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Magazin für Männer – Katholische Männerbewegung

www.kmb.or.at

Ausgabe 2 | März 2016

Inititation. Schritte zum Erwachsenwerden. 5 Stilvoll. Fair produzierte Mode. 8 Dachverband. Kooperation der Männerarbeit. 18

weltblick

Bolivien. Schutz für misshandelte Kinder. 9–16

Foto: www.veer.com

Pilgern auf den Spuren des heiligen Martin Seite 6


Inhalt 6

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Glauben

3 Pilgern ab 40. Pilgerwanderung im Mai 4 Ostern geht weiter. „Halt mich nicht fest“ 5 Männlich glauben. Initiationen und Lebensübergänge 6 Neuer Pilgerweg. Dem heiligen Martin zu Ehren 24 Jägerstätter. Die heurige Wallfahrt

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Männerarbeit

18 Dachverband für Männer­arbeit. Die österreichischen Akteure schließen sich zusammen. 21 Männerkraft zur Firmung. Buben dürfen sich austoben.

Buntes

8 Faire Mode. Schönes mit gutem Gewissen tragen. 17 Buchtipps. Drei Lesevorschläge

Kolumnen 4 6 17 21

Gott bewegt X an Y Perspektiven Vorgestellt

Service

weltblick

9 Bolivien. Schutz für misshandelte Kinder 13 Toooor! Minisportplätze in Guatemala 14 Hoffnung. Ein Heim für Straßenkinder in Kolumbien

20 Panorama 22 Termine 23 Leserbriefe 24 Ausblick

Editorial Lieber Leser, liebe Leserin,

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kampf. Ich wünsche mir sehr, dass mit dieser Masche keine einzige Stimme gewonnen werden kann. Um zur inneren Ruhe zu kommen und Abstand zu gewinnen, ist Pilgern sicherlich eine sehr gute Idee. Wir haben unsere Hauptgeschichte einem neuen Pilgerweg im Burgenland gewidmet, verfasst hat sie Johann Artner. Zusätzlich finden sich noch einige Pilgertipps in diesem Heft. Auch die Politik kommt in dieser Ausgabe nicht zu kurz, aber nicht die Parteipolitik, sondern die Männerpolitik in Österreich, die mit einem neuen Dachverband bereichert wird. Literaturtipps und ein schöner Schwerpunkt über Straßenkinder in Bolivien runden das Oster-Männermagazin ab. Viel Spaß damit wünscht Ihnen Ihr Eberhard Siegl

Hurra, ein Jubiläum!

Die Sommerakademie der KMBÖ feiert heuer ihren 30. Geburtstag! Wir wer­ den in der nächsten Ausga­ be einen Rückblick auf die Anfänge dieses besonderen „Urlaubs mit Inhalt“ bringen. Dazu ein Aufruf an Sie, liebe Leser und Leserinnen: Wenn Sie Fotos aus der Anfangszeit haben, schicken Sie an uns! Wir haben viel damit vor … Die ­Fotos bitte per Mail an: ypsilon@kmb.or.at. PS: Heuer findet die Sommer­ akademie vom 12. bis 16.  Juli statt, mit dem Thema ­„Männerleben“. 

Fotos: Gossmann-Kirchenzeitung Martinus, EZA Fairer Handel, SEI SO FREI Salzburg

Eberhard Siegl. Chefredakteur von y

„Ich lehne ab, was Sie sagen, aber ich werde bis auf den Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen.“ Dieses Zitat – es wird oft irrtümlich Voltaire zugerechnet, entstammt jedoch seiner Biografin Evelyn Beatrice Hall – steht für Respekt, Diskussionskultur und nicht zuletzt für Demokratie. Insbesondere in Zeiten des Wahlkampfs drohen diese Werte unter die Räder zu kommen. In den USA sorgt zum Beispiel Donald Trump oft einfach nur für Entsetzen, zuletzt bezeichnete er Gegen­ demonstranten als „Müll“. Das politische Klima wird durch solche Äußerungen einfach nur vergiftet. Hysterie und Gekreische ist aber auch in Österreich ein zunehmend lauter werdender Grundton, nicht zuletzt in den anonymen InternetMeinungsforen über Flüchtlinge oder den Präsidentschaftswahl-


Grüß Gott Offenen und sehenden Auges

Pilgern ab 40 – Die zweite Halbzeit entscheidet Pilgerwanderung vom 22. bis 25. Mai 2016

Foto: shutterstock.com

Am 22. Mai startet um 9 Uhr in Mattsee eine besondere Pilger­ reise für Männer ab 40. Die An­ reise/Abreise ist von den Teilneh­ merInnen selbst zu organisieren. Das Programm: Am ersten Tag geht es von Mattsee nach Schlee­ dorf und Neumarkt (ca. 17 km), am zweiten Tag von Neumarkt über Sommerholz nach Mond­ see (ca. 18 km). Am dritten Tag wandern wir von Mondsee über Oberwang nach Innerschwand (ca. 17 km) und am letzten Tag von Innerschwand (Schifffahrt nach Plomberg) über St. Gil­ gen (Europakloster Gut Aich) und Falkenstein nach St. Wolf­ gang (ca. 14 km). Der Weg führt durch das Flachgauer Seengebiet, Mondsee- und Wolfgangseen­ land. Am Kolomannsberg, Kulm und Falkenstein gibt es kurze Steilstücke mit ca. 150 m Höhen­ differenz. Pilgerbegleiter ist Franz Muhr, über den Teilnehmerbe­ trag gibt die KMB Linz Auskunft. Anmeldung bitte bis 1. Mai bei

Reinhard Kaspar, die Kontaktda­ ten sind im Serviceteil auf Seite 23 ersichtlich. Die Struktur und der Rhyth­ mus eines Pilgertages sind: Ab 7.30 Uhr gibt es Frühstück, eine Stunde später ist der Abmarsch mit einem bewusst gestalteten Tagesanfang. Um ca. 12 Uhr ist die Mittagsrast, je nach Witte­ rung Picknick oder Gasthaus. Zwischen 17 und 18  Uhr wer­ den wir im Pilgerquartier ein­ treffen, hier findet auch ein be­ wusst gestalteter Tagesabschluss statt. Um 19  Uhr haben wir das Abendessen und einen gemütli­ chen Ausklang. Zwischendurch planen wir Rastpausen mit Ent­ spannungsübungen und spiritu­ elle Impulse mit Meditation und Liedern, je nach Bedarf und Ge­ legenheit. Ein- bis zweimal pro Tag wird ein Stück des Weges schweigend gegangen. Auf das gemeinsame Pilgern freuen sich Franz Muhr und die KMB! 

Pilgern, beten, singen, schweigen, Gemeinsamkeit erleben: Eine wunderbare Zeit im Salzburger Seenland erwartet Sie!

Ernest Theußl. Obmann der KMB Steiermark

Wir stehen wieder einmal mitten im Wahlkampf: „Millionen unnötig beim Fenster hinausgeschmissen!“, „Sollen die da oben machen und uns in Ruhe lassen!“, und überhaupt – „Wer braucht heute noch einen Bundespräsidenten?“ Dann dieses Unwort: Wahlkampf! „Wahlbewegung“ sollte es heißen, und nicht „Kampf“. Gut, wir bewegen uns auf eine Wahl zu. Hoffentlich offenen und sehenden Auges, mit gespitzten Ohren und klarem Verstand. Bewegung heißt, dass wir uns am 24. April auch zur Urne hin bewegen und ihr einen Zettel anvertrauen, der „unsere“ Stimme trägt, ein politischer Tonträger! Denn es ist tatsächlich eine gewichtige Stimme, mit der wir nicht nur einem Kandidaten oder einer Kandidatin signalisieren, dass wir sie /ihn als Bundespräsidenten haben möchten, sondern auch, dass es uns wichtig ist, überhaupt einen Bundespräsidenten zu haben und ihn noch dazu in freier Wahl bestimmen zu können. Das war nicht immer so und ist auch heute nicht überall so. Als die Volkswahl des Bundespräsidenten im Jahre 1929 eingeführt wurde, war unsere Republik gerade erst elf Jahre alt und die in ihr geübte Demokratie schon wieder fast am Ende. Tatsächlich gewählt wurde erst 22 Jahre später, im Jahre 1951, weil inzwischen andere geherrscht hatten, die von Demokratie nichts wissen wollten. Als der damalige Bundeskanzler das Parlament ausgeschaltet hatte und daran ging, die Parteien als politische Willensträger zu zerschlagen, schrieb Bundespräsident Wilhelm Miklas im Februar 1934 an ihn einen Brief. „Ich halte es“, schrieb er, „für meine Gewissenspflicht, Sie vor überspitzten Entscheidungen zu warnen. Im Herzen Europas, in Österreich, kann es nur friedliche Lösungen geben, soll nicht unabsehbares Unheil über uns und die Welt hereinbrechen.“ Ich erwarte mir vom nächsten Bundespräsidenten, dass ihm/ihr diese Gewissenspflicht als Hintergrund­ rauschen stets präsent bleibt. Ausgabe 2 | März 2016 3


Gott bewegt

Ezechiel gehörte zur ersten Gruppe der in die babylonische Gefangenschaft im Jahre 598 v. Chr. Verschleppten. Dort trat er im Alter von 30 Jahren als Prophet auf und wirkte 20 Jahre im babylonischen Exil. Als Spross einer Priesterfamilie war er für den angesehenen Dienst im Tempel vorgesehen. Doch Gottes Ruf macht ihn zum Propheten einer Wahrheit, die niemand hören will. Er muss einerseits die falschen Hoffnungen der Menschen korrigieren, andererseits die niedergeschlagenen Menschen trösten, ermutigen und ihnen helfen. Er war also nach modernem Denken so eine Art „Notfallseelsorger“. Als Kritiker der religiösen Zustände zeigt er, wie Israels Herrscher ihrem göttlichen Auftrag untreu wurden. Modern wirkt Ezechiel darin, dass er der Priesterkaste kritisierte und ihr das Hirten-Sein absprach. Er weist genauso das Volk darauf hin, dass es die Berufung zu einem gottgefälligen Leben vergaß. Ezechiel entwickelt auch die Religion weiter und reformiert sie. Er verkündet, dass die richtige Gottesverehrung nicht an einen ganz bestimmten Ort gebunden sei, sondern an das richtige Verhalten des Menschen, wo immer er sich auch aufhält. Den Schwerpunkt auf Gebote und Verbote verschiebt Ezechiel weg von den Vorschriften hin zu gelebter Mitmenschlichkeit: Schonung von Frauen, Elenden und Armen; dem Hungrigen Brot geben; die Nackten bekleiden. Weiter fordert er Fairness im Handel, Gerechtigkeit, Reue und Verzicht auf Zins. Im sozialen Bereich schafft er die Sippenhaftung ab. Jeder ist in erster Linie für sich verantwortlich. Ebenso warnt er vor Arroganz und Selbstzufriedenheit als Gefahr für die Gesellschaft und den Einzelnen. Die Gedanken Ezechiels können uns gerade heute als Anregungen für unser Handeln in aktuellen Herausforderungen dienen.

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„Der Notfallseelsorger von Babylon“ KR Mag. Erich Hitz. MilDekan i. R., Geistlicher Assistent der KMB St. Pölten

Noli me tangere – Halt mich nicht fest Der Christ in nachösterlicher Zeit Die Evangelien der „Sonntage in der Osterzeit“ – alle aus dem Johannesevangelium – führen uns weg vom Ostersonntag hin zu dem Tag, „an dem er in den Himmel aufgenommen wurde“. (Apg 1,2) Es ist nicht mehr die Zeit des Schauens, sondern jetzt ist die Zeit des Glaubens angebrochen. Gleich der erste Tag, der Oster­ sonntag, hat es in sich, am Mor­ gen wie am Abend. Da begegnet die weinende Maria aus Magdala am Friedhof einem Mann, von dem sie meint, es sei der Gärtner. Als er sie anspricht und sich da­ mit zu erkennen gibt, will sie ihn nicht mehr loslassen. Er soll jetzt ganz ihr gehören. Und am Abend „erscheint“ dieser Mann seinen ehemaligen Weggefährten, die ihre Türen verriegelten, weil sie Angst hatten. „Er“ hat sie gar nicht wahrgenommen, er war einfach da. „Ich bin da!“

Halt mich nicht fest!

