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Das Klinikum Lippe Magazin

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Ausgabe 07

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Zukunft

Junge Mediziner in Lippe Jens Rahn – Friseur mit extra Fingerspitzengefühl

Geriatrische Tagesklinik – den Tücken des Alters begegnen

Helene Grass – von Berlin nach Detmold


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Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser, was verbinden Sie mit Lippe? Das Hermannsdenkmal, Rapsfelder, lippischen Pickert, den Teutoburger Wald? Vermutlich noch viel mehr. Dieses „Mehr“ an Lippe wollten wir den jungen Medizinern zeigen, die aktuell am Klinikum Lippe ausgebildet werden. Deswegen sind wir mit ihnen in den Bus des TBV Lemgo gestiegen und haben eine besondere Tour durch die Region unternommen. Prinz Stephan zur Lippe bat uns ins Detmolder Schloss, in der Smart Factory OWL wagten wir einen Blick in die Zukunft der Automation und im Ausbildungszentrum von Phoenix Contact in Schieder trafen wir auf hochmotivierte Azubis, die eine After-Work-Party feierten. Wie die Tour jenseits der bekannten Touristenpfade bei den jungen Medizinern ankam, lesen Sie ab Seite 32. Wie in jeder Ausgabe möchten wir Ihnen auch in diesem Kleeblatt Geschichten aus unserem Klinikum erzählen. Wussten Sie zum Beispiel, dass Jens Rahn, der Friseur im Klinikum Lemgo, sich auf Perücken spezialisiert hat und damit Krebspatienten ein Stück Lebensqualität und

Selbstwertgefühl zurückgibt? War Ihnen geläufig, dass unsere Geburtsklinik in Detmold mit dem Qualitätssiegel „Babyfreundlich“ ausgezeichnet worden ist? Und wussten Sie, dass die Kinderund Jugendpsychiatrie in Bad Salzuflen eine Ambulanz für Schulverweigerer hat? Wir möchten Sie mit unseren Themen überraschen, auch von der Vielfalt unserer medizinischen Abteilungen. Das Klinikum Lippe verfügt über eine breitgefächerte und hochspezialisierte Innere Medizin. Dazu gehört auch die Abteilung Nephrologie, in der Nierenerkrankungen behandelt werden. Uns selbst hat das Gespräch mit der Schauspielerin Helene Grass überrascht. Die Tochter von Günter Grass ist vor drei Jahren mit ihrer Familie von Berlin nach Detmold gezogen und hat uns völlig unprätentiös Rede und Antwort gestanden – zur Mentalität der Lipper, ihren Krimi-Rollen im Fernsehen und ihren liebsten Kinderbüchern. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen! Ihre kleeblatt-Redaktion

P.S.: Das Papier für den Innenteil dieses Magazins wurde aus 100 % Altpapier aufbereitet und ist mit dem Blauen Engel ausgezeichnet.

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Inhalt Klinikum Lippe Klinikum Lippe investiert in die Zukunft Gesundheitsstandort Lippe wird ausgebaut . . . . . . . . . . . . 6

Unvergessen Erinnerungsgottesdienst für Eltern . . . . . . . . . . . . . . . . 26

Auszeichnung „Babyfreundlich“ WHO und UNICEF zeichnen unser Klinikum aus. . . . . . . . . 8

Hilfe für Kinder in Entwicklungsländern PD Dr. Dr. Alireza Ghassemi operiert . . . . . . . . . . . . . . . 28

Nebendiagnose Demenz Umgang mit besonderen Patienten . . . . . . . . . . . . . . . . 12

Friseur mit doppeltem Fingerspitzengefühl Perücken für Krebspatientinnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Herausforderung Pflege Dorothea Ruhe von der KSE Lippe . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Medizinische Ausbildung Nachwuchsmediziner erkunden Lippe . . . . . . . . . . . . . . 32

Den Tücken des Alters aktiv begegnen Erste Bilanz der Geriatrischen Tagesklinik . . . . . . . . . . . 18

Flüssigkeit als Medikament Nierenerkrankungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

Selbstbestimmt leben Unterstützung für Pflegende Angehörige . . . . . . . . . . . . 20 Eine Brücke zur Schule Hilfe für Schulverweigerer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

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26 Magazin Handballerin und Helferin HSG Blomberg-Spielerin Anna Monz über ihre doppelte Karriere . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 Promis in Lippe Schauspielerin Helene Grass im Gespräch . . . . . . . . . . . . . . 44

Mitarbeiter des Klinikum Lippe in dieser Ausgabe Susann Grabsch Leitende Hebamme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Dorothea Ruhe Geschäftsleitung, Kreissenioreneinrichtungen . . . . . . . . . . 16 Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Preuß Chefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrie . . . . . . . . . . . . . . 22

Rubriken

Gerlinde Kriete-Samklu Klinikpfarrerin, Ehe-, Familien- und Lebensberaterin . . . . . 26

Trinken! Tipps für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt . . 38

PD Dr. Dr. Alireza Ghassemi Belegarzt, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie . . . . . . . . 28

Coupons . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43

Prof. Dr. med. Thorsten Hansen Chefarzt Institut für Pathologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

Der kleine Lipper Rätselspaß für Kinder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 Zeitvertreib Kniffliger Denksport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50

Dr. Rainer Högel Chefarzt Nephrologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Das Team der Ernährungsberaterinnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38


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Klinikum Lippe | Baumaßnahmen

64 Millionen fließen in den Gesundheitsstandort Lippe

Sparkassen geben Kredit für Investitionen in Kliniken 64,2 Millionen Euro nimmt die Klinikum Lippe GmbH in den kommenden Jahren in die Hand, um den Gesundheitsstandort Lippe weiter auszubauen. 41,3 Millionen Euro fließen bereits in diesen Tagen in acht Baumaßnahmen an den Standorten in Lemgo und Detmold. Wesentliche Kreditgeber sind zwei der hiesigen Sparkassen. „Mit den Instituten Paderborn-Detmold und Lemgo haben wir vertrauensvolle Finanzpartner an der Seite, mit denen wir schon lange zusammenarbeiten“, betont Landrat Dr. Axel Lehmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum Lippe GmbH. Die Sparkassen hatten im Vorfeld das wirtschaftlichste Angebot

abgegeben. „Ein Großteil der Investitionssumme kommt damit aus Lippe und bleibt in Lippe“, so Lehmann. 60 Prozent der 41,3 Millionen Euro laufen über die Kredite der lippischen Bankinstitute (40 Prozent Sparkasse Paderborn-Detmold, 20 Prozent Sparkasse Lemgo). Die übrigen 40 Prozent werden über einen Kredit der NRW-Bank finanziert. Der Kreis Lippe als Gesellschafter bürgt mit 33 Millionen Euro für die Erfüllung der Verbindlichkeiten. „Damit gehen wir als Kreis natürlich ein Risiko ein, stehen aber voll hinter unseren Kliniken und bekräftigen


Klinikum Lippe | Baumaßnahmen

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Hightech für Patienten – Landrat Dr. Axel Lehmann, Bürgermeister Dr. Reiner Austermann und die Geschäftsführer des Klinikums legten im September den Grundstein für die neue Intensivstation am Klinikum Lemgo

Hubschrauberlandeplatz am Klinikum Lippe, Detmold

damit unser Ziel, Lippe an die Spitze der medizinischen Versorgung in OWL und darüber hinaus zu bringen“, unterstreicht der Landrat. „Großer Vorteil der Bürgschaft ist zudem, dass die Sparkassen uns bessere Konditionen einräumen konnten, die uns einen Zinsvorteil von rund 400.000 Euro im Jahr bringen“, erklärt Klinikumgeschäftsführer Dr. Johannes Hütte. „Diese Einsparungen können wir an anderer Stelle wieder investieren, daher gilt mein besonderer Dank auch dem Träger Kreis Lippe, der mit dieser Bürgschaft sein Klinikum stärkt.“ Dass das Geld gut angelegt ist, haben die jüngsten Projekte gezeigt. Als eine der acht Baumaßnahmen wurde der neue Hubschrauberlandeplatz am Klinikum in Detmold offiziell in Dienst gestellt. Weiter geht es in den kommenden Monaten und Jahren mit Sanierung und Neubau von Funktionsbereichen und Bettenstationen in Detmold. Seit Juli 2017 entsteht für 3,2 Millionen Euro am Standort in Lemgo ein

Intensiv-Kubus. In dem würfelförmigen Bau sollen alle Fachleute der Intensivmedizin auf einer Ebene und an einem Ort gebündelt werden. Hinzu kommt noch eine Erweiterung der Weaning-Station sowie eine neue Palliativstation. Weitere Projekte, auch zur Optimierung der Logistik und des Patientenkomforts werden folgen. „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir so viel Geld in die Hand nehmen“, macht Hütte deutlich. Eigentlich sei das Land am Zug, eine gute Infrastruktur der Kliniken zu gewährleisten. Die bisherige Förderung sei aber viel zu gering, um eine patientengerechte Krankenhausversorgung mit zeitgemäßen Standards dauerhaft gewährleisten zu können. Der Investitionsstau sei daher sehr hoch. In diesem Zusammenhang verweist Hütte auf eine große wissenschaftliche Studie der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen aus dem Jahr 2016, nach der den Krankenhäusern in NRW durch das Land seit Jahren nur rund 1/3 der dringend benötigten jährlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Das Klinikum Lippe erhält ca. 2 Mio. Euro Baupauschale pro Jahr für alle Standorte, Detmold, Lemgo und Bad Salzuflen zusammen. Jeder könne sich ausrechnen, dass das nicht ausreicht, um teilweise 50 Jahre alte Infrastruktur auf dem aktuellen Stand zu halten. Die Last tragen die Mitarbeiter, die die fehlenden Mittel durch zusätzlichen Produktivitätsgewinn erwirtschaften müssen.


Klinikum Lippe ist

babyfreundlich Interview mit Susann Grabsch › A n der Geburtsklinik in Detmold wird die Eltern-Kind-Bindung

optimal gefördert. Das hat die internationale Initiative „Babyfreundlich“ dem Klinikum Lippe bescheinigt. Das Klinikum erfüllt somit die strengen Vorgaben von WHO und UNICEF.


Klinikum Lippe | Babyfreundliches Krankenhaus

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Geburtskliniken, die dieses Qualitätssiegel tragen, erfüllen die B.E.St.-Kriterien, die auf internationalen Vorgaben von WHO und UNICEF beruhen. B.E.St. steht für „Bindung, Entwicklung und Stillen.“ „Diese Kriterien sind wissenschaftlich fundiert und ermöglichen die effektive Förderung der Bindung zwischen Mutter und Kind, der kindlichen Entwicklung und des Stillens“, unterstrich Gisela Meese, damalige Geschäftsführerin der Initiative „Babyfreundlich“ bei der Siegelübergabe im Medicum in Detmold. Zu den Kriterien gehört, dass den Müttern ermöglicht wird, nach der Geburt Hautkontakt zu ihrem Baby zu haben und dass sie beim Stillen beraten und gefördert werden. Im Klinikum Lippe sind im vergangenen Jahr über 2.000 Babys zur Welt gekommen, Tendenz steigend. „Für uns ist es eine große Ehre, diese Anerkennung zu erhalten, mit der die besonderen Leistungen der Geburtshilfe bei der Betreuung von Mutter und Kind gewürdigt werden“, betonte Priv. Doz. Dr. Andreas Luttkus. „Unser Schulungskonzept ist umfangreich gestaltet. Alle Mitarbeiter, die mit Mutter und Kind professionell arbeiten, nehmen daran teil.“

„Babyfreundlich heißt vor allem, jede Mutter ganz individuell zu beraten“ Susann Grabsch ist Leitende Hebamme am Klinikum Lippe und hat die Zertifizierung zur babyfreundlichen Geburtsklinik mit auf den Weg gebracht. Im Interview erzählt sie, worauf es ankommt.

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 as ist denn bei Komplikationen wie einem SchwangerW schaftsdiabetes: Geht es da nicht erst einmal darum, dass Mutter und Kind die Geburt gut überstehen? Das eine schließt ja das andere nicht aus. Gerade bei einem Schwangerschaftsdiabetes sprechen wir bei der Anmeldung zur Geburt mit den Müttern über die Möglichkeit, das Kolostrum, also die erste Milch, bereits vor der Geburt aufzufangen, weil diese Babys innerhalb von 30 Minuten nach der Geburt Nahrung bekommen müssen, um nicht zu unterzuckern. Wenn die Mütter von dieser Möglichkeit hören, sind sie dafür in der Regel sehr offen und vor allem entspannter, wenn es mit dem Anlegen nicht auf Anhieb klappt. Das Baby erhält somit das Kolostrum auf jeden Fall sehr schnell.

