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Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen

Jahresbericht 2016


Impressum: Herausgeber: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V., An Lyskirchen 14, 50676 Köln, Telefon: 0221 935830, info@fgsv.de Bildnachweis: Titelseite, Innentitel, Seiten 32, 33 © Michael Bahlo, Bremen Gestaltung & Produktion: perey-medien, Auf der Ruhr 82, 50999 Köln, www.perey-medien.de Druck: Druckerei Lutz GmbH, Dürener Straße 165 a, 50931 Köln


Inhaltsübersicht Mitglieder der FGSV

03

Vorwort

04

Organigramm der FGSV

05

Tätigkeiten der Koordinierungsausschüsse Koordinierungsausschuss Bau

06

Koordinierungsausschuss Verkehr

07

Berichte der Kommissionen Qualitätsmanagement

08

Kommunale Straßen

09

Forschungsprogramm Stadtverkehr

10

Güterverkehr

11

Berichte der Arbeitsgruppen Verkehrsplanung

12

Straßenentwurf

14

Verkehrsmanagement

18

Infrastrukturmanagement

20

Erd- und Grundbau

22

Gesteinskörnungen, Ungebundene Bauweisen

24

Asphaltbauweisen

26

Betonbauweisen

29

Die Querschnittsausschüsse

31

Veranstaltungen

32

Veröffentlichungen

34

Informations- und Dokumentationsstelle

36

Forschungsprogramme

37

Internationale Zusammenarbeit

38

Mitglieder Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen zählte zum 31. Dezember 2016 insgesamt 2485 Mitglieder (31. Dezember 2015: 2478 Mitglieder). Die nachstehende Aufstellung gibt einen Überblick über die Verteilung der Mitglieder auf die einzelnen Gruppen. Von den 2485 FGSV-Mitgliedern wohnen 91 im Ausland (16 Länder) oder haben dort ihren Sitz.

Anzahl

%-Anteile

Straßenbaufirmen

50

2,0

Sonstige Unternehmen

159

6,4

Ingenieurbüros / Institute

574

23,1

18

0,7

135

5,4

50

2,0

1482

59,7

17

0,7

2485

100,0

Bund und Länder Städte und Gemeinden Verbände Einzelmitglieder Mitgliedschaften auf Gegenseitigkeit Gesamt

Haben Sie Fragen zur Mitgliedschaft? Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle in Köln helfen Ihnen gerne weiter und informieren Sie über die Vorteile einer Mitgliedschaft in der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen. Rufen Sie an unter Telefon 0221 93583-0 oder stellen Sie Ihre Anfrage per Mail an info@fgsv.de FGSV | Jahresbericht | 3


Vorwort Dir.‘in Dipl.-Ing. Elfriede Sauerwein-Braksiek, Vorsitzende Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V. (FGSV) hat ihre vielseitigen Aufgaben im Jahr 2016 erfolgreich gemeistert. Auch in diesem Jahr konnten umfangreiche positive Ergebnisse erzielt werden, die nur durch das Engagement aller ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich waren. In den Gremien werden die entscheidenden Beiträge zur Pflege der Wissensbasis und zur Fortschreibung des Regelwerks geleistet. Unterstützung bietet den Gremienaktiven dabei auch das 2015 eingeführte FGSV Portal, das sich inzwischen mehr als bewährt hat und aus der täglichen Gremienarbeit nicht mehr wegzudenken ist.

Elfriede Sauerwein-Braksiek

Das Wirken von allen in der FGSV Engagierten bringt einen hohen Nutzen für das Straßenund Verkehrswesen und für alle, die auf diesem Gebiet tätig sind. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger profitieren von den Arbeiten der Forschungsgesellschaft, da jede und jeder in unterschiedlicher Art und Weise am Verkehr teilnimmt. Ich danke somit allen an der Arbeit der FGSV Beteiligten sowie den Entscheidungsträgern, die bereit sind, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Gestaltungsraum einzuräumen, um sich an der Arbeit der FGSV zu beteiligen. In diesem Sinne kann die Wissensplattform FGSV erhalten und weiterentwickelt werden. Das herausragende Ereignis bei den nationalen Veranstaltungen war der Deutsche Straßen- und Verkehrskongress 2016 in Bremen. Dem Kongress angeschlossen findet die Fachausstellung „Straße und Verkehr“ statt. Beide Formate zusammen präsentieren sich als der Branchentreff auf dem Gebiet des Straßen- und Verkehrswesens. Die Messe Bremen hat uns in der letzten Septemberwoche 2016 sehr herzlich aufgenommen und Kongressgäste, ausstellende Firmen, Mitwirkende und Veranstalter haben dort alle Möglichkeiten für erfolgreiche Kongresstage vorgefunden. Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle besonders an alle diejenigen, die sich durch Übernahme eines Fachvortrages oder einer Moderation engagiert haben bzw. die sich an der Fachausstellung beteiligt haben. Sie alle haben wesentlich zum Erfolg des Deutschen Straßen- und Verkehrskongresses 2016 beigetragen. Aus dem FGSV-Querschnittsausschuss „Postfossiler Verkehr – Elektromobilität“ ist im Jahr 2016 der Bericht „Übergänge in den postfossilen Verkehr: Notwendigkeiten, Entwicklungstrends und -pfade“ als Kurzbericht und

FGSV | Jahresbericht | 4

Ergebnisbericht erschienen. Damit legt die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) ein wesentliches Positionspapier zu wichtigen Fragen des Verkehrs vor. Wissenschaftlich hinterlegt werden die rechtlichen, gesellschaftlichen und verkehrlichen Rahmenbedingungen dargestellt. Die Einsicht in die Notwendigkeit, sich von der Ressourcenabhängigkeit von fossilen Treibstoffen zu lösen und die Emissionen klimaschädlicher Gase zu reduzieren, führt zwangsläufig zur Beschäftigung mit postfossilem Verkehr. Zwei Wege dahin werden mit dem Technik- und dem Verhaltensszenario dargestellt. Der Kurzbericht „Übergänge in den postfossilen Verkehr“ und der ausführliche Ergebnisbericht richten sich auch an interessierte Kreise außerhalb der FGSV. Beide Berichte können unter www.fgsv.de und www.fgsv-verlag. de in digitaler Form abgerufen werden und stehen im Portal der FGSV für die FGSV-Mitglieder und FGSV-Gremien zur Verfügung. Neben der Befassung mit postfossilem Verkehr und seiner Ausgestaltung, die auch weiterhin eine wesentliche Zukunftsaufgabe für die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen darstellt, waren 2016 folgende Themen im Fokus: Bundesverkehrswegeplanung, automatisches und automatisiertes Fahren, BIM, Mobilitätsmanagement, Multi- und Intermodalität, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Substanzbewertung und Erhaltungsmanagement. Um den anstehenden Fragen zur Zukunft der Mobilität in unserem Land begegnen zu können und das Technische Regelwerk allen technischen und gesellschaftlichen Anforderungen (Veränderungen) gegenüber auf höchstem Stand zu halten, sind die Ergebnisse der Forschungsarbeiten aus dem Gemeinsamen Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der FGSV, der „Ressort-Forschung“, des Forschungsprogramms Stadtverkehr (FoPS) und des Forschungsprogramms der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) sowie der Forschungsarbeiten, die unmittelbar von der FGSV vergeben werden, von größter Bedeutung. Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang ein Forschungsprojekt besonders hervorheben: das Projekt „Reise- und Fernbusmanagement in Städten“. Dieses Forschungsprojekt, Ende 2016 vergeben, ist ein gemeinsames Projekt mit der österreichischen FSV und dem schweizerischen VSS über eine aktuelle Problematik, die in allen


drei Ländern vergleichbare Lösungen erfordert. Das talogs Projektfüristden zudem ein gutes Beispiel für die Straßenund Brückenbau hegut rausgegeben funktionierende Zusammenarbeit mit den (Lichtsignalanlagen, Mauerwerk beiden befreundeten Schwestergesellschaften für Ingenieurbauten, Ingenieurbauten aus der FGSV. Stahl, Erdbau (Homogenbereiche) (als korrigierter Gelbdruck)). Alle diese und andere Bitte gestatten Sie mir zum Schluss noch ein Neuerscheinungen Wort in eigener Sache: sind ausnahmslos auf der Basis ehrenamtlicher Tätigkeit in der FGSV Diese Tätigkeit stellt Am entstanden. 28. September 2016 wurde icheinen in derhohen MitNutzen für alle dar, im Straßen- und Vergliederversammlung derdie Forschungsgesellschaft für Straßenundtätig Verkehrswesen e. V. (FGSV) zur kehrswesen sind. neuen Vorsitzenden gewählt. Was war die FGSV bis dahin für mich? absolute Ich danke daherDas allen in den KompetenzzenGremien tätigen trum für das Straßen- und Verkehrswesen, das Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre enes „schon immer“ gab. Jetzt, als frischgewählte gagierten Beiträge. Gleichzeitig danke ich Vorsitzende, freue ich mich sehr darauf, die FGSV allen,Vielseitigkeit die in den Unternehmen, bei den Verin ihrer und mit all‘ ihren Kompewaltungen, an den Hochschulen und Universitäten sowie in den Ingenieurbüros

tenzen intensiv kennen zu lernen und sie die nächsten Jahre auftragen ihrem und Wegbereit in die sind, Zukunft, die Verantwortung ihren sicherlich spannende und anspruchsvolle AufgaMitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Mögben für uns bereit hält, zu führen. freue mich lichkeit einzuräumen, sich an derIch Gremienarsehr, wenn wir diesen Weg gemeinsam gehen. beit zu beteiligen. Dadurch kann die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen ihre Kompetenz erhalten und weiterentwickeln.

Mitgliederversammlung Vorstand Geschäftsführung

Beirat

Verkehrsplanung*

Infrastrukturmanagement*

Arbeitsgruppe 1

Straßenentwurf*

Koordinierungsausschuss Verkehr

Arbeitsgruppe 4

Koordinierungsausschuss Bau

Erd- und Grundbau*

Arbeitsgruppe 2

Qualitätsmanagement Arbeitsgruppe 5 Kommission 1

Verkehrsmanagement*

Kommunale Straßen

Arbeitsgruppe 3

Querschnittsausschüsse

Gesteinskörnungen, Ungebundene Bauweisen*

Kommission 2

Arbeitsgruppe 6

Forschungsprogramm Stadtverkehr

Asphaltbauweisen*

Kommission 4

Güterverkehr Kommission 5

Arbeitsgruppe 7

Betonbauweisen* Arbeitsgruppe 8 * mit Lenkungsausschuss Arbeitsausschüssen Arbeitskreisen

Organigramm der FGSV

FGSV | Jahresbericht | 5 FGSV | Jahresbericht 2015 | 05


Koordinierungsausschuss Bau Leitung: Dir.‘in Dipl.-Ing. Elfriede Sauerwein-Braksiek Der Koordinierungsausschuss Bau (KoA Bau) berät zweimal pro Jahr übergreifende Themen der Kommissionen 1 („Qualitätsmanagement“) und 2 („Kommunale Straßen“) mit derzeit zwei ad-hoc-Gruppen sowie der Arbeitsgruppen 4 bis 8 und informiert sich über die Arbeit der Vorsitzenden und des Vorstandes. Diese Gremien berichten auch über ihre Arbeit der zurückliegenden Zeit. Soweit Koordinierungsbedarf besteht, entscheidet der Koordinierungsausschuss über die notwendigen Handlungsschritte. Der KoA Bau umfasst einen Bereich von rund 90 Arbeitskreisen, von denen neun Gemeinschaftsausschüsse (GA) mit dem DIN sind. Dazu kommt unterhalb des KoA Bau der Gemeinschaftsausschuss „Straßenbaustoffe“ (Spiegelausschuss zu TC 227 des CEN). Die Gemeinschaftsausschüsse haben die Aufgabe, die Arbeiten der europäischen Normungsgremien auf nationaler Ebene zu spiegeln. Über die Arbeit der Querschnittsausschüsse wird regelmäßig im KoA Bau informiert. Im Herbst 2016 hat der QA 3 „Informationstechnik“ über seine Arbeit informiert. Spezielle Themen im KoA Bau waren 2016 u. a. das Building Information Modeling (BIM), die Vereinheitlichung der Behandlung der Prüfmittelüberwachung in den Regelwerken, der Bild rechts: Einbau von Kompaktasphalt auf gefräster Betondecke und Zwischenschicht Bild unten: Spannungszustand im zylindrischen Probekörper während eines Spaltzug-Schwellversuches

FGSV | Jahresbericht | 6

Stand der Begriffsbestimmungen der Straßenbautechnik (die Sachgebiete „Baustoffe“ und „Entwässerung“ liegen im Entwurf vor) sowie Aktuelles aus der Forschungsvergabe (in diesem Jahr z. B. die Einführung des neuen Vergaberechts). Es wird im Koordinierungsausschuss Bau auch regelmäßig über die in allen Lenkungsausschüssen positiv beratenen Anträge zur Erstellung bzw. Überarbeitung eines Regelwerks/Wissensdokuments informiert. Der Koordinierungsausschuss Bau hat außerdem die Aufgabe, die baulichen Themenvorschläge für das Gemeinsame Forschungsprogramm des BMVI und der FGSV zu beurteilen und Festlegungen zu treffen. In der Frühjahrssitzung 2016 wurde dieses Verfahren für das Gemeinsame Forschungsprogramm (GFP) 2017, für das nun seit 2015 für die KoA Bau und Verkehr 3,2 Mio. € pro Jahr zur Verfügung stehen, wieder erfolgreich durchgeführt; zwölf Forschungsvorschläge aus dem Bereich der Bautechnik (AG 4 bis 8) wurden ausgewählt.


Koordinierungsausschuss Verkehr Leitung: Dir.‘in Dipl.-Ing. Elfriede Sauerwein-Braksiek

Der von der Vorsitzenden der FGSV geleitete Koordinierungsausschuss Verkehr (KoA Verkehr) hat die Aufgabe, Themen aufzugreifen, die eine Koordinierung über die ersten drei Arbeitsgruppen hinweg erforderlich machen. Diese Themen werden, soweit sie nicht grundsätzlicher Art sind, auch bilateral zwischen den Arbeitsgruppen 1 bis 3 behandelt. Gleichzeitig erfolgt der Informationsaustausch mit allen vier Kommissionen (Qualitätsmanagement, Kommunale Straßen, Forschungsprogramm Stadtverkehr und Güterverkehr) sowie über die Arbeit der Vorsitzenden und

des Vorstands. Der KoA Verkehr umfasst einen Bereich von ca. 80 Arbeitskreisen, von denen acht Gemeinschaftsausschüsse (GA) mit dem DIN sind, eine ad-hoc-Gruppe und vier Kommissionen. Dazu kommt der GA „Straßenausstattung“ (Spiegelausschuss TC 226 des CEN), der dem KoA Verkehr zugeordnet ist. Über die Aktivitäten der der Geschäftsstelle der FGSV zugeordneten sieben Querschnittsausschüsse wird regelmäßig berichtet. Im Herbst 2016 hat der QA 3 „Informationstechnik“ über seine Arbeit informiert.