Das uns so geläufige „Noli me tan­ gere – rühr mich nicht an!“ muss hier nach Auskunft der Fach­ leute mit „Halt mich nicht fest“ übersetzt werden. Und das mit gutem Grund. Eben erst ist dieser Jesus, den sie so gemartert und geschunden hatten, von Gott zu neuem Leben auferweckt worden, und schon wollen wir ihn wieder zurückhalten, einfangen, bean­ spruchen, kurzum festhalten. Er ist unterwegs zum Vater, deutet er an, um uns dort „Wohnungen“

zu bereiten, damit wir einst auch dort sein können, wo er heute schon ist. Ostern hört nicht am Abend des Ostersonntag auf, son­ dern ist ein Unterwegssein in eine lichtvolle Zukunft. An die Auf­ erstehung glauben heißt primär nicht, dass wir an irgendeinem historischen Faktum in der Nacht oder am Morgen des Ostertages festhalten, sondern dass wir uns hineingenommen wissen in ein Geschehen, das letztlich „beim Vater“ endet.

Verschlossene Türen

Die Szene wechselt zum Abend des Ostertages. Die Jünger ma­ chen die Türen dicht. Aus Angst! So, meinen sie, wären sie in Si­ cherheit. Bis heute wirkt diese Angst nach. Was haben wir nicht alles an amtskirchlichen Struk­ turen aufgebaut, damit ja alles gesichert und rechtens ist, was haben wir nicht alles an ­Dogmen erlassen, damit es ja keinen Zweifel geben kann am Bollwerk Wahrheit! Und wie vielen wird der Zutritt erschwert oder gar verun­ möglicht, aus Angst, es könnte ein Jota verlorengehen! Ostern aber findet nicht hin­ ter verschlossenen Türen statt, ­Ostern ist kein Kind der Angst, Ostern ist Offenheit, Durchläs­ sigkeit, Ostern ist Befreiung von dieser Angst. Ostern ist helle Zu­ kunft. Es gibt keine nachösterliche Zeit, nur eine österliche.  Ernest Theußl. Obmann der KMB Steiermark


Glauben Initiationen und Lebensübergänge Teil 3 unserer Reihe: Männlich glauben? „Wann ist ein Mann ein Mann?“ Vor mehr als dreißig Jahren hat Herbert Grönemeyer auf seinem Kultalbum „4630 Bochum“ diese wohl zeitlose Frage gestellt. Einer ganzen Generation ist der Text so geläufig geworden, dass kollektives Mitsingen bei öffent­ lichen Aufführungen, ob im Kon­ zert oder aus der Konserve, schier unvermeidbar ist. „Verletzlich“ reimt sich auf „uner­ setzlich“, „furchtbar stark“ auf „Herzinfarkt“ und „dünnes Haar“ auf „etwas sonderbar“. Bekennen­ de Grönemeyer-Verehrer mögen es verzeihen: „Männer“ beweist einmal mehr, wie erfolgreich Kli­ schees und Populärkultur zusam­ menpassen. Dass Grönemeyer sei­ nen Text in den Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts durch­ aus ernst gemeint hat, zeigen In­ terviews aus jener Zeit. Erst Jahre später begann er den Song „mehr als Realsatire“ zu interpretieren.

Geschlechtsreife als Anlass

Zumindest eines ist klar: Es reicht offensichtlich nicht aus, biologisch als Mann geboren zu werden. Initi­ ationen gehören daher zu den älte­ sten Riten unserer Kulturgeschich­

te. Auch wenn diese sich nicht auf Männer beschränken: Ein enger Zusammenhang zwischen männ­ licher Geschlechtsreife einerseits und kultisch-religiöser Integration andererseits ist offensichtlich. Ob Freimaurer oder Couleur-Student, ob mittelalterlicher Ritterschlag oder Mutproben bei Jugendgangs, ob Firmung oder Bar-Mizwa, das Vergangene wird bewusst zurück­ gelassen und das Neue muss mit einem klar festgelegten Ritual er­ rungen werden. Wobei in all diesen aufgezählten Beispielen der äußere Schein des Rituals ohne eine innere Umkehr – und dieses Wort sollten wir hier sehr ernst nehmen – letztlich kei­ ne „Einweihung“ darstellt. Um es mit Richard Rohr zu sagen: Es geht um „einen Durchbruch“ im „Zusammenbruch“. Das Wasser der Taufe – und hier sind wohl kaum die heute üblichen Säug­ lingstaufen gemeint – sei zwar nötig, um „den Weg zur spiritu­ ellen Reife anzutreten, […] doch ein Mensch kann nur im richtigen Meer schwimmen, wenn er in das zentrale Mysterium stürzt und darin untertaucht.“ Ohne eine un­ mittelbare Gotteserfahrung kön­ ne eine religiöse Initiation daher auch gar nie gelingen, ist Rohr überzeugt.

Fotos: www.shutterstock.com

Klarheit bei Lebensübergängen

Für den evangelischen Pfarrer Manfred Gerland sind es vor allem die Lebensübergänge, die mit ih­ rer Gemengenlage von Angst und Hoffnung, Unsicherheit und Neu­ gierde Männer für solche Erfah­ rungen besonders empfindsam machen. Die Herausforderungen dieser Umbruchszeiten öffnen Geist und Seele für das Transzen­ dente, das die eigenen Grenzen Überschreitende: Der junge Mann, der zum Erwachsenen wird, muss

dort Verantwortung übernehmen, wo er bisher Versorgung erfahren hat, „erwachsen“ und „erwachen“ sind nicht nur sprachlich eng bei­ einanderliegend. Die „Krise der Lebensmitte“ wie­ derum verlangt nach Reduktion dort, wo bisher Expansion gül­ tig war. Gerland spricht hier von der „Relativierung“ der eigenen Person. Im Älterwerden heißt es damit umgehen zu können, dass nicht mehr jeder Aufbruch mög­ lich und alle Kräfte noch vorhan­ den seien. Die letzte große Erfah­ rungschance ist das Einüben in ein gelassenes Sterben, in eine positive Annahme des Todes. Dass diese Gedanken vielfältige Fragen aufwerfen, ist klar: Wo ermöglichen unsere Kirchen Er­ fahrungen des „Durchbruchs“? Wie geben wir beispielsweise den gefirmten jungen Männern mehr Verantwortung, vor allem auch Orte des Gestaltens abseits domestizierter Frömmigkeit? Und wie geht – last but not least – auch der Arbeitgeber Kirche da­ mit um, dass Reduktion das Gebot der Lebensgestaltung der zweiten ­Lebenshälfte ist?  Hans Putzer. Der Autor ist Leiter des Bildungshauses Maria Trost/Graz.

Literaturtipps Richard Rohr Adams Wiederkehr: Initiation und Männerspiritualität. Claudius, 2013. Manfred Gerland Männlich glauben. Eine Herausforderung für den spirituellen Weg. Kreuzverlag, 2014.

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X an Ypsilon Alkohol ist überall akzeptiert und allgegenwärtig! Dipl.-Päd. Marianne

Mein Schwager ist normalerweise Schindlecker, MSc, Supervisorin, Coach kein Kostverächter, lebt gut und und Fastenleiterin gern, wenn es um Essen und auch www.mschindlecker.at Trinken geht – alles in allem ein Gegenmodell zum Asketen. Ins Wirtshaus zu gehen und zu sagen, man trinke das von gutmeinenden Bekannten bestellte Glas nicht, würde unterm Jahr zu wenig Verständnis führen. Wirt und Gastgeber bemühen sich nach Kräften, dem Verweigerer zumindest ein Glas unterzujubeln. In der Fastenzeit jedoch würde sich das laut meinem Schwager keiner trauen, denn das wäre so, als ob man jemand bei einer religiösen Vorgabe stören wollte. Er spüre die Wirkung des Alkoholverzichts, nicht nach zwei Tagen, aber doch nach einer Woche: der Kopf werde klarer, schon beim Aufstehen merke er das. Eine Stunde Schlaf brauche er weniger, Kreislauf und Leber würden es ihm danken, auch auf die Blutwerte nach Ostern könne er sich freuen. Ein weiterer Effekt ist nicht minder vorteilhaft: zwei bis drei Kilo weniger am Ende der Fastenzeit wären gut fürs Wohlgefühl. Wenn es um Suchtmittel geht, schlägt in Österreich der Alkohol alles. Laut einer repräsentativen Umfrage vom Marktforschungsinstitut GfK Austria nehmen 9 % der Bevölkerung vier Mal oder öfter pro Woche Alkohol zu sich. Österreich wird im EU-Vergleich nur von Litauen und Estland überholt. Oft sind es Männer mittleren und höheren Alters, die zu viel trinken. Die vierzig Tage der Fastenzeit sind eine gute Gelegenheit, den Lebensstil zu überdenken und etwas zu verändern. Für jemanden, der regelmäßig alkoholische Getränke genießt, stellen mehrere Wochen ohne Grünen Veltliner oder einem herzhaften Bier tatsächlich einen großen Verzicht dar. Wenn Sie jetzt bedauern, dass es für die ganze Fastenzeit heuer leider schon zu spät ist: für eine vierwöchige Gesundheitskur ist immer die richtige Zeit. Es braucht dazu eine klare Entscheidung, ein festes „Ich mache das!“.

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Pilgern auf den Spuren des heiligen Martin Rund 2.750 km sind es vom Geburtsort des heiligen Martin, Szombathely in Ungarn, bis zu seinem Begräbnisort Tours in Frankreich. Um diese beiden Orte miteinander zu verbinden, ist zur Zeit ein Martinusweg im Entstehen, der in Österreich durch die Diözesen Eisenstadt, Wien, St. Pölten und Linz führen wird. Das Jahr 2016 ist ein Jubiläums­ jahr für die Diözese Eisenstadt im doppelten Sinne. Zum einen erklärte Papst Franziskus dieses Jahr als außerordentliches Hei­ liges Jahr der Barmherzigkeit zu einem Jubeljahr und zum an­ deren gedenken wir in diesem Jahr ganz besonders dem heili­ gen Martin von Tours, der heuer seinen 1.700. Geburtstag feiern würde. Er hat barmherzig seinen Mantel mit dem frierenden Bett­ ler am Stadttor von Amiens in Frankreich geteilt. Sicherlich ist das Zusammenfallen dieser beiden Begebenheiten kein Zufall, vor allem, wenn man weiß, dass das Erzbistum Buenos Aires, dem Kardinal Jorge Bergoglio, der heutige Papst Franziskus, bis 2013 als Erzbischof vorstand, den heili­ gen Martin von Tours als seinen Diözesanpatron verehrt.

Krieger und Priester

Der heilige Martin wurde in Sa­ varia, dem heutigen Szombathe­ ly in Ungarn, geboren, er wuchs in Pavia in Italien auf und ver­ brachte dort auch seine Jugend. Zum Militär wurde er nach Mai­ land eingezogen und musste im Rahmen seines Soldatendienstes unter anderem in einer Schlacht bei Worms im heutigen Deutsch­ land dienen. Auch die legendäre Mantelteilung ereignete sich im Rahmen dieses Dienstes vor dem Stadttor der französischen Stadt Amiens. Mit den ersten Weihen auf dem Weg zum Priester versehen kehrte er nach Hause zurück, um seine Mutter hier zu taufen. Danach zog er sich bald als Einsiedler in die Nähe von Genua zurück. Schließ­ lich kam er wieder, vor allem auf Drängen des Volkes, nach Frank­

Pilger- und Kulturreise nach Siebenbürgen Das Ziel dieser Reise ist Csiksomlyo/ Schomelnberg, Siebenbürgens größter Wallfahrtsort, der durch den Pilgerweg Maria Ut mit Mariazell verbunden ist. Von Wien geht es mit dem Nachtzug nach Sibui/Hermannstadt. Für ein vielseitiges, achttägiges Kulturund Pilgerprogramm ist gesorgt. Die Reise ist eine einmalige Gelegenheit, Land und Leute kennenzulernen, durch die blumenreiche Täler und urigen Wälder zu wandern und die siebenbürgische Gastfreundschaft zu genießen. Wien – Hermannstadt – ­Schäßburg – ­Schomelnberg – Kronstadt – Wien, vom Mo., 16. bis Mi., 25. Mai 2016. ­ Information: Tel. 0650/400 19 68 (Anton Wintersteller), pilgern@sbg.at


Neuer Pilgerweg

Die neue Route Foto links: Bischof Ägidius Zsifkovics bei der Eröffnung des Pannonischen Martinusweges am 11. November 2015 in Eisenstadt mit Verantwortlichen für den Martinusweg aus Deutschland, Ungarn und Österreich. Foto rechts: Martinuspilger in Szombathely

reich, wo er dritter ­Bischof der Stadt Tours wurde. Auch als Bischof zog er in seiner ganzen Diözese umher und kam unter anderem nach Paris, Char­ tres und Viennes. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Martin auch auf einer solchen Reise starb. Mönche brachten den Leichnam dann auf der Loire nach Tours, wo er begraben ist.

