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November 18


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Editorial und Inhalt

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127. Jahrgang 11/2018

Titelbild: © Hetizia_Fotolia

Klaus Holetschek Präsident des Kneipp-Bundes

Die Kräfte stärken Fünf Elemente umfasst die Gesundheitslehre von Sebastian Kneipp. Neben den bekannteren Elementen Wasser, Ernährung, Lebensordnung und Bewegung ist die Pflanzenheilkunde – völlig zu Unrecht – etwas in den Hintergrund gedrängt. Sebastian Kneipp wusste um die Heilkraft der Pflanzen. „Die Natur ist die beste Apotheke“, hat er mit Blick auf die Phytotherapie gesagt. Akribisch hat er untersucht, wie Arnika, Johanniskraut, Ringelblume oder Fenchel wirken. Dass man mit der Anwendung von Heilpflanzen das Immunsystem des Körpers stärken und so Krankheiten vorbeugen kann, war ihm bekannt. „Vorbeugen ist besser als heilen“, lautet einer der wichtigsten Grundsätze der Kneippschen Lehre. Aus Asien kommt der Ingwer, die Heilpflanze des Jahres 2018, dessen Vielfalt erstaunlich ist. In China ist er seit Jahrtausenden bekannt. Inzwischen findet man ihn auch hierzulande fast überall. In der Küche wird der aromatische Ingwer verwendet oder als Tee getrunken. Wie gesund er ist, zeigen wir Ihnen in unserem Porträt über den Ingwer. Unsere Gesundheit lässt sich natürlich auch mit regelmäßigen hydrotherapeutischen Anwendungen und mit Bewegung stärken. Eine positive Lebenseinstellung, innere Ausgeglichenheit, die Balance von Körper und Geist sind die Grundvoraussetzungen der ganzheitlichen Gesundheitslehre Kneipps – damit wir ohne lästigen

Schnupfen durch die nasskalte Jahreszeit kommen. „Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel“, empfiehlt Kneipp. Befolgen wir diesen Rat!

Allgemeines  |  Information  |  Kur / Erholung Editorial

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Sebastian-Kneipp-Akademie

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Kneipp-Journal

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Vorschau  |  Bildnachweis  |  Impressum

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Mehr Gesundheit durch Bildung Verbandsarbeit, Personalien, Nachrichten, Gesundheitspolitik, Programme

Gesundheit  |  Körper & Geist Ingwer

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Die Organuhr 

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Heilpilze

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Lebenselixier Bewegung

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Reisen ohne Übelkeit

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Jeder stirbt anders

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Porträt der Heilpflanze Leben im Einklang mit unserem natürlichen Rhythmus Naturheilverfahren mit langer Tradition Bewegung liegt in unseren Genen Informationen und Tipps Mit der Palliativ-Medizin werden quälende Symptome kontrolliert.

Von der Forschung in die Praxis Schützen körperliche Bewegung oder  341 Meditation vor akuten Atemwegsinfektionen? Ergebnisse der MEPARI-2-Studie

Ernährung Gesund und gut

...ist die charakter- und geschmackvolle Wurzelknolle des Ingwers

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Phytotherapie

Ingwer Porträt der Heilpflanze

N

ach einem sehr heißen Sommer ist es Herbst geworden und die Ersten haben sich vielleicht schon einen kleinen Schnupfen oder einen kratzenden Hals geholt. Aber die Hochzeit für Erkältungskrankheiten beginnt jetzt erst: Schnupfen, Husten, Heiserkeit sind meistens im Winterhalbjahr weit verbreitet. In solchen Fällen führt mein erster Weg in den Bioladen, um Ingwer zu kaufen. Ingwer, vor einigen Jahren noch nur einer kleinen Gemeinde von Kulinaristen mit Vorliebe für Asiatisches bekannt, bekommt man heute an jeder Ecke.

