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kleeblatt Das Klinikum Lippe Magazin

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Ausgabe 02

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Foto: ©Bel_Group/iStock/Thinkstock

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Jürgen von der Lippe im Gespräch

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Auf der Suche nach dem Glück

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Hautschutz: Heilen mit Licht

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Den Sommer genießen

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Foto: ©Thorsten Doerk/Klinikum Lippe

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, vor Kurzem habe ich die Geschäftsführung des Klinikum Lippe übernommen. Ich freue mich darauf, zusammen mit Dr. Helmut Middeke die Zukunft eines der größten kommunalen Krankenhäuser zu gestalten. Mein Vorgänger Peter Schwarze hinterlässt mir nicht nur eine sehr spannende Aufgabe, sondern auch das Grußwort des Gesundheits­magazins klee­blatt, zu dessen neuester Ausgabe ich Sie hiermit begrüßen möchte.

Nach dem neuen Parkhaus und der Rettungswache öffnen nun das Facharztzentrum Medicum Lemgo und – in der zweiten Jahreshälfte – auch das neue Kreisseniorenheim ihre Tore. Der Gesundheitscampus Lemgo ist ein wichtiger Baustein um den Gesundheitsstandort Lippe zukunftsfähig zu machen und ich bin stolz darauf, Teil dieser spannenden Entwicklung sein zu dürfen.

Das kleeblatt wird Sie wieder über die neuesten Entwicklungen des Klinikums auf dem Laufenden halten, zum Beispiel über den Gesundheitscampus am Standort Lemgo.

Das kleeblatt möchte informieren, es soll seine Leser aber auch unterhalten. Die aktuelle Ausgabe bietet Ihnen deshalb auch jede Menge Sport- und Ernährungstipps, die Lust auf den Sommer machen. Ich habe nach der Lektüre auf jeden Fall Lust auf die warme Jahreszeit bekommen und hoffe, dass es Ihnen genauso gehen wird.

Das ambitionierte Großbauprojekt umfasst vier Neubauten und steht kurz vor der Fertigstellung.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr Ingo Breitmeier

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P.S.: Das Papier für den Innenteil dieses Magazins wurde aus 100% Altpapier aufbereitet und ist mit dem blauen Engel ausgezeichnet.

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BABYFREUNDLICHE APOTHEKE Mit unserer Zertifizierung als „Babyfreundliche Apotheke“ sind wir Ihre erste Adresse in der Schwangerschaft, Stillzeit und den ersten Baby- und Kleinkindjahren Ihres Kindes. Wir bieten Ihnen hohe Fachkompetenz durch speziell geschulte Mitarbeiterinnen, einfühlsame Beratung von Schwangeren und Müttern sowie ein großes Sortiment an Markenartikeln für Mutter und Kind. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Medicum Apotheke Röntgenstraße 16 | 32756 Detmold | Fon 05231.9102-000 | www.medicum-apo.de

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Inhalt Magazin Sanfte Trainingsmethoden Pilates . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 06 Adipositas Ab wann ist viel zu viel? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Glück Wie werde ich glücklich? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

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Klinikum Lippe Stadt-Land-Arzt Prof. Dr. Mirzaie zu Klinikunterschieden . . . . . . . . . . . . . 08 Gesundheitscampus Großbauprojekt am Standort Lemgo . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Grüne Damen Unterwegs mit dem Bücherwagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Sport im Sommer Tipps für gesundes Training . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Wechsel an der Spitze Verabschiedung von Peter Schwarze . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Der neue Mann: Ingo Breitmeier im Interview . . . . . . . . . . 35

Hautkrebs Heilen mit Licht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

Schlaganfall Infoveranstaltung der Gesundheitsstiftung Lippe . . . . . . . . 32

Apothekergarten Gesundes Grün im LWL-Freilichtmuseum Detmold . . . . . . . 43

Work and Family Mitarbeiterförderung am Klinikum Lippe . . . . . . . . . . . . . . 40

Jürgen von der Lippe Viel gelacht in OWL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

Babyschwimmen Spaß in der Familienklinik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42


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Mitarbeiter des Klinikum Lippe in dieser Ausgabe

Rubriken

Dr. Ralph Oeckinghaus Kardiologe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Sonne auf dem Teller Leckere Rezepte der Ernährungsberaterinnen . . . . . . . . . 26

Dorothea Ruhe Geschäftsleitung Kreissenioreneinrichtungen . . . 24

Der kleine Lipper Rätsel und Spiel für Kinder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Zeitvertreib Denksport und Lachmuskeltraining . . . . . . . . . . . . . . . . 46

Das Team der Ernährungsberaterinnen . . . . . . 26

Das Team der Grünen Damen . . . . . . . . . . . . . . 30

Büchertipps Von Jürgen von der Lippe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51

Dr. Vieregge Chefarzt Neurologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

Peter Schwarze Geschäftsführer i. R. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

Mitarbeiter des Klinikums in dieser Ausgabe

Ingo Breitmeier Neuer Geschäftsführer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

Prof. Dr. Masoud Mirzaie Chefarzt Gefäßchirurgie . . . . . . . . . . . . . . . . . . 08

PD Dr. Helger Stege Chefarzt Dermatologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

Prof. Dr. Wolfgang Hiller Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie . . . . . . 10

Cornelia Reingruber Personalentwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

