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Kaufmännische Grundbildung

Profil E

Rechnungswesen 3

d n a b r e d n So

Aufstieg in neue Höhen LEHRERBAND

Louis Maag Dr. Ueli Matter


© by KLV Verlag AG Alle Rechte vorbehalten Ohne Genehmigung des Herausgebers ist es nicht gestattet, das Buch oder Teile daraus in irgendeiner Form zu reproduzieren. Trotz intensiver Nachforschungen gelang es uns nicht in allen Fällen, die Rechteinhaber zu ermitteln. Wir bitten diese, sich mit dem Verlag in Verbindung zu setzen. Meldung bitte direkt an den Verlag per E-Mail rechte@klv.ch oder telefonisch +41 71 845 20 10. Layout und Cover KLV Verlag AG, Mörschwil 3. Auflage 2018 ISBN 978-3-85612-476-2 KLV Verlag AG | Quellenstrasse 4e | 9402 Mörschwil Telefon +41 71 845 20 10 | Fax +41 71 845 20 91 info@klv.ch | www.klv.ch


Inhalt

Theorie

Aufgaben

9

24

13 Aktiengesellschaft

45

62

14 Rechnungslegung & stille Reserven

79

94

15 Deckungsbeitragsrechnung

111

124

16 Analyse Jahresabschluss

155

170

12 Einzelunternehmung

Anhang 201 Stichwortverzeichnis..................................................................................................................... 202 Kontenrahmen.............................................................................................................................. 204


Einzelunternehmung

12

-

12 Einzelunternehmung

Einzelunternehmung

Leitfragen Finden Sie beim Durcharbeiten der Theorie Antworten auf diese Fragen  :

1. Warum werden bei der Einzelunternehmung Geschäft und Privat getrennt? 2. Wie berechnet sich das Unternehmungseinkommen? 3. Wozu dient das Privatkonto? 4. Welche Regeln helfen beim Buchen im Privatkonto? 5. Was bedeutet ein Habenüberschuss im Privatkonto, was ein Sollüberschuss? 6. Wie ist das Privatkonto am Ende der Abrechnungsperiode auszugleichen? 7. Welche Buchung ist zur Erfassung des Erfolgs vorzunehmen?

10


Notizen

12 Einzelunternehmung

Notizen

11


Privat & Geschäft

12

12.1 Privat & Geschäft

Einzelunternehmung

Eine einzelne natürliche Person kann selbstständig eine Unternehmung betreiben (Bsp. als Maler, Fahrlehrer, Treuhänder etc.). Sobald die Einzelperson eine Geschäftstätigkeit unter eigenem Namen sowie unter eigener Verantwortung aufnimmt, gilt sie als Einzelunternehmung. Die natürliche Person haftet als Eigentümerin der Einzelunternehmung uneingeschränkt mit ihrem Privatvermögen für sämtliche Schulden der Unternehmung. Keine Einzelunternehmungen sind Aktiengesellschaften (AG), Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), Kollektivgesellschaften, Genossenschaften, Kommanditgesellschaften etc., selbst wenn sie von einer Einzelperson geführt werden. Sie stellen als Handelsgesellschaften eigenständige juristische Personen dar. Trennung von Privat und Geschäft Die Einzelunternehmung ist selber nicht steuerpflichtig. Der Eigentümer muss dagegen sein geschäftliches Einkommen und Vermögen zusammen mit seinem privaten Einkommen und Vermögen in seiner Steuererklärung versteuern. Obschon Geschäft und Privat als Ganzes versteuert werden, ist es für die Veranlagung (Berechnung der Steuern) wichtig, Geschäft und Privat in der Buchhaltung zu trennen. Aus Sicht der Geschäftsbuchhaltung wird der Eigentümer als aussenstehende Person behandelt.

Einzelunternehmung Privat

Geschäft

Buchhaltung

Eigentümer

12


Privat & Geschäft

12

Unternehmungseinkommen Die Eigentümerin oder der Eigentümer einer Einzelunternehmung erzielt in der Regel ein Einkommen aus Bezügen von der Unternehmung. Die Summe dieser Bezüge ist als Unternehmungseinkommen * zu bezeichnen und setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:

+ Eigenlohn

Lohn, den sich der Eigentümer für seine Mitarbeit in der eigenen Unternehmung auszahlt.

