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Oktober / October 2009


Komptech Waste Abstracts Oktober / October 2009

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INHALTSVERZEICHNIS 1.

Komptech ....................................................................................................... 3

2.

Österreich..................................................................................................... 10 2.1 2.2

3.

Abfallwirtschaft ........................................................................................... 10 Erneuerbare Energien ................................................................................ 10 Deutschland ................................................................................................. 12

3.1 3.2 4.

Gesetze...................................................................................................... 12 Erneuerbare Energien ................................................................................ 15 Europäische Union ...................................................................................... 17

4.1 4.2 4.3 5.

Gesetze...................................................................................................... 17 Abfallwirtschaft ........................................................................................... 20 Erneuerbare Energien ................................................................................ 26 Welt ............................................................................................................... 33

5.1 5.2

Abfallwirtschaft ........................................................................................... 33 Erneuerbare Energien ................................................................................ 34

IMPRINT: Komptech GmbH, Kühau 37, 8130 Frohnleiten, Österreich, Tel. +43 3126 505 - 0, Fax +43 3126 505 - 505 Autor: Joachim Hirtenfellner


Komptech Waste Abstracts Oktober / October 2009

1.

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Komptech

Komptech präsentiert Neuheiten für die Biomasseaufbereitung auf der Entsorga-Enteco in Köln Frohnleiten/Oelde. Komptech, der österreichischdeutsche Spezialist für die Behandlung fester Abfälle und die Aufbereitung holziger Biomasse, präsentiert auf der internationalen Fachmesse Entsorga-Enteco 2009 zahlreiche Maschinenneuheiten. Die größte Fachmesse des Jahres findet vom 27. bis zum 30. Oktober 2009 auf dem Kölner Messegelände statt. Auf dem Messestand D060 in Halle 6 zeigt Komptech Mobil- und Stationärtechnik für Abfallbehandlung und Biomasseaufbereitung und präsentiert gemeinsam mit seinem Kooperationspartner WTT (Waste Treatment Technologies B.V.) seine Kompetenz im Bereich Systemtechnik. Zeitgleich zur Entsorga-Enteco finden im Außengelände vor der Halle 6 die VDMA- Praxistage „Biomasseaufbereitung“ statt. Diese Veranstaltung nützt Komptech für die Präsentation seiner zahlreichen Produktneuheiten: den neuen Universalhacker Chippo 5010 C direct mit Direktantrieb vom LKW und einer Durchsatzleistung von bis zu 220 Schüttraummeter pro Stunde, den neuen Universal-Holzzerkleinerer Axtor 7012 mit zwei verschiedenen Zerkleinerungsmodi (Shreddern bzw. Hacken) und einer Durchsatzleistung von bis zu 300 Schüttraummetern pro Stunde, den neuen langsam laufenden Zerkleinerer Crambo 5000 mit Direktantrieb vom LKW- Motor sowie die neue Cribus 3800, die größte Trommelsiebmaschine als Zentralanhänger. Zusätzlich präsentiert Komptech auch ein Dreifraktionen-Sternsieb Multistar L3. Komptech erreichte im abgelaufenen Jahr 2008 einen Umsatz von 85 Mio. Euro und beschäftigt mittlerweile etwa 500 Mitarbeiter an neun Standorten in sechs Ländern weltweit. Weitere Informationen: Mag. Joachim Hirtenfellner Komptech GmbH Marketing- Public Relations Tel.: +43 (0) 3126 / 505-550 Mob.: +43 (0) 664 / 4229214 eMail: j.hirtenfellner@komptech.com Web: www.komptech.com


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Komptech showcases new products for the biomass treatment sector at Entsorga-Enteco in Cologne Frohnleiten/Oelde. Komptech, the Austro-German specialists in the treatment of solid waste and processing of woody biomass, will be showcasing many new machines at the international Entsorga-Enteco trade fair in 2009. The largest trade fair of the year is being held from October 27th-30th 2009 at the Cologne exhibition centre. Komptech is showing mobile and stationary technology for waste treatment and biomass processing at Booth D060 in Hall 6 and, together with partner WTT (Waste Treatment Technologies B.V.), is demonstrating its expertise in system technology. Being held at the same time as Entsorga-Enteco are the VDMA “Biomass treatment“ hands-on days in the outside area in front of Hall 6. Komptech is using this event to present its many new products - the new general-purpose Chippo 5010 C direct chipper with direct drive from the lorry and with a throughput of up to 220 cubic metres per second, the new general-purpose Axtor 7012 wood shredder with two different shredding modes (shred and chip) and a throughput of up to 300 cubic metres per hour, the new, slow-running Crambo 5000 shredder with drive delivered directly from the lorry engine and the new Cribus 3800, the largest drum screen machine as a central trailer. Komptech is also showing a 3-fraction Multistar L3 star screen. Employing around 500 people at nine sites in six countries across the globe, Komptech posted a turnover of €85m in 2008. Further information: Joachim Hirtenfellner Komptech GmbH Marketing & Public Relations tel.: +43 (0) 3126 / 505-550 mobile.: +43 (0) 664 / 4229214 email: j.hirtenfellner@komptech.com web: www.komptech.com Komptech-Gruppe sichert sich Option auf Anlagenbauer WTT Frohnleiten (A)/ Almelo (NL) – Komptech, der Spezialist für die Behandlung fester Abfälle und Biomasse mit Hauptsitz in Frohnleiten (Österreich) expandiert weiter und sichert sich die Option auf eine Mehrheitsbeteiligung am holländischen Anlagenbauer Waste Treatment Technologies B.V. (WTT). Dadurch vergrößert der Europamarktführer seine Kompetenz im Bereich der Stationärtechnik für die biologische Behandlung fester Abfälle.


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Die Kooperation zwischen dem österreichischen Maschinenbauer und dem holländischen Anlagenbauer, die im Jahr 2003 mit dem Bau der mechanischbiologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) in Frohnleiten begann, wird mit diesem Schritt weiter intensiviert. „Wir erweitern damit unsere Kompetenz im Bereich der Stationärtechnik im Bereich der biologischen Behandlung von Abfällen“, spricht Komptech-Firmengründer und Geschäftsführer Josef Heissenberger die Kernkompetenzen von WTT an, geschlossene Anlagen zur Anaerobbehandlung sowie Vergärungsanlagen. Im Moment bauen die beiden Unternehmen in Kooperation eine Tunnelkompostierungsanlage in Wrexham (Großbritannien) mit einem Gesamtvolumen von etwa 9 Mio. Euro. „Das dichte Komptech-Vertriebsnetz bietet uns die Gelegenheit, in ganz Europa weitere Projekte zu akquirieren“, spricht WTT-Geschäftsführer Berthil Lubbers weitere Synergien der Kooperation an. Der holländische Anlagenbauer wird im laufenden Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von etwa 14 Mio. Euro erwirtschaften. Die Zukunftsmärkte für WTT befinden sich in Westeuropa, besonders Großbritannien und Italien, aber auch in Osteuropa konnten bereits erste Projekte an Land gezogen werden. „Besonders bei den Vergärungsanlagen erwarten wir uns durch den steigenden Bedarf an erneuerbaren Energiequellen zukünftig starke Nachfrage“, ergänzt Heissenberger zu den Zukunftsplänen der beiden Unternehmen. Die Komptech-Gruppe mit Hauptsitz in Frohnleiten (Österreich) erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 einen Gesamtumsatz von etwa 85 Mio. Euro, wovon etwa 80 Prozent in Mittel- und Westeuropa erwirtschaftet werden konnten. Weitere wichtige Märkte für den Umwelttechnikspezialisten sind die USA, Australien sowie der Iran und Japan. Weitere Informationen und Fotos: Mag. Joachim Hirtenfellner Komptech GmbH Marketing- Public Relations Tel.: +43 (0) 3126 / 505-550 Mob.: +43 (0) 664 / 4229214 eMail: j.hirtenfellner@komptech.com Web: www.komptech.com Komptech secures option for plant manufacturer WTT Frohnleiten (A)/ Almelo (NL) – The Komptech group, specialists in the treatment of solid waste and biomass and headquartered in Frohnleiten (Austria), is continuing its expansion course, securing a majority shareholding option in Dutch plant manufacturer Waste Treatment Technologies B.V. (WTT). By doing so, the European market leader is expanding its expertise in the stationary technology sector for the biological treatment of solid waste. Having started in 2003 with the construction of the mechanical-biological waste treatment plant in Frohnleiten, the cooperation between the Austrian machine manufacturer and the Dutch plant manufacturer is set to intensify with this move. “We are broadening our expertise in stationary technology in the field of biological treatment of waste“, says Komptech founder and Managing Director Josef Heissenberger, addressing the core competences of WTT - closed plants for anaerobic treatment and fermentation systems. The two companies are currently cooperating in the building of a tunnel composting system in Wrexham (Great Britain) with a total volume of around €9m.


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“The comprehensive Komptech sales network provides us with the opportunity of winning further projects across the whole of Europe“, says WTT Managing Director Berthil Lubbers, raising other synergies of the cooperation. The Dutch plant manufacturer is set to post a turnover of about €14m for the current financial year. Future markets for WTT are in Western Europe, Great Britain and Italy in particular, but the company has already been successful in winning its first projects in Eastern Europe. “In the future we can expect strong demand in the fermentation system sector in particular as a result of increased demand for renewable energy sources“, adds Heissenberger on the future plans for the two companies. The Komptech group is headquartered in Frohnleiten (Austria) and posted a total turnover of around €85m in financial year 2009, 80 percent of which was achieved in Central and Western Europe. The USA, Australia, Iran and Japan represent other key markets for the environmental technology specialists. Further information and photos: Joachim Hirtenfellner Komptech GmbH Marketing & Public Relations tel: +43 (0) 3126 / 505-550 mobile: +43 (0) 664 / 4229214 email: j.hirtenfellner@komptech.com web: www.komptech.com Komptech präsentiert neue Produkte für die Biomasseaufbereitung auf der Agritechnica 2009 Neue Hacker-Baureihe Chippo ist komplett – Traktorbetriebene Variante 510 C wird auf der Agritechnica vorgeführt Frohnleiten. Komptech, der österreichisch-deutsche Spezialist für die Behandlung fester Abfälle und Biomasse, präsentiert auf der Agritechnica 2009 in Halle 26 auf Stand L26 zahlreiche Produktneuheiten für die Aufbereitung holziger Biomasse. Daneben wird auf dem Freigelände neben der Halle 26 auf Stand C07 die traktorbetriebene Variante des Hackers, der Chippo 510 C, vorgeführt. Komptech hat die neue Hacker-Baureihe Chippo mittlerweile komplettiert. Neben der traktorbetriebenen Variante 510 C für Antriebsleistungen bis 500 PS gibt es auch mehrere Aufbauvarianten auf LKW. Der Chippo 5010 C direct wird direkt vom LKW-Motor angetrieben und sorgt mit einer Antriebsleistung von 480 PS für Durchsatzleistungen bis 220 Schüttraummeter pro Stunde. Die momentan größte Maschine der Baureihe, der Chippo 7010 C, hat einen eigenen Aufbaumotor Caterpillar C18 mit 710 PS Antriebsleistung und erreicht einen Durchsatz von bis zu 300 Schüttraummeter pro Stunde. Neu im Produktprogramm von Komptech ist auch der Universalholzzerkleinerer Axtor. Mit ebenfalls


