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Dezember 13


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Editorial und Inhalt

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122. Jahrgang 12/2013

Titelbild: fotolia weseetheworld

Marion Caspers-Merk Präsidentin des Kneipp-Bundes

Dankbar und motiviert Auch wenn die Weihnachtszeit für viele Menschen kaum Zeit zur Besinnung lässt – nehmen wir sie uns, um auf ein ereignisreiches Jahr zurückzublicken. Auf der wichtigsten Veranstaltung des Verbandes, der Bundesversammlung, wurde durch Neuwahlen und der Festlegung neuer Strukturen der Kurs für die Arbeit der nächsten Jahre gesteckt. Ein wichtiger Schritt war auch die Gründung der Kneipp-Gesundheitsstiftung, die uns die Möglichkeit gibt, generationsübergreifend das Erbe Sebastian Kneipps zu sichern. Ich möchte Sie an dieser Stelle auch wieder bitten, unsere Stiftung weiter nach Kräften zu unterstützen (s. S. 415). Weiter ist es uns gelungen, einen Aufnahme-Antrag für das Kneipp-Naturheilverfahren zum immateriellen UNESCO Weltkulturerbe stellen zu können. Und in vielen Kneipp-Vereinen wurde das jährliche Kneipp-Bund Motto mit phantasievollen Veranstaltungen zum Sebastian-Kneipp-Tag in großem Rahmen publik gemacht und unterstützt. Workshop und Berliner Kongress boten Foren für Austausch und Weiterentwicklung des Präventionsgedankens. Und nicht zuletzt wurde auch eine neue Bundesregierung gewählt und wir werden unsere Erfahrung und Kompetenz anbieten, damit die Prävention einen wichtigeren und besseren Stellenwert erhält. Gemeinsam haben wir viel erreicht und gemeinsam, Führungsgremien und Basis, können wir stolz und dankbar sein. Das Wichtigste aber, es wird uns motivieren, unsere Arbeit genauso engagiert weiterzuführen. Ich freue mich auf ein neues Jahr mit Ihnen für Kneipp und ich wünsche Ihnen erholsame, gesunde Weihnachtsfeiertage.

Allgemeines  |  Information  |  Kur / Erholung Editorial

395

Sebastian-Kneipp-Akademie

416

Kneipp-Journal

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Kneipp aktuell

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Vorschau  |  Bildnachweis  |  Impressum

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Mehr Gesundheit durch Bildung Verbandsarbeit, Personalien, Nachrichten, Gesundheitspolitik, Programme

Gesundheit  |  Körper & Geist Gesund mit Kneipp

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Herausforderung für die Haut

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Gut gewappnet

402

Saunabaden im Winter 

404

Das Schlittschuhlaufen als winterliche Bewegungskur

406

Interview 

409

Sonnenvitamin für starke Knochen

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Kneipp-Gesundheitsstiftung

415

Stressfrei durch die Weihnachtszeit

418

Gesamt-Inhaltsverzeichnis 2013

422

Tipps für die Erkältungszeit Eiskalter Winterspaß erfordert Pflege Die richtige Ernährung für ein schlagkräftiges Immunsystem Heiß-kaltes Vergnügen

Aus den Kneippblättern Januar 1914 an Prof. Dr. Ulrike Ungerer-Röhrich Vitamin D

Gesundheitsoffensive für die Naturheilkunde Sebastian Kneipps Hilfe zur Selbsthilfe durch Yoga