+ Eigenzins

Zins auf das Kapital, welches der Eigentümer der eigenen Unternehmung langfristig zur Verfügung stellt (Eigenkapital).

+ Erfolg (Gewinn oder Verlust)

Erfolg aus der Unternehmung (Erträge − Aufwände)

Einzelunternehmung

* auch Unternehmereinkommen (veraltet e Schreibweise)

= Unternehmungseinkommen

Lohn- und Zinsaufwand verkleinern den Erfolg. Eine Erhöhung des Eigenlohns oder Eigenzinses führt daher zu einer Reduktion des Erfolgs im gleichen Ausmass, sodass sich das Unternehmungseinkommen dadurch nicht beeinflussen lässt.  Eigenlohn steigt > Eigenzins bleibt gleich  Erfolg sinkt > Unternehmungseinkommen bleibt gleich

13


Aktiengesellschaft

13

-

13 Aktiengesellschaft Leitfragen Finden Sie beim Durcharbeiten der Theorie Antworten auf diese Fragen  :

Aktiengesellschaft

1. Welche Eigenschaften machen die Aktiengesellschaft zu einer beliebten Rechtsform für Unternehmungen? 2. Was ist eine Aktie? 3. Aus welchen Konten besteht das Eigenkapital der Aktiengesellschaft 4. Was verkörpert das Konto Aktienkapital? 5. Was sind Dividenden? 6. Wer entscheidet über die Gewinnverwendung bei der Aktiengesellschaft? 7. Wie sieht ein Gewinnverwendungsplan aus? 8. Wie werden die einzelnen Positionen des Gewinnverwendungsplan verbucht? 9. Welche Buchungen sind bei der Auszahlung der Dividende vorzunehmen?

46


Notizen

Notizen

Aktiengesellschaft

13

47


Wesen der Aktiengesellschaft

13.1 Wesen der Aktiengesellschaft

13 Aktiengesellschaft

Die Aktiengesellschaft ist die häufigste Rechtsform von Unternehmungen in der Schweiz (rund 190 000). Aktionäre stellen das Eigenkapital zur Verfügung und erhalten als Gegenleistung Aktien. Die Aktien berechtigen die Aktionäre zur Gewinnbeteiligung, Mitbestimmung, Information sowie zum Bezug neuer Aktien im Falle einer Kapitalerhöhung. Die Haftung der Aktiengesellschaft ist beschränkt auf das Gesellschaftsvermögen, sodass die Aktionäre im Konkursfall maximal den Wertverlust ihrer Aktien erleiden. Es bestehen umfangreiche Gesetzesvorschriften zur Aktiengesellschaft, welche überwiegend im Obligationenrecht zu finden sind. Das Rechnungswesen einer Aktiengesellschaft bringt einige Besonderheiten mit sich, wovon die wichtigsten in diesem Kapitel erklärt werden.

Die Gründung einer Aktiengesellschaft:

Aktionäre:

Aktie Nennwert 50 000.00

Bilanz Aktiven Passiven Eigenkapital: Aktie Vermögen

150 000

Aktienkapital 150 000

Nennwert 50 000.00

Aktie Nennwert 50 000.00

48


Eigenkapital der Aktiengesellschaft

13.2 Eigenkapital der Aktiengesellschaft

13

Das Eigenkapital der Aktiengesellschaft besteht mindestens aus den folgenden Bestandteilen: Erklärung Aktienkapital

Bilanzgewinn

Gesetzliche Reserven

Gesparte Gewinne aufgrund gesetzlicher Vorschriften

Freiwillige Reserven

Freiwillige Reserven

Gewinnvortrag oder Verlustvortrag

Unverteilter Gewinn aus dem Vorjahr Verlust aus dem Vorjahr (Minus-Eigenkapital)

Jahresgewinn (bzw. -verlust)

Gewinn oder Verlust gemäss aktueller Erfolgsrechnung

Beispiel – Bilanz vom 31.12.2016 der Aviatec AG Die Aviatec AG stellt Carbonteile für die Flugzeugindustrie her.