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710 PS von einem Caterpillar C18 erreicht diese Maschine bis 300 Schüttraummeter Durchsatzleistung. Zwei verschiedene Zerkleinerungsmodi – Shreddern und Hacken – sorgen für universelle Einsetzbarkeit. Daneben werden auch alle weiteren Produkte für die Biomasseaufbereitung – langsam laufende Zerkleinerungstechnik sowie Stern- und Trommelsiebtechnik – präsentiert. Komptech erreichte im abgelaufenen Jahr 2008 einen Umsatz von 85 Mio. Euro und beschäftigt mittlerweile etwa 500 Mitarbeiter an neun Standorten in sechs Ländern weltweit. Weitere Informationen: Mag. Joachim Hirtenfellner Komptech GmbH Marketing- Public Relations [t] +43 (0) 3126 / 505-550 [m] +43 (0) 664 / 4229214 [e] j.hirtenfellner@komptech.com Komptech presents new products for biomass treatment at Agritechnica 2009 The new Chippo chipper family is complete – the tractor-driven 510C variant is to be demonstrated at Agritechnica Frohnleiten. Komptech, the Austro-German specialists in the treatment of solid waste and biomass, will be presenting many new products for the treatment of woody biomass on Stand L26 in Hall 26 at Agritechnica 2009. In addition, the tractordriven variant of the chipper, the Chippo 510C, will be demonstrated on the open-air exhibition grounds next to Hall 26 on Stand C07. The new Chippo chipper family from Komptech is now complete. Besides the tractor-driven 510C variant for drive ratings up to 500HP, there are also several lorrymount variants. The Chippo 5010C is powered directly from the lorry engine and, with a drive rating of 480HP, provides throughputs of up to 220 cubic metres per hour. The largest machine in the family, the Chippo 7010C, has its own mounted Caterpillar C18 engine rated at 710HP and achieves throughputs of up to 300 cubic metres per hour. The general-purpose Axtor wood shredder is also new to the Komptech product portfolio. Also with 710HP from a Caterpillar C18, this machine attains throughputs of up to 300 cubic metres. Two different shredding modes, shredding and chipping, ensure general-purpose application. In addition, all other products for biomass treatment will be showcased – slow-running shredding technology as well as star and drum screen technology. Employing around 500 people at nine sites in six countries across the globe,


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Komptech posted a turnover of €85m in 2008. Further information: Joachim Hirtenfellner Komptech GmbH Marketing- Public Relations [t] +43 (0) 3126 / 505-550 [m] +43 (0) 664 / 4229214 [e] j.hirtenfellner@komptech.com Komptech präsentiert Neuheiten Komptech präsentiert Neuheiten für die Biomasseaufbereitung auf der EntsorgaEnteco in Köln Frohnleiten/Oelde. Komptech, der österreichisch-deutsche Spezialist für die Behandlung fester Abfälle und die Aufbereitung holziger Biomasse, präsentiert auf der internationalen Fachmesse Entsorga-Enteco 2009 zahlreiche Maschinenneuheiten. Die größte Fachmesse des Jahres findet vom 27. bis zum 30. Oktober 2009 auf dem Kölner Messegelände statt. Auf dem Messestand D060 in Halle 6 zeigt Komptech Mobil- und Stationärtechnik für Abfallbehandlung und Biomasseaufbereitung und präsentiert gemeinsam mit seinem Kooperationspartner WTT (Waste Treatment Technologies B.V.) seine Kompetenz im Bereich Systemtechnik. Zeitgleich zur Entsorga-Enteco finden im Außengelände vor der Halle 6 die VDMA- Praxistage „Biomasseaufbereitung“ statt. Diese Veranstaltung nützt Komptech für die Präsentation seiner zahlreichen Produktneuheiten: den neuen Universalhacker Chippo 5010 C direct mit Direktantrieb vom LKW und einer Durchsatzleistung von bis zu 220 Schüttraummeter pro Stunde, den neuen Universal-Holzzerkleinerer Axtor 7012 mit zwei verschiedenen Zerkleinerungsmodi (Shreddern bzw. Hacken) und einer Durchsatzleistung von bis zu 300 Schüttraummetern pro Stunde, den neuen langsam laufenden Zerkleinerer Crambo 5000 mit Direktantrieb vom LKW- Motor sowie die neue Cribus 3800, die größte Trommelsiebmaschine als Zentralanhänger. Zusätzlich präsentiert Komptech auch ein Dreifraktionen-Sternsieb Multistar L3. Komptech erreichte im abgelaufenen Jahr 2008 einen Umsatz von 85 Mio. Euro und beschäftigt mittlerweile etwa 500 Mitarbeiter an neun Standorten in sechs Ländern weltweit. Weitere Informationen: Mag. Joachim Hirtenfellner Komptech GmbH Marketing- Public Relations Tel.: +43 (0) 3126 / 505-550 Mob.: +43 (0) 664 / 4229214 eMail: j.hirtenfellner@komptech.com Web: www.komptech.com


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Komptech showcases new products Komptech showcases new products for the biomass treatment sector at EntsorgaEnteco in Cologne Frohnleiten/Oelde. Komptech, the Austro-German specialists in the treatment of solid waste and processing of woody biomass, will be showcasing many new machines at the international Entsorga-Enteco trade fair in 2009. The largest trade fair of the year is being held from October 27th-30th 2009 at the Cologne exhibition centre. Komptech is showing mobile and stationary technology for waste treatment and biomass processing at Booth D060 in Hall 6 and, together with partner WTT (Waste Treatment Technologies B.V.), is demonstrating its expertise in system technology. Being held at the same time as Entsorga-Enteco are the VDMA “Biomass treatment“ hands-on days in the outside area in front of Hall 6. Komptech is using this event to present its many new products - the new general-purpose Chippo 5010 C direct chipper with direct drive from the lorry and with a throughput of up to 220 cubic metres per second, the new generalpurpose Axtor 7012 wood shredder with two different shredding modes (shred and chip) and a throughput of up to 300 cubic metres per hour, the new, slow-running Crambo 5000 shredder with drive delivered directly from the lorry engine and the new Cribus 3800, the largest drum screen machine as a central trailer. Komptech is also showing a 3-fraction Multistar L3 star screen. Employing around 500 people at nine sites in six countries across the globe, Komptech posted a turnover of €85m in 2008. Further information: Joachim Hirtenfellner Komptech GmbH Marketing & Public Relations [t] +43 (0) 3126 / 505-550 [m] +43 (0) 664 / 4229214 [e] j.hirtenfellner@komptech.com


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2.

2.1

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Österreich

Abfallwirtschaft

AUSTRIAN WASTE TREATMENT PLANTS OPERATE NEAR CAPACITY IN 2007: Austria’s bio-mechanical waste treatment and incineration plants ran at almost full capacity in 2007, with free capacity available in only 24 mechanical waste-treatment plants. According to the UBA statistics, Austria’s nine waste incineration plants processes around 1.61m tonnes of waste in 2007. Given a total annual capacity of 1.67m tonnes, the utilization rate stood at 96 per cent. Some 1.16m tonnes of waste, or around 75 per cent of the total waste stream, were obtained directly from waste producers or collectors. The remaining 445,000 tonnes were delivered by mechanical and bio-mechanical waste treatment plants. Municipal and industrial wastes were the largest fractions, accounting for 840,000 tonnes. Combustion residues in 2007 came to 450,000 tonnes, of which over 80 per cent was landfilled. Just less than 50,000 tonnes were exported and around 20,000 tonnes were recycled. Austria’s 24 mechanical waste treatment plants have a total annual capacity of 1.39m tonnes. Six of these plants participated in the UBA statistical survey. These plants represent a processing capacity of 590,000 tonnes per year. With input at around 410,000 tonnes, plants operated at a capacity utilization rate of 70 per cent in 2007. The majority of the treated wastes, i.e. 370,000 tonnes, was directly delivered by waste producers and collectors; another 30,000 tonnes were obtained form other mechanical waste treatment plants, while the remaining 15,000 tonnes were imported.1

2.2

Erneuerbare Energien

GEFÖRDERTER ÖKOSTROMANTEIL IN ÖSTERREICH BEI 8,1 PROZENT: Der Anteil geförderter Ökostrommengen (exklusive Wasserkraft) an der Stromversorgung über öffentliche Netze (55,4 Milliarden kWh, 55,4 TWh) ist in Österreich im Jahr 2008 auf 8,1 Prozent (Vorjahr: 7,7 Prozent) angestiegen. Das ergibt sich aus dem „Ökostrombericht 2009“, den die Aufsichtsbehörde E-Control im Juli vorgelegt hat. Windkraft hatte mit 3,6 Prozent den größten Anteil, vor geförderter Stromerzeugung aus fester Biomasse mit 3,4 Prozent und Biogas mit 0,9 Prozent. In Summe wurden von 55,4 TWh Abgabemenge aus öffentlichen Netzen 4,5 TWh nach dem Einspeisetarif-Fördersystem gemäß Ökostromgesetz unterstützt, zusätzlich wurden 0,9 TWh aus Kleinwasserkraftanlagen von der Ökostromabwicklungsstelle abgenommen. 1

EUWID, S. 13, 22.07.2009


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Sprunghaft angestiegen sind laut E-Control im Jahr 2008 die Förderungen für Biogasanlagen, für die im Jahr 2008 ein Rohstoffzuschlag in Höhe von 3,91 Cent/kWh angestiegen ist (180 Prozent über dem Marktpreis). In Österreich wurden im Jahr 2008 insgesamt 46,8 TWh Ökostrom erzeugt. Der größte Anteil der Ökostromerzeugung wurde im Jahr 2008 mit 40,6 TWh aus Wasserkraft erzeugt (57 Prozent des Gesamt-Bruttoinlandstromverbrauchs von 70,9 TWh bzw. 87 Prozent der gesamten Ökostromerzeugung). Die gemäß Ökostromgesetz mit Einspeisetarifen geförderten Ökostrommengen im Ausmaß von 4,5 TWh exklusive Wasserkraft entsprechen 9,6 Prozent der insgesamt erzeugten Ökostrommengen.2 BRÜSSEL GIBT GRÜNES LICHT FÜR ÖSTERREICHISCHE ÖKOSTROMFÖRDERUNG: Die Europäische Kommission hat die von Österreich geplanten subventionierten Einspeisetarife für Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Energiequellen nach den Beihilfevorschriften des EG-Vertrags genehmigt. Die Einspeisetarife liegen laut Kommission über dem Preis, den Ökostromerzeuger auf dem Markt erhalten könnten, um ihnen so einen Ausgleich für ihre Mehrkosten zu gewähren. Die Regelung verstoße auch deshalb nicht gegen das Gemeinschaftsrecht, weil sich Österreich ausdrücklich verpflichtet habe, ein Überkompensation der Mehrkosten in Verbindung mit dem Kauf von Ökostrom zu vermeiden.3 2 3

EUWID, S. 30, 05.08.2009 EUWID, S. 31, 05.08.2009


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3.

