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Hotel- und Restaurant-Tipps Frankfurt/Rheingau rheinland die besten winzer

Premium Eco Resort Priesteregg Heft 3 März 2020

Deutschland A 8,– Luxemburg A 9,20, Italien A 10,50 Belgien A 9,20, Spanien A 10,50 Schweiz SFR 11,00

Neue Chalet-Highlights der Superlative und eine Wellness-Oase


Editorial

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Wir gehörten Weihnachten 2009 zu den allerersten Gästen, die im Bergdorf Priester­ egg eincheckten. Der Charme und die Gemütlichkeit in den Chalets, das morgens von den „Bergfeen“ liebevoll eingedeckte Frühstück und ganz besonders die herzliche und natürliche Art der beiden Gastgeber Huwi und Renate Oberlader haben uns gleich in ihren Bann ge­ zogen; ein Besuch in ihrem Kleinod ist nach wie vor ein Erlebnis. Unter den vier bis fünf ultimativen Lieblingshotels, die wir auf der ganzen Welt haben, rangiert es immer noch auf Platz eins. Seit seiner Eröffnung gilt das Priesteregg auch als der Pionier für luxuriösen ChaletUrlaub, unzählige Nachahmer sind mittlerweile entstanden. Zum zehnjährigen Jubiläum entwickelte sich das pittoreske Bergdorf zu einem einzigartigen Premium Eco Resort, die bestehenden 16 Chalets wurden um die extravagante Villa ETANER und die urige Wilderer Villa sowie den neuen Wellness-Bereich, das Priesteregg Bad, ergänzt. Nicht nur die exklusive Lage der Villa Etaner macht sie zu einem besonderen Sehnsuchtsort, sondern auch die organische Architektur, die sich nahtlos in die umliegende alpine Umgebung einfügt. Bergfreunde werden auch von den großen Glasfronten begeistert sein, die einen atemberau­ benden Blick in die Leoganger Bergwelt freigeben. Diesen genießt man ebenfalls von der gro­ ßen Sonnenterrasse aus, zu der ein eigener beheizter Infinity-Pool aus feinstem Edelstahl gehört. Aber Huwi und Renate Oberlader gehören nicht umsonst zu den größten Hotel-Visio­ nären; Akzente nur mit außergewöhnlichen Interierus zu setzen, war ihnen zu wenig. Die innovationsbegeisterten Gastgeber realisierten gemeinsam mit der Unternehmensgruppe Viessmann ihre Vision von einem revolutionärem Energiekonzept, welches alle Chalets, Villen sowie das neue BAD mit Wärme, Wasser und Strom versorgt: Abwasser-Wärme-Rückgewin­ nung, Luftwärmepumpen, Wasserwärmepumpen, Luftwärme Absorber, Viessmann-Eis­ speicher, Geo-Thermie, Photovoltaik, Biogas-Kraft-/WärmeKoppelung und Biomasse-Heizwerk sind die Grundlagen. Die intelligente Vernetzung untereinander – dass die jeweilige Technik immer dann Energie erzeugt, wenn sie gerade am effektivsten produziert wird –, ist hierbei das eigentliche Meis­ terstück. Neben dem Priesteregg laden wir Sie in dieser Aus­ gabe ein, einige der schönsten kulinarischen Adressen aus Frankfurt, dem Rheingau und Umgebung sowie einige High­ lights aus dem Rheinland zu entdecken. Für die passenden vinophilen Begleiter sorgen zahlreiche Winzer, die mit großer Leidenschaft ihre feinen Kreszenzen produzieren. Herausgeber Thomas und Martina Klocke


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Zum Titel: Priesteregg Premium Eco Resort

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erscheint monatlich im Klocke Verlag GmbH Höfeweg 40, D-33619 Bielefeld Fon: +49 - (0) 5 21 - 9 11 11-0 Fax: +49 - (0) 5 21 - 9 11 11-12 Internet: www.klocke-verlag.de E-Mail: info@klocke-verlag.de Her ausgeber Thomas & Martina Klocke Ver antwortlich für den Inhalt Thomas Klocke Anzeigenleitung Thomas Klocke Redaktion Gundula Luig-Runge, Sabine Herder, Bernd Teichgräber, Gabriele Isringhausen Gr afikdesign Sabina Winkelnkemper, Claudia Stepputtis Fotogr afie Ydo Sol, Klaus Lorke, Günter Standl, Florian Busch

Seit seiner Eröffnung im Dezember 2009 gilt das Priesteregg als der Pionier für luxuriösen Chalet-Urlaub. Zum zehnjährigen Jubiläum wurden die bestehenden 16 Chalets jetzt um die einzigartige Villa ETANER und die urige Wilderer Villa sowie den neuen Wellness-Bereich, das Priesteregg Bad, ergänzt. Nicht nur die exklusive Lage der Villa ETANER macht sie zu einem besonderen Sehnsuchtsort, sondern auch die organische Architektur, die sich nahtlos in die alpine Umgebung einfügt. Bergfreunde werden auch von den großen Glasfronten begeistert sein, die einen atemberaubenden Blick in die Leoganger Bergwelt freigeben. Diesen genießt man auch von der großen Sonnenterrasse aus, zu der ein eigener beheizter Infinity-Pool gehört. Die innovationsbegeisterten Gastgeber Huwi und Renate Oberlader realisierten ebenso ihre Vision von einem revolutionärem Energiekonzept, welches alle Chalets, Villen sowie das neue BAD mit Wärme, Wasser und Strom versorgt.

Titelthemen

Bildbearbeitung Klocke Medienservice Holger Schönfeld, Birgit Lahode

Priesteregg Premium Eco Resort: Bergromantik und Zukunftsperspektiven

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Titelfoto Günter Standl Produktion Claudia Schwarz, Diana Wilking Sekretar iat Annette Heidemann, Katrin Baumgart

Hotels und Restaurants à la carte: Frankfurt / Rheingau 14 Rheinland 36 Die besten Winzer und Weinrestaurants

Vertr ieb Stephan Klocke Vertr ieb/Handel IPS Pressevertrieb GmbH Carl-Zeiss-Straße 5, D-53340 Meckenheim info@ips-d.de, www.ips-d.de Gesamther stellung Heidenreich Print GmbH, Bünde Gedruckt auf Omnigloss der IGEPA

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Ausserdem News à la carte

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Index März 2020

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Vorschau April 2020

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Printed in Germany A LA CARTE ist ein eingetragenes Warenzeichen des Klocke Verlages. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, verboten. Anzeigenpreisliste vom 1. Dezember 2018

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Inhalt

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Preise Einzelpreis: 8,– Euro, Jahresabo: 72,– Euro Abonnementbestellung beim Verlag Abonnement Verwaltung Leserservice A La Carte PrimaNeo GmbH & Co. KG Postfach 10 40 40, D-20027 Hamburg Fon: 0 40 / 23 67 03 41 Fax: 0 40 / 23 67 03 01 E-Mail: alacarte@primaneo.de ISSN 0945-375X

Das Hotel Stadtpalais in Köln erfreut die Gaumen mit Lammkarree, begleitet von Gewürz-Couscous, Spargel und Spitzkohl.


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PRIESTEREGG Premium ECO Resort: Die Villa ETANER und die Wilderer Villa setzen neue Maßstäbe bei den Chalet-Hotels.

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GourmetHideaway im Rheingau: Burg

Schwarzenstein

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Jagdschloss Kranichstein:

jetzt mit „Chef’s Table“

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Eine der Top-Adressen in Düsseldorf:

das Restaurant Riva

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Prof. Dr. Georg Prinz zur Lippe

vom Weingut Schloss Proschwitz


News

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Neues Modell aus schwarzer Keramik

Longines HydroConquest Longines präsentiert eine neue HydroConquest, die gänzlich aus schwarzer Keramik gefertigt ist. Die Uhr mit dem dynamischen Profil vervollständigt eine Produktlinie, die unlängst um Varianten ergänzt worden ist. Die Kollektion HydroConquest vereint technisches Know-how mit der traditionellen Eleganz der Marke und ist von der Welt des Wassersports inspiriert. Erst kürzlich hat Longines der Produktlinie HydroConquest durch die Kreation edler Modelle, deren Lünetten mit farbigen Keramikeinlagen verziert sind, neuen Glanz verliehen. Nun schöpft die Marke das Potenzial dieses exklusiven Materials weiter aus – mit einem Modell, das vollständig aus schwarzer Keramik gefertigt ist und dessen chemische Zusammensetzung stolz auf dem Zifferblatt prangt: ZrO2. Das hochtechnische, kratzfeste Material passt perfekt zum sportiven Charakter der neuen HydroConquest. Diese Dynamik wird von den verschiedenen Veredelungen der einzelnen Bestandteile verstärkt: vom matten Zifferblatt und polierten Gehäuse, von der kreisförmig satinierten Lünette und einem Boden, der kreisförmige Satinierung und matte Bereiche kombiniert. Die Kollektion HydroConquest ist der Inbegriff der Sportuhren aus dem Hause Longines. Sie wird den Ansprüchen der Freunde der Weltmeere gerecht und bleibt dabei der Eleganz der Schweizer Marke treu. Die neue HydroConquest greift die Codes des Tauch­ sports auf und lässt sich von den Anforderungen dieser Disziplin inspirieren. Eine Wasserdichtigkeit bis 300 Meter, die

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einseitig drehbare Lünette, verschraubte Krone und Doppelsicherheitsfaltschließe sind allesamt Argumente, die den Stil dieses Modells akzentuieren. Die Dreizeigeruhr mit Datum birgt in ihrem Gehäuse von 43 mm Durchmesser ein mechanisches Uhrwerk mit Automatikaufzug, das exklusiv für Longines entwickelt worden ist. Das strahlende Weiß der Super-LumiNova®-beschichteten Indexe und Zeiger kontrastiert mit dem tiefen Schwarz ihres Zifferblatts. Die neue HydroConquest präsentiert sich an einem Armband aus schwarzem Kautschuk, das sich für optimalen Tragekomfort passgenau einstellen lässt. Mit ihrem starken Charakter und den rhythmischen Linien wird diese vollständig aus Keramik gefertigte Variante ihren Platz am Handgelenk aller Wassersport-Liebhaber finden, die Höchstleistung und Eleganz zu vereinen wissen. Die seit 1832 im schweizerischen Städtchen Saint-Imier ansässige Uhrenmarke kann stolz auf ein herausragendes technisches Know-how verweisen. Ihre Produkte verkörpern Tradition, Eleganz und Spitzenleistung. Das Unternehmen baut dabei in der Zeitmessung bei internationalen Weltmeisterschaften bzw. als Partner internationaler Verbände auf eine langjährige Erfahrung auf. Longines ist für die Eleganz seiner Uhren weltweit bekannt und gehört zur Swatch Group, dem weltweit führenden Uhrenhersteller. Die durch das Logo der geflügelten Sanduhr bekannte Marke verfügt derzeit über Vertriebsfirmen in mehr als 150 Ländern. r www.longines.de


Das neue Kochbuch aus dem Original FX Mayr:

The Original Mayr Cuisine Genussvolle Rezepte für ein Leben in Balance

Über 60 Rezepte von Chef de Cuisine Andreas Wolff Format 25 x 25 cm, 168 Seiten mit erstklassigen Fotos Exklusives Hardcover mit Goldprägung ISBN-Nr. 978-3-934170-94-0 – 29 Euro Bequeme Online-Bestellungen unter: www.original-mayr.com/shop


Porträt A

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Priesteregg Premium ECO Resort

Bergromantik und Zukunftsperspektiven


Bereits zur Eröf fnung des Bergdorfs Pr ie ster egg im Ja hr 2009 setzten die Inhaber auf Nachhaltigkeit. Zehn Jahre später überraschen sie mit einem revolutionären, autarken Energiekonzept, einem er weiterten Namen, einem großartigen, neuen Wellnessbereich sowie zwei nagelneuen Luxus-Villen für höchste Ansprüche. Te x t : G u n d u l a L u i g - R u n g e , F o t o s : P r i e s t e r e g g , G ü n t e r S t a n d l


Porträt A

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er Pinzgau ist mit seinem ur­ sprünglichen Landschaftsbild der Inbegriff alpiner Lebenswelt. Noch ein echtes Paradies, eingebettet zwi­ schen den Kitzbüheler Alpen, dem Natio­ nalpark Hohe Tauern und dem Steinernen Meer. Und die Menschen dort: sie sind bodenständig, herzliche Leute, die ihre Tra­ ditionen leben und lieben – und dabei of­ fen sind für neue Impulse. Genau wie Re­ nate und Hubert „Huwi“ Oberlader, die Ei­ gentümer und Gastgeber im Priester­ egg Premium ECO Resort in Leogang. Mit ihrem urigen Bergdorf stellen sie seit vielen Jahren unter Beweis, dass Luxus und Nachhaltigkeit sich im Tourismus nicht ausschließen müssen. Schon bei der Pla­ nung vor mehr als zehn Jahren waren sich die Oberladers bewusst, dass der Pinzgau ein einzigartiges Naturparadies ist, das es

Nicht nur die exklusive Lage der Villa Etaner macht sie zu einem besonderen Sehnsuchtsort, sondern auch die außergewöhnliche, organische Architektur, die sich nahtlos in die umliegende alpine Umgebung einfügt.

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Das großartige Panorama können die Gäste von der Sonnenterrasse aus genießen, zu der ein eigener beheizter Infinity-Pool gehört.

zu bewahren gilt. So wurden von Anbe­ ginn sämtliche gängigen Umweltaspekte berücksichtigt, angefangen bei der Architektur des Bergdorfes, bei dessen Bau ausschließlich ökologische Materialien verwendet wurden, über die Einbindung lokaler Zulieferer bis hin zur Unterstüt­ zung nachhaltig wirtschaftender und pro­ duzierender Lebensmittelbetriebe. Umgeben von Wiesen, Wald und den Leo­ ganger Steinbergen, warten auf 1 100 Hö­ henmetern mittlerweile 18 verschiedene Chalets und Villen auf alpinbegeisterte Gäste. Exklusiv genug für einen erholsa­ men und zurückgezogenen Urlaub, aber durch sechs verschiedene Kategorien doch reich an Auswahl und Individualität. Vom kusche­ligen, traditionellen Berg Chalet für bis zu fünf Personen über exklusive Life­ style-Unterkünfte wie das Luis Trenker und Willy Bogner Chalet für jeweils zwei bis zur brandneuen Villa ETANER für maxi­ mal acht Personen.

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Porträt A

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Das PRIESTEREGG BAD bietet diverse Saunen, Ruheinseln, Massageräume und einen Infinity-Pool.

Pünktlich zum zehnjährigen Betriebsjubiläum wurde das Wohlfühlangebot des beim anspruchsvollen Publikum äußerst beliebten Bergdorfes im Dezember 2019 um drei Gebäude-Komponenten erweitert: zwei neue Villen sowie das Priesteregg BAD mit Holzterrasse. Auf rund 3000 Quadratmetern wurde das neue BAD unter­ halb der Chalets in den Hang hineinge­ baut, es fügt sich mit einem bepflanzten Flachdach und viel Altholz harmonisch in die Umgebung ein. Zur gelungenen Aus­ stattung gehören eine original Lappland Rauchsauna, Ruheinseln, Massageräume und ein beeindruckender, ganzjährig be­ heizter Infinity-Außenpool, der in das Bergpanorama hineinragt. Ein eigens mit den Naturkosmetik-Experten „Team Dr. Jo­ seph“ entworfenes Duftkonzept verströmt wohltuenden Geruch in allen Räumen. Der Priesteregg-Duft wurde auf die

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umliegende Natur abgestimmt. Eine ÖlBar mit zwei erlesenen Ölen steht allen Gästen offen. In der „Ferdl“-Zirbenstube locken außerdem verschiedene Tees, küh­ les Wasser, Trockenobst und Nüsse. Das Besondere an den vorangegangenen Bau­ maßnahmen ist das revolutionäre Energie­ konzept dahinter. Gemeinsam mit der deutschen Viessmann Group entwickelten die innovationsbegeisterten Gastgeber ihre Vision von einer alternativen, unabhängi­ gen Energielösung. Über zwei Jahre dauer­ te die Entwicklungsphase des bisher ein­ zigartigen Zusammenspiels von sieben Energiesystemen, welche alle Chalets, Villen sowie das neue BAD mit Wärme, Wasser und Strom versorgt. Sonne, Erde, Abwasser-Wärmerückgewinnung, Biomas­ se und Biogas dienen als Energiequellen für die ökologische Energieerzeugung. Die charmanten Gastgeber Renate und Huwi Oberlader.

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Porträt A

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„Seit Anbeginn des Priesteregg und auch während der gesamten Planungsphase dieses Zubau-Projektes stand für uns der ökologische Gedanke und eine nachhaltige Ressourcennutzung an aller­ erster Stelle. Schon bei der Eröffnung vor zehn Jahren setzten wir auf die alternative Wärmegewinnung durch Hackschnitzel“, so Huwi Oberlader. Viessmann installierte unter anderem eine optisch auch sehr ansehnliche Photovol­ taik-Anlage und eine Bioflüssiggas-KraftWärme-Kopplung. Diese findet bei den Pools und Hot-Tubs in den Chalets Ver­ wendung, wobei die Abwärme des Wassers rückgewonnen und ins Energiesystem ein­ gespeist wird. Ein besonderes Highlight dieser zukunftsweisenden Energieerzeu­ gung stellt die Eisspeicheranlage dar, die dem Wasser aus der nahe gelegenen Birn­ bachloch-Quelle in einem unterirdischen Speicher permanent Energie entzieht, bis der ganze Speicher vereist ist. Dieses Eis

Die neue Wilderer Villa bietet ein Naturerlebnis der Extraklasse.

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wird dann im Sommer zum Kühlen des Restaurants verwendet. Alle Bausteine des gesamten Energiesystems stammen von Viessmann und somit aus einer Hand. Auch die intelligente Steuerung der einzel­ nen Komponenten untereinander, sodass jedes System dann eingreift, wenn es gera­ de am effektivsten ist. Das ist die wahre In­ novation! Grüner Luxus ist auch das Motto der Villa Etaner, welche auf 250 Quadratmetern eine Symbiose aus Nachhaltigkeit, Groß­ zügigkeit und Modernität verkörpert. Aus­ gestattet mit hochwertigsten Einrichtungsgegenständen, ergänzt die exklusive Dorn­ bracht-Live-Spa-Collection das Interieur. Neben individuellen Details wie PoetSoundanlagen in der Villa steht auch ein Swarovski-Optik-Teleskop für Naturbeob­ achtungen bereit. Zusätzlich genießen die Villen-Bewohner über einen privaten Zu­ gang Eintritt in das Priesteregg BAD. Eingebettet in den Wald mit einem herr­ lichem Talblick und eigenem Waldbad, wird die neue Wilderer Villa auf 100 Quadratmetern ihrem Namen gerecht. Ihr Baumhaus-Charakter ist unverkennbar, denn der obere Flügel liegt buchstäblich im Geäst der Bäume. Massivhölzer wie Zirbe und Lärche fanden hier Verwendung. Auf der Dachterrasse befindet sich das Wilde­ rer Deck mit einem Panorama Hot-Tub, der auch über die Viessmann GrauwasserAnlage ökologisch betrieben wird. Da die

herzlichen Gastgeber seit jeher besonde­ ren Wert auf eine hohe Qualität ihrer Kü­ che legen, stammen sämtliche frischen Zutaten vorrangig aus regionaler Produk­ tion. So werden den Gästen täglich selbst­ gebackenes Brot und Gebäck, frische Milch und Butter von Pinzgauer Bauern und Honig aus dem Nachbarort angeboten. Serviceleistungen, wie zum Beispiel das liebevoll zubereitete Frühstück im eigenen Chalet oder der Villa, verwöhnen Gäste be­ reits morgens auf höchstem Niveau. Ge­ mütlich wird es abends in Huwi’s Alm, dem Restaurant mitten im Resort, wo kulinari­ sche Spezialitäten wie das Hut-Essen ange­ boten werden. Im aufwendig umgebauten Heuboden von Huwi’s Alm befindet sich die „Brugg“ mit riesigen Panorama­ fenstern. Der helle, luftige Gastraum mit dem offenen Laubengang stellt insbeson­ dere an lauen Sommerabenden seine ro­ mantische Seite unter Beweis. Ein weiteres Highlight der „Brugg“: ihr großer Grill mit Fisch­räucherschrank. Seit 2014 betreiben Renate und Huwi Oberlader außerdem das stylische Hotel mama thresl im Ortszent­ rum von Leogang und seit 2015 in der Win­ tersaison den coolen Mountain Club hendl fischerei an der Asitz-Bergstation. r PRIESTEREGG Premium ECO Resort Sonnberg 22, A-5771 Leogang E-Mail: info@hideaways-hotels.com Internet: www.hideaways-hotels.com

Das Restaurant „Brugg“ mit Galloway-Spezialitäten sowie Wild- und Räucherfisch-Delikatessen.

Berg Chalet, 100 qm Anzahl Personen: 2 bis 5 Personen Preis: 276 Euro pro Person / Nacht bei Zweierbelegung Premium Chalet, 100 qm Anzahl Personen: 2 bis 5 Personen Preis: 325 Euro pro Person/ Nacht bei Zweierbelegung Willy Bogner Chalet, 150 qm + 56 qm ganzjährig beheizter Infinity-Pool Anzahl Personen: 2 Personen Preis: 660 Euro pro Person / Nacht bei Zweierbelegung Wilderer Villa, 100 qm innen Außen: 60 qm Terrasse + 58 qm Rooftop Anzahl Personen: 2 bis 4 Personen Preis: 490 Euro pro Person / Nacht bei Zweierbelegung 3. und 4. Erwachsener 140 Euro pro Person / Nacht Villa ETANER, 250 qm innen + 56 qm ganzjährig beheizter Infinity-Pool Außen: 250 qm Terrasse bzw. Balkon Anzahl Personen: 2 bis 10 Personen Preis 800 Euro pro Person/ Nacht bei Zweierbelegung 475 Euro pro Person / Nacht bei Viererbelegung 367 Euro pro Person / Nacht bei Sechserbelegung Jeweils inkl. Frühstück und Benutzung des Priesteregg Bads.

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Frankfurt und der Rheingau

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Hotel Jagdschloss Kranichstein

Frankfurt und der Rheingau Wein und Lebensfreude pur Der Rheingau – das sind sanfte Hügel, Weinberge, soweit das Auge reicht, malerische Städte, geschichtsträchtige Burgen, prachtvolle Schlösser. Und immer wieder schlängeln sich Rhein und Main durch diese schöne, von der Sonne verwöhnte Kulturlandschaft. Herzliche Gastgeber wie die Familie Sinz vom gleichnamigen Weinhaus in Wiesbaden-Frauen-


© Kai Abresch Photography

stein, Alfonso Penna aus Bad Homburg oder Stefan Stahl vom Hotel Jagdschloss Kranichstein begeistern ihre Gäste mit dem Besten, was Küche und Keller zu bieten haben. Ein kultureller Leckerbissen ist das Rheingau Musik Festival, das vom 20. Juni bis zum 5. September 2020 stattfindet und Musikliebhaber aus aller Welt lockt. Apropos locken – wer durch den Rheingau reist, der hat sicher die hessische Metropole Frankfurt auf seiner Agenda. Weithin sichtbar ragen die Türme des Bankenviertels in den Himmel, sind Symbol für Dynamik und Internationalität der weltberühmten Stadt am Main. Doch Frankfurt bietet seinen Besuchern auch verwinkelte Gassen in der historischen Altstadt oder den Chinesischen Garten als Oase der Ruhe. Verführerisch einkaufen lässt es sich im Shoppingparadies Zeil. Der gastronomische Bogen spannt sich von bodenständigen Gaumengenüssen bis hin zur Sterneküche, vom Traditionshotel bis zum modernen Businesskomplex.

Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n , Fo t o s : K l a u s L o r k e


Lichtdurchflutet präsentiert sich das Burgrestaurant.

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Burg Schwarzenstein

Oase der Ruhe mit kulinarischem Hochgenuss

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anftes Hügelland, malerische Dörfer und international renommierte Winzer. Der Rheingau gehört zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten in Deutschland. Am höchsten Punkt im malerischen Johannisberg thront majestätisch die Burg Schwarzenstein. Von hier ist der Blick auf die Rheinebene einfach atemberaubend. Die denkmalgeschützten Mauern der anno 1873 erbauten Burg könnten viele Geschichten erzählen. Heute aber beherbergen sie eines der schönsten Domizile des Landes: Burg Schwarzenstein – Luxushotel, Sternerestaurant und Traumort für Genießer! Stéphanie Teigelkamp ist als Flugbegleiterin weltweit unterwegs, heute New York, morgen Dubai und doch hat sie einen absoluten Lieblingsplatz. „Wenn ich auf der Terrasse des Burgrestaurants sitze, bei einem guten Glas Wein über die Weinberge und das Rheintal schaue, dann bin ich wirklich zu Hause. Besonders liebe ich die Sonnenuntergänge. Einfach traumhaft, dieses Panorama und die Ruhe“, erklärt die charmante Gastgeberin. „Die Adelsfamilie Mumm von Schwarzenstein ließ dieses Anwesen errichten, es diente ihr als Sommerresidenz. Nach Abstimmung mit dem Denkmalschutz wurden die Burganlage und der als englischer Landschaftsgarten konzipierte Park saniert“, erzählt Stéphanie Teigelkamp. Höchste Genussmomente erlebt man im Restaurant Schwarzenstein. Das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant zählt zu den besten der Republik. Im modernen und eleganten Glaspavillon überzeugt Nils Henkel selbst anspruchsvollste Gourmets mit seinen Menüs FAUNA und FLORA. Den passenden Tropfen weiß Michel Fouquet aus dem gut bestückten Weinkeller zu kredenzen. Der Franzose wurde jüngst vom Falstaff zum Sommelier des Jahres gewählt. Aber auch im Burgrestaurant werden die Gäste auf das Feinste verwöhnt. Küchenchef Marco Stenger und sein Team zelebrieren perfekt die Kochkunst der Rheingau-Region. Klassiker und Spezialitäten aus saisonalen Bio-

Marco Stenger, Küchenchef im Burgrestaurant.

Feines aus der Burgrestaurantküche.

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Die Riesling Suite verfügt über ein komplett verglastes Wohnzimmer, das mit einem eigenen Weinklimaschrank ausgestattet ist. Unten: Die Gastgeber Stéphanie und Michael Teigelkamp mit „Haus und Hof“-Labradorhündin Leni.

Hundekörbchen, Näpfe, Speisekarte – alles für den vierbeinigen Gast.

