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Country Das Magazin für Wohnkultur und Lebensart

Zauberhafte Deko-Trends Inspiration für die Gemütlichkeit

Atmosphärische Neu-Inszenierung Ein Haus im Wandel der Zeit Wintermärchen Sylt Tipps für Individualisten, die das Besondere schätzen Black ist back Eine luxuriöse Farbe hält Einzug in Interieurs Geschliffene Schönheiten Traditionelles und modernes Glasdesign aus Lübeck Mythos Venedig Zu Besuch in der einzigartigen La Serenissima

it € 9,95 ES € 9,95 At € 9,20 P € 9,95

GR € 11,CH SFR 16,BNLX € 9,30 SF € 12,00

SK € 11,50 NKR 99,00

Heft 89 Winter 2019 d € 8,-

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A La Carte


Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, Die Herbstsonne steht so tief, dass sie die Räume komplett durchflutet, der Himmel ist grau und die Blätter haben sich dunkelrot gefärbt, kaum zu glauben, dass der Winter vor der Tür steht! Aber die ersten Adventskränze und Lebkuchen in den Geschäften kündigen die bevorstehende Weihnachtszeit an. Für die einen ist es eine Zeit der Besinnung, für andere die Zeit der hektischen Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk. Wie jedes Jahr stellt sich die Frage: „Womit kann ich meine Lieben erfreuen?“ Schenken Sie doch einfach ein bisschen Zeit – ein gemütliches Essen daheim, begleitet von einem Glas Wein und guten Gesprächen – ein Geschenk, das nachhaltig ist. Die dazu passenden Rezepte liefern wir Ihnen in unserer Strecke „Leib & Seele“. Und ist es dann soweit, dass sich der erste Schnee wie Puderzucker über die reetgedeckten Häuser legt, wenn das Watt wie eine silberne Eisfläche funkelt, wenn nur das Rauschen des Meeres die wunderbare Stille unterbricht und man auf endlosen Spaziergängen kaum einer Menschenseele begegnet, dann ist Winter auf Sylt. Wer die Privatsphäre eines Ferienhauses einem Hotelaufenthalt vorzieht, der wird zum Beispiel von den exklusiven Senhoog-Häusern in Morsum und Westerland begeistert sein. Sie erfüllen in puncto Ausstattung, Design und Komfort höchste Maßstäbe und sind perfekte Rückzugsorte für Ruhesuchende. In diesen wunderschönen Domizilen kann man all die Dinge tun, für die im normalen Alltag wenig Zeit bleibt – mittags im Bademantel frühstücken zum Beispiel, gemeinsam kochen oder um Mitternacht in die Sauna gehen. Sind das nicht herrliche Aussichten? Damit wünsche ich Ihnen nun einen wunderschönen Winter und viel Spaß bei der Lektüre.

Herzlichst, Ihre

Martina Klocke (Herausgeberin)

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Foto: Loberon

Inhalt


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Editorial

Country Leben

Atmosphärische Neu-Inszenierung Das Bielefelder Unternehmen Lohmeier Home Interiors steht schon seit vielen Jahren für wunderschöne Wohnwelten mit dem gewissen Etwas. Inhaberin Ute Lohmeier und ihr Team entwickeln europaweit individuelle Wohnkonzepte für luxuriöse Privathäuser und -wohnungen, Feriendomizile, aber auch für Restaurants und exklusive Stores.

Wintermärchen Sylt

Wenn sich der erste Schnee über die reetgedeckten Häuser legt, wenn das Watt wie eine silberne Eisfläche funkelt, wenn nur das Rauschen des Meeres die wunderbare Stille unterbricht und man auf endlosen Strandspaziergängen kaum einer Menschenseele begegnet, dann ist Winter auf Sylt. Exklusive Entschleunigung versprechen die SENHOOG-Homes.

Country Wohnen

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Ein gekonnter Stilmix

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Die neue Pierre-Frey-Sammlung von Dessins bietet ein angenehmes und vielseitiges Intermezzo. La Maison Pierre Frey verewigt die Tradition der Schönheit und lädt zum Träumen und Reisen ein.

Black is back

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Foto: Pierre Frey

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Schwarz kommt nie wirklich aus der Mode – sie ist die geheimnisvollste aller Farben. Ob das kleine Schwarze im Schrank oder der schicke, schwarzer Flitzer vor der Haustür – Schwarz ist ein klassisch, luxuriöser Ton, der jetzt auch wieder in die Welt der Interieurs Einzug hält.

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Neue Lieblingsplätze für entspannte Momente

Winterzeit ist Sesselzeit. Da sitzt man gerne warm und kuschelig am Kamin – mit einem Buch, einem guten Glas Wein oder bei einem inspirierenden Gespräch. Im exklusiven Sortiment von LOBERON haben wir gemütliche Fauteuilles für den ländlichen Einrichtungsstil entdeckt.

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„Hätten wir die bloß eher gefunden!“

Beim Renovieren alter Bauerngehöfte und historischer Landsitze stellt sich häufig das Problem, adäquate und passende Fenster für die Instandsetzung zu finden. Aber es gibt sie: authentische, gut gedämmte historische Dachfenster.

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Individuelle Wohnraumtreppen

Treppen sind mehr als eine Verbindung zwischen zwei Etagen. Als gestalterisches Element fügen sie sich in gute Architektur ein und verbinden Design und Raumkunst zu einem harmonischen Ganzen.

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Country Manufaktur

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Faszination „Fell“ Made in Germany Eisbären, Pumas, Luchse – all diese Tiere wurden jahrelang aufgrund ihres schönen, weichen Fells gejagt. Noch heute sind viele Raubkatzen vom Aussterben bedroht, weil Menschen sich mit Pelz schmücken möchten. Dass es auch anders geht, beweist Modedesigner Ralf Bartelsheim.

Geschliffene Schönheiten aus Glas Glasschleifen gilt als die hohe Kunst der Glasveredelung. Eine Fertigkeit, die kaum noch jemand so brillant beherrscht wie die Spezialisten der Lübecker Manufaktur Rotter Glas.

Aufbruch in ein neues Zeitalter Die Höchster Porzellan-Manufaktur wurde 1746 als kurfürstlichmainzische Porzellanmanufaktur gegründet und ist damit die zweitälteste in Deutschland. Seit Juni 2018 beschreitet die Traditionswerk stätte neue Wege – auch mit dem brandneuen Concept Store im neu geschaffenen DomRömer-Quartier in der Frankfurter Altstadt.

Erste Hilfe für Meissner Porzellan Der Porzellankopf hat ein dickes Loch, traurig hängt das linke Bein an einem dünnen Gummiband. Die Puppe ist ein Fall für den ScherbenDoc. Seit 1997 „praktiziert“ der Hamburger in seiner ScherbenKlinik, die sein Vater bereits 1935 gegründet hat.

70 Foto: Skargards Hot Tubs

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C O U N T RY

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erscheint dreimal im Jahr

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Winterliche Deko-Trends

Die Weihnachtszeit ist die stimmungsvollste Zeit des Jahres. Lassen Sie sich inspirieren für Ihre stilvolle Weihnachtsdeko im Haus und drumherum – von zauberhaften Kränzen über modernen und klassischen Christbaumschmuck bis hin zu leicht skurrilen Deko- Elementen.

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Adventszeit im Winter-Wunderland Ob festlich gedeckte Tafel, verzierter Adventskranz oder geschmückter Baum – Weihnachtszenarien sollen die Sinne des Betrachters ansprechen. Nicht vorbei kommt man am Weihnachtsthema „Splendid history“. In Farben, wie sie das Meer, Edelsteine und Mineralien hervorbringen, rauschen die pastelligen Töne Türkis, aber auch Rosa in die weihnachtliche Winterwelt.

country Outdoor 86

Wohltuende Wärme wie nie zuvor

Holzbefeuerte Badefässer sind seit Jahrzehnten ein skandinavischer Trend. Nun halten sie auch Einzug in deutsche Gärten. Sie ermöglichen es, die kalte Jahreszeit auf einzigartige Weise zu erleben. Anstatt es sich im Winter nur drinnen gemütlich zu machen, kann man sich draußen in der heißen Wanne von Skargards Hot Tubs erwärmen und dabei dem Knistern des Feuers lauschen.

country Special

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Der Mythos von Venedig

Venedig – auf Inseln im Wasser erbaut, einst Herrscherin über die Adria, dann verfallen und scheinbar dem Untergang geweiht. Die geheimnisvolle Hüterin zauberhafter Mystik begeistert alljähr- lich Millionen von Menschen mit ihrer einmaligen, vielleicht doch unvergänglichen Schönheit.

country Landpartie

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Landpartie im goldenen Herbst

Wir haben schöne Rückzugsorte für Sie gefunden: z.B. das Burghotel Sterr im Bayerischen Wald, das Fünf-Sterne-Hotel Nidum in Tirol, das luxuriöse Feriendomizil Sonnenhang, das Hotel & Spa Klosterbräu oder als echten Geheimtipp die Seezeitlodge Hotel & Spa am Bostalsee im Naturpark Saar-Hunsrück.

Leib & Seele

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Genussvolle Rezepte zur Winterzeit

Kulinarische Köstlichkeiten von pikant bis süß.

Bezugsquellen & Shopping Guide

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Adressen für Internet-Shopping, Antiquitäten, historische Baustoffe, Innenausstatter, Garten- und Landschaftsbau und mehr.

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Vorschau

Klocke Verlag GmbH Höfeweg 40, D-33619 Bielefeld Fon: + 49 / (0)5 21 / 9 11 11 - 0 Fax: + 49 / (0)5 21 / 9 11 11 - 12 Internet: www.klocke-verlag.de E-Mail: info@klocke-verlag.de

Geschäftsführung Thomas Klocke, Martina Klocke Herausgeberi n Martina Klocke V e r a n t w o r t l i c h f ü r d e n I n h a lt Martina Klocke Anzeigenleitung Thomas Klocke S e k r e ta r i at A n z e i g e n l e i t u n g Andrea Petzold R e da kti o n Gundula Luig-Runge, Sabine Herder, Gabriele Isringhausen, Bernd Teichgräber Grafikdesign Sabina Winkelnkemper, Claudia Stepputtis F oto g r a f i e Ydo Sol, Klaus Lorke, Günter Standl T i t e l f oto Klaus Lorke Bildbearbeitung Klocke Medienservice Holger Schönfeld, Birgit Lahode Produktion Claudia Schwarz, Diana Wilking S e k r e ta r i at Andrea Petzold, Katrin Baumgart Vertr i eb Stephan Klocke Vertr i eb/Han del IPS Pressevertrieb GmbH Carl-Zeiss-Straße 5, 53340 Meckenheim info@ips-d.de, www.ips-d.de G e s a mt h e r s t e l l u n g Heidenreich Print Gmbh, Bünde Gedruckt auf Omnigloss der Igepa Printed in Germany Copyright Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, verboten. A n z e i g e n p r e i s l i ste vom 1. Dezember 2018 Preise Einzelpreis: 8,– Euro, Jahresabo: 28,– Euro Abonnementbestellung beim Verlag (Bezugspreisliste für Sammelabonnements anfordern) A b o n n e m e n t -V e r wa lt u n g Leserservice Country Style PrimaNeo GmbH & Co. KG Postfach 10 40 40, 20027 Hamburg Fon: 0 40 / 23 67 03 46 Fax: 0 40 / 23 67 03 01 E-Mail: countrystyle@primaneo.de ISSN 1 4 3 2 - 9 59 X


country NEWS

Die Seehunde von Pieterburen Mit ihren großen runden Kulleraugen lassen die Seehunde und Kegelrobben der Seehundstation Pieterburen in der niederländischen Provinz Groningen nicht nur die Kinderherzen dahinschmelzen. Besucher aus aller Welt fühlen sich von den neugierigen Meeresbewohnern magisch angezogen, die im Robben-Zentrum nach Verletzung, Krankheit oder Verwaisung aufgepäppelt und anschließend wieder in die Freiheit entlassen werden. Text: Gundula Luig-Runge, Fotos: Klaus Lorke Wer schon mal in die dunklen Kulleraugen eines niedlich anmutenden Seehundes geblickt hat, vergisst allzu schnell, dass es sich um ein äußerst wendiges Raubtier handelt. Aufgrund ihres torpedoförmigen Körpers können die Tiere auf der Jagd nach Beute bis zu 35 Stundenkilometer erreichen. Der Seehund kommt in allen nördlich-gemäßigten Meeren vor und damit auch in der Nordsee an den Kü-

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sten Deutschlands und der Niederlande, wo er unter Artenschutz steht. Eine zweite Seehundart ist die Kegelrobbe, die den gleichen Lebensraum bewohnt. Obwohl sie ähnlich aussehen, unterscheidet sich das Verhalten beider Arten deutlich. Der Seehund ist eher zurückhaltend, während die Kegelrobbe frecher und neugieriger ist. In freier Natur kann man die munteren Meeresbewohner am besten beobachten, wenn sie sich auf den Sandbänken im Wattenmeer aufhalten. Dort sind ihre Ruheplätze und dort kommen auch zwischen Juni und Juli nach elfmonatiger Trächtigkeit die Jungtiere der Seehunde zur Welt. Die Kegelrobben bekommen ihren Nachwuchs im Winter. Bereits gleich nach der Geburt können alle Robbenwelpen schwimmen. Von ihren Müttern werden sie lediglich drei bis sechs Wochen lang gesäugt, wozu diese das Wasser verlassen müssen. Nur während dieser Zeit bleiben die Weibchen in der Nähe ihrer Jungen. Doch schon bald unternehmen die Robbenmütter wieder ausgedehnte Nahrungsausflüge und lassen ihre Welpen währenddessen allein am Strand zurück. Und dieses Verhalten wird von unwissenden Touristen immer wieder fehlinterpretiert.

Nicht selten werden vermeintlich verwaiste Heuler am Strand „gefunden“ und aus Mitleid mitgenommen. Abgegeben werden sie dann in der Seehundstation Pieterburen im Norden Hollands. „Das ist ärgerlich, weil gesunde Seehundwelpen aus ihrem natürlichen Umfeld entfernt, von ihren Müttern getrennt werden und wir sie aufgrund des Menschenkontaktes nicht mehr an den Fundort zurückbringen können. Die Mütter würden ihre Babys nicht mehr akzeptieren“, sagt Marlies Bregman vom Seehundzentrum Pieterburen. Notgedrungen müssen die Kleinen dann dort aufgezogen und nach drei Monaten wieder in die Freiheit entlassen werden. In der Regel kommen aber kranke und verletzte Tiere in die Obhut der Station. Sie werden von einem Team bestens ausgebildeter Hilfskräfte, die dem EHBZ-Netzwerk (Erste Hilfe für Meeressäuger) angehören, aufgegriffen, wenn nötig erstversorgt und dann nach Pieterburen gebracht. Mehr als einhundert freiwillige Helfer, die sich entlang der gesamten niederländischen Küste verteilen – von Zeeland bis zum Dollart – sind für die Seehundstation im Einsatz. Diese Helfer sind eine unverzichtbare Grundlage für die


Kranke und verwaiste Tiere finden in Pieterburen ein Zuhause auf Zeit, Besucher ganz viele Informationen.

gute Versorgung bzw. Aufzucht der Robben und ebenso für die Forschung, die in der Auffangstation betrieben wird. Im Zentrum selbst arbeitet ein internationales Kernteam aus Tierärzten, Tierpflegern, Biologen und Kommunikationsbeauftragten. Unterstützt wird das Team von Studenten und Praktikanten unterschiedlichster Fachrichtungen und Herkunftsländer. Gegründet wurde die Seehundstation Pieterburen 1971 von der niederländischen Tierpflegerin und Tierrechts-Aktivistin Lenie 't Hart und hat sich von einer einfachen "Tagesbetreuung" für junge Robben zu einer wissenschaftlich forschenden, weltweit renommierten Robbenklinik mit Begleiteinrichtungen wie Quarantänestation, Labor, Chemielaboratorium

und modernen Forschungseinrichtungen entwickelt. Das Zentrum rettet Robben (Seehunde und Kegelrobben), die durch Boote oder Fischernetze verletzt wurden, durch Hundebisse am Strand oder durch Umweltverschmutzung erkrankt sind, sowie verwaiste Welpen. Alle rehabilitierten Robben werden nach ihrer mehrwöchigen bis maximal sechsmonatigen Rehabilitationszeit in die freie Wildbahn entlassen. Keines der Tiere bleibt in Gefangenschaft und mit keiner der Robben wird gezüchtet. Das Zentrum sammelt auch Teile von Fischernetzen, die im Meer treiben, damit diese kein Tier mehr verletzen können. Die Netzfragmente werden im Anschluss recycelt und zu T-Shirts weiterverarbeitet, die dann im hauseigenen Merchandising-Shop der Seehundstation an die Besucher verkauft werden. Wird eine Robbe im Zentrum eingeliefert, durchläuft sie während ihres Aufenthaltes drei Stationen. Zuvor wird sie mit dem sogenannten „Intake“ körperlich untersucht, gemessen, gewogen und vorhandene Wunden werden direkt behandelt. Basierend auf den Untersuchungsergebnissen wird ein Behandlungsplan erstellt, sodass die Robbe und ihre individuellen Bedürfnisse so gut wie möglich versorgt werden können. Abschließend bekommt jedes Tier eine Marke mit einer Kennnummer in die rechte Hinterflosse. In der ersten Pflegephase, in der viele Tiere noch sehr schwach sind, werden sie genauestens beobachtet. Allein oder mit noch einem Artgenossen werden sie in einem beheizten, geschlossenen, ruhigen Raum gehalten. Ein spezieller, fetthaltiger Fischbrei soll eine

schnelle Genesung forcieren. Das Ziel der zweiten Phase ist, dass der kleine Patient lernt, selbstständig ganzen Fisch zu fressen. In der Wildnis jagen Robben instinktiv lebendigen Fisch, was in der Station natürlich nicht möglich ist. Die Tiere werden daher anfangs mit der Hand gefüttert, bis sie den Fisch, in der Regel Hering, später aus eigenem Antrieb fressen. Einige medizinische Behandlungen werden auch in dieser Phase noch durchgeführt. Sie halten sich in einem Außengehege mit Zugang in geschützte Innenräume auf. In der dritten und letzten Phase ihres Aufenthaltes in Pieterburen sollen die Robben nur noch zu Kräften kommen. Gefüttert wird ganzer Fisch und sie werden wöchentlich gewogen. Anhand des Gewichtes, des Verhaltens und des allgemeinen Zustandes beurteilen die Tierärzte, ob das jeweilige Tier freigelassen werden kann. Die Reserven, die die Tiere in den letzten Wochen aufbauen, haben sie in den ersten Wochen nach der Freilassung bitter nötig. Die Seehundstation Pieterburen bietet Interessenten die Möglichkeit, an einer Auswilderung teilzunehmen. Sicher verstaut in einer Box werden die Robben zu einer Sandbank in der Nordsee transportiert und dort wieder ihrem natürlichen Lebensraum übergeben. Das ist jedes Mal ein bewegendes Ereignis, insbesondere für die Mitarbeiter. Aktuelle FreilassungsTermine sind direkt im Seehundzentrum zu erfragen. Die Teilnahme kostet 40 Euro pro Person. Die als Stiftung geführte Seehundstation erhält übrigens keine staatlichen Zuschüsse, sondern finanziert sich aus Spenden und Eintrittsgeldern. Durch den Kauf einer Eintrittskarte unterstützen Besucher die Mission des internationalen Teams: gesunde Seehunde in einem gesunden Meer! r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 000

Aus der Obhut der Seehundstation geht es wieder in die Freiheit.

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© Esther Eberhardt

Zur Vorweihnachtszeit gehören neben Tannengrün und Räucherkerzen auch beleuchtete Weihnachtskugeln mit LEDLichterketten in verschiedenen Größen. Sie verzaubern mit ihrer Präsenz und bringen die optimale Stimmung in die eigenen vier Wände.

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Materialmix mit der Trendfarbe Gold für eine individuelles Ambiente in der kalten Jahreszeit: Tischset, dazu goldfarbenes Besteck und Leinenserviette mit Fransen in Tannengrün. Sehr schön auch der Holzstern mit Glitzerrand für eine funkelnde Tischdeko. Voll im Kuschel-Trend: Fake Fur. Denn der fluffige Webpelz ist eine sensationelle Alternative zu echtem Fell. Passend dazu das Kissen im Leoparden-Druck. Prächtige Schale und Teelichthalter geben dem Raum richtig Gemütlichkeit.

Lichtblicke

zur Winterzeit Friederike Schultes hat eine Spürnase für Schönes und Außergewöhnliches. Sie liebt und unterstützt Hersteller, die in kleinen Manufakturen von Hand fertigen. Hochwertige Qualität begeistert sie. Auf ihrer Homepage entsteht so ein Marken-Mix, in dem man nach Herzenslust stöbern kann. Unterteilt nach diversen Kategorien oder der Saison findet man hier alles, nur nichts von der Stange. Ist man auf der Suche nach Inspiration für stilvolle Arrangements – hier wird man fündig. Begeistert hat uns in der Redaktion die XXL-Weihnachtskugel (links) mit einem Durchmesser von 30 cm

mit LED-Lichterkette mit Batteriebetrieb. Diese Kugel gib es übrigens in noch zwei weiteren Größen – ein Hingucker und Lichtblick für die Winterzeit. r Bezugsquelle: www.tischwerk-interieur.de

Für stilvolle Tisch- und Tafelkultur: Bedruckte Leinentischwäsche aus Italien mit dem klassischen Motiv „Ilex“. Handgefertigte Vasen, grüne Teelichthalter und stilvolle Kristallgläser fügen sich optisch zu einem harmonischen Ganzen.