F rau Grabsch, wie haben sich die Abläufe im Kreißsaal verändert, um den Bedürfnissen von Müttern und Babys besser gerecht zu werden? Das Entscheidende ist für uns der Bindungsprozess in den ersten 60 Minuten nach der Geburt. In dieser Zeit soll das Baby direkten Hautkontakt mit der Mutter haben, die Wärme und den Herzschlag spüren. Das sind die ersten beiden der B.E.St.-Kriterien: Bindung und Entwicklung. Wenn das gegeben ist, funktioniert das dritte, nämlich das Stillen, meist von ganz alleine. Wie das? Wenn die Mütter im Hautkontakt merken, dass das Kind Richtung Brust robbt und mit dem Mund sucht, dann ist auch die Bereitschaft größer, das Kind zu stillen. Unser Ziel ist es, dass das Baby einmal erfolgreich an der Brust gesaugt hat, bevor Mutter und Kind den Kreißsaal verlassen. Dafür nehmen wir uns Zeit und wir berücksichtigen den Verlauf der Geburt.  as ist denn, wenn es der Mutter nach der Geburt nicht W gut geht und das Baby noch nicht zu ihr kann? Dann legen wir das Kind auf die Brust des Vaters, damit es seine Wärme, seinen Herzschlag und seine Haut spürt. Das gilt natürlich auch für Frühchen bei uns im Perinatalzentrum, die diese Nähe schon so früh wie möglich für eine gute Entwicklung brauchen. Und auch hier ist Muttermilch die optimale und natürliche Säuglingsernährung und kann schwerwiegende Komplikationen beim Frühgeborenen verhindern.

 ach dem Kreißsaal kommt die Wöchnerinnenstation – wie N werden die Mütter dort unterstützt? Erst einmal dadurch, dass alle Krankenschwestern in diesem Bereich geschult sind. Darüber hinaus haben wir bei uns im Klinikum auch Ärztinnen und Hebammen mit der Ausbildung zur Still- und Laktationsberaterin. Auf der Station gibt es für eine gesamte Schicht eine Krankenschwester als persönliche Ansprechpartnerin für eine gewisse Anzahl von Patientinnen. Das hat den großen Vorteil, dass diese immer weiß, was sie einer Mutter empfohlen hat und weniger Durcheinander entsteht. Und sie kann sich mehr Zeit nehmen, denn Stillberatung ist immer etwas ganz individuelles. Es kommt darauf an, wie die Geburt verlaufen ist, in welcher Schwangerschaftswoche das Baby zur Welt gekommen ist. Mutter und Kind müssen immer als Einheit betrachtet werden.  önnen Sie es nachvollziehen, wenn sich eine Mutter trotz K aller Vorteile gegen das Stillen entscheidet? Ich bin keine Missionarin. Ich möchte, dass die Frauen gut informiert sind, um eine Entscheidung treffen zu können. Niemand soll sich zum Stillen gedrängt fühlen. Wenn eine Frau nicht stillen möchte, sprechen wir mit ihr darüber und fragen, ob sie uns ihre Gründe dafür erklären möchte. Das ist ein Angebot von uns. Denn manchmal beruht die Entscheidung auf Vorurteilen oder Missverständnissen rund ums Stillen. Bleibt die Frau bei ihrer Entscheidung, vermerken wir das in den Unterlagen, damit sie sich nicht ständig wieder erklären muss. Wir machen im Geburtsvorbereitungsgespräch außerdem den Vorschlag, dass die Mütter die Milch, die sich schon in den letzten Schwangerschaftswochen gebildet hat, ihrem Kind


Klinikum Lippe | Babyfreundliches Krankenhaus

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geben können, zum Beispiel durch einmaliges Anlegen des Kindes direkt nach der Geburt. Wenn wir erzählen, dass ein Tropfen Muttermilch 4.000 lebende Zellen mit Immun- und Abwehrstoffen enthält, sind die meisten Mütter bereit dazu. Ein bisschen Muttermilch ist besser als gar keine.  önnen Frauen, die nicht stillen, die Nähe, die durchs K Stillen entsteht, irgendwie ersetzen? Da gibt es viele Möglichkeiten. Wir empfehlen den Müttern, ihre Kinder viel zu tragen und ihnen viel Hautkontakt zu ermöglichen. Auch beim Füttern mit der Flasche kann man das körpernahe Füttern, wie es beim Stillen gegeben ist, nachahmen, indem man das Kind nah am Körper hält, nach einer halben Flasche eine Pause einlegt und die Seiten wechselt.  eht die Stillberatung weiter, wenn Mutter und Kind G entlassen sind? In der Regel werden die Mütter im Wochenbett von einer Hebamme betreut. Wenn sie keine Hebamme haben, können sie sich auch ans Klinikum wenden. Darüber hinaus bieten wir einmal in der Woche das Milchcafé an, das von einer qualifizierten Stillberaterin geleitet wird und in dem sich alle Eltern – ob sie ihre Kinder stillen oder nicht – austauschen können.

Milch-Café Jeden Mittwoch von 10 – 11:30 Uhr  Die Familienklinik des Klinikums Lippe lädt Mütter und Väter mit ihren Babys bis zum ersten Lebensjahr zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch ein. In angenehmer Atmosphäre geben Stillund Laktationsberaterinnen Informationen zur Ernährung (Stillen), Pflege und Entwicklung der Neugeborenen. Die Teilnahme ist kostenlos. Mehr Infos Montags bis freitags, 8 – 14 Uhr Tel. 05231.72-5942 Klinikum Lippe, Detmold

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Nebendiagnose

Demenz

› Wenn Demenzerkrankte ins Krankenhaus müssen, bereitet das vielen Angehörigen und

Betroffenen Sorgen. Der demenziell Erkrankte wird aus seiner gewohnten Umgebung herausgeholt und mit einer Vielzahl neuer Situationen und Personen konfrontiert. Die Mitarbeiter des Klinikum Lippe sind dafür sensibilisiert. Und auch Angehörige können dazu beitragen, den Krankenhausaufenthalt zu erleichtern.

Demenz ist ein fortschreitender Zustand, bei dem Leistungsbereiche des Gehirns beeinträchtigt sind. Die Ausprägungen und Symptome können sehr vielschichtig sein und das Verhalten auf verschiedene Weise verändern. Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. waren 2016 1,6 Millionen Menschen in Deutschland von einer Demenzerkrankung betroffen. Diese Zahl wird in Zukunft weiter steigen. Grund dafür ist, dass es immer mehr ältere

Menschen geben wird und die Häufigkeit von Demenzerkrankungen mit dem Lebensalter zunimmt. Doch auch das Auftreten von bestimmten, meist gleichzeitig vorkommenden Krankheiten, steigt mit dem Alter an. Somit wird auch ein Krankenhausaufenthalt wahrscheinlicher. Daher wird die Behandlung von Demenz-Patienten und die Berücksichtigung dieser „Nebendiagnose“ im Krankenhaus ein immer wichtigeres Thema.


Klinikum Lippe | Demenz

Im Klinikum Lippe werden viele der Demenzerkrankten in der Geriatrie versorgt. Dort werden vor allem Ältere behandelt, die auf Grund von Krankheiten ihre Selbst­ ständigkeit wieder erlernen müssen oder von einem Verlust ihrer Selbständigkeit bedroht sind. So können beispielsweise Herzerkrankungen oder Knochenbrüche durch einen Sturz Grund für eine Einweisung sein. Natürlich erfolgt die Erstversorgung bzw. Operation von Frakturen in der Unfallchirurgie, die weitere Behandlung aber häufig in der Geriatrischen Klinik. Durch eine adäquate, altersgerechte Behandlung der Krankheiten soll die Lebensqualität verbessert bzw. erhalten werden. Nicht wenige der Patienten sind kognitiv eingeschränkt und zeigen erste Anzeichen einer Demenz. Natürlich werden Demenzerkrankte je nach Einweisungsgrund auch in allen anderen Abteilungen des Klinikums behandelt.

Erkennung von Demenz Für das Personal bedeuten Demenzerkrankte eine größere Herausforderung, denn die betroffenen Patienten benötigen mehr Zuwendung und Hilfe. Deshalb ist es wichtig, bei der Aufnahme herauszufinden, ob und inwiefern ein Patient kognitiv eingeschränkt ist. Angehörige werden gezielt nach bestimmten Auffälligkeiten gefragt, und auch eine Unterhaltung mit dem Patienten selbst lässt die Pfleger und Ärzte ein Gefühl dafür bekommen, ob eine Demenz vorliegt. In der Geriatrie wird dies zusätzlich durch ein spezielles geriatrisches Assessment ermittelt. Es beinhaltet Fragen, beispielsweise nach dem Datum, und kleine Aufgaben, wie das Ausfüllen einer Uhr mit den dazugehörigen Ziffern. Dabei wird auch überprüft, inwieweit die Patienten fähig sind, sich selbst zu versorgen. Die Ergebnisse werden an das beteiligte Personal kommuniziert. So weiß jeder über die besonderen Bedürfnisse der Patienten Bescheid.

Der Umgang mit demenziell veränderten Patienten In der Geriatrie ist die Verweildauer der Patienten wesentlich länger als in anderen Kliniken. Dies hilft einerseits eine stabile Beziehung zu Patienten (und Angehörigen) aufzubauen, andererseits können Potenziale und Entwicklungsschritte des Patienten wesentlich besser in den Behandlungsprozess integriert werden. Simone Berkel

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ist Krankenschwester in der Geriatrie am Klinikum Lippe und sagt: „Es ist sehr wichtig, sich den Demenzerkrankten mit viel Geduld zu widmen und sie in ihrer eigenen Welt abzuholen. Mit der Zeit bekommt man Erfahrung und ein Gefühl dafür, wie der Umgang zwischen dem demenziell veränderten Patienten und den Pflegekräften, Ärzten und Therapeuten für beide Seiten erfolgreich funktionieren kann.“

Besonders in der Geriatrie gibt es unterschiedlich spezialisiertes Personal, das viel Erfahrung hat und den Demenzerkrankten und den Angehörigen als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Dazu gehören auch der Sozialdienst und speziell ausgebildete Krankenschwestern und Pfleger. Doch auch in anderen Abteilungen des Klinikum Lippe findet eine Sensibilisierung zum Thema Demenz statt und es gibt Weiterbildungen, bei denen die Teilnehmer Hintergrundinformationen und praxisbezogenes Wissen zu Demenz erhalten. Birgit Gilke, Krankenschwester der Stroke-Station in Lemgo, hat eine Weiterbildung zum Demenz-Coach absolviert. „Eine professionelle, angemessene Kommunikation ist das A und O im Umgang mit Patienten mit Demenz“, erzählt sie. „Wenn man gezielt auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Menschen eingeht und sie akzeptiert, wie sie sind, entstehen weniger Konflikte und Stresssituationen. Eine gelungene Kommunikation spart Zeit und Frust auf allen Seiten.“ Als Demenz-Coach gibt sie ihr Wissen an ihre Kollegen weiter und hat auf der Röntgenabteilung in Lemgo ein Schulungskonzept zur Sensibilisierung der Mitarbeiter in den Funktionsabteilungen entwickelt.

Hindernisse und was man tun kann Dennoch stellt die Behandlung von demenziell erkrankten Patienten eine gewisse Herausforderung dar. Sie beanspruchen durch ihr Krankheitsbild viel Zeit und Personal und benötigen eine gewisse Routine, Sicherheit und Vertrautheit. Das ist auf Grund des schichtbedingten Personalwechsels und der vielschichtigen Aufgaben im Krankenhausalltag nicht leicht umzusetzen. Durch feste Abläufe und Beschäftigungsmöglichkeiten wird in der Geriatrie des Klinikum Lippe aber versucht, diesem Problem entgegenzuwirken. Außerdem ist es wichtig, Hand in Hand mit den Angehörigen zu arbeiten. Sie können sich über den Umgang mit Demenz beim Personal informieren, sich zeigen lassen, wie man Hilfestellungen leistet und so beispielsweise beim Waschen und Essenreichen helfen. „Demenzerkrankte beanspruchen viel Zeit. Es ist immer wünschenswert, wenn Angehörige helfen und damit zur Entlastung der Situation beitragen, der Demenzerkrankte entspannt sich, wenn er ein vertrautes Gesicht sieht und eine bekannte Stimme hört. Wir zeigen gerne, wie man sich die Versorgung der Patienten durch „handwerkliche Tipps“ auch zu Hause erleichtern kann“, sagt Simone Berkel. Feste Besuchszeiten und das Mitbringen von vertrauten Gegenständen oder Fotos schaffen zusätzliches Wohlbefinden.