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produkten stehen hier im Fokus. Den Auftakt zu einem Burgrestaurant-Menü macht zum Beispiel ein Feldsalat mit Kartoffelspeck-Dressing und geräucherter Entenbrust. Auf das Riesling-Süppchen folgt ein zart geschmorter Sauerbraten vom heimischen Rind mit Rotkohl und Kartoffelklößen. Verführerisch köstlich der süße Abschluss: Crème brûlée von der Bourbon Vanille mit Weintraubenragout. Wer auf Fleisch verzichtet, der kann ein vegetarisches Menü wählen. Für den Service und die Weinauswahl zeichnet kompetent Maître d’Hôtel Tim Buchmann verantwortlich. Besonders schön sitzt es sich an warmen Tagen auf der von Weinreben umrankten Burgterrasse. Das kulinarische Angebot wird durch das Restaurant Grill & Wine abgerundet. Auch hier sind die Speisen kreativ, temperamentvoll, frisch und vielseitig. Die ungezwungene Atmosphäre lebt durch blank polierte Holztische und den schwungvollen Service, der offene Weine

sowie frisch gezapftes Bier ausschenkt. Im Sommer werden saftige Steaks, Bratwürste, Hummer und Co direkt vor den Augen der Gäste auf dem Holzkohlegrill zubereitet. Die luxuriösen Zimmer und Suiten des Hideaways verteilen sich auf das historische Burggebäude und die Parkresidenz. Sie sind mit edlen Seidenstoffen in Cremeund Beige-Tönen ausgestattet. Während das Interieur in der historischen Burg romantisch anmutet, bestechen die Zimmer in der Parkresidenz durch einen modernen, eleganten Stil. Dass Vierbeiner auf Burg Schwarzenstein gern gesehen sind, ahnt man schon beim Betreten der großzügigen Lobby. Dort begrüßt Labradorhündin Leni die Gäste ganz nach Gusto schwanzwedelnd oder entspannt auf dem Boden ruhend. Auf Burg Schwarzenstein gibt es nicht nur ein weiches Hundebett und eine NapfBar aus edlem Holz, sondern sogar eine personalisierte Hundekarte sowie drei Hundemenüs. r

Burg Schwarzenstein Gastgeber: Stéphanie und Michael Teigelkamp Rosengasse 32 D-65366 Geisenheim-Johannisberg Telefon: 0 67 22 / 99 50-0 E-Mail: info@burg-schwarzenstein.de Internet: www.burg-schwarzenstein.de 52 Zimmer und Suiten Übernachtungspreise: DZ ab 295 Euro, Frühstück: 34 Euro Öffnungszeiten Burgrestaurant: Montag bis Samstag 12.00 – 14.30 Uhr und 18 Uhr – 22.30 Uhr, Sonntag 12.30 – 14.30 Uhr und 18.00 – 22.30 Uhr Öffnungszeiten Restaurant Schwarzenstein Nils Henkel: Mittwoch bis Freitag 18.30 – 22.30 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertage 12.00 – 14.30 Uhr und 18.30 – 22.30 Uhr Ruhetage: Montag und Dienstag Öffnungszeiten Restaurant Grill & Wine: Mittwoch bis Sonntag 13.00 – 22.00 Uhr Ruhetage: Montag und Dienstag Hunde: 25 Euro, barrierefrei Kreditkarten: alle außer Diners Memberships: HIDEAWAYS HOTELS Collection, Relais & Châteaux

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Elegant und gemütlich – das Ambiente im Weinhaus Sinz. Unten links: Warmes Ochsenfleisch mit Frankfurter Grüner Soße und Bratkartoffeln. Rechts: Ein edler Tropfen vom eigenen Weinberg.

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Weinhaus Sinz

Gelebte Tradition und kreative Küche

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ieses Drei-Sterne-Superior-Domizil zählt zu den 50 besten Dorfgasthäusern in Hessen und auch Falstaff lobt es im aktuellen GasthausGuide 2020 mit stolzen 87 Punkten. Dabei ist das Weinhaus Sinz viel mehr als nur ein Gasthaus, in dem man gut essen und schlafen kann. Es ist ein Domizil, in das die Menschen immer wieder gern zurückkehren, denn die Gastgeberfamilie hat etwas verinnerlicht, was in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr ist: Sie bietet nicht nur eine hervorragende Küche und gemütliche Zimmer, sondern außerdem besten Service − kompetent, ohne Hektik und dabei stets mit einem Lächeln, das von Herzen kommt! „Viele Gäste besuchen uns seit Jahrzehnten. So manch einer wurde zum Freund. Die Menschen lieben unser zauberhaftes Fleckchen Erde. Sie gehen wandern und genießen anschließend, was Küche und Keller zu bieten haben. Wer shoppen oder Kultur erleben möchte, der ist in wenigen Minuten in Wiesbaden“, erzählt Gastgeber Klaus Sinz. Mit der gleichen Freude wie zuvor seine Eltern führen der sympathische Küchenmeister und seine Frau Katharina zusammen das schöne Weinhaus. Er steht selbst am Herd und verwöhnt die Gäste mit einer vorzüglichen, bodenständigen Küche. Inzwischen wird er dabei von Sohn Niklas unterstützt und auch Seniorchefin Lore sowie ihr Mann Hermann sind stets da, wo sie gebraucht werden. „Drei Generationen unter einem Dach und es klappt“, sagt Klaus Sinz schmunzelnd, ergänzt: „Verarbeitet werden nur hochwertigste Produkte, möglichst aus der Umgebung. Wir kochen grundsätzlich saisonal. Im Frühling bieten wir zum Beispiel unser Kirschblütenmenü an, später gibt es Spargel- oder Pfifferlingsgerichte, im Winter Gänsebraten.“ Zu den Spezialitäten gehören Fische aus dem eigenen Forellenbassin. Ebenfalls köstlich: das Atlantik-Seezungenfilet, gefüllt mit einer Mischung aus Garnelenmousse und Gemüse auf schwarzen Nudeln an Safransoße, oder ganz klassisch der Rehbraten aus der Rheingauer Jagd mit Kartoffelklößen und

Apfelrotkohl. Zum süßen Abschluss lockt zum Beispiel Omas Topfenknödel mit gemischten Beeren und Vanilleeis. Das anno 1898 erbaute Refugium wurde stets dem Zeitgeist angepasst, trotzdem blieben die angenehme Atmosphäre und die Gemütlichkeit immer erhalten. Die behaglichen Restaurantstuben sind liebevoll dekoriert, die großzügigen Zimmer modern und komfortabel. Natürlich spielen edle Tropfen in einem Haus, das Wein in seinem Namen trägt, eine herausragende Rolle. Im Angebot sind elf offene Rheingauer Rebensäfte sowie an die 30 Flaschenweine, sechs stammen vom eigenen Weinberg. Wer die köstliche Küche von Vater und Sohn erleben möchte, der sollte unbedingt einen Tisch reservieren, denn

die Gasträume sind nahezu jeden Abend komplett besetzt. r Weinhaus Sinz Gastgeber: Familie Sinz Herrnberger Straße 17–19 D-65201 Wiesbaden-Frauenstein Telefon: 06 11 / 94 28 90 Telefax: 06 11 / 9 42 89 40 E-Mail: info@weinhaus-sinz.de Internet: www.weinhaus-sinz.de Öffnungszeiten Küche: Dienstag bis Samstag 11.30 – 21.30 Uhr Ruhetage: Sonntagabend und Montag 17 Zimmer, Übernachtungspreise: DZ ab 130 Euro inkl. Frühstück Hunde erlaubt, Festräume Diverse Veranstaltungen Kulinarischer Kalender Kreditkarten: alle

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Ristorante da Alfonso

Zu Gast bei Freunden

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rei Säulen sind es, die dieses Ristorante so einmalig machen: feine Kochkunst, ausgezeichnete Weine und herzlichste Gastfreundschaft! Am 9. April 1992 öffnete Alfonso Penna erstmals die Tür zu seinem Ristorante da Alfonso im hessischen Bad Homburg. Es ist das Städtchen, dem der Dichter Heinrich von Kleist anno 1809 mit seiner Oper „Der Prinz von Homburg“ ein literarisches Denkmal setzte. „Es war ein Sprung ins kalte Wasser, ich musste Schulden machen, mein Haus verkaufen, aber ich habe an dieses Ristorante geglaubt“, erzählt Alfonso Penna. Und er sollte Recht behalten, denn seitdem ist er sozusagen der kulinarische Prinz von Bad Homburg: „Bereits am ersten Tag kamen die Gäste und sie halten uns bis heute die Treue. Darauf bin ich stolz!“ Vielen Stammgästen gilt das Ristorante da Alfonso inzwischen als der „beste Italiener“ im Taunusgebiet. Industrielle, Politiker, Fußballer und prominente Zeitgenossen wie Mario Adorf lieben das gemütliche Ambiente, kommen gern wieder, um sich verwöhnen zu lassen und um die warmherzige Atmosphäre zu genießen. „Qualität und Service haben bei uns oberste Priorität. Zu Gast bei Freunden lautet unsere Philosophie“, sagt der superfreundliche, quirlige Gastronom. Unterstützt wird er von seiner charmanten Frau Lili und einem höchst engagierten, fröhlichen Team. Man nennt Alfonso auch den Trüffelkönig, denn Trüffel gehören ganzjährig zu den Spezialitäten des Hauses. Rasch drückt der gebürtige Italiener aus Avellino (bei Neapel) seinen süßen Zwillingen Romina und Xenia noch einen Kuss auf die Stirn, dann öffnet er mit leuchtenden Augen ein kleines, weißes Paket, schnuppert, fühlt. „Fantastico, ganz frisch, hervorragende Qualität“, sagt er strahlend. Dabei sieht das, worüber sich Alfonso freut, eher unspektakulär aus – kleine schwarze Knollen die einen besonderen Duft verströmen: Trüffel aus dem Piemont! „Bevor Trüffel Nudel-, Reis- oder Fleischgerichte in den Gourmethimmel heben, sind sie nichts weiter als ein unterirdisch wachsender Pilz, aber ein ganz be-

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Mediterrane Atmosphäre. Fisch fangfrisch! Links: Wolfsbarsch zum Beispiel, Knurrhahn, Bonito, Octopus, Seezunge, Calamaris, Vongole und Austern. Unten: Köstliches aus Armandos Küche.

sonderer, ein Schatz, der gehoben werden muss“, erklärt der Patron, reicht das kostbare Päckchen an seinen Cousin Armando weiter. Der ist Küchenchef im Ristorante und was dieser Mann auf die Teller zaubert, das ist Genuss in Vollendung. Fischgerichte und Meeresfrüchte erfreuen sich bei den Gästen besonderer Beliebtheit. „Die bekommen wir sozusagen fangfrisch“, sagt Armando. Wärmt Körper und Seele und schmeckt dabei noch himmlisch gut: seine neapolitanische Fischsuppe! Auch zu empfehlen: Octopuscarpaccio auf Linsensalat, Pasta mit Hummer oder ein Wolfsbarschfilet. Die Weinauswahl obliegt dem Chef persönlich. Die Karte listet alle bekannten Weinanbaugebiete seiner italienischen Heimat. „Wein ist meine Leidenschaft. Ich schmecke, wo die Reben wachsen, wie sie bewässert werden und ob sich zum Bei-

spiel Apfelplantagen in der Nähe befinden“, erklärt Alfonso, offeriert einen „Kreuth” Chardonnay DOC: „Ein angenehm weicher, dennoch nachhaltiger Tropfen vom Weingut Cantina Terlan aus Südtirol.“ r

Ristorante da Alfonso Gastgeber: Alfonso Penna Louisenstraße 109 a D-61348 Bad Homburg v. d. Höhe Telefon: 0 61 72 / 29 735 oder 0 61 72 / 21 100 Telefax: 0 61 72 / 45 73 63 E-Mail: ristorante@da-alfonso.de Internet: www.da-alfonso.de Öffnungszeiten Küche: 12.00 – 15.00 Uhr und 18.00 – 23.00 Uhr, kein Ruhetag Terrasse, Catering Kreditkarten: American Express, Diners Club, Mastercard, Visa, EC-Karte


Alfonso und Lili Penna mit ihrem engagierten Team sowie dem Zwillingspärchen Romina und Xenia.

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Linguine alla „Francesco“ im Parmesan-Nest – mit grünem Spargel, Cipolla, Aglio, Pomodore und halbem Hummer.

Miro’s Ristorante

Genuss für alle Sinne

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legant eingedeckte Tische, vergoldete Deckenlampen, Designermöbel des Schweizer Labels Vitra, ein schwarzer Steinway-Flügel, luxuriöse Armani-Tapeten, farbenfrohe Gemälde. Von den Panoramafenstern und der herrlichen Skyline-Terrasse geht der Blick weit hinaus zu den waldreichen Hängen des Taunus. Miro’s Ristorante im Kurstädtchen Königstein ist schon optisch ein absoluter Eyecatcher. Darüber hinaus ist es eine echte Entdeckung für Liebhaber der feinen, mediterranen Küche. Die außerordentlich gut bestückte, begehbare Vinothek mit über 80 edlen Tropfen lässt das Herz jedes Oenophilen höherschlagen. 2008 eröffnet und fünf Jahre später an die Falkensteiner Straße umgezogen, hat sich das Ristorante des agilen Gastgebers Mirwais Stuman längst hervorragend etabliert und ist bei Feinschmeckern weit über die Grenzen von Königstein hinaus bekannt. Küchenchef Francesco Islami und Souschef Sascha Hilz sind Meister ihres Fachs. Sie begeistern das anspruchsvolle Publikum mit hervorragenden Speisen, für die nur ausgesuchte Produkte von höchster Qualität verarbeitet werden. Wer einmal mit ihnen eine Reise durch die kulinarischen Regionen des Mittelmeerraumes unternommen hat, der kehrt gern an

„Manchmal muss es Kaviar sein!“

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Stilvoll und elegant präsentiert sich der schöne Genusstempel.

diesen Ort des Genusses zurück. Hier wirft man bei jedem Besuch voller Vorfreude einen Blick auf die wechselnde Speisekarte und bekommt sofort Appetit – zum Beispiel auf ein hausgebeiztes norwegisches Wildlachs-Carpaccio mit frischen Fenchelstreifen, rosa Pfefferfrüchten, Frühlingslauch und Limonen-Vinaigrette. Die Tagliolini haben ein „Bad“ in weißer Trüffel-Buttersoße genommen, das gegrillte, argentinische Black-AngusFilet wird von einem Walnuss-Risotto begleitet und das hausgemachte WalnussKrokant-Vanilleeis-Parfait geht mit marinierten Waldbeeren eine gar köstliche Liaison ein. Täglich gibt es fangfrischen Fisch, Schalen- und Krustentiere. In der warmen Jahreszeit verführen leckere Grillspezialitäten. Außerdem ist Miro’s Ristorante eine tolle Event-Location. Ob Halloween-Party, Secret-Agent-Party à la James Bond oder Wein-Degustationen, der innovative Gas-

tronom lässt sich immer wieder Neues einfallen, um seine Gäste zu begeistern. Die schicke Davidoff-Smoker’s- und Champagner-Lounge ist der ideale Ort, um nach einem genussvollen Menü bei einer Davidoff-Zigarre und einem Gläschen Veuve Clicquot zu chillen. r Miro’s Ristorante Gastgeber: Mirwais Stuman Falkensteiner Str. 28, D-61462 Königstein / Ts. Telefon: 0 61 74 / 99 83 - 42 Telefax: 0 61 74 / 99 83 - 43 E-Mail: miro@miros-ristorante.de Internet: www.miros-ristorante.de Öffnungszeiten Küche: Mo. bis Sa. 12.00 – 15.00 Uhr und 18.00 – 23.00 Uhr, So. 12.00 –15.00 Uhr und 17.00 – 22.00 Uhr Öffnungszeiten der Davidoff-ChampagnerLounge: Mo. bis Sa. 19.00 – 2.00 Uhr Die Lounge kann separat gemietet werden. Freitag und Samstag Klaviermusik Hauseigene Trattoria: gleiche Öffnungszeiten Kreditkarten: alle


Seeteufel-Medaillon im Pancetta-Mantel vom Grill an Minze-Champagner-SoĂ&#x;e, buntem Linsen-Patate-Ragout und altem Balsamico-Essig.

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So gemütlich sitzt man in der Restaurant-Stube des Hauses. Rechts: Die charmanten Gastgeberinnen Renate Schleunung und ihre Tochter Alexandra. Unten: Die Weinbar „Emma“.

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Zeller – Hotel + Restaurant

Frauenpower am Main

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ralte Bäume, ein leise vor sich hin plätscherndes Flüsschen, individuell eingerichtete Zimmer und Suiten, eine ausgezeichnete Küche und herzliche Gastgeber. Wer im Vier-SterneDomizil Zeller – Hotel + Restaurant in Unterfranken eincheckt, der kann sich auf eine wahrhaft entspannte Zeit freuen. Renate Schleunung, ihre Tochter Alexandra und die langjährigen Mitarbeiter sorgen mit Liebe und Professionalität dafür, dass man sich in diesem schönen Refugium vom ersten Moment an willkommen fühlt. Alexandra hat Hotelmanagement studiert, kann auf so renommierte Stationen wie die luxuriöse Villa Kennedy oder das Louis Hotel in München zurückblicken. Aber sie ist gern in die Heimat zurückgekehrt: „Hier bin ich zu Hause, führe das Haus jetzt in der vierten Generation. Nach meiner Großmutter Emma haben wir auch unsere neue Weinbar benannt. Ohne die Familie wären wir nicht so weit gekommen. Vor sechs Jahren konnten wir unser 100-jähriges Bestehen feiern. Dafür sind wir dankbar. Die Weinbar Emma ist eine Hommage an eine tolle Frau. Unsere Philosophie ist einst wie heute die gleiche Qualität, und Wohlgefühl für unsere Gäste steht an erster Stelle“, erzählt die Juniorchefin. Natürlich wurde das anno 1914 erbaute Haus immer wieder modernisiert und erweitert. „Da trifft es sich gut, mit meinem Mann Burkard einen Architekten in der

Familie zu haben“, so die charmante Gastgeberin Renate Schleunung schmunzelnd. Sie selbst hat ein kreatives Händchen für schönes Design und opulente Stoffe. Das Interieur besticht durch bezaubernde Accessoires, die den Räumen Persönlichkeit verleihen. Ein absolutes Highlight aber ist der neue Zeller Garden SPABereich. Das schicke Wellness-Refugium erstreckt sich auf 600 Quadratmeter. Hier kann man relaxen und sich mit wohltuenden Massagen oder Beauty-Treatments verwöhnen lassen. Vom Pool mit Panorama-Glasfront über Saunen bis hin zu den eleganten Ruheräumen trägt alles die Handschrift von Burkard Schleunung. Natürlich spielt die Kulinarik ebenfalls eine bedeutende Rolle. Küchenchef Harald Wiedenhöft ist ein Meister seines Fachs und verwöhnt seit nunmehr 17 Jahren mit einer hochwertigen, feinen Regionalküche, die er facettenreich durch mediterrane Einflüsse zu kreieren weiß. Köstlich zum Beispiel seine gegrillte Dorade mit süß-saurem Auberginengemüse und Rosmarinkartoffeln oder die hausgemachten Entenravioli, die von Birnen, Walnüssen und Parmesan begleitet werden. Das Filet vom Weidenrind geht eine höchst schmackhafte Liaison mit getrüffelten Schwarzwurzeln und Kräutergnocchi ein. Aber auch Vegetarier werden auf der Speisekarte ganz sicherlich ihre Lieblingsspeise finden. Zu allen Gerichten weiß Ute Wiedenhöft – Sommelière und Ehefrau des Küchenchefs – kompetent und stets mit einem Lächeln den passenden Tropfen aus dem opulenten Gewölbekeller zu empfehlen. Gegessen wird in den behaglichen Gaststuben

Saiblings-Tatar, Avocado, Blumenkohl, Wasabi. oder bei warmen Temperaturen auf der Terrasse mit Lounge-Charakter. Das Refugium ist darüber hinaus ein perfekter Ort für unvergessliche Familienfeiern. r

Zeller – Hotel + Restaurant Gastgeberinnen: Alexandra und Renate Schleunung Aschaffenburger Straße 2 D-63796 Kahl am Main Tel.: 0 61 88 / 9 18-0, Fax: 0 61 88 / 9 18-100 E-Mail: rezeption@hotel-zeller.de Internet: www.hotel-zeller.de Öffnungszeiten Küche: 12.00 – 14.00 Uhr und 18.00 – 22.00 Uhr, 86 Zimmer und Suiten, teilweise barrierefrei, Übernachtungspreise: DZ ab 190 Euro inkl. Frühstück Vier komplett ausgestattete Tagungsräume, Fitnessraum, barrierefrei, Hunde: 10 Euro Kreditkarten: Mastercard, American Express, Visa, EC-Karte

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Hotel Jagdschloss Kranichstein

Ein Ort der Lebensfreude und feinster Kulinarik

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s ist eines der schönsten Barockjuwelen im Rhein-Main-Gebiet – das Jagschloss Kranichstein in Darmstadt, eingebettet in eine bezaubernde Wald- und Seenlandschaft. Nach aufwen-

diger Renovierung begeistert dieses einzigartige Refugium seit 2014 als Vier-SterneSuperior-Hotel wieder Gäste von nah und fern. Es liegt idyllisch in einem 4,2 Hektar großen Park und doch ist die Metropole Frankfurt nur 30 Kilometer entfernt. Nach nunmehr sechs Jahren zieht Hoteldirektor Stefan Stahl eine positive Bilanz: „Wir haben uns sehr gut etabliert. Hochzeitspaare schätzen die traumhafte Kulisse für ihren großen Tag. Wir haben sogar eine eigene Kapelle. Romantischer kann man kaum ‚Ja‘ sagen. Businessgäste lieben die Ruhe und schätzen die Nähe zur Großstadt. Hier können sie ungestört tagen, der Flughafen liegt trotzdem praktisch vor der Tür.“ Seit der Wiedereröffnung leitet der gebürtige Westfale die Geschicke des Jagdschlosses Kranichstein. Unterstützt wird er dabei von engagierten Mitarbeitern, zu denen auch Katharina Schmitt gehört. Nach Lehr- und Wanderjahren ist sie in das Jagdschloss zurückgekehrt. Die sympathische Hessin ist ein echtes Sprachtalent, parliert mit den Gästen in Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Schwedisch, lernt gerade die Gebärdensprache und wurde mit dem Deutschen Hotelnachwuchs-Preis 2016 ausgezeichnet.

Die Deluxe-Zimmer verwöhnen mit Raum und edlen Materialien.

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„Katharina ist eine Bereicherung für unser Haus, ebenso wie unser neuer Küchenchef Christian Buer. Vor einigen Jahren nahm ihn der Guide Michelin in den Olymp der Sterneköche auf“, erzählt Stefan Stahl. Da passt es geradezu perfekt zum Jagdschloss, dass der Küchenchef passionierter Jäger ist und sogar im Spessart ein eigenes Revier hat. Christian Buer verwöhnt mit einer exquisiten Kochkunst, liebt die französische Cuisine, verwendet vorzugsweise Produkte aus der Region und kocht saisonal. Großen Wert legt er auf Casual Fine Dining. „Mir ist es wichtig, dass sich die Gäste wohlfühlen, ob im Gourmetrestaurant Kavaliersbau, im Bistro oder bei den zahlreichen Festen und Veranstaltungen, die wir ausrichten. Der Gesamtmix ist eine spannende Herausforderung“, so der 41-jährige Familienvater, der sein Können bereits in so renommierten Häusern wie dem Tigerpalast in Frankfurt unter Beweis stellte. Ein weiterer Schatz im Hotel Jagdschloss Kranichstein ist der Weinkeller – hier lagern an die 150 Positionen edelster Tropfen! Das gelungene Interieur trägt die Handschrift der renommierten Innenarchitektin Cornelia Markus-Diedenhofen.


Links: Küchenchef Christian Buer. Oben: Das Gourmetrestaurant Kavaliersbau. Ein perfekter Service ist im Hotel Jagdschloss Kranichstein selbstverständlich.

Sie erhob passend zur Geschichte des im 16. Jahrhundert von Landgraf Georg I. von Hessen-Darmstadt erbauten Hauses die Jagd zum Thema der aufwendigen Neugestaltung, kombinierte sie mit zeitgemäßer Sachlichkeit. Entstanden ist eine perfekte Synthese aus Historie und Zeitgeist, die sich auch in den komfortablen Zimmern und Suiten widerspiegelt. r

Hotel Jagdschloss Kranichstein Hoteldirektor: Stefan Stahl Kranichsteiner Str. 261 D-64289 Darmstadt Telefon: 0 61 51 / 1 30 67-0 Telefax: 0 61 51 / 1 30 67-99 E-Mail: info@hotel-jagdschloss-kranichstein.de Internet: www.hotel-jagdschloss-kranichstein.de 48 Zimmer und Suiten Übernachtungspreise: DZ ab 99 Euro

Öffnungszeiten Restaurant Kavaliersbau: Di. bis Sa. ab 18.00 Uhr, So. 12.00 – 15.00 Uhr Lunch, Ruhetag: Mo. Öffnungszeiten Bistro: täglich 12.00 –14.30 Uhr u. 18.00 – 21.30 Uhr Tagungs- und Festräume Fitnessraum, diverse Veranstaltungen, Kulinarischer Kalender siehe Website Nächster Golfplatz: drei Kilometer Kreditkarten: alle

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Das Hilton Frankfurt City Centre befindet sich im Herzen Frankfurts. Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten sowie das Bankenviertel sind schnell zu Fuß erreichbar.

Die 342 modernen und geräumigen Zimmer und Suiten bieten das ideale Ambiente zum Arbeiten und Entspannen.

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Hilton Frankfurt City Centre

Im neuen Design

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ohl kaum eine andere deutsche Stadt ist so kosmopolitisch und kontrastreich wie Frankfurt. Immer wieder gilt es, Neues zu entdecken – kulturell, kulinarisch und vor allem architektonisch. Wer einmal die spannenden Facetten der Main-Metropole kennengelernt hat, den zieht es immer wieder hierher. Auch das Hilton Frankfurt City Centre mit seiner beeindruckenden Architektur in exponierter Lage, seinen lokalen Einflüssen sowie persönlichem und weltoffenem

Service spiegelt Frankfurt perfekt wieder. Bereits im letzten Jahr konnte das Haus auf 20 Jahre Gastfreundlichkeit in der Frankfurter Innenstadt zurückblicken. In all den Jahren wurde es immer am Puls der Zeit geführt, wie General Manager Marc Snijders betont. Da passt es ins positive Gesamtbild, dass ab Mai neben sämtlichen Zimmern im Haus auch die neu gestaltete Lobby & Bar mit neuem Design und Konzept überzeugt und der Ballsaal ebenfalls im frischen Glanz erstrahlt. Wer nun im Hilton logiert, dem bieten die 342 modernen und geräumigen Zimmer und Suiten das ideale Ambiente zum Arbeiten und Entspannen. Große Fensterfronten mit Blick auf die Stadt und die Skyline Frankfurts oder den idyllischen

Park sowie Sitzbänke am Fenster, die zum Verweilen einladen, sind Glanzstücke der neuen Zimmer. Gäste des Executive Floors genießen zudem einen besonderen Service. „Unsere in den letzten Jahren neu gestaltete Executive Lounge war schon immer ein entspannender Ort für unsere Gäste, um sich zum Frühstück, bei Speisen und Getränken auszutauschen oder ungestört zu arbeiten“, sagt Marc Snijders. Sämtliche Zimmer wurden also komplett neu gestaltet und eingerichtet. Als sehr gelungen kann man auch die Renovierung von Bar, Restaurant und Lobby mit neuen Möbeln und in urbanem Design bezeichnen. Die Bar überzeugt mit einem Mix zwischen Lounge und Restau-

Große Fenster verwöhnen mit einem Blick auf die faszinierende Frankfurter Skyline. Sämtliche Zimmer wurden komplett neu gestaltet und eingerichtet und erstrahlen mit frischen, lebhaften Farben in neuem Glanz.

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rant im Rahmen eines attraktiven „All Day Dining“-Konzeptes. Den ganzen Tag werden lokale Speisen aus der Region angeboten, die durch internationale Komponenten und Einflüsse aus New York ergänzt werden. Die bisher eher kühlen, zum Teil von Blau dominierten Töne in den öffentlichen Bereichen des Hotels erstrahlen nun in warmen Farben, sodass der Gast in eine „wohnzimmerhafte Atmosphäre“ taucht. Hier kommt nicht das Gefühl ein klassischen Hotels auf, sondern man fühlt sich durch den herzlichen und persönlichen Service wie bei Freunden. Passend dazu fühlen sich auch die Mitarbeiter in modernen, lockeren Outfits statt typischer Hoteluniformen besonders wohl. Durch den schönen angrenzenden Park hat das Hotel noch ein weiteres

Highlight zu bieten: Einzigartig für ein Hotel im Stadtzentrum eröffnet die Sommerterrasse, mit Live Barbecue Grill und entspannter Atmosphäre, den perfekten Platz für Genießer. Ob Familienfest oder Firmenevent, die Terrasse ist auch als Veranstaltungsort für bis zu 80 Gäste sehr beliebt. Für eine größere Eventlocation steht der frisch renovierte Ballsaal mit einer Kapazität für bis zu 550 Personen zur Verfügung. Angrenzend an das frühere öffentliche Stadtbad, mit Tageslicht und Blick ins Grüne, finden sich die Eigenschaften Frankfurts wieder. Teile des historischen Bads wurden mit in das moderne Design des Ballsaals integriert und sorgen so für ein besonderes Ambiente. Nicht nur das Historische verbindet das Hilton Frankfurt City Centre mit dem Stadtbad. Das halbolympische Becken des Schwimmbads besteht weiterhin und kann von Hotelgästen genutzt werden. Zudem bieten moderne Trainingsgeräte, Sauna, Dampfbad und Massage-Gelegenheiten im 2 000 Quadratmeter großen Health & Fitness Club einen Ort zum Entspannen und Trainieren. r

Wer einen Ausgleich sucht oder nach einem geschäftigen Tag etwas für sein körperliches Wohlbefinden tun möchte, ist im halbolympischen Schwimmbad bestens aufgehoben.