Foto: Gossmann-Kirchenzeitung martinus, Anton Wintersteller

Neuer Pilgerweg

Was liegt also näher, als diesem Heiligen, diesem unermüdlichen Pilger durch Europa, mit einem Pilgerweg zu gedenken und zu ehren? Bereits 2005 hat der Euro­ parat die Strecke von seinem Ge­ burtsort Szombathely in Ungarn bis zu seinem Begräbnisort Tours in Frankreich zur Europäischen Kulturstraße – „via sancti ­martini“ – erklärt und in die Liste der Kul­ turwege aufgenommen. Mittler­ weile gibt es einen südlichen Mar­ tinusweg, welcher durch Ungarn, Slowenien, Italien und Frankreich führt. Auch in der Slowakei und Tschechien existieren regionale Wege. Nun ist auch eine Mittelrou­ te, die unter anderem durch Öster­ reich geführt wird, im Entstehen.

Viele Aktionen geplant

Der Martinusweg soll nicht nur ein Kultur- und Pilgerweg sein, son­ dern er soll auch ein „lebendiger“ Weg werden, auf dem sich Men­ schen begegnen und sich über den heiligen Martin austauschen bezie­ hungsweise im Sinne des Heiligen handeln. So plant das Katholische Bildungswerk in diesem Jahr Vor­ träge, Seminare und Filmvorfüh­ rungen zum Leben und Wirken des heiligen Martin. Gemeinsam mit dem Burgenländischen Volksbil­ dungswerk ist eine Ausbildung von Pilgerbegleiter/innen geplant. Die Katholische Männerbewegung wird (Nacht-)Wanderungen für Männer am Martinusweg anbieten, und die Katholische Frauenbewegung plant in den Dekanaten, die am Weg lie­ gen, frauenspezifische Angebote. Der Katholische Familienverband wird im Mai für Familien im Mit­ telburgenland eine eintägige Fahr­ radpilgerfahrt durchführen und die Katholische Jugend und Jungschar werden nach Ostern zu Fuß den Martinusweg im Burgenland ab­ gehen, wobei Jugendliche sich auf dem gesamten Weg oder nur etap­ penweise anschließen können. 

Der Wegverlauf des Hauptweges dieser ­Route führt von Szombathely in Ungarn bis zur ungarischen Martinskirche in Kophaza und von dort in die Diözese Eisenstadt und weiter nach Nieder­österreich, Wien, Oberösterreich, Deutschland und Luxemburg bis nach Tours in Frankreich. Um auch andere Martinskirchen mit diesem Hauptweg zu verbinden, ist gleichzeitig im Burgenland – mit dem Regionalmanagement Burgenland und dem Tourismusreferat der Landesregierung – das EU-Projekt eines regionalen „Pannonische Martinusweges“ geplant, der unter anderem vom Martinsdom in Bratislava im Norden über die Martinskirche in Szombathely bis zur südlichsten Martinskirche des Burgenlandes St. Martin an der Raab alle burgenländischen, dem heiligen Martin von Tours geweihten Kirchen mit dem Hauptweg verbinden soll. Wo es möglich ist, werden auch ehemalige Martinskirchen, wie etwa Mogersdorf, mit diesem regionalen Weg verbunden. Um die Belastung für die Natur zu vermeiden, wird bei der Wegführung auf bereits bestehende Rad- und Wanderwege zurückgegriffen. Erste Informationen, Karten und GPS-Tracks dazu können bereits auf der Homepage der Diözese Eisenstadt (www.martinus.at/wallfahrt/martinusweg) abgerufen werden.

Johann Artner. KMB Eisenstadt

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EZA

Fair trägt sich gut Das Modelabel Anukoo Fair Fashion verbindet solidarisches Wirtschaften mit ästhetischem Anspruch: Mode wird anders gedacht, produziert und getragen, damit sie echten Wert bekommt. Nicht nur das Kleidungsstück muss passen, sondern auch das Umfeld, in dem es entsteht. Schulungen vor Ort bauen. Far­ ben, Designs und Trends auf den europäischen Märkten müssen laufend in die Arbeit integriert werden. Dies gelingt durch inten­ sive Zusammenarbeit mit der EZA und ihren Partnerorganisationen.

Fotos: EZA Fairer Handel

Produziert werden dezent gemus­ terte Strickensembles, Kleider in Ajouroptik, Pullis, Jacken und Ac­ cessoires – die Auswahl ist vielfäl­ tig. Sie kommt von peruanischen und bolivianischen Partnerorga­ nisationen der EZA Fairer Handel GmbH. Mit ihnen pflegt das Fair Trade Unternehmen eine direkte und intensive Handelspartner­ schaft: „Die Herausforderung ist groß“, betont Christian Reichart, Beiratsvorsitzender der EZA und Generalsekretär der KMB, die gemeinsam mit SEI SO FREI zu 60 % Gesellschafter der EZA ist. „Die Bedürfnisse der Stricker und Strickerinnen müssen ebenso be­ rücksichtigt werden wie die hohen Ansprüche unserer Kundinnen.“ Die Stricker und Strickerinnen leben in zum Teil abgelegenen Dörfern des andinen Hochlandes, wo es kaum andere Möglichkeiten gibt, Einkommen zu erwirtschaf­ ten, oder sie arbeiten in kleinen Werkstätten in und um die Städte Lima und La Paz. In ihren Organi­ sationen finden sie sozialen wie wirtschaftlichen Rückhalt, und sie können auf faire Bezahlung sowie

T-Shirts aus indischer Bio-Baumwolle

Gabriel Kamudu, der Geschäfts­ führer von Craft Aid, einem sozial engagierten Betrieb in Mauritius, und Mrunal Lahankar, Mitarbei­ terin der Chetna Organic Farmers Association in Indien, besuchten im Frühjahr 2015 Europa. Sie ka­ men auch nach Wien in die An­ ukoo Fair Fashion Boutique in der Gumpendorfer Straße 28 im 6. Wiener Gemeindebezirk. Hier kann das T­Shirt aus indischer Bio­Baumwolle, das in Mauriti­ us geschneidert wurde, von den Kundinnen anprobiert und nach Hause mitgenommen werden. Im Jahr 1982 begann die Arbeit von Craft Aid auf Mauritius mit fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbei­ tern. Der Traum Kamudus war es, ein Unternehmen zu schaffen, wo

vielfach benachteiligte Menschen gerne arbeiten und nicht ausge­ beutet werden. Heute umfasst der Betrieb 225 Angestellte, davon 50 behinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neben einem regel­ mäßigen Einkommen unter spezi­ ell für den Textilsektor sehr guten und geregelten Arbeitsbedingun­ gen und ­zeiten haben die Ange­ stellten dort Zugang zu weiteren sozialen Leistungen. So kommt Craft Aid für jährliche Gesund­ heitschecks auf, beschäftigt einen eigenen Betriebsarzt mit wöchent­ licher Visite im Betrieb und zahlt einen Medikamentenbonus. Zusätzlich gibt es bei Craft Aid einen Sozialfonds, aus dem unter anderem Stipendien und Kredite, regelmäßige Fortbildungen und Schulungen, gewerkschaftliche Vertretung und einen Betriebsbus für den Weg in und von der Arbeit finanziert werden. Nicht zuletzt sind alle Angestellten mit 10 % am Gewinn beteiligt. Anukoo Fair Fashion ist die Mo­ demarke von EZA Fairer Han­ del und im gleichnamigen Shop in 1060 Wien, Gumpendorfer Straße  28, sowie in Weltläden – den Fachgeschäften für Fairen Handel – erhältlich. Luis Cordero. Der Autor ist Pressereferent der Katholischen Männerbewegung Österreichs.

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Kleid aus Bio-Baumwolljersey, hergestellt bei Craft Aid auf Mauritius

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Sarita Ramma arbeitet als Näherin bei Craft Aid auf Mauritius.


welt blick

Liebe heilt die Wunden

SEI SO FREI© für eine gerechte Welt

Wolfgang K. Heindl. SEI SO FREI Salzburg

Strahlende Kinderaugen. Glückliches Lachen. Umringt von Mädchen und Buben prasselt ein Feuerwerk lateinamerikanischer Herzlichkeit auf mich ein. Das Ankommen im Heim „Maria Jacinta“ ist wunderbar. Das Leid, das all diese Kinder in ihren jungen Jahren erfahren mussten, steht dieser ausgelassenen Fröhlichkeit diametral entgegen. Wie kann es sein, dass dreijährige Buben verprügelt werden, siebenjährige Mädchen missbraucht und Elfjährige vom Stiefvater schwanger sind? Quälende Fragen und unzureichende Antworten. Die Franziskanerin Sr. Clara Erlbacher hat beschlossen, sich ganz dieser Kinder anzunehmen. 23 Mädchen und zwei Buben betreut sie in dem von ihr eigens dafür gegründeten Haus. Oft vermitteln die Behörden die Kinder, manchmal klopft aber auch mitten in der Nacht ein Mädchen an die Tür. So wie letztes Jahr kurz vor Weihnachten: Obwohl im Heim kein Platz frei war, hat Sr. Clara das Mädchen aufgenommen. „Die anderen Mädchen haben mich darum gebeten. So konnten wir die weihnachtliche Herbergssuche gleich in die Praxis umsetzen.“ Diese verströmende Liebe, die Wunden heilen kann, gepaart mit dem Kampfgeist einer Löwenmutter zeichnet Sr. Clara aus. Und dieser Kampfgeist ist auch notwendig – etwa bei den Gerichtsverhandlungen, wenn die Peiniger der Mädchen angeklagt werden. Oder beim Einsatz für Schul- oder Ausbildungsplätze für die Kinder. Lesen Sie auf den nächsten Seiten mehr über die beeindruckende Arbeit von Sr. Clara und den ihr anvertrauten verwundeten Seelen. Wenn Sie die Kinder im Haus „Maria Jacinta“ unterstützen möchten, können Sie das gerne mit dem angehefteten Zahlschein tun.

Foto: SEI SO FREI Salzburg

Wolfgang K. Heindl

Die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung

Bolivien: Sr. Claras Kinderheim


Als Weltblick-Leserin bzw. -Leser ­wissen Sie, dass Sie drei bis vier Wochen nach Erscheinen unseres Magazins ein Spenden-Mailing bekommen. In diesen Aussendungen stellen wir Ihnen unsere Projekte in den Partnerländern Afrikas und Lateinamerikas näher vor und informieren Sie darüber, wie Sie helfen können. Mit Ihrer Spende für diese Projekte schaffen Sie gerechte Lebenschancen, damit die Menschen in Freiheit und Würde leben können. Wir freuen uns, dass Sie unseren Mailings Ihre Aufmerksamkeit ­schenken, und bedanken uns herzlich für Ihre Spenden!

Mag.a Birgit Schweinberger. SEI SO FREI Fundraising

Fotos: SEI SO FREI Salzburg

Liebe Spenderinnen und Spender!

Foto: SEI SO FREI

Danke!

Verwundete Seelen – ­ Hoffnung für missbrauchte Kinder Die Franziskanerin Sr. Clara Erlbacher bietet missbrauchten Mädchen Schutz und Hilfe. In ihrem Haus können verletzte Seelen wieder heilen. Hallein, Österreich. 1723.