Ernährung Weihnachtliches Festmenü Kneipp-Journal 12/2013

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MAGAZIN

Bodenständig statt abgehoben

KNEIPP

aktuell

Täglich werden mehr als 140 Tonnen Lebensmittel mit dem Flugzeug nach Deutschland transportiert. Ihr Anteil am Lebensmittelangebot beträgt zwar weniger als ein Prozent. Doch bei einem Flugtransport entstehen pro Kilogramm Lebensmittel bis zu 220mal mehr klimaschädliche Emissionen als bei einem Schiffstransport. Typische Luftfrachtgüter sind frische und leicht verderbliche Lebensmittel, wie eine im Auftrag der Verbraucherzentralen erstellte Studie zeigt. „An erster Stelle der Flugimporte steht Fisch aus Afrika, gefolgt von Gemüse wie Spargel aus Peru oder Bohnen aus Kenia“, erläutert Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern. Auch exotische Obstsorten wie Mangos oder Ananas aus Afrika gelangen häufig per Luftfracht nach Europa. Wie ein Lebensmittel transportiert wurde, erfährt der Verbraucher beim Kauf in der Regel nicht. „Wer beim Einkauf den Klimaschutz berücksichtigen will, sollte der Saison entsprechende, regional erzeugte Lebensmittel bevorzugen“, empfiehlt Andrea Danitschek. Alle Infos zur Studie und ein Saisonkalender für Obst und Gemüse sind auch online zu finden unter www.verbraucherzentralebayern.de

Neuer Mobilitäts-Ratgeber

...mit praktischen Tipps für den Alltag. Aus einer aktuellen Umfrage der Zeitschrift »Senioren Ratgeber« geht hervor, dass ältere Menschen umweltbewusster handeln als der Durchschnitt der Bevölkerung. im Bereich Konsum und Energie sind bereits viele Informationen auch auf Ältere zugeschnitten. Beim Thema Mobilität herrscht noch Nachholbedarf. Diese Lücke schließt der VCD jetzt gemeinsam mit seinen Projektpartnern, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und dem Deutschem Mieterbund (DMB). Unter dem Titel »Mobil bleiben – Tipps für eine klimaschonende Mobilität in jedem Alter« bietet eine 39-seitige Broschüre gut verständliche Informationen und praktische Ratschläge für den mobilen Alltag der Generation 60+. Die Broschüre erhalten Interessierte kostenfrei bei einer der zahlreichen bundesweit durchgeführten Veranstaltungen des Projekts »Klimaverträglich mobil 60+«. Informationen dazu

unter http://60plus.vcd.org/ veranstaltungen.html Alternativ kann sie gegen eine Versandkostenpauschale in Höhe von 2,55 Euro per E-Mail an mobil60plus@vcd.org mit dem Betreff „Broschüre 60+“ oder telefonisch unter 030/28 03 51-282 bestellt werden.

Schlaganfall kann jeden treffen / Zunehmend mehr jüngere Betroffene Schwedische Wissenschaftler haben für den Zeitraum 1987 bis 2010 sämtliche 391.081 Schlaganfälle ausgewertet, die in dieser Zeit im Königreich aufgetreten sind. Dabei haben sie die Patienten in drei Altersgruppen unterteilt. In der soeben veröffentlichten Studie ermittelten sie für die 18- bis 44-jährigen einen kontinuierlichen Anstieg der Schlaganfallhäufigkeit um 1,3% pro Jahr für Männer und 1,6% für Frauen. In beiden älteren Gruppen dagegen sank die Schlaganfallhäufigkeit. Diesen Rückgang bei den älteren Menschen erklären die Autoren mit einem sinkenden Zigarettenkonsum und einer besseren Kontrolle von Risikofaktoren, vor allem Bluthochdruck. Als Ursache der besorgniserregenden Zunahme bei jüngeren Menschen werden Übergewicht und Bewegungsmangel vermutet. Diese Annahmen

könnten aufgrund vergleichbarer Lebensverhältnisse auch für Deutschland gelten. Gesundheit-adhoc

Christbäume mit Öko-Siegel Die meisten Weihnachtsbäume werden auf Plantagen unter Einsatz von Dünger und Pestiziden gezüchtet. Dadurch sollen sie besser und gleichmäßiger wachsen. Um der Umwelt diese zusätzlichen Belastungen zu ersparen, empfiehlt die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. Bäume aus regionaler, ökologischer Produktion zu kaufen. Der Verein empfiehlt, beim Kauf von Bäumen auf Demeter-, Bioland-, Neuland- und FSC-Siegel zu achten. Diese wachsen in Wäldern, in denen keine Düngemittel und Pestizide eingesetzt werden und in denen keine Kahlschläge stattfinden. Wer keine Bäume mit entsprechenden Siegeln findet, kann sich in nahegelegenen Forstbetrieben umsehen und den Baum vielleicht sogar selber schlagen. Listen mit Verkaufsstellen von Weihnachtsbäumen aus ökologischer Waldwirtschaft sind auf den Webseiten der verschiedenen Verbände und bei der Umweltorganisation Robin Wood zu finden. Mehr Informationen zum ökofairen Konsum gibt es auf www.oeko-fair.de Kneipp-Journal 12/2013