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Hilton Frankfurt City Centre General Manager: Marc Snijders Hochstraße 4 D-60313 Frankfurt am Main Telefon: 0 69 / 13 38 00 Telefax: 0 69 / 13 38 20 E-Mail: info.frankfurt@hilton.com Internet: www.frankfurt.hilton.com


Oben: Einzigartig für ein Hotel im Stadtzentrum bietet die Sommerterrasse, mit Live Barbecue Grill und entspannter Atmosphäre, den perfekten Platz für Genießer.

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Viele Gäste warten bereits auf das Frühjahr, um wieder draußen auf der stylishen Lounge-Terrasse Platz zu nehmen.

Restaurant L’Unico

Congratulazioni zu zehn Jahren Genuss!

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m Frankfurter Westend-Süd gibt es etwas zu feiern. Vor genau zehn Jahren eröffnete Andrea Milicia in der Mendelssohnstraße sein Restaurant und nannte es „L’Unico“ – einmalig! Und so ist es auch bis heute geblieben, einmalig und besonders. Ein Ort, an den man gern zurückkehrt, gern verweilt und die wunderbar italienische Atmosphäre ebenso genießt wie all das Gute, das hier auf den Tisch kommt. Bereits als Dreijähriger kam der gebürtige Sizilianer an den Main. „Ich bin sehr zufrieden, dass die Menschen unser Restaurant so gut annehmen. Nun, ich bin sicherlich deutscher als mancher Einheimischer. Gerade, was das Restaurant angeht, lege ich großen Wert auf Perfektion, bei der Ware, bei den Mitarbeitern, beim Service. Alles muss stimmen, damit sich der Gast wohlfühlt“, erklärt der erfahrene Gastronom. Und doch bleibt er im Herzen Italiener, ein Patron, der mit Herz und Sachverstand die Geschicke seines Gourmettempels leitet. Im edlen, behaglichen Ambiente wird eine außergewöhnliche italienische Spitzenküche gepflegt − abwechslungsreich, reduziert, raffiniert und köstlich. Für sie

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Abendstimmung vor dem L’Unico.

zeichnet seit über acht Jahren Pino Ruggieri aus Kalabrien verantwortlich. „Wir nehmen den Gast mit auf eine kulinarische Rundreise durch Italien, zeigen ihm die Küche der einzelnen Regionen, lassen ihn Weingüter besuchen“, erklärt Andrea Milicia. Selbstverständlich ist die Pasta in diesem Genusstempel hausgemacht. Nach dem Lauf der Jahreszeiten bestimmen Trüffel, Spargel oder Steinpilze das Speiseangebot, und natürlich sollte man auch den Empfehlungen des Chefkochs

Frischer Fisch in der Salzkruste.

Gastgeber Andrea Milicia und Küchenchef Pino Ruggieri.

folgen. Köstlich zum Beispiel sein Wildschweinragout, das der Meister mit gefüllten Tortelloni sowie einer leichten Maronensoße servieren lässt. Das Heilbuttfilet geht eine wunderbare Liaison mit Flusskrebsen an Safransoße ein und zum süßen Abschluss sollte man unbedingt die handgeschlagene Zabaglione probieren. Polpette alla Siciliana nel Panino ist im L’Unico die sizilianische Antwort auf den berühmten Hamburger. Pino Ruggieri zelebriert seine Kochkunst gerne mit tages-

aktuell verfügbaren Produkten wie Thunfisch-Sashimi, Baby-Calamari oder Entrecote. Groß ist die Auswahl fangfrischer Fische. Sie werden dreimal wöchentlich frisch angeliefert. Hier wird das Chateaubriand noch am Tisch tranchiert und alles, was in Italiens Weinszene Rang und Namen hat, ist auf der gut sortierten Karte gelistet. Die Paradewinzer werden zusätzlich von kleinen, innovativen Weingütern ergänzt. „Ich besuche die Winzer vor Ort, schaue mir genau an, wie sie arbeiten, was es Neues gibt, womit ich meine Gäste begeistern könnte“, sagt der Gastgeber, kredenzt einen Bolgheri DOC Superiore „SorUgo“. „Ein fantastischer Rotwein, vom Weingut Aia Vecchia aus der Toskana, vollmundig, weich. Und zum Fisch empfehle ich zum Beispiel Löwengang, Jahrgang 2016. Dieser Chardonnay wird in Südtirol auf dem Weingut Alois Lageder produziert. Einfach hervorragend.“ r

Restaurant L’Unico Gastgeber: Andrea Milicia Mendelssohnstraße 83 D-60325 Frankfurt Telefon: 0 69 / 15 34 64 06 E-Mail: info@restaurant-unico.net Internet: www.restaurant-unico.net Öffnungszeiten Küche: 12.00 – 24.00 Uhr Ruhetag: keiner Terrassen-Lounge

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Rheinland

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Waldhotel Tannenhäuschen

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So isst das Rheinland: einfach, deftig, offen für Neues Das Rheinland dehnt sich vom Mittel- bis Niederrhein aus und umfasst 13 Landkreise. Aufgrund der unterschiedlichen landwirtschaftlichen Anbaugebiete, verfügbaren Ressourcen und Traditionen gibt es keine einheitliche „rheinische Küche“. Grundsätzlich ist die traditionelle Rheinländer Küche durch einfache und deftige Speisen gekennzeichnet, deren wichtigste Bestandteile Gemüse, Kartoffeln, Milch, Fleisch und Butter sind. Der Einf luss umliegender Regionalküchen wie etwa der niederländischen oder westfälischen Küche ist ebenfalls erkennbar. Die Städte Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen nehmen durch ihr internationales Publikum eine kulinarische Sonderstellung ein. A La Carte war für Sie von Remagen bis nach Wesel unterwegs und stellt einen kulinarischen Querschnitt rheinländischer Genusskultur vor. Te x t : Gu n d u l a L u i g - R u n g e , Fo t o s : Yd o S o l


Im Schiffchen

Mit frischem Wind in den Segeln in ein neues Jahrzehnt

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ean-Claude Bourgueil ist eine Kochlegende, ein Patron mit Herz und spürbarem Elan, der alles erreicht hat, was das Leben eines Spitzenkochs zu bieten hat. Seit nunmehr 43 Jahren verwöhnt Jean-Claude Bourgueil seine Gäste in diesem wunderschönen historischen Backsteinhaus mit seinem innovativen Gastronomiekonzept, das er immer wieder dem Zeitgeist angepasst und den Ansprüchen seiner Gäste entsprechend weiterentwickelt hat. Im Alter von 71 Jahren entschied Bourgueil dann vor zwei Jahren, dass er kürzertreten und gleichzeitig doch etwas Neues machen will. Noch immer füllt er Tag für Tag den Raum in der Küche mit seiner Persönlichkeit und Präsenz aus, lässt keinen Zweifel aufkommen, dass er stets mit wachen Sinnen über das Treiben der vielköpfigen Küchenbrigade wacht: „Kochen ist nun mal meine Leidenschaft, dafür brenne ich.“ Auch die Passion zum Experimentieren mit Aromen, Texturen, Emulsionen sowie das Mühen um die Mysterien des Kulinarischen sind ihm niemals verloren gegangen: „Ich bin sehr genau. Wenn ich etwas mache, dann muss es hundertprozentig

Jean-Claude Bourgueil gehört seit Jahrzehnten zum Hochadel der Kochkunst. sein, ebenso wie die Produkte, die ich verwende. Bei der Qualität darf es niemals Veränderung geben, die muss stets auf dem gleichen hohen Level sein.“ Nun stellt er sein Restaurant für die Zukunft auf und holt dazu einen neuen Mann an Bord: Lukas Schild, einst ausgebildet im Schiffchen, kehrt zurück und wird Jean-Claude Bourgueil als neuer Küchenchef zur Seite stehen. Nachdem das Schiffchen in den letzten beiden Jahren auf beiden Etagen vertreten war, wird es nun dort bleiben, wo 1977 alles begann,

im berühmten Schiffskörper des Parterre des Hauses. Auf der Karte lockt unter „Heritage“ Bourgueils kulinarisches Erbe in Form der Schiffchen-Klassiker, daneben werden ein Degustationsmenü und wochentags auch ein kleines Menü angeboten. Das Team um die erfahrenen Restaurantleiter Enzo Caso und Raquel Plum umsorgt in bewährter Manier die Gäste mit einem erstklassigen Service auf höchstem Niveau. Ab Mitte März wird Lukas Schild in der oberen Etage im „Lukas im Schiffchen“ den Gästen seine neue, junge und moderne Küche vorstellen. Man darf gespannt sein auf eine Reise durch die europäische Küche, zeitgemäß interpretiert und unaufgeregt aufregend präsentiert! Die erste Etage kann auch weiterhin für Veranstaltungen für 12 bis 60 Personen reserviert werden. r Restaurant „Im Schiffchen“ Gastgeber und Inhaber: Jean-Claude Bourgueil Kaiserswerther Markt 9 D-40489 Düsseldorf Telefon: 02 11 / 40 10 50 Telefax: 02 11 / 40 36 67 E-Mail: restaurant@im-schiffchen.de Internet: www.im-schiffchen.de Öffnungszeiten Küche: ab 19.00 Uhr Ruhetage: Sonntag und Montag Veranstaltungs- und Festräume im ersten Stock Kreditkarten: American Express, Diners Club, Eurocard, Visa

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Links: Feine Wagyu-Schnitte à la Rossini. Rechts: Pannacotta mit Krokant-Cannolo und Toffeecrème.

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Ein Frühlingsgericht – leicht und saftig zart: gebratene Perlhuhnbrust an Maronen-Rotwein-Soße.

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Casa Mattoni

Glückwunsch zum 20-Jährigen!

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enn eines das Restaurant Casa Mattoni im Düsseldorfer Geschäftsviertel von Lörick/Oberkassel auszeichnet, ist es die Beständigkeit und Konstanz in der Qualität seiner Küche. Darauf hat Gastgeber Alvio Tesan von Anfang an größten Wert gelegt. „Wie sich herausgestellt hat, war das eine sehr gute Entscheidung. Im November können wir unser 20-jähriges Jubiläum feiern“, stellt er fest und fügt hinzu, dass er es immer wieder so angehen würde. Dass sich die Gäste im Casa Mattoni, was übrigens Backsteinhaus bedeutet, so wohlfühlen, liegt ganz sicher auch an der liebenswert herzlichen Art des Hausherrn. Immer hat er ein offenes Ohr für die kulinarischen Wünsche seiner Gäste und erfüllt sie gern, wenn es irgendwie möglich ist. „Wir sind sehr familiär. Das schätzen unsere Gäste. Im Laufe der Jahre sind dadurch zahlreiche Freundschaften entstanden“, blickt der sympathische Padrone zurück. Im klassisch-eleganten Ambiente des Restaurants sowie in der warmen Jahreszeit auch auf der Terrasse davor fühlen sich nicht nur die Geschäftsleute aus den umliegenden Büros zur Lunch-Time bestens aufgehoben. Auch von den zahlreichen Stammgästen kehren viele bereits zum Mittag bei Alvio Tesan ein und lassen sich vom jungen Küchenchef David Rodrigues nach allen Regeln der Kochkunst verwöhnen. Zum Auftakt vielleicht von einem Octopus-Carpaccio mit Grüner Soße, rotem Pfeffer und Pinienkernen oder von den superben gebratenen Jakobsmuscheln auf Rote-Bete-Carpaccio und Safransoße. Zum Hauptgang locken Fisch oder Fleisch. Steinbuttfilet auf Safranspiegel und Nero-di-seppia-Risotto oder doch lieber das Lammkarree mit mediterranen Kräutern und Polenta?! Wer Appetit auf Pasta hat, dem seien die hausgemachten Panzerotti mit Ricotta-Spinat-Füllung an Gorgonzolasoße mit Walnüssen empfohlen oder das herrlich schlotzig gerührte Risotto mit Gambas und Zucchini. Und zum Dessert verführen Crème brûlée mit Pistazieneis, Vanille-Pannacotta mit Himbeersoße und hausgemachtes Tiramisu

Gastgeber Alvio Tesan (rechts) mit seinem talentierten Küchenchef David Rodrigues. Unten: Fein eingedeckte Tafeln von klassischer Eleganz und ein herzlicher Service zeichnen das Casa Mattoni aus.

zum abschließenden Schlemmergenuss. Mittlerweile hat auch Sohn Christian einen festen Platz im Familienunternehmen gefunden. Ihm obliegt die Pflege des sehr gut gefüllten Weinkellers. Waren es in den Anfangsjahren nur ca. 160 Positionen, so können Weinliebhaber heute unter rund 500 verschiedenen Tropfen auswählen. Auch zahlreiche Winzer, die vom 15. bis 17. März auf der ProWein Messe ausstellen, besuchen das Casa Mattoni regelmäßig. „Wir pflegen gute Kontakte zu unseren Winzern und können unseren Gästen dadurch immer wieder neue und erstklassige Weine anbieten“, sagt Alvio Tesan. Zum anstehenden Firmenjubiläum im November wird er sich noch eine Überra-

schung für seine Gäste überlegen. Was es sein wird, wollte er noch nicht verraten! r

Casa Mattoni Gastgeber: Alvio Tesan Hansaallee 228 (Hansastern) D-40547 Düsseldorf-Oberkassel Telefon: 02 11 / 5 36 71 71 Telefax: 02 11 / 5 36 71 73 E-Mail: info@casa-mattoni.de Internet: www.casa-mattoni.de Öffnungszeiten Küche: Mo. bis Fr. 12.00 – 15.00 Uhr und 18.00 – 23.00 Uhr, Sa. und feiertags 18.00 – 23.00 Uhr, So. nur zu Messezeiten Ruhetag: Sonntag Kreditkarten: American Express, Mastercard, Visa, EC-Karte

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riva – Restaurant und Bar

Jeden Tag eine neue Inszenierung

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eit vielen Jahren gehört das riva zu den bestbesuchten Szenelokalen in Düsseldorfs attraktivem Medienhafen. Werber, Fashion- und Partypeople, Businessgäste und Promis geben sich hier die Klinke in die Hand. Bereits mittags füllt sich das Restaurant mit hungrigen Workaholics aus den umliegenden Büros, die sich hier zum leckeren Lunchvergnügen in angenehm lockerer Atmosphäre einfinden. Das Quicklunch inklusive einer Kaffeespezialität ist für günstige 11,50 Euro zu haben. Die Mittagskarte bietet außer-

dem eine Auswahl an leckeren italienischmediterranen Gerichten sowie Pizza. Doch sobald der Abend naht, inszeniert sich das riva Tag für Tag neu – mit einer Dramaturgie, die sich vom Abendessen in familiärer Runde bis zur ausgelassenen Party steigert. Eyecatcher ist der aus alten Backsteinen gemauerte Thekenbereich – eine Hommage an den Industriecharme des alten Hafens. Farbwechsel-Lampen erzeugen unterschiedlichste Lichtstimmungen und machen den Besuch im riva jedes Mal zu einem Erlebnis. „Das Konzept aus Restaurant, Lounge und Bar geht auf und bietet zu jeder Tageszeit den unterschiedlichen Anforderungen unseres vielschichtigen Publikums das passende Umfeld. Mittlerweile sind wir Eingespieltes Team und versiertes GastgeberDuo: René Paganetti und Michele Salamone.

Locker und easy präsentiert sich das Interieur des riva. Hier fühlt sich Düsseldorfs In-Crowd bereits seit Jahren wohl.

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weit über die Stadtgrenzen der Landeshauptstadt hinaus bekannt. Auch für unsere Events“, so Gastgeber René Paganetti, der das riva zusammen mit Geschäftspartner Michele Salamone seit sieben Jahren betreibt. Das eingespielte Wirte-Duo kann sich dabei auf ein leistungsstarkes Team verlassen. In der Küche wird es von René Paganetti und seiner Leidenschaft für die wahre Kunst des Kochens täglich aufs Neue motiviert. Kein Wunder, schließlich hat der gebürtige Westerwälder viele Jahre in führenden Häusern der europäischen Sternegastronomie gearbeitet – das prägt. Michele Salamone und sein Charme sorgen für das tägliche Entertainment der Gäste. Und fast nebenbei dirigiert er auch noch perfekt sein Serviceteam. Soul Kitchen nennen die Gastgeber das, was Küchenchef Vincenzo Lombardo auf die Teller des riva zaubert. Leicht und ganz dem Geschmack der Zeit angepasst, kommen Tuna Tataki „new style“, die Thai Curry Chicken Soup mit Glasnudeln, die aus der Terrine servierte Ochsenschwanzessenz mit hausgemachten Ravioli, die Kikok-Hähnchenbrust mit gelbem Curry, Paprika, Koriander und Reis oder Grillspezialitäten wie das irische Lammfilet mit Gnocchi, Basilikumpesto, geschmorter Paprika und Oliven auf die Teller. Dazu munden köstliche Weine von der international bestückten Karte und jede Menge Champagner – fast ein Muss, wenn man ins riva geht. After Work lockt der gemütliche Loungebereich am Eingang zum Chillen. Beschallt wird die Szenerie mit angesagten Sounds, zum Teil direkt vom DJ oder live vom Pianisten. In der Freiluftsaison sitzt es sich bestens auf der großen, mit weißen Schirmen überspannten Terrasse. Und wer eine geschäftliche oder private Veranstaltung plant, ist beim riva-Team ebenfalls in professionellen Händen. r riva – Restaurant und Bar Inhaber: René Paganetti, Michele Salamone Zollhof 11, D-40221 Düsseldorf Telefon: 02 11 / 91 31 54 70 oder 02 11 / 91 31 54 71 E-Mail: info@riva-duesseldorf.de Internet: www.riva-duesseldorf.de Öffnungszeiten Küche: täglich 12.00 – 23.00 Uhr, Fr. und Sa. bis 24.00 Uhr Ruhetag: keiner, Kreditkarten: American Express, Mastercard, Visa, EC-Karte


So verführerisch präsentiert sich die Soul Kitchen im riva: Eine Komposition, die man so nicht unbedingt in einem Szenelokal erwartet, ist die aus einer Terrine servierte Ochsenschwanzessenz mit hausgemachten Ravioli (links). Wer es gern asiatisch mag, bestellt Tuna Tataki „new style“ mit Yuzu Sauce Chili (rechts).

Köstlich leichte Frühjahrsküche, die nicht nur den Gaumen betört: Kikok-Hähnchenbrust mit gelber Currysauce, Paprika, Koriander und Reis (links). Nicht minder attraktiv: der Crunchy Shrimps Salat mit Spice Bean Cream und Sesam (rechts).

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Osteria Saitta

Qualität und Konstanz in Niederkassel

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o Düsseldorf im wahrsten Wortsinn noch dörflich ist, in Alt-Niederkassel, betreibt Giuseppe Saitta in einem hübschen alten Fachwerkhaus seit drei Jahrzehnten seine Osteria. Auf die Tische des liebenswert authentischen Restaurants kommt nur Frisches von erstklassiger Qualität. So wird frischer Fisch vom Mittelmeer und aus dem Atlantik fast täglich angeliefert und die aromatischen Trüffel, die er für seinen Pasta-Klassiker „Taglierini con tartufo“ benötigt, kommen direkt von den Suchern aus dem Piemont. Dieses genauso kompakte wie aromaintensive Nudelnest steht das ganze Jahr mit wechselnden Trüffelsorten auf der Karte – im Frühjahr die unvergleichlichen weißen aus Alba, im Sommer die hellbraunen und zur Herbst- und Winterzeit die schwarzen. Eine Philosophie, mit der der Gastgeber sein buntes Publikum aus Künstlern,

Prominenten, Geschäftsleuten, Nachbarn und Freunden seit Jahr und Tag begeistert. Seit Sommer 2019 verstärkt Davide Caltagirone als neuer Küchenchef das Saitta-Team. Der traditionsverbundene Sizilianer bereichert die innovative, leichte und raffinierte mediterrane Küche des Hauses mit Rezepten aus seiner Heimat. Schon seit Jahren geht die Osteria Saitta kulinarisch an die traditionellen Wurzeln der Cucina italiana zurück, was bei den Gästen auf ausgezeichnete Resonanz trifft. Angefangen bei Antipasti wie Burrata mit Wildkräutersalat und Orangen über fantastische Pastagerichte wie Conchiglioni auf Zucchinicreme mit Hummerkrabben bis hin zu vorzüglichen Fleisch-Klassikern wie dem Kalbsfilet mit Pistazienkruste und Rotweinsoße. Viele Stammgäste des Hauses kommen wegen der ausgezeichneten Fischgerichte, wovon das „Duett von Seeteufel und Lachs“ schon als Vorspeise begeistert. Einfach köstlich ist der Steinbutt auf Safransoße mit Ratatouille und gratiniertem Kartoffelstampf oder der Seewolf mit Limonensoße und Kräutern. Für einen frischen, umsichtigen und herzlichen Service sorgt Restaurantleiterin Ann-Katrin Vehrenberg.

Ein weiteres Highlight ist Giuseppe Saittas bestens bestückter Weinkeller, den er mit bereits bekannten sowie noch als Geheimtipp gehandelten italienischen Kreszenzen aus seinem eigenen Weingroßhandel beliefert. „Mit sieben unserer Weingüter werde ich auch auf der diesjährigen PROWEIN vom 15. bis 17. März vertreten sein. Mit dabei sind unter anderem Corte Adami, Tiare, Angelo Negro, Gorghi & Tondi und Vigna Roda“, verrät Giuseppe Saitta, der auch die Salumeria Saitta sowie die Piazza Saitta am Oberkasseler Barbarossaplatz betreibt. Übrigens ist seine Tochter Rosa im vergangenen Sommer nach ihrem Studium ins kulinarische Familienunternehmen mit eingetreten. r Osteria Saitta Inhaber: Giuseppe Saitta Alt Niederkassel 32, D-40547 Düsseldorf Telefon: 02 11 / 57 49 34 E-Mail: osteria-saitta@t-online.de Internet: www.saitta.de/osteria Öffnungszeiten Küche: Mo. bis Fr. 12.00 – 14.00 Uhr, 18.00 – 22.30 Uhr, Sa. 18.00 – 22.30 Uhr, Ruhetag: Sonntag Kreditkarten: American Express, Mastercard, Visa, EC-Karte

Padrone mit Herz und Seele: Giuseppe Saitta (rechts) mit Restaurantleiterin Ann-Katrin Vehrenberg und Küchenchef Davide Caltagirone.

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Seit drei Jahrzehnten begeistert die Osteria Saitta mit authentisch italienischer Gemütlichkeit und Atmosphäre.

Ein Gedicht: Steinbutt auf Safransoße mit Ratatouille und gratiniertem Kartoffelstampf.

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Wundervolle kulinarische Stunden lassen sich im eleganten Restaurant merk.Mahl verbringen.

Essensio

Das etwas andere Lebenselixier

Ein beliebter Treffpunkt zum Abschalten und Kommunizieren ist die stylishe Bar des VierSterne-Hotels. Rechts: Nicht nur für „Literatur-Fans“ ein beliebtes Plätzchen: die Kamin-Lobby mit Bibliothek.

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tress, wenig Bewegung und Druck von außen machen vielen Zeitgenossen das Leben schwer. Ulrich Burchard möchte mit seinem Essensio einen Gegenpol dazu schaffen und seinen Gästen mit Bewegung, Sport sowie Genuss

einen gesunden Ausgleich für Körper und Seele anbieten. Der Wirtschaftsingenieur weiß genau, wovon er spricht, ist er doch selbst viele Jahre rastlos durch die Welt gejettet. „Doch dann habe ich diesen wunderbaren Ort hier in Erkrath gefunden und wusste, das ist meine neue Bestimmung, meine neue Herausforderung. Im Essensio verbinden sich Sport, Spa, Hotel und Restaurant zu einem einzigartigen Wohlfühlszenario. Wer hierherkommt,


lässt die Hektik des Alltags rasch hinter sich, taucht ein in eine Welt voller Ruhe und Gelassenheit, edler, natürlicher Materialien, wunderschöner Natur, Sport und Wellness für einen gesunden Körper und lukullischer Freuden“, schwärmt der Gastgeber von seinem Herzensprojekt. Den Grundstein legte er vor wenigen Jahren mit dem Health & Sports Club, dessen lichtdurchflutete Räumlichkeiten mit neuesten Fitnessgeräten man in direkter Blickachse durch die Hotellobby erspäht. Dort können Hotelgäste ebenso wie externe Mitglieder neue Lebensenergie tanken – gern auch unter Anleitung eines Personal Trainers. In den Sommermonaten lockt ein Schwimmteich zur Abkühlung in den zauberhaft angelegten, natürlichen Landschaftsgarten. Auch kann man dort zahlreiche Stauden und Blühpflanzen entdecken oder in einem der stillen Winkel den Geräuschen der Natur lauschen und ihnen auf den Grund gehen. Dass gesunde Ernährung äußerst vielseitig, lecker und kreativ inszeniert sein kann, beweist die Küche des hauseigenen Restaurants merk.Mahl nachhaltig. Chef am Herd ist dort seit kurzem Björn Westeppe, der auf rund 20 Jahre Berufserfahrung in der Sternegastronomie verweisen kann, darunter Stationen wie Schloss Hugenpoet und zuletzt das Landhaus Spatzenhof in Wermelskirchen. Westeppe setzt die von Ulrich Burchard präferierte neueuropäische Küche mit frischen Produkten gekonnt und zeitgenössisch in Szene: Bodenständiges wie den bergischen Grünkohlsalat mit Dijon-Senf, Traubenkernöl, Bitter-Orange und geräucherter Entenbrust ebenso wie den Klassiker „Duett von Zander und Blutwurst“ mit Butterschaum, cremigem Weinsauerkraut und Kartoffelstamp oder einen traditionellen Düsseldorfer Senfrostbraten, sprich ein Rumpsteak mit Senfkräuterkruste, gebratenem grünen Spargel und Rosmarin-Kartoffeln. Für beste Beratung bei der Essens- und Weinauswahl garantiert Restaurantleiter Jörgen Jacobi. Nach einem guten Essen im gemütlichen Restaurant oder auf der lauschigen Terrasse trifft man sich gern in der schicken Hotelbar nebenan (gestaltet vom Hausherrn und dem französischen Innenarchitekten Paul Pouivet). Für eine angenehme Nachtruhe danach stehen 22 individuelle Doppelzimmer und vier Suiten mit allem

Die hochmoderne Fitnesshalle des Health & Sports Clubs ist lichtdurchflutet und steht auch allen Hotelgästen zur Verfügung.

Ein besonderes Wohlfühlambiente können Gäste in den beiden Wellness-Suiten mit eigenem Jacuzzi auf der Dachterrasse erleben.

Komfort zur Verfügung. „Gönnen Sie sich doch mal eine „Kulinarische Auszeit“ mit unserem attraktiven Wochenendarrangement und lernen Sie das Essensio von seinen schönsten Seite kennen“, lädt der sympathische Gastgeber ein. Das Paket umfasst zwei Übernachtungen mit Frühstück, zwei Abendmenüs inklusive Wein und vielem mehr und kostet ab 229,50 Euro pro Person. r

Essensio Hotel mit Restaurant merk.Mahl Gastgeber: Ulrich Burchard Hoteldirektor: Marcus Leichtl Freiheitstraße 50 D-40699 Erkrath Telefon: 02 11 / 8 28 56 90 info@essensio.de, www.essensio.de Öffnungszeiten Küche: 12.00-14.30 Uhr und 18.00 – 22.00 Uhr, Ruhetag: Sonntagabend Übernachtungspreise: DZ ab 125 – 250 Euro inklusive Frühstück, Kreditkarten: alle

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Als gelungene Alternative zu Sekt und Champagner zeigen sich Frucht-Seccos und Juicy Teas als feine Speisebegleiter.

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Peter van Nahmen weiß, wie man Obstsaft höchster Güte produziert. Die Früchte von Streuobstwiesen sind ein Geschmackserlebnis.