Gerlinde Kriete-Samklu Klinikpfarrerin, Lebensberatung und Seelsorge . . 14

Andreas Grabsch Elternschule | Babyschwimmen . . . . . . . . . . . . . . 42


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Magazin | Pilates

Pilates Sanfte Trainingsmethoden #2

Schlanke Silhouette und Körperspannung inklusive › Die sanfte Trainingsmethode Yoga erfreut sich seit Jahren großer

Beliebtheit. Gleiches gilt für Pilates, doch genießt dieses WorkoutProgramm längst nicht den gleichen hohen Bekanntheitsgrad wie Yoga. Das sollte sich ändern, denn Pilates macht schön, schlank und geschmeidig. Wer regelmäßig Pilates praktiziert, wird mit einer guten Haltung, einem straffen Bauch und einem starken Rücken belohnt. Der Begriff Pilates geht nicht auf eine alte griechische Lehre und auch nicht auf das vermeintliche lateinische Wort für „Körperspannung“ zurück, sondern auf einen deutsch-amerikanischen Bodybuilder namens Joseph Pilates. In den 1920er Jahren entwickelte er in New York ein Fitnessprogramm, das asiatische Kampfkunst mit Yoga und Übungen aus der westlichen Gymnastik miteinander verband.


Magazin | Pilates

Ein Bodybuilder namens Pilates Pilates entwickelte hierfür spezielle Trainingsgeräte aus Stahlfedern, Holz und Leder, die an Seilzügen hingen. Die Methode fand bald Anklang bei Schauspielern und Tänzern, die aufgrund ihres Berufes an körperlichen Beschwerden an der Bandscheibe oder an den Gelenken litten. Heute erfreut sich die Sportart Pilates – unabhängig von der Berufsgruppe seiner Anhänger – großer Beliebtheit und sorgt ähnlich wie Yoga für körperliches Wohlbefinden und geistige Entspannung. Die von Joseph Pilates entwickelten Geräte kommen heute jedoch nicht mehr zum Einsatz. Alles, was man an Ausrüstung braucht, sind bequeme Kleidung für ausreichend Körperfreiheit und eine Matte.

Sanftes Training, straffer Körper Vieles spricht für Pilates: Die Körperhaltung wird verbessert und Muskelgruppen werden aufgebaut. Die Figur wird auf sanfte Weise geformt und optimiert, auch abnehmen fällt somit leichter. Doch die beste Abnehmmethode, um abzunehmen ist – neben einer Ernährungsumstellung – ein abwechslungsreiches Training, um möglichst viele Körperregionen zu beanspruchen. Der menschliche Körper ist extrem anpassungsfähig, was Ernährung und Bewegung betrifft, und gewöhnt sich schnell an Trainings­ abläufe. Was als eine erstaunliche Errungenschaft der Evolution

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betrachtet werden kann, steht gleichzeitig aber schnellem Abnehmen im Wege und spricht gegen ein monotones Training. Wer überflüssige Pfunde verlieren möchte sollte also Ausdauer und Krafttraining kombinieren. Auch wenn es ruhig und im Idealfall elegant aussieht, ist Pilates als intensives Krafttraining einzuordnen. Als Ausdauertraining kann Joggen oder Nordic Walking in Betracht gezogen werden. Durch eine spezielle Atemtechnik wird die Rücken- und Bauchmuskulatur trainiert, indem sie gleichzeitig gekräftigt und gedehnt wird.

In der Ruhe liegt die Kraft Die einzelnen Übungen werden ruhig und kraftvoll ausgeführt, mit Schwung wird hier nicht gearbeitet. Ruhe und Gelassenheit stehen im Fokus, das Bewusstsein für den eigenen Körper wird geschärft. Auch wenn es von einem Bodybuilder konzipiert wurde, muss man nicht befürchten, sich durch Pilates übermäßige Muskelpakete anzutrainieren. Im Gegenteil: Die Übungen trainieren die tiefer liegenden Muskelgruppen und sorgen so für eine schlanke Silhouette und einen geringeren Körperfettanteil. Ein zentrales Element bei Pilates ist das sogenannte Power House: Die Muskeln rund um die Wirbelsäule und dem Beckenboden. Durch ein gezieltes Training dieser Muskelgruppen strafft sich die Silhouette und die Haltung wird entscheidend verbessert.

Übungen für Zuhause The Hundred Ausgangsposition ist die Rückenlage, die Arme werden neben dem Körper gestreckt. Die Beine sind angezogen und die Füße ebenfalls gestreckt. Arme werden etwas nach oben gezogen und der Kopf wird auf Schulterhöhe gehoben. Ziehen Sie fest den Nabel in Richtung der Wirbelsäule und drücken Sie parallel Ihre Wirbelsäule fest gegen den Boden. Beginnen Sie nun mit kurzen auf und ab Bewegungen der Arme. Pro Atemzug 10 mal auf und ab. Wiederholen Sie diese Übung 10 mal.

Foto: ©Wavebreakmedia Ltd/iStock/Thinkstock

Hips-Ups Ausgangsposition ist die Rückenlage und die Arme werden nach unten neben den Körper gestreckt. Nun die Beine gerade in die Höhe heben, wobei die Wirbelsäule gegen den Boden gedrückt bleibt. Halten Sie diese Position 10 Sekunden. Legen Sie Ihre Beine wieder entspannt auf die Matte. Wiederholen Sie die Übung 5 mal. Double Straight Leg Stretch Ausgangsposition ist die Rückenlage. Die Beine werden in die Höhe gehoben und die Wirbelsäule bleibt auf der Matte. Arme hinter den Kopf legen und den Kopf auf Schulterhöhe anheben. Diese Position wird 5 Sekunden gehalten. Zum Heben der Körperteile atmen Sie ein und zum Senken der Körperteile atmen Sie aus. Wiederholen Sie diese Übung 5 – 6 mal.


