fühle mich generell kompetenter darin, etwas mit den Händen zu machen, ob es nun darum geht, ein Regal anzuschrauben oder einen Dachstuhl zu bauen. Andererseits habe ich gelernt, mich besser durchzusetzen und mehr Selbstbewusstsein bekommen. Ich habe gelernt, darauf zu vertrauen, dass ich Sachen kann, und diese dann auch zu machen. Es ist gut, Sachen einfach anzupacken, ohne vorher lange über Vor- und Nachteile nachzudenken. Daraus wird dann auch immer etwas. Was war für dich als Frau in der Ausbildung besonders? Ich glaube, dass man sich als Frau mehr durchsetzen muss. Einem Jungen wird das Schneiden mit der Kreissäge von Anfang an zugetraut. Ich musste es immer erstmal beweisen, es richtig machen, bevor die Leute mir geglaubt haben, dass ich es kann. Es liegt vielleicht auch daran, dass einem als Frau häufig die Vorerfahrung fehlt. Jungen haben oft vorher schon mal etwas gebaut oder sind mit Maschinen konfrontiert worden. Das ist bei Mädchen eher nicht so. Ich habe damit, bis ich neunzehn war, auch gar keine


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Erfahrung gehabt. Man hat einfach mehr zu lernen, in derselben Zeit. Und man darf sich nicht von komischen Sprüchen beeindrucken lassen.

Ich hatte am Anfang kein dickes Fell, aber auch das kann man lernen, man darf einfach nur nicht aufgeben. Wie immer im Leben. (lacht)

Wie viele Mädchen gab es in deiner Klasse?

Wie geht es jetzt bei dir weiter?

Das hat gewechselt, eine hat aufgehört und dann ist eine andere dazugekommen. Aber insgesamt waren es drei Mädchen. Was sollte man für die Ausbildung zum/r Zimmer/in mitbringen? Man sollte natürlich Interesse für den Beruf mitbringen. Es bringt generell nichts, etwas zu machen, wozu man gar keine Lust hat. Ein paar körperliche Fähigkeiten braucht man vielleicht auch noch. Aber wenn man das

wirklich machen will, wenn es einem Spaß macht und man überzeugt davon ist, dann ist alles andere egal. Denn alles andere kann man lernen. Ich glaube, die Überzeugung ist einfach das Wichtigste.

Ich möchte jetzt gerne losgehen. Deswegen überlege ich, mich selbstständig zu machen und dann mit einem Bus loszufahren, mit meinem Freund zusammen, der auch Zimmerer ist. Dann schauen wir, wo wir unterwegs Arbeit finden und bauen können. So genau weiß ich auch noch nicht, wie das funktioniert, ob es besser ist, sich einfach als Arbeitnehmerin einstellen zu lassen oder ein Reisegewerbe anzumelden. Danke für das Gespräch. Text und Fotos: LM

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Im Interview: Heinz (97) Heinz Meerwald wurde am 17. November 1911 in Berlin geboren. Er wuchs im Prenzlauer Berg auf. Nach der Schule lernte er Kupferschmied in der Firma Otto Steinberg in Friedrichshain. Später arbeitete er als Schweißer bei Borsig in Henningsdorf. Er qualifizierte sich weiter („Konstruktion, Kalkulation“) in der Beuth- Schule am Potsdamer Platz. Dort erlebte er den Ostberliner Arbeiteraufstand am 17. Juni 1953; russische (sowjetische) Panzer gegen Berliner Arbeiter. Seine Schule wurde nach „Westen“ verlegt: Kreuzberg. Hier wurde er Berufschullehrer. 1973 ging er in Rente. Heinz Meerwald (nach zwei Weltkriegen und mindestens sechs verschiedenen Währungen) lebt jetzt in Beuaregard, einem Stadtteil von Wriezen, ganz nah an der Oder. Die Heimat seiner jüngst verstorbenen Frau wurde sein zu Hause. Zurzeit probiert er etwas Neues: mit Ton, einem Werkstoff, mit dem er fast nie gearbeitet hat, will er die Büste seiner geliebten Frau Alma nachbilden und auf ihr Grab stellen. Ich lernte Heinz Meerwald bei einer Familienfeier kennen. Wir fanden schnell zueinander, weil wir beide den humankommunistischen Gelehrten Franz Mehring verehren. Heinz Meerwald ist ein feiner Mensch. Als der nun 97jährige mir das „Du“ anbot, hat mich das gerührt: „Ja, ist mir eine Ehre“. Das folgende Gespräch fand im Sommer im Oderbruch statt. Ich bat ihn, mir einige Bilder von sich für KONTRAST mitzugeben, was er bereitwillig tat (siehe Interview). Ich nahm die Fotografien und versicherte: “Brauchst keine Angst zu ham, ich geh sorgsam damit um“. Darauf Heinz: „Meinste in mei‘m Alter hatma vor irjendwat noch Angst?“