Bild oben:

Spezielle Themen im KoA Verkehr waren 2016 u. a. das Building Information Modeling (BIM), der Stand der Begriffsbestimmungen, Teil Verkehrsplanung, Straßenentwurf, Straßenbetrieb (eine Überarbeitung der Ausgabe 2012 liegt im Entwurf vor), die Einrichtung eines neuen Arbeitsausschusses in der Arbeitsgruppe 3 zur Qualität des Verkehrsablaufs sowie Aktuelles aus der Forschungsvergabe (in diesem Jahr z. B. die Einführung des neuen Vergaberechts). Es wird im Koordinierungsausschuss Verkehr auch regelmäßig über die in allen Lenkungsausschüssen positiv beratenen Anträge zur Erstellung bzw. Überarbeitung eines Regelwerks/Wissensdokuments informiert.

feld Torfhaus/Harz

Verkehrssteuerung mit Lichtsignalanlagen

Bild links: MarkierungsWinterdienstprüf-

Der Koordinierungsausschuss Verkehr hat außerdem die Aufgabe, die verkehrstechnischen Themenvorschläge für das Gemeinsame Forschungsprogramm des BMVI und der FGSV zu beurteilen und Festlegungen zu treffen. In der Frühjahrssitzung 2016 wurde dieses Verfahren für das Gemeinsame Forschungsprogramm (GFP) 2017, für das nun seit 2015 für die KoA Bau und Verkehr 3,2 Mio. € pro Jahr zur Verfügung stehen, wieder erfolgreich durchgeführt; fünf Forschungsvorschläge aus dem Bereich der Arbeitsgruppen 2 und 3 wurden ausgewählt. FGSV | Jahresbericht | 7


Kommission 1

Qualitätsmanagement Qualitätsmanagement Kommission 1

Leitung: Dr.-Ing. Rainer Hess | Durth Roos Consulting GmbH, Niederlassung Bonn

Leiter: Dr.-Ing. Rainer Hess | Durth Roos Consulting GmbH, Niederlassung Bonn

Drei Säulen der Nachhaltikeit

Die K 1 hat im Jahr 2016 einmal, und zwar am 6. April in Wiesbaden, getagt. Bei dieser Sitzung wurde mit den Themen Integriertes Qualitätsmanagement, Betriebliches Management und Fort- und Weiterbildung ein Blick in die Die K 1 hat im Jahr 2015 am 16. April in Berlin getagt. Bei Vergangenheit vorgenommen. dieser Sitzung wurden folgende Themen behandelt: • Konzeption eines integrierten Qualitätsmanagements Die Änderungswünsche zu den Mustergliederungen der für das Straßenund Verkehrswesen: Dasdem FE-Vorhaben ZTV und TP wurden durchgesprochen und KoA Bau (9.160) ist abgeschlossen. den Ergebnissen wird eiim Juni 2016 zur Einführung Zu vorgelegt. Nachdem diese angenommen stehenbei sieBedarf den Gremien FGSV nerseits diewurden, Rückmeldung aus den im FachgrePortal unter „Arbeitsdokumente/Vorlagen“ zur Verfügung. mien (AA, LA) benötigt und andererseits wird eine Ein überarbeiteter Entwurf Mustergliederung für TL Berücksichtigung dieser der Ergebnisse bei der nächsten wirdÜberarbeitung für die erste Sitzung im Jahr 2017 erarbeitet. von Regelwerken angeregt. • Qualitätssicherung beim Erstellen eines Regelwerkes: Ein Teil der formal-inhaltlichen Hinweise für die Erarbei-

FGSV | Jahresbericht | 8 08 | Jahresbericht 2015 | FGSV

Es wurde vereinbart, den Inhalt der Leitlinien für die Arbeit der K 1 (vormals KB  3) aus dem Jahre 2005 zu hinterfragen und die Aufgabenstellung zu überarbeiten. Die Anregungen aller Mitglieder der K  1 werden durch eine tung von Regelwerken ist der Entwurf einheitlicher Bearbeitergruppe gesammelt und in eine erste Textfassung Gliederungen für die vertragswirksamen Regelwerke umgesetzt. Auf der Grundlage dieser überarbeiteten LeitliTL und Ein erster Gliederungsentwurf liegt vor, nienZTV, werden dieTP. gewünschten Zielsetzungen abgestimmt. wurde an ausgewählten Regelwerken erprobt und zur erDie nächste Sitzung im Jahr 2017 soll im Wesentlichen hält derzeit Überarbeitungen. Abstimmung desnoch eigenen, möglichen Leitbildes dienen. • Nachhaltigkeitsbewertung der Straßeninfrastruktur (BeDer richt eigentliche Anlass der FGSV (Wissensund aus dem BMVIdes undWVM der Arbeitsgruppe der K 1) Verwaltungsmanagement), das Wissensmanagement, Vertreter der K 1 haben im Berichtszeitraum darüberdeshisen Umsetzung in demdes Prozess der Einführung des WVM naus die Umsetzung „Wissensund Verwaltungsmaals dritte Stufe bezeichnet wird, soll eine herausragende nagements“ (WVM) der FGSV begleitet. Rolle in der zukünftigen Arbeit der K 1 einnehmen.


Kommission 2

Kommunale Straßen Leitung: Dr.-Ing. Stefan Klotz | Hansestadt Lübeck, Bereich Stadtgrün und Verkehr

städtischen Umfeld. Die Hansestadt Hamburg weitet derBild links: zeit ihre Aktivitäten aus und hat sich im Frühsommer 2016 Hannover: Kreufür ein weiteres Pilotprojekt beworben; damit bestünden zung Hochstraße in Hamburg dann bereits drei Bauprojekte, die mit der MeSüdschnellweg/ thode BIM geplant, gebaut und betrieben würden. Positiv Hildesheimer sieht die K 2 die durch BIM vorgezogene Planungstiefe und Straße auch den stets aktuell gehaltenen und schnittstellenfreien Datenaustausch (sofern IFC-Standard). Kritisch werden von der K 2 insbesondere die ggf. eingeschränkte LeistungsGrafik: fähigkeit der planenden Ingenieurbüros, die mögliche AbAufteilung der hängigkeit von Softwarefirmen und das strikte Datenmanagement der| kommunalen IT-Abteilungen gesehen. Fachbeiträge Kommunale Straßen | Zielorientierte, visuelleZuZustandserfassung Flächen des für komm gegebener Zeit sollen in der K 2 die Erfahrungen Hamburgs öffentlichen und damit die Sicht eines Bauherren berichtet werden. Straßennetzes in Düsseldorf

Im Berichtszeitraum 2016 hat die Kommission 2 am 27. April in Schifferstadt (Rheinland-Pfalz) und am 23. November in Berlin getagt. Neben der Beschäftigung mit den beiden ad-hoc-Gruppen der K 2 (0.3.2.1 „Rutschwiderstand von Pflasterdecken und Plattenbelägen“ und 0.3.2.2 „Finanzbedarf der Straßenerhaltung in den Gemeinden“), die sich beide mit der Fortschreibung älterer Merkblätter beschäftigen, standen 2016 folgende Themen im Mittelpunkt: Aktueller Stand der RSA und der ASR A5.2, Verkehr der Zukunft und Forschungsprojekt UR:BAN (Schlusspräsentation im Oktober 2015), Elektromobilität, ATV DIN 18329 VOB/C „Verkehrssicherungsarbeiten“, Mitarbeit in Arbeitsausschüssen und Arbeitskreisen, Stellungnahmen zu Regelwerken der FGSV, Bemessung von Radverkehrsanlagen nach dem HBS, Ausgestaltung des Kolloquiums „Kommunales Verkehrswesen“ der K 2 am 15. und 16. März 2017 in Münster und das BIM (Building Information Modeling) im kommunalen Tiefbau. Bislang gibt es nur wenige Erfahrungen mit BIM im

Parken 6%

Sonstiges 0% Fahrbahn 48 %

Nebenflächen* 29 %

Grün (Straßenbegleit) 14 %

gesonderter Gleiskörper 2%

Fahrbahn mit Gleis 1% *Nebenflächen = Geh- und Radwege

Bild 1: Aufteilung der Flächen des Straßennetzes auf die Teileinrichtungsarten, Gesamtfläche = 18.546.000 qm)

Grafik:

kehrsflächen zu erfassen, die „messtechnische“ und die „visuelle“ Zustandserfassung. Zu beiden entwickelt für kommunale Straßen der zuständige Arbeitskreis der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) – „Erhaltung kommunaler Straßen“ (AK 4.1.2) entsprechende Arbeitspapiere. Der Straßenzustand wird für Verkehrsflächen dabei gleichermaßen in Merkmalsgruppen gegliedert und zwar in Ebenheit im Längs- und im Querprofil sowie in Substanzmerkmale (Oberfläche) [4, 5]. Die Vorgehensweisen sind wie folgt: – Messtechnische Zustandserfassung (Oberfläche) Bei der messtechnischen Zustandserfassung erfolgt die Erhebung der Einzelmerkmale der Merkmalsgruppen fahrstreifenweise mit schnell fahrenden, multifunktionalen Messsystemen („Mitschwimmen im Verkehr“). „Die kennzeichnenden Größen der Ebenheit im Längsprofil werden aus dem kontinuierlich gemessenen Längsprofil der rechten Radspur des zu untersuchenden Fahrstreifens berechnet. … Die Zustandsgrößen der Merkmalsgruppe Ebenheit im Querprofil werden aus in

Relative Anteile

Oberflächenbilds des zu untersuchender festgestellten den Fahrstreifens ermittelt. Die an der Fahrbahnoberflächemangelhaften sichtbaren SchäAusführungen den werden dabei anhand von bei Merkmalsdefinitionen und Erfassungsregeln Aufgrabungen den festgelegten Schadensmerkmalen zugeordnet und mithilfe entsprechender technischer Registriereinrichtungen ihrer Größe bzw. ihrer Häufigkeit nach registriert.“ [4] Aufgrund der Art und Größe der Messfahrzeuge beschränkt sich die praktikable Durchführung im kommunalen Straßennetz im Wesentlichen auf die Fahrbahnen der Hauptverkehrsstraßen. – Visuelle Zustandserfassung (Oberfläche) „Zur Durchführung einer visuellen Zustandserfassung existieren derzeit unterschiedliche Techniken. Diese unterscheiden sich durch a) die Art der Aufnahme (direkt vor Ort/Bilddokumentation) sowie b) die Übertragung der Informationen in ein datentechnisches Verarbeitungssystem (manuelle Eingabe, digitale Übertragung). … Da FGSV | Jahresbericht |9 die messtechnische Erfassung vollautomatisch und die Auswertung der Daten über rastergestützte Videoauswertung


Kommission 4

Forschungsprogramm Stadtverkehr Leitung: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer | Universität Kassel, FG Verkehrsplanung und Verkehrssysteme Das Jahr 2016 stand im Zeichen des neuen Forschungsprogramms Stadtverkehr 2017/2018. Am 19. Juli sind die Länder und Institutionen, so auch die FGSV, vom Referat G 11 (Grundsatzangelegenheiten der Forschung und Entwicklung, Forschungsförderung/-programme, Wissenschaftlicher Beirat) des BMVI aufgefordert worden, bis zum 14. September Projektvorschläge einzureichen. Es wurden insgesamt 75 Themen, und somit erheblich weniger als 2014 (fast 150), formal korrekt eingereicht. Die einzelnen Themen wurden vorab von den Ländervertretern sowie dem K 4-Gremium nach folgendem Punkteverfahren bewertet: 1 = sehr gut, hohe Priorität 2 = gut, mittlere Priorität 3 = befriedigend, niedrige Priorität 4 = Thema bereits ausreichend untersucht 5 = kein FoPS-Thema Für eine Weiterverfolgung für das FoPS 2017/2018 wurden in der Sitzung der K 4 am 24. November in

Bonn, bei der auch der neue Leiter des Referats G 11, MR Hartmann, anwesend war, 31 Themenvorschläge, davon acht aus den Reihen der FGSV, empfohlen, wobei einige Vorschläge aus zwei Themen zusammengefasst wurden. Die drei Projekte zum Deutschen Mobilitätspanel (MOP) gehören nach Meinung der K 4 grundsätzlich nicht in das FoPS. Da das Gremium das Deutsche Mobilitätspanel als unverzichtbar ansieht, werden auch diese Projekte empfohlen, wobei eine Finanzierung aus einem anderen Titel präferiert wird. Mit der Empfehlung dieser 34 Themenvorschläge (über die am 8. Dezember im BMVI abgestimmt wurde) wird das Fördervolumen des FoPS 2017/18 (ca. 8,33 Mio. € für zwei Jahre) leicht überzeichnet. Die Fördersumme für die empfohlenen Themenvorschläge liegt derzeit bei 8,78 Mio. €. Nach wie vor aktuell ist auch das FoPS 2015/2016, die Projekte wurden ausgeschrieben und vergeben. Die folgenden zwölf Projekte sind für die Arbeit in den Arbeitsgremien und für die Regelwerke und Wissensdokumente der FGSV relevant:

FoPS-Projekte des Programms 2015/2016 Projekt-Nummer

Titel

70.906

Erforschung von Auswirkungen des E-Commerce auf das städtische Verkehrsaufkommen zur Stärkung der städtischen Logistik und verbesserten Integration in die kommunale Verkehrsplanung

70.907

Akzeptanz und Verkehrssicherheit des Radverkehrs im Mischverkehr mit Kraftfahrzeugen auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen

70.911

Synergie in der Informationstechnik für die Verkehrsträger Straße und Schiene – OKSTRA® und IDMVU

70.912

Dynamisches umweltsensitives Verkehrsmanagement

70.919

Anforderungen an städtische Verkehrsnachfragemodelle

70.920

Multimodalität in Städten und Regionen – Angebot und Nachfrage

70.921

Deutsches Mobilitätspanel (MOP) – Erhebung für Alltagsmobilität sowie der Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuche für die Kohorten 2015

70.922

Deutsches Mobilitätspanel (MOP) – Erhebung für Alltagsmobilität sowie der Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuche für die Kohorten 2016

70.923

Deutsches Mobilitätspanel (MOP) – Wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der Erhebungswellen 2014-2016

70.925

Verkehrsablauf an signalisierten Knotenpunkten mit hohem Radverkehrsaufkommen

70.926

Künftige Herausforderungen für den Entwurf von innerörtlichen Straßen, Fußund Radwegen

70.927

Entwurfsparameter von Hochleistungsstraßen

FGSV | Jahresbericht | 10


Kommission 5

Güterverkehr Leitung: Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Stölzle | Universität St. Gallen, Lehrstuhl für Logistikmanagement, Schweiz

Städtischer Güterverkehr in Frankfurt

Eine Sitzung der K 5 „Güterverkehr“ hat im Jahr 2016 nicht stattgefunden. Das Forschungsprojekt „Metastudie zum Status quo des Güterverkehrssystems in Deutschland“ wurde vom BMVI, Referat G 22 „Güterverkehr und Logistik“, vergeben, 2016 abgeschlossen und am 24. November 2016 bei der 6. Netzwerkkonferenz unter der Leitung der Parlamentarischen Staatssekretärin Dorothee Bär in Umsetzung des Aktionsplans Güterverkehr und Logistik vorgestellt. Mitglieder der K 5 waren am forschungsbegleitenden Ausschuss beteiligt. Aus den Ergebnissen der Metastudie lassen sich 2017 ggf. weitere Arbeitsfelder für die K 5 ableiten. Inhalt des Forschungsprojekts: Für eine Versachlichung der verkehrspolitischen Diskussion erscheint es dringend geboten, einen möglichst aussagestarken Überblick über bislang gewonnene Erkenntnisse und Problemlösungsoptionen der Verkehrswissenschaft herzustellen. Eine solche Metastudie im Sinne einer Forschungslandkarte nimmt eine breite verkehrswissenschaftliche Perspektive ein und beschreibt auf Basis bestehender Erkenntnisse das Gesamtverkehrssystem in Deutschland im Status quo. Dazu ist es notwendig, im Querschnittsbereich von Infrastrukturausstattung, Fahrzeugen, Nutzern, Verkehrs- und Mobilitätskonzepten neben dem Güterverkehr auch den Personenverkehr in die Analyse einzubeziehen. Die Metastudie muss einen Neutralitätsanspruch wahren, d. h., sie darf keinen Partialinteressen einzelner Akteure folgen. Es sind alle relevanten Dimensionen und Potenziale einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung zu berücksichtigen.

Oberleitungs-Lkw und angepasste Fahrleitungsinfrastruktur im System eHighway (Foto:www.siemens.com/presse)

FGSV | Jahresbericht | 11


Arbeitsgruppe 1

Verkehrsplanung Leitung: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach | Bergische Universität Wuppertal, Lehr- und Forschungsgebiet Straßenverkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik Die Behandlung der Aktivitäten der einzelnen Arbeitsausschüsse der AG 1 wurde auf die Frühjahrssitzung 2017 des LA 1 verschoben. Die AK 1.4.3 „Bewertungskomponenten für Erhaltungsinvestitionen“ und 1.4.4 „Dynamische Aspekte bei Investitionsplanung und Projektbewertung“ wurden aufgelöst. Die Suche nach Ländervertretern für den LA 1 wurde als Aufgabe identifiziert. Regelwerke und Wissensdokumente, die im LA 1 bereits behandelt wurden: Entwurf der RWS: Länderanhörung 2017 Hinweise zu dynamischen Aspekten bei Projektbewertung und Investitionsplanung im Verkehrssektor (1.4.4): Die Hinweise sind erschienen Hinweise für die Planung von Fernbushaltestellen und -terminals (AA 1.5): Die Überarbeitung der Ausgabe 2012 wird in der Geschäftsstelle fertiggestellt Arbeitspapier City-Maut: Vom ehemaligen AK 1.7.3 nicht weiterverfolgt. Der ehemalige AA 1.7 „Sonderfragen des Stadtverkehrs“ ist in den AA 1.1 „Grundsatzfragen der Verkehrsplanung“ integriert worden

City-Ring und Tangenten-Viereck (Leipzig)

Die 86. Sitzung des LA 1 hat am 7. April 2016 in Köln und die 87. Sitzung am 18. November 2016 beim BMVI in Berlin (nach der Strategiesitzung am 17. November) stattgefunden. In der Strategiesitzung am 17.11., die nach 2008 und 2012 die dritte ihrer Art war, standen neben der • Diskussion von Begriffen der Mobilität (zum Beispiel Aktivität, Aktivitätenkette, Wegekette, Ausgang, Tour, Etappe, Teilweg, Fahrt) mit dem Leiter des QA 1 „Begriffsbestimmungen“ • aktuelle und zukünftige Problemlagen /Aufgabenstellungen für das Gremium im Vordergrund. Neben den beiden vom LA 1 genehmigten Anträgen für Wissensdokumente aus den Arbeitsausschüssen 1.5 und 1.6 zu den Themen „Freizeitverkehr und ÖPNV“ sowie „Standards für Qualitätsbewertungen für Infrastruktur im ÖPNV“ wurden die Felder „Auswirkungen des Klimawandels“, „Leitbild“, „individualisierter ÖV“, „autonomes/automatisches Fahren“, „Zuverlässigkeit/Robustheit“ und „zukünftige GVFG-Finanzierung“ identifiziert. Das Thema „Robustheit“ wird als mögliches Thema für die Forschung des „Innovationsprogramms Straße“ der BASt aufbereitet. Die Einordnung des Mobilitätsmanagements in die verschiedenen Teilgebiete der Verkehrsplanung war ein weiteres Thema der Strategiesitzung. Zum Abschluss des ersten Tages hat Herr MR Niels Hartwig (Referatsleiter G 23 „Personenverkehr, Öffentliche Verkehrssysteme“ des BMVI) den LA 1 besucht und sein Arbeitsgebiet und das Mobilitätsmanagement aus Sicht des Ministeriums vorgestellt.