Durch die Jahrtausende Als Heilpflanze allerdings hat der Ingwer auch bei uns eine beeindruckende Geschichte. Bereits Dioskurides erwähnte ihn und Hildegard von Bingen schwor ebenso auf seine Heilkraft wie Paracelsus. Wenn man allerdings nachliest, wozu er damals schon verwendet wurde, nannte jeder der alten Mediziner und Heilkundigen andere Einsatzfelder: Dioskurides – bei dem man sich immer fragt, wie er im 1. Jahrhundert nach Christus dieses unglaubliche medizinische Wissen haben konnte, das er in seiner Arzneimittellehre „De materia medica“ veröffentlichte – erwähnte die Wurzeln des Ingwers als „zur Speise sehr geeignet“ mit „erwärmender, die Verdauung befördernder Kraft, die den Bauch milde anregen und gut für den Magen sind“. Seine

Nachfolger im 12. (Hildegard v. Bingen) und 16. Jahrhundert (Paracelsus) empfehlen den Ingwer zum Abführen bei Gicht (Podagra), beziehungsweise als vielseitiges Heilmittel, unter anderem auch äußerlich bei Brüchen. Hildegard verarbeitete ihn außerdem in der Küche in ihren weltbekannten Ingwerkeksen. In der Küche und den Supermärkten tauchte der Ingwer auf, als die ersten asiatischen Restaurants bei uns eröffneten und man infolgedessen auch zu Hause versuchte, die süß-sauren Wokgerichte nachzukochen. Ab den 80ern wurde er dann richtig populär. Etwa gleichzeitig erinnerte man sich der Naturheilkunde und entdeckte auch die Ingwerkekse der Heiligen Hildegard wieder. Heute beschreibt eine Monographie der Kommission E die Anwendungsgebiete des Ingwers so: Dyspeptische Beschwerden, Verhütung der Reisekrankheit. Gegenanzeige: Bei Gallensteinen nur nach Rück-

sprache mit dem Arzt anwenden. Keine Anwendung bei Schwangerschaft. Eine lange Geschichte hat die Verwendung von Ingwer in Asien. Sowohl die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) als auch die ayurvedische Gesundheitslehre betrachten die Ingwerwurzel als potentes Heilmittel, das gleichzeitig eine wichtige Rolle als Gewürz spielt. In Japan wird dem Ingwer obendrein eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben. Die ältesten Berichte zur Verwendung von Ingwer stammen aus China und sollen mehrere tausend Jahre alt sein. In der chinesischen Medizin wird die Wirkung des rohen von der des getrockneten Ingwers unterschieden. Während er frisch von außen eindringende Krankheiten, wie beispielsweise Erkältungen bekämpfen soll, indem er wärmend wirkt sowie Schleim und Husten löst, wird vom getrockneten Ingwer gesagt, dass dieser Kneipp-Journal 11/2018


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zelstock von Interesse. Sollten Sie den Ingwer einmal zu lange und zu warm lagern, kann es passieren, dass er austreibt. Dann können Sie ihn eintopfen und als Kübelpflanze halten. Im Freiland bleiben kann er aber nicht, weil er nicht winterhart ist, aber im warmen Wintergarten bei viel Licht kann er die kalte Jahreszeit gut überstehen.

Erstaunliche Wirkungen

Ingwer mit Zitrusfrüchten kombiniert ist nicht nur bei Erkältungen hilfreich.