3.1

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Deutschland

Gesetze

FACHVERBAND BIOGAS FORDERT ERNEUERBARES-GASEINSPEISEGESETZ: Trotz der seit dem 1. April 2008 geltenden Gasnetzzugangsverodnung sind Biogaseinspeiseprojekte sehr schwierig zu realisieren. Diese Ansicht vertritt der Fachverband Biogas und fordert ein eigenständiges Erneuerbares-GasEinspeisegesetz (EGE) das nach den Prinzipien des Erneuerbare-EnergienGesetzes gestalten sein soll. Dem Fachverband zufolge könnte ein neues Gesetz die nötige Investitionssicherheit für Anlagenhersteller und –betreiber bieten und somit die Grundlage für einen neuen Wachstumsmarkt schaffen. „Mit einem effizienten Erneuerbaren-GasEinspeisegesetz kann die Biogas Branche bis zum Jahr 2030 mindestens zehn Mrd. Kubikmeter Biomethan jährlich – das sind zehn Prozent des derzeitigen deutschen Erdgasverbrauchs – in das deutsche Erdgasnetz einspeisen.“ Nach Einschätzung des Fachverbandes wird das Erneuerbare-Gas-Einspeisegesetz bis 2020 Investitionen von mindestens zehn Mrd. € auslösen, die Abhängigkeit von Erdgas-Importen senken und die klimaschädlichen Co2-Emissionen deutlich reduzieren. Zudem rechnet der Fachverband damit, dass zu den bisher rund 11.000 Arbeitsplätzen in der Biogasbranche bis 2020 insbesondere in strukturschwachen ländlichen Regionen rund 10.000 Stellen neu hinzukommen könnten.4

4

EUWID, S. 3, 22.07.2009


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BUNDESTAGSWAHL:

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KABINETT BESCHLIEßT NATIONALEN BIOMASSEAKTIONSPLAN: Der Biomasseaktionsplan verweist auf die von Minister Gabriel im vergangenen Oktober präsentierte Leitstudie, der zufolge der Anteil der Biomasse am Endenergieverbrauch von 6,2 Prozent (2007) auf 10,9 Prozent im Jahr 2020 gesteigert werden soll. Beim Bioenergie-Einsatz für den Stromverbrauch bedeute dies eine Zunahme von 3,9 auf 8 Prozent und im Bereich Heizung/Wärme resultiere ein Anstieg von 6,1 auf 9,7 Prozent. Die technisch mögliche Energiebereitstellung aus Biomasse in Deutschland beziffert der Aktionsplan mittel- und langfristig auf 1.210 bis 1.700 Petajoule (PJ) pro Jahr. Hierzu beitragen könnten die Forstwirtschaft mit 200 bis 250 PJ, landwirtschaftliche Ackerflächen (360 bis 800 PJ), die Bewirtschaftung von landwirtschaftlichem Grünland (100 PJ) sowie der Bereich Reststoffe (500 PJ). Breiten Raum in den strategischen Überlegungen der Bundesregierung nimmt die Verringerung von Nutzungskonkurrenzen im Biomassebereich ein. Neben wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen Nutzungen (z.B. Erholungs- und Naturschutzflächen) verweist die Bundesregierung auf Konkurrenzbeziehungen zwischen stofflicher und energetischer Verwertung von Biomasse sowie auf die in der „Teller oder Tank“- Diskussion aufgeworfenen Fragen zur Konkurrenz zwischen der energetischen Nutzung von Biomasse und der Produktion von Nahrungsund/oder Futtermittel. Um die Nutzungskonkurrenz zu reduzieren, sollen insbesondere solche Biomassepotenziale erschlossen werden, die bisher nicht oder unzureichend genützt würden, die Waldresthölzer, Landschaftspflegehölzer oder Biomasse, die bei Verarbeitungsprozessen in Form von Reststoffen oder Nebenprodukten sowie Abfällen anfallen. Dazu zählen insbesondere Gülle und Stroh sowie Bioabfälle, deren energetische Nutzung zu relativ hohen Nettoeffekten bei Treibhausgas (THF)5

EUWID, S. 3-4, 16.09.2009


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Minderung, Beschäftigung und Wertschöpfung führe, ohne dass eine Flächenkonkurrenz bestehe. Mit der Anfang 2009 in Kraft getretene EEG Novelle (Gülle-Bonus, Landschaftspflegebonus) sieht sich die Bundesregierung mit Blick auf die Reststoffnutzung bereits auf einem guten Weg.6

3.2

Erneuerbare Energien

BIOENERGIE-STUDIE - BIS 2020 VERDOPPELT SICH DIE ANZAHL DER BIOMASSE-HKW: Bis 2020 wird sich die Zahl der Biomasse-Heizkraftwerke (Biomasse-HKW) in Deutschland nahezu verdoppeln, während sich die installierte Gesamtleistung sogar fast verdreifacht. Das geht aus der Studie „IEA Bioenergy Task 40: Country Report Germany“ hervor, die auch im Biogasbereich und bei Bioethanol eine Zunahme prognostiziert. Im vergangenen Jahr lag der gesamte Bioenergieverbrauch bei 858 PJ, heißt es in der vom Deutschen Biomasse ForschungZentrum (DBFZ) und dem Öko-Institut veröffentlichten Studie. Dabei wurde Biomasse hauptsächlich im Stromund Wärmebereich eingesetzt. Der Anteil von Bioenergie am gesamten Endverbrauch von Strom lag demnach bei 4,2 Prozent und von Wärme bei 7,3 Prozent. Biokraftstoffe hatten einen Anteil von 6,1 Prozent am gesamten Kraftstoffverbrauch. Der Markt für kleine und große Biomasse-Heizkraftwerke verzeichnete der Studie zufolge 2008 ein enormes Wachstum. Ende 2008 waren rund 220 Anlagen für feste Biomasse mit einer Gesamtkapazität von fast 1.200 MWel in Betrieb. 209 davon erhielten eine Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Eine kleine Anzahl der Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 1,5 MWel erhält keine Vergütung, da sie Strom für den Eigenverbrauch produzieren. Von der Vergütung ausgeschlossen sind auch sechs Biomasse-Heizkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 190 MWel, die aufgrund ihrer Größe von über 20 MWel nicht unter die Förderung fallen. Wie aus der Studie weiter hervorgeht, sind gegenwärtig 26 neue Biomasseheizkraftwerke im Bau, die bis 2011 in Betrieb gehen werden. Weitere 26 Anlagen seien in der Planungs- bzw. Genehmigungsphase. Die Studie geht davon aus, dass durch die Effizienzverbesserung der Anlagen und den steigenden Einsatz von Holzvergasungstechnologien die installierte elektrische Kapazität bis zum Jahr 2020 auf 3.200 MWel und die Anlagenzahl auf rund 450 steigt. Parallel dazu wird die Wärmenutzung der Studie zufolge auf 15,5 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2020 steigen.7 ZEIL: BIOENERGIE GRÖßTES POTENTIAL IN BAYERN: Der Bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FCP) sieht die Biomasse als vielversprechendste erneuerbare Energiequelle. Sie biete in Bayern die größten Wachstumsmöglichkeiten und sei als einzige erneuerbare Energie in der Lage, die Grundlast der Energieversorgung mit zu tragen, sagte Zeil laut dpa-Informationen Ende August in München bei einem Besuch des Wasserkraftwerks Oberföhring. 6 7

H & K, S. 40, 1-2009 EUWID, S. 3, 19.08.2009


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Wasserkraft, Sonne und Wind böten dagegen nur bescheidene Potenziale. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung in Bayern soll bis zum Jahr 2020 von derzeit 22 auf 30 Prozent gesteigert werden.8 BIOMASSE HAT GRÖßTEN ANTEIL BEI ERNEUERBAREN IN HESSEN: Der Anteil regenerativen Energieträger am Gesamtprimärenergieverbrauch in Hessen lag im Jahr 2006 bei 4,8 Prozent. Im Vergleich zum Basisjahr 1990 entspricht dies einer Verfünffachung. Den größten Anteil stellten dabei biogene Festbrennstoffe. Wie dem Bericht zu entnehmen ist, wurde im Jahr 2006 in Hessen aus den eingesetzten erneuerbaren Energieträgern zu 52 Prozent Wärme gewonnen. Gut drei Zehntel machten die Biotreibstoffe aus, und zu 17 Prozent wurde Strom erzeugt. Dabei erfolgte die regenerative Wärmeerzeugung zu fast 90 Prozent aus biogenen Festbrennstoffen, hauptsächlich Holz, und dabei zu einem kleinen Anteil auch Hackschnitzel, Späne und Pellets. Der biogene Anteil des Abfalls trät zu sechs Prozent zur Wärmeerzeugung bei.9

8 9

EUWID, S. 25, 02.09.2009 EUWID, S. 8, 15.09.2009


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4.