FGSV | Jahresbericht | 12


Führerscheinbesitz

Erwerbstätigkeit

Lebenszusammenhang

Physische und psychische Verfasstheiten/ Befindlichkeiten

Alter

Sexuelle Orientierung

Gesamtarbeitsalltag

Geschlecht

Person Individuelle Einstellungen/ Werte/ Haltungen gegenüber Mobilität

Ökonomischer Status Bildung

Erreichbarkeit der relevanten Alltagsorte

Organisation Umfeld/ System Erwerbsarbeitszusammenhang

Wohnform Vorhandensein von Verkehrsmitteln in fußläufiger Erreichbarkeit (Straße, Fußweg, Haltestelle eines

Ethnie/ Herkunft

Zeitkartenbesitz

Verkehrsmittels)

Besitz beziehungsweise Verfügbarkeit von Verkehrsmitteln (Fahrrad, Motorrad, Auto etc.)

Infrastrukturelle Voraussetzungen

Erreichbarkeit der relevanten (Erwerbs-) Arbeitsorte/ Ausbildung

Versorgungspflichten für andere

Vorhandensein und individuelle Verfügung über Informations- und Kommunikationstechnologien

Qualitäten der Verkehrsmittel (Takt, Aufenthaltsqualität, Benutzungsfreundlichkeit etc.)

Verkehrssicherheit (objektiv, subjektiv) Grafik:

Neue Regelwerke und Wissensdokumente im Jahr 2016 vom LA 1 verabschiedet:

Soziale Aspekte von Mobilität

AK 1.1.1: Empfehlungen zur Anwendung von Mobilitätsmanagement (R 2) AK 1.1.12: Leitfaden für Verkehrsplanungen (R 2), Nachfolge der Ausgaben 1985 und 2001 AK 1.2.8: Multi- und Intermodalität: Hinweise zu Umsetzung und Wirkung von Maßnahmen im Personenverkehr, FactSheet Definitionen (W 1) AK 1.6.6: Empfehlungen für einen verlässlichen Öffentlichen Verkehr (R 2)

Veranstaltungen Workshop des AA 1.1 „Mittendrin und doch nicht dabei! Die soziale Dimension von Mobilität“ am 8. Juni 2016 in Freiburg

Forschung Für die beiden Forschungsvorschläge im Frühjahr 2016 für das Gemeinsame Forschungsprogramm BMVI/FGSV (GFP) „Multimodalität im Personenfernverkehr“ (AA 1.6) und „Bewertung der verbindungsbezogenen Angebotsqualität von Netzen des Güterverkehrs“ (AA 1.8) wurde vom BMVI eine alternative Möglichkeit der Finanzierung gefunden.

Beteiligung der AG 1 am Deutschen Straßen- und Verkehrskongress 2016 in Bremen (Vortragsreihe 1 „Verkehrsplanung“ und Beteiligung am Querschnittsthema „Finanzierung“ mit der Vorstellung der dynamischen Aspekte bei Projektbewertung und Investitionsplanung des AK 1.4.4 „Dynamische Aspekte bei Investitionsplanung und Projektbewertung“). FGSV | Jahresbericht | 13


Arbeitsgruppe 2

Straßenentwurf Leitung: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christian Lippold | Technische Universität Dresden, Institut für Verkehrsanlagen

Parkstandsreihen beim telemati-

Die Sitzungen des LA 2 fanden am 15. April und am 21. November 2016 in der FGSV in Köln statt.

schen LkwKompaktparken

Auswertung abgeschlossener Forschungsarbeiten im LA 2 • FE 1.172: Tages- und Jahresganglinien sowie Aufenthaltszeiten bei der Nutzung von Rastanlagen • FE 2.305: Vergleich verschiedener Modellierungsprogramme zur Berechnung von Immissionen von Luftschadstoffen • FE 2.314: Wirksamkeit von Querungshilfen für Kleintiere und deren Lebensräume • FE 2.336: Aktualisierung des Überholmodells auf Landstraßen • FE 16.012: Bewertung der Sicherheitsbelange der Straßeninfrastruktur Technische Dokumente (Regelwerke und Wissensdokumente) Neue Regelwerke und Wissensdokumente, die im LA 2 verabschiedet wurden: • Entwurf der Begriffsbestimmungen, Teil Verkehrsplanung, Straßenentwurf, Straßenbetrieb (BBVSS) des Querschnittsausschusses 1 „Begriffsbestimmungen“

FGSV | Jahresbericht | 14

• Die Begriffsbestimmungen sind als Entwurf 2016 im FGSV Portal digital verfügbar, sie sollen nur noch in größeren Abständen gedruckt werden. Der nächste Druck ist für das Jahr 2019 vorgesehen. • Die Änderungen gegenüber der vorherigen Fassung sind grau hinterlegt. • Rückmeldungen über Änderungsbedarf sollen über das FGSV Portal erfolgen. Arbeitspapier „Ermittlung von Kollektivgrößen zur Berechnung von Unfallkostensätzen“ • Das Dokument enthält Unfallkostensätze für verschiedene Unfallkonstellationen. Hinweise zum Reisebusparken in Städten • Ziel ist es, durch ein gemeinsames Forschungsprojekt mit den D-A-CH-Ländern zu der Problematik der Fern- und Reisebusse in Städten auch ein gemeinsames Handbuch zu erstellen. Hinweise zu P + R und B + R • Das Wissensdokument ersetzt die „Hinweise zu Park and Ride in Klein- und Mittelstädten“ von 1998 und wird um den Teil „Bike and Ride“ ergänzt.


Hinweise zum Artenschutz bei Baumaßnahmen (H ArtB)

Aus den Arbeitsausschüssen

• Das Dokument wurde vom AA 2.9 geprüft und verabschiedet, es ist zum Druck freigegeben.

2.1 „Autobahnen“

Merkblatt über die Erhaltung von Verkehrsflächen mit Baumbestand (M EVB) • Es erfolgte die Abstimmung mit anderen betroffenen Gremien und die Abstimmung mit dem QA 1 „Begriffsbestimmungen“. Bereits im LA 2 behandelte und verabschiedete, noch nicht im Druck befindliche Regelwerke und Wissensdokumente: • Merkblatt zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr (AA 2.5). Derzeit werden redaktionelle Änderungen vorgenommen. • Richtlinien für das Sicherheitsaudit von Straßen (RSAS) (AA 2.7). Die Richtlinien befinden sich in der Länderanhörung.

Das Forschungsprojekt FE 2.393 „Aktuelle Hinweise zur Weiterentwicklung der Richtlinien für die Anlage von Autobahnen (RAA)“ wurde vergeben. Je nach Umfang der Änderungen ist eine Änderung der aktuellen Fassung oder eine neue Ausgabe der RAA möglich. 2.2 „Landstraßen“ Der AK 2.2.2 „Verbesserung bestehender Landstraßen“ plant, einen Entwurf des M EKLBest den Ländern im Jahr 2017 zur Stellungnahme vorzulegen. Bezüglich der Markierung von Straßen der EKL  4 ist ein weiteres Forschungsprojekt geplant, um Argumente für die Markierung für den BLFA StVO zu sammeln. 2.3 „Stadtstraßen“

Wirkungen von Maßnahmen zur Umweltentlastung, Maßnahmenblätter (AK 2.12.4) • Es wird eine engere Zusammenarbeit mit Vertretern der einzelnen Ausschüsse angestrebt. Der AK 2.12.4 würde die jeweiligen AK bei Bedarf ansprechen. • In den Maßnahmenblättern sollen Umweltauswirkungen von umgesetzten Maßnahmen aufgezählt werden. Es sollen nicht AK-übergreifend Themen behandelt werden. Dabei soll sich auf wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse bezogen werden.

Der AA berät über den Änderungsbedarf der RASt in Verbindung mit dem FE 70.926 „Künftige Herausforderungen für den Entwurf von innerörtlichen Straßen, Fuß- und Radwegen“. Der Abschluss des Projektes ist für Mai 2017 geplant. 2.4 „Anlagen des öffentlichen Verkehrs“ Die Beispielsammlung zu den EAÖ wurde zurückgestellt, da ein Forschungsprojekt zum Kapitel „Querungsstellen“ durchgeführt wird. Der AK 2.4.1 „Schnittstellen von ÖV, Rad- und Fußgängerverkehr“ plant, im Februar die Hinweise fertigzustellen.

Fußgänger-/Radfahrerbrücke über den RheinHerne-Kanal (© Nielsen)

Grünbrücke bei Börnecke an der B 6n im Bau

FGSV | Jahresbericht | 15


Beispiel schematische Darstellung für die Knotenpunktform „Symmetrisches halbes Kleeblatt“

2.5 „Anlagen des Fußgänger- und Radverkehrs“ Der AK 2.5.1 überarbeitet derzeit die „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ (ERA). Diese sollen als Entwurf im Herbst 2019 fertiggestellt sein. Bei der Erarbeitung der „Hinweise zur Erhebung und Hochrechnung des Radverkehrs“ ist derzeit kein zeitlicher Rahmen festgelegt. Der AK 2.5.2 überarbeitet die „Empfehlungen für Fußgängerverkehrsanlagen“ (EFA). Diese sollen als Entwurf im 4. Quartal 2019 fertiggestellt sein.

rahmenrichtlinie bei Planungen soll ein ad-hoc-Gremium, bestehend aus den AA 2.9, 5.2 und 5.5, gegründet werden. 2.10 „Lärmschutz an Straßen“ Die „Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen“ (RLS) befinden sich im BMVI zur internen Abstimmung. 2.11 „Vermessung“

2.6 „Ruhender Verkehr“ Die Überarbeitung der „Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs“ (EAR) hat begonnen. 2.7. „Sicherheitsaudit von Straßen“ Das Programm für das Symposium Verkehrssicherheit von Straßen 2017 wurde erstellt. Die Themen werden sein: Fahrzeugrückhaltesysteme, das M EKLBest, Kreisverkehre in Bezug auf Radfahrer, Verkehrssicherheit von Fahrradstraßen und geöffneten Einbahnstraßen sowie Verkehrssicherheit durch Sicherheitsaudits. 2.8 „Straßenraumgestaltung“

Überarbeitung der RAS-Verm: Das Thema BIM (Building Information Modeling) wird dabei von Bedeutung sein, insbesondere die Anforderung an die Vermessung bzgl. georeferenzierter Daten, Schnittstellen für Datenaustausch (bisherige Pilotprojekte: Brücken), des Datenvolumens und der Datengenauigkeit, der Abgabe von Volumenmodellen. Es ist ein Forschungsprojekt geplant, um BIM für eine Ortsumgehung zu pilotieren. 2.12 „Luftreinhaltung an Straßen“ Der AK 2.12.3 hat eine Zwischenversion der RLuS auf der Grundlage des HBEFA 3.2 fertiggestellt. Das Programm für das Kolloquium „Luftqualität an Straßen“ am 29. und 30. März 2017 wurde fertiggestellt.

Aktuelle Themen sind innerstädtische Hochleistungsstraßen und die Bewertung der Straßenraumgestaltung. 2.13 „Verkehrssicherheitsbewertung von Straßen“ 2.9 „Landschaftsgestaltung“ Das Programm für die Landschaftstagung (18. bis 20. Mai 2017) wurde erstellt. Für die Berücksichtigung der WasserFGSV | Jahresbericht | 16

Ein Forschungsvorhaben zur Festsetzung einzelner Unfallkenngrößen in Abhängigkeit von konkreten Randbedingungen wurde vergeben.


Darstellung der Chancen beim Straßenentwurf

Veranstaltungen Im Jahr 2016 wurden wie in den Jahren davor die Symposien „Verkehrssicherheit von Straßen“ mit Auditorenforum erfolgreich und mit großem Zuspruch in Weimar (1. und 2. März) und Wuppertal (14. und 15. März) durchgeführt. Die Arbeitsgruppe 2 hat sich beim Deutschen Straßen- und Verkehrskongress in Bremen mit einer Vortragsreihe beteiligt. Darüber hinaus wurde beim Querschnittsthema „Kommunale Straßen“ der Änderungsbedarf der EAR (Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs) vorgestellt. Überholunfälle nach Sichtweitenbereichen und verkehrsrechtlichen Anordnungen

Verdoppelung der Unfallkostenrate bei nachts abgeschalteter Lichtsignalanlage

FGSV | Jahresbericht | 17


Arbeitsgruppe 3

Verkehrsmanagement Leitung: Dir. und Prof. Dipl.-Ing. Michael Rohloff | Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), Bergisch Gladbach

Zeitlicher Verlauf der Reisezeiten (min) nach Google Maps für 31 ausgewählte Relationen innerhalb von Stuttgart

AG 3 „Verkehrsmanagement“

• Arbeitskreise: 3.2.1 und 3.2.8 bis 3.2.12

Förderung der Verkehrssicherheit durch Einheit von Bau und Betrieb, Unterstützung des Straßenentwurfs durch betriebs- und sicherheitstechnische Anlagen, Regelungen für den Betriebsdienst, Ausstattung und Verhaltensregeln.

• Regelwerke und Wissensdokumente im Entwurf: Fortschreibung der „Hinweise zur Erfassung und Nutzung von Umfelddaten in Streckenbeeinflussungsanlagen“

Die Sitzungen des LA 3 fanden im Jahr 2016 am 12. April und am 10. November statt. AA 3.1 „Telematik“

Schwerpunkte: • Lichtsignalanlagen RiLSA, Beispielsammlung,

• Behandlung verkehrsträgerübergreifender Themen, Multimodalität

• Methodik zur systematischen Planung des Verkehrsmanagements in Städten und Regionen,

farblich gekennzeichnete Nutzflächen für die Beleuchtung

• Qualitätsmanagement für die Verkehrsbeeinflussung,

• Datenvervollständigung und Datenaufbereitung für verkehrstechnische Anwendungen, • Verkehrssystem- und aufgabenträgerübergreifende Integration von Verkehrsbeeinflussungsmaßnahmen.

• Begleitung von Versuchsfeldern

• Arbeit in den Arbeitskreisen 3.3.6 bis 3.3.8

• Kommunikationstechnologien C2X, C2C

AA 3.4 „Technische Fragen der Verkehrsordnung“

• Arbeitskreise: 3.1.8 und 3.1.9

• Qualitätsmanagement technischer Regelwerke im Hinblick auf das Verkehrsrecht

• Regelwerke und Wissensdokumente im Entwurf: Überarbeitung des Merkblatts „Detektoren für den Straßenverkehr“ (1991) als Wissensdokument „Detektionstechnologien für den Straßenverkehr“

Blickfeldes in

• Aktuelle Fragen, Ergänzung, Neufassung von Regelwerken im Bereich Verkehrsbeeinflussung und Verkehrsmanagement für Stadt- und Landstraßen.

• Betrachtung neuer Technologien, Produkte und Anwendungen im Vorfeld eines allgemeinen geregelten Einsatzes

• Schwerpunktbildung bei individuellen Systemen, Fahrerassistenzsystemen (geringerer Regelungs-, aber hoher Harmonisierungsbedarf), automatisiertes und vernetztes Fahren

Einteilung des

AA 3.3 „Verkehrsbeeinflussung innerorts“

• Identifizieren von Widersprüchen zwischen technischen Anforderungen und verkehrsrechtlichen Rahmenbedingungen (Einheit von Bau und Betrieb)

AA 3.2 „Verkehrsbeeinflussung außerorts“

• Beratung der technischen Regelwerksersteller

• Schaffung von Grundlagen und Optimierung von Planung, Bau und Betrieb kollektiver Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA) sowie deren Integration in ein übergeordnetes Verkehrsmanagement

• Kritische Begleitung und Durchsicht von Entwürfen neuer Regelwerke auf verkehrsrechtliche Konsequenzen • Schnittstelle der FGSV zum BLFA-StVO • Unterstützung des Bund-Länder-Fachausschusses für StVO-Fragen durch Informationsweitergabe an andere Gremien der Forschungsgesellschaft sowie Anregungen an den BLFA • Beobachtung der Rechtsprechung und Auswertung im Hinblick auf Folgerungen für die Straßengestaltung


AA 3.5 „Verkehrszeichen, Verkehrseinrichtungen“ • Fortlaufende Beobachtung und Koordinierung der Entwicklungen und Regelungen zu - Verkehrszeichen - Arbeitsstellen - Leiteinrichtungen • Arbeitskreise: 3.5.1, 3.5.4, 3.5.6, 3.5.7, 3.5.9 • Regelwerke und Wissensdokumente u. a. RSA und RUB

im

Entwurf:

AA 3.6 „Straßenmarkierungen“ Der AA dokumentiert den Stand des Wissens und sorgt für Aktualisierung des Regelwerks, Ansprechpartner für Industrie, Wissenschaft und Verwaltung. • Arbeit in den AK 3.6.3, 3.6.4 und 3.6.6 bis 3.6.8 • Im AK 3.6.3 „Neufassung der ´Richtlinien für die Markierung von Straßen´“ (RMS) im Entwurf mit den Teilen Autobahnen, Landstraßen und Stadtstraßen