Der Salzhandel ermöglicht Salz­ burgs Blütezeit. Das weiße Gold bringt Reichtum in die Stadt an der Salzach. Die Fürsterzbischöfe leben im barocken Luxus, die Menschen in Armut. Die Männer schuften in den Stollen, die Frauen in den Sudhäusern. Die Kinder sind auf den Halleiner Straßen. Ohne Schule und Bildung. There­ sia Zechner, eine junge Halleine­ rin, findet sich mit dieser Situation nicht ab. Sie tritt 1722 in den Or­ weltblick März 2016

den ein, nimmt den Ordensnamen Maria Hyazintha an und startet ein Hilfsprogramm für die Hallei­ ner Straßenmädchen. Ein Jahr spä­ ter, 1723, gründet sie einen neuen Orden: die Halleiner Schwestern, Franziskanerinnen, die sich be­ sonders der Ausbildung und dem Schutz von Mädchen annehmen.

Santa Cruz, Bolivien. 2016.

Im Viertel „Los Chacos“ am Stadt­ rand der Tieflandmetropole tragen Kinder stolz T-Shirts mit dem Bild

Die Mädchen aus Santa Cruz finden im Heim „Maria Jacinta“ eine neue Heimat. (Foto oben) „Die Kinder finden langsam wieder in ein geregeltes Leben, lernen den Alltag mit den unterschiedlichen Aufgaben im Heim und der Schule zu meistern“, so Sr. Clara. (Foto unten) Paulina mit Hase: Es ist Sr. Clara ein Herzensanliegen, dass die Kinder eine gute Ausbildung erhalten und so eine echte Chance auf eine gute Zukunft. (Foto rechts)

der Ordensgründerin. Die Mäd­ chen und Buben leben im Heim „Maria Jacinta“, gegründet von ei­ ner Nachfolgerin der Ordensstif­ terin: Sr. Clara Erlbacher, selbst gebürtig aus dem Bezirk Hallein, betreut hier 25 Kinder und Jugend­ liche. Alle teilen dasselbe leidvolle Schicksal: Sie wurden misshan­ delt, die meisten auch sexuell. So wie Ana*, die schon als Kind vom Stiefvater vergewaltigt wurde. Mit 11 wurde sie schwanger und kam Hilfe suchend zu Sr. Clara. Mit viel


Kinderheim

Zahlen und Fakten Bolivien

Zuneigung und Liebe hat sich Sr. Clara des jungen Mädchens ange­ nommen. Für das Baby, das sie als 12-jährige zur Welt brachte, hat Sr. Clara Adoptiveltern gefunden. Ana kann heute wieder lachen: Mit Unterstützung von Sr. Clara hat sie ihre Schulausbildung und sogar die Universität abgeschlos­ sen. Heute arbeitet sie glücklich als Lehrerin. SEI SO FREI ermöglicht die für die Mädchen und Buben so wichtige psychologische und sozialarbeite­

rische Betreuung. Die Albträume werden so weniger, die Ängste und ungerechtfertigten Schuldgefühle seltener und die Momente unbe­ kümmerter Kindheit häufiger. Seit der Gründung des Heims hat Sr. Clara rund 60 Kindern einen hoff­ nungsvollen Start in ein neues Le­ ben ermöglichen können.  Wolfgang K. Heindl

Bolivien ist noch ein klassisches Entwicklungsland, gehörte aber in den letzten Jahren zu den am stärksten wachsenden Volkswirtschaften Südamerikas. Trotz der wirtschaftlichen Entwicklung ist Bolivien das ärmste Land Südamerikas. 45 % der Bevölkerung verfügen über weniger als 2 Dollar am Tag. Die Wirtschaft ist abhängig von Rohstoffexporten, insbesondere Erdgas, Metallen und Mineralien. Es gibt große kulturelle Unterschiede im Land. Der offizielle Name lautet übersetzt „Plurinationaler Staat Bolivien“, wegen der vielen verschiedenen Ethnien. ­Bolivien hat eine Fläche von etwas mehr als 1 Million km2 mit nur 10 Millionen Einwohnern. Ein Drittel der Bevölkerung ist jünger als 14 Jahre. Die Regierung von Präsident Evo Morales bekämpft mit erheblichen Anstrengungen den Analphabetismus, der von 13,28 % in 2001 auf 3,59 % in 2014 gesenkt werden konnte. 2005 wurde ­Morales mit absoluter Mehrheit als erster Indigener zum Staatspräsidenten gewählt. Diesen Erfolg konnte er 9 Jahre später wieder­holen. Für heftige Kritik sorgte im August 2014 ein Gesetz zur Herabsetzung des Mindestalters für Kinderarbeit. – Ein Verstoß gegen internationale Abkommen zur Abschaffung der Kinderarbeit, und das, obwohl Morales selbst Kinder­ arbeiter war.

* Name geändert.

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weltblick M채rz 2016

Foto: SEI SO FREI Linz


Sportplätze Guatemala Fußball aus ­Leidenschaft Überall auf der Welt kennt man sie: die Leidenschaft Fußball. Jung und Alt fiebern jede Saison aufs Neue mit ihren Clubs mit oder jagen selbst dem Ball nach. In Europa blicken schon viele erwartungsvoll in Richtung Fußball-EM: Keine vier Monate mehr bis zum Anpfiff in Paris – bis es wieder kollektiv rund geht bei Public Viewing und Co! Und das vier Wochen lang. Euphorie pur!

„Chamusca“ ist das Zauberwort Viel einfacher – aber nicht weniger leidenschaftlich – erleben dank SEI SO FREI viele Kinder aus der rund 300 km² großen Gemeinde Joyabaj diesen Sport. Gemeinsam mit der Partnerorganisation ADICO wurden in den letzten zehn Jahren 13 Volksschulen errichtet, erweitert oder erneuert und Minisportplätze gebaut. Die Kinder erhielten dadurch Turnunterricht und einen Ort, um sich in den Pausen nach Herzenslust auszutoben. Chamuscas, rund 10-minütige Fußballpartien, begeistern Mädchen und Burschen gleichermaßen und geben ihnen die Chance, für einen Moment alles um sich herum zu vergessen und unbeschwert glücklich zu sein.

Auszeit vom bitteren Alltag Im harten Tagesablauf bleibt ihnen ­keine Zeit zum „Kind-Sein“. Die Infrastruktur in vielen Bergdörfern ist schlecht, es gibt weder Strom noch Fließwasser. Das Bisschen, das die Eltern als Tagelöhner verdienen oder rund um ihr Haus anpflanzen, reicht oft nur für eine Mahlzeit am Tag. Die Kinder müssen schon früh Verantwortung für Geschwister, im Haus und auf dem Feld übernehmen. Umso wichtiger sind die Minisportplätze für ihre Kinderseelen. In diesen Oasen können sie Kraft tanken. Derzeit entstehen zwei neue Volksschulen. Immer wieder schauen die Kinder auf der Baustelle vorbei. Sie zählen sehnsüchtig die Tage bis zum Großereignis: der Fertigstellung des Minisportplatzes!  Ruth Lummerstorfer

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WeltPolitik

weltblick März 2016

Wolfgang K. Heindl. SEI SO FREI Salzburg

Er hat das Leben von tausenden Kindern in Kolumbien verändert und ihnen eine neue Zukunft ermöglicht: Padre Gabriel Mejía, RomeroPreisträger des Jahres 2008. Er besuchte im November 2014 anlässlich der Fiesta Romero Wien. Mit dem Weltblick-Magazin sprach er über seine „Therapie der Liebe“ und die Zukunft Kolumbiens. Was ist die Bedeutung des RomeroPreises für Ihr Projekt mit Straßenkindern in Kolumbien? Mejía: Es ist nicht die Person, die mit dem Preis ausgezeichnet ist, sondern die Institution, die Ho­ gares Claret. Derzeit arbeiten rund 900 Mitarbeiter mit den Kindern. Die Auszeichnung ist eine große Motivation für uns alle. Ist Romero ein Vorbild für Sie?

Mejía: Die lateinamerikanische

Kirche hat eine vorrangige Op­ tion für die Armen formuliert und Romero hat sich dem ver­ schrieben. Er war mutig und prophetisch und hat sich den Machtstrukturen entgegenge­ setzt, das macht ihn bewun­ dernswert. Es hat lange gedauert, bis unsere Kirche das anerkannt hat. Jetzt ist er aber quasi der heilige Romero von Amerika. Mit dem Preis wird die Option für die Armen und Marginalisierten aus­ gezeichnet.

Sie behandelten bereits zehntausend Kinder und Jugendliche mit der „Therapie der Liebe“... Mejía: Jedes Land hat seine eige­ ne Geschichte und seine eigenen Schmerzen. Wir leben heute in einer ungleichen und verarmten Welt. Es ist ein Auftrag des Evan­ geliums, mit den Kindern und Jugendlichen von der Straße und

Foto: Luis Cordero

Die Terrorgruppe Boko Haram kämpft in Nigeria auch mit einem österreichischen Panzer. Im Internet mehren sich Fotos, die das österreichische Sturmgewehr StG AUG im Syrien-Krieg zeigen. Trotz Exportvorschriften tauchen Waffen regelmäßig in Kriegsgebieten auf. Andrew Feinstein, der Autor des Buches „Waffenhandel: Das globale Geschäft mit dem Tod“ findet klare Worte: Europa und die USA sind durch ihre Waffenexporte mitverantwortlich dafür, dass Millionen Menschen auf der Flucht sind. Europa hat Gaddafis Libyen mit enormen Mengen Waffen versorgt. Dann hat es die Rebellion gegen Gaddafi unterstützt, konnte aber mit den NATO-Bombern die zuvor aufgefüllten Waffenlager nicht rechtzeitig zerstören. Sie gelangten auf den Schwarzmarkt in Nordafrika und im Nahen Osten. Aber nicht nur die illegalen, auch die wichtigsten legalen Empfängerländer der Jahre 2010 bis 2014 liegen mit Indien, Pakistan, China, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien in den Krisenregionen der Welt. Die fünf großen Exporteure derselben Jahre, die sich zusammen rund Dreiviertel des Rüstungsgeschäfts aufteilen, sind: Die USA (43.876), Russland (37.383), China (7.612), Deutschland (7.387) und Frankreich (7.304) (Angaben in Millionen Dollar). Österreich hat in diesem Zeitraum Kriegsgerät im Wert von 157 Millionen Dollar exportiert. Waffenhandel geht auch mit Korruption Hand in Hand: Laut Feinstein ist er für 40 % der Korruption im gesamten Welthandel verantwortlich. Und macht auch vor Ländern wie Österreich oder Deutschland nicht halt. Übrigens: 1.747.000.000.000 Dollar (das sind 1,258 Billionen Euro) wurden 2013 (friedenserhaltend oder kriegsfördernd) weltweit für Soldaten, Waffen und Einsätze ausgegeben. Mit dieser Summe könnte man ebenso 59 Millionen Flüchtlinge für ein Jahr mit Unterkunft und Essen versorgen. Oder die weltweite Entwicklungshilfe beinahe verdreizehnfachen (sie betrug im Jahr 2013 134,8 Milliarden Dollar).