Obstkelterei Van Nahmen

Fruchtige Gourmet-Säfte und Saft-Kreationen

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s gibt Stichworte, die zwangsläufig einen bestimmten Film im Kopf abspulen. Fallen beispielsweise die Worte „Privatkelterei“ und „sortenreine Apfelsäfte“, denken Genießer und Anhänger hochwertiger Säfte sofort an die Traditionskelterei van Nahmen in Hamminkeln. Und wie es sich für einen Familienbetrieb gehört, kann man auf eine lange Unternehmensgeschichte zurückblicken. 1917 als Rheinische Apfelkrautfabrik gegründet, wurde im Jahre 1930 mit der Herstellung von Obstsäften begonnen, zunächst als Lohnmosterei. Auch heute noch beziehen Peter van Nahmen und sein Team ihre Äpfel von Obstwiesenbesitzern vom Niederrhein und dem angrenzenden Münsterland. Alle heimischen Früchte werden selbst gekeltert. Separiert werden Äpfel von Hochstamm-Obstwiesen und als „Apfelsaft von Streuobstwiesen“ abgefüllt. „Die ausgereiften Früchte von diesen Wiesen sind besonders geschmacksintensiv“, erzählt Peter van Nahmen. „Nicht zu vergessen der Naturschutzaspekt, denn Streuobstwiesen sind Kleinbiotope.“ Zusammen mit dem Naturschutzbund wurde ein Aufpreis-System entwickelt, damit sich für die Vertragsbauern die Kultivierung der Obstwiesen lohnt. So leistet die Obstkelterei nun schon seit 26 Jahren ihren Beitrag zur Erhaltung der Obstwiesen und der damit verbundenen natürlichen Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten. Heute produziert das Unternehmen Premiumsäfte und hat sich mit sortenreinen Apfelsäften einen Namen gemacht. Dabei zeichnen sich Säfte wie Rote Sternrenette oder Topaz durch ihr eigenes, unverkennbares Aroma aus. Aber auch Holunder, Birnen, Quitten, Rhabarber, Johannes- und Stachelbeeren werden von den Hamminkelnern zu Direktsaft und Nektar aus erster Pressung verarbeitet. Beigetragen zum Erfolg des Unternehmens hat in den letzten Jahren vor allem das veränderte Verhalten in der Gastronomie. Als gelungene Alternative zu Sekt und Champagner zeigen sich Frucht-

Seccos aus den Hause van Nahmen mittlerweile als harmonische Begleiter feiner Kulinarien. Natürlich unter der bewährten Devise: 100 Prozent Frucht – alkoholfrei. Leicht, vollaromatisch, spritzig und selbstverständlich ebenfalls alkoholfrei sind die neuen van Nahmen Sparkling Juicy Teas. Sie verbinden das Aroma sortenreiner, fruchtigfrischer Obstsäfte mit dem angenehmen, leicht herben Geschmack edler Teesorten. Hergestellt wird Sparkling Juicy Tea nach dem aufwendigen Cold-Brew-Verfahren, das die volle Entfaltung aller Teearomen garantiert. Der Zusatz milder Kohlensäure unterstützt die Geschmacksentwicklung am Gaumen, sodass – wie bei van Nahmen Säften üblich – auf weitere Zusatzstoffe verzichtet wird. Van Nahmen GourmetSäfte werden unter anderem den geladenen Gästen auf dem Sommerfest des Bundespräsidenten im Berliner Schloss Bellevue gereicht. Ein Gourmet-Produkt für den fachkundigen Gaumen eben! r

Obstkelterei van Nahmen Diersfordter Straße 27 D-46499 Hamminkeln Telefon: 0 28 52 / 96 09 90 info@vannahmen.de, www.vannahmen.de Öffnungszeiten Hofladen: Mo. bis Fr. 9.00 – 18.00 Uhr und Sa. 9.00 – 13.00 Uhr

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Das Parkrestaurant überzeugt mit seinem klassisch-eleganten Ambiente sowie einer feinen, bodenständigen Küche mit internationalen Aspekten. Lukas Eversmeiers Background liegt in der Sternecuisine, deren Einflüsse sich in seinen Kompositionen nicht verleugnen lassen.

Waldhotel Tannenhäuschen

Inspiration für den Gaumen und pure Entspannung

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m August 1902 legte Jakob Hetzel mit seiner Frau Clara den Grundstein für die mittlerweile 117-jährige Erfolgsgeschichte des Waldhotels Tannenhäuschen. Seitdem wurde dessen Leitung von einer Generation an die nächste weitergegeben. Nun wollen sich Willi und Christiane Hetzel zur Ruhe setzen. Das Tannenhäuschen wurde zum Herbst letzten Jahres an die Halbersbacher Hotelgruppe verpachtet und damit in die erfahrenen Hände der Familie Mundt übergeben. Sie und ihr Team werden das seit nunmehr 50 Jahren zu den angesehensten Wellnesshotels des Niederrheins zählende Haus behutsam weiterentwickeln. Erstes großes Highlight für 2020 wird die Eröffnung des neuen Außenpools sein. Dazu kommen noch ein neues Ruhehaus sowie ein modernisiertes Spa-Bistro. Doch das ist noch längst nicht alles. Auch von der lukullischen Seite des Vier-SterneSuperior-Hotels gibt es Neues zu berichten: So wurde die Stelle des Chefkochs zum September 2019 mit Lukas Evers-

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meier neu besetzt. Der sympathische Münsterländer startete seine berufliche Laufbahn in seiner Heimat. Später zog es ihn nach Köln, Mayrhofen im Zillertal und nach Deidesheim in den Ketschauer Hof, wo er im Restaurant „L. A. Jordan“ die Finessen der Sterneküche kennenlernen durfte. Mit diesem Wissen und jeder Menge eigener Ideen im Gepäck, setzt der gebürtige Ahauser auf eine gehobene, jedoch bodenständige Küche, die sich internationalem Weitblick nicht verschließt. Der ambitionierte Küchenchef hat sich ganz auf die Verwöhnmomente im Leben seiner Gäste eingestellt. Dabei achtet er bei der Auswahl der Produkte auf Nachhaltigkeit, bezieht sie, wenn möglich, von Erzeugerbetrieben vom Niederrhein oder anderen Regionen aus Deutschland. So kommt der gebackene Kalbstafelspitz vom Linumer Wiesenkalb mit Meerrettich, Grapefruit und Endivie daher. Der orientalische Lammrücken wird von Kopfsalat, Rosinen und Granatapfel begleitet und der edle Steinbutt von Kohl, Kartoffeln und Lardo. Natürlich stehen auch Klassiker wie das Wiener Schnitzel vom Kalb mit Kartoffel-Gurkensalat und Preiselbeeren zur Wahl. Mit Raffinesse zubereitet, lässt man sich mittags oder abends im klassisch-eleganten Parkrestaurant von Lukas Eversmeiers Kreationen verwöhnen.

Gern holt sich der junge Chefkoch auch ein persönliches Feedback bei seinen Gästen, geht von Tisch zu Tisch und plaudert ein wenig. Besonderes Lob erfährt er dabei immer wieder für die gelungene und reichliche Auswahl am Frühstücksbüfett. Auch die Front-Cooking-Station für warme Eierspeisen kommt bei den Gästen sehr gut an. Und das Aqua Silva Bistro versorgt Wellness-Jünger mit köstlichen vitalen Snacks, vollwertigen Mahlzeiten und süßen Leckereien. Des Weiteren bietet das Tannenhäuschen acht variable und bestens ausgestattete Veranstaltungsräume für Tagungen, Events und Familienfeiern sowie 82 moderne, gemütliche Zimmer und Suiten mit allem Komfort. r Waldhotel Tannenhäuschen Inhaber: Familie Hetzel Direktor: Daniel Brünenberg Am Tannenhäuschen 7 D-46487 Wesel Telefon: 02 81 / 96 69-0 Telefax: 02 81 / 96 69 99 E-Mail: info@tannenhaeuschen.de Internet: www.tannenhaeuschen.de Öffnungszeiten Küche: täglich 12.00 – 14.00 Uhr und 18.30 – 21.30 Uhr Zimmerpreise: je nach Kategorie und Belegung 120 – 247 Euro inkl. Frühstück Kreditkarten: Amex, Mastercard, Visa, EC-Karte


KĂśstlich leichte Vorspeise in bester VorfrĂźhlingsmanier: Jakobsmuscheln mit Karotte, Quinoa und Ingwer.

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Restaurant Alt Derp

Der Dry-AgedBeef-Experte vom Niederrhein

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twa eine Million Menschen besuchen jährlich den Marien-Wallfahrtsort Kevelaer, der zu den bedeutendsten seiner Art in Europa zählt. Auf ihrem Weg in die historische Innenstadt mit ihrer neugotischen Basilika passieren Pilger wie Touristen eines der geschichtsträchtigsten Gasthäuser der Stadt: das Restaurant Alt Derp. Mehr als 370 Jahre Wirtstradition kann das Alt Derp urkundlich nachweisen. Malerisch am Ende der zentralen Fußgängerzone gelegen, ist es eng mit der Stadtgeschichte verbunden. Viele berühmte Menschen haben auf ihrer Wallfahrt nach Kevelaer hier schon Station gemacht. Seit 1992 stehen Michaela und Karl-Heinz Hornbergs in der Verantwortung, die Geschicke des Restaurants in bester Tradition fortzuführen. „Die Gastronomie von

heute darf ihre Bodenständigkeit nicht verlieren“, betont Karl-Heinz Hornbergs nachdrücklich. Er und seine Frau setzen deshalb auf eine Küche, die ihre niederrheinische, bäuerliche und bürgerliche Herkunft nicht verleugnet. Ob Sauerbraten „Kevelaer“, original Pannas oder niederrheinisches Krüstchen, das Publikum liebt es deftig und regional. „Ohne uns zu verbiegen, sind wir trotzdem stets offen für neue lukullische Strömungen, wie etwa das Dry-Aged-Beef. Aber im Grunde ist das ja auch nur gut abgehangenes Rindfleisch, wie es früher jeder Schlachter verkauft hat“, sagt der gelernte Metzgermeister und lacht. Inspiriert hat der Dry-Aged-Boom den findigen Wirt zu einer echten Novität, auf die er das Patent besitzt: Metzgermeister Kallis Dry-AgedBeef-Currywurst. Stilecht wird die zu 100 Prozent aus Rindfleisch bestehende Spezialität aus eigener Herstellung mit Pommes serviert. Den Durst löschen fünf verschiedene Biere vom Fass und so manch edles Tröpfchen aus dem gut gefüllten Keller. Empfehlenswert sind auch die leckeren und

Eines der geschichtsträchtigsten Gasthäuser des Marien-Wallfahrtsortes Kevealer ist das Restaurant Alt Derp, das auf eine über 370-jährige Wirtstradition zurückblicken kann. Auch heute wird in den gemütlichen Gasträumen eine gutbürgerliche Küche serviert, die ihre niederrheinische und bäuerliche Herkunft nicht verleugnet.

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günstigen Mittagsgerichte. Serviert wird das Ganze in zwei gemütlichen Gasträumen, deren Interieur sich zwischen Tradition und Moderne die Waage hält. Im späten Frühjahr und Sommer lockt die Südterrasse sonnenhungrige Gäste nach draußen. Für Veranstaltungen jeder Art steht ein schöner großer Festsaal zur Verfügung. Unterstützung erhalten die Hornbergs übrigens demnächst von ihrem Sohn Kevin, der eine Ausbildung bei Sternekoch Sascha Stemberg in Velbert absolviert hat. r Restaurant Alt Derp Inhaber: Michaela und Karl-Heinz Hornbergs Hauptstraße 63 D-47623 Kevelaer Telefon: 0 28 32 / 7 84 76 Telefax: 0 28 32 / 40 47 25 E-Mail: info@alt-derp.de Internet: www.alt-derp.de Öffnungszeiten Küche: 11.00 – 14.00 Uhr und 18.00 – 22.00 Uhr, sonntags durchgehend von 11.00 – 21.00 Uhr Ruhetag: Montag, Kreditkarten: American Express, Mastercard, Visa, EC-Karte


Hier nutzen Gastgeberin Katrin Hiller (links), Küchenchef Ralph Pörings und Restaurantleiterin Yvonne Gold die letzten Sonnenstrahlen auf der überdachten Terrasse für ein „Familien-Porträt“.

Pure Eleganz strahlt die Atmosphäre im festlich eingedeckten Restaurant des Kaiserhofs aus.

Kaiserhof

Mit gemütlich-rustikalen Holztischen und zauberhafter Blumendeko präsentiert sich die Brasserie im Kaiserhof. Achtung – ganz schön wild: Hirschschnitzel in Knuspernuss-Panade mit getrüffeltem Spitzkohl, Kartoffelkrapfen und Cranberry-Chutney.

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Eine Institution für lukullische Freuden

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er in Willich gut essen oder in stilvollem Rahmen feiern möchte, kommt um den Kaiserhof nicht herum. Das bodenständiggemütliche Restaurant im Ortsteil Schiefbahn im Unterbruch hat für jeden Anlass die passenden Räumlichkeiten. Im Zentrum des eleganten Landhauses befinden sich das Restaurant und die Brasserie, ergänzt durch den wunderschönen Kronensaal – einen großen Festsaal, der bis zu 140 Personen fasst – sowie eine gemütliche Lounge-Bar. In den Sommermonaten lockt der großzügige Außenbereich mit altem Baumbestand und herrlicher Ruhe ins Freie. Auf der teilweise überdachten Terrasse verwöhnt die Sonne bis zum Untergang nach 21.30 Uhr. Ein Traum!


Mittlerweile betreiben die Gastgeber, Katrin und Josef Hiller, ihren Kaiserhof seit mehr als einem Vierteljahrhundert. „Eine lange Zeit, manchmal kann ich es selber kaum glauben. Über die Jahre hat es sich herumgesprochen, dass man bei uns vorzüglich speisen und genießen kann. Dafür kommen unsere Gäste auch von weiter her: aus Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach und Neuss. Das macht uns schon ein wenig stolz“, freut sich die charmante Gastgeberin Katrin Hiller. Mit Restaurantleiterin und Sommelière Yvonne Gold haben die Hillers im wahrsten Sinne des Wortes ein echtes Goldstück im Service. Bereits seit über 20 Jahren im Haus, liest sie die Wünsche ihrer Stammgäste fast von den Augen ab. „Unsere Frau Gold ist die gute Seele des Hauses. Das findet man heute nicht mehr so häufig“, lobt die Gastgeberin. Am Herd der gehobenen Speiseadresse sorgt Ralph Pörings unter der Regie des Patrons für zufriedene Gäste. Sein lukullisches Angebot wird von der Jahreszeit

und den frischen Erzeugnissen der umliegenden Landwirtschaft bestimmt. Mal erfreut er im fein eingedeckten Restaurant mit regionalen Köstlichkeiten wie dem Rückensteak vom Eifler Hirsch in Kräuterjus mit Rotkohl und Kartoffelkrapfen, mal mit geschmorter Lammhaxe in Rotwein-Kräutersoße mit Speckböhnchen und Kräuter-Drillingen. Gern lässt er sich auch von internationalen Kochtöpfen inspirieren, wie das vorzügliche, auf GurkenFenchelgemüse gegarte Filet vom Skrei im Pergament-Bonbon mit Butter-Kartoffeln oder das Duett von Jakobsmuschel und Thunfisch mit geröstetem Sesam, Ingwer und Wasabi-Creme beweisen. Auch die verschiedenen Menüs, darunter das beliebte Menü „Surprise“ und ein vegetarisches, lassen Feinschmeckeraugen aufleuchten. Zusätzlich sorgen saisonale Aktionen wie Schalen- und Krustentiere jetzt im März und später Spargel, Maischolle, Matjes oder Ente übers Jahr für Abwechslung auf dem Teller. Dazu kredenzt Yvonne Gold einen ihrer edlen

Tropfen aus der internationalen Weinkarte. „Mein besonderer Tipp gilt den speziell für den Kaiserhof gekelterten neun hauseigenen Winzerweinen“, sagt die Sommelière. In der gemütlichen Brasserie munden knackige Flammkuchen, leckere Suppen und typische Bistrogerichte. Unvergessliche Familienfeiern und Traumhochzeiten werden im Kronensaal gefeiert. Auch eine freie Trauung im Garten ist möglich. Und das kleine Hotel im Kaiserhof bietet zusätzlich sechs behagliche Zimmer. r Kaiserhof Gastgeber: Katrin und Josef Hiller Unterbruch 6, D-47877 Willich Telefon: 0 21 54 / 87 165 Telefax: 0 21 54 / 95 23 15 E-Mail: info@kaiserhof.org Internet: www.kaiserhof.org Öffnungszeiten Küche: 12.00 – 22.30 Uhr, So. 10.30 – 21.00 Uhr, Ruhetag: Dienstag Übernachtungspreise: Doppelzimmer 120 Euro Frühstück 12,50 Euro, Kreditkarten: American Express, Mastercard, Visa, EC-Karte

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Oben: Das „KWB“ Restaurant ist ein echtes Ereignis. Wo heute im einstigen Schwimmbecken fein diniert wird, tummelten sich früher die Badenden. Rechte Seite: Eine Freude für den Gaumen: Lammkarree mit Gewürz-Couscous, Spargel und Spitzkohl. Unten: Von dem im Jugendstil errichteten KaiserWilhelm-Bad blieb die heutige Lobby im Original erhalten.

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Hotel Stadtpalais

Viel Atmosphäre im historischen Schwimmbad

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s ist immer wieder erstaunlich, mit wieviel Kreativität Architekten historischen Gebäuden ein neues, zweites Leben einhauchen. Ein gelungenes Beispiel dafür ist das 1913 in Köln Deutz als Militärbadeanstalt erbaute Kaiser-Wilhelm-Bad, welches ab 1918 allen Kölnern als öffentliches Stadtteilbad diente und sich bis zu seiner Schließung im Jahr 1996 großer Beliebtheit erfreute. Nach Jahren des Brachliegens wurden das denkmalgeschützte Kaiser-Wilhelm-Bad und die dazugehörige Stadtvilla aufwendig saniert und um einen Hotelneubau mit modernster Ausstattung und insgesamt 115 zeitlos-eleganten Zimmern und Suiten erweitert. Wer das 2010 eröffnete Hotel Stadtpalais betritt, welches direkt vis-à-vis der Lanxess Arena sein internationales Publikum empfängt, wird in der Hotellobby von der im Original erhaltenen Jugendstilarchitektur des alten Bades


verantwortlich. Die Doppelspitze am Herd steht für kreative Zubereitungen wie Kaninchen, Spargel-Risotto, Erbsenschaum; Maishähnchenbrustfilet, Süßkartoffel-Gemüse-Curry, Avocado, Papadam und ganz selbstverständlich auch vegetarisch-vegane, sowie gluten- und laktosefreie Gerichte wie den köstlichen Kichererbsen-Bratling an weißem Flageolet-Salbeischaum und Aubergine. Das „KWB“ steht Hotelwie externen Gästen als Restaurant, Bar oder für Feiern und Events für bis zu 450 Personen zur Verfügung. Ein weiteres Highlight im Hause befindet sich gleich rechts neben dem Hotelempfang und der Lobby: Bio’s Bar, benannt nach dem renommierten, deutschen Entertainer Dr. Alfred Biolek. Zahlreiche Fotos aus seinen Schaffensjahren zieren die Wände, ebenso zwei Goldene Kameras aus dem Privatbesitz des Namensgebers. r

verzaubert. Wie ein roter Faden ziehen sich die künstlerisch wertvollen Gestaltungselemente durch die Architektur des außergewöhnlichen First-Class-Hotels, wobei dem Restaurant „KWB“ die größte Aufmerksamkeit gebührt. Es befindet sich nämlich in der nach authentischen Plänen originalgetreu restaurierten ehemaligen Schwimmhalle des Kaiser-WilhelmBades. „Wir haben damit nicht nur eine einzigartige Umgebung für unser kulinarisches Angebot geschaffen, sondern gleichzeitig eine großartige Location für verschiedenste Veranstaltungen. Es war eine große Herausforderung, in das historische Ambiente ein Mobiliar zu integrieren, welches sich durch vornehme Zurückhaltung auszeichnet, aber trotzdem zweckmäßige Gemütlichkeit ausstrahlt“, sagt Gastgeber Rainer Siewert, der das Vier-Sterne-Domizil seit Anbeginn mit viel Herzblut leitet. Das Interieur des erst im Oktober 2019 eröffneten „KWB“ steckt voller außergewöhnlicher Ideen – so fasziniert die Bartheke durch eine Optik mit sprudelndem, bewegten Wasser, in einer Raumecke „springt“ eine Skulptur vom dort platzierten Sprungbrett, die Lichtstim-

mung lässt sich per Knopfdruck eindrucksvoll variieren und der Boden gleicht dem Fliesengrund des einstigen Schwimmbeckens. Für die frische Saisonküche, auf die sich das Publikum freuen darf, zeichnen Norbert Hötzel und Alexander Klein

Hotel Stadtpalais Gastgeber: Rainer Siewert Deutz-Kalker-Straße 52, D-50679 Köln Telefon: 02 21 / 8 80 42-0 E-Mail: hotel@hotelstadtpalais.de Internet: www.hotelstadtpalais.de Öffnungszeiten Küche: Mo. bis Sa. 18.00 – 22.00 Uhr, Ruhetag: Sonntag Übernachtungspreise: je nach Kategorie 135 – 335 Euro inkl. Frühstück Kreditkarten: American Express, Mastercard, Visa, EC-Karte

Die 113 Zimmer und zwei Loft-Suiten zeichnen sich durch modernen Komfort, eine sehr gute Ausstattung und Lärmschutzfenster aus.

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Urlaubsfeeling auf dem Teller: Gebratener Pulpo mit geschmorten Kartoffeln, gegrillten Paprika und Balsamico-Mayonnaise.

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Ameron Hotel Königshof Bonn

Sebastian Mattis neuer Küchenchef im „Oliveto“

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it seiner exponierten Lage direkt am Rhein gehört das Ameron Hotel Königshof zweifelsfrei zu den Top-Hoteladressen von Bonn. Das im Besitz der Althoff Hotelgruppe befindliche Vier-Sterne-Domizil glänzt mit 129 eleganten, großzügigen Zimmern und Suiten – viele davon mit fantastischem Blick auf den Rhein –, erstklassigen Veranstaltungsräumen mit neuestem technischen Equipment und einem ausgezeichneten Gastronomieangebot im Restaurant „Oliveto“. Ganz in der Tradition der Althoff Gruppe, die sich mit der ersten Garde ihrer Hotelrestaurants einen festen Platz in Deutschlands Spitzengastronomie erobert hat, holte sich das Unternehmen zum Januar 2020 den vielfach prämierten Koch Sebastian Mattis für das „Oliveto“ an Bord. Mattis, der auf langjährige Erfahrung in der Sternegastronomie verweisen kann, leitete zuletzt als Executive Chef das Restaurant „Fritz & Felix“ im Brenner’s Park Hotel & Spa, für das er auch die Neueröffnung verantwortete. Davor war er knapp zwei Jahre Küchenchef im Restaurant „Wein am Rhein“ in Köln – mit Fokus auf modernem Fine Dining. Das Restaurant durfte sich unter seiner Leitung mit einem Michelin-Stern schmücken. In weiteren Stationen war er unter anderem über zehn Jahre im Kölner Sternerestaurant „Le Moissonnier“ tätig. „Wir freuen uns, einen so erfahrenen und kreativen neuen Mann am Herd für unser Team gewonnen zu haben. Sebastian Mattis wird mit seinem Ideenreichtum bei der Entwicklung neuer Gerichte sowie seiner ruhigen und kompetenten Art der Teammotivation und dem „Oliveto“ einen neuen Drive verleihen“, freut sich Hoteldirektor Florian Pick. Nach wie vor bleibt das Restaurant im Königshof Bonn der italienischen Küche treu. „Mit mir wird es allerdings ein paar kleine Änderungen geben. Zukünftig können unsere Gäste zwischen der Cucina Casalinga, unseren authentisch bodenständigen Gerichten à la mamma und der Cucina Creativa wählen, wo der Name

Er ist der Neue am Herd: Sternekoch Sebastian Mattis. „Ich bin Koch mit Leib und Seele“, sagt der gebürtige Rheinländer von sich selbst. Gemütlichkeit im schicken Bistrostil strahlt das beliebte Restaurant „Oliveto“ mit Rheinblick aus.

Programm ist“, verrät Sebastian Mattis. Bestes Beispiel für die einfallsreichen Kochkünste des 43-jährigen Familienvaters sind Zubereitungen wie Rotbarbe, Melone, Algenbutter, Fischsud, Kalbsbries, Radicchio, Kartoffel-Nussbutterschaum, kandierte Ananastomate und Mascarpone. „Ich bin der festen Überzeugung, dass man die Passion zum Beruf schmeckt“, untermauert der gebürtige Frechener seine Leidenschaft zum Kochen. Dass er mit jeder italienischen Mamma in den lukullischen Wettstreit treten kann, beweisen Gerichte wie Aal, Aubergine , Arrabiata, Gerstenrisotto, Gorgonzola, Birne, Ossobuco, Polenta und Gremolata. Mit dem Anspruch, die Reinheit und Unverfälscht-

heit der einzelnen Aromen hervorzuheben, macht Sebastian Mattis traditionelle italienische Gerichte neu erlebbar. Im Sommer auch auf der genialen Terrasse am Rhein. r Ameron Hotel Königshof Bonn Direktor: Florian Pick Adenauerallee 9, D-53111 Bonn Tel.: 02 28 / 26 01-0, Fax: 02 28 / 26 01-5 29 E-Mail: info@hotel-koenigshof-bonn.de Internet: www.hotel-koenigshof-bonn.de Öffnungszeiten Küche: 12.00 – 14.30 Uhr und 18.00 – 21.30 Uhr, Ruhetag: keiner Zimmerpreise: je nach Kategorie ab 99 Euro inkl. Frühstück Kreditkarten: American Express, Diners Club, Mastercard, Visa, EC-Karte

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Café im Kunstmuseum Bonn

Alles dreht sich um Beethoven

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n Bonn steht das Jahr 2020 ganz im Zeichen von Ludwig van Beethoven. Zu Ehren des 250. Geburtstags des Komponisten huldigt die Stadt ihrem berühmtesten Sohn mit einem großen Beethovenfest. Klar, dass auch das Café im Kunstmuseum Bonn seinen Beitrag zur großen Jubelfeier leisten möchte und dem großen Meister daher einen Teil des gastronomischen Repertoires widmet. „Unser kulinarisches Konzept korrespondiert seit Jahren mit den jeweils stattfindenden Ausstellungen im Museum. Das kommt bei unserem Publikum sehr gut an und sorgt für Überraschungen auf den Tellern.

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Besonders bei den vielen Stammgästen. Jetzt im Beethovenjahr kann man bei uns dessen Lieblingsessen probieren. Wir haben die Rezepte dem Büchlein „Die gute Kocherey“ von Martella Gutiérrez-Denkhoff entnommen, in dem sich alles um Beethovens Speisepläne sowie unterhaltsame Anekdoten dreht“, verrät Michael Klevenhaus, der Geschäftsführer und kreative Kopf der Klevenhaus Kulturgastronomie GmbH. So stehen denn des Maestros Lieblingsnudeln, Makkaroni-Auflauf mit Räucherspeck und mit Parmesan überbacken auf der neuen Speisekarte. In Beethovens Konversationsheften wird dieses Gericht einige Male genannt, er hat es zweifelsohne gerne gegessen. Das gilt ebenso für „Böfflamott“ oder etwas vornehmer zur Zeit Beethovens „Bœuf à la Mode“ (Geschmortes vom Rind mit Wurzelgemüse und Kartoffelkloß) oder die „Rheinische Sauerkrautsuppe mit Kartof-

feln und Speck“. Dazu ließ er sich natürlich ein Gläschen Wein munden. Beethoven hat den Riesling sehr geschätzt, in Wien trank er allerdings eher billigen Rotwein. „Bei uns müssen wir diese Unsitte nicht nachmachen. Da empfehle ich einen leckeren Riesling wie den 2017er RSLNG aus der Pfalz vom Weingut Bergdolf-Reif & Nett“, betont Michael Klevenhaus. Und was hat das Museumscafé sonst noch zu bieten? Ab 10 Uhr morgens locken diverse leckere Frühstücksvarianten wie das „Rheinisch-expressionistische Frühstück“ mit Bio-Rührei, Schwarzbrot und Rübenkraut oder das Frühstück „Gesundheitsreform“, unterteilt in Kassenmodell und Privat. Am Mittag füllt sich das Café schlagartig. Eine große Schiefertafel preist die Köstlichkeiten an, wie etwa das gebratene Lachsfilet mit Kohlrabigemüse und Schupfnudeln, den Kartoffel-Wirsing-Auflauf mit Hackfleisch oder die Blumenkohl-


Weiß und grün sind die dezenten Farben des klassischen DesignInterieurs. Der perfekte Hintergrund für einen bunten Café-Alltag. Klar, dass es im Beethoven-Jubiläumsjahr auch eine entsprechende Torte gibt. Ihr Genuss verspricht ein lukullisches Vergnügen.