nicht auf die Körperoberfläche, sondern auf die inneren Organe wirkt. Achtet man einmal darauf, kann man diese Unterscheidung schmecken, in beiden Fällen schmecken wir Schärfe, aber die ätherischen Öle kribbeln beim frischen Ingwer viel mehr in der Nase. Anlässlich der Kür zur „Heilpflanze des Jahres 2018“ erläuterte der Vorsitzende des titelverleihenden Vereins NHV Theophrastus (Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus e. V.): „Wir möchten vor allem die arzneilichen Effekte dieses in der asiatischen Küche üblichen Gewürzes bekannter machen.“ Ein ganzes Ingwer-Jahr neigt sich nun langsam zu Ende und hat deutlich gemacht, dass diese Pflanze eine viel größere Bedeutung als Heilpflanze hat, als es die bestehende Monographie meinen lässt. Und die aktuellen Forschungen haben auch in diesem Jahr wieder einiges ans Tageslicht gebracht, was die alten Ärzte schon ahnten oder aus Erfahrung wussten, wir aber lange Zeit vergessen hatten. Botanisch nennt sich der Ingwer „Zingiber officinale“ und ist der Namensgeber der Ingwergewächse, der ZingiberaKneipp-Journal 11/2018

ceae. Als Mitglied dieser botanischen Familie bildet er immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen, die allerdings nur im tropischen Klima gedeihen. Bei uns tauchen Zingiberaceae allenfalls als Kübelpflanze im Freiland auf.

Die Pflanze Ihre fleischigen Rhizome sind im Grunde nichts anderes als eine unterirdisch wachsende verdickte Sprossachse, die gerne auch „Wurzelstock“ genannt wird. Sie ist es, die dem Ingwer den Weg in das Offizin, den Laborraum der Apotheke, geebnet hat. Weil seine Wirksamkeit in einer Monographie bestätigt wurde, darf er als Artname „officinalis“ heißen. Wo die Heimat des Ingwers genau ist, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Angebaut wird er aber weltweit in den Tropen und Subtropen. Die Pflanzen erreichen Wuchshöhen bis 1,5 Meter. Sie sehen mit ihren dicken Stängeln und den länglichen Blättern aus wie ein zu kurz geratenes dickes Schilfgras, die Blütenstände erinnern ebenfalls an die von Gräsern, mit zahlreichen Blüten, aber nicht so beeindruckend wie diejenigen der Zieringwerarten. Als Lebens- und Heilmittel ist ausschließlich der Wur-

Die Wirkung des Ingwers gegen Mundgeruch ist neuerdings wissenschaftlich belegt, so ein aktuelles Forschungsergebnis der TU München. Es ist der Wirkstoff 6-Gingerol, der in einem Versuch dafür sorgte, dass bei Einnahme ein Enzym aktiviert wird, dessen Konzentration im Speichel in wenigen Sekunden um das 16-Fache steigt. Das Enzym namens Sulfhydryl-Oxidase 1 baut übelriechende Schwefelverbindungen ganz schnell ab und sorgt so für frischen Atem. Die Volksmedizin sieht den Ingwer heutzutage fast als Allheilmittel und auch Ärzte bestätigen die Wirksamkeit des seit dem Altertum bekannten Gewürzes auf vielen Gebieten. So wird auf der Webseite des Universitätsklinikums Freiburg Dr. Roman Huber, Leiter des Uni-Zentrums Naturheilkunde, zitiert: „Die von außen so unscheinbare Wurzel verbirgt in ihrem Inneren auch eine breite Palette an medizinisch wirksamen Inhaltsstoffen und ist damit ein in der Naturheilkunde gerne verwendetes Heilmittel.“ Weiter wird darauf hingewiesen, dass Ingwer reich an verschiedenen ätherischen Ölen (>150 Komponenten) und Scharfstoffen, wie den sogenannten Gingerolen, ist, die für den speziellen fruchtig-scharfen Geschmack mit verantwortlich sind. Seine Wirkung wird als entzündungshemmend und die Darmtätigkeit aktivierend beschrieben. Laborversuche zeigten die Wirksamkeit gegen verschiedene Viren. Aus Studien der Schulmedizin werden über weitere medizinische Eigenschaften berichtet: Die Wirksamkeit gegen Reisekrankheit und andere Formen von Übelkeit wurde bestätigt, auch bei Schwangerschaftserbrechen – was anlässlich der oben zitier-