$

Bilanz der Aviatec AG vom 31.12.2016 Aktiven

Passiven

Umlaufvermögen

Fremdkapital

Flüssige Mittel

15 000

kurzfristig

Foderungen LL

10 000

Verbindlichkeiten LL

12 000

Passive Rechnungsabgrenzung

10 000

Aktive Rechnungsabgrenzung

5 000

Vorräte

3 000

33 000 langfristig

Anlagevermögen Sachanlagen Finanzanlagen Immaterielle Anlagen

Darlehen

300 000

Rückstellungen

100 000

422 000

Eigenkapital 930 000

Aktienkapital

46 000 5 000

Gesetzliche Reserven 981 000

1 014 000

Freiwillige Reserven

500 000 10 000 –

Gewinnvortrag

1 000

Jahresgewinn

81 000

592 000

1 014 000

49

Aktiengesellschaft

Reserven

Summe aller Aktiennennwerte (auch: Nominalwerte oder Nominalkapital)


Kaufmännische Buchführung & Rechnungslegung

Eingeschränkte Buchführungs- und Rechnungslegungspflicht Stiftungen, Vereine sowie Einzelunternehmungen und Personengesellschaften (Bsp.: Kollektivgesellschaften) unterstehen nur einer eingeschränkten Buchführungs- und Rechnungslegungspflicht.

eingeschränkt

14

û

Einzelunternehmungen und Personengesellschaften

Umsatz < 500 000.00 Umsatz ≥ 500 000.00

û

Juristische Personen

Grundsatz

û

Ausnahme: Stiftungen & Vereine

Rechnungslegung & stille Reserven

ordentlich

û

Eine Unternehmung, welche den eingeschränkten Buchführungs- und Rechnungslegungsvorschriften untersteht, muss nur Auskunft über Einnahmen, Ausgaben, Vermögen und Schulden geben können. Dabei sind die Grundsätze der ordnungsgemässen Buchführung aber dennoch verhältnismässig zu berücksichtigen. Als Buchhaltung kann ein datiertes und minimal dokumentiertes Journal über die Zahlungseingänge und -ausgänge sowie eine Aufstellung über alle Aktiven und Schulden den eingeschränkten Buchführungsund Rechnungslegungsvorschriften genügen. Für die Feststellung der Mehrwertsteuerpflicht müssen dennoch jederzeit detaillierte Auskünfte zu Geschäftsfällen möglich sein.

Grundlagen der Bewertung (Art. 960 ff. OR) Bei Aktiven, Fremdkapital, Aufwänden und Erträgen, stellt sich die Frage, zu welchem Wert sie gebucht und im Jahresabschluss aufgeführt werden sollen. Bei der Bewertung sind besonders die folgenden Gesetzesbestimmungen zu berücksichtigen:

84

Position

Bewertung

Anlagevermögen (Grundsatz)

Höchstens zum Anschaffungswert (Kaufpreis + Bezugs- und Einrichtungskosten) oder zu den Herstellkosten (Materialkosten + Fertigungskosten), immer abzüglich aller bisherigen Wertberichtigungen

Aktiven mit Marktpreis (Bsp.: Wertschriften)

Zum Marktpreis am Bilanzstichtag, abzüglich einer Wertberichtigung für zukünftige Marktpreisverluste.

Vorräte

Anschaffung- oder Herstellkosten, abzüglich Veräusserungskosten

Verbindlichkeiten (Schulden)

Zum tatsächlichen Wert am Bilanzstichtag

Rückstellungen

Zum Wert des erwarteten Mittelabflusses (Bsp.: Zukünftige Zahlung)


Ergänzende Vorschriften für börsenkotierte Unternehmungen

14.2 Ergänzende Vorschriften für börsenkotierte Unternehmungen Für Unternehmungen, deren Wertpapiere an der Börse gehandelt werden, gelten zusätzliche Rechnungslegungsvorschriften gemäss der Richtlinie Rechnungslegung (RLR) der Schweizer Börse, SIX (www.sixexchange regulation.com). Diese Richtlinie bezweckt, durch die Festlegung entsprechender Anforderungen an die Rechnungslegung, den Anlegern die Beurteilung der Qualität einer Unternehmung zu ermöglichen.