Köstlich: Zum Cappuccino mundet „Oma Ettas Klötenköm“, ein Eierlikör von der Insel Juist. Erbsen-Frikadelle mit Joghurtsoße für alle Vegetarier. In der regulären Speisekarte findet man zusätzlich diverse Suppen und Salate, Kleinigkeiten und Hauptgerichte. Nicht zu vergessen die göttlichen Kuchen und Torten, darunter natürlich auch eine Beethoven-Torte. Bei schönem Wetter findet man mit etwas Glück auch ein Plätzchen unter den schattenspendenden Bäumen der lauschigen Terrasse im jüngst neu gestalteten Museumshof. r Café im Kunstmuseum Bonn Geschäftsführer: Michael Klevenhaus Friedrich-Ebert-Allee 2, D-53113 Bonn Telefon: 02 28 / 23 00 59 E-Mail: info@cafekumu.de Internet: www.cafekumu.de Öffnungszeiten Küche: 10.00 – 19.00 Uhr, Frühstück 10.00 – 15.00 Uhr, warme Küche ab 11.30 Uhr Ruhetag: Montag Kreditkarten: Mastercard, Visa, EC-Karte

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Ein echter Hochgenuss fĂźr alle Fischfans: Skrei im Pergament, angerichtet mit Buttermilch, Fenchel, Brunnenkresse und Camargue-Reis.

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Das heutige Restaurant war einst der Erste-KlasseWartesaal des Bahnhofs. Unter Stuck und herrlichen Lüstern lässt es sich hier vom Frühstück bis zum Dinner vorzüglich genießen.

Restaurant interieur no. 253 im arp-Museum

Ein Ort voller Inspiration

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er Bahnhof Rolandseck bei Remagen wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und ist ein architektonisches Juwel des Klassizismus. Noch heute halten hier Züge, aber das historische Bahnhofsgebäude wurde bereits 2004 nach umfangreicher Restaurierung einer neuen Bestimmung zugeführt. Im ehemaligen Erste-Klasse-Wartesaal, von dessen wunderschöner Terrasse mit gusseiserner Brüstung man einen grandiosen Blick über den Rhein, den Drachenfels und das Siebengebirge genießt, befindet sich seitdem das Restaurant interieur no. 253. Es umfasst den historischen Festsaal und den vom international bekannten Künstler Anton Henning gestalteten Barbereich. Dieser ist ein poppiges Gesamtkunstwerk, das sich über Mobiliar, Wände, Gemälde, Lampen und Fenster erstreckt. Das Erdgeschoss des Bahnhofs beherbergt das Entree des 2007 eröffneten Arp-Museums. Bereits von Anfang an war der Bahnhof ein Treffpunkt berühmter Persönlichkeiten aus Kunst und Politik.

Prachtvoll präsentiert sich die freigelegte Stuckdecke des einstigen Wartesaals. Opulente Kronleuchter, alte Silberspiegel und Holzdielen machen das Restaurant schon optisch zu einem faszinierenden Ort, der sich den schönen sowie auch den kulinarischen Künsten mit Hingabe widmet. Gastronom und Gastgeber Nic Herbst sorgt hier mit einem jungen, engagierten Team vom üppigen Frühstück über köstlich leichte Lunch-Gerichte und leckere hausgebackene Kuchenkreationen am Nachmittag bis hin zu verführerischen Menü-Kompositionen und unvergesslichen Events am Abend für ein rundum gelungenes Erlebnis. „Es ist die außergewöhnliche Mischung aus Weinbar, Bistro und Restaurant, die uns über die Jahre so erfolgreich gemacht hat. Und natürlich die Kunst, die es im Restaurant wie auch in wechselnden Ausstellungen im Museum zu bestaunen gibt und die die Gäste unseres Hauses verbindet“, erzählt der sympathische Krefelder. Seit knapp einem Jahr sorgt Maximilian Schepp als Chef am Herd für kulinarische Glücksmomente. Er bringt internationale Erfahrung mit, kochte in Kanada, den USA und Österreich und setzt auf Nachhaltigkeit bei der Wahl der Zutaten. „Ich

mache allerdings kein Dogma daraus. Regional ja, aber das heißt für mich Europa. Eine Dorade schwimmt nun mal nicht in der Nordsee“, sagt der 33-Jährige. Die Speisekarte lockt mit kross gebratenem Zander, zu dem Perlgraupen und Bärlauch serviert werden. Die Pappardelle werden mit Ragout vom Rodderberger Wild gereicht und das Filet de Bœuf kommt mit Schalotten-Jus, Wirsing und Kartoffelkrapfen daher. Auch ein Blick in die ganzjährig aktuelle Hummer-Karte (nur an den Wochenenden) lohnt sehr. Die Weinauswahl obliegt dem Chef persönlich. Nic Herbst ist nicht nur kunstaffin, sondern pflegt auch seine Passion zu edlen Tropfen. Über 500 Positionen lagern im Weinkeller, außerdem betreibt er mit seinem Winzer-Freund Nick Köwerich an der Mosel einen eigenen Weinberg. r Restaurant interieur no. 253 im Arp-Museum Gastgeber: Nic Herbst Hans-Arp-Allee1 D-53424 Remagen-Rolandseck Telefon: 0 22 28 / 91 11 11 E-Mail: info@interieur-no253.de Internet: www.interieur-no253.de Nic & Nick: www.weingutkoewerich.de Öffnungszeiten Küche: 12.00 – 16.30 Uhr und 17.30 – 21.00 Uhr Kreditkarten: Mastercard, Visa, EC-Karte

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Die besten Winzer

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Weinhof Riegelnegg

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Die Kunst der Winzer Adressen für den unkomplizierten Weingenuss Wein scheint ein göttliches Getränk zu sein, sonst wäre er nicht so oft in der Bibel erwähnt. Tief in der Geschichte der Menschheit verwurzelt, ist der Wein stets eine Quelle der Inspiration für Winzer und Genießer. Edle Tropfen begleiten unsere wichtigen Lebensmomente, finden sich in unseren Erinnerungen, sind Teil bedeutender Feste und Feiern. Erstklassige Weine, die sich einen Namen für ihr Prädikat, ihre Region oder ihre Rebsorte gemacht haben, spiegeln auf den nachfolgenden Seiten das weingeneigte Wirken der von uns vorgestellten Winzer aus Deutschland und Österreich wider. Te x t : G a b r i e l e I s r i n g h a u s e n , Gu n d u l a L u i g - R u n g e , B e r n d Te i c h g r ä b e r, F o t o s : K l a u s L o r k e , Yd o S o l

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Weingut Schloss Proschwitz

Spitzenweine aus Sachsen

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it beeindruckenden 95 Punkten bewertete die Jury des „Decanter World Wine Awards“ jüngst den 2016er-Spätburgunder des Weingutes Schloss Proschwitz aus dem sächsischen Zadel nahe der weltberühmten Porzellanstadt Meißen. „Wir sind sehr glücklich über dieses Spitzenergebnis und verstehen es als Anerkennung für unser qualitätsorientiertes Handeln im Weinberg und im Keller“, freut sich Winzer Prof. Dr. Georg Prinz zur Lippe. „Meine Familie hat viele Generationen in Sachsen gelebt. Nach dem Krieg verloren meine Eltern ihr Anwesen, wurden verhaftet und in den Westen abgeschoben. Besonders Vater träumte immer davon, Schloss Proschwitz wiederzusehen, vererbte mir den vermeintlichen Besitz. Nach dem Mauerfall bin ich im Januar 1990 erstmals hierhergereist. Der Hof und das Schloss waren ebenso vernachlässigt wie die historischen Weinberge, wo seit mehr als 850 Jahren Wein kultiviert wird“, erzählt der 62-Jährige. Aber Georg Prinz zur Lippe gibt nicht auf, schließlich hat er neben Landwirtschaft auch einige Semester Weinbau studiert. Er lässt sich auf einen langen Weg zwischen Bürokratie, menschlicher Ablehnung und sehr viel Arbeit ein: „Mit der Geschichte könnte ich ein Buch füllen“, so der Agraringenieur und Unternehmensberater. Heute betreibt er mit seiner Frau, Prinzessin Alexandra zur Lippe, das ältes-

Das unverwechselbare Proschwitzer Terroir beschert den edlen Tropfen durch das Zusammenspiel von filigraner Säure, akzentuierter Primär- und Sekundär-Aromen sowie der hohen Mineralität ein nachhaltiges Geschmackserlebnis. te privat bewirtschaftete Weingut in Sachsen, das sich bereits seit 1996 zur deutschen Weinelite des VDP zählen darf. Auf 70 Hektar gedeihen Rebsorten wie Grauer und Weißer Burgunder, aber auch Elbling, Riesling, Scheurebe oder Spätburgunder. „Die Weine finden hier beste Bedingungen mit einer bis zu sechs Meter mächtigen Lößschicht auf dem für diese Region typischen, roten Granitfelsen. Und sie werden von der Sonne verwöhnt. Die Bewirtschaftung unserer begrünten Weinberge erfolgt ausschließlich nach den

Schloss Proschwitz ist auch ein Ort der Begegnung für Kunst- und Kulturveranstaltungen, Weinverkostungen, Events und private Feierlichkeiten.

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Richtlinien des kontrolliert umweltschonenden Weinbaus. Die Erträge werden jedes Jahr bewusst reduziert. Ganz wichtig neben der strikt qualitätsorientierten Pflege im Weinberg ist natürlich die Arbeit unseres Kellerteams um Carolin Böttger. Ihr zur Seite steht als oenologischer Berater unser ehemaliger langjähriger Kellermeister Martin Schwarz. Sie arbeiten die Stärken und die spezifische Stilistik unserer Wein-Persönlichkeiten behutsam heraus. Ohne ihre feinen Nasen könnten wir diese Spitzenweine nicht erzeugen“, erklärt der Prinz, seit 2013 Honorarprofessor für Weinbau und Kellerwirtschaft der TU Bergakademie Freiberg in Sachsen. r

Weingut Schloss Proschwitz Inhaber: Prof. Dr. Georg Prinz zur Lippe Dorfanger 19, D-01665 Zadel über Meißen Telefon: 0 35 21 / 7 67 60 E-Mail: weingut@schloss-proschwitz.de Schloss Proschwitz Heiliger Grund 2 D-01662 Meißen Ortsteil Proschwitz Telefon: 0 35 21 / 4 06 00 E-Mail: willkommen@schloss-proschwitz.de Internet: www.schloss-proschwitz.de Eigene Forstwirtschaft und Brennerei Übernachtungspreise: DZ ab 85 Euro Vinothek – Öffnungszeiten: 10.00 – 18.00 Uhr Catering, VDP-Mitglied, Kreditkarten: alle


Die Vinothek im Weingutshof lädt zur Verkostung von Weinen, Sekten und Destillaten ein.

Prof. Dr. Georg Prinz zur Lippe.

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Günter Blindert und sein Mitarbeiter Matteo Strasser. Die Weinkellerei Karl Weber ist ein Ort der Lebensfreude und des guten Weingenusses. Unten: Das Weingut Kerpen in Bernkastel-Kues. Die Winzerfamilie: Martin Kerpen und seine Frau Celia mit den Kindern Matthias, Markus und Marie-Luise.

Weinkellerei Karl Weber

„Deutsche Weine werden immer beliebter“

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as verbinden die Menschen mit Köln? Natürlich das Wahrzeichen, den berühmten Dom, aber auch den Rhein, den Karneval und die schöne Altstadt mit ihren zahlreichen Brauhäusern, in denen ein süffiges Kölsch ausgeschenkt wird. Viele Weinliebhaber aber assoziieren mit Köln den Stadtteil Dellbrück. Denn hier bietet die Weinkellerei Karl Weber alles, was das Herz eines Oenophilen höherschlagen lässt. Feinschmecker der rheinischen Metropole kennen den Inhaber Günter Blindert noch aus seinem Restaurant Isenburg. Mehr als ein Vierteljahrhundert hat der sympathische Rheinländer diesen Ort des guten Geschmacks geführt. Nach dem Abschied übernahm er 2011 den Weinkeller seines verstorbenen Freundes Karl Weber, pflegt

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hier weiterhin seine Liebe zum Weinbau, zu ausgesuchten Spirituosen und überrascht immer wieder mit ausgezeichneten Raritäten. Unterstützt wird der 69-Jährige von Matteo Strasser, selbst Winzer und Kellermeister. Der krönte jüngst seinen 30. Geburtstag mit einem Ladoix-Domaine d’Ardhuy 2016: „Eines der besten Weingüter im Burgenland.“ In der Weinkellerei von Günter Blindert lagern inter-nationale Rebensäfte ebenso wie 100 Jahre alte Portweine. „Aber in den letzten Jahren steigt die Nachfrage nach deutschen Weinen. Sie werden immer beliebter und das aus gutem Grund. Innovative Winzer überraschen auf traditionsreichen Weingütern mit hervorragenden Tropfen. So zum Beispiel das Weingut Kerpen aus Bernkastel-Kues“, weiß Günter Blindert. Auf eine fast 250-jährige Familiengeschichte kann dieses Weingut zurückschauen. Heute wird es in der achten Generation von Martin Kerpen – Dipl.-Ingenieur für Weinbau & Oenologie und Winzer aus Lei-

denschaft – geführt. „Auf rund acht Hektar bauen wir ausschließlich Riesling an. In unseren Steillagen findet die Königin unter den Weißweinreben optimale Bedingungen. Das Zusammenspiel von Moselschiefer, Südsüdwest-Lage, Mineralität und Klima ist einzigartig. Das Ergebnis sind Weine mit einem feinen Spiel zwischen Frucht und Säure sowie einem niedrigen Alkoholgehalt“, erklärt Martin Kerpen. Das Weingut kann sich über zahlreiche Auszeichnungen freuen, hat bei der Berliner Wine Trophy gleich zwei Medaillen errungen, wird vom Gault&Millau ebenso empfohlen wie vom Magazin Feinschmecker. r Weinkellerei Karl Weber Inhaber: Günter Blindert Von-Quadt-Straße 36 D-51069 Köln – Dellbrück Tel.: 02 21 / 68 45 00 info@weinweber.de, www.weinweber.de Öffnungszeiten: Di. bis Sa. 10.00 – 13.00 Uhr, Di., Do., und Fr. auch 15.00 – 18.00 Uhr Online-Shop: www.weinweber.de


©Marco Rothbrust Fotografie

Alexander Stodden zeigt sich wohlgeübt, im Einklang mit der Natur alles zu tun, um Wein zur Vollendung zu bringen.

Klare Linien und puristische Formen zeichnen die neue Vinothek aus.

Jean Stodden – Das Rotweingut

Spannende Weine auf Weltklasse-Niveau

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m Einklang mit der Natur alles tun, um Wein zur Vollendung zu bringen“, das ist Credo und Leidenschaft zugleich, die bei Alexander Stodden im Weinberg und Weinkeller lodert und in schöner Regelmäßigkeit preisgekrönten Rebensaft hervorbringt. Den feinen Schliff für sein önologisches Wirken holte sich der Winzer während seines Studiums der Oenologie und darauf folgenden Lehrund Wanderjahren in Oregon und Südafrika. Mit solch internationalem Background im Gepäck hält er seit 2006 das elterliche Weingut Jean Stodden – Das Rotweingut erfolgreich auf Kurs. Wie bei allen Winzern an der Ahr dreht sich bei Alexander Stodden alles um den Spätburgunder – seine Leib-und-SeeleRebe. Wohl kaum ein Weinbaugebiet weltweit hat sich so konsequent auf die rote Edeltraube konzentriert. „Wir sind und bleiben ein Burgunderweingut“, sagt Alexander Stodden. Schon der Name Jean Stodden – das Rotweingut lässt daran kein Zweifel. Diese Geradlinigkeit mündet zwangsläufig in der Veredlung des Kernproduktes. „Guter Wein kommt von gutem Rebschnitt“, weiß Alexander Stodden. „Deshalb arbeiten wir schon beim Rebschnitt extrem auf das Ziel Qualität statt Masse hin.“ Daher bleiben dem Rebstock auch nur sehr wenige Fruchtaugen erhalten. Folglich dürfen sich die besten

Die Spätburgunder werden von Weinführern wie Eichelmann oder Johnson in schöner Regelmäßigkeit prämiert. Trauben über die ganze Kraft des Bodens und die vielen Sonnenstunden während der Vegetationszeit freuen. Bringt der Rebstock dennoch zu viele Trauben und Masse, wird im Sommer eine massive „grüne Lese“ durchgeführt. Nur mit einer solchen Mengenreduzierung ist der Weg frei, damit dichte und extraktreiche Weine reifen können. Besonders die Ahr ist geprägt durch ihren großen Anteil an Steillagen und Schieferböden, was auf den neun Hektar des Weingutes zwangsläufig mit sehr viel Handarbeit bei der Lesung der Trauben einhergeht. Die strenge Sortierung im Weinberg und im Kelterhaus ist genauso selbstverständlich wie die anschließende schonende Verarbeitung der Trauben. Erzeugt werden vor allem Terroirweine der Sorten Spätburgunder und Frühburgunder. Beinahe einstimmig ist der Chor der Wein-Experten und Wein-

führer wie Eichelmann oder Johnson, die die konsequente Arbeit von Alexander Stodden mehrfach mit Preisen belohnen. Für Burgunder-Enthusiasten mündet die Liebe zum Spätburgunder im Besuch des Barrique-Kellers, in dem fast alle Gewächse mindestens 15 Monate heranreifen. Andere wiederum fühlen sich in der modernen Vinothek beim Genuss der spannenden Weine am Ziel ihres Weintrinkerlebens. r Jean Stodden – Das Rotweingut Inhaber: Alexander Stodden Rotweinstraße 7 – 9, D-53506 Rech / Ahr Tel.: 0 26 43 / 30 01 E-Mail: info@stodden.de Internet: www.stodden.de Öffnungszeiten Vinothek: Mo. bis Fr. 9.00 – 12.00 Uhr und 13.30 – 17.30 Uhr, Sa. 10.00 – 13.30 Uhr sowie nach Vereinbarung, Mittwochnachmittags geschlossen

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Weinhaus Schanz: Vertrieben werden edle Tropfen, die echten Trinkspaß garantieren.

Weinhaus Schanz

Höchste Qualität und finessenreiche Weine

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ie Gemeinde Piesport ist mit ca. 410 Hektar Rebland der größte Weinbauort an der Mosel und bekannt für Tropfen der Spitzenklasse. Etwa 100 Hektar der Gesamtrebfläche sind reine Steillagen, in denen überwiegend Riesling angebaut wird. Hier reifen elegante, komplexe Rieslingweine mit dem für Schieferlagen typischem mineralischen Schmelz. Die Riesling-Rebe kommt jedoch nicht nur mit rauhen Temperaturen bestens zurecht, sondern vermag darüber hinaus auch den relativ feinblättrigen Devon-Schiefer der Moselhänge für sich zu nutzen. Die gelösten Mineralien der Schieferböden werden von der Pflanze aufgenommen und erzeugen eine leichte Zitrusnote mit Pfirsich im Abgang, welche bei sehr reifen Weinen bis hin zur vollen Aprikosennote reichen kann. Immer sind die Steillagenweine begleitet von einem mineralischen Schmelz, der einen Moselwein unter Kennern so unverwechselbar macht. Unverwechselbar ist der Riesling auch wegen seiner Eigenschaft, auf sein Terroir besonders sensibel reagieren zu können. Man schmeckt die jeweilige Typizität der Rebsorte in ihrer vollen Aromatik und der Weinlagen in ihrer ei-

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genständigen Stilistik. Der Winzer Erich Schanz hat sich von jeher dem hochwertigen, reduzierten Ausbau in Steilhängen verschrieben. Das Portfolio reicht von finessenreichen Rieslingen über elegante Weiß- und Grauburgunder bis hin zu erstklassigen Rotweinen. Besonders zu erwähnen ist die außergewöhnliche Jahrgangstiefe, die Erich Schanz anbietet. Dies ist eine seit Generationen ausgelebte Philosophie. So sind im Weinhaus Schanz bis zu 20 Jahre gelagerte Rieslingweine sowie bis mindestens fünf Jahre alte Rotweine erhältlich. Genießer erwarten feingliedrige Weine aus dem weltbekannten Weinort Piesport. Kaum anderswo als an der Mosel haben junger Wein wie auch gereifte Jahrgänge ihre Reize, ihren Charme

und ihren Charakter. Das gilt auch für Weine mit niedrigem Alkoholgehalt. Man sollte bei einem Besuch des Weinhauses auch nicht die lebendigen, spritzigen Winzersekte vergessen und falls man nach einer spannenden, informativen Weinprobe noch etwas Hunger verspürt, kehrt man ins hauseigene Zwei-Sterne-Restaurant von Sohn Thomas ein. Übernachten kann man im dazugehörenden, frisch designten Hotel. r Weinhaus Schanz Bahnhofstraße 8 a D-54498 Piesport Telefon: 0 65 07 / 92 52 - 0 Telefax: 0 65 07 / 92 52 - 52 E-Mail: info@schanz-weinhaus.de


Mit unterschiedlichen Lagen in Kesten stehen dem Weingut Paulinshof vielfältige Böden mit grauem, blauem und rotem Schiefer zur Verfügung, die spannende Weine wie den reinrassigen Riesling „Steiles Ding“ hervorbringen.

Weingut Paulinshof

Eine Familie lebt den Wein

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m Weingut Paulinshof arbeiten die Generationen Hand in Hand. Das Ergebnis sind Spitzenweine aus Kesten an der Mosel. Der Betrieb von Klaus und Christa Jüngling gehört längst zu den bekanntesten Namen der moselländischen Weinwelt. Mit großer Hingabe hat sich die ganze Familie dem Weinbau verschrieben. Seit einigen Jahren kümmert sich auch Sohn, Dipl.-Ing. Oliver Jüngling, als Kellermeister um die Vinifizierung der Trauben. Zeitweise im Weingut tätig ist auch dessen Ehefrau Dr. Carina Jüngling. „Verlassen können wir uns bei der Saisonarbeit und Präsentation der Weine ebenfalls auf unsere Enkel Helena und Johannes“,

freut sich Christa Jüngling. Was für manche unvorstellbar ist, gehört für die Jünglings ganz selbstverständlich dazu: leben und arbeiten mit der Unterstützung der gesamten Familie. Die Rieslingweine des Paulinshof sind geprägt von der Natürlichkeit, die beim Zusammenspiel von Boden, Klima und Landschaft entsteht. Auf zehn Hektar wachsen die Reben in berühmten und vielfältigen Lagen wie Brauneberger Juffer und JufferSonnenuhr, in der Trittenheimer Apotheke. Hinzu kommt eine der kleinsten Einzellagen der Mosel: die Brauneberger Kammer, exponiert auf einem Bergrücken unterhalb eines Felskopfes inmitten der Weinlage Brauneberger Juffer gelegen. Mit weiteren Lagen in Kesten haben die Jünglings vielfältige Böden mit grauem, blauem und rotem Schiefer zur Verfügung, die sie erfolgreich in ihren Rieslin-

Die Winzerfamilie hat sich ganz dem Weinbau verschrieben: Christa und Klaus Jüngling mit ihren Enkeln Johannes und Helena.

gen in den unterschiedlichsten Ausbauarten interpretieren. Mineralische, elegante, finessen- und facettenreiche Weine sind das Ziel. Die Philosophie des Gutes, das seit Jahrzehnten Mitglied im Bernkasteler Ring der Prädikatsweinversteigerer ist, orientiert sich an Ertragsreduktion, selektiver Lese und schonender Kellerbehandlung. „Wir kennen jede Traube“ ist einer der Lieblingssätze von den Jünglings und das ist in den Weinen auch schmeckbar in einer strahlenden Finesse und außerordentlichen Mineralität, die im Zusammenhang mit einem guten Essen ihre perfekte Vollendung finden. Aktuell empfiehlt Weinakademikerin Christa Jüngling den reinrassigen Riesling 2018 „Steiles Ding“: „Ein fruchtiger Genuss, komplex und vielschichtig wie das Terroir.“ Übrigens: Die Vinothek des Paulinshofs liegt zwei Moselschleifchen weiter bei Trittenheim im alten Bahnhof. Neben dem alten Gebäude schließt sich ein direkt in den Berg gebauter moderner Raum mit viel Glas an. Bukett heißt der schicke Veranstaltungsort für kulinarische, musikalische und kulturelle Events mit Blick auf Mosel und Trittenheim. r

Weingut Paulinshof Inhaber: Familie Jüngling Paulinstr. 14, D-4518 Kesten / Mosel Tel.: 0 65 35 / 5 44, Fax: 0 65 35 / 12 67 info@paulinshof.de, www.paulinshof.de Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 8.00 – 18.00 Uhr, Sa. 9.00 – 16.00 Uhr

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Größter Beliebtheit erfreuen sich die hauseigenen Produkte wie Destillate aus dem GenussShop.

Boutique-Hotel und Restaurant Genusswerk Eifel

Feine Destillate

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n Körperich-Obersgegen in der Eifel trifft in ganz besonderer Weise Landschaft auf Genuss. Genau diese Kombination liegt Uschi und Wolfgang Wagner am Herzen. Schon lange bewirtschaften sie ihren Bio-Bauernhof im benachbarten Geichlingen, wo sie landwirtschaftliche Produkte zu hochwertigen Erzeugnissen verarbeiten und mit ihrem Bauerngut „Alt-Modling“ viele Jahre erfolgreiche Gastgebererfahrung mitbringen. All dies führen sie im Genusswerk mit Kochschule, dem Genussshop und nicht zuletzt dem Land- und Seminarhotel zu einer Einheit zusammen, die ihresgleichen sucht.

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„In den ‚guten alten Zeiten‘, als die Felder noch von Hand bestellt wurden und die Bauern ihre Produkte noch selbst zum Markt getragen haben – diese handwerkliche Tradition haben wir uns zu eigen gemacht und erzeugen unsere Produkte nach altem Wissen und überlieferten Rezepten“, sagt Uschi Wagner. Unbedingt probierten sollte man daher einmal Wagners edle Brände, wie den im Holzfass gereiften Apfelschnaps. Aus der Eifel kommen auch die regionaltypischen NelchesBirnen, die zu sortenreinem Birnenbrand gebrannt werden. „Diese robuste Birnensorte war fast in Vergessenheit geraten, bevor sie Anfang der 90er Jahre eine regelrechte Renaissance erlebte“, weiß Uschi Wagner zu berichten. „Dieser klare Brand vermittelt beim Genuss einen tiefwürzigen Ton nach vollreifer Birne, der sich harmonisch auf der Zunge fortsetzt.

Er verbindet eine angenehme Süße mit zartbitterer Note zu einem unverwechselbaren Geschmackserlebnis.“ Ebenfalls zum Sortiment zählen selbst hergestellte Liköre, wie es in vielen Familien zur Tradition gehört. Mit genauso viel Hingabe produzieren die Wagners feine Eifel-Bio-Öle, wie Leindotteröl oder Bärlauchöl. Die biozertifizierten Produkte des Hofguts werden in einer Geschenkkiste zu einer ganz besonderen Erinnerung oder Überraschung. r Boutique-Hotel und Restaurant Genusswerk Eifel Uschi & Wolfgang Wagner Bitburger Str. 1 D-54675 Körperich-Obersgegen Telefon: 0 65 66 / 93 0 63 Telefax: 0 65 66 / 9 30 64 E-Mail: info@eifel-natur.de Internet: www.genusswerk-eifel.de


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© Monika Baumann Fotografie Düsseldorf (3)

Urlaub, Wein und Kulinarik fließen im Weingut Lithos zu einem harmonischen Ganzen zusammen.