Klinikum Lippe | Demenz

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Wie erkenne ich Demenz? 1. Eine Person wiederholt immer wieder die gleiche Frage. 2. Sie wiederholt immer wieder die gleiche kurze Geschichte. 3. Sie vernachlässigt durchgehend ihr Äußeres, bestreitet dies aber. 4. Sie hat sicheren Umgang mit Geld, Rechnungen usw. verloren. 5. Sie findet viele Gegenstände nicht mehr oder legt sie an ungewöhnliche Plätze und verdächtigt andere Personen, den verlorenen Gegenstand weggenommen zu haben. 6. Sie weiß nicht mehr, wie tägliche Routinetätigkeiten funktionieren (z.B. Kochen, Handhabung der Fernbe-

Weitere Informationen für Angehörige gibt es in der Infobroschüre „Patienten mit Demenz im Krankenhaus“ auf der Homepage des Klinikum Lippe.

dienung). 7. Sie beantwortet Fragen, indem sie die ihr gestellte Frage wiederholt. Beobachten Sie eine oder mehrere Verhaltensweisen an sich selbst oder einem Menschen in ihrer näheren Umgebung sollten Sie ärztlichen Rat suchen. Achtung: Manche dieser demenzähnlichen Symptome können auch durch Vitamin B12-Mangel, Schilddrüsenfehlfunktionen oder Exikkose (Austrocknung) hervorgerufen werden. Dann sind sie heilbar.

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Pflege vor Herausforderungen › D er „Internationale Tag der Pflege“ geht auf den Geburtstag der britischen Krankenschwester Florence Nightingale zurück. Sie hatte sich im Krimkrieg um die Verwundeten gekümmert und anschließend eine einheitliche Ausbildung der Krankenschwestern in Großbritannien eingeführt. Ganz so viel Pionierarbeit wie zu Lebzeiten von Nightingale im 19. Jahrhundert ist heute nicht mehr nötig. Aber auch jetzt steht die Kranken- und Altenpflege vor großen Herausforderungen, die den Akteuren der Gesundheitsholding Lippe viel Innovationskraft abverlangen.

Zum Beispiel von Dorothea Ruhe: Sie leitet seit drei Jahren die vier Senioreneinrichtungen des Kreises Lippe und hat den Pflegeberuf selbst von der Pike auf gelernt. „Ich bin sozusagen Krankenschwester in dritter Generation“, verrät sie mit einem Schmunzeln. „Meine Mutter und Großmutter haben im selben Beruf gearbeitet.“ Während ihre Großmutter noch im Schwesternwohnheim lebte und sieben Tage die Woche erreichbar sein musste, kann Dorothea Ruhe ihren Angestellten heute wesentlich bessere Arbeitsbedingungen bieten. Sie selbst hat

sich zur Sozialbetriebswirtin und Qualitätsmanagerin fortgebildet und versucht stets, den Änderungen im Gesundheitssystem mit Ideen zu begegnen. „Die größte Herausforderung ist für mich, die Menschen mitzunehmen“, erklärt sie. „Ich meine damit die Mitarbeiter, die zu Pflegenden und die Angehörigen.“ Längst bedeute Pflege mehr als „nur“ pflegen. „Der Beruf ist heutzutage hochprofessionalisiert“, erläutert Ruhe. „Die Pflegekräfte


Magazin | Pflege

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brauchen mehr theoretische und juristische Hintergründe. Und auch die Dokumentation hat einen immer höheren Stellenwert.“ Wichtig sei es, trotzdem immer mit dem Herzen bei den Menschen zu sein. Die Pflegeversicherung sei auch nach dem im Januar in Kraft getretenen Pflegestärkungsgesetz 2 immer nur eine „Teilkaskoversicherung“. Das bedeutet: Eine Pflegekraft wird nicht für jeden Bewohner eine Stunde Zeit zum Plaudern haben. Hier setzt Ruhe unter anderem auf die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen. Ein gutes Netzwerk scheint das zu sein, worauf es ankommt. Denn die kürzeren Liegezeiten in Krankenhäusern und das Credo des Gesetzgebers „ambulant vor stationär“ machen sowohl Kranken- als auch Altenpflege zu schaffen. Längst sind daher in Lippe Modelle mit Vorbildcharakter für andere Regionen entstanden, wie das der „Gesundheitshelferinnen“. Das sind Krankenschwestern mit Zusatzqualifikation, die älteren Patienten und Angehörigen zur Seite stehen und die Rolle des „Kümmerers“ und Mittlers zwischen beispielsweise Krankenhaus, niedergelassenen Ärzten und Altenheimen übernehmen. Das Klinikum Lippe und das Ärztenetz Lippe sind hier eine Kooperation eingegangen und haben das sogenannte „Regionale Versorgungskonzept Geriatrie“ entwickelt. „Ziel war es, die vielschichtige Versorgung von älteren und chronisch kranken Patienten durch ein gezieltes Fallmanagement zu verbessern“, sagt Dr. Helmut Middeke, Medizinischer Geschäftsführer am Klinikum Lippe. Mittlerweile haben die Akteure die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Gründung einer eigenen Case-Management-Gesellschaft besiegelt.

Wie Florence Nightingale (links) hat auch Dorothea Ruhe (rechts), Leiterin der Senioreneinrichtungen des Kreises Lippe, zunächst den Beruf der Krankenschwester erlernt. Das Foto zeigt sie als Schwesternschülerin im Jahre 1977.

Auch in den vier Senioreneinrichtungen des Kreises Lippe sind die Gesundheitshelferinnen oft und gerne gesehene Gäste. „Sie stehen im ständigen Austausch mit den Pflegedienstleitungen und erleichtern damit die Pflege für alle Seiten“, erzählt Dorothea Ruhe. Die Kooperation hilft ihr, dem eigenen Anspruch „das Menschliche in der Pflege immer beizubehalten“, ein Stück weit gerecht zu werden. Dazu gehört für sie auch die „Zukunftswerkstatt“, die sie mit allen Mitarbeitern der Kreissenioreneinrichtungen, von der Küchenhilfe bis zur Pflegekraft, regelmäßig veranstaltet. Hier kann jeder seine Ideen einbringen. „Denn wenn die Mitarbeiter zufrieden sind, geben sie das auch an unsere Bewohner weiter“, meint Ruhe. Schließlich haben sie alle ihren Beruf einmal aus der gleichen Motivation heraus gelernt wie Florence Nightingale: Sie wollen kranken und alten Menschen helfen.

Dorothea Ruhe, Leiterin der Kreissenioreneinrichtungen, sieht die Pflege auch in der heutigen Zeit vor großen Herausforderungen. Foto © Birgit Sanders

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Den Tücken des Alters aktiv begegnen › Im Frühjahr hat die neue Geriatrische Tagesklinik des Klinikum Lippe im Medicum Lemgo eröffnet. Zahlreiche Patienten haben schon von dem teilstationären Angebot profitiert. Es geht darum, in der Gruppe die Selbstversorgungskompetenz zu stärken und Pflege­ bedürftigkeit zu verhindern.

„Bei den meisten Patienten können wir durch die intensive Betreuung eine Menge bewegen“, erzählt Oberärztin Dr. Dorothea Niemeier-Hübner, die die neue Tagesklinik in Lemgo als Leitende Ärztin betreut. In den neuen, modernen Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Medicums gibt es zehn Behandlungsplätze. Nach der Einweisung durch den Hausarzt übernimmt die Krankenkasse die Kosten, Fahrdienst inklusive.

Funktionelle Verschlechterung sowie drohender Verlust der Selbstversorgungskompetenz bei chronischen Erkrankungen älterer Menschen, auch nach vorausgegangenen stationären Aufenthalten, sind die Hauptzuweisungsgründe. Für drei Wochen, werktäglich von 8 bis 15:30 Uhr, werden die Patienten in der Geriatrischen Tagesklinik individuell therapiert.


Klinikum Lippe | Tücken des Alters

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Schwester Heike Tottewitz und Oberärztin Dr. Dorothea Niemeier-Hübner (hinten stehend) freuen sich, dass sie in der Geriatrischen Tagesklinik die Selbständigkeit ihrer Patienten steigern können.

„Unser Ziel ist die bestmögliche Wiederherstellung der Selbständigkeit der Patienten in den Alltagsaktivitäten und die Verhinderung von Pflegebedürftigkeit “, erklärt Dorothea Niemeier-Hübner. Um den Erfolg zu messen, werden die Patienten am ersten und letzten Tag mit Geriatrischen Assessments wie dem Barthel-Index getestet. Sie geben Aufschluss darüber, wie beweglich und selbständig ein Patient ist. Darüber hinaus werden die Patienten am Aufnahmetag eingehend ärztlich untersucht. Dabei geht es auch um die Frage: Was möchte der Patient oder die Patientin in der Tagesklinik erreichen? Mehr Beweglichkeit oder ein besseres Gleichgewicht und Gangsicherheit sind häufig geäußerte Wünsche. Der Tagesablauf ist in Therapie- und Ruhephasen gegliedert. Einzeln und in Gruppen werden die älteren Patienten von Ergo- und Physiotherapeuten behandelt. Massagen, Handbäder für Arthrosepatienten und Wärmetherapie runden den Therapieplan ab. Weitere interdisziplinäre Zusammenarbeit besteht mit Logopäden und Sozialarbeitern, wobei eine Verlaufsbeurteilung in wöchentlichen Teambesprechungen mit allen Berufsgruppen erfolgt.

„Ich kann den Patienten gezielter helfen und bekomme dafür auch mehr Dankbarkeit.“ Krankenschwester Heike Tottewitz und Oberärztin Dorothea Niemeier-Hübner haben bislang nur positive Rückmeldung bekommen. „Als Krankenschwester kann ich mir hier wesentlich mehr Zeit nehmen als im normalen Krankenhausalltag“, sagt Heike Tottewitz zufrieden. „Ich kann den Patienten gezielter helfen und bekomme dafür auch mehr Dankbarkeit.“ Außerdem seien die Patienten sehr motiviert, wieder selbständiger zu werden. Sicher auch deshalb, weil sie sich freiwillig in die Tagesklinik einweisen lassen können. Ältere Patienten und deren Angehörige können die Geriatrische Tagesklinik besichtigen und ein Vorgespräch führen. Dazu wird um Anmeldung beim Pflegepersonal gebeten, unter 05261.26-5075.


Klinikum Lippe | Pflegeselbsthilfe

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Selbstbestimmt leben -

gemeinsam Teilhabe ermöglichen Viele pflegende Angehörige haben einen schweren Alltag. Sie wollen einen geliebten Menschen, mit dem sie meist viele Jahrzehnte verbracht haben, gut versorgen. Gleichzeitig haben viele Angehörige weitere Verpflichtungen oder sind selbst bereits alt und krank. Seit kurzem gibt es in Lippe eine neue Anlaufstelle für pflegende Angehörige: das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe. Allein in Nordrhein-Westfalen leben mehr als 640.000 Pflegebedürftige und ca. eine Million pflegende Angehörige. Während Selbsthilfeorganisationen im Gesundheitsbereich seit langem etabliert sind, fehlt es an vergleichbaren Strukturen in der Pflege. Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe für den Kreis Lippe möchte diese Lücke schließen. Zur besseren Unterstützung und Stärkung pflegender Angehöriger fördert das Land NRW gemeinsam mit den Landesverbänden der Pflegekassen landesweit „Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe“ – eines davon im Kreis Lippe. Die Laufzeit beträgt 36 Monate und geht zunächst bis Mitte 2020. „Unser Ziel ist es, den Angehörigen eine einfache Möglichkeit zu bieten, sich auszutauschen und sich dadurch zu entlasten“, so umschreibt Silke Stegelmann, die für den Aufbau des Kontaktbüros unter dem Dach des Paritätischen zuständig ist, das Ziel des Kontaktbüros.