4.1

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Europäische Union

Gesetze

LANDFILL DIRECTIVE SHUTDOWN DEADLINE FOR SUB-STANDARD LANDFILLS PASSES: (EU) – Thursday, 16 July marked the expiry of two significant deadlines under the European Landfill Directive. Eight years after the Directive came into force, member states must now ensure that all landfills meet the directive’s technical standards or are shut down. The provisions mandate environmental protections including control of leachate, landfill gas and pests. Beginning Thursday, member states must also cut the amount of biodegradable wastes sent to landfill to 50 per cent of the 1995 value. Until now, sub-standard landfills which existed of had been permitted on16 July 2001 hat been subject to a series of transitional provisions. In 2002, operators of landfills failing to meet EU specifications were obligated to submit a conditioning plan including a list of corrective measures necessary to comply with the requirements of the Directive. In its statement on the full implementation of the landfill standards, the Commission pointed out the legal actions it had taken to date against member states for breaching the Directive. Infringement proceedings were initiated against France, Ireland and Italy for failure to close illegal landfills. Greece received a final written warning late last year regarding a new landfill, which fails to meet EU specifications (EUWID 25/2008). Last Thursday, the European body pledged to closely monitor efforts of states to step up implementation of EU environmental legislation. Extensions to the deadline have been granted to new EU member states Bulgaria, Poland and Romania, stated the European Commission. The derogations apply to specific sites and set out decreasing targets for the amount of waste consigned to noncompliant landfills. The extended deadline for Poland, which has 305 substandard sites is 31 December 2010. The derogated deadlines for Bulgaria (14 sites) and Romania (101 sites) are set at 31 December 2014 and 16 July 2017, respectively. In addition to the derogations, there are additional exceptions permitted under the directive in special cases of islands and isolated settlements and for subsurface waste disposal. The next phase of targets of biodegradable wastes also went into effect last Thursday, meaning that member states are now obligated to reduce the amount of biodegradable municipal waste that is landfilled to 50 per cent of its 1995 levels. This Directive provision, too, was derogated and counties landfilling more than 80 per cent of municipal waste in 1995 were granted an additional four years to fulfil the reduction targets. These countries, Cyprus, the Czech Republic, Estonia, Greece, Ireland, Latvia, Lithuania, Malta, Poland, Portugal, Romania, Slovakia and the UK, will have until next year to achieve a 25 per cent reduction in the amount of biodegradable wastes consigned to landfill. The 50 per cent target does not go into effect in these countries until 2013.10 10

EUWID, S. 13, 22.07.2009


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ÜBERGANGSFRISTEN DER EUROPÄISCHEN DEPONIERICHTLINIE SIND ABGELAUFEN: Am 16. Juli endeten zwei Übergangsfristen der europäischen Deponierichtlinie. Acht Jahre nach Inkrafttreten der Richtlinie müssen die Mitgliedstaaten die Einhaltung weiterer Bestandteile der Deponierichtlinie gewährleisten. So müssen die Deponien nun bestimmte europäische Standards wie ein Sickerwassermanagement oder Deponiegaserfassung erfüllen. Des Weiteren müssen die Mitgliedstaaten seit Donnerstag in der Lage sein, gegenüber dem Referenzjahr 1995 50 Prozent weniger organische Abfälle auf Deponien abzulagern. Den nicht richtlinienkonformen Deponien wurde seit 2001 eine Reihe von Übergangsfristen eingeräumt. Deponiebetreiber, deren Anlagen nicht den europäischen Vorgaben entsprachen, mussten im Jahr 2002 eine Liste mit Maßnahmen einreichen, die zur Einhaltung der Spezifikationen notwendig waren. Auf der Grundlage dieser Nachrüstprogramme hatten die Fachaufsichten der Mitgliedstaaten zu entscheiden, welche Anlagen weiter betrieben werden durften. Die Europäische Kommission hat in ihrer Mitteilung zur vollständigen Implementierung der Deponie-Standards darauf hingewiesen, das sie gegen einige Mitgliedstaaten bereits rechtliche Schritte eingeleitet hat. So habe die Kommission Vertragsverletzungsverfahren gegen Frankreich, Irland und Italien eingeleitet, weil diese Staaten nach Ansicht der EU-Behörde illegale Deponien nicht konsequent geschlossen hätten. Gegen Griechenland hat die Kommission Ende des vergangenen Jahres die zweite Stufe eines Vertragsverletzungsverfahrens eingeleitet, indem sie der griechischen Regierung ein offizielles Mahnschreiben zukommen ließ. Den neuen Mitgliedstaaten Bulgarien, Polen und Rumänien wurde nach Angaben der Kommission eine Fristverlängerung zur Implementierung der EU-Standards eingeräumt. Diesen Staaten wurden Ausnahmen für bestimmte Deponien genehmigt. Zudem wurden die zu erreichenden Ziele hinsichtlich der Abfallmengen verringert, die auf nichtkonformen Deponien abgelagert werden. Für Polen wurde die Frist bis zum 31. Dezember 2010 verlängert. In Polen befinden sich den Angaben zufolge 305 Deponien, die nicht den europäischen Standards der Deponierichtlinie entsprechen. Bulgarien (14 nicht-konforme Deponien) muss die europäischen Vorgaben endgültig am 31. Dezember 2014 erfüllen, für Rumänien (101 nicht-konforme Deponien) läuft die Übergangszeit am 16. Juli 2017 ab. Weitere Ausnahmen wurden für bestimmte Inseln, isolierte Sieglungen sowie Untertage-Deponien genehmigt. Neben den Deponie-Standards gelten seit der vergangenen Woche auch neue Ziele hinsichtlich der Ablagerung organischer Abfälle. Demnach sind die Mitgliedstaaten nun verpflichtet, die Deponierung organischer Siedlungsabfälle gegenüber dem Referenzjahr 1995 um 50 Prozent zu reduzieren. Länder, die 1995 mehr als 80 Prozent der angefallenen Sieglungsabfall-Mengen deponiert haben, wurde für diese Ziel eine Übergangsfrist von vier Jahren eingeräumt. Zu diesen Staaten gehören Zypern, die Tschechische Republik, Estland, Griechenland, Irland, Litauen, Lettland, Malta, Polen, Portugal, Rumänien, die Slowakei und Großbritannien. Diese Länder müssen zunächst ein vermindertes Reduktionsziel von 25 Prozent nachweisen. Erst im Jahr 2013 müssen diese Staaten die Deponierung organischer Abfälle gegenüber 1995 um 50 Prozent reduziert haben.11

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EUWID, S. 21, 21.07.2009


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IMPACT ASSESSMENT ON BIOWASTE ERSCHIENEN: Der erste Zwischenbericht zur Folgenabschätzung der Behandlung von Bioabfall ist an verschiedene Interessensvertreter und Mitgliedstaaten zur Kommentierung bis zum 1. Juni 2009 ausgesendet worden. Der erste Zwischenbericht zur Folgenabschätzung der Behandlung von Bioabfall ist an verschiedene Interessensvertreter und Mitgliedstaaten zur Kommentierung bis zum 1. Juni 2009 ausgesendet worden. Die Kommission war aufgefordert worden (§ 22 AbfRRL) eine Folgenabschätzung der Kosten, Vorteile und politischen Maßnahmen für die Bewirtschaftung von Bioabfällen zu ermitteln. Beauftragt wurde das belgische Ingenieurbüro ARCADIS, welches in Zusammenarbeit mit der britischen Abfallberatungsfirma EUNOMIA die Studie ausarbeitet. Der erste Zwischenbericht, basierend auf der aktuellen Situation der Bioabfallbewirtschaftung in Europa, wird nach Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen zum Grünbuch über Bioabfälle mit weiteren Szenarien ausgebaut. Die Vorstellung der Ergebnisse als auch die Diskussion zum Grünbuch findet im Rahmen der EUBioabfallveranstaltung am 9./10. Juni 2009 in Brüssel statt. (SI)12 THE EU’S NEW WASTE FRAMEWORK DIRECTIVE: by Caroline Jackson The final form of the 2008 Waste Framework Directive was hammered out in a ‘second reading agreement’ between the European Parliament and the Council of Ministers in June 2008. Five months later, it appeared in the Official Journal of the European Union (L 312, dated 22 November 2008) and it entered into force in December. Member states now have two years to implement it nationally. Initially I was sceptical that the majority of my MEP colleagues would accept what the European Commission had proposed. On past form, MEPs in the Environment Committee seemed likely to be hostile to almost any move that could be construed as favourable to the incineration of waste. Overall, the tendency of the Committee has often been to go for the greenest, most idealistic options and press for higher targets, irrespective of evidence which might suggest doubts about costs and practicalities. Against this background, anything that might promote incineration, even with energy recovery, might be opposed as detracting from greener options, including ‘zero waste’ and an emphasis on other ‘more sustainable’ options. In fact I found that my colleagues’ views were much more balanced. A number, of course, came from countries (Denmark, Germany and the Netherlands) where incineration of waste has a long history of existing side-by-side with high recycling rates, so the process is an accepted part of the scene. On the opposite side were Green MEPs (led by a Welsh Nationalist MEP – they sit in the Green group) who opposed any incentive to incineration as the enemy of recycling, reuse and minimization. Between these two poles were a number of MEPs, especially from Eastern Europe, who were faced with the target dates of the Landfill Directive, and who feared that slow action to do anything about them might lead to a rush to an almost exclusive use of incineration.

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H & K, S. 67, 1/09


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It was therefore logical for MEPs, in the end, to seek a balance. What we did was to insert into the Directive recycling targets, along with the promise of waste prevention targets from 2014. Article 11 of the Directive thus says that: ‘Member states shall take the necessary measures designed to achieve the following targets: by 2020 the preparing for reuse and the recycling of waste materials such as at least paper, metal, plastic and glass from households and possibly from other origins as far as these waste streams are similar to waste from households, shall be increased to a minimum of overall 50% by weight.’ Construction and demolition waste is set a minimum recycling target of 70% by 2020. Article 9 says that by 2014 the Commission shall ‘if appropriate’ make proposals for the setting of waste prevention and decoupling objectives for 2020. How far will the new Waste Framework Directive actually encourage the proliferation of new energy-efficient WTE plants? The section of the Directive laying down the WTE energy efficiency formula does not go on to set out any quantitative target for the disposal of biodegradable municipal waste by incineration with energy recovery. But I think we can see a pattern developing which will mean that the Directive does give considerable encouragement to those who want to build WtE plants. The pattern of events will differ in those member states with an established and sizeable network of WtE plants, and those that are not in this position and lag behind on diversion from landfill. The Danish government became very worried in the course of our discussions. They foresaw the prospect of receiving unacceptably large quantities of German waste sent for ‘recovery’ in Danish incinerators. The classification of a plant as a ‘recovery’ and not a ‘disposal’ operation means that it can receive waste from another EU country. Such German imports might disrupt the Danes’ domestic arrangements. They therefore lobbied for a let-out clause allowing them to limit incoming shipments of waste ‘destined to incinerators which have been classed as recovery where it has been established that such shipments would result in national waste having to be disposed or waste having to be treated in a way that is not consistent with their waste management plans.’ They obtained this in article 16 of the Directive. In those countries where key decisions have still to be taken about how to reach the 2013 and 2020 diversion from landfill targets there is a possibility that a plant which can be described as a ‘recovery’ rather than merely a ‘disposal’ plant will be less strongly opposed than has been the case so far. But the case needs to be sold effectively and all too often this is not happening. 13 EUROPEAN COMMISSION HAS LITTLE CONTROL OVER IMPLEMENTATION OF EU WASTE LAW: European Commission official Helmut Maurer has called for an EU waste implementation agency to be formed. This suggestion came following his admission the Commission is unable to ensure member states are complying with the EU´s Landfill Directive and other related regulations. “We (the Commission) are good at producing paper and legislation, but member states are in charge of their implementation”, said Maurer on 16 July to a landfill conference. There is very little we can do regarding enforcing implementation, he added, describing Commissions initiatives as mere paper tigers. 13