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Eine Hommage an die Farben und Düfte Afrikas Baobab Nirvana

Bereits im Jahr 2000 wurde „Aus Liebe zum Duft“ durch Georg R. Wuchsa gegründet, ein Pionier in Sachen Parfum und Kosmetik, den schon immer die Leidenschaft für das Besondere antrieb.

Die Geschichte der wunderbaren Duftkollektion Baobab beginnt in Tansania. „Dort verbrachte die belgische Designerin Valerie Bietlot einige Jahre ihres Lebens. Getragen von dem Wunsch, die geheimnisvollen Düfte der Savanne festzuhalten und mit in die Heimat zu bringen, kreierte sie eine charakteristische Duftserie und legte den Grundstein der Duftkollektion Baobab, was übersetzt Affenbrotbaum heißt. Die Düfte sind inspiriert von der Flora und Fauna des afrikanischen Landes, so auch Nirvana, ein Synonym für Freude und inneren Frieden“, erzählt Georg R. Wuchsa. Seit nunmehr fast 30 Jahren betreibt der Sohn einer Juwelierdynastie im baden-württembergischen Bruchsal das Internetportal „Aus Liebe zum Duft“, hat seine Passion zur Profession gemacht. Heute ordern hier Kunden aus aller Welt ihre Lieblingsdüfte: „Besonders in den dunklen Monaten

lieben die Menschen Kerzenlicht und Raumdüfte. Mit Nirvana hat Baobab wieder etwas ganz Besonderes geschaffen.“ Die Duftkerzen werden in einem aufwendigen Herstellungsverfahren in liebevoller Handarbeit hergestellt. Selbstverständlich kommen nur hochwertiges Wachs und kostbare Parfumöle zum Einsatz. Aber es ist nicht nur der Duft, der begeistert, auch die optische Darstellung überzeugt Liebhaber schönen Designs. Das exklusive Nirvana-Dekor auf handgeblasenem Glas zeigt ein Triptycon aus lodernden Farben. Geschaffen hat es der französische Künstler Antoine Carbonne. Die Duftkerze „Spirit“ präsentiert die Darstellung einer ganzheitlichen Explosion in lohfarbenen Nuancen und Kumintönen. Ihr Duft: eine Mischung aus Weihrauch, Zedernholz und Vanille, wie geschaffen für Rückbesinnung und innere Einkehr. In ein handgeblasenes Glas gefüllt, das die fröhlichen Farben Rot und Gelb zur Schau trägt, positioniert

sich die extravagante Duftkerze „Bliss“ mit dem Duft von Zitrusfrüchten, Neroli und Vetiver. Als Teil der limitierten Nirvana-Kollektion ist die Duftkerze „Holly“ diejenige, die die Elemente am meisten erweckt. Mit einer Spur von intensivem Blau taucht sie das Zuhause bei brennender Flamme in sanftes Licht. Ihr Duft ist sowohl floral als auch leicht – eine Mischung aus Maiglöckchen, Moschus und Zyperngras. Die Kerzen haben eine Brenndauer von mehr als 60 Stunden, die künstlerisch hochwertigen Gläser sind im Anschluss ein individuelles Dekorationsaccessoire. r www.ausliebezumduft.de

Duftkerze „Holly“: eine Spur von intensivem Blau zaubert ein sanftes Licht.

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Weihnachtsmärkte Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg

Deutschlands größter Weihnachtsmarkt auf dem Schlossgelände zieht auch in diesem Jahr wieder Besucher aus nah und fern an. Am Donnerstag, dem 28. November 2019 um 11 Uhr eröffnet Schlossherr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe bereits zum 19. Mal den berühmten jährlichen Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg. Unter dem diesjährigen Motto „Fabelhafte Märchenwelt“ haben sich die Veranstalter etwas ganz Besonderes für die Weihnachtszeit ausgedacht. Ihnen fehlen noch Ideen für das diesjährige Weihnachtsfest? Ob Weihnachtsdekoration, -geschenke oder Köstlichkeiten; ein Bummel über den Weihnachtsmarkt bietet zahlreiche Inspirationen.

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Schlossplatz 1, 31675 Bückeburg 28. November bis 8. Dezember 2019 täglich von 10.00 – 19.00 Uhr, verlängerte Öffnungszeiten bis 21 Uhr an folgenden Tagen: 29. und 30. November, 6. und 7. Dezember Tageskarte: 15 Euro pro Person Weihnachtsmarkt auf Schloss Fürstenberg

Am ersten Adventswochenende duftet es auf Schloss Fürstenberg wieder nach Tannen und Weihnachtsgebäck – der Weihnachtsmarkt startet am 29. November und lockt Besucher aus nah und fern an. Dieses Jahr erwartet die Gäste ein riesiges Schloss-Ensemble: Rund 60 Aussteller zei-

gen in festlichen Holzhütten und an weihnachtlich geschmückten Ständen einzigartige Geschenkideen und besondere Accessoires. Meinbrexener Straße 2 D-37699 Fürstenberg 29. November bis 1. Dezember 2019 11.00 – 19.00 Uhr Eintritt: im Schlosshof frei Soester Weihnachtsmarkt

Das weltweit einmalige GrünsandsteinEnsemble „Altstadt Soest“ bildet auch in diesem Jahr wieder vom 25. November bis 22. Dezember die beeindruckende Kulisse für einen der schönsten Weihnachtsmärkte


im ganzen Land. Während zahllose Sterne dem gesamten Marktplatz mit seinen hübschen Fachwerkhäusern ein unbeschreibliches Firmament bieten und auch dem Domplatz neben dem beeindruckenden romanischen Turm von St. Patrokli ein zusätzliches Glanzlicht aufsetzen, bilden an anderer Stelle der Turm von St. Petri sowie das historische Rathaus den beeindruckenden Rahmen für den Weihnachtsmarkt. Auf dem romantischen Vreithof schlängeln sich die Stände an urigen, einladend illuminierten Fachwerkzeilen entlang. Altstadt Soest, D-59494 Soest 25. November bis 22. Dezember 2019 täglich 11.00 – 20.00 Uhr, freitags und samstags bis 21.00 Uhr Gastronomiestände täglich bis 22.00 Uhr Eintritt frei Bautzener Wenzelsmarkt

Der Bautzener Wenzelsmarkt ist der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands. Er trägt den Namen des böhmischen Königs Wenzel IV., der Bautzen bereits im Jahr 1384 ein Marktrecht verlieh. Inmitten der romantischen Bautzener Altstadt vom Hauptmarkt beginnend entlang der Reichenstraße, umrahmt von prächtigen barocken Häusern bis hin zum Kornmarkt, öffnet der Wenzelsmarkt drei Wochen lang in der Adventszeit. Geschmückte Stände und der erleuchtete Tannenbaum sorgen für weihnachtliches Flair. Freuen Sie sich auf vielfältige kulinarische Genüsse und Düfte, Weihnachtsschmuck, Handwerkskunst, Textilien und Spielwaren. In der malerischen Kulisse der Altstadt D-02625 Bautzen 29. November bis 22. Dezember 2019 Eintritt frei Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt

Ein goldener Schimmer liegt über dem von Arkaden umsäumten Marktplatz und den liebevoll dekorierten Ständen. Lichtertore aus Tausenden kleinen Leuchten spannen sich über den Dächern der weihnachtlichen Buden, Engel breiten anmutig ihre großen glitzernden Flügel aus. Die zwei barocken Kirchen erstrahlen im festlichen Glanz. Marktplatz, 71634 Ludwigsburg Öffnungszeiten: 26. November bis 22. De-

zember 2019, täglich 11.00 – 21.00 Uhr Bühnenprogramm: Mo. bis Fr., 16.00 und 19.00 Uhr, Sa und So, 13.00, 15.00, 17.00 und 19.00 Uhr sowie weitere Zusatztermine Eintritt frei

Edelstetten. Einmalig ist auch das Begleitprogramm, das freitags einen großen Chorabend mit stimmungsvollen Liedern und anschließend eine fulminante Feuershow bietet, sowie Krippenschnitzer und Krippen.

WeiSSer Zauber auf dem Jungfernstieg

Edelstetter Schloss und Barockkirche 86476 Edelstetten (schwäb. Barockwinkel) Öffnungszeiten: 6. Dezember 2019, 18.00 – 21.30 Uhr 7. Dezember 2019, 16.00 – 21.30 Uhr 8. Dezember 2019, 13.00 – 20.00 Uhr Eintritt frei

Der Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg begeistert Besucher aus der ganzen Welt mit seiner weihnachtlichen Lichtinszenierung, die in ihren Motiven, ihrer Lichtfarbe und Leuchtkraft der zeitgenössischen Architektursprache des Standortes entspricht. Das Weihnachtsmarktgeschehen fügt sich harmonisch in das Ambiente rund um den Hamburger Prachtboulevard mit den hier ansässigen Hotels, Unternehmen und dem Alsterhaus ein. Ein schöner Weihnachtsmarkt für stimmungsvolle Stunden! Am Jungfernstieg, 20354 Hamburg 25. November bis 30 Dezember 2019 11.00 – 21.00 Uhr, Eintritt frei Romantisches Weihnachtsdorf Krongut Bornstedt

Im Krongut Bornstedt, rund 400 Meter von Schloss Sanssouci entfernt, verwandelt sich der historische Innenhof in ein romantisches Weihnachtsdorf mit vielen Ständen und kulinarischen Angeboten. In festlich beleuchteten, weißen Pagodenzelten werden regionale Spezialitäten, Kunsthandwerk, duftende Leckereien und ausgefallene Geschenkideen angeboten. Es gibt Spiel und Spaß für Kinder mit vielen weihnachtlichen Aktionen sowie ein wechselndes Bühnenprogramm an den Wochenenden. Ribbeckstraße 6 – 7, 14469 Potsdam An allen Advents-Wochenenden 1. Advent (1. / 2. Dezember 2019) 2. Advent (8. / 9. Dezember 2019) 3. Advent (15. / 16. Dezember 2019) 4. Advent (22. / 23. Dezember 2019) Öffnungszeiten: jeden Samstag und Sonntag 12.00 – 20.00 Uhr Kulturbeitrag für Programm und Künstler: Sa. und So.: Erwachsene 2 Euro / ermäßigt 1 Euro

Aufsteirern Advent am Schlossberg

Eine ganz besondere Adventstimmung ist an allen fünf Wochenenden vor dem großen Fest über den Dächern von Graz garantiert. Traditionelles Kunsthandwerk, kulinarische Produkte und Spezialitäten aus der Steiermark sowie ein stimmungsvolles steirisches Musikprogramm, Turmbläser auf dem Glockenturm, ein steirisches Christkind und die Fackelwanderung am 13. Dezember sorgen für besinnliche Momente, die unvergesslich bleiben. Am Schlossberg 1 A-8010 Graz/Steiermark, Österreich Vom 22. November bis 22. Dezember 2019 Freitag, 12.00 – 21.00 Uhr Samstag, 10.00 – 21.00 Uhr Sonntag, 10.oo – 20.00 Uhr Eintritt frei Royal Christmas Fair

Royal Christmas Fair in Den Haag ist einer der größten Weihnachtsmärkte in den Niederlanden. Auf der romantischen Allee Lange Voorhout werden Besucher Ende Dezember von glitzernden Lichtern und bekannten Weihnachtsliedern in weihnachtliche Stimmung versetzt. Dies ist einer der besten Orte für schöne und originelle Weihnachtsgeschenke. Ein besonderer Weihnachtsmarkt also, auf dem man in stimmungsvollem Ambiente nach Herzenslust Weihnachtseinkäufe tätigen kann. Mit etwas Glück bummeln vielleicht sogar König Willem-Alexander und Königin Maxima mit ihren drei Kindern vorbei, denn Royal Christmas Fair hat auch kleinen Besuchern viel zu bieten.

Traumwelt Advent in Edelstetten

Der romantische Adventsmarkt im schwäbischen Barockwinkel öffnet vom 6. bis 8. Dezember 2019 zum 13. Mal am Edelstetter Schloss und der Barockkirche in

Allee Lange Voorhout NL-Den Haag, Niederlande 12. bis 23. Dezember 2019, 12.00 – 21.00 Uhr Eintritt frei

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Atmosphärische Neu-Inszenierung


Das Bielefelder Unternehmen Lohmeier Home Interiors steht schon seit vielen Jahren für wunderschöne Wohnwelten mit dem gewissen Etwas. Inhaberin Ute Lohmeier und ihr Team entwickeln europaweit individuelle Wohnkonzepte für luxuriöse Privathäuser und -wohnungen, Feriendomizile, aber auch für Restaurants und exklusive Stores. Dass die charmante Interieur-Expertin dabei den Spagat zwischen neuen Trends, Funktionalität und Wohlfühlatmosphäre meisterlich beherrscht, zeigt auch ihr privates Zuhause, das sie nach zwölf Jahren komplett neu inszeniert hat. Te x t : S a b i n e H e r d e r , F o t o s : K l a u s L o r k e


Country Leben

Foto: Frank Peterschröder

Ute Lohmeier und Ihr Team beraten gerne in Sachen Einrichtung, Umgestaltung und Dekoration. Adresse siehe Bezugsquelle.

„Als dieses Haus zum Verkauf stand, wollte es, trotz der prädestinierten und ruhigen Lage in einer der mondänsten Wohngegenden Bielefelds, zunächst niemand kaufen“, erinnert sich Ute Lohmeier. Als erfahrene Interieur-Expertin hatte sie jedoch auf Anhieb erkannt, was für Möglichkeiten in dem damals eher unscheinbaren Stadthaus steckten, und so musste sie nicht lange überlegen, entschied sich für das Haus und verwandelte die ungeliebte Immobilie in ein Wohlfühl-Zuhause ganz nach ihren persönlichen Vorstellungen. Das ist nun schon zwölf Jahre her und für Ute Lohmeier höchste Zeit, ihr privates Reich komplett neu zu gestalten.

Die spielerische Virtuosität, mit der der Künstler Guy Leclef Papier in Kunst verwandelt, beeindruckte Ute Lohmeier und ihren Mann auf Anhieb.

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Bei ihren Wohnkonzepten legt Ute Lohmeier großen Wert auf Symmetrie und ein einheitliches Farbschema. Das spiegelt sich auch in ihrem privaten Wohnzimmer wider, dessen ruhige Farbkomposition sich an dem Werk des belgischen Künstlers Guy Leclef orientiert.

„Mein oberstes Ziel war es, mehr Licht in den Wohnbereich zu bekommen und den Blick in den Garten atmosphärisch stärker zu integrieren“, erzählt uns die Bielefelderin gleich zu Beginn unseres Besuchs. Was sich einfach anhört, stellte sich während der Planungsphase jedoch als schwieriges Unterfangen heraus. Der Fenstertyp, der ihr vorschwebte und den sie aus Häusern im Süden Europas kannte, gab es in Deutschland so nicht. Doch wie bei all ihren Projekten hatte sie eine ganz klare Vorstellung davon, wie die Räume im Erdgeschoss aussehen sollten, und suchte so lange,

bis sie direkt vor Ort einen Fensterbauer gefunden hatte, der die bodentiefen und filigranen Sprossenfenster exakt nach ihren Wünschen und im Einklang mit den deutschen Baunormen speziell für ihr Haus anfertigte. Diese Hartnäckigkeit hat sich wirklich ausgezahlt. Denn nach dem Einbau der Fenster präsentiert sich das großzügige Wohnzimmer lichtdurchflutet und der Ausblick in den Garten prägt zu jeder Jahreszeit die wunderbar angenehme Stimmung. Der Abriss der beiden Außenwände und der Einbau der großen Fensterflächen war zwar der aufwendigste

„Jeder, der unser Haus vorher kannte, staunt darüber, dass man vorhandene Räume ohne große bauliche Maßnahmen so komplett verändern kann.“ (Ute Lohmeier)

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Country Leben

Die speziell angefertigten Fenstertüren lassen sich komplett öffnen und schaffen so einen fließenden Übergang zwischen dem Wohnbereich und der überdachten Terrasse, die Outdoor-Living bis in den tiefen Herbst hinein ermöglicht.

Sommerlicher Lieblingsplatz mit viel Platz für Freunde: die einladende Sitzgarnitur von Roda im rundum geschützten Garten, der sich als grüne Oase mitten in der Stadt entpuppt.

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Zwei wirkliche Interieur-Glanzlichter, die durch die neue, bodentiefe Fensterfront stimmungsvoll in Szene gesetzt werden: der Flügel des Hausherrn und ein XXL-Kunstwerk des renommierten Designers und Modeschöpfers Patrick Hellmann.

Teil der Neugestaltung, aber auch der einzige Eingriff in die bestehende Bausubstanz. Dass sich die Atmosphäre in dem Stadthaus trotzdem komplett verändert hat, zeigt, was die Arbeit eines Einrichtungsprofis wie Ute Lohmeier alles bewirken kann. „Jeder, der unser Haus vorher kannte, staunt darüber, dass vorhandene Raumstrukturen ohne große bauliche Maßnahmen so wandelbar sind“, betont die Hausherrin, die das Unternehmen Lohmeier Home Interiors bereits in dritter Familiengeneration führt und der die Liebe zu stilvollen Interieurs quasi in die Wiege gelegt wurde. Und wie bei den wunderschönen Inszenierungen in ihrem Bielefelder Interior Store, der zweimal im Jahr komplett neu gestaltet wird, strahlt jeder Raum ihres Hauses sinnenfreudige Lebensart aus. Dabei basiert der besondere Charme ihrer ganz

privaten Wohnwelt nicht auf Effekthascherei oder übertriebenem Glamour, sondern auf gekonnt gesetzte Akzente und ein spannungsgeladenes Spiel verschiedener Materialien. So bildet im Wohnzimmer z.B. eine Bank aus altem, verwitterten Holz einen starken Kontrast zu dem hochglänzenden Flügel und dem modernen, hochglanzgerahmten XXL-Kunstwerk des renommierten Designers und Modeschöpfers Patrick Hellmann. Neben der extravaganten Collage sorgen im ganzen Haus Original-Werke für künstlerische Akzente. Ein Großteil der Werke hat das kunstaffine Ehepaar von seinen gemeinsamen Reisen mitgebracht. So stammen sowohl die farbenfrohe Porträtmalerei in der Leseecke als auch die außergewöhnliche Papierarbeit des belgischen Künstlers Guy Leclef über dem großen Sofa aus einer Galerie auf Capri. Wie

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Country Leben

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Linke Seite: Heute präsentiert sich das Esszimmer in einem Zusammenspiel aus geradlinigen Kristallleuchtern, Schwarz-Weiß-Fotografien in glänzenden Spiegelrahmen und dem schwarz schimmernden Tisch. Dezente Farben verleihen dem Essbereich eine mondän-urbane Atmosphäre.

bei all ihren Projekten legte sie auch bei der Neugestaltung ihres eigenen Zuhauses größten Wert auf Symmetrie, ein harmonisches Farbschema und ausgesuchte Accessoires. Wie stark eine andere Farbe und ein paar passende Deko-Artikel die Ausstrahlung eines Raumes beeinflussen können, zeigt sich in der Küche und im Schlafzimmer besonders eindrucksvoll. Denn hier wurde möbeltechnisch nichts verändert und doch wirken beide Räume aufgrund ihrer neuen Farbgestaltung, anderer Lampen und neuer Accessoires frischer und moderner. „Ich bin ein sehr detailverliebter Mensch und bei mir muss einfach alles passen, vorher gebe ich keine Ruhe“, gesteht uns die Interieur-Expertin schmunzelnd, während sie eines der zahlreichen Windlichter für die Fotoaufnahmen zentimetergenau ausrichtet. Dementsprechend ist in ihren

Viele können ein Haus einrichten; aber nur wenige verstehen die Kunst, ein Zuhause zu kreieren.

Im Großen und Ganzen blieb die Küche von den Umbauarbeiten relativ unangetastet. Durch eine frischere Farbe, neue Lampen und ausgesuchte Accessoires wirkt sie jedoch heller und moderner.

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Country Leben

Auch das Schlafzimmer erhielt ein Facelifting. Das Bett Cape Cod von Flamant ist geradlinig und mit neuer Wandfarbe und farblich zurückhaltender Bettwäsche strahlt es noch mehr Ruhe aus.

eigenen vier Wänden natürlich auch die Deko bis ins kleinste Detail durchdacht. Jedoch wirkt hier nichts steif oder künstlich, sondern individuell, authentisch und immer wunderbar wohnlich. Kein Wunder also, dass sich um den großen Esstisch oder im Sommer auf der überdachten Terrasse nur zu gerne die Freunde des Ehepaares versammeln und bei einem guten Glas Wein die besondere Atmosphäre der Wohlfühlwelt à la Ute Lohmeier genießen. Immer mit dabei: Hundedame Theresa, die vor sieben Jahren aus Griechenland nach Bielefeld kam und das Herz der sympathischen Unternehmerin im Sturm eroberte. r

Wenn es ihr im Erdgeschoss zu unruhig wird, zieht sich Hündin Theresa am liebsten in ein Gästezimmer in der ersten Etage zurück. Rechte Seite: Vom offenen Essbereich führt die geschwungene Treppe ins Obergeschoss. Auch hier setzt ein Bild des Designers und Modeschöpfers Patrick Hellmann einen künstlerischen Akzent.

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Foto: Priesteregg

Romantik. Pur.