Gesundheitsförderung

Gesund mit Kneipp Der Herbst ist fast vorbei,

der Winter steht vor der Tür und das nächste Frühjahr lässt sich schon erahnen. Mit anderen Worten: Es ist wieder Erkältungszeit.

E Schneetreten – eine Kneipp-Anwendung mit hohem Spaßfaktor. Kneipp-Journal 12/2013

inen Erwachsenen erwischt es dann in der Regel ein- bis zweimal jedes Jahr, Kinder sogar noch öfter. In den dann meist vollen Wartezimmern der Ärzte sitzen in dieser Zeit mehrheitlich Patienten mit einer Erkältung und nicht selten hört man auch den versteckten Vorwurf: „Jetzt habe ich mich doch extra gegen Grippe impfen lassen und bin trotzdem erkältet.“ Dass dem so ist, lässt

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sich leicht damit erklären, dass Grippe und Erkältung zwei grundsätzlich verschiedene Erkrankungen sind. Zwar sind bei beiden die Symptome (im Wesentlichen Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Heiserkeit und evtl. auch Fieber) und die durch sie ausgelösten Beschwerden ähnlich, bei der Grippe meist deutlich ausgeprägter als bei einer bloßen Erkältung. Bei beiden handelt es sich auch um Virus-Infektionen, jedoch sind die jeweils auslösenden Viren grundverschieden. Während für die echte Grippe (auch Virusgrippe oder Influenza genannt) nur drei verschiedene Arten von Viren, nämlich der Influenza-A, -B oder C-Virus auslösend sind, kommen als Verursacher einer Erkältung (der Mediziner spricht von einem „grippalen Infekt“) mehr als 200 verschiedene Virenarten in Betracht, die


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Gesundheitsförderung

darüber hinaus noch eine Vielzahl von variablen Kombinationen und Verbindungen miteinander eingehen können. So gesehen ist es daher ein Leichtes, gegen die nur drei Influenza-Viren ein geeignetes Serum für die Grippeschutzimpfung zu entwickeln, was aber gegen die vielen Erkältungs-Viren mit ihren unüberschaubaren Kombinationsmöglichkeiten nicht möglich ist. Die Grippeschutzimpfung kann somit auch keine Wirkung gegen eine Erkältung entfalten.

Erkältung oder Grippe? Dessen ungeachtet sollte der Rat des Hausarztes, sich einer Grippeschutzimpfung zu unterziehen, in bestimmten Fällen ernst genommen und beachtet werden. Das gilt insbesondere für alle durch andere Umstände oder Erkrankungen ohnehin schon geschwächten Personen, Kinder oder ältere und nicht mehr so widerstandsfähige Menschen. Bei ihnen kann eine echte Grippe unter Umständen gravierende Folgen haben und durchaus auch zu einer lebensbedrohenden Erkrankung werden. Gegen eine Grippe hat die Schutzimpfung für den genannten Personenkreis also schon ih-

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Befindlichkeitsstörungen? – Einfach wegkneippen! Band 2: Erkältungen Jakob Lang Der Autor versucht „gut begehbare Kneipp-Wege“ aufzuzeigen, mit deren Hilfe über die Selbsthilfe Erkältungen erfolgreich bekämpft werden können. Best.-Nr. A2275

