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GESUNDHEIT Sebastian Kurz hatte bereits Monate vor der Machtübernahme in seiner Partei 700.000 Follower im Internet gehabt. Reinhold Mitterlehner und Christian Kern hatten schon im Vorfeld keine guten Karten gegen ihn. Zudem hatte Sebastian Kurz das weit bessere Beraterteam als sein Gegenüber Christian Kern. *

Foto: BKA/Dragan Tatic

Als „abscheulich“, „widerwärtig“, „geht gar nicht“ verurteilen von Kanzler Sebastian Kurz bis hin zu den Landesfürsten und Bürgermeister Siegfried Nagl die Kontakte des Koalitionspartners FPÖ zu den Identitären und braunen Vorfällen und Skandalen. Das alles wären Einzelfälle und nach der erfolgten öffentlichen Distanzierung von Heinz-Christian

Strache, dem Parteichef, gehe man davon aus, dass die Sache damit erledigt sei. Obwohl man weiß, dass der nächste Einzelfall nicht lange auf sich warten lässt. Wer die Verursacher sind, dass sich diese „Enthüllungen“ derart häufen in letzter Zeit und medial damit für Schlagzeilen sorgen – da gibt es etliche Interpretationen, sagt die Ute. Die Strache-FPÖ schaffte es bei der letzten Nationalratswahl im Jahr 2017, mehr als 1,3 Millionen Wähler für sich zu gewinnen. Da ist es schon statistisch völlig klar, dass es Zigtausende geben muss, deren familiärer Hintergrund im nationalen oder antisemitischen Umfeld liegt. Diese Wähler fühlten sich

in der Vergangenheit stets mehr der FPÖ verbunden als der ÖVP. Deren wiederholte Ausgrenzung durch HC Strache, seine „Kindesweglegung , e pfinden diese Wähler als „Treuebruch“. „Zuerst für unsere Leut‘“, lautet ein FPÖ-Wahlslogan. Das scheint nun nicht mehr zu gelten und damit rächen sich Funktionäre durch gezielte Veröffentlichung vertraulicher Informationen an ihrer Parteiführung und deren „Kindesweglegung“. Die Äußerung Straches „mit einer derartigen Gesinnung haben wir nichts gemeinsam“ ist nicht glaubwürdig. Mit immer neuen Einzelfällen – so wird es sein – will man die FPÖ-Regierungsmitglieder von der Basis aus unter Druck setzen. * Gefallen an dem derzeitigen Politschauspiel finden logischerweise SPÖ, Neos und Grüne. Aber auch der eine oder andere nationale ÖVP-Anhänger hat dagegen nichts einzuwenden. Und der ÖVP-Spitze mit Sebastian Kurz und den Landesfürsten kommt der Zwist in der FPÖ gelegen. Allzu gern entrüstet man sich und träufelt Öl ins Feuer. Deren Sympathiewerte sinken bei den Wählern. Die Situation ähnelt jener von Knittelfeld zu Zeiten Jörg Haiders. Auch dieser wollte mehr Distanz zu den Burschenschaften nach außen zeigen. Die Konsequenz war Knittelfeld und dort die Spaltung der FPÖ und die Gründung des BZÖ durch Jörg Haider. Diesmal ist es noch nicht so weit, aber Sebastian Kurz ist der, der politisch davon profitiert. a als war es Wolfgang Schüssel, der bei der dann vorgezogenen Nationalratswahl im Jahr 2002 42 Prozent der Wähler für sich gewann – ein Plus von 15 Prozent. Der Großteil waren enttäuschte Jörg-Haider-Wähler. Die Rechnung dafür bekam Schüssel dann 2006 serviert, als er entgegen seine Erwartung und die seiner Partei gegen Alfred Gusenbauer verlor und die ÖVP damals wieder zur „Vizekanzler-Partei“ zurechtgestutzt wurde. Für Sebastian Kurz besteht derzeit keine Gefahr. Dazu reagiert SP-Chefin Pamela Rendi-Wagner nicht allzu geschickt, meint die Ute, die viele Freunde im Beraterteam von Sebastian Kurz hat. Das wäre’s also, bis zum nächsten Mal, Eure Lilly

