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Januar 18 Februar 18


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Editorial und Inhalt

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127. Jahrgang 01-02/2018

Titelbild: © AlexD75_iStock.

Klaus Holetschek Präsident des Kneipp-Bundes

Miteinander ­– Füreinander Noch sind unsere guten Vorsätze vom Jahresanfang nicht vergessen. Und nicht wenige haben sich fest vorgenommen, mehr für die eigene Gesundheit zu tun: gesünder essen, mehr bewegen, usw. Bevor der Alltag wieder Raum greift und Ausreden wie z. B. Zeitmangel anbietet, sollten Sie die Angebote Ihres Kneipp-Vereins studieren und sich gleich da zum einen oder anderen Kurs anmelden. Die dortige Gemeinsamkeit motiviert und macht Spaß. Unser Jahresmotto für 2018 „Miteinander –Füreinander“ soll sich jedoch nicht nur auf gemeinsame Gesundheitskurse beschränken. Wir sind soziale Wesen, dafür hat unsere Autorin Birgit Meinhardt in dem Artikel S. 4 mehrere Beispiele aus der Wissenschaft angeführt. Und das Einbezogensein in der Gemeinschaft ist ein Teil der Lebensordnung und für die Gesundheit genauso wichtig, wie die anderen Elemente des Kneipp Gesundheitssystems. Seinen Platz finden und sich engagieren, gemeinsam etwas aufbauen und füreinander dazusein, das ist für viele unserer Kneipp-Mitglieder Alltag sowohl im Kneipp-Verein als auch in den Projekten des Kneipp-Bundes, wie z. B. Kneipp in der Pflege. Vielleicht trägt unser Jahresmotto aber auch dazu bei, noch mehr Mitglieder zu motivieren, sich an diesen Aufgaben der Kneipp-Bewegung zu beteiligen. Sebastian Kneipp war überzeugt davon: „Wer bemüht ist, sein eigenes Glück zu suchen, der ist auch den anderen gern behilflich dazu.“

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Allgemeines  |  Information  |  Kur / Erholung Editorial

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Sebastian-Kneipp-Akademie

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Kneipp-Journal

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Vorschau  |  Bildnachweis  |  Impressum

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Mehr Gesundheit durch Bildung Verbandsarbeit, Personalien, Nachrichten, Gesundheitspolitik, Programme

Gesundheit  |  Körper & Geist Nur Miteinander – Füreinander:

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Yoga für alle!

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Besser als Hauptsache, ich bin gesund Entspannt im Alltag 

Fit durch den Winter

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Das Anti-Stress-Programm für den Geist

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Gemeinsam statt einsam

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Natürliche Mittel, die das Immunsystem stärken Meditation ganz einfach INDIAN BALANCE®

Ernährung Füreinander kochen – miteinander essen Was gibt es schöneres, als gemeinsam am Tisch zu sitzen

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Lebensordnung

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or einer Weile wurde ich im Cafe Zeugin eines Gesprächs zwischen zwei jungen Frauen am Nebentisch, die sich voller Begeisterung gegenseitig ihre neuen Fitnessarmbänder zeigten. Damals wusste ich noch nicht, dass es sich dabei um „Fitnesstracker“ handelt, also elektronische Überwachungsgeräte, die gesundheitsrelevante Daten wie Energieumsatz, Herzschlagfrequenz und Schlafqualität aufzeichnen und mit dem Smartphone vernetzt sind. „Ich habe eine App, die mich morgens zwischen 5.30 und 6.00 Uhr weckt, und zwar genau dann, wenn ich in einer dafür optimalen leichten Schlafphase bin“, sagte die eine. Im weiteren Verlauf des Gesprächs, das vor lauter Begeisterung in einer Lautstärke ablief, dass ich es automatisch mithörte, ging es u.a. auch noch um ayurvedische Superfoods und andere Produkte, mit denen man die fehlenden Nährstoffe des Essens genau nach den individuellen Bedürfnissen gut ergänzen könne. Ich habe mich dann informiert: Vor allem in den USA ist das „Biohacking“ offenbar ein inzwischen verbreiteter Trend. Dabei geht es darum, sich selbst in allen Bereichen – also auch bei der eigenen Gesundheit – zu kontrollieren, alles richtig zu machen und sich dadurch immer mehr selbst zu optimieren. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile einen großen Markt mit Hilfsmitteln, Kursen und Ratgebern zur Selbstoptimierung, bei dem es um viel Geld geht. Die neuen Vorbilder sind Prominente, die sich vegan ernähren, täglich ihre Yoga-Übungen machen und – seit sie meditieren – wesentlich gelassener und leistungsfähiger geworden sind, und die dies auch öffentlichkeitswirksam vertreten. So weit, so gut. Sich gesundheitsförderlich zu verhalten, kann man nur unterstützen. Allerdings stellten sich mir in diesem Zusammenhang zwei Fragen: 1. Geht es bei dieser Art von Prävention nicht in erster Linie um einen neuen konsumfördernden Modetrend, mit dem sich gut verdienen lässt? 2. Wie tragfähig kann eine persönlich optimierte Gesundheit, die nicht in ökologischen und sozialen Zusammenhängen denkt, auf die Dauer sein? Krisen und

