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Country Das Magazin für Wohnkultur und Lebensart

Babylonstoren

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Der Garten Eden Südafrikas

Glücksgefühle mit Design Eine Familie haucht einem 670 Jahre alten Gutshof neues Leben ein Das Spiel mit Licht und Reflexion Glaskunst mit zweihundertjähriger Erfolgsgeschichte Scandi, Seaside oder Glam Inspirationen für die Sommerdeko it € 9,95 ES € 9,95 At € 9,20 P € 9,95

GR € 11,CH SFR 16,BNLX € 9,30 SF € 12,00

SK € 11,50 NKR 99,00

Heft 87 Frühling/Sommer 2019 d € 8,-

Blumenträume XXL Blüten im Großformat als Blickfang Pusteblumen bis in den Himmel Ein Künstler mit seinen filigranen Giganten


Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, es ist pure Leidenschaft, die uns in der Redaktion von COUNTRY STYLE bewegt, und wir freuen uns immer sehr, wenn wir außergewöhnliche, gleichgesinnte Zeitgenossen kennenlernen wie Karen Roos und Koos Bekker, die so Wundervolles entstehen lassen wie Babylonstoren. In dieser Ausgabe erzählen wir die Geschichte dieses einzigartigen Projektes, wo aus einem Anwesen mit jahrhundertealter Historie in der Provinz Westkap aus maroden Gebäuden und knorrigen Obstbäumen ein paradiesischer Garten Eden entstand. Heute vereint ihr Resort – 60 Kilometer von Kapstadt entfernt – auf über 200 Hektar ein malerisches Hotel mit schneeweißen Cottages, ein Restaurant nebst Weingut und diverse Shops zu einer perfekten Urlaubs-Symbiose. Die gleiche Leidenschaft beflügelte Martina und Sepp Kröll, einem 670 Jahre alten Gutshof neues Leben einzuhauchen. Mit viel Feinsinn und Gespür haben die beiden Visionäre den Spagat zwischen Naturverbundenheit und Designanspruch in einem einzigartigen Projekt umgesetzt und damit eine Möglichkeit gefunden, ihr bäuerliches Familienerbe auch für kommende Generationen zu bewahren. Alte Handwerkskunst und viel Idealismus finden Sie auch bei den von uns vorgestellten Manufakturen. Mit viel Liebe zum Detail und einem hohen Qualitätsanspruch entstehen hier Produkte, die keinen Trends unterliegen. Lieben Sie es, Räume neu zu inszenieren? Ob Scandi, Seaside oder Glam, attraktive Räume mit einem individuellem Flair in Szene zu setzen, schafft man sehr eindrucksvoll mit Accessoires. Ein paar sommerliche Inspirationen finden Sie in dieser Ausgabe, damit wünsche ich Ihnen nun viel Vergnügen bei der Lektüre und einen schönen Sommer.

Herzlichst, Ihre

Martina Klocke (Herausgeberin)

Country Style 1


Foto: Babylonstoren

Inhalt


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Editorial

Country Leben

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Ein luxuriöser Streifzug durch den Garten Eden Südafrikas

In der Provinz Westkap entdeckten Karen Roos und Koos Bekker ein verwildertes Areal und verwandelten es in einen paradiesischen Garten Eden. Heute vereint ihr luxuriöses Resort Babylonstoren ein Fünf-SterneHotel, ein Gourmetrestaurant nebst Weingut, Spa und diverse Shops zu einer Urlaubs-Symbiose.

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Von Verwurzelung, Designaffinität und Glücksgefühlen Martina und Josef Kröll aus dem österreichischen Hinterglemm haben einem 670 Jahre alten Gutshof neues Leben eingehaucht und teilen ihr bäuerliches Familienerbe „Wiesergut“ heute mit Gästen aus aller Welt.

Boho-Chic an Portugals Algarve

Urlaub in der eigenen Villa: Die private Villa Hibiscus Beach House aus dem Portfolio der exklusiven VILA VITA Collection liegt direkt am Strand und ist damit eine absolute Rarität an der Algarve.

Country Wohnen

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Inspirationen für ein ganz persönliches Zuhause

Die individuell gefertigten Metallbetten aus der Collection Rita Sibbe sind wahre Hingucker für jeden Einrichtungsstil.

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Dekoration ist die Haute Couture jeder Einrichtung. Und genau wie in der Mode gibt es in jeder Saison neue Trends.

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True Characters Made in Germany

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Der Markenclaim der rheinhessischen Polstermöbelmanufaktur Bretz ist Programm. Seit über 120 Jahren erfreut die Marke ihre Fans mit innovativen, mutigen Möbelcharakteren „Made in Germany“.

Das faszinierende Spiel mit Licht und Reflexion Mit seiner Glaskunst und -gestaltung ist das Wiener Familienunternehmen J. & L. Lobmeyr zu Weltruhm gelangt. Der Hersteller setzt neue Maßstäbe in der Verbindung von Handwerkskunst und Design.

Country Manufaktur Alles Gold, was glänzt! Das Hand werk des Vergoldens zeigt ein Besuch bei der Vergoldermeisterin Anna-Kathrin Hübner in Hamburg.

Das dufte Erbe des letzten Wiener Seifensieders

Unter dem Label „Wiener Seife“ wird das Weiss’sche Lebenswerk von Sonja Baldauf fortgeführt. Eine moderne Erfolgsgeschichte.

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Der Herr der Koffer

Die Koffer, die Marc-Christoph Steckel in seiner Koffermanufaktur in Kempen entwirft, sind ein Statement für Individualisten, die das Besondere lieben.

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Scandi, Seaside oder Glam – Inspirationen für die Sommerdeko

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Maßgeschneiderte Accessoires

Mit individuell gestalteten und produzierten Taschen und Accessoires sorgt die Münchner Design- und Produktions-Agentur Brandcraft für den großen Auftritt.

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Der Hutmacher

Nur noch rund 200 Modisten, wie die korrekte Berufsbezeichnung lautet, gibt es im Land. Einer, der sein Handwerk mit Liebe und Leidenschaft ausübt, ist Matthias Lueb – der Hutmacher aus Bielefeld.

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C O U N T RY

Style

erscheint dreimal im Jahr

Klocke Verlag GmbH Höfeweg 40, D-33619 Bielefeld Fon: + 49 / (0)5 21 / 9 11 11 - 0 Fax: + 49 / (0)5 21 / 9 11 11 - 12 Internet: www.klocke-verlag.de E-Mail: info@klocke-verlag.de

Geschäftsführung Thomas Klocke, Martina Klocke

country deko

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Tafeln wie die Italiener – Tischkultur aus Bella Italia

Kleine Kunstwerke vom Interieur-Spezialisten Tischwerk.

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Blumenträume aus Papier

Diese Blüten können nicht welken, denn sie sind aus Papier.

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„Querbeet“ – Inspirationen einer Provence-Reise

Unter dem Label LAZIS entwirft Kerstin Venema Heimtextilien.

country Art 78

André Gutknecht lässt Pusteblumen wachsen Seit mehr als 30 Jahren begeistert der Künstler unter dem Namen ART by BONVALET mit ungewöhnlichen, fantasievollen Objekten.

country Outdoor 82

Sommer im Garten

Herausgeberi n Martina Klocke V e r a n t w o r t l i c h f ü r d e n I n h a lt Martina Klocke Anzeigenleitung Thomas Klocke S e k r e ta r i at A n z e i g e n l e i t u n g Andrea Petzold R e da kti o n Gundula Luig-Runge, Sabine Herder, Gabriele Isringhausen, Bernd Teichgräber Grafikdesign Sabina Winkelnkemper, Claudia Stepputtis F oto g r a f i e Ydo Sol, Klaus Lorke, Günter Standl T i t e l f oto Babylonstoren Bildbearbeitung Klocke Medienservice Holger Schönfeld, Birgit Lahode

Inspirationen für die Terrasse von Interieur-Spezialist Loberon.

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Wasserwellness auf Skandinavisch – für Terrasse und Garten

Produktion Claudia Schwarz, Diana Wilking

Holzbefeuerte Badefässer sind der neueste Trend. Hot Tubs von Skargards erobern nun auch deutsche Gärten.

S e k r e ta r i at Andrea Petzold, Katrin Baumgart

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Der Feuer-Wok

Stefan Dehn revolutioniert mit seinem Feuer-Wok das Grillen.

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Form folgt Feuer

„Kugelblitz“, der Gourmet-Grill von Andreas Weinfurtner.

country Landpartie

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Eine Landpartie zu traumhaften Destinationen

Ob Allgäu oder Steiermark – neue Eindrücke bereichern.

Leib & Seele

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Alles Käse oder was?

Die geschmackvolle Welt der Käsemacher und Einblicke in Reifekeller.

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Vom Wert des Außergewöhnlichen, Olivenöl, das wie Wein erzeugt wird

Dr. Dirk Müller-Busch stellt hochkarätiges Bio-Olivenöl her.

Bezugsquellen & Shopping Guide

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Adressen für Internet-Shopping, Antiquitäten, historische Baustoffe, Innenausstatter, Garten- und Landschaftsbau und mehr.

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Vorschau

Vertr i eb Stephan Klocke Vertr i eb/Han del IPS Pressevertrieb GmbH Carl-Zeiss-Straße 5, 53340 Meckenheim info@ips-d.de, www.ips-d.de G e s a mt h e r s t e l l u n g Heidenreich Print Gmbh, Bünde Gedruckt auf Omnigloss der Igepa Printed in Germany Copyright Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, verboten. A n z e i g e n p r e i s l i ste vom 1. Dezember 2018 Preise Einzelpreis: 8,– Euro, Jahresabo: 28,– Euro Abonnementbestellung beim Verlag (Bezugspreisliste für Sammelabonnements anfordern) A b o n n e m e n t -V e r wa lt u n g Leserservice Country Style PrimaNeo GmbH & Co. KG Postfach 10 40 40, 20027 Hamburg Fon: 0 40 / 23 67 03 46 Fax: 0 40 / 23 67 03 01 E-Mail: countrystyle@primaneo.de ISSN 14 3 2 - 9 59 X


© zuchna Visualisierung

Olivia Heidenreich

„In unserem neuen Chiemsee Chalet genießen Sie ab Mitte Mai authentische Chalet-Suiten mit höchstem Komfort und Chiemgauer Gastfreundschaft, die von Herzen kommt!“ Olivia Heidenreich, Gastgeberin

Buchen Sie jetzt zu attraktiven Voreröffnungs-Konditionen: www.hideaways-hotels.com


country NEWS

Trachten-Couture für Individualistinnen Wiesbaden – eine Stadt mit vielen Gesichtern. Treffpunkt des Europäischen Hochadels in der Belle Époque, Hotspot der High Society um die Jahrhundertwende, heute kulturelles und wirtschaftliches Zentrum im Herzen des Rhein-Main-Gebiets. Imponierende Jugendstilfassaden, das neoklassizistische Kurhaus mit Parkanlagen, die an einen englischen Landschaftsgarten erinnern, Prachtstraßen, kleine Gassen, beeindruckende Geschäfte, Galerien, Cafés und Restaurants prägen das Bild der historischen Altstadt. Shoppen und flanieren ist hier ein einzigartiges Erlebnis. Besonders an einem Schaufenster in der Burgstraße können modebewusste Damen nicht vorbeigehen. Das Ladengeschäft fällt durch seine immer wieder neuen, aufwendig und liebevoll dekorierten Fensterfronten sofort ins Auge. Eine bezaubernde Aufforderung einzutreten, der wohl keine Frau widerstehen kann. Willkommen im Chalet Sylvie! Wunderschöne Trachtenjanker, elegante Hosen, zarte Blusen, Kaschmirpullover, elegante Taschen, Seidentücher, schicke Hüte

und verführerische Kleider wetteifern um die Gunst der Betrachterin. Eine Spur Sinnlichkeit, ein Hauch Fantasie, verbunden mit Individualität und lässiger Noblesse – so präzise lässt sich die elegante Trachten-Couture auf den Punkt bringen. Geschaffen hat diese Oase feinster Damenmode Silvia Rosenkranz. „Im vergangenen Jahr konnten wir unser 30-jähriges Bestehen feiern. Als eines der wenigen Geschäfte im Rhein-MainGebiet sind wir mit einer einzigartigen Auswahl exklusiver Landhausmode Pioniere der Trachten-Couture. In unserem Chalet findet die Kundin Mode der führenden Hersteller von Basset über Mothwurf, Meindl, Sportalm, Lola Paltinger bis Wolkenstricker“, sagt die charmante Fashion-Expertin. Die erlesenen Stücke faszinieren mit kostbaren Stoffen, aufwendigen Stickereien und prachtvollen Farben, mit Einzigartigkeit und Kreativität. Besonders freut sich Silvia Rosenkranz über viele Stammkundinnen, die bis aus München zu ihr kommen, und über das höchst positive Feedback. „Die Damen schätzen unsere gute Beratung und unseren

Service mit eigener Schneiderin. Unsere Mode ist keinem Trend unterworfen. Man sollte stets dem persönlichen Geschmack folgen und seinem Typ treu bleiben. Jede Frau, ob 30 oder 80 Jahre, ist einzigartig. So sehen wir sie und so beraten wir sie“, erklärt die attraktive Geschäftsfrau, selbst das beste Beispiel für zeitlose Eleganz und Stilsicherheit Gleichermaßen inspiriert von der Schönheit klassischer alpenländischer Tracht wie von dem eleganten Understatement traditioneller englischer Mode, zeigen sich die Trachtenkollektionen im Chalet Sylvie äußerst facettenreich. Sie spielen mit überlieferten Werten genauso wie mit aktuellen Fashion-Impulsen und vermitteln so gekonnt zwischen Gestern und Heute: „Es muss nicht immer ein Dirndl sein. Eine pfiffige Jeans zum Janker, darunter eine zarte Bluse, schaut modern und topmodisch aus. In diesem Frühling spielen leichte, beschwingte Kleider eine Rolle. Die Romantik hält mit fröhlichen Blumenmustern Einzug.“ r www.chalet-sylvie.de

Fashion-Expertin Silvia Rosenkranz.

Exklusive Jacke von Angie Miller. Bluse: byMi, Hamburg, Trachtengürtel von TÖPFER, Hose von Zerres. Tasche: Campomaggi, Italien.

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Jeden Monat überrascht das Chalet Sylvie seine Kundinnen mit einem Happy-Angebot. Im Mai: Kleid LaSalle, Amsterdam.


Bereits im Jahr 2000 wurde „Aus Liebe zum Duft“ durch Georg R. Wuchsa gegründet, ein Pionier in Sachen Parfum und Kosmetik, den schon immer die Leidenschaft für das Besondere antrieb.

Parfums de Rosine Les Extravagants – Der Duft der Rosen

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Paul Poiret der begehrteste Couturier in Paris. Zu seinen Kundinnen zählten die berühmtesten Frauen jener Zeit und er war der erste Couturier, der eigene Düfte lancierte. Sein erster „Rosine“ kam 1911 auf den Markt. Unter dem Namen „Les Parfums de Rosine“ folgten über 30 weitere ausgefallene Parfums. Doch mit dem finanziellen Nieder-

Bleu Abysse Als er Bleu Abysse erschuf, strebte der junge Parfümeur Serge de Oliviveira danach, die Euphorie einzufangen, die fast jeder am Meer empfindet. So entstand ein Duft voller Gegensätze. Die frische und zitronige Kopfnote vermählt sich mit dem sinnlichen Aroma der französischen Rose „Rosa Moschata“ zu einer Duftinspiration, die ans Meer entführt.

gang von Paul Poiret verschwanden auch seine Duftkreationen vom Markt. Nur in der Sammlung von Marie-Hélène Rogeons Familie, die einst die Parfums für Paul Poiret produziert hatte, behielten sie über die Jahrzehnte hinweg einen Ehrenplatz. Und als die Pariser Parfum-Expertin sich mit einer eigenen Duftboutique im Palais Royal selbstständig machte, war es ihr erklärtes Ziel, die

in Vergessenheit geratenen Parfums Paul Poirets neu zu interpretieren. So wurde mit „Les Extravagants“ eine Duftlinie geschaffen, die die Ursprünge der Marke Parfums de Rosine ehrt, aber mit ihren leuchtenden Flakons und extravaganten Dufterlebnissen moderne Frauen und Männer gleichermaßen inspiriert. r www.ausliebezumduft.de

Bois Fuchsia

Eloge Du Verts

Vanille Paradoxe

Neben den fruchtigen Noten von Himbeeren und Litschi gibt die „Rosa Gallica“ in der Herznote des von Michel Almairac kreierten Dufts den Ton an. Das wundervoll holzige, doch auch fruchtige Parfum hat der legendäre Parfümeur des 21. Jahrhunderts speziell für Parfums de Rosine entwickelt.

Wenn man die Blüten und Kelchblätter der Moosrose „Rosa Muscosa“ zwischen den Fingern zerreibt, dann steigt ein grüner Duft hervor. Es ist der Duft „Eloge Du Verts“, eine großartige Ode an die grünen Parfüms. Dabei mischt sich die Rosenkopfnote elegant mit grünem Pfeffer, Ingwer, Zedernholz und holzigen Patschuli-Nuancen.

Die Vanilleplantagen auf der Insel Réunion im Indischen Ozean werden gewöhnlich von „Bourbon-Rosen“ eingegrenzt. Und genau diese aromatische Kombination aus reiner Rose und dem kraftvollen Aroma der Vanilleschote ist das Geheimnis des Dufts, der durch Rosmarin, Gin-Wacholder-Noten und spritziger Grapefruit überraschend frisch ist.

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Kultsessel von Meisterhand Diese Clubsessel aus echtem bayerischen Rindsleder sind mehr als eine Sitzgelegenheit. Sie sind absolute Eyecatcher und dabei superbequem. Geschaffen wurden sie von dem Polsterer und Raumausstatter-Meister Michael Popp. Seit über 25 Jahren betreibt er seine kleine, aber feine Werkstatt im mittelfränkischen Neustadt am Aisch, hat sich auf die Produktion von hochwertigen Sesseln spezialisiert. „Ich liebe Frankreich, bereise das Land seit Jahrzehnten. In prachtvollen Chalets und großen Pariser Stadtwohnungen entdeckte ich Clubsessel aus den 30er- bis 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Echte, zeitlos schöne Klassiker. Sie haben mich fasziniert, solche Sessel wollte ich bauen“, erzählt der 53-Jährige. Seine Sessel tragen so geschichtsträchtige Namen wie Winston, Marlene, Vincent oder Jules, wirken edel, aristokratisch und dabei absolut gemütlich. Sie entstehen in reiner Handarbeit. Bis zu acht Wochen dauert die Fertigung. „In unserer Leder-Classics-Serie bieten wir elf Modelle in unterschiedlichen Formen, zum Beispiel abgerundet oder eher geradlinig, und einen Hocker an. Jeder Sessel wird exakt nach den Wünschen des Kunden gefertigt. Erst wenn er sich für ein Modell und die entsprechende Farbe entschieden hat, beginnen

Jede Arbeit wird von Hand ausgeführt.

Polsterer und Raumausstatter-Meister Michael Popp.

wir mit der Arbeit. Die Sessel werden klassisch gepolstert, das heißt, die Grundlage bildet ein Hartholzgestell mit über Kreuz gespannten Jutegurten. Darauf werden Taillenfedern gestellt und mit Stell-, Retourund Knotenfäden geschnürt. So erhält der Sessel seinen typischen Charakter und den brillanten Sitzkomfort. Erst nach der Bespannung wird das Leder nach alter Tradition mit der Hand gefärbt. Jeder Sessel ist ein Unikat. Hochwertige Materialien sind mir ebenso wichtig wie regionale Zulieferer und der Schutz der Umwelt. Wir müssen unsere Ressourcen wertschätzen“, erklärt der Meister. Längst hat sich Michael Popp weit über die Grenzen seiner malerischen Heimatstadt hinaus einen Namen gemacht. Privatkunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz schätzen seine luxuriösen Clubsessel ebenso wie erstklassige Hotels. r Mehr als eine Sitzgelegenheit – eine Liebe fürs Leben!

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www.kultsessel.de


Luxuriöse Wohnwelten – maSSgeschneidert Seit über dreiSSig Jahren steht der Name Pine-Life in Aachen für hochwertige Möbel und wunderschöne, individuelle WohnAccessoires. Es gibt nur wenige InterieurExperten, die den Spagat zwischen neuen Designtrends, Funktionalität und Wohlfühlatmosphäre so stilsicher beherrschen wie Raumausstatterin Nicole Reiter und Kauffrau Sefiye Bekin. Vor zwei Jahren übernahmen die ehemaligen Kolleginnen den WohnStore von Firmengründerin Renate Prümm. „Wir haben lange überlegt, ob wir den Schritt in die Selbständigkeit wagen, uns schließlich den Traum erfüllt und es nicht bereut“, erzählt Sefiye Bekin. Nach Umbaumaßnahmen sowie einem neuen Lichtkonzept erstrahlt PINE-LIFE nun noch heller, großzügiger und frischer. In den Ausstellungsräumen bietet das charmante Einrichtungsduo auf 500 Quadratmetern exklusive Möbel – überwiegend im modernen Landhausstil – Accessoires, Teppiche, Kunst, Kissen, Outdoor-Design und vieles mehr, was einen Wohnort zu einem echtem Zuhause macht. „Wir lassen uns auf Messen in Frankfurt oder Paris inspirieren, manchmal werden wir sogar auf Flohmärkten fündig. Wir haben ein tolles Team, einen großartigen Polstermeister und ein Nähatelier. So können wir Vorhänge nach Maß anfertigen oder einem

in die Jahre gekommenen Lieblingsstück wie einem antiken Ohrensessel wieder ein schickes Outfit geben“, sagt Nicole Reiter. Zum Portfolio gehören darüber hinaus maßgeschneiderte Einrichtungskonzepte für Privathäuser und -wohnungen, aber auch für exklusive Stores, Restaurants, individuelle Hotels und Feriendomizile – unter anderem in Spanien, Holland oder Belgien. Durch ihre langjährige Erfahrung und große Kreativität konnten die Einrichtungsprofis den Namen PINE-LIFE weit über die historische Printenstadt hinaus bekannt machen: „Bei unseren Hausbesuchen schauen wir, welche Möglichkeiten die Räumlichkeiten bieten. Service, Planung und Beratung haben einen hohen Stellenwert.“ Auf konkrete Modetrends möchten sich Nicole Reiter und Sefiye Bekin nicht festlegen: „Natürlich sind im Frühling und Sommer eher Pastelltöne angesagt, zartrosé ist im Textilbereich momentan beliebt, ebenso Blumen- und Tiermotive. Aber weiße Vitrinen-Schränke, luxuriöse Lederhocker oder hochwertige Rattan-Stühle im Essbereich haben immer Saison. Letztendlich ist Wohnen eine sehr persönliche, individuelle Entscheidung, die wir mit Liebe und Kompetenz unterstützen möchten.“ r

Sefiye Bekin und Nicole Reiter leiten seit 2017 die renommierte Interieur-Adresse. Auch individuelle Einrichtungskonzepte gehören zum Portfolio.

www.pine-life.de

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country NEWS

So edel können heute Küchen ausschauen: ein puristisch-elegantes Luxusmodell.

Luxuriöse Küchen für Individualisten Über diese Auszeichnung haben sich Erwin Bucher samt Familie sowie das ganze Team besonders gefreut – das renommierte Magazin Architektur & Wohnen wählte Regio Küche + Bad im vergangenen Jahr zum besten Küchenstudio Deutschlands! „Darüber sind wir sehr glücklich. Die Anerkennung ist uns Lob und Ansporn zugleich“, sagt Erwin Bucher stolz. 1992 gründete der Kaufmann im baden-württembergischen Efringen-Kirchen sein eigenes Küchenstudio. Heute hat sich das Unternehmen weit über das Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz hinaus einen Namen gemacht und liefert sogar bis nach Australien. „Nichts spiegelt beim Thema Einrichtung den Wandel der Zeit so gut wider wie eine Küche. Früher ein reiner Arbeitsraum, ist sie heute meist das Herz eines Hauses. Hier wird gerührt, gekocht und kommuniziert“, erklärt Juniorchefin Sabine Bucher schmun-

zelnd. In drei modernen Glas-Pavillons (1200 qm Ausstellungsfläche) ziehen exklusive Küchen von Poggenpohl, Valcucine, Warendorf oder des Schwarzwälder Herstellers Rempp die Blicke auf sich. Nicht fehlen darf ein besonderes Highlight: die Natursteininsel ST-ONE von STRASSER. Einbaugeräte, Armaturen und Lüftungstechnik stammen von so namhaften Herstellern wie Blanco, BORA, Dornbracht, Franke, Gaggenau, Gutmann, Hansgrohe, KWC, Miele und Quooker. „Besonders angesagt ist momentan die Heißwasserarmatur des niederländischen Herstellers Quooker. Der Quooker liefert auf Knopfdruck kochendes Wasser. Nun aber ist die Entwicklung noch einen Schritt weiter gegangen. Aus der Armatur fließt jetzt auch gekühltes, gefiltertes Mineralwasser, sprudelnd oder still. Und das Beste, ein Quooker kann meist problemlos in eine bereits vorhandene Küche eingebaut

Die Mischung macht’s: Spannende Kontraste bieten hochwertige Echthölzer in Kombination mit Beton, Stein oder Granit. Die NatursteinKücheninsel ST-ONE von STRASSER (rechts).

