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April 13


Bettina F., pixelio.de

Frühling in Bad Wörishofen 13.04. – 20.04.2013 13.04. – 18.04.2013 15.05. – 18.05.2013

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Editorial und Inhalt

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122. Jahrgang 04/2013 Titelbild: victoria p. - Fotolia.com

Marion Caspers-Merk Präsidentin des Kneipp-Bundes

Kneipp-Themen  zum Weltgesundheitstag Bluthochdruck wurde zum Thema des Weltgesundheitstages 2013 gewählt (siehe Seite 100), ein äußerst wichtiges Thema. Bluthochdruck wird von den Patienten zunächst kaum wahrgenommen und birgt doch tödliche Risiken wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. In Deutschland hat schon fast jeder zweite einen erhöhten Blutdruck. Neben der medikamentösen Behandlung werden zur Prävention regelmäßige körperliche Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin und ein aktiver Umgang mit Stress empfohlen. Auch, wenn es meistens nicht so benannt wird – für uns ist es deutlich - es ist die Gesundheitsförderung nach Kneipp, die wirksam gegen den Bluthochdruck angewandt werden kann. Einen interessanten Aspekt sah die Ärztezeitung in dem Ergebnis einer Blutdrucklangzeitmessung von Arbeitenden über fünf Jahre hinweg, demzufolge die Erwerbstätigkeit an sich ein blutdrucksteigernder Faktor ist. Ursächlich dürften unter anderem Stress, Bewegungsmangel und Kantinenkost oder Fastfood sein. Ein Grund mehr für uns, mit unserem Betrieblichen Gesundheitsmanagement nach Kneipp aufzuklären und umfassende Prävention anzubieten. Sebastian Kneipp hat uns ein geniales Präventionssystem hinterlassen, das wir gerne nutzen.

Allgemeines  |  Information  |  Kur / Erholung Editorial

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Sebastian-Kneipp-Akademie

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Kneipp-Journal

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Kneipp aktuell

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Vorschau  |  Bildnachweis  |  Impressum

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Mehr Gesundheit durch Bildung Verbandsarbeit, Personalien, Nachrichten, Gesundheitspolitik, Programme

Gesundheit  |  Körper & Geist Eine Rose darf stolz sein Die Rose gilt als königlich

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Was ist eigentlich Naturkosmetik?

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Saunaregeln 

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Neues wagen 

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Für zarte Männerhaut 

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25 Jahre Yogalehrer-Ausbildung 

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Seriöse Präparate?

...für trockene und allergische Haut

Mit verändertem Essverhalten zu Wohlfühlgewicht Bürstenmassage

Kinder & Jugend Interview mit Ingo Lenßen

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Wer schön sein will, muss leiden?

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Botschafter der Lotto-Jugendschutzkampagne Schwierigkeiten bei Piercings und Tätowierungen

Von der Forschung in die Praxis Hilft Massage bei chronischem Rückenschmerz? 118

Ernährung Domaˇca kuhinja

Slowenische Küche Kneipp-Journal 04/2013

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Rubrik

Weltgesundheitstag am 7. April

Der Weltgesundheitstag wurde 1948 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschlossen und findet jedes Jahr am 7. April statt. Das Datum geht zurück auf die Gründung der WHO am 7. April 1948. Die Verfassung der WHO statuiert, dass ihr Zweck darin liegt, allen Völkern zur Erreichung des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu verhelfen. Jedes Jahr soll am Aktionstag ein vorrangiges Gesundheitsproblem in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gerückt werden. Dabei geht es zunehmend um Themen, die bei der Entwicklung von nationalen Gesundheitssystemen helfen sollen. Dieses Jahr wird es um hohen Blutdruck gehen.