Foto: SSF Heindl

Welt der ­Waffenexporte

„Die Arbeit mit Straßenkindern ist ein Auftrag des Evangeliums.“

„Jedes Straßenkind ist eine Chance“, so Padre Gabriel.

aus Gefängnissen zu arbeiten. Derzeit gibt es 58 Heime, in de­ nen 4.500 Kinder leben, die davor keine Liebe erfahren haben. Kin­ dersoldaten zum Beispiel, die in einen Krieg gezwungen werden, der nichts mit ihnen zu tun hat. Die Therapie der Liebe adressiert die tiefsten Bedürfnisse eines je­ den Menschen. Liebe ist daher am wichtigsten im therapeutischen Prozess. Es handelt sich in Kolumbien um einen der ältesten Bürgerkriege. Wie kann SEI SO FREI hier helfen? Mejía: Das ist ein schrecklicher Krieg, er tobt in Kolumbien seit meiner Kindheit. Er passiert, weil die Liebe getötet wurde und jetzt Hoffnungslosigkeit herrscht. Über 60 Jahre Krieg, Flüsse von Blut, 6 Millionen Binnenflücht­ linge, die jetzt an den Stadträn­ dern in Armut leben. Wenn die Konflikte durch Ver­ handlungen gelöst werden, hof­ fentlich bis Mitte 2016, folgt die Postkonfliktphase – der Friede braucht seine Zeit, um zu wachsen. SEI SO FREI und die Mitglieder der KMB können helfen, schon durch Gebete. Aber es sind tau­ sende Kinder und Jugendliche in den Rehabilitationszentren. Da fehlt es an allem. Danke für eure Hilfe seit vielen Jahren!  Interview: Luis Cordero


Großes soziales Engagement für Kinder in Bolivien Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer überreichte das Pro­Caritate­ Verdienstzeichen des Landes Salzburg an Schwester Clara Erlbacher. Im vergangenen Sommer verlieh Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer den Orden des Landes Salzburg an Sr. Clara Erlbacher. Als Schwester Clara bekannt, ist die gebürtige Tennengaue­ rin Direktorin des Kinderheimes „Maria Jacinta“ in Bolivien (si­ ehe Seite 2 bis 3 in diesem Weltblick­Magazin), Verwalterin des Gesundheitszentrums, Kran­ kenschwester im Zentrum, La­ borantin, Apothekerin „und vor allem eine liebende Mutter für die 30 Kinder des Heimes“, betonte LH Haslauer bei der Ehrung im Chiemseehof.

„Schwester Clara ist eine Botschaf­ terin Salzburgs im besten Sinne des Wortes“ , so Haslauer weiter, „Ihr Einsatz im ärmsten Land Südamerikas gilt als Vorbild für soziales Engagement. Durch ihre Taten und ihr Werk hat sie den Namen Salzburg würdevoll und ehrenhaft im bolivianischen Ge­ dächtnis verankert.“ Sr. Clara, Projektpartnerin von SEI SO FREI, wurde 1942 in Abtenau geboren und absolvierte die Or­ densausbildung im Mutterhaus Emsburg sowie die Krankenpfle­ geschule im Landeskrankenhaus Salzburg. 1993 gründete sie ein Ju­

gendheim in Santa Cruz, 1997 das Kinderheim „Maria Jacinta“ und 2003 ein Gesundheitszentrum für die arme Bevölkerung am Stadt­ rand von Santa Cruz. Sr. Clara Erlbacher wurde 2006 vom Jugendamt Santa Cruz für Verdienste um Kinder und Ju­ gendliche ausgezeichnet, 2010 vom Gemeindeamt Santa Cruz für den sozialen Einsatz für Kin­ der und Jugendliche und 2011 von der Landesregierung Santa Cruz für den Einsatz um die Rehabili­ tation sozial gefährdeter Kinder und Jugendlicher. Wolfgang K. Heindl

„Goldene Bohne“ und ein SEI SO FREI-Grillfest gewinnen! Passend zum Jahresschwerpunkt 2015/16 „Globale Entwicklung verantwortlich leben“ wird heuer erstmals die „Goldene Bohne“ verliehen. Wir laden alle KMB­/SEI SO FREI­ Teams aus den Diözesen Linz und St. Pölten ein, mit einer ganz be­ sonderen Idee die Bedeutung und Wirksamkeit der SEI SO FREI­ Projekte zu präsentieren. Erobert mit einer Schuhputzaktion, einem Wuzzelturnier etc. zugunsten von SEI SO FREI die „Goldene Bohne“. Eurer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt! Eine von SEI SO FREI einberufene Jury bewertet alle ab 1. September 2015 durchgeführten und bis 17. Juni 2016 in der Diözese Linz eingereichten Aktionen nach meh­ reren Kriterien:

› Originalität der Idee › Vorbereitungs­ und Organisationsaufwand › Einbindung von anderen Gruppen, Vereinen, promi­ nenten Unterstützerinnen und Unterstützern etc. › Kreativität bei der Umsetzung › Berichterstattung in den Medien › Finanzergebnis Bitte legt auch aussagekräftige Fotos bei! Wer gewonnen hat, wird Anfang Juli 2016 auf www.seisofrei.at/linz veröffentlicht. Dem Siegerteam winkt neben der „Goldenen Bohne“

Sr. Clara (links) und LH Haslauer bei der Verleihung des Pro-CaritateVerdienstzeichens des Landes Salzburg

Globa Entwic le verant klung wortl leben ich Einreic h 17. Jun frist i 2016

ein SEI SO FREI­Grillfest im Sep­ tember 2016. Alle übrigen teilneh­ menden Teams werden mit EZA­ Kakaobohnen in veredelter Form belohnt.

Unsere Unterstützung

Kurzinformationen über SEI SO FREI­Projekte, Aktionsbeschrei­ bungen, Roll­ups, SEI SO FREI­ Folder etc. könnt ihr im SEI SO FREI­Büro der Diözese Linz bei Frau Christa Priller anfordern. Tel.: 0732/76 10­3463 oder via E­Mail: seisofrei@dioezese­linz.at Viel Spaß beim gemeinsamen Planen und Tun!


Postgebühr bar bezahlt Österreichische Post AG / Sponsoring.Post SEI SO FREI 3/2016 Zulassungsnummer: GZ 02Z033179 S

ProjektWelt

Beschreibt, was ihr vorhabt In den Anfangsjahren der Ent­ wicklungszusammenarbeit ab den 1950er­Jahren verwende­ ten viele Hilfswerke Fragebögen zur Beschreibung von Projekt­ vorhaben. Erstellt wurden die Fragebögen nicht selten von theorieüberquellenden Hirnen von Akademikern und Akademi­ kerinnen in den Geberländern. Jeder war bedauernswert, der diese Papierbomben entschärfen musste! Durch Direktkontakte mit den Projektpartnern vor Ort wurde selbst Schreibtisch­The­ oretikern allmählich klar, dass die Rahmenbedingungen für die einzelnen Projekte von Land zu Land und sogar innerhalb des Landes höchst unterschiedlich sind. Standardisierte Formulare waren also wenig hilfreich. Heute gibt es Handreichungen, die festlegen, was an Informati­ onen für eine Förderung zu lie­ fern sei. Und siehe da: Seitdem erreichen uns Anträge, deren Aufbau und Art des Inhalts ei­ nander auffallend gleichen. Ein neuer Geschäftszweig hatte sich

entwickelt: Projektanträge schrei­ ben als Erwerbsquelle. Die meist gut ausgebildeten Antragsteller wissen genau, was die Geldgeber hören wollten. Der Reihe nach die ganze Palette der Projekt­Mode­ wörter von A wie Autonomie über G wie Gender und N wie Nachhal­ tigkeit bis Z wie Zivilgesellschaft.

Ihre Ansprechpersonen in den Diözesen

Mag. Franz Hainzl. Referent für Projektarbeit KMB/SEI SO FREI Tirol

Für seriöse Hilfswerke ist Finanz­ hilfe nur Teil einer umfassende­ ren Kooperation. Sie ist Folge einer gemeinsamen Suche nach möglichst geeigneten Lösungen für ganz bestimmte Mangelsitu­ ationen. Bei der Konzeption eines Pro­ jektes sollten alle Beteiligten ihre Visionen, ihre Bedenken, ihre Er­ fahrungen bei Erfolgen und Miss­ erfolgen einbringen. In einen gu­ ten Dialog investierte Energie ist bestens investierte Energie! Pro­ jekte entwickeln manchmal über­ raschende Dynamiken. Projekt­ beschreibungen sollten ein klar sichtbares und überprüfbares Bild abgeben, aber auch Platz lassen für Unvorhersehbares und Neues.

RätselWelt

Diözese Feldkirch Mag. Markus Fröhlich bsin@kath-kirche-vorarlberg.at IBAN: AT23 2060 4000 0003 5600 BIC: SPFKAT28XXX Diözese Graz-Seckau Mag. Thomas Klamminger thomas.klamminger@graz-seckau.at IBAN: AT65 2081 5000 0095 4222 BIC: STSPAT2GXXX Diözese Innsbruck Adolf Stüger astueger@aon.at IBAN: AT10 3500 0000 0001 4100 BIC: RVSAAT2S Diözese Linz Dr. Franz Hehenberger Mag. Christina Lindorfer seisofrei@dioezese-linz.at IBAN: AT30 5400 0000 0069 1733 BIC: OBLAAT2L Erzdiözese Salzburg Mag. Wolfgang Heindl seisofrei@ka.kirchen.net IBAN: AT10 3500 0000 0001 4100 BIC: RVSAAT2S Diözese St. Pölten Michael Scholz m.scholz@kirche.at IBAN: AT30 5400 0000 0069 1733 BIC: OBLAAT2L Erzdiözese Wien Mag. Manuela Braun m.braun@edw.or.at IBAN: AT93 1919 0000 0025 1900 BIC: BSSWATWW Spenden auf die Konten von SEI SO FREI sind steuerlich absetzbar!

Beste Kakaobohnen und wertvolle Kakaobutter aus Lateinamerika treffen in MASCAO auf naturbelassenen Vollrohrzucker aus den Philippinen und/oder auf Rohrzucker aus Paraguay. Kleinbäuerinnen und -bauern sichern die hohe Qualität der biologischen Zutaten. In dieser Ausgabe können Sie ein „MASCAO Schokolade Geschenkspaket“ gewinnen. Wie heißt die Hauptstadt Boliviens? a) La Paz c) La Tierra b) La Guerra d) La Luna Senden Sie Ihre Antwort bis Freitag 22. April 2016 an: SEI SO FREI – KMB, Spiegelgasse 3/II, 1010 Wien E-Mail: presse@kmb.or.at Das letzte Mal haben gewonnen Ernestine Scheibl, Frankenburg Katrin Sippel, Wien Annelie Rameis, Marbach/Donau Wir gratulieren! weltblick September 2015

Impressum Katholische Männerbewegung Österreich, Spiegelgasse 3/II, 1010 Wien Verantwortlich: Mag. Christian Reichart, Generalsekretär Redaktion, Konzept: Mag. Luis Cordero, presse@kmb.or.at Chefredakteur: Eberhard Siegl Layout: Egger & Lerch, Wien, Martina Gangl-Wallisch Produktion: Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, www.np-druck.at Österreichische Post AG/ Sponsoring.Post – SEISOFREI 3/2016 Zeitungsnummer GZ 02Z033179 S Medieninhaber: Diözese Linz Rücksendeadresse: KMBÖ, Spiegelgasse 3/II, 1010 Wien


Buchtipps In der letzten Zeit sind drei Bücher zu einem besseren ­Verständnis der verschiedenen Religionen, zur Erweite­ rung des Herzens und mit hoffnungsvollem Blick in die Zukunft erschienen. Nehmen Sie sich die Zeit, reinzulesen! Wir haben auch 3 Exemplare des „Herzschrittmachers“ zum Verschenken – Senden Sie ein Mail an: ­ypsilon@ kmb.or.at, die ersten drei Einsendungen ­gewinnen! Die Weltreligionen im Schnelldurchlauf

Dr. Stefan Schlager. Die Weltreligionen. Ein Crash-Kurs. Verlag Topos plus, 220 Seiten, 13,30

Wer sich für die wichtigsten Ideen, Gedanken und Grundbegriffe jener Religionen interessiert, die bei uns am meisten bekannt sind, sollte zu diesem Buch greifen. Be-handelt werden Christentum, Judentum, Buddhismus und Islam. Auch Daoistisches bzw. davon „Angehauchtes“ wird erwähnt, weil der Gedanke der Harmonie (mit der großen Natur) eine breitere Beachtung, etwa im Wellnessbereich, findet. Stefan Schlager, Leiter der Theologischen Erwachsenenbildung in der Diözese Linz, beschäftigt sich seit vielen Jahren praktisch und theoretisch mit den „Weltreligionen“. Er ist auch Initiator und Organisator der Linzer Religionsgespräche.