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werden“, erklärt Sabine Bucher. Besonders vielfältig sind die Oberflächen der Küchen, ob Effektlacke wie Seidenglanz-Steel, Oberflächen mit Anti-finger-print-Beschichtung oder Beschichtungen mit Flüssig-Metall, das ist letztendlich Geschmacksache. Die Küchen sind so individuell wie die Menschen, die sich für sie entscheiden. Jede Küche, die das Haus verlässt, ist ein charakterstarkes Unikat, das die kreative Handschrift des Unternehmens trägt. Um bei allen Projekten ein perfektes Ergebnis zu erzielen, steht man immer im engen Dialog mit dem Kunden. Bei Ausstattungen und – natürlich immer den neuesten – technischen Geräten greift Firma Bucher auf bewährte Lieferanten- und Markenprodukte zurück. Eine erstklassige Beratung, Planung und Ausführung ist selbstverständlich. r www.regio-kueche-bad.de


In ein Reetdachhaus eingearbeiteter englischer Wintergarten mit Satteldach, welches im oberen Bereich mit hübschem Sprossenschmuck versehen wurde. Die Türen öffnen sich nach außen, um den Innenraum komplett nutzen zu können.

Zimmer mit Aussicht Sie holen die Natur ins Haus, fangen Sonnenstrahlen ein und bieten auch an kühleren Tagen ein lichtdurchflutetes Plätzchen zum Verweilen: stilvolle Wintergärten im viktorianischen Stil. Hergestellt werden die wunderschönen, luxuriösen Wohn-Highlights im niedersächsischen Delmenhorst. Das Unternehmen „Winter-Green“ hat sich mit großem Know-how auf die Architektur der „gläsernen Räume“ spezialisiert. „Ein Wintergarten ist mehr als ein zusätzlicher Wohnraum. Er ist auch eine Oase der Ruhe und Entspannung, bietet mehr Freiraum und Lebensqualität. Als repräsentative Räumlichkeit muss er höchste Ansprüche hinsichtlich Verglasung, Wärmeschutz und Statik erfüllen. Das Besondere an unseren Wintergärten ist die individuelle Gestaltung. Für jedes Objekt fertigen wir nach den persönlichen Wünschen des Kunden Zeich-

nungen oder 3D-Entwürfe an. Ein Wintergarten muss natürlich zum vorhandenen Gebäude passen und nicht wie ein Fremdkörper in der Landschaft stehen. Selbstverständlich beraten wir auch hinsichtlich Design oder Energieeffizienz. Wir bieten nur qualitativ hochwertigste Konstruktionen an. Die komplette Planung und Ausführung liegt in einer Hand, denn um eine gelungene Symbiose zwischen Haus und Wintergarten herzustellen, bedarf es sehr viel Sorgfalt. Unsere Arbeit basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung und der Liebe zum Detail. Jeder unserer englischen Wintergärten ist ein maßgeschneidertes Unikat aus handwerklicher Kunst, Kreativität und Präzision – eine Investition fürs Leben“, sagt Geschäftsführer Jürgen Hohnholt. r

Englischer Satteldach-Wintergarten mit geschlossenem Dach und eingeschobener Glasgaube.

www.winter-green.de

Viktorianische Überdachungsanlage im Orangeriestil mit aufgesetztem englischen Satteldach.

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country NEWS

Mit „Erlebnisluxus“ unvergessliche Reisen genieSSen Der Münchner Reisedesigner „Unforgettable Journeys“ hat mit Erlebnisluxus ein neues Konzept für einzigartige Exklusiv-Reisen entwickelt. Im Interview mit HIDEAWAYS erläutert Inhaberin Dr. Julia Malchow das Besondere ihres Unternehmens. Was macht Unforgettable Journeys besonders? Wir bei Unforgettable Journeys bereichern mit unserem außergewöhnlichen Reisedesign das Leben unserer anspruchsvollen Gäste. Wir haben das Konzept Erlebnisluxus dafür erfunden. Was bedeutet Erlebnisluxus? Sie können ein und dieselbe Region völlig unterschiedlich erleben. Und das hat nicht nur etwas mit dem Luxusniveau zu tun. Mehr schon mit der Art des Luxus. Regionen sind überall buchbar. Jedoch der Zugang, die Art und Weise, wie ich mich in einer Region bewege,

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was ich erlebe, von wem ich geguided werde, wann ich auch mal nichts mache und welchen Blick ich dabei genieße, ob ich in einer Wanne liege und der Wein passt, ob ich meine nächste Reisestation per Heli oder per Raft oder doch zu Fuß erreiche – und derlei mehr − das macht den Unterschied. Wer sind Ihre Kunden? Unsere Gäste sind Unternehmer, Ärzte, Krea­tive. Menschen, die die Welt gestalten. Reisen sind für sie das wich­tige Extra, das besondere Mehr an intensivem Leben. Unsere Gäste träumen von Reisen, von denen ihnen etwas bleibt. Reisen hat über die Erholung hinausgehend etwas Inspirierendes und auch Transforma­ tives für unsere Gäste. Klingt spannend – wie funktioniert das konkret mit dem Erlebnis­luxus? Meine Mitarbeiter sind Diplom-Psychologen, Aka-

demiker mit Qualifikationen in der qualitativen Marktforschung und im Führungskräftecoaching. Gestandene Persönlichkeiten. Sie haben Führungserfahrung, wissen, mit anspruchsvollen Menschen auf Augenhöhe zu kommunizieren. In den ersten Gesprächen geht es weniger um das konkrete nächste Reiseziel, sondern mehr um den Menschen, seine Reiseerfahrungen, seine idealen Erwartungen an die nächste Reise. Danach starten wir den von uns entwickelten iterativen und auch intuitiven Prozess des Reisedesigns, in den der Gast immer wieder eingebunden ist, um zu entscheiden: das ja, davon mehr, davon weniger. Wir arbeiten beispielsweise mit Reisemoodboards für jeden Kunden und jede Reise, atmosphärischen Collagen, die es uns ermöglichen, die Erlebnisse genau für den jeweiligen Gast maßzuschneidern.


bleiben, die mich faszinieren und weiterbringen. Reisen ist soviel mehr als das Besuchen von Orten oder das Relaxen in schön designter Umgebung. Die Intensität und der Flow, der auf Reisen entstehen kann, ist entscheidend. Was bedeutet Ihnen persönlich Luxus auf Reisen? Jeder Mensch ist ein Unikat. Jede Lebenssituation hat ihre Besonderheiten. Und das muss sich in einer Reise widerspiegeln. Es geht mir nicht darum, den neuen Hotspot zu finden und vor den anderen da gewesen zu sein. Mir geht es darum, den jeweiligen Ort auf eine Art zu erleben, die mich berührt und prägt. Echte Individualität zu erleben in spektaku­lärer Umgebung. Lachen vor Euphorie und still lächeln vor Glück. Das ist für mich Luxus. Besondere Erlebnisse mit Ihren Kunden? Es macht mich glücklich zu sehen, was für faszinierende Persönlichkeiten unsere Gäste sind, wen wir mit unserem Konzept anziehen. Ein Kunde beispielsweise hält nebenberuflich auf den atomangetriebenen Eisbrechern Vorträge über die Arktis und ist mit Arved Fuchs bekannt. Ein anderer fotografiert auf Reisen und stellt die Bilder in renommierten Galerien, aber auch in Krankenhäusern aus. Die Patienten empfinden diese Bilder als heilsam. Wirklich tolle Bilder. Zu wissen, dass unsere Reiseplanung ein Teil dieser Bilder ist, ist Motivation pur. Ihre spannendste Reise für 2019? Ungemein freue ich mich auf einen Trip mit meinem Mann und unseren zwei Kids in die abgelegeneren Ecken Indonesiens: Wir haben für eine Woche ein Segelboot mit Mannschaft gechartert und erobern das Archipel um Komodo. Meine Söhne haben mich mit ihrer Faszination für die größten noch lebenden Drachen der Welt, die Komodowarane, angesteckt. Kombiniert mit einsamen Traumstränden, eigenem Tauchlehrer und Kochmannschaft an Bord sowie der Aussicht auf coole Beach-Picknicks und einer Barfuß-Beachboutiquelodge zum Abschluss, wird das sicher ein unvergesslicher Urlaub. Ihre Reiseempfehlung für 2019? Reisen Sie. Egal wohin, jedoch auf die richtige Art. Auf Ihre Art. Verzichten Sie nicht darauf, die Welt und Ihr Leben so intensiv wie möglich zu spüren. Nehmen Sie sich die Zeit, mit Experten, die sowohl Sie als Mensch als auch das Konzept Reisen verstehen, zu sprechen, um Ihre persönliche Reise zu gestalten. Das macht den Unterschied aus. r www.unforgettable-journeys.de

Die charmante Inhaberin Dr. Julia Malchow.

@Amazing Escapes

Was ist Ihr persönlicher Background? Wie ist die Idee zu Unforgettable Journeys entstanden? Ich bin promovierte Wissenschaftlerin, habe Betriebswirtschaftslehre und Interkulturelles Management studiert, bin seit 20 Jahren Unternehmerin, Buchautorin und Weltreisende. Mehr als 90 Länder habe ich intensiv bereist. Im Piper Verlag habe ich ein Buch über die inspirierende, transformative Kraft des Reisens veröffentlicht. Vor Unforgettable Journeys war ich in der strategischen Unternehmensberatung und im Führungskräftecoaching tätig. Ich habe über die Wahrnehmung und das Kundenerleben von Dienstleistung promoviert. Das heißt, ich verstehe das Reiseerlebnis aus der Kundenperspektive konzeptionell und weiß es zu gestalten. In welche Regionen kann man mit Unforgettable Journeys reisen? Unsere Gäste können mit uns die gesamte Welt entdecken. Pro Land wählen wir dann sehr genau aus, welche Regionen wir empfehlen. Bhutan, Sikkim, die Andamanen, Tansania, Botswana, Namibia, Sambia und Südafrika, Amazonas, Galapagos, das Heilige Tal, Argentinien, Chile, Patagonien, Costa Rica, Lappland zur Überschreitung des nördlichen Polarreises, die Mongolei – immer Regionen mit dem gewissen Wow-Faktor. Die Top-3-Reisen für Sie persönlich? Für mich ist es immer eine spezielle Kombination aus Destination und persönlicher Dramaturgie, die eine Reise ausmacht. Aber das Wie ist für mich wichtiger als das Wohin. Ich versuche es dennoch mal: Gerade war ich in Botswana, Sambia und Kapstadt. Die landschaftlichen Extreme aus Wüste, Salzpfanne, Wasser, Savanne, Höhlenmalerei und tiefstem wilden Busch sind unglaublich faszinierend. Und der Perspektivenwechsel von zu Fuß, per Jeep, per Boot und per Heli wie für mich gemacht. Beim Buschfrühstück ein paar Stunden auf einer Decke im Nichts zu sitzen und zu beobachten, wer vorbeikommt, um mich zu beobachten, ist unvergesslich. Oder auch die Reise zum peruanischen Amazonas, kombiniert mit dem Heiligen Tal, dem Machu Picchu und den Galapagosinseln zum Abschluss war eine unvergessliche Mischung aus Wissenschaftsgeschichte, Abenteuer und rustikalem Luxus. Was bedeutet Ihnen das Reisen? Reisen sind für mich besondere Momente und außergewöhnliche Erlebnisse, die das Leben ausmachen. Es sind die Geschichten, die

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Country Leben

Hierbei handelt es sich um einen Platzhalter f端r eine Bildunterschrift. Hierbei handelt es sich um einen Platzhalter f端r eine Bildunterschrift. Hierbei handelt es sich um einen Platzhalter f端r eine Bildunterschrift. Hierbei handelt es sich um einen Platzhalter f端r eine Bildunterschrift.

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Ein luxuriöser Streifzug durch den Garten Eden Südafrikas

Das Weinland rund um die Metropole Kapstadt ist das kulinarische Epizentrum Südafrikas – eine Traumlandschaft für Individualisten und Menschen, die die Sehnsucht dieses beindruckenden Landes im Herzen tragen. In der Provinz Westkap, dort, wo die Berge der Hottentots Mountains eine atemberaubende Kulisse bilden, entdeckten Karen Roos und ihr Mann Koos Bekker ein verwildertes Areal mit maroden Gebäuden Mehr als 300 Sorten Obst, Gemüse, Kräuter, Heilpflanzen und ein Meer bunter Blumen machen die Plantage des Resorts zu einem Prachtstück der Gärtnerkunst.

und knorrigen Obstbäumen. Die ehemalige Chefredakteurin der südafrikanischen „Elle Decoration“ und der Medienunternehmer erkannten auf den ersten Blick die Schönheit dieses Fleckchens Erde. Sie verwandelten das morastige Ödland in einen paradiesischen Garten Eden. Heute vereint ihr luxuriöses Resort Babylonstoren – 60 Kilometer von Kapstadt entfernt – auf über 200 Hektar ein Fünf-Sterne-Hotel mit schneeweißen Cottages, ein Gourmetrestaurant nebst Weingut, Spa und diverse Shops zu einer perfekten Urlaubs-Symbiose. Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n Fotos: Babylonstoren

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Country Leben

Welches Bienenvolk „wohnt“ schon in so einem schönen Haus? In Babylonstoren ist eben alles perfekt aufeinander abgestimmt – auch das Bienenhaus.

200 Hektar umfasst das Anwesen, dessen gärtnerische Planung nach historischem Vorbild axial angelegt ist. Eine Führung mit der Chefgärtnerin ist sehr zu empfehlen.

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Über einem strahlend blauen Himmel duftet es nach Lavendel und Rosmarin, das Summen unzähliger Bienen ist ebenso zu hören wie das Gackern frei laufender Hühner. Mehr als 300 Sorten Obst, Gemüse, Kräuter, Heilpflanzen und ein Meer bunter Blumen machen die Plantage zu einem Prachtstück der Gärtnerkunst. „Wenn ich hierher zurückkehre, begrüße ich zuerst die Hühner, Gänse und Puten. Ich mag sie einfach. Und Gänse sind so tolle Mütter, jedes Tier hat seine eigene Persönlichkeit“, sagt Karen Roos schmunzelnd. „Eigentlich waren wir auf der Suche nach einem Wochenenddomizil. Dann entdeckten wir das im 17. Jahrhundert erbaute Bauernhaus, verliebten uns spontan. Unser Pioniergeist war geweckt. 2008 kauften wir Babylonstoren, begannen Stück für Stück mit der Restaurierung und Bewirtschaftung. Der Name basiert auf einem Hügel, der sich am Weingut befindet und von den damaligen Besitzern nach den mystischen, hängenden Gärten von Babylon benannt wurde. Vor allem mit dem Garten wollten wir einen wichtigen Teil südafrikanischer Geschichte wieder aufleben lassen, denn bereits damals versorgte die Farm europäische Schiffe auf dem Weg nach Asien mit Obst, Gemüse und frischem Trinkwasser“, erzählt die Gastgeberin ein wenig aus der langen Historie des Anwesens. Den Garten ließ Karen Roos von dem renommierten französischen Architekten Patrice Taravella anlegen. Er schuf unter anderem im Loire-Tal den „Prieuré Notre-Dame d‘Orsan“-Garten, der zu den schönsten Gärten Frankreichs zählt. In Südafrika diente dem Landschaftsarchitekten zur Inspiration ein 300 Jahre alter Gartenplan. Wie das historische Vorbild hat Babylonstoren eine streng geometrische Struktur: klare Achsen, gerade Wege, rechteckige Beete, umsäumt von Wasserläufen. Wer diese Destination besucht, der sollte unbedingt Gundula Deutschlander kennenlernen. Die Südafrikanerin mit deutschen Vorfahren ist Chefgärtnerin auf der Farm. Jeden Morgen führt sie interessierte Gäste durch den Garten Eden, bringt ihnen mit Charme und Leidenschaft ein wahres Naturparadies näher. Hier darf man selbst die leuchtend roten, saftigen Tomaten pflücken, Äpfel vom


Die schroffen Granitwände der Hottentots-Mountains bilden die majestätische Kulisse für das Fünf-Sterne-Resort. Auch schaffen sie ein Klima, welches den Wein überaus gut gedeihen lässt.

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Die authentische kapholländische Architektur ist das verbindende Element zwischen allen Cottages. Ein Stßck Europa in Afrika.

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Mit stilsicherer Hand hat die Gastgeberin Karen Roos den Räumen der Cottages ein unverwechselbares Gesicht verliehen. Modernes Interieur trifft hier auf ausgewählte Designerstücke.

Baum naschen und – bei kleinen Gästen besonders beliebt – die Eier aus dem Stall holen. Apropos Paradies – auf Babylonstoren wohnt man luxuriös, gemütlich, einzigartig. Selbstverständlich trägt die Einrichtung der einzelnen Häuser die Handschrift von Karen Roos, die schon mehrere Bücher zum Thema Innenarchitektur und Design veröffentlicht hat. Charakteristisch für den Stil der Cottages und Suiten sind dicke, weiß getünchte Wände, elegante Giebel und Kamine. Die Räumlichkeiten verfügen über ein oder zwei Schlafzimmer. Zeitgenössisches Interieur wurde geschmackvoll mit modernen Möbeln internationaler Designermarken wie Philippe Starck, Kartell, Magis oder Bouroullec Bros kombiniert. Ganz neu: Sechs Fynbos Cottages, die an Weinberge und Obstplantagen grenzen. Mit ihrer spektakulären Aussicht sind sie ideal für Naturliebhaber und Vogelbeobachter. Diese Cottages verfügen auch über eine Küche. Für Familien und befreundete Paare ist das exklusive Manor-Haus ideal. Hier stehen fünf Schlafräume und fünf Bäder zur Verfügung. Allen Unterkünften gemein ist die authentische kapholländische Architektur, TV, Telefon, CD-Player,

Eine klare Linienführung sowie ein helles Farbkonzept beim Interieur zeichnet die Zimmer und Suiten aus.

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iPod Docking Station, WIFI, Tee- und Kaffeekocher, Klimaanlage, Deckenventilator, Minibar und Safe. Das Restaurant „Babel“ in einem ehemaligen Kuhstall zählt zu den besten Genusstempeln in der gesamten Provinz Westkap. Auf den Tisch kommt ausschließlich, was im eigenen Garten wächst. Das Fleisch bezieht man aus der heimischen Region Prince Albert, die edlen Tropfen von den hauseigenen Weinbergen. Die Farm besitzt 72 Hektar Rebfläche, die an den Hängen des Simonsbergs 600 Meter über dem Meeresspiegel wachsen. Unter der Aufsicht von Kellermeister Charl Coetzee und Winzer Klass Stoffberg werden 13 unterschiedliche Rebsorten in der nach dem neuesten Stand der Technik ausgerüsteten Kellerei verarbeitet. Weinkeller-Touren starten im Tasting-Room, einem Stahl- und Glaskubus, der moderne und traditionelle kapholländische Architektur perfekt miteinander verbindet. Auf der Rückseite des Gartens, versteckt zwischen den Eichen, bietet das Restaurant Greenhouse im Gewächshaus den Gästen eine wunderbare Erfrischungsstation. Alle Speisen werden im Picknick-Stil in

Kaum zu glauben, dass das Fine Dining Restaurant „Babel“ einst den Kühen als Unterkunft diente. Heute speist man dort vorzüglich – vorzugsweise Erzeugnisse aus dem eigenen Garten.

Super Idee und tolle Atmosphäre: Im Restaurant „Greenhouse“, eingerichtet in einem Gewächshaus, werden alle Gerichte in rustikalen Holzkisten serviert. Herrlich ungezwungen und bodenständig.

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Natürlich hat Karen Roos in ihrem Resort auch für Kurzweil gesorgt. Mehrere kleine Shops laden zum Stöbern und Entdecken ein. Und im zauberhaften Hofladen kann man die lukullischen Schätze aus den Babylonstoren-Gärten als Erinnerung nach Hause mitnehmen.

Holzkisten serviert. Konfitüren, Marmeladen und Salate in WeckGläsern erinnern an Omas Küche. Das frische Brot aus dem Holzofen wird in das legendäre blau-weiße Babylonstoren-Papier eingewickelt. Darüber hinaus verfügt Babylonstoren über eine eigene Bäckerei, eine Imkerei und einen Farmladen. In mehreren Shops kann man kulinarische und landestypische Erinnerungen wie zum Beispiel das Kochbuch „Babel“ von Maranda Engelbrecht mit nach Hause nehmen (auch über Online-Shop erhältlich). Pool, Fitnessraum, wohltuende Massagen und Beauty-Treatments komplettieren das Angebot. Ein nahezu spiritueller Ort ist der Heilgarten. Wer einfach nur die Seele baumeln lassen möchte, der entspannt hier bei einer Teezeremonie. Babylonstoren – Entschleunigung von ihrer schönsten Seite! r Weitere Informationen und Buchungen: info@hideaways-hotels.com, www.hideaways-hotels.com, Tel.: 05 21 /9 11 11 - 50

Der Name Babylonstoren basiert auf einem Hügel, der sich am Weingut befindet und von den damaligen Besitzern nach den mystischen, hängenden Gärten von Babylon benannt wurde. 24 C o u n t r y S t y l e


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Seit jeher sind die Krölls Landwirte, die mit der Natur der Berge im Einklang leben, sie schätzen und erhalten wollen. Unten: Die robusten, bodenständigen Pinzgauer Rinder sind eine regionale Rasse der bäuerlichen Milch- und Fleischwirtschaft.

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Von Verwurzelung, Designaffinität und Glücksgefühlen Wie haucht man einem 670 Jahre alten Gutshof im 21. Jahrhundert neues Leben ein, ohne dessen und die eigene Identität zu verlieren? Martina und Josef Kröll aus dem österreichischen Hinterglemm haben einen Weg gefunden, ihr bäuerliches Familienerbe auch für kommende Generationen zu bewahren – und ihr großes Glück sogar mit anderen zu teilen. Te x t : G u n d u l a L u i g - R u n g e , F o t o s : W i e s e r g u t

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„Das Wiesergut ist für uns ein Ort, den wir aus tiefstem Herzen lieben und den wir bewahren wollen.“

Nicht nur Martina Krölls Hotelgäste werden mit großen Engagement umsorgt. Die charmante Gastgeberin hegt und pflegt mit ebensolcher Passion ihren wunderschön angelegten Gemüsegarten, dessen feine Bioprodukte frisch geerntet die superben Kreationen der Küche bereichern.

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Eingerahmt von den sanften Ausläufern der Pinzgauer Grasberge ebenso wie den imposanten Gipfeln der Kitzbüheler Alpen und der Hohen Tauern, wartet das Glemmtal, das nur von einer Seite zu erreichen ist, mit einer spannenden Naturerlebniswelt auf. Eine Welt, mit der Josef Kröll und seine Frau Martina von Kindesbeinen an vertraut und eng verwurzelt sind. Josef Kröll wuchs hier auf dem Wiesergut auf, das seit vielen Generationen im Besitz seiner Familie ist und erstmals im Jahr 1350 Erwähnung fand. Seit jeher sind die Krölls Landwirte, die mit der Natur der Berge im Einklang leben, sie schätzen und erhalten wollen. Was man heute mit nachhaltig umschreibt, war früher ein ganz gewöhnliches, an den Jahreszeiten und den natürlichen Ressourcen orientiertes Landleben. Schon damals weckten Berge und ein intaktes Dorfleben bei Städtern Sehnsüchte nach einer heilen Welt. Das erkannte Josef Krölls Urgroßmutter Gertraud bereits früh. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die Tourismus-Pionierin, den Gutshof in einen Bauernhof zum Urlaubmachen umzuwandeln. Seitdem ist das Wiesergut eine beliebte Urlaubsadresse, die sich im Wandel der Zeit stetig weiterentwickelt hat. Fit gemacht für das 21. Jahrhundert wurde der Gastbetrieb, der stets parallel zum bestehenden Bauernhof betrieben wurde, im Sommer 2011. Da war Baubeginn des neuen Wieserguts, das nach den Visionen der jungen Gastgeber sowohl die Werte und Traditionen ihrer dörflichen Heimat als auch die Designaffinität Josef Krölls widerspiegeln sollte. Keine leichte Aufgabe für die Archi-

Puristisch und dennoch voller Wärme wurde die Lobby des Wiesergutes gestaltet, die Gästen einen ersten Eindruck des wohldurchdachten Gesamtkonzeptes vermittelt.