• Nutzbarmachung der Grundlagenkenntnisse für Planung, Entwurf und Betrieb von Straßenverkehrsanlagen • Modellierung, Simulation • Arbeit in den Arbeitskreisen 3.10.2 („Entscheidungsund Optimierungsmethoden“, Organisation der HEUREKA) bis 3.10.6 AA 3.11 „Straßenbetriebsdienst“ • Alle Fragen des Betriebsdienstes auf Straßen außer Straßenwinterdienst, insbesondere: - Sofortmaßnahmen am Straßenkörper (bauliche Unterhaltung) - Straßenreinigung - Pflege der Grünflächen einschließlich der umweltgerechten Verwertung des anfallenden Schnittgutes - Wartung und Unterhaltung der Straßenausstattung - Sicherheit des Straßenunterhaltungspersonals - umweltgerechte Erledigung der Aufgaben der Straßenbetriebsdienste

AA 3.7 „Fahrzeug-Rückhaltesysteme“

- Fortschreibung der Regelwerke

• Nationale Festlegungen für den Einsatz von Fahrzeug-Rückhaltesystemen (FRS; Schutzeinrichtungen, Anpralldämpfer, Übergangs-, Anfangs- und Endkonstruktionen), Umsetzung der Europäischen Normen in nationale Regelwerke, Festlegen des Schutzniveaus auf deutschen Außerortsstraßen hinsichtlich der Absturzsicherung auf Brücken und Böschungen und des Schutzes vor einem Anprall an Hindernisse unter Berücksichtigung der Aspekte der Umsetzbarkeit für die Verwaltung

- Arbeit in den Arbeitskreisen 3.11.1 bis 3.11.5, Überarbeitung des „Merkblatts für den Unterhaltungs- und Betriebsdienst an Straßen, Teil: Reinigung von Straßen außerhalb von Ortsdurchfahrten“, Ausgabe 1999 kann veröffentlicht werden

• Teilfortschreibung der RPS, Ausgabe 2009; Merkblatt für Reparaturen von FRS im Bestand: M RepS AA 3.8 „Ausstattung und Betrieb von Straßentunneln“ • Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT)

AA 3.12 „Winterdienst“ Gemeinsamer Ausschuss der FGSV mit dem VKU (Verband kommunaler Unternehmen e. V.) Sparte Abfallwirtschaft und Stadtreinigung VKS, Berlin, zuständig für innerörtlichen und außerörtlichen Winterdienst. Deutsches Bindeglied zum PIARC-TC 3.4 (Winterdienst), Mitwirkung bei europäischer Normungsarbeit im Straßenbetrieb gemeinsam mit AA 3.11 (CEN/TC 337). • Erarbeiten von Empfehlungen für die Praxis, Veröffentlichungen und Schulungsveranstaltungen • Forschung im Straßenwinterdienst

• Neufassung der RABT 2006. Fertigstellung der RABT Anfang 2017 erwartet, vorgelagert verwaltungsseitiger Abstimmungsprozess

• Auswertung der Entwicklungen der Industrie und der Winterdienst-Praxis und der Rechtsprechung verfolgen und auswerten

AA 3.9 „Verkehrsicherheitsmanagement“

• Hinweise für die Beschaffung von tauenden und abstumpfenden Streustoffen für den Winterdienst (H BeStreu): Anpassung an neue EN für Auftaustoffe für den Winterdienst (DIN EN 16811) (damit werden TL Streu (Technische Lieferbedingungen für Streustoffe), Ausgabe 2003 hinfällig), ersatzloser Entfall der TL Streu, Integration der „TL Abstreu“ für abstumpfende Streustoffe

• Bereitstellung von Verfahren, Arbeits- und Analysemethoden zur Auswertung und Verhütung von Straßenverkehrsunfällen, Informationsbereitstellung zur Unfall- und Sicherheitsforschung, Fragen der Datenbereitstellung, zu ausgewählten Forschungsvorhaben/-berichten oder über bestimmte Verkehrssicherheitsmaßnahmen, IT-gestützte Informationssysteme (z. B. EUSKA oder geografische Informationssysteme der Straßenbauverwaltungen).Themenfelder: Landstraßensicherheit, Sicherheitsüberprüfungen im Bestand, Motorradsicherheit (AK 3.9.4), Maßnahmenkatalog gegen Unfallhäufungen (www.makau. bast.de/), Human Factors (AK 3.9.5).

• Hinweise für Beschaffung und Einsatz von Fahrzeugen und Geräten im Straßenbetriebsdienst entstehen im AK 3.12.1 AA 3.13 „Qualität des Verkehrsablaufs“ Konstitution: November 2016, wesentliche Aufgabe: Pflege und Fortschreibung des HBS

AA 3.10 „Theoretische Grundlagen des Straßenverkehrs“

• Benennung von Ansprechpersonen für Hinweise/Fragen für Anwender

• Entwicklung, Überprüfung und Verbreitung von Grundlagen- und angewandter Forschung zur Verkehrsablauftheorie, Kenngrößen des Verkehrsablaufs und Entscheidungs- und Optimierungsmethoden

• Erarbeiten von FAQs • Erarbeiten von Korrekturblättern • Weiterer Forschungsbedarf

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Arbeitsgruppe 4

Infrastrukturmanagement Leitung: Dr.-Ing. Christoph Dröge | Landesbetrieb Straßenbau NRW, Gelsenkirchen

Einsatz von Asphaltarmierungen auch bei Start- und Landebahnen

Der LA 4 „Infrastrukturmanagement“ tagte am 21. April in Köln (Schwerpunkt der Sitzung: die Diskussion und Auswahl der Forschungsvorhaben; im Abstimmungsverfahren wurden vier Vorhaben identifiziert, die an den KoA Bau weitergereicht wurden) und am 9. November 2016 in Berlin beim BMVI (Schwerpunkt der Sitzung: der Sachstand zu den Forschungsvorhaben sowie die Berichte und Angelegenheiten aus den Arbeitsausschüssen). Anfang 2016 hat die organisatorische Neuzuordnung der Arbeitsausschüsse 4.7 (Straßenbetriebsdienst) und 4.8 (Winterdienst) innerhalb der FGSV von der AG 4 zur AG 3 einvernehmlich stattgefunden. Im Berichtszeitraum hat sich die ad-hoc-Gruppe 4.01 „Hybridbauweisen“ konstituiert. Die Tagung „Infrastrukturmanagement“ findet am 15. und 16. Februar 2017 in Duisburg statt. Die Themenschwerpunkte sind die Entwicklungen in der Straßenerhaltung, Maßnahmen zur Mobilitätserhaltung, zukünftige Möglichkeiten der Zustandserfassung und die Darstellung von Erhaltungsmanagementsystemen im benachbarten Ausland. Informationen aus den Gremien der AG 4 ad-hoc-Gruppe 4.01 „Hybridbauweisen“ Derzeit wird eine Zusammenstellung von Strecken im BABNetz, die einer Hybridbauweise zuzuordnen sind, erarbeitet. Dies erfolgt auf Basis vorhandener Straßendatenbaken und aufgrund gemeldeter Strecken. Es wird eine Bewertungsmatrix erstellt, um eine Priorisierung der Bauweisen und der Anwendungen durchführen zu können. Auf Basis dieser Übersicht wird die weitere Vorgehensweise koordiniert und abgestimmt.

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AA 4.1 „Management der Straßenerhaltung“ Die Überarbeitung der RPE-Stra (Richtlinien für die Planung von Erhaltungsmaßnahmen an Bundesfernstraßen) erfolgt weiterhin mit dem Ziel der Koordinierung aller Erhaltungsmaßnahmen mit gleicher Methodik. Der Sachstand wird u. a. bei der B/L-Dienstbesprechung Erhaltung (Januar 2017) dargestellt werden. Die Überarbeitung der E EMI (Empfehlungen für das Erhaltungsmanagement von Innerortsstraßen) läuft. Das überarbeitete Bewertungsverfahren zu den ZTV ZEBStB (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien zur Zustandserfassung und -bewertung von Straßen) wurde an das BMVI übersandt und soll durch ein ARS eingeführt werden. AA 4.3 „Oberflächeneigenschaften“ Der Entwurf der TP Oberflächenbild soll 2017 vorgelegt werden. Die TP Eben – Berührende Messungen befanden sich in der Länderumfrage, die TP Griff-STB (SRT) werden redaktionell überarbeitet. In die TP Textur-StB (ZTM) werden Ergebnisse eines Ringversuches eingearbeitet. Ein Vorschlag zur Aufnahme der Berührungslosen Messungen in die ZTV Asphalt-StB und die ZTV Beton-StB wurde erarbeitet, ebenso ein Vorschlag zur Aktualisierung der Anforderungswerte für die Griffigkeit. Bei der Überarbeitung der prEN 13036-2a („Seitenkraftmessverfahren“) wurde die grundsätzliche Messung der Vertikalkraft eingebracht. Zum EU-Projekt ROSANNE (ROlling resistance, Skid resistance, ANd Noise Emission – measurement standards


for road surfaces) fand am 11.10.2016 ein Ergebnisworkshop in Brüssel statt. AA 4.4 „Substanzbewertung“ Die Arbeitspapiere Tragfähigkeit, Teil FWD (Falling Weight Deflectometer), Teil C 2.2 (Beton + Anhang) wurden fertiggestellt. Ein Realisierungskonzept für Pilotstrecken zur Erprobung der RSO Asphalt (Richtlinien zur Bewertung der strukturellen Substanz von Asphaltstraßen) ist zwischen BASt, BMVI und einigen Bundesländern abgestimmt worden. Es sollen in enger Abstimmung weitere Erfahrungen mit der Vorgehensweise gemäß RSO gesammelt werden. AA 4.5 „Dimensionierung“ Es erfolgt eine Beschreibung zur Vorgehensweise bei der Anwendung der rechnerischen Dimensionierung. Ziel ist es, sich auf Performance-Anforderungen (Ermüdungsstatus) zu konzentrieren. Dies erfolgt im Austausch mit dem AK 7.1.3. Die Bearbeitung der TP Asphalt, Teil 26, ist abgeschlossen und an den AK 7.6.5 übergeben. Der Sachstand zu den TP Asphalt, Teil 24, ist ebenfalls übergeben.

Resultierende Dehnungen an der Unterseite der Asphalttragschicht bei unterschiedlichen Fahrzeuggeschwindigkeiten

Die Überarbeitung der RDO Asphalt (Richtlinien für die rechnerische Dimensionierung des Oberbaus von Verkehrsflächen mit Asphaltdeckschicht) soll 2017 abgeschlossen werden. Das dazugehörige Programm ADtoPave ist ebenfalls fortgeschritten. Das Programm soll in einem Workshop (ggf. Februar 2017) diskutiert werden. Die redaktionelle Überarbeitung der RDO Beton (Richtlinien für die rechnerische Dimensionierung von Betondecken im Oberbau von Verkehrsflächen) soll 2017 abgeschlossen werden. Der AK „Hinweise zur Dimensionierung von Asphaltbauweisen für geringe Verkehrsbelastungen“ (AK 4.5.9) hat seine Arbeit aufgenommen.

Vorrangige Berücksichtigung des Erhaltungsstandes der Deckschichten

AA 4.6 „Wirtschaftlichkeit von Bauweisen“ Es erfolgt die Bearbeitung des Teils „Monetäre Bewertung“ der RSO Asphalt und Beton. Der Lebenszyklus und die Wirtschaftlichkeit von Sonderflächen (nicht in den RStO) wurde diskutiert. Eine individuelle Bemessung solcher Flächen wird empfohlen.

Zeitlicher Verlauf der Schädigungsanteile am Beispiel der Belastungsklasse Bk 100

AA 4.9 „Flugbetriebsflächen“ Die Überarbeitung des „Merkblattes zu Planung und Bau von Flugbetriebsflächen“ ist weiterhin im Gange. Die interdisziplinäre Gruppe hat nun das Ziel, 2017 einen vollständigen Entwurf vorzulegen. FGSV | Jahresbericht | 21


Arbeitsgruppe 5

Erd- und Grundbau Leitung: Akad. Dir. Dr.-Ing. Dirk Heyer | Technische Universität München, Prüfamt für Grundbau, Bodenmechanik, Felsmechanik und Tunnelbau

Detail des Entwässerungsstrangs in Verden

Die Sitzungen des LA 5 fanden 2016 am 20. April und am 15. November in Köln statt. In den Sitzungen wurden die folgenden Regelwerke beraten und verabschiedet: • Merkblatt über den Einfluss der Hinterfüllung auf Bauwerke • Technische Lieferbedingungen für Gabionen im Straßenbau (TL Gabionen-StB) • Merkblatt über die Verwendung von Schaumglas als Leichtbaustoff im Erdbau des Straßenbaus (M SGS) • Technische Lieferbedingungen für Geokunststoffe im Erdbau des Straßenbaus (TL GeoK E-StB) Die Erd- und Grundbautagung fand am 8. und 9. März in Worms statt und hat mit ca. 300 Teilnehmern sowohl in fachlicher Hinsicht als auch hinsichtlich des Tagungsorts, des Rahmenprogramms und der Atmosphäre einen sehr guten Anklang gefunden. Für das Gemeinsame Forschungsprogramm 2017 wurden aus vier Vorschlägen die nachfolgenden drei Vorschläge im KoA Bau nominiert und dort ausgewählt:

ExpertInnen bei der Bohrkern-

der Filterregeln für Geokunststoffe des M Geok E • 5.3/17 Überprüfung der Geotextilrobustheitsklassen hinsichtlich neuer Produktentwicklungen Gremien der AG 5 GA 5.01 „Erdarbeiten“ (SpA zu CEN/TC 396) Für die sechs Teile zur europäischen Norm prEN 16907 „Earthworks“ läuft momentan das CEN enquiry (Einsprüche der Mitgliedsländer): • prEN 16907-1 „Earthworks – Part 1: Principles and general rules“ • prEN 16907-2 „Earthworks – Part 2: Classification of materials“ • prEN 16907-3 „Earthworks – Part 3: Construction procedures” • prEN 16907-4 „Earthworks – Part 4: Soil treatment with lime and/or hydraulic binders“ • prEN 16907-5 „Earthworks – Part 5: Quality control“ • prEN 16907-6 „Earthworks – Part 6: Land reclamation with dredged hydraulic fill“

aufnahme

Der Teil 2 wurde vom SpA bereits in der Sitzung am 11.11.2015 abschließend beraten. Die Teile 3 bis 5 wurden unter Beachtung der Einspruchsfristen in der Sitzung des SpA am 01./02.02.2016 und die Teile 1 und 6 in der Sitzung am 09./10.03.2016 beraten. Die Beratungen wurden vorbereitend durch die Gremien der AG 5 unterstützt. Vom TC 396 wurde eine neue WG 6 „Hydraulic placement of mineral waste“ gegründet. AA 5.1 „Erd- und Felsarbeiten“ • 5.1/17 Prüfung und Bewertung der Dauerhaftigkeit „zeitweise fließfähiger und selbstverdichtender Verfüllbaustoffe (ZFSV)“ im Planum von Verkehrsflächen • 5.2/17 Überprüfung der Auswirkung der Anwendung FGSV | Jahresbericht | 22

Die Überarbeitung und Anpassung der ZTV E-StB an die neuen ATV DIN 18300 wurde im AA 5.1 mit Sitzungen in kurzen Zeitabständen bis zum Frühjahr 2016 abgeschlossen und von der FGSV an das BMVI zur Einleitung der Länderumfrage und der EU-Notifizierung übergeben.


Die Länderumfrage zum Entwurf der ZTV E-StB 17 ist abgeschlossen. Der AA 5.1 ist dabei, die eingegangenen Stellungnahmen und Anregungen, die vom BMVI in einer Synopse zusammengestellt wurden, bis Anfang 2017 zu verarbeiten. Mit dem neuen Gesamtband der VOB wurden auch die ATV DIN 18300 aktualisiert (Ausgabe: September 2016). Der AK 5.1.2 „Frost“ und der AK 5.1.3 „Fels“ sind aufgelöst worden. AA 5.2 „Entwässerung“ Im AK 5.2.2 sind die Nachfolgerichtlinien der RAS Ew in Überarbeitung. Das vom AA 5.2 gemeinsam mit dem AA 5.5 initiierte und am 26. und 27. April 2016 in Köln erstmals veranstaltete Kolloquium zur Straßenentwässerung hatte mit mehr als 200 Teilnehmern einen erfreulich guten Zuspruch bekommen und soll weiterhin als Diskussionsforum für gemeinsame Themen aus dem Straßenbau und der Wasserwirtschaft erhalten bleiben. Zu den Themen Wasser und Boden bestehen immer wieder Überschneidungen mit der AG 2, speziell dem AA 2.9 „Landschaftsgestaltung“, was sich gerade im Zusammenhang mit den Diskussionen zur Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) gezeigt hat. Hier besteht Abstimmungsbedarf.

AA 5.4 „Geokunststoffe“ Es werden die Checklisten zu den Geokunststoffen und die TL Geok-StB überarbeitet. Im AK 5.4.1 steht das Merkblatt über Erosionsschutzmatten vor dem Abschluss. AA 5.5 „Boden- und Gewässerschutz“ Die Arbeiten an den RiStWag wurden vom AK 5.5.1 abgeschlossen, der AK nimmt sich der Überarbeitung bzw. der Sinnhaftigkeit der BeStWag an. Im Hinblick auf die Überarbeitung des M TS E (Merkblatt über Bauweisen für technische Sicherungsmaßnahmen beim Einsatz von Böden und Baustoffen mit umweltrelevanten Inhaltsstoffen im Erdbau) erfolgte eine Abstimmung und Diskussion mit dem BMUB, in die auch die besonderen Vorstellungen der Umweltverwaltungen einiger Bundesländer einfließen (AK 5.5.2). In der AG 5 besteht weiterhin die Grundsatzfrage, inwieweit (Ersatz-)Baustoffe, die als Abfälle gelten und möglicherweise alternativ auf Deponien abgelagert werden, überhaupt im Straßenbau eingesetzt werden sollen. Im AK 5.5.3 wird die Bearbeitung der „Richtlinien über Untersuchungsstrategien als Grundlage für ein Stoffstrommanagement im Straßenbau“ (RUGS) wieder aufgenommen. Es bleibt das vordringliche Ziel, umweltbezogene und bautechnische Aspekte ganzheitlich miteinander zu behandeln.