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Phytotherapie

ten Monographie erstaunt. So ganz sicher ist man sich diesbezüglich noch nicht und es hängt wohl mit dem Stadium der Schwangerschaft zusammen, ob zur Verwendung von Ingwer geraten wird. Im Zweifelsfall wäre das medizinisch abzuklären. Von Nutzen scheint der Ingwer für viele Krebspatienten zu sein: Die Nebenwirkungen einer Chemotherapie, z. B. Übelkeit und Müdigkeit, konnten mit Hilfe von Ingwer gemindert und somit die Lebensqualität der Patienten verbessert werden. Andere Studien untersuchten die Schmerzreduktion infolge der Einnahme von Ingwerpräparaten bei Menstruations-, Muskel- und Arthroseschmerzen. Eine Studie zeigte, dass bei Regelschmerzen 1 g Ingwerpulver über den Tag verteilt eingenommen dieselbe Erleichterung verschaffen konnte, wie eine Ibuprofen-Tablette mit 400 mg Wirkstoff. Auch die blutzuckersenkende Wirkung der Gingerole wird erforscht. Und wie manch anderes scharfe Gewürz hat der Ingwer auch eine blutverdünnende Wirkung. Menschen, die Blutverdünner ein-

Rezepte:

Zwei Klassiker möchte ich Ihnen hier im neuen Gewand vorstellen, nämlich als Rohkost. In beiden Fällen können Sie hier noch die ganze Kraft und Fruchtigkeit des Ingwers spüren. Zusammen mit der Orange schmeckt Ingwer einfach köstlich und die Schärfe steht nicht so sehr im Vordergrund. Außerdem hilft der wärmende Ingwer, die kühlende Wirkung der Orange zu überdecken, was gerade im Winter von Vorteil ist. In Kombination mit dem Thymian eignet sich die Limonade bei Husten und die Haferkekse sind auch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit geeignet.

Rohköstliche Orangen-Ingwer-Kekse ergibt ca. 30 Stück 100 g glutenfreien Hafer, alterna- tiv auch Haferflocken oder Hafermehl 1 TL gemahlene Flohsamen schalen 6 Datteln Deglet-Nour 100 g gemahlene Mandeln* 3 cm frische Ingwerwurzel 1/2 TL Ingwerpulver, möglichst in Rohkostqualität Schale von 1/4 Orange, dünn abgeschält Saft einer Orange + Wasser, insg. ca. 250 ml Flüssigkeit 1 Prise Meersalz Den Hafer oder die Haferflocken im Mixer oder Zerkleinerer zu feinem Mehl mahlen und mit den Flohsamenschalen vermischen. Die Datteln entsteinen. Die Ingwerwurzeln waschen, bei Bedarf säubern und 3 cm davon zusammen mit den Mandeln, dem Orangensaft und der Orangenschale, Salz und den Datteln im Mixer pürieren. Geben Sie die Flüssigkeit nach und nach dazu, sodass Sie einen zähflüssigen Teig erhalten. Dann die Mischung und das Hafermehl vermengen. Den Teig teelöffelweise abstechen und als kleine Häufchen auf Backpapier oder eine Dörrfolie setzen. Die Häufchen mit angefeuchteten Fingern zu Keksen ausstreichen. Die Kekse bei 40-42 °C im Backofen bei Umluft oder im Dörrgerät trocknen. *Wenn Sie ganze Mandeln (am bes-

ten in Rohkostqualität) verwenden, weichen Sie diese ca. 12 Stunden vorher ein (das macht sie verträglicher) und gießen Sie danach das Wasser ab. Die Mandeln können Sie dann direkt so feucht verwenden und brauchen dann weniger Wasser zum Teig zu geben. Ich aktiviere die Mandeln immer auf Vorrat, trockne sie dann wieder bei 40 °C und mahle sie dann nach Bedarf.