Mit Massage gegen Angst und Depression

KNEIPP rapie bei Depression und Angststörungen… PhysMed RehabKuror 2011;21:167-182) konnten die Deutschen bzw. Schweizer Forscher Sabine Baumgart, Prof. B. MüllerOerlinghausen und Prof. C.F.G. Schendera eindrucksvoll belegen, dass die Anwendung der Massagetherapie bei Depressionen und Angst sich als sinnvoll und effektiv erweist. Sowohl bei der Therapie von Depressionen als auch bei Angst und Ängstlichkeit wurde überwiegend ein „… signifikant besseres Ergebnis der Massagetherapie gegenüber den unterschiedlichen Vergleichsgruppen dokumentiert“, so die Studie. J.Rauch

Selbsttests kein Ersatz für korrekte ärztliche Diagnose

Tests zur Heimanwendung, darunter auch Tests auf Darmkrebs, Diabetes, Grippe, Blasenentzündung sowie Drogenkonsum. „Wenn es um die korrekte Diagnose von Krankheiten geht, können Selbsttests die ärztliche Untersuchung und Beratung nicht ersetzen", warnt Ärztekammerpräsident Dr. FranzJoseph Bartmann. Insbesondere ein für die Anwendung zu Hause bestimmter Test auf Darmkrebs ist aus Sicht der Ärztekammer gefährlich. „Selbsttests können trotz TÜV-Siegel und richtiger Anleitung durch fehlerhafte Anwendung falsche Ergebnisse ergeben", so Bartmann. „Dadurch werden Menschen entweder grundlos in Unruhe versetzt oder – was im Endeffekt viel schlimmere Folgen haben kann – sie wiegen sich in falscher Sicherheit." ADHOC

Notruf gilt europaweit

In einer erst kürzlich veröffentlichten wissenschaftlichen Studie (Baumgart S. et al. Wirkung der Massagethe-

Die Ärztekammer SchleswigHolstein hat sich kritisch zu Selbsttest-Produkten geäußert, die seit Februar in Apotheken verkauft werden. Dabei handelt es sich um

Die Deutschen verreisen gern, am liebsten in der Euro-

aktuell päischen Union. Doch setzen sie offensichtlich darauf, dass ihnen nichts passiert. Denn welche Notrufnummer sie bei Verdacht auf Schlaganfall oder in anderen Notfällen wählen müssen, wissen gerade einmal 22 Prozent. Es ist die 112, die in allen EU-Mitgliedsstaaten gilt. Bei einem plötzlichen Schlaganfall zählt jede Minute, um Leben zu retten oder bleibende Behinderungen zu vermeiden. Umso wichtiger ist es, im medizinischen Notfall schnell zu reagieren. In Deutschland würden 76 Prozent der Bürger im Notfall die 112 wählen. Doch mit ihrem Wissen um die europäische Notrufnummer landen die Deutschen unter den 27 EU-Mitgliedsstaaten lediglich auf Rang 20. Das ergab eine Umfrage der Europäischen Union (Eurobarometer). „Europa wächst zusammen, die Mobilität zwischen den Staaten nimmt zu. Deshalb ist die europaweite Notrufnummer 112 eine wichtige Errungenschaft", sagt Liz Mohn, Präsidentin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. „Doch was nützt diese Nummer, wenn die Menschen sie nicht kennen?" fragt sie und setzt sich mit ihrer Stiftung für mehr Aufklärung ein. ADHOC Kneipp-Journal 04/2013


Heilpflanze

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Die Rose gilt als königlich. Sie darf zu Recht stolz sein auf ihre weltweit anerkannte Schönheit und Symbolkraft, und sie darf stolz sein auf ihren

Rose

betörenden Duft und ihre

Qualitäten als Heilpflanze.

Eine

E

ine bestimmte Rosenart, die Rosa damascena – Damaszener-Rose, darf jetzt zwölf Monate lang den Titel „Heilpflanze des Jahres 2013“ tragen. Der Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus e. V. (NHV Theophrastus) mit Sitz in München, gab seine Wahl bereits am 5. Juni 2012 an die Presse wie folgt weiter: „Damaszener-Rose erobert den Heilpflanzenthron“.