Es ist geplant, mit dem AA 5.5 und dem AA 2.9 den Arbeitskreis 5.2.3 „Bewertung von Straßenbaumaßnahmen in Bezug auf die Wasserrahmenrichtlinie“ zu konstituieren. AA 5.3 „Bodenbehandlung“ Der AA 5.3 befasst sich mit seinen Arbeitskreisen intensiv mit den Themen Mischbindemittel bzw. Flüssigboden. Spannungsfeld Kreislaufwirtschaft – für Mensch,

Schotterrasen Dränmatte Oberboden bindiger Boden Edelstahlwanne zum Sammeln des Sickwassers

Fauna und Flora

AA 5.6 „Grundbau“ Der AA 5.6 hat das „Merkblatt über den Einfluss der Hinterfüllung auf Bauwerke“ und die „Technischen Lieferbedingungen für Gabionen im Straßenbau“ (TL Gabionen-StB) fertiggestellt. AA 5.7 „Prüftechnik“ Der AA 5.7 ist intensiv an der Überarbeitung der ZTV E-StB im Hinblick auf die Umsetzung der Prüfmethoden beteiligt. Zu diesem Thema wurde die Bildung eines AK 5.7.1 mit dem Arbeitstitel „Prüfungen und Qualitätssicherung“ beantragt. Der AK 5.7.2 „FDVK“ wird aufgelöst und ggf. interessierte Mitarbeiter werden im AK 5.7.1 aufgenommen.

Abflussrohr Dränmatte

AA 5.8 „Straßenbau auf wenig tragfähigem Untergrund“

Oberboden

Der AA 5.8 arbeitet an einer Zusammenführung der verschiedenen Merkblätter über Leichtbaustoffe. Weiterhin wird der AA 5.8 versuchen, etwas Licht in das Dunkel des von tiefreichender Untergrundverbesserung bis zu aufgeständerten Gründungspolstern reichenden Themenkomplexes zu bringen.

Bindiger Boden Edelstahlwanne zum Sammeln des Sickwassers

Grafik links: Bauweisen und realisierte technische Sicherungsmaßnahmen

FGSV | Jahresbericht | 23


Arbeitsgruppe 6

Gesteinskörnungen, Ungebundene Bauweisen Leitung: Dr. rer. nat. Erhard Westiner | Technische Universität München, MPA Bau, Abteilung Baustoffe

Neugestaltung der Bergstraße in Worpswede

Die Sitzungen des Lenkungsausschusses der AG 6 fanden 2016 am 13. April und am 21. November in Köln statt.

C90/1, C95/1 und C100/0. Eine Anforderung an ungebrochenen Kies wird somit nicht gestellt.

In den Sitzungen wurden die folgenden Regelwerke beraten und verabschiedet:

Es wurde das Forschungsthema 6.A/17 „Vibrationshammerverfahren zur Bestimmung der Bezugsgröße für den Verdichtungsgrad von Schichten ohne Bindemittel“ angenommen und an den KoA Bau zur Aufnahme in das Forschungsprogramm weitergeleitet.

• TP Gestein-StB, Teil 4.2.1 „Bestimmung des Sandäquivalent-Wertes der Kornklasse 0/2 mm mit einem produkttypischen Feinanteil größer 10 M.-%“ (Neufassung) • TP Gestein-StB, Teil 3.4 „Haftung zwischen Gesteinskörnungen und Bitumen“ (Änder- ung Bezugsquelle Bitumen) • TP Gestein-StB, Teil 3.6 „Versteifende Wirkung von Füller auf Bitumen“ (Änderung Bezugsquelle Bitumen) • TP Gestein-StB, Teil 6.6.2 „Wasserempfindlichkeit von Füller“ (Änderung Bezugsquelle Bitumen) • TP Gestein-StB, Teil 6.6.3 „Wasserempfindlichkeit von feinen Gesteinskörnungen – Schüttelabriebverfahren“ (Änderung Bezugsquelle Bitumen) • TP Gestein-StB, Teil 7.1.1 „Schüttelverfahren (L/S = 10:1)“ • TP Gestein-StB, Teil 8.2.1 „Dynamischer Plattendruckversuch mit dem Mittelschweren Fallgewichtsgerät“ • Merkblatt über die Verwendung von Hüttenmineralstoffgemischen im Straßenbau (M HMGM) • Merkblatt für die Bauliche Erhaltung von Verkehrsflächen mit Pflasterdecken oder Plattenbelägen in ungebundener Ausführung sowie von Einfassungen (M BEP) Das ARS 6/2016 zur Aktualisierung der Anhänge A und B zu den TL Gestein-StB wurde veröffentlicht. Außerdem wurde ein Korrekturblatt zu den TL Beton-StB (14.03.2016) veröffentlicht. Die Anforderung an den PSV gemäß TL Beton-StB, Anhang A, Zeile 2.2.10 bezieht sich ausschließlich auf die Gesteinskörnungen der Kategorien FGSV | Jahresbericht | 24

Für den Deutschen Straßen- und Verkehrskongress vom 28.09. bis 30.09.2016 in Bremen wurden drei Themenvorschläge zur Posterpräsentation benannt: • „Polierwiderstand von Gesteinskörnungen und Griffigkeit von Fahrbahnoberflächen“ • „Temperaturverhalten von Asphalt unter Verwendung von SWS“ • „Dauerhafte Tragschicht 21. Jahrhundert“

als

Fundament

für

das

Die Kommentierungsgruppe der AG 6 erstellte folgende Kommentare: • Einsatz von LA und SZ mit von der Kategoriebildung abweichenden Prüfkorngrößen • Bewertung von nicht schwimmenden Fremdstoffen und schwimmendem Material nach TL Gestein-StB, Anhang B • Anteil an Ausbauasphalt in RC-Baustoffen und RC-Gemischen im Hinblick auf Wertschöpfung und Nachhaltigkeit


Die Arbeit der Arbeitsausschüsse AA 6.1 „Gesteinskörnungen“ Bei bestimmten Prüfungen (Bestimmung der Korngrößenverteilung, Probenahme, Wassergehalt) nach den TP Gestein-StB und TP B-StB ergeben sich Überschneidungen. Es bleibt abzuwarten, wie die Praxis darauf reagiert. Im Hinblick auf die Prüfmittelüberwachung verfahren die AG 6 (Erstellung von Hinweisen) und AG 7 (TP Asphalt-StB) unter Bezugnahme zu EN 932-5 unterschiedlich. Inwiefern dieses Thema auch die AG 5 und AG 8 betrifft, ist federführend durch den AA 7.6 abzuklären. Bei der Durchführung der Laborantenschulungen wurde festgestellt, dass der Anteil von Teilnehmern aus RAP Stra-Prüfstellen überschaubar ist. Dagegen zeigt sich eine erfreulich hohe Zahl an Schulungsteilnehmern aus dem Bereich der Steine-und-Erden-Industrie.

RLS. Er soll in Abstimmung mit der Kommission „Kommunale Straßen“ (K 2) arbeiten. Der vom LA 6 neu befürwortete AK 6.6.8 „Randeinfassungen und Rinnen“ zur Erarbeitung eines Merkblattes für „Randeinfassungen und Rinnen unter Verwendung von Bauprodukten aus Beton, Klinker und Naturstein“ ist notwendig, da die Inhalte über den Bereich des M FP hinausgehen. Die Thematik wird mit der AG 7 abgestimmt.

Verwendung von Stahlwerksschlacken im Jahr 2014

Die Bearbeitung zur Neufassung der TL Gestein-StB begann zum 01.12.2016. AA 6.2 „Umweltverträglichkeit, Industrielle Nebenprodukte und RC-Baustoffe“ Es wurde ein Positionspapier zum Anteil an Asphalt in RC-Baustoffen erarbeitet. Aus ökologischen Gründen wäre eine Reduzierung des in Anhang B der TL Gestein-StB geforderten maximal zulässigen Anteils an Asphalt von 30 M.-% möglich. Die sich daraus theoretisch ergebenden Mengen an Asphalt könnten der Wiederverwendung in Asphalt zugeführt werden, was im Hinblick auf Wertschöpfung, Nachhaltigkeit und höherer Wertigkeit wünschenswert wäre. Aktuell besteht offensichtlich aus technischer und ökonomischer Sicht keine Notwendigkeit zu handeln. Die Arbeit des AK 5.1.4 im Hinblick auf die Mitarbeit im CEN/TC 396/WG 1/TG 3 „Earthworks – Recycled materials and industrial byproducts“ wird unterstützt. AA 6.3 „Schichten ohne Bindemittel“ Die Bearbeitung zur Neufassung von ZTV SoB-StB und TL SoB-StB hat begonnen. Es sollen auch selbsterhärtende Tragschichten aufgenommen werden.

Versuche im

Im Hinblick auf die mögliche „Nichtbetroffenheit“ von Baustoffen bezüglich des Mandats der EN 13285 und den damit einhergehenden Auswirkungen auf die TL G SoB-StB wurden die Vertreter von Bauverwaltung und Steine-und-Erden-Industrie zur Stellungnahme aufgefordert. Dies betrifft die Bereiche Gabionen und Baustoffgemische nach TL BuB E-StB (AG 5), Verfestigungen und HGT (AG 8), umweltrelevante Merkmale von RC-Baustoffen und industriellen Nebenprodukten (AA 6.2), Böden und selbsterhärtende Tragschichten (AA 6.3) bzw. Bettungs- und Fugenmaterialien (AA 6.6).

Lysimetern – Ver-

halbtechnischen Maßstab mit gleich Oberkirch (oben) und Krefeld (unten)

AA 6.5 „Ländliche Wege“ Die ZTV LW und TL LW sind erschienen, der AA nimmt die Neugestaltung der TL LW auf. AA 6.6 „Pflasterdecken und Plattenbeläge“ Der vom LA 6 neu befürwortete AK 6.6.7 „Lärmarme Pflasterdecken“ ist notwendig für die Weiterführung der FGSV | Jahresbericht | 25


Arbeitsgruppe 7

Asphaltbauweisen Leitung: Dipl.-Ing. Bernd Nolle | TPA GmbH, Stuttgart

Herstellung einer Deckschicht ohne Mittelnaht in voller Breite

Die Sitzungen des LA 7 haben am 26./27. April und am 7./8. November 2016 stattgefunden. Da bereits bei der Zusammenstellung der Sitzungsthemen zu erkennen war, dass sehr viele Entwürfe von Regelwerken und Wissensdokumenten zur Verabschiedung anstanden, wurden die Sitzungen über eineinhalb Tage anberaumt. Verabschiedet wurden: • Merkblatt Asphaltbauweisen für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (M A-UwS) • Hinweise für die Verwendung der Mörtelkomponenten Füller und Zusätze im Asphalt, Teil 1: Füller (H FZ-Füller) • Hinweise für die Verwendung der Mörtelkomponenten Füller und Zusätze im Asphalt, Teil 2: Kalkhydrat (H FZ-Kalkhydrat) • Empfehlungen zur Klassifikation von viskositätsveränderten Bindemitteln (E KvB) • Empfehlungen zu Gummimodifizierten Bitumen und Asphalten (E GmBA) • TP Asphalt-StB – Änderungen in den Teilen 6 „Raumdichte von Asphalt-Probekörpern“ und 27„Probenahme“ • Hinweise zur Erzielung eines anforderungsgerechten Schichtenverbundes bei Verkehrsflächenbefestigungen aus Asphalt (H SVA)

FGSV | Jahresbericht | 26

• Hinweise für Zellulosefasern in Asphalt • Hinweise zur Herstellung von Verkehrsflächenbefestigungen aus Walzasphalt mit hoher Ebenheit (H VWE) ad-hoc-Gruppe 7.02 „Performance Asphalt“ Neben dem Koordinierungsbedarf zum Thema „Performance Asphalt“ in den Arbeitsgruppen 7 und 4 sowie den europäischen Normungsgremien behandelt die ad-hocGruppe derzeit folgende Schwerpunktthemen: • Herstellung von schlanken Probekörpern für Performance-Prüfungen mit dem Walzsektor-Verdichtungsgerät (besonders dicke und große Asphaltprobeplatten) • Selbstheilung (Healing) von Asphalt sowie der Einfluss von Lastpausen bei Performance-Prüfungen. Hierzu wurde ein Forschungsantrag eingereicht. • Alterung und ihr Einfluss auf die PerformanceEigenschaften sowie die Alterungssimulierung im Labor. Hier besteht erheblicher und grundlegender Forschungsbedarf, ein Papier ist in Bearbeitung. • Schichtenverbund (programmtechnische Umsetzung) • Werkseigene Produktionskontrolle (WPK) ohne Lösemittel


AA 7.1 „Technische Vertragsbedingungen“ Schwerpunkt ist die Fortschreibung der TL Asphalt-StB 07/13 und der ZTV Asphalt-StB 07/13. Hierzu wurde bei den Arbeitsausschüssen der AG 7, den anderen betroffenen Arbeitsgruppen der FGSV – vornehmlich sind dies die AG 4 und 6 – sowie von Bund, Ländern und Verbänden der jeweils als notwendig erachtete Änderungsbedarf abgefragt. Dies wurde zusammengefasst, strukturiert und mit Oberbegriffen versehen, die nun abgearbeitet werden. Der AK 7.1.4 hat seine kurzfristig zu bearbeitenden Themen abgearbeitet und wird geschlossen. Die noch offenen Punkte werden im AK 7.1.1 weiter bearbeitet. Weiterhin wird intensiv an den „ZTV RDO Asphalt-StB“ gearbeitet. AA 7.2 „Bindemittel“ Die TU Braunschweig hat mit dem „Bitumen-Typisierungs-Schnell-Verfahren“ (BTSV) eine Variante der Prüfung im Dynamischen Scherrheometer (DSR) zur zuverlässigen Unterscheidung bitumenhaltiger Bindemittel, auch hinsichtlich Modifizierungsart, entwickelt. Vom AA 7.2 wurde empfohlen und vom LA 7 beschlossen, das BTSV-Verfahren im Rahmen der Überarbeitung der Anforderungsnormen EN 12591 und EN 14023 einzubringen und eine Arbeitsanleitung (AL) zum BTSV-Verfahren zu erstellen. Zur Vereinfachung für den Anwender werden die bereits existierenden Arbeitsanleitungen zur Prüfung im DSR

Die Entwürfe der AL DSR, Teil BTSV, und der AL BBR (Biegebalken-Rheometer) sind Basis einer Vergleichsuntersuchung zur Validierung der enthaltenen Festlegungen, sodass die finalen Entwürfe im Frühjahr 2017 dem LA 7 vorgelegt werden können. AA 7.3 „Bauweisen“ Ergebnisse von Messungen der charakteristischen Kennwerte für die Lärmminderung der Bauweisen nach den Empfehlungen für die lärmtechnisch optimierten Asphaltdeckschichten (E LA D) liegen vor. Zum aktuellen Zeitpunkt ist jedoch nicht ersichtlich, wie es mit der Fortschreibung der „Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen“ (RLS) weitergeht. Die dringend benötigten DStrO-Werte für die in den Empfehlungen beschriebenen Asphaltdeckschichten sind damit bis auf Weiteres nicht zu erwarten. Aktueller Schwerpunkt ist die Erarbeitung der Änderungsvorschläge für die Fortschreibung der ZTV Asphalt-StB 07/13 und der TL Asphalt-StB 07/13. Dabei sollen auch mögliche Änderungen bei der Zusammensetzung von offenporigen Asphalten diskutiert werden mit dem Ziel, deren bautechnische Lebensdauer zu verlängern. Das „Merkblatt für Temperaturabsenkung von Asphalt“ (M TA) soll unter Berücksichtigung der „Empfehlungen zur Klassifikation von viskositätsveränderten Bindemitteln“ (E KvB) zeitnah überarbeitet werden, damit in den überarbeiteten ZTV und TL Asphalt-StB ein Verweis drauf möglich ist.

• T-Sweep

Aus der FGSV | FAchinFormAtionen

• MSCRT • BTSV als einzelne Teile einer AL DSR zusammengefasst. 227 /WG 1 für die Qualitätsnormen (Teile 20 und 21 der EN 13108)

Grafik links: Zusammensetzung

– AA 7.3 „Bauweisen“ die Arbeit der Task Group 3 des TC 227 / WG 1 für die Produktnormen (Teile 1, 5, 6 und 7 der EN 13108)

der Gremien der Arbeitsgruppe Asphaltbauweisen

– AA 7.8 „Wiederverwertung von Asphalt“

n Wirtschaft:

die Arbeit der Task Group 4 des TC 227 / WG 1 für den Ausbauasphalt (Teil 8 der EN 13108)

– AA 7.6 „Prüfverfahren“ die Arbeit der Task Group 2 des TC 227 / WG 1 für die Prüfverfahren (EN 12697)

2 Themenschwerpunkte der Arbeitsgruppe

2.1 Dauerhaftigkeit

2.1.1 Bitumen

n den letzten Jahren war die Dauerhaftigkeit vor allem der Asphaltdeckschichten, aber auch der Asphaltbinderschichten intensiv diskutiert worden. Der im Dezember 2011 gegründete AK 7.1.4 „Vertragliche Regelungen – Dauerhaftigkeit“ hat innerhalb sehr kurzer Zeit ein Maßnahmenpaket geschnürt, das zunächst über das Allgemeine Rundschreiben Straßenbau 11/2012 bekanntgegeben wurde und dann in die Fassung 2013 der TL Asphalt-StB 07 und der ZTV Asphalt-StB 07 mündete. Bei der etzten Asphaltstraßentagung ist darüber ausführlich berichtet worden.