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Country Leben

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Wintermärchen Sylt Wenn sich der erste Schnee wie Puderzucker über die reetgedeckten Häuser legt, wenn das Watt wie eine silberne Eisfläche funkelt, wenn nur das Rauschen des Meeres die wunderbare Stille unterbricht und man auf endlosen Strandspaziergängen kaum einer Menschenseele begegnet, dann ist Winter auf Sylt. Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n , F o t o s : Y d o S o l

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Country Leben

Wattwanderungen und Shoppingtouren ohne jeden Stress. Und ob man gerade Appetit auf ein Fischbrötchen hat oder sich auf ein perfektes Dinner in einem Gourmet-Restaurant freut – auch kulinarisch bleiben keine Wünsche unerfüllt. Ideale Voraussetzungen also für einen entspannten Urlaub. Wer die Privatsphäre eines Ferienhauses einem Hotelaufenthalt vorzieht, der wird von den exklusiven Senhoog-Homes Morsum und Westerland begeistert sein. Sie erfüllen in puncto Ausstattung, Design und Komfort höchste Maßstäbe in der Luxushotellerie – perfekte Rückzugsorte für Ruhesuchende, für Individualisten und Menschen, die das Besondere zu schätzen wissen. In diesen wunderschönen Domizilen kann man all die Dinge tun, für die im normalen Alltag wenig Zeit bleibt – mittags im Bademantel frühstücken zum Beispiel, gemeinsam kochen oder um Mitternacht in die Sauna gehen.

© Gernot Westendorf

© widera@t-online.de

Es ist eine Zeit der Ruhe und der inneren Einkehr. Für viele SyltLiebhaber sind es die schönsten Wochen des Jahres. Entschleunigung pur! Natürlich pfeift der Wind jetzt eine andere Melodie als im Sommer – kräftiger, schneller in den Oktaven. Die Nordsee führt eine spektakuläre Wellenperformance auf. Herrlich ist es, nach einem langen Marsch mit kalten Füßen, aber glücklich, in eine der gemütlichen Insel-Teestuben einzukehren. Hier kann man sich mit echtem Friesentee oder einer köstlichen, heißen Schokolade schnell wieder aufwärmen. Apropos aufwärmen: Mutige Seebären schwitzen bei 90 Grad in einer der Sylter Strandsaunen und kühlen sich anschließend im Meer ab. Zugegeben, nichts für jedermann. Dann vielleicht doch lieber in der Sylter Therme mit echtem Wellenbecken (28 Grad) abtauchen. Und natürlich hat die Lieblingsinsel der Deutschen ihren Gästen auch im Winter viel zu bieten: Ausstellungen, Konzerte, Nordic Walking bei steifer Brise, Fasten- oder

Luxuriöser Wohnkomfort am Golfplatz – Senhoog Morsum Roter Backstein, Reetdach, weiSSe Sprossenfenster – am Ostrand von Morsum liegt direkt am Golfplatz und mit unverbautem Blick auf das Meer das Senhoog Morsum. Das DesignFerienhaus befindet sich auf einem 1 000 Quadratmeter großen Grundstück, ist von einem gepflegten Garten umgeben und bietet mit 160 Quadratmetern Wohnfläche sechs Gästen ausreichend Platz. Ideal also für Familien oder befreundete Paare. Es gibt zwei Schlafzimmer und zwei Bäder. Und weil gesunder Schlaf eine der wichtigsten Voraussetzungen für Entspannung und Erholung ist, wurde im Senhoog das SAMINA-Schlaf-Gesund-Konzept umgesetzt. Lamellenroste, Matratzen, Kissen und Decken werden in Österreich von Hand gefertigt. Die verwendeten Materialien sind frei von Schadstoffen, atmungsaktiv und schaffen so ein angenehmes, gesundes Schlafklima. Kinder lieben die urigen Piratenkojen unter dem Dach. Nach einem Tag an der frischen Luft kann man es sich im großzügigen Wohnzimmer gemütlich machen. Ein wunderschöner, schwedischer Kachelofen spendet wohlige

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Country Leben

Komfortable Ledersofas und bequeme Sessel laden zum Verweilen ein.

Wärme. Komfortable Ledersofas und bequeme Sessel laden zum Verweilen ein. In alle Räumlichkeiten wurde modernstes B&O Entertainmentsystem installiert. Der Wohnraum ist mit dem Esszimmer und einer perfekt ausgestatteten Luxusküche von Gaggenau eingerichtet. In geselliger Runde gruppiert man sich am Esstisch und genießt all das Gute, was der „Hausherr auf Zeit“

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oder die Hobbyköchin gezaubert hat. Im Außenbereich gibt es gleich drei Terrassen, Gartenmöbel von Garpa und echte Sylter Strandkörbe. Der freie Blick geht sowohl auf das Meer als auch aufs Watt. Ein kleiner, aber feiner Wellnessbereich mit Klafs-Sauna, Schneckendusche und frei stehender Badewanne komplettiert die Ausstattung.


Mittendrin und doch ganz ruhig – Senhoog Westerland Westerland, das quirlige Herz von Sylt. Die Inselhauptstadt verbindet perfekt modernen Zeitgeist mit ihrer geschichtlichen Tradition als Seebad. Umgeben von einem typischen Sylter Natursteinwall liegt strandnah in einer ruhigen Seitenstraße das luxuriöse Senhoog Westerland. Ein kurzer Weg über die Düne und schon ist man am endlosen, langen Strand oder unternimmt einen Bummel über die Flaniermeile in Westerland – ganz nach eigenem Gusto. Schon von außen ist dieses schneeweiße, reetgedeckte Domizil ein absolutes Schmuckstück und auch das Interieur präsentiert sich äußerst stilvoll. Im Senhoog Westerland (Wohnfläche 120 Quadratmeter) können vier Gäste unbeschwerte Ferientage verbringen. Das Refugium verfügt über zwei Schlafzimmer mit Doppelbett im Obergeschoss. Die Doppelschlafzimmer wurden ebenfalls mit dem hochwertigen Bettsystem von Samina ausgestattet. Des Weiteren gibt es ein großes Familiensowie ein kleineres Badezimmer, sodass auch am Morgen kein „Stau“ entsteht. Gemütliche Design-Sofas von Fritz Hansen, bequeme Sessel, kuschelige Kissen, moderne Kunst, ausgesuchte Accessoires und Unterhaltungsmedien vom Feinsten sorgen im

Schon von außen ist dieses schneeweiße, reetgedeckte Domizil ein absolutes Schmuckstück und auch das Interieur präsentiert sich äußerst stilvoll.

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Country Leben

Wer nicht jeden Abend essen gehen möchte und selbst gern am Herd steht, der freut sich über eine komplett ausgestattete Küche.

lichtdurchfluteten Wohn-Essraum für eine angenehme, sehr gemütliche Atmosphäre. Ein absoluter Eyecatcher ist der weiße Kachelofen aus Schweden. Wer nicht jeden Abend essen gehen möchte und selbst gern am Herd steht, der freut sich über eine komplett ausgestattete Küche. Die Terrasse mit den klassischen Garpa-Möbeln, Klafs Sauna-Cube, zwei Original-Strandkörben im Garten und einem Original-Weber-Gasgrill – den „echte Griller“

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selbstverständlich auch im Winter nutzen – macht die Urlaubsidylle perfekt. Wer nicht nur das wunderbare Insel-Feeling, sondern auch die beeindruckende Bergwelt Österreichs liebt: Ab Sommer 2020 eröffnen Senhoog in Leogang (Salzburger Land) zwei neue Chalets mit Jeweils eigenem Infinitiy-Pool (siehe unten). r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120


country Wohnen

Ein gekonnter Stilmix


Fontaine et Animaux

Die neue Pierre Frey Sammlung von Dessins bietet ein angenehmes und vielseitiges Intermezzo. Bestrebt, die technischen Anforderungen zu erfüllen, überraschen die Themen und Zeichnungen. La Maison Pierre Frey verewigt die Tradition der Schönheit durch diese neue Kollektion und lädt zum Träumen und Reisen ein. Fotos: Piere Frey


country Wohnen

Saint Barth

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alleluia

Zur Geschichte des Hauses: Pierre Frey wurde am 29. Dezember 1903 in eine nordfranzösische Familie geboren. Nach der Lehre als Möbelpolierer für einen Antiquitätenhändler arbeitete er bei einem Modeschöpfer, danach bei einem Stoffhaus namens Burger. 1930 gab er seine Position auf, um das LauerHaus zu leiten, ein weiterer bedeutender Stoffschöpfer der damaligen Zeit. Anschließend überredete er seinen Designer Jean Chatanay, ihm zu folgen. So öffnete am 27. Dezember 1934 das Haus mit beiden Namen – Chataney und Frey – seine

Türen. Heute besitzt Pierre Frey SA die Marke Pierre Frey, aber auch die Marken Braquenié, Boussac, Fadini Borghi und Le Manach. Die Sammlung des Unternehmens umfasst rund 7 000 Objekte mit verschiedenen Themen und Marken des Unternehmens aus den Jahrzehnten von klassisch bis zeitgenössisch. Das Unternehmen befindet sich noch heute in Familienbesitz und wird von Pierre Freys Sohn Patrick und seinen Söhnen Pierre, Vincent und Matthieu Frey geführt.

Capitole

Ein Haus wird gebaut, aber ein Zuhause wird geformt. C o u n t r y S t y l e 37


country Wohnen

Brocéliande

Le Printemps du Mékong

Engel kann man nicht kaufen, aber man kann ihnen begegnen.

jeux d’anges

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Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120


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country Wohnen

Black is back


Goldtöne harmonieren perfekt zum neuen Schwarz. Unten: Die Windlichter von Rivièra Maison tauchen den dunklen Ton in warmes Licht. Links: Ein Hingucker auf dem Sofa sind die winterlichen Kissen aus Samt oder Strick mit zarten Lurexfäden (alles Rivièra Maison). Oben: Der Statement Leuchter von Dôme Deco setzt aufregende Akzente und sorgt für eine angenehme Raumbeleuchtung.

Sie kommt nie wirklich aus der Mode – Schwarz ist die geheimnisvollste aller Farben. Ob das kleine Schwarze im Schrank oder der schicke, schwarze Flitzer vor der Haustür – Schwarz ist ein klassisch, luxuriöser Ton, der jetzt auch wieder in die Welt der Interieurs Einzug hält. Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n , F o t o s : K l a u s L o r k e


country Wohnen

Puristisch und edel: Regale von Scapa, Schreibtisch von Lambert. Der Lederstuhl stammt aus dem Portfolio des ostwestfälischen Labels KFFŽ.

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Lounge-Stil: Die Leder-Liege (unten) in Schwarz (Flamant) wird mit dem silbernen Beistelltisch-Set (Eicholtz) und eleganten Bar-Accessoires (Flamant) kombiniert und lädt auf sehr elegante Weise zum Entspannen ein. Der Dominio Loveseat (links) von Frigierio setzt durch den hellen Samt-Stoff modische Highlights in dem sonst sehr cleanen Schwarz-Weiß-Look.

„Es ist eine neue Leichtigkeit, mit der sich Schwarz heute im Wohnbereich präsentiert, oft kombiniert mit einem elegant-coolen Industrial-Style à la London oder New York – Urban Living. Aber man muss natürlich aufpassen, dass Schwarz nicht zu dominant, nicht zu dunkel wirkt“, erklärt die Bielefelder Inneneinrichterin Ute Lohmeier, ergänzt: „Der Schlüssel zur gelungenen Optik liegt in der Auswahl der Materialien und einem ausgewogenen Verhältnis zu anderen Farbtönen. Mit einer schwarzen Stehlampe bringt man einen Raum zum Strahlen, in unmittelbarer Nähe sollte sich aber ein helles Möbelstück befinden. Besonders schön wirkt die neue Trendfarbe in Verbindung mit Weiß. Manchmal genügen schon schwarze Kissen auf einem weißen Sofa, dazu schwarze Windlichter oder Kerzen auf dem Tisch. Auch mit schwarzen Bilderrahmen kann man wunderbare Akzente setzen. Eine luxuriöse Symbiose gehen Schwarz und Gold ein. Perfekt ist auch die Kombination mit pudrigen Rosé- oder frischen Türkistönen.“ r

Das edle Geschirr in Schwarz-Weiß (von Lambert) verschönert jede Tafel und kommt natürlich auf einem passenden Untergrund – zum Beispiel ein weißer Tischläufer – besonders gut zur Geltung.

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country Wohnen

Hier tritt Schwarz nur dezent als Tischgestell oder Regalleiste auf. Samtkissen verleihen dem Sofa seinen besonderen Schick. (alle Produkte Rivièra Maison).

Laternen und Windlichter aus Holz, verspielte Leuchtmittel und Industrielampen unterstreichen den Stil und schaffen den hellen Kontrast zum Schwarz der Möbel (alles Rivièra Maison). Links: Perfekt zum schwarzen Eisen des Industrial-Stils sind Leder-Stühle in Camel- oder Kaffeetönen (Rivièra Maison).

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Mit hellen Sesseln, weiĂ&#x;en Accessoires und einer modernen Lampe wirkt der Eichenholztisch von oben gleich ganz anders. Modische Akzente in Schwarz setzen Tischsets, Servietten und die Stahlhalterungen der Etageren (Rivièra Maison).

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country Wohnen

Luxus und Eleganz ziehen mit diesen Prachtstücken in das Zuhause ein. Den Sessel „Calgary“ zieren eine noble Chesterfield-Steppung und ein hübscher Keder. Die handgedrechselten Füße aus Eschenholz sind mit einem edlen Antik-Finish überzogen. Das Design weist eine herrlich nostalgische Note auf, die an würdevolle Bibliotheken und mondäne Country-Clubs denken lässt.

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Neue Lieblingsplätze für entspannte Momente Winterzeit ist Sesselzeit. Da sitzt man gerne warm und kuschelig am Kamin – mit einem Buch, einem guten Glas Wein oder bei einem inspirierenden Gespräch. Im exklusiven Sortiment von LOBERON haben wir gemütliche Fauteuilles mit Charme für den ländlichen Einrichtungsstil entdeckt.

Ein zeitlos schönes Sitzmöbel, das perfekt zum hellen Landhaus-Stil oder auch zum angesagten Chalet-Chic passt. Die komfortable Polsterung aus Schaumstoff sowie ein weiches Rückenkissen und zwei kleine Kissenambieten höchsten Sitzkomfort. Der Sessel „Folsom“ hat einen weichen Bezug aus reinem Leinen.

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country Wohnen

Der wunderschöne und sehr hochwertige Stuhl „Rivel“ mit 100% Leinenbezug ist ein wahres Schmuckstück. Das Gestell aus edlem Mangoholz zieren handgefertigte Schnitzereien und eine feine Patina. Ein Hauch französischer Chic veredelt viele Wohnsituationen. Auch seine handliche Größe macht den Stuhl zu einer guten Wahl – nicht nur für kleine Räume. 48 C o u n t r y S t y l e


Jedes Detail ist hier fein ausgestaltet und schmeichelt dem ästhetischen Wohlgefühl!

„Ardilleux“ bezaubert mit stilechtem Retro-Charme und erinnert mit seiner Chesterfield-Steppung an die königlichen Sessel der Rokoko-Zeit. Gedrechselte Beine aus Eichenholz und der hautschmeichelnde Baumwoll-Samt-Bezug in einem eleganten Farbton zeichnen dieses echte Prunkstück aus. Ob ShabbyChic, Country-Stil oder als Vintage-Akzent in einem modernen Ambiente, der Sessel ist ein wahrer Anpassungskünstler.

Wahren Luxus von zeitloser Eleganz beweist dieser sehr hochwertige Sessel „Laneuville“ Sein formschönes Gestell besteht aus Eichenholz, die von Hand gedrechselten Beine werden durch kleine Metallfüßchen formvollendet. Der untere Stoffrand des eleganten Leinenbezuges wurde umsäumt und mit dekorativen Polsternägeln befestigt.

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country Wohnen

Nochmal der Stuhl „Rivel“ – diesmal mit einem dunklen, fein gestreiften Leinenbezug. Seine besonders schön gearbeiteten Stuhlbeine aus Mangoholz gleichen einem nostalgischen Kunstwerk. Obwohl klein, sitzt es sich sehr bequem auf dem komfortablen Polster.

„Annezey“ hat definitiv das Zeug zur Krönung eines Zuhauses. Vorbild des Designs sind die berühmten Sessel der Rokoko-Zeit – denn alle stiltypischen Details des 18. Jahrhunderts finden sich in diesem Sessel vereint. Eine Neuinterpretation ist allerdings der schlichte Bezug aus reinem Leinen.

Der Sessel „Parranquet“ in klassischer ChesterfieldOptik ist ein wundervoller Platz, um dem Alltag zu entkommen. Eine großzügige Polsterung und ein Bezug aus kuscheligem Baumwollsamt prädestinieren diesen Solitär zum absoluten Lieblingsstück. Das Gestell aus massivem Mangoholz punktet mit robusten Eigenschaften und die gedrechselten Beine unterstreichen den hohen Qualitätsanspruch des Herstellers.

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„Compton“ ist das perfekte Möbelstück für gemütliche Stunden. Seine hochwertige formstabile Polsterung garantiert höchsten Sitzund Liegekomfort. Das zauberhafte, klassische Design passt hervorragend zu Interieur im LandhausStil oder zum maritimen Long-Island-Style.

Ein unvergleichlicher Rückzugsort mit Wohlfühlgarantie: das ist die Chaiselongue Myersville. Sie überzeugt mit TopKomfort und ihrem klassischeleganten Design, welches mit den unterschiedlichsten Einrichtungsstilen harmoniert. Der angenehm weiche, waschbare Bezug wirkt durch Details wie Kellerfalten und Keder besonders attraktiv.

Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

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country Wohnen

„Hätten wir die bloß eher gefunden!“ Beim Renovieren alter Bauerngehöfte und historischer Landsitze stellt sich häufig das Problem, adäquate und passende Fenster für die Instandsetzung zu finden. Hinzu kommt, dass normierte Standardfenster nach heutigen Dämmrichtlinien in der Regel sowieso nicht passen und zudem die authentische Optik verfälschen. Text: Gundula Luig-Runge, Fotos: Historische Dachfenster

Dieses Dilemma haben Roel van Malcote und Phillip Vorselmans bereits vor zehn Jahren erkannt. Bei den Belgiern, die in der Nähe von Antwerpen eine Metallschmiede für Maßanfertigungen betrieben, häuften sich zu der Zeit die Anfragen nach historisch anmutenden Dachfenstern für Restaurierungen. „Das brachte uns auf die Idee, eine Reihe von Fenstern zu entwickeln, die in ihrer Optik historisch aussehen und technisch modernen Anforderungen entsprechen“, sagt Roel van Mal-

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cote. Mittlerweile hat sich die einstige Metallschmiede zur Spezialfirma für „Historische Dachfenster“ entwickelt. Sämtliche elf Modelle basieren auf alten Vorlagen, die traditionell in ganz Nordeuropa verbreitet waren. Alle zeichnet ein guter Wärmeschutz durch Isolierglas oder moderne Doppelverglasung mit Argongasfüllung aus. Es besteht eine thermische Trennung des Rahmens, sodass es keine Probleme mit Kondenswasser gibt. Ein einfacher Einbau in alle gängigen Bedachungen sowie eine


lange Lebensdauer sprechen ebenfalls für die stilvollen Dachfenster aus Stahl. Die Fenster lassen sich manuell mit einem sogenannten Feststeller in vier verschiedene Positionen öffnen. Bei den Größen orientierte sich das Konstruktionsteam aus Dachdeckern, Schmieden und Ingenieuren an alten Dachziegeln und ihren Maßen. Am häufigsten kamen früher die sogenannten S-Pfannen vor. „Die damaligen Fenster waren auf die Breite von vier Pfannen ausgelegt, manchmal auch auf sechs. So sind wir zu unseren Fenstergrößen gekommen“, erklärt Phillip Vorselmans. Zusätzlich bietet die Schmiede noch ein kleineres Dachfenster an und zwei größere, damit man mehr Licht in den Dachraum bringen kann. Seit 2016 beliefert das belgische Familienunternehmen neben Österreich und der Schweiz auch den deutschen Markt. Interessant sind die wunderschön schlichten Stahlfenster nicht nur für Privatkunden, sondern auch für Architekten und Denkmalpfleger, die mit Großprojekten betraut sind. „Zu den häufigsten Reaktionen unserer Kunden, nachdem sie uns entdeckt haben, gehört der Ausspruch: ‚Hätten wir die bloß eher gefunden!‘, schmunzelt Unternehmer van Malcote. r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

Aussehen von damals, Komfort von heute – die historischen Dachfenster erfüllen sowohl ästhetische Ansprüche als auch technische Anforderungen.

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country Wohnen

Individuelle

Wohnraumtreppen Treppen sind mehr als eine Verbindung zwischen zwei Etagen. Als gestalterisches Element fügen sie sich in gute Architektur ein und verbinden Design und Raumkunst zu einem harmonischen Ganzen. Wo Qualität und Innovation Hand in Hand gehen, zeigt sich das Unternehmen Treppenmeister als Deutschlands führende Treppenmarke. Text: Bernd Teichgräber, Fotos: Treppenmeister

Treppen zu bauen, ist eine Kunst für sich. Sie sollen sicher, bequem zu begehen und langlebig sein, allen gesetzlichen Anforderungen entsprechen und idealerweise ein architektonisches Highlight bilden. „Oft liegen die maßgeblichen Unterschiede dabei im Detail“, sagt Thomas Köcher, Geschäftsführer von Treppenmeister. Die führende Treppenmarke im deutschsprachigen Raum stellt deswegen einen Online-Ratgeber „Treppen-ABC“ bereit, in dem sich Bauherren, Renovierer und Handwerker umfassend informieren können, worauf es beim Treppenbau ankommt. Wenn vom Wohnbereich die Rede ist, gibt es gute Gründe für einen echten Klassiker: Treppen aus Holz. Neben Nachhaltigkeit und Individualität spricht auch die Langlebigkeit für Holztreppen. Zudem können Holztreppen freitragend ausgeführt werden, eine Unterkonstruktion aus Beton oder Stahl erübrigt sich dann genauso wie ein eventuelles Auffüttern der Rohbeton-Stufen, um die Höhe oder Breite der Treppe zu korrigieren. Fußwärme ist ebenfalls ein Punkt, der im Wohnbereich immer wieder für Holz spricht. Weniger gefragt sind knarrende Stufen. Das muss aber auch gar nicht sein: Um Trittgeräusche auszuschalten, hat Treppenmeister als führender

Hersteller von Holztreppen ein Schallschutz-Paket entwickelt, das Treppen flüsterleise werden lässt. Und um Rutschpartien auf glattem Holz zu vermeiden, hat Treppenmeister ein System entwickelt, das sich für lackierte und geölte Treppen aus Holz genauso eignet, wie für Stein und Granit. Diese Anti-RutschBeschichtung kann auf Wunsch bereits im Werk aufgetragen werden oder später vom Monteur. Ist man auf der Suche nach wertvoller Lagerfläche, bietet sich der Platz unter der Treppe an. Durch passgenaue Leichtbauwände entsteht ein geschlossener und schnell zugänglicher Abstellraum. Ideal dafür ist aufgrund ihrer Konstruktionsweise die sogenannte Bucher-Treppe – ein Holztreppenklassiker, dessen Trittstufen über Stahlbolzen direkt an der Wand befestigt sind. Sie fungieren quasi als Abstandhalter und sorgen so für eine dauerhafte Belüftung des Stauraumes. Diese freitragende Treppenkonstruktion charakterisiert sich besonders durch ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Raumverhältnisse. r

Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

Ein Holztreppenklassiker ist die sogenannte Bucher-Treppe – die Trittstufen sind über Stahlbolzen direkt an der Wand befestigt. Rechts: Die freitragende Konstruktion der Bibliothekstreppe zeichnet sich besonders durch ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Raumkonzepte aus.