Was lässt gerade diese Rose so herausragen? Der Verein begründet die Entscheidung u. a. so: „Eine Pflanze, die bereits seit der

Antike als Königin der Blumen bezeichnet wird, die Freude und Wohlbefinden verbreitet und in vielfältiger Weise lindert und heilt, verdient, für ihre charismatische Ausstrahlung gewürdigt zu werden.“ Die Damaszener-Rose ist besonders reich an ätherischem Öl, diesem Kneipp-Journal 04/2013

darf stolz sein


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Rubrik war und ist der Rosen-Anbau in Deutschland nie so erfolgreich wie in Bulgarien, Griechenland, Marokko oder der Türkei. Kein Wunder, dass deutsche Firmen ihre Vertragspartner in sonnenverwöhnten Ländern haben. Nicht zu unterschätzen sind auch die niedrigeren Löhne dort, denn die Damaszener-Rose muss von Hand geerntet werden.

Vorsichtige Behandlung

Wenn auch mit Dornen, so doch unverkennbar eine „Königin“.

Öl, das leicht flüchtig ist wie Äther und unser Riechzentrum reizt. Ihr Duft weckt in uns Erinnerungen an das „Morgenland“, an „Märchen aus 1001 Nacht“, an „Luxus und Liebe“ und dieser Duft lässt uns von überglücklichen Momenten träumen, in denen es rote Rosenblütenblätter regnen sollte. Die Damaszener-Rose duftet intensiver als andere Rosen und wurde aus ihrer Heimat Kleinasien wahrscheinlich schon zur Zeit der Kreuzzüge nach Europa gebracht. Im Vergleich zu unseren heimischen Wildrosen, die typisch für die Familie der Rosenblütler fünf Blütenblätter zeigen, sind die Blüten der DamaszenerRose üppig gefüllt, was uns im Rosenbeet besonders gefällt – ganz abgesehen von ihrem Duft. Der Erfolg als Gartenpflanze ist der Damaszener-Rose überall auf der Welt sicher.

Gute Erbanlagen Ein wirtschaftlicher Erfolg als Rosenöl-Lieferant ist natürlich vom Gehalt und der Zusammensetzung des ätherischen Öls und dem Anteil weiterer Inhaltsstoffe abhängig – u.a. Gerbstoffe. Seit der Antike wird mit Rosenöl erfolgreich gehandelt und behandelt. Und seit der Antike werden Rosen kultiviert, d. h. durch Züchtungen und Kreuzungen verschiedener Rosen-Arten und -Sorten haben die Menschen die besten Qualitäten der Rosen noch steigern können. Natürlich war nicht jede Kreuzung ein Erfolg. Besonders in der zweiten Folge-

Generation – d. h. bei den „Enkeln“ einer Rosen-Kreuzung – bestand immer die Chance, dass die neuen Qualitäten, z. B. der herrliche Duft, das üppige Aussehen oder die prächtige Blütenfarbe der „Großeltern“ wieder verloren gingen. Mit diesem Problem müssen Rosenzüchter bis heute leben, denn die Gesetzmäßigkeiten der Vererbung, die Herr Mendel so schön erklärt hat, gelten noch immer. Sobald es die Züchter schaffen, die Eigenschaften ihrer Kreuzungen in die 3.,4. und weitere Generationen zu übertragen, gelten die Qualitäten als gesichert. Alte Rosen mit einem hohen Gehalt an ätherischem Öl sind deshalb bis heute von beständigem wirtschaftlichen Nutzen. Neben Rosa x damascena, von der es sommerblühende und zweimalblühende Sorten gibt, wird auch die ebenfalls gefüllt blühende Rosa x centifolia, die hundertblättrige Rose, als „Arzneirose“ angebaut. Das „x“ im Namen bedeutet „Kreuzung“, wobei wir heute die genauen Verwandtschaftsverhältnisse dieser alten Rosen nicht genau wissen, sondern eher vermuten und weiter erforschen. Wahrscheinlich zählen die stark duftenden Rosa gallica, Rosa phoenicia und Rosa moschata zu den Vorfahren der Damaszener-Rosen.