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ren Sinn, nicht aber gegen eine Erkältung. Gegen sie hat weder unsere Schulmedizin noch die Pharmaindustrie ein Mittel an der Hand. Ihr ist es nämlich bis heute nicht gelungen, wirksame Mittel gegen die Vielzahl der Erkältungs-Viren mit ihren unendlichen Kombinationsmöglichkeiten zu entwickeln – und sie wird das auch künftig nicht können. Nicht umsonst heißt es daher auch im Volksmund: „Wer nichts macht, leidet an seiner Erkältung acht Tage, wer sich vom Arzt behandeln lässt, bei dem dauert es eine Woche.“ Und in der Tat: Der Arzt kann nur etwas gegen die Symptome der Erkältung verordnen, gegen die eine Erkältung auslösenden Viren ist er aber machtlos. Mit ihnen muss unser körpereigenes Abwehrsystem ganz allein fertig werden und ein ansonsten intaktes Immunsystem wird mit einer Erkältung auch problemlos fertig. Zu bedenken gilt es auch, dass die üblicherweise bei einer Erkältung vom Arzt verschriebenen Medikamente und schon gar nicht die selbst besorgten rezeptfreien Mittel keineswegs so harmlos sind, wie es zuweilen hingestellt wird, was allein schon die oft ellenlangen Beipackzettel zeigen. Bleibt also die Frage, ob und was wir selbst tun können, um einer Erkältung auszuweichen, sie zu verhindern oder ihr vorzubeugen. Die manchmal gehörte Empfehlung, man solle Kälte, Nässe, kalte Füße, Zugluft oder allgemeine Unterkühlung des Körpers vermeiden und könne damit einer Erkältung vorbeugen, kann so pauschal nicht stehen bleiben. Auch wenn der Wortklang es vermuten lassen könnte: Kälte allein kann eine Erkältung nicht auslösen. Verursacher einer Erkältung sind, wie oben schon ausgeführt, bestimmte Viren, die Erkältungsviren. Sie werden am häufigsten als sog. „Tröpfchen-Infektion“ über die Luft übertragen, wenn eine an einer Erkältung erkrankte Person durch Husten oder Niesen Erkältungs-Viren freisetzt und eine andere gesunde Person die Erreger mit der Atemluft aufnimmt. Daneben geschieht die Übertragung häufig auch durch direkten Kontakt zwischen einem Erkälteten und einem Gesunden oder in-

direkt durch Berühren von Gegenständen, die vorher ein Erkrankter berührt hatte, so z. B. Türgriffe oder Treppengeländer. Andererseits darf aber auch nicht außer Acht gelassen werden, dass widrige äußere Umstände wie Kälte, Nässe oder Zugluft die körpereigene Abwehr derart schwächen können, dass Erkältungs-Viren dann ein leichtes Spiel haben, sich durch Zellteilung weitgehend ungehindert und schnell im Körper zu vermehren, sodass diese Umstände dann letztlich indirekt doch ihren Beitrag zu einer Erkältung leisten können.

Kneipp hilft Die oben beispielhaft aufgeführten alltäglichen Begebenheiten zeigen schon, dass es eigentlich unmöglich ist, eine Infektion mit Erkältungs-Viren zu vermeiden oder dem irgendwie vorzubeugen. Aber wir haben ja zum Glück die Kneippsche Lehre mit den fünf Elementen. Damit sind uns Möglichkeiten an die Hand gegeben, einer Erkältung einfach, wirksam und vor allem nebenwirkungsfrei zu begegnen: 1. Mit einer vernünftigen Lebensweise lassen sich die körpereigenen Abwehrmechanismen soweit stärken, dass sie mit in den Körper eingedrungenen Erkältungs-Viren leichter fertig werden und dadurch die Erkältung schneller und milder und so für den Körper weniger belastend abläuft. Zu einer so verstandenen vernünftigen Lebensweise gehört u. a. die Einhaltung des naturgegebenen biologischen Rhythmus, Balance zwischen Anspannung und Entspannung, Arbeit und Erholung, weitgehende Vermeidung von Ärger und Stress, regelmäßiger und ausreichender Schlaf und nicht zuletzt eine positive Lebensgrundeinstellung, die immer hilfreich gegen jegliche Art von Befindlichkeitsstörung ist, zu der auch eine Erkältung zu rechnen ist. Viele medizinisch-wissenschaftliche Studien zeigen, dass derjenige, der in Lebensweise und Lebensgestaltung sorgsam mit sich und seinem Körper umgeht, in aller Regel mit Befindlichkeitsstörungen wie einer Erkältung Kneipp-Journal 12/2013