Dem Herzen Beine machen Barmherzigkeit – Misericordia. Das heißt, ein Herz haben für die Menschen, denen es miserabel geht. Bereits von alters her fasst die Kirche diesen Auftrag in den sogenannten leiblichen Werken der Barmherzigkeit zusammen. Heute – in einer Zeit, in der es so viele Hilfsbedürftige wie nie zuvor gibt – müssen die Werke der Barmherzigkeit eine kraftvolle Probe bestehen. Georg Schärmer versucht eine Georg Schärmer. zeitgemäße Interpretation, bleibt aber nicht bei der Herzschrittmacher. Problembeschreibung und Mahnung stehen, sondern Wege der erzählt herzberührende und mutmachende Geschichten Barmherzigkeit. der Achtsamkeit und Zuwendung, der Großzügigkeit und Tyrolia-Verlag, Gemeinschaft. Der Autor war viele Jahre Mitarbeiter und Innsbruck-Wien Leiter mehrerer Sozial- und Bildungseinrichtungen. Seit 2016, 12,95 1998 ist er Direktor der Caritas der Diözese Innsbruck.

Von Mutigen für Mutige

Erwin Kräutler/ Josef Bruckmoser. Habt Mut! Jetzt die Welt und die Kirche verändern. 144 Seiten, 12,99

Tief beeindruckt von der Enzyklika „Laudato si“, in deren Vorfeld er Papst Franziskus auch seine persönlichen Wünsche und Anliegen vortragen durfte, fasst Erwin Kräutler seine lebenslangen Überzeugungen in 7 Schlagworten zusammen, die er auch als Aufrufe an seine Mitmenschen sieht. In seinem Plädoyer stützt sich Erwin Kräutler auf die Bibel, auf seine 50-jährige Erfahrung als Seelsorger und Bischof in Amazonien und auf Papst Franziskus. Es überrascht nicht, dass der Bischof vom Xingu und der Papst aus Buenos Aires in vielen Akzentsetzungen übereinstimmen. Am 27. April präsentiert Bischof Kräutler sein Buch in Salzburg (siehe Termine auf S. 22).

Perspektiven Im Streit verbunden Peter Herzog. Der Autor ist dipl. Lebens- und Sozialberater, Burschen- und Männerberater sowie Gewalt­berater in freier Praxis in Gmünd/NÖ.

Herr u. Frau W. erzählten mir, dass sie sich ständig streiten. Doch kaum sind sie für ein paar Tage getrennt, würden sie einander schrecklich vermissen und ständig miteinander telefonieren. Die Wiedersehensfreude sei groß, aber es dauert nicht lange, und schon gibt es den nächsten Streit. Das erinnerte mich an eine Geschichte: Zwei alte benachbarte Bauern stritten sich seit ewigen Zeiten. Keiner wusste, wodurch ihr Streit eigentlich begann. Aber im Laufe der Zeit hatten sich genügend Gründe gefunden, worüber sie streiten konnten. Sie hegten und pflegten ihren Streit und fanden keinen Frieden. Eines Tages wurde einer der beiden sehr krank. Der Arzt sagte ihm, dass er ihm leider nicht mehr helfen könne und er mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr lange leben werde. Angst und Verzweiflung machte sich in dem Bauer breit, und im Angesicht des Todes sagte er zu seinem Sohn, er soll doch so gut sein und den Nachbarn holen. Er möchte bevor er seinem Schöpfer gegenübertrete, Frieden schließen. Der Sohn dachte, dass es wirklich schlecht um den Vater stehen müsse, und tat, wie ihm aufgetragen wurde. Der Nachbar staunte ebenfalls nicht schlecht, als er vom Schicksal seines Kontrahenten und dessen Wunsch erfuhr. Er dachte kurz nach und machte sich dann betroffen auf den Weg. Am Krankenbett sagte er: „Dein Sohn sagte mir, dass du Frieden schließen möchtest, bevor du stirbst?“ Der Kranke sagte: „Ja, so ist es!“ Also reichten sie sich zaghaft und ergriffen die Hände. „Frieden? – Ja Frieden! – Abgemacht!“ Beide waren erleichtert und Tränen flossen ihnen über ihre alten Gesichter. Es war ganz still im Raum und der Kranke schloss müde seine Augen. Plötzlich öffnete er nochmals ein Auge und sah seinen Nachbarn kritisch an. Dann sagte er: „Sollte ich aber nicht sterben, dann gilt unsere Abmachung nicht!“

peter.herzog@sozialaktiv.at www.sozialaktiv.at Ausgabe 2 | März 2016 17


Männerpolitik

Dachverband für Männerarbeit in Österreich Nach längerer Vorarbeit ist es gelungen, einen Dachverband für die Männer-, Burschen- und Väterarbeit in Österreich zu gründen. Jetzt könnte man natürlich fragen, ob denn so etwas überhaupt notwendig ist. Darauf gibt es auch eine klare Antwort: Ja, es war notwendig, sehr sogar! Im Wesentlichen hat der neue Dachverband drei Funktionen, die der Männerarbeit in Österrei­ ch schon seit Längerem gefehlt haben: Am wichtigsten ist die politische Stimme, die nun im Namen der Männerarbeit in Ös­ terreich erhoben werden kann. Es ist jetzt möglich, zu Themen, die in der Politik und in den Medien vorkommen und für die Männer­ arbeit und die Männerbewegung wichtig sind, Stellung zu nehmen und Gehör zu bekommen. Das zweite wichtige Anliegen sind die Vernetzung und Qualitätssiche­ rung. Wir tauschen uns nun über unsere Arbeit für die Anliegen der Männer aus, wir geben unsere Er­ fahrungen und Lerneffekte weiter, wir verbessern unser Angebot für die Männer. Und nicht zuletzt kann der Dachverband als Trä­ ger für Projekte in Österreich und auch als Partner für EU-Projekte

auftreten. Dies ist nicht zuletzt für jene Vereine und Einrichtungen wichtig, die an größeren EU-Pro­ jekten nicht teilnehmen konnten, einfach, weil sie zu klein sind.

Gründungsmitglieder und Mitgliedsanträge

Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem die Ka­ tholische Männerbewegung Ös­ terreich, die Wiener Männerbera­ tung, der Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark (ehemals Männerberatung Stei­ ermark), der Verein Mannsbilder Tirol, das Männerbüro Salzburg, die Männerberatung der Caritas Niederösterreich und viele wei­ tere Vereine. Eine Auflistung al­ ler Mitglieder findet sich auf der Website www.dmoe-info.at. Viele kommen aus dem Kreis der Ar­ beitsgemeinschaft für Männer­ arbeit und Männerberatung in

„Ein Dachverband lag gewissermaßen in der Luft“ Der Leiter der Männerpolitischen Grundsatzabteilung im Sozialministerium, Dr. Johannes Berchtold, im Interview mit dem Männermagazin y über den neuen Dachverband für Männerarbeit (DMÖ) in Österreich.

y

Ausgabe 2 | März 2016 18

y: Welche Gründe gab es für das Ministerium, die Entwicklung und den Aufbau eines Dachverbands für Männerarbeit zu begleiten und zu unterstützen? Das für männerpolitische Angelegenheiten zuständige Sozialministerium kooperiert seit Jahren mit den in der Männerarbeit, insbesondere Männerberatung, tätigen Organisationen. Es gab aber keine Ansprechpartner

Österreich, die sich vor rund 10 Jahren als lose Plattform gegrün­ det hatte und kein Verein ist. Die Mitgliedschaft wurde von einer Reihe weiterer Vereine und auch von einzelnen Männerberatern, die in freier Praxis arbeiten, be­ antragt. Um Mitglied werden zu können, muss ein Anwärter bereit sein, die Grundsätze des Dachver­ bands mitzutragen.

Die politische Stimme erheben

Wir von der Männerarbeit möch­ ten gehört werden, wenn neue Gesetze erarbeitet werden, die uns Männer betreffen, sei es im Schei­ dungsrecht, beim Strafrecht, wenn es z. B. um Gewalt in Beziehungen geht oder bei den Rechten, die Vä­ ter betreffen. Dies wird nun mit dem Dachverband möglich: Wir nehmen dazu öffentlich Stellung, und wir erwarten uns, eingebun­ den zu werden.

im Bereich der Männerarbeit auf Bundesebene. Mit dem Auftreten der Männerpolitik in der Geschlechterpolitik, mit zunehmender Entwicklung im Bereich der Männerforschung, lag gewissermaßen eine bundesweite Vertretung der Männerarbeit in der Luft. Ich habe diese Idee einer Dachverbandsgründung schon vor Jahren im Rahmen einer AMÖ-Sitzung (Arbeitsgemeinschaft für Männer­ arbeit und Männerberatung in Österreich) zur Diskussion gestellt. Es lag und liegt auch in unserem Interesse, einen starken Partner


Projekte umsetzen

Foto: Michael Juppe / KMB Wien

Das Fehlen einer Stimme aus den Reihen der Männerarbeit lässt sich leicht erklären: Weder die KMB noch die Männerberatungsstellen haben Ressourcen, um politisch und in den Medien aktiv zu sein. Wir alle bekommen einfach kei­ ne gesonderten Mittel, um uns hier groß einzusetzen. Der neue Dachverband hat jedoch genau diese Funktion ganz klar in seinen Statuten verankert und er wird dazu auch von der zuständigen Männerpolitischen Grundsatz­ abteilung im Sozialministerium finanziert (siehe Interview mit Dr. Berchtold).

Vernetzung und Qualitätssicherung

Es gibt in Österreich in jedem Bun­ desland Vereine und Institutionen, die – von der öffentlichen Hand finanziert – Beratung, Bildungsar­ beit und Männergruppen anbieten.

für den männerspezifischen Beitrag zur Weiterentwicklung männlichen Rollenverständnisses zu haben, und das Sozialministerium hat sehr gerne seinen Beitrag für die Entwicklung und Gründung des DMÖ geleistet. y: Was erwartet sich die Männerpolitische Grundsatzabteilung vom DMÖ? Der DMÖ sollte zwei Aktionsrichtungen haben: Einmal nach innen, zur Vernetzung und Bündelung der Expertisen. Zum anderen die nach außen gerichtete, bundesweite

Die älteste Einrichtung dieser Art ist die Wiener Männerberatung, die es schon über 30 Jahre lang gibt. Daneben gibt es natürlich auch die KMB, die in jeder Diözese mehr oder weniger stark engagiert ist und sich insbesondere im Bereich der Bildungsangebote und der spiritu­ ellen, katholischen Männerarbeit einsetzt. Aber es haben sich zudem auch noch viele weiter Vereine, Ein­ richtungen und nicht zuletzt auch einzelne Berater und Therapeuten dem Thema Männerberatung ver­ schrieben. Es ist das Ziel des Dach­ verbands, die Vernetzung und den fachlichen Austausch zwischen diesen Akteuren herzustellen und zu vertiefen. Dies sollte mit einer gut gestalteten Homepage, mit einem regelmäßigen Newsletter und Aussendungen und vor allem mit einem einmal im Jahr statt­ findenden Kongress gewährleistet werden.