14

Die RLR fordert unter Anderem auch die Einhaltung allgemein akzeptierter Prinzipien der Rechnungslegung (GAAP; Generally Accepted Accounting Principles):

Rechnungslegung & stille Reserven

IFRS Die Abkürzung IFRS steht für die International Financial Reporting Standards, welche vom IASB (International Accounting Standards Board) stammen. > www.ifrs.org Swiss GAAP FER Standards der Stiftung für Fachempfehlungen zur Rechnungslegung. > www.ifrs.org US GAAP FER Accounting Standard Codification des Financial Accounting Standards Board (FASB) sowie der U.S. Securities and Exchange Commission. > www.fasb.org

85


Vertiefung: Stille Reserven

14.3 Vertiefung: Stille Reserven Die Rechnungslegungsvorschriften zielen grundsätzlich auf eine vorsichtige Bewertung ab (Art. 960 ff. OR). Bei Betrachtung eines Jahresabschlusses kann deshalb die folgende Haltung gerechtfertigt sein:

14

–– Die Aktiven sind mindestens so viel wert, wie in der Bilanz gezeigt wird (tatsächliche eher mehr). –– Das Fremdkapital beträgt höchstens so viel, wie in der Bilanz gezeigt wird (tatsächlich eher weniger).

Rechnungslegung & stille Reserven

Aus der Differenz zwischen den nach Aussen gezeigten und den tatsächlichen Werten ergeben sich Reserven, welche an keiner Stelle ausgewiesen sind und deshalb als stille Reserven zu bezeichnen sind.

externe Bilanz interne Bilanz

Umlaufvermögen

Anlagevermögen

Fremdkapital

Eigenkapital

Stille Reserven sind nach den obligationenrechtlichen Vorschriften über die kaufmännische Rechnungslegung grundsätzlich zulässig (Beispiel: Art. 960a Abs 4 OR, oder Art. 960e Abs. 4 OR). Steuerrechtlich wird die Bildung von stillen Reserven aber nur in begrenztem Ausmass akzeptiert (vgl. dazu Kapitel 9, Band II).

86


Vertiefung: Stille Reserven

Veränderung der stillen Reserven Die stillen Reserven verändern sich, wenn die tatsächliche Wertveränderung von Bilanzpositionen nicht mit der gebuchten Wertveränderung übereinstimmt. Die Aktiven und das Fremdkapital werden über Aufwands- oder Ertragskonten bewertet (z. B. mit der Buchung: Abschreibungen / Maschinen). Bildung und Auflösung von stillen Reserven auf den Aktiven > Bildung von stillen Reserven

Tatsächlicher Wertverlust > gebuchter Wertverlust

>A  uflösung von stillen Reserven (Dies muss im Anhang zum Jahresabschluss erwähnt sein.)

Rechnungslegung & stille Reserven

14

Tatsächlicher Wertverlust < gebuchter Wertverlust

Bilanz

Aktiven Anfangsbestand 01.01.

Schlussbestand 31.12.

Erfolgsrechnung Aufwand Ertrag

Tatsächlicher Wertverlust

Tatsächlicher Aufwand

Stille Reserven

Stille Reserven interner Gewinn

Vermögen

Ertrag

externer Gewinn

Vermögen

Beispiel – Veränderung der stillen Reserven auf den Aktiven Die Innoplane AG schreibt die Maschinen extern um 50 pro Jahr ab. Intern wird der tatsächliche Wertverlust abgeschrieben. Jahr

Buchung

Tatsächlicher Wertverlust Betrag

$

Stille Reserven

Soll

Haben

Veränderung

Bestand

2013

Abschreibungen

Maschinen

50

50

0

0

2014

Abschreibungen

Maschinen

50

20

+ 30

30

2015

Abschreibungen

Maschinen

50

60

− 10

20

2016

Abschreibungen

Maschinen

50

10

+ 40

60

Im vorliegenden Fall, sind nach aussen 200 abgeschrieben worden. Der tatsächliche Wertverlust betrug nur 140. Das heisst, wir haben 60 zuviel abgeschrieben, also 60 stille Reserven gebildet.

87


Aufgaben

Umsatzrentabilität (Reingewinn in % des Umsatzes): Berechnung =

RG · 100 WaE

10 000 · 100

=

2 000 000

= 0.5 %

Beurteilung

Begründung für die Beurteilung

zu niedrig

sollte höher liegen, mindestens 2 %

Liquiditätsgrad 1 (Liquide Mittel in % des kurzfristigen Fremdkapitals): Berechnung

16

=

LiqM · 100

10 000 · 100

=

kFK

60 000

= 16.67 %

Beurteilung

Begründung für die Beurteilung

zu niedrig

müsste mindestens 30 % sein

Analyse Jahresabschluss

Liquiditätsgrad 2 (Liquide Mittel und Forderungen in % des kurzfristigen Fremdkapitals): Berechnung =