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country Manufaktur

Plaid „Eisbär“

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Faszination „Fell“ Made in Germany Eisbären, Pumas, Luchse – all diese Tiere wurden jahrelang aufgrund ihres schönen, weichen Fells gejagt. Noch heute sind viele Raubkatzen vom Aussterben bedroht, weil Menschen sich und ihr Zuhause mit Pelz schmücken möchten. Dass es auch anders geht, beweist seit nunmehr 30 Jahre n der Modedesigner Ralf Bartelsheim. Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n , F o t o s : C a r m a

1990 gründete der Bielefelder in seiner Heimatstadt das Label Carma, produziert seitdem wunderschöne edle Plaids, Decken, Kissen und Accessoires aus hochwertigsten Webpelzen. „Eine Freundin sah damals den Film ‚Jenseits von Afrika‘. Sie war nicht nur von der Liebesgeschichte und den Landschaftsaufnahmen fasziniert, sondern auch vom gezeigten Interieur, wollte unbedingt ein entsprechendes Accessoire haben. Am liebsten eine Sofadecke. So entstand die Idee“, erzählt Ralf Bartelsheim. Von Beginn an war ihm klar, dass er kein echtes Fell verarbeiten wollte: „Ich entschied mich für die erstklassige Spezialfaser Luxury Faux Fur. Sie sieht ihren Vorbildern aus der Natur täuschend ähnlich und doch wird keinem Tier ein Haar gekrümmt.“ Nachdem er die erste Decke noch selbst genäht hatte, baute Ralf Bartelsheim mit viel Know-how, Engagement und dem nötigen Quäntchen Glück seine Manufaktur auf. Eine Erfolgsstory made in Ostwestfalen! „Bis heute werden unsere luxuriösen Plaids ausschließlich von Hand in Bielefeld hergestellt. Billig-Produktion aus China lehne ich ab. Außerdem konnten wir mit unserer Manufaktur heimische Arbeitsplätze schaffen“, sagt der Unternehmer. Der Erfolg seiner Arbeit liegt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand.

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country Manufaktur

Unzählige feine, zart schimmernde Härchen bilden die Oberfläche der hochwertigen Webpelzdecken. Die andere Seite besteht aus feinen Stoffen, Samt oder einer Kaschmir-LammwolleSymbiose. Die pelztypische Zeichnung in sanften Farbtönen lässt die Plaids in den unterschiedlichsten Designs herrlich natürlich wirken. Luxuriös und dekorativ verleihen sie jedem

Neu: „Carma by you“ – personalisierte Decken. Jeder Kunde kann sich sein Plaid nach eigenem Geschmack zusammenstellen. Zum Beispiel Artikel Tender, erhältlich in acht Farben und 30 verschiedenen Futterdesigns in Synthetik-Velvet oder in Wool/Cashmere mit und ohne Fransen.

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Wohn- und Schlafraum seinen eigenen, unnachahmlichen Charme. Neben den Decken und Kissen sind es auch die schönen Accessoires, die die Menschen begeistern. Zum Beispiel Schals oder kuschelige Wärmflaschen. Ganz neu: Carma by you. Was in der Mode schon lange beliebt ist, hat jetzt auch bei Carma Einzug gehalten. „Jeder Kunde kann sich sein Plaid auf Wunsch hinsichtlich Webpelz und Futter selbst kreativ zusammenstellen, kombiniert vielleicht zum klassischen grauen Lamm-Plaid auf der Rückseite einen farbenfrohen Samtstoff. Auch Sonderanfertigungen sind machbar“, erklärt Ralf Bartelsheim. Wie erfolgreich das Unternehmen Carma geworden ist, zeigt die Verbreitung der außergewöhnlichen Produkte. Carma Plaids verschönern heute Hotel-Suiten, Luxusjachten und Feriendomizile weltweit. Zudem ist die Bielefelder Manufaktur Carma bei allen wichtigen Lifestyle-Messen in Deutschland vertreten. Nächster Termin: 7. – 11. Februar 2020 - Ambiente-Frankfurt Halle 8.0/Stand L 92. r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

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country Manufaktur

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Geschliffene Schönheiten aus Glas Glasschleifen gilt als die hohe Kunst der Glasveredelung. Eine Fertigkeit, die kaum noch jemand so brillant beherrscht, wie die Spezialisten der Lübecker Manufaktur Rotter Glas. Die gläsernen Rotter-Schönheiten stehen weltweit für traditionelles und modernes Glasdesign sowie für meisterTe x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n , F o t o s : K l a u s L o r k e , R o t t e r G l a s

Die Liebe zu gläsernen Schönheiten mit edlem Schliff scheint bei dieser Familie in den Genen zu liegen. Bereits 1870 gründete Carl Rotter die Glasmanufaktur im damaligen Schlesien. Die Folgen des Zweiten Weltkriegs verschlugen seinen Sohn nach Lübeck, wo er aus sehr bescheidenen Anfängen den Familienbetrieb zu neuer Blüte führte. Heute leitet Birgit Rotter in dritter Generation den Familienbetrieb. „Meine Großmutter mütterlicherseits erwarb bereits in den mageren Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg bei Rotter Gläser zweiter Wahl, preisgünstig und um uns etwas Schönes mitzubringen. Wenn ich sie in Lübeck besuchte, dann ging es zu Rotter. So kannte ich den Namen schon als kleines Mädchen. Dass ich ihn einmal tragen würde, daran habe ich im Traum nicht gedacht“, erzählt die quirlige Amerikanerin mit deutschen Wurzeln. Nun, bei einem solchen Besuch verliebte sich der damalige Juniorchef Wolfgang Rotter in die zauberhafte junge Dame. „Drei Anträge hat es gebraucht, dann bin ich von Kalifornien in den kalten Norden Deutschlands gezogen“, sagt Birgit Rotter schmunzelnd. Ein Ortswechsel, den die zweifache Mutter nie bereut hat. Auch in der Lübecker Manufaktur Carl Rotter Glas ist das Wissen der Bankkauffrau mit Business-Administration gefragt. „Nachdem ich auf der Frankfurter Messe einen Auftrag über damals 10 000 Mark an Land zog, war ich im Geschäft. Die Kunst, aus schlichtem Glas funkelnde Schönheiten zu zaubern, hat mich von Anfang an überaus fasziniert“, verrät sie lachend. Nach dem Tod ihres Mannes im November 2018 leitet Birgit Rotter die kleine, aber höchst feine Manufaktur alleine: „Ich habe ein ganz tolles Team. Im kommenden Jahr feiern wir das 150-jährige Bestehen.“ In den Lübecker Produktionsräumen wird, ganz im eigentlichen Sinne der Worte „manu factum“, jedes Stück noch von A bis Z mit der Hand gefertigt. Das fängt bereits bei den Rohgläsern an, die in ausgesuchten bayerischen Glashütten aus reinstem Kristallglas im Mundblasverfahren

© Michael Holz Studio

haften Schliff.

Seit November 2018 leitet Birgit Rotter die Manufaktur Rotter Glas.

Jedes Glas wird in präziser Handarbeit und in mehreren aufwendigen Arbeitsschritten graviert, geschliffen und poliert. Das Spektrum der Carl Rotter Kollektionen reicht von unterschiedlichen Mustern bis hin zu aufwendig gestalteten Unikaten. C o u n t r y S t y l e 61


country Manufaktur

Die Form eines jeden Bechers ist mundgeblasen und mit einem Farbmantel überzogen. Der Schleifer verwandelt dann mit Augenmaß und Können in vielen Arbeitsschritten die Gläser in elegante Schmuckstücke. Die Vollendung eines Carl Rotter Glases dauert bis zu fünf Stunden.

Wunderschöne Märchenmotive, an denen sich auch Erwachsene erfreuen (Mitte).

Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

© Daniel Weigel

Die neu aufgelegte Herbal-Collection offeriert 26 unterschiedliche Motive.

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© Bernd Perlbach

Feuer gefangen – das passende Glas zum asiatischen Tafelservice wurde mit dem Dekor Ignis verschönt.

hergestellt werden. Besonders aufwendig gestaltet sich die Fertigung der sogenannten Überfanggläser, die nicht durchgefärbt sind. Überfanggläser erhalten ihre Farbigkeit dadurch, dass das farbige Glas in einer Schicht auf das klare Glas aufgebracht wird. Jedes Glas wird strengstens nach eventuellen Fehlern oder Schlieren untersucht. „Für unsere Schliffe brauchen wir besonders klares und fehlerfreies Glas. Denn durch das Schleifen tritt die klare Schicht stellenweise hervor, und es wäre fatal, wenn die oft stundenlange Arbeit der Schleifer durch Fehler im Glas zunichte gemacht würde“, erklärt Birgit Rotter, ergänzt: „Die Kunstfertigkeit und die Erfahrung unserer Glasschleifer sind unser wichtigstes Kapital. Leider weiß man oft das Know-how handwerklicher Arbeit gar nicht mehr so zu schätzen. Deshalb habe ich meine Galerie Artemani gegründet, präsentiere dort außer unseren individuellen Glasobjekten auch Leder, Keramik, Schmuck und manches mehr. Alles feinste Handarbeit.“ Bis ein Glasschleifer sein Handwerk beherrscht und die Rotter-Designs perfekt umsetzen kann, benötigt er nach der Ausbildung durchschnittlich weitere sieben Jahre. Je nach Design und Größe dauert es oft mehrere Stunden, bis das Wechselspiel aus klarem und farbigem Glas den hochgesteckten Ansprüchen der Firmenchefin entspricht. Bevor die geschliffenen Glasschönheiten, jede einzeln mit Seriennummer und Zertifikat geprüft, ihre Reise in aller Herren Länder antreten, werden sie sehr sorgfältig mit der Hand poliert. „Die gewissenhafte Handpolitur setzt die Kunst unserer Glasschleifer erst richtig in Szene und erhebt jedes Stück zu zeitlos schönen Klassikern für mehr als eine Generation“, betont Birgit Rotter. „Unsere Glaskunstwerke sind die glänzenden Stars jeder gedeckten Tafel und begehrte Sammlerstücke. Einige unserer gläsernen Meisterstücke stehen sogar in Museen.“ r


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country Manufaktur

Aufbruch in ein neues Zeitalter Die Höchster Porzellan-Manufaktur wurde 1746 als kurfürstlich-mainzische Porzellanmanufaktur gegründet und ist damit die zweitälteste in Deutschland. Seit Juni 2018 beschreitet die Traditionswerkstätte neue Wege, will den Manufakturgedanken mit zeitgemäßen LifestyleElementen neu beleben. Dazu soll auch der brandneue Concept Store im neu geschaffenen DomRömer-Quartier in der Frankfurter Altstadt beitragen. Te x t : G u n d u l a L u i g - R u n g e , F o t o s : K l a u s L o r k e

Edles Manufaktur-Porzellan galt jahrhundertelang als Statusobjekt höfischer Tisch- und Tafelkultur, später auch der gut betuchten, feinen Gesellschaft. Ein Kulturgut, dem im Zeitalter von industriell gefertigter Massenware zum kleinen Preis heute jedoch immer weniger Aufmerksamkeit gewidmet wird. Schon lange haben es traditionsreiche Porzellanmanufakturen schwer, sich am Markt zu behaupten. Auch die Höchster Porzellan-Manufaktur, die 1746 als kurfürstlich-mainzische Porzellanmanufaktur gegründet wurde und damit die zweitälteste Deutschlands ist, gehört dazu. Vor zwei Jahren musste der Traditionsbetrieb Insolvenz anmelden, eine bedauerliche Tatsache, die sich jedoch im Nachhinein als große Chance erwiesen hat. „Trotz unserer Vorzeigeproduktionsstätte in einem wunderschön restaurierten Industriegebäude in Frankfurt-Höchst und der Öffnung unseres Betriebes für Besuchergruppen seit 2002 haben wir in den vergangenen Jahren nicht den Bekanntheitsgrad erreicht, den wir uns erhofft hatten. Die Insolvenz hat uns gezwungen, das Thema Manufaktur neu zu denken. Mit unserem neuen taiwanesischen Investor, dem am 9. Februar eröffneten Concept Store in der Frankfurter Altstadt sowie einer Neuausrichtung des Unternehmens mit mehr Parallelen zur freien Kunst bricht die Höchster Porzellan-Manufaktur in ein neues Zeitalter auf“, kommentiert ihr künstlerischer Leiter Mario Effenberger den Neuanfang.

Manufaktur-Porzellan zeitgemäß erleben Der rund 100 Quadratmeter große Concept Store im neu geschaffenen DomRömer-Quartier in der Frankfurter Altstadt wurde von dem renommierten Künstler und Designer Veit Steinbrecher konzipiert, der bereits seit 2001 mit der Höchster Porzellan-Manufaktur im Rahmen des Projektes „Tradition und Moderne“ zusammenarbeitet. Ziel war es, eine Bühne für zeitgemäßes Porzellan wie auch für internationale Künstler zu schaffen und gleichzeitig

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„Die Verbindung von historischer Tafelkultur mit einem modernen Wohngeschmack wird das Design bestimmen“, sagt der künstlerische Leiter Effenberger.


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country Manufaktur

Die Herstellung des Porzellans wird auch künftig von den zehn Mitarbeitern in Höchst getragen werden.

Bulle und Bär aus Porzellan, hergestellt von der Höchster Manufaktur.

eine Begegnungsstätte für kunstinteressierte Frankfurter sowie Besucher aus aller Welt. „Wir wollen eine Brücke schlagen zwischen manufakturhergestelltem Porzellan, bei dem das künstlerische Bemalen seit Jahrhunderten zum Handwerk gehört, und der Malerei auf der Leinwand. In Zukunft sollen Künstler und Store-Dekoration im Showroom zweimal pro Jahr wechseln. In Korrespondenz dazu wird es begleitendes, innovatives Porzellan-Design geben“, erklärt Mario Effenberger das neue Konzept, welches die Marke Höchster Porzellan deutlich verjüngen und auch einem internationalen Publikum zugänglich machen soll. Als einzige Porzellanmanufaktur Hessens ist die Höchster Porzellan-Manufaktur 1746 eine Perle mit kunstgeschichtlicher Bedeutung. Das Mainzer Rad als unverwechselbares Logo, hat die Marke nach einer wechselvollen Geschichte eine Neugründung und Wiederbelebung nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt. Zum 250. Geburtstag konnte im Jahr 1996 der denkmalgeschützte Industriebau am Höchster Stadtpark bezogen werden, der bis heute eine ebenso repräsentative wie funktionale Produktionsstätte wie auch seit 2002 der Firmensitz ist. Heute wie vor mehr als 270 Jahren werden dort ausgewählte Service, Geschenke und Accessoires von Hand gefertigt, die Besucher in einer hauseigenen Boutique erwerben bzw. auch über den Online-Shop bestellen können. Die Produktpalette reicht von der Reproduktion historischer bis hin zu zeitgenössischer Porzellankunst. Von Accessoires, Figuren und Skulpturen bis hin zu Individualentwicklungen aus Biskuitporzellan, weiß glasiertem und farbig bemaltem Porzellan. Jedes Exponat aus der Kollektion der Höchster Porzellan-Manufaktur ist Ausdruck von kunsthandwerklicher Qualität, Tradition, Ästhetik und Individualität; Zeichen eines Stils, der nicht von Tagestrends bestimmt wird, sondern die Zeit auf seine Weise prägt. Seit 2001 beschäftigt sich die Manufaktur parallel mit modernen Wohn- und Geschenk-Accessoires in zeitgenössischen Designs, die internationale Anerkennung genießen und bereits Designpreise erhielten – darunter der DesignPlus Award der Messe Frankfurt für Mario Effenbergers außergewöhnlichen Brieföffner aus der Office-Serie. Kreative Unterstützung bei der Entwicklung und

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Umsetzung neuer Porzellan-Objekte erhält die Manufaktur von externen Künstlern und Designern wie der Schmuckdesignerin und Goldschmiedemeisterin Pia Sommerlad, der freischaffenden Keramikerin Christiane Riemann oder dem Produktdesigner Veit Streitenberger. Inhouse entwickelt der Figurenformer Steffen Taubhorn Unikatserien in Form und Dekor.

Von Meisterhand für die Zukunft geschaffen Von der traditionellen Herstellung der Porzellanmasse aus den natürlichen Rohstoffen Kaolin, Quarz und Feldspat, sowie vom ersten künstlerischen Entwurf bis zum fertigen Meisterstück bedarf es vieler Arbeitsschritte, die nur mit fundierter Erfahrung und Sensibilität in den Werkstätten durchgeführt werden. Das Herz der Höchster Porzellan-Manufaktur schlägt eindeutig in der Modellwerkstatt. Dort entsteht jedes neue Produkt – von den ersten vorbereitenden Ideenskizzen über Werkszeichnungen im vergrößerten Maßstab, plastische Modelle aus Gips oder Ton bis zur Modelleinrichtung, dem Werkzeug der späteren Formenherstellung. Da für jedes Formteil eine mehrteilige Arbeitsform aus Gips benötigt wird, werden aus den Einrichtungsblöcken einzelne Elemente der Formen gegossen. Diese können bis zu dreißig Mal zum Ausformen genutzt werden, bis sie durch eine neue ersetzt werden müssen. Um Hohlkörper wie Vasen, Kannen und Figurenteile zu gießen, wird ein Gießkarussell benötigt, mit dem die Rohlinge hergestellt werden. Becher, Tassen, Platten, Teller oder Untertassen werden mittels Drehtechnik und einer Metallschablone

gefertigt. Die gegossenen, empfindlichen Rohlinge werden im noch feuchten, lederharten Zustand sorgfältig überarbeitet und anschließend kunstvoll mit Pozellanschlicker zusammengefügt. Dieser Vorgang nennt sich Bossieren. Im Anschluss, nach dem Trocknungsprozess und dem Schrühbrand von 920°C folgt das Glasieren. Abschließend folgt der eigentliche Porzellanbrand oder Glattbrand bei 1390°C im mit Gas befeuerten Ofen. Dabei versintert das Rohmaterial, das heißt, es wird völlig dicht und die Glasur verschmilzt unlöslich mit ihm. Die Königsdisziplin einer jeden Porzellanmanufaktur kommt zum Schluss: die Porzellanmalerei. Gerade für die kunsthandwerkliche Qualität und für die Ästhetik des Höchster Porzellans ist die traditionelle Handmalerei, die bis heute in der Manufaktur gepflegt wird, von grundlegender Bedeutung. Ob traditionelle Höchster Dekore oder Dekore in modernem Design, sie werden von den Künstlern der Höchster Porzellan-Manufaktur in größter Vollkommenheit beherrscht. Auch Auftragsarbeiten, wie die Anfertigung von limitierten Sondereditionen gehören zur ständigen Herausforderung der begabten Pozellanmaler. Um die Faszination des „weißen Goldes“ hautnah mitzuerleben, haben Interessenten die Möglichkeit, im Rahmen öffentlicher oder privater Führungen die gesamte kunsthandwerkliche Fertigung im Hause kennenzulernen. Darüber hinaus veranstaltet die Manufaktur Seminare und Workshops. Auch für exklusive Events können die Räumlichkeiten der Höchster Porzellan-Manufaktur in der Palleskestraße in Frankfurt-Höchst gemietet werden. So lässt sich Manufaktur-Porzellan zeitgemäß erleben! r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

Wer durch die Eingangstür des neun Concept Stores in der Altstadt geht, blickt über einen vier Schritte langen Holztisch hinweg auf eine gülden schimmernde geflügelte Figur in einer hell erleuchteten türkisfarbenen Nische. Das Kunstobjekt, um das eine Räuchervase und andere Gegenstände aus Porzellan zu schweben scheinen, stellt einen Kranich dar. Als Symbol des Neubeginns passt er gut an diesen Ort (links). Oben: In der Höchster Porzellan-Manufaktur steht dem Kunden ein attraktiver Manufaktur-Direktverkauf zur Verfügung.