Foto: ©Thorsten Doerk/Klinikum Lippe

Was unterscheidet Großstadtkliniken von Kliniken auf dem Land?

STADT-LAND-ARZT Interview mit dem Chefarzt der Gefäßchirurgie: Prof. Dr. Masoud Mirzaie

Sie haben einen abwechslungsreichen Werdegang hinter sich: Sie haben in Teheran, Göttingen, Dubai und England gelebt und gearbeitet. Wie kam es dazu, dass Sie schließlich in Lemgo gelandet sind? Ich bin im Alter von 18 Jahren mit meinem Bruder nach Bielefeld gezogen und wir haben beide innerhalb kürzester Zeit das deutsche Abitur nachgeholt. Nach Abschluss des Medizinstudiums an der Georg-August-Universität in Göttingen habe ich dann sechs Jahre lang meine

Facharztausbildung zum Allgemein-Chirurgen in Höxter, Warendorf und Detmold absolviert und bin danach in Göttingen gelandet. Dort habe ich mich innerhalb von zwölf Jahren parallel zu meiner Ausbildung zum Gefäß- und Thorax-Chirurgen weitergebildet und habilitiert. Im Jahre 2012 wurde mir von der Medizinischen Fakultät der Georg-August-Universität in Göttingen der Titel des Außerordentlichen Professors verliehen. In der Zwischenzeit war ich als Gastprofessor im Iran tätig, bis ich mich letztlich in Lemgo beworben habe.


Klinikum Lippe | Chefarzt Prof. Dr. Mirzaie

Haben Sie sich bewusst für Lemgo und den ländlichen Raum entschieden? Das war eher eine zufällige Entscheidung. Ich habe mich auf die freie Stelle als Chefarzt beworben und mir wurde das Vertrauen geschenkt.

Hat es Vor- oder Nachteile, nicht in einer großen Stadt zu arbeiten und zu wohnen? Beides hat immer mit der Sichtweise zu tun. Die größeren Städte sind von Lemgo nicht wirklich weit entfernt. Ich genieße die Ruhe hier, es ist sehr familiär und man kennt besonders viele Menschen. Ich würde vermutlich auch nicht öfter ins Theater gehen, wenn ich eines direkt vor meiner Haustür hätte, wie es vielleicht in einer Großstadt der Fall wäre. Eines muss man aber klar sagen: Je kleiner der Ort, desto weniger Veränderungen möchten die Menschen haben. Veränderungen können bei vielen Menschen Ängste auslösen, manche sehen es allerdings auch als eine Chance. Wenn der Wind der Veränderungen bläst, bauen manche Menschen Mauern und manche Windmühlen. Wir können uns aber den Herausforderungen der Zukunft nicht stellen, wenn wir auf Veränderungen mit dem Motto „Das haben wir schon immer so gemacht,“ oder „Das haben wir noch nie so gemacht,“ reagieren. Wir konnten in den letzten acht Jahren – zusammen mit der Geschäftsführung – viele zukunftsweisende Ziele erreichen.

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Wie wirkt sich das auf die tägliche Arbeit in einem Klinikum auf dem Land aus?

Wie meinen Sie das?

In einer größeren Stadt, wie beispielsweise in Göttingen, stehen schon alleine auf Grund eines enormen Konkurrenzkampfes Veränderungen der Arbeitsabläufe auf der Tagesordnung. Das gehört einfach dazu. Es hat am Anfang etwas gedauert, bis die Menschen gemerkt haben, dass wir durch Erneuerungen besser und konkurrenzfähig werden und mehr Sicherheit bekommen. Wenn das erkannt wird, ziehen auch alle an einem Strang. Veränderungen heißt für Einige auch, dass vorher alles schlecht gewesen sein muss. Das ist aber nicht der Fall. Unsere Klinik arbeitet nach gewissen Standards, um jedes Jahr neue Anforderungen und Vorgaben umzusetzen und um schlussendlich zukunftsfähig zu bleiben. Da geht es nicht um den Ruhm des Chefarztes, denn der profitiert am wenigsten davon.

Wir haben meiner Meinung nach genauso viele Absolventen wie beispielsweise in den 90er Jahren. Allerdings haben wir in der Zeit auch die Aufnahmebedingungen für ausländische Ärzte gelockert. Deutschlandweit bedeutet das, dass viele im Ausland ausgebildete Ärzte sich mit dem deutschen Gesundheitssystem nicht auskennen oder die Sprache nicht beherrschen, was wiederum zu Umgangsproblemen und Sprachbarrieren führen kann. Allerdings haben wir auch im Ausland gut ausgebildete Mediziner einstellen können. Mittlerweile sind unsere ausgebildeten Mediziner das teuerste Exportgut, das wir haben, weil diese wiederum ihr Glück im Ausland suchen. Ich würde mir deshalb wünschen, dass wir die Studenten, die wir ausbilden und unterrichten, bei uns auch halten könnten.