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Highlight seit Juni 2018 ist der Infinity-Pool im Freien mit 32 Grad warmem Quellwasser. Für die besondere Portion Privatsphäre sorgt das Private Spa auf dem Dach des Wellnessbereichs mit Kamin und Badewannen unter freiem Himmel.

tekten von Gogl & Partner aus Innsbruck. Doch mit viel Feinsinn und Gespür für die Werte der Bauherren konnte der Spagat zwischen Naturverbundenheit und Designanspruch in einem einzigartigen Projekt umgesetzt werden. Entstanden ist ein exklusiver Ferien-Gutshof, das neue Wiesergut, mit 17 Suiten, Restaurant und Piazza sowie einem Eingangsbereich mit Remise, vier separaten GartenSuiten, drei exklusiven HideawaySuiten und dem Wiesergut SPA. Bei der Architektur wurde bewusst mit kontrastreichen, einfachen Materialien wie einheimischem Eichen- und Walnussholz, Naturstein, Granit, Glas und Sichtbeton sowie in Feuer geschmiedetem Eisen gearbeitet. Der zeitlose Stil stellt die Natur in den Mittelpunkt. Warme Farbtöne, edle Leinen- und Lodenstoffe sowie wettergegerbtes Leder dominieren das Innendesign. Für die Farbkonzeption wurden sehr erdverbundene Farben wie Grau, Beige, Braun und zahlreiche Nuancen in Kombination mit einer der Urfarben „l’eau du nil“ ausgewählt – ein wässriges Grünblau, das je nach Licht in verschiedenen Grün- und Blautönen schimmert. Eigens für das Wiesergut von regionalen Herstellern angefertigte Möbelstücke sowie Accessoires von namhaften Designern wie Finn Juhl/Moller, Isabell Hamm und Arne Jakobsen geben dem Refugium eine individuelle Note. „Das Wiesergut ist für uns ein Ort, den wir aus tiefstem Herzen lieben und den wir bewahren wollen. Wir haben lange überlegt, wie wir eine Brücke zwischen den Traditionen unseres Familienbetriebes und einer zeitgemäßen Inszenierung eines Hotels schlagen können, ohne uns zu verbiegen. Heute können wir ohne Zweifel sagen, dass wir noch immer ein echtes Glücksgefühl an diesem Ort empfinden, an dem wir unsere Gäste auf individuelle Art umsorgen dürfen. Ein Stein, ein Stück Holz mit vielen Gebrauchsspuren, ein altes tönernes Gefäß in einem schlichten Raum, in dem nichts vom Wesentlichen ablenkt, schafft eine Atmosphäre in der wir glücklich sind. Die Suiten, das Spa und die Küche im Wiesergut folgen ebenfalls diesem Prinzip“, erläutern Martina und Josef Kröll ihr idealistisches Konzept. Dem jungen Paar war die Verantwortung für ihren traditionsreichen Familienbetrieb von vornhe-

Die HideawaySuiten des Luxushotels sind eine Verschmelzung vom Innen und Außen. Die Sonne blinzelt durch die vier Meter hohen Glasfassaden und der offene Kamin wärmt nicht nur im Winter die Seele.

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rein bewusst und es brauchte viel mehr als nur ein paar hochtrabende Ideen, um einen für die Zukunft gerüsteten Betrieb daraus zu entwickeln. „Natürlich richtet sich unser Angebot an Gäste, die einen Landurlaub auf hohem Niveau lieben und schätzen – und ich bin ein leidenschaftlicher Gastgeber. Auf der einen Seite. Andererseits bin ich aber auch Landwirt – und das mit Leib und Seele. Der Umgang mit meinen Pinzgauer Rindern und Hühnern sowie die Verbundenheit zur Natur sind für mich der perfekte Ausgleich zur Arbeit als Hotelier“, gesteht Josef Kröll mit einem verschmitzten Lächeln. Gern ermöglicht er seinen Gästen (und nicht nur den kleinen) einen Einblick in den bäuerlichen Hofalltag. Bei einer Pinzgauer Jause mit frischer Milch, selbst gebackenem Wiesernbrot, Butter, Frischkäse-Aufstrichen und Speck in der Wiesergut Piazza schildert Sepp Kröll, wie sein typischer Tagesablauf als Landwirt und Hotelier aussieht. Anschließend geht es gemeinsam zu den Kühen, die er liebevoll „seine Girls“ nennt, wo Füttern, Melken und Stall ausmisten auf dem Programm stehen. Gäste sehen, woher die in der Küche verwendeten Lebensmittel aus der eigenen Landwirtschaft wie Milch, Eier, Butter, Frischkäse, Speck und Rindfleisch stammen, und betrachten danach das Genussmenü am Abend mit ganz anderen Augen. Wie bereits angedeutet, zeigt sich der naturverbundene Luxus des Wieserguts nicht zuletzt in einer bewussten Ernährung. Josef Kröll legt viel Wert auf Qualität und saisonale Zutaten aus dem heimischen Gemüse-, Obst- und Kräutergarten. Im Sommer bedient sich die Küche zum Teil aus den angrenzenden Gärten und Gäste schlemmen Wildkräutersalate, Kuchen mit Obst aus eigenem Anbau und hausgemachte Marmeladen. Alles, was der Garten nicht aufbringt, kommt von regionalen Gemüselieferanten. „Back to the roots“ ist die Philosophie in der Küche. So werden traditionelle, qualitativ hochwertige Zutaten neu interpretiert. Unkomplizierte Gerichte mit erntefrischen Naturprodukten und einer hausgemachten Wildkräuterküche sorgen immer wieder für ein geschmackliches Erlebnis.

Bei seinen „Girls“, wie Sepp Kröll seine Pinzgauer liebevoll nennt, kann der Landwirt und Hotelier mal so richtig entspannen. Das tut ihm gut!

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Schon früh am Morgen lockt der Geruch von frisch gebackenem Brot, Kaffee- und Teespezialitäten oder heißer Schokolade aus feinsten Kakaobohnen an die Wiesergut Piazza. Die Piazza ist auch ein Ort, der Gäste einlädt, einfach nur mit einem guten Buch zu verweilen, während sie nebenbei der Bäckerin, Sepps Mutter Lisi Kröll, zusehen, wie sie das duftende Brot aus dem Holzofen holt. Das Wiesernbrot wird noch immer auf seine ursprüngliche Weise hergestellt: mit natürlichem und durch Steinmühlen gemahlenem Mehl, reinem Salz und frischem Glemmtaler Quellwasser. Von Hand geknetet, geformt und direkt im Holzbackofen an der Piazza gebacken, werden dazu raffinierte Aufstriche oder hausgemachte Marmeladen gereicht. Der Brotzeit-Klassiker, das einfache Butterbrot, gehört ebenso zur Palette der Köstlichkeiten. Das Restaurant und die angrenzende gemütliche Stube vermitteln sofort Behaglichkeit. Die Küche, die sich an der Slow-Food-Philosophie orientiert, fördert das Menü-Sharing zwischen Klassikern der österreichischen Küche und Cross-over-Gerichten. So wird es ganz einfach möglich, an einem Tag ein zartes, knuspriges Schnitzel zu genießen, um am nächsten Tag ein Sieben-Gänge-Menü zu erkunden. Ein weiterer Höhepunkt: das Essen aus einem gemeinsamen Reindl – pure Geselligkeit. Ausgesuchte Weine aus Österreich und edle Brände oder auch nur ein erfrischendes, hauseigenes Quellwasser schaffen kleine, ungeahnte Glücksmomente. Den natürlichen Mittelpunkt im Wiesergut-Innenhof bildet ein Ring aus Feuer. Dieser Feuerring spendet Wärme im Winter, schafft romantische Sommerabende und ist der perfekte Grill für lauschige Barbecues. Auch im exklusiven Wiesergut SPA steht die Natur im Fokus. Im kosmetischen Bereich werden Produkte der österreichischen Naturkosmetik Susanne Kaufmann organic treats eingesetzt, deren wertvolle Ingredienzen aus natürlichen Essenzen, Ölen und Singlestoffen bestehen. Gäste erwartet außerdem ein rund um die Uhr geöffneter Edelstahl-Pool, zwei Massageräume, ein Kosmetikraum, ein Saunabereich mit Panorama-Ruheraum und einer Tee-Lounge mit offenem Feuer und Blick auf die Glemmtaler Bergwelt. Highlight seit Juni 2018 ist der Infinity-Pool im Freien mit 32 Grad warmem Quellwasser. Für die besondere Portion Privatsphäre sorgt das Private Spa auf dem Dach des Wellnessbereichs mit Kamin und Badewannen unter freiem Himmel. Für alle, die besonders gut in der Natur entspannen können und gerne dabei aktiv werden möchten, empfiehlt sich eine gemütliche Wanderung zur hauseigenen Wieseralm. Die Hütte ist fußläufig vom Hotel in zirka einer Stunde zu erreichen. Wanderer wie Hotelgäste genießen hier exklusive regionale Schmankerl. Das Glemmtal bietet zu jeder Jahreszeit Aktivitäten für Freizeitsportler und Sportbegeisterte. Im Winter locken 270 Kilometer bestens präparierte Pisten mit garantierter Schneesicherheit im Skicircus Saalbach-Hinterglemm – Leogang – Fieberbrunn. Und im Sommer ergänzen Bergtouren von den Pinzgauer

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Lisi Krölls Brote sind der absolute Renner bei den Gästen. Die Mutter des Hoteliers bäckt sie nach traditionellen Hausrezepten in einem holzbefeuerten Backofen. Knusprig und würzig sind die Brote ein Hochgenuss für jeden Gaumen.


Grasbergen bis zu den Kitzbüheler Alpen das Freilufterlebnis. 400 Kilometer Wanderwege ziehen sich, vorbei an Bergseen, schroffen Gipfelfelsen und wunderschönen Almlandschaften, durch das Tal. Darüber hinaus verrät das Ehepaar Kröll einige kulturelle wie sportliche Insidertipps der Region wie das Jazz-Festival in Saalfelden für Kulturliebhaber, den Gipfelrundweg am Zwölferkogel oder den Besuch der atemberaubenden Krimmler Wasserfälle für Aktivurlauber. Wer die Natur liebt, Ruhe und Erholung sucht und ein wenig Luxus nicht abgeneigt ist, wird die minimalistischen und zeitlosen Strukturen des Design-Hotels schätzen. Sie lassen den Alltag vergessen und helfen dabei, neue Energie zu tanken – oder ganz einfach das Leben zu genießen. r Weitere Informationen und Buchungen: info@hideaways-hotels.com, www.hideaways-hotels.com, Tel.: 05 21 /9 11 11 - 50

Eine Wanderung zur hauseigenen Wieseralm gehört zu den Highlights eines jeden Urlaubs im Glemmtal. Und weil Wandern Durst und Appetit macht, werden die Gäste nicht nur mit einem fantastischen Ausblick verwöhnt, sondern auch mit köstlichen regionalen Schmankerln.

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Boho-Chic an Portugals Algarve

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Urlaub in der eigenen Villa, mit Sonne satt, Strand und Meer – ein Traum, für den man nicht zwingend um die halbe Welt reisen muss. Ganz nah, nur knapp drei Flugstunden von Deutschland entfernt, an Portugals faszinierender Algarve, wird er war: In der Villa Hibiscus. Das private Beach House aus dem Portfolio der exklusiven VILA VITA Collection liegt direkt am Strand und ist damit eine absolute Rarität. Te x t : G u n d u l a L u i g - R u n g e , F o t o s : V I L A V I T A C o l l e c t i o n

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Die lichtdurchflutete, 600 Quadratmeter große Villa ist das ideale Refugium für an Luxus gewöhnte Familien, die z.B. mit Haushälterin oder Kindermädchen reisen.

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Mit 3000 Sonnenstunden pro Jahr und angenehmen Temperaturen selbst im Winter zählt Portugals Algarve zu den bevorzugten europäischen Reisezielen. Das Meer in all seinen Blautönen − fast immer ruhig und warm – und die Strände mit ihrem feinen weißen Sand sind das Markenzeichen der Region. Von den unendlich weiten Sandflächen, begrenzt durch goldene Felsküsten, bis zu den kleinen Buchten, die zwischen den Felsen eingebettet sind, ist die Auswahl an wunderschönen Landschaften für unvergessliche Ferien grenzenlos. Wer nicht in einer der großen Hotelanlagen einchecken möchte, sondern mit der Familie oder guten Freunden die Privatheit einer exklusiven Ferienvilla in Strandlage bevorzugt, braucht Geduld. Denn solche Objekte sind rar und werden in der Regel nicht vermietet. Umso erfreulicher ist es, dass die VILA VITA Collection mit dem Villa Hibiscus Beach House so ein Sahnestückchen am idyllischen Strand von Galé im Portfolio hat. In der ungezwungenen Atmosphäre der „eigenen vier Wände“ lassen sich entspannte Urlaubstage mit den liebsten Menschen verbringen. Die Villa Hibiscus, die auch Mitglied der angesehenen HIDEAWAYS Hotels Collection ist, ist zudem ein stylish-cooler Rückzugsort, dessen angesagter BohoChic bei trendbewussten Paaren und Gruppen gleichgesinnter Freunde bestens ankommt. Das weiß getünchte Strandhaus für bis zu acht Gäste plus Personal liegt oberhalb des feinen Sandstrandes auf der Düne und bietet einen fantastischen Panoramablick über diesen Küstenabschnitt, dessen Strand zu den längsten der Region gehört und an das Naturschutzgebiet Salgados angrenzt. Die Lagune von Salgados ist übrigens eine der wichtigsten Küstenfrischwasserfeuchtgebiete an der Algarve, die das ganze Jahr über Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung, zum Wandern und Radfah-


Der angesagte Boho-Style zieht sich in seinem lässigen Chic durch sämtliche Räume des Hauses. Auch im großen Esszimmer ist er präsent.

Ganz en vogue sind der weiße „Pfauenthron“ und InterieurElemente im indischen Stil.

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Das Villa Hibiscus Beach House ist ein Sahnestückchen am idyllischen Strand von Galé.

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ren bietet. Obwohl alle Strände in Portugal der Öffentlichkeit zugänglich sein müssen, genießen die Gäste der Villa Hibiscus aufgrund der exponierten Lage weitestgehend ihre Privatsphäre. Die lichtdurchflutete 600 Quadratmeter große Villa verfügt über vier großzügige Schlafzimmer, die im lässig-frischen Beach-Look eingerichtet sind und jeweils ein En-suite-Badezimmer besitzen. Für eine Haushälterin oder ein Kindermädchen steht ein weiteres, etwas kleineres Zimmer zur Verfügung. Der lange Tisch im sehr geräumigen Wohn-Esszimmer lädt zu fröhlich-geselligen Tafelrunden ein. Und alle, die gerne kochen, werden sich über die mit modernsten Geräten voll ausgestattete Küche freuen. Vor dem Wohnbereich lockt eine überdachte, Schatten spendende Terrasse ins Freie. Von dort aus schweift der Blick über den azurblauen Pool hinüber auf den Ozean – eine atemberaubende Kulisse. Und der perfekte Ort, um bei einem „Sundowner“ oder einem Glas Champagner die magischen Sonnenuntergänge an der Küste zu genießen. Darüber hinaus bietet der gepflegte Garten Sonnenanbetern herrlich viel Raum zum Bräunen und Chillen. Bequeme Sonnenliegen rund um den Pool und eine Hängematte zum launigen Relaxen sorgen für Urlaubsfeeling par excellence. Das exklusive Villen-Refugium wurde vom Inhaber höchstpersönlich mit dem Ziel entworfen, Strandliebhabern ein stilvolles, jedoch auch fröhlich-unkompliziertes Zuhause auf Zeit zu schaffen, in dem Abschalten und Entspannung im Mittelpunkt stehen. Die Liebe zum Detail wird bei jedem Möbelstück, jedem Accessoire sofort sichtbar. Denn die Eigentümer haben von ihren Reisen um die Welt so manches schöne und ausgefallene Stück mitgebracht, welches nun im Beach House zum gelungenen Wohlfühlambiente beiträgt. Die Affinität zu Indien, Asien und Afrika spiegelt sich in ausdrucksvollen Unikaten wie Elefanten, Buddhas, farbenfrohen Bettüberzügen und originellen Batikkissen wider. Alles wurde in lokalen Betrieben aufwendig in Handarbeit hergestellt.

Wer die Wahl hat, hat die Qual – Schwimmen im Pool oder im Meer, das nur einen Katzensprung entfernt ist.

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Die Affinität zu Indien, Asien und Afrika spiegelt sich in ausdrucksvollen Unikaten wie Elefanten, Buddhas, farbenfrohen Bettüberzügen und originellen Batikkissen wider.

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Zusätzlich zur absolut privilegierten, direkten Strandlage punktet die Villa Hibiscus mit weiteren Highlights. Denn Gäste können auf Wunsch über den VILA VITA Collection Concierge-Service in den Genuss eines privaten Kochs, Butlers oder DJs kommen. Auch die luxuriöse VILA VITA Yacht kann gemietet werden. Da das berühmte Fünf-Sterne-Hotel VILA VITA PARC nur wenige Kilometer von der Strandvilla entfernt liegt, können die vielseitigen Einrichtungen des Hotels mit genutzt werden. Zum Beispiel das nagelneue Sisley Spa in der über 17000 Quadratmeter messenden Wellnesswelt oder die zehn Restaurants, darunter das mit zwei Michelin Sternen ausgezeichnete Restaurant „Ocean“. Darüber hinaus gibt es im Umfeld der Villa Hibiscus reichlich Möglichkeiten für eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung. Die ca. 200 Kilometer lange Küste bietet ausgezeichnete Bedingungen für jegliche Art von Wassersport, darunter Segeln, Surfen, Windsurfen und Tauchen. In den modernen Yachthäfen entlang der Küste finden Yachties beste Infrastruktur vor, und Golfenthusiasten stehen an die 40 Golfplätze mit ausgezeichneten Bedingungen zur Verfügung. Die nahen Städte Albufeira und Guia stehen für Kunst, Kultur und Shopping. Auch kulinarisch findet dort jeder Gaumen das passende Gericht. Ein Muss: das weltbekannte Hühnchen „Piri Piri“ aus Guia. Und alle Nachtschwärmer kommen ebenfalls auf ihre Kosten, denn die Algarve ist voll von lebhaften Clubs und angesagten Sommer-Hotspots. r Weitere Informationen und Buchungen: info@hideaways-hotels.com, www.hideaways-hotels.com, Tel. 05 21 / 9 11 11 - 50


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Ausgesuchte Charakterstücke für das Schlafglück

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Gut ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf – eine wichtige Erholungsphase für Körper und Geist. Erst die Wahl eines hochwertigen Bettes führt zu einem optimalen Schlaferlebnis. Nicht an Qualität verlieren die individuell gefertigten Metallbetten aus der Collection Rita Sibbe. Sie sind wahre Hingucker für jeden Einrichtungsstil. Te xt: Ber nd Teichgräber, Fotos: Ydo Sol

Schöne Betten mit hohem Schlafkomfort gibt es heute in zahlreichen Materialien und Ausführungen. Die Kreationen aus der Collection Rita Sibbe sind nicht nur eine Wohltat für den Körper, sondern auch ein Genuss für das Auge. Mit stilsicherem Gespür für individuelle Charakterstücke aus Metall entstehen bei Rita Sibbe in ihrer Werkstatt in Herne kleine und große Träume für das Schlafglück. Von geometrischer Schnörkellosigkeit über florale Romantik bis hin zu mondänem Pomp – die stilistische Bandbreite der Betten aus der Collection Rita Sibbe ist enorm. Ganz gleich, ob man den Jugendstil liebt oder dem Art déco verfallen ist, hier findet man vom Metallbett bis zum Design-Nachttisch garantiert das passende Stück. Dabei zeichnet sich die umfangreiche Modellpalette klassischer Metallbetten durch allerbeste Qualität aus. Jedes Bettgestell wird nach Auftragserteilung individuell gefertigt. Die sehr stabilen Messingbetten erhalten eine umweltverträgliche, lösungsmittelfreie Einbrennlackierung in jeder gewünschten Farbe nach RAL, aber auch Veränderungen bezüglich der Kopf- bzw. Fußteilhöhe, Einsitzhöhe und Bettlänge sind kein Problem. Die Wahl des richtigen Materials, kundige Hände, Schönheitssinn und Leidenschaft – es ist gewiss etwas von allem, was den Erfolg der Collection Rita Sibbe ausmacht. r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

Rita Sibbe und ihr Team fertigen in der eigenen Werkstatt wahre Schmuckstücke (oben). Die Collection Rita Sibbe entstand aus der Idee, mit Hilfe klassischer Materialien stilvolles und hochwertiges Mobiliar anzufertigen. Mit dem Konzept hat die Collection Rita Sibbe großen Erfolg. Daher wurde die Kollektion um ein attraktives Dekorationsmittel erweitert: Seit 2009 bietet das Unternehmen eine breite Palette von Naturstein-, Mosaik- und Design-Fliesen im Onlineshop www.stein-mosaik.de an.

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Scandi, Seaside oder Glam Inspirationen fĂźr die Sommerdeko

Dekoration ist die Haute Couture jeder Einrichtung. Und genau wie in der Mode gibt es in jeder Saison neue Trends. Hat man erst einmal seinen Einrichtungsstil gefunden, lässt er sich mit wechselnden Trend-Dekorationen immer wieder neu inszenieren. Te xt: Gundula Luig-Runge, Fotos: Klaus Lorke


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Ein Stil, der nie aus der Mode kommt und so vielfältig ist wie die Kontinente und Länder, an die die Wellen der Ozeane branden: der Seaside-Stil. Ob Atlantik, Mittelmeer oder Pazifik – die Stilwelle rollt und bringt natürliche Materialien wie patiniertes oder gebleichtes Holz, wunderschönes Leinen und sanfte natürliche Farben mit sich. Auch Korb und Weide in Form von Lampen, Tischsets und Sesseln unterstreichen nach wie vor dieses ebenso klassische wie kreative Thema. Organische Formen wie originalgetreu nachempfundene Korallen oder Schälchen in Muschelform geben dem Interieur den letzten Schliff. Ein weiterer Favorit: der Scandi-Style. Nordisch klar, mit modernem Design-Twist begeistert er mehr denn je. Natürliche Farben in gedecktem Pastell zeichnen ihn ebenso aus wie seine wenig verspielte, zurückhaltende Formensprache. Ganz das Gegenteil zum eher sanften Stil ist der laute, auffällige Glam-Style. Warme Goldtöne in Verbindung mit Grün und Türkis, Weiß oder Schwarz setzen das Zuhause sehr persönlich und stimmungsvoll in Szene. Ein Farb-Code, der sich nicht nur auf dekorative Objekte beschränkt, sondern auch in großflächigen Mustern auf Tapeten widerspiegelt. r

Für eine romantische Stimmung sorgt das gebrochene Licht der hübschen Tischlampe aus Weide. Auch die zauberhaften Glas-Teelichthalter setzen atmosphärische Akzente (oben links). Naturkork verschließt die Gläser, in denen sich die unterschiedlichsten Dinge aufbewahren lassen. Sehr dekorativ und vielseitig nutzbar sind auch die kleinen, silbernen Muschelschälchen (Mitte). Die naturgetreu nachempfundenen Korallen dürfen beim Seaside-Style nicht fehlen, ebenso die mit zartem Geflecht umwickelten Glaswindlichter. Dazu kombiniert man Kissen mit Leinenbezügen in Natur- oder Pastelltönen (links).

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Ton in Ton und ganz natürlich – so lieben wir den klassischen Seaside-Style. Viel Weiß trifft auf ausgeblichene Holztöne und wenige Akzentfarben. Das tut der Seele gut.

Bilder mit Motiven von kleinen Häfen und vom Meer stehen ebenso für den nordischen Stil wie charmante Fisch-Skulpturen aus Korbgeflecht oder puristische Windlichter aus Glas.

Bei der Vielzahl von Styles und Trends sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt. C o u n t r y S t y l e 47


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Warum nicht einmal Gold und Silber kombinieren? In Verbindung mit verschiedenen Oberflächen und Texturen, Style-Hits wie den Ananasbehältern und der markanten Tischlampe sowie der plakativen Vinyltapete ist das „Glam at its best“! Das belgische Label Dôme Deco präsentiert eine weltoffene Kollektion an Möbeln und Lampen. Das champagnerfarbene, verspiegelte Glas der Objektlampe passt perfekt zum eleganten Retro-Chic (rechts). Eingebettet in schweres massives Klarglas, zieht die dekorative Quallen-Applikation alle Blicke auf sich. Auch als Briefbeschwerer auf dem Schreibtisch macht sie sich gut (unten).

Weiß, Türkis und Gold geben auf der schwarzen Tischplatte den Ton an. Ein ebenso elegantes wie frisches Styling, das einem legeren Sommerabend mit Freunden ebenso gerecht wird wie einem festlich inspirierten Dinner for two. www.lohmeier-interiors.de

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Die Bretz-Familie: sympathisch, verrückt, selbstbewusst und mit einer klaren Vision!

Der Ohlindastuhl: bequemer Stuhlsessel mit abziehbaren Rücken- und Armlehnen.

True Characters Made in Germany

Der Markenclaim der rheinhessischen Polstermöbelmanufaktur Bretz ist Programm. Seit über 120 Jahren erfreut die Marke ihre Fans mit innovativen, mutigen Möbelcharakteren „Made in Germany“. Fotos: Bretz

Bretz ist bekannt für ausladende, farbenfrohe und unkonventionelle Polstermöbel mit hohem Wieder­erkennungswert. Prächtig schimmernde Velours sowie die fantasievolle Formen­sprache sind die Markenzeichen des Unternehmens. Die Mission von Bretz ist es, „den Raum mit zügelloser Kreativität zu bereichern. Die liebevollen und ausdrucksstarken (Sofa-)Charaktere sind kleine Oasen der Inspiration und Eigenwilligkeit“. Kurzum, bei Bretz wird aus dem reinen Produkt ein Objekt mit Seele, das Kunden zum Lächeln bringt und glücklich macht. Dabei wird Handarbeit, Qualität und grenzenloser Sitzkomfort großgeschrieben. Diese Philosophie scheint den Nerv der Zeit zu treffen: In regelmäßigen Abständen gewinnt das Unternehmen renommierte Designpreise und Auszeichnungen, darunter auch den „German Brand Award“. Doch bis dahin war es ein langer Weg ...