Balkon sitzen, im vierten Stock unserer Mietwohnung in der Islandstrasse im Prenzlauer Berg. Mein Vater war im Krieg und wurde kurz vor Paris verwundet. Nach seiner Genesung im Lazarett war er wieder daheim. Der Krieg ging auch ohne ihn weiter, die Versorgung der Bevölkerung wurde schwieriger und Vater zog über die Dörfer zum Hamstern und Kartoffeln stoppeln. Manchmal kamen Gendarmen und besch lagna hmten das mühsam Erworbene. In guter Erinnerung ist mir noch der Kohlrübenwinter 1918, denn da bekam ich zu meinem Geburtstag eine mit einer Lakritzstange gekrönte Kartoffel-Kohlrübentorte. In diesem Jahr kam ich in die Schule. Die Eltern hatten mir sogar eine Schultüte mitgegeben. Woher sie die wohl hatten?

Lieber Heinz. Was sind deine ersten Erinnerungen?

Die Zeit war für uns sehr aufregend, zumal man von Revolution sprach. Besonders gut erinnere ich mich an das Jahr 1918, der Kaiser hatte abgedankt, eine Republik mit einem Präsidenten hatte sich gebildet. Auch an das Jahr 1920 er-

Mein Langzeitgedächtnis bringt mich in die Zeit des ersten Weltkrieges. (1914-1918). Ich sehe uns auf dem 24

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Der schönste Tag war stets der Sonnabend. Da nahm mich Mutter mit zum Markt in der Wiechertstraße. An manchen Ständen kannte man sie schon als stetige Kundin und so bekam ich oftmals was Leckeres. Auch ein Pferdeschlächerstand war dabei, hier bekam Mutter Markknochen, die sie für schmackhafte Brühen aufkochte. Aber wir schoben viel Kohldampf. Ohne die Schulspeisung hätten wir immer hungern müssen. Erinnerst du dich an politische Ereignisse dieser Zeit?

innere ich mich ganz genau. Ein Gegner der Republik, ein General von Seeckt wollte eine Militärdiktatur errichten. Zu diesem Putsch stiftete er einen altpreußischen Bürokraten namens Kapp an. Mit dem Freikorps, das waren ehemalige Soldaten – heute würde man sagen Söldner – ließ er die Regierung auflösen. Die Minister und der Präsident flohen nach Süddeutschland. Kapp spielte den Kanzler; das Volk lehnte sich dagegen auf und ein Generalstreik wurde beschlossen, von den Gewerkschaften kommandiert. Arbeiterschaft und Beamte machten ebenfalls mit. Dann kam der sozialdemokratische Reichswehrminister Noske mit reg-ierungstreuen Truppen und been-dete den Spuk. Ich erwähne diese Geschehnisse, weil ich sie hautnah erlebt habe. Nämlich auf dem Schulhof in der Driesener Straße – im Prenzlauer Berg. Ich war damals bereits zehn Jahre alt und für einen Jungen, der von seinem Vater, einem der Arbeiterklasse nahestehendem Denker, immer mitgenom-