Vertretung der Männerarbeit, auch in Kooperationen mit Frauenorganisationen, Ministerien, NGOs aus dem Ausland bzw. internationalen Organisationen. Selbstverständlich sind wir seitens der Männerabteilung des Sozialministeriums an einer intensiven Zusammenarbeit interessiert. y: Welche ganz konkreten Projekte könnte der DMÖ im Jahr 2016 umsetzen? 2016 ist sicher ein spannendes erstes Jahr der Bewährung. Ein Augenmerk des DMÖ sollte auf der Mitglieder-

v. l. n. r.: Christian Reichart/ KMBÖ (Kassier), Arno Dalpra/ IFS, Alex Haydn/ Männerberatung Wien, Eberhard Siegl/ Männerbüro Salzburg (Schriftführer), Martin Christandl/ Mannsbilder Tirol (stv. Vorsitz), Erich Lehner (Vorsitzender), Christian Scambor und Elli Scambor, beide VMG Steiermark

Viele neue Mitglieder wünschen sich, dass der neue Dachverband als Träger für Projekte auftreten soll. Diese sollten sowohl in Ös­ terreich als auch EU-weit im Ver­ bund mit anderen Einrichtungen aus EU-Partnerländern umgesetzt werden. Die mögliche Palette der Themen für Projekte ist breit, der Fantasie sind keine Grenzen ge­ setzt (es muss sich nur der pas­ sende Fördertopf finden lassen): Väterprojekte, Vortragsreihen, Männergesundheit, Forschungs­ projekte, neue Initiativen in der Gewaltarbeit, Männer als Opfer von Gewalt, Arbeitslosigkeit, De­ pression, Einsamkeit im Alter … Wir alle sind überzeugt davon, dass es höchst an der Zeit war, einen Dachverband für die Män­ nerarbeit in Österreich ins Leben zu rufen. Ausgehend von jenem 15. Jänner dieses Jahres, an dem der Dachverband seine Grün­ dungssitzung hatte, gehen wir auf eine lange und spannende Reise im Dienste der Männerarbeit in ­Österreich.  Eberhard Siegl

struktur liegen. Das wird die Stärke des Dachverbands mitbegründen. Die Projekte hat der Dachverband gemäß seinen Grundsätzen und Arbeitsschwerpunkten selbst zu entwickeln. Wir stehen seitens der Männerpolitischen Grundsatzabteilung gerne für einen Dialog zur Verfügung. Aus unserer Sicht ist das Thema Weiterentwicklung männlichen Rollen- und Selbstverständnisses im Zusammenhang mit der Thematik Migration/Integration ein sehr aktuelles, dem wir uns alle – insbesondere der DMÖ – widmen sollten.

Dr. Johannes Berchtold. Leiter der Männerpolitischen Grundsatzabteilung im Sozialministerium

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Panorama Diözese Feldkirch

Ascherdonnerstag

Diözese Gurk-Klagenfurt

Plakatwettbewerb

Das Kärntner Frauenbüro lädt in Kooperation mit dem Klagenfurter Familienforum zum Plakatwettbewerb mit dem Thema „Traumjob: Vater – Wer will schon das Beste verpassen?“. Die eingereichten Plakate sollen für eine verstärkte Teilhabe der Väter am ganz normalen Alltag mit Kindern werben. Gleichzeitig soll die Freude, aber auch die Herausforderung, die aktive Väter erleben, vermittelt und Väterkarenz attraktiv gemacht werden. Eingereicht werden kann bis 30. Juni 2016, für die besten drei ­Einreichungen gibt ein Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro. Nähere Infos unter: http://www.klagenfurt.at/frauen-chancengleichheit-generationen 

Erzdiözese Wien

Erzdiözese Wien

Zu seinem 50. Geburtstag lud Ernst Arbes, Bauer in Schöngrabern, seine Freunde ein, mit ihm zu feiern. Er wünschte sich, dass alle für SEI SO FREI spenden, anstatt Geschenke zu bringen. Der Jubilar über­ gab mit seiner Gattin Sonja die großzügige Spende von 2.000 Euro an KMB-Diözesanobmann Helmut Wieser, um Kinder und schwangere Frauen in Not zu unterstützen. Die KMB dankt Familie Arbes für diese vorbildhafte Initiative. 

Die KMB und die KA Wien freuen sich, dass Willibald Steiner auch weiterhin in diesen Gliederungen der Laien in bewährter Weise als Geistl. Assistent fungieren wird. Wermutstropfen: Zum großen Bedauern vieler, nicht nur im Dekanat Haugsdorf, hat EKan Willibald Steiner per 1. September 2016 auf die Pfarren Hadres, Untermarkersdorf und Obritz resigniert und auch auf das Amt des Dechants von Haugsdorf verzichtet. 

Spendengeschenke

v. l.: SSF-Bruder in Not-Referentin Manuela Braun, KMB-Diözesanobmann Helmut Wieser, Jubilar Ernst Arber und Gattin Sonja

Diözese Eisenstadt

Besinnungstage für Männer

Mit Esau und Jakob beschäftigten sich kürzlich unter der Leitung von Prof. Dr. Josef Schultes die Männer der Katholischen Männerbewegung der Diözese Eisenstadt. – Dem kämpferisch-wilden Liebling des Vaters auf der einen Seite und dem listigen lügenden Muttersöhnchen auf der anderen. Eine wichtige Frage für die Teilnehmer: Wie viel steckt von jedem dieser beiden in mir und wo ist mein Platz in der Heilsgeschichte? 

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Ausgabe 2 | März 2016 20

Unter dem Titel „Krafträume für Männer“ versammelten sich am 11. Februar in der Christus-Kapelle in Dornbirn 10 Männer, um miteinander einen Gottesdienst in anderer Form zu erleben. In Paargesprächen tauschten wir uns über „Asche(Situationen) in meinem Mannsein“ aus. „Männer-Solidarität war sofort vorhanden, ich konnte sein wie ich bin, einfach frei von der Leber, und keiner redet dazwischen und weiß es besser“, war ein Teilnehmer begeistert. Mit dem Entzünden einer Kerze für unsere Anliegen und dem gemeinsamen Segensritual ging ein kraftvoller Abend zu Ende. 

Bestätigt

Erzdiözese Wien

Auszeichnung

Mit dem Silbernen Stephanusorden wurde Obm. Richard Wagner, Vorsitzender des KMB des Vikariates Süd der Erzdiözese Wien, geehrt. Die Überreichung des Ehrenzeichens, der sichtbaren Anerkennung der großen Verdienste von Richard Wagner, nahm Bischofsvikar Dr. Rupert Stadler im Beisein der KMB-Diözesanleitung vor. 

KMB-Diözesanobmann Helmut Wieser, Geistl. Ass. EKan Willibald Steiner und Vikariatsobmann Johann Schachenhuber freuen sich über die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit


Vorgestellt Panorama

Diözese Graz-Seckau

Zeitschritte-Tagung

Lama-Geschichten

Im Rahmen des KMB-Impulstages „Global trifft Regional“ in Zwettl wurden die Auswirkungen der Globalisierung auf unser Leben beleuchtet. So erklärten Ulrike und Wolfgang Kleindienst, wie es dazu kam, dass heute Lamas im Waldviertel leben. Nach der Teilnahme an einer mehrtägigen Lamatrekkingtour im Alpenvorland wuchs der Wunsch, selber mit Lamas zusammenzuleben. „Lamas haben eine sanfte, geheimnisvolle Ausstrahlung. Sie sind wollige und zutrauliche Begleiter bei Wanderungen“, so die Pädagogin. Die Lamas werden auch in der tiergestützten Pädagogik, für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und als Kotrainer bei Coachings und bei Teamtrainings eingesetzt. 

„Was mach ich nur mit den Jungs, die sind wild und laut und machen nicht mit?“, so die verzweifelte Aussage einer Verantwortlichen für die Firmvorbereitung. Aus dem heraus wurde ein spezielles Angebot für Jungs und ihr Paten entwickelt.

Worum gehts? Meindl: Wir gehen auf die Bedürfnisse der Jungs gezielt ein. Eines der Bedürfnisse ist, sich in seiner Kraft zu spüren und zu messen. Außerdem erfahren die Jungs es als Geschenk, einen Tag exklusiv mit ihrem Paten zu erleben.

Was macht ihr? Meindl: Die Jungs und die Männer sol-

Hans Martin und Gabriele Rastl, Ernest Theussl

Diözese Linz

Zivildiener-Treffen

Foto: KMB Linz/Johannes Ebner

Alfons Meindl. KMB Feldkirch

Foto: Gerd Neuhold

Diözese St. Pölten

Alfons Meindl Männerkraft und Bubenpower

Die Jahresauftaktveranstaltung 2016 der KMB Steiermark im Bildungshaus Schloss St. Martin bei Graz am 9. Jänner stand ganz im Zeichen unserer Romero-Preisträgerin Sr. Veronika Petri aus der Diözese Morogoro in Tansania. Referenten waren Hans Martin und Gabriele Rastl, ein Lehrerehepaar aus Bad Aussee, das mit der Initiative „Schulen für Afrika“ gemeinsam mit SEI SO FREI schon jahrelang deren Projekte tatkräftig unterstützt. Sie waren im August persönlich zu Besuch in Morogoro und sind tief beeindruckt zurückgekommen: „Ich habe noch nie so viel Armut gesehen“, sagt Gabriele, „aber auch noch nie so viel Fröhlichkeit.“ 

Unter dem Motto „Austausch unter Männern“ verbrachten im Februar 21 Zivil­ diener aus Oberösterreichs Kindergärten einen Studientag in Linz unter der Leitung der KMB-Referenten Wolfgang Schönleitner und Johannes Ebener. Inhaltlich wurde der Bogen dabei von der Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und Rolle als Mann, über die Reflexion der Arbeit und Tätigkeit im Kindergarten bis hin zum Blick in die weitere berufliche Zukunft der jungen Männer gespannt. Die Zeit des Zivildienstes hinterlässt wohl bei allen einen bleibenden Eindruck. 

Diözese Linz

len sich durch Kampfesspiele mit ihrer Kraft auseinandersetzen. Miteinander kämpfen macht Spaß – Gegeneinander kämpfen macht Angst. Wo und wie kommt der Heilige Geist vor? Wir setzen uns mit seinen Gaben auseinander und tauschen uns darüber aus, wie der Heilige Geist in unserem Leben wirkt.

Was bringen die Kampfesspiele? Meindl: Was wir den Jungen über die Kampfesspiele® vermitteln können: Ein positiver Umgang mit männlicher Kraft und Aggression, Kämpfen ohne Verletzungen und die Stärkung des Selbstvertrauens. Die Jungen lernen, nicht gelähmt vor Angst handlungsunfähig zu sein, sondern sich wach und angemessen der Herausforderung zu stellen. Wichtig ist auch die Auseinandersetzung mit eigenen Gefühlen. Die Jungen lernen, dass Mitgefühl und Verbundenheit wichtige Eigenschaften eines guten Kämpfers und eines angesehenen Mannes sind.

Foto: Thomas Markowetz, Pfarre St. Marien

Eisstock­schießen

Die kalten Tage des heurigen Winters waren gezählt. Der bisher letzte „Eistag“ war der 22. Jänner. Den haben die Männer der KMB St. Marien genutzt, um bei bestem Eisstockwetter eine Partie auszutragen. Der Einladung sind auch einige der im Ort wohnenden Asylwerber gefolgt. Für diese war es die erste Begegnung mit dem Birnstingl und dem blanken Eis. Ein rundum gelungener Abend.  Ausgabe 2 | März 2016 21


Termine Diözese St. Pölten Di., 5. April, 19 Uhr Horn: Pfarrhof Dekanatskonferenz Horn: „Geld in einer globalisierten Welt“ Referent: Michael Scholz, Sekretär der Katholischen Männerbewegung Fr., 29. April, 19 Uhr Raabs/Thaya: Pfarrhof – Lindenhof (Cafeteria) Gemeinsame Frauen- und Männerrunde: „Die Sozial- und Umweltenzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus – ein prophetisches Lehrschreiben von großer Aktualität“ Referent: Mag. Dr. Josef Spindelböck, Theologische Hochschule St. Pölten Sa., 14. Mai, ganztags St. Radegund / OÖ KMBÖ – Jägerstätter-Sternwallfahrt Tagesbusfahrt ab St. Pölten Anmeldung bis 2. Mai 2016 (Zuteilung der Sitzplätze nach Anmeldedatum)

Diözese Linz So., 17. April, 9 bis 17 Uhr Wels: Bildungshaus Schloss Puchberg Familiensonntag – Doing family: „Familie aus der Vogelperspektive“ Referentin: Anna Monz, Dipl. Sozial­arbeiterin, München Für Kinderbetreuung ist gesorgt Anmeldung: beziehungleben.at; Tel. 0732/76 10–3511

Vater-Kind-Angebot Fr., 20. Mai bis So., 22. Mai St. Leonhard/Freistadt: Jungscharhaus Steinöcker Papa und ich: Rambazamba mit Papa! Referenten: Peter Pimann; Michael Gasperl Zielgruppe: Kleinkinder