Gesundheitsförderung

leichter und schneller fertig wird, weil er über ein stärkeres und stabileres Immunsystem verfügt als ein anderer, der unvernünftig seine Lebensgestaltung auf die leichte Schulter nimmt. 2. Mit der von Sebastian Kneipp aufgestellten Forderung nach einer einfachen, natürlichen, ausgewogenen und vollwertigen Ernährung, also kurz einer „gesunden“ Ernährung, die das körpereigene Abwehrsystem mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt und damit stark macht, lässt sich eine Erkältung leichter überwinden. Dazu benötigt der Körper vor allem eine ausgeglichene Versorgung mit den Hauptenergieträgern Kohlehydrate, Eiweiß und Fett. Das Augenmerk wird dabei bewusst auf die ausgeglichene Versorgung mit Fett gelegt, weil wir heutzutage etwa 40 % anstatt nur höchstens 30 % der Gesamtenergie mit der Nahrung als Fett zu uns nehmen, andererseits aber feststeht, dass zu fettreiche Nahrung und daraus resultierendes Übergewicht dem Immunsystem unmittelbar schadet. Notwendig für ein gut funktionierendes Immunsystem ist daneben eine ausreichende Versorgung mit MineralKneipp-Journal 12/2013

stoffen, Spurenelementen und Vitaminen, wobei in Bezug auf Erkältungen das Vitamin C eine Sonderstellung einnimmt. Wenn aber täglich Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen, ist auch die notwendige Versorgung damit gesichert. Dennoch wird gelegentlich empfohlen, in Zeiten der Erkältungsgefahr zusätzlich Vitamin C in Form von Multivitaminpräparaten oder Ascorbinsäure zu sich zu nehmen. Einem ansonsten Gesunden kann dies jedoch deshalb nichts als Vorbeugung gegen eine Erkältung bringen, weil Vitamin C zu den wasserlöslichen Vitaminen gehört und es nicht über den aktuellen Bedarf hinaus im Körper gespeichert werden kann, sondern ein Zuviel davon ohnehin schnell wieder aus dem Körper ausgeschieden wird. 3. Auch in unserer bewegungsarmen Zeit gilt nach wie vor der Grundsatz, dass regelmäßige und möglichst tägliche Bewegung an der frischen Luft das Immunsystem im Kampf gegen Befindlichkeitsstörungen wie Erkältungen nachhaltig verbessert und stärkt. Am wirkungsvollsten für die Stärkung der körpereigenen Abwehrme-

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chanismen sind dabei die Ausdauersportarten Walken, Joggen, Radfahren und Schwimmen. Aber auch der NichtSportler kann schon sehr viel mit einem ausgedehnten täglichen Spaziergang für die Stabilisierung seines Immunsystems tun. Die Überwindung dazu lohnt sich! Vorsicht beim Sporttreiben ist andererseits aber schon beim Auftreten der ersten Symptome einer Erkältung geboten. Dann ist nicht Sport, sondern Ruhe angesagt. Bricht die Erkältung dann dennoch voll aus, ist jegliches Sporttreiben untersagt, weil das ohnehin schon auf Hochtouren gegen die Erkältung arbeitende Immunsystem durch sportliche Anstrengungen noch zusätzlich geschwächt würde, was zu einer gefährlichen Herzmuskelentzündung und damit einem bleibenden Schaden führen könnte. Auch nach Abklingen einer Erkältung sollte man sich noch mehrere Tage Ruhe gönnen und erst nach völliger Beschwerdefreiheit wieder mit dem Sport beginnen. 4. Hat man sich aber trotz allem eine Erkältung eingefangen, so kann man immer noch auf den Satz von Sebastian Kneipp bauen, dass „gegen jede