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country Manufaktur

Erste Hilfe für Meissner Porzellan Der Porzellankopf hat ein dickes Loch, traurig hängt das linke Bein an einem dünnen Gummiband. „Die Puppe gehörte meiner Urgroßmutter, wir haben sie beim Umzug auf dem Dachboden gefunden. Dann ist sie uns runtergefallen,“ erzählt die junge Kundin aufgeregt. „Jetzt möchten wir sie der Oma zu Weihnachten schenken. Können Sie Katharina noch reparieren?“ Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n , F o t o s : K l a u s L o r k e

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Hoffnungsvoll drückt sie Arne Zimmermann die kleine Patientin und das herausgebrochene Stück Porzellan in die Hand. Kein Problem für den Scherben-Doc. Seit 1997 „praktiziert“ der Hamburger in seiner Scherben-Klinik im Stadtteil Rotherbaum, die sein Vater bereits 1935 gegründet hatte. In den Regalen warten Lampenfüße, Porzellantiere, Kaffeekannen, Meissner Tassen, Gläser und ein großer Keramikhund darauf, „operiert“ zu werden. „Die Zeiten haben sich geändert. Früher zählten viele Hotels und Restaurants zu Vaters Kunden. Sie warfen zerbrochene Teller und Tassen nicht einfach weg, sondern ließen sie reparieren. Überhaupt war das damals noch keine Wegwerfgesellschaft. Ein Sprung in der Schüssel hieß nicht ihr Ende“, sinniert Arne Zimmermann und begutachtet die Teile einer exotisch bemalten Schale. „Ein Kunde hat sie aus Mosambik mitgebracht. Leider ist sie im Koffer kaputtgegangen.“ Dann zeigt er eine weitere Schale. „Das älteste Stück, das ich je repariert habe. Sie stammt aus China, ist an die viertausend Jahre alt und wurde nicht wieder abgeholt. Ich finde sie schön, jetzt bleibt sie hier.“ Nach Lehr- und Wanderjahren entschloss sich der gelernte Tischler die daniederliegende Scherben-Klinik zu übernehmen. Heute führt der ehemalige Weltenbummler ein Leben zwischen Scherben, Pink Floyd (läuft im Hintergrund) und Mischlingshündin Ursel. Irgendjemand hat eine Tasse heiß dampfenden Tee auf den Tresen gestellt. Dass der Henkel abgebrochen ist, stört niemanden, denn hier werden nicht nur Porzellan, Keramik, Glas, Kristall, Gips, Marmor und andere Materialien repariert, hier wird auch gern geschnackt. Alle Stücke bearbeiten Arne Zimmermann und seine Mitarbeiter mit äußerster Sorgfalt. Zahntechnikerbohrmaschine, Frässteine, Ziegenleder, Spachtel, Rasierklingen, Schleifmaschine, Pinsel und Farbe gehören zum Handwerkzeug. Manchmal verlässt Arne Zimmermann seinen urigen Laden. „Aus einem Seniorenstift erhielt ich den Anruf einer älteren Dame. Dem Keramikmops der Gräfin war die Pfote abgefallen. Sie wollte das mit Sekundenkleber beheben und die Pfote blieb statt am Hund am Fußboden kleben. Später war sie glücklich, dass ich ihren geliebten Mops erfolgreich behandeln konnte.“ r

Alle Stücke bearbeiten Arne Zimmermann und seine Mitarbeiter mit äußerster Sorgfalt. Zahntechnikerbohrmaschine, Frässteine, Ziegenleder, Spachtel, Rasierklingen, Schleifmaschine, Pinsel und Farbe gehören zum Handwerkzeug.

Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

Seit 1997 „praktiziert“ der Hamburger Arne Zimmermann in seiner Scherben-Klinik im Stadtteil Rotherbaum, die sein Vater bereits 1935 gegründet hatte.

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country Deko

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Winterliche Deko-Trends Die Weihnachtszeit ist für viele die stimmungsvollste Zeit des Jahres. Denn dann wird das eigene Zuhause geschmückt und herausgeputzt, feingemacht für die festliche Zeit zwischen Advent und Silvester. Inspiration für stilvolle Weihnachtsdeko im Haus und drum herum – von zauberhaften Kränzen über modernen und klassischen Christbaumschmuck bis hin zu leicht skurrilen Deko-Elementen – finden Sie auf den nachfolgenden Seiten. Text: Gundula Luig-Runge, Fotos: Ydo Sol

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country Deko

Mit dieser stimmungsvollen Madonna sind wir der heiligen Geschichte ganz nah.

Die Vorweihnachtszeit kommt schneller als man denkt und plötzlich brauchen wir viele neue Deko-Ideen. Schließlich möchten wir Haus oder Wohnung in weihnachtlich-romantische Stimmung hüllen oder aber in trendige X-mas-Coolness tauchen. Ganz gleich, ob klassisch, modern oder ausgefallen – erlaubt ist, was gefällt. Wir haben uns für Sie umgeschaut und bei Jochen Oldekamp in seinem Bielefelder Geschäft „Kraut & Rosen“ sowie bei Hilke von Stebut-Pelshenke in ihrem „Speicher“ in Vlotho winterlich-weihnachtliche Accessoires zum Dekorieren und Wohlfühlen gefunden.

Eine Amaryllis schenkt Frühlingsgefühle in den dunklen Wintertagen.

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Klassischer Baumschmuck oder niedliche Bambis. Ein Paradies fĂźr weihnachtliche Inspirationen.

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Mit vielen kleinen Dingen lässt sich wunderbar eine festliche Stimmung zaubern.

Kränze und Gläser mit duftenden Kerzen: der Winter kann kommen.

Weihnachtsvorfreude in Hülle und Fülle bietet das in ländlicher Idylle gelegene Deko-Paradies „Der Speicher“. Von Ende November und im Dezember lädt die Weihnachtsausstellung in den rustikalen Räumen des einstigen Bauernhofes zum Stöbern und Entdecken ein. Der angenehme Duft des mit einer dicken Schicht Kakaoschalen bedeckten Scheunenbodens versetzt spontan in Weihnachtsstimmung. Es gibt allerhand zu entdecken – von filigranem Baumschmuck in klassischen Farben, aromatischen Duftkerzen mit passenden Gläsern bis hin zu wohlriechenden Kränzen. Die sind vom Speicher-Team frisch hergestellt und von Hand gewickelt. Lebendiges Grün – Tanne oder Kiefer pur oder aufgepeppt mit duftender Steineiche und Eukalyptus, Beeren und Hortensienblüten.

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country Deko

Kreative Mischung für ein winterliches Wohnumfeld.

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Mit nicht alltäglichen Ideen, aktuellen Trends und Zeitgeist bei der Weihnachtsdeko überrascht „Kraut & Rosen“ aus Bielefeld. Der kreative Inhaber arrangiert eine bunte Mischung aus vielfältigsten Dekoideen und frischem Blumenschmuck, so dass Leben und Lebendigkeit ins Wohnumfeld einziehen können. Viermal pro Jahr gestaltet er sein Ladengeschäft komplett um – und zur Weihnachtszeit präsentiert es sich dann besonders attraktiv. Da kann man vom niedlichen Bambianhänger für den Tannenbaum über kleine Geschenke und Mitbringsel zum Adventskaffee, zum Beispiel antike Kerzenhalter oder hübsche Kissen, bis zum skurrilen Objekt wie die rote Madonna eine Vielzahl an originellen, aber auch klassischen Dekorationen, Wohnaccessoires und X-mas-Styles entdecken. Stöbern lohnt in jedem Fall! r


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country Deko

Auch in diesem Jahr stehen der Bezug zur Natur und die Tendenz zu hochwertiger Handwerkskunst im Vordergrund.

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Adventszeit im Winter-Wunderland Alle Jahre wieder kommt die Zeit des Schenkens und Schmückens. Ob festlich gedeckte Tafel, verzierter Adventskranz oder geschmückter Baum – alle aktuellen Weihnachtszenarien sind so gestaltet, dass sie die Blicke auf sich ziehen und die Sinne des Betrachters ansprechen. Nicht vorbei kommt man am Weihnachtsthema „Splendid history“. In Farben wie sie das Meer, Edelsteine und Mineralien hervorbringen, rauschen die pastelligen Farben Türkis, aber auch Rosa in die weihnachtliche Winterwelt. Text: Bernd Teichgräber, Fotos: Ydo Sol, Styling: Blumenhof Borgstedt

Weihnachten wird durch die Bezüge zur Natur zu einem wahren Fest der Sinne. Zu sehen sind vorzugsweise natürliche Materialien und Weihnachtsschmuck in natürlicher Optik. Allen voran Holz als Baustoff für Deko-Elemente und Adventskränze.

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country Deko

Pastellfarbene Kerzen, mit und ohne Silberglitzer, setzen sich nicht nur in der Weihnachtszeit durch, sondern genieĂ&#x;en Ganzjahres-Garantie.

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Kugeln und Zapfenstrukturen in Weihnachtskränzen setzen in Verbindung mit natürlichen Materialien Akzente.

Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet. C o u n t r y S t y l e 83


Country Outdoor

Wohltuende Wärme wie nie zuvor Holzbefeuerte Badefässer sind seit Jahrzehnten ein skandinavischer Trend. Nun halten sie auch vermehrt Einzug in deutsche Gärten. Kein Wunder, ermöglichen sie es doch, die kalte Jahreszeit auf einzigartige Weise zu erleben. Anstatt es sich im Winter nur drinnen gemütlich zu machen, kann man sich draußen in der heißen Wanne erwärmen und dabei dem Knistern des Feuers lauschen. Wer träumt bei diesem Gedanken also nicht von einem Hot Tub im eigenen Garten? Fotos: Skargards Hot Tubs

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Mit einem Skargards-Badefass kann man sich der Natur ganz nahe fühlen und dieses Erlebnis noch dazu mit der Familie oder mit Freunden teilen − und zwar zu jeder Jahreszeit.

Im Jahr 2007 hatte der Schwede Fredrik Hofgaard eine zündende Geschäftsidee. Inspiriert von der schwedischen Kultur, hatte er sich zum Ziel gesetzt, eine Premiumlinie an holzbefeuerten Hot Tubs auf den Markt zu bringen. „Ich wollte Badefässer entwickeln, die den traditionellen Grundgedanken bewahren, aber mit modernen Elementen und Materialien erweitert werden“, erklärt er seine Intention. Davon angetrieben, gründete er zusammen mit Filip Williamsson und Mats Nilsson die Firma Skargards Hot Tubs, erschuf erste Badefässer und baute diese mit der Unterstützung von Freunden in einem kleinen Bauernhaus. Heute, mehr als zehn Jahre später, hat die Firma ihren Sitz in Åmål in Schweden und verschickt von dort aus ihre Produkte an Kunden aus zwölf Ländern. Drei Hot Tubs in zwei Größen können hier erworben und mit einer Vielzahl an Zubehör ausgestattet werden. Der einzigartige Charme der schwedischen Wellnessoasen liegt dabei in ihrer Beheizungsart. Anders als Whirlpools besitzen sie einen Holzofen, der das Wasser ganz ohne Elektrizität erwärmt. Und zwar zu jeder Jahreszeit. Im derzeitigen goldenen Herbst, aber auch in dem kommenden Winter mit seinen verschneiten Tagen, wird ein Bad im Hot Tub zu einem besonders romantischen Erlebnis. Dass das schwedische Konzept der holzbefeuerten Badefässer in ganz Europa ankommt, merkte auch die Firma in den vergangenen Jahren deutlich. „Die digitale Technologie hat inzwischen Einzug in sämtliche Lebensbereiche gehalten“, erklärt Fredrik Hofgaard. „Daher suchen die Menschen nach einem Weg abseits der modernen Medien, um mehr Zeit ihren Liebsten zu widmen. Gleichzeitig kommt der Wunsch auf, mehr Zeit in der Natur zu verbringen.“ Hot Tubs rücken vermehrt in das Blickfeld, werden an idyllischen Orten platziert und oftmals sogar einzig mit umweltbewussten Produkten, darunter nachhaltig gewonnenem Holz, betrieben. Für die Produktion ihrer Badefässer verwendet Skargards einzig hochqualitative Produkte und hat dabei in der Vergangenheit stets neue Maßstäbe gesetzt. So wird das Becken anstatt aus Holz aus fünf Schichten glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt. Ein Material, das aufgrund seiner Festigkeit und glatten Oberfläche auch für den Bau von Segelbootrümpfen verwendet wird. Die Öfen sind aus 316 Edelstahl gefertigt und bieten damit eine höhere Korrosionsbeständigkeit. Kunden können zwischen drei Hot-Tub-Varianten, dem Terrass, dem Panel und dem Rojal wählen. Optimal geeignet für den Einbau in eine Terrasse ist das Modell Terrass. Das Wasser des frei stehenden Panel- und Terrass-Modells wird ganz nach schwedischer Badezuber-Tradition mit einem direkt wirkenden Ofen im Wannenbereich beheizt. Das Luxusmodel Rojal sticht hingegen mit seinem Zirkulationsofen, der zwischen Wanne und Holzverkleidung integriert ist, hervor. Dieser gibt nicht nur durch eine Glastür den Blick auf das lodernde Feuer frei, sondern sorgt für jede Menge Platz im Sitzbereich. Gleichzeitig ermöglicht er optimale Effizienz und Wärmeverteilung. Wer seinen Hot Tub darüber hinaus noch individualisieren möchte, dem steht eine ganze Reihe nützliches Zubehör zur Verfügung – zum Beispiel ein Sprudelsystem oder eine Unterwasserbeleuchtung. r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

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Country Spezial

Der Mythos von Venedig „Wie ein Stück Zucker im Tee, so schnell schmilzt Venedig dahin“, klagte der englische Maler und Schriftsteller John Ruskin, als er die Lagunenstadt anno 1835 zum ersten Mal besuchte. Venedig – auf Inseln erbaut, einst Herrscherin über die Adria, dann verfallen und scheinbar dem Untergang geweiht. In keiner anderen Metropole ist die Vergänglichkeit so zu spüren wie in La Serenissima, die Durchlauchtigste. Aber Venedig, diese geheimnisvolle Hüterin zauberhafter Mystik sprüht vor Lebenslust und sie begeistert alljährlich Millionen von Menschen mit ihrer einmaligen, vielleicht doch unvergänglichen Schönheit. Winterreise in eine der faszinierendsten Städte der Welt!

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Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n , F o t o s : Y d o S o l


Venedig ist nicht nur eine viel besungene, sondern auch eine

viel beschriebene Stadt – und das nicht erst seit Thomas Manns „Tod in Venedig“ oder Donna Leons sympathischem Commissario Brunetti. Berühmte Maler wie Albrecht Dürer und literarische Größen wie Thomas Mann, Rainer Maria Rilke oder Goethe verliebten sich in die Lagunenstadt, hinterließen ihre Spuren und trugen zum Mythos von Venedig bei. Bis heute ist die Magie ungebrochen „Die Stadt ist fantastischer, als man es sich in den kühnsten Träumen auszumalen vermag. Man kommt an und denkt, das kenne man alles von Ansichtskarten. Dann besteigt man einen Vaporetto, und kaum legt er ab, beginnt das Glück, in einem hochzusteigen“, schreibt der Schweizers Schriftsteller Matthias Zschokke in seinem jüngsten Werk „Die strengen Frauen von Rosa Salva“. Der Winter ist eine wunderbare Zeit, um Venedig ganz individuell zu entdecken. Alles ist ruhiger, entspannter, es gibt kein Gedränge, keine überfüllten Cafés und selbst die Tauben auf dem Markusplatz scheinen sich in den Winterschlaf verabschiedet zu haben. Wenn der Nebel über die engen Gassen und Kanäle wabert, dann zeigt sich

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Venedig von seiner mystischen, geheimnisvollen Seite. In den Kanälen rund um den Rio Grande schlagen die Wände der prominenten Gondeln gegeneinander. Die edlen schwarzen Boote symbolisieren die Stadt wie kein anderes Wahrzeichen und verkörpern auch in modernen Zeiten den Charme des 16. Jahrhunderts, als Venedig mit seinen Prachtbauten zu den schönsten, spektakulärsten und reichsten Städten Europas zählte. Es ist kühl, aber niemals wirklich kalt. Manche Tage erreichen frühlingshafte 14 Grad. Fernab von Touristenpfaden kann man jetzt wunderbar und ungestört die Sestierí (der historische Stadtkern besteht aus sechs Stadtteilen) der Lagunenstadt kennenlernen: San Polo, Santa Croce, Dorsoduro, Cannaregio, San Marco und Castello. Darüber hinaus machen unzählige Sehenswürdigkeiten, Museen und Theater La Serenissima jederzeit zu einem Mekka für Kunst- und Kulturinteressierte. Weltberühmtes Highlight ist natürlich der Karneval. Vom 8. bis zum 25. Februar 2020 verwandelt er Venedig in eine Stadt des Prunks, der Farben, der Musik, der Feuerwerke und der eleganten venezianischen Bälle. Dorsoduro HERRLICH NORMAL UND SZENIG STUDENTISCH Die Entdeckungstour beginnt in Dorsoduro, dessen Spitze dem Markusplatz auf der anderen Kanalseite gegenüberliegt. Dorsoduro bedeutet „harter Rücken“, ein Hinweis auf die etwas stabileren, teils felsigen Bodenverhältnisse dieses im Südwesten der Altstadt gelegenen Bezirks. Hier geht es volkstümlicher zu als anderswo, zumindest am Tag. Abends treffen sich viele Studenten der nahe gelegenen Universität im Viertel, dann wird es deutlich lebhafter. Mit dem Vaporetto, einem der praktischen Wasserbusse für den öffentlichen Nahverkehr, geht es von der Anlegestelle San Zaccaria den Canal Grande hinauf bis zur Station Ca’ Rezzonico. Von dort sind es nur wenige Fußminuten zum Campo San Barnaba mit der gleichnamigen Kirche. Nicht weit davon entfernt hat Mario Belloni sein Geschäft und seine Werkstatt. Er ist einer der berühmtesten Hersteller venezianischer Masken der Neuzeit. Anfang der 1980er Jahre, als der venezianische Karneval nach einem 200-jährigen Verfall wieder zum Leben erweckt wurde, begann Belloni, sich mit den Masken zu beschäftigen. Heute gehört sein Geschäft Ca’ Macana (1) zu den ältesten und renommiertesten Masken-Manufakturen der Stadt. „Wir stellen nach überlieferter Tradition unsere Masken komplett in Handarbeit her. Historische wie die ,Bauta‘ aus dem 13. Jahrhundert ebenso wie solche nach eigenen Ideen und Entwürfen“, verrät der Künstler. In seinem Showroom in der Fondamenta Rezzonico findet man Hunderte faszinierender Masken und kann auch Kreativkurse in Maskenherstellung buchen. Stärken kann man sich nach dem Besuch bei Mario Belloini in der Enoteca Cantinone „Già Schiavi“ (2) der Familie Gastaldi. An der Theke drängt sich das Publikum, Mutter Alessandra hat alle Hände voll zu tun, ihre göttlichen, heiß begehrten Cicchetti mit dem obligatorischen Ombra, dem Gläschen Wein, unter die Gäste zu bringen: leckere Weißbrotscheiben, belegt mit Sardellen und Zwiebeln, Thunfischcreme und Kakao, pikanter Salami oder Baccala, der legendären, von Hand geschlagenen Stockfischcreme. Alles hausgemacht natürlich, nach Rezepten der

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Country Spezial

Padrona, die in einem kleinen Kochbuch festgehalten sind. Ihre Söhne Paolo, Piero und Tommaso führen die seit den 1950er Jahren bestehende Weinhandlung heute in dritter Generation. In den Regalen findet der Weinliebhaber an die 200 verschiedene Labels aus Friaul sowie allen anderen Top-Anbaugebieten Italiens. Wer mittags oder abends mehr Appetit mitbringt und das Ambiente wie auch die Küche eines Traditionsrestaurants kennenlernen möchte, der ist in der Antica Locanda Montin (3) genau richtig. Das vis-à-vis einem alten Kloster an der Fondamenta delle Eremite gelegene Restaurant zog bereits Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Künstler an, deren Werke zum Teil heute noch die Wände zieren. Auch Persönlichkeiten wie Peggy Guggenheim, Jimmy Carter, diverse Schauspieler und Italiens letzter Regierungschef Mario Monti waren bei Giorgio und Luca Carrettin zu Gast. Die Küche ist venezianisch, ehrlich und wird bisweilen modern interpretiert.1970 wurden hier Teile des Films „The Anonymous Venetian“ gedreht, der in Deutschland unter dem Titel „Des Lebens Herrlichkeit“ bekannt wurde. Gleich über dem Restaurant befindet sich das kleine, sehr persönliche Hotel mit zwölf gemütlichen Zimmern und teils antiken Möbeln. Über einen Besuch in seiner Holzwerkstatt freut sich Saverio Pastor (4). Er ist der wohl berühmteste von nur noch drei venezianischen Rudermachern, der die fórcola, den aus einem einzigen Stück Nussbaumholz gefertigten Anschlags- und Haltepunkt für das Gondelruder, herstellt. Die fórcola ermöglicht durch ihre konstruktive Genauigkeit die Manövrierfähigkeit und Ruderdynamik einer Gondel. Auch als Kunstobjekt in Form einer Skulptur wird sie heute sehr geschätzt. Natürlich gibt es in Dorsoduro eine große Anzahl Unterkünfte für jeden Geldbeutel und jeden Anspruch. Zum Beispiel das Hotel Ca’ Maria Adele (5) gegenüber der wunderschönen

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Vis-à-vis einem alten Kloster liegt das Traditionsrestaurant Antica Locanda Montin (oben). Über einen Besuch in seiner Holzwerkstatt freut sich Saverio Pastor, der wohl berühmteste von nur drei venezianischen Rudermachern (Mitte und unten).