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men wurde, wenn politische Ereignisse anstanden, also war ich praktisch sowas wie aufgeklärt. In diesen Tagen im März fuhren Lastwagen mit Soldaten auf unseren Schulhof. Die Soldaten wurden in unserer Schule einquartiert. Wir Schüler wurden auf andere Schulen in der Nähe verteilt. Das waren meine ersten Eindrücke von den politischen Veränderungen in Deutschland. Zuvor hatte mich Vater schon einmal mitgenommen zu einer Veranstaltung im Lustgarten, der zwischen dem Dom und dem damaligen Schloss liegt. Auf der Versammlung waren tausende von Menschen und auf einem Sockel stand ein schwarz gekleideter Mann und hielt eine Rede. „Das ist Karl Liebknecht“, sagte mein Vater. Später haben Filme wie „Im Westen nichts Neues“ und „Panzerkreuzer Potemkin“ mein politisches Verständnis geprägt. Wie kam es zu Deiner Berufswahl? Als Schüler war ich immer ein Träumer. Ich wollte Weltreisender werden. Oder Ruinenausgräber – der Begriff „Archäologe“ war noch nicht in meine Gedankenwelt vorgedrungen. Aber mein Vater entschied, dass ich ein Handwerk lernen sollte. So musste ich Kupferschmied lernen. Das waren vier schreckliche Jahre, während derer das Bonmot „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ eisern beherzigt wurde. Wir wurden hart angepackt und ordentlich ausgebeutet. Ich musste zum Beispiel mit einem Karren zu Fuß von Friedrichshain bis nach Charlottenburg laufen, um unsere Waren auf dem Markt zu verkaufen. An heißen Sommertagen blieb der Karren manchmal im heißen Asphalt stecken. Trotzdem hat diese Zeit das Bewusstsein der Willensstärke

Auf dem Balkon Islandstr. 2, Sommer 1924

in mir hervorgerufen–Angefangenes auch zu vollenden. Diese Eigenschaft ist bis heute präsent. Nach der Lehre wurde ich arbeitslos. Das kann sich die heutige Jugend nicht mehr vorstellen. Man hatte ja überhaupt kein Geld. Ich hatte mich für die, vom Arbeitsamt ausgeschriebenen Regulierungsarbeiten, an der deutsch-dänischen Grenze beworben. Das bedeutete, mit dem Spaten zu arbeiten. Das klappte auch und meine erste „Weltreise“ konnte beginnen. Hast Du Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg? Jede Menge. Zum Beispiel Herbst 1943. Ich bin Sachbearbeiter für Arbeitsvorgaben an Werkzeug ma-chinen in einem Luftfahrtbetrieb. Die Bombardierung Berlins erforderte die Verlagerung von wichtigen Rüstungsbetrieben, in meinem Fall geschah das ins Sudetenland (Tschechien). Vor der Abreise wurde ich zum Oberchef gerufen, ein Doktor Hägele, mit vielen NaziAbzeichen an seiner Uniform. Sein Aussehen, die Visage und das Gehabe hatte er dem Himmler abgeschaut. Er war kalt und unnahbar. Er sagte zu mir: Wenn ich Fehler machen würde, würde ich an die Front abkommandiert.

Natürlich gab es Fehler. Sie wurden mir in die Schuhe geschoben und ich wurde abkommandiert. Dafür übernahm der Schwiegersohn von diesem Doktor Hägele meinen Posten. In den letzten Kriegsmonaten wurde ich schwer verwundet, bekam dafür auch einen Orden, der von den Soldaten „Fleischerorden“ genannt wurde. Den Dank des Vaterlands bekam ich nach dem Krieg in Form von Genesungskuren. Eine dieser Kuren erlebte ich in Bad Mergentheim. Da kommt mir doch mit einem Trinkglas bewaffnet im Kurpark ein bekanntes Gesicht entgegen. Es war die Visage des Doktor Hägele. Ihm schien es sehr gut zu gehen. Er hatte die Entnazifizierung offensichtlich bestens überstanden. Im Gegensatz zur ehemaligen DDR, hat man bei uns die Entnazifizierung sehr, sehr großzügig gehandhabt; leider. Aber Jammern hilft nicht. Text und Fotos: MM

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Istanbul

Meine Stadt heißt Istanbul. Hier leben rund zwölf Millionen Menschen. Wenn man von Istanbul nach BerlinTegel kommt und dann mit dem Bus fährt, denkt man: Hier ist ja kein Mensch auf der Straße, so als wäre Berlin ist eine leere Stadt.

