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Das Haus 2018 Lucie Koldova


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Lucie Koldova 3


Das Haus 2012– 2017

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Die Reihe »Das Haus« ist eine ganzheitliche Wohnhaus-Simulation aus Architektur, Interior Design und Möblierung, zu deren Gestaltung die internationale Einrichtungsmesse imm cologne jedes Jahr einen anderen internationalen Designer einlädt. Auf rund 180 m2 kann der Guest of Honor damit inmitten einer der größten Einrichtungsmessen welt­weit – und zwar in der Pure Editions-­ Halle 2.2 – ein persönliches Statement zum zeitgenössischen Wohnen abgeben. The »Das Haus« series is a holistic residential home simulation of architecture, ­interior design and furnishing, which a different designer is invited to design each year by the international interiors trade fair imm cologne. In an area of around 180 m2, the guest of honour can thus make a ­personal statement on contemporary living in the middle of one of the largest interiors trade fairs in the world, more precisely in the Pure Editions hall 2.2.  5


Doshi Levien 2012

Luca Nichetto 2013

Louise Campbell 2014

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Neri & Hu 2015

Sebastian Herkner 2016

Todd Bracher 2017

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1 Portrait

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Lucie Koldova, Designer »Das Haus 2018«

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Lucie Koldova — Die Designerin, die der Energie eine Form gibt.

Sie vereint Licht und Glas in klaren Formen, sinnlich, aber ohne jeden ­A nklang von Nostalgie. Lucie Koldova ist ein Kind der neuen tschechischen Designszene, die sich nach einer rund zwanzigjährigen Isolation vom internationalen Design nun allmählich einen originären Platz erobert hat, vor allem mithilfe der wiedererstarkten traditionellen Glasindustrie. Furore machte Lucie Koldova denn bislang auch vor ­ enen allem mit ihren Leuchten, in d sie nicht nur die alte böhmische ­G las­b läserkunst durch eine ­m oderne Formgebung und ein konsequentes Ausschöpfen der technischen und ­k reativen Fertigkeiten des böhmischen Kunsthandwerks belebte, sondern auch immer wieder ein außerordentliches Gefühl für die Fassung von Licht­ stimmungen in Materialien wie Glas, Metall und Holz beweist. Der internationale Durchbruch gelang ihr bereits 2010/2011, kurz nach Abschluss ihres Studiums an der Prager 10

Akademie für Künste, Architektur und Design und ihrem Umzug nach Paris 2009, und zwar mit der in Kooperation mit Dan Yeffet entwickelten LeuchtenKollektion Muffins. Das Besondere dieser Leuchte liegt in der meister­ haften Kombination von feinfühlig geformtem Glas und massivem Holz. Zusammen mit der kurz darauf erschie­ nenen Leuchtenfamilie Balloons steht die Serie für eine außergewöhnliche Lichterfahrung und wurde seit ihrer Markteinführung zu einer Ikone der Marke Brokis, als deren Art Director Lucie Koldova inzwischen tätig ist. Neben Leuchten und Möbeln entwirft die Designerin hin und wieder auch gerne Accessoires und Schmuck, der genauso ausgefallen wie tragbar ist. Koldovas Arbeiten zeichnen sich durch eine schlicht-elegante, weich gerundete Formsprache in klarer Kontur aus. Trotz der sinnlichen, durch runde Formen und reizvolle Farben erzielten Ausstrahlung mangelt es ihren Entwürfen dank der oftmals ausgefallenen Dimensionen und originellen Materialkontraste niemals an Spannung. Ihre Liebe zum Detail bringt die Tschechin durch die Auswahl von edlen Materialien und ihre hochwertige Verarbeitung zum Ausdruck. Nicht zuletzt wegen ihres besonderen Umgangs mit Glas wurde Lucie Koldova als »Czech Designer of the Year« und »Elle Decoration Talent« ausgezeichnet. Bereits in Paris gründete sie 2010 das Lucie Koldova Studio. In den letzten Jahren arbeitete Koldova für namhafte Unternehmen der Licht- und Möbelbranche wie unter anderem Brokis, Per/Use, La Chance sowie Haymann Edition. Heute arbeitet die 34-Jährige mit ihrem Studio wieder von der Stadt an der Moldau aus. Zuletzt sorgte sie mit ihrer Tischlampe Macaron (Brokis) für Aufsehen: Macaron erinnert optisch an eine französische Delikatesse, ein Baiser-Gebäck.


Die Tischleuchte zollt der Schönheit und komplexen Struktur von kristalli­ nem Gestein Tribut, indem sie es als feine, transluzente Schicht zwischen zwei gegeneinander gesetzten, mundgeblasenen flachen Glaskuppeln zum Leuchten bringt – ein bis ins letzte Detail durchdachtes Design. Erstaunlicherweise geht es ihr im Grunde aber gar nicht so sehr um die Form an sich. »Was mich eigentlich fasziniert, ist Energie« erklärt Lucie Koldova. »Mich interessiert, was unter der Materialoberfläche ist. Also das, was man nicht sieht. Ein Material ist nur weich, weil die Substanzen, aus denen es besteht, in einer anderen Struktur zusammengefügt sind als bei einem

harten Material. Darum arbeite ich auch so gerne mit Licht, denn es steht für eine ganz bestimmte Energie: Es sendet Schwingungen aus, und es wirkt sehr verführerisch in Kombination mit Glas.« Darum, so Koldova, ist für sie auch »Das Haus«-Projekt eine so reizvolle Aufgabe, denn dort interessiere sie »vor allem die Atmosphäre – und die ist wieder eng mit der Energie verknüpft.«

Studio Lucie Koldova

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Lucie Koldova — the designer that gives energy a form

She unites light and glass in clear forms, sensually, but without any hint of nostalgia. Lucie Koldova is a child of the new Czech design scene, which after around twenty years of isolation from international design has gradually conquered its original place, above all with the aid of the reinvigorated traditional glass industry. So far Lucie Koldova has primarily caused a stir with her lamps, not only by reviving the old Bohemian art of glass-blowing by lending it a new shape and through consistently exploiting the technical and creative skills of Bohemian handicraft, but also by repeatedly demonstrating an extraordinary feeling for capturing light moods in materials like glass, metal and wood. She already made her international break-through in 2010/2011, shortly after completing her degree at the Academy for Art, Architecture and Design in Prague and moving to Paris in 2009, with the lighting collection, Muffins, which she developed in cooperation with Dan Yeffet. The special feature about these lamps is the masterly combination between delicately shaped glass and solid wood. Together with the lamp family, Balloons, which appeared 12

shortly afterwards, the series stands for an exceptional lighting experience and directly after its market launch it became an icon of the brand Brokis, where Lucie Koldova is in the meantime active as Art Director. In addition to lamps and furniture, the designer also occasionally likes to create accessories and jewellery, which is equally exquisite and wearable ­Koldova‘s pieces of work excel through their plainly elegant, softly rounded design language with clear contours. In spite of the sensual charm achieved through round shapes and appealing colours, her drafts ­n ever lack excitement due to the unusual dimensions and original material contrasts that she often implements. The Czech designer expresses her love to detail through the selection of elegant materials and her highquality workmanship. Lucie Koldova was distinguished as the »Czech Designer of the Year« and »Elle Decoration Talent« particularly because of her special way of working with glass. She founded the Lucie Koldova Studio in Paris in 2010 already. Over the past years, Koldova has worked for famous companies in the lighting and furniture industry such as among others Brokis, Per/Use, La Chance and Haymann Edition. Today, the 34-year-old is once again working with her studio based in the city on the River Vltava. She recently caused a stir with her table lamp Macaron (Brokis): Macaron looks like a French delicacy, a meringue biscuit. The table lamp pays tribute to the beauty and complex structure of crystalline rocks, by bringing it to shine between two mouth-blown glass domes that are placed opposite each other – a design that is well thought out down to the last detail. Surprisingly, however, it is not fundamentally about the form in itself for her.