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In reiner Handarbeit entsteht ein Traumsofa, wie beispielsweise das Modell Cloud 7.


Aufwendige Musterstoffe und glänzende Velours − auf dem Modulsystem Napali in erfrischenden Grün- und Blautönen.

Die Geschichte der Firma Bretz erzählt von Mut, Unternehmergeist, Familiensinn und einer gehörigen Prise Eigenwilligkeit. 1985 wurde die Firma Bretz von Johann Bretz als Drahtmatratzenfabrik im rheinhes­sischen Gensingen gegründet. Seitdem musste die Firma zwei herbe Schicksalsschläge meistern: Im Zweiten Weltkrieg wurde sie vollständig zerstört und anschließend von Grund auf mit Unterstützung der gesamten Familie wieder neu aufgebaut. In den 80er-Jahren schlug die Wirtschaftskrise zu und Bretz als der größte Arbeit­geber der Region mit 1800 Beschäftigten ging in Konkurs. Doch Mut und Unternehmergeist ist wohl Teil des Erbgutes und so führte KarlFritz Bretz in dritter Genera­tion das Unternehmen aus der Krise, hinein in eine neue Zukunft. Seine Söhne Hartmut und Norbert Bretz verpassten dem Unternehmen schließlich sein unverwechselbares Gesicht, welches Bretz über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat: eigenwillige Polstermöbel, weit ab von Konformismus und Uniformität. Die Verbreitung großer Sitztiefen zum Fläzen und

Entspannen sowie unendliche Flexibilität mittels modularer „Polsterbaukästen“ sind ihre Spezialität. Leder wird im Hause Bretz seit 2018 aus ethischen Gründen nicht mehr angeboten, dafür eine Vielzahl italienischer Stoffe, welche alljährlich in enger Zusammen­arbeit zwischen Bretz und den Stofflieferanten entstehen. Stillstand gibt es bei Bretz nicht. Seit 2008 steht die nächste Generation in den Startlöchern: Carolin Kutzera – Hartmut Bretz’ Tochter, die nach ihrem Mode- und Textildesignstudium in Mailand und Paris sowie einer Assistenz bei dem Londoner Designer Roland Mouret ebenfalls ins Familienunternehmen eingestiegen ist. Seitdem hat sie neben dem Beruf ihren MBA (Master of Business Administration) gemacht und leitet den Kreativbereich mit großem Erfolg. In Zukunft wird sie als fünfte Generation das Unternehmen weiterführen. „Unsere Möbel sind offenherzig, unangepasst und selbstsicher. Wir sind traditionsreich, aber nicht traditionell. Wir sind einzigartig.“ r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

Sofasystem La Collina vereint den Charme der goldenen Zwanziger mit modernem Sitzgefühl.

Ohlindasofa und Cocoa Island Chair: eine wilde Blumenwiese für die eigenen vier Wände.

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country Wohnen

Das faszinierende Spiel

mit Licht und Reflexion Mit seiner Glaskunst und -gestaltung ist das Wiener Familienunternehmen J. & L. Lobmeyr zu Weltruhm gelangt. In der bald zwei Jahrhunderte währenden Erfolgsgeschichte setzt der Hersteller von feinsten Glaswaren und beeindruckenden Lüstern damals wie heute neue Maßstäbe in der Verbindung von traditioneller Handwerkskunst und zeitgenössischem Design. Das Alte inspiriert das Heutige, gewachsenes Know-how ermöglicht Innovation. Te xt: Gundula Luig-Runge, Fotos: Ydo Sol

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Ganz gleich, wo er strahlt, der KristallLüster vermittelt dezente Festlichkeit und den Sinn fürs Feine – wie die von Hans Harald Rath 1966 entworfene Erfolgsserie „Metropolitan“, die er für die gleichnamige New Yorker Oper designte (oben). Links: In den traditionsreichen Werkstattgebäuden fertigen Gürtler, Schlosser, Glasschleifer und Glasgraveure auch heute noch alles von Hand. Lobmeyr bildet in diesen alten Berufen auch aus.

Als einstiger k. u. k. Hoflieferant des habsburgischen Kaiserhauses, Mitgründer des heutigen Museums für angewandte Kunst Wien sowie des Österreichischen Werkbunds und Revolutionierer des Kristall-Lüsters (ein Beispiel ist der Mittellüster der Wiener Staatsoper) blickt der Wiener Glashersteller J. & L. Lobmeyr auf eine bald 200-jährige Firmengeschichte zurück. 1823 von Josef Lobmeyr sen. gegründet, wird der Familienbetrieb heute in sechster Generation von den Cousins Andreas, Leonid und Johannes Rath geführt. Seit ihrem Firmeneinstieg im Millenniumsjahr 2 000 erweitert das erfolgreiche Trio den internationalen Vertrieb und setzt auf intensive Zusammenarbeit mit Designern der neuen Generation. Seit Anbeginn arbeitet Lobmeyr an der zeitgenössischen Interpretation von Glas und hat gleichzeitig nie aufgehört, seine Tradition zu pflegen. Das einzigartige Firmenarchiv dokumentiert fast zwei Jahrhunderte Glasgeschichte und ist nicht nur Vorlagenschatz, sondern auch immer wieder neue Quelle der Inspiration.

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country Wohnen

Jeder Lüster ist reine Handarbeit und wird von einem Handwerker von Anfang bis zum Ende ausgeführt. Die Drähte sind zum Verketteln der handgeschliffenen Glasteile – welches die beständigste Methode dafür ist.

Das gelebte Interesse am Glas und der stetige Dialog mit den Lobmeyr-Handwerkern, -Gestaltern und -Kunden haben immer wieder zu richtungsweisenden Innovationen geführt. So entwickelte Lobmeyr 1883 unter Mitarbeit von Thomas Alva Edison die ersten elektrischen Kristall-Lüster – weltweit eine Sensation – für die Wiener Hofburg, und in den 1950er Jahren entwarf Hans Harald Rath die ersten Strasslüster. Die Technik, Quarzsand zu schmelzen und daraus beständige Kulturgegenstände zu formen, reicht ins vierte Jahrtausend v. Chr. zurück und war ein langsames Herantasten an das, was wir uns heute wie selbstverständlich unter Glas vorstellen. Glas hat immer schon fasziniert. Mit seiner Transparenz, dem einzigartigen Glanz und seinem Spiel mit Licht und Reflexion besitzt es Eigenschaften wie sonst nur Diamant und Bergkristall. Über sechs Generationen erforscht Lobmeyr nun schon die Eigenheiten dieses faszinierenden Materials und erkundet darüber hinaus seine Bearbeitungsund Gestaltungsmöglichkeiten. Dabei haben wir gelernt, wie man den Zauber des Materials nachhaltig spürbar macht. „Wir setzen auf die virtuose handwerkliche Bearbeitung des anspruchsvollen Werkstoffs, auf das liebevoll gefertigte Detail und auf den feinen Glanz statt ‚lautem‘ Glitzern“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Andreas Rath. Ganz gleich, ob hauchdünn geblasenes Musselinglas oder geschliffenes Kristallglas – Lobmeyr bricht die Selbstverständlichkeit des allgegenwärtigen Werkstoffs auf und trägt dessen Eleganz und Feinheit zurück in den Alltag.

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Kristall-Lüster von Lobmeyr umfassen die historisierenden Stile des 19. Jahrhunderts genauso wie die schon für elektrisches Licht entworfenen Lüster der Wiener Werkstätte bis hin zum Art déco. Hier ein von Ludwig Lobmeyr um 1890 im Barockstil entworfenes Modell.

Der in Wiens vornehmer Einkaufsmeile Kärntner Str. 26 gelegene LobmeyrStore beherbergt auf der obersten Etage ein kleines, sehenswertes Glas- und Lüstermuseum. Dort können Stücke aus fast zwei Jahrhunderten Firmengeschichte bewundert werden.

Der Kristall-Lüster, eine Erfindung des Barock, hat über 300 Jahre Stilgeschichte hinter sich und wirkt auch heute noch authentisch. Ganz gleich, wo er strahlt, vermittelt er dezente Festlichkeit und den Sinn fürs Feine. Der Kristallbehang im Lüster hatte früher die Funktion, die Lichtquelle – damals eine Kerze – zu verstärken und so die künstliche Beleuchtung größerer Räume überhaupt zu ermöglichen. Im sogenannten „Feuer“ eines Lüsters, dem lebendigen Zusammenwirken von Lichtquelle und facettiertem Glasbehang, liegt aber bis heute der besondere Reiz dieses Beleuchtungsmöbels. Kristall-Lüster von Lobmeyr umfassen die historisierenden Stile des 19. Jahrhunderts genauso wie die schon für elektrisches Licht entworfenen Lüster der Wiener Werkstätte bis hin zum Art déco. In den 1950er-Jahren folgten „Wiener Lüster“ und „CaféhausLüster“, wie sie Oswald Haerdtl und Karl Witzmann entwarfen. In den 1960er-Jahren dominierten dagegen asymmetrische Formen und eine Bewegung hin zur frei gestalteten Lichtskulptur. In diesem Sinn schuf Lobmeyr den „Starburst“-Lüster für die Metropolitan Opera in New York. Der wegweisende Entwurf von Hans Harald Rath bestand in einer asymmetrischen Lichtskulptur. Die gelieferten 31 Lüster und 332 Wandleuchter wurden zum Symbol der Met und sind heute nicht nur Klassiker aus dem Hause Lobmeyr,

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Bis zum Verkauf durchläuft ein Lobmeyr-Glas mindestens 24 Hände und vier Qualitätskontrollen, die letzte immer durch ein Familienmitglied. sondern nach wie vor Bestseller. Seit 1850 gestaltet der Wiener Glashersteller die Geschichte des Kristall-Lüsters mit und ist bis heute eine der weltweit ersten Adressen für hochwertige historische und moderne Lüster. Hergestellt werden diese nach überlieferter Handwerkstradition aufwendig in Handarbeit. Im umfangreichen Archiv der Lüsterwerkstatt in der Salesianergasse in Wien lagern an die 10000 Gussmodelle für jede nur denkbare Stilrichtung. Eine schier unerschöpfliche Inspirationsquelle, auch für Neuschöpfungen. Der „Körper“ des Lüsters und seine tragende Komponente ist das Gestell. Mittelkolonne, Lüsterarme und weitere Teile werden dort in der Gürtlerei hergestellt und viele Elemente immer noch frei von Hand gebogen. Alte Techniken wie das Hämmern des „Nockerlprofils“ für BarockLüster und das „Randrieren“ feiner Ornamente kommen bis heute zum Einsatz. Bedeutend ist auch die Oberflächenbearbeitung des Metalls – für das Aussehen sowie für die Beständigkeit der Lüster. Sobald das Gerüst komplett ist, geht es ans „Kleid“ des Lüsters, den Kristallbehang. „Unsere Werkstatt verfügt über Behangformen für nahezu alle Lüsterstile, selbst Spezialanfertigungen sind keine Seltenheit. Auch hier bevorzugen wir aufgrund ihres feineren Glanzes handgeschliffene Glasteile. Sie werden noch von Hand ‚verket-

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telt‘, was die beständigste Methode ist und darüber hinaus auch am schönsten aussieht“, erläutert Andreas Rath. Neben Einzellüstern für private Kundschaft realisiert Lobmeyr auch komplette Beleuchtungskonzepte für Bau-, Umbau- und Sanierungsprojekte. Ein weiteres Standbein des Familienunternehmens sind Gläser, Schüsseln und Trinkservice aus feinstem Musselinglas. Selbst ein ausgezeichneter Glasbläser benötigt für dessen Herstellung langjährige Erfahrung. Verblüffend ist die Präzision, mit der gleichartige Serien von Hand geformt werden – und trotzdem liegt die Kostbarkeit des handgefertigten Glases in den minimalen Unregelmäßigkeiten. Musselinglas scheint zerbrechlich, besitzt aber dank seiner inneren Elastizität und formalen Konstruktion große Widerstandsfähigkeit. Jedes Lobmeyr-Glas wird zunächst in nasse Holzformen eingeblasen, der dabei entweichende Dampf bildet einen Puffer zwischen Holzform und Glas und ist auch für den unvergleichlichen Glanz des fertigen Stücks verantwortlich. Stiel und Boden werden vom Meister freihändig angesetzt. Nach vorsichtiger Abkühlung wird die Glasblase in Höhe des Mundrands abgeschnitten, der Rand geschliffen und poliert. Bis zum Verkauf durchläuft ein Lobmeyr-Glas mindestens 24 Hände und vier Qualitätskontrollen, die letzte immer durch ein Familienmitglied. Nicht nur Adelsund Königshäuser schwören auf die außerordentliche Qualität und das stets seiner Zeit vorausgehende und am Ende doch immer zeitlose Design. r

Hinter der prächtigen Fassade des Lobmeyr-Stores in der Wiener City erwartet Käufer aus aller Welt in erster Linie die feine Glaskunst des Familienunternehmens, die jeder Tafel zusätzlichen Glanz verleiht.

Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

Seit 1970 befinden sich der LobmeyrFirmensitz, die Werkstatt sowie eine große Lüsterausstellung in den Räumen der ehemaligen LüsterreplikenManufaktur Zahn in der Wiener Innenstadt.

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country Manufaktur

Alles Gold, was glänzt! Der Wunsch, Dinge gülden schimmern zu lassen, ist schon fast so alt wie die Faszination für Gold selbst. Bereits in der Antike wurden Statuen und Innenräume vergoldet und seitdem gab es keine Kunstepoche, die auf die repräsentative Wirkung vergoldeter Oberflächen verzichtet hat. Wenn sich auch der Kunstgeschmack immer wieder gewandelt hat, eines blieb seit der Antike fast unverändert: Das Handwerk des Vergoldens. Das zeigt ein Besuch bei der Vergoldermeisterin Anna-Kathrin Hübner in Hamburg. Te x t : S a b i n e H e r d e r , F o t o s : K l a u s L o r k e

„Was ich in die Finger bekomme, muss ich einfach veredeln“, verrät uns Anna-Kathrin Hübner schon während der Begrüßung. Und wirklich: In der „Vergolderei“ in Hamburg glänzt es in allen Ecken. „Was hier glänzt, ist wirklich alles Gold“, gesteht uns die Vergoldermeisterin schmunzelnd. „Sogar mein Tacker.“ Doch nicht nur der! In den offenen Regalen und an den Wänden buhlen vergoldete Gänseeier, putzige Hasen, barocke Prunkuhren, verspielte Holzrosetten, kleine Möbel, aber vor allem Rahmen in allen Größen und Stilrichtungen um die Gunst des Betrachters. „Ich bin ein richtiger Rahmenjunkie“, erzählt die Hamburgerin. Immer auf der Suche nach ausgefallenen Stücken und Raritäten, besucht sie regelmäßig Auktionen, Flohmärkte, durchforstet das Internet und pflegt die Kontakte zu Händlern auf der ganzen Welt. Ihr Fundus ist wirklich beeindruckend und reicht von barocken Prunk- bis zu individuell gefertigten Schattenfugenrahmen. Jeder Rahmen ist ein Original und Einzelstück, das von Anna-Kathrin Hübner bei Bedarf fachmännisch restauriert wird. Trotz ihrer Rahmenpassion ist und bleibt das Vergolden jedoch ihre wahre Berufung. Egal, ob es sich bei den Vergoldungsobjekten um Rahmen, Möbel, Gänseeier, Kinderschuhe, Golfbälle oder Chirurgenbesteck handelt, die durch die Vergoldung eine besondere Symbolwirkung erhalten. Dass die seit Jahrtausenden eigentlich unveränderte Handwerkskunst des Vergoldens nicht nur großes handwerkliches Geschick, sondern extrem viel Erfahrung und ein Höchstmaß an Konzentration erfordert, davon können wir uns überzeugen, als die Kunsthandwerkerin uns an ihre Werkbank bittet. Dort hat sie einen Kundenauftrag aus Australien in Arbeit. Die aufwendigen Vorbereitungen sind bereits abgeschlossen. Bevor Anna-Kathrin Hübner sich an das eigentliche Vergolden macht, erklärt sie uns kurz ihre Handwerkzeuge, an denen sich quasi seit Jahrtausenden kaum etwas verändert hat und die oft von Vergoldergeneration zu Vergoldergeneration weitergegeben werden. So stammen auch das Vergolderkissen und die verschiedenen Achatsteine, mit denen die Goldauflage später poliert wird, von dem Lehrmeister der quirligen Kunsthandwerkerin. Als diese für die Kamera zum Vergoldermesser greift, um die hauchdünnen Goldblättchen in passgenaue Stücke zu

Seit genau zehn Jahren wirkt Vergoldermeisterin Anna-Kathrin Hübner in ihrer Werkstatt am Eppendorfer Weg in Hamburg.

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„Vergolden kann man eigentlich so gut wie alles – von Omas Teekanne bis zum Hammer, vom Stuhl bis zum Kunstobjekt.“

schneiden, wird sie ganz still. Selbst ihr Atem geht ganz flach, als sie hochkonzentriert mit dem sogenannten Anschießer, ein breiter Pinsel aus Eichhörnchenhaaren, die Goldblättchen auf den vorher benetzten Rahmen „anschießt“. „Das Gold muss aufgetragen werden, solange die sogenannte Netze, eine Mischung aus Äthylalkohol und Wasser, noch feucht ist“, weiht uns Anna-Kathrin Hübner in die Geheimnisse ihrer Handwerkskunst ein. „Auch der optimale Zeitpunkt für die Politur ist reine Erfahrungssache. Die Achatsteine dürfen erst zum Einsatz kommen, wenn die Netze restlos verdunstet ist, und das erkennen erfahrene Vergolder einfach am Klang.“ r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

Das Handwerkzeug der Vergolder hat sich seit Jahrhunderten nicht verändert und wird oft von Generation zu Generation weitergegeben. Vor dem eigentlichen Vergolden ist jede Menge Vorarbeit nötig. Einer der wichtigsten Arbeitsschritte ist das Auftragen des eigentlichen Goldträgers, des sogenannten Poliments. Vor dem Auftragen werden die hauchdünnen Goldblättchen auf dem Vergolderkissen in die passende Größe geschnitten. Mit Hilfe des Anschießers werden die Goldblättchen so auf die vorher mit „Netze“ befeuchtete Oberfläche aufgetragen, dass die Anschlussstellen ca. einen Millimeter überlappen. Bereits seit dem 18. Jahrhundert werden die vergoldeten Flächen mit Achatsteinen poliert.

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country Manufaktur

Ausschließlich natürliche Zutaten, darunter hochwertige pflanzliche Öle, werden für die Herstellung der Seifen verwendet. Produziert werden Seifenblöcke, die nach einigen Tagen der Reifung in handliche Stücke geschnitten und in liebevoller Handarbeit einzeln verpackt werden.

Das dufte Erbe des letzten Wiener Seifensieders Nach dem unerwarteten Ableben von Wiens letztem Seifensieder Friedrich Weiss im Jahr 2006 drohten die einzigartigen Rezepturen verloren zu gehen. Dank der Vorarlbergerin Sonja Baldauf, die, wie viele andere Kunden auch, von der erstklassigen Qualität der handgefertigten Seifen begeistert war, wird das Weiss’sche Lebenswerk heute von ihr unter dem Label „Wiener Seife“ fortgeführt und weiterentwickelt. Eine moderne Erfolgsgeschichte. Te x t : G u n d u l a L u i g - R u n g e , F o t o s : Y d o S o l

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Ein ebenso betörender wie inspirierender und reiner Duft erfüllt das Ladengeschäft der Wiener Seifenmanufaktur in Wiens 3. Bezirk. Weiße Wände, davor puristische Showregale, in denen die wohlduftenden Hauptdarsteller in ihrer Vielfalt bestens zur Geltung kommen, darunter ein Holzboden in einem warmen Honigton. Dazu setzen die schwarzen Sprossenfenster und die über vier Meter hohen Wände den derzeit angesagten Industrial-Style gekonnt in Szene. Was könnte besser passen zu einer Manufaktur, in der wirklich alles noch Handarbeit ist – vom Seifensiedeprozess über die Portionierung bis hin zur liebevollen Verpackung?! Welch ein Glück, denn beinahe hätte es die Wiener Traditionsseifen nicht mehr gegeben. „Ich war jahrelang zufriedene Kundin von Friedrich Weiss und seiner Stadtlauer Seifensiederei. Als ich hörte, dass es mit dem Tod des Unternehmers keine Nachfolgeregelung gab und nicht nur seine wundervollen Seifen, sondern auch die einzigartigen Rezepturen für immer verloren gehen würden, fasste ich einen Entschluss. Ich hängte meinen Beruf als Verpackungsdesignerin an den Nagel, erwarb die bis dahin geheimen Rezepte des Herrn Weiss, übersiedelte nach Wien und wurde Seifenproduzentin. Und es war die beste Entscheidung meines Lebens“, berichtet Sonja Baldauf. Im Jahr 2006 gründete die sympathische Geschäftsfrau die Wiener Seifenmanufaktur und begann mit der bewährten Rezeptur ihres Vorgängers ihre eigene Produktion. Von den Anfängen in einem typischen Wiener SouterrainLaden bis heute liegen zwölf Jahre, in denen die gebürtige Tirolerin die Wiener Seife zu einer weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannten Marke etabliert hat. Neben ihrer österreichischen Kundschaft sind es vor allem deutsche und Schweizer Kunden, die die Körperpflege mit diesen absolut natürlichen, traditionsreichen und hautschmeichelnden Qualitätsprodukten schätzen. Die sinnlichen Stückchen auf Kokosölbasis versorgen und schützen anspruchsvolle Haut mit der Kraft der Natur – ohne chemische Zusätze, Mineralöle oder Konservierungsstoffe. Beste natürliche Öle, Pflanzenextrakte und Duftessenzen finden bei der Herstellung Verwendung und werden mit einem kräftigen Schuss Liebe zu duftenden Saubermachern mit Wiener Charme. Einige Sorten des legendären Friedrich Weiss hat Sonja Baldauf übernommen, viele hat sie selbst entwickelt, sodass die Kundschaft heute unter 70 Sorten die Auswahl hat: von der wohlriechenden Orangenöl-Seife über einen maskulinen Russisch-Leder-Duft bis zur saisonalen ChristkindlSeife mit köstlichem Weihnachtsduft. Eine eigene BioLinie umfasst allein 14 Seifen für unterschiedlichste Anforderungen. Sämtliche Seifenwunder können für die nachhaltige Pflege von Haut, Haaren und – im Fall der Bio Salzseife – sogar zum Zähneputzen verwendet werden. Darüber hinaus umfasst das Sortiment cremig schäumende Rasierseifen und Spezialitäten wie Pflanzenöl, Schmierseife für die Hausreinigung oder die fellschonende Tierseife. „Wir möchten nichts Geringeres, als die Körperpflege revolutionieren und unsere Kunden mit unseren Produkten zurück zu Natürlichkeit, Wertigkeit und Genuss bringen“, untermauert Sonja Baldauf ihre Philosophie. Erst im September 2018 eröffnete die Wiener Seifenmanufaktur ihr nagelneues Stammhaus, nur einen Steinwurf vom bisherigen Souterrainladen, der heute als Büro dient, entfernt. Vis-à-vis der Hintzer-

In jedem Stück Seife steckt der hohe Qualitätsanspruch von Firmeninhaberin Sonja Baldauf.

straße befindet sich die Seifenproduktion, die in einem schonenden Kaltrührverfahren erfolgt. Die Wärme, die durch die Verbindung von Lauge und Kokosöl entsteht, wird für den Verseifungshergang genutzt. Durch dieses sanfte, aber arbeitsaufwendige Verfahren bleiben alle Inhaltsstoffe in der Seife erhalten. Verwendet werden ausschließlich natürliche Zutaten, die nach Möglichkeit aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Vom Herstellen der verschiedenen Seifen über das Zuschneiden der einzelnen Stücke bis zum Verpacken mit den Banderolen aus Recyclingpapier wird alles in Handarbeit erledigt. „Unser Herzblut, unser Wissen und unser hoher Qualitätsanspruch steckt in jedem einzelnen Stück Seife“, sagt die Chefin und lächelt zufrieden. r

„Unsere Philosophie ist es, den Weg der Entschleunigung zu gehen – zurück zu Altbewährtem im Einklang mit unserer Umwelt.“

Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

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country Manufaktur

Der Herr der Koffer Die Koffer, die Marc-Christoph Steckel entwirft, sind ein Statement für Individualisten, die das Besondere lieben. Seine Koffermanufaktur im Kempen lässt bei zahlungskräftigen Kunden keinen Wunsch offen – vom Schrankkoffer bis zur Damenhandtasche. Te x t : B e r n d Te i c h g r ä b e r , F o t o s : K l a u s L o r k e

Beinahe jede unternehmerische Erfolgsgeschichte beginnt mit einer kleinen Anekdote. Das ist bei Marc-Christoph Steckel nicht anders. Als der gelernte Tischler und Architekt in jungen Jahren zum ersten Mal den Film-Klassiker „Manche mögen’s heiß“ im Fernsehen sah, war es um ihn geschehen. Was heute etwas verwunderlich erscheint, waren es doch die großen Koffer, die die als Frauen verkleideten Schauspieler Tony Curtis und Jack Lemmon auf ihrer Abenteuerreise mit sich führten, die bei dem kleinen

Marc-Christoph eine gewisse Begeisterung erweckten. Schon damals kam in ihm der erklärte Wunsch auf, „diese Koffer irgendwann einmal in ‚chic‘ zu bauen“. Aus dem Wunsch ist mittlerweile schöne Realität geworden. Seine Koffermanufaktur hat der eloquente Unternehmer vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben. Er startete zunächst im Keller daheim, nahm dann ein Zimmer der Wohnung in Beschlag und hatte vorübergehend einen Showroom auf der Düsseldorfer Kö. Heute pilgern

Visionäres Styling und die Einbeziehung der Wünsche des Kunden sind Ausdruck einer modernen Selbstdarstellung. 62 C o u n t r y S t y l e


In seinem kleinen, feinen Ladengeschäft in der Kempener Altstadt präsentiert Marc-Christoph Steckel seine Einzelstücke.