„Gemeinsam ist vieles leichter. Die Zeit in der Selbsthilfegruppe ist eine „Auszeit“ von der Pflege. Hier treffen sich Pflegende, die wissen, wovon sie reden. Es findet ein aktiver Austausch statt.“ Das wissen die Gruppenmitglieder zu schätzen. „In der Gruppe habe ich erfahren, dass ich Zeit für mich brauche, um wieder Kraft für die Pflege meines Mannes zu haben und es nichts bringt, wenn ich total erschöpft bin“, erzählt eine Teilnehmerin. „Meine Sorgen kann ich mit der Gruppe teilen und wir finden oft gemeinsam eine Lösung.“

Im Gesundheitssektor sind die positiven Effekte der Selbsthilfe schon lange anerkannt. Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe möchte die Strukturen der Selbsthilfe in der Pflege aufbauen und unterstützen. Es informiert über bestehende Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige, begleitet und unterstützt bestehende Gruppen und hilft bei der Gründung und dem Aufbau neuer Selbsthilfegruppen (dabei sollen auch Angebote zur Betreuung der zu Pflegenden einbezogen werden). Auch bei der Abwicklung der finanziellen Förderung ist das Kontaktbüro behilflich. Außerdem kooperiert das Kontaktbüro mit Akteuren und Fachleuten aus dem Gesundheitswesen und der Selbsthilfe sowie Gremien und Arbeitsgruppen der Stadt bzw. Region.

Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Kreis Lippe Ansprechpartnerin Silke Stegelmann Telefon 05231 99 15 29 E- Mail pflegeselbsthilfe-lippe@paritaet-nrw.org Sprechzeit Dienstag 10:00 – 13:00 Uhr und nach Vereinbarung

Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Kreis Lippe

Träger des Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe Kreis Lippe ist die PariSozial gGmbH Lippe/Gütersloh.


Eine Brücke zurück zur Schule › D ie Zahl der Schulverweigerer hat in Deutschland in den vergangenen Jahren

zugenommen. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bad Salzuflen gibt es deshalb seit einem Jahr eine Spezialambulanz für Schulverweigerer. Sie werden kurzfristig stationär aufgenommen und möglichst bald in einen geregelten Schulalltag integriert.


Klinikum Lippe | Schulverweigerer

In Deutschland ist die Schulpflicht gesetzlich geregelt. Wer sein Kind nicht zur Schule schickt, macht sich also strafbar. Trotzdem kommt es vor, dass Kinder über mehrere Monate oder gar Jahre nicht zur Schule gehen. Es ist ein langsamer Prozess, der sich in den Familien einschleicht. Klagt ein Kind zum Beispiel über Bauchschmerzen, weil es nicht zur Schule will, hoffen die Eltern zunächst beim Hausarzt auf ein Attest. Ist der irgendwann nicht mehr bereit, eins auszustellen, wird „Expertenhopping“ betrieben – von einem Arzt zum nächsten. „Es ist oft ein elterngestütztes Problem“, berichtet Dr. Ulrich Preuß, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bad Salzuflen, „teils weil die Eltern das Kind schützen wollen, teils weil sie in einer tiefen Symbiose mit ihrem Kind stecken.“ Irgendwann fallen für die Kinder auch die sozialen Kontakte zu gleichaltrigen Freunden weg. Weil sechs von zehn Kindern mit Schulverweigerung psychiatrische Probleme haben, wurde eine Spezialambulanz für Schulverweigerer für Kinder eingerichtet, die über einen längeren Zeitraum wegen Schulvermeidung auffallen. In der Regel überweist ein niedergelassener Kinder- und Jugendpsychiater oder Psychotherapeut die Familie an die Ambulanz. Voraussetzung ist, dass der Schulverweigerung eine psychische Störung zugrunde liegt und eine stationäre Behandlung notwendig ist. Wichtig ist, dass die Familie hier schon mal einen Ansprechpartner hat, bei dem alle Fäden zusammenlaufen: Der Psychologe Guido Schröder sorgt dafür, dass die Kinder und Jugendlichen kurzfristig einen Platz in der Kinderund Jugendpsychiatrie bekommen. Je nach Belegung kann das innerhalb von einer Woche klappen, aber auch mal sechs Wochen dauern.

Die klinikeigene Schule ist bei den Kindern beliebt In der Zeit vor der stationären Aufnahme können die Kinder aber bereits in der Klinik-Schule in der Kinder- und Jugendpsychiatrie beschult werden. Es ist eine öffentliche Schule, die dem Klinikum Lippe zugeordnet ist und für die Schulverweigerer eine Brücke zurück in den Schulalltag bildet. „Wenn die Kinder die Trennung von den Eltern schaffen und bei uns angekommen sind, gehen eigentlich alle bei uns nach zwei Tagen wieder zur Schule“, erzählt Chefarzt Dr. Ulrich Preuß. Der Tag der Aufnahme kann reibungslos ablaufen, aber auch die erste harte Probe für Eltern und Kind sein: „Wenn das Kind nicht bleiben möchte, müssen die Eltern sich durchsetzen“, erläutert Dr. Preuß. „Wenn sie das schaffen, kommt das Kind hier schnell an. Aber die, die dem Kind nachgeben, sind die ganz schwierigen Fälle.“

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Die Lehrer bauen schnell Kontakt zu den Kindern auf, in dem sie zum Beispiel ein Spiel vorschlagen oder nach den Interessen fragen. Der Unterricht in Kleingruppen und der Kontakt zu anderen Kindern macht den meisten Patienten dann sogar Spaß. Für die Therapeuten beginnt indes die Suche nach den Ursachen für die Schulverweigerung. Und das sind im Wesentlichen zwei: die Kinder mit Trennungsangst und die Kinder mit Schulangst. Die Trennungsängstlichen sind die, die wegen Ihres Zuhauses zu Hause bleiben; die Schulängstlichen hingegen bleiben wegen der Schule zu Hause. Will heißen: Trennungsängstliche Kinder möchten sich aus unterschiedlichen Gründen nicht von ihren Eltern trennen, weil sie zum Beispiel das Gefühl haben, zu Hause gebraucht zu werden, weil die Eltern krank sind oder in einer Trennungssituation leben. In jedem Fall liegt hier eine Angststörung vor, die behandelt werden muss. Die Schulangst liegt in der Schulsituation begründet, wenn Kinder dort gemobbt werden, ein schwieriges Verhältnis zum Lehrer haben oder die Schulsituation überfordernd ist.

Eltern müssen ihren Beitrag leisten Bei beiden Ursachen ist wichtig, dass die Eltern während der Therapie mit ins Boot geholt werden. Denn auch bei den Eltern muss ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, wie sie die Ursachen der Schulvermeidung bekämpfen und ihr Kind auf dem Weg zurück zur Schule unterstützen können, etwa dadurch, dass sie ihm Stärke und Selbstbewusstsein vermitteln, den Kontakt zur Schule halten und mit den Lehrern reden. „Manche Eltern beginnen parallel selbst eine Therapie“, erzählt Dr. Preuß. „Das kann oft der ganzen Familie helfen.“ Für die jungen Patienten sind Ergo-, Kunst-, Musik- und Bewegungstherapie unterstützende Angebote, um sozial gestärkt zu werden, soziale Kontakte zu knüpfen und die psychische Problematik aufzuarbeiten. Der Aufenthalt kann je nach Schwere der psychischen Störung zwischen einem und drei Monaten dauern. Wenn die Kinder den geschützten Raum der Klinik verlassen, steht für viele ein Schulwechsel an. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Mobbingsituation unerträglich und festgefahren war oder die Schulform zu schwierig oder zu einfach für das Kind. Oft gehen die Kinder dann zunächst stundenweise in eine Regelschule oder kommen nach der Schule noch als Tagesklinik-Patienten in die Kinder- und Jugendpsychiatrie, um das Erlebte besprechen zu können.


Klinikum Lippe | Schulverweigerer

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Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Preuß

Chefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrie Klinikum Lippe Bad Salzuflen

Schulverweigerung Schulabsentismus (Fernbleiben von der Schule) in Form von Schulverweigerung, Schulschwänzen, Schulangst und Schulphobie ist problematisch, wenn erhebliche Fehlzeiten auftreten, starker Unwillen in die Schule zu gehen besteht und keine körperliche Erkrankung das Fehlen verursacht. 5% aller Schulkinder fehlen vermehrt auch unentschuldigt, dies nimmt mit dem Alter oder der Klassenstufe mit einem Gipfel im Alter von 13 – 17 Jahren zu, am häufigsten bei Hauptschülern (oder ähnliche Schulformen), am wenigsten bei Schülern von Gymnasien. Mädchen und Jungen sind ungefähr gleich betroffen. In der weiteren Entwicklung stehen als gefährdende Faktoren Kriminalität, Ängste, Suchtverhalten, andere emotionale Störungen sowie

Probleme in der schulischen und beruflichen Entwicklung im Vordergrund. Gründe sind intrafamiliäre Probleme, Leistungsängste und –versagen, Mobbing durch Lehrer und bzw. oder Schüler, aber auch eine erhöhte Empfindlichkeit und Ängstlichkeit. Je länger die Schule verweigert wird, desto schwerer fällt die Wiederaufnahme der Teilnahme am Unterricht, aber auch umso mehr psychische Probleme liegen bei den Betroffenen vor. Es gibt auch unproblematische Fälle, diese sind gekennzeichnet durch nur kurzzeitiges Fehlen, so gut wie keine begleitenden psychosozialen Probleme, schnelle Wiederaufnahme des Unterrichts, keine körperlichen Symptome, gutes Vertrauensverhältnis zu Eltern und Lehrern, gute soziale Einbindung in die Schule. Der Grund ist oft, einmal zu probieren, wie es ohne Schule geht.

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Unvergessen ›W  enn eine Schwangerschaft ein unglückliches Ende nimmt, stehen Eltern nicht alleine da. Die Seelsorge des

Klinikum Lippe steht ihnen zur Seite, um mit ihnen einen würdigen Abschied von den fehl- oder totgeborenen Kindern zu gestalten. Klinikpfarrerin Gerlinde Kriete-Samklu beschreibt, was in solchen Situationen hilft.

„Eigentlich ist da ja noch ein Kind gewesen“, erzählten mir zu Beginn meiner Tätigkeit im Klinikum Detmold immer wieder Frauen bei meinen Besuchen vor allem auf den gynäkologischen Stationen. Gemeint waren die fehl- und totgeborenen Kinder, die die Frauen in früheren Zeiten nach der Entbindung nie zu sehen bekommen haben und die doch zu ihrem Leben dazugehörten. „Du bist doch noch jung. Du kannst doch noch andere Kinder haben“, das wird den betroffenen Müttern auch heute immer noch wieder gesagt. Es ist der hilflose Versuch der Mitmenschen etwas zu sagen und trösten zu wollen, wo es oft

keine Worte und keinen einfachen Trost gibt, denn es geht um dieses Kind und nicht um irgendein weiteres. Wurden bis Ende der 1950er Jahre die meisten Kinder zu Hause geboren, zog ab den 1960er Jahren die Geburtshilfe in die Krankenhäuser ein. Während früher bei den Hausgeburten die fehl- und totgeborenen Kinder oft mit in den Sarg eines verstorbenen Erwachsenen gegeben und bestattet worden sind, war dies mit den steigenden Klinikgeburten nicht mehr so selbstverständlich. Nachdem – oft nach Jahren des Geschehens – immer


Klinikum Lippe | Sternenkinder

mal wieder Frauen vor der Tür des Kreißsaals standen, um nachzufragen, wo denn damals ihr Kind geblieben sei, haben aufmerksame Hebammen im Krankenhaus in Detmold irgendwann angefangen, die fehl- und totgeborenen Kinder zu fotografieren, um den fragenden Frauen wenigstens ein Foto von ihrem Kind als Erinnerung mitzugeben. In den letzten 20 Jahren hat sich in den meisten Geburtskliniken im Umgang mit fehl- und totgeborenen Kindern sehr viel zum Positiven verändert. Am Klinikum in Detmold werden fast ausnahmslos alle betroffenen Eltern von der Klinikseelsorge aufgesucht und von ihr in den Fragen zum Umgang in der Familie und zum Verhalten gegenüber dem Umfeld, zum Abschied und zur Bestattung wie auch zu Themen wie Schuld, Versagen oder Vorwürfen begleitet. Wenn das Kind geboren ist, bekommen die Eltern im Kreißsaal genügend Zeit, um ihr totes Kind anzuschauen, es in den Armen zu halten und sich evtl. schon hier von ihm zu verabschieden. Danach bleibt das Kind zunächst im Kreißsaal, um den Eltern nach den Anstrengungen der Geburt zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal die Gelegenheit zu geben, sich in Ruhe zu verabschieden. Dann sollten – wenn es eben machbar ist – auch eventuelle Geschwisterkinder mit einbezogen werden. Sie machen in dem traurigen Augenblick die wichtige Erfahrung: Es geschehen im Leben schlimme Dinge, die wir Menschen nicht verhindern können und gemeinsam in der Familie können wir uns trösten und unterstützen, finden wir Halt und Verständnis, um den Alltag wieder bestehen zu können. Bereits zur Verabschiedung wird das Kind von der begleitenden Hebamme hübsch angezogen. Dazu näht, strickt oder häkelt eine ehrenamtliche Gruppe von Frauen kleine Kleidungsstücke, Mützchen oder Schlafsäcke. Das Klinikum in Detmold stellt für die Bestattung der fehl- und totgeborenen Kinder bei einem Geburtsgewicht von unter 500 g