Weingut Lithos

Entführung in bacchantische Gefilde

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ie Liebe zum Wein entdeckte Christian Theodoropoulos in der Heimat seiner Familie, einem kleinen Dorf im Westpeleponnes. Auf dem dortigen Bauernhof stellte Großvater Nikolaus Theodoropoulos Wein her, hauptsächlich für den Eigenbedarf. In den Sommerurlauben kam Christian so mit der Rebenverarbeitung in Kontakt. Geboren und aufgewachsen ist Christian Theodoropoulos allerdings in Uerdingen am Niederrhein. Vor fünf Jahren konnte er seinen lang gehegten Traum vom Leben als Winzer in einem Weingut verwirklichen. Im Sommer 2015 übernahm er zusammen mit seiner Frau Kristina einen 350 Jahre alten Traditionsbetrieb im Mittelrheintal. Begonnen hat der Jungwinzer seine Winzerlehre in Rheinhessen. „Meine Erfahrungen und meinen Wissensschatz habe ich in allen Weinanbaugebieten in Rheinland-Pfalz gesammelt“, so Christian Theodoropoulos. „Basierend auf diesem Erfahrungsschatz habe ich mich entschlossen, mich mit einem eigenen Weingut selbstständig zu machen.“ Wenn Kristina und Christian Theodoropoulos nun zurückblicken, sind sie froh, ihr Konzept aus „Urlaub, Wein und Kulinarik“ an diesem ganz besonderen

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Ort als emotional-kulinarisches Gesamterlebnis erfolgreich verwirklicht zu haben. „Wir bieten Urlaubs- und Genuss-Erlebnisse ganz im Zeichen des Weins.“ Die knapp 2,5 Hektar Weinberge liegen in Steillagen in mikroklimatisch einzigartigen Seitentälern des Mittelrheins. Viele Tätigkeiten im Weinberg erfolgen über Handarbeit. „Wir nutzen die Erfahrung und das Wissen über die besonderen Lagen der Weinberge und kombinieren diese mit moderner Kellertechnik“, sagt Christian Theodoropoulos. Ziel ist es, ein Maximum an Geschmack und Aroma von der Traube zu erhalten. In den Seitentälern des Mittelrheins gedeihen reinrassige, fruchtige und spritzige Rieslinge mit einer ausgewogenen Säure und natür-

lichem Restzuckergehalt sowie vollmundige Spätburgunder. Optimal vergären und reifen können die Weine im Weinkeller von Christian Theodoropoulos. Mitten darin hinein ragt ein Fels aus Schiefer. Dieser sorgt für ein vollkommenes, gesundes Kellerklima. Fels heißt auf Griechisch „Lithos“; damit war der Name für das Weingut geboren. r

Weingut Lithos Kristina und Christian Theodoropoulos Am Weinberg 78 D-55430 Oberwesel-Weilerboppard Telefon: 0 67 44 / 949 10 31 E-Mail: info@weingutlithos.de Internet: www.weingutlithos.de


Weingut Carl Adelseck

Seit vier Jahren bewirtschaftet der junge Staatl. geprüfte Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft Carl Martin Adelseck das Weingut. Unten: Der Name Adelseck steht für kompromisslose Qualitätskontrolle und höchste Weinkompetenz.

Qualität wächst im Weinberg

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ntsprechend ihrer individuellen Anlagen werden unsere Weine in unterschiedlichen Variationen ausgebaut, wobei wir besonderen Wert auf die Eigenständigkeit des Jahrgangs und der Rebsorte legen“, sagt Carl Martin Adelseck, dessen Grauburgunder zu den besten an der Nahe gehören. Das bestätigen nicht nur einschlägige Weinführer wie Eichelmann und Falstaff, sondern auch zahlreiche Auszeichnungen wie der renommierte und jährlich stattfindende Grauburgunder-Preis. Neben den weißen und roten Burgundersorten liegt der Winzerfamilie vor allem der Riesling am Herzen. Die Weinbautradition der Familie Adelseck lässt sich bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen. „Bereits vor dem ersten Weltkrieg begann unser Weingut mit dem Weinbau und gleichzeitig mit der Flaschenabfüllung. Inzwischen gehört auch eine Importfirma inklusive Weingroßhandel zu unserem Betrieb“, erzählt Carl Martin Adelseck. Der Staatl. geprüfte Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft hält in der fünften Generation den Betrieb gut auf Kurs. Unterstützung bekommt er weiterhin von Vater Carl-Günther sowie Mutter Dagmar, die im Büro und Vertrieb die Fäden zieht. Von Anfang an war das erklärte Ziel „der Respekt vor der Individualität der Böden und die Persönlichkeit der Rebsorten als Schlüsselkriterien der Weinbereitung“, die die Weinbauphilosophie des Weingutes prägen. Der Jungwinzer

Carl Martin Adelseck treibt die Philosophie mit viel Enthusiasmus voran, gerade was die kompromisslose Qualitätskontrolle betrifft. Auf den 14 Hektar, die der Winzer größtenteils in Handarbeit bearbeitet, werden Weine der Sorten Riesling (50 Prozent), Spätburgunder (20 Prozent), Weiß-, Grauburgunder und Sauvignon Blanc erzeugt. Die Vielseitigkeit der Böden in Verbindung mit einem naturnahen Anbau ermöglicht es, Weine unterschiedlicher Charaktere zu produzieren. Bewirtschaftet werden Spitzenlagen wie Münsterer Dautenpflänzer „Quarzit“. Die Südlage ergibt vollmundige und kräftige Rot- und Weißweine mit viel Eleganz und Tiefe. Ebenfalls nach Süden

geneigt, wachsen am Münsterer Pittersberg „Schiefer“ feine und rassige Rieslinge heran, während die Lage Laubenheimer Karthäuser „Sandstein“ für ausdrucksstarke und erfrischend mineralische Weine steht. Es werden auch flaschenvergorene Sekte aus den Sorten Riesling und Scheurebe produziert. r

Weingut Carl Adelseck Inhaber: Carl Martin Adelseck Saarstraße 41 D-55424 Münster-Sarmsheim Telefon: 0 67 21 / 97 44 - 0 Telefax: 0 67 21 / 97 44 - 22 E-Mail: info@adelseck.de Internet: www.adelseck.de

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Weingut Peter Stahl

Mineralisch betonte Weine, die als typisch rheinisch gelten

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berwesel zählt zu den größten Weinanbaugemeinden des Mittelrheins. An den Steilhängen gedeihen die ausgezeichneten Weine des Weinguts Stahl. Winzer Peter Stahl lebt für seine Heimat und seine Weine. Diese Leidenschaft wurde ihm schon früh in die Wiege gelegt, denn die Passion für den Mittelrhein und Wein hegt man in seiner Familie schon seit vielen Generationen. Sein Ziel ist es, Weine zu schaffen, die ge-

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nau dieses Feeling widerspiegeln und das gelingt ihm mit seinem Team jedes Jahr aufs Neue. Das Weingut von Peter Stahl ist Mitglied im erlauchten Kreis der ChartaWinzer. Gemeinsam hat man sich auf die Fahnen geschrieben, Profil-Weine mit eigener Note zu erzeugen, die in Geschmack, Qualität und Naturverbundenheit überzeugen. „Seit dem Mittelalter wird die RieslingTraube im Mittelrheintal kultiviert“, erzählt der Winzer. „Unsere Weine sind alle auf den Schieferböden gewachsen und bringen die mineralisch betonte Frucht mit, die als typisch rheinisch gilt. Vor allem die ideale Lage, die anspruchsvolle Handlese, höchste Qualitätsmaßstäbe und langjähriges Know-how im gesamten Herstellungsprozess bringen feine Rieslinge

hervor. Im urigen Kellergewölbe aus dem Jahre 1859 kann man die typischen Weine des Schiefergebirges probieren. Ein besonderes Erlebnis verspricht eine Weinprobe mit dem Winzermeister Peter Stahl höchstpersönlich. Im romantischen Kerzenlicht den typischen Rieslingwein und weitere fein ausgebaute Rebsorten wie zum Beispiel Grauburgunder oder den roten Spätburgunder zu probieren, ist ein Geschmackserlebnis für Wein-Liebhaber. r

Weingut Stahl Winzer Peter Stahl Am Talblick 6 D-55430 Oberwesel-Dellhofen Telefon: 0 67 44 / 4 16 Internet: www.gasthaus-stahl.de Kreditkarten: Mastercard, Visa, EC-Karte


Rieslinge aus der Großen Lage Burgberg mit Quarzit-Terroir werden im Stückfass ausgebaut. Caroline Diel und ihr Mann Sylvain freuen sich, dass sie mit ihren Weinen und Events so großen Anklang finden. Schlossgut Diel

Weine, die von ihrer Herkunft erzählen

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eit Jahren spielt das Schlossgut Diel in der Topliga der deutschen Riesling- und Burgundererzeuger mit. Daran hat inzwischen auch Tochter Caroline einen maßgeblichen Anteil, die nach Lehr- und Wanderjahren durch internationale Spitzenweingüter in Frankreich, Neuseeland und Südafrika seit 2006 für die Erzeugung der Gutsweine verantwortlich zeichnet und seit 2017 mit ihrem Mann Sylvain das Schlossgut kontinuierlich gut auf Kurs hält. Mit unprätentiösem Selbstbewusstsein beackert sie gemeinsam mit ihrem französischen Gatten ein

umfangreiches Terrain vom historischen Ensemble der Burg Layen bis zur Arbeit im Weinberg und Keller in Zusammenarbeit mit dem Kellermeister. Höchste Bewertungen in den einschlägigen internationalen Weinführern sind seit Jahren das schönste Kompliment für derlei leidenschaftliches Wirken im Zeichen der Oenologie. Die Geschichte des Familienbetriebes reicht bis ins Jahr 1802 zurück. Es war vor allem ihr Vater Armin, der die Strahlkraft des Weingutes über Jahre weit über die Region hinaus mehrte. „Wir machen Weine, die von ihrer Herkunft erzählen“, sagt die Schlossherrin, die sich mit viel Bauchgefühl auf das Wesen eines jeden einzelnen Gewächses konzentriert und ihre Leidenschaft für die Natur, für den Weinberg nicht verleugnet. Über 25 Hektar erstrecken sich die Rebgärten an der unteren Nahe, darunter die

Die Schlossküche als Bühne für besondere Weinproben.

großen Lagen Pittermännchen, Goldloch und Burgberg. Zu zwei Dritteln Rieslinge und zu einem Drittel Burgunder stehen auf Schiefer, Quarzit, Kieselstein oder Urgestein aus der Permzeit. Die Essenz der unterschiedlichen Böden spiegelt sich sodann im Glas wider. Das Ergebnis sind geradlinige, mineralische, terroirgeprägte und authentische Weine. Neben den Rieslingen hat sich Schlossgut Diel auch mit der Vielschichtigkeit seiner weißen und roten Burgunder einen Namen gemacht. Die geheimen Lieblinge zahlreicher Diel-Liebhaber sind die Sekte, die drei bis sieben Jahre auf der Hefe reifen. Ganz besonders stolz ist Caroline Diel auf den animierenden Riesling Réserve, der mindestens fünf Jahre auf der Hefe lag, auf den Goldloch Brut nature, der seine Herkunft besonders gut zeigt, und auf die Cuvée MO, die durch ihre cremige Art an Champagner erinnert. Nicht umhin kommt man bei vielerlei Anlässen, die Weine von Schlossgut Diel kennenzulernen und zu genießen: vom eleganten Ball des Weines über fachliche Weinmessen und Versteigerungen bis zum lockeren Weinhöfefest rund um die Burg Layen. r

Schlossgut Diel Inhaberin: Caroline Diel Burg Layen 16 D-55452 Rümmelsheim Telefon: 0 67 21 / 9 69 50 Telefax: 0 67 21 / 4 50 47 E-Mail: schlossgut@diel.eu Internet: www.diel.eu

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Gut Hermannsberg

Vom Terroir geprägt

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nser größter Schatz sind unsere Weinberge. Es ist uns besonders wichtig, sie mit viel Respekt und Einfühlungsvermögen an den Punkt zu führen, an dem sie in der Lage sind, ihren ureigenen Charakter perfekt auszudrücken. Wir sind dabei die Zuhörer und dann erst die Helfer. Riesling ist dafür das perfekte Instrument“, sagt Karsten Peter, Winzer von Gut Hermannsberg. Das Weingut von Familie Reidel ist heute bekannt und beliebt für seine mineralischen, trockenen und besonders kraftvollen Weine. Dabei dominiert vor allem der Riesling in den Weinbergen des Guts, dem man anmerkt, dass er mit viel Arbeit dem Boden abgerungen wird. Bereits 1902 gründete der Preußische Staat die Königlich-Preußische Weinbaudomäne Niederhausen-Schloßböckelheim und legte die ersten Weinberge an. Ein

Jahr später folgte die Bepflanzung mit den ersten Riesling-Reben. 2009 übernahm Familie Reidel das Gut und führte es gemeinsam mit Karsten Peter als Betriebsleiter zurück an die Spitze der Weinszene. Auf den 30 Hektar mit sieben qualifizierten, großen Lagen, die man in Handarbeit in Steillagen bearbeitet, werden Weine der Sorten Riesling (90 Prozent) und Weißburgunder (10 Prozent) erzeugt. Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum des Weingutes Ende August 2019 feierte erstmals der Kupfergrube Jahrgangssekt 2013 seine Premiere. Nach fünf Jahren Hefelager vereint er die Mineralität, Präzision und Finesse der Spitzenlage Kupfergrube mit der Qualität großer Winzersekte und Champagner. Nicht umhin kommt man auch, den neuen VDP.Gutswein 7 Terroirs zu goutieren. Eine Cuvee aus den sieben klassischen VDP.GROSSEN LAGEN: puristisch, mineralisch, kraftvoll und zugleich elegant. Die 2017er Kupfergrube GG wird erst 2022, also nach fünf Jahren Reifezeit, in den Verkauf kommen. Damit will das Das Weingut ist bekannt für seine mineralischen, trockenen und besonders kraftvollen Weine.

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Kellermeister Karsten Peter (links) und der aus der Inhaberfamilie stammende Jasper Reidel (rechts) sind beide in der Geschäftsführung tätig.

Weingut der Kupfergrube Zeit geben, ihren komplexen Charakter zur Harmonie zu bringen und ihr großes Reifepotenzial zu entwickeln. Dieses Jahr, am 1. September, wird ein Re-Release des Kupfergrube GGs 2015 auf dem Markt gebracht. Es wurde extra ein gewisse Menge an Flaschen zurückgehalten, um sie jetzt nach fünf Jahren Reifezeit abermals auf den Markt zu bringen. Die Flaschen werden natürlich gesondert gekennzeichnet sein. Das einzigartige Weingut empfiehlt sich allerdings auch als Ort für Weinerlebnis und Genuss, als Ausgangspunkt für Wanderungen und Fahrradtouren durch die umliegenden Weinberge, als Ruheoase, aber auch für Tagungen und Seminare sowie größere Familienfeiern. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es im Gästehaus in hochwertigen Suiten und liebevoll gestalteten Zimmern inklusive des herrlichen Blicks über das Nahetal. Hausgäste und Genießer dürfen sich darüber hinaus über ein vielseitiges gastronomisches Angebot auf Gut Hermannsberg freuen. Mit Florian Müller konnte man einen ausgezeichneten Küchenchef für das Haus gewinnen, der die Gäste mit saisonalen Menüs von Donnerstag bis Samstag abends auf eine spannende kulinarische Reise mitnimmt sowie eine abwechslungsreiche Mittagskarte mit leckeren kleinen und großen Speisen anbietet. r Gut Hermannsberg Weinhandels GmbH Inhaber: Familie Reidel Geschäftsführer: Jasper Reidel, Karsten Peter und Achim Kirchner Ehemalige Weinbaudomäne D-55585 Niederhausen-Nahe Telefon: 0 67 / 58 92 50-0 Telefax: 0 67 / 58 92 50-19 E-Mail: info@gut-hermannsberg.de Internet: www.gut-hermannsberg.de


Bei seiner Arbeit zeigt Winzer Cornelius Dönnhoff, welch großes Handwerk er beherrscht. Das Weingut steht für die Erzeugung großartiger deutscher Rieslinge.

Weingut Dönnhoff

Rieslingklassiker mit Weltruhm

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igentlich wollte Helmut Dönnhoff nicht unbedingt Winzer werden. Der Beruf erschien ihm zu anstrengend und freie Wochenenden waren hierbei auch nicht garantiert. Doch die schöpferischen Fähigkeiten, die dieser Beruf ihm bot, und die Studentenzeit in Geisenheim überzeugten ihn schließlich − zum Glück! Denn heute bilden seine Rieslinge den vollendetsten Ausdruck der großen Lagen an der Mittelnahe. Zweifellos hat Helmut Dönnhoff die Nahe bekannt gemacht, gezeigt, welches Potenzial die Region besitzt und als Erster bewiesen, dass die Region Weine von großer

Klasse erzeugen kann. Mit eiserner qualitativer Disziplin führte er das Weingut seiner Familie an die Spitze, rekultivierte aufgegebene Steillagen und schuf einen Rieslingklassiker nach dem anderen. „Wir empfinden es als großes Glück, aus einer Reihe der berühmtesten Lagen der Nahe Weine ausbauen zu können. Ich liebe die Herausforderung als Winzer, Jahr für Jahr die Qualität und Typizität des jeweiligen Jahrgangs ins Glas zu bringen“, sagt Cornelius Dönnhoff, der seit vier Jahren die Verantwortung im Weingut trägt und die Arbeit des Vaters kontinuierlich in die Zukunft führt. Mit Erfolg: In schöner Regelmäßigkeit werden die edlen Tropfen aus Oberhausen an der Nahe weltweit mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen überhäuft. Die Familie Dönnhoff kam vor über 250 Jahren an die Nahe und gründe-

Mit seinen zehn Großen Lagen, die zu den besten der Region gehören, genießt das Weingut heute international einen exzellenten Ruf.

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te in Oberhausen einen landwirtschaftlichen Betrieb. Die Liebe gehörte von Anfang an dem Weinbau. Durch Zukauf erstklassiger Rebflächen entstand in den letzten drei Generationen ein reines Weingut mit heute 30 Hektar Weinbergen. Es sind vor allem die zu Weltruhm gelangten eleganten Rieslinge, die auf spannende Art die geologische Vielfalt der Böden der Region widerspiegeln. Mit Nieder- und Oberhausen, Schloßböckelheim, Norheim sowie Roxheim und Bad Kreuznach fächert sich der Besitz breit auf und spiegelt unterschiedlichste Facetten der Böden und Gesteinsarten wider. Befragt nach dem Weinstil, muss Cornelius Dönnhoff nicht lange überlegen: „Bei uns steht natürlich der Riesling im Mittelpunkt, wobei hier der Fokus auf sehr klaren, komplexen, mineralischen und finessenreichen Weinen liegt, die ihre Herkunft zum Ausdruck bringen. Aber wir nehmen auch die Burgundersorten sehr ernst, die 20 Prozent der Anbaufläche ausmachen.“ Besonders stolz ist man im Weingut auf die Top-Lage Herrmannhöhle, eine reine Südlage, die immer wieder für Furore sorgt. Das Weingut Dönnhoff ist das einzige Weingut, das ein VDP Großes Gewächs aus dieser Lage vinifiziert. Die Niederhäuer Hermannshöhle wird sowohl von schwarz-grauem Schiefer bedeckt als auch von Vulkangestein, Kalksteinablagerungen und Phorphyr. Die Weinbergslage ist ausschließlich mit Riesling bestockt. Die Trauben erreichen immer einen hohen Reifegrad, gepaart mit Komplexität, Eleganz und langer Lagerfähigkeit. Die Rieslingreben des Weißweins von der Nahe sind bis zu 70 Jahre alt und werden ausschließlich mit der Hand geerntet. Gleich vier Mal konnte das Weingut mit diesem außergewöhnlichen Wein den deutschen Riesling Cup gewinnen. r

Weingut Dönnhoff Inhaber: Cornelius Dönnhoff Bahnhofstraße 11 D-55585 Oberhausen an der Nahe Telefon: 0 67 55 / 2 63 E-Mail: weingut@doennhoff.com Internet: www.doennhoff.com Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8.30 − 12.00 Uhr und 13.30 – 17.00 Uhr, Samstag nach Vereinbarung. An Sonn- und Feiertagen bleibt das Weingut geschlossen.


Weingut Aldinger

Zwei Brüder – eine Vision

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ellbach – 46000 Einwohner, Fachwerk – und moderne Kongressstadt zugleich, umgeben von Weinbergen, Neckar und Remstal. Hier ist die Heimat von Hansjörg und Matthias Aldinger. Zwischen Reben, alten Weinfässern und Maische sind die Brüder aufgewachsen. Ihr Vater Gert Aldinger hat sich weit über die Grenzen der Region hinaus einen Namen als innovativer Winzer gemacht. Bis heute gilt das Weingut Aldinger (anno 1492 erstmals erwähnt) als die Nummer eins in Württemberg. Das belegen nicht nur zahlreiche Auszeichnungen – kürzlich wurde das Weingut zum „Winzer des Jahres“ vom Vinum Weinguide ausgezeichnet –, sondern auch höchst zufriedene Kunden in aller Welt. Inzwischen sind Hansjörg und Matthias nach Studium und Auslandserfahrung in das traditionsreiche Familienunternehmen eingestiegen. In historischen Holz-

und modernen Stahlfässern reifen u.a. Gewächse wie Riesling, Weißburgunder, Sauvignon Blanc, Chardonnay oder Spätburgunder. „Bei der Vinifizierung werden die Trauben und der gärende Most so schonend wie möglich behandelt. Die Philosophie ‚Weniger ist mehr‘ ist unser oberstes Gebot. Alle Rotweine werden klassisch durch die Maischegärung erzeugt und reifen anschließend in französischen Barriquefässern“, erklärt Kellermeister Matthias Aldinger. 30 Hektar exquisiter Lagen werden bewirtschaftet, darunter „Untertürkheimer Gips“ im hervorragenden Kleinklima des Neckartals. „Schon seit 1 000 Jahren ist der hier wachsende Wein für seine einmalig mineralische Note bekannt“, sagt Hansjörg Aldinger. Natürlich respektieren die Brüder die Tradition des Hauses, probieren aber – ganz im Sinne des Vaters – nach Lust und Laune Neues. Grandiose Ergebnisse dieser Experimentierlust sind die beiden Sauvignon Blancs – einer im reduktiven Neuseelandstil und ein oxidativer französischer Stil, im Beton-Ei ausgebaut. Ein Tropfen, der an klassische Bordeaux-

Weine erinnert. Apropos Frankreich: Die Idee großer Champagner-Sekte mit langem Hefelager hatte die Brüder schon seit längerem in ihren Bann gezogen. Sechs Jahrgänge haben sie bis heute in Eigenregie versektet, ihre Sektproduktion in den Stuttgarter Untergrund verlegt. „Wir haben einen ehemaligen Luftschutzbunker gemietet. Hier herrschen bei konstanten elf Grad perfekte Bedingungen“, erklärt Hansjörg. Champagner dürfen sie ihren edlen Sekt nicht nennen, dass der Brut Nature aber eine Rarität ist, genauso fein im Glas perlt und hervorragend mundet, darüber sind sich Oenophile diesseits und jenseits des Neckars einig! r Weingut Aldinger Inhaber: Familie Aldinger Schmerstr. 25/Ecke Lutherstr., D-70734 Fellbach Tel.: 07 11 / 58 14 17, Fax: 07 11 / 58 14 88 E-Mail: info@weingut-aldinger.de Internet: www.weingut-aldinger.de Öffnungszeiten Verkauf: Montag bis Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 – 18.00 Uhr, Samstag 9.00 – 13.00 Uhr Auf Anfrage Gruppen und Veranstaltungen Kreditkarten: alle außer Diners

Viel Spaß beim Öffnen einer Sektflasche, die hier in Formel-1-Rennen-Manier zunächst mit dem Daumen wieder verschlossen und dann geschickt auf- und abbewegt wird.

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Sympathisch, locker, erfolgreich: der coole Winzer Moritz Haidle.

Edle Tropfen vom „Newcomer des Jahres 2019“. Die Weine reifen zum Teil in historischen Holzfässern.

Weingut Haidle

Hip-Hopper Moritz: „Newcomer des Jahres 2019“

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bwohl er noch recht jung ist, wurde schon einiges über ihn publiziert. Vielleicht, weil er so kurzweilig erzählt, so voller Lebensfreude und Enthusiasmus ist, konsequent und manchmal sicher etwas unbequem – vor allem aber, weil er ein ausgezeichneter Winzer ist: Moritz Haidle, Weinmacher aus dem baden-württembergischen Kernen im Remstal und von Falstaff zum „Newcomer des Jahres 2019“ gekürt. Nach Lehr- und Wanderjahren, unter anderem bei Spitzenwinzern wie Thomas Seeger und Gunther Künstler, in Australien und Kalifornien hat er vor fünf Jahren das Weingut seines Vaters Hans Haidle übernommen. Eigentlich wäre der begeisterte Hip-Hopper lieber Auto-Designer geworden. „Für unser Dörfchen und die Winzerbranche war ich sicherlich in meiner Jugend ein bunter Hund, der ein bisschen aus der Reihe tanzt. Zeichnen, Graffiti sprühen, das war schon immer meine Leidenschaft, heute setzte ich sie nur noch auf Weinetiketten um“, sagt Moritz Haidle schmunzelnd. Warum er schließlich doch in die Fußstapfen des Vaters trat? Das ist eine andere Geschichte.

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Was zählt, ist das Ergebnis. Seinen Erfolg belegen zahlreiche Auszeichnungen und Exporte bis nach New York oder Schweden. Jüngst wurde der 32-Jährige zum Vizepräsidenten des VDP (Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e. V.) gewählt. „Das macht mich sehr stolz, ich fühle mich geehrt.“ Moritz Haidle hat seinen Betrieb komplett auf Bio umgestellt, setzt weder Herbizide noch Mineraldünger ein. „Dadurch ist der Alkoholgehalt etwas niedriger, der Ertrag auch, aber die Trauben sind gesünder, die Weine besser“, erklärt er und ergänzt: „Als Düngemittel spielt im biodynamisch orientierten Weinbau Horn-Mist in Verbindung mit anderen Stoffen wie eigenem Kompost eine große Rolle. Auch Mondphasen werden beim Schneiden berücksichtigt. Arbeiten im Einklang mit der Natur ist oberstes Gebot, denn gute Weine werden im Weinberg gemacht und nicht im Keller. Auf-

wendige Handarbeit sowie eine extreme Ertragsregulierung der Reben trägt dazu bei, die Philosophie unseres Weinguts zu erfüllen.“ Moritz Haidle bewirtschaftet 23 Hektar in so ausgezeichneten Lagen wie dem Stettener Pulvermächer, eine der besten Riesling-Lagen Württembergs. Noch hat der Winzer Gewächse wie Trollinger oder Spätburgunder im Keller, sein Ziel aber bereits ganz klar definiert: „Ich will künftig überwiegend Riesling und Lemberger machen!“ r Weingut Haidle Inhaber: Moritz Haidle Hindenburgstr. 21, D-71394 Kernen im Remstal Tel.: 0 71 51 / 94 91 10, Fax: 0 71 51 / 4 63 13 E-Mail: info@weingut-karl-haidle.de Internet: www.weingut-karl-haidle.de Öffnungszeiten in der Probierstube: Mo. bis Fr. 8.00 – 12.00 Uhr und 13.00 – 18.00 Uhr, Sa. 9.00 – 15.00 Uhr Kreditkarten: alle außer American Express


Im Weinhotel Pfeffer & Salz genießen Gäste hervorragende Weine, eine regionale Küche und die herzliche, badische Gastlichkeit. Winzer Simon Huber und seine Frau Julia gehören mit ihrem Weingut zu den 1000 besten Weingütern Deutschlands.