»What actually fascinates me is energy,« explained Lucie Koldova. »I am ­interested in what is underneath the material surface. In other words what you don‘t see. People as well as objects transmit a certain energy. Objects can be perceived by their idea, form and function but also by what they emanate as a whole.

That is why I like working with light so much, because it stands for a very special form of energy: It emits vibes and is very enticing in c ­ ombination with glass.« This is why Koldova finds »Das Haus« project such an appealing task, because »above all the atmosphere closely connected with the energy« is what interests her about it. 

Draft for »Das Haus« – Spirit Room

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2 Das Haus 2018— Light Levels

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Wie viele Stimmungen lassen sich mit Licht erzeugen? Nach Auffassung von Lucie Koldova, der jungen tschechischen Designerin, die als Guest of Honor 2018 »Das Haus – Interiors on Stage« auf der imm cologne gestaltet, sind es fast un­ endlich viele. In ihrer Wohn­v ision »Light Levels« zeigt sie die »Ebenen des Lichts«, die sie in ihrem Haus für die wichtigsten hält: Licht zum Repräsentieren, für krea­ tive Arbeit, Licht zum Relaxen und SichPflegen, zum Präsentieren und An­kleiden; Licht, um alleine zu sein und den Kopf frei zu bekommen und Licht, um Menschen will­kommen zu heißen. »Das Haus« 2018 bringt viele Facetten des Wohnens zum Strahlen.

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Aus Licht gebaut: »Das Haus« der imm cologne 2018 von Lucie Koldova

Für die nächste imm cologne haben die Messe-Macher Lucie Koldova nominiert, die gefeierte Designerin der tschechischen Designszene. Die Aufgabe lautete, die Bedeutung des Lichts bei der Gestaltung des Wohnraums hervorzuheben. Und obwohl Lucie Koldova vor allem für ihre spektakulären Leuchten bekannt ist, ist sie mit viel Enthusiasmus an diese Herausforderung herangegangen. Denn ihr geht es weniger um die Form an sich als vielmehr mehr »um die Energie, die mit dem Licht in unsere Wohnungen kommt«, so die in Prag lebende 34-jährige Designerin: »Ich will die Geschichte eines idealen Hauses erzählen, und zwar nicht mit Worten, sondern mit Licht in unterschiedlichsten Formen.« — Räume zum Wohnen, aus Licht und Material gewoben »Das Haus 2018« wird durch fast waben­ artig aneinandergefügte Lichtraum-­ Zellen gebildet, in denen das Licht in verschiedensten Formen und Programmierungen nicht nur den Raum markiert, sondern auch seine Funktion und eine bestimmte Empfindung unterstützt. »In meinem ›Haus‹ wird das Licht die Hauptrolle spielen, und die Möblierung wird die Räume komplettieren – und nicht umgekehrt!«, bringt L ­ ucie ­Koldova 16

die neue Charakteristik von »Das Haus« auf den Punkt. Daher soll jeder Raum in Koldovas »Haus« für ein bestimmtes Gefühl und eine praktische Funktion des täglichen Lebens stehen, um individuelle Bedürfnisse zu befriedigen, während im Zentrum ein Wohnraum für gemeinschaftliche Erlebnisse steht.


»Ich will die Geschichte eines idealen Hauses erzählen, und zwar nicht mit Worten, sondern mit Licht in unterschiedlichsten Formen.«


Neue Möbel, neue Leuchten, neue Perspektiven Eckig und rund, hell und schattig, cool und weich sind die Kontraste, mit denen Lucie Koldova hier spielt. Für »Das Haus« hat sie sich auch in Sachen Mö­ blierung noch einiges einfallen lassen, das in Formen- und Materialsprache außergewöhnlich ist, so etwa einen gläsernen, von einer Schalenfamilie begleiteten Waschtisch für Antonio Lupi in ausgefallener Farbgebung oder die Sofalandschaft »Soft Islands« zum Relaxen. Auch eine Neuheit von ­B rokis wird in »Das Haus« vorgestellt: Ivy, eine kleine Glasleuchte, die als Einzelprodukt oder für raumgreifende Installationen eingesetzt werden kann. Hier werden Leuchten zur Feuer­s telle, zum Lichtvorhang, zur heimleuchtenden Laterne. Jeder Raum wird von einem eigenen Material und einer eigenen Lichtfarbe dominiert. — Zurück nach Europa »Nach dem transatlantischen Haus von Todd Bracher geht es mit Lucie Koldova wieder zurück nach Europa, in die Wiege des meisterhaften Glashandwerks nach Prag«, erklärt der Creative Director der imm cologne Dick Spierenburg. »Vor allem ihre Leuchten-Entwürfe haben uns überzeugt. Sie zeigen eine ideale Verbindung von Materialien wie Holz, Messing oder Kupfer mit der brillanten Qualität von Glas, das bis zum Rand des technisch Möglichen geblasen wird – das ist außergewöhnlich. 2018 fokussieren wir das Thema Licht und unterstreichen damit seine Bedeutung als kreatives Einrichtungselement. 18

Passend dazu wollen wir unser Prestige-Projekt ›Das Haus‹ auch in einem besonderen Licht erstrahlen lassen – und das im ­w ahrsten Sinne des Wortes. Und Lucie Koldova, als hochtalentierte Leuchten-­D esignerin, ist hierfür die richtige Wahl.«


Dress zone Spirit zone

Light levels Inspiration zone

Living zone

Terrace Relax zone

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The selection of Lucie Koldova as the guest of honour underscores the integration of the home design element of light as an integral part of the international interiors show, imm cologne 2018. How many moods can be created with light? In the opinion of Lucie Koldova, the young Czech designer who will be designing »Das Haus – Interiors on Stage« at imm cologne as guest of honour in 2018, the number is almost limitless. In her living vision »Light Levels«, she shows the »levels of light« that she finds most important for her house: light for representation, for creative work, light for relaxing and looking after oneself, for presentation and getting dressed; light for being alone and clearing the head and light for welcoming people. »Das Haus« 2018 allows many facets of living to shine. 


Built of light: »Das Haus« of imm cologne 2018 from Lucie Koldova The trade fair organisers have nominated Lucie Koldova, the celebrated designer of the Czech design scene, for the next imm cologne. The task was to emphasise the importance of light for the design of living space. And although Lucie Koldova is primarily known for her spectacular lamps, she approached this challenge with a great deal of enthusiasm. This is because she is much less concerned with the form than with »the energy that comes into our homes with the light«, according to the 34-year-old designer, who resides in Prague: »I want to tell the story of an ideal house, and not with words, but instead with light in the most varied forms.« — Rooms for living, woven of light and material »Das Haus 2018« will be formed of almost honeycomb-like lighting cells joined with one another, in which light, appearing in the most varied forms and programming variations, will not only mark out the space, but also support its function and a specific sentiment. »In my ›Haus‹, light will play the main role, and the furniture will complete the rooms – and not the other way around!«, says Lucie Koldova, summing up the new characteristics of »Das Haus« in a nutshell. As a result, every room in Koldova’s »Haus« stands for a certain feeling and a practical function in everyday life aimed at satisfying individual needs, while a living room at its heart represents shared experiences.  23


Âť I want to tell the story of an ideal house, and not with words, but instead with light in the most varied forms.ÂŤ