Anhänger seiner Charakterstücke ins niederrheinische Kempen, wo der „Architekt der Koffer“ seine Leidenschaft für ebensolche mit viel Herzblut verfolgt. „Der Kunde von heute wünscht sich nicht nur eine Palette an Standardprodukten, sondern er sucht nach Produkten, die seinen persönlichen Stil und guten Geschmack individuell untermalen“, sagt Marc-Christoph Steckel. Großen Wert legt er auf Individualität und Exklusivität jedes Unikates einer Kleinserie. „Jeder Koffer, aber auch Taschen, Kugelschreiber oder Laptop-Mappen werden passend nach dem Wunsch meiner Kunden in zeitlosem Design hergestellt“, erzählt Steckel. In aufwendiger Handarbeit gefertigt, entstehen so kleine und große „Träume“ aus Leder, Carbon, Holz- und Steinfurnier. Mit kompromissloser Eleganz geht die Damenkollektion an den Start. In aufwendiger Handarbeit entstehen luxuriöse Handtaschen aus feinstem Krokodilleder. Eine exquisite Verarbeitung bis ins

Ein Highlight der Firma Steckel-Koffer®: Ein Schrankkoffer, der durch seine Einzigartigkeit besticht. Eine anspruchsvolle Kombination aus indischem Apfelbaum innen und feinstem, aber dennoch robustem, hellem Leder außen. Auch bei den Beschlägen wurde auf speziell in Handarbeit gefertigte Metallteile zurückgegriffen.

kleinste Detail ist dabei selbstverständlich. Auch die Beschläge eines solchen Unikates werden mit Krokodilleder überzogen oder verdeckt integriert. In jeder Tasche findet man zudem eine Zertifikatsnummer, die bestätigt, dass nur Exotenleder aus zertifizierter Zucht verwendet wird. Umfangreich erstreckt sich das Sortiment vom Schrankkoffer über noble Akten- und Damenhandtaschen bis zum Kugelschreiber in Rochenleder-Optik in verschiedenen Farbtönen. r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

Steckel-Koffer produzierte exklusiv für Rolls-Royce® Motor Cars Köln die Aircase® Edition.


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Brandcraft war unter anderem für einen BMW-Event (7er Launch) in der Budapester Staatsoper aktiv.

Maßgeschneiderte Accessoires Eine Tasche gilt als Statussymbol und Ausdruck des persönlichen Lifestyles. Hochwertiges Leder, feinste Verarbeitung, die Taschen-Form und der Tragestyle prägen den Gesamteindruck. Mit individuell gestalteten und produzierten Taschen und Accessoires für Firmenkunden sorgt die Münchner Design- und Produktions-Agentur Brandcraft für den großen Auftritt.

Mit Taschen verhält es sich ähnlich wie mit Schuhen: frau kann nie genug davon haben. Passend zum Outfit und zum jeweiligen Anlass, variabel in der Größe und facettenreich im Design, damit ziehen Taschen viel Aufmerksamkeit auf sich. Gerade im Alltag, beim nächsten Städtetrip oder bei der Erkundung fremder Länder und Kulturen zeigen sich Taschen als unverzichtbare Begleiter. Von Brandcraft aus München konzipierte Taschen und Accessoires sehen nicht nur gut aus, sondern sorgen auch für nachhaltige Kundenbegeisterung durch Qualität. Mit Reisetaschen stellen auch Shopper-Bags und Rucksäcke ihren Anspruch auf unvergängliche Aktualität. Ebenso trendig und smart kommen die Kleinlederwaren wie Geldbörsen, Handy-Cases, VisitenkartenEtuis oder Kofferanhänger daher, die der Premium-Dienstleister Brandcraft im Bereich Private-Label und Merchandising kreiert. Individualisiert nach den Wünschen und Anforderungen des Firmenkunden mit Logo-Prägung und ausgesuchten Materialien. Als Gründer von Brandcraft beraten Hendrik Boeing und sein Team seit 2011 Premiummarken bei der Gestaltung und Produktion hochwertiger Accessoires. Begonnen hat alles 2011 mit der Gründung von Souve

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Te x t : B e r n d Te i c h g r ä b e r , F o t o s : B r a n d c r a f t

Perfekt im Handling als Shopper Bag und Rucksack: die offizielle Festival-Tasche zur Berlinale 2017.


Interessierte können die Entstehung eines individuell veredelten Unikats live während eines Firmen-Events miterleben. Trendy und smart zeigen sich Accessoires wie Geldbörsen, Handy-Cases und Etuis.

Bag Co, einem Taschenlabel, das inzwischen erfolgreich in mehr als 60 Stores verkauft wird. Insbesondere wenn es um einen hohen kreativen und qualitativen Anspruch geht, laufen die Münchner zur Höchstform auf. „Wir wissen, auf was die Leute abfahren und was aktuell Trend ist“, sagt Hendrik Boeing. „Deshalb ist es auch sehr wichtig zu verstehen, wie der Kunde tickt und was er oder seine Zielgruppe wirklich braucht. Erst dann lassen sich adäquate, authentische Produkte entwickeln, an denen sich die Empfänger langfristig erfreuen.“ Ein schönes Beispiel dafür ist die Festivaltasche, die 2017 für die Berlinale, einem der wichtigsten und publikumsstärksten Filmfestspiele der Welt, konzipiert wurde und dort einen erstklassigen Auftritt hinlegte. Der für Auftraggeber Audi AG umgesetzte Beutel besteht aus gewachster robuster Canvas-Baumwolle und kombiniert die Vorzüge eines geräumigen Shoppers mit denen eines praktischen Rucksacks. Das Modell wurde mit einer Gesamt-

auflage von 26000 Stück in unterschiedlichen Prints gefertigt und bietet unter anderem Platz für ein 15“-Laptop. Die offizielle Tasche zur 67. Berlinale zeigt außerdem die Umrisse des Goldenen Bären. Der Shopper ist in der Kategorie Sonderanfertigung mit einem „Promotional Gift Award 2018“ vom Fachmagazin Haptica auszeichnet worden. Was die Spezialisten von Brandcraft in die Hand nehmen, steht ausnahmslos für geradliniges Designs, hochwertige Qualität, authentischen Style und erfahrenes Produktionshandwerk. Dabei kommen ausschließlich zuverlässige, belastbare Materialien zum Einsatz. „Unsere Kunden, in der Regel bekannte Premium-Marken und Hotels, können sich auf erstklassige Beratung, individuelle Kreation und hervorragende Verarbeitung verlassen“, so Hendrik Boeing. ItProdukte für den guten Geschmack eben! r Ob Echtleder, Kunstleder, Baumwolle oder auch recyceltes Nylon … Brandcraft fertigt jedes Design auf Wunsch seiner Kunden.

www.brandcraft.eu, www.souve.net

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country Manufaktur

Der Hutmacher Udo Lindenberg und Johnny Depp gehen nie oben ohne. Die Queen überrascht ihre Untertanen gern mit neuen Modellen und auch Lady Gaga verzichtet bei Auftritten selten auf eine schrille Kopfbedeckung. Sie alle lieben Hüte und selbst auf den Straßen deutscher Metropolen sieht man wieder mehr Hutträger. Kaum zu glauben also, dass Hutmacher – oder Modisten, wie die korrekte Berufsbezeichnung lautet – heute rar geworden sind. Nur noch rund 200 ihrer Zunft gibt es im Land. Einer, der sein Handwerk mit Liebe und Leidenschaft ausübt, ist Matthias Lueb – der Hutmacher aus Bielefeld. Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n , F o t o s : Y d o S o l

Nierentisch und Tüten-Stehlampe, hier und da eine unverwüstliche Sansevierie, ein gemütliches Sofa und ein Verkaufstresen, der in den 50er-Jahren jeden Friseursalon geschmückt hätte. Ungewöhnlich und kreativ hat Matthias Lueb sein kleines, aber feines Ladengeschäft in der Bielefelder Altstadt eingerichtet. Klassische Herrenhüte in dezenten Farben, elegante Kreationen für festliche Anlässe, Head Pieces zum Hochzeitskleid, bunte Baskenmützen, lässige Kappen – kariert, uni oder Fischgrätmuster –, sommerliche Strohhüte und modische Pork Pies geben sich in offenen Regalen ein Stelldichein, warten sozusagen geduldig „auf den passenden Kopf“. „Jeder Mensch hat ein Hutgesicht, man muss nur die richtige Kopfbedeckung finden. Ein Hut kann ein Gesicht betonen, ein Outfit komplettieren. Gute Beratung ist mir äußerst wichtig. Das schätzen meine Kun-

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den“, sagt Matthias Lueb. Der Beruf des Hutmachers wurde dem 37-Jährigen nicht in die Wiege gelegt. „Nach einer Schlosserlehre habe ich noch in der Kranken- und Altenpflege gearbeitet, musste jedoch nach einem Bandscheibenvorfall neue Wege gehen. Ein Berufscoach empfahl mir eine Modisten-Lehre. Für mich überraschend, aber der Mann hatte Recht. Meine Ausbildung absolvierte ich bei Bärbel Wolfes-Maduka in ihrem Hutsalon in Witten. Sie ist Modistin-Meisterin und hat mich sofort für dieses wunderbare Handwerk begeistert. Wir fertigten auch Kreationen für die New Yorker Oper und Kopfbedeckungen für Theaterstücke. Eine spannende Zeit. Wie schon in meinem ersten Beruf muss man mit den Händen arbeiten, braucht ein Gefühl für Materialien. Daher sind sich beide Berufe gar nicht so unähnlich“, erzählt Matthias Lueb.


Die Liebe verschlug den gebürtigen Bocholter nach Ostwestfalen. 2013 wagte der junge Familienvater dann den Schritt in die Selbständigkeit. Außer seinen eigenen Entwürfen bietet er Accessoires (Handschuhe, Schals, Tücher) und Modelle bekannter Traditionsmarken an. Hochwertige Hüte von Mayer zum Beispiel, von Stetson oder Peter Rutz. Mützen und Kappen lässt er in der renommierten Manufaktur Bullani in Bamberg fertigen. Apropos fertigen: Gleich an den Verkaufsraum schließt sich die Werkstatt an. Hier lagern hölzerne Hutformen und Stoffe – Filz, Wollstoffe, Tweed, Kaschmir oder auch Leder –, hier entstehen Ideen und Skizzen. „Manche Kunden kommen mit genauen Vorstellungen, wie ihre Kopfbedeckung ausschauen soll, andere lassen sich lieber beraten oder bringen ihren alten Hut zur Reparatur. Oft unbekannt ist, dass viele Hüte und Kappen aus verfilztem Kaninchenhaar hergestellt werden. Sie sind weicher und trotzdem robuster als Hüte aus Wolle“, erklärt Matthias Lueb. Es dampft und zischt. Wasserdampf trifft auf Filz. Der Meister legt Hand an, erhitzt den Stoff und zieht ihn dann über die entsprechende Hutform. Nach und nach nimmt das Modell Gestalt an. Später wird es noch mit Krempe und Garnitur versehen. Lueb bedauert, dass sich nur noch wenige junge Leute für sein Handwerk entscheiden, ist aber trotzdem positiv: „Es gibt ein Revival für Hüte, vor allem bei jüngeren Männern. Sie bevorzugen Kappen, Caprioder Ballonmützen, viele auch kleine Filzhüte. Frauen tragen

Die individuell gefertigten Hüte entstehen in der eigenen Werkstatt. Auch Modelle bekannter Traditionsmarken werden angeboten.

Herrenhüte und im Sommer spielt der Strohhut eine große Rolle. Er dient vielen Trägern vor allem als Sonnenschutz.“ Bleibt noch die Frage, wie viele Hüte der Hutmacher selbst im Schrank hat. „Einen, ich bin der typische Kappenträger“, verrät er schmunzelnd. r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

„Hüte erleben ein Revival – auch bei der jüngeren Generation.“

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Country Deko

Virginia Casa wurde 1971 in Montespertoli in der Toskana gegründet. Die Kollektionen umfassen verschiedene Stilrichtungen: von Barock über Minimalismus bis Country-Chic.

Die Keramik-Rohlinge werden von Künstlerhand liebevoll bemalt und bei 1100 °C im Ofen gebrannt. Damit die Keramik wasserundurchlässig ist, wird in einem zweiten Brennvorgang bei niedrigerer Temperatur die Glasur eingebrannt. Danach ist sie spülmaschinen-, ofen- und mikrowellenfest.

Die Serie SELVA stellt die heimische Vogelwelt in den Fokus. Mit feinen Pinselstrichen visualisiert, erfreuen Wiedehopf, Rotkehlchen, Meise und Co auf Bechern, Tassen und Tellern. Da geht nicht nur Naturfreunden das Herz auf.

Tafeln wie die Italiener – Tischkultur aus Bella Italia Design „Made in Italy“ steht weltweit für Kreativität, Coolness und Qualität. Ob Autos, Möbel, Mode oder neue Trends für Tisch und Tafel – alles ist von entspannter Lässig- und Leichtigkeit geprägt. Wie die handbemalten Keramikteller von Virginia Casa oder die farbenfreudige Tischwäsche von NapKing. Beim Hamburger Interieur-Spezialisten Tischwerk können die kleinen Kunstwerke bestaunt und erworben werden. Te x t : G u n d u l a L u i g - R u n g e , F o t o s : T i s c h w e r k & V i r g i n i a C a s a


Wenn wir an Italien denken, fallen uns spontan die gute Küche, edle Weine, schnelle Autos, avantgardistische Möbel und exquisite Modelabels ein. Es scheint, als sei den Italienern die Begeisterung und Affinität zu gutem Design in die Wiege gelegt. Nicht umsonst bringt das Land immer wieder international anerkannte Top-Designer hervor. Aber auch die bei uns weniger bekannten Gestaltungskünstler verdienen Beachtung. Denn sie schaffen in ihren Nischen Einzigartiges – so wie die toskanische Keramik-Manufaktur Virginia Casa. Seit über vier Jahrzehnten verleihen dort erfahrene Keramiker Produkten, die Haus und Tisch individuell dekorieren, Form und Farbe. Das stetige Streben nach verschiedenen Stilen und Trends sowie die Fähigkeit, die manuellen Techniken der antiken Keramik über die Zeit unverändert zu erhalten, sind die Geheimnisse dieser Manufaktur, in der alles nach traditionellem Vorbild in reiner Handarbeit hergestellt wird. So auch die Serie SELVA mit Motiven aus der heimischen Vogelwelt.

Jedes Stück ein Unikat, geschaffen mit dem Know-how von über vier Jahrzehnten Erfahrung. C o u n t r y S t y l e 69


Country Deko

Für zeitgemäßen Lifestyle bei Tisch steht das Label The Napking by Bellavia Home. Das in Palermo ansässige Unternehmen fertigt hochwertige Leinentischwäsche – darunter Servietten, Cocktailservietten und Tischsets. Die ebenso eleganten wie auch aktuellen Trends entsprechenden Produkte werden vollständig in Handarbeit hergestellt. Die Auflagen sind zumeist limitiert, sodass sich bereits einige Serien zu gefragten Sammlerstücken entwickelt haben. Die neue Kollektion „Illustrations“ wurde vom Grafikdesign des ausgehenden 19. Jahrhunderts inspiriert und wird heute als digitaler Druck auf das Leinen aufgebracht. So hält italienischer Lifestyle auch bei Tisch das Qualitätslevel hoch. r www.tischwerk-interieur.de

Die Rotkehlchen sind los. Mit SELVA von Virginia Casa wird der Morgen zum Konzert.

Die Kollektion „Illustrations“ der Marke NapKing by Bellavia Home greift das topaktuelle Dschungelthema auf. Farbintensive exotische Vögel, Palmblätter und Blumen entführen bei Tisch in ferne Länder. Schön, wenn auch das Dinner dazu passt!

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Country Deko

Blumenträume aus Papier

Die handgefertigten Blumen sind auf jedem Fest ein wunderschĂśner Hingucker.

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Hochzeit, Taufe, Geburtstag oder Jubiläum – besondere Anlässe, um einen Raum oder einen Garten liebevoll zu schmücken, gibt es genug. Dekorative, ungewöhnliche Eyecatcher sind dabei Pfingstrosen in zarten Rosétönen, pinkfarbene Dahlien oder edle weiße Rosen. Sie „wachsen“ bis zu 1,70 Meter hoch, stehen auf einem stabilen Holzfuß und können nicht welken – denn die wunderschönen Blütenkelche sind aus Papier. Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n Fotos: Blumen Dekor

Gefertigt werden sie im litauischen Kaunas. „Meine Mutter stammt aus Litauen, dort habe ich geheiratet und entdeckte diese zauberhaften Papierblumen für mein eigenes Fest. Die junge Litauerin Egle fertigt sie in Handarbeit, jedes Stück ist ein Unikat. So ward die Idee geboren, die einzigartigen Deko-Objekte auch in Deutschland anzubieten“, erzählt Laura Arbeiter. Im Januar 2017 gründete die Betriebswirtin das Label „Blumen Dekor Made in Lithuania“. „Ich habe mein Hobby schon vor acht Jahren zum Beruf gemacht. Inzwischen zieren die Blumen nicht nur private Feierlichkeiten oder Events, sondern sind dauerhafter Blickfang in Privatwohnungen, Boutiquen, Arztpraxen und

öffentlichen Gebäuden, werden sogar bei Foto-Shootings und Modenschauen eingesetzt“, freut sich Egle. Ihr hochwertiges Krepppapier bezieht die 27-jährige Künstlerin aus Italien. Die Blüten haben einen Durchmesser von 30 bis 65 Zentimetern, werden aber individuell in jeder gewünschten Größe hergestellt. Auch kleinere Objekte, Kränze und Tischdekorationen sowie unterschiedliche Blumen und nahezu alle gewünschten Farbspiele sind möglich. Man kann die Dekorblumen kaufen oder für eine Veranstaltung mieten. r www.blumen-dekor.de

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Country Deko

Kissen in fröhlichen Farben mit kreativen Designs setzen im Garten und im Haus zauberhafte Blickfänge.

„Querbeet“ – Inspirationen einer Provence-Reise Kerstin Venema ist eine echte Powerfrau – Floristin, Inneneinrichterin, begeisterte Großmutter und Unternehmerin. 1998 gründete die charmante Rheinland-Pfälzerin im Kurstädtchen Bad Kreuznach ihr Label LAZIS. Seitdem entwirft sie wunderschöne Tischdecken und zauberhafte Kissen. Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n , F o t o s : L A Z I S


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Country Deko

Zartgrüne Kissenhüllen und passende Tischläufer aus der Serie „Bamboo“ geben dem Ensemble unter dem Bast-Sonnenschirm einen Hauch von Karibik.

Serie Querbeet: Links die Kissenhülle „Toulouse“, in der Mitte „Massimo“ mit Artischocke und rechts die Kissenhülle „Rimini“.

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Vor über 20 Jahren gründete Kerstin Venema ihr Label LAZIS.

„Ein Zuhause spiegelt die Persönlichkeit seiner Bewohner wider. Es soll ein Rückzugsort sein, an dem wir uns wohlfühlen. Natürlich braucht man manchmal eine Veränderung. Oft sind es kleine Dinge wie eine fröhlich bunt gestrichene Wand, ein hübscher Tischläufer, neue Kissen, die einem Raum ein ganz anderes Gesicht geben“, sagt Kerstin Venema. Von Beginn an lässt sie ihre Stoffe in einer kleinen, italienischen Weberei produzieren. Genäht wird auch vom ersten Tag an in einer portugiesischen Manufaktur: „Ebenfalls eine kleine, aber kompetente Schneiderei. Die Damen dort wissen genau, was ich möchte. Inzwischen ist aus der Zusammenarbeit eine freundschaftliche Partnerschaft entstanden. Heute zählen weltweit luxuriöse Kaufhäuser, Boutiquen und zauberhafte Domizile wie das Vier-Sterne-Superior-Hotel Sonnhof Alpendorf der Familie Höllwart sowie das Mama Thresl (Salzburger Land) zu ihren Kunden. Private Wohnliebhaber stöbern im Onlineshop. Inspirieren lässt sich Kerstin Venema gern von der Natur. „Im letzten Sommer sind mein Mann René und ich mit unserem Citroën 2 CV quer durch Frankreich bis nach Saint-Tropez gefahren – mit offenem Faltdach, den Duft von Zitrone und Lavendel in der Nase. In diesen heißen Tagen in der Provence habe ich die gelbe Frucht ganz neu für mich entdeckt, stückchenweise in Eiswasser. Außerdem liebe ich Artischocken-Risotto und so entstand noch während der Reise die Idee zu den neuen Motiven. Abgerundet im Kolorit folgten Ornis- und Flora-Motive, ebenfalls zauberhafte Frühlings- und Sommerdesigns“, erzählt die Hobbyköchin. „Querbeet“ nennt sie ihre aktuelle Kissen-Kollektion – hochwertige Stoffe und Motive, die einfach heiter stimmen. r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

„Lebe deinen Sommer so, dass er dich auch noch im Winter wärmt.“ (Daniel Leszinski)

Für Romantikerinnen: Aus der zartrosa Serie „Horensia“ gibt es sowohl Kissenhüllen als auch Tischdecken.

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country Art Die Pusteblumen von André Gutknecht schmückten auch während der Ausstellung „Flores y Arte“ den mallorquinischen Garten Son Muda von Hélène Alice Lindgens.


Ungewöhnlich und wunderschön: bis zu vier Meter hohe Pusteblumen.

André Gutknecht

lässt Pusteblumen wachsen Der Schweizer Künstler André Gutknecht hat einen Wunsch. „Ich würde gern 1 000 Pusteblumen als Wiese gestalten. Ich liebe es, wenn sich der leuchtend gelbe Löwenzahn in zarte weiße Fallschirmchen verwandelt. Dann zeigt die Blüte ihre filigrane Schönheit, verbreitet eine heitere, fast kindliche Stimmung“, sagt der 55-Jährige. Seit mehr als 30 Jahren begeistert André Gutknecht unter dem Künstlernamen ART by BONVALET die Menschen mit ungewöhnlichen, fantasievollen Kunstobjekten. Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n , F o t o s : A n d r é G u t k n e c h t


country Art

„Beständigkeit ist die letzte Zuflucht der Phantasielosen.“ (Oscar Wilde 1854 – 1900)

„Schon als Junge hat mich unser Nachbar fasziniert. Er war Kunstmaler und ich konnte ihm stundenlang bei der Arbeit zuschauen. So entstand der Wunsch, selbst etwas Bleibendes zu schaffen“, erzählt André Gutknecht, der auch eine Kunstschule für Zeichnen und Malen betreibt. Seine eigene Kreativität und sein handwerkliches Können sind äußerst vielfältig. Er verschönert Wände und Verkehrsinseln, modelliert Skulpturen, malt beeindruckende Elefantenbilder, lässt Food-Objekte – wie zum Beispiel ein Croissant oder eine dreidimensionale Bratwurst – täuschend echt ausschauen und hat sogar schon auf dem kleinen Matterhorn (3800 Meter) in der Eisgrotte eine Felslandschaft installiert. Viele seiner Objekte fertigt der Künstler nach Kundenwünschen an: die rote Dame mit Hut zum Beispiel oder einen riesigen bunten Elefanten. „Lady in Red misst zwei Meter und lockt Kunden in ein luxuriöses Juweliergeschäft. Der Elefant erfreut

Eyecatcher für den Garten: Nuss und Eichel als Kunstobjekte.

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Diese Version der Bremer Stadtmusikanten verschönert einen Verkehrskreisel in der Schweizer Kleinstadt Bremgarten im Kanton Aargau.