Waste management world, S. 29, 07-08/2009


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2008 figures by Euractiv reveal that there are currently 141 waste-related infringement procedures pending against member states, yet Maurer has stated that infringements “have little effect” due to the fact reaching a court decision can take up to six years in some cases. The issue of waste is being dealt with by the EU executive’s sustainable consumption and production unit, where there is only one person committed to dealing with the Landfill Directive. Maurer used the Campania region of southern Italy as an example to illustrate his point, revealing the region has submitted a “magnificent plan” to deal with its waste but dad done “absolutely nothing” in practice. There is no effective way of making sure waste management plans are implemented. The effectiveness of setting up of a waste implementation agency is currently being examined. The study should be available by the end of the year, when a green paper on the topic may be released.14 UP-DATES ON EU BIOWASTE SECTOR POLICY AND LEGISLATION: The article below summarizes the results of a Biowaste Legislation Conference in Brussels in June. Meanwhile the Commission is going on with the Impact Assessment of potential biowaste legislation and the cost-benefit-analysis and it is still intended to have the evaluation of a need for a biowaste legislation finished by the end of the year. Bio-Waste - Need for EU-Legislation? Report about the Conference in Brussels, 9 10th June 2009 Member States representatives, high level EU policy officers and stakeholders met in Brussels for two day at the ninth and tenth of June in order to discuss the needs for a specific EU legislation on biowaste. The conference - organised by the German and Czech Ministries of Environment, the Public Waste Agency of Flanders OVAM and the EU Commission's DG Environment - took place in the Permanent Representation of Germany in Brussels. More than 200 participants from 23 European Countries and Croatia and 30 presentations created an extensive platform to discuss the biowaste legislation issue and development on a European level. As a follow up of the revised Waste Framework Directive (2008/98/EC) in 2008 the Commission is requested to evaluate the need of specific biowaste legislation until the end of the year 2009. So the event was right in time to have a feedback from all parties concerned in this evaluation period. The evaluation process started in spring with a Green Paper on Biowaste and will go on with an Impact Assessment IA of a potential biowaste legislation which will be completed by a cost-benefit-analysis by the end of the year. The responses of Member States and stakeholders on the Green Paper's questionnaire and the IA's baseline scenarios were part of the given presentations and a core element in the discussions during the conference. In his introduction Jos Delbeke, Deputy Director-General for the Environment pointed out for the Commission that during the last few years, waste management was successfully developed from purely avoidance and reduction targets towards a modern recycling and resource management approach. Member states of the EU show different strategies related to the legislation and policy activities of the Commission, partly more and partly less successful with their implementation activities. Therefore for the Commission’s current strategy it is important first to apply the given legal instruments, improve the implementation and 14

Waste management world, S. 14, 07-08/2009


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to enlarge their existing legal possibilities before new directives like a Biowaste Directive should be created. Any lack of implementation is not an argument against a new Directive on Biowaste for the MEMBER OF PARLIAMENT Frida Brepoels. The Member States should decide and they agreed several times in Council decisions. In this respect the BIOWASTE COALTION, a group of at the moment 11 member states, asks for legislative measures on bio-waste in a position paper in form of an EU-wide standalone Biowaste Directive with clear targets and standards for input materials, the process requirements and the output material. This has the potential to act as a driver for recycling and improve the quantity and quality of bio-waste recycling. Final question of the COALITION: why shouldn't we use the experience of other states that have addressed and solved problem? The need for legal certainty as a core element of the national recycling policy was shown exemplary by the example of IRELAND and the CZECH REPUBLIC. Only an EU frame gives continuity in the policy despite frequent changes in the government and start interest of industry and by the banks for investment. The latter is a core issue in this economical troublesome global situation. MUNICIPAL WASTE EUROPE and the COMMITTEE OF REGIONS claimed the need for flexibility for the implementing municipalities and argued against prescriptive EU legislation. Examples from other speakers showed that biowaste management on a local level differs quite well in Europe with central large scales solutions in the Netherlands and decentralised small systems in Austria including farmers, or mainly anaerobic digestion in Sweden and only composting in Italy. Nevertheless European biowaste legislation is mainly intended to give a framework for the whole sector and to promote the development and never to limit local developments. Only solutions adapted to the local situation has shown success stories in the past argued the EUROPEAN COMPOST NETWORK. It underlined the need of legislation to give the "regulatory push" on biowaste recycling. When this push is given, then the "market pull" with a demand for high quality compost and digestate - controlled in a quality assurance scheme - will follow. A number of significant stakeholders associations with industrial, municipal and environmental members (ACR+, EBA, ECN, EEB, FEAD, ISWA, RREUSE), collaborating in the BIOWASTE ALLIANCE expressed the need for European-wide legislation covering the treatment of biowaste in their presentations in order to harvest the full benefits potential of sound biowaste management for soil, climate and resource protection purposes. In addition to help Member States fulfil the organic waste diversion targets of the Landfill Directive. The scientific background was highlighted too. A German Life Cycle Assessment LCA by IFEU showed advantageous results of anaerobic digestion and of composting of source separated biowaste. It pointed out the limitations of the current LCA methodology in not considering the soil related benefits of compost correspondingly which was confirmed by the European Commission LCA TEAM IAS/JRC. The Commissions JOINT RESEARCH CENTRE JRC clearly expressed in its presentation the need and benefits of high quality composts for the improvement of European Soils in the sense of the European Soil Protection Strategy and to struggle against climate change. A summary of the 135 "Green Book on Biowaste" responses and statements from stakeholder and 17 Member States were presented by Bartosz Zambrzycki, Biowaste Officer in the Commissions DG Environment. He pointed out the broad spectrum of partly contradictory replies which makes it difficult to evaluate the outcome e.g. there


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were answers pro and against measures for biowaste avoidance. In addition the lack of EU-wide uniform definition of biowaste impedes the evaluation. So the results of the Green Book responses didn't gave a clear view but tendencies and a lot of arguments to be considered in the EU's decision process. In the final session the Consultancy ARCADIS Belgium, presented the first part of the Assessment of the ecological, economical and social impacts of a potential Biowaste Legislation. It showed baseline scenarios on the development in the EU27 until 2020 based on different policy options set into force by the Commission. Together with the now starting cost-benefit analysis this scientific study will be used by the Commission as scientific background on the decision in late autumn 2009 on the need for European biowaste legislation. All assumptions in the so important study for the biowaste sector are based on the estimation that the EU Landfill Directive diversion targets for organics from landfills will realised by the Member States in time. This scenario was criticised as to be totally unrealistic by several participants and therefore the whole IA study was called into question. This summary gives a very brief overview through the multitude of presentation and statements. The overall impression of the conference was that a distinct majority of the participating organisations, stakeholders and 23 Member States are arguing in favour for a Biowaste Directive with clearly set targets. So the conference resulted in expectations that running evaluation process for a biowaste legislation and the responsible officers at the Commission take up the arguments and push legally in near future the activities for separate collection and promote material recycling of biowastes. An upstream energetic utilisation of biowaste e.g. in biogas plants could be advantageous. The strong "energy demand" of soils in Europe in form of organic matter and nutrients should nevertheless be considered equally or even preferred e.g. by composting of biowaste and a post-composting of the digestates. The presentations of the Conference can be found website on the website www.biowaste.eu. We have recorded and typed all the discussions. If you are interested in this document, please contact the ECN office.15

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Abfallwirtschaft

EU-MITGLIEDER DEPONIEREN WENIGER SIEDLUNGSABFÄLLE: Die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU-27) entsorgen insgesamt immer weniger Siedlungsabfälle auf Deponien. Wie einem Bericht der Europäischen Kommission zu entnehmen ist, sank der Anteil der deponierten Siedlungsabfälle von 55 Prozent im Jahr 2000 auf 41 Prozent im Jahr 2007. Die durchschnittliche Menge Siedlungsabfälle pro Einwohner blieb mit 522 Kilogramm in etwa gleich (200: 524 Kilogramm). Der Anteil der Müllverbrennung stieg im gleichen Zeitraum von 15,1 Prozent auf 20 Prozent an. Die Recyclingquote bei Verpackungsabfällen ist von 2005 auf 2006 europaweit um 1,5 Prozent leicht auf 56,5 Prozent gestiegen. Für das Jahr 2000 hat die Kommission keine europaweite Recyclingquote für Verpackungsabfälle veröffentlicht. Spitzenreiter bei der Senkung des Deponierungsanteils an der Abfallentsorgung ist Deutschland. Kein anderes Land in der EU hat in dem Zeitraum die Deponierung von 15

ECN-News, S. 2-4, September 2009


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Siedlungsabfällen in einem vergleichbaren Maße gesenkt oder faktisch eingestellt. Deponierte Deutschland im Jahr 2000 noch etwa 26 Prozent des Siedlungsabfallaufkommens, sank der Anteil der Deponierung bis 2007 aus 0,5 Prozent. Der Kommission zufolge fiel der meiste Siedlungsabfall pro Einwohner 2007 in Dänemark an. In dem skandinavischen Land stieg die Siedlungsabfallmenge von 665 Kilogramm pro Einwohner im Jahr 2000 über 741 Kilogramm 2006 auf 801 Kilogramm im Jahr 2007 kontinuierlich an. Gleichzeitig verbrennt kein anderes Land in Relation zum eigenen Aufkommen so viel Sieglungsmüll wie Dänemark. 2007 war der Anteil der Müllverbrennung an der Entsorgung mit 53,3 Prozent leicht über dem Wert des Jahre 2000 (52,9 Prozent). Gleichzeitig halbierte Dänemark den Anteil der Deponierung an der Abfallentsorgung von 10,1 Prozent auf 5,1 Prozent und befindet sich damit in der von der Kommission veröffentlichten Ranking der Mitgliedstaaten auf Platz 5. Den letzten Platz beim Ranking der Kommission nimmt Malta ein. 2007 deponierte der südeuropäische Inselstaat 87,2 Prozent des Siedlungsabfallaufkommens (200: 90,3 Prozent). Müllverbrennung praktizierte Malta gar nicht. In anderen neuen Mitgliedstaaten der Union hat sich die Praxis der Abfallentsorgung in den vergangenen Jahren ebenfalls kaum verändert. So war die Deponierungsquote in den Mitgliedstaaten Zypern, Tschechien, Litauen, Lettland, Griechenland und Bulgarien 2007 nahezu unverändert hoch und lag teils weit über 80 Prozent. In anderen Ländern ging die Deponierungsquote hingegen teilweise stark zurück. So hat beispielsweise Polen den Anteil der Deponierung an der Entsorgung der Siedlungsabfälle um fast 24 Prozentpunkte auf 74,2 Prozent gesenkt, während die Verbrennung mit 0,3 Prozent weiterhin eine untergeordnete Tolle spielte. Des Weiteren hat Irland im Jahr 2007 rund 59 Prozent der Siedlungsabfälle deponiert. 2000 waren es noch 92 Prozent. Auch Großbritannien hat mit 56,6 Prozent deutlich weniger deponiert als im Jahr 2000 (81,1 Prozent). Im gleichen Zeitraum stieg der Anteil der Müllverbrennung in Großbritannien um zwei Prozentpunkte auf 9,1 Prozent. Beim Recycling von Verpackungsabfällen hat Belgien die Spitzenposition in Europa. Kein anderes Land recycelt in Relation zum Gesamtaufkommen so viel Verpackungsmüll wie Belgien. Wurden in Belgien im Jahr 2000 etwa 63 Prozent der Verpackungsabfälle recycelt, stieg der Recyclinganteil bis 2006 auf 79 Prozent. Deutschland hingegen hat seine Spitzenposition beim Recycling von Verpackungsabfällen verloren. Recycelte Deutschland im Jahre 2000 noch etwa 78 Prozent des Verpackungsmülls, sank der Recyclinganteil bis 2006 auf nur noch 66,5 Prozent. Stark aufgeholt haben unter anderem die Länder Großbritannien, Luxemburg und Tschechien. So hat Großbritannien die Recyclingquote von 40 Prozent auf 57,5 Prozent gesteigert, Luxemburg recycelte 2006 rund 63,8 Prozent des Verpackungsabfalls (2000: 45 Prozent) und Tschechien steigerte die Recyclingquote um zwölf Prozentpunkte auf 63,4 Prozent. Schlusslicht der EU beim Recycling von Verpackungsabfällen ist Malta mit einer Recyclingquote von 10,8 Prozent.16