New furniture, new lights, new perspectives

mind, we also want to let our prestige project ›Haus‹ shine in a special light – in the truest sense. And, as a highly talented designer of lighting products, ­L ucie ­Koldova is the perfect person to do this.« 

Angular and round, bright and shadowy, cool and soft are the contrasts with which Lucie Koldova plays here. For »Das Haus« she also came up with quite a few ideas with regard to furnishing that are extraordinary in terms of design vocabulary and material language. For example, a glass washing stand for Antonio Lupi in unusual colouring accompanied by a family of bowls, or the »Soft Islands« sofa landscape for relaxing. A new product from Brokis will also be introduced in »Das Haus«: Ivy, a small glass light that can be used as an individual product or for extensive installations. Here lights become a hearth, a curtain of light, a lantern showing the way home. Each room is dominated by its own material and its own light colour. — Back to Europe »Following the transatlantic ›Haus‹ by Todd Bracher, we are returning to Europe with Lucie Koldova, to Prague, the cradle of superb glassware«, reveals the Creative Director of imm cologne, Dick Spierenburg. »We were particularly impressed with her light designs. They reveal an ideal combination of materials like wood, brass and copper with the lustrous quality of glass that has been blown to the limits of what is technically possible – they are remarkable. In 2018, we are focussing on the subject of light and emphasising its importance as a ­c reative design element. With this in 25


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Sketches for »Das Haus«


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ÂťMaterial is a substance or combination of substances that constitutes an object. Objects identify the space around usÂŤ. Lucie Koldova


3 Interview

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Lucie Koldova interviewed by the Design-Journalist Claudia Wanninger and Dick Spierenburg, Creative Director imm cologne

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»Light Levels – Ebenen des Lichts« nennt Lucie Koldova ihren Entwurf für »Das Haus – Interiors on Stage«. Und wie der Name schon sagt, dreht sich hier im Januar 2018 alles um das Licht und seine Bedeutung für das Wohnen. In der Interpretation der jungen tschechischen Designerin wird »Das Haus« auf der imm cologne zu einer Reise durch verschiedene emotionale Zustände. Jeder der um das zentrale Wohn-/Esszimmer angeordneten Räume steht nicht nur für eine praktische, den Alltagsanforderungen entsprechende Funktion, sondern auch für ein emotionales Bedürfnis. Und das wird in Koldovas Haus weniger durch die Möbel als durch unterschiedliche Lichtstimmungen, Transparenzen, Materialien und Farben transportiert. Eines ist klar: Dieses »Haus« wird sehr sinnlich, aber auch minimalistisch werden. Eine Wohnung sollte für die Pragerin nicht nur Rückzugsort sein, sondern auch ein Freiraum mit viel Luft und Licht zum Denken. Lucie Koldova erzählt eine Geschichte vom Wohnen – nicht mit Worten, sondern mit Licht.


Auf der imm cologne 2018 treten Sie mit

Mit anderen Wor ten: Sie wollen kein smar tes

einer Interpretation der Wohnraum-Simula-

Enter tainment-Haus gestalten, sondern ein

tion »Das Haus – Interiors on Stage« an, bei

stilles, analoges?

der zum ersten Mal ein technisches Thema eine Hauptrolle spielt, nämlich das Licht. Nun sind Sie ja für Ihr exzellentes Leuchten-­ Design bekannt. Heißt das, »Das Haus 2018« wird ein »Licht-Haus«?

Ich habe meinen Entwurf »Light Levels« genannt, um deutlich zu machen, dass Licht die Stimmung eines Raums ganz unterschiedlich beeinflusst und damit auch ganz unterschiedliche Funktionen im Wohnraum übernehmen kann. Natürlich spielt in meinem Entwurf das Licht die Hauptrolle – das war ja auch die Grundidee, mit der die Koelnmesse an mich herangetreten ist. Trotzdem folgt Light Levels einem ganzheitlichen Ansatz. Ich möchte »Das Haus« mit Stücken ausstatten, die ich liebe, mit Möbeln, die das Beleuchtungskonzept erst vervollständigen, es zu einem Ganzen machen. Ich finde das wahnsinnig spannend! Wird man dem »Haus« eine gewisse Affinität

Ich gehe eher einen spirituellen und atmosphärischen Weg. Mich interessiert die Psychologie des Menschen, und ich unterhalte mich gerne mit Leuten, die ich mag, die meine Interessen teilen, mit denen ich reise. Ihr Entwur f zeigt Zonen zum Rela xen bzw. Schlafen, zum Meditieren, zum Baden, zur Inspiration und zum Ankleiden, alles um einen zentralen Wohnraum angelegt ... aber keine Küche. Geht es in Ihrem »Haus« eher um abstrakte Gedanken, darum, bestimmten Gefühlen Raum zu geben?

Genau. Aber in meinem Fall entspricht das auch der Realität. Ich koche nämlich nicht. (lacht) Ich bin meistens im Studio und selten in der Küche. Ich tue das, worin ich mich sicher fühle. Ich habe Glück: Mein Mann liebt mich als Person und erwartet keine klassische Rollenerfüllung. Außerdem ist er ein Naturtalent, was das Kochen angeht.

für technische Features ansehen, oder wird es wieder ein Ruhepol, an dem man sich von

Die per fekte Arbeitsteilung! Ist das nicht

der Arbeit und dem ständigem Online-Sein

sogar eine allgemeine Entwicklung?

erholen kann?

Ich selbst habe keinen Fernseher mehr, seit ich 18 bin. Elektrische Tools und Bildschirmgeräte habe ich im Studio genug. Zuhause will ich mich mit meiner Familie unterhalten und auch mal für mich sein. Dem Internet entkommt man sowie nicht – die Verlinkung ist allgegenwärtig. Jeder, der in »Das Haus« kommt, ist ständig mit allem verbunden. Warum also sollte es da noch besonders repräsentiert sein?

Ich denke schon. Warum soll ich eine Tätigkeit ausüben, in der ich mich unsicher fühle? Das ist weder effizient noch attraktiv. In Bezug auf Ihren Beruf sind Sie aber nicht so sehr festgelegt, wie es Ihre großen Er folge er war ten lassen. Wenn Sie mehr in anderen Bereichen arbeiten würden, welche wären das? Wie stehen Sie etwa zum Grenzbereich von Mode und Design?

Ich mag es, wenn sich die Disziplinen überschneiden, wenn also Mode in den Bereich von Design weiterentwickelt wird oder Design in den Modebereich ausgedehnt wird, ohne dass eines von 33


beiden den Anspruch erhebt, etwas anderes zu sein. Als Designer finde ich so etwas erfrischend, und ich sehe solche Überschneidungen auch lieber als das Hinüberwandern von Design in die Kunstwelt. Wenn Design in den Galerien zu Kunst erhoben wird, ist es nicht mehr bezahlbar, und dann ist auf einmal alles machbar. Denn wenn ein Objekt zu einer Nummer in einer limitierten Serie wird, gibt es auch in der Gestaltung und in der Wahl des Materials keine Grenzen mehr. Manchmal werden dadurch Experimente möglich, von denen wir alle profitieren, und dann hat es auch seine Berechtigung. Aber für mich persönlich wäre das keine Legitimation. Bei der Mode ist das anders. Sie ist mir näher, und ich kann zwei Welten kombinieren, in denen ich mich auskenne.

Sie haben sich wohl auch gegenseitig unterstützt, indem Sie mit Brokis zusammen neue Wege im Glasdesign entwickeln, richtig?

