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FOTO: HÖSCH

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Engagiert sich ehrenamtlich mit Herzblut für ihren Förderverein KinderLeben e.V.: Ester Peter

Ester Peter, Vorstand des Fördervereins KinderLeben

„Ich habe mit Gott einen Deal geschlossen …“ Vor sechs Jahren gründete Ester Peter den Förderverein KinderLeben e.V. Sie kümmert sich gemeinsam mit ihrem Team um todkranke Kinder und deren Angehörige.

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er Ester Peter das erste Mal trifft, eigenen Worten „einen Deal mit Gott“. Sie merkt nach kurzer Zeit, dass die versprach, falls sie die Operation überleben Frau mit dem herzlichen Lächeln sollte, sich um todkranke Kinder zu kümund der offenen Art mit ihrem Ehrenamt mern. Dies tat sie auch. Im Jahr 2008 grünuntrennbar verbunden ist. Vor sechs Jahren dete sie Deutschlands erstes Tages-Kindergründete sie den Förderverein KinderLeben hospiz. Im Jahr 2009 rief sie den e.V., der seinen Sitz in Hamburg-Schnelsen Förderverein KinderLeben e.V. ins Leben. hat. Ziel des Vereins ist es, Kindern, die „Ziel des Vereins ist die individuelle Betreuung lebensverkürzend erlebensverkürzend erkrankt krankter Kinder, Jugendlisind, sowie ihren Angehöri„Ich wünsche mir, gen Unterstützung in mo- dass Schwerstkranke cher, ihrer Geschwister sowie ihrer Eltern und naralischer, finanzieller und in unserer Gesellhestehender Angehöriger materieller Hinsicht zu geschaft einen Platz mittels materieller und fiben. 100 Stunden die Wonanzieller Versorgungsanche, 365 Tage im Jahr kümhaben …“ gebote“, so Peter. mert sich die gebürtige Pfälzerin mit ihrem Team um derzeit 16 Fa- Doch um dies alles in die Tat umzusetzen, milien im norddeutschen Raum. Der Ge- sind Peter und ihr Team auf Spendengelder danke, sich um todkranke Kinder ehren- und Sachspenden angewiesen. „Jede Spenamtlich zu kümmern, entstand im Jahr de hilft den Kindern und deren Familien“, 2005. „Ich hatte eine schwere Operation sagt Peter, die sich nach eigenen Worten vor mir, der Anästhesist fragte mich, was er „ein Leben ohne die ehrenamtliche Arbeit meinen drei Kindern sagen soll, falls ich die bei KinderLeben“ nicht mehr vorstellen OP nicht überlebe“, sagt Ester Peter. „Sagen kann und die in dieser Tätigkeit ihre ErfülSie ihnen, dass ich sie liebe“, so Peter wei- lung gefunden zu haben scheint. „Wenn ter. Bevor der lebenswichtige Eingriff vor- man Erfahrung mit dem Tod hat, weiß man, genommen werden konnte, schloss sie nach was im Leben wichtig ist und es zählen an-

dere Werte“, so Ester Peter weiter. Wichtig sei ihr, dass die Gesellschaft mit den Kindern, deren Lebenserwartung kurz ist, sowie deren Angehörigen lerne, normal umzugehen. „Ich wünsche mir, dass Menschen mit Behinderungen und Schwerstkranke in unserer Gesellschaft einen Platz haben und die Möglichkeit erhalten, am Alltag teilzunehmen“, sagt sie. Autorin: cornelia.hoesch@kloenschnack.de

ZUR PERSON Ester Peter wurde 1965 in Hertlingshausen geboren. Sie arbeitete viele Jahre im kaufmännischen Bereich und engagiert sich seit frühester Jugend ehrenamtlich. Sie gründete 2008 Deutschlands erstes Tages-Kinderhospiz. Sie hat drei erwachsene Kinder und ist ehrenamtlicher Vorstand des Fördervereins KinderLeben e.V., www.kinderleben-hamburg.de.

Förderverein KinderLeben e.V. Spendenkonto Sparda-Bank: IBAN: DE96206905000001768000 BIC: GENODEF1S11

Kloenschnack Februar 2015  

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