Kultivierter Lebensraum Der Gehalt an ätherischem Öl in jedem Blütenblatt lässt sich steigern durch günstige Bodenverhältnisse und sonnige Klimabedingungen. Deshalb

Ätherische Öle sind bereits bei Raumtemperatur „flüchtig“, bei höheren Temperaturen „verduften“ sie umso schneller. Das ätherische Rosenöl befindet sich in den zarten Blütenblättern in speziellen Ölzellen, die bei Verletzung, z. B. durch Erntemaschinen, den Duft sofort freisetzen würden. Ein Preis von 26,- € für einen Milliliter ist üblich und entspricht durchaus dem Wert des kostbaren Öls. Hinter 1 kg Rosenöl verbergen sich, je nach Anbaubedingungen, 3000 bis 5000 kg Rosenblüten und 800 Stunden liebevolle Handarbeit bei der Ernte in den frühen Morgenstunden sowie eine „schonende“, relativ aufwändige Wasserdampfdestillation. Eines der größten Anbaugebiete liegt in Bulgarien. Im „Rosental“ liefert die „Bulgarische Ölrose“, die zu den sommerblühenden Damaszener-Rosen gehört, ca. 1500 kg Rosenöl/ Jahr. Haben Sie Lust, anhand der genannten Zahlen einmal die Erntestunden oder die Masse der Rosenblütenblätter auszurechnen? Eine unvorstellbar schöne Menge!

Herzliche Zuneigung Der Duft des Rosenöls wird im Allgemeinen als „weich“, blumig“, „typisch-rosig“ und „mit einer Honignote“ beschrieben und kann je nach Herkunft und Reinheit mehr oder weniger deutlich „süß“, „voll“, „schwer“, „berauschend“, „orientalisch“, „üppig“, „reif“, „betörend“, „elegant“ oder „frisch“ sein. Jeder Mensch fühlt sich von der stark harmonisierenden, beruhigenden, inspirierenden bis sinnlich-anregenden Wirkung unterschiedlich angesprochen und wird nicht alle Rosendüfte gleichermaßen lieben. Aber die Symbolkraft der Liebe, die von einer Rose ausgeKneipp-Journal 04/2013


Heilpflanze hen kann, wird wohl weltweit von jedem Menschen verstanden.

Bewundernswerte Üppigkeit Wer sich einmal in die Rosen verliebt hat, wird sowohl großzügige Rosengärten, z. B. das Rosarium im Kurpark Bad Wörishofens, als auch ein kleines Rosenbeet im eigenen Garten genießen – nicht selten bis in ein sehr hohes Alter. Konrad Adenauer (1876 – 1967), Bundeskanzler und Hobbygärtner, war ein Rosenliebhaber und meinte, er kenne keine Blume, „die so dankbar ist, die bei guter Pflege, vom frühen Sommer bis spät und tief in den Herbst hinein uns immer wieder neue Blüten schenkt.“ Und er war und ist mit dieser Ansicht sicher nicht alleine. Wir bestaunen unzählige prächtige Züchtungen in allen Farben für die Gärten in der ganzen Welt. Sie tragen gerne die Namen berühmter Rosenliebhaber und anderer Persönlichkeiten. Wir sind beeindruckt von den gehaltvollsten Ro-

sensorten als „Großlieferanten“ des kostbaren Rosenöls und des feinen Rosenwassers als Nebenprodukt der Destillation. Wir lieben Parfums mit dem Rosenduft als Herznote und ein wohliges Vollbad. Schon drei Tropfen reines ätherisches Rosenöl und ein Schuss Sahne schmeicheln der Haut und lassen die Seele baumeln. Diesen Effekt können Sie leicht mit Kerzenschein und schwimmenden Rosenblütenblättern noch vertiefen. Selbstverständlich sind mit Pestiziden belastete Rosenblüten aus dem Blumenhandel dafür nicht geeignet, sondern getrocknete Blüten in Apothekenqualität oder „ungespritzte“ Blüten aus dem eigenen Garten zu empfehlen.