Istanbul setzt sich aus einem europäischen und einem asiatischen Teil zusammen. Somit ist Istanbul die einzige Metropole, die auf zwei Kontinenten liegt und eine dreitausendjährige Geschichte hat. Sie ist heute das Kultur- und Wirtschaftszentrum der Türkei.

Istanbul hat ein mildes und feuchtes Seeklima. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 14°C. Der wärmste Monat ist der Juli, mit durchschnittlich 23°C, der kälteste der Januar mit 5°C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 698  mm. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Dezember mit durchschnittlich 122 mm (zum Vergleich: in Berlin: 355mm), der geringste im Juli mit 19 mm(in Berlin: 489mm) im Mittel. Konkret bedeutet

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das: Istanbul ist in den heißen Monaten viel stärker mit Smog belastet als andere Großstädte. In Istanbul gibt es viele Glaubensrichtungen: Die Mehrheit stellen natürlich die Muslime. Neben den sunnitischen Muslimen gibt es ca. 15 % bis 30 % Aleviten.

Galata Köprü

Die Stadtgrenzen umfassen eine Fläche von 1.538,77 km². Die Metropolregion Istanbul hat eine Fläche von 5.220 km² ,und ist damit fast doppelt so groß wie Berlin.

Eyüpsultan Camii

Eminönü Meydan


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Kunstausstellungen genutzt wird. Sie wurde im 6.Jahrhundert erbaut und diente der Wasserversorgung. In unmittelbarer Nähe befindet sich der „Deutsche Brunnen“. Dieser achteckige Brunnen ist ein Geschenk des deutschen Kaisers Wilhelm II. an den Sultan Abdülhamit II. Er wurde in Deutschland gefertigt und bei einem Staatsbesuch des Kaisers Blaue Moschee (Sultan Ahmet camii)

Galata Kulesi

importiert und 1490 vor Chr. durch den Pharao Tutmoses III. im ägyptischen Luxor vor dem Karmak-Tempel zum Gedenken des Sieges in Mesopotamien aufgestellt.

Kiz Kulesi

Zu der evangelischen und katholischen Gemeinde kommen viele andere christliche Gemeinschaften, darunter z.B. die traditionsreiche orthodoxe Richtung. Deshalb existieren von allen Religionen verschiedene Gotteshäuser. Die bekanntesten sind die “Hagia Sophia“ (Aya Sofya) und die “Blaue Moschee“ (SultanAhmed). Die „Hagia Sophia“ war zur byzantinischen (oströmischen) Zeit eine Kirche und wurde nach der osmanischen Eroberung im Jahre 1453 eine Moschee. Heute dient sie als Museum. In der „Blauen Moschee“ wird der Glaube bis heute - auch für Besucher erlebbar – praktiziert. In kurzer Entfernung von der Blauen Moschee befindet sich die Zisterne (Yerebatan Sarnici), die heutzutage für

Deutscher Brunnen

Auf alle Fälle sollten Neuankömmlinge in Istanbul als Erstes den „Galataturm“ (������������������������������������� Galata Kulesi������������������������ ) besuchen. Der 1348 erbaute Turm ermöglicht einen wunderbaren Blick über das Marmarameer, das Goldene Horn sowie den Bosporus und erlaubt außerdem eine einmalige Aussicht auf die Skyline der Stadt. Auch Sehenswürdigkeiten (Museen, Basare…) gibt es in Istanbul ohne Ende. Einige davon werden wir im nächsten Heft vorstellen. Text: Tuana und MM / Fotos: Tuana

Haydarpasa

im Jahre 1898 übergeben. Gleich daneben stehen 3 Obelisken: Dikilitaş, Örmeli Sütun und Yilanli Sütun. Einer davon (Dikilitaş) wurde aus Ägypten

Yerebatan Sarnici (Zisterne)