Kinderherzen auf dem Spielplatz des Vier-Sterne-Resorts Alex in Zermatt. Wir mussten ihn mit dem Helikopter transportieren“, verrät André Gutknecht. Besonders am Herzen liegen ihm seine Outdoor-Skulpturen – Eyecatcher in Gärten, auf Landgütern und Terrassen: gigantische Nüsse, Impressionen aus der Tierwelt und überdimensional große Blumen. Mohnblumen oder eben Pusteblumen. Geschaffen werden die Blüten in seinem Atelier im pittoresken Örtchen Fischbach-Göslikon (Kanton Aargau) nahe Zürich. Von hier treten sie ihren Siegeszug in die Welt an, sind heute Blickfang im italienischen Giardini, in Österreich, Spanien, Deutschland, im Tessin und auch auf Mallorca. „Alljährlich veranstaltet die Schweizerin Hélène Alice Lindgens in ihrer prachtvollen Parkanlage Son Muda im Osten der Insel die Ausstellung ‚Flores y Arte‘. Beim letzten Event durfte ich dabei sein. Meine Pusteblumen haben sich wunderbar in die einmalig schöne Kulisse integriert“, sagt der Künstler stolz. Die Blumenobjekte aus Fiberglas haben eine Größe von 2,80 bis 4,50 Metern und werden mit rund 3000 Drähten verarbeitet. „Sie müssen nicht gegossen werden und sind keine Pollenträger, allerdings kann man sie auch nicht wegpusten“, so André Gutknecht schmunzelnd. r www.bonvalet-kunst.ch

Food-Objekte lässt André Gutknecht wie echt erscheinen, nur eben als überdimensionalen Blickfang.

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Country Outdoor

Weiße Wand-Ornamente. Das kunstvolle Quartett Anela ist sehr naturnah und detailreich gestaltet. Die Ornamente sehen wie Schätze aus dem tiefen Ozean aus und erinnern an Korallenriffe und zarte Anemonen (links außen). Einen Hauch Hamptons-Flair verbreitet die Deko-Koralle Dora (links).

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Sommer im Garten Endlich können wir Balkon oder Terrasse wieder in ein Outdoor-Wohnzimmer unter dem Sternenhimmel verwandeln und schöne Stunden im Freien genießen. Der Interieur-Spezialist Loberon hilft bei der Inspiration für ein stilvolles Sommer-Feeling.

Text: Gabriele Isringhausen, Fotos: Loberon

Sitzgruppe Montcenis. Die luxuriöse Sitzgruppe – bestehend aus Sofa und zwei Sesseln – wurde aus einem wetterfesten, sehr langlebigen Geflecht aus Polyrattan gefertigt.

Ein wärmender Hingucker an kühleren Abenden. Die Feuerschale Marais besteht aus stabilem Eisen mit einer leicht schrägen Öffnung.

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Country Outdoor

Das Essen kommt vom Grill, die Eiswürfel klirren in den Weingläsern, die Abende sind mild und romantisch. Im Sommer, wenn Balkon, Terrasse oder Garten zum zweiten Wohnzimmer werden, machen das Leben und der Alltag zu Hause gleich noch mal so viel Spaß. Jetzt ist wieder die Zeit gekommen, um mit Freunden und der Familie unbeschwerte Tage im Freien zu erleben. Natürlich möchte man auch den Outdoor-Bereich entsprechend schön ausstatten. Gartenmöbel werden zu einer coolen Lounge-Ecke mit Sesseln aus pflegeleichtem Polyrattan arrangiert. Sofas und Liegen erhalten bequeme Auflagen und kuschelige Kissen in zarten Farbtönen oder ganz mediterran in blau-weiß. Tolle Deko-Accessoires wie zum Beispiel Seesterne oder Muscheln komplettieren die heitere Optik einer Sommer-Lounge. r

Das wahrlich luxuriöse, sehr großzügige Modell Venti sorgt mit seinem zeitlosen, langlebigen Design viele Jahre lang für Freude. Die Kissen sind herrlich bequem. Ob im Ibiza-Look, klassisch oder mediterran dekoriert, Sofa und Sessel machen stets eine hervorragende Figur.

Die modische Tasche Friedrich aus weißer Baumwolle ist ein toller Begleiter für sommerliche Tage. Der Henkel ist aus Büffelleder. Die Tasche bietet reichlich Platz für Sonnencreme, Buch und was frau sonst noch gern bei sich trägt. Die Kanten sind raffiniert ausgefranst, was den Look besonders lässig und casual macht (links außen). Mit diesem wertvollen Design erlebt man ein stilvolles, sehr luxuriöses Lounge-Gefühl. Die bildschöne Liege Agada hat ein wetterfestes Geflecht aus Polypropylen, die Auflage einen abnehmbaren, robusten Polyester-Bezug. Perfekt auch am Pool oder auf einer Dachterrasse (links).

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Deko-Seestern 2er Set Divna. Ein Schmuckstück für jeden Tisch sind diese beiden Meeresbewohner aus Polyresin. Zeitloser Chic für die perfekte Outdoor-Oase in einem mediterranen Garten. Die edlen Sessel Creakshire mit passendem Hocker haben ein elegantes, wetterfestes Geflecht aus Polypropylen, das mit natürlicher Optik überzeugt, sowie abnehmbare Sitzkissen. Auch die Veranda oder ein Balkon in der Stadt freuen sich über diese robusten Sitzelemente (rechts).

Die bezaubernde Bank Fairwood zeigt nicht nur auf der Terrasse oder im Garten Wirkung, sondern selbstverständlich auch im Haus. Sie wird aus natürlich gealtertem Teakholz gefertigt, das in einem nachhaltigen Prozess wiederaufbereitet wurde. Es weist eine wunderschöne Oberflächenstruktur und Patina auf. Heiter dazu: blau-weiße Textil-Accessoires.

„Der Sommer macht den Menschen zum Träumer.“ Paul Keller (1873 – 1932)

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Country Outdoor

Im Gegensatz zu Whirlpools besitzen Hot Tubs einen Holzofen, der das Wasser erwärmt. Ganz ohne Elektrizität ist der SkargardsBadezuber unabhängig. Man kann im warmen Wasser entspannen und dem Knistern des Feuers lauschen. Und das mitten in der Natur.

Wasserwellness auf Skandinavisch – für Terrasse und Garten Holzbefeuerte Badefässer sind der neueste Trend in deutschen Gärten. Viele Wellnessfans haben die auch Hot Tub genannten Badezuber in den derzeit sehr beliebten österreichischen Chalet-Hoteldörfern kennen und schätzen gelernt. Und was sollte dagegen sprechen, so eine Badeoase im eigenen Garten oder auf der Terrasse zu integrieren? Noch dazu, wenn sie optisch wie technologisch als Premium-Linie Naturnähe und Lebensfreude vermittelt?

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Text: Gundula Luig-Runge, Fotos: Skargards


Inspiriert von den eiskalten Wintern und der unberührten Landschaft Schwedens sowie dem Drang, sich inmitten dieser ein warmes Bad zu gönnen, entwickelte Fredrik Hofgaard eine zündende Geschäftsidee. „Ich wollte das skandinavische Lebensgefühl mit holzbefeuerten Hot Tubs in die Gärten Europas bringen. Daher beschloss ich 2007, eine Premiumlinie traditioneller, schwedischer Hot Tubs zu entwickeln. Heute zählt Skargards zu den führenden Herstellern und Vertreibern holzbeheizter Badefässer in Europa und liefert diese direkt vom Werk in Schweden an Kunden aus zwölf Ländern. In unseren Produkten vereinen wir dabei den traditionellen Charme der Badefässer mit innovativen Ideen“, erläutert der sympathische Schwede seine Intention. Mit einem Skargards-Badefass kann man sich der Natur ganz nahe fühlen und dieses Erlebnis noch dazu mit der Familie oder mit Freunden teilen. Und zwar zu jeder Jahreszeit. Gerade jetzt an lauen Frühlingsabenden ist ein Bad besonders romantisch. Im Gegensatz zu Whirlpools besitzen Hot Tubs einen Holzofen, der das Wasser erwärmt. Ganz ohne Elektrizität kann man im warmen Wasser entspannen und dem Knistern des Feuers lauschen. Dennoch gehen Tradition und Innovation bei Skargards Hand in Hand. Mit einem klaren Fokus auf Qualität

und Fortschritt setzen die Schweden stets neue Maßstäbe. So wird das Becken beispielsweise aus fünf Schichten glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt. Ein Material, das aufgrund seiner Festigkeit und glatten Oberfläche auch für den Bau von Segelbootrümpfen verwendet wird. Zur Auswahl stehen drei Premium Hot-TubModelle in jeweils zwei verschiedenen Größen, welche für einen nie endenden Urlaub im eigenen Heim sorgen. Der Beckendurchmesser ist bei allen Hot Tubs gleich, lediglich die Platzierung des Ofens differiert. Optimal geeignet für den Einbau in eine Terrasse ist das Modell Terrass. Das Wasser des frei stehenden Panel Modells (Klassiker) und des Terrass Modells wird

ganz nach schwedischer Badezuber-Tradition mit einem direktwirkenden Ofen im Wannenbereich beheizt. Sehr repräsentativ wirkt das Luxus-Modell Rojal. Ein neuer innovativer Zirkulationsofen zwischen Wanne und Holzverkleidung sorgt dabei für jede Menge Platz im Sitzbereich und ermöglicht optimale Effizienz und Wärmeverteilung. Wer seinen Hot Tub darüber hinaus noch individualisieren möchte, dem steht eine ganze Reihe nützliches Zubehör zur Verfügung – zum Beispiel ein Sprudelsystem oder eine Unterwasserbeleuchtung. r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

Für jeden Anspruch gibt es ein Modell, welches sich optisch harmonisch mit der Umgebung verbindet.

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Country Outdoor

Der Feuer-Wok Stefan Dehn hat das idyllische Hunsrückdorf Leisel zu einem Mekka für umweltgerechte Feuerstätten gemacht. Hier baut und repariert er seit 1980 Specksteinöfen, Kochherde sowie energiesparende Speicher- und Grundöfen. Seit 1996 revolutioniert der passionierte Ofenbauer mit seinem Feuer-Wok das Grillen auf fantastische Art und Weise; es wurden bereits über 5 000 Exemplare verkauft. „Die Idee kam mir beim Betrachten eines Schweizer Kachelofens. Diese Öfen haben eine winzig kleine Brennkammer und verursachen doch ein gewaltiges Feuer. Dadurch ließ ich mich inspirieren. Die Wok-Pfanne aus unbehandeltem, drei Millimeter dickem Stahl hat eine sanfte Wölbung und nimmt sozusagen auf der Brennkammer, in diesem Fall dem Feuer-Kocher, Platz. Das Gerät kann ausschließlich im Freien auf einem feuerfesten, waagerechten Untergrund verwendet werden. Zum Erhitzen benötigt man nur kleine, dünne Holzscheite, zum Beispiel von Obstkisten, und ganz schnell

Klein, aber fein: Der neue Feuer-Wok revolutioniert das Grillvergnügen und benötigt nur Holzspäne, um sich zu erhitzen.

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entfacht sich ein Höllenfeuer. Holzkohle sollte nicht verwendet werden. In die Eisenpfanne wird einfach etwas hochwertiges Speiseöl gegeben und schon kann der Grillspaß beginnen. Dank des FeuerKochers gelangen weder Rauch noch Schadstoffe in das Grillgut. So wird alles bekömmlicher, weil die Lebensmittel nicht durch Rückstände von verbranntem Fett belastet werden“, sagt Stefan Dehn. Gegrillt werden kann alles: Bratwürste, Fleisch, Fisch oder Gemüse. Nach dem Gebrauch erfolgt die Reinigung mit einem Metall- oder Holzschaber, danach wird die Wok-Pfanne mit heißem Wasser ausgespült. „Eine gewisse Fettschicht sollte, wie bei Großmutters Eisenpfanne, als Rostschutz erhalten bleiben“, rät der Ofenbauer. Platz findet der Feuer-Wok anschließend in einer Transportkiste aus heimischen Naturhölzern. Ideal, um ihn auch im Wohnmobil zu verstauen, und als Begleiter zum Picknick in der Natur. r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

Das Grillgut liegt auf der leicht gewölbten Eisenpfanne.


Form folgt Feuer Nimmt man dieses auSSergewöhnliche Objekt das erste Mal in Augenschein, stellt sich vielen die Frage: Ist das eine Feuerstelle oder ein Grill? Die überraschende Antwort: Der Kugelblitz ist beides. Ein ästhetisches Element des Feuers und ein Gourmet-Grill, mit dem sich fantastische Ergebnisse erzielen lassen. Geschaffen wurde der Kugelblitz von Andreas Weinfurtner. „Mich störte schon immer das aufwendige Reinigen des Rostes, der oftmals verbrannte Geschmack des Grillgutes und der gesundheitsschädliche Aspekt des Grillens“, so Andreas Weinfurtner. „Wenn das Fleisch direkt über der Glut gegrillt wird, brennt sich das Gemisch aus Fett, Gewürzen und Aschestaub am Grillrost ein. Das Fett tropft in die Glut und erzeugt krebserregende Stoffe, die über den Rauch wieder in das Grillgut gelangen. Beim Kugelblitz wird das Grillgut auf die glatte Stahlfläche oberhalb der Feuerstelle gelegt. Ob Fleisch, Fisch oder Gemüse – man erhält ein außergewöhnlich feines Geschmacksaroma ohne die negativen Aspekte des Grillens. Die ebene Fläche lässt sich schnell und mühelos mit dem mitgelieferten Spachtel reinigen.“ Ein Kugelblitz wird nicht für eine Saison geschaffen, sondern für ein ganzes Leben. Im aufwendigen Herstellungsprozess werden beste Materialien auf höchstem Niveau verarbeitet. In jedem Kugelblitz stecken unzählige Stunden Leidenschaft und handwerkliche Kunstfertigkeit. Die Bauteile werden im hauseigenen Metallbaubetrieb im oberbayerischen Riedering am Simssee gefertigt. „Jedes einzelne Modell wird speziell für den Kunden angefertigt. Die Seele unserer

Das indirekte Grillen auf dem massiven Stahlring des „Kugelblitz“ ist gesünder als über offenem Feuer.

Produkte ist unsere Leidenschaft für Qualität“, betont Andreas Weinfurtner. Der Kugelblitz fügt sich in jedes architektonische Gebäudekonzept und in jede Gartenanlage als eigenständiges skulpturales Statement ein. Ob Hotel, Chalet, Villa oder Bungalow – der Kugelblitz begeistert seine Kunden als Designobjekt, Feuerschale und Gourmetgrill. Erhältlich ist das Modell in verschiedenen Farben und in drei unterschiedlichen Größen. „Unser Kundenstamm reicht von Schweden über Deutschland und die Schweiz bis nach Italien“, so der Vertriebsprofi Philipp Schwarz. „Unser Kugelblitz setzt in einem schönen Garten oder auf einer schönen Terrasse ein visuelles Highlight“, erklärt Philipp Schwarz. „Es ist für uns immer ein besonderer Moment, wenn wir einen Kugelblitz für unseren Kunden aufstellen dürfen.“ r Adresse siehe Bezugsquellen, Seite 120

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Country Landpartie

Landpartie ins UrlaubsglĂźck

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Idyllische Rückzugsorte laden zu einer entspannten Auszeit ein. Ob man sich nun für ein luxuriöses Resort im Weimarer Land, im schönen Oberbayern, bei unseren Nachbarn in Österreich oder für die „Königin der Nordsee“, die beliebte Insel Sylt, entscheidet – in allen Destinationen warten engagierte Menschen darauf, ihre Gäste herzlich und mit jedem nur erdenklichen Komfort zu verwöhnen.

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Foto: Weimarer Land

Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n


Country Landpartie

Spa & GolfResort Weimarer L and

Luxuriöser Sehnsuchtsort zwischen Kultur und sanften Hügeln Johann Wolfgang von Goethe, der Architekt Walter Gropius, Dichterfürst Friedrich Schiller, Charlotte von Stein oder der Maler Paul Klee – es ist schon beachtlich, wie viele berühmte Persönlichkeiten die kleine Stadt Weimar am Ilm hervorgebracht hat. So ist es nicht verwunderlich, dass sie seit langem bei Kunstund Kulturinteressierten mit ihren historischen Sehenswürdigkeiten auf der Beliebtheitsskala ganz oben steht. Das kulturelle Erbe ist so reich, dass die UNESCO die Stadt zum Weltkulturerbe erklärte. Vor den Toren Weimars empfängt ein ganz besonderes Domizil seine Gäste: das bezaubernde Vier-Sterne-Superior-Refugium Spa & GolfResort Weimarer Land, zu dem eine der schönsten Golfanlagen Deutschlands gehört. Es ist ein einzigartiger Ort, an dem sich Freunde des grünen Sports, Ruhesuchende, Naturliebhaber, Brautpaare und Feinschmecker gleichermaßen wohlfühlen. Zu verdanken ist dieses Hideaway dem Unternehmer Matthias Grafe und seiner charmanten Frau Astrid. Als er erfuhr, dass auf dem Areal des alten Guts Krakau ein Vergnügungspark entstehen sollte, handelte der gebürtige Westfale, kaufte den alten Gutshof samt 150 Hektar Land, begann mit dem Bau der Golfplätze und setzte so seine Geschäftsidee um. „Das Hotel war eine logische Folge. Im Mai 2013 konnten wir eröffnen“, sagt Matthias Grafe und seine Frau ergänzt: „Wir haben uns weltweit Hotels angeschaut und uns inspirieren lassen, wollten auf jeden Fall die Geschichte des Areals in unsere Pläne integrie-

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ren. Möbel, Fußböden und Verkleidungen wurden teilweise aus altem Holz gefertigt. Individuelle Einzelstücke haben wir bei Restauratoren, Designern und auf Märkten in Italien oder Frankreich entdeckt.“ In den Zimmern und Suiten im französischbelgischen Landhausstil trifft Historie auf Zeitgeist, Gemütlichkeit auf Eleganz und maximalen Komfort (u. a. TV/WLAN, hochwertige TRECA-Paris-Betten). Ein weiteres Highlight ist die „Lindentherme“ − eine sensationelle SPA-Oase auf 2500 Quadratmetern.

Auf dem Golfplatz können sich Verliebte das Ja-Wort geben.


Ein besonderes Fleckchen Erde − nicht nur für Freunde des grünen Sports Außerdem gibt es natürlich viel Gutes aus Küche und Keller. Im Augusta offeriert die Speisekarte eine gelungene Symbiose aus der mediterranen und heimischen Küche. Im eleganten Restaurant Masters überzeugen Gourmetkreationen mit frankophilen Einflüssen. Die Golfhütte bietet eine frische, gesunde Crossover-Küche. Für alle Genusstempel zeichnet Küchenchef Marcel Fischer verantwortlich. Der 34-Jährige blickt auf namhafte Stationen wie die Villa Rotschild zurück, hat bei Spitzenköchen wie Johannes King und Johann Lafer am Herd gestanden. In der Vinothek ist Sommelier Thomas Stobbe Herr über mehr als 180 Positionen edler Tropfen. „Alle im Haus sind höchst engagiert“, freuen sich Astrid und Matthias Grafe. In der Tat haben die sympathischen Gastgeber, ihre Mitarbeiter und Hoteldirektor Mark

Kühnelt etwas verinnerlicht, was heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist – sie bieten Gastfreundschaft und besten Service – kompetent, ohne Hektik und dabei stets mit einem Lächeln, das von Herzen kommt! r Spa & GolfResort Weimarer Land Inhaber: Matthias Grafe Weimarer Straße 60, D-99444 Blankenhain Telefon: 00 49 / 3 64 59 / 61 64 - 0 Telefax: 00 49 / 3 64 59 / 61 64 - 40 09 info@spahotel-weimar.de, golfresort-weimarerland.de 94 komfortable Zimmer und Suiten Preise je nach Kategorie und Saison

Das Restaurant GolfHütte offeriert eine frische, gesunde CrossoverKüche. Von der Terrasse hat man einen fantastischen Blick auf den Golfplatz. Rechts oben: Jeder Raum ist individuell gestaltet. Unten: Abtauchen – die SPA-Oase „Lindentherme“ verfügt über diverse Pools – auch mit Kamin.

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H o t e l F ä h r h a u s S y lt

Luxuriöse Auszeit am Yachthafen Schon von auSSen ist das strahlend weiSSe, im viktorianischen Stil erbaute Haus mit der imposanten Veranda ein echtes Schmuckstück. Vor hier fällt der Blick auf den Munkmarscher Yachthafen. Perfekt fügt sich der moderne Anbau in das Gesamtensemble ein. Einst war das Fährhaus Sylt – 1868 als schlichtes Holzhaus erbaut – das Tor zur Insel. Heute lädt das Fünf-SterneSuperior-Haus mit seiner einzigartigen Lage am UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer zu einer ganz besonderen Auszeit ein. Seit seiner Eröffnung als luxuriöse Urlaubsdestination vor nunmehr 20 Jahren begeistert das Fährhaus Sylt mit einer gelungenen Mischung aus nostalgischer Eleganz, edlem Wohnkomfort, exklusiven Entspannungsmöglichkeiten, herzlicher Gastfreundschaft und einer hervorragenden Gastronomie. Immer wieder überrascht es sein treues Publikum mit Neuerungen, Neuigkeiten und gelungenen Face-Liftings. Mit Markus Gerlach an der Spitze wurde ein komplett neues Küchenkonzept geschrieben. Ganz neu präsentiert sich das Fischrestaurant Fiiwfutt – inspiriert von der skandinavischen Küche. Auch die Käpt’n Selmer Stube lässt weiterhin das Herz jedes Feinschmeckers höherschlagen. Hier offeriert der Küchenchef außergewöhnliche Kreationen aus überwiegend heimischen Produkten. So geht zum Überall im Haus findet der Gast idyllische Plätze zum Verweilen.

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Beispiel der Seeteufel mit Fenchelbutter, Carabinero (rote Riesengarnele), Schwarzwurzel und Kartoffel-Ragout eine ungewöhnliche, aber höchst köstliche Liaison ein. Wunderschön die Vinothek in der Friesenstube – eine Schatzkammer mit ausgesuchten Spitzenweinen. „Die Gäste haben unser Küchenkonzept hervorragend angenommen“, freut sich Direktor Robert Jopp. Alle Zimmer und Suiten dieses feinen, privaten Hideaways vermitteln luxuriöse Behaglichkeit. Hochwertige Hölzer und Textilien, großzügige Marmorbäder, begehbare Kleiderschränke, Flachbildschirm-TV und Loewe Media Center gehören zu den Annehmlichkeiten. Sollte es der Wettergott einmal nicht ganz so gut meinen, dann lockt der großzügige Spa mit Pool, Whirlpool, Saunen, wohltuenden Massagen und Bädern als exklusiver Entspannungsort. r Hotel Fährhaus Sylt Bi Heef 1, D-25980 Sylt Munkmarsch Tel.: 00 49 / (0) 46 51 / 93 97-0, Fax: 00 49 / (0) 46 51 / 93 97-10 info@faehrhaus-sylt.de, www.faehrhaus-sylt.de Zimmerpreise: je nach Kategorie und Saison 164 – 584 Euro pro Person inklusive Halbpension


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Country Landpartie

Auf höchstem Niveau und mit persönlicher Note verwöhnen die Gastgeber Erhard und Giselle Thurm in ihrem Gourmethotel Das Rübezahl.