Das Klinikum Lippe bietet Regelversorgung mit diversen Schwerpunkten an. Wie attraktiv ist das für junge Ärzte, die gerade ihr Studium abgeschlossen haben? Das Klinikum Lippe bietet zwar eine Regelversorgung an, darüber hinaus allerdings schon eine große Anzahl von hochspezialisierten Kliniken mit sehr attraktiven Ausbildungscurricula an. Dennoch ist es im Moment vor allem für junge Mediziner noch nicht attraktiv genug. Es ist schwerer geworden, junge Ärzte in die ländlichen Regionen zu locken. Sie wählen entweder paramedizinische Berufe, ziehen in Großstädte oder ins Ausland. Je peripherer die Klinik liegt, desto mehr muss sie jungen Absolventen bieten, da es ihnen ansonsten zu ruhig ist und viele dann nicht bereit sind, hier zu arbeiten. Grundsätzlich haben wir aber keinen wirklichen Fachkräftemangel, sondern ein künstlich produziertes Problem.

Prof. Dr. Masoud Mirzaie Der promovierte und habilitierte Mediziner Prof. Dr. Masoud Mirzaie ist Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Lippe. Der 53-Jährige mit iranischen Wurzeln lebt schon seit 34 Jahren in Deutschland und ist in dieser Zeit bereits 22 Mal umgezogen. Nach verschiedenen Stationen im In- und Ausland hat er im Jahr 2006 die Leitung seiner Fachabteilung in Lemgo übernommen. Durch seine persönlichen Hintergründe und Erfahrungen in den vergangenen Jahren hat er eine ganz eigene Sicht auf den Fachkräftemangel an deutschen Kliniken, auf Sprachbarrieren und Krankenhäuser im ländlichen Raum.


Ab wann ist viel zu viel? › Die Idealvorstellung von einem schönen Körper unterliegt einem stetigen Wandel,

vor allem im westlichen Kulturkreis. Galten Rundungen in der Renaissance noch als schick, orientiert sich das heutige Schönheitsideal an einer schlanken, sportlichen Silhouette.

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Übergewicht


Magazin | Adipositas

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BMI berechnen

Foto: ©Jill Chen/iStock/Thinkstock

› Der BMI berechnet sich aus dem

Doch ist Schlanksein gleichzusetzen mit Gesundsein? Unabhängig von vorherrschenden Schönheitsidealen, die sich ohnehin den jeweiligen gesellschaftlichen Bedingungen anpassen, stellt sich die Frage, welches Körpergewicht gesund ist und ab wann eine Gesundheitsgefährdung durch ein zu hohes Körpergewicht vorliegt. Ein Indikator hierfür ist der sogenannte Body-Mass-Index (BMI). Ob man „nur“ kleinere Problemzonen hat oder Gefahr läuft, adipös zu werden, wird mit Hilfe des BMI gemessen.

Durchschnittswerte und Folgen Im Allgemeinen gilt ein BMI-Wert von 18,5 bis 24,9 als „normal“. Ist dieser Wert kleiner, gilt man als untergewichtig. Während man mit einem BMI-Wert ab 25 als übergewichtig eingestuft wird, sollten bei Werten ab 30 die Alarmglocken schrillen, denn dann ist die Grenze zu Adipositas überschritten. Die Folgen sind unter anderem Gelenkund Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die – im unbehandelten Extremfall – auch zum Tode führen können.

Körpergewicht, das durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt wird. Für eine Person, die 75 kg wiegt und dabei 1,80 Meter groß ist, beträgt der BMI also gerundet 23,2. Mit diesem Wert bewegt man sich in der gesunden Mitte.

Körpergewicht in kg (Körpergröße in m) 2

= BMI

Weitere Merkmale: Fettverteilung & Bauchumfang Der BMI ist aber nur ein Indikator. Das Fettverteilungsmuster spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Also nicht nur, wie viel Fett sich am Körper anlagert, sondern auch das Wo ist entscheidend. Als besonders bedenklich gelten vor allem Fettablagerungen in der Bauchgegend. Sie beeinflussen nicht nur den Kohlenhydratstoffwechsel negativ, sondern drücken auch durch ihr Gewicht auf die lebenswichtigen Organe und können deren Tätigkeit behindern. Auch hier hat die Weltgesundheitsorganisation Zahlen herausgegeben, die angeben, ob man sich im Risikobereich befindet: Bei Männern gilt ein Bauchumfang ab 92  cm und bei Frauen ab 80 cm zumindest als bedenklich.


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Magazin | Adipositas

Hilfestellungen und Therapie

Hauptursachen von Adipositas

HAND IN HAND FÜR IHRE GESUNDHEIT In einem architektonisch anspruchsvollen Ambiente finden Sie neben verschiedenen Facharztkompetenzen auch Dienstleistungen wie Reha-Zentrum,

Die gesamtgesellschaftliche Entwicklung, wie eine zunehmend passive Freizeitgestaltung und vorwiegend sitzende Tätigkeiten, spielen eine immer größere Rolle. Aber auch die elterliche Fürsorge, die mit einem Bewusstsein für eine gesunde und ausgewogene Ernährung einhergehen sollte, und das private Umfeld kann ein Faktor bei der Entwicklung von Adipositas sein.

Wichtig ist in jedem Fall, dass man sich in ärztliche und therapeutische Behandlung begibt, da der Teufelskreis Adipositas nur schwer allein zu durchbrechen ist. Neben physischen Therapien – wie beispielsweise gezielte sportliche Aktivitäten – werden adipöse Patienten auch oft psychologisch betreut, um eine Änderung der Lebensumstände herbeizuführen. Hierbei wird vor allem auf ein Umdenken bei den Essgewohnheiten gezielt. Seltener sind operative Eingriffe wie z. B. eine Magenverkleinerung, diese wird allerdings nur bei einem kleinen Prozentsatz aller Patienten angewandt.