Sicher, aber wenn ich nicht so oft dort gewesen wäre, hätte ich gar nicht erkannt, was für ein Schatz dort liegt. Wenn man sieht, durch wie viele Hände jedes Stück geht, wie schmutzig und laut die Produktion ist, und plötzlich erscheint darin ein glänzendes, sprühendes Licht... dann sieht man nicht mehr nur das Design, sondern man sieht die Arbeit, die 200jährige Tradition und die Umgebung, in der die Menschen, die das Glas geblasen haben, tagtäglich leben. Sie benutzen meistens Glühbirnen für Ihre Leuchten, so genannte »Edison Lampen«, die als dekorative Objekte deklarier t sind. Wünschen Sie sich diese ältere Technologie manchmal zurück?

Schon Ihre Accessoires und Schmuckserien lassen das erkennen. Werden Sie diesen Weg weiter einschlagen?

Das ist mehr eine Art inspirierende Erholung für mich. Ich halte an dem fest, was ich tue, und springe nicht gerne in zu viele Richtungen. Ich vertraue dem Weg, auf dem ich stehe. Es gibt einem auch gestalterische Freiheiten, wenn man tiefer in ein Thema eintaucht, und zwar nicht nur wegen der zunehmenden Sicherheit in der Technik und im Ausdruck, sondern auch durch die Vertrauensbasis, die sich mit der Zeit zwischen dem Designer und dem Produzenten entwickelt. Manchmal entsteht sogar Freundschaft. Ich hatte Glück mit Brokis. Wir experimentieren und entwickeln alle Entwürfe, mit denen ich ankomme, zusammen. Unsere Arbeit basiert auf gegenseitigem Vertrauen.

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Nein, ich hänge nicht an Altem. Wir verwenden sie wegen ihres warmen Lichts, aber sie werden allmählich durch LEDs ersetzt, die ständig perfekter werden und zunehmend wirklich warmes Licht simulieren können. Und wenn man sie dimmen kann und es für die Umwelt gut ist – umso besser für alle! Und was ist mit OLED?

Ich liebe es und experimentiere auch bereits damit, aber seine Verfügbarkeit und Effizienz bleibt noch hinter unseren Erwartungen zurück. Aber es ist eine Option für die Zukunft. Da sich die Lichtquelle biegen lässt, bieten sich Designern mit OLEDs viele Möglichkeiten, mit dem Licht zu spielen, und sie geben auch ein schönes, warmes Licht.


» Ich will ›Das Haus‹ zum Leuchten bringen. Mit allen Mitteln.«


Wenn OLEDs gleichzeitig die Quelle und die Ober fläche von Licht und Leuchte sein

Mit nichts anderem kann man so stark spielen.

können, wird sich dadurch an der Bedeutung von Glas für das Design von Leuchten etwas

Haben Sie für »Das Haus« auch eine neue

ändern?

Leuchte designt?

Ich sehe Glas nicht als eine Hülle der Lichtquelle an. Für mich ist Glas ein zeitloses Material, das die Form ausmacht. Die Lichtquelle selbst bestimmt nicht das Design. Sie macht es nur lebendig. Ich lerne immer wieder Neues über das Licht, wenn ich mit ihm arbeite. Es ist eine sehr freie Disziplin. Fühlt es sich anders an, ein »klassisches« Möbel zu designen?

Beim Design von Möbeln sind die meisten Eigenschaften mehr oder weniger vorgegeben. Ein Tisch etwa steht auf dem Boden, hat eine Fläche und ein bis vier Beine. Manchmal gelingt einem ein wirklich neues Design oder ein Mehrwert, oft aber stylt man es nur neu und verändert etwas, das auch schon vor­ her gut funktioniert hat. Licht ist in jede Richtung veränderbar. Es geht nicht nur darum, eine Form zu finden. Leuchten sind Objekte, die in zwei Zuständen existieren: Bei ausgeschaltetem Licht wirkt die Leuchte für sich allein, als Skulptur, und wenn das Licht angeschaltet ist, erhält man ein völlig neues Objekt, das sich vom ersten sehr unterscheiden kann. Man kann mit Reflektionen oder mit Durchsichtigkeit spielen, bei Semi-Transparenz ergibt sich manchmal ein Effekt wie von Staub, und sandgestrahltes Glas verformt das Licht. Auch die Kontraste zwischen erleuchteten und nicht erleuchteten Elementen können sehr interessant aussehen. Eine Leuchte kann einen Raum verschönern und muss dabei gar nicht aussehen wie eine Lichtquelle, es kann unendliche viele Formen und Materia­ lien haben. Ich liebe die Ausdruckskraft des Lichts, seine Vielseitigkeit. 36

Eigentlich sogar zwei, beide für Brokis. Gleich am Eingang heißen den Besucher die Jack-o-Lanterns willkommen … Das würden wir im Deutschen wohl als Irrlicht oder Glühwürmchen bezeichnen …

Ja, ich mag Namen mit narrativem ­C harakter. In diesem Fall weckt er Assoziationen an eine kleine Lichtkugel, die jemand eingefangen hat, um sich von dem kleinen Käfer nach Hause leuchten zu lassen. Und dann habe ich für den Bereich um das Bett, also für die Relaxing Zone, ein Leuchtensystem entwickelt, das sowohl als Einzelprodukt funktioniert als auch für die maßgeschneiderte Anwendung im Verbundsystem: Ivy. Wie gläserne Äste. Ich wollte mir und Brokis mal eine ganz andere Aufgabe stellen: Nichts von überwältigender Wucht, sondern kleine Leuchten, die sanft, weich und feminin sind. Ich wollte es vor allem für das Badezimmer. So würde ich auch gerne wohnen: Nicht total minimalistisch, wie sich vielleicht ein Architekt einrichten würde, sondern auch mit etwas Raum für Sanftheit und Emotionalität. Die Zweige von Ivy illustrieren das sehr gut. Für das Badezimmer und Antonio Lupi haben wir auch einen ganz neuen Waschtisch aus Glas gestaltet, zu dem es in der Form korrespondierende Schalen gibt.


Das Wohnzimmer in der Mitte wirkt mit seinen großen, sternenförmigen Leuchten Puro wieder komplett anders, und der Inspiration Room mit seinen hinterleuchteten fensterar­ tigen Wänden wirkt im Vergleich mit dem Rela xing Bereich recht kühl. Ist das gewollt?

Ich finde es witzig, im Raum zwei Meter lange Wunderkerzen hängen zu haben. Es soll auch eine kleinere Version geben, die an ein Feuer erinnert, um das man sich versammelt. Es ist ein repräsentativer Raum zum Essen, zum Treffen mit Freunden und Bekannten, ein Raum zum Angeben. Dafür braucht man ein anderes Licht als zum Entspannen. Der in Beton gestaltete Spirit Room ist eine Metapher für einen sakralen, steinartigen Raum. Ich suche für jeden Raum, für jedes Gefühl und jede Funktion nach den passenden Materialien und dem passenden Licht. Es ist schließlich ein Haus der Ideen und Symbole, und kein Showroom, in dem ich meine Lieblings­s tücke ausstelle. Könnten Sie sich denn vorstellen, in einem solchen Haus zu wohnen?

Für diesen Ort ist es das richtige Haus. Also ja, warum nicht. Aber mein eigenes Haus wäre eher ein Glaswürfel mit vielen Ausblicken nach draußen. Aber in der Messehalle braucht »Das Haus« metaphorische Fenster, und so vermittelt über das Licht der Inspiration Room meine Idee eines offenen Ateliers mit großen Fenstern und Flächen.

Art Galerie, sondern vor allem so etwas wie ein Heiligtum, ein persönlicher Altar für schöne Sachen, die man nicht unbedingt zum Leben braucht, die einen aber glücklich machen. Für mich ist Mode eine Form des Selbstausdrucks, der ich einen Raum widmen will. Ein fast schon szenografischer Ansatz für das Interior Design …

Ja, ich stelle mir vor, durch diesen Raum zu spazieren wie durch eine Geschichte, die von den Dingen erzählt, die zu mir gehören. Die Natur ins Haus zu holen, gehör t nicht zu Ihren Vorstellungen?