Limonade würzig-süß 1 kleine Orange, unbehandelt 2 cm Ingwerwurzel 5 Zweige Thymian 1/2 Handvoll Blätter vom Spitz-Wegerich 1 l Wasser Geben Sie die Zutaten gereinigt, gegebenenfalls geputzt und in Stücke geschnitten in den Mixer und füllen mit 1 Liter Wasser auf. Kurz mixen, bis alles fein zerkleinert ist, und dann durch ein sehr feines Sieb, eine Küchengaze oder einen Nussmilchbeutel filtern. Schneiden Sie die Orange vorher in Scheiben und entfernen Sie die Kerne, so wird die Limonade nicht bitter. Vom Thymian verwenden Sie eine der Wildformen: Breitblättriger Thymian, SandThymian oder Zitronen-Thymian oder ebenso den Garten-Thymian. Dieses Rezept stammt aus dem Buch „Detox, Baby! – Entgiften mit Wildpflanzen und frischen Säften“. Autorin: Dr. Christine Volm, erschienen im Eugen Ulmer Verlag, zu beziehen im Kneipp-Shop.

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nehmen, sollten daher besser ihre/n Arzt/Ärztin zur Verwendung von Ingwer befragen. Nachdem sie herausgefunden haben, dass Ingwer, beziehungsweise die enthaltenen Gingerole, auch bei Typ-2-Diabetes Linderung verschaffen können, haben Ärzte an der Universität Sydney empfohlen, das Potenzial von Ingwer diesbezüglich mehr als bisher zu nutzen, um vorzubeugen und die Krankheitssymptome zu lindern. Wenn sonst nichts dagegen spricht, ist das sicher wünschenswert und auch für andere Erkrankungen eine Überlegung wert. Häufig wird der Ingwer auch begleitend bei Fastenkuren genutzt, als frisch gepresster Saft beispielsweise, der für Getränke verdünnt wird. So unterstützt er nicht nur die Entgiftung und speziell den Darm, indem er Bakterien bekämpft, sondern beugt auch depressiven Verstimmungen vor. Was oft vergessen wird, ist die ausgleichende Wirkung des Ingwers: Er wärmt, wirkt aber bei Hitze auch kühlend, sodass Ingwergetränke im Sommer wie im Winter beliebt sind. Ingwer wirkt auch äußerlich. Ingwerwickel beispielsweise können zur Durchblutungsförderung auf Brust, Bauch, Nieren oder um die Gelenke gelegt werden. Dazu wird meist ein Sud aus getrocknetem Pulver oder frisch geriebenem Ingwer gekocht und ein Tuch damit getränkt, welches dann auf die betreffende Stelle aufgelegt und anschließend mit trockenen Tüchern abgedeckt wird. Auch wohlige Ingwerbäder fördern die Durchblutung und sind wohltuend an kalten Tagen und zur Vorbeugung bei den ersten Anzeichen von Erkältungen geeignet. Hierfür wird ebenfalls aus einem Stückchen Ingwer (einige Zentimeter mit Wasser, wie für einen Tee) ein Sud gekocht, der dann zum Badewasser gegeben wird. Oder Sie pressen einfach etwas Saft aus der Ingwerwurzel (beispielsweise mit der Knoblauchpresse) und geben diesen frisch ins Badewasser.

Qualität Wenn Sie Ingwer kaufen, achten Sie auf Bioqualität und Frische. Trockene und alte Ingwerrhizome haben weniger Kneipp-Journal 11/2018

Wirkkraft. Eine gute Qualität erkennen Sie an einem glatten, glänzenden Äußeren, dann ist das Innere noch saftig und kaum faserig. Je länger die Lagerung, umso faseriger und trockener wird das Rhizomstück. Lagern Sie die Ingwerwurzel, wie wir sie umgangssprachlich nennen, kühl und feucht. So hält sie sich für einige Wochen.