43 %

n Wissenschaft: 22 % n Verwaltung:

20 %

n Ingenieurbüros: 10 % n Sonstige:

5%

Bild 1: Zusammensetzung der Gremien der Arbeitsgruppe Asphaltbauweisen

phaltherstellern und von den Auftraggebern im Rahmen der Kontrollprüfungen durchzuführen, um die gesamte Produktionskette zu betrachten. Selbstverständlich sind diese Bitumenprüfungen mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden, und natürlich kostet das eine Menge Geld.

schrieben und gebaut, die trotz eines reduzierten Hohlraumgehaltes eine hohe Verformungsbeständigkeit aufweisen und deutlich weniger zu Entmischungen neigen als herkömmliche Asphaltbinder. Im Regelwerk waren sie bis dato aber nicht verankert.

Aber wir können nicht immer nur eine vermeintlich schlechtere Bitumenqualität anprangern, die sich bisher objektiv nicht nachweisen ließ, gleichzeitig aber die Augen verschließen und immer weiter schulterzuckend mit den denselben „vorsintflutlichen“ Prüfverfahren arbeiten.

Im AK 7.3.3 „Innovationen“ wurden nun die vorliegenden Erfahrungen mit den beiden hauptsächlich realisierten Varianten in den „Hinweisen für die Planung und Ausführung von Alternativen Asphaltbinderschichten“ (H Al ABi) zusammengefasst, die seit Kurzem in der Ausgabe 2015 verfügbar sind.

Zu welchem Ergebnis die Daten führen werden bleibt abzuwarten, aber eines ist sicher, wenn wir weiter nur die Hände in den Schoß legen und nichts tun, kommen wir definitiv nicht weiter. 2.1.2 Dichte Asphaltbinderschichten

Aufkommen und Wiederverwendung von Ausbauasphalt

2.2 Lärmminderung Mit Einführung der TL Asphalt-StB 07 und der ZTV Asphalt-StB 07 wurden die OffenFGSV | Jahresbericht | 27 porigen Asphaltdeckschichten in einschichtiger Ausführung zur Regelbauweise.


AA 7.6 „Prüfverfahren“ Schwerpunkt der Arbeit des AA ist nach wie vor die Verbesserung, Weiter- und Neuentwicklung von Prüfverfahren. Damit verbunden sind die Neuerarbeitung sowie die Fortschreibung von Teilen der TP Asphalt-StB. Der AK 7.6.4 „Laboratoriumstechnik“ hat wiederum die Fortbildungskurse von Laboranten erfolgreich betreut. Das Thema „Prüfmittelüberwachung“ wird mit den anderen bautechnischen AG abgestimmt. AA 7.7 „Brückenbeläge“ Der Schwerpunkt der Arbeit ist die Überarbeitung verschiedener Teile der ZTV-ING. Im Einzelnen sind dies:

Spaltzug-

• ZTV-ING, Teil 7, Abschnitt 1 „Brückenbeläge auf Beton mit einer Dichtungsschicht aus einer Bitumen-Schweißbahn“

Schwellversuch mit Orientierungsrichtungen

AA 7.4 „Bautechnologie“ Schwerpunkte der Arbeit sind nach wie vor die flächendeckende Verdichtungskontrolle von Asphalt, Möglichkeiten und Voraussetzungen für eine frühere Verkehrsfreigabe, die Ebenflächigkeit und die zielsichere Erreichung eines anforderungsgerechten und vollflächigen Schichtenverbundes. Ferner wird aktuell der Einsatz von Thermomulden (inkl. Temperaturerfassung) und von Beschickern diskutiert und das „Merkblatt für das Verdichten von Asphalt“ (M VA) überarbeitet. AA 7.5 „Erhaltungstechnologie“ Grafik links: Darstellung der Schleifstufen bei Probekörpern

Grafik rechts: Wirtschaftskreislauf beim Asphaltstraßenbau

Einer der Schwerpunkte der Arbeit ist die Fortschreibung der ZTV BEA-StB 09/13. Das Bauverfahren (Rückformen) soll mangels bauvertraglicher Bedeutung künftig nicht mehr Bestandteil der ZTV BEA-StB sein. Ferner wurden die „Hinweise für Reparaturasphalt zur Schadstellenbeseitigung“ (H RepA) fertig gestellt. Die beiden AK 7.5.2 „Oberflächenbehandlungen“ und 7.5.3 „Dünne Schichten in Kaltbauweise“ werden zusammengelegt und bearbeiten künftig beide Themen. Am 07.12.2016 fand in Kassel ein Kolloquium „Bauliche Erhaltung von Asphaltbefestigungen“ des AA 7.5 statt.

FGSV | Jahresbericht | 28

• ZTV-ING, Teil 7, Abschnitt 2 „Brückenbeläge auf Beton mit einer Dichtungsschicht aus zwei Bitumen-Schweißbahnen“ • ZTV-ING, Teil 7, Abschnitt 3 „Brückenbeläge auf Beton mit einer Dichtungsschicht aus Flüssigkunststoff“ • ZTV-ING, Teil 8, Abschnitt 2 „Fahrbahnübergänge aus Asphalt“ Hinsichtlich der vertragsrelevanten Formulierungen wurden vom AA 7.1 umfangreiche Anmerkungen gemacht, die jetzt noch umgesetzt werden. AA 7.8 „Wiederverwertung von Asphalt“ Der AA beschäftigt sich nach wie vor intensiv mit der Anwendung von Verjüngungsmitteln und dem Einsatz von „weicheren“ Bitumensorten im Rahmen der Wiederverwendung von Asphalt. Dies soll in die Fortschreibung der ZTV und TL Asphalt-StB 07/13 eingebracht werden. Ferner sind der Einsatz weicherer Zugabebindemittel, der Umgang mit dem Thema „Wanderhalde“ und die gleichzeitige Zugabe mehrerer Asphaltgranulate Schwerpunkte der Bearbeitung. Der AK 7.8.1 „Güte- und Einsatzkriterien“ wurde aufgelöst. Die Arbeit wird vom AA mit übernommen. Die Mitglieder des AK werden bei Interesse in den AA aufgenommen.


Arbeitsgruppe 8

Betonbauweisen Leitung: Dipl.-Ing. Thomas Wolf | STRABAG Großprojekte GmbH, München

Links: Grindingwelle (Länge: 1,40 m), Mitte: Nahaufnahme einer Grindingwelle, rechts: Grindingtextur

Die in der AG 8 tätigen Gremien sind ein Spiegelausschuss 8.01 (Materialien für Betonstraßen, SpA TC 227/WG 3), fünf Arbeitsausschüsse und 13 Arbeitskreise. Die Arbeitsgruppe 8 hat mit dem unerwarteten Tod von Prof. Dr.-Ing. Randolf Anger im Juni 2016 einen geschätzten Fachkollegen und Freund verloren. Der LA 8 hat 2016 am 14. März in Köln und am 29. November in Berlin getagt. In der Frühjahrssitzung im März nahmen der Leiter des Querschnittsausschusses (QA) 1 „Begriffsbestimmungen“ und eine Mitarbeiterin teil, die den QA 1 und seine Aufgaben sowie insbesondere den Stand der Überarbeitung der Begriffsbestimmungen vorstellten. In diesem Zusammenhang wurde auch die künftige Zusammenarbeit des QA 1 mit den bautechnischen Arbeitsgruppen und Ausschüssen diskutiert.

294 286

262 254

Abnahme mit Abzug oder keine Abnahme (Stufe 3)

238 230 3,0

3,1

3,2

3,3

3,4

3,5

3,6

3,7

3,8

3,9

4,0

4,1

4,2

fctk [N/mm²]

• Zwölf Teile der TP B-StB zur Veröffentlichung innerhalb der Loseblattsammlung In Be- bzw. Überarbeitung: • ZTV und TL Beton-StB, • ZTV RDO Beton-StB, • weitere Teile der TP B-StB, • statistische Grundlagen zur Auswertung von Prüfergebnissen (Anhang in den TP B-StB), • diverse Merkblätter/Wissensdokumente, • eine Prüfanleitung (Performance-Untersuchungsverfahren) zur Sicherstellung einer dauerhaften Dichtigkeit der Fugensysteme von hochbeanspruchten Fahrbahndecken aus Beton als Anlage zum ARS für die Einführung der neuen ZTV Fug-StB.

4,3

Da für die Überarbeitung der ZTV Beton-StB sowie die mittel- und langfristigen Forschungsschwerpunkte im Bereich des Betonstraßenbaus im Rahmen der Sitzungen des LA 8 hierzu der zeitliche Rahmen nicht ausreichte, wurde für den 6. März 2017 eine ganztägige Sondersitzung des LA 8 in Berlin anberaumt.

Grafik links: Ausgleich Dicke – Festigkeit bei einer Betondecke

Bei der Erarbeitung eines einheitlichen Regelwerks zur „Prüfmittelüberwachung“ wird auch die AG 8 mitwirken. Grafik links:

Forschung Auf der Sitzung des LA 8 im März 2016 wurden zwei abgeschlossene Forschungsprojekte durch die AA-Leiter vorgestellt und vom LA 8 zur Kenntnis genommen:

Abzug und Abnahme Erneuerung

h [mm]

270

246

Durch den LA 8 verabschiedet:

Eine Regelungslücke in den TL Beton-StB in Bezug auf den PSV-Wert von groben Gesteinskörnungen bei der Verwendung in Oberbetonen (D > 8) konnte geschlossen werden. Durch eine Ergänzung im Abschnitt 4.3.1 der TL Beton-StB wird nun klargestellt, dass sich die Anforderungen an den PSV-Wert ausschließlich auf gebrochene Gesteinskörnungen beziehen.

Abnahme

278

Regelwerke

• FE 8.209 „Simulation der Beanspruchung von Betonfahrbahndecken“ und

Erneuerung

Abzüge für die Abwicklung von Bauverträgen bei Anwendung der RDO Beton

• FE 8.207 „Bau und Messung einer Versuchsstrecke mit optimierter Kiestragschicht unter der Betondecke“ Für das Forschungsprogramm 2017 wurden insgesamt sieben Forschungsanträge durch die Arbeitsausschüsse in den LA 8 eingereicht, wovon drei Anträge an den KoA Bau weitergegeben wurden. FGSV | Jahresbericht | 29


Informationen aus den Gremien der AG 8 GA 8.01 „Materialien für Betonstraßen“ (SpA TC 227, WG 3) Die Reihe der Prüfnormen (EN 14187-X) und die Baustoffnorm (EN 14188-2) stehen kurz vor dem Formal Vote. Die Reihe der Prüfnormen „Heißvergussmassen“ wurde überarbeitet und zur Kommentierung an die Länder verschickt. Der Versuch, den neuen, im AK 8.3.1 erarbeiteten Performance-Test einzubringen, ist bisher gescheitert, mit der Begründung, dass keine entsprechende Prüfnorm vorliegt. Die Normenreihe 13877 (Materialien für den Betonstraßenbau) befindet sich in Überarbeitung. Der erste Teil (Anforderungen an die Baustoffe) ist weitgehend fertiggestellt. Beim zweiten Teil (funktionale Anforderungen) ist noch eine intensive Bearbeitung erforderlich. Der dritte Teil (Dübel und Anker) ist etwa zur Hälfte bearbeitet.

entsprechender Änderungsvorschläge für die Regelwerke wurde daher im September 2016 ein neuer Arbeitskreis „Zementanwendung“ eingerichtet, der sich auch mit weiteren Themen zur Verwendung von Bindemitteln in Straßenbetonen beschäftigen soll. AA 8.3 „Konstruktion“ Die Veröffentlichung der neuen Fugenregelwerke (ZTV, TL und TP Fug-StB 15) ist erfolgt und mit dem ARS 11/2016 eingeführt. Die Fertigstellung eines Wissensdokumentes „Beton neben Asphalt“ ist für das Frühjahr 2017 geplant. Der Arbeitskreis 8.3.3 wird sich künftig mit der Erarbeitung des Teils 3 „Logistikflächen“ des M VaB befassen. Dieser Teil wird dringend benötigt, da derartige Flächen immer mehr an Bedeutung gewinnen, jedoch leider oftmals falsch dimensioniert und ausgeschrieben werden. Das Arbeitspapier „Betondecke auf modifizierter Kiestragschicht“ des AK 8.3.5 ist für 2017 vorgesehen.

AA 8.1 „Technische Vertragsbedingungen“ Die derzeitige Hauptaufgabe des AA und seiner AK liegt in der Überarbeitung der Regelwerke für den Betonstraßenbau (ZTV und TL Beton-StB, TP B-StB). Weiterhin wurden die umfangreichen Länderstellungnahmen zu den ZTV RDO Beton-StB behandelt. AA 8.2 „Baustoffe“ Die im Arbeitskreis AKR aufgestellten „Empfehlungen zur Wiederverwendung von AKR-geschädigtem Beton aus Fahrbahndecken in ungebundenen Tragschichten und in Tragschichten mit hydraulischem Bindemittel (HGT/Verfestigungen)“ wurden an die AG 6 zur Durchsicht weitergereicht und Ende März 2016 an das BMVI zur Verteilung an die Länder übergeben.

Deckeneinbau auf der A 93 Süd

Der Einsatz unterschiedlicher Zemente im Ober- und Unterbeton ist laut TL Beton-StB derzeit nicht zulässig. In einem kürzlich abgeschlossenen Forschungsprojekt hat sich gezeigt, dass auch bei unterschiedlichen Zementen im Ober- und Unterbeton alle Anforderungen, auch ausführungstechnische, erfüllt werden können. Zur Erarbeitung

FGSV | Jahresbericht | 30

AA 8.4 „Oberflächen“ Der AA 8.4 beschäftigt sich derzeit vor allem mit der Erprobung weiterer lärmoptimierter Betonoberflächen und der Betreuung von entsprechenden Erprobungsstrecken sowie in der Zuarbeit entsprechender Textpassagen für die Überarbeitung der ZTV und TL Beton-StB. Die Erkenntnisse aus der Forschung der vergangenen Jahre machen eine Überarbeitung des M OB erforderlich. Dabei sind insbesondere die Abschnitte zur Waschbetonbauweise und die Texturierung mittels Grinding und/oder Grooving zu überarbeiten. Daher wurde im AA und letztlich im LA 8 beschlossen, den derzeit ruhenden Arbeitskreis 8.4.1 „Überarbeitung M OB“ wieder zu aktivieren. AA 8.5 „Erhaltungstechnologie“ Der AA 8.5 hat sich konsequent mit der Erarbeitung der für die Erhaltung relevanten Prüfvorschriften (insgesamt 35 Teile) für die TP B-StB beschäftigt. Im Anschluss steht die Überarbeitung des M BEB an.