Ich mag es pur. Ich konzentriere mich auf das Licht. Bei diesem Projekt muss man eine Wahl treffen, und ich wollte »Das Haus« nicht überladen. Wenn ich Natur möchte, gehe ich raus. Der kleine Balkon, der als zweiter Ausgang dient, ist dafür eine Metapher. Und bei Ivy habe ich mich von der Natur inspirieren lassen. Der Form nach ist Ivy sehr organisch, und damit habe ich die Natur in eine Form dessen übersetzt, was mich interessiert – und das ist nun einmal Licht. Mal abgesehen von dem narrativen Ansatz und der Licht-Metaphorik wirkt das Grundkonzept Ihres Hauses doch recht klassisch: Outdoor bleibt outdoor, Wände sind Wände, und es ist auch kein rundes Haus, sondern eines mit Ecken und Kanten – sogar mit sehr

Wie wichtig Ihnen neben Licht und Material

vielen. Von Ihren Leuchten und Möbel her ist

auch die Farbe ist, wird im Dress Room deut-

man eine eher weiche Kontur gewöhnt –

lich. Dachten Sie dabei an rote Kleider?

warum ist Ihr Haus-Entwur f so anders?

Farbe ist essentiell. Ich mag besonders starke Erdbeertöne von Orange bis Rot. Der Ankleide­r aum ist von der Idee her komplett textil. Die Wände sind mit Stoffstreifen bekleidet. Der Dress Room in »Das Haus« ist für mich nicht nur eine

Weil ich mein Haus eben nicht für jedermann öffnen will – abgesehen von meinem Haus auf der Messe natürlich, da möchte ich am liebsten die ganze Welt einladen! Grundsätzlich aber verstehe ich mein Haus eher als einen 37


Unterschlupf, einen Schutzraum. Es ist der Ort, an dem ich neue Kraft tanke, in den ich nur reinlasse, wen ich wirklich gerne um mich habe. Zudem finde ich nun einmal, dass ein Haus feste Wände haben sollte. Ich bin auch kein Fan von organischer Architektur. Und auch wenn es mitten in der Messe steht, möchte ich bei meiner »Das Haus«-Version das Gefühl vermitteln, in einem echten Haus zu stehen. Mit seinen vielen Winkeln wirkt es aber auch nicht wie ein normales, geradliniges Haus, sondern eher wie zusammengeschobene, sich über ­s chneidende Wür fel, die sich w a­b enar tig an einander fügen …

Ja, und von oben betrachtet erinnert das Ergebnis ein bisschen an einen Stern. Hinter jeder Ecke wartet eine Überraschung. Ich mag den Kontrast zwischen den harten Winkeln und der weichen Atmosphäre. Je mehr man ins Detail geht, umso weicher wird die Wohnumgebung, besonders im Badezimmer.

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Das Softe Ihrer Designsprache steckt also mehr im Detail?

Ja, schon. Aber eine weiche Formensprache bedeutet ja nicht, dass alles weich wie ein Kaugummi sein muss! Nein, im Ernst: Ich habe eine starke Persönlichkeit und weiß meine Grenzen zu ziehen. Aber zuhause in meiner Schutzzone kann ich so weich sein, wie ich will, denn da bin ich sicher verankert und verborgen in meiner Muschelschale. Deshalb müssen die Mauern von meinem Kölner »Haus« fest und klar definiert sein. Außerdem, mit einem offenen Architekturkonzept oder auch mit textilen Wänden hätte ich nicht so mit dem Licht arbeiten können, wie ich es beabsichtige. Um Licht zu kontrollieren, brauche ich feste Grenzen, ansonsten vermischt sich alles. Ich baue Licht­ zellen, um unterschiedliche AmbienteZonen zu schaffen. Ich will »Das Haus« zum Leuchten bringen. Mit allen Mitteln.


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»Light Levels – Ebenen des Lichts« is what Lucie Koldova calls her design for »Das Haus – Interiors on Stage«. And as the name says, everything here in 2018 will revolve around light and its importance for living. In the interpretation of the young Czech designer, »Das Haus« at imm cologne will become a journey through various emotional states. Each of the rooms arranged around the central living room/dining room stands not only for a practical function in keeping with everyday requirements, but also for an emotional need. And in Koldova‘s house this will be transported less by the furniture than through different light moods, transparencies, materials and colours. One thing is clear: this »Haus« will be very sensual, but also minimalist. For the Prague resident, a home should not only be a place of retreat, but also a free space with lots of air and light for thinking. Lucie Koldova tells a story of living – not with words, but with light.

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At imm cologne 2018 you will be coming

In other words, you don‘t want to design

with an interpretation of the living space

a smart entertainment house, but rather a

simulation »Das Haus – Interiors on Stage« in which a technical theme plays a main role for the first time, that of light. You are known for your excellent light design. Does this mean that Das Haus 2018 will be a »light house«?

I called my design »Light Levels to make clear that light influences the mood of a room in very different ways, and can thus also assume entirely different functions in the living space. Of course light plays the main role in my design – that was also the basic idea with which Koelnmesse approached me. Nonetheless, Light Levels pursues a holistic approach. I want to equip »Das Haus« with pieces I love, with furniture that makes the lighting concept complete, makes it a whole. I find that incredibly interesting! Will one see a certain affinity for technical features in the »Haus«, or will it once again

quiet, analogue one?

I‘m following a more spiritual and atmospheric path. I‘m interested in the psychology of human beings, and I like to talk to people who I like, who share my interests, with whom I can travel. Your design shows zones for relaxation or sleep, for meditation, for bathing, for inspiration and for dressing, everything arranged around a central living space … but no kitchen. Is your »Haus« more about abstract thoughts, about giving certain feelings space? 

Exactly. However, in my case that corresponds to reality. I don‘t cook. (laughs) I‘m mostly in the studio and seldom in the kitchen. I do that which I feel certain doing. I‘m lucky. My husband loves me as a person and doesn‘t expect a classic distribution of roles. He‘s also a natural talent at cooking.

be a calm anchor in which one can recover from work and always being online?

I myself haven‘t had a television since I was 18. I have enough electrical tools and screen devices in the studio. When I‘m at home I want to spend time with my family or sometimes be alone. There‘s no escape from the Internet anyway. The linking is omnipresent. Everyone who enters »Das Haus« is connected with everything at all times. So why should it be especially emphasised there?

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The perfect division of labour! Isn‘t that in fact a general development?

I believe so. Why should I carry out an activity I feel uncertain with? That‘s neither efficient nor attractive.


With reference to your career, however, you aren‘t that set in your ways as your great successes might lead us to expect. If you were to work more in other areas, what

friendship. I was fortunate with Brokis. We develop everything I come up with and we experiment together. Our work is based on trust.

would they be? For example, what is your position on the boundary areas between fashion and design?

I like it when disciplines overlap, for example, when fashion develops further in the field of design, or when design expands into the fashion sector, without one of the two claiming to be something else. As a designer, I find it somewhat refreshing, and I prefer such overlapping to the wandering away of design into the world of art. When design is elevated into art by the galleries, it is no longer affordable, and then anything is possible. This is because, when an object becomes a number in a limited series, there are also no longer any limits to the design and in the choice of material. This sometimes makes experiments possible, from which we all profit, and then this can also be justifiable. However, that couldn‘t be a source of legitimation for me personally. Things are different with fashion. It‘s closer to me, and I can combine two worlds I know my way around in. This is already apparent in your accessories and jewellery series. Will you continue along this path? 