Hotel Das Rübezahl

Kulinarische Spitzenleistung in Schwangau In einer der besten Lagen des allgäus, mit direktem Blick auf die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau, fügt sich Das Rübezahl harmonisch in das Landschaftsbild ein. Mit viel Liebe zum Detail schuf Familie Thurm einen romantischen Rückzugsort, der Allgäuer Tradition mit zeitgenössischem Wohngefühl verbindet. Das gastliche Haus ist nun um eine weitere Attraktion reicher: Das Restaurant Gams & Gloria des Vier-Sterne-Superior-Hotels Das Rübezahl wurde erstmals vom Guide Michelin mit einem Stern gekürt. Somit bereichert das Allgäuer Gourmetrestaurant unter der Leitung von Küchenchef Michael Bernhard ab sofort Deutschlands Sternegastronomie und zählt mit zu den kulinarischen Hotspots der Alpenregion bei Schloss Neuschwanstein. Bereits im vergangenen November erkochte der 32-jährige Bernhard 15 Punkte und zwei Hauben im Gault&Millau. „Unser Anspruch ist es, unsere Gäste jeden Tag aufs Neue mit heimischen Produkten aus der Region in höchster Qualität zu überzeugen. Die letzten zwei Jahre haben wir uns sehr intensiv mit unserem alpinen Genusskonzept auseinandergesetzt, uns mit Produkten aus der Region befasst, Lieferanten besucht und perfekt abgestimmte Weine und korrespondierende Cocktailkreationen ausgewählt. Dass es

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uns nach der Auszeichnung von Gault&Millau nun gleich glückt, einen Michelin-Stern für das Gams & Gloria zu erkochen, macht uns alle unglaublich stolz“, so Inhaber Erhard Thurm. Bernhard lernte und arbeitete zuvor in Hauben- und Sterne-Restaurants wie Alfons Schuhbecks Südtiroler Stuben und mit Bobby Bräuer im damaligen Restaurant Petit Tirolia im Hotel Grand Tirolia in Kitzbühel. Seit 2011 verwöhnt er Gäste im Hotel Das Rübezahl und darf sich nun über den ersten Stern für das Restaurant des familiengeführten Boutiquehotels freuen. Dort werden seine exklusiven Gerichte stimmig von Spitzenweinen aus Alpenregionen von Jungsommelière Caroline Zuber begleitet. Außergewöhnliche Aperitif- sowie Rum- und Whiskeykreationen von Barchef Christian Wellisch und Regina Varga krönen das kulinarische Geschmackserlebnis. r Das Rübezahl Gastgeber: Giselle and Erhard Thurm Am Ehberg 31 D-87645 Schwangau E-Mail: info@hideaways-hotels.com Internet: www.hideaways-hotels.com


E n g e l O b e rta l

Ein himmlisches Vergnügen Mitten im Herzen des nördlichen Schwarzwaldes, eingebettet in eines der schönsten Seitentäler des Baiersbronner Murgtals, liegt das Fünf-Sterne-Superior-Hotel Engel Obertal. Das zauberhafte Domizil verwöhnt seine Gäste mit himmlischen Annehmlichkeiten und macht jeden Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis. So begeistert das Wellnessparadies „Wolke 7“ auf 5000 Quadratmetern mit einem 25-Meter-Naturschwimmteich, dem Sole-Floating Pool, einer großen Saunalandschaft und der Salzlounge. Hier finden gestresste Menschen alles, was Körper und Seele in Einklang bringt, inklusive Fitnesspavillon und Personal Trainer. Im Beauty­bereich verwöhnen Luxuslabels wie La Prairie und Ligne St Barth. Wohltuende Massagen und Bäder runden das Angebot ab. Neben den Wellnessfreuden und der familiär-herzlichen Gastfreundschaft gehört die Kulinarik zu den Stärken des Hauses. Für all das Gute, das im Engel Obertal auf den Tisch kommt, zeichnet seit vielen

Jahren Peter Müller verantwortlich. Der gebürtige Frankfurter verwöhnt mit Gau­menfreuden der regional-schwäbischen und internationalen Küche auf höchstem Niveau. Feinste Tropfen aus dem gut sortierten Weinkeller komplettieren das Angebot. Die elegant-gemütlichen Zimmer und Suiten sind äußerst komfortabel – behagliche Rückzugsorte, die über großzügige Balkone mit herrlicher Aussicht verfügen. r Engel Obertal Wellness & Genussresort Hotelmanager: Marius Rees Rechtmurgstraße 28, D-72270 Baiersbronn-Obertal Telefon: 00 49 / (0) 74 49 / 85 - 0, Fax: 00 49 / (0) 74 49 / 85 - 2 00 Himmlisch@engel-obertal.de, www.engel-obertal.de 79 Zimmer u. Suiten, Preise je nach Kategorie und Aufenthaltsdauer ab 140 Euro bis 272 pro Person inkl. Frühstück u. Mittagessen Mitgliedschaft: Fährhaus Hotel Kollektion

Im luxuriösen Wellnessparadies „Wolke 7“ schwebt man auf eben dieser.

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Country Landpartie

Golden Hill Country C halets & Suites

Servus im „Feinkostladen“ Österreichs Der Spätfrühling und die warmen Sommermonate sind die ideale Zeit, um die Steiermark zu bereisen. Österreichs zweitgrößtes Bundesland glänzt mit landschaftlicher Vielfalt, jeder Menge kultureller und sportlicher Freizeitangebote, einem im Sommer mediterranen Klima sowie einer vielversprechenden Genusskultur. Wer dazu noch besondere Ansprüche an die Unterkunft stellt, wird auch in diesem Punkt nicht enttäuscht werden. Denn die Golden Hill Country Chalets & Suites wecken nicht nur Erwartungen, sondern erfüllen sie auch. Text: Gundula Luig-Runge, Fotos: Golden Hill Country Chalets & Suites

Das Panorama-Loft exklusiv für zwei.

Die südlichen und westlichen Gebiete der Steiermark sind weit über die Landesgrenzen hinaus als „Feinkostladen Österreichs“ bekannt. Vor allem im Süden ist die Steiermark das fruchtbarste Bundesland, das Genussmittel großer Qualität und Vielfalt hervorbringt. Und die Steirer sind sich dieses Schatzes rund um die kulinarische Trilogie Wein, Kürbis(-kernöl) und Apfel, die wesentlich zum steirischen Lebensgefühl beiträgt, sehr bewusst. Das Symbol des Weinlandes: der Klapotetz (das Windrad). Vor allem die steirischen Weine gelten als Aushängeschild, ganz zu schweigen von den Raffinessen der regionalen Küche. Dazu kommt eine perfekte Infrastruktur für Wanderer, Radfahrer, Golfer und Wellnessurlauber sowie die Nähe der Landeshauptstadt Graz. Die und der Flughafen Graz liegen weniger als eine halbe Stunde Autofahrt von St. Nikolai im Sausal entfernt, wo Barbara und Andreas Reinisch ein

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historisches Gehöft aus dem 18. Jahrhundert in eine zeitgemäße Wohlfühloase im Hier und Jetzt verwandelt haben. Ein stilvoller Stützpunkt für anspruchsvolle Reisende, die den Genuss der großartigen Spezialitäten der Steiermark mit gehobener Wohnkultur verbinden möchten. „Wir haben mit den Golden Hill Country Chalets & Suites einen Ort von besonderer Strahlkraft geschaffen, den wir gerne mit Menschen teilen möchten, die Ästhetik und Luxus ebenso schätzen wie wir selbst. Darüber hinaus möchten wir anspruchsvollen Urlaubern unsere wunderschöne, noch intakte Natur näherbringen und ihnen fernab des Alltags wahrlich goldene Glücksmomente bescheren“, führt Andreas Reinisch an, der unter anderem Mitbegründer von TRIGOS, der österreichischen Auszeichnung für nachhaltiges Wirtschaften und anderen Zukunftsinitiativen, ist. Bei der Umsetzung ihres visionär-nachhaltigen Hotelkonzeptes galt es, die ganz besondere Magie des Ortes zu erhalten und mitten in der Natur einen Kraftplatz zu schaffen, der sowohl luxuriöse Entspannung und Geborgenheit als auch mentale Inspiration bietet. Das Ergebnis: ein einzigartiger Rückzugsort mit green-goldenem Spirit, der neben dem Landhaus Steinfuchs (180 qm für zwei bis sechs Gäste), dem alten Steirischen Bauernhaus, und dem aus den ehemaligen Stallungen

Mit dem Golden Hill haben Andreas und Barbara Reinisch einen Ort geschaffen, der Urlaubern fernab des Alltags wahrlich goldene Glücksmomente beschert. Unten: Im Sommer Herzstück des weitläufigen Park-Areals: der 600 Quadratmeter große Natur-Badeteich.


Country Landpartie

entstandenen Panorama-Loft (250 qm exklusiv für zwei Personen) – beide jeweils mit Private Spa und einem erlesen bestückten Weinkeller – seit Juni 2018 auch über drei neue Luxus-Chalets verfügt. Ebenso wie das Panorama-Loft sind sie in Holzmassivbauweise gefertigt und in allen Bereichen auf erneuerbare Energien wie Solar, Photovoltaik und Erdwärme ausgerichtet. Darüber hinaus stehen mehrere E-Tankstellen für zukunftsorientierte Autofahrer zur Verfügung. Die Gäste der wunderbar atmosphärischen Country-Chalets haben dabei die Möglichkeit, sich entweder ganz in ihr privates Reich zurückzuziehen, um ein Candle-Light-Dinner, ein Schaumbad oder die Outdoor-Sauna mit Panoramasicht zu genießen, oder das neu angelegte, 1,5 Hektar große Parkareal mit grünen Wiesen, Feuerstellen und Wohlfühloasen zu erleben. Gerade jetzt im Frühjahr und Sommer zeigt sich die Pflanzenwelt des Parks in ihrer ganzen Pracht, deren Anblick man fast alleine genießen kann. Denn nur maximal zehn Gäste teilen sich einen Aufenthalt im Golden Hill. Wer gerne schwimmt, erfrischt sich im kühlen Nass des 600 Quadratmeter großen Natur-Badeteichs. Direkt nebenan befinden sich die beiden im vergangenen Jahr eröffneten Sauna- und Fitnesskuben mit großer Fensterfront, für den idyllischen Ausblick beim sportlichen Workout. Das im Naturpark Südsteiermark gelegene Luxusdomizil ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Vielzahl von Aktivitäten – ob kulinarischer, kultureller oder sportlicher Art. Nur rund 25 Minuten mit dem PKW braucht es bis Österreichs Genuss- und Kulturmetropole Graz. Die Studentenstadt mit vier Universitäten und zwei Fachhochschulen gehört außerdem zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist „City of Design“. 2003 war Graz „Europäische Kulturhauptstadt“. Wer die Natur dem städtischen Treiben vorzieht, kann sich beim Wandern, E-Mountainbiken, Golfen, Ballonfahren oder Helifliegen von Grund auf erholen – und das gleich ab Hotel, von wo aus man seine Touren bequem starten kann. Auch Segler, Tennisspieler, Fitness-Fans und Reiter können ihren Sportarten frönen. Apropos Reiter: Wer mit seinem eigenen Pferd den Urlaub bei den Reinischs verbringen möchte, ist herzlich willkommen. Das Landhaus Steinfuchs bietet auf 180 Quadratmetern für zwei bis sechs Personen ein wunderbar privates und naturnahes Urlaubsglück.

Ein magischer Kraftplatz mit green-goldenem Spirit. 100 C o u n t r y S t y l e


Das Loft verwöhnt mit 250 Quadratmetern offenem Wohnen für zwei (links). Unten: „Styrian Summer“ im Chalet Rotfuchs.

Auf dem Grundstück befindet sich ein großzügiges Paddock für die mitgebrachten Pferde. Für einen herrlichen Wanderritt über die malerischen Weinberge ist gesorgt. Und wer wegen der erstklassigen Weine nach St. Nikolai gekommen ist, findet dort und in den Nachbargemeinden reichlich vinosophische Inspiration. Auch Andreas Reinisch ist ein guter Gesprächspartner, wenn es um die edlen Rebsäfte geht. Ein Urlaub in den Golden Hill Country Chalets & Suites, die Mitglied bei der renommierten HIDEAWAYS HOTELS Collection sind, geht einher mit unzähligen kleinen und großen Glücksmomenten, die die guten Golden-Hill-Geister ihren Gästen bereiten. Sei es das liebevoll aufgedeckte Gourmetfrühstück, ein romantisches Dinner inmitten der Weinreben, ein Gourmetpicknick mit Blick auf den Schwimmteich, eine hochkarätige Wein-Degustation, ein prickelndes Gläschen in der Champagner-Lounge oder ein wohltuendes Treatment, wo und wann der Gast es möchte. Darüber hinaus ist die charmante Hausherrin eine ausgezeichnete Köchin und sorgt im Zuge des Private Dining (maximal 15 Personen) für kulinarische Höhenflüge. r Golden Hill Country Chalets & Suites Inhaber: Dr. Barbara and Andreas Reinisch Steinfuchsweg 2, A-8505 St. Nikolai im Sausal/Südsteiermark Telefon: 00 43 / 6 50 / 3 50 59 36 E-Mail: welcome@golden-hill.at, Internet: www.golden-hill.at Übernachtungspreise: Landhaus und Chalets 250 – 290 Euro p.P. inkl. Gourmetfrühstück, Loft ab 950 Euro p.P.

Absolute Ruhe, edle Naturmaterialien und Premium-Boxspringbetten sind die Garanten für wahrlich süße Träume.

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Country Landpartie

H o t e l C h a l e t D a s A l p e n s ch l ö s s e l

Traumurlaub in Südtirol Auftanken, erholen und genieSSen. Das alles ist im wunderschönen Fünf-Sterne-Deluxe-Hotel Alpenschlössel, einem Mitglied der Quellenhof-Familie, in St. Martin bei Meran ganz einfach. In traumhafter Lage am sonnigen Waldrand und mit Blick auf den Golfplatz des Ferienresorts Quellenhof präsentiert sich dieses zauberhafte Refugium. Luxus, alpines Ambiente sowie die Herzlichkeit der Gastgeberfamilie Perwanger-Dorfer und ihrer

Mitarbeiter vereinen sich zu einer perfekten Symbiose. Die großzügigen Zimmer und Suiten sind gemütliche Rückzugsorte. Die neue „Enzian deluxe“-Suite mit eigenem Kinderzimmer bietet auf 70 Quadratmetern Platz für die ganze Familie. Ebenfalls neu: das Bella Vista Chalet (180 qm). Im Wald-Chalet wohnt man auf zwei Etagen im Einklang mit der Natur und doch ganz nah am Alpenschlössel. Das Interieur besticht durch natürliche Materia-

Zu einem genussvollen Urlaub gehört eine hervorragende Küche. Die großzügigen Unterkünfte sind gemütliche Rückzugsorte.

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Das Highlight des Refugiums – der Infinity-Pool mit Panoramablick

lien und eine heimelige Atmosphäre. Die riesige Dachterrasse begeistert mit Hot-Whirlpool, Außen-Sauna, Kuschelnestern und einzigartigem Panorama-Blick. Zu einem genussvollen Urlaub gehört selbstverständlich eine hervorragende Küche. Im Rahmen der Gourmet-Halbpension genießt man kulinarische Meisterleistungen von Küchenchef Michael Mayr und seinem Team – gesund, kreativ, köstlich! Ein absolutes Highlight ist auch der Wellnessbereich, zu dem unter anderem ein Innen- und Außenpool gehört. Ruheräume, eine Saunawelt mit Außensauna und der Schwimm-Kneipp-Teich komplettieren den Erwachsenenbereich des Hauses. Von der entspannenden Abhyanga-Massage über die exklusive Hauskosmetiklinie "Quellenhof Luxury Cosmetics", von Signature Treatments bis zum Meersalz-Peeling erstreckt sich der Reigen der Wohlfühl-Behandlungen im natureSpa. Auch der Spa des Quellenhof Resort steht den Gästen zur Verfügung. Wunderbar angenehm ist hier zum Beispiel ein Passeirer Heubad’l. Auserlesene Kräuter von hochalpinen Südtiroler Bergwiesen sind stressabbauend und steigern das körperliche Wohlbefinden – besonders zu empfehlen bei Erkältungen und rheumatischen Beschwerden. Ebenfalls im Quellenhof Resort befindet sich das Medical Center Quellenhof, das ein ganzheitliches Gesundheitskonzept präsentiert. Ob Golf, Tennis, Wandern, Mountainbiken oder Action-Sport – für Aktive gibt es im und um das Alpenschlössel schier unbegrenzte Möglichkeiten. Und wer einfach die Seele baumeln lassen möchte, der findet im mediterranen Garten ein ungestörtes Plätzchen zum Verweilen! r

Hotel Chalet Das Alpenschlössel Quellenhof Luxury Resorts Inhaber: Familie Perwanger-Dorfer Sonnenweg 2, I-39010 St. Martin bei Meran Telefon: 00 39 /04 73 /64 54 74, Telefax: 00 39 /04 73 /64 54 99 info@quellenhof.it, www.alpenschloessel.it Zimmer und Suiten ab 175 Euro pro Person inklusive Gourmet-Halbpension Preise je nach Kategorie und Saison

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Country Landpartie

V e rw ö h n h o t e l B i s m a rc k

Thermal-Luxus und Gourmet-Küche Zimmern und Suiten mit Bergblick. Ein weiteres Highlight ist die frische Gourmet-Vital-Küche auf Hauben-Niveau. r Verwöhnhotel Bismarck **** superior Alpenstraße 6, A-5630 Bad Hofgastein Telefon: 0043 / (0) 64 32 / 66 81 - 0 Internet: www.hotel-bismarck.com

Rundum verwöhnt mit Herz, Wanderkompetenz und Thermal-Luxus werden Gäste im Verwöhnhotel Bismarck in Bad Hofgastein. Einzigartig sind die insgesamt vier Thermalpools mit 33 °C (zwei indoor, zwei outdoor), aufgeteilt in Ruhe& Familytherme. Ein Wellnessparadies mit Thermal-Spa und die Wanderkompetenz im Hotel begeistern hier genauso wie der idyllische Zaubergarten. Entspannen kann man in den neuen alpin-eleganten

Bio- und Wellnesshotel Alpenblick

Modernes Wohn-Design im Schwarzwald Das Bio- und Wellnesshotel Alpenblick im Naturpark Südschwarzwald hat ein topmodernes Suitenhaus mit Lounge und Bergpanorama eröffnet. An das Schwarzwaldhaus schließt sich nun ein moderner Design-Neubau mit bodentiefen Fensterfronten und verglasten Südbalkonen an – Ausblicke bis zum Mont Blanc inklusive. Vom neuen Suitenhaus aus gelangt man direkt in das Alpenblick-SPA mit Solepool,

Saunen, Wintergarten, Ruheraum und Blick ins Schwarzwalddorf. r Bio- und Wellnesshotel Alpenblick Renate und Ferdinand Thoma St. Georgstrasse 9, D-79862 Höchenschwand Telefon: 00 49 / (0) 76 72 / 4 18 - 0 Internet: www.alpenblick-hotel.de

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Hotel Sonnenhof

Aktiv-Urlaub mit Wellness- und Golf-Plus Nicht umsonst zählt der Lamer Winkel zu den meistbesuchten Ferienorten im Bayerischen Wald. Hier und im Vier-Sterne-Superior-Hotel Sonnenhof ist alles möglich, was gelungene Erholungstage ausmacht. Familien kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Sport- und WellnessFans. Ob Tennis, Mountainbiken oder

Golfen, alle sportlichen Möglichkeiten beginnen direkt vor der Haustür. Verwöhn-Wellness und eine hervorragende Kulinarik runden den Aufenthalt als kleine Auszeit vom Alltag ab. r Hotel Sonnenhof Hoteldirektor: Norbert Oblak Himmelreich 13, D-93462 Lam Telefon: 00 49 / (0) 99 43 / 37 - 0 Internet: www.sonnenhof-lam.de

A l l g ä u H ot e l Ta n n e c k

Logenplatz mit Bergpanorama bar inszeniert. Besonders im Sommer stehen Wandern und Golfen sowie individuelle Touren mit dem Mountain- oder E-Bike auf dem Programm. r Allgäuhotel Tanneck Familie Fischer Schwegler Maderhalm 20, D-87538 Fischen i. Allgäu Telefon: 00 49 / 83 26 / 99 90 Internet: www.hotel-tanneck.de

Seit 1935 Verbindet das AllgäuHotel Tanneck Tradition mit Lifestyle. Das SpaSchlaraffenland wurde bereits für sein Konzept rund um die Allgäuer Milch ausgezeichnet. Die gemütlichen Zimmer verwöhnen mit traumhaften Aussichten über das Tal. Im Alpin-Garten wird die heimische Flora erleb- und erschnupper-

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Country Landpartie

Bewegte berge

Im Salzburger Pinzgau Berge und Natur erleben Wer seinen Urlaub gern unabhängig gestaltet, bei der Unterkunft allerdings größten Wert auf luxuriösen Komfort legt und auf nichts verzichten möchte, quartiert sich am besten in einer komfortablen Ferienwohnung wie den Bewegte Berge BoutiqueAppartements in Saalfelden ein. Eingebettet in die abwechslungsreiche Region Saalfelden Leogang im Salzburger Pinzgau, bietet das schon von außen supergemütlich anmutende Holzhaus seinen Gästen fünf wunderschöne Appartements für bis zu sieben Personen. Die herzlichen Gastgeber, Marlene und Michael Strobl, haben bei der Einrichtung viel Geschmack und

Liebe zum Detail bewiesen und einen frechen Mix aus Pinzgauer Landhausstil und modernen Elementen geschaffen. „Wir nennen unsere Ferienwohnungen „Boutique-Appartements“, denn hier trifft Tradition auf aktuelle Wohntrends, die zusammen ein harmonisches Ganzes ergeben“, kommentiert Marlene Strobl ihren Einrichtungsstil. So liebäugelt ein alter restaurierter Bauernschrank mit einer stylischen Designerlampe, ein schmucker Kachelofen kuschelt sich an das neue Bett und der Eichenholzboden glänzt im Licht der Decken-Spots, die für gute (Licht-)Stimmung sorgen. Auch gleicht kein Appartement dem

Ein Paradies mit grandioser Bergkulisse.

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anderen. Für jedes wurden individuelle Möbelstücke und Materialien verwendet. „Wir haben unsere eigene Leidenschaft für schönes Interieur und fürs ‚Upcyceln‘ von alten Stücken in die Gestaltung der fünf Ferienwohnungen einfließen lassen. Vier der Appartements verfügen zudem über eine eigene Sauna bzw. Infrarotkabine – also steht auch dem Relax- und Wellnessprogramm im Urlaub nichts im Wege“, sagt Michael Strobl. Die Appartements sind zwischen 45 Quadratmeter (für zwei) bis 100 Quadratmeter (für bis zu sieben Personen) groß und verfügen unter anderem über ein bis drei Schlafzimmer, Bettwäsche und Handtücher, eine voll ausgestattete Küche mit Geschirrspüler, Nespresso-Maschine und schönem Essplatz, großzügige Bäder (Appartement 1 hat eine Badewanne), FlatTV, gratis WLAN, kostenlose Parkplätze direkt vor der Haustür sowie einen kleinen Gemeinschaftsgarten mit zwei Fußballtoren für Kids. Darüber hinaus haben alle Wohnungen einen Balkon bzw. eine Terrasse. Die Appartements 1 und 2 bieten außerdem einen behaglichen Kachelofen sowie eine Sauna oder Infrarotkabine. Familien mit Kindern oder Hundebesitzer dürfen sich zusätzlich über einen komplett eingezäunten Gartenanteil freuen (Appartements 1 und 3). Das Salzburger Land erweist sich für Mensch und Tier als ein Paradies mit grandioser Bergkulisse, Seen, Wald und Wiesen – zum Wandern, Bergsteigen, Mountainbiken (der Pinzgauer Radweg führt direkt am Haus vorbei) und vielem mehr. Im Winter lockt der grandiose Skicirkus Saalbach-HinterglemmLeogang-Fieberbrunn. Und Langläufer steigen direkt vor der Haustür in die gut gespurten Loipen ein. So wird Urlaub rundum zur Erholung! r

Im eingezäunten Garten der Appartements 1 und 3− ideal für Gäste mit ihren Kindern oder vierbeinigen Freunden − steht ein Grill für gemütliche Abende in Gesellschaft zur Verfügung.

Bewegte Berge, Inhaber: Marlene & Michael Strobl Ramseiden 145, A-5760 Saalfelden Telefon: 00 43 / (0) 6 64 / 1 27 55 37 E-Mail: info@bewegte-berge.at Internet: www.bewegte-berge.at

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Country Landpartie

Der Charme eines bewohnbaren Gesamtkunstwerks: Die luxuriรถsen Suiten verstrรถmen ein einzigartiges Ambiente.

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House of Time – Fancy Suites Vienna

Suite Dreams im Herzen von Wien Schon von aussen besticht das hochherrschaftliche Gründerzeithaus im zweiten Wiener Bezirk (Leopoldstadt) durch seine prachtvolle Fassade, die den „Weg des Lebens“ darstellt und an die Einmaligkeit des Augenblicks erinnert. Eine Philosophie, die sich in den Räumlichkeiten dieses außergewöhnlichen FünfSterne-Boutique-Hotels fortsetzt. Fünf höchst luxuriöse Suiten (50 bis 280 qm für zwei bis vier Gäste) bieten die wohl größten, gesündesten Betten der Welt (Samina Bio-Schlafsystem), Designer-Sofas, einen erstklassigen Butler-Service, Balkon oder Terrasse, Sauna sowie ganztägig ein marktfrisches Gourmetfrühstück. Die wunderschönen, thematisch gestalteten Privatresidenzen tragen so klangvolle Namen wie Caesar’s Palace, House of Music oder Love Boat in Saigon. Geschaffen haben sie der Wiener Familienforscher (Gründer der Stiftung My Way) Erich Bruckberger und seine charmante Frau Natalie. Komplettiert wird das Portfolio durch den Club 39 mit einer original Pariser Bistrobar, einer Profiküche, dem opulenten Weinkeller sowie dem „Karmel“-Meditationszentrum. r

Nach einem Ausflug in die Kulturmetropole freut man sich auf die gediegene Geborgenheit der „Fancy Suites Vienna“.

House of Time – Fancy Suites Vienna Eigentümer: Natalie und Erich Bruckberger Leopoldsgasse 39 A-1020 Wien E-Mail: info@hideaways-hotels.com Internet: www.hideaways-hotels.com

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Country Leib & Seele Leben Leib & Seele

Käseschule Allgäu

Lernen in der Erlebniskäserei Georg Gründl ist Lehrer – nein, keiner, der seinen Schülern Mathe oder Biologie beibringt. Bei dem 53-Jährigen lernen die Menschen die hohe Kunst des Käsemachens. „Die Käseschule Allgäu im Dorfhaus in Thalkirchdorf war die erste private Erlebnis-Käseschule in Deutschland“, sagt Georg Gründl. Der Käsemeister ist seit 13 Jahren dabei. Manche bezeichnen ihn gar als KäseKünstler, denn immer wieder überrascht er mit raffinierten Kreationen, wie zum Beispiel einem Champagner-Käse. Bevor der Unterricht beginnt, muss sich jeder Teilnehmer mit einer Schürze und einer Plastikhaube „verschönern“. „Hygiene ist oberstes Gebot, außerdem gibt es gleich etwas zu lachen“, so der „Käse-Guru“ schmunzelnd. Die Kupferkessel in seinem urigen Stadl sind natürlich kleiner als in einer Käserei, doch sonst läuft alles so ab wie auf einer echten Sennalp. Zum Handwerkszeug gehören ein Bunsenbrenner, eine

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Alles Käse oder was?