(LM +Ford) · 100 kFK

=

50 000 · 100 60 000

= 83.33 %

Beurteilung

Begründung für die Beurteilung

zu niedrig

müsste mindestens 100 % sein

Liquiditätsgrad 3 (Umlaufvermögen in % des kurzfristigen Fremdkapitals): Berechnung =

UV · 100 kFK

=

205 000 · 100 60 000

= 341.67 %

Beurteilung

Begründung für die Beurteilung

sehr hoch

sollte etwa 160 % bis 200 % betragen, zu hohe Lagerkosten, > totes Kapital

Anlagedeckungsgrad 2 (langfristiges Fremdkapital und Eigenkapital in % des Anlagevermögens): Berechnung =

186

(lFK + EK) · 100 AV

=

540 000 · 100 395 000

= 136.71 %

Beurteilung

Begründung für die Beurteilung

gut

deutlich über 100 %


Aufgaben

5

Aufgabe 10 (Einfluss von Geschäftsfällen auf Kennzahlen) Beurteilen Sie, den unmittelbaren Einfluss von Geschäftsfällen auf die folgenden Kennzahlen:

1

2

3

Geschäftsfall Kauf einer Maschine für die Produktionsstrasse auf Kredit

Bezahlung einer bereits gebuchten Kreditorenrechnung

Eigenkapitalrendite 

Ausgabe von neuen Aktien (Barliberierung)

5

Wertsteigernde Renovation der Liegenschaft, finanziert durch eine Erhöhung der Hypothek

Zunahme

unverändert 

Abnahme

Zunahme

unverändert 

Abnahme

Zunahme

Erhöhung des Delkrederes

  

Zunahme

Zunahme

Abnahme

Abnahme

Zunahme

Zunahme

unverändert 

Abnahme

Zunahme

Anlagedeckungsgrad 2 

unverändert

unverändert

unverändert

Abnahme

Zunahme

Zunahme

unverändert

  

unverändert

Abnahme

Zunahme

Abnahme

Zunahme

unverändert

Abnahme

Abnahme

Abnahme

Abnahme

Zunahme

Zunahme

Zunahme

Zunahme

unverändert

unverändert

Abnahme

Abnahme

Zunahme

Zunahme

Abnahme

unverändert

unverändert

Abnahme

Abnahme

Zunahme

unverändert

unverändert

Abnahme

16

unverändert

unverändert

Eigenfinanzierungsgrad

unverändert

unverändert

 4

Liquiditätsgrad 2

Analyse Jahresabschluss

Nr.

Abnahme

Zunahme

unverändert

Abnahme

Zunahme

Gewinn sinkt! 6

Abschreibung des Anlagevermögens

Zunahme

unverändert

Abnahme

Zunahme

unverändert 

Abnahme

Zunahme

unverändert

Abnahme

unverändert 

Abnahme

Zunahme

Gewinn sinkt! 7

8

Verkauf von Handelswaren auf Kredit

Verkauf von Handelswaren gegen Barzahlung

Zunahme

unverändert

Abnahme

Zunahme

unverändert 

Abnahme

Zunahme

unverändert

Abnahme

Zunahme

unverändert 

Abnahme

Zunahme

unverändert

Abnahme

Zunahme

unverändert 

Abnahme

unverändert

Abnahme

Zunahme

unverändert 

Abnahme

187


Aufgaben

Aufgabe 11 (Praxisfall: Rettung der Swissair) Alternativ zum nachfolgenden Text können auch Beiträge vom Schweizer Fernsehen geschaut werden (Bsp. DOK-Beiträge auf http://www.srf.ch/player/tv). Die Swissair wird 1931 mit Sitz in Zürich-Kloten als Luftfahrtunternehmung gegründet. Die Swissair profitiert in den 1960er Jahren vom allgemein stark wachsenden Luftverkehr und baut sich einen exzellenten Ruf als Qualitätsairline auf. «Fliegende Bank» wird die Swissair aufgrund ihrer hohen Geldreserven oft genannt. In den frühen 1980er Jahren werden die gesetzlichen Bestimmungen im Luftverkehr nach und nach gelockert und es drängen sich etliche neue Airlines in den Luftfahrtmarkt, was den Kostendruck auf die Swissair erhöht. In der Schweiz kommt 1978 die Crossair als direkte nationale Konkurrentin zur Swissair auf den Markt. Die Swissair will sich gegen die schlechter werdenden Marktbedingungen absichern, indem sie ihre Einnahmequellen breiter abstützt und dadurch unabhängiger vom eigentlichen Flug­ geschäft wird. Sie investiert zu diesem Zweck ihre Geldreserven in neue Unternehmen, die im flugverwandten Geschäft tätig sind (Beispiele: Flughafenabfertigung, Catering, Flugzeugwartung, Duty-FreeGeschäft, etc.). Weil sich die Swissair nun nicht mehr bloss auf das Kerngeschäft konzentrieren kann, leidet die Qualität der Flüge und damit der Ruf der Swissair.