That is more of a kind of inspiring recovery for me. I hold on tight to what I do, and don‘t like to jump around in too many directions. I trust the path I‘m standing on. It also provides design freedoms when one submerges deeper into a theme, and not only because of the increasing sense of security with the technique and expression, but also due to the basis of trust that develops over time between the designer and the producer. This can even develop into

You also provided one another with mutual support in that you develop new methods of design development in glass together with Brokis, right?

Of course, but if I hadn‘t been there so often I wouldn‘t have recognised what kind of treasures could be found there. When one sees how many hands each piece goes through, how dirty and loud the production is, and suddenly a shining, radiating light appears there, then one no longer sees only the design, but instead the work, the 200 year-old tradition and the environment in which the people who blew that glass live on a daily basis. You mostly use lightbuilbs for your lights, so-called »Edison lamps«, which have been declared as decorative objects. Do you sometimes wish this older technology could return? 

No, I don‘t cling to the old. We use them because of their warm light, but they are gradually being replaced by LEDs, which are continually moving toward perfection and can increasingly really simulate warm light. And when you can dim them and they are good for the environment – all for the better!

43


»I want ›Das Haus‹ to shine bright­ly. With all the means at my disposal.«


And what about OLED?

I love it and am already experimenting with it, but its availability and efficiency still doesn‘t meet our expectations. But it is an option for the future. Because the light source can be bent, designers with OLEDs provide many possibilities for playing with light, and they also provide beautiful, warm light. When OLEDs can simultaneously be the source and the surface of light, will anything change with regard to the importance of glass for the design of lights? 

I don‘t see glass as a shell for the light source. For me, glass is a timeless material that defines the form. The light source itself doesn‘t determine the design. It only brings it to life. I‘m always learning something new about light when I work with it. It‘s a very free discipline. Does it feel different than designing »classic« furniture? 

When designing furniture, most of the features are already more or less predefined. A table, for example, stands on the floor and has one to four legs. Sometimes someone is able to create truly new design or added value, but often they just restyle it and change something that already worked well. Light can be changed in every direction. It‘s not just about finding a form. Lights are objects that exist in two states: when the light is turned off, the light has an effect of its own, as a sculpture, and when the light is turned on, one has a completely new object that can differ from the former. One can play with reflections or with transparency. Semi-transparence sometimes results in an effect like that of dust, and sand-blasted glass distorts the light. The contrasts between illuminated

and non-illuminated elements can also look very interesting. A light can beautify a room and doesn‘t even have to look like a light source; it can have an endless number of forms and materials. I love the power of ex­p ression of light, its diversity. There is nothing else that can be played with so well. Have you also designed a new light for »Das Haus«? 

Two, in fact. Both for Brokis. The Jack-o‘-lanterns welcome visitors right at the entrance … In German we would more likely call that ghost light or fireflies … 

Yes, I like names with a narrative character. In this case it awakens associations with a small ball of light that someone has captured to be guided home by the light of the little beetle. And then I developed a light system for the area around the bed, the relaxing zone, that functions both as a stand-alone product and for tailored use in the Ivy combined system. Like glass branches. I wanted to pose a completely different task for myself and Brokis: not an overwhelming impact, but instead small lights that are gentle, soft and feminine. I especially wanted to use them for the bathroom. That‘s how I would want to live: not entirely minimalist, like an architect might be inclined to plan, but instead also with some space for softness and emotion. The branches of Ivy illustrate this very well.

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We also designed a completely new washing stand of glass for the bathroom and Antonio Lupi, for which there are bowls that correspond in form. The living room in the middle, with its large, star-shaped Puro lights, has a completely different effect, and the Inspiration Room with its backlit, window-like walls seems

The walls are dressed up into fabric stripes. The Dress Room in »Das Haus« is for me not only a kind of gallery, but primarily something more like a shrine, a personal altar for beautiful things that one doesn‘t necessarily need to live, but which make one happy. Fashion means a personal self-expression for me for which I dedicated a room.

quite cool in comparison with the relaxing area. Is that deliberate?

I find it amusing to have two-metre sparklers hanging in the room. There also should be a small one as a reminiscence of fire, and we gather around the fire. It is a representative room for eating, for meeting with friends and acquaintances, a room for showing off. A different light is required than that for relaxing. The concrete environment in the Spirit Room is also a metaphor for a holy stone-like space. I look for the appropriate materials and the right light for each room, each feeling and each function. It is ultimately a house of ideas and symbols, and not a showroom for exhibiting only favourite pieces. Could you imagine living in such a house? 

It‘s the right house for this place. So, why not? But my own house would be more like a glass cube with many possibilities for looking outward. However, in the exhibition hall, »Das Haus« needs metaphorical windows, so the Inspiration Room uses light to convey my idea of an open studio with big windows and areas.

A nearly scenographic approach to interior design …

Yes, I imagine walking through this room like through a story that tells of the things that belong to me. Isn‘t bringing nature into the house one of your ideas? 

I like things pure. I concentrate on the light. With this project a choice has to be made, and I didn‘t want to clutter up »Das Haus«. If I want nature I go outside. The small balcony that serves as a second exit is a metaphor for this. And with Ivy I have allowed myself to be inspired by nature. In terms of form, Ivy is very organic, and in this way I have translated nature into a form that interests me – and that happens to be light. Leaving the narrative approach and the use of light metaphors aside, the basic concept of your house seems quite classic: outdoors remains outdoors, wall elements are wall elements, and it isn‘t a round house, but instead one with corners and edges – with a great many as a matter of fact. Looking at your lights and furniture, one is more used

Besides light and materials, the importance of colour is made clear in the Dress Room. Were you thinking about red dresses?

Colour is essential. I especially like strong strawberry tones from orange to red. The dressing room is conceived of as an idea completely in textiles. 46

to soft contours – why is your house design so different?

Because I don‘t in fact want to open up my house to everyone – except for my house at the trade fair, of course. There I would like to invite the whole world! Principally, however, I see my


house as something more like a shelter, a safe room. It is the place where I can regain my strength, into which I only allow those to enter who I really like to have around me. I also think that a house should have solid walls. I‘m also not a fan of organic architecture. And although it‘s standing in the middle of the trade fair, I want to convey the feeling of standing in a real house with my »Das Haus« version.  With its many angles, however, it doesn‘t seem like a normal, straightforward house, but instead more like overlapping cubes that have been pushed together and that join together like honeycombs … 

Yes, and seen from above, the result is somewhat reminiscent of a star. There‘s a surprise waiting around every corner. I like the contrast between the hard angles and the soft atmosphere. The more one goes into detail, the softer is the living environment, especially in the bathroom.

So, the softness of your design language is more to be found in the details?

Yes, that‘s right. However, a soft language of form doesn‘t mean that everything has to be as soft as chewing gum! No, but seriously: I have a strong personality and know how to set my limits. But at home in my protected zone I can be as soft as I want, because there I am well-anchored and sheltered in my shell. That‘s why the walls of my »Haus« in Cologne need to be solid and clearly defined. In addition to this, with an open architectural concept or with textile wall elements, I wouldn‘t have been able to work with light in the way that I intended. In order to control light, I need solid boundaries. Otherwise everything mixes together. I build light cells to create varying ambient zones. I want »Das Haus« to shine bright­ly. With all the means at my disposal.