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iese Welt hat einen besonderen Duft, manchmal zartwürzig, dann wieder kraftvoll und intensiv. Es ist die Welt der Käsemacher, der Senner und Affineure. Käse – ein Produkt, mit dem die Menschen seit Jahrhunderten ihren Tisch bereichern. Bereits 6 000 v. Chr. haben sie Käse gegessen, wie in Polen gefundene Reste in Tontöpfen belegen. Über 5 000 Sorten gibt es weltweit, wobei ein dick mit Butter bestrichenes Käsebrot zu einem Glas Milch ebenso viel Freude bringen kann wie ein wohlsortierter Käsewagen in einem edlen Restaurant. Wie aber kommen zum Beispiel die Löcher in den Käse, warum sollten nur glückliche Kühe die Milch liefern und wie wichtig ist der Reifeprozess? Wir haben zwei Käsemeistern im Allgäu über die Schulter geschaut und werfen einen Blick in die Reifekeller Frankreichs.

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© Markus Heumann (3)

Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n


Country Leben

© Martin Bäuml (3)

Kelle, ein Käsemesser und ein Thermometer. Dann kann es losgehen. „Wie kommen die Löcher in den Käse? Muss die Milch kochen? Wie wird die Rinde fest? Was ist Lab? Geduldig beantworten Georg Gründl oder sein Kollege Heinz Reischmann alle Fragen der Käse-Lehrlinge. Zwischendurch gibt es so manches Anekdötchen. Der Käsemeister unterrichtet nicht nur in der Käseschule, er ist auch mobil auf Märkten, bei Festen und in Unternehmen unterwegs: „Ich käse am See, auf der Alm und auf Wunsch auch am Meer.“ Dass sein Handwerk eine Kunst ist, die viel Fingerspitzengefühl erfordert, weiß man spätestens, wenn man bei ihm die Schulbank gedrückt hat. So darf die Milch zum Beispiel niemals zu heiß werden und der Bruch – also die entstandene Käsemasse – muss in regelmäßige Würfel geschnitten werden – akkurat bitte! Am Ende des Unterrichts kann jeder seinen selbst hergestellten Käse mit nach Hause nehmen, bekommt ein Rezept, jede Menge guter Tipps und ein Käse-Diplom. „Unternehmen machen zu uns ihren Betriebsausflug, Freunde treffen sich in der Käseschule und sogar eine Hochzeitsgesellschaft hatten wir schon zu Gast. Gern wird der Unterricht auch als Gutschein verschenkt“, erzählt Georg Gründl, dem das Käsen sichtlich Spaß macht. Überhaupt ist das schöne Dorfhaus ein Ort der Lebensfreude, der Tradition und Natürlichkeit. Neben der Käseschule bietet ein gemütlicher Dorfladen Käseköstlichkeiten, Delikatessen wie ein leckeres Basilikum-Gelee, Feigen-Konfitüren-Senf, Kuhfladen aus Schokolade, liebevoll ausgesuchte Accessoires und vieles mehr an. r www.kaeseschule.de

Fromage Frères

Feinster Käse aus Frankreich Was machen junge Leute, die in Frankreich studieren? „Sie trinken Rotwein, genießen zum Baguette feinen Käse und lassen es sich gut gehen. So oder so ähnlich ist wohl die gängige Meinung“, sagt Frank Shi schmunzelnd. Allerdings hat der Wahl-Berliner aus dem „Dolce Vita“ eine bravouröse Geschäftsidee gemacht: „Ich bin ein Genussmensch. Während des MBA-Studiums in Fontainebleau habe ich mich mit der Geschichte des Käses befasst, viele Käsereien besucht und einen französischen Maître Fromager Affineur gefunden, der bereit war, Käsespezialitäten seiner Heimat für mich zu veredeln und zu versenden.“ Zurück in der Hauptstadt gründet er zusammen mit seinem Freund Hannes Steller im Oktober 2013 das Unternehmen Fromage Frères – Käsebrüder. „In vielen ländlichen Regionen gibt es keine Feinkostgeschäfte, darüber hinaus bieten wir unseren Kunden ganz besondere Spezialitäten, die sie teilweise sonst in Deutschland gar nicht bekommen. Außerdem ist es uns wichtig, zwischen Bauern, Käsereien und Endverbrauchern mehr Transparenz zu schaffen. Bis zum Versand lagern die Käselaiber in den Reifekellern Frankreichs. Wir informieren unseren Kunden über Herkunft und Besonderheiten, arbeiten nur mit handverlesenen Käserei-

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en. Viele unserer Käsesorten sind preisgekörnt, etwa vom französischen Landwirtschaftsministerium. Außerdem wird etwa die Hälfte nach Fermier-Grundsätzen hergestellt. Fermier ist eine der zugelassenen Herstellungskategorien des Appellation d’Origine Contrôlée für Käsesorten. Das bedeutet, die Milch stammt ausschließlich von den hofeigenen Kühen, Ziegen oder Schafen des Senners oder Käsebauern“, erzählt Hannes Stettler. Zum Sortiment von Fromage Frères gehören neben vielen anderen interessanten Sorten zum Beispiel ein Bleu de Laqueuille, ein weicher Edelschimmelkäse, Morbier, ein halbfester Schnittkäse oder Figou, ein leichter Ziegenfrischkäse mit einem Herz aus süßer Feigenkonfitüre: „Der Figou ist ein echter Sommerkäse. Wir empfehlen ihn zu einem knackigen Salat oder als Dessert mit frischen Beeren. Dazu passt hervorragend ein frischer Sauvignon Blanc.“ Zum Versand wird der Käse in ein spezielles Käsepapier verpackt und in einem Vakuumbeutel luftdicht verschweißt. Transportmittel ist eine mit Aluminium ummantelte Box, die speziell für den Lebensmittelversand entwickelt wurde. Die Lieferzeit dauert ein bis zwei Werktage. r www.fromagefreres.de

© Markus Heumann (links), Martin Bäuml (unten)

Fromage Frères arbeitet mit handverlesenen Käsereien.

Käsküche Isny

Die Käsemacher Leicht ist Evelyn Wild der Abschied nicht gefallen. Nach 20 Jahren gab die zupackende, temperamentvolle Käsemacherin ihr Lebenswerk, die Käsküche Isny, in neue Hände. „Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung in der Landwirtschaft gemacht. Obwohl ich Städterin war, träumte ich vom Leben auf einem Bauernhof. Ich arbeitete sieben Sommer im Nationalpark Hohe Tauern in Österreich als Sennerin und Käserin auf der Alm. Dann kam das Angebot. Einige ökologisch orientierte Biobauern aus Isny schlossen sich zusammen, wollten ihre Milch zu Biokäse verarbeiten lassen. Sie suchten einen erfahrenen Partner. Ich war alleinerziehende Mutter, wagte den Schritt in die Selbständigkeit. Vorher machte ich die notwendige Fachausbildung. Leider gab es noch keine bestehende Sennerei. Also musste ein Haus gebaut werden, mit Laden, Käserei und Wohnung. Im Mai 1998 eröffnete ich die Käsküche Isny, harte, aber schöne Jahre“, erinnert sie sich ein wenig wehmütig zurück. Doch gleich blitzt ihr alter Optimismus wieder auf: „Mit Alexander Diet und seiner Frau Monita habe ich wunderbare Nachfolger gefunden, die die Käsküche Isny mit dem gleichen Engagement und Herzblut führen wie ich. Außerdem sind sie vom Fach. Alexander ist gelernter Käser und staatlich geprüfter Techniker für Milchwirtschaft und Molkereiwesen, Monita eine erfahrene Einzelhandelskauffrau, ideal für den Laden.“ „Für uns hat sich ein Traum erfüllt. Die Käsküche ist ein schöner, handwerklicher Betrieb, die Produkte sind hervorragend, wurden sogar vom Magazin Feinschmecker ausgezeichnet. Die Kunden haben uns angenommen“, freut sich Alexander Diet. Verarbeitet wird pro Jahr rund eine Million Liter Milch von sechs Landwirten – zu Käse, aber auch Quark, Joghurt und Butter. „Die Milch liefern ausschließlich Biolandhöfe, deren Kühe nur Futter von den eigenen Weiden bekommen. Von Frühjahr bis Spätherbst sind die Tiere in der freien Natur, fressen Gras und Kräuter, im Winter wird im Stall ausschließlich Heu gefüttert. Auf leistungsförderndes Bio-Kraftfutter wie Mais, Soja, Getreide usw. wird ebenso verzichtet wie auf Silofutter. Bei der Verarbeitung ist Folgendes wichtig: Die Vorreifung der Milch, die Labart, die Schneidegröße beim „Bruchschneiden“, die Temperatur, auf die angewärmt wird, die Zeit bis zum Abfüllen, die Art und Weise des Pressens und die Zeit bis zum Salzbad. Bei der handwerklichen Herstellung wird der Rohstoff Milch nicht so stark mechanisch belastet und es kann auf die unterschiedliche Qualität und Reife eingegangen werden, um das Optimum an Geschmacksvielfalt und Konsistenz he-

Köstlichkeiten aus der Käseküche Isny.

rauszuholen. Wenn dann noch die Reifung passt, kann eigentlich kaum etwas schief gehen“, erklärt der Käsemeister seine Arbeit und Philosophie. Die Produkte werden direkt im Laden oder über das Internet verkauft. Jeden Freitag findet um 10.30 Uhr eine kostenlose Führung durch die Sennerei statt. Auch Gruppenführungen mit Käseverkostung sind auf Anfrage möglich. r www.kaeskueche-isny.de

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Leib & Seele

Vom Wert des Außergewöhnlichen Olivenöl, das wie Wein erzeugt wird Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n , F o t o s : O l i d e S a n t a n y i

D

r. Dirk Müller-Busch ist ein vielseitig interessierter Mann. Der Hobbykoch legt großen Wert auf eine gesunde Ernährung und leitet eine Olivenplantage auf Mallorca. „Die Insel ist mir seit vielen Jahren eine zweite Heimat. Ich liebe es, über die Märkte zu schlendern und interessante Lebensmittel zu entdecken. Mit dem angebotenen Olivenöl war ich allerdings nie so zufrieden. Die Idee zur Herstellung eines eigenen, hochkarätigen Bio-Olivenöls hat ihren Ursprung in meiner medizinischen Ausbildung und meiner Leidenschaft für Kulinarik“, erzählt der Zahnarzt aus dem bayerischen Ingolstadt.

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An der wunderschönen Küste im Südosten Mallorcas befinden sich die Olivenhaine in unmittelbarer Nähe zum Naturpark Mondrago. Das besondere Mikroklima ermöglicht den Anbau qualitativ einzigartiger Bio-Oliven.

2012 gründete er gemeinsam mit seinem Freund Rudolf Langer die Manufaktur „Oli de Santanyi“. „Zuvor haben wir vier Jahre geforscht, gelesen, uns sachkundig gemacht. 2014 fuhren wir unsere erste Ernte ein, 2016 sind wir an den Markt gegangen“, erzählt der innovative Mediziner. Auf der Suche nach Perfektion studierte er auf weltweiten Reisen die verschiedenen Handlungsweisen zur Herstellung von hochwertigem Olivenöl, entwickelte in Zusammenarbeit mit einem internationalen Team ein besonderes Verfahren zum Erhalt der wertvollen Inhaltsstoffe, den „Safeguard Process“. „Bei der Produktion sind es die vielen kleinen Details, die am Ende ein geschmacklich hervorragendes Öl mit besten Inhaltsstoffen ergeben. Olivenöl enthält bis zu 1 000 aktive biologische Substanzen, diese gilt es zu bewahren. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass nur hervorragende Olivenöle mit einem Polyphenolgehalt von über 250 mg/kg positiv auf die Gesundheit wirken. Bei täglicher Verwendung reichen die gesundheitlichen Vorteile von der Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems durch Senkung des Blutdrucks und Cholesterins bis zur Verringerung des Risikos von

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Leib & Seele

Das „grüne Gold“ ist ein sehr strukturiertes Olivenöl mit grünen, fruchtigen Aromen, geringer Bitterkeit und feiner Schärfe. Wie bei einem edlen Wein wird jede der drei mallorquinischen Olivensorten gesondert verarbeitet und zu einem Blend vereint.

Alzheimer, Parkinson und zahlreichen Krebserkrankungen“, erklärt Dr. MüllerBusch. Seine kleine Manufaktur in Santanyi produziert aus den drei Sorten Arbequina, Empeltre und Picual ein exklusives und limitiertes Olivenöl mit einem sehr hohen Gehalt an Polyphenolen. Durch den besonderen Produktionsprozess und die frühe Ernte Ende September erreichen sie bis zu 1000 mg/kg an gesundheitsfördernden Antioxidantien, ein absoluter Spitzenwert. „Wir produzieren ein Olivenöl zum Verfeinern der Speisen und als Anti-Aging-Konzentrat. Einfache Supermarktöle haben häufig keine oder nur sehr geringe gesunde Inhaltsstoffe. Jede Sorte wird gesondert in der eigens für Oli de Santanyi entwickelten High-TechMühle verarbeitet und anschließend zu einem Blend vereint. So ergibt sich neben dem gesundheitlichen Mehrwert der einzigartige Geschmack. Wie bei einem edlen Bordeaux- Wein“, sagt Dr. Müller-Busch und ergänzt: „Das Öl schmeckt nach frischen grünen Aromen, zeigt am Gaumen eine lang anhaltende Fruchtigkeit und einen leicht pfefferigen Geschmack. Ich gebe gern einige Tropfen davon über Vanilleeis. Köstlich. Experten aus aller Welt bestätigten die herausragende Qualität des Öls. Nicht ohne Stolz blicken die beiden Olivenöl-Gourmets auf die Verleihung von zahlreichen Goldmedaillen im Rahmen internationaler Wettbewerbe in Los Angeles, New York und Cordoba. r www.olidesantanyi.com

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Dr. Dirk Müller-Busch und seine Frau Ana freuen sich über zahlreiche Auszeichnungen wie dreimal Gold in New York, Los Angeles und Córdoba sowie weitere Spitzenplatzierungen in Deutschland, der Schweiz und Japan.

Höchste Hygienestandards sind das alleroberste Gebot. In der eigens für Oli de Santanyi entwickelten High-Tech-Mühle wird in einem innovativen Verfahren das Öl ohne Luftkontakt und ohne Zugabe von Wasser hergestellt.


Unser Rezept-Tipp zum Thema:

CARPACCIO VON DER JAKOBSMUSCHEL MIT OLI DE SANTANYI, LIMETTEN UND FLEUR DE SEL

12 Jakobsmuscheln 100 g Basilikum 100 ml Oli de Santantyi Schale einer Limette 10 g Fleur de sel

Fleur de sel und die fein geriebene Limettenschale im Mixer kurz mischen. 2 Stunden durchziehen lassen. Basilikum und Oli de Santanyi im Mixer fein pürieren. Jakobsmuscheln in dünne Scheiben schneiden und flach auf 4 Tellern auslegen. Mit dem Limetten-Fleur-de-sel und etwas schwarzem Pfeffer würzen und ein paar Kleckse von dem Basilikum-Olivenöl dazugeben.

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Chalet Sylvie Burgstraße 6, D-65183 Wiesbaden Telefon: 06 11 / 9 10 39 39 E-Mail: sylvia.rosenkranz@chalet-sylvie.de Internet: www.chalet-sylvie.de

Die Vergolderin Eppendorfer Weg 158, D-20253 Hamburg Telefon: 0 40 / 33 42 82 20 info@dievergolderei.de, www.dievergolderei.de

Hotel Fährhaus Sylt Bi Heef 1, D-25980 Sylt Munkmarsch info@faehrhaus-sylt.de, www.faehrhaus-sylt.de

Seite 7 Aus Liebe zum Duft Zeiloch 9, D-76646 Bruchsal Telefon: 0 72 51/ 9 77 70 info@ausliebezumduft.de, www.ausliebezumduft.de Seite 8

Seite 60 bis 61 Wiener Seife Hintzerstraße 2, A-1030 Wien Telefon: 00 43 / (0) 1 / 7 15 31 71 kontakt@wienerseife.at, www.wienerseife.at Seite 62 bis 63

Leder Classics Bamberger Straße 54, D-91413 Neustadt/Aisch Telefon: 0 91 61 / 87 37 44 info@kultsessel.de, www.kultsessel.de

Steckel-Koffer Manufaktur der Individualisten Kuhstraße 29 (Showroom), D-47906 Kempen Telefon: 0 21 52 / 9 10 54 40 info@steckel-koffer.de, www.steckel-koffer.de

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Pine Life Inneneinrichtung GmbH Ritterstraße 12, D-52072 Aachen Telefon: 02 41 / 88 68 80 info@pine-life.de, www.pine-life.de

Brandcraft GmbH Steinstraße 73, D-81667 München Telefon: 0 89 / 24 29 77 77 E-Mail: mail@brandcraft.eu Internet: www.brandcraft.eu, www.souve.net

Seite 10 Regio Küche + Bad Erwin Bucher GmbH Im Martelacker 10, D-79588 Efringen-Kirchen Telefon: 0 76 28 / 9 10 30 info@regio-kueche-bad.de, www.regio-kueche-bad.de Seite 11 Winter-Green Walter Hohnholt Tischlerei GmbH Schlutterweg 68, D-27755 Delmenhorst Telefon: 0 42 21 / 58 77 40 info@winter-green.de, www.winter-green.de

Seite 66 bis 67 Der Hutmacher Matthias Lueb Mauerstraße 11, D-33602 Bielefeld Telefon: 05 21 / 15 60 64 00 info@derhutmacher.de, www.derhutmacher.de Seite 68 – 70 Tischwerk Caprivistraße 4, D-22587 Hamburg Telefon: 0 40 / 81 97 60 95 info@tischwerk.eu, www.tischwerk-interieur.de

Seite 96 Das Rübezahl Weitere Informationen und Buchungen: info@hideaways-hotels.com, www.hideaways-hotels.com Tel. 05 21 / 9 11 11 - 50 Seite 97 Engel Obertal Wellness & Genussresort Rechtmurgstraße 28, D-72270 Baiersbronn-Obertal Telefon: 00 49 / (0) 74 49 / 85 – 0 himmlisch@engel-obertal.de, www.engel-obertal.de Seite 98 –101 Golden Hill Country Chalets & Suites Steinfuchsweg 2 A-8505 St. Nikolai im Sausal/Südsteiermark Telefon: 00 43 / 6 50 / 3 50 59 36 welcome@golden-hill.at, www.golden-hill.at Seite 102 bis 103 Hotel Chalet Das Alpenschlössel Quellenhof Luxury Resorts Sonnenweg 2, I-39010 St. Martin bei Meran Telefon: 00 39 /04 73 /64 54 74 info@quellenhof.it, www.alpenschloessel.it Seite 104 bis 105 Verwöhnhotel Bismarck Alpenstraße 6, A-5630 Bad Hofgastein Telefon: 00 43 / (0) 64 32 / 66 81 – 0 info@hotel-bismarck.com, www.hotel-bismarck.com Bio- und Wellnesshotel Alpenblick St.-Georg-Straße 9 D-79862 Höchenschwand Telefon: 00 49 / (0) 76 72 / 4 18 - 0 Internet: www.alpenblick-hotel.de

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Unforgettable Journeys Sendlinger Straße 29 (im Singlspielerhaus) D-80331 München Telefon: 0 89 / 5 88 01 83 80 E-Mail: info@unforgettable-journeys.de Internet: www.unforgettable-journeys.de

Blumen-Dekor Kastanienweg 11, D-41239 Mönchengladbach Telefon: 0 160 / 96 76 13 10 hey@blumen-dekor.de, www.blumen-dekor.de Seite 74 – 77

Hotel Sonnenhof Himmelreich 13, D-93462 Lam Telefon: 0 99 43 / 37 - 0 info@sonnenhof-lam.de, www.sonnenhof-lam.de

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Lazis E. k. Reitschule 23, D-55545 Bad Kreuznach Telefon: 06 71 / 9 20 66 05 info@lazis.de, www.lazis.de

Allgäuhotel Tanneck Maderhalm 20, D-87538 Fischen i. Allgäu Telefon: 0 83 26 / 99 90 info@hotel-tanneck.de, www.hotel-tanneck.de

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Bonvalet's Kunstatelier und Kunstladen Mellingerstrasse 1 (neben Volg) CH-5525 Fischbach-Göslikon bei Bremgarten AG Telefon: 00 41 / (0) 79 / 2 53 17 39 André, 00 41/ (0) 78 866 12 92 Dora, oder 00 41/ (0) 44 761 91 73 bonvalet@bluewin.ch, www.bonvalet-kunst.ch

Bewegte Berge Ramseiden 145, A ­5760 Saalfelden Telefon: 06 64 / 1 27 55 37 info@bewegte-berge.at, www.bewegte-berge.at

Babylonstoren Weitere Informationen und Buchungen: info@hideaways-hotels.com, www.hideaways-hotels.com Telefon: 05 21 / 9 11 11 - 50 Seite 26 – 33 Wiesergut Weitere Informationen und Buchungen: info@hideaways-hotels.com, www.hideaways-hotels.com Telefon: 05 21 / 9 11 11 - 50 Seite 34 – 40 Villa Hibiscus Weitere Informationen und Buchungen: info@hideaways-hotels.com, www.hideaways-hotels.com Telefon: 05 21 / 9 11 11 - 50 Seite 42 – 43 Rita Sibbe Karl-Friedrich-Friesen-Straße 13, D-44625 Herne Telefon: 0 23 23 / 94 44 25 info@messingbett.de, www.messingbett.de Seite 44 – 49 Lohmeier Home Interiors GmbH & Co. KG Detmolder Straße 257, D-33605 Bielefeld Telefon: 05 21 / 2 10 15 info@lohmeier-interiors.de, www.lohmeier-interiors.de

Seite 82 – 85 Loberon GmbH Wiesentalstraße 40, D-90419 Nürnberg Telefon: 0 43 21 / 85 33 66 33 service@loberon.de, www.loberon.de Seite 86 – 87 Hot Tub Skargards GmbH Schwarzer Bär 2, D-30449 Hannover Telefon: 0 800 / 5 55 15 00 kundenservice@skargards.de, www.skargards.com Seite 88 Öfen Stefan Dehn GmbH Hofstraße 4, D-55767 Leisel Telefon: 0 67 87 / 87 89 stefan.dehn@t-online.de, www.oefen-stefan-dehn.de

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Bretz Wohnträume GmbH Alexander-Bretz-Straße 2, D-55457 Gensingen Telefon: 00 49 / (0) 67 27 / 89 50 info@bretz.de, www.bretz.de

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Seite 92 bis 93 Spa & GolfResort Weimarer Land Weimarer Straße 60, D-99444 Blankenhain Telefon: 00 49 / 3 64 59 / 61 64 - 0 E-Mail: info@spahotel-weimar.de Internet: www.golfresort-weimarerland.de

Seite 108 bis 109 House of Time Weitere Informationen und Buchungen: info@hideaways-hotels.com, www.hideaways-hotels.com Tel.: 05 21 / 9 11 11 - 50 Seite 112 – 115 Käseschule Allgäu Erlebniskäserei Kirchdorfer Straße 7, D-87534 Oberstaufen/Allgäu Mobil: 00 49 / (0) 1 72 / 8 90 87 38 info@kaeseschule.de www.kaeseschule.de Fromage Frères GmbH c/o Frank Shi Koenigsallee 75F, D-14193 Berlin Telefon: 0 30 / 2 20 11 98-30 E-Mail: bonjour@fromagefreres.de Internet: www.fromagefreres.de Käsküche Isny GmbH & Co. KG Maierhöfenerstraße 78, D-88316 Isny Telefon: 0 75 62 / 91 27 00 post@kaeskueche-isny.de www.kaeskueche-isny.de Seite 116 – 117 Oli de Santanyí S. L. Finca Son Pati de Llevant Cami de ses mires, Apdo correos 14 E-07650 Santanyi (Mallorca) Telefon: 00 34 / 6 80 / 56 75 45 E-Mail: info@olidesantanyi.com Internet: www.olidesantanyi.com


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pätsommer – die Natur trägt reiche Früchte, Obstgehölze

sorgen dabei nicht nur für Gaumenfreuden, manche Spezialitäten sind auch eine echte Augenweide. Erntedankfest – in der nächsten Ausgabe schwelgen wir in den Gaben, die uns die Natur in dieser Jahreszeit bietet. Und das sowohl bei dekorativen Themen wie auch in der Küche. Ob urban, gemütlich und für ein Gefühl der Geborgenheit sorgend, ob elegant, modern oder im Landhausstil – die Küche kennt unterschiedliche Trends. Alles ist erlaubt, vieles wird durch moderne Geräte vereinfacht. Die letzten warmen Sommertage im Freien genießen; Outdoor-Kamine und lässige Lounger sorgen für einen unendlichen Sommer. Weiterhin stellen wir Ihnen Wohlfühl-Accessoires sowie Insider-Tipps zu romantischen Hideaways vor.

Die nächste Ausgabe von COUNTRY STYLE erscheint am 16. August 2019.


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A La Carte


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