Scheitern sind beim „Biohacking“ nicht vorgesehen, beides kommt aber im Leben vor. Und dann sind wir bei der grundlegenden Frage:

Was hält eigentlich Menschen gesund? „Das Beste, was man gegen Krankheit tun kann, ist etwas für seine Gesundheit zu tun“, sagte Sebastian Kneipp. Auf dem Markt der Gesundheitsprävention wird – neben dem Trend zur Individualisierung – heute immer noch häufig der Fokus auf die Vermeidung von Risiken gelegt. Wenn ich Risiken vermeide, um nicht krank zu werden, dann bin ich mit meiner Aufmerksamkeit und meiner Energie bei dem, was ich vermeiden will, also

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Lebensordnung

Nur Miteinander – Füreinander: Besser als Hauptsache, ich bin gesund beim Negativen, beim Schädigenden. Wenn ich mich hingegen mit dem beschäftige, was meine Gesundheit fördert, was mir gut tut und mich stärkt, dann stärke ich damit zugleich meine Ressourcen und Selbstheilungskräfte. Wir kennen das aus eigener Erfahrung: Das, mit dem wir uns hauptsächlich beschäftigen, was wir in uns nähren, gewinnt Raum in uns und wächst. Die Art wie ich etwas betrachte, hat Auswirkungen auf mich und auch auf die Dinge selbst. Die Selbstheilungskräfte des Immunsystems – körperlich wie psychisch – werden gefördert oder geschwächt, Motivation und Zufriedenheit oder Frustration und Klagen können genährt werden. Das ist nicht nur beim Thema GesundKneipp-Journal 01-02/2018

heit so, sondern auch in anderen Lebensbereichen, in der Vereinsarbeit oder in Gesellschaft und Politik.

Für statt gegen: Perspektivenwechsel in der Gesundheitsprävention Der amerikanische Soziologe Aaron Antonovsky, der Begründer der Salutogenese hat als einer der ersten in den 1970er Jahren die Blickrichtung in den Sozialwissenschaften gewechselt. Anstatt Krankheiten und ihre Entstehungsbedingungen zu untersuchen, erforschte er Gründe für die Entstehung und Erhaltung von Gesundheit. Dabei interessierte ihn besonders, wie es Menschen gelingt, auch beim Vorliegen schwerwie-

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gender Stressoren ihre Gesundheit zu bewahren. Er beschrieb drei Grundvoraussetzungen, die Menschen brauchen, damit sie (z.T. trotz widriger Umstände) gesund bleiben und die in ihnen steckenden Potenziale entfalten können: 1. Das Gefühl, dass sie einigermaßen verstehen, was in ihnen und ihrer Lebenswelt abläuft (Verstehbarkeit). 2. Das Gefühl eigener Handhabbarkeit, d.h. man muss in der Lage sein, die Prozesse, die man verstanden hat, auch mit den zur Verfügung stehenden Mitteln beeinflussen zu können. 3. Das dritte Grundprinzip ist die Erfahrung von Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns und Erlebens. Dabei geht es um das Eingebettetsein in ein größeres Ganzes, das mich trägt, also um etwas die eigene Person Überschreitendes. Auch Viktor Frankl, der Begründer der Logotherapie, ging vor bereits fast 100 Jahren von der Frage aus, was Menschen (psychisch) gesund erhält, was sie trotz Krisen und Belastungen nicht zerbrechen, sondern letztlich sogar daran wachsen lässt. Für ihn war die Sinnhaftigkeit der am stärksten motivierende und gesundheitserhaltende Faktor überhaupt. Er hat beschrieben, dass Menschen langfristig zufriedener und damit auch gesünder und belastbarer sind, wenn sie sich den Aufgaben des Lebens stellen und sich für andere oder wichtige Anliegen der Gemeinschaft einsetzen. In diesem Tun für etwas erfahren sie Sinn und Glück, viel mehr als im permanenten Kreisen um die eigene Befindlichkeit, Gesundheit und die Suche nach dem persönlichen Glück. Selbsttranszendenz und Ganzbei-sich-selbst-Sein sind hier interessanterweise kein Widerspruch, weil in diesem Engagement wichtige eigene Werte verwirklicht werden. „Wer bemüht ist, sein eigenes Glück zu suchen, ist auch den anderen gerne behilflich dazu“, sagte bereits Sebastian Kneipp.