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4 New Products launched at imm cologne 2018 48


Brokis

»Big One«

»Puro Sparkles«

»Puro-Fire«

»Jack-o‘-lantern«

»Iv y«

All products are designed by Lucie Koldova for Brokis w w w.brokis.cz, Hall 02.2, Stand H021, M018

49


Fabbian

»Lens – Wall«

Designed by Lucie Koldova for Fabbian w w w.fabbian.com


Blossom – Prototype

»Blossom«

Designed by Lucie Koldova , developement and production by Käfer und Hummel w w w.kaeferundhummel.de

51


Prostoria

ÂťLinkÂŤ

Designed by Lucie Koldova for Prostoria w w w.prostoria .eu, Hall 03.2, Stand F008


TON

»Cocoon«

»Chips«

All products are designed by Lucie Koldova for TON w w w.ton.cz, Hall 02.2, Stand J020

53


5 Products in »Das Haus« 2018

54


»Loop« by Sacrecoeur Design Studio Design: Pernille Hell, w w w.sacrecoeur.dk

Furniture »Dune« by Antonio Lupi, Design: Mario Ferrarini w w w.antoniolupi.it, Hall 04.2, Stand A058

»Shimmer specchi« by Glas Italia Design: Patricia Urquiola w w w.glasitalia .com

»Tadaima Console« by ClassiCon Design: A+A Cooren, w w w.classicon.com Hall 11.2, Stand H030, J031

»Acetone liquor cabinet« by Amanda Lilholt Hurup w w w.amandalilholt.com

»Per f« by Moroso Design: Diesel Creative Team w w w.moroso.it, Design Post

55


»Folio« by Glas Italia , Design: Yabu Pushelberg w w w.glasitalia .com

»Nova armchair« by Eponimo Design: Federico Carandini w w w.eponimo.it

»Ipe Tondo & Ipe Quadro« by Marsot to Edizioni Design: James Ir vine

»Split Console« by Marsot to Edizioni Design: nendo – Oki Sato w w w.edizioni.marsot to.com

»Shimmer specchi« by Glas Italia Design: Patricia Urquiola w w w.glasitalia .com

»Colour« by E15 Design: Daniel Rybakken & Andreas Engesvik w w w.e15.com, Hall 03.2, Stand E030

»T T3« by Adele-C Design: Ron Gilad, w w w.adele-c.it

»Of ficina« by Magis Design: Ronan & Er wan Bouroullec w w w.magisdesign.com, Design Post


»Float« by L a Chance, Design: Luca Nichet to w w w.lachance.fr

»Spade Chair« by Please Wait To Be Seated Design: Faye Toogood w w w.pleasewait tobeseated.dk Hall 03.2, Stand F041

»Twig 4 / 10C« by Alias, Design: Nendo w w w.alias.design, Hall 03.2, Stand E010, E012

»Pli Table« by ClassiCon, Design: Victoria Wilmot te w w w.classicon.com, Hall 11.2, Stand H030, J031

»Tambour« by Magis Design: Ronan & Er wan Bouroullec w w w.magisdesign.com, Design Post

»194 9« by Cassina , Design: Piero Lissoni w w w.cassina .com, Hall 11.2, Stand H010, J011

»Palanco« by Glas Italia Design: Ronan & Er wan Bouroullec w w w.glasitalia .com

57


»Mini Bot tle« by Cappellini Design: Edward Barber, Jay Osgerby w w w.cappellini.it Hall 02.2, Stand K016, K027

»Libreria Pensile / Wire Bookcase« by Karak ter Copenhagen Design: A . & P. G. Castiglioni w w w.karak ter-copenhagen.com

Styling Soap by L aufen, Czech Republic Design: Llev design w w w.llev.cz

»Mellow Collection Vase« by UMZIKIM + PARTNERS w w w.umzikim.com

»Nuage« by Vitra Design: Ronan & Er wan Bouroullec w w w.vitra .com Hall 02.2, Stand J008, J016, K012, J009

58


»FRE 69« by CE ADESIGN w w w.ceadesign.it

»Cur va« by AY TM w w w.ay tm.dk

»Blockglass glossy« by Rosenthal w w w.rosenthal.de

»Soap« by Helena Heinz w w w.helenaheinz.com

Dress by Liběna Rochová w w w.studio-lr.com

»Colour Bin« by Karimoku New Standard Design: Scholten & Baijings w w w.karimoku-newstandard.jp Hall 03.2, Stand E009, D008

»t.e. 192« by Thomas Eyck Design: Studio Wieki Somers w w w.thomaseyck.com

59


»t.e. 062« by Thomas Eyck Design: Aldo Bakker w w w.thomaseyck.com

»Trinkser vice No.267 – Alpha« by Lobmeyr w w w.lobmeyr.at

»Seeing Glass Big Round« by Sabine Marcelis w w w.sabinemarcelis.com

»Mushrooms« by Rony Plesl w w w.ronyplesl.com »Circular Bowl« by MENU Design: Alexa Lix feld

»Chamfer Ser ving Board« by MENU Design: Norm Architects

»Semis« by k vadrat, Design: Ronan and Er wan Bouroullec w w w.k vadrat.dk, Design Post

»POV Circle Candleholder« by MENU Design: Note Design Studio w w w.menu.as, Hall 03.2, Stand F049


Products by Lucie Koldova Studio »Nut« by Lucie Koldova Studio w w w.luciekoldova .com

»Brush« for Chevalier Édition w w w.chevalier-edition.com

»Sheets« for Křehk ý w w w.krehk y.cz

»Iconic« for L a Chance w w w.lachance.fr

»Levels« for Peruse w w w.peruse.be

»Wrap« for Lugi, w w w.lugi.cz

61


»Lightline« for Brokis

»Puro« for Brokis

»Muf fins« for Brokis

»Macaron« for Brokis, w w w.brokis.cz, Hall 02.2, Stand H021, M018

»Chips Segment« for TON, w w w.ton.cz, Hall 02.2, Stand J020

»Lens« for Fabbian, w w w.fabbian.com

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Ar t works Petr Dub and Milan Houser by cour tesy of Kvalitar Galler y

Art

»No title« (from cycle Red circle) by Milan Houser, 2016

»Bracelet M« by Eva Eisler

»Lens Corretion / Remove Distor tion« by Petr Dub, 2016

»Venuše« by Eva Eisler »Into the Blue« (Hyperhybrid Cycle) by Petr Dub, 2013

»Virus« by ZORYA – Daniel Pošta , Zdeněk Vacek

»Bowl« by František Vízner

63


Käfer und Hummel Competence in Upholster y Techniques – Only the Best is Good Enough! Käfer und Hummel Polster technik GmbH & Co KG is the

»We are ver y proud about this project and had a lot of

leading systems supplier for upholster y techniques. With

fun when realising the ideas of Lucie.« Ludwig Jakob

120 employees Käfer und Hummel is concentrating on

(master upholsterer and development manager at

the production of upholster y elements for the office and

Käfer und Hummel).

object furniture industr y as well as furniture for the living and dining room. Throughout the last years Käfer und

The unique feeling for the design and quality as well as

Hummel became a brand without marketing own products

per fection and the love for details are the major issues

but through the production for well-known manufacturers.

at Käfer und Hummel. There are several ver y good

With a team of eight exper ts the depar tment for product

upholsterer’s workshops on the market but there is only

developments became the core strength of the c ­ ompany

one Käfer und Hummel.

working closely together with various manufacturers and designers. This also became the pivotal moment for Lucie as for her only the best is good enough to develop two new designs for »Das Haus 2018« together with Käfer und Hummel.

www.kaeferundhummel.de


BROKIS LIGHT VISION 2018 The Making of Together with Lucie Koldova, Brokis is unveiling a vision-

Puro Sparkle, Jack’o Lantern, Ivy, Big One, and Puro Fire

ar y new light concepts as a par t of Das Haus project,

were born of a synthesis of exquisite design, superior

conceived as the ideal home.

quality, and a passion for light.