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Kirche Santa Maria della Salute. Es wurde 2004 von den Brüdern Nicola und Alessio Campa eröffnet und verfügt über zwölf traumhafte Themenzimmer, die von der venezianischen Geschichte inspiriert sind. Darüber hinaus stehen im Nachbarhaus zwei weitere komfortable Unterkünfte zur Verfügung – sogar mit Kamin. Eine besondere Bleibe ist Venedigs erstes Design hotel Ca’ Pisani (6). Ein typisches Stadtpalais mit Originalelementen aus dem 14. Jahrhundert, kontrastreich und reizvoll in Szene gesetzt mit authentischem Mobiliar aus den 1930er und 1940er Jahren sowie zahlreichen Original-Exponaten berühmter Vertreter des italienischen Futurismus. 29 elegante Zimmer und Suiten, ein türkisches Bad, eine herrliche Dachterrasse mit Blick auf die Gallerie dell’Accademia und die extravagante Wein- & Käse-Bar „La Rivista“ garantieren ein etwas anderes Hotel-Erlebnis. San Polo HOTSPOT FÜR KUNSTLIEBHABER UND GOURMETS Die Rialto-Brücke ist die wohl berühmteste von Venedigs rund 400 Brücken. Sie ist neben dem Markusplatz eines der meistbesuchten Touristenziele und verbindet die Sestierí San Marco und San Polo miteinander. Viele Jahrhunderte war sie die einzige Fußgängerverbindung über den Canal Grande. Seit Jahrzehnten ist sie auch eines der begehrtesten Fotomotive der Stadt.


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Weniger bekannt dagegen die „Ponte de la Tette“, die Tittenbrücke. Das unscheinbare Brückchen trennt San Polo von Santa Croce. Hier befindet man sich im einstigen „Rotlichtquartier“. Noch heute weisen einige Straßennamen mit der Bezeichnung Carampane (Prostituierte) darauf hin. Im 15. Jahrhundert, zur Blütezeit Venedigs als Handelsmetropole, hielten sich mehr als 12000 Prostituierte in der Stadt auf. Venedig war damals sehr freizügig und die Damen des Gewerbes stellten gerne ihre Brüste zur Schau, deshalb der Name Tittenbrücke. Nur einen Steinwurf davon entfernt, befindet sich das Restaurant Antiche Carampane (7), eines der bekanntesten Fischrestaurants der Lagunenstadt. Sein Padrone, Francesco Agopyan, setzt bei der Wahl seiner Frischwaren auf Nachhaltigkeit, bedient sich bei Frischfisch und Gemüse aus dem überreichen Angebot des Rialto-Marktes, der nur ein paar Gassen entfernt zu finden ist. Offeriert werden typisch venezianische Spezialitäten wie gegrillte Jakobsmuscheln mit Brokkolipüree und Parmesan-Chips, Spaghetti mit „Bottarga“ und Puntarelle oder wildes Heilbuttfilet mit Artischocken. Der Markt von Rialto (8) findet seit über 100 Jahren statt und ist unbedingt einen Abstecher wert. Ein einzigartiges Spektakel liefert der Fischmarkt unter den neogotischen Bögen der Fischhalle. Seine Marktstände borden über von fangfrischem Meeresgetier aus der Lagune und den Tiefen

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der Adria. Ein wahres Eldorado für Hobbyköche und Profis. Gleich nebenan locken ebenso üppig gefüllte Auslagen des Obst- und Gemüsemarktes. Ein Großteil der Waren stammt von den benachbarten Gemüseinseln Sant’Erasmo und Vignole aus der Lagune. Wer einen stimmungsvollen Treffpunkt von Einheimischen kennenlernen möchte, der ist in der Cantina do Spade (9) richtig. Um die Mittagszeit herrscht hier normalerweise Hochbetrieb, aber im Herbst und Winter ist es auch in der Cantina angenehm ruhig. Wirt Francesco Munarini hat sogar Zeit für ein Schwätzchen, während er die Gäste mit vorzüglichen Cicchetti, köstlicher Pasta sowie herzhaften Fleisch- und Fischgerichten versorgt – mittags und abends, sieben Tage die Woche. Die Venezianer lieben ihre Cantina. Bevor man anschließend wieder ein Vaporetto besteigt, um ins Sestierí Cannaregio auf die andere Seite (de citra) des Canal Grande zu wechseln, sollte man noch bei Monica Daniele (10) (ohne Bild) vorbeischauen. Ihr kleiner Laden befindet sich nur wenige Schritte von der Osteria da Fiore entfernt in der gleichen Gasse. Monica ist Künstlerin. Ihr Spezialgebiet: neue venezianische Hutmode und traditionelle Tabarri, schwarze Umhänge aus feiner Wolle ohne Ärmel und Taschen, die mit nur einem Knopf am Hals geschlossen und nach hinten übergeschlagen

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Country Spezial

werden. Unter dem Label „Tabarro San Marco“ lässt Monica in ihrer Werkstatt diese eleganten Herren-Capes (es gibt auch welche für Damen) aus Wolle, Kaschmir und Mohair in klassischem Schwarz, auf Wunsch auch in anderen Farben, nähen. Passend dazu fertigt sie den Cappellaccio, einen Herrenhut. Cannaregio VENEDIGS BEVÖLKERUNGSREICHSTES VIERTEL Das am dichtesten besiedelte Sestierí liegt im Nordwesten der Lagunenstadt. Hier beginnt der Canal Grande und windet sich in einem umgekehrten „S“ bis nach San Marco. In dem bodenständigen Wohnbezirk haben sich zahlreiche kleine Gewerbebetriebe angesiedelt. Auch findet man entlang der Hauptader Strada Nova und in den umliegenden Gassen eine Reihe Szenekneipen und viel junges Publikum. In diesem Viertel leben und arbeiten Alberto und Giovanni Comelato sowie ihr Vater Giovanni. In der vierten Generation führen sie die alteingesessene Steinmetz-Werkstatt Antico Laboratorio Marmi Artistici Prof. Romeo Dall’Era (11) (ohne Bild). Die Steinmetze fertigen in aufwendiger Handarbeit nach eigenen Entwürfen historische Skulpturen, Kaminvorbauten, Tischplatten mit IntarsienArbeiten und Brunnen. Außerdem gestalten sie erstklassige Replikate antiker Vorlagen und führen Restaurierungen durch. Kunden aus aller Welt – von Japan bis USA – schmücken ihr Zuhause mit diesen kostbaren Unikaten. Ein weiterer Handwerksbetrieb in Cannaregio ist die Kunstschmiede: Fucina del Ferro Battuto de Rossi (12) unweit der Bootsanlegestelle Fondamente Nuove am gleichnamigen Canale. Dort werden in Handarbeit die Eisen- und Messingkäfige für die traditionellen venezianischen Glaslampen hergestellt. Glasbläser blasen später in die Eisengestelle Muranoglas ein. Schmied Maurizio Rossi und sein Compagnon Flavio Brignani stellen aber auch Eisenmöbel, Fenstergitter, Verzierungen aus Eisen, Laternen und andere schöne oder praktische Dinge her. Am Campiello Remer – Richtung Canal Grande – kann man wieder entspannen und das Erlebte Revue passieren lassen. Hier erwartet Vincenzo Mortilloro in der Taverna al Remer (13) seine Gäste. Das einstige Warenlager am Canal Grande mit Blick auf den Rialto-Markt und die Rialto-Brücke wurde vor elf Jahren in ein trendiges Szenerestaurant umgewandelt. Urige Ziegelwände und eine knorrige Balkendecke bilden den Rahmen

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für das stadtbekannte, preisgünstige Mittagsbüfett. Abends wird es feiner, dann mischt sich venezianische Kochkunst mit Global Cuisine. Happy Hour von 17.30 bis 19.30 Uhr. Abends oft Livemusik – von Rock bis Bossa Nova. Entlang des Canal Grande reihen sich die prachtvollsten und größten Palazzi Venedigs. Einer davon ist der im 14. und 15. Jahrhundert erbaute Palazzo Sagredo, dessen letzte Eigentümerfamilie ihm seinen Namen gab. Seit zehn Jahren beherbergt es ein Fünf-Sterne-Hotel mit 27 herrschaftlichen Zimmern und 15 prunkvollen Suiten: das Hotel Ca’ Sagredo (14) (ohne Bild). Wie in einem lebenden Museum können Gäste dort die Faszination vergangener Epochen hautnah erleben. Besonders eindrucksvoll ist die in der kunsthandwerklich überragenden, ehemaligen Bibliothek eingerichtete Suite. Im gesamten Palazzo können original Fresken berühmter italienischer Maler wie Gaspare Diziani, Andrea Urbani, Nicolò Bambini, Giambattista Tiepolo oder Pietro Longhi an Decken und Wänden bewundert werden. Das gesamte Hotel ist eine Offenbarung für Kunstliebhaber. Kulinarisch verwöhnt das Restaurant L’Alcova mit vorzüglicher italienisch-mediterraner Küche.

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© Ivan Trestchenko

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San Marco HISTORISCHES HERZ UND TOURISTISCHES ZENTRUM In den verbreitetsten touristischen Vorstellungen wird Venedig gleichgesetzt mit San Marco, dem Centro Storico und ältesten Sestierí. Von hier ging die Macht aus, hier befinden sich einige der beeindruckendsten touristischen Sehenswürdigkeiten der einstigen Seerepublik. Rund um die Piazza San Marco, den Markusdom, den Campanile und den Dogenpalast führen enge Gassen zu zauberhaften Plätzen mit ebenso kostbaren wie betörenden Sakralbauten. In San Marco begegnen sich Besucher aus aller Herren Länder. Insiderstipps zum Verweilen: Die Trattoria Antico Calice (15) (ohne Bild), die seit dem Jahr 1537 besteht. Ihre heutigen Betreiber, Marco Constantini und Christiano

Cardin, führten zuvor 20 Jahre erfolgreich die Osteria alla Botte. Aus der offenen Showküche kommen venezianische, saisonale Spezialitäten. Frischer Fisch und köstliche hausgemachte Pasta stehen in Konkurrenz zu den leckeren Desserts: Tiramisu ist hier Pflicht. Ebenfalls etwas ganz Besondere ist das Rosa Salva (16) (ohne Bild) in der Calle Fiubera. Es ist die berühmteste Konditorei Venedigs und dies bereits seit 1870. Außerdem besitzt sie einen erstklassigen Ruf als Caterer. Natürlich gibt es auch in San Marco adäquate Unterkünfte, berühmte Hotels wie das Danieli, das Luna Hotel Baglioni oder das Europa & Regina. Den modernen Lifestyle heutiger Trendsetter repräsentiert das Palazzina G (17). Es wurde das vom französischen Stardesigner Philippe Starck ausgestattet und gilt heute als Hotspot für VIPs und In-People. Das Herz des Designhotels ist sein LoungeBar-Restaurant mit offener Showküche, dessen Interieur in warmen Farbtönen einen wilden Stilmix venezianischer Poesie, Träumerei, Romantik und Tradition offenbart. Die 16 Zimmer und sechs Suiten-Appartements kommen ganz in Weiß daher. Botschafter exquisiten Champagnergenusses ist Italiens erste und weltweit zweite Krug Lounge mit angegliederter Krug-Terrasse – ausschließlich für Hotelgäste oder Mitglieder. Das Palazzina G ist ebenfalls unschlagbar, wenn es etwas zu feiern gibt. Von den dort veranstalteten Events und Partys spricht die ganze Stadt. Wer schöne Stoffe liebt, der sollte unbedingt bei Rubelli Venezia (18) vorbeischauen. Der Showroom des exklusiven Stoffhauses liegt direkt am Canale Grande in der Ca’ Pisani. Hier kann man einen Blick in die aktuelle Kollektion werfen, außerdem befinden sich im Archivraum Deko-Stoffe aus längst vergangenen Zeiten, welche die Pracht von damals beeindruckend widerspiegeln. Überhaupt ist Shoppen – vor allem für die Damen – in Venedig ein wahres Vergnügen. Luxuriöse Labels wie Dolce & Gabbana, Gucci, Louis Vuitton oder Prada sind hier mit ihren eigenen Stores vertreten. Aber es gibt ebenfalls wunderbare, privat geführte Boutiquen wie die von Christina Nogara. In ihrem Geschäft Kirikù (19) (ohne Bild) in San Marco 1729 herrscht eine perfekte Symbiose aus Chic, Eleganz, Luxus und Nonchalance. Ein Ort, an dem modeaffine Besucherinnen gern Zeit, Raum und Historie vergessen. Castello VENEZIANISCHER ALLTAG UND HOCHKARÄTIGE KUNST Mit einer Fläche von 186 Hektar bildet Castello mit dem Arsenale (Schiffswerft) den größten Stadtteil Venedigs. Dort befinden sich die 1810 während der französischen Besetzung angelegten Parkanlagen, die Giardini Pubblici. Hier findet alle zwei Jahre die Biennale d’ Arte statt. Nächster Termin: 11. Mai bis 24. November 2019. Neuer Kurator der weltweit wichtigsten Kunstausstellung ist der gebürtige New Yorker Ralph Rugoff, Direktor der Hayward Gallery in London. Castello ist ein lebendiges Wohnviertel mit bürgerlichen Strukturen, zahlreichen kleinen Werkstätten und Läden, aber auch mit berühmten Sehenswürdigkeiten wie der Kirche San Zaccaria oder Santi Giovanni e Paolo mit den Dogengräbern. Bei einem Streifzug durch dieses Viertel lernt man vielleicht die Kostümbildnerin Flavia Zorzo kennen. Sie ist die Grande Dame unter den Herstellern und Verleihern historischer Roben und Karnevalskostüme. Seit über drei Jahrzehnten betreibt die Venezianerin ihr Atelier Flavia (20) un-

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weit der Rialto-Brücke, hat bereits Tausende von Kunden aus aller Welt mit ihren üppigen und prächtigen, den historischen Originalen nachempfundenen Kostümen ausgestattet. Bis zu drei Wochen aufwendige Handarbeit erfordert die Herstellung eines einzelnen Kostüms. Verarbeitet werden nur edelste Stoffe wie Seide, Samt, Brokat oder Spitze. Flavias Kostüme für Erwachsene und Kinder können ausgeliehen oder gekauft werden. Passend dazu bietet sie Capes, Hüte und Schuhe an sowie handgearbeitete venezianische Masken aus Pappmaché. Gleich um die Ecke, nur ein paar Schritte entfernt, hat Giovanna Zanella (21) (ohne Bild) ihren Schuhladen mit integrierter Werkstatt. Inmitten ihrer atemberaubenden, bunten und fantasievollen Kreationen werkelt die passionierte Schuhmacherin, die sich als Handwerkerin und nicht als Designerin versteht, mit ganzem Körpereinsatz an immer wieder neuen ausgefallenen Modellen. Giovannas auf Maß und von ihr persönlich von Hand gefertigte Schuhe sind eine Offenbarung für jede Schuh-Fashionista. Rund drei Monate müssen sich ihre internationalen Kunden gedulden, bis sie das fertige Paar Schuhe aus zum Teil exotischen Ledersorten wie Aal, Fisch, Kobra oder wunderschönen Lederprints zum ersten Mal tragen dürfen. Runde 500 bis 1000 Euro kostet ein Paar dieser exklusiven Schuhe. Nach dem Besuch bei Giovanna Zanella bietet sich gleich nebenan der kleine Imbiss Al Portego (22) (ohne Bild) zum Verweilen an. In der winzigen Osteria treffen sich die Alten und die Jungen aus dem Viertel. Hier tauschen sie die neuesten Nachrichten bei einem Ombra (Gläschen Wein) aus, lassen sich köstliche Cicchetti, Saor, die mit Zwiebeln süß-sauer eingelegten Fische, oder bei mehr Appetit gleich ein ganzes Menü schmecken. Es ist eng, man sitzt auf Tuchfühlung mit dem Nachbarn – aber genau das macht den Charme dieses besonderen Lokals aus. Ein weiterer, kulinarischer Insider-Tipp ist die Osteria di Santa Marina (23) (ohne Bild) am romantischen Campo Santa Marina. Inhaber Agostino Doria hat eine Metamorphose vom Fußballer zum versierten Kochprofi hinter sich. Seit über 30 Jahren verfeinert der gebürtige Venezianer sein Profil, hat sich weit nach vorn in die Gunst einer vielschichtigen Gästeschar gekocht. Einerseits spiegelt Dorias Küche die Tradition, andererseits lässt er sich Raum für innovative Spielereien. Klassisch gemütliches Ambi-

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ente, sehr gute Weinkarte mit rund 350 Positionen. Gar nicht weit entfernt haben Luca Di Vito und Bruno Gavagnin ihr wohnzimmergroßes Reich: die Osteria Alle Testiere (24) (ohne Bild). Brunos Küche kommt sehr leicht und modern daher. Mit unterschiedlichsten Gewürzen aus allen Kontinenten setzt er neue kulinarische Zeichen und zollt Venedig als traditionsreicher Handelsmetropole respektvollen Tribut. Auf der täglich wechselnden Karte steht Frischfisch aus der Adria an erster Stelle. Pasta, Eis und Dolci sind selbstverständlich hausgemacht. Auch Donna Leon liebt es, hier zu sitzen. Meeresfrüchte in köstlichsten Zubereitungen tischt auch das Corte Sconta (25) ganz in der Nähe von Arsenale auf. Seit fast 40 Jahren steht das Restaurant von Lucia Zambon und ihrer Schwägerin Rita Proietto in der Gunst des anspruchsvollen Publikums. Im „versteckten Hof“, so die Übersetzung, lassen sie sich die täglich frischen, einfach genialen Seafood-Vorspeisen oder Klassiker wie Spaghetti Nero, Miesmuscheln mit Ingwer und hausgemachte Pasta wie die Ravioli mit Muschelfüllung schmecken. Diese ehrliche Küche ist ein wirkliches Erlebnis. Nicht minder anspruchsvoll gibt sich Cesare Benellis Ristorante Al Covo (26) (ohne Bild) unweit der Vaporetto-Haltestelle Arsenale. Ebenso wie das Corte Sconta, das Alle Testiere, das Antiche Carampane sowie acht weitere Traditionsrestaurants der Lagunenstadt, gehört Benelli der Restaurantvereinigung „Ristoranti Bella Buona Accoglienza Venezia“ an. Sämtliche Betriebe pflegen die kulinarischen Traditionen Venedigs, verwenden ausschließlich Meeresfrüchte aus der Lagune und der Adria und verarbeiten überwiegend das vielfältige Gemüseangebot der umliegenden Gemüseinseln Sant’Erasmo, Burano, Cavallino und Chioggia. Al-Corvo-Gäste können sich außerdem über besondere Weine freuen. Die edlen Tropfen werden vom Patrone persönlich in seinem Weingarten auf Giudecca kultiviert – natürlich biologisch. Santa Croce TOR ZWISCHEN MESTRE AUF DEM FESTLAND UND DEN INSELN Auch dieser kleine Sestierí hat einige Perlen zu bieten Den hübschen Campo San Giacomo dall’Orio zum Beispiel, das wunderschöne Barockpalais Ca’ Pesaro, heute Sitz des Museums für


Liebhaber von Brokat, Damast und Samt sollten dem Showroom von Tessitura Luigi Bevilacqua unbedingt einen Besuch abstatten. Unten: Wahre Kunstwerke, entstanden aus handgeschöpftem Papier.

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Moderne Kunst oder den majestätischen Palazzo Fontego die Turchi, der das Naturhistorische Museum beherbergt. Liebhaber von Brokat, Damast und Samt sollten unbedingt dem Showroom des alteingesessenen Unternehmens Tessitura Luigi Bevilacqua (27) einen Besuch abstatten. Die Firma gehört zu den bedeutendsten Handwerkswebereien weltweit, die noch immer nach alten Vorbildern Stoffe herstellen. Wer in den engen Gassen von Santa Croce die schmale Cala Longa passiert, der hält spätestens vor der Hausnummer 2125 inne. Zierliche Schalen, edle Hefte oder zart bemalte Lampenschirme sind in den Auslagen des winzigen Lädchens Cartavenezia (28) zu entdecken. Der Grafikdesigner Fernando Masone lässt in seiner Werkstatt auf der Insel Giudecca aus handgeschöpftem Papier wahre Kunstwerke entstehen. Natürlich muss man auch in Santa Croce ab und zu eine Pause einlegen, vielleicht in der Trattoria La Zucca (29), „Der Kürbis“ am Kanal. Klein und schlicht kommt die Trattoria optisch daher. Aber die Atmosphäre ist äußerst angenehm entspannend und was hier aus frischem Gemüse gezaubert wird, einfach fantastisch. Allem voran der Kürbisflan – eine süße und leichte Offenbarung von unerwarteter Geschmacksintensität. Pasta, Fleisch und Fisch stehen ebenfalls auf der Speisekarte. Oft beginnt das unbekannte Venedig eben bereits hinter der nächsten Gassenbiegung. r

Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120


Country Landpartie

Sehnsuchtsorte Jeder Mensch hat seinen ganz persönlichen Sehnsuchtsort. Ein Fleckchen Erde, von dem man träumt, an das man unbedingt einmal wieder zurückkehren oder es endlich entdecken möchte. Wir haben Sehnsuchtsorte für Sie gefunden – authentisch und einmalig. Das Burghotel Sterr im Bayerischen Wald zum Beispiel – ein Hideaway, in dem man den Alltag vergessen und sich ganz seinem persönlichen Glück hingeben kann. Immer wieder schön ist eine Reise nach Tirol, denn auch hier ist bekanntlich die Gastlichkeit zu Hause – im Fünf-Sterne Hotel Nidum ebenso wie im luxuriösen Feriendomizil Sonnenhang oder im zauberhaften Hotel & Spa Klosterbräu. Noch ein echter Geheimtipp: die Seezeitlodge Hotel & Spa am Bostalsee im Naturpark SaarHunsrück. Wo immer Sie die Seele baumeln lassen – wir wünschen eine unvergessliche Zeit!