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kostenlos einen kleinen Baumsarg zur Verfügung, der – ebenfalls kostenfrei – von einem Bestatter auf den Friedhof „Kupferberg“ überführt wird. Zuvor haben die Eltern aus verschiedenen Möglichkeiten die für sie passende Form der Beisetzung entschieden. Seit 2006 wird einmal im Jahr von einem fachübergreifenden Team unter der Leitung der Klinikseelsorge ein Erinnerungsgottesdienst gefeiert, zu dem die betroffenen Eltern eingeladen und die Namen ihrer verstorbenen Kinder vorgelesen werden. Mit 70 bis 90 Teilnehmenden ist dieser Erinnerungsgottesdienst im Laufe der Jahre stetig gewachsen, sodass er schon sehr bald aus dem Andachtsraum im Klinikum in die Mutterhauskirche von diakonis gezogen ist. Manche Eltern kommen jedes Jahr. Vor allem für Paare, die keine weiteren Kinder haben, ist dieser Gottesdienst ein besonderer Moment: die Vergewisserung, dass sie Eltern sind. Etwa zwei Drittel der Teilnehmenden nimmt das anschließende gemeinsame Kaffeetrinken wahr, um miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Nach den Tränen im Gottesdienst wird hier auch wieder gelacht. Nicht selten kommen ehemals betroffene Eltern mit einem neugeborenen Familienmitglied und die anteilnehmende Freude über die neue Hoffnung in der Familie ist allseits zu spüren.

Gerlinde Kriete-Samklu

Klinikpfarrerin, Ehe-, Familien- und Lebensberaterin (DAJEB), ausgebildet in trauma­ zentrierter Seelsorge


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Magazin |Lippe Klinikum Smoothies | Mitarbeiter helfen

„Das ist meine

Lebensaufgabe“ Privat-Dozent Dr. Dr. Alireza Ghassemi ist Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, betreibt eine eigene Praxis in Detmold und ist Belegarzt am Klinikum Lippe. Er operiert mehrere Male im Jahr Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten im Iran, in Indien, auf den Philippinen oder in Pakistan. Von seiner umfangreichen Operationserfahrung profitieren auch die Patienten des Klinikum Lippe. Entwicklungshilfe ist keine Einbahnstraße. Das wird einem schnell klar, wenn man mit Dr. Ghassemi spricht. Gerade ist er von einer siebentägigen Iranreise zurück. 15 Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte hat er operiert, iranische Ärzte ausgebildet, mit Eltern und Kindern geredet, die nach der OP optimistischer in die Zukunft schauen – mit einem

schöneren Lächeln. Mittlerweile sind die Einsätze im Iran für Dr. Ghassemi fast Routine: Fünf Stunden fliegt er in sein Geburtsland. Wenn er ankommt, stehen die OP-Pläne bereits fest. Er hat es über mehrere Jahre geschafft, eine Mannschaft zusammen zu bringen, damit alles schnell geplant und durchgeführt wird.


Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würden Wissen und OP-Handwerk einseitig von Deutschland in den Iran wandern. Aber dann hätte man übersehen, wie sehr Patienten mit demselben Krankheitsbild in Deutschland von der Kooperation profitieren. „Bei uns gibt es relativ wenig Fälle von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten pro Behandler, die solche Fehlbildungen operieren“, erläutert Dr. Ghassemi. „Für einen guten Operateur ist es aber wichtig, möglichst viel Operationserfahrung und -routine zu sammeln.“ Er operiert seit 2001 jährlich zwischen 100-200 Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Egal ob in Deutschland oder im Iran: Sein Anspruch ist es immer, all sein Können einzusetzen, um für den jeweiligen Patienten das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, dafür baut er auch im Iran die Wiederherstellungschirurgie unter Anwendung der Mikrochirurgie auf, die in Deutschland bereits „state of the art“, also Stand der Technik ist.

HAND IN HAND FÜR IHRE GESUNDHEIT In einem architektonisch anspruchsvollen Ambiente finden Sie neben verschiedenen Facharztkompe-

„Ich sehe es als meine Lebensaufgabe an, mein Wissen an andere Menschen weiterzugeben“, erzählt Ghassemi. Damit meint er nicht nur die iranischen Ärzte, die er ausbildet, damit sie selbst befähigt werden, zu operieren. Er nimmt auch deutsche Ärzte mit, um ihnen das OP-Handwerk für dieses spezielle Krankheitsbild näherzubringen. Für diese Lebensaufgabe hat Dr. Ghassemi sich dagegen entschieden, eine Vollzeitstelle als Chefarzt anzustreben. „Dann hätte ich keine Zeit mehr für meine Leidenschaft“, sagt er. Aber auch mit seiner eigenen Praxis und seiner Position als Belegarzt am Klinikum Lippe greift er für die Einsätze im Ausland oft auf seinen privaten Urlaub zurück. „Mir ist es wichtig, mit meiner medizinischen Tätigkeit auch die Barriere zwischen den Kulturen zu brechen“, sagt er. „Für mich gibt es keine Religion, sondern eine Gedankenähnlichkeit.“

tenzen auch Dienstleistungen wie Reha-Zentrum, Apotheke, Pflegedienst, Bistro und Konferenzbereich sowie unser großes ambulantes OP-Zentrum und die ärztlichen Notdienste: • Reha-Zentrum Salutaris • Physikalische und Rehabilitative Medizin • Medicum Apotheke • Bistro im Medicum | Biere Brot • Diakonie Ambulant • Intensiv- und Palliativ-Pflegedienst Lippe • Vitalzentrum Kühlmuss & Grabbe • Praxis für Orthopädie & Unfallchirurgie • Dermatologische Gemeinschaftspraxis • Neurochirurgische Gemeinschaftspraxis

PD Dr. Dr. Alireza Ghassemi

Belegarzt Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Klinikum Lippe Detmold

• Anästhesie OWL • Operationszentrum / Tagesklinik für ambulante Operationen • Zentrum für ganzheitliche Schmerzmedizin • Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin • Frauenärztliche BAG Lippe • Kardiologie, Angiologie und internistische

Alireza Ghassemi ist 1981 nach dem Abitur vom Iran nach Deutschland gekommen und hat nach dem geforderten Sprachkurs an der Universität zu Köln Medizin studiert. Anschließend verbrachte er zwei Jahre in Großbritannien (Wales) und den USA (Yale) in unterschiedlichen Abteilungen, entschied sich dann aber für das Fach Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Dafür studierte er Zahnmedizin in Aachen. An der Uniklinik Aachen arbeitete er nach der Facharztausbildung als Oberarzt, Leitender Oberarzt und Stellvertreter des Klinikdirektors. Ende 2015 nahm er die Belegarztabteilung am Klinikum Lippe an und ließ sich in Detmold nieder. Mit seiner Praxis deckt er das gesamte Spektrum der Gesichtschirurgie ab und nahm sich vor, diese am Klinikum Lippe zu etablieren.

Intensivmedizin • Fachpraxis für Parodontologie • Kinderärzte im Medicum • Cardiopraxis Detmold • Pulmopraxis Detmold • Urologische Gemeinschaftspraxis • Onkologische Schwerpunktpraxis • Konferenzbereich Besuchen Sie uns auch auf Facebook: www.facebook.com/medicum.detmold

Medicum Detmold (direkt am Klinikum Lippe Detmold) Röntgenstraße 16 | 32756 Detmold Fon 0 52 31 . 91 02-000 | info@medicum-detmold.de

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Friseur mit doppeltem Fingerspitzengefühl › S eit 22 Jahren betreibt Jens-Dieter Rahn den Friseursalon im Klinikum Lemgo. Neben dem Alltags-

geschäft als Friseurmeister hat er sich auf Perücken spezialisiert und hilft damit Krebspatientinnen, ihr natürliches Aussehen auch während der Chemotherapie zu erhalten.


Magazin | Friseur

Beim Friseur wird traditionell viel geplaudert, man liest Klatschblätter und lässt es sich gut gehen. Das ist natürlich auch im Salon von Jens-Dieter Rahn so: Es liegen Zeitschriften aus und Rahn und seine Angestellten sind darauf bedacht, dass alle Kunden sich wohlfühlen, ob es nun Angehörige sind, die den Krankenbesuch mit einem Friseurtermin verbinden oder Stammkunden. Trotzdem sind die Gespräche beim Klinikfriseur zuweilen tiefer. Ein Blick auf die Regale an der roten Wand lässt erahnen, warum: Rahn und sein Team haben sich auf Perücken spezialisiert. Durch die Nähe zur Klinik für Onkologie betreut er viele Krebspatientinnen – rund 200 sind es im Jahr. Dafür vertraut Rahn auf sein doppeltes Fingerspitzengefühl, nämlich sein handwerkliches und sein menschliches. „Oft kommen die Patientinnen mit gesenktem Kopf zu uns herein und zeigen ihr Rezept vor“, erzählt Rahn. „Dann nehme ich mir Zeit für ein ausführliches Gespräch, und erkläre ihnen erst einmal ganz in Ruhe, welche Möglichkeiten es gibt.“ Meistens sind die Kundinnen nach kurzer Zeit schon erleichtert, denn als Perückenspezialist gelingt es Rahn, dass die Patientinnen auch während der Chemotherapie eine natürliche Frisur haben, die ein Außenstehender kaum als Perücke erkennt. Die Kosten dafür übernehmen zu einem großen Teil die Krankenkassen. „Am einfachsten ist es, wenn die Patienten schon vor der Chemotherapie zu mir kommen“, sagt Rahn. „Dann sehe ich, wie die natürliche Frisur aussieht.“ Rahn hört sich die Wünsche der Kunden genau an und berät mit dem wissenden Auge eines Friseurmeisters, welche Perücke zu welchem Typ passt. Anschließend bestellt er eine Auswahl an Perücken,

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die beim nächsten Termin anprobiert und manchmal auch noch geschnitten werden. Viele Kundinnen kommen nicht nur der Perücke wegen, sondern lassen sich auch bei Rahn eine schicke Kurzhaarfrisur schneiden, wenn die ersten Haare nachwachsen. Kranken Menschen durch schöne Frisuren und eben auch Perücken Mut zu machen, war für Jens-Dieter Rahn so etwas wie die logische Konsequenz aus seiner Biografie. Denn Medizin hat in seinem Leben schon immer eine Rolle gespielt. Nach der bestandenen Gesellenprüfung als Friseur verpflichtete er sich zunächst für vier Jahre bei der Marine und arbeitete als Rettungssanitäter; zweieinhalb Jahre davon auf einem Rettungshubschrauber. Erst im Anschluss an seine Zeit bei der Marine machte er seinen Meister und sich daraufhin selbständig. Als er 1995 den Salon im Klinikum Lemgo übernahm, stieg auch seine Frau Annelie mit ein. Sie ist gelernte Arzthelferin und sieht das als klaren Vorteil: „Mein Mann und ich hatten nie Berührungsängste. Das merken auch unsere Kunden. Wir gehen ganz natürlich mit ihnen um.“ Für Jens-Dieter Rahn ist es das höchste Lob, wenn er weiterempfohlen wird und die Kunden seinen Salon mit einem neuen Selbstwertgefühl wieder verlassen. Seit zwei Jahren engagiert er sich auch ehrenamtlich für die Krebspatienten am Klinikum Lippe. Kunden, die ihre Haare für eine Echthaarperücke spenden, bekommen von ihm einen modischen Haarschnitt gratis. Einzige Voraussetzung: Der Abschnitt muss mindestens 30 Zentimeter lang sein. Das Geld, das er für die Haare bekommt, spendet Rahn für die Krebsstation. Im vergangenen Jahr sind auf diese Weise 750 Euro zusammengekommen.