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EUWID, S. 20, 28.07.09


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ITALIEN - ABFALLWIRTSCHAFT IN BEWEGUNG: In den kommenden Jahren werden umfangreiche Investitionen in Verbrennung, MBA und Recycling erwarten. Die Ursachen hierfür liegen in überfüllten Deponien und dem Entsorgungsnotstand einiger Provinzen Italiens, aber auch in der Reform der Abfallverwaltung. In ihrer im August erschienenen Marktstudie erwarten ecoprog GmbH und Labelab srl ein Anwachsen des italienischen Marktes für die Sammlung, Behandlung und Beseitigung von Siedlungsabfall von derzeit 6,3 auf 6,8 Milliarden Euro bis 2015. Italien gehört bei der Deponierung unbehandelter Abfälle noch immer zu den Spitzenreitern in Europa. In 2007 wurden insgesamt rund 18 Millionen Tonnen Siedlungsabfall auf den offiziell rund 270 Deponien des Landes verbracht. Das ist fast die Hälfte aller Siedlungsabfälle - obwohl dieses Vorgehen seit Mitte 2005 laut EU-Recht verboten ist. Während einige Provinzen in Norditalien 50 Prozent ihrer Abfälle verwerten und über große Behandlungskapazitäten verfügen, herrscht in manchen Provinzen Süditaliens ein Entsorgungsnotstand. In über 20 der 110 Provinzen des Landes reichen die Deponiereserven nicht einmal mehr für ein Jahr aus. Davon betroffen ist nicht nur die Provinz Neapel, sondern auch Regionen wie Latinum, Kalabrien oder Sizilien. Die Ursache für diese Missstände sind nicht nur mangelnde Organisation, fehlende Finanzmittel und organisierte Kriminalität. In der Vergangenheit waren die 8.100 italienischen Kommunen für die Abfallentsorgung zuständig. Von denen haben aber knapp 90 Prozent weniger als 10.000 Einwohner. Die Umsetzung technologisch und finanziell anspruchsvoller Projekte ist so kaum möglich. Seit 2006 sind die so genannten ATOs anstelle der Kommunen für die Abfallwirtschaft zuständig. Diese orientieren sich an den Provinzgrenzen. Statt mehrerer Tausend sollen nur noch 110-180 Entsorgungsträger die italienische Abfallwirtschaft organisieren. Das schafft Masse – und damit auch Finanzierung. Doch der ATO-Prozess stockt vielerorts aufgrund von Kirchturmpolitik und intransparenten Strukturen. In den Regionen Kampanien und Kalabrien wurde die Abfallwirtschaft sogar einem Sonderkommissar zwangsunterstellt, um ein einheitliches Vorgehen zu erreichen. Entsorgungsnotstand und Verwaltungsreform zeigen dennoch Wirkung. Die Verwertung von Siedlungsabfällen ist seit 2003 um mehr als 30 Prozent gestiegen. Rund 20 zusätzliche Verbrennungsanlagen und MBAs sind geplant oder im Bau. Italien ist einer der attraktivsten Märkte für den Neubau von Abfallinfrastruktur in Europa. Mit dem Ende der Fragmentierung öffnet sich Italien auch für Entsorger aus dem Ausland. Bislang dominieren kommunale Entsorger und lokal organisierte Fuhrunternehmen das italienische Abfallgeschäft. Das Kölner Beratungsunternehmen ecoprog mit Büros und Repräsentanzen in Deutschland, Kanada, Japan, Frankreich und Italien ist spezialisiert auf den Markt für Umwelt- und Energietechnik. Labelab srl betreibt das bekannteste Abfallportal in Italien.17

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Europaticker, 2009-08-04


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LJUBLJANA SCHREIBT ZENTRUM FÜR ABFALLBEHANDLUNG AUS: Sloweniens Hauptstadt Ljubljana hat den Entwurf und den Bau eines regionalen Abfallbehandlungszentrums ausgeschrieben. Das Projekt „Waste treatment facilities“ beinhaltet eine Behandlungsanlage für Haus- und Gewerbemüll, Sperrmüll sowie Produktionsabfälle, eine EBS-Aufbereitungsanlage sowie eine Kompostierungs- und eine Vergärungsanlage für getrennt gesammelte Bioabfälle. Zudem soll eine bestehende Einrichtung für gefährliche Abfälle abgerissen werden. Betreut wird die Ausschreibung vom öffentlichen Unternehmen Snaga, das für die Abfallwirtschaft in Ljubljana zuständig ist. Interessierte können bis zum 10. September ihre Angebote einreichen. Die erwarteten Inputmengen beziffert das Ausschreibungsdokument auf über 216.000 Jahrestonnen. Davon entfallen 108.200 Tonnen auf kommunalen Restmüll, 25.500 Tonnen auf Produktions- und Gewerbeabfälle und 21.000 Tonnen auf getrennt gesammelte Bioabfälle.18 EU MEMBER COUNTRIES LANDFILL LOWER MUNICIPAL WASTE VOLUMES: (EU) – The 27 member countries of the European Union (EU) are progressively minimising the volume of municipal wastes that they landfill. According to a European Commission report on environment policy, the share of municipal waste which was managed by direct landfilling dropped from 55 per cent in 2000 to 41 per cent in 2007. The average annual per capita generation of municipal waste in EU countries has remained more or less steady at 522 kg, compared with 524 kg in the year 2000. But the share of municipal waste treated in incineration plant increased in the same period from 15.1 per sent to 20 per cent. Germany leads EU member countries as far as the reduction in the share of landfilled wastes is concerned. No other EU country has reduced and virtually stopped landfilling municipal wastes to such an extent as Germans has in the reporting period. Compared with 2000, whet 26 per cent of these wastes were directly landfilled in Germany, the share of landfilled wastes in 2007 fell to a mere 0.5 per cent. According to the EU Commission report, per capita generation of municipal wastes for 2007 was highest in Denmark. The average annual per capita arisings of municipal wastes in the Scandinavian country increased steadily fro 665 kg in 2000 to 741 kg in 2006 and 801 kg in 2007. The last place in the ranking is taken by Malta. The southern European island landfilled 87.2 per cent of all municipal wastes, down from 90.3 per cent in 2000. The country does not incinerate any wastes. Similarly, waste management practices have hardly changed in past years in nine other EU member countries. Landfill rates remained high and virtually unchanged at partly far above 80 per cent in Cyprus the Czech Republic, Lithuania, Latvia, Greece and Bulgaria. In contrast, landfill rates fell sharply in some cases in other European countries. For example, Poland reduced the share of landfilled municipal wastes by nearly 24 per cent to 74.2 per cent while incineration (0.3 per cent) still plays only a marginal role in the country. Ireland landfilled around 59 per cent of its municipal wastes in 2007 compared with 92 per cent in 2000. Likewise, the UK also landfilled a significantly 18

EUWID, S. 28, 18.08.2009


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lower share - 56.6 per cent – in 2007 compared with 81.1 per cent in 2000. Incinerated volumes in the UK increased during the period by two per cent to 9.1 per cent.19 SPAIN FAILED TO CUT LANDFILLES WASTE FROM 1996 TO 2007: (E) – While the EU27 members reduced the amount of municipal waste per capita sent to landfill on average by 26 per cent between 1996 and 2007, that volume grew by 17.4 per cent in Spain, according to the country’s 2008 “Environmental Profile”. Incineration volumes lagged far the volumes consigned to landfill. According to the Spanish Ministry of the Environment, Rural and Marine Affairs (MARM) which compiled the report released in late July, the national per capita incineration rate stood at 58 kilograms in 2007, well below the EU average of 104 kilograms per person and far less than the 350 kilograms per inhabitant of municipal waste that were landfilled.20 WASTE THE GREEK AND CYPRIOT WAY: Greece and Cyprus have a very high dependence on landfill for the disposal of their waste. These landfills, which operate around the clock, have to deal with more leachate run-off and methane treatment issues than fellow EU countries. There is wide variation in waste disposal throughout Europe, despite the existence of stringent EU regulations, i.e. the European Directive on Landfill. For example, in Germany, Holland, Belgium and France there are few landfill sites as these countries have opted to construct waste-to-energy facilities. They supply combined heat and power (CHP) to the national grid and turn solid waste into an energy source. This is the most environmentally friendly way of dealing with waste and the one which best fits the EU Landfill Directive. Other countries, however, are not so far advanced, or are meeting opposition to this greener route from their citizens. Such countries include Greece and Cyprus as well as the Balkan States. Here, people depend on controlled and sanitary landfill sites. Before the European Landfill Directive, Greece and Cyprus used landfill sites for the disposal of their solid waste and the resulting dependence on landfill now can cause problems. The Greek and Cypriot governments, when designing and constructing their individual landfills, ordered high-specification street lighting to surround the landfill sites and line the roads from the weighbridge to the tip face. Risk assessments were carried, taking into account that drivers of the RCVs would need good visibility at night, so for health and safety reasons, machinery operating on the site at night (mainly bulldozers and landfill compactors) are fitted with high strength lights. When the European Landfill Directive was first implemented, both Greece and Cyprus began to construct landfill sites where the leachate is drained off and treated by purification. The majority of sites in Greece and Cyprus now meet the European Landfill Directive using this method. The Greeks and Cypriots are well on their way to meeting the requirements of the EU Landfill Directive, they have reduced the amount of biodegradable solid waste from the waste stream by 35% and will continue to press ahead with their recycling targets and reduction of biodegradable waste from landfill, once alternative infrastructure has 19 20