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Burghotel Sterr


Country Landpartie

Burghotel Sterr

Beste Aussichten für Genießer NeunuSSberg, ein kleiner, verträumter Weiler im Bayerischen Wald. Hier befinden sich Hotel und Bergdorf Sterr in idealer Lage, um seinen überwiegend erwachsenen Gästen einen atemberaubenden Panoramablick über das Regental und die umliegenden Berge zu bieten. Seit Jahren erfreut sich das Hotel mit seinen nur 34 Zimmern größter Beliebtheit bei sehr vielen Stammgästen. Komfort und Exklusivität für jeden einzelnen Gast werden hier großgeschrieben, und das spiegelt sich auch im Gartenparadies der Sterrs wider. Rund um Schwimmteich und Außenpool sind romantische Liegeplätze auf mehreren Ebenen verteilt. So findet wirklich jeder seinen eigenen Lieblingsplatz – ebenso wie in der Wellnesslandschaft mit fünf Saunen, Innenpool und mehreren Ruhezonen. Beste Aussichten für Genießer verheißt auch die vor-

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Urige Luxus-Chalets mit grandioser Fernsicht im Bergdorf Sterr.

zügliche Küche unter der Leitung von Kurt Muhr. Dessen Genussexperten runden ihren Aufenthalt mit einer fulminanten Verwöhnpension ab. Und in Kombination mit dem sympathischen Serviceteam wird eine Auszeit bei den Sterrs wirklich zur wahren Freude. Keine 100 Meter vom Hotel entfernt, ordnen sich sechs urige Chalets um einen friedvollen Schwimmteich herum zu einem kleinen Bergdorf. Privatsphäre pur mit offenem Kamin, eigener Sauna und Außen-Whirlpool. An diesem besonderen Ort scheint die Zeit einfach stillzustehen. Die unvergleichbar friedvolle Atmosphäre hüllt die Besucher schon nach wenigen Momenten ein und sorgt für unvergessliche Urlaubserinnerungen. r Burghotel Sterr, Gastgeber: Karin und Michael Sterr Neunußberg 35, D-94234 Vietach/Bayerischer Wald Telefon: 0 99 42 / 80 50, Telefax: 0 99 42 / 80 52 00 E-Mail: info@burghotel-sterr.de Internet: www.burghotel-sterr.de

Modern, schick, klar: Ein Schmuckstück zum Wohnen ist die neue Loft-Suite. Sie holt zeitgemäßen Luxus und internationales Design ins Haus – und eine Prise Lifestyle noch dazu.

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Country Landpartie

N I D U M C a s u a l Lu x u r y H o t e l

Luxuriöser Winterspot in der Olympiaregion Seefeld Der Winter ist die ideale Jahreszeit für unbeschwerte Urlaubstage in der tief verschneiten Olympiaregion Seefeld. Auf Langläufer warten rund 245 Kilometer perfekt präparierte Loipen in einer einzigartigen Bergkulisse. Ski-Sportler finden in der Region eine gemütliche Skiarena mit bestens präparierten Pisten und modernsten Liftanlagen. 37 Pistenkilometer und rund 34 Seilbahnen und Lifte versprechen ein sonnenverwöhntes Skivergnügen mit einem beeindruckenden Bergpanorama. Und auch die Winter-Wanderwege rund um das NIDUM bieten jede Menge traumhafte Plätzchen zum Innehalten. Am Übergang zwischen dem Seefelder Hochplateau und dem Inntal stört nichts und niemand die herrliche Aussicht auf die winterliche Landschaft, sobald man in einem der Zimmer im NIDUM Casual Luxury Hotel Quartier bezogen hat. Jedes einzelne der Zimmer ist nach Süden ausgerichtet und verfügt nicht nur über riesige Panoramafenster, sondern auch über einen eigenen Balkon. Noch mehr Glücksmomente beschert ein Besuch im 1500 Quadratmeter großen Spa. Am Roof Top liegen Pool und Saunen, Fitnessraum und Beauty-Area. Die sonnige Terrasse mit vielen Liegen, Kuschel- und Himmelbetten ist für lauschige Momente im Freien hoch über dem Inntal bereit. Über eine Hängebrücke geht es in den Felsen, wo in kühner Manier die Außensauna gebaut wurde. Eine Gelegenheit, in die schöne Winterlandschaft zu gleiten, ist auch ein Bad im wohlig aufgeheizten Infinity In- und Outdoorpool im zweiten Stock des Hotels – Traumaussicht auf die Berge inklusive. Nach einem langen Tag an der frischen Bergluft kehrt man immer wieder gerne in das coole und lässige Ambiente des NIDUM zurück.

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Die Suiten bieten einen grandiosen 360-Grad-Blick auf die atemberaubende Gipfelkulisse. Als Sahnehäubchen verfügt die Awesome Suite über einen exklusiv nutzbaren Roof Top-Garden samt großer Südterrasse (links unten).


Ein architektonisches Meisterstück des Wiener Architekten Arkan Zeytinoglu. Das NIDUM liegt zwischen dem Seefelder Hochplateau und dem Inntal – eingebettet in die beeindruckende Bergund Waldlandschaft.

Stay cool am Pool: Der Außenpool auf der sonnendurchfluteten Terrasse ist wie gemacht für den Genuss des Moments. Wie ein Balkon-Nest in den Berg gebaut und nur über eine Hängebrücke zu erreichen: das Spa.

Das Hotel der österreichischen Hoteliersfamilie Pinzger steht für Luxusurlaub für eine neue Generation. „Unser Haus soll für alle sein, die Lust haben, sich stilvoll zu unterhalten und einfach sorgenfrei ihren Urlaub zu genießen. Sozusagen raus aus dem Hamsterrad, rein ins Vergnügen – Casual Luxury. Wir sind das innovative ‚Luxusnest‘ hoch über den Dächern des Inntals“, erklären die Gastgeber Maximilian Pinzger und Michalela Lechthaler. Doch nicht nur das NIDUM-Team läuft zur Höchstform auf, um den Gast nach allen Regeln der Kunst zu verwöhnen. Auch für kulinarische Höhepunkte aus Küche und Weinkeller ist gesorgt. Altbewährtes beibehalten, Neues wagen – getreu diesem Motto kombiniert der kreative Küchenchef Michael Eigl „Old School“ und „New Style“-Küche zu einem Geschmackserlebnis für neugierige Genießer. r NIDUM Casual Luxury Hotel Gastgeber: Maximilian Pinzger Am Wiesenhang 1, A-6100 Mösern/Tirol E-Mail: info@nidum-hotel.com, Internet: www.nidum-hotel.com Telefon: 00 43 / 52 12 / 2 03 00

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P r e m i u m A pa r t m e n t s Sonnenhang

Zu Gast bei Freunden in Tirol FlieSS in Tirol West – rund 3000 Einwohner, gelegen auf einem kleinen Plateau, 200 Meter über dem Inntal, umgeben von einer grandiosen Bergwelt. Das beschauliche Dörfchen ist Teil des Naturparks Kaunergrat und somit ideal für ausgedehnte Wanderungen, Spaziergänge sowie Berg- und Biker-Touren. Ab November verwandelt sich die Region in ein weißes Wintermärchen mit 1 400 Pistenkilometern. „Dieses wunderschöne, friedliche Fleckchen Erde ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.

Ein lohnendes Ziel: Premium-Apartments inklusive Infinity-Pool für einen erstklassigen Winter- oder Sommerlaub in Tirol .

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Wir sind glücklich, hier leben zu dürfen und möchten dieses Glück teilen. Deshalb haben wir unsere stressigen Managerjobs aufgegeben, sind Gastgeber geworden“, erzählt Albert Ehrenreich. Gemeinsam mit seiner charmanten Frau Doris Stadler hat sich der Österreicher den Traum von einem Hideaway inmitten der herrlichen Bergwelt erfüllt. Aus einem ehemaligen Bungalow schufen sie das „Sonnenhang“ – ein luxuriöses Feriendomizil mit fünf Boutique-Apartments, die sie mit viel Geschmack, großem Komfort und Liebe zum Detail eingerichtet haben. Die Wohnungen wurden mit hochwertigen Parkettböden, Naturstein und Altholz sowie hochwertigen Boxspringbetten ausgestattet, verfügen u.a. über Smart Flat-TVs, Bose-Soundsystem mit Bluetooth Connect und den „Rooftop Spa“-Wellnessbereich mit Zirbensauna und Dampfbad. Hier oben rückt der Alltag in weite Ferne. In dem gemütlichen Zuhause auf Zeit können jeweils zwei bis sechs Gäste unbeschwerte Urlaubstage erleben. Hobbyköche freuen sich über eine komplett ausgestattete Küche. „Wir haben bewusst viel Holz und natürliche Materialien gewählt. Bewusster Umgang mit der Natur ist uns ganz wichtig. So wird zum Beispiel der Großteil unserer Stromversorgung über die hauseigene Photovoltaikanlage abgedeckt“, sagt Doris Stadler. Die Zeit im Sonnenhang wird von einem Rundum-SorglosService begleitet. Den liebevoll bestückten Frühstückskorb füllt die hübsche Gastgeberin persönlich: „Ob frische Eier, Brot, Marmeladen, Wurst oder Käse, wir beziehen unsere Produkte ausschließlich von heimischen Bauern und Produzenten.“ Und während man sich anschließend zu einer Wanderung oder vielleicht im Winter zu einer Schlittenfahrt aufmacht, bringen

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In sonnenverwöhnter Lage über dem Tiroler Inntal, inmitten beliebter Winter-Urlaubsdestinationen, bieten individuelle Premium Apartments im Boutique-Stil alle Grundlagen für einen Urlaub hautnah mit der Natur.


Life’s better above the clouds. fleißige Hände das Apartment wieder in Ordnung. Wer nicht selbst am Herd stehen möchte, die Pizzeria La Locanda (Hungernummer liegt in der Wohnung aus) bringt kulinarische Köstlichkeiten auf den abendlichen Tisch. Albert Ehrenreich: „Die Gäste sollen sich frei und ungezwungen fühlen, alles kann, nichts muss. Wir freuen uns natürlich über ein Schwätzchen oder ein gemeinsames Glas Wein. Es ist schön, wenn Fremde zu Freunden werden.“ Und noch ein Highlight erwartet die Gäste: Von Mai bis Oktober, wenn die Sonne wieder hoch am Himmel steht und nur das Zwitschern der Vögel die wunderbare Ruhe unterbricht, lockt im Garten der Outdoor-Infinity-Pool. Sollte gegen Abend ein angenehmer Duft durch die Luft ziehen, dann hat sicher ein Gast Feines auf den Weber-Grill gelegt. Übrigens, kleine Gäste sind im Sonnenhang herzlich willkommen. „Gerne erkläre ich ihnen unser Haus und unser Dorf auf Deutsch oder Englisch. Ich gehe mit den Kindern schwimmen und zum Spielplatz“, erklärt Emelie, die süße Tochter der Gastgeber, mit strahlendem Lächeln. r Premium Apartments Sonnenhang Gastgeber: Familie Stadler-Ehrenreich Eichholz 352 a, A-6521 Fließ/Tirol Telefon: 00 43 / (0) 54 49 / 20 31 E-Mail: info@apartment-sonnenhang.at Internet: www.apartment-sonnenhang.at

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Hotel Klosterbräu & SPA*****

Weihnachten wie früher. Echt & besinnlich. Auf dem Sonnnenplateau in Seefeld in Tirol befindet sich das Fünf-Sterne-Hotel Klosterbräu & SPA. Das ehemalige Kloster aus dem Jahre 1516 ist heute eines der besten und angesehensten Wellnesshotels der Alpen. Mit seinem mehrfach prämierten SPA mit vier Wasserflächen, sechs Ruheräumen inmitten eines weitläufigen Naturparks lässt es keine Luxus-Wünsche offen. 35 neue Lifestyle-Zimmer und Suiten erfüllen höchste Ansprüche zum rundum Wohlfühlen – das ganze Jahr. Acht hauseigene Restaurants verwöhnen den Gaumen mit verschiedensten Koch- und Küchenstilen, darunter auch eine TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) inspirierte Linie. Herzliche Gastfreundschaft und exzellenten Service garantieren 100 charmante Mitarbeiter. Die atemberaubende, gewaltige Natur Tirols erlebt man am besten mit einem persönlichen Aktivitäten- und Wander-Guide. Praktischerweise grenzt das Wander- und Naturgelände unmittelbar an das Wellnesshotel an. Und wer sich anderweitig vergnügen will: Zahlreiche Boutiquen, Restaurants sowie das Seefelder Casino befinden sich in fußläufiger Entfernung. Von ganz besonderer Ausstrahlung und Romantik ist die Weihnachtszeit im Hotel Klosterbräu & SPA. Denn die Gastgeberfamilie Seyrling zelebriert seit über 200 Jahren, heute in 6. Generation, das Weihnachtsfest mit ihren Gästen gemeinsam. Mit besonders viel Liebe wurde ein passender Rahmen für diese wertvolle Zeit zusammengestellt mit Fackelwanderung durch

Tradition & Lifestyle

Gastgeber mit Leib und Seele

Lifestyle – Zimmer und Suiten

Premium Wellness in den Tiroler Alpen

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die verschneiten Wälder, Christbaumschneiden, weihnachtlicher Lesung, gemeinsamen Aperitif, A-Capella Musik, Gala Dinner, Bescherung der Kinder durch den Klosterbräu Weihnachtsmann und vielem mehr. Dank der umfassenden Services im Hotel können sich die Gäste voll und ganz ihren Familien widmen und das besinnliche Weihnachtsprogramm genießen – dieses gilt als das wohl besinnlichste und schönste Weihnachtsfest Tirols. Darüber hinaus befindet sich einer der schönsten Adventsmärkte Tirols direkt vor der Hoteltür. Wintersportbegeisterte Urlauber erwartet zudem ein Premium-Skigebiet und vielleicht die weltbesten Langlaufloipen. Außerdem werden täglich über 300 km sichere und sonnige Winterwanderwege gepflegt. Klingt das nicht magisch? Das Klosterbräu hat dazu ein sehr attraktives Weihnachts-Package geschnürt: MAGISCHE WEIHNACHTEN 6+1. Bei Weihnachtsbuchungen ab 7 Übernachtungen mit Abreise bis zum 26. 12 oder 27. 12. wird den Gästen eine komplette Übernachtung (6+1) sowie ein festlicher Christbaum am Zimmer geschenkt. Ab 2322 Euro pro Person inklusive Vital Gourmet Pension sowie Nutzung des mehrfach prämierten Wellnessbereiches und Rahmenprogramm. Das ist Weihnachten wie früher. Echt und besinnlich. r Hotel Klosterbräu & SPA***** A-6100 Seefeld in Tirol, Tel.: 00 43 / (0) 52 12 / 26 21 anfrage@klosterbraeu.com, www.klosterbraeu.com


Das auรŸergewรถhnliche Ambiente macht den Aufenthalt zur First-Class-Auszeit.

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Country Landpartie

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Seezeitlodge Hotel & Spa

Wellness im Zeichen der Kelten Inmitten des Naturparks Saar-Hunsrück im nördlichen Teil des Saarlands ist die Seezeitlodge Hotel & Spa der ultimative Geheimtipp am Bostalsee. Ein echter Rückzugsort inmitten schönster Natur. Für ihr außergewöhnliches Wellnesshotel wählten die Gastgeber, Kathrin und Christian Sersch, bewusst die keltische Kultur als bereichsübergreifendes Konzept. Dies zeigt sich unter anderem in einem glänzenden Messingband im Boden, das die Sonnenwendachsen symbolisiert, durch die Lobby, das Restaurant und die Bar führt und in Kunstwerke im Außenraum mündet. Natürliche Materialien, Farben in Sand-, Weiß- und Brauntönen, gewebte Baumwollstoffe, geöltes Parkett, geflochtene und gestrickte Lampen und heimisches Holz wie Eiche spielen im gesamten Haus eine wichtige Rolle. Die Formensprache der Möbel verweist auf die Natur und den See. Fast jedes der 98 modernen Zimmer und Suiten verfügt über Seeblick; verspiegelte Balkontrennwände verdoppeln die Wahrnehmung des Sees. Ein Himmelbett, eine Walddusche oder eine Hängematte auf dem Balkon gehören zu den Raffinessen der Ausstattung. Auch das 2700 Quadratmeter große Seezeit Spa holt die Natur nach drinnen. So stehen die Saunalandschaft im Inneren und das Saunadorf inmitten der Natur – mit großem Ritualplatz, Räucher- und Feuerstelle – ganz im Zeichen der keltischen Heilkunst. Uraltes Wissen um Lebensrhythmen, Jahreszeiten und Heilkräuter fließen bei den Wellnessanwendungen ein, die mit den Marken von Thalgo, Team Dr. Joseph und PINO durchgeführt werden. Ein Innen- und Außenpool im InfinityStil, ein Spa-Bistro, ein Ruheraum mit Hängesesseln und RelaxNischen, ein Waldpfad und Yogainseln sorgen für Wohlgefühl. Aktive Urlauber betätigen sich im Fitnessraum, beim Stand Up Paddling auf dem See, beim Yoga oder Golfen auf dem hoteleigenen Neun-LochGolfpark Bostalsee. Die Kulinarik von Küchenchef Daniel Schöfisch zeichnet sich durch Leichtigkeit und Natürlichkeit aus. Im Restaurant „LUMI“ mit weitläufiger Terrasse und Seeblick genießen Gäste hochwertig zubereitete Speisen, immer saisonal und mit würzigen Kräutern aus dem hoteleigenen Garten verfeinert. Für Gäste, die Wert darauf legen, ihren Körper und ihre Gourmetseele verwöhnen zu lassen, bietet die Seezeit-Kulinarik, beginnend mit einem Frühstück mit selbstgebackenem Brot, regionalen Erzeugnissen und Bioprodukten, z.B. einem Smoothie mittags als gesunde Genusspause, gefolgt von hausgemachten Kuchen und Torten zu einem aromatischen Kaffee oder einem keltischen Tee am Nachmittag, ein abwechslungsreiches Angebot – abends dann als köstlichen Tagesausklang noch gekrönt von einem knackigen Salat und einem DreiGänge-Menü. Dazu begleiten Weine von den Saar- und Moselwinzern oder auch internationale Kreszenzen. Ein attraktives Ausflugsprogramm in die nähere und weitere Umgebung sowie die zahlreichen Spuren der Kelten im Umland sorgen für kurzweilige Erlebnistage in der Seezeitlodge. r

Ein Rückzugsort inmitten der Natur und neuer Geheimtipp für Wellness-Fans mit Hang zur keltischen Kultur.

Gastgeber: Kathrin und Christian Sersch Am Bostalsee 1, D-66625 Gonnesweiler, Telefon: 00 49 / (0) 68 52 / 8 09 80 E-Mail: mail@seezeitlodge.de, Internet: www.seezeitlodge.de Übernachtungspreise: je nach Kategorie und Saison ab 169 Euro inkl. Seezeit-Kulinarik

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Leib & Seele

Genussvolle Rezepte zur Winterzeit

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Mild geräuchertes Saiblingsfilet mit Apfelkren und Walnüssen 4 Saiblingfilets à ca. 100 g, 20 g Buchenholzspäne, Salat zum Garnieren

Zubereitung Saiblingsfilets salzen und pfeffern. In einem luftdicht verschlossenen Metallgefäß (alter Dampftopf oder Räucherkasten aus dem Angelbedarfsladen) die Buchenspäne auf der Herdplatte zum Qualmen bringen. Den Saibling auf einen Gittereinsatz dazugeben. Auf dem Herd noch ca. zwei Minuten erwärmen, dann zur Seite stellen und weitere 5 Minuten verschlossen ziehen lassen.

Apfelkren 6 Äpfel Elstar, 200 g frischer Meerrettich, 100 g Zucker, 100 ml Weißwein

Zubereitung 4 Äpfel schälen, vierteln, entkernen und kleinschneiden. In einem Topf den Zucker leicht karamellisieren lassen, die Apfelstücke dazugeben und mit dem Weißwein ablöschen. Mit Deckel vorsichtig köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind. Im Mixer pürieren und abkühlen lassen. Den Meerrettich mit der groben Reibe raspeln. Die restlichen Äpfel mit der Schale in kleine Würfel schneiden. Äpfel und Meerrettich unter das Apfelmus mischen.

Walnussvinaigrette 100 ml Aceto Balsamico, 100 ml Walnussöl, 100 ml Bondor-Öl, 300 ml Geflügelbrühe, 1 Teelöffel Dijonsenf, 50 g Walnusskerne

Zubereitung Walnüsse grob hacken und rösten, mit den anderen Zutaten mischen und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

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Leib & Seele

Quiche mit Bierwurst und Wirsing (für eine 26er Springform)

Boden 400 g Mehl, 200 g Wasser 3 EL Bondor-Öl, Salz Alle Zutaten vermischen und gut durchkneten, bis ein geschmeidiger glatter Teig entsteht. In Frischhaltefolie einpacken und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchkühlen lassen. Rund ausrollen und mit ca. 1 cm Rand in eine 26er Springform legen.

Füllung ½ Kopf Wirsing, 250 g Bierwurst, 300 ml Sahne, 6 Eier Wirsing in Streifen schneiden und dünsten. Bierwurst würfeln und kurz anbraten. Sahne und Eier verrühren und mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zucker abschmecken. Sahne, Wurst und Wirsing mischen und in die Springform füllen. Bei 180 °C ca. 35 Minuten backen.