Apotheke, Pflegedienst, Bistro und Konferenzbereich sowie unser großes ambulantes OP-Zentrum und die ärztlichen Notdienste: • Reha-Zentrum Salutaris • Physikalische und Rehabilitative Medizin • Medicum Apotheke • Bistro im Medicum | Biere Brot • Diakonie Ambulant e. V. • Intensiv- und Palliativ-Pflegedienst Lippe • Vitalzentrum Kühlmuss & Grabbe • Praxis für Orthopädie & Unfallchirurgie • Dermatologische Gemeinschaftspraxis • Neurochirurgische Gemeinschaftspraxis • Anästhesie OWL • Operationszentrum / Tagesklinik für ambulante Operationen • Zentrum für ganzheitliche Schmerzmedizin • Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin • Frauenärztliche BAG Lippe • Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin • Fachpraxis für Parodontologie • Kinderärzte im Medicum • Cardiopraxis Detmold • Urologische Gemeinschaftspraxis • Onkologische Schwerpunktpraxis • Konferenzbereich Besuchen Sie uns auch auf Facebook: www.facebook.com/medicum.detmold

Medicum Detmold (direkt am Klinikum Lippe Detmold) Röntgenstraße 16 | 32756 Detmold Fon 0 52 31 . 91 02-000 | info@medicum-detmold.de

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Die erblichen Anlagen spielen eine untergeordnete Rolle Entscheidend für den Stoffwechsel eines Menschen ist die jeweilige Energiebilanz. Bei zu reichhaltiger und falscher Ernährung kommt es bei einem Mangel an ausgleichender Bewegung zu einer ungünstigen Energiebilanz. Als Ergebnis wird überschüssige Energie in Form von Fett gespeichert.

Fazit Adipositas wird von der Weltgesundheitsorganisation als „Wohlstandskrankheit“ geführt und zählt im unbehandelten Verlauf als Auslöser von weiteren schweren Erkrankungen. Zu ihnen zählen vor allem Diabetes, Gelenkbeschwerden und Herzerkrankungen. Weil diese auch tödlich verlaufen können, ist jeder gut beraten, der regelmäßig seinen Body-MassIndex überprüft und im Zweifelsfall einen Arzt zu Rate zieht.


Klinikum Lippe | Adipositas

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Regionale Hilfe im Klinikum Lippe

Das Adidpositas-Zentrum des Klinikum Lippe mit Sitz in Detmold widmet sich dem krankhaften Übergewicht und den damit auftretenden Symptomatiken. Hier werden seit Jahren erfolgreich bariatrische Operationen an Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) ab 40 (bei schwerwiegenden Begleiterkrankungen bei einem BMI ab 35) durchgeführt. Wir bieten den Betroffenen eine operative Therapie an, wenn im Vorfeld alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft worden sind. Unsere Behandlung verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz als multimodales Konzept mit Ernährungsberatung und Bewegungstraining. Wir bieten Interessierten regelmäßig sechsmonatige OP-Vorbereitungskurse an.

Foto: ©Dr. Oliver Stumpf

Die Adipositas-Selbsthilfegruppe Lippe Über die Arbeit und die Termine der lippischen AdipositasSelbsthilfegruppe können Sie sich unter www.asl-lippe.de informieren. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite des Klinikum Lippe: www.klinikum-lippe.de unter dem Punkt Zentren.

Foto: ©altrendo images/Stockbyte/Thinkstock

Unterschieden wird zwischen Verfahren, die die Aufnahmekapazität des Magens verringern (Restriktion) und Verfahren, welche die Verdauungsfläche des Darmes reduzieren (Malabsorption). Bei einigen OP-Techniken werden diese Effekte kombiniert.

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Gängige Verfahren sind die Implantation eines verstellbaren Magenbandes, die Schlauchmagenbildung, die Anlage eines Roux-Y-Magenbypasses sowie die biliopankreatische Diversion mit Duodenal-Switch (BPD-DS). In Ausnahmefällen wird ein zweistufiges Konzept gewählt, um das operative Risiko für den Patienten zu senken (bei extremer Adipositas). Alle OP-Verfahren werden standardmäßig laparoskopisch durchgeführt. Welches Verfahren für Sie in Betracht kommt kann erst nach individueller Prüfung von Begleiterkrankungen, möglichen Kontraindikationen und nach Auswertung Ihrer Ernährungsgewohnheiten bestimmt werden. Das von Ihnen präferierte Verfahren wird hierbei berücksichtigt. Wir vom Klinikum Lippe möchten Sie darin unterstützen, etwas zu ändern, bevor eine OP die letzte Möglichkeit ist. Deshalb bieten wir Ihnen unseren multimodalen Kurs „Abnehmen mit System“ abwechselnd an den Standorten Detmold und Lemgo an.

Prof. Dr. Wolfgang Hiller

Chefarzt und Leiter des Adipositaszentrums

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Magazin | Glück

Wie werde ich glücklich? die so viel diskutiert, geforscht und auch publiziert worden ist wie über das Glück. Alle reden vom Glück. Wir sind auf der Welt, um glücklich zu sein. Das ist offenbar die neue, moderne Weltanschauung, zu der jeder etwas beitragen kann: über glückliche Momente im Leben, aber sicher auch über versagtes Glück und ebenso über erwartete

Glückszustände. Wie werde ich glücklich im Beruf, in meiner Partnerschaft, mit meinem Körper? Wie werde ich glücklich mit meinen vergeblichen Liebschaften und verloren gegangenen Hoffnungen und meinem mittelmäßigen, gewöhnlichen Leben? So ist die Frage: „Wie werde ich glücklich?“ zu einem zentralen Thema der modernen Ratgeber­ literatur geworden.