EUWID, S. 11, 19.08.2009 EUWID, S. 11, 02.09.2009


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been constructed – such as new anaerobic digestion (AD) and mechanical biological treatment (MBT) plants. Much needs to be done on encouraging the local population to recycle, but given time and education, there is the potential for good progress. 21 ABFALLZENTREN IN SLOWENIEN: Investitionen bis 2015 Zwischen 2009 und 2015 sollen in Slowenien rund 740 Millionen Euro in Abfallzentren investiert werden. Insgesamt stehen 15 Abfallzentren sowie der Ausbau der Wiederverwertung in Planung. Neben Laibach sind 14 weitere regionale Abfallzentren geplant. Der Großteil der Anlagen ist für mindestens 90.000 Einwohner konzipiert, fünf Abfallzentren sind für 55.000 bis 90.000 Einwohner vorgesehen. An den Investitionen soll sich die Europäische Union mit 27 Prozent beteiligen. Insgesamt sollen gemäß dem operativen Programm von 2007 bis 2015 rund 770,2 Millionen Euro in das slowenische Abfallmanagement fließen.22 EU MEMBER COUNTRIES LANDFILL LOWER MUNICIPAL WASTE VOLUMES: (EU) – The 27 member countries of the European Union (EU) are progressively minimising the volume of municipal wastes that they landfill. According to a European Commission report on environment policy, the share of municipal waste which was managed by direct landfilling dropped from 55 per cent in 200 to 41 per cent in 2007. The average annual per capita generation of municipal wastes in EU countries has remained more or less steady at 552 kg compared with 524 kg in the year 2000. But the share of municipal waste treated in incineration plants increased in the same period from 15.1 per cent to 20 per cent. Germany leads EU member countries as far as the reduction in the share of landfilled wastes is concerned. No other EU country has reduced and virtually stopped landfilling municipal wastes to such an extent as Germany has in the reporting period. Compared with 2000, when 26 per cent of these wastes were directly landfilled in Germany, the share of landfilled wastes in 2007 fell to a mere 0.5 per cent. According to the EU Commission report, per capita generation of municipal wastes for 2007 was highest in Denmark. The average annual per capita arising of municipal wastes in the Scandinavian country increased steadily from 665 kg in 2000 to 741 kg in 2006 and to 801 kg in 2007. At the same time, no other country incinerates a greater share of its municipal wastes than Denmark. The share of this waste management route stood at 53.3 per cent in 2006. The last place in the ranking is taken by Malta. The southern European island landfilled 87.2 per cent of all municipal wastes, down from 90.3 per cent in 2000. The country does not incinerate any wastes. Similarly, waste management practices have hardly changed in past years in nine other EU member countries. Landfill rates remained high and virtually unchanged at partly far above 80 per cent in Cyprus, the Czech Republic, Lithuania, Latvia, Greece and Bulgaria. In contrast, landfill rates fell sharply in some cases in other European countries. For example, Poland reduced the share of landfilled municipal wastes by nearly 24 per bend to 74.2 per cent while incineration (0.3 per cent) still plays only a marginal role 21 22

Waste management world, S. 55, 07-08/2009 http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?AngID=1&StID=481591&DstID=625


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in the country. Ireland landfilled around 59 per cent of its municipal wastes in 2007 compared with 92 per cent in 2000. Likewise, the UK also landfilled a significantly lower share – 56.6 per cent – in 2007 compared with 81.1 per cent in 2000. Incinerated volumes in the UK increased during the period by two per cent to 9.1 per cent.23 WASTE WOOD DEMAND IN UK TO EXCEED GENERATION AFTER END OF RECESSION: (UK) – A developing gap between waste wood arisings and consumption in the UK will create considerable upward pressure on waste wood prices in the next few years, predicts a new British study. The report, commissioned by the British Waste & Resources Action Programme (Wrap) and carried out by Pöyry Forest Industry Consulting Ltd and Oxford Economics Ltd, concludes that there will either be shortages or higher prices as the economic downturn cuts availability more sharply than it affects demand for waste wood. Recent economic developments would likely affect the volume of waste wood arising because the now beleaguered construction industry is the single largest producer of waste wood. Total orders for new construction, a predictor of waste wood arisings, fell by 19 per cent in 2008 as the economic crisis hit, according to the study. Construction is responsible for around 1.185m tonnes of waste wood per year, and together with the demolition sector generates around 2.32m of the annual total of 4.572m tonnes of waste wood arisings. Independent of the financial climate, a regulation, instituted in 2008, which requires that larger construction sites create site waste management plans might also act in the long term to reduce term amount of waste wood generated by the sector, according to the study.24

4.3

Erneuerbare Energien

FRANKREICH – FERNWÄRME: Erneuerbare Energien Fernwärme in Frankreich – Tendenz steigend Frankreich zählt 424 städtische Fernwärmenetze. 26% der gelieferten Energie entstammt aus erneuerbaren Ressourcen und Müllverbrennung. 123 Fernwärmenetze verwenden mindestens einen von diesen Brennstoffen. 42 werden mit Holz betrieben, davon 13 zur Gänze. Tendenz steigend. In Frankreich werden nur 3% der Wohnungen aus Fernwärme versorgt. Verglichen mit anderen europäischen Ländern (Deutschland 12%, Polen 51%) zählt Frankreich somit eher zu den Schlusslichtern, meint Franck Lacroix, Direktor von Dalkia France (www.dalkia.com). Gemäß SNCU (Syndicat National du Chauffage urbain et de la climatisation urbaine; Nationaler Verband für städtisches Heiz- und Kühlwesen) können damit 2,1 Mio. Wohneinheiten beheizt werden. 632 Anlagen erzeugen 18900 MW Leistung und

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EUWID, S. 11, 19.08.2009 EUWID, S. 4, 16.09.2009


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22700 GWh pro Jahr aus Dampf, der durch ein 3200 kilometerlanges Kanalisationssystem strömt. Neuerdings baut man auch Netze, die einige hundert bis einige tausend Wohneinheiten versorgen. Fernwärmeanlagen gibt es jetzt auch zunehmend in kleineren und mittleren Städten. Diese kleinen Fernwärmenetze werden mehr und mehr aus erneuerbaren Energien und Energierückgewinnung (wie durch Hausmüllverbrennung) gespeist. Diese Ressourcen machen 26% der gelieferten Energie aus. 123 Fernwärmewerke verwenden mindestens eine dieser erneuerbaren Energiequellen, 74 davon (60%) sogar zum Großteil erneuerbare Energien. 2007 zählte man 42 Fernwärmenetze, die Holz verwenden - das sind 15 mehr als 2005. Der Anteil der erneuerbaren Energie und Energierückgewinnung soll bis 2020 von 26% auf 50% steigen. Ziel des Umweltprogramms „Grenelle de l’environement“ ist, laut Jean-Louis Bal von der französischen Agentur für Umwelt und Energiemanagement Ademe, die Steigerung der installierten Leistung um das 10 oder 12-fache. Quelle: Environnement Magazine Den Artikel können Sie in voller Länge neben weiteren Informationen zum französischen Umwelt- und erneuerbaren Energiebereich in der zweiten Ausgabe unseres 4 Mal pro Jahr erscheinenden Umweltletters finden, den Sie als Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) kostenlos abonnieren können. EU-BIOKRAFTSTOFFZIEL FÜR 2010 WIRD VORAUSSICHTLICH NICHT ERREICHT: Einige Mitgliedsländer müssen ihre Anstrengung im Biokraftstoff-Bereich verdoppeln, um das EU-Ziel für 2010 zu erreichen. Das geht aus dem „Biofuels Barometer“ des französischen Marktforschungsunternehmens Observ`ER hervor, das im Juli erschienen ist. In der Biokraftstoffrichtlinie der EU ist bis 2010 ein Anteil von 5,75 Prozent für Biokraftstoffe im Verkehrsektor vorgeschrieben. 2008 betrug der Anteil über die gesamte EU betrachtet laut Observ´ER jedoch erst 3,3 Prozent, was einer Menge von 10 Megatonnen Öleinheiten (Mtoe) entspricht. Den größten Anteil am Biokraftstoffmarkt hatte dem Barometer zufolge Biodiesel. Sein Verbrauch stieg 2008 um 33,9 Prozent auf 7,9 Mtoe. Der Verbrauch von Bioethanol nahm um 47,1 Prozent au 1,766 Mtoe zu. Einen Rückgang von 45,9 Prozent auf knapp 0,4 Mtoe verzeichneten andere Biokraftstoffe, zu denen hauptsächlich Pflanzenöl zähle.25 SLOWAKEI - GESETZ ÜBER ERNEUERBARE ENERGIE ENDLICH VERABSCHIEDET: Langfristige Preisgarantie bei den Energiepreisen Am 13. Juli 2009 wurde das lang erwartete Gesetz zur Förderung von Energie aus erneuerbaren Quellen und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung sowie über die Änderung und Ergänzung bestimmter anderer Gesetze (in der Folge „Gesetz zur Förderung von erneuerbarer Energie” genannt) vom Präsidenten der Slowakischen Republik unterzeichnet. Das Gesetz regelt insbesondere: (i) die Varianten und Bedingungen der Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen sowie des Stroms durch hocheffiziente Kraft-WärmeKopplung (in der Folge "KWK" genannt) und von Biomethan, 25