Sinnerfüllung als gesundheitsstiftender Faktor Auch aktuelle Studien zeigen: Je mehr Sinnerfüllung ein Mensch erfährt, desto gesünder ist er – sowohl in seelischer als


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Lebensordnung

auch in körperlicher Hinsicht. Der positive Einfluss einer hohen Sinnerfüllung auf die Gesundheit wirkt auf zwei Arten: Einerseits motiviert Sinn, d.h. Menschen sind eher bereit, sich gesundheitsförderlich zu verhalten, also Verantwortung für das eigene Wohlergehen zu übernehmen, wenn sie einen Sinn in ihrem Leben sehen. Und andererseits stärkt ein vorhandener Lebenssinn Menschen im Umgang mit belastenden Situationen und reduziert oder verhindert die negativen Folgen von belastenden, Stress auslösenden Faktoren (z. B. weniger belastendes Grübeln „Warum ich?“).

Was erfüllt Menschen mit Sinn? Die Innsbrucker Persönlichkeitspsychologin Tatjana Schnell hat im Rahmen der empirischen Sinnforschung in zahlreichen Studien belegt, aus welchen Quellen sich der Lebenssinn von Menschen speist, wann und wodurch sie ihr Leben als sinnvoll erfahren. Dabei beschreibt sie vier wesentlich sinngebende Merkmale: 1. Die Art und Weise, wie wir handeln, muss für uns selbst und vor allem auch für andere bedeutungsvoll, wichtig sein. 2. Wir brauchen zudem eine klare Orientierung, die uns zeigt, wohin die Reise im Leben gehen soll und wohin nicht. 3. Wichtig ist auch die Zugehörigkeit zu einem größeren Ganzen, und zwar sowohl als sinnstiftendes Wir-Gefühl in familiären und freundschaftlichen Beziehungen als auch als spirituelle Verbundenheit mit einer jenseitigen Wirklichkeit. 4. Außerdem muss unser Handeln in den verschiedenen Lebensbereichen als stimmig, also zueinander und zu unseren fundamentalen Lebenszielen und -werten passend erlebt werden. Interessanterweise geht es bei der Sinnerfüllung nicht in erster Linie um Wohlbefinden im Sinne von positiven Gefühlen, sondern es geht darum, das persönlich Richtige und Wertvolle zu tun, auch wenn sich das nicht immer angenehm anfühlt. Schnell hat in ihren Untersuchungen folgende zehn Faktoren als am

stärksten sinnstiftend identifiziert: Generativität, Fürsorge, Spiritualität, Harmonie, Entwicklung, soziales Engagement, bewusstes Erleben, Naturverbundenheit, Kreativität und Gemeinschaft. Alle diese Faktoren haben interessanterweise mit dem Thema „Miteinander und Füreinander“ zu tun. Man erfährt sein Leben als umso sinnvoller, je stärker man es in einen übergeordneten Zusammenhang einbetten kann, der die eigene Person überschreitet, und indem man Verantwortung übernimmt. Die meisten Menschen übernehmen Verantwortung im Engagement für ihre Familie und erleben darin eine wichtige Quelle für Sinn. Sie wissen, dass die Generationen aufeinander angewiesen sind und handeln aus Fürsorge füreinander und miteinander. Dadurch schaffen sie etwas von bleibendem Wert und geben das eigene Wissen und die eigene Erfahrung weiter. Das gilt natürlich nicht nur innerhalb der eigenen Familie, sondern auch darüber hinaus, z.B. beim Ehrenamt. Ehrenamtlich tätige Menschen engagieren sich freiwillig in Aufgaben, die sie als sinnvoll und nützlich für sich und andere

ansehen. Diese Aufgaben entsprechen außerdem ihren persönlichen Wertvorstellungen und Interessen.