Die Querschnittsausschüsse Die sieben Querschnittsausschüsse (QA) sind der Geschäftsstelle der FGSV zugeordnet (siehe Organigramm Seite 5). Die Aufgabe des QA 1 „Begriffsbestimmungen“ besteht vordergründig darin, das von ihm erarbeitete Produkt „Begriffsbestimmungen“ für die einheitliche Begrifflichkeit in der FGSV in den Bereichen Verkehr und Bau stetig zu pflegen und zu ergänzen. Der QA überarbeitet den Teil „Bautechnik“ (FGSV-Nr. 924), der zukünftig mit dem Teil „Verkehrsplanung, Straßenentwurf und Straßenbetrieb“ (FGSV-Nr. 220) vereint wird. Fertiggestellt sind die Sachgebiete 19 „Baustoffe“ und 24 „Entwässerung“. Auch liegt ein neuer Entwurf des Teils „Verkehrsplanung, Straßenentwurf, Straßenbetrieb“ (BBVSS), Ausgabe 2012, vor, der 17 Sachgebiete abdeckt. Der Entwurf dieser Begriffsbestimmungen der AG 1 bis 3 ist im FGSV Portal als pdf-Datei digital verfügbar, die Änderungen gegenüber der vorherigen Fassung sind grau hinterlegt. Die Begriffsbestimmungen sollen nur noch in größeren Abständen gedruckt werden. Der Druck des Gesamtwerks (Verkehr und Bau) mit zukünftig 24 Sachgebieten ist für das Jahr 2019 vorgesehen. Der QA 2 „Straßen- und Verkehrswesen in der internationalen Zusammenareit“ arbeitet in kleinen Arbeitsgruppen an mehreren aktuellen Fragestellungen. Hauptthema ist derzeit der Bereich „Verkehr in Mega-Cities“. „Straßenbau in kalten Zonen“, „PPP-Modelle in Entwicklungsländern“, „Performance Based Contracts“ und „Verkehrssicherheit in Entwicklungsländern“ sowie Aktivitäten der GIZ und FGSV beim Weltverkehrsforum und der Kontakt mit dem BMZ befinden sich ebenfalls noch im Fokus. Die Mitglieder des QA 3 „Informationstechnik“ sorgen für die Einbindung informationstechnischer Fragestellungen in alle Gremien der FGSV, insbesondere die Sicherstellung von Kenntnissen zu informationstechnologischen Standards im Straßen- und Verkehrswesen. Ein Ziel ist die Interoperabilität im Prozess „Planen – Bauen – Betreiben – Unterhalten“. Der OKSTRA (Objektkatalog für das Straßen- und Verkehrswesen) wird im Gremium weiterentwickelt. Weitere Themen sind OKLABI (Klassenbibliothek), BIM (Building Information Modeling) und eine Checkliste für Entwurfsregelwerke der FGSV. Der QA 4 „Statistische Auswertungen von Prüfergebnissen“ hat im Jahr 2016 nicht getagt. Der QA 5 „Geschichte des Straßen- und Verkehrswesens“ erstellt die verkehrshistorische Schriftenreihe G „Archivreihe“. Die „Produkte“ dieser Reihe sind im Gegensatz zu den anderen Veröffentlichungen der FGSV in der Regel das Werk einer einzelnen Autorin oder eines einzelnen Autors. Künftige Veröffentlichungen werden sich u. a. mit der Geschichte der Autobahnnummerierung, den Autostraßen in den USA (1910-1940) und der Geschichte der Autobahnen und Schnellstraßen im Raum Köln beschäftigen. Der QA 5 hat im Jahr 2016 nicht getagt. Im QA 6 „Standardleistungskatalog für den Straßenund Brückenbau“ mit seinen sechs Querschnittskreisen: „Erdbau, Entwässerung“, „Oberbau“, „Ingenieurbauten“, „Landschaftsbau“, „Ausstattung“ und „Elektro- und IuK-Technik“ entstehen die neuen und korrigierten Leistungsbereiche 101 bis 135 (künftig 136) des Standardleistungskatalogs für den Straßen- und Brückenbau (STLK). Im Jahr 2016 erschien die Ausgaberate 08/16, eingeführt mit dem ARS 26/2016 vom 21. November 2016, mit den

überarbeiteten Leistungsbereichen 104 (Pflanzenlieferung), 105 (Verkehrssicherung an Arbeitsstellen) und 113 (Asphaltbauweisen) sowie Korrekturen bei den LB 112 und 118. Dazu kommen zwei Gelbentwürfe: LB 807 (Landschaftsbau) und 831 (Fahrbahnmarkierungen). Die zwölf Mitglieder des Querschnittsausschusses 7 „Postfossiler Verkehr – Elektromobilität“ erstellen ein Wissensdokument (Umfang derzeit: ca. 40 Seiten). Ziel ist es nicht, ein Grundsatzpapier mit dem Charakter eines industriepolitischen Programms oder Kompendiums zur Elektromobilität zu verfassen. Der Schwerpunkt des Papiers soll auf dem Kapitel zur Systemintegration von Elektromobilen und dem Stadtverkehr liegen. Als wesentlich wird angesehen, ein Systemverständnis vom Elektroverkehr im Kontext von Stadt- und Verkehrsentwicklung zu vermitteln und vor allem die systemischen Schnittstellen zu beleuchten. Im Jahr 2016 ist der Bericht „Übergänge in den postfossilen Verkehr: Notwendigkeiten, Entwicklungstrends und -pfade“ als Kurzbericht und Ergebnisbericht des QA 7 erschienen. Damit legt die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) ein wesentliches Positionspapier zu wichtigen Fragen des Verkehrs vor. Wissenschaftlich hinterlegt werden die rechtlichen, gesellschaftlichen und verkehrlichen Rahmenbedingungen dargestellt. Die Einsicht in die Notwendigkeit, sich von der Ressourcenabhängigkeit von fossilen Treibstoffen zu lösen und die Emissionen klimaschädlicher Gase zu reduzieren, führt zwangsläufig zur Beschäftigung mit postfossilem Verkehr. Zwei Wege dahin werden mit dem Technik- und dem Verhaltensszenario dargestellt. Der Kurzbericht „Übergänge in den postfossilen Verkehr“ und der ausführliche Ergebnisbericht richten sich auch an interessierte Kreise außerhalb der FGSV. Beide Berichte können unter www.fgsv.de und www.fgsv-verlag.de in digitaler Form abgerufen werden und stehen im Portal der FGSV für die FGSV-Mitglieder und FGSV-Gremien zur Verfügung.

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Veranstaltungen Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen informiert die Fachwelt und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig auf Kongressen und Tagungen, Kolloquien, Symposien und Workshops über ihre Forschungs- und Arbeitsergebnisse. Zu nahezu allen Veranstaltungen erscheinen Vortragsbände. Alle zwei Jahre (immer in den geraden Jahren) findet die wichtigste Veranstaltung der Forschungsgesellschaft, der Deutsche Straßen- und Verkehrskongress, statt. Darüber hinaus veranstalten wir weitere regelmäßige oder spezielle, aktuelle Fachtagungen, Symposien und Kolloquien. 2016 wurden acht FGSV-Veranstaltungen durchgeführt und anhand der Themenauswahl lässt sich die Wissens- und Themenvielfalt erkennen.

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FGSV | Jahresbericht | 33


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Ferner veröffentlicht die Forschungsgesellschaft die FGSV Ergebnisse ihrer Kongresse, Tagungen und Kolloquien in Tagungsbänden. Weitere Veröffentlichungen sind z. B. Schriftenreihen der Forschungsgesellschaft, KurzFGSV Verlag Büro Berlin Informationen über Forschungsergebnisse undBerlinStanBoyenstraße 42, 10115 Tel.: 0 30/48 63 82 70 dardleistungskataloge. Sämtliche beziehbaren VeröfFax: 0 30/48 63 82 71 E-Mail: berlin@fgsv-verlag.de fentlichungen der FGSV sind in dem Jahresverzeichnis des FGSV Verlages zusammengestellt und im Internet unter www.fgsv-verlag.de einzusehen. In den beiden Organen der FGSV „Straßenverkehrstechnik“ und „Straße und Autobahn“ werden die neuesten Arbeits- und Forschungsergebnisse veröffentlicht.

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Technische Prüfvorschriften

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Tagungsbände

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Veröffentlichungen 2017

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201 Verzeichnis der Veröffentlichu ngen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen im FGSV Verlag

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FGSV Verlag Wesselinger Straße 17, 50999 Köln Tel.: 0 22 36/38 46 30 Fax: 0 22 36/38 46 40 E-Mail: info@fgsv-verlag.de

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In der Berichtszeit gab die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen die fgsv-verlag.de hier aufgeführten, von den verschiedenen Fachgremien aufgestellten RegelwerkeRegeund lwerke und Wissensdokumente Wissensdokumente heraus. Die FGSV-VeröfOnline-Da tenbanken fentlichungen werden vom FGSV Verlag zeitgleich mit den gedruckten Regelwerken und FGSV Reader Wissensdokumenten über das digitale Produkt Schriftenrhereihen „FGSV – Technisches Regelwerk – Digital“ ? ausgegeben. Diese Daten sind im Rahmen eines Tagungsdokumentationen ? Abonnements zusammen mit der Erschließungsardleistun gskatalog software erhältlich. Auf diese Weise Stand stehen die STLK-StB FGSV-Veröffentlichungen allen Interessierten komfortabel und schnell zur Verfügung. Fachliteratur

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Chronologische Zusammenstellung der Neuerscheinungen 2016 • TL Sbit-StB 15 – Technische Lieferbedingungen für Sonderbindemittel und Zubereitungen auf Bitumenbasis, Ausgabe 2015 (R 1) (FGSV 785) • TP B-StB – Technische Prüfvorschriften für Verkehrsflächenbefestigungen – Betonbauweisen – Grundwerk mit Vorbemerkung, Gliederung: Teile 0.1, 1.2.01, 1.2.02, 1.2.03, 1.2.04, 1.2.05, 2.1.12, 2.1.14, 2.1.15, 2.2.02, 2.2.03, 3.1.04, Ausgabe 2015 (R 1) (FGSV 893) • Kolloquium „Straßenbetrieb“ 2015 am 22. und 23. September 2015 in Karlsruhe, Tagungsband (FGSV 002/113) • RStO 12 – Guidelines for the standardisation of pavement structures of traffic areas, Edition 2012, Translation 2015 (R 1) (FGSV 499 E) • M Geok E – Merkblatt über die Anwendung von Geokunststoffen im Erdbau des Straßenbaus, Ausgabe 2016 (R 2) (FGSV 535) • TP BF-StB – Technische Prüfvorschriften für Boden und Fels im Straßenbau, Lieferung März, 2016, Teile A 2, B 8.4, C 5, C 10, Ausgabe 2016 (R 1) (FGSV 591/8) • 30. Folge der Kommentare und Anregungen zu Technischen Regelwerken und Bauvertragstexten für Asphalt im Straßenbau mit den Fällen 663-668 und aktualisiertem Sachregister, Stand Januar 2016 (FGSV 789/30) • Erd- und Grundbautagung am 8. und 9. März 2016 in Worms, Tagungsband (FGSV C 13) • Hinweise für die Zusammenarbeit von Straßenbau und Flurbereinigung bei der Vorbereitung und Durchführung von Verfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz – Hinweise zur Unternehmensflurbereinigung, Ausgabe 2016 (W 1) (FGSV 225) • Beispiele für eine Leistungserklärung nach Anhang III der EU-BauPVO und die zugehörige CE-Kennzeichnung von Asphaltmischgut nach der Normenreihe EN 13108, Stand März 2016 (FGSV 797 B) • Betonstraßentagung am 24. und 25. September 2015 in Ulm, Tagungsband (FGSV B 32) • Hinweise zu dynamischen Aspekten bei der Projektbewertung und Investitionsplanung im Verkehrssektor, Ausgabe 2016 (W 1) (FGSV 165) • Arbeitspapier Anwendung des Georadars zur Substanzbewertung von Straßen – Teil A: Bestimmung von Schichtdicken des Oberbaus von Verkehrsflächenbefestigungen mit dem Georadar-Impulssystem, Ausgabe 2016 (W 2) (FGSV 443 A) • Merkblatt über Raumgitterkonstruktionen, Ausgabe 2016 (R 2) (FGSV 540) • Arbeitspapiere zur Systematik der Straßenerhaltung, Reihe: Kommunale Straßen, Unterabschnitt K 2.1: Vorbereitung und Durchführung der messtechnischen Zustandserfassung für innerörtliche Verkehrsflächen, Ausgabe 2016 (R 2) (FGSV 490 AP 9 K 2.1) • TP Gestein-StB – Technische Prüfvorschriften für Gesteinskörnungen im Straßenbau, Lieferung Juni 2016 (R 1) (FGSV 610/5) • M MHS – Merkblatt über die Verwendung von Metallhüttenschlacken im Straßenbau, Ausgabe 2016 (R 2) (FGSV 639) • AL DSR-Prüfung (MSCRT) – Arbeitsanleitung zur Bestimmung des Verformungsverhaltens von Bitumen und bitumenhaltigen Bindemitteln im Dynamischen Scherrheometer (DSR) – Teil 2: Durchführung der MSCR-Prüfung (Multiple Stress Creep and Recovery Test), Ausgabe 2016 (W 1) (FGSV 723) • RiStWag 16 – Richtlinien für bautechnische Maßnahmen an Straßen in Wasserschutzgebieten, Ausgabe 2016 (R 1) (FGSV 514) • ZTV LW 16 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau Ländlicher Wege, Ausgabe 2016 (R 1) (FGSV 675) • TL LW 16 – Technische Lieferbedingungen für Gesteinskörnungen, Baustoffe, Baustoffgemische und Bauprodukte für den Bau Ländlicher Wege, Ausgabe 2016 (R 1) (FGSV 676) • AL DSR-Prüfung (konstante Scherrate) – Arbeitsanleitung zur

Bestimmung der Phasenübergangstemperatur viskositätsveränderter Bindemittel mittels Dynamischem Scherrheometer (DSR) – Teil 3: Durchführung mit konstanter Scherrate, Ausgabe 2016 (W 1) (FGSV 721) • E KvB – Empfehlungen zur Klassifikation von viskositätsveränderten Bindemitteln, Ausgabe 2016 (R 1) (FGSV 727) • TL G DSK-StB – Technische Lieferbedingungen für die Bauliche Erhaltung von Verkehrsflächenbefestigungen, Teil: Güteüberwachung, Teil: Ausführung von Dünnen Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise, Ausgabe 2015 (R 1) (FGSV 790/1) • TL G OB-StB – Technische Lieferbedingungen für die Bauliche Erhaltung von Verkehrsflächenbefestigungen, Teil: Güteüberwachung, Teil: Ausführung von Oberflächenbehandlungen, Ausgabe 2015 (R 1) (FGSV 790/2) • TL G DSH-V-StB – Technische Lieferbedingungen für die Bauliche Erhaltung von Verkehrsflächenbefestigungen, Teil: Güteüberwachung, Teil: Ausführung von Dünnen Asphaltdeckschichten in Heißbauweise auf Versiegelung, Ausgabe 2015 (R 1) (FGSV 790/3) • TP B-StB – Technische Prüfvorschriften für Verkehrsflächenbefestigungen – Betonbauweisen mit den Teilen 1.1.00, 1.1.01, 1.1.02, 2.1.16, 2.2.06, 2.2.07, 2.2.09, 3.1.05, 3.1.07, 3.1.09, 3.1.13, 3.2.06, Lieferung März 2016 (R 1) (FGSV 893/1) • ZTV Fug-StB 15 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Fugen in Verkehrsflächen, Ausgabe 2015 (R 1) (FGSV 897/1) • TL Fug-StB 15 – Technische Lieferbedingungen für Fugenfüllstoffe in Verkehrsflächen, Ausgabe 2015 (R 1) (FGSV 897/2) • TP Fug-StB 15 – Technische Prüfvorschriften für Fugenfüllstoffe in Verkehrsflächen, Ausgabe 2015 (R 1) (FGSV 897/3) • Ergebnisbericht: Übergänge in den postfossilen Verkehr – Notwendigkeiten, Entwicklungstrends und -pfade, Ausgabe 2016 (FGSV 006/12) • Kurzbericht: Übergänge in den postfossilen Verkehr, Zusammenfassung der Ergebnisse: Notwendigkeiten, Entwicklungstrends und -pfade, Ausgabe 2016 (FGSV 006/12 K) • ISEHP 2016 – International Symposium on Enhancing Highway Performance am 14. – 16. Juni 2016 in Berlin, Tagungsband / Proceedings (FGSV 002/114) • Deutscher Straßen- und Verkehrskongress am 28. – 30. September 2016 in Bremen, (FGSV 001/26) • M A-UwS – Merkblatt über Asphaltbauweisen für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, Ausgabe 2016 (R 2) (FGSV 760) • AP A+F – Arbeitspapier Aus- und Fortbildung (A+F) im Straßenwesen bei der Entwicklungszusammenarbeit – Ein Orientierungsrahmen, Ausgabe 2016 (W 2) (FGSV 961, 961) • M BEP – Merkblatt für die Bauliche Erhaltung von Verkehrsflächen mit Pflasterdecken oder Plattenbelägen in ungebundener Ausführung sowie von Einfassungen, Ausgabe 2016 (R 2) (FGSV 620) • M HMGM – Merkblatt über die Verwendung von Hüttenmineralstoffgemischen im Straßenbau, Ausgabe 2016 (R 2) (FGSV 635) • Standardleistungskatalog für den Straßen- und Brückenbau, LB 104 Pflanzenlieferung, Ausgabe August 2016 (R 1) (STLK LB 104) • Standardleistungskatalog für den Straßen- und Brückenbau, LB 105 Verkehrssicherung an Arbeitsstellen, Ausgabe August 2016 (R 1) (STLK LB 105) • Standardleistungskatalog für den Straßen- und Brückenbau, LB 113, Asphaltbauweisen, Ausgabe August 2016 (R 1) (STLK LB 113) • TP Asphalt-StB – Technische Prüfvorschriften für Asphalt im Straßenbau, Teil 6: Raumdichte von Asphalt-Probekörpern, Lieferung November 2016 (R 1) (FGSV 756/6) • M SGS – Merkblatt über die Verwendung von Schaumglas als Leichtbaustoff im Erdbau des Straßenbaus, Ausgabe 2016 (R 2) (FGSV 553) • M RepS – Merkblatt für Reparaturen von Stahlschutzplanken im Bestand, Ausgabe 2016 (R 2) (FGSV 366/1) FGSV | Jahresbericht | 35


Informations-und und Dokumentationsstelle InformationsDokumentationsstelle ITRD-Daten zusammen mit der Datenbank Die dokumentarische Tätigkeit "Transportation Research Information Sysumfasst neben der Herausgabe tem"Datenbanken (TRIS) des Transportation Research der „DokumentatiBoard (TRB) unter einem Dach vereint on Straße“, „Forschung im Strasind. ßenwesen“ (FoSt) und „Info Rot“

auch die Beteiligung am Daten-InMonatlich der Referatedienst put in der erscheint OECD-Datenbank ITRD "DokumentationTransport Straße" mit einer Aus(International Research wahl von ca. 120 Referaten über Documentation). Die FGSV ist die ge-verkehrsrelevanten Veröffentlichungen meinsam mit der Bundesanstaltaus dem Straßenwesen In- und Ausland.(BASt) Es werden neben für für die Monografien, Reports und Eingabe derRegelwerken, deutschsprachigen Schriftenreihen vor allem Beiträge aus Veröffentlichungen zuständig. Fachzeitschriften und Konferenzbänden