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Fürstenwalde 1200 Dosen Farbe Im Rahmen der Bundesinitiative "Vielefalt tut gut" sollte in Fürstenwalde die Füßgängerunterführung, die zwei Stadtteile miteinander verbindet, gestaltet werden. Nach über einem Jahr Planung und unzähligen VorOrt-Besuchen, um Gespräche mit den Verantwortlichen der Stadt zu führen, war es soweit - am 13.07.2008 fuhren 4 Freunde, bewaffnet mit 1200 Sprühdosen, nach Fürstenwalde. Und hier ist das Ergebnis:

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Die Writer, die sich das Wahnsinnsziel gesetzt hatten, die 700-800 m² des Tunnels ink. aller dazugehörigen Flächen zu gestalten, waren:

Kens - WSK, AW Faxe - WSK Dike - MGS, GFA Senil - IWS Text: SW/Fotos: Merle Hadtstein Winter 2008

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Rätsel

R ätselecke Bilderrätsel

Sudoku

Finde die 6 versteckten Fehler im unteren Bild!

leicht

 2 9  1  6  8

6  4  7 3 2  9

5  3  9 6  4 1

1 4     5  

 5  4 6 7  1 

  7     8 6

3 9  6 4  8  7

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4  6    2  

5     4   

3 7    2   

 schwer

   7    4 3

   3     6



Wortsuche Kontrast, Kreuzberg, Kiez, Info, Redaktion, Jazz, Buchtipp, Infobox, Outing, Artikel, Jugendliche, Weltküche, Curry, Webseite, Veranstaltung, Filmszene, Generation

V E R A N A Y Q V D J Ö G H A 30



Winter 2008

E E K J A S S F C S A E D J S

R G R S J A D J Y Z N G G U D

F Ö A A F F G B Z E I K D G J

S P Z Ö N O N L R I S A K E F

H Z H K S S I A Q K G A R N S

K R H S D Q T X Y A G A E D D

I W O F F I U A X S K S U L S

R M X F O C O A L E A D Z I F

C B A N N C H G A T T K B C F

B U C H T I P P D I U O E H I

A J D Y V N Y Q G E S N R E L

A D B X C F J X V S F T G D M

F K A X F O O S B B D R D F S

D D R F P B X F E E G A H E Z

V D T T D O B W E W L S J J E

X D I D H X R E D A K T I O N

V G K A Y B W F C Ä Ö G G D E

V W E L T K Ü C H E L J K F B

O L L K G S F C H C C U R R Y


InterviewMaja und die Glaubensfrage Die Geschichte des Mehringplatzes Der schwarze DeutscheEin Streifzug durch Berlin

Ausgabe Nr. 3 August 2008

Ein Projekt der Kreuzberger Musikalischen Aktion e.V. Herausgeber Nurettin Gündüz Chefredakteurin Gesine Jüthner (GJ) Redaktion Metin Erol (ME) Bela Fischer (BF) Ulla Greinke Stefan Kolodseike (SK) Luise Meier (LM) Matthias Mildner (MM) Canan Opitz (CO) Gunda Tente Tuana Sascha Woschnik (SW) Lektorat Benjamin Bürger Ulla Greinke Janice Kunisch Christiane Lutz Layout und Grafik Grafische Leitung Adina-Paloma Dutz Sascha Woschnik

GraffitiDie Ansichten eines Sprühers Der SchenkladenBesuch vor Ort Absinthein kulturhistorische Essay

Design Benjamin Bürger Adina-Paloma Dutz Stefan Kolodseike Jörg Wiechers Schriftsatz Benjamin Bürger Adina-Paloma Dutz Stefan Kolodseike Sascha Woschnik Cover Design Benjamin Bürger Stefan Kolodseike Bildredaktion Stefan Kolodseike

Ausgabe Nr. 2 April 2008

Das Magazin rund um das Hallesche Tor

1 POSITIV DENKEN!

Interview mit einem Obdachlosen

WOLFHARD SCHULZE

Positiv DenkenInterview mit einem Obdachlosen

Interview mit dem Leiter der KMA

Wolfhard SchulzeInterview mit dem Leiter der KMA

VERANSTALTUNGSKALENDER Was ist los am Mehringplatz

Motzder Laden Dezember 2007 Vom Kiez für den Kiez

Ausgabe Nr. 1 Dezember 2007

Fotos Benjamin Bürger Bela Fischer Merle Hadtstein Luise Meier Mattias Mildner Merlin Nadj-Torma Canan Opitz Tuana Anzeigenleitung Anke Drobot Terah Weleba Wir bedanken uns bei Twentieth Century Fox of Germany GmbH Constantin Film AG Flying Moon Filmverleih GbR Ravensburger AG Pendragon Verlag Chroma Drukarnia Intihaus Integrationshaus am Mehringplatz Jugendetage Friedrichstraße 1, 10969 Berlin Tel.: 030 25292540 Fax.: 030 25292541 E-Mail: redaktion@intihaus.de