Was haben einfache Rosen zu bieten? Die „wilden“, „ungefüllten“, „hundsgemeinen“ Rosen brauchen den Vergleich mit der Heilpflanze des Jahres 2013 nicht zu scheuen. Bei genauer Betrachtung sind

SKA-Seminar-Tipp Rosenblüte und Rosenblütler Die Rose hat Symbolkraft und Bedeutung, ihr ätherisches Öl ist kostbar und empfindlich. Diese faszinierende Pflanze mit ihrem feinen Duft genießen wir gerne im blühenden Rosengarten, wo geeignete Nachbarpflanzen die Wirkung der Rosen noch unterstreichen. In Kosmetikprodukten für die Frau und Aromatherapie für die Seele hat die Rose schon lange Zeit einen festen Platz. An diesem Wochenende wollen wir gemeinsam die Rose mit allen Sinnen genießen und eine Beziehung zu ihrer Pflanzenfamilie entwickeln. Die Rosenblütler sind Obstlieferanten und Heilpflanzen mit teilweise erstaunlichen Wirkungen – zum Verlieben schön, lecker und heilsam. Inhalte: • Die Wirkung der Rose im Garten • Der Wert des ätherischen Öls • Die Botschaft der Rose • Die botanischen Verwandtschaftsverhältnisse klären • Verschiedene Rosenblütler am Wegesrand erkennen • Die inneren Werte der Rosenblütler als Nahrung und Arznei entdecken • Eigene Rezepte und Erfahrungen austauschen Ort: Leitung: Termin: Gebühr:

Bad Wörishofen Barbara Hauck-Stüber Fr, 05.07. – So, 07.07.2013 (Seminar-Nr. 213610) MG 148 €, NMG 178 € (reine Seminargebühr)

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Kneipp-Journal 04/2013

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wir fasziniert von der Hundsrose, Rosa canina: Ihre Blüten sind von klarer Schönheit, ihr Duft ist zart und leise.

Doch musst in die Stille du und tief dich neigen. Denn ihres Duftes Sprache ist nur leise und wie aus tiefen Schlafes Traum gesprochen. Gedicht von Herman Claudius gefunden im Buch Koller-Müller „Duft-Welt"

Ihr Standort ist unsere Heimat und bietet einen schützenden Platz für Tiere. Ihre Früchte schmecken angenehm, enthalten sehr viel Vitamin C und begeistern ganzjährig die Liebhaber von Hagebuttenkonfitüre (aus der fleischigen Hülle) und „Kernles“-Tee (aus den getrockneten Nussfrüchten). Wissenschaftler bewerteten lange Zeit die Arzneiwirkung der lieblichen, leckeren Hagebutten als „nicht ausreichend belegt“, jedoch harmlos und „zur Geschmacksverbesserung von Teemischungen geeignet“. Die Entdeckung der zuverlässigen Wirkung einer bestimmten Unterart der Hundsrose hat die Wissenschaft überrascht. Die gepulverten Früchte von Rosa canina ssp. lito helfen einigen Arthritis-Patienten gegen Gelenkschmerzen und Unbeweglichkeit. Manche Frauen werden ebenfalls überrascht sein, wenn sie die Inhaltsstoffe ihrer Anti-Aging-Rosen-Natur-Kosmetik zum ersten Mal genau nachlesen. Diese Cremes duften nach Rosen, enthalten aber nicht nur, wie erwartet, das ätherische Rosenöl mit seiner hautberuhigenden Wirkung. Oft sind Hagebuttenextrakt oder das Hagebuttenkernöl wirksame Bestandteile. Und von den darin enthaltenen Vitaminen dürfen wir zu Recht einen bremsenden Effekt auf die Hautalterung annehmen. Neben der Verehrung von bedeutenden, herausragenden Damaszener-Rosen hat die Bewunderung unserer heimischen Wildrosen schon lange einen festen Platz in meinem Herzen. Barbara Hauck-Stüber


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