Weingut Simon Huber

Geradlinige Rieslinge und Burgundersorten

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m Ortenaukreis stoßen zwei badische Weinbaugebiete aufeinander: Vom Norden her ist das die Ortenau, sie reicht von Baden-Baden bis Diersburg/ Gengenbach. Im Süden ist es der Breisgau, er zieht sich von Oberschopfheim bis vor die Tore Freiburgs. Viele junge und top ausgebildete Winzerinnen und Winzer haben in den vergangenen Jahren Verantwortung übernommen und den guten Ruf der Weinregion kräftig gemehrt. So auch Simon Huber aus Gengenbach. „Ich habe das Weingut 2012 neu gegründet. Zu dem Beruf bin ich durch meinen Onkel ge-

kommen, der Reben im Nebenerwerb bewirtschaftet“, erzählt der sympathische Winzer. Mit viel Zeit und Feingefühl gelingt es ihm, immer wieder eine optimale Traubenqualität zu produzieren. „Aber trotz aller Herausforderungen bereitet mir die tägliche Arbeit in den Steillagen unserer Weinberge viel Freude.“ Die Ausbildung zum Winzer machte Simon Huber bei den Weingütern Schloss Ortenberg und Metternich, Durbach. Danach erfolgte eine Weiterbildung zum Techniker für Weinbau und Oenologie in Weinsberg sowie ein Praktikum im Weingut Bründlmayer in Österreich und bei Spy Valley Wines in Neuseeland. Keine schlechten Voraussetzungen für sein Wirken als Winzer in der Ortenau. Die Weinberge des Weingutes befinden sich rund um Gengenbach an der Pforte des Kinzigtals und in Fessenbach bei Möchte man nach einer Weinverkostung nicht mehr ins Auto steigen, übernachtet man einfach in einem der 24 liebevoll eingerichteten Zimmer.

Offenburg. In Berghaupten bei Gengenbach wachsen Riesling und Spätburgunder auf steinigen und mineralreichen Gneisverwitterungsböden. Als Besonderheit kommt hinzu, dass am Abend die kalte Luft aus dem Schwarzwald das Tal herunterfließt und für kühle Nächte sorgt, was hocharomatische und filigrane Weine bringt. Auf der Gengenbacher Talseite stehen St. Laurent, Weiß- und Grauburgunder auf fruchtbaren Lehmböden, die viel Fülle und Struktur in die Weine bringen. Wieder einen anderen Boden haben die Reben in Fessenbach, dort gedeihen sie auf sandigem Granitboden. Das Ergebnis nach erfolgreicher Arbeit im Keller sind geradlinige Rieslinge und Burgundersorten. Folglich blickt man bei Simon Huber und seiner Frau Julia nicht ohne Stolz auch auf den Gault&Millau Weinguide, der dem Weingut die erste Traube verlieh. Damit gehört man zu den besten 1000 Weingütern des Landes. Empfehlenswert sind auch die Weinverkostungen in der Vinothek für Gruppen ab 10 bis ca. 24 Personen. Adäquat begleitet von einem badischen Vesper, Flammkuchen oder einem exklusiven Menü. r

Weingut Simon Huber Mattenhofweg 3 D-77723 Gengenbach Telefon: 0 78 03 / 93 48 50 Telefax: 0 78 03 / 93 48 40 E-Mail: mail@simonhuber-wein.de Internet: www.simonhuber-wein.de

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Im fein abgestimmten Zusammenspiel steht Sabrina Waßmer ihrem Vater Martin Waßmer im Weinberg, im Keller und bei der Vermarktung der Weine zur Seite. Weine mit internationalem Renommee: Mit den Jahren ist ein klarer vom Burgund geprägter, doch ganz unabhängiger Stil entstanden. Weingut Martin WaSSmer

Weine mit einer individuellen und charaktervollen Vielfalt

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artin Waßmer gehört zur Champions League der Spitzenwinzer in Baden und weit darüber hinaus. Doch trotz des großen Erfolges ist der sympathische Winzer aus dem Markgräflerland bescheiden und sich stets treu geblieben. Seit 1997 baut Martin Waßmer seine Weine aus. Die Sehnsucht nach großen Burgundern entwickelte sich durch ein Praktikum in Burgund. So ist in den Jahren ein klarer vom Burgund geprägter, doch ganz unabhängiger Stil entstanden, der den Weinen eine feine, unverkennbare Prägung gibt. Stark besonnte Steillagen, ein Klima, das

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an die Toskana erinnert und dazu tiefgründige Lößschichten sowie reich mit Mineralien bestückte Kalkverwitterungsböden, ähnlich denen im Burgund, bieten ideale Voraussetzungen für den Weinanbau auf 38 Hektar Rebflächen, die mit viel Bedacht und Sorgfalt gepflegt werden. „Im Einklang mit der Natur arbeiten und das jeweilige Terroir herauszuarbeiten“, das gelingt dem Weltklasse-Winzer mit sicherer Hand vortrefflich. Nicht ohne Stolz konnte Martin Waßmer zuletzt im Rahmen der Decanter World Wine Awards London auf die Verleihung einer Goldmedaille für den 2015 Dottinger Castellberg Pinot Noir GC blicken. Dazu mehrere Silbermedaillen für Weißburgunder, Chardonnay und Spätburgunder. Doch damit nicht genug. Vier Trauben im Gault&Millau Weinführer (Höchstbewertung des 2017 Dottinger Catellberg Pinot Noir GC mit 97 Punkten im Gault&Millau), viereinhalb Sterne im

Eichelmann und vier Sterne im Vinum und Fallstaff, sowie vier FFFF im Feinschmecker – auch derzeit zählt das Weingut wieder zu den besten Betrieben Deutschlands. Unterstützt wird er bei seinem Wirken im Weinberg, im Keller und bei der Vermarktung der Weine von Tochter Sabrina, die nach ihrer Ausbildung bei renommierten Winzern im Burgund, Elsass und im Rheingau das Credo des Weingutes in die Zukunft trägt. Damit die erfolgreiche Arbeit der Familie einen würdigen Rahmen erfährt, wurde vor vier Jahren ein großzügiger Verkaufsraum gebaut, der schon von weitem verheißt, was drinnen auf Weinliebhaber wartet. r Weingut Martin Waßmer Am Sportplatz 3 D-79189 Bad Krozingen-Schlatt Telefon: 0 76 33 / 1 52 92 E-Mail: info@weingut-wassmer.com Internet: www.weingut-wassmer.de


Ein adeliges Weingut in Südbaden

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n den Rebengärten am sonnenverwöhnten Kaiserstuhl wachsen die besten badischen Weine heran. Das Gestein erloschener Vulkane, magere, kalkhaltige Lössböden und sonnenreiches Klima sind ideale Bedingungen für den Weinbau. Am Kaiserstuhl dominieren die Weißweine Grauburgunder und Weißburgunder, aber auch der rote Spätburgunder nimmt etwa ein Drittel der Rebfläche ein. Die Winzer vermögen es, in ihren Weinen fruchtigen und mineralischen Geschmack in Harmonie zusammenzubringen. Auch Johannes Freiherr von Gleichenstein weiß um die Vorzüge der Region. „In anderen Weinbauregionen mag der Begriff ‚Terroir‘ etwas Abstraktes sein, am Kaiserstuhl wird auch für den Wein-Novizen nachvollziehbar, welchen Einfluss Gestein und Kleinklima haben können, so Johannes von Gleichenstein. „Die frucht-

baren vulkanischen Böden, die in den meisten Kaiserstuhler Lagen dominieren, speichern die Sommerhitze bemerkenswert gut. In Spitzenlagen wachsen nicht zufällig einige der komplexesten Burgunder Deutschlands.“ Nichts weniger, als das beste Burgunder-Weingut am Kaiserstuhl zu werden, davon ist er gemeinsam mit seiner Frau Christina und den fleißigen Helfern bei der Arbeit im Weingut und im Keller beseelt. Im Besitz des Weinguts Freiherr von Gleichenstein sind einige der Spitzenlagen des Kaiserstuhls. Dazu gehört der Oberrotweiler Eichberg, der Hausberg des Weinguts. Mit seiner südlichen Ausrichtung und einer Hangneigung von bis zu 45 Prozent ist er vollständig sonnenexponiert. Auf dem Ihringer Winklerberg, der wärmsten Weinberglage Deutschlands, gedeihen mineralische und elegante Spitzenweine. Der Oberrotweiler Henkenberg und der Achkarrer Schlossberg bringen komplexe Graue Burgunder hervor. Eine Rarität des Weinguts ist der Weinkeller mit seinen aufwendigen Holzkonstruktionen. Er wurde bereits um 1500 errichtet, als Hof und Ländereien im Besitz des Klosters St. Blasien waren. Seit

Jahren platzieren sich die Weine des Weinguts bei anerkannten Auszeichnungen, was für Johannes Freiherr von Gleichenstein eine schöne Bestätigung seiner betrieblichen und weinfachlichen Entscheidungen ist. 25 Prozent der Weine des Weinguts sind mittlerweile Spätburgunder, die alle im Barriquefass ausgebaut werden. „Der Spätburgunder ist die ‚Diva unter den Weinen‘ und mit seiner filigranen Stilistik ein Wein für Liebhaber und Kenner“, so der Experte. „Auch im Ausbau verzeiht der Spätburgunder wenig und ist damit eine Herausforderung, der sich unser Team jedes Jahr erneut gerne stellt.“ r Weingut Freiherr von Gleichenstein Inhaber: Johannes und Christina von Gleichenstein Bahnhofstraße 12 D-79235 Oberrotweil Tel.: 0 76 62 / 2 88, Fax: 0 76 62 / 18 56 E-Mail: weingut@gleichenstein.de Internet: www.gleichenstein.de Öffnungszeiten Vinothek: ganzjährig Mo. bis Fr. 10.00 – 12.00 Uhr und 13.00 – 17.00 Uhr, Sa. 10.00 – 17.00 Uhr, sonn- und feiertags geschlossen Kreditkarten: Mastercard, Visa, EC-Karte

Johannes und Christina von Gleichenstein führen das Weingut heute in elfter Generation. Unten: Auf 50 Hektar Rebflächen wachsen überwiegend die klassischen Burgundersorten. Das warme Klima im sonnenverwöhnten Baden und die gehaltvollen Böden des Kaiserstuhls bilden dafür eine ideale Grundlage.

© Benjamin Doerr

Weingut Freiherr von Gleichenstein

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Das Weindorf Hagnau ist von 166 Hektar Reben umgeben, die sich von den sanften Hügeln bis an das Bodenseeufer erstrecken. Der Hagnauer „Felchen“ Burgstall ist ein Müller-Thurgau von fruchtiger Frische und eine dezente Begleitung zum gleichnamigen Bodensee-Fisch.

Winzerverein Hagnau

Traditionsreiche Kellerwirtschaft mit frischem Einschlag

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ie 52 Hagnauer Winzer, die in der 1881 gegründeten Winzergenossenschaft zusammengeschlossen sind, bewahren eine lange Tradition im Rebbau. Sie stellen höchste Ansprüche an Qualität, Pflege und nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Rebflächen. Seit 1993 betreiben die Hagnauer Winzer kontrollierten und umweltschonenden Weinbau. Dazu gehören die Wahl der optimalen Rebstandorte, der Einsatz von Nützlingen sowie Lockstofffallen für Schädlinge. Eine

gute Bodenpflege, sorgsame Laubarbeiten und die Lese ausschließlich von Hand runden den hohen Anspruch an Qualität ab. Die manuelle Selektion der besten Reben vom ersten Trieb bis zur fertigen Traube ist Aufgabe der Winzerfamilien, in denen das Wissen um den Wein von Generation zu Generation weitergegeben wird. Acht Hektar der Rebfläche werden nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus, Demeterzertifiziert, bewirtschaftet. Die wichtigsten Rebsorten sind MüllerThurgau, Blauer Spätburgunder und Grauburgunder. Pilzresistente Rebsorten wie die Rotweinrebe Regent gehören zum Versuchsanbau. Auch sogenannte Exoten lieben das „Cool Climate“ der BodenseeRegion. So hat die international bekannte Rebsorte Sauvignon Blanc einen Platz mit Seeblick in Hagnau erhalten. Edle Winzersekte als reine Sorten und Jahrgangssekte, ausgebaut in Flaschengärung, sowie fruchtige Seccos bereichern das Sortiment. Jochen Sahler, der junge dynamische Kellermeister, steht mit seinem Team für Kellerwirtschaft in bewährter Tradition mit frischem Einschlag. Sahler sammelte umfassendes Wissen und Können in verschiedenen Weingütern und Winzergenossenschaften Deutschlands sowie

im kalifornischen Napa Valley. Die Weißweine bekommen ihre Finesse in einem langen Feinhefelager in modernen Edelstahltanks, während die Roten in den großen Holzfässern reifen dürfen. Besondere Hagnauer Premiumweine erhalten ihre Vollendung durch eine Lagerung im kleinen Barriquefass oder Tonneau. Eiszeitliche Verwitterungsböden, die einmalig sind in Deutschland, verleihen den Weinen der Bodenseeregion eine filigrane Eleganz und Fruchtigkeit. Charakteristisch für die „Seeweine“ sind ihre Feingliedrigkeit und lebendige Art. Der Erfolg der Hagnauer Winzer zeigt sich nicht zuletzt in zahlreichen Prämierungen und im 17. Badischen Ehrenpreis für Weinqualität in Folge. 2015 und 2018 wurde der Winzerverein Hagnau mit dem Staatsehrenpreis für Weinqualität des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. r

Winzerverein Hagnau eG Geschäftsführer: Tobias Keck Strandbadstr. 7, D-88709 Hagnau Tel.: 0 75 32 / 10 30, Fax: 0 75 32 / 13 41 info@hagnauer.de, www.hagnauer.de Öffnungszeiten Weinverkauf: Mo. bis Fr. 8.00 – 18.00 Uhr, Sa. 9.00 – 18.00 Uhr (November bis März Sa. 9.00 – 16.00 Uhr)

Das moderne Verkaufs- und Bürogebäude der Winzergenossenschaft liegt vis-à-vis der historischen Kellereigebäude.

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Gesamtsteirische Vinothek

Eine Bühne für die Weine der Steiermark

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ingebettet im südöstlichen Teil des steirischen Hügellandes, liegt das malerische Weindorf St. Anna am Aigen. Schon von weitem sieht man den Turm der katholischen Pfarrkirche, die auf einem über 400 Meter hohen, vulkanischen Kalkkegel thront, in den Himmel streben. Ganz in der Nähe der Kirche, visà-vis dem Gemeindeamt, wartet St. Anna mit einer für vinophile Zeitgenossen großartigen Einrichtung auf: der Gesamtsteirischen Vinothek. Unter Leitung von Dipl.-Sommelier Richard Hofner und seinem kompetenten Team können sich Weinfreunde im wahrsten Sinne des Wortes durch sämtliche Weinbaugebiete der Steiermark durchkosten. Rund 150 Weine von rund 120 Weinbauern hat die Vinothek im Angebot, die zu einem Großteil offen verkostet und natürlich auch für zu Hause mitgenommen werden können. Seit 1993 beeindruckt die Gesamtsteirische Vinothek mit ihrer außergewöhnlichen, in den Hang gebauten Architektur und mit der ganzen Bandbreite der drei Weinanbaugebiete der Steiermark: dem Vulkanland Steiermark, der Südsteiermark und der Weststeiermark. „Wir freuen uns über das rege und zunehmende Interesse an unseren Weinen und laden Besucher von Mitte März bis Mitte November in unsere schönen Räumlichkeiten sowie auf die herrliche Panoramaterrasse ein. Für

Schon aufgrund der ausgefallenen Architektur ist die Gesamtsteirische Vinothek einen Besuch wert. Von der großzügigen Terrasse hat man einen herrlichen Panoramablick über die Weingärten des steirischen Vulkanlandes. Rund 150 verschiedene Weine geben einen umfassenden Überblick über die steirische Weinbaukultur. den kleinen Appetit zum Wein stehen zusätzlich zu unserem beliebten frischen Bauernbrot, Schinken, Käse und traditionelle Aufstriche von heimischen Produzenten bereit“, sagt Vinotheksleiter Richard Hofner. Sehr empfehlenswert sind auch die umfassenden Verkostungen, die auf Anmeldung ab acht Personen durchgeführt werden. Gerne kann dazu auch ein Wunschessen bestellt werden. Da Weinkultur und Geselligkeit nahe beieinanderliegen, wundert es nicht, dass die Vinothek sich in den letzten Jahren auch mit erstklassigen Veranstaltungen wie Lesungen, Weinpräsentationen mit einem Winzer oder ihren zweimal jährlich stattfindenden Vernissagen einen Namen weit über die Landesgrenzen hinaus ge-

macht hat. Ein Blick auf die Webseite ins Jahresprogramm lohnt sich. Während der warmen Sommermonate erweist sich die Vinothek auch als perfekte Location für private Feiern unter freiem Himmel. Dann vergnügen sich bis zu 100 Gäste an der „Langen Tafel“ direkt an den Weingärten. r Gesamtsteirische Vinothek Leitung: Dipl.-Sommelier Richard Hofner Markstraße 6, A-8354 St. Anna am Aigen Telefon: 00 43 / (0) 31 58 / 28 01 E-Mail: wein@gesamtsteirische-vinothek.at Internet: www.gesamtsteirische-vinothek.at Öffnungszeiten: Mitte März bis Mitte November Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen 11.00 – 18.30 Uhr Kreditkarten: Mastercard, Visa, EC-Karte

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Unbedingt probieren sollte man das vier Wochen gereifte Wollschwein-Dry-aged-Steak.

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uns dieser Region verpflichtet, die gleichzeitig unser Zuhause ist – für uns das wichtigste Gut“, sagt Stefan Krispel. Der innovative Kellermeister, der 2015 das Weingut von seinem Vater Toni übernahm, lässt den Rebensaft in Basaltfässern bis zur Perfektion reifen. Weinliebhaber dürfen sich auf einen langlebigen, mineralischen Wein freuen. Die Gebietsweine Vulkanland Steiermark DAC reifen im Stahltank, die Ortsweine DAC werden teils in großen Holzfässern ausgebaut. Durch die unterschiedliche Lage, Seehöhe und Bodenbeschaffenheit weisen die Weine verschiedene Charakteristika auf. Die Riedenweine ruhen bis zu zwölf Monate in kleinen und großen Holzfässern. Der Ausbau erfolgt mit langer Reifezeit und ist auf die optimale Entwicklung der Terroirnoten und der Mineralität abgestimmt. r

Weingut Krispel

Herausragende Weine mit besonderer Komplexität

Steht für steirischen Innovations- und Schaffensdrang: Winzer Stefan Krispel mit Lebenspartnerin Julia.

Weingut Krispel Gastgeber: Familie Krispel Neusetz 29, A-8345 Hof bei Straden Telefon: 00 43 / 34 73 / 78 62 Telefax: 00 43 / 34 73 / 78 62 4 E-Mail: office@krispel.at Internet: www.krispel.at

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teirische Weine sind bekannt für ihren Duft, ihre Würze und Mineralität. Und die edlen Tropfen sind extrem von ihrer Herkunft bestimmt, vom Gesamtklima und natürlich von Vulkangesteinsböden. Das weiß auch Stefan Krispel vom gleichnamigen Familiengut. Seit zwei Generationen produziert der Familienbetrieb inmitten der wunderschönen Vulkanlandschaft im südöstlichen Teil der Steiermark außergewöhnliche Weine von höchster Qualität. Mit viel Erfahrung und in enger Verbindung zur Natur verfolgt der Winzer das Ziel, ein Maximum der Landschaft in den hauseigenen Erzeugnissen zu integrieren. Die Lagen mit ihrer unterschiedlichen Bodenlandschaft aus Sand, Muschelkalk und Basalt sind genauso wie die vielen Sonnentage oder die sorgsame Arbeit im Wein zu schmecken – mal eng und würzigmineralisch, mal exotisch mit subtiler Süße. Aber immer mit diesem regionaltypischen Charakter, der für die steirische Toskana so bezeichnend ist. „Wir fühlen

Wohl weltweit einzigartig ist der Basalt-Weinkeller: Der Rebensaft reift in Basaltfässern bis zur Perfektion.

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Hannes Harkamp bewirtschaftet zusammen mit seiner Gattin Petra rund 20 Hektar Rebgärten. Nicht verleugnen lässt sich seine Liebe zum Sekt, und so kommt es nicht von ungefähr, dass sich der Steirer mittlerweile als begnadeter Versekter einen Namen gemacht hat. Weingut und Sektmanufaktur Harkamp

Steirisches Genuss-Glück

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ie Südsteiermark ist das größte Weinbaugebiet des Bundeslandes. Bekannt ist die Region für duftige und frische Weine wie auch für burgundisch ausgebaute Spitzenabfüllungen. Auf den windgeschützten Hängen und den Böden aus Sand, Schiefer, Mergel und Muschelkalk wachsen knackig-frische Welschrieslinge, elegante Sauvignon Blancs, feinnervige Weißburgunder, tiefgründiger Morillon (Chardonnay) und Grauburgunder, immer öfter aber auch Rotwein, vor allem Blauer Zweigelt und Pinot Noir. Die Region ist Heimat für Winzer wie Hannes Harkamp, der heute zusammen mit seiner Gattin Petra rund 20 Hektar Rebgärten bewirtschaftet. In der Ried Oberburgstall befinden sich die Kernweingärten des Weingutes und der Ursprung des Winzer-Daseins der Familie. Hinzu kommt die Ried Kogelberg mit ihrem typisch Sausaler Gestein. Hannes Harkamp versteht es wie kein Zweiter, das Potenzial dieser steilen Lagen in die Flasche zu bringen. Er vinifiziert klassische Sortenweine, die sich durch frische Frucht und den typisch steirischen Charakter auszeichnen. Die Trauben von den

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Lagen Oberburgstall und Kogelberg werden zu finessenreichen und eleganten Terroir-Weinen ausgebaut, die ihre Herkunft unverkennbar widerspiegeln. Gearbeitet wird nach biodynamischen Richtlinien. Nicht verleugnen lässt sich Hannes Harkamps Liebe zum Sekt, und so kommt es nicht von ungefähr, dass sich der Steirer mittlerweile als begnadeter Versekter einen Namen gemacht Produziert wird jedes Jahr ausschließlich nach der traditionellen Methode der Flaschengärung und aufgrund der großen Nachfrage muss er die edlen Tropfen längst in die Stollen eines römischen Kalksteinbruchs auslagern, weil sein eigener Keller zu klein geworden ist. Zahlreiche Winzer lassen ihre Grundweine von ihm versek-

ten, während er selbst mit kreativem Kopf und sicherer Hand mit neuen Schaumweinen experimentiert, die er in die schön bauchige Ur-Champagnerflasche des Mönches Dom Pérignon abfüllt. „Pinot Noir ist für die Sekte unsere wichtigste Rebsorte. Sie ist vor allem für Sekte mit längerer Hefelagerung wie Harkamp Brut Rosé und Harkamp Brut Reserve unverzichtbar. Bei der Grande Dame des Hauses, der Harkamp Brut Reserve, spielt auch die übrige Burgunder-Rebsortenfamilie eine entscheidende Rolle“, erzählt Hannes Harkamp. Auch der Morillon, der steirische Chardonnay, hat schon eine lange Tradition in der Südsteiermark. Beide gelten als ideale Rebsorten für die hochwertige Sekterzeugung nach der traditionellen Flaschengärmethode und kommen aufgrund ihrer geeigneten Eigenschaften weltweit zum Einsatz, wenn es um elegante, langlebige Schaumweine geht. r Weingut und Sektmanufaktur Harkamp in der Villa Hollerbrand Inhaber: Hannes und Petra Harkamp Hollerbrandweg 6, A-8430 Leibnitz Südsteiermark Telefon: 00 43 / 34 52 / 7 64 20 (Wein, Sekt, Verkostungen, Führungen) Telefon: 00 43 / 6 60 / 3 44 95 99 (Petra Harkamp) E-Mail: weingut@harkamp.at Internet: www.harkamp.at


Weingut Wolfgang Maitz

Das Maitz-Team empfängt seine Gäste im Wirtshaus, im Hotel und im Weingut mit der Wärme steirischer Gastlichkeit.

Herkunft ist bodenständig

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as Weingut ist Mitglied der STK Steirische Terroir und Klassik Weingüter. Behutsame Arbeit mit der Natur und Gelassenheit im Keller sind Garanten für ausdrucksstarke Herkunftsweine mit handwerklicher Prägung. Mit großer Leidenschaft und viel Traditionsbewusstsein folgt Wolfgang Maitz der Entstehung seiner Weine. „Die Herkunft ist das Potenzial“, sagt der Steirer und unterstreicht seine Aussage durch eine klare Weinhierarchie: Gebietswein Südsteiermark, Ortswein Ehrenhausen, Riedenweine Hochstermetzberg, Schusterberg, Krois & Sulz. Dieses Terroir-Spektrum gestattet es der Familie Wolfgang Maitz, sowohl Sauvignon blanc als Leitsorte als auch Burgundersorten, Gelben Muskateller und Welschriesling von Tiefe und präziser Struktur in die Flasche zu bringen. Die Gebietsweine sind auf dem Terroir der Südsteiermark gewachsen. Frische und Lebendigkeit sind ihre Attribute. Warme Tage und kühle Nächte mit ausreichend Wasserversorgung formen elegante und subtile Trinkweine. Bei den Ortsweinen wissen Weinliebhaber, dass die Trauben nur innerhalb der Ortsgrenzen gewachsen sind. Somit repräsentieren diese Geologie und Klima der jeweiligen Ortschaft. Der Ausbau findet wie bei den Rie-

denweinen in traditionellen großen Holzfässern mit Naturhefen statt. Seit 1957 befindet sich das Weingut im Familienbesitz, in dem sich jeder mit viel Herzblut seiner jeweiligen Aufgabe widmet. Den Weg der Großeltern und Eltern führt Wolfgang jun. mit Herz und Leidenschaft weiter. Das Wirtshaus und Weinhotel schafft die besondere Nähe zum Gast – nicht zuletzt auch durch den integrierten Weinverkauf, die begehbare Vinothek

sowie den Hofladen mit steirischen Spezialitäten. r Weingut Wolfgang Maitz Ratsch 45, A-8461 Ehrenhausen a. d. W. Telefon: 00 43 / 34 53 / 21 53 Telefax: 00 43 / 34 53 / 21 53 7 E-Mail: weingut@maitz.co.at bzw. weinhotel@maitz.co.at Internet: www.maitz.co.at Öffnungszeiten Weingut: Weinverkostung und -verkauf ganzjährig gegen Voranmeldung

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Weingut Karl und Gustav strauss und Weinschmiede 18 Tscherne-Strauss

Weine, inspiriert von der Natur

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itten im Herzen von Gamlitz liegt der Ursprung des Weingutes Karl und Gustav Strauss. Schon seit 1810 hat die Arbeit in den Rebgärten Tradition. Der Name „Strauss“ taucht erstmalig im Jahr 1948 in der Familienchronik auf, als Karl und Johanna Strauss den Betrieb übernahmen, den ihr Sohn Karl mit seiner Frau Juliane Strauss weiterführte. Heute halten die Söhne Karl und Gustav das Weingut in dritter Generation weiterhin gut auf Kurs. „Der Weg, bis aus der Traube ein edler Tropfen wird, fasziniert uns seit Generationen“, sagt Gustav Strauss. Und seine charmante Gattin Bettina lächelt und ergänzt: „Um diesen Prozess dreht sich unsere ganze Welt.“ Bewährtes bewahren, sanft modernisieren und sich selbst dabei immer treu bleiben ist das Credo der sympathischen Steirer. Mit viel Fleiß haben sie mittlerweile ein beachtliches Terrain erobert. Im Weinberg mit rund 36 Hektar Rebflächen sowie bei der Arbeit im Keller gibt Gustav Strauss den Ton an, während sein Bruder Karl erfolgreich den Vertrieb organisiert. Unübersehbar stellt sich der Gamlitzberg als eine der größten zusammenhängenden Weinbauflächen der Südsteiermark dar. „Unsere Weine sind schon durch die Einzigartigkeit ihrer Lage (Mikroklima, Seehöhe und die Ausrichtung Süd-Südost) so besonders“, erzählt Gustav Strauss. Nur

In der Weinschmiede 18 Tscherne-Strauss bieten fünf Luxuszimmer mit allem Komfort ein Ambiente zum Wohlfühlen.