Kontakt Jens-Dieter Rahn | Friseurmeister Klinikum Lippe-Lemgo Rintelner Straße 85 32657 Lemgo Tel 05261 26 42 77 www.klinikfriseur.de

Öffnungszeiten Montag – Freitag: 8 – 16:30 Uhr Samstag: 8 – 12 Uhr

Jens-Dieter Rahn und seine Frau Amelie nehmen sich viel Zeit, um Krebs­ patientinnen bei der Auswahl der richtigen Perücke zu beraten.


Mediziner-Ausbildung

Einmalige Einblicke › Ein Empfang vom lippischen Prinzen, ein Blick hinter die Kulissen des TBV Lemgo und Impressionen der Wirtschaftswelt von morgen: Für 15 Nachwuchsmediziner des Klinikum Lippe öffneten Unternehmen und Persönlichkeiten aus der Region ihre Türen. Die Botschaft: Lippe ist lebenswert und facettenreich.


Klinikum Lippe | Mediziner-Ausbildung

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Ein Ausflug jenseits der ausgetretenen Touristenpfade sollte es werden. Viel mehr wussten die 15 Nachwuchsmediziner nicht, als sie sich an einem Freitagvormittag im September im Sitzungssaal des Kreistages in Detmold einfanden, um sich auf eine Entdeckungstour durch die Region zu begeben. Das Klinikum Lippe wollte seinen Famulanten und Medizinstudierenden im Praktischen Jahr einen Einblick in die Region verschaffen, der ihnen und ihren Partnern Perspektiven auch jenseits des Klinikums aufzeigt. Die Botschaft: Lippe ist facettenreich und lebenswert, modern und traditionsreich – hier lohnt es sich zu leben. Die Unternehmen und Institutionen der Region öffneten den Nachwuchskräften gerne ihre Türen, um diese Worte mit Fakten und Eindrücken zu unterstreichen. Landrat Dr. Axel Lehmann begrüßte die jungen Leute, die in München, Wien, Dresden, Litauen, Göttingen, Münster und Hannover Medizin studieren und einen Teil ihrer praktischen Ausbildung in Detmold bzw. Lemgo absolvieren. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum Lippe GmbH betonte Lehmann, wie sehr dem Klinikum Lippe die medizinische Versorgung am Herzen liegt. Mit 25 Fachkliniken, die teilweise auf Universitätsniveau arbeiteten, sei das Klinikum Lippe absolut konkurrenzfähig und biete alle Vorteile eines kommunalen Hauses. Die Studierenden kamen gleich im Kreishaus mit dem Landrat, Ulrich Herzog aus der Geschäftsführung und Prof. Dr. Torsten Hansen als Beauftragten des Akademischen Lehrkrankenhauses über die Medizinerausbildung am Klinikum Lippe ins Gespräch. „Hier herrscht eine angenehme, familiäre Atmosphäre“, lobte Sophie Knappler, die in Hannover studiert. Die litauischen Studierenden waren vor allem von der praktischen Ausbildung begeistert. Neben dem Mittagessen im Kreishaus sorgte ein glücklicher Zufall dafür, dass die Studierenden auch kulinarisch in die Region eingeführt wurden: Die lippische Pickert-Prinzessin hatte an diesem Tag ebenfalls einen Termin mit dem Landrat und buk fleißig Pickert, den alle gerne probierten, bevor der Bus des TBV-Lemgo sie zur nächsten Station brachte: dem Detmolder Schloss.


gewesen. Apropos Hygiene: Stephan Prinz zur Lippe öffnete für die Gäste auch Türen, die nur selten für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, zum Beispiel die zum Kaiserbad. Ein wahrer Zeitsprung in Gegenwart und Zukunft war dagegen der Besuch in der Smart Factory OWL in Lemgo. Allein das futuristische Gebäude bildete einen krassen Kontrast zum Weserrenaissance-Schloss; und das Innenleben brachte die Mediziner zum Staunen: Das Fraunhofer Institut und die Hochschule OWL forschen hier herstellerunabhängig an den Möglichkeiten für die Industrie 4.0. Und das wird ganz konkret mit Lego-Steinen demonstriert: Eine Maschine setzt sie individuell zu verschiedenen Figuren zusammen – ein Beispiel, wie kundenindividuelle Produktion auch automatisiert funktionieren kann. Nur wenige hundert Meter von automatischen Produktionsstraßen und 3-D-Druckern entfernt kickten sich durchtrainierte Männer – ganz analog – Bälle zu. Die Handballspieler des TBV Lemgo wärmten sich in der Lipperlandhalle mit Fußball auf – und ließen die Mediziner einen Moment lang in die Welt des Profisports eintauchen. Physiotherapeut Bennet Risch gab den Studierenden einen Einblick in die medizinische Versorgung der Sportler und Spieler Rolf Hermann stand Rede und Antwort zum Leben als ProfiHandballer. Im Bildungszentrum von Phoenix Contact in Schieder wurde die Gruppe vom Klinikum Lippe von fetzigen Beats überrascht. Das Unternehmen organisiert in regelmäßigen Abständen After-Work-Partys für seinen Nachwuchs – allein dies schien zu belegen, welch hohen Stellenwert die Ausund Weiterbildung beim Weltmarktführer für Komponenten, Systeme und Lösungen im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Automation einnimmt. 160 Studierende im dualen Studium und 170 Azubis lernen und forschen in dem vor einem Jahr eröffneten Gebäude, hinzu kommen bis zu 14.000 Seminarteilnehmer im Jahr. „Unser Anspruch ist es, in dem Segment, in dem wir uns bewegen, Weltmarktführer zu sein“, unterstrich Boris Hagemeier, Leiter des Bildungszentrums. Der Hausherr persönlich öffnete den jungen Medizinern seine Türen: Stephan Prinz zur Lippe hatte zur Begrüßung im Ahnensaal gleich ein paar medizinische Anekdoten aus seiner Familie parat: Sein Vorfahre Simon August habe im 18. Jahrhundert die Heilbäder Bad Salzuflen und Bad Meinberg mitgegründet und einen berühmten Arzt nach Lippe geholt. Hygiene sei damals ein wichtiges Thema

Nach all den Impulsen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Tradition der Region freuten die jungen Mediziner sich über das Grillbuffet am Schieder See. Selbst die Studierenden, die in Lippe aufgewachsen sind, haben ihre Heimatregion noch einmal von einer anderen Seite kennengelernt. Vielleicht erleichtert dies die Entscheidung, die Karriere am Klinikum Lippe auch nach dem Studium fortzusetzen.


Klinikum Lippe | Mediziner-Ausbildung

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Das sagen die jungen Mediziner

Nora Ziegler, 23, Famulantin: „Als Famulantin wird mir hier von Beginn an viel zugetraut. Das Personal ist sehr aufgeschlossen und freundlich. Alle meine Fragen werden beantwortet, aber die Ärzte erklären auch von sich aus viel. Auch für die Patienten nehmen sie sich Zeit und sind freundlich. Im Vergleich zur Uniklinik kann ich hier viel mehr selbst machen. Ich werde praktisch angeleitet und lerne zum Beispiel, wie Arterien verlegt werden. Ich werde gut gefordert, aber nicht überfordert. An einer Uniklinik ist der Lernerfolg abhängig von der Abteilung; als Student wird man dort kaum beachtet. Das ist hier anders.“

Info Seit dem Wintersemester 2016/17 ist das Klinikum Lippe Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen. Im neu eingerichteten Sekretariat des Lehrkrankenhauses heißt das Team die Medizinstudierenden willkommen.

Marc Hüser, 26, ehemaliger Student im Praktischen Jahr:

Wenn es um die Karriereplanung geht, ist Prof. Dr. Torsten Hansen, Chefarzt der Pathologie, als Lehrbeauftragter des Klinikum Lippe Ansprechpartner für die Studierenden. Neben ihren Pflichtfächern Chirurgie und Innere Medizin werden die Studierenden im Praktischen Jahr am Klinikum Lippe in den Wahlfächern Dermatologie, Urologie, Anästhesiologie, Pädiatrie und Neurologie ausgebildet.

„Schon bei der Begrüßung habe ich gemerkt, wieviel Mühe das Klinikum Lippe sich mit PJ-Studenten gibt. Man wird hier direkt vom Chefarzt begrüßt. Ich fühlte mich gut aufgehoben, habe viele Erkrankungsbilder gesehen und wurde auch mit in den OP gerufen. Im Anschluss hat Prof. Klostermann mir noch einmal alles erklärt. Das macht nicht jeder Chef. Ich kann mir durchaus vorstellen, ans Klinikum Lippe zurückzukehren.“

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Röntgenstraße 16 | 32756 Detmold Tel 05231 . 9102151 | 24h-Rufnummer 0176 . 111 555 99

Leben zu Hause -

bis zum Abschiednehmen Die Begleitung, Betreuung und Versorgung schwerkranker und sterbender Patienten sind eine unserer wichtigsten Aufgaben. Wir wissen, dass eine gute Fürsorge und die Geborgenheit in der gewohnten Umgebung wesentlich zur Lebensqualität schwerkranker Menschen beitragen. Ängste nehmen, Schmerzen und Atemnot lindern, zuhören und einfach da sein - der Respekt gegenüber den individuellen Bedürfnissen und Wünschen unserer Patienten und ihrer Angehörigen ist die Basis unseres Handelns.

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„Unser wichtigstes Medikament ist

Flüssigkeit“

› D as Klinikum Lippe verfügt über eine Nierenabteilung, die Nephrologie. Chefarzt Dr. Rainer Högel und sein Team behandeln hier jegliche Form von Nierenerkrankungen. Ziel ist es immer, die Ursachen von Nieren­ problemen frühzeitig festzustellen und eine wirksame Behandlung einzuleiten.

Die meisten Patienten in der Nephrologie werden wegen akuten Nierenversagens eingewiesen. „Das klingt erst mal sehr bedrohlich“, erzählt Dr. Rainer Högel. „Aber in den meisten Fällen lässt sich die Nierenfunktion wiederherstellen. Oftmals ist die Ursache gerade bei älteren Menschen Flüssigkeitsmangel. Deswegen ist unser wichtigstes Medikament Flüssigkeit. Dadurch sind die Patienten manchmal schon nach drei Tagen wieder fit.“ Zur Diagnostik in der Nephrologie gehören in erster Linie Ultraschall, Laboruntersu-

chungen von Blut und Urin und im Zweifel eine Nierenbiopsie, wenn die Ärzte mit den klinischen Untersuchungen nicht weiterkommen. Zur Nierenbiospie weisen auch die niedergelassenen Nephrologen ihre Patienten ins Klinikum Lippe ein. Die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kollegen und anderen medizinischen Fachrichtungen ist für Dr. Rainer Högel das Reizvolle an der Nierenheilkunde: „Die Nephrologie ist eingebettet in die Innere Medizin, es gibt viele Überschneidungen mit der Kardiologie, Onkologie und Gastroenterologie. Dadurch sind wir im ständigen Austausch mit den Kollegen.“


Klinikum Lippe | Nephrologie

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Im 7. Stock des Klinikums in Detmold gibt es 13 Dialyseplätze, die von ambulanten Patienten genutzt werden, ebenso wie von den stationären Patienten auf der Nephrologie und bei Bedarf von anderen Stationen. Das Klinikum Lippe bietet alle modernen Verfahren der Nierenersatzbehandlung, und auch die Intensivstation wird nephrologisch mitbetreut. Hier liegen im Durchschnitt zwei Dialysepatienten. „Einige Patienten kommen viele Jahre zur Dialyse hierher“, erzählt Dr. Rainer Högel. „Die lernt man über die Jahre natürlich kennen und baut ein besonders vertrauensvolles Arzt-PatientenVerhältnis auf.“ Jede chronische Nierenerkrankung kann in ihrem Endstadium zur Dialysepflichtigkeit (Blutwäsche) führen. Risikopatienten sind insbesondere Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder Diabetes. Das Ziel von Dr. Rainer Högel und seinem Team ist es aber, die Patienten möglichst lange von der Dialyse fernzuhalten. Bei der Prävention können die Patienten selbst einen großen Beitrag leisten, in dem der Bluthochdruck gut eingestellt ist, sie kochsalzarme Kost essen und viel trinken, solange sie nicht gleichzeitig unter Herzschwäche leiden. Lässt sich eine Dialyse nicht vermeiden oder kommt für den Patienten eine Organspende in Frage, ist die Nephrologie am Klinikum Lippe gut vernetzt, um alle Behandlungsmöglichkeiten anzubieten. In Zusammenarbeit mit dem Nephrologischen Zentrum Niedersachsen kann das Klinikum Lippe eine Transplantation vorbereiten und die Nachsorge übernehmen, sodass der Patient Medizin aus einer Hand bekommt.