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Die Stadtteilmütter für Friedrichshain-Kreuzberg und ihre aufsuchende Familienarbeit

Ulrike Koch (Dipl. Sozialpädagogin), Verantwortliche für das Diakonische Werk Berlin Stadtmitte e.V. über die Stadtteilmütter: Das erfolgreiche Projekt „Stadtteilmütter“ in Neukölln – initiiert vom Diakonischen Werk Neukölln – spornte uns dazu an, ein ähnliches Konzept für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zu entwickeln. Träger ist auch hier das Diakonische Werk Berlin Stadtmitte e.V. – anerkannt durch Jugend- und Familienarbeit und andere soziale Projekte, zu denen u.a. der Treffpunkt am Mehringplatz (t.a.m.) gehört. Unser interkulturelles Konzept richtet sich an erwerbslose Mütter aller Nationalitäten, die sich durch eine erfolgreiche Teilnahme an der Schulung qualifizieren können, und dafür auch ein Zertifikat erhalten. Nach Abschluss der Qualifizierung besuchen die Stadtteilmütter Familien in ihrer Nachbarschaft und geben ihr Wissen rund um Erziehung, Bildung und Gesundheit weiter. Pro Familie versuchen sie, zehn Gesprächstermine zu vereinbaren. Ziele dieser Gespräche sind vor allem mehr Erziehungskompetenz durch Information, Prävention sowie der Schutz und die Förderung von Kindern, die in sozial benachteiligten Familien aufwachsen.

Vor Ort informieren, bestärken und motivieren die Stadtteilmütter die Eltern, ihre Kinder aktiv zu fördern. So helfen sie zum Beispiel dabei, die Entwicklungsmöglichkeiten eines Kindes vor dem Schuleintritt zu verbessern. Die aufsuchende Familienarbeit ermöglicht den Kontakt zu Familien, die sonst nur schwer zu erreichen sind. Unser Projekt fördert also Eltern und Kinder, aber eben auch die berufliche Integration erwerbsloser Mütter. Die Qualifikation zur Stadtteilmutter er-

öffnet grundsätzlich die Möglichkeit zu einer Honorartätigkeit oder einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Wer Stadtteilmutter wird, erarbeitet sich Kompetenzen, die für den Eintritt in das Erwerbsleben von Bedeutung sind. Dazu gehören die regelmäßige Teilnahme an der Qualifizierungsmaßnahme, die Aneignung von Wissen sowie die angemessene Auseinandersetzung mit bestimmten Themen in einer Gruppe.

Qualifizierung zur Stadtteilmutter für erwerbslose Frauen aller Nationalitäten in FriedrichshainKreuzberg • • •

siebenmonatige Schulung mit Zertifikat Themen: Grundkenntnisse zur kindlichen Entwicklung, Erziehungsfähigkeit stärken, Sprachentwicklung / Zweisprachigkeit, die gesunde Entwicklung von Kindern fördern, nachbarschaftliche Hilfen aufbauen und vieles andere mehr rund um die Familie MAE – Maßnahme mit Aufwandsentschädigung in Höhe von bis zu 180,00 € monatlich, gefördert vom JobCenter Friedrichshain-Kreuzberg

Weitere Informationen unter: t.a.m. – Treffpunkt und Beratung Wilhelmstraße 115 / Ecke Puttkamer Straße, 10963 Berlin

Tel.: 030 261 19 91 Im Internet: www.dw-stadtmitte.de, E-Mail: stadtteilmuetter-tam@dw-stadtmitte.de


Kontrast Magazin #4