Sinnerfüllung und Ehrenamt Untersuchungen zeigen, dass gerade die Arbeit am sinnvollsten erlebt wird, die nicht mit Geld vergolten wird. Warum ist das so? Bei ehrenamtlichen Tätigkeiten sind mehrere Merkmale wirksam: Die Aktivitäten... • sind zielorientiert, die Aufgabe steht im Zentrum • haben eine hohe Bedeutsamkeit • werden gewählt entsprechend der persönlichen Werte, Interessen, Fähigkeiten und Zeitmöglichkeiten • finden meist in Gemeinschaft statt, wodurch das Gefühl der Zugehörigkeit gefördert wird. Ein Beispiel aus einer amerikanischen Studie belegt, dass ehrenamtliche Tätigkeit Sinn stiften und Gesundheit fördern kann: Kriegsveteranen mit posttraumatischer Belastungsstörung erlebten durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit einen Zu-

SKA-Seminar-Tipp

Spiritualität und Gesundheit Sebastian Kneipp war als katholischer Pfarrer im christlichen Glauben tief verwurzelt und schöpfte daraus Kraft und Motivation für seine Arbeit und sein Leben. Seine „Lebens- und Seelenordnung“ als notwendiges und grundlegendes Element für Gesundheit basiert auf dieser spirituellen Ausrichtung. Natürlich bedeutet Spiritualität als Quelle für Gesundheit in der heutigen Zeit inhaltlich nicht mehr das Gleiche wie für einen katholischen Pfarrer des 19. Jahrhunderts. Die Notwendigkeit im umfassenden Sinn und als Motivation für Prävention bleibt aber auch für die heutige Zeit gültig. Termin: Leitung: Zeitumfang: Ort: Gebühr:

Fr, 06.04. – So, 08.04.2018 || Seminar-Nr. 218317 Birgit Meinhardt 16 Lerneinheiten Bad Wörishofen MG 160 €, NMG 195 € (reine Seminargebühr)

Die ausführliche Kursausschreibung finden Sie unter: www.kneippakademie.de in der Rubrik Lebensordnung & Entspannung Anmeldung: Tel. 08247 3002-132, E-Mail: ska@kneippbund.de oder online: www.kneippakademie.de

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wachs an Selbstwirksamkeit, Verantwortungsgefühl und, vor allem, Sinnerleben. Ein Patient beschrieb seine Erfahrung folgendermaßen: „Am Anfang sind wir in die Klinik gekommen, um als ‚behinderte Veteranen‘ behandelt zu werden. Wir merken aber immer mehr, mit jedem Projekt, das wir uns überlegen und umsetzen, dass wir da draußen wirklich etwas bedeuten. Du siehst es in den Gesichtern der Leute, denen wir helfen, vor allem bei den Kindern“ (Southwick, Schnell). Auch in Krankenhäusern bei uns gibt es die Erfahrung, dass Patienten, die andere unterstützen, selbst schneller gesund werden. Sich für die Gemeinschaft einsetzen macht also nicht nur Arbeit und kostet Kraft und Zeit, sondern fördert auch das eigene Wohlbefinden – und man profitiert bis ins hohe Alter davon. Eine Metastudie mit weltweit erhobenen Daten von mehr als 50 000 Versuchspersonen zeigt sogar, dass ehrenamtlich Tätige bis zu sechs Jahre länger leben als andere (Schnell).

Warum tun wir etwas für andere? Viele Forscher sind heute überzeugt: Mitgefühl und Kooperation gehören zur Grundausstattung des Menschen, Helfen ist uns sozusagen in die Wiege gelegt. Ein Team des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig fand zum Beispiel heraus: Schon 18 Monate alte Kinder unterbrechen spontan ihr Spiel, um zu helfen. Sie heben heruntergefallene Stifte auf, zeigen auf einen gesuchten Gegenstand oder schieben Hindernisse aus dem Weg. Seit der britische Sozialphilosoph Herbert Spencer im 19. Jh. das Schlagwort vom „Überleben des Stärkeren“ in die Welt setzte, glauben viele, dass es der reine Egoismus ist, der die Welt regiert und das Verhalten bestimmt. Aber schon Darwin hatte erkannt, dass kooperative Gemeinschaften erfolgreicher waren und mehr Nachkommen hatten als Gruppen, bei denen jeder auf seinen eigenen Vorteil bedacht war. In solchen Gemeinschaften teilen Menschen ihre Ressourcen miteinander, sie handeln verantwortlich und sorgen dafür, dass keiner übervorteilt Kneipp-Journal 01-02/2018