Monatlich erscheint der Referateausgewertet und mit Kurzfassungen und dienst „Dokumentation Straße“ Sachgebieten inhaltlich erschlossen. Die mit einer Auswahl von ca. 120 monatlichen Neuzugänge werden als Referaten zu in- und ausländiPrintausgabe, PDF-Datei oder digitale schen Veröffentlichungen aus Daten geliefert. Der Gesamtbestand der dem Straßen- und Verkehrswe"Dokumentation Straße" seit 1981 steht sen. Es werden neben Monograauch als Online-Datenbank auf der Webfien, Regelwerken, Reports und seite des FGSV Verlages zur Verfügung Schriftenreihen vor allem Beiträge und weist zurzeit einen Bestand von ca. aus Fachzeitschriften und Kon70 000 Dokumenten auf. Die Datenbank ferenzbänden ausgewertet und "Forschung im Straßenwesen", die auf mit Kurzfassungen und Sachgeder Homepage des FGSV Verlages für alle bieten inhaltlich erschlossen. Die Mitglieder der Forschungsgesellschaft monatlichen Neuzugänge werden kostenlos zur Verfügung gestellt wird, als Printausgabe, PDF-Datei oder umfasst mittlerweile 2 300 Projekte zu digitale Daten geliefert. Der GeThemen des Straßenund Verkehrswesamtbestand der „Dokumentation sens. Die Arbeiten sind nach der SachglieStraße“ seit 1981 steht auch als derung der "Dokumentation Straße" Online-Datenbank auf der Webgeordnet mitVerlages Kurzfassungen und Verseite desund FGSV zur Verfüöffentlichungshinweisen versehen. Ausgegung und weist zurzeit einen BeProjekte werden in der Sammlung wählte stand von ca. 71 000 Dokumenten "Informationen Forschung im Straßenauf. Die Datenbank „Forschung und Verkehrswesen, Teil:die Straßenbau im Straßenwesen“, auf derund Straßenverkehrstechnik" (Info Rot)für veröfHomepage des FGSV Verlages fentlicht. In jeder Ausgabe werden ausgealle Mitglieder der Forschungsgewählte Projekte, überwiegend aus dem sellschaft kostenlos zur Verfügung Gemeinsamen gestellt wird, Forschungsprogramm umfasst mittlerwei-des BMVI und Projekte der FGSV,zu vereinzelt auch le 2 300 Themen desProDieFGSV IuD-Stelle der ist mit ca. 40 000 und Monografien jekte Verkehrswesens. anderer ProgrammeDie (BASt, AiF undsind FGSV-Forschung) Die IuD-Stelle der ist mit ca.FGSV 40 000 Monografien Straßen- und Arbeiten nach der und Forschungsberichten der größten FachbibliotheForschungsberichten eine der größteneine deutschsprachigen mit einem Kurzbericht vorgestellt. Straße“ Diese Informationen Sachgliederung der „Dokumentation geordnet erkenim imBereich Bereich des Verkehrswesens stelltmit scheinen Fachbibliotheken desStraßenStraßen-und und Verkehrswe- undund halbjährlich und werden an alle FGSV-Mitglieder Kurzfassungen und Veröffentlichungshinweisen sens und stelltaktuelle aktuelle Literatur Forschungsberichte Literatur und und Forschungsberichte zu den verschieverteilt. Im Berichtszeitraum versehen.kostenlos Ausgewählte Projekte werden in dererschienen Sammlungzwei zu den verschiedenen Verkehrsthemen fürGremien die Gremien denen Verkehrsthemen für die und Mitglieder weitere Ausgaben 97 und „Informationen Forschungder imSammlung: Straßen- die undLieferungen Verkehrsweund Mitgliederder derFGSV FGSV bereit, ististaber zugänglich bereit, aber auchauch zugänglich für die interesSeit Februar 2015 wird die Datenbank online unter sen, Teil: 98. Straßenbau und Straßenverkehrstechnik“ (Info für Nutzer außerhalb der FGSV. Die dokumentarische TätigkeitRot) sierte Öffentlichkeit. um-veröffentlicht. www.fgsv-verlag.de bereitgestellt. Die in den DatenbanIn jeder Ausgabe werden ausgewählte fasst neben der Herausgabe der Datenbanken ken der FGSV ausgewerteten Veröffentlichungen und ForDie in den Datenbanken der FGSV ausgewerteten Veröf- Projekte, überwiegend aus dem Gemeinsamen Forschungs"Dokumentation Straße", "Forschung im Straßenwesen" schungsberichte können in der Bibliothek der FGSV fentlichungen und Forschungsberichte können in der Bi- programm des BMVI und der FGSV, vereinzelt auch Pro(FoSt) und "Info Rot" auch die Beteiligung am Daten-Input und ausgeliehen FGSV-Bibliothek ist bestellt Programme (BASt, werden. AiF undDie FGSV-Forschung) bliothek der FGSV bestellt und ausgeliehen werden. Die jekte anderer in der OECD-Datenbank ITRD (International Transport Re-einem dieKurzbericht Sammelstelle vorgestellt. für Abschlussberichte von Forschungsmit Diese Informationen FGSV-Bibliothek ist die Sammelstelle für Abschlussberichte search Documentation). Die FGSV ist gemeinsam mit der vorhaben des BMVI. Zum Informationsservice der IuDerscheinen halbjährlich und werden an alle FGSV-Mitglievon Forschungsvorhaben des BMVI. Zum InformationsserBundesanstalt für Straßenwesen (BASt) für die Eingabe der Stelle gehören auch Auftragsrecherchen in den der kostenlos verteilt. Im Berichtszeitraum erschienen zwei vice der IuD-Stelle gehören auch Auftragsrecherchen in deutschsprachigen Veröffentlichungen zuständig. Es be- Ausgaben Datenbanken FGSV, Literaturservice und das derder Sammlung: die Lieferungen 99Zusenden und den Datenbanken der FGSV, Literaturservice, Beschaffung weitere steht ein kostenloser öffentlicher Zugang auf der100. TRB- Seit vergriffener bzw. zurückgezogener FGSV-Regelwerke als Februar 2015 wird die Datenbank online unter von Originalliteratur und das Zusenden vergriffener bzw. Website unter der Webadresse www.trid.trb.org, wo die per E-Mail. PDF-Dokumente www.fgsv-verlag.de bereitgestellt. zurückgezogener FGSV-Regelwerke per E-Mail oder Postversand. 34 | Jahresbericht 2015 | FGSV

FGSV | Jahresbericht | 36


Forschungsprogramme Gemeinsames Forschungsprogramm BMVI/FGSV Das „Gemeinsame Forschungsprogramm“ (GFP) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen enthält Forschungsarbeiten, die in den Gremien der FGSV vor allem im Zusammenhang mit Arbeiten an Technischen Regelwerken formuliert und nach intensiver Beratung jedes Jahr zu einem Programm zusammengestellt werden, das dem BMVI zur Durchführung und Finanzierung vorgeschlagen wird. Nach der Genehmigung des Programms durch das BMVI erfolgt die Vergabe dieser „G-Projekte“ durch die BASt. Die Betreuung und Auswertung wird von einer kleinen Betreuungsgruppe aus ca. zwei bis vier Mitarbeitern des initiierenden Fachausschusses der FGSV sowie einem Fachbetreuer der BASt vorgenommen. Die Forschungsvorschläge für 2016 sind in der Tabelle rechts zusammengestellt. Der größte Teil der Schlussberichte der im Gemeinsamen Forschungsprogramm durchgeführten Forschungsarbeiten wird in der Schriftenreihe „Forschung Straßenbau und Straßenverkehrstechnik“ des Bundesverkehrsministeriums veröffentlicht. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten des Gemeinsamen Forschungsprogramms und der Ressortvorhaben werden in Form von Kurzberichten in der Sammlung „Informationen Forschung im Straßen- und Verkehrswesen, Teil: Straßenbau und Straßenverkehrstechnik“ veröffentlicht.

NR.

Thema

2.1/16

Auswirkungen der Erkennbarkeit und der Zufahrtsgestaltung auf die Verkehrssicherheit von Kreisverkehren an Landstraßen

2.2/16

Barrierefreie Gestaltung von Querungsanlagen an Ortsdurchfahrten von Bundesfernstraßen

2.3/16

Methoden der Baufeldfreimachung in Reptilienhabitaten, Landhabitaten von Amphibien und Habitaten der Haselmaus

3.1/16

Einsatzfelder, Anforderungen, Wirkungsweisen, Kosten und Nutzen temporärer Verkehrstelematik-Systeme

3.2/16

Nutzung von E-Call-Daten im Rahmen des Verkehrsmanagements – Rahmenbedingungen, Machbarkeitsstudie, Realisierungskonzept, Handlungsempfehlungen

3.3/16

Nutzung des C2X-Kommunikationsstandards IEEE 802.11p für die ÖV-Priorisierung an signalisierten Knotenpunkten

4.1/16

Materialsteifigkeit des Straßenbetons im Verlauf des Ermüdungsprozesses

4.3/16

Optimierung der Anwendbarkeit der Probabilistik bei der Dimensionierung und Substanzbewertung von Asphaltstraßenbefestigungen

5.1/16

Anforderungen an Baustoffe für schwach durchlässige, dauerhaft tragfähige, ungebundene Bankette

5.3/16

Einfluss von temporär auftretendem Grundwasser auf die Standsicherheit von Straßeneinschnittsböschungen

6.1/16

Erstellung eines Verfahrens zur rechnerischen Dimensionierung und zur Prognose des Verhaltens von Pflasterbefestigungen für konzentriert eingetragene schwere Verkehrsbelastungen mit häufiger Frequentierung

6.2/16

Praxisgerechte Beurteilung der Qualität von feinen Gesteinskörnungen

7.1/16

Entwicklung einer Prüfsystematik zur Identifizierung der Bitumenart und der verwendeten Modifizierungsmittel in einem Ausbauasphalt

7.2/16

Einfluss des Füller-Bitumen-Verhältnisses auf die Gebrauchseigenschaften von Asphalt

7.3/16

Raumdichtebestimmung an hohlraumreichen Asphalten

8.1/16

Asphaltdeckschicht auf durchgehend bewehrter Betondecke; wissenschaftliche Begleitung einer Versuchsstrecke in Kompositbauweise während der Betriebsphase

8.2/16

Textilbewehrter Oberbeton als Basis für eine fugenlose Oberfläche von Betonfahrbahnen

Forschungsprogramm Stadtverkehr (FoPS) Für eine Weiterverfolgung für das FoPS 2017/2018 wurden in der Sitzung der Kommission 4 am 24. November 2016 in Bonn 34 Themenvorschläge, davon acht aus den Reihen der FGSV, empfohlen, wobei einige Vorschläge aus zwei Themen zusammengefasst wurden. Über die Empfehlung dieser Themenvorschläge wurde am 8. Dezember im BMVI abgestimmt. Das Fördervolumen des FoPS 2017/18 beträgt nach wie vor ca. 8,33 Mio. € für zwei Jahre. Weiterhin aktuell ist auch das FoPS 2015/2016, die Projekte wurden ausgeschrieben und vergeben. Zwölf Projekte sind für die Arbeit in den Arbeitsgremien und für die Regelwerke und Wissensdokumente der FGSV relevant. Forschungsprogramm der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V. (AiF) Die FGSV ist Mitglied der AiF und kann in einem bestimmten finanziellen Umfang Forschungsanträge im Rahmen des von der AiF für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) verwalteten Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung stellen. Die Ergebnisse dieser Forschung sollen vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von Bedeutung sein.

FGSV | Jahresbericht | 37


Internationale Zusammenarbeit

Welt-Straßenverband (AIPCR/PIARC) 1955 war das Gründungsjahr des Deutschen Nationalen Komitees der AIPCR/PIARC. Seit diesem Zeitpunkt ist die FGSV auch Mitglied im Welt-Straßenverband. Der Leiter der Abteilung Straßenbau im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), MDirig. Dr.-Ing. Stefan Krause, ist „First Delegate“ der Bundesrepublik Deutschland, die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen nimmt im Auftrag des BMVI die Aufgaben des Deutschen Nationalen Komitees des Welt-Straßenverbandes wahr. Der Geschäftsführer der FGSV fungiert gleichzeitig als Sekretär des Nationalen Komitees und führt dessen laufende Geschäfte. Das Nationale Komitee übernimmt u. a. die Organisation der deutschen Mitgliedschaften. Für die laufende Sitzungsperiode 2016 bis 2019 des Welt-Straßenverbandes, die unter den fünf strategischen Themen

len (PKD), Schweiz (VSS) sowie mit Ungarn (MAUT) zusammen und führt mit den Forschungsgesellschaften dieser Länder auch Informationstagungen durch. Jährlich treffen sich z. B. die Forschungsgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur zweitägigen D-A-CH-Informationstagung (diese fand für 2016 am 6. und 7. Oktober 2016 in Zürich statt). Bei dieser Gelegenheit werden vorher abgestimmte Fragenkataloge zu Themen des Straßen- und Verkehrswesens erarbeitet und vertieft. Als Oberthemen wurden in diesem Jahr • Optimierung des Verkehrsflusses auf Autobahnen, • Gesteinskörnungen, • Verkehrssicherheit, • Sommerdienst, • Verkehrstelematik,

Strategic Theme A – Management and Finance

• Betonstraßen,

Strategic Theme B – Access and Mobility

• Stadtverkehr und

Strategic Theme C – Safety

• Winterdienst

Strategic Theme D – Infrastructure

ausgewählt.

Strategic Theme E – Climate Change, Environment and Disasters steht, nehmen deutsche Vertreter in den Komitees des AIPCR die deutschen Interessen wahr. Die Arbeit in den Komitees wird durch die FGSV teilweise finanziell unterstützt. Zusammenarbeit mit ausländischen Forschungsgesellschaften Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen arbeitet eng mit entsprechenden Vereinigungen der Nachbarländer Niederlande (CROW), Österreich (FSV), Po-

FGSV | Jahresbericht | 38

Transport Research Arena (TRA) Das Deutsche Nationale Komitee half auch in diesem Jahr bei den deutschen Aktivitäten zur Durchführung der Transport Research Arena (TRA), die 2016 vom 18. bis 21. April in Warschau (Polen) stattfand. Die Konferenz stand unter dem Motto „Moving Forward: Innovative Solutions for Tomorrow‘s Mobility“. Es fanden zahlreiche Vorträge, Meetings und Workshops statt, welche sich nach folgenden Themenbereichen richteten:


• Environment – Decarbonisation, Sustainability and Energy Efficiency • Vehicles & Vessels Technologies, Design and Production • Urban and Long-Distance People Mobility – Systems and Services • Urban and Long-Distance Freight Transport and Logistics • Safe, Secure and Resilient Transport Systems • Transport Infrastructure • Human Factors, Socio-Economics and Foresights • Automation and Connectivity • Enabling Environment for Innovation Implementation Die Bundesrepublik Deutschland war mit einem großen Stand während der Fachausstellung im PGE Narodowy Stadion, Warschau, vertreten. Hier präsentierten das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und die FGSV das breite Spektrum aktueller Entwicklungen im deutschen Straßenbau, auf den Gebieten des Verkehrsmanagements und der Verkehrsplanung sowie das deutsche Regelwerk.

International Symposium on Enhancing Highway Performance (ISEHP) vom 14. bis 16. Juni 2016 in Berlin Vom 14. bis 16. Juni 2016 fand in Berlin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und im Hotel Maritim proArte das unter der Schirmherrschaft vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, stehende Symposium „International Symposium on Enhancing Highway Performance” (ISEHP) statt. Bei dem von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) koordinierten und von der FGSV und vom amerikanischen Transportation Research Board (TRB) gemeinsam veranstalteten Symposium trafen sich ca. 200 Fachleute der Verkehrsbranche aus über 20 Ländern zum Wissensaustausch über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Bemessung von Straßenverkehrsanlagen und dem Verkehrsmanagement auf Autobahnen. Federführend beim TRB waren die Arbeitsausschüsse AHB20 (Freeway Operations Committee) und AHB40 (Highway Capacity and Quality of Service Committee). ISEHP vereinte das „7th International Symposium on Highway Capacity and Quality of Service“ mit dem „3rd International Symposium on Freeway and Tollway Operations“ des TRB im Rahmen einer gemeinsamen Tagung. Die Vorgängerveranstaltungen des „International Symposium on Highway Capacity and Quality of Service“ fanden in Karlsruhe (1991), Sydney (1994), Kopenhagen (1998), Maui (2000), Yokohama (2006) und Stockholm (2011) statt; das „International Symposium on Freeway and Tollway Operations“ hatte Vorgängerveranstaltungen in Athen (2006) und Honolulu (2009). FGSV | Jahresbericht | 39


Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen Geschäftsstelle

Vertrieb der Veröffentlichungen:

An Lyskirchen 14 50676 Köln Telefon: 0221 9 35 83 0 Telefax: 0221 9 35 83 73 info@fgsv.de www.fgsv.de

FGSV Verlag GmbH Wesselinger Straße 17 50999 Köln Telefon: 02236 38 46 30 Telefax: 02236 38 46 40 info@fgsv-verlag.de www.fgsv-verlag.de

FGSV Jahresbericht 2016  
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