Foto: ©bbevren/iStock/Thinkstock

› Es gab wenige Themen in der letzten Zeit, über


Magazin | Glück

Menschen sind auf der Suche nach Glück. Sie kaufen Bücher, Zeitschriften und lesen Umfragen, die ihnen erklären, wie sie das Glück finden können. Sie alle suggerieren: Glück ist machbar. Studien erklären uns, warum wir Deutschen unglücklicher sind als unsere Nachbarn in Frankreich, obwohl wir wirtschaftlich viel besser dastehen. Welches sind also die richtigen Methoden, um glücklich zu werden? „Jeder ist seines Glückes Schmied“, sagt der Volksmund. Auf die richtige Haltung kommt es an, lautet einer der Ratschläge heute. Also positiv denken: „Always look on the bright side of life”, sagen andere, sie üben sich in Gelassenheit und reden von Yoga und Autogenem Training. „Mehr Sport treiben“, raten die Nächsten, denn das setzt Endorphine frei und die machen ja glücklich. In alledem steckt die feste Überzeugung: Wenn man es bloß richtig anstellt, dann klappt das schon mit dem Glück. Man muss nur wollen, sich ordentlich anstrengen und Mühe geben, dann kommt auch das Glück. Und wenn einer es nicht hinkriegt? Wenn er nicht glücklich wird? Hat er sich dann nicht genug Mühe gegeben? Ganz so einfach ist es nicht. Obwohl es einen Zusammenhang gibt zwischen der Persönlichkeit und der Fähigkeit, Glück zu empfinden, wie der Glücksforscher Mihaly Czikszentmihalyi festgestellt hat. Aufgeschlossenheit, ein positives Selbstwertgefühl, eine harmonische Partnerschaft und das Pflegen von Freundschaften fördern die Fähigkeit, glücklich zu sein. Jemand, der sich dagegen immer mit anderen vergleicht oder im Früher-war-alles-besser verharrt, hat es schwer, so etwas wie Glück zu empfinden.

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Bereits der Theologe und Philosoph Sören Kierkegaard hat festgehalten: „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“ Das Streben nach Glück gehört zum Wesen des Menschseins dazu. Doch ist Achtsamkeit geboten, wenn das Glücklichsein zur Weltanschauung erhoben wird und Menschen sich unter Druck gesetzt fühlen, glücklich sein zu müssen. Denn Glück ist im letzten Sinne nicht machbar. Das Empfinden von Glück bleibt immer an den Augenblick gebunden und lässt sich somit nicht festhalten, sondern geht vorbei bis sich ein neuer Glücksmoment einstellt. Glück bleibt ganz und gar unverfügbar. Das zeigen auch die Konflikte und Zweifel, die ebenso zum Wesen des Menschseins dazugehören. Glücklich sein bedeutet nicht, keine Probleme zu haben. Entscheidend ist, welcher Stellenwert ihnen eingeräumt und wie mit ihnen umgegangen wird. Das bedeutet, sich von Problemen nicht den Blick auf die Dinge nehmen zu lassen, die glücklich machen. Welche Dinge das im Einzelnen sind, ist eine individuelle Entscheidung. Das zeigt, dass es sehr unterschiedliche Wege zum Glücklichsein gibt. Für diese Wege wartet zwar inzwischen ein großer Markt an Orientierungshilfen, seinen Weg zum Glücklichsein muss aber schließlich jeder für sich selbst finden.

Literaturtipp Helmut Frank: Wo das Glück lauert, in: Glück, Themenheft von Unsere Kirche, Bielefeld 2013

Gottesdienst Klinikum Detmold An jedem Sonntag findet um 9:30 Uhr ein Gottesdienst im Andachtsraum (Haus 2, Parterre) oder im Krankenzimmer (auf Kanal 2 im Fernsehen) statt. Der Andachtsraum steht tagsüber für Sie offen und liegt ebenerdig im Untergeschoss. Er ist mit dem Fahrstuhl zu erreichen. Klinikum Lemgo An jedem Donnerstag findet um 18:00 Uhr ein Gottesdienst statt. Bitte beachten Sie die entsprechenden Aushänge. Die Kapelle steht immer für Sie offen.

Ralf Meister: Glückliche Dankbarkeit, Gött. Predigtmed. 68, Göttingen 2013, 70 – 75

Gerlinde Kriete-Samklu

Klinikpfarrerin, Ehe-, Familien- und Lebensberaterin (DAJEB), zertifiziert in traumazentrierter Seelsorge, Klinikum Lippe


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Magazin | Glück

Glück – was ist das? Wir haben für das kleeblatt Patienten und Mitarbeiter des Klinikum Lippe gefragt, was für sie Glück bedeutet und an welchen besonders glücklichen Moment in ihrem Leben sie sich erinnern können. Die Antworten zeigen, dass die

Definition von Glück von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist und von der jeweiligen Lebenssituation abhängt. Was auffällt: Zwischenmenschliche Beziehungen sind für die meisten ein wichtiger Bestandteil des persönlichen Glücks.