Dr. Rainer Högel

Chefarzt Nephrologie Klinikum Lippe, Detmold

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Trinken!

So bringen Sie Ihren Flüssigkeits­ haushalt ins Gleichgewicht


Magazin | Mehr Trinken

Das Team der Ernährungsberaterinnen wünscht viel Spaß und Freude beim Ausprobieren!

Ob jung oder alt: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für uns alle wichtig. Gerade älteren Menschen fällt es aber oft schwer, ausreichend zu trinken. Unsere Ernährungsberaterinnen haben Tipps, was Sie dagegen tun können und leckere Rezepte für Trink-Muffel.

im Alter zwei bis zweieinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag. Dabei sollte man etwa ein bis anderthalb Liter als Getränk zu sich nehmen. Der Rest ist in der Nahrung enthalten, besonders flüssigkeitsreiche Lebensmittel sind Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte wie Buttermilch und Joghurt oder Suppen.

Es gibt viele Gründe dafür, warum ältere Menschen zu wenig trinken und dann an Flüssigkeitsmangel leiden. Bei vielen Menschen kommt es im Alter dazu, dass das Durstgefühl abnimmt. Weitere Ursachen für einen Flüssigkeitsmangel können auch die Angst, nachts oft auf die Toilette zu müssen, Probleme mit der Blasenentleerung, Inkontinenz, Schluckstörungen oder Vergesslichkeit sein.

Ob die tägliche Flüssigkeitsaufnahme ausreicht, lässt sich leicht herausfinden: Ist nach einem sanften Kniff in den Oberarm für längere Zeit eine tiefe Falte sichtbar, trinkt man zu wenig. Als weitere Kontrolle dient die Beobachtung des eigenen Urins: Ist er hell und hat keinen Eigengeruch, trinkt man genug. Bei einem dunklen, intensiv riechenden Urin, muss man die Trinkmenge erhöhen.

Doch gerade für ältere Menschen ist ausreichendes Trinken lebensnotwendig, sonst sind Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit, Harnwegsinfekte und Verstopfung die Folge. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen ist es allerdings ratsam, die Trinkmenge mit dem Arzt abzusprechen. Manchmal kann zu viel Trinken auch gesundheitsschädlich sein. Unabhängig vom Durstgefühl braucht der Körper auch

Geeignete Getränke sind vor allem stilles Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees, verdünnte Fruchtsäfte oder Molke. Schwarzer Tee und Kaffee sollten nur in kleinen Mengen genossen werden. Das Gleiche gilt für Alkohol. Gelegentlich ein Glas trockener Wein oder ein Bier sind erlaubt.

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Magazin | Smoothies

Kleine Tricks Wie Sie sich selbst motivieren können, im Alter genug zu trinken, verraten diese kleinen Tipps.

Trinkration in Sichtweite stellen Mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit sollten Sie pro Tag zu sich nehmen. Gut geeignet sind Wasser, ungesüßte Fruchtoder Kräutertees oder Fruchtschorlen. Um den Überblick nicht zu verlieren, stellen Sie sich am besten diese Menge für jeden Tag neu bereit.

Trinken Sie zu jedem Essen ein Glas Wasser Stellen Sie sich zu jeder Mahlzeit ein Glas Ihres Getränkes bereit. Wenn Sie diese Menge zur Mahlzeit trinken, haben Sie bereits einen Teil des Tagespensums geschafft.

Benutzen Sie ein großes Glas Um die ausreichende Trinkmenge pro Tag zu erreichen, benutzen Sie am besten ein großes Glas (ca. 200 ml). Kleine Gläser verführen dazu zu meinen, man hätte schon genug getrunken. Mit einem großen Glas behalten Sie auch besser den Überblick über Ihre Trinkmenge.

Essen Sie wasserhaltiges Obst Auch durch die Nahrungsaufnahme nehmen Sie Flüssigkeit zu sich. Wer nicht so gern größere Mengen trinkt, für den ist Obst eine gute Ergänzung. Besonders geeignet sind saftige Obstsorten wie beispielsweise Wassermelonen.

Stellen Sie sich Ihren eigenen Trinkplan auf Für eine gesunde Lebensweise kann es hilfreich sein, seinen Tagesablauf gut zu strukturieren. Planen Sie bewusst Trinkpausen ein. Vielleicht immer gegen zehn Uhr, zwischen Frühstück und Mittagessen, oder aber auch am späten Nachmittag. Oder Sie nehmen sich jede volle Stunde die Zeit, etwas zu trinken.

Suppe statt Wasser Genauso wie das Obst tragen auch Suppen zur Flüssigkeitsaufnahme bei und helfen Ihnen, wenn Sie nicht so gern viel trinken. Klare Suppen sind dabei besonders empfehlenswert.

Saft macht Wasser schmackhafter Wenn Ihnen auf Dauer Mineralwasser zu eintönig ist, können Sie dieses zum Beispiel mit einem Spritzer Zitrone verfeinern. Auch eine Saftschorle ist erlaubt. Hierbei sollte das Verhältnis aus 2 Teilen Wasser und einem Teil Saft bestehen, damit das Ganze nicht zu süß wird und eventuell sogar im Kalorienhaushalt zu Buche schlägt. Mineralwasser eignet sich am besten, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken. Wer aber gerne auch mal etwas mit Geschmack trinken möchte, findet hier Alternativen zu den herkömmlichen und oft zu süßen Getränken, wie Säfte und herkömmliche Limonaden.


Magazin | Mehr Trinken

Zusatznutzer

Süß und sauer

Apfelschalen-Tee

Zitronen-Limetten-Limonade

1,2 Liter

1 großes Glas

Die Schale von vier gewaschenen Äpfeln 1 l Wasser 1 Prise Zimtpulver

1 Prise Anispulver 200 ml Apfelsaft 1 TL Ahornsirup oder Agavendicksaft

So geht ’s: Wasser, Apfelschalen und Gewürze in einen Topf geben und 10 Minuten kochen, danach durchsieben. Den Saft dazugeben und mit Ahornsirup oder Agavendicksaft abschmecken. Schmeckt warm und kalt sehr lecker!

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250 ml Mineralwasser 40 g Rohrzucker 4 Limetten

1 Zitrone Minzeblätter

So geht ’s: Die Zitrone und die Limetten auspressen. Den Saft in eine Kanne geben, den Rohrzucker dazu geben und gut umrühren. Dann mit Mineralwasser aufgießen. Wer möchte kann noch 2 – 3 Minzeblätter dazugeben. Die Limonade kalt stellen.

Erfrischend Rotbuschtee mit frischem Saft 2 Liter 2 EL Rotbusch-Tee (natur oder mit Fruchtgeschmack) 1 l Wasser 500 ml Apfelsaft

500 ml roter Traubensaft 4 Scheiben frische Zitrone 1/2 ausgepresste Zitrone

So geht ’s: 2 EL Tee auf einen Liter Wasser geben, ca. 8 Minuten ziehen lassen und abkühlen lassen. Den Apfelsaft und den Traubensaft dazugeben, zum Schluss noch die frischen Zitronenscheiben und den gepressten Zitronensaft in das Teegetränk geben. Abkühlen lassen.


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Handball und Helfen

Doppelt im Einsatz

› Anna Monz ist Torhüterin beim Handball-Bundesligisten HSG Blomberg und arbeitet als Rettungsassistentin für den Kreis Lippe. Für die 27-Jährige ist der Beruf der Ausgleich zum Sport – und umgekehrt.

Es war eine Turnhalle in Bayern, in der Anna Monz ihren ersten Ballkontakt hatte. Jedes Wochenende schaute sie dort ihren Eltern beim Handballspielen zu. Als sie alt genug war, fing sie selbst an zu trainieren. Die Perspektive drehte

sich: Heute fahren ihre Eltern durch die halbe Republik, um ihre Tochter anzufeuern. Seit 2012 steht Monz für die HSG Blomberg-Lippe im Tor, 2016 gab sie ihr Debüt in der Nationalmannschaft und gehört seit dem zum erweiterten Kader.


Handball und Helfen Der Umzug von Trier nach Blomberg fiel ihr vor fünf Jahren nicht schwer. „Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen“, erzählt sie. „Da ist es für mich kein Problem in einer Kleinstadt wie Blomberg zu wohnen.“ Die Entscheidung für die HSG hatte damals nicht nur sportliche Gründe. „Der Verein und das Rote Kreuz haben mir angeboten, dass ich meine Ausbildung zur Rettungsassistentin, die ich in Trier begonnen hatte, hier fortsetzen konnte“, erinnert sich Anna Monz. „Und der Beruf neben dem Sport war für mich immer wichtig.“ Eine Sportlerkarriere kann von einem Tag auf den anderen beendet sein, dessen ist sich Anna Monz bewusst. Sie absolvierte die nötigen Praktika in der Notaufnahme und auf der Intensivstation am Klinikum Lippe in Lemgo und stellte ihre Ausbildung fertig. Mittlerweile hat sie 12-Stunden-Schichten auf der Rettungswache des Kreises Lippe in Alverdissen – und geduldige Kollegen, die Rücksicht auf ihre acht Trainingseinheiten in der Woche und die Bundesliga-Spiele am Wochenende nehmen.

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Trotzdem: Sportlich und beruflich ist Anna Monz noch nicht am Ende ihrer Träume angelangt. Ihr Ziel, Ende 2017 bei der Handball-WM in Deutschland zum Kader zugehören, hat sie erreicht. Und beruflich drückt die 1,84 m große Torhüterin nebenbei erneut die Schulbank: Mit einem Fernstudium in Prävention und Gesundheitsmanagement bildet sie sich aktuell weiter. Vielleicht werden die Menschen in Bayern dann von ihrem breiten sportlichen und medizinischen Wissen profitieren. Denn irgendwann, da ist sich Anna Monz sicher, geht es zurück in das kleine Dorf in Bayern. Das Dorf, in dessen Turnhalle sie den ersten Ballkontakt hatte.

In ihrem Beruf steckt indes genauso viel Herzblut wie im Handball: „Medizinische Themen haben mich immer interessiert“, sagt Anna Monz. So wie sie in der Handballmannschaft jede Saison mit einer neu zusammengesetzten Mannschaft spielt und jedes Spiel seine eigene Dynamik und seinen Reiz entwickelt, ist auch jeder Tag auf der Rettungswache anders. „Man weiß nie, was kommt. Diese Herausforderung und das gute Gefühl, einen Einsatz im Team gemeistert zu haben, machen mir Spaß“, erzählt Anna Monz. Teamgeist ist ohnehin das Element aus dem Sport, das ihr im Job am meisten nützt. Umgekehrt ist der Job ein Ausgleich zum Handball, auch wenn er zuweilen belastend ist. „Aber ich habe das Glück, nicht hier geboren zu sein“, meint Anna Monz. „Damit habe ich den Abstand zur Bevölkerung und muss nicht befürchten, dass Verwandte in einen Einsatz verwickelt sind, zu dem ich gerufen werde.“

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Abwehrkräfte stärken durch regelmäßiges Saunieren – im Eau-Le Saunaland Die Umfragen des Deutschen Saunabundes zeigen es auf: Rund 31,4 Millionen Menschen in Deutschland gehen regelmäßig in die Sauna. Die meisten möchten sich dort nicht nur entspannen und erholen – sie wollen auch ihr Immunsystem stärken. So, wie die Gäste im Eau-Le Saunaland. Wer regelmäßig in die Sauna geht, kann der kommenden Erkältungssaison gelassen entgegen sehen: Wiederkehrende Saunabesuche stärken die Abwehrkräfte und können die die Gesunderhaltung fördern. „Durch regelmäßige Saunagänge lässt sich der Wärmehaushalt des Körpers besser regulieren”, weiß Saunameisterin Ria Böhm. „Deshalb gönnen sich unsere richtigen Eau-Le Saunafans das Schwitzvergnügen das ganze Jahr hin-

durch.“ Denn im Sommer wird dadurch die Hitze besser kompensiert – und im Winter nutzt der Körper seine Wärmekapazitäten besser aus. Der positive Nebeneffekt: Infektionskrankheiten wie Erkältungen treten seltener auf. Und wenn es Saunagänger doch einmal erwischt, werden sie oft schneller wieder gesund. Gute Gründe fürs Saunieren – im Lemgoer Eau-Le Saunaland der Stadtwerke Lemgo GmbH! Weitere Informationen: www.eaule.de Jetzt registrieren und Vorteile nutzen! Per App oder im Web: www.stadtwerke-lemgo.de/lemgovorteil