Masernimpfung das ganze Jahr über kostenlos Das ist die wichtigste Botschaft für alle Bürger. Den großen Run von besorgten Eltern in die Ordinationen und zu den Gesundheitsämtern gab es von Jänner bis März dieses Jahres nach Auftreten von akuten Masernerkrankungen und alarmierenden Berichten in den Medien. Die Europäische Impfwoche vom 24. bis zum 28. April 2019 stand im Zeichen, das Bewusstsein für den Nutzen von Impfungen zu schärfen. Im Folgenwichtige Fakten zur Masernimpfung.

Keine harmlose Kinderkrankheit

Viele Kinderkrankheiten mögen harmlos sein, die Masern sind es nicht. Vor allem Kinder unter fünf Jahren erkranken h u g sch er daran. it Fieber, Schnupfen und Husten fangen die Masern an, nach drei bis sieben Tagen sieht man im Gesicht und hinter den Ohren die typisch bräunlich-rosa-farbenen Flecken. Es kommt dann auch oft zu Komplikationen, bei 10 % der erkrankten Kinder entzünden sich die Ohren, was zu einem Hörverlust führen kann. Eines von 20 Kindern entwickelt eine Lungenentzündung, die h u gste Todesursache bei Masern. In einem von 1000 Fällen entzündet sich sogar das Gehirn. Es schwillt an, neurologische Schäden können die Folge sein. Und ein bis zwei von 1000 Erkrankten sterben, selbst bei der besten Behandlung. Außerdem unterdrücken die Viren für Wochen das Immunsystem. Andere Infektionen können sich dann besonders gut im Körper ausbreiten.

Wie leicht infiziert man sich?

Masern sind eine der ansteckendsten Krankheiten überhaupt. Ein In zierter steckt durchschnittlich neun bis zehn andere an, wenn diese nicht durch eine Impfung geschützt sind. Jüngstes

Beispiel ist ein Fall in Klagenfurt gewesen, wo der Busverkehr für einige Zeit zum Erliegen kam. Bei einem Busfahrer stellte sich heraus, dass er Masern hatte. Durch Aufruf wurden alle Fahrgäste, die auf seiner Buslinie mit ihm zwei Tage vorher unterwegs gewesen waren, gebeten, sich zu melden und einen Arzt zu konsultieren, um allfällige Ansteckungssymptome abklären zu lassen.

Masernimpfung ist sehr effektiv

Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor der Impfskepsis. Die Masernimpfung ist sehr effektiv. Schon die erste Spritze schützt etwa 93 % der Menschen, die mit Masernviren in Kontakt kommen. Von denjenigen, die sich zweifach impfen lassen (was empfohlen wird), sind 97 % der Geimpften ein Leben lang immun. Aber selbst die drei Prozent, die trotzdem erkranken k nnen, pro tieren von einer Impfung – denn die Infektion verläuft weniger schwer und die Kranken sind weniger ansteckend. Man kann sich auch impfen lassen, wenn man bereits in ziert ist, das muss aber innerhalb von drei Tagen geschehen.

Reaktionen auf Impfung

Manche Kinder leiden auch an Durchfall, Kopfschmerzen und einer Temperaturerhöhung. Bei etwa fünf Prozent der Geimpften kommt es bei der Einstichstelle zu einer Rötung, oft verbunden mit einer Schwellung. Recht h u g treten - besonders nach der ersten Impfung - auch sogenannte Impf-Masern auf. Das sind Flecken auf der Haut, Fieber, Husten und Schnupfen können dazugehören. Selten kommt es zu einem Fieberkrampf. Ob eine Gehirnentzündung eine Folge sein kann, ist umstritten.

Masern

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Steiermarkmagazin KLIPP 2/2019

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