Analyse Jahresabschluss

16

Ab 1990 kommen immer mehr Fluggesellschaften auf den Markt und gleichzeitig schrumpft das Marktvolumen aufgrund der weltweit schlechten Wirtschaftslage. Die Swissair erleidet immer mehr Verluste im eigentlichen Fluggeschäft und nur die flugverwandten Betriebe halten die Unternehmung noch über Wasser. Anderen Fluggesellschaften im Markt geht es nicht besser und viele schliessen sich zu Allianzen zusammen, um ihre Kunden weltweit bedienen zu können. Die Swissair kommt als Einzelgängerin nun noch mehr unter Druck und beteiligt sich deshalb im Zeitraum zwischen 1992 bis 1999 an diversen Fluggesellschaften, welche aber selber auch finanzielle Probleme haben. Kritiker dieser «Hunter-Strategie» geben zu bedenken, dass aus mehreren kranken Unternehmen keine gesunde Unternehmung entstehen könne. Am 2. September 1998 stürzt eine MD-11 der Swissair auf ihrem Flug von New York nach Genf ab, wobei alle 229 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben kommen. 1999 kündigt die Delta-Airlines die Zusammenarbeit mit der Swissair und arbeitete neu mit der AirFrance zusammen, wodurch der Swissair etliche Flüge verloren gehen.

188


Aufgaben

5

Können Sie die Swissair retten? Im März 2001 tritt der gesamte Verwaltungsrat der Swissair zurück, nachdem die finanzielle Schieflage der Unternehmung bekannt wurde. Sie werden vorübergehend als Konzernchef/-in eingesetzt. An Ihrem ersten Arbeitstag wollen Sie sich ein Bild über die finanzielle Lage der Swissair machen (Notizen auf Folgeseite). Die Finanzchefin Jacqualyn Fouse («Jackie» genannt) stellt Ihnen Bilanz und Erfolgsrechnung der Jahre 1999 und 2000 zur Verfügung: Bilanz der SAir Group per 31.12.2000 (Mit Vorjahresvergleich, in Mio. CHF) Aktiven

Passiven 31.12.00 31.12.99

Umlaufvermögen

Fremdkapital

Flüssige Mittel

3 548

2 597

Forderungen LL

3 140

2 933

513

456

Vorräte

16

31.12.00 31.12.99

Kurzfristiges Fremdkapital

6 927

4 923

Rückstellungen

3 775

1 685

Übriges lf. Fremdkapital

8 161

6 853

Anlagevermögen Flugzeuge

5 517

4 671

752

591

Immobilien

1 712

1 583

Eigenkapital

Finanzanlagen

1 523

2 064

Aktienkapital

1 069

1 089

Übriges Anlagevermögen

3 510

2 959

Eigene Aktien

− 65

− 171

3 233

3 202

− 2 885

273

Mobilien

Reserven

Jahreserfolg 20 215

17 854

20 215

Analyse Jahresabschluss

Langfristiges Fremdkapital

17 854

Erfolgsrechnung der SAir Group 2000 (Mit Vorjahresvergleich, in Mio. CHF) Aufwand

Ertrag 2000

1999

2000

Material- & DL-Aufwand

7 743

6 011

Betriebsertrag

Personalaufwand

4 506

3 493

Sonstige Erträge

991

694

Einmalige Aufwendungen

2 714

0

Sonstige betr. Aufwände

3 169

2 539

Finanzaufwand

170

154

Steuern

117

188

− 2 885

273

16 525

13 352

Abschreibungen

Jahreserfolg

1999

16 229

13 002

296

350

16 525

13 352

189

Rechnungswesen 3 - Sonderband - Lehrerband  
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