Von Nachtschichten, fßrsorglichen Lippern und Traumrollen Schauspielerin Helene Grass im Gespräch


© Jeanne Degraa

Magazin | Interview

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Die Schauspielerin Helene Grass (43) ist 2014 mit Mann und zwei kleinen Kindern von Berlin nach Detmold gezogen. Zwei Jahre später hat sie die künstlerische Leitung für das Literatur- und Musikfest „Wege durch das Land“ übernommen. Dass wir sie zum Kleeblatt-Interview in ihrem Büro in Detmold treffen konnten, war Glück: Denn die Tochter von Günter Grass ist oft „auf Montage“ – so nennt sie es, wenn sie in Berlin oder Köln für Fernseh- und Kinoproduktionen wie „Rentnercops“ oder „Polizeiruf 110“ dreht. F rau Grass, Sie haben vor einem Jahr die Intendanz für „Wege durch das Land“ übernommen. Künstlerisch ist es sicher schön, ein Literaturund Musikfestival mit großen Namen an spannenden Orten in OWL zu leiten. Aber es war auch eine schwierige Situation: Vor Ihrer Zeit gab es einen Skandal um veruntreute Fördermittel. Wie leicht war der Einstieg für Sie? Einfach war das nicht, aber ich habe ja nicht alles alleine machen müssen. Es war ein großes Team, das mit einer großen Umstrukturierung das Festival neu aufgestellt und für die Zukunft fit gemacht hat. Was reizt Sie daran, das Festival zu leiten? Die Herausforderung ist dieses große Puzzle. Wir haben nicht eine einzige Spielstätte, sondern 22. Das ist der Reiz an dem Festival: die vielen herrlichen Orte hier, und gleichzeitig fordert es uns: Da hat man sich in der Planung ein Gerüst zusammengebaut und sich ein tolles Programm überlegt und plötzlich kann der eine Künstler an dem einen Ort nicht und man fängt von vorne an zu puzzeln. Der Dramaturg Albrecht Simons von Bockum Dolffs, mit dem ich das Festival zusammen leite, und ich würfeln das ja auch nicht zufällig zusammen, sondern befragen den Ort nach seinen Wurzeln und antworten darauf mit Literatur und Musik. Hinzu kommt das übergeordnete Thema. 2017 war das „Heimat“. Wo verorten Sie Ihre eigene Heimat? Meine Heimat ist Berlin. Das ist die Stadt, in der ich aufgewachsen bin. Das ist und bleibt meine Heimat. Fiel es Ihnen schwer, nach Detmold zu gehen? Das war ein großer Schritt. Es fiel uns schwer, von dem Alltag in Berlin Abschied zu nehmen. Wir haben dort aber noch ein Standbein. Das ist uns auch sehr wichtig. Der Grund, hierher zu kommen, war, dass mein Mann hier am Landestheater Musikalischer Direktor geworden ist. Die Kinder waren noch klein und wir wollten nicht unsere glückliche Familie durchs Pendeln schrotten. Ich habe noch nie in so einer kleinen Stadt gewohnt, und ich habe auch wirklich unterschätzt, wie anders das Leben hier ist.


© Kai Schulz

Was genau ist hier anders als in Berlin? Es war ein Schock für uns, wie man hier aufs Auto angewiesen ist. Das ist ein großer Verlust an Lebensqualität. Wir haben uns dann ein E-Bike besorgt, weil ich mich geweigert habe, ein zweites Auto zu kaufen. Gleichzeitig sind wir hier sehr positiv aufgenommen worden, in einer sehr freundlichen und lebendigen Nachbarschaft. Und mir fällt positiv auf, dass die Leute hier sehr verwurzelt sind und dadurch die Familie einen hohen Stellenwert einnimmt und alle sehr umeinander bemüht sind. Nur ein Beispiel: Unsere Kleine ist eingeschult worden und da klingelt auch noch Tage später immer mal ein Nachbar und bringt ein kleines Geschenk vorbei.  ibt es Momente, in denen wir Lipper Sie zum G Lachen bringen? Wir müssen manchmal darüber schmunzeln, wie effektiv die Lipper sind. Hier funktioniert halt alles und klappt alles. Und wenn wir dann in unser rumpeliges Berlin fahren oder aufs Land in Brandenburg und da klappt wieder überhaupt nichts, dann lachen wir darüber. Wir haben ‚s dann ja wieder praktisch und reibungslos in Lippe. Das schlimmste Beispiel in Berlin ist ja der Flughafen.

 eben Ihrer Aufgabe als Künstlerische Leiterin N von „Wege durch das Land“ stehen Sie bald in Dresden auf der Theaterbühne und drehen in Berlin und Köln fürs Fernsehen. Wie kriegt man all diese Jobs unter einen Hut? Teilweise schläft man eben nicht sehr viel. Beispielsweise hatten wir hier im Februar eine Hochphase, als das Programmheft kurz vorm Druck war. Das war eine sehr intensive Zeit. Und ich war auf der Berlinale. Das bedeutete, wenn ich von den Partys kam, habe ich eben noch mal die Arbeit drangehängt, bevor ich ins Bett gegangen bin. Das muss man dann eben hinkriegen. Es gibt natürlich auch ruhigere Phasen, die das ausgleichen. Das sehe ich als großes Privileg, dass ich mir das so frei einteilen darf. Ich weiß ja, es muss am Ende gut sein. Und ob ich sage, ich mache drei Tage gar nichts und danach renne ich oder ich bin der Typ, der lieber regelmäßig arbeitet, das ist meine eigene Entscheidung. Das wünsche ich eigentlich jedem Arbeitnehmer. Natürlich muss man sich mit einem Team abstimmen. Wenn ich längere Zeit „auf Montage“ bin – so nenne ich das, wenn ich drehe – und die ganze Zeit nur über Telefon und Mail erreichbar, dann ist es auch mal wieder wichtig, dass ich eine Zeitlang hier in meinem Büro ansprechbar bin.


Magazin | Interview

S chauspielern sagt man nach, dass sie sehr perfektionistisch sind. Trifft das auch auf Sie zu? Es gibt Leute, die hier im Team in ihrem Teilbereich noch viel perfektionistischer sind als ich. Das ist für uns als Team von unschätzbarem Wert. Aber in so einem großen Konstrukt muss man ab und zu auch mal wieder loslassen und sagen: ich hab es mir zwar anders vorgestellt, aber darum geht es ja jetzt nicht mehr, sondern darum, dass wir es möglichst gut über die Bühne bringen. Wir haben auch Künstler, die anreisen und auch wieder Perfektionisten sind und plötzlich etwas anders wollen. Und dann muss man auch mit denen improvisieren. I m Fernsehen sind Sie u.a. im „Tatort“ und als Rechtsmedizinerin Rosalind Schmidt bei den „Rentnercops“ zu sehen. Wäre der höchste Olymp für Sie als Schauspielerin die Rolle einer Tatort-Kommissarin? Nein, für mich wäre das nicht der höchste Olymp. Die deutsche Fernsehlandschaft ist im Moment in der Tat sehr vom Krimi geprägt, aber ich würde mir wünschen, dass es auch mal was anderes gibt. Als ich die Rentner-Cops angeboten bekommen habe, fand ich das toll, denn das sind die Macher von „Mord mit Aussicht“. So eine Gerichtsmedizinerin gibt es im echten Leben natürlich nicht, die am Tatort in ihren schicken Kleidern steht, allerhöchstens ein paar Handschuhe anhat, während alle anderen in Schutz­ anzügen rumlaufen.  enn schon keine Tatort-Kommissarin – was wäre denn W Ihre Traumrolle?

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so wahnsinnig tolle Serien, die über eine längere Zeit gehen, z.B. eine Familiensaga. Da mal mitzugehen und in so einer großen Familie eine der Figuren zu spielen durch die Zeiten hindurch, das wäre ein großer Wunsch. Wohin dürfte Ihre Zeitreise gehen? Als Jugendliche war ich sehr fasziniert von der Novemberrevoultion und der Weimarer Republik. Das hatte für mich als Kind schon so einen klingenden Namen, von dem man noch nicht wusste: Was ist das jetzt? Auch die Zeit davor, das Kaiserreich, fand ich interessant, aber vor allem eben die 20er, 30er Jahre. I ch stelle mir vor, dass Sie mit wahnsinnig vielen Büchern aufgewachsen sind. Ja, meine Tante ist Lektorin für Kinderbücher gewesen. Und da bekamen wir das Zeug wirklich kiloweise nach Hause. Auch so ein bisschen verpönten Kram wie Enid Blyton. Also haben wir dann wirklich jeden Tag drei Bände Hanni und Nanni verschlungen. Aber auch die Klassiker wie Astrid Lindgren, Erich Kästner und Klaus Kordon, dessen Bücher mir übrigens Lust auf Geschichte gemacht haben.  War es für Sie jemals ein Thema, selbst zu schreiben? Für mich war ganz früh klar, dass meine Ausdrucksform das Schauspiel ist. Gar nicht in der Abkehr von irgendetwas anderem, sondern einfach, weil ich es wollte. Es fing an mit dem Kinderchor und der Theater-AG. Es ist die Freude am Spielen.

Dadurch, dass ich mich immer für Geschichte interessiert habe, ist mein großer Traum, historisch zu drehen. Es gibt ja

Vielen Dank für das Interview, Frau Grass!

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Magazin | Kinder

Da stimmt doch was nicht! Im rechten Bild haben sich 10 Fehler eingeschlichen. Kannst du sie finden?

Fliegen, aber wie? Verwirrung bei den Piloten! Wer startet mit welcher Maschine? Kannst du ihnen helfen?

Was ist das? Nimm dir einen Stift, verbinde die Punkte der Reihe nach und finde es heraus!


Magazin | Kinder

Bastelstunde Basteln macht Spaß und hat eine beruhigende Wirkung – das gilt sowohl für Kinder als auch Erwachsene. Bei diesem Papierflieger wird weder Schere noch Kleber benötigt, sondern einfach ein Blatt Papier und Bastellaune. Los geht ‚s!

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... fertig ist der perfekte Papierflieger!

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Magazin | Zeitvertreib

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Mandala Ausmalen und die Unterwasserwelt zum Leben erwecken – das beruhigt und entspannt

Sudoku Knifflig: Füllen Sie die leeren Felder so mit den Zahlen 1 bis 9, dass jede Ziffer in jeder Spalte, in jeder Zeile und in jedem Block (3x3-Unterquadrat) genau einmal vorkommt.

Impressum Herausgeber Klinikum Lippe GmbH, Röntgenstraße 18, 32756 Detmold | ViSdP: Dr. Helmut Middeke

Verlag sagner-heinze Werbeagentur GmbH, Bismarckstraße 5, 32657 Lemgo | info@sagner-heinze.de | www.sagner-heinze.de

Redaktion Petra Rosin | Carolin Jenkner-Kruel

Gestaltung und Realisation sagner-heinze Werbeagentur GmbH

Auflage 15.000 Stück, Erscheinungsweise: 2 x pro Jahr je 15.000 Stück (Ausgaben: Frühling/Sommer und Herbst/Winter)

Anzeigenverwaltung und Anzeigenverkauf Anke Garnjost | sagner-heinze Werbeagentur GmbH Tel. 05261-288950 | a.garnjost@sagner-heinze.de

Bildnachweis

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Magazin | Zeitvertreib

Tropfflüssiges kante Fett am Dach

hörig, treu

Teil der Woche

Hunderasse

zu keiner Zeit

männliches Pferd

Segelkommando: wendet!

7 griechischer Käse

leises Murmeln

10 Aufschnitt auf Brot

griech. Göttin der Zwietracht Ballrückspiel beim Tennis

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Zwillingsbruder Jakobs seitlich Hauptstadt SüdKoreas

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erster Generalsekretär der UNO

niederdeutsch: Bauer

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Heerschau

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Kreuzworträtsel

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Kleeblatt | Ausgabe 07 | Herbst/Winter 2017  

Die siebte Ausgabe des Gesundheitsmagazin kleeblatt vom Klinikum Lippe berichtet über Themen wie "Klinikum Lippe investiert in die Zukunft:...

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