Kleine Rinderrouladen, mit Bohnen und Pancetta gefüllt, mit getrockneten Tomaten, Oliven und weißem Bohnenpüree Rouladenfüllung 800 g Rinderhüfte, 500 g Keniabohnen, 200 g Pancettawürfel, 1 Zwiebel in kleine Würfel geschnitten, 20 g gehackten Thymian, 80 g getrocknete Tomatenwürfel, 100 ml Geflügelbrühe, etwas Dijonsenf Rinderhüfte in 12 etwa gleich große dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebeln

in Bondor-Öl glasig dünsten, den Pancetta, die Bohnen und die getrockneten Tomaten dazugeben, mit der Geflügelbrühe auffüllen und dünsten, bis die Bohnen bissfest sind. Den gehackten Thymian dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken, wenn nötig (Speck und Tomaten sind sehr kräftig). Die Fleischscheiben mit etwas Dijonsenf einstreichen und die Bohnenfüllung darauf verteilen, einrollen und mit Zahnstochern feststecken.

Rouladen schmoren Zwiebeln, 2 Karotten, ½ Lauchstange, ½ Knollensellerie, 0,5 l Rotwein,150 g Dosentomaten, 2 Lorbeerblätter, 2 Zweige Thymian Rouladen mit Salz und Pfeffer würzen und in Bondor-Öl in einem Bräter scharf anbraten. Herausnehmen und in dem Bräter das klein geputzte und klein geschnittene Gemüse anbraten, die Dosentomaten dazugeben, mit dem Rotwein ablöschen und etwas einkochen, die Rouladen und die Gewürze dazugeben und mit etwas Wasser auffüllen, sodass die Rouladen knapp bedeckt sind. Im Ofen bei 180 °C in ca. 90 Minuten fertig schmoren. Die Rouladen aus dem Schmorfond nehmen, den Fond durch ein grobes Sieb passieren und noch einmal stark einkochen.

Weißes Bohnenpüree 200 g weiße getrocknete Coco-Bohnen, 1 Zweig Rosmarin, 1 Knoblauchzehe, 50 g Dosentomaten Die Bohnen mit 600 ml Wasser, dem Rosmarin, dem Knoblauch und den Dosentomaten zum Kochen bringen und gut zwei Stunden köcheln lassen, bis sie richtig weich sind. Erst dann salzen. Restliche Flüssigkeit abgießen und die Bohnen im Mixer pürieren. Dabei eventuell wieder etwas Flüssigkeit dazugeben.

114 C o u n t r y S t y l e


Karpfen, in Kräuterpanade gebraten, auf Meerrettich-Kartoffelsalat Kartoffelsalat

tig mischen, bis ein sämiger Salat entsteht. Zum Schluss die Gartenkresse untermischen.

120 g frischer Meerrettich, 500 g Kartoffeln, 1 Zwiebel, 0,2 l Geflügelbrühe, 50 g Butter, 1 TL Dijonsenf, 100 ml Traubenkernöl, 0,1 l Apfelessig, 1 Schälchen Gartenkresse

Fisch

Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen, warm pellen und in grobe Würfel schneiden. Zwiebel in feine Würfel schneiden und in etwas Pflanzenöl glasig dünsten, mit der Geflügelbrühe ablöschen, den Senf und den Apfelessig unterrühren und das Ganze zu den Kartoffelwürfeln geben. Die kalte Butter, in Würfel geschnitten, und das Traubenkernöl dazugeben und alles vorsich-

600 g Karpfenfilet ohne Haut, 80 g glatte Petersilie, 200 g Semmelbrösel, Butterschmalz Semmelbrösel und die gezupfte Petersilie (gewaschen und gut getrocknet) im Mixer fein cuttern. Die Fischfilets in ca. 1 cm breite und 3 – 4 cm lange Streifen schneiden und mit Mehl, Ei und den grünen Semmelbröseln panieren. In Butterschmalz goldgelb braten.

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Leib & Seele

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Sushi auf peruanische Art: Ceviche mit Jakobsmuscheln Zutaten für 10 Portionen

30 Jakobsmuscheln (für eine vegane Variation: Rote Bete), 6 Limetten (Saft und Abrieb), 600 g Mango, 300 g Avocado, 300 g Gurke (entkernt), 50 g Schalotten, 15 g frischer Chili, 15 g frischer Knoblauch, Salz und Pfeffer, eine Prise Zucker (je nach Geschmack), 30 frische Korianderblättchen, 5 ml Bondor-Chiliöl

Zubereitung Die Jakobsmuscheln trockentupfen. Die Schale der Limetten abreiben und anschließend auspressen, sodass man ca. 150 ml Saft erhält. Jakobsmuscheln mit dem Limettenabrieb und -saft vorsichtig vermengen, mit Frischhaltefolie abdecken und ca. 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Mango, Avocado und Gurke in ca. 0,5 cm Würfel schneiden. Den frischen Chili und frischen Knoblauch in sehr feine Würfel (1 – 2 mm) schneiden. Alle Zutaten vorsichtig miteinander vermengen, mit Salz, Pfeffer und je nach Geschmack, mit einer Prise Zucker würzen. Die Jakobsmuscheln aus dem Kühlschrank nehmen, auf die Teller setzen und mit je einem großen Esslöffel der fertigen Ceviche bedecken. Mit frischen Korianderblättchen garnieren und ganz zum Schluss mit dem rein veganen BondorChiliöl beträufeln und dann mit Baguette servieren.

Das Chilirapsöl von Bondor, das zum Schluss über das fertige Gericht geträufelt wird, gibt der Ceviche mit Jakobsmuscheln eine wunderbar akzentuierte Schärfe. Die wertvollen Bondor-Öle werden aus Hochlandraps gewonnen, der auf den Millionen Jahre alten Schieferböden des Hunsrück gedeiht und den feinen und milden Geschmack garantiert.

Gebratener Garnelenspieß mit mediterranem Gemüse 30 Minuten, nicht vegan, 2 Personen

Zubereitung 250 große Garnelen, geschält und küchenfertig, 1 Zucchini, 1 gelbe Paprikaschote, 1 Orange, Paprikaschote, 2 Schalotten, 1 Limette, 1 Chilischote, Bondor Classic Rapsöl, Bondor Chiliöl, Salz und Pfeffer, ein frischer Zweig Rosmarin, etwas Blattpetersilie

Garnelen mit der frisch gepressten Limette, Bondor Chiliöl, frischem Chili, Salz und Pfeffer marinieren. Ofen auf 150 °C vorheizen. In der Zwischenzeit das Gemüse waschen und schneiden. Etwas Bondor Classic Rapsöl in die Pfanne geben. Erst die Schalotten und nach ca. 5 Minuten das restliche Gemüse hinzugeben und goldgelb anbraten. Wer es gern schärfer mag, kann auch für das Gemüse Bondor Chili verwenden. Die marinierten Garnelen in die Pfanne geben und von jeder Seite mindestens 1 Minute anbraten. Anschließend die Garnelen in einer feuerfesten Schale 2 Minuten in den Backofen geben. Gemeinsam mit dem Gemüse anrichten und mit Rosmarin sowie Blattpetersilie garnieren.

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Leib & Seele

Karottenküchlein mit Maronencrème Maronencrème

Karottenküchlein

200 g vorgekochte Maronen, 80 g Zucker, 200 ml Sahne, 5 cl roter Portwein, 5 cl sehr alter Aceto Balsamico, 250 ml geschlagene Sahne

6 Eier, 250 g Zucker, 250 g Karotten, Schale von einer Zitrone, fein gerieben, 300 g Mandeln, gemahlen, 20 g Backpulver, 20 g Stärke, Butter

Zubereitung

Zubereitung

Zucker in einem Topf leicht karamellisieren lassen. Maronen, Portwein, Balsamico und Sahne dazugeben, aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen. In einem Mixer pürieren, abkühlen lassen und die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben.

Eier trennen. Eigelb mit 150 g Zucker schaumig schlagen. Karotten grob reiben und zum Eischaum geben. Zitronenschale, Mandeln, Stärke und Backpulver dazugeben. Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen und vorsichtig unterheben. Die Masse in gefettete Muffinförmchen geben und bei 180 °C ca. 25 Minuten backen. Mit der Maronencrème servieren.

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Ziegenfrischkäse mit Thymianhonig, Getrüffelter Brie de MeauxWarmer mit Traubensalat Rucola und karamellisierten Tomaten und Kartoffelbrotchips 300 g Brie de Meaux, 60 g schwarzen Wintertrüffel, 60 g Mascarpone

Zubereitung

Zubereitung

Die Trauben waschen und halbieren. Den Zucker karamellisieren und mit dem Traubensaft ablöschen. Einkochen, bis ein dickflüssiger Sirup entsteht, den Grappa dazugeben und abkühlen lassen. Die Trauben damit marinieren.

Den Trüffel in feine Würfel schneiden und mit der Mascarpone mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Brie de Meaux in der Höhe halbieren, die Trüffelmasse auf die Bodenhälfte streichen und mit der Deckelhälfte abschließen. Gut in Frischhaltefolie einpacken und im Kühlschrank eine Woche durchziehen lassen.

Traubensalat 300 g grüne kernlose Trauben, 0,2 l Traubensaft, 60 g Zucker, 2 cl Grappa

Kartoffelbrotchips 1 kg Mehl, 1 kg gekochte Kartoffeln, 40 g Hefe, 5 Teelöffel Salz, 5 Teelöffel Koriander, gem., 4 Eier, 200 ml Wasser Alle Zutaten vermischen und gehen lassen.

Zubereitung 4 Brotlaibe formen, auf Backbleche legen und noch einmal gehen lassen. Im Ofen bei 180 °C ca. 25 Minuten backen. Abkühlen lassen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben auf ein Backblech legen und im Ofen bei 180 °C noch einmal ca. 10 Minuten trocknen.

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Seite 6 bis 7

Seite 72 – 83

Seehundstation Pieterburen Hoofdstraat 94a, 9968 AG Pieterburen, NL Telefon: 00 31/ (0) 595/ 526 526 E-Mail: info@zeehondencentrum.nl Internet: www.zeehondencentrum.nl Seite 8 bis 9

Kraut & Rosen Home & Gardenstore Dornberger Str. 228, D-33619 Bielefeld Tel.: 05 21 / 9 89 20 87, www.kraut-rosen-store.de Der Speicher Eine Landpartie, Glimkestr. 70a, D-32602 Vlotho Tel.: 0 52 22 / 96 03 54, Fax.: 0 52 22 / 96 19 65 www.derspeicher-landpartie.de Blumenhof Borgstedt Babenhauser Str. 222, D-33619 Bielefeld Tel.: 05 21 / 10 35 19, www.blumenhofborgstedt.de Seite 86 bis 87

Tischwerk Caprivistraße 4, D-22587 Hamburg Telefon: 0 40 / 81 97 60 95 info@tischwerk.eu, www.tischwxerk.interieur.de Seite 10 bis 11 Aus Liebe zum Duft Zeiloch 9, D-76646 Bruchsa, Tel.: 0 72 51 / 9 77 70 info@ausliebezumduft.de, www.ausliebezumduft.de Seite 14 – 23 Lohmeier Home Interiors GmbH & Co. KG Detmolder Straße 257, D-33605 Bielefeld Telefon: 05 21 / 2 10 15 E-Mail: info@lohmeier-interiors.de Internet: www.lohmeier-interiors.de Seite 26 – 32 Senhoog Apartment Rental Lerchenweg 14, D-25980 Sylt Internet: www.landhaus-sylt.com Tel.: 0 46 51 / 8 86 59 04, Fax: 0 46 51 / 9 67 85 83 Seite 34 – 39 www.pierrefrey.com Seite 40 – 45 Lohmeier Home Interiors GmbH & Co. KG Detmolder Straße 257, D-33605 Bielefeld Telefon: 05 21 / 2 10 15 E-Mail: info@lohmeier-interiors.de Internet: www.lohmeier-interiors.de Seite 46 – 51 Loberon GmbH Wiesentalstraße 40, D-90419 Nürnberg Telefon: 0 43 21 / 85 33 66 33, www.loberon.de Seite 52 bis 53 Historische Dachfenster Venusstraat 20 bus 1, B-2520 Oelegem Telefon: 00 49 / (0) 17 13 / 88 61 64 E-Mail:info@historische-dachfenster.com Internet: www.historische-dachfenster.com Seite 54 bis 55 Treppenmeister GmbH Emminger Straße 38, D-71131 Jettingen Telefon: 08 00 / 7 44 74 43 E-Mail: info@treppenmeister.com Internet: www.treppenmeister.com Seite 56 bis 59 Carma luxury home objects Bismarckstr. 24, D-33615 Bielefeld Telefon: 05 21 / 6 61 77, www.carma-plaids.de Seite 60 – 63 Rotter Glas Elisenstraße 2, D-23554 Lübeck Telefon: 04 51 / 40 44 05 info@rotter-glas.de, www.rotter-glas.de Seite 64 – 67 Höchster Porzellan-Manufaktur GmbH Palleskestr. 32, D-65929 Frankfurt Tel.: 0 69 / 30 09 02 - 0, Fax: 0 69 / 30 09 02 - 24 E-Mail: info@hoechster-porzellan.de Internet: www.hoechster-porzellan.de Internet-Shop: Öffentliche Führungen: Dienstag 10.00 Uhr und 15.00 Uhr, Eintritt: 5 Euro Gruppenführungen: nach Vereinbarung Seite 68 bis 69 Scherbenklinik Bundesstraße 40, D-20146 Hamburg scherbenklinik@gmx.de, www.scherbenklinik.de Telefon: 0 40 / 45 81 92

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Hot Tub Skargards GmbH Schwarzer Bär 2, D-30449 Hannover Telefon: 0 800 / 5 55 15 00 kundenservice@skargards.de, www.skargards.com Seite 88 – 95 Venedig Sestierí Dorsoduro 1. Ca’ Macana Fondamenta Rezzonico, 3172, I-30123 Venedig Telefon: 00 39 / 0 41/ 2 77 61 42 info@camacana.com, www.camacana.com 2. Enoteca Cantinone „Già Schiavi“ S. Trovaso 992, I-30123 Venedig Tel.: 00 39 / 0 41 / 5 23 00 34, cantinone@mac.com 3. Antica Locanda Montin Fondamenta Eremite 1147, I-30123 Venedig Telefon: 00 39 / 0 41 / 5 22 71 51 4. Le Fórcole di Saverio Pastor Fondamenta Soranzo detta Fornace, 341 I-30123 Venedig, Tel. u. Fax: 00 39 / 0 41 / 5 22 56 99 savepastor@libero.it, www.forcole.com 5. Hotel Ca’ Maria Adele Dorsoduro 111, I-30123 Venedig Telefon: 00 39 / 0 41 / 5 20 30 78 info@camariaadele.it, www.camariaadele.it 6. Designhotel Ca’ Pisani Dorsoduro 979, I-30123 Venedig Telefon: 00 39 / 0 41 / 2 40 14 11 info@capisanihotel.it, www.capisanihotel.it Sestierí San Polo 7. Antiche Carampane Rio Terà delle Carampane 1911, I-30125 Venedig Telefon: 00 39 / 0 41 / 5 24 01 65 E-Mail: info@antichecarampane.com Internet: www.antichecarampane.com 8. Rialto Markt Fischmarkt: Campo de la Becarie – Loggia Grande und Loggia Piccola Öffnungszeiten: Di. bis Sa. 7.00 – 14.00 Uhr; Obst und Gemüsemarkt: Campo de la Pescheria, täglich 7.00 – 20.00 Uhr 9. Cantina do Spade Calle do Spade 859/860, I-30125 Venedig Telefon: 00 39 / 0 41 / 5 21 05 83 cantina2spade@yahoo.it, www.cantinadospade.com 10. Monica Daniele Calle Scaleter, 2235, I-30125 Venedig Telefon: 00 39 / 0 41 / 5 24 62 42 E-Mail: monica.daniele@tin.it, tabarrosanmarco@gmail.com Internet: www.monicadaniele.com Sestierí Cannaregio 11. Antico Laboratorio Marmi Artistici Prof. Romeo Dall’Era Santa Fosca, 2292/E, I-30121 Venedig Telefon: 00 39 / 0 41 / 72 02 42 info@dellera.it, www.dellera.it 12. Fucina del Ferro Battuto de Rossi Calle del Fumo 5068, I-30121 Venedig Telefon und Fax: 00 39 / 0 41 / 5 20 00 77 E-Mail: info@derossiferrobattuto.com Internet: www.derossiferrobattuto.com 13. Taverna al Remer Campiello Remer 5701, 30121 Venedig Telefon: 00 39 / 0 41 / 5 22 87 89 taverna.remer@yahoo.it, www.alremer.com 14. Hotel Ca’ Sagredo Compo Santa Sofia 4198/99, Ca’ d’Oro I-30121 Venedig, Tel.: 00 39 / 0 41/ 2 41 31 11 info@casagredohotel.com, www.casagredohotel.com

Sestierí San Marco 15. Trattoria Antico Calice Cardin Calle degli Stagneri, 5228, I-30124 Venedig Telefon: 00 39 / 0 41 / 5 20 97 75 E-Mail: osteria.allabotte@fastwebnet.it Facebook: osteria alla Botte „Venezia“ 16. Rosa Salva Calle Fiubera, 951, I-30124 Venedig Tel.: 00 39 / 0 41 / 5 21 05 44 Fax: 00 39 / 0 41 / 5 20 07 71 17. Palazzina G San Marco, 3247, I-30124 Venedig Tel.: 00 39 / 0 41 / 5 28 46 44 Fax: 00 39 / 0 41 / 2 41 05 75 info@palazzinag.com, www.palazzinag.com 18. Rubelli Venezia Ca' Pisani Rubelli, S. Marco 3393 Piscina S. Samuele, Tel.: 00 39 / 0 41 / 5 23 61 10 19. Kirikù 1729 S. Marco, I-Venedig 30124 Telefon: 00 39 / 0 41 / 2 96 06 19 kiriku@kiriku.it, www.kiriku.it Sestierí Castello 20. Atelier Flavia Corte de la Spechiera, 6010, I-30122 Venedig Tel.: 00 39 / 0 41 / 5 28 74 29, info@veniceatelier.com 21. Giovanna Zanella San Lio – Calle Carminati, 5641, I-30122 Venedig Telefon und Fax: 00 39 / 0 41 / 5 23 55 00 giovannazanella@yahoo.it, www.giovannazanella.it 22. Al Portego San Lio, 6015, I-30122 Venedig Telefon: 00 39 / 0 41 / 5 22 90 38 23. L’Osteria di Santa Marina Campo Santa Marina, 5911, I-30122 Venedig Telefon und Fax: 00 39 / 0 41 / 5 28 52 39 ostsmarina@libero.it, www.osteriadisantamarina.com 24. Osteria Alle Testiere Calle del Mondo Novo, 5801, I-30122 Venedig Telefon: 00 39 / 0 41 / 5 22 72 20 www.osterialletestiere.it 25. Corte Sconta Calle del Pestrin, 3886, I-30122 Venedig Tel.: 00 39 / 0 41 / 5 22 70 24, Fax: 00 39 / 0 41 / 5 22 75 13 corte.sconta@yahoo.it, www.veneziaristoranti.it 26. Al Covo Campiello della Pescaria, 3968, I-30122 Venedig Telefon: 00 39 / 0 41 / 5 22 38 12 info@ristorantealcovo.com, www.ristorantealcovo.com Sestierí Santa Croce 27. Tessitura Luigi Belvilacqua Santa Croce 1320, Tel.: 00 39 / 0 41 721 15 66 28 Cartavenezia, Calle Cosmo, I-30133 Venedig Tel.: 00 39 / 0 41 / 5 24 12 83 E-Mail: info@fernandomasone.it Seite 98 bis 99 Burghotel Sterr Neunußberg 35, D-94234 Vietach/Bayerischer Wald info@burghotel-sterr.de, www.burghotel-sterr.de Seite 100 bis 101 NIDUM Casual Luxury Hotel Am Wiesenhang 1, A-6100 Mösern /Tirol info@nidum-hotel.com, www.nidum-hotel.com Telefon: 00 43 / 52 12 / 2 03 00 Seite 102 – 105 Premium Apartments Sonnenhang Eichholz 352 a, A-6521 Fließ/Tirol Telefon: 00 43 / (0) 54 49 / 20 31 E-Mail: info@apartment-sonnenhang.at Internet: www.apartment-sonnenhang.at Seite 106 bis 1097 Hotel Klosterbräu & SPA***** A-6100 Seefeld in Tirol, Tel.: 00 43 / (0) 52 12 / 26 21 anfrage@klosterbraeu.com, www.klosterbraeu.com Seite 106 bis 107 Seezeitlodge Hotel & Spa Am Bostalsee 1, D-66625 Gonnesweiler Telefon: 00 49 / (0) 68 52 / 8 09 80 mail@seezeitlodge.de, www.seezeitlodge.de


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Vorschau Sehnsucht nach Licht

N

ach der dunklen Jahreszeit sehnen wir uns nach Sonne, Licht und Farbe. In der nächsten

Ausgabe zeigen wir Ihnen, mit welchen Mitteln, Accessoires und Dekorationen Sie den Frühling in Ihr Heim holen können. Lampen sind mehr als nur Lichtquellen, sie sind dekorative Objekte und tragen maßgeblich zu einer harmonischen Raumwirkung bei. Seien Sie gespannt ob der Wirkung, ein Lichtdesigner verrät Tipps und Tricks und gibt Anregungen, wie man mit Licht die richtigen Akzente setzt. Sommerzeit ist Outdoor-Zeit – das Wohn- und Esszimmer wird in den Garten verlegt. Nach dem grandiosen Sommer im letzten Jahr darf man hoffen und sich freuen auf eine Zeit der Gartenfeste, der Picknicks oder der entspannten Zweisamkeit unter freiem Himmel. Dabei begleiten wir diese Themen mit Anregungen zur Gartengestaltung. Freuen Sie sich somit auf die nächsten Ausgabe von COUNTRY STYLE .

Die nächste Ausgabe von COUNTRY STYLE

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erscheint am 24. April 2020.


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Country Style 89  

Das Magazin für Wohnkultur und Lebensart

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