So., 22. Mai bis Mi., 25. Mai Pilgerweg von Mattsee nach St. Wolfgang (ca. 75 km, Änderung vorbehalten) Pilgern für Männer 40+: „Die zweite Halbzeit entscheidet – Wenn ich den Gipfel erreicht habe, kann es nur mehr bergab gehen – oder doch nicht?“ Leitung: Franz Muhr Anmeldung bei der KMB Linz bis 21. April 2016, Teilnehmergebühr: 50 Euro Mi., 27. April, Do., 28. April und Mo., 2. Mai Mi., 8. Juni, Do., 9. Juni und Mo., 13. Juni Pastoralamt Linz 3-teiliges Seminar für werdende Eltern zu Schwangerschaft, Geburt und ­Elternsein Kontakt und Anmeldung: Kath. Familienverband OÖ Tel. 0732/76 10-3431

Ausgabe 2 | März 2016 22

Fr., 20. Mai bis So., 22. Mai Salzburg: Franziskanerkloster Klostertage im Franziskanerkloster für interessierte junge Männer Anmeldung: P. Alexander ­Puchberger, Tel. 0662/84 36 29 www.franziskaner.at Do. 28. April, 18 bis 19 Uhr Salzburg: Sternbräu, Griesgasse Happy Hour: „… damit Heraus­ forderungen gelingen“ Mit Prof. Alois Halbmayr Mi. 27. April, 19 Uhr Salzburg: SN-Saal, Karolingerstraße 40 Lesung aus dem Buch von Bischof Erwin Kräutler: Fürchtet euch nicht Mit: Bischof Erwin Kräutler Karten: 9 Euro (zugunsten der Arbeit von Bischof Kräutler in Amazonien) Kartenbestellung: seisofrei@ka.kirchen.net bzw. Tel. 0662/80 47-7550

Diözese Graz-Seckau So., 3. April, 15 Uhr Deutschlandsberg: Merkur-Parkplatz Politischer Emmausgang: „Selig die Barmherzigen. Darf man in der Politik barmherzig sein?“ Fr., 13. Mai, 19 Uhr Fernitz: Mellach KFB-KMB Dekanatswallfahrt: „Gebet um geistliche Berufungen“

Diözese Feldkirch Jeder 1. Montag im Monat, 20 Uhr Dornbirn: Kolpinghaus Gesellschaftspolitischer Stammtisch im www.kath-kirche-vorarlberg.at

Erzdiözese Salzburg Fr., 15 April, 14.45 bis 17.15 Uhr Köstendorf: EZA Fairer Handel, Wenger Straße 5 Expedition in die Welt des Fairen Handels Referent: Wolfgang Heindl

Fr., 29 April, 18 Uhr Dornbirn: Carl-Lampert-Kapelle Tatort Bibel: Männer lesen das Markus­evangelium

Fr. 22. April, 20 bis ca. 24 Uhr Kärnten: Seeboden, Südufer Millstättersee Vollmondwanderung mit Papa Leitung: Robert Weilharter

www.wastebox.at Die neue Selfservice-Plattform von

y

Sa., 7. Mai, 9 bis 13 Uhr Berchtesgaden: Königsseeache Rafting mit Papa Leitung: Andreas Oshowski




Leserbriefe Wir sind für Sie da

Auftritt beim Neujahrsempfang

Österreich Mag. Christian Reichart Spiegelgasse 3/II 1010 Wien Tel. 01/515 52-3666 austria@kmb.or.at www.kmb.or.at

Zum Obmannwort von Helmut Wieser und der Kolumne von Wolfgang Heindl Ich habe soeben die neueste „Ypsilon“ der KMB gelesen. Ihre beiden Beiträge in der Zeitung treffen den Kern unserer heutigen Probleme sehr gut. Demgegenüber aber steht noch immer eine Kirche, die durch völlige Unglaubwürdigkeit ganze Generationen unserer Nachkommen vertreibt. Ein diesbezüglicher Auftritt war der Neujahrsempfang unseres Bundespräsidenten und des darin „erlittenen“ Auftritts des vatikanischen Nuntius. Ich habe dazu ein Mail an die Nuntiatur geschickt. Es wird sie nicht überraschen, dass ich keinerlei Antwort, nicht einmal eine Lesebestätigung erhalten habe. – War es unhöflich, „umgeziemend“, oder macht man das einfach nicht oder was sonst? Ihre Meinung würde mich sehr interessieren. Lieben Gruß,

Diözese Eisenstadt Karl Woditsch St.-Rochus-Straße 21 7000 Eisenstadt Tel. 02682/777-281 kmb@martinus.at www.martinus.at/kmb

Otmar Holzer, Lustenau

Diözese Feldkirch Alfons Meindl Mitteldorfgasse 6 6850 Dornbirn Tel. 0676/83 24 08 176 kmb@kath-kirche-vorarlberg.at www.kmb.or.at/vorarlberg

Anmerkung der Redaktion: Helmut Wieser hat Herrn Holzer schon geantwortet.

Danke für euer Engagement!

Diözese Graz-Seckau Franz Windisch Bischofplatz 4 8010 Graz Tel. 0316/80 41-326 kmb@graz-seckau.at www.katholische-kirche-steiermark. at/kmb

Danke für eure Zeitschrift mit vielen Infos! Ich kann immer wieder was davon für meinen Unterricht in der Schule (HTL) brauchen. Herzliche Grüße! Walter Mayr, Münichsthal

Wir freuen uns über jeden Diskussionsbeitrag.

Diözese Gurk-Klagenfurt Mag. Wolfgang Unterlercher Tarviser Straße 30 9020 Klagenfurt Tel. 0463/58 77-2440 wolfgang.unterlercher@kath-kirchekaernten.at www.kath-kirche-kaernten.at/kfw

Leider können wir nicht jeden Beitrag veröffentlichen und müssen auch manche Einsendungen kürzen. Die Stellungnahmen geben ausschließlich die Meinung der Verfasser wieder. Die Redaktion.

Impressum Männermagazin y, 13. Jg., Heft 77, 2/2016 – Inhaber (100 %): r. k. Diözese St. Pölten, Domplatz 1, 3100 St. Pölten; Die r. k. Diözese St. Pölten ist zu 100 % Inhaber (Verleger) folgender periodischer Medienwerke: St. Pöltner Diözesanblatt, KIRCHE bunt – St. Pöltner Kirchenzeitung, Pressedienst der Diözese St. Pölten, bewusst sein, programm, antenne, Ypsilon, KAB DIGEST, <kj>eah!, kontakte, Durchblick, VOLLBUNT, kiref-Nachrichten, H2-Mix, Programmzeitschrift „St. Benedikt“, „kirche y leben“, In Bewegung, Ynfo. – Herausgeberin und Verlegerin: Kath. Männerbewegung St. Pölten – Obmann: DI Dr. Leopold Wimmer – Anschrift (Redaktionsadresse): KMB, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, Tel. 0732/76 10-3461 – Redaktion: Reinhard Kaspar (Vorsitzender der Redaktionskonferenz), Mag. Eberhard Siegl (Chefredakteur), Luis Cordero (SEI SO FREI) – Kontakt: ypsilon@kmb.or.at oder über die KMB-Diözesanbüros – Grafik: Martina Gangl-Wallisch, Egger & Lerch, 1030 Wien, www.egger-lerch.at – Produktion: Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, www.np-druck.at – Erscheinungsweise: Das Männermagazin ypsilon erscheint sechs Mal jährlich (Diözese St. Pölten neun Mal). Einzelpreis 2,50 Euro – Abo: 12 Euro/Jahr

Diözese Innsbruck Obmann Adolf Stüger Riedgasse 9 6020 Innsbruck Tel. 0664/194 55 62 kmb@dibk.at www.kmb.or.at/innsbruck

Offenlegung nach § 25 Mediengesetz: www.kmb.or.at/offenlegung

Diözese Linz Mag. Wolfgang Schönleitner Mag. Reinhard Kaspar Kapuzinerstraße 84 4020 Linz Tel. 0732/76 10-3461 kmb@dioezese-linz.at kmb.dioezese-linz.at

Magazin für Männer – Katholische Männerbewegung

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Ich möchte das Männermagazin y abonnieren. 6 Ausgaben/Jahr 12,– Geschenk-Abo-Bestellung Ich bestelle ein Geschenk-Abo des Männermagazins y 6 Ausgaben/Jahr 12,– für Herrn/Frau

Diözese St. Pölten Michael Scholz Klostergasse 15 3100 St. Pölten Tel. 02742/324-3376 kmb.stpoelten@kirche.at http://kmb.dsp.at

Das Geschenk-Abo läuft nach der 6. Ausgabe automatisch aus. Es entsteht dadurch keine weitere Bindung. Die Rechnung senden Sie bitte an mich.

Erzdiözese Wien Michael Juppe Stephansplatz 6/5 1010 Wien Tel. 01/515 52-3333 ka.maennerbewegung@edw.or.at www.kmbwien.at

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Erzdiözese Salzburg Andreas Oshowski Kapitelplatz 6 5020 Salzburg Tel. 0662/80 47-7556 andreas.oshowski@ka.kirchen.net kmb.kirchen.net/

Ausgabe 2 | März 2016 23


Verlags- und Aufgabepostamt: 3100 St. Pölten GZ 02Z032352M P.b.b.

Sternwallfahrt Rücksendeadresse: KMBÖ, Spiegelgasse 3/II, 1010 Wien

Begl e Sie u iten ns am

14. M

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Jägerstätter-Sternwallfahrt 9. sternwallfahrt nach st. radegund – 14. Mai 2016

Auf den Spuren Franz Jägerstätters

www.kmb.or.at

Für die Katholische Männerbewe­ gung ist der Selige Franz Jägerstät­ ter ein Symbol für Zivilcourage. „Den Nationalsozialisten, die in Österreich 1938 die Macht über­ nehmen, verweigerte Jägerstätter von Anfang an jede Zusammen­ arbeit oder Unterstützung, denn Christentum und Nationalsozi­ alismus waren für ihn völlig un­ vereinbar. Die Mutter, Verwandte und auch befreundete Priester versuchten ihn umzustimmen. Seine Frau Franziska hoffte zwar auch auf einen Ausweg, stand aber

zu ihm in seiner Entscheidung: „Wenn ich nicht zu ihm gehalten hätte, hätte er gar niemanden ge­ habt.“ Der Vatikan bestätigte am 1. Juni 2007 offiziell das Martyrium des österreichischen Kriegsdienst­ verweigerers Franz Jägerstätter (1907–1943). Die Seligsprechung erfolgte am 26. Oktober 2007 im Linzer Mariendom. „Die KMB lädt seitdem jedes Jahr im Mai Män­ ner, Frauen und Jugendliche ein, mit dem Rad oder zur Fuß nach St. Radegund zu pilgern“, sagt Vor­ sitzender Dr. Leopold Wimmer.

Programm ab 12 Uhr: Treffpunkt „Jägerstätter“-Haus 13.30 Uhr: „Menschenrechte und Zivilcourage“ Impuls und Gedanken 14.30 Uhr: Gedenkminute beim Jägerstätterdenkmal 15.00 Uhr: Gottesdienst mit Festprediger Diözesanbischof Dr. Benno Elbs und Zelebrant Andreas M. Jakober, Geistlicher Assistent der KMB ab 16.00 Uhr: Gemütlicher Ausklang beim Gasthaus

Neuer Männerbischof Bischof Wilhelm Krautwaschl von der Diözese Graz Seckau wurde von der Bischofskonferenz zum neuen Männerbischof gekürt. Uns erreichte diese Nachricht kurz vor der Drucklegung, daher ge­ ben wir an dieser Stelle unserer Freude über diese Entscheidung Ausdruck und kündigen für die nächste Ausgabe ein Interview mit unserem Männerbischof an!

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zur J äg Ster erstätte nwa llfah rrt

Meh r übe r den neue Män n nerb is Sie im chof lese n näch sten Heft !

Ausblick auf Heft 3/2016 Schwerpunkt Vaterschaft Generationenbeziehung Großväter und ihre Enkel.

30 Jahre Sommerakademie Ein Rückblick.

Priesterfußball Ernest Theußl von der KMB Steiermark begrüßt den neuen Männerbischof Wilhelm Krautwaschl.

Wenn Pfarrer die Tore schießen.

y 3/2016 erscheint Ende Mai

Ypsilon_2_2016  

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