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(ii) die Rechte und Pflichten der Erzeuger von Strom: a) aus erneuerbaren Energiequellen, b) durch KWK, c) durch hocheffiziente KWK sowie der Erzeuger von Biomethan, und (iii) die Rechte und Pflichten weiterer Teilnehmer am Strom und Gasmarkt. Das Gesetz tritt grundsätzlich mit 1. September 2009 in Kraft, wobei die Förderregelungen erst mit 1. Jänner 2010 in Kraft treten werden. Der Zweck des Gesetzes zur Förderung von erneuerbarer Energie ist die bessere Nutzung von Primärenergiequellen bei der Energieversorgung durch hocheffiziente KWK oder mechanischer Energie und Wärme mit daraus resultierender Verringerung der Treibhausgasemissionen, insbesondere von Kohlendioxid. Das Gesetz zur Förderung von erneuerbarer Energie will insbesondere Folgendes erzielen: ▪ die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie und Förderung der Stromerzeugung durch hocheffiziente KWK; und ▪ die langfristige Preisgarantie. LANGFRISTIGE PREISGARANTIE Die Förderung der Stromerzeugung bezieht sich laut § 3 Abs. 1 lit. b), c) und d) des Gesetzes zur Förderung von erneuerbarer Energie auf Anlagen des Stromerzeugers innerhalb einer 15- jährigen Frist ab dem Jahr der Inbetriebnahme der Anlage bzw. der Renovierung oder Modernisierung9 eines technologischen Teils einer solchen Anlage. Laut dem Slowakischen Wirtschaftsministerium will das Gesetz insbesondere das Hindernis der kurzfristigen Preisgarantie, die einen niedrigen Anstieg der Stromerzeugung aus diesen Quellen verursachte, beseitigen. Die auf diese Art und Weise festgelegte langfristige Garantie bezieht sich sowohl auf den Einlösepreis, der vom Amt für Regulierung der Netzzweige der Slowakischen Republik (in der Folge „Regulierungsamt” genannt) festgelegt wird, als auch auf Pflichtentnahme des auf diese Art und Weise erzeugten Stroms durch das Verteilernetz. Bei der Preisfestsetzung hat das Regulierungsamt im Einklang mit § 6 Abs. 2 des Gesetzes zur Förderung von erneuerbarer Energie Folgendes zu berücksichtigen: (i) die Kategorie der erneuerbaren Energiequelle, (ii) die angewandte Technologie, (iii) den Termin der Inbetriebnahme der Anlage des Stromerzeugers bzw. der Renovierung und Modernisierung der Anlage, und (iv) die Größe der installierten Leistung der Anlage des Stromerzeugers. Das Regulierungsamt wird den Preis des aus erneuerbarer Energie erzeugten Stromes so festsetzen, sodass eine durchschnittliche Rentabilität einer solchen Investition in Abhängigkeit von den oben angeführten Parametern erreicht wird. Das neue Gesetz zur Förderung von erneuerbarer Energie wird zweifellos dazu beitragen, das Interesse an der Nutzung von erneuerbaren Energiequellen in der Slowakischen Republik zu verstärken. Gleichzeitig ist zu betonen, dass es sich jedoch nur auf die Förderung und Erzeugung von Strom und Biomethan bezieht. Das neue Gesetz befasst sich daher nicht mit der Förderung der Wärmeerzeugung, was bereits jetzt von mehreren fachlichen Organisationen kritisiert wurde.26

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UK REVEALS NEW RENEWABLES STRATEGY: The UK has revealed its strategy for meeting carbon emission targets, including a massive increase in renewable energy. With tree components, the UK Low Carbon Transition Plan, which was unveiled in mid-July 2009, sets out how the UK will meet the cut in emissions set out in the 2009 Budget of 34% on 1990 levels by 2020. Also published was the Renewable Energy Strategy, which maps out the UK government’s strategy for reaching the EU target of 15% of the country’s total energy consumption from renewables by 2020, from around 2% today, and the government’s Low Carbon Transport Plan, which sets out how to reduce carbon emission from domestic transport by up to 14% over the next decade. `We expect 40% of the electricity we use in 2020 to come from low-carbon sources – 30% from renewables, the rest from nuclear (including new build) and clean coal. We need to all-but eliminate carbon from electricity by 2050,´ said Energy and Climate Change Secretary, Ed Miliband unveiling the strategy, which has been met with cautious praise by industry and environment groups. Key investments related to renewables include up to £60 million to capitalise on Britain’s wave and tidal sector. Up to £120 million ($192 million) has also been allocated to support development of a UK-based offshore wind industry and some £11 million ($18 million) to help for prepare for and speed up planning decisions on renewable energy whilst protecting legitimate local concerns. While the focus is on electricity generation and transport, heat is also important. The Renewable Energy Association said the announcement that renewable heat projects will be eligible for the forthcoming Renewable Heat incentive (RHI) should help ease the paralysis in the renewable heat industry. Graham Meeks, director of the UK Combined Heat and Power Association also welcomed the announcements, but warned: “They are sill only half the picture. No comprehensive energy strategy can be thought complete without fully factoring heat into the equation. And it is noticeable that it is still the junior partner in the strategy.”27 FINNLAND – HOLZ WICHTIGSTER BIOMASSEENERGIETRÄGER: Holz stellt mit einem Anteil von 20 Prozent am gesamten Energieverbrauch die wichtigste Bioenergiequelle in Finnland dar. Demnach trugen Holzbrennstoffe im Jahr 2007 insgesamt 295 PJ zum finnischen Gesamtenergieverbrauch von 1470 PJ bei. Fast 80 Prozent der insgesamt aus Holz gewonnenen Energie stammt dabei aus Holzabfällen der Industrieproduktion sowie anderen Reststoffen, etwa 21 Prozent wurden aus dem Ausland importiert.28

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5.

5.1

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Welt

Abfallwirtschaft

NORWEGINA WASTE VOLUMES LANDFILLED CONTINUE TO FALL: (N) – Landfill diversion efforts are having an impact on waste management in Norway, according to figures published by the country’s statistics office in late June. While the total volume of household waste generated in Norway, which reached 2.079m tonnes in 2008, had climbed over 52 per send since 1998, the amount of waste sent to landfill fell by 37 per cent over the same period. Statistics Norway (SSB) reported that only 372,000 tonnes of household waste dad been sent to landfill last year, down fro 592,000 tonnes in 1998. At the same time, increasing volumes of waste have been source-separated in households for separate collection and recovery. Residues from the subsequent recovery or recycling process were either incinerated or landfilled. Last year, 52 per cent or just less than 1.1m tonnes of household waste were recovered. An additional 499,000 tonnes were treated through incineration with energy recovery. By way of comparison, only 15 per cent of the waste stream had been sent for recovery in 1995. In recent years, however, the relative share of wastes sent for materials recycling and energy recovery has held steady, varying only between 72 and 76 per cent since 2005.29 IN DER TÜRKEI BESTEHT HOHE NACHFRAGE NACH ABFALLBIOGASANLAGEN: Ledjo renewable plant 1,3-MW-Anlage / 50 weitere Anfragen von Kommunen In der Türkei beginnt die Firma BioSun Ende August mit dem Bau einer Biogasanlage für landwirtschaftliche und kommunale organische Abfälle. BioSun ist eine auf Waste-to-Energy spezialisierte Tochtergesellschaft des türkischen Konzerns Hexagon. Die 1,3-MW-Anlage wird im östlich von Istanbul liegenden Bezirk Pamukova jährlich 8,6 Gigawattstunden Strom sowie 6,9 Gigawattstunden Wärme erzeugen, teilte die für die Planung verantwortliche Freiburger Firma Ledjo renewable mit. So könne Ledjo renewable zufolge jährlich insgesamt 40.000 Tonnen landwirtschaftliche Reststoffe sowie Hausmüll verarbeitet werden. Mehrere Gemeinden haben sich dem Projekt angeschlossen. Der Einzugsbereich der Anlage umfasst rund 100.000 Einwohner. Geplant ist ein integriertes Abfallmanagement, bei dem die Gemeinden die Mülltrennung übernehmen. Insgesamt werden aus Haushalten und Restaurants 30.000 Tonnen Abfälle angeliefert, die teilweise schon getrennt sind. In der Türkei sieht er einen großen Markt für Abfallbiogasanlagen. Nach Angaben von Ledjo renewable stehen etwa 4.000 türkische Gemeinden durch die 29

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Gesetzgebung im Bereich der Abfallwirtschaft unter Zugzwang. Aus Systemen einfacher Abfallentsorgung sollen künftig moderne Müllmanagement-Konzepte entstehen. Gegenwärtig lägen Ledjo renewable 50 Anfragen von Gemeinden nach Anlagen in derselben oder sogar einer höheren Größenordnung vor. Tschuke geht davon aus, dass sich von den Anfragen ungefähr acht bis zwölf realisieren lassen. Noch in diesem Jahr könne mit den Planungen begonnen werden, so Tschunke. Bioerdgasanlagen seien in der Türkei zunächst nicht geplant, da das Land bislang nicht über eine ausreichende Infrastruktur verfüge.30 REIFENRECYCLING IN KATAR GEPLANT: In Katar soll schon bald eine Reifenrecyclinganlage gebaut werden. Nach einem Bericht der arabischen Tageszeitung Arrayah haben das Ministerium für Kommunale Angelegenheiten und Landschaftsplanung und die Unternehmensgruppe Seashore Group of Companies kürzlich eine Vereinbarung über den Bau der rund 1,5 Mio. € teuren Anlagen geschlossen. Die Recyclinganlage soll im Ummul-Alayee-Bezirk entstehen und jährlich über auch Mio. Altreifen granulieren.31

5.2

Erneuerbare Energien

AUSTRALIEN - REGIERUNG WILL 20 % STROM AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN BIS 2020: Die australische Regierung hat im August 2009 ein gesetzliches Ziel für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien verabschiedet. Bis zum Jahr 2020 sollen demnach 20 Prozent der erzeugten Elektrizität aus regenerativen Energien gewonnen werden. Für die Industrie eröffneten sich neue Zukunftsperspektiven, denn das Gesetz werde einen "Clean Energy Boom" auslösen. Über 10 Milliarden Euro müssten investiert werden, wodurch 28.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Das gesetzliche Ziel breche Marktbarrieren und garantiere der Industrie Abnehmer für erneuerbare Energien in Australien.32 BIOMASSE-POTENZIAL IN DEN USA WIRD DEUTLICH STEIGEN: Das Potenzial zur Energiegewinnung aus Biomasse wird sich in den USA in den kommenden Jahrzehnten deutlich erhöhen. Das geht aus der Studie „IEA Bioenergy Task 40: Country Report – United States“ hervor. Demnach werde sich das Biomasse-Potenzial der US-Landwirtschaft von gegenwärtig 194 Mio. Tonne pro Jahr in den nächsten 35 bis 40 Jahren auf jährlich fast eine Mrd. Tonne verfünffachen. Etwa ein Zehntel davon werde aus Reststoffen der Tierhaltung, Produktionsrückständen und anderen Reststoffen bestehen. In der Forstwirtschaft erwarten die Autoren eine Steigerung der jährlich für die Energieerzeugung nutzbaren Bionasse von aktuell 142 Mio. Tonnen auf 368 Mio. Tonnen.33

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EUWID, S. 25, 11.08.2009 EUWID, S. 25, 11.08.2009 klima:aktiv Biogas Newsletter - September 09 EUWID, S. 26, 08.09.2009


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BIOMASS PETENTIAL POISED FOR MARKED INCREASE IN USA: (USA) – The potential for power generation from Biomass is poised for a marked increase in the USA in coming years, according to the study „IEA Bioenergy Task 40: Country Report – United States“. The report predicts that the biomass potential of agriculture in the USA will witness a five-fold increase form current level of 194m tonnes per year to almost a billion tonnes in the next 35-40 years. About a tenth of the projected volume will be derived from farm and poultry wastes, production residues and other residual materials. The authors of the report expect the forestry sector to increase biomass contribution for power generation from the current 142m to 368m tonnes.34

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