Mein glücklichster Moment war, als ich meinen Freund getroffen habe. Wir sind mittlerweile zwei Jahre zusammen. Glücklich macht mich auch, dass ich bald ein Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung zur Altenpflegerin habe. Und sollte ich die Stelle bekommen, werde ich natürlich erst recht glücklich sein! Shanice McKee Servicekraft im Klinikum Detmold

Glück bedeutet, wenn man wenig Sorgen hat und einfach in den Tag hinein leben kann. Und die kleinen Dinge im Leben sind es, die das Gesamtbild ausmachen: Die Familie, ein toller Urlaub … Philip Wietbrauk Physiotherapeut, Salutaris

Glück für mich? Gesundheit, Zufriedenheit und morgens aufzustehen und sich auf den Tag zu freuen. Die glücklichsten Momente waren die Geburten meiner beiden Töchter, zu denen ich ein sehr gutes Verhältnis habe. Auch wenn ich im Wald bin oder in den Bergen im Urlaub, empfinde ich das als Glücksmomente. Heike Laubert-Schneider Chefsekretärin, Geriatrie

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Fotos: ©Ava Schnormeier

Glück bedeutet erst einmal Gesundheit für mich und meine Familie. Aber es war auch mein Glück, nach Deutschland zu kommen und in meinem Beruf als Ärztin arbeiten zu dürfen. In Russland habe ich früher als Kinderärztin gearbeitet, jetzt bin ich geriatrische Ärztin. Die Arbeit mit meinem Chef, meinem Oberarzt und meinem Team auf Station 15 macht mich jeden Tag glücklich. Dr. Elena Muth Stationsärztin, Geriatrie


Kleine positive Momente und meine Familie. Aber auch meine Ausbildung, weil ich so ein tolles Team und viel Spaß an der Arbeit habe. Wichtig ist, dass das Glück von einem selbst wahrgenommen wird! Meryl Stumpf OTA-Schülerin, 3. Lehrjahr

Glück hat viele Facetten für mich: Die kleinen Glücksmomente des Alltags, ein Lächeln, ein Dankeschön, eine freudige Nachricht. Meine Frau hat mir zum Beispiel heute Morgen einen schönen Tag gewünscht, das hat mich glücklich gemacht. Allgemein beruht Glück für mich auf den drei Säulen Familie, Gesundheit und meinem Beruf – und da habe ich schon viel mehr Glück erhalten, als mir zustünde. Prof. Dr. Wolfgang Hiller Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie

Ratgeber Reise

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Die Geburten meiner beiden Kinder und vor acht Jahren einen schweren Unfall überlebt zu haben. Es sei großes Glück gewesen, den Sturz aus 7 m Höhe überlebt zu haben, sagten die Ärzte damals. Herr Seidel Patient

Wenn alle Menschen um mich herum glücklich sind. Es gibt so viele Dinge, die man aber nicht immer direkt wahrnimmt, die einen glücklich machen und die man oft nur im Nachhinein – oder wenn sie nicht mehr da sind – als Glück wahrnimmt. Nicole Sadlowski Physiotherapeutin

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Sport an heißen Sommertagen

› Im Hochsommer und bei starker Hitze kann Sport dem Körper schaden. Trainieren

oder nicht trainieren – das ist an heißen Sommertagen vor allem eine Frage der Dosis.

Foto: ©hanker81/iStock/Thinkstock

Herz und Kreislauf müssen bei den hohen Temperaturen zusätzliche Arbeit leisten, um den Körper vor Überhitzung zu schützen. Dazu leitet der Körper Blut in Arme, Beine und insbesondere die oberen Hautschichten, um so Wärme über die Haut abzugeben. Dieser Mechanismus hat einen Nachteil: Er mindert die Leistung. Die Muskulatur wird weniger durchblutet und mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt; ohnehin fühlt sich das Training bei Hitze anstrengender an und man erschöpft schneller.


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Foto: ©Martinan/iStock/Thinkstock

Magazin | Sport im Sommer

Das individuelle Wärmeempfinden ist sehr verschieden und lässt sich nicht unbedingt nach dem Thermometer festlegen. Es gilt: Je höher der Fettanteil des Körpers, desto eingeschränkter ist die Wärmeabgabe, schlankere Menschen sind also im Vorteil. Der Körper lässt sich auch – zu einem gewissen Grad – an die Aktivität bei Hitze gewöhnen. Spätestens ab 30 °C sollte man jedoch weniger intensiv trainieren. Auch bei Hitze müssen Sie jedoch nicht auf Sport verzichten und können – wenn Sie ein paar Dinge beachten – fit bleiben und Spaß am körperlichen Training haben.

Mit diesen Tipps bleibt das Training nicht auf der Strecke

Sport in der Sonne: Lieber das Limit senken Wer im Sommer bei erhöhten Temperaturen trainiert sollte es etwas langsamer angehen lassen. Durch die Hitze schlägt das Herz bei gleicher Trainingsintensität bis zu 20 Schläge schneller als an kühleren Tagen. Dann sollte man nicht am Limit trainieren und keine ehrgeizigen und anstrengenden Trainingseinheiten absolvieren. Stattdessen ist es ratsam Intensität, Dauer und Häufigkeit seines körperlichen Trainings zu reduzieren und Pausen einzulegen. Die Körpersignale wahrzunehmen ist im Sommer noch wichtiger, denn sie geben eine gute Richtlinie für das Trainingspensum vor. Machen sich beim Training Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelkrämpfe oder ein Schwächegefühl bemerkbar, ist das Training sofort zu unterbrechen, ein kühler, schattiger Ort aufzusuchen, viel zu trinken und bei anhaltenden Beschwerden auch ein Arzt aufzusuchen.