As ar t director of Brokis, Lucie Koldova’s choice of main

Located 150 kilometers south of Prague, the lighting

par tner was made based on the experience, trust, and

brand Brokis has emerged from the fires of the 150-year-

remarkable craftsmanship of the Bohemian glass ar tisans

old Janštejn glass factor y. Since 1997, the glass works

she encountered in this Czech premium lighting brand.

has been run by Jan Rabel, who founded Brokis in 2007.

With its own high-capacity production facilities rooted in

Czech designer Lucie Koldova joined Brokis as ar t director

more than two hundred years of histor y, Brokis is free to

in 2012 and has since produced a range of designs for

experiment and develop innovative materials, techniques,

the brand, including the Muffins, Balloons, Capsula, and

and technologies as well as bespoke lighting solutions.

Macaron lighting collections. Her work is brought to life

Das Haus by Lucie Koldova becomes a central meeting

ries-old Bohemian glassmaking tradition.

through the skill of master ar tisans continuing the centuspace surrounded with rooms representing atmospheric and individual light cells. Light stands for a creative and

Brokis – a traditionally crafted contemporar y vision of

inspirative element of interior design in each room. Pow-

light and proud par tner of Das Haus 2018.

er ful symbols of things in the home that she considers essential are highlighted, and light plays a major role in evoking different moods.


Prostoria Innovation as Social Responsibility Rapid development of prostoria, company which has come

This results in some products that are already considered

a long way, from ‘star ting from zero’ to positioning itself

to be iconic, such as Polygon armchair and the Revolve

as the leader and promoter of new ideas in only a few

transformable sofa but also in many different products

years’ time, is a stor y about the reintroduction of continu-

and families of products, that have meanwhile been pro-

ity both in Croatia and Central Europe, a region with vital

duced in Prostoria.

but insufficiently recognized design scene and remarkable tradition and knowledge of the furniture industr y. While prostoria’s collection also offers products based on generic models, the company shows strategic and even passionate dedication to research-based design, convinced that authenticity has its place on the market and presents a special challenge in the times when it seems almost impossible to create truly innovative and fresh concepts.


Kvadrat Kvadrat was established in Denmark in 1968 and has deep roots in Scandinavia’s world-famous design ­t radition. Kvadrat holds the leading position in Europe’s ­h igh-­q uality contemporar y textiles market. We supply architects, designers and private consumers across the world with textiles and textile-related products. Our products reflect our commitment to colour, quality, simplicity and innovation. We consistently push the aesthetic, technological and functional proper ties of textiles. In doing so, we colla­ borate with leading designers, architects and ar tists; among others Miriam Bäckström, Raf Simons, Ronan and Er wan Bouroullec, Thomas Demand, Olafur Eliasson, ­A lfredo Häberli, Akira Minagawa, Peter Saville, Roman Signer, as well as Doshi Levien and Patricia Urquiola. www.kvadrat.dk


Ready Made Curtain Designed by Ronan and Erwan Bouroullec


TON Hand-crafted for generations Gentle curves, contrasting materials and manually bent wood – these key elements embody the Chips lounge chair, designed by Lucie Koldová and manufactured by the Czech furniture maker TON. »I like to work with translucent materials. In this design I chose a visually light yet intentionally

Next to its sensual shape, Chips is interesting for the

oversized backrest, which is made from perforated fabric

manual wood-bending production process. Seemingly

framed by manually bent wood,« outlined the designer the

simple at first, the technology of manual wood bending is

main features of her design. The combination of materi-

quite complex and requires precise technical planning as

als – Lucie’s signature style – enables the chair and the

well as years of experience. It begins with the steaming of

surrounding space to permeate each other, the gentle

wood in special steam baths, where it stays for a num-

curves completing the symbiotic harmony. »The lounge

ber of hours depending on its thickness. Once steamed,

chair should be inviting and comfortable at first glance, a

the wood is placed into metal moulds and secured by a

solitary piece with a distinctive character and story. And in

special flange that applies pressure and allows the wood

contrast to a conventional chair, it should feel a bit sexy,«

to be shaped into a new form. The wood is then dried, left

added Koldová.

to acclimatise for several weeks, sanded, stained, varnished and upholstered. Each product is the result of six

Chips hits the mark on all these aspects. The command-

weeks of work involving more than 23 skilled ar tisans. In

ing, airy backrest, which also forms part of the chair base,

­B ystřice pod Hostýnem furniture has been made in this

resembles the typical shape of a potato chip. The backrest

way since 1861.

stands in strong contrast to the massive seat, which is supported by moulded plywood, with seating comfort enhanced by a removable back pillow. »At first I thought that the most challenging part of the design would be forming the backrest. Surprisingly, we had to pay more attention to the strength of the chair base, to ensure that the backrest would withstand the forces applied to it,« revealed the designer.


Danksagung Special thanks

Impressum Imprint

Lucie Koldova Studio:

Herausgeber Publisher

Lucie Koldova

Koelnmesse GmbH

Monika Fišerova

Messeplatz 1

Hana Kloudova

50679 Cologne

Kateřina Brůhova

Germany

Jan Štefl

koelnmesse.de imm-cologne.de

Special thanks to:

Gestaltung Graphic Design

My great team &

BOROS

Jakub Schůrek, Jan Rabell, Petra Rabellová, Vojtěch

boros.de

Pařil, Filip Dioszegi, Teneo, Jaroslav Jakoubě, Miloš Šikola, Libor Faltinek, Lenka Kalinová, Kristian Hofmann,

Texte

Arne Mikkelsen, Milan Dostalík, Jan Juza, Iva Šilović,

Texts

Tomislav Knezović, Frank Kaefer, Ludwig Jakob, Tina

Koelnmesse

Geuhs-Bettenwor th, Kathrin Seifer t, André Rabell, Adéla

far.consulting

Čapková, Alexander Schneider, Claudia Wanninger, Frank

far-consulting.de

A. Reinhardt, Inna Merk, A xel Siehr, Everbay photography Druck Printing Thanks to cooperating companies:

Druckerei Hitzegrad, Wupper tal

Adele-C, Alias, Amanda Lilholt Hurup, Antonio Lupi,

All rights reser ved

AY TM, Brokis, Cappellini, Cassina, CEA, ClassiCon,

© 2017 Koelnmesse GmbH Imprint

Danskina, Dinesen, E15, Eponimo, Fabbian, František Vízner, Galerie Kreo, Glas Italia, Käfer und Hummel,

Bilder

Karakter, Karimoku New Standard, Křehký, Kvadrat,

Images

La Chance, Lobmeyr, LUGI, Magis, Mattiazzi, Sabine

P. 6–7 Koelnmesse, Constantin Meyer

Marcelis, Marsotto Edizioni, Menu, Galerie Kvalitář,

P. 11, 13, 15, 37, 47 Koelnmesse, Everbay

Moroso, Peruse, Richter akustik & design, Rony Plesl,

P. 57–73 product images with cour tesy

Please Whait To Be Seated, Prostoria, Rosenthal,

of suppor ting manufacturers

Salvatori, Sacrecoeur design Studio, t.e., Teneo, TON, UMZIKIM + par tners, Vitra

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Das Haus 2018 by Lucie Koldova (deutsch/english)  

Die Reihe »Das Haus« ist eine ganzheitliche Wohnhaus-Simulation aus Architektur, Interior Design und Möblierung, zu deren Gestaltung die in...

Das Haus 2018 by Lucie Koldova (deutsch/english)  

Die Reihe »Das Haus« ist eine ganzheitliche Wohnhaus-Simulation aus Architektur, Interior Design und Möblierung, zu deren Gestaltung die in...