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Gesundheitsförderung

Krankheit ein Kraut gewachsen“ ist. So gibt es auch gegen Erkältungen und deren Begleitsymptome eine ganze Reihe von sehr wirksamen und vor allem nebenwirkungsfreien Heilkräutern und Heilkräuter-Mischungen zur Stärkung des Immunsystems, wie sie auch in den verschiedenen HeilkräuterBüchern nachzulesen sind. So empfiehlt beispielsweise die Dozentin für Heilkräuterkunde an der Sebastian-KneippAkademie, Apothekerin Barbara HauckStüber, in ihren Seminaren als StandardMischung mit wissenschaftlich gesicherter Wirkung: • Holunderblüten • Lindenblüten • Mädesüßblüten • Weidenrinde • Thymiankraut Diese Standard-Mischung ist erfahrungsgemäß gut geeignet, den schon am Anfang einer Erkältung auftretenden Störungen des Allgemeinbefindens entgegenzuwirken. Dem Schnupfen, dem lästigen „Laufen der Nase“, lässt sich mit der Inhalation von Kamille-Tee oder Thymian-Tee meist gut beikommen in Form von Linderung der Beschwerden, Freiwerden der Nase, Eindämmen des Fließschnupfens und nicht selten auch Verkürzung der Dauer des Schnupfens. Gegen Halsweh, Husten und Heiserkeit sind Teezube-

reitungen von Spitzwegerich, Eibisch und Königskerze sowie Thymian und Schlüsselblume empfehlenswert. Übrigens ist auch in den käuflichen Hustensäften in der Regel SpitzwegerichExtrakt enthalten. Als fiebersenkende Heilkräuter kommen bei einer Erkältung vor allem Holunder, Linde und Mädesüß in Betracht, wobei aber nicht außer Acht gelassen werden sollte, dass das Fieber ein ganz natürlicher und heilsamer Vorgang ist, der nicht vorschnell unterdrückt werden sollte, weil durch eine mäßige Erhöhung der Körpertemperatur auch die Tätigkeit der weißen Blutkörperchen als „körpereigene Gesundheitspolizei“ und zusätzliche Maßnahme im Kampf gegen die Viren angeregt wird. 5. Schließlich kann auch eine ganze Palette Kneippscher Wasseranwendungen einfach, zu Hause und ohne Kostenaufwand helfen, das Immunsystem gegen Erkältungen zu stärken und bei einer Erkältung die damit verbundenen Beschwerden zu lindern und abzukürzen. Als Abhärtungsmaßnahmen sind dabei insbesondere zu nennen das Wassertreten, die kalte Oberkörperwaschung, der kalte Brustguss oder die Sauna. Gleich im Anfangsstadium einer Erkältung sollte dieser mit dem temperaturansteigenden Fußbad, dem Wechselfußbad oder

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warmen Bädern mit Kräuterzusatz, insbesondere Thymian oder Fichtennadeln, entgegengewirkt werden. Besonders geeignet bei Erkältungen mit Schnupfen, Husten, Heiserkeit und Kopfschmerzen unter Beteiligung der Nasennebenhöhlen ist der heiße Kopfdampf. Es wurde schon darauf hingewiesen, dass eine nur mäßige Erhöhung der Körpertemperatur durchaus ihren Sinn hat und nicht vorschnell unterdrückt werden sollte. Doch bei Fieber ab 39 Grad aufwärts führt der kalte Wadenwickel oder der kalte Brustwickel schnell und zuverlässig wie schon zu Großmutters Zeiten zur Fiebersenkung und Linderung. Als Fazit bleibt somit festzustellen, dass es keinen sicheren Schutz vor Erkältungen gibt, dass auch Schulmedizin und Pharmaindustrie keine Mittel gegen die Erkältung als solche parat haben, sondern nur solche gegen die Symptome anbieten, die aber auf natürliche Art einfacher, billiger und vor allem ohne Nebenwirkungen mit Hilfe der Kneipp-Therapien zu haben sind. Jakob Lang Selbständiger Gesundheitsberater Kneipp-Gesundheitstrainer SKA Kursleiter für Heilpflanzenkunde SKA Stress-Präventionstrainer SKA Trainer für Betriebsgesundheit SKA