Körpereigene Klimaanlage Der Mensch muss seine Körpertemperatur konstant zwischen 36°C und 37°C halten – ein extrem schmaler Temperatur­ bereich! Die körpereigene Thermoregulierung geschieht unter anderem durch Verdunstungskälte und entsteht durch Schwitzen: Zwischen zwei und vier Millionen Schweißdrüsen sondern Feuchtigkeit ab und diese verdunstet auf der erhitzten Haut. Die Schweißproduktion ist verantwortlich für den Kühlvorgang durch die Verdunstung der Feuchtigkeit auf der Haut – und ist lebensnotwendig. Optimiert wird die Verdunstung durch geringe Luftfeuchtigkeit, Wind und eine große Hautoberfläche, über die sich die Feuchtigkeit ausbreiten kann. Atmungsaktive Sportkleidung oder nackte Haut unterstützen den Abkühleffekt. Bei schwülem Wetter funktioniert die Verdunstung aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit nur eingeschränkt.

Flüssigkeitsbilanz beachten

Ausreichend trinken Im Sommer ist es besonders wichtig ausreichend zu trinken, denn der Körper verliert beim Schwitzen Flüssigkeit und wertvolle Mineralien. Ab einem Wasserdefizit von zwei Prozent des Körpergewichtes – das entspricht schnell ausgeschwitzten 1,6 l bei 80 kg – drohen Leistungseinbußen. Wenn das Flüssigkeitsdefizit nicht ausgeglichen wird, können Überhitzung, ein Kreislaufkollaps oder auch Herzrhythmusstörungen auftreten. Wenn der Sportler durstig wird, fehlen bereits bis zu 1,5 l im Flüssigkeitshaushalt. Das Blut „dickt ein“ und fließt schlechter. Die Muskelzellen werden so nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, der Stoffwechsel fährt herunter. In Folge minimiert der Körper die Schweißproduktion und überhitzt. Wichtig daher: Immer trinken, bevor der Durst kommt – ideal sind 200 bis 300 ml pro Stunde; je nach Intensität der Sporteinheiten entsprechend mehr. Am besten eignen sich Mineralwasser mit wenig Kohlensäure und einem hohen Mineralienanteil oder Fruchtsaftschorlen – ein Drittel Apfelsaft und zwei Drittel Mineralwasser. Vorsicht: Unverdünnte Obstsäfte und zuckerhaltige Getränke behindern die Flüssigkeitsaufnahme und können Magengrimmen verursachen.


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Magazin | Sport im Sommer

Ozonwerte berücksichtigen

Mit der Temperatur kann die Ozonkonzentration in der Atemluft steigen. Das Gas ist schädlich, schränkt die Lungenfunktion ein, reizt die Schleimhäute und kann Kopfschmerzen auslösen. Ab einer Ozonkonzentration von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft (µg/m3) sollte man nur noch locker trainieren – selbst wenn keine Einschränkung spürbar ist – teilweise wird auch empfohlen auf Ausdauersport ganz zu verzichten. Ab 360 µg/m3 verbietet sich Sport im Freien. In der Stadt ist die Belastung der Luft durch Ozon, Autoabgase und Feinstaubpartikel besonders hoch, am geringsten ist die Ozonkonzentration in den Morgenstunden.

Tageszeiten beachten

Sommer, Sonne, Hitzekollaps: Wenn die Umgebung einem Glutofen gleicht und die Ozonwerte durch die Decke schießen, ist Vorsicht geboten. Am einfachsten lassen sich sportliche Trainingsrunden durchziehen, wenn man Sonne, Hitze und erhöhten Ozonwerten konsequent aus dem Weg geht. Also nicht in der prallen Mittagssonne zwischen 11 und 16 Uhr trainieren, sondern auf schattige Trainingstrecken, in den Wald oder die kühleren Morgen- und Abendstunden ausweichen. Früh morgens oder spät abends trainieren

Bekleidung

Den Körper können wir bei seiner Kühlungsarbeit unterstützen und zwar unter anderem durch funktionelle Bekleidung. Hier lautet die Devise High-Tech statt Baumwolle. Bekleidung aus Baumwolle saugt sich mit Feuchtigkeit voll und klebt unangenehm schwer und nass am Körper. Locker sitzende, synthetische Funktionsmaterialien hingegen speichern die überschüssige Schwitzfeuchtigkeit nicht – sie leiten sie von der Haut ab und fördern dadurch die Thermoregulierung des Körpers.

Sonnenschutz: Richtig kleiden, richtig cremen

Besonders im Freien ist ein ausreichender und schweißresistenter Sonnenschutz Pflicht! Der Lichtschutzfaktor ist abhängig vom eigenen Hauttyp und der Stärke der Sonneneinstrahlung. Zusätzlich gehören auch eine Sonnenbrille, eine Kopfbedeckung und ggf. ein Nackentuch dazu, wenn man draußen trainiert.

Nach dem Sport: Abkühlen und Regeneration

Nach der körperlichen Belastung sollte auf eine ausreichende Erholung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. In der Erholungsphase beruhigen sich Herzfrequenz und Blutdruck und die beanspruchte Muskulatur kann (zum Beispiel durch maßvolles Stretching) aktiv regeneriert werden. Eine eiskalte Dusche