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In Steinbach 16, bei Gamlitz, führen Karl und Gustav Strauss das „Weingut K & G Strauss“, Bettina Strauss hat mit der Weinschmiede 18 Tscherne-Strauss ein neues Standbein geschaffen. Trauben von höchster Reife werden für den Ausbau verwendet. Die Weine der Riede Gamlitzberg zeigen sich mit großer Fruchttiefe und viel Ausdruck und Eleganz am Gaumen. Diese Weine werden in großen neutralen Eichenfässern vergoren und sechs Monate auf der Feinhefe gelagert. Die Sorten Sauvignon Blanc und Chardonnay von der Riede Hundsberg (Steinbach) baut Gustav seit 2008 in großen Holzfässern aus. Traditionell im Stahltank „klassisch“ trocken ausgebaut werden die Gebietsweine „Südsteiermark DAC“. Diese betonen die Typizität der Südsteiermark: duftig, fruchtig und sehr animierend. Mit der Weinschmiede 18 Tscherne-Strauss hat Bettina Strauss eine schöne Ergänzung zum Stammhaus geschaffen. Fünf moder-

ne Doppelzimmer stehen den Gästen nach dem Weingenuss zur Verfügung. Ein kontinentales Frühstück wird jeden Morgen in der Unterkunft serviert. Wellness-Fans freuen sich über die Sauna und den Innenpool. Für aktive Gäste stehen Wandern oder Radfahren zum Erkunden der Umgebung auf dem Programm; Fahrräder können direkt in der Weinschmiede 18 TscherneStrauss ausgeliehen werden. Zum Ausklang des Tages lädt die Genussbar zum Verweilen bei Weinen und kleinen „Sharing“-Schmankerln aus der Region ein, die nach und nach zum Teilen in der Tischmitte für die Gäste serviert werden. Der wunderschöne Blick auf die Gamlitzer Weinhänge ist inklusive. Kurzum: Gustav und Bettina lieben es modern und trotzdem einfach. r Weingut Karl & Gustav Strauss Steinbach 16, D-8462 Gamlitz Öffnungszeiten: Mo. bis Sa. 9.00 – 18.00 Uhr, Sonntag: 10.00 – 14.00 Uhr E-Mail: office@weingut-strauss.at Internet: www.weingut-strauss.at Weinschmiede 18 Tscherne-Strauss D-8462 Gamlitz, Steinbach 18 Öffnungszeiten: Fr. bis Di. 15.00 – 21.00 Uhr (Küche bis 20.00 Uhr) E-Mail: willkommen@tscherne-strauss.at Internet: www.tscherne-strauss.at (für die Suche der Häuser Google Maps verwenden)


Links: Stefan Krispel hält das Weingut Georgiberg gut auf Kurs. In der Weinboutique findet man steirische Klassiker wie auch Spezialprodukte.

ErlebnisWeingut Georgiberg

Wunderbare Wein-Welt in Ehrenhausen

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dyllisch eingebettet im Talkessel des Wielitschbaches, liegt unweit von Berghausen an der südsteirischen Weinstraße das Erlebnisweingut Georgiberg. Das Weingut gilt seit Jahrzehnten als eine der besten Adressen im Südsteirischen Weinland. Qualität und Nachhaltigkeit stehen im Vordergrund, sowohl beim Weinanbau als auch beim Ausbau des Betriebs. Der passionierte Weinkenner und erfolgreiche Unternehmer Christian Trierenberg übernahm das 30 Hektar große Weingut im Jahr 2008. Als Betreiber des Weinguts zeigt sich seit geraumer Zeit ein junges, dreiköpfiges Team verantwortlich: Geschäftsführer und Ausnahmewinzer Stefan Krispel aus dem Vulkanland Steiermark verantwortet die Qualitätssicherung, Kellermeister Alois Gollenz führt sein Handwerk mit hoher Präzision und langjähriger Erfahrung aus, während Werner Stoisser sich um den Verkauf kümmert. Angebaut werden typisch steirische weiße Rebsorten wie Gelber Muskateller, Weißburgunder, Morillon und Sauvignon Blanc. Aber auch für die Region eher untypische Rebsorten wie Zweigelt, Pinot Noir, Merlot und Cabernet finden im Georgiberg gute Bedingungen. Der mit modernster Technik ausgestattete Weinkeller mit elektronischer Steuerung

erstreckt sich über zwei Etagen und besteht aus einem Press- und einem Gärkeller. Bei der Anlieferung, dem Transport und der Verarbeitung der Weintrauben, bzw. des Mostes und Weines wird die natürliche Schwerkraft genutzt. Im unteren Geschoss befinden sich der BarriqueKeller und der Edelstahltank-Keller. Die Produktpalette entspricht der Qualitätspyramide Südsteiermark DAC mit Gebietsweinen, Ortsweinen (Ehrenhausen) und Riedenweinen (Hochgrassnitzberg, Obegg, Wielitsch). Nach zum Teil langsamer Vergärung lagern die Weine lange auf der Feinhefe. Je nach Weintyp werden sie im Edelstahltank, im großen Holzfass oder im Barriquefass ausgebaut. Die Premiumweine des Hauses sind die im großen Holzfass gereiften Morillon Obegg (Chardonnay) und Weißburgunder sowie der mehrfach prämierte B.M. Rosé-Sekt (Blauer Muskateller). Es werden auch Traubensaft, flaschenvergorener Sekt und Edelbrände (Birne, Zwetschke, Rotweintester, Zigarre) produziert. Das Weingut ist Mitglied bei der Gemeinschaft Wein Steiermark. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Erlebnis. Bei Führungen und Verkostungen erwarten die Gäste lehrreiche Sinneserfahrungen im Önologium. Aber auch wilde Abenteuer sind möglich, denn die Pinzgauer Tour, bei der die Gäste mit einem original Steyr-Puch Pinzgauer Geländewagen über Stock und Stein durch die Weingärten chauffiert werden, verspricht jede Menge Spaß und Action. Ideal ist das ehrwürdige Anwesen inmitten der Wein-

gärten auch für Hochzeiten und Events aller Art, denn die idyllische Parkanlage inklusive Teichen, gemütlicher Terrassen und Lounges sowie der atmosphärische Innenbereich bieten viele individuelle Möglichkeiten für Anlässe aller Art. r Erlebnisweingut Georgiberg Inhaber: Christian Trierenberg Betreiber: Stefan Krispel, Alois Gollenz, Werner Stoisser Wielitsch 54, A-8461 Berghausen Telefon: 00 43/ (0) 34 53/ 2 02 43 E-Mail: office@weingut-georgiberg.at Internet: www.weingut-georgiberg.at Degustationen nach telefonischer Anmeldung

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Weingut Riegelnegg – Olwitschhof

Südsteirischer Genuss pur

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as Weingut Riegelnegg liegt in der Südsteiermark im Weinort Gamlitz am Sernauberg. Rund um den Hof zeigt sich das traumhafte steirische Rebenland von seiner ganzen Pracht. Wer sich auf den Weg an diesen außergewöhnlichen Ort macht, der findet das Beste, was diese sonnenverwöhnte Region zu bieten hat. Wo Natur, Brauchtum und Tradition gepflegt werden, vereint sich die Schönheit des idyllischen Hofes und die malerische Umgebung zu einem harmonischen Ganzen. Nahe der Steirischen Weinstraße verwöhnen Roland Riegelnegg und Gattin Martina passionierte Weinliebhaber mit einer breiten Sortenvielfalt. „Immer unsere Weingärten vor Augen, ist uns der behutsame Umgang mit der Natur ein besonderes Anliegen. Boden, Pflanzen und Umgebung werden achtsam behandelt“, erzählt Roland Riegelnegg. Im April 2009 absolvierte er die Weinbauschule Silberberg und konzentrierte sich danach auf die Arbeiten am hofeigenen Betrieb, den er 2017 vom Vater Otto übernahm. Bewirtschaftet werden rund 14 Hektar Rebfläche mit Fokus auf die Hauptsorten Sauvignon Blanc, Muskateller und Weißburgunder. Die günstigen mikroklimatischen Bedingungen der Lagen, die fachkundige Pflege der Weingärten, geringe Hektarerträge, schonendes Pressen sowie ein gewissenhafter und sorgfältiger Ausbau bringen als Ergebnis typisch steirische, besonders fruchtige und duftige Weine. Besonders hochwertiges Traubenmaterial und fast alle Rotweine werden in Barriquefässern vinifiziert. Die Edelstahltanks, in denen der größte Teil der Weißweine klassischsteirisch ausgebaut wird, befinden sich im neuen Keller. Besonders stolz sind Roland und Martina Riegelnegg auf die zahlreichen Auszeichnungen als Landessieger für ihre edlen Tropfen. Erst kürzlich wurden sie zum „Weintrophy SIEGER 2019“ auserkoren. „Was uns unsere Kunden an Komplimenten zukommen lassen, findet durch diese Auszeichnungen immer wieder Bestätigung. Darüber freuen wir uns natürlich. Am schönsten ist es allerdings für uns,

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Der mehrfach ausgezeichnete Winzerbetrieb wird von Roland und Martina Riegelnegg geleitet.

wenn Weinliebhaber mit unserem Wein genussvoll Zeit verbringen“, so Martina Riegelnegg. r

Weingut Riegelnegg – Olwitschhof Gastgeber und Winzer: Roland und Martina Riegelnegg Steinbach 62, A-8462 Gamlitz Telefon: 00 43 / 34 54 / 62 63 E-Mail: weingut@riegelnegg.at Internet: www.riegelnegg.at

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Weingut Pichler-Schober

Weine mit frischem und vollem Charakter

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ie Sausaler Weinstraße gehört sicherlich zu den landschaftlichen und kulinarischen Perlen einer zauberhaften Hügellandschaft. An diesem herrlichen Fleckchen Erde haben der Wein und die Tradition des Weinbaus nicht nur geografisch höchstes Niveau erreicht. Genau dort, wo das südsteirische Weinland mit seinen sanften Hügeln im Sausal beginnt, liegt das Weingut PichlerSchober. Die Qualitätsweine der Familie werden natürlich selbst hergestellt – auf etwa zwölf Hektar erstrecken sich die hauseigenen Weingärten. „Es ist schön, aus gutem Traubenmaterial ein tolles Produkt zu machen“, sagt Jungwinzer Johannes Pichler, dessen Wein durch die Sausaler Urgesteinsböden den unverwechselbaren mineralisch-frischen, vollen Charakter erhält. Unterstützt wird der junge

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Ausgezeichnetes Essen, gute Weine, nette Bedienung. Sabine Pichler und Sohn Johannes führen ein Weingut mit Buschenschank der Spitzenklasse.

Steirer von der Mutter und Chefin des Hauses Sabine Pichler und Kellermeister Martin Schröcker. Das Trio legt großen Wert auf Sorgfalt und Genauigkeit in allen Produktionsphasen, vom Weingarten bis zur Kellerarbeit. Die fruchtigen Sorten

werden klassisch steirisch ausgebaut, während die kräftigeren Sorten als Lagenweine, zum Teil mit internationaler Stilistik vinifiziert werden. In den Lagenweinen Ried Nebenegg spiegelt sich die Einzigartigkeit und Typizität der Sausaler Ur-


gesteinsböden und die Leidenschaft der Weinmacher wider. „Das beste Traubenmaterial unserer Weingärten verarbeiten wir unter der Bezeichnung ‚Medigon‘. Diese Weine werden in 300-Liter-Barrique-Fässern ausgebaut“, so Johannes Pichler. Gemeinsam mit sechs weiteren steirischen Winzern hat er mit dem neuen Markennamen „SIEME“ einen wirtschaftlichen Verein gegründet, um die junge Generation der Winzer erfolgreich in eine gemeinsame Wein-Zukunft zu führen. Und wer diesen wunderschönen Ort im Sausal nach dem Genuss so manch edlen Tropfens nicht verlassen möchte, der bleibt ganz einfach und mietet sich das Winzerhäuschen für einen Kurzurlaub. r

Weingut Buschenschank Pichler-Schober Gastgeber: Familie Pichler-Schober Mitteregg 26, D-8505 St. Nikolai im Sausal Telefon: 0 34 56 / 34 71 Telefax: 0 34 56 / 34 71-4 E-Mail: weingut@pichler-schober.at Internet: www.pichler-schober.at

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Mit Blick in den modernen Showkeller speisen Gäste im Restaurant des Weinguts Köstliches wie den Seesaibling auf Safran-Risotto mit Romanesco und Viola oder gebratenes Huhn an Wildkräuter-Polenta mit Karottengemüse.

Weingut Trippelgut

Mit einem Hang zum Wein

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ikolaus Trippel ist ein viel beschäftigter, junger Mann: Hotelier, Caterer, Winzer und Gastgeber auf dem Weingut Trippelgut im österreichischen Feldkirchen. „Auf unseren 7,4 Hektar Weinbergen bauen wir mittlerweile Kärntens größte Rebenvielfalt an. Vom ersten Weinjahrgang 2012 an wurden unsere Weine auf der AWC in Wien mit Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen ausgezeichnet. Das bestätigt unseren Weg“, erzählt der 28-Jährige, der mit Alpenwein, Privat und AndaS drei unterschiedliche Weinlinien ausbaut und sich über zahlreiche Anerkennungen freuen kann. So bewerte FALSTAFF 2017 zum Beispiel seinen Sauvignon Blanc Privat Jahrgang 2014 mit stolzen 91 Punkten! Der engagierte Winzer hegt den Anspruch, das Top-Weingut Kärntens zu werden, das zweitgrößte ist es bereits. Sein Ziel: Weine zu erzeugen, die mit steirischer Fruchtig-

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Eine Familie setzt auf Kärntner WeinbauTradition: Karin und Walter Trippel (Mitte), Sohn Nikolaus, dessen Lebensgefährtin Kerstin Stark und Hund Stevie.

Wir bieten sowohl ein feines Degustations-Menü als auch ein eher deftiges Wirtshaus-Menü an. Und künftig wird es unsere Weinheurigen-Stube mit original Kärntener Küche geben“, verrät Nikolaus Trippel seine neuesten Pläne. r

keit und französischen Aromen überzeugen. Die Voraussetzungen dafür sind gut, denn zum Trippelgut gehören erstklassige Lagen und mit Nikolaus Trippel ein Weinmacher, der sein Handwerk versteht. Da die Lage des Weingutes einfach fantastisch und die Nachfrage nach Verkostungen groß ist, hat er dem Weingut inzwischen ein Hotel angegliedert – 2016 war die Eröffnung. „Viele Weinfreunde möchten unsere schöne Region einige Tage erkunden, außerdem werden bei uns Hochzeiten und Events gefeiert, Seminare veranstaltet. Nun können wir den Gästen mit viel Liebe zum Detail eingerichtete Zimmer und Suiten anbieten. Sie sind ein Mix aus modernen und traditionellen Elementen. Von der Loggia hat man einen traumhaften Ausblick auf die Weinberge“, so der agile Gastgeber. Ein hauseigenes Restaurant komplettiert das Portfolio auf dem Trippelgut. Der erfahrene, tschechoslowakische Küchenchef Martin Gavala überzeugt Oenophile, Wanderer, Biker, Kulturreisende und Feinschmecker mit österreichischen Spezialitäten, lässt aber auch gern seine internati-

onalen Erfahrungen einfließen. Die Speisekarte offeriert zum Beispiel Jakobsmuscheln mit Wasabi-Püree, aber ebenso Kärntner Kasnudel, ein Wiener Schnitzel vom Kalb oder gebratenes Zanderfilet. „Gekocht wird saisonal, wichtig sind Frische und Qualität der Lebensmittel.

Weingut Trippelgut Gastgeber: Nikolaus Trippel Briefelsdorf am Maltschachersee Hubertusweg 4 A-9560 Feldkirchen Telefon: 00 43 / (0) 42 76 / 9 30 80 E-Mail: info@trippelgut.at Internet: www.trippelgut.at Öffnungszeiten Restaurant: Mittwoch, Donnerstag und Sonntag warme Küche 12.00 – 20.00 Uhr, bis 22.00 Uhr Winzers Weinverkostung, Jausen, Kuchen Freitag und Samstag warme Küche 12.00 – 21.00 Uhr, bis 23.00 Uhr Winzers Weinverkostung, Jausen, Kuchen Ruhetage: Montag, Dienstag Jeden 1. Sonntag im Monat Brunch 10.00 –15.00 Uhr, 14 Zimmer und Suiten Übernachtungspreise: je nach Saison 65 – 100 Euro p. P. inkl. Gourmet-Frühstück Catering, Tagungs- und Festräume Nach Voranmeldung Führungen inkl. Jause Große Sonnenterrasse Kreditkarten: Mastercard, Visa, EC-Karte

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Szene

Bei Sonnenschein genießt man die idyllische Terrasse. Oben rechts: Genuss im Restaurant flussaufwärts. Links: Die Gastgeber Markus und Daniela Stollmeier.

Hotel Steverbett

Genuss und Erholung am Fluss Dieses Domizil ist ideal – für Naturfreunde, Kunst- und Kulturinteressierte, für Feinschmecker und natürlich Radler: das Hotel Steverbett im münsterländischen Lüdinghausen.

„Praktisch vor der Haustür beginnen die schönsten Fahrradwege. Wir bieten unseren Gästen Lesungen, Musikveranstaltungen, Kochkurse und liegen wunderbar idyllisch im Grünen. Gleich hinter unserem Garten schlängelt sich die Stever, ein Zufluss der Lippe und der historische Ortskern mit hübschen Geschäften ist fuß-

Traumlage direkt an der Stever.

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läufig erreichbar. Interessant ist ein Besuch der Burgen Vischering und Lüdinghausen oder des malerischen Rosendorfes Seppenrade“, erzählt Daniela Stollmeier. Gemeinsam mit ihrem Mann Markus leitet die Hotelfachfrau und zweifache Mutter die Geschicke des 2016 erbauten Hauses. 47 Komfort-Zimmer, Appartements und fünf Penthäuser auf dem Dach laden zum entspannten Verweilen ein. Alle Räumlichkeiten sind modern ausgestattet und bieten dem Gast ausreichend Platz. Den Anker werfen, den Alltag hinter sich lassen und einfach in angenehmer Atmosphäre genießen kann man im Restaurant & Café flussaufwärts. Küchenchef Roland Kleinsorge überzeugt mit einer modernen Cross-over-Küche, lässt asiatische Komponenten ebenso einfließen wie mediterrane Akzente oder bietet auch typisch westfälisch Klassiker wie „Himmel und Erde“. Erfahrungen sammelte der 48-Jährige unter anderem in der Schweiz, in Spanien und auf der MS Berlin, wo er viele unterschiedliche Küchen kennenlernte. „Gemeinsam mit unserem Küchenchef und dem ganzen Team wird jedes Gericht verkostet, bevor wir es auf die Speise-

karte setzen“, sagt die Gastgeberin. An den Wochenenden freuen sich die Gäste über hausgemachte Kuchen. „Den macht meine Frau selbst. Sie ist eine ausgezeichnete Bäckerin“, lobt Markus Stollmeier. Um den Weinkeller kümmert sich das Direktorenehepaar ebenfalls persönlich: „Unsere Karte ist eher klein, dafür sehr ausgewählt und ebenfalls international.“ Der neue, lichtdurchflutete Eventpavillon B26 ist die ideale Location für unvergessliche Traumhochzeiten, private Feiern, Events und geschäftliche Tagungen. Außerdem ist er regelmäßig für Kleinkunst, kulinarische- und Musikveranstaltungen, Kabarett oder Comedy-Shows sowie Lesungen geöffnet. r r Hotel Steverbett Gastgeber: Markus und Daniela Stollmeier Borg 26, D-59348 Lüdinghausen Telefon: 0 25 91 / 9 49 03 00 Telefax: 0 25 91 / 9 49 03 07 info@steverbett.de, www.steverbett.de Öffnungszeiten Küche: 18.00 – 22.00 Uhr Sa. und So. zusätzlich 12.00 – 14.00 Uhr Ruhetag: keiner, Übernachtungspreise: DZ ab 89 Euro, Frühstück: 14 Euro, Hunde: 8 Euro, barrierefrei, Kreditkarten: alle


Fondels Mühle

Ein wahrer Meister der Kochkunst „Die Fondels Mühle hat ein außergewöhnliches Ambiente und ausgezeichnetes Essen. Innen ist viel von der alten Mühle erhalten, was dem Ganzen ein gemütliches Flair verleiht. Draußen auf der Terrasse kann man ein Glas Wein im Schatten der Linde genießen. Das Essen ist von hervorragender Qualität.“ Wer einen Blick in fachbezogene Internet-Portale wirft, dem wird rasch klar, dass das Restaurant Fondels Mühle im Boppard mit einem Top-Rating punkten kann.

Verantwortlich für das Resultat sind zwei engagierte Persönlichkeiten, die vor und hinter den Kulissen Regie führen. Esmeraldo und Biborka Garcia-Ogalde haben das „Schmuckstück“ vor fünf Jahren übernommen und zu einem über die Region hinaus bekannten gastronomischen

Kleinod erblühen lassen. Die Gastfreundlichkeit schaut der historischen Öl- und Getreidemühle aus dem Jahre 1762 schon aus den Fenstern heraus. Hätte der Gast die Wahl, wo er am liebsten sitzen würde, er täte sich schwer. Unverkennbar geben Tradition und Atmosphäre dem Haus seine gemütliche Ausstrahlung. Befragt nach den weiteren Vorzügen des Restaurants, muss Esmeraldo Garcia Ogalde nicht lange überlegen: „Wir bieten eine bodenständige, ehrliche und gute Küche. Alles ist auf den Punkt gegart und entsprechend genussvoll.“ Wenn der gebürtige Chilene am Herd steht, ist er voll konzentriert und ganz in seinem Element. „Die Leidenschaft fürs Kochen hat mich schon früh gepackt“, sagt er. „Ich finde es toll, dass ich einen Beruf erlernt habe, bei dem man sieht, was man tut, und damit anderen eine Freude machen kann.“ Die Natur in der Region steuert vieles für die Arbeit von Esmeraldo am Herd bei. Was irgendwie geht und wächst, kommt aus dem Mittelrhein, Hunsrück, der Eifel und aus der Pfalz. Hochwertige Produkte liefern ausgesuchte Erzeuger. „Bei uns ist alles noch hausgemacht“, erzählt Esmeraldo Garcia. „Von Nudeln, Pesto, Terrinen über Soßen bis zu Fleisch- und Fischgerichten.“ Das Ergebnis seiner kochkünstlerischen Passion sieht nicht nur gut aus, sondern lässt sich auch wunderbar genie-

ßen. Von der Speisekarte locken Köstlichkeiten wie geschmorte Ochsenbäckchen in Cognac-Soße, Ragout von der Rinderzunge oder Fisch vom Markt an HummerSoße – immer in gleichbleibend respektabler Qualität und Geschmacksgüte auf den Teller gezaubert. Unterstützung im Service bringen Simone Grajewski und Jiri Kovalcik, die zum Essen feine Weine aus der Region sowie der chilenischen Heimat des Gastgebers empfehlen. Viel Herzblut in die Gestaltung der gemütlichen Räumlichkeiten hat Esmeraldos Frau Biborka gelegt, die für die Wohlfühl-Atmosphäre in der alten Mühle zuständig ist. Im Sommer findet man auf der lauschigen Terrasse die besten Plätze, um mediterranes Flair zu genießen. Ein Besuch, der in Erinnerung bleibt und ein baldiges Wiedersehen nahelegt! r

r Fondels Mühle Gastgeber: Esmeraldo und Biborka Garcia Ogalde Mühltal 8 D-56154 Boppard Telefon: 0 67 42 / 57 75 E-Mail: info@fondelsmuehle.de Internet: www.fondelsmuehle.de Öffnungszeiten Küche: Mo. bis Sa. 17.00 – 21.00 Uhr, Ruhetage: Sonntag und Montag Kreditkarten: Mastercard, Visa, EC-Karte

Ein Augen- und Gaumenschmaus: Die mediterrane Schweinelende wird mit Bärlauch-Pesto und Spargel serviert.

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Š www.Guenter Standl.de

Charmante Gastgeberin vom Priesteregg: Renate Oberlader.


Index

März

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Hotels und Restaurants in Frankfurt und im Rheingau Burg Schwarzenstein 16–19 Weinhaus Sinz 20/21 22/23 Ristorante da Alfonso Miro’s Ristorante 24/25 Zeller – Hotel + Restaurant 26/27 Hotel Jagdschloss Kranichstein 28/29 Hilton Frankfurt City Centre 30–33 Restaurant L’Unico 34/35

Eine exquiste Kochkunst mit französischem Einschlag erwartet die Gäste im Gourmetrestaurant Kavaliersbau im Hotel Jagdschloss Kranichstein.

Das Sternerestaurant Riva – Restaurant und Bar im Düsseldorfer Medienhafen trumpft mit italienischer Küche auf. Lecker: die Kikok-Hähnchenbrust mit gelbem Curry, Paprika und Koriander.

Hotels und Restaurants im Rheinland Im Schiffchen Casa Mattoni Riva – Restaurant und Bar Osteria Saitta Essensio Hotel mit Restaurant merk.Mahl Obstkelterei van Nahmen Waldhotel Tannenhäuschen Restaurant Alt Derp Kaiserhof Hotel Stadtpalais Ameron Hotel Königshof Bonn Café im Kunstmuseum Bonn Restaurant interieur no. 253 im Arp-Museum

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Die besten Winzer und Weinrestaurants Weingut Schloss Proschwitz Weinkellerei Karl Weber Jean Stodden – Das Rotweingut Weinhandel Schanz Weingut Paulinshof Boutique-Hotel und Restaurant Genusswerk Eifel Weingut Lithos Weingut Carl Adelseck Weingut Peter Stahl Schlossgut Diel Gut Hermannsberg Weingut Dönnhoff Weingut Aldinger Weingut Haidle Weingut Simon Huber Weingut Martin Waßmer Weingut Freiherr von Gleichenstein Winzerverein Hagnau Gesamtsteirische Vinothek Weingut Krispel

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Die Vinothek im Weingutshof von Schloss Proschwitz lädt zur Verkostung von Weinen, Sekten und Destillaten ein.

Weingut und Sektmanufaktur Harkamp Weingut Wolfgang Maitz Weingut Karl und Gustav Strauss und Weinschmiede 18 Tscherne-Strauss Erlebnisweingut Georgiberg Weingut Riegelnegg – Olwitschhof Weingut Pichler-Schober Weingut Trippelgut

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Ausserdem Porträt à la Carte: Priesteregg Premium ECO Resort

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Vorschau

A La Carte

1. Landgasthaus Karner: So gemütlich isst man in der Westerndorfer Stube.

2. Parco San Marco: Küchenchef Michele Pili und seine Küchenbrigade bringen kulinarische Hochgenüsse auf den Teller.

3. Almdorf Seinerzeit: Fünf-Sterne-Luxus und Hütten romantik in Kärnten.

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In unserer April-Ausgabe machen wir uns auf eine abwechslungsreiche Frühlingsreise. In diesem Jahr beginnt sie ganz im Süden der Republik im gemütlichen Oberbayern. Die Region lockt mit kristallklaren, berühmten Gewässern wie dem Tegernsee, mit weiten Wäldern, imposanten Bergmassiven, mit München, der „Weltstadt mit Herz“, und ganz viel Tradition. Egal, ob man in einer urigen Wirtsstube oder im luxuriösen FünfSterne-Domizil einkehrt, jeder Gast wird mit einem herzlichen „Grüß Gott“ empfangen. Weiter geht es zu unseren Nachbarn nach Kärnten. Aktivurlauber, Naturfreunde und Ruhesuchende 2

lieben die südlichste Region Österreichs. Gelebte Volkskultur, trendiger Lifestyle und die Leichtigkeit des Seins – das alles verschmilzt hier zu einem inspirierenden Erlebnis. Ihre Bewohner nennen sie liebevoll das grüne Herz Österreichs – die Steiermark. Die zauberhafte Landschaft, kulinarische Köstlichkeiten und herzliche Gastgeber gehen eine perfekte Symbiose ein. Last, but not least besuchen wir das wunderschöne Tessin. Eine Postkartenidylle vom Feinsten. Hier scheint das Leben heiterer, mediterraner als anderswo – ein Fleckchen Erde, wo das Glück zu Hause ist – und der Genuss. Die echte, traditionelle Tessiner Küche, wie sie heute noch von der „nonna“ zu Hause gekocht wird, ist unverfälscht, ursprünglich und mischt sich natürlich kräftig

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mit der Cucina italiana .

Das nächste A LA CARTE erscheint am 27. März 2020.


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A La Carte

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a la carte 3 2020  

Restaurants, Weine, Rezepte, Hotels, Reisen

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