wird. Neurobiologen wie z.B. Gerald Hüther haben darauf hingewiesen, dass Menschen sogar auf biologischer Ebene auf Mitgefühl angelegt sind. Wir haben die angeborene Fähigkeit, die Gefühle anderer zu erkennen, und zwar spontan und automatisch. Neuropsychologisch betrachtet heißt das auch: Gefühle sind ansteckend. Dazu hat uns die Natur mit sogenannten Spiegelneuronen ausgestattet. Wenn wir wahrnehmen, dass ein anders Lebewesen leidet, werden in unserem Gefühl die gleichen Nervenzellen aktiv wie im Gehirn des Leidenden. Sehen wir jemanden, der sich freut, feuern auch in unserem Gehirn die Neuronen, die bei Freude aktiv sind. Diese Fähigkeit ist eine Voraussetzung dafür, dass wir erkennen, wenn andere unserer Hilfe bedürfen. Das Wissen um das Mitgefühl als genetisch angelegte Fähigkeit im Menschen allein reicht allerdings nicht aus. Wissen muss unter die Haut gehen, erlebt werden, uns berühren, ein Gefühl auslösen, das Gefühl der Verbundenheit. Wer in dieser Weise erfahren hat, dass er als einzelner „Teil eines größeren Ganzen“ ist, wird diese Erfahrung dann auch zur Grundlage seines künftigen Handelns machen. Das Gefühl der Verbundenheit haben kleine Kinder automatisch, sie können es aber verlieren, wenn sie in einer Beziehungskultur aufwachsen, die in erster Linie vom Konkurrenzdenken geprägt ist, wo man belohnt wird, wenn man sich an anderen bereichert oder auf Kosten anderer (oder der natürlichen Ressourcen) lebt. Umso wichtiger ist es, Verbundenheitsund damit Sinnerfahrungen erzieherisch zu kultivieren, was z. B. in den vielen „vom Kneipp-Bund e. V. anerkannten Kitas“ praktiziert wird. Das eher auf die eigene Person bezogene, individualistische Verständnis von Gesundheit muss gerade in unserer Zeit immer mehr durch den sozialen Aspekt der Verbundenheit ergänzt werden. Und zwar nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch im Miteinander und Füreinander. Birgit Meinhardt Religionspädagogin FH, Psychotherapeutin, Referentin an der Sebastian-Kneipp-Akademie

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Vorschau & Impressum

Unser Thema im März 2018:

Impressum

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Der Titel „Kneipp“ ist zu Gunsten der Kneipp-Werke Würzburg/Bad Wörishofen als eingetragene Marke geschützt Herausgeber Kneipp-Bund e. V., Bundesverband für Gesundheitsförderung und Prävention, Bad Wörishofen; vertreten durch den Präsidenten Klaus Holetschek, MdL Verlag Kneipp-Verlag GmbH, Adolf-Scholz-Allee 6–8, 86825 Bad Wörishofen; Postfach 1451, 86817 Bad Wörishofen; Tel. 0 82 47/ 30 02-212, Fax 0 82 47/30 02-199 E-Mail: Kneippverlag@t-online.de Internet: www.kneippverlag.de: eingetragen beim Amtsgericht Memmingen, HRB 5126 ISSN 1868-4270 Geschäftsführerin Annette Kersting Redaktion Beate Seeßlen-Hurler V. i. S. d. P. Anzeigen Annette Kersting (verantwortlich) Anzeigenverkauf Verlagsbüro ID GmbH & Co. KG Irmgard Ditgens (Ltg.), Tel. 05 11/ 61 65 95-0, Susanne Sinß, 0511/616595-35 Ines Walter, Tel. 0511/616595-25 Fax 05 11/ 61 65 95-55, E-Mail: service@verlagsbuero-id.de Für den Inhalt der Anzeigen zeichnen die Inserenten verantwortlich Vertriebsabteilung Christa Weidner Tel. 0 82 47/ 30 02-112 Bezugsbedingungen Jahresabonnement

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Bildnachweis Seiten 4 und 5: DAK-Gesundheit Seite 4: Thomas Max Müller_pixelio Seiten 8 – 11: Katrin Niekerke Seiten 12 – 16: Joachim Scharenberg Seiten 18 und 19: Christine Volm Seite 19 unten und Seiten 20 und 21: Maximilian Ludwig Seiten 22 und 23: Christian de May Seiten 26 bis 28: Kneipp-Bund e. V. Seiten 35 bis 37: LVBM Seiten 38: DAK-Gesundheit

Kneipp® ist eine eingetragene Marke der Kneipp-Werke Würzburg.

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