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KJ 12/2013

Kneipp-Journal 12/2013


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Vorschau & Impressum

Unser Thema im Januar/Februar 2014:

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Die Natur hilft

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Der Titel „Kneipp“ ist zu Gunsten der Kneipp-Werke Würzburg/Bad Wörishofen als eingetragene Marke geschützt Herausgeber Kneipp-Bund e. V., Bundesverband für Gesundheitsförderung und Prävention, Bad Wörishofen; vertreten durch die Präsidentin Marion Caspers-Merk Verlag Kneipp-Verlag GmbH, Adolf-Scholz-Allee 6–8, 86825 Bad Wörishofen; Postfach 1451, 86817 Bad Wörishofen; Tel. (0 82 47) 30 02-212, Fax 0 82 47/30 02-164 e-mail: Kneippverlag@t-online.de Internet: www.kneippverlag.de: eingetragen beim Amtsgericht Memmingen, HRB 5126 ISSN 1868-4270 Geschäftsführerin Annette Kersting Redaktion Beate Seeßlen-Hurler V. i. S. d. P. Anzeigen Annette Kersting (verantwortlich)

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Anzeigenverkauf Verlagsbüro ID GmbH & Co. KG Irmgard Ditgens (Ltg.), Tel. (05 11) 61 65 95-0, Stephanie Koch, Tel. (05 11) 61 65 95-40 Ines Walter, Tel. (05 11) 61 65-35 Fax (05 11) 61 65 95-55, e-mail: service@verlagsbuero-id.de Für den Inhalt der Anzeigen zeichnen die Inserenten verantwortlich Vertriebsabteilung Christa Weidner Tel. (0 82 47) 30 02-112 Bezugsbedingungen Jahresabonnement

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bei Versendung ins Ausland zuzgl. Porto Die Zeitschrift Kneipp-Journal (vormals KneippBLÄTTER) ist das offizielle Organ des KneippBundes e.V. Sie erscheint jährlich 10 x und wird allen Kneipp-Bund-Mitgliedern im Rahmen der Mitgliedschaft ohne besondere Bezugsgebühr geliefert. Der Verlag behält sich vor, Anzeigenaufträge wegen des Inhalts, der Herkunft oder der fachmännischen Form nach einheitlichen Grundsätzen des Verlages abzulehnen. Für per ISDN und auf anderen Datenträgern übermittelte Anzeigendaten übernimmt der Verlag keine Gewähr. Wiederverwendung des redaktionellen Inhalts nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlages gestattet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Der Inhalt der veröffentlichten Anzeigen muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Bildnachweis Seiten 396, 404, 418/419: AOK-Mediendienst Seiten 397, 399: www.bitterechtfreundlich.de, Seiten 397 unten, 406, 407: Kneippbund e. V. Seite 402: DAK-Gesundheit, Kneipp-Verlag GmbH Seite 410: Katrin Schindler / pixelio.de Seite 411: Rainer Sturm / pixelio.de Seite 412: Heinz Scholz, Seite 416: yellowi, fotolia, AG visuell, fotolia, Seite 417: ©oregonexploration, Robert Kneschke, fotolia Seite 429: LvBM Kneipp® ist eine eingetragene Marke der Kneipp-Werke Würzburg.

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gekennzeichnete Artikel

Druck ADV SCHODER, Augsburger Druck- und Verlagshaus GmbH, 86167 Augsburg Gestaltung, Satz und Lithos: ADV SCHODER, ADV Mediendienste, 86167 Augsburg Folgenden Ausgaben liegt regelmäßig ein Mittei­ lungsblatt der jeweiligen Kneipp-Vereine bei: Berlin, München, Bad Godesberg

erscheinen außerhalb

der Verantwortung der Redaktion.

Erscheinungsweise: 10 x jährlich Quartal 3/2013 Druckauflage: 98.407 Stück

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