Je kleiner, umso besser Aber wie den Ingwer am besten verwenden? Der Klassiker sind Ingwer-Tee und mittlerweile – das haben wir den Engländern abgeschaut – das Ingwer-Cookie, das Plätzchen. Mehr von den wirkungsvollen Inhaltsstoffen aus dem Ingwer haben Sie allerdings, wenn Sie den Ingwer roh verspeisen. Er kann eine wunderbare Bereicherung in asiatisch inspirierten Salaten, kalten Getränken und sogar Süßspeisen sein. Oder würzen Sie gekochte Gerichte damit (s. auch S. 348), aber am besten erst zum Schluss. Je kleiner Sie die Wurzel verarbeiten, umso mehr holen Sie an Wirkstoffen heraus. Eine Ingwerreibe kann Hilfe leisten, aber auch eine feine Gemüsereibe oder eine stabile Knoblauchpresse können dabei gute Dienste tun. Da Ingwer gegen Viren und Bakterien wirkt, ist die Verwendung am einfachsten, wenn Sie feine Scheibchen abschneiden und diese in die Backentaschen stecken. So wirkt er hervorragend gegen aufkommende Erkältungskrankheiten wie Husten, Heiserkeit, Schnupfen und Halsweh und kann eventuell Schlimmeres verhindern. Übrigens: Verzichten Sie auf das Schälen beim Ingwer, denn direkt unter der Schale sollen hier – wie bei vielen anderen Wurzeln und Früchten auch – die meisten Inhaltsstoffe stecken. Groben Schmutz können Sie abwaschen und beschädigte Stellen mit dem Messer aboder rausschneiden. Bleibt mir nur noch, Ihnen gesunden Appetit und viel Spaß mit dem Ingwer zu wünschen! Dr. Christine Volm Gartenbauwissenschaftlerin, Autorin und Referentin an der Sebastian-Kneipp-Akademie

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Vorschau & Impressum Unser Thema im Dezember 2018:

Dezember 18

Winterträume

Ein Weihnachtsmarkt ohne heiße Maronen dürfte bei uns kaum zu finden sein. In unserer Dezember-Ausgabe beschäftigen wir uns – neben dem kulinarischen Erlebnis – auch mit dem gesundheitsförderlichen Potenzial der leckeren Esskastanien, zumal die Edelkastanie Baum des Jahres 2018 ist. Unsere Autorin Dr. Andrea Flemmer stellt geeignete Heilpflanzen vor, um Magen- und Darmproblemen auf natürliche Weise zu begegnen und Sie erfahren, was es mit dem positiven Effekt des Tagtraums auf sich hat. Freuen Sie sich auf das letzte Kneipp-Journal in diesem Jahr!

Impressum Titel Der Titel „Kneipp“ ist zu Gunsten der Kneipp-Werke Würzburg/Bad Wörishofen als eingetragene Marke geschützt Herausgeber Kneipp-Bund e. V., Bundesverband für Gesundheitsförderung und Prävention, Bad Wörishofen; vertreten durch den Präsidenten Klaus Holetschek, MdL Verlag Kneipp-Verlag GmbH, Adolf-Scholz-Allee 6–8, 86825 Bad Wörishofen; Postfach 1451, 86817 Bad Wörishofen; Tel. 0 82 47/ 30 02-212, Fax 0 82 47/30 02-199 E-Mail: info@kneippverlag.de Internet: www.kneippverlag.de eingetragen beim Amtsgericht Memmingen, HRB 5126 ISSN 1868-4270 Geschäftsführer Thomas Hilzensauer Christian Dannhart Redaktion Beate Seeßlen-Hurler V. i. S. d. P. Anzeigen Thomas Hilzensauer (verantwortlich)

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Kneipp-Journal November 2018  

Als Zeitschrift für gesundes Leben, Naturheilverfahren und Prävention hat sich das Kneipp-Journal zu einem wertvollen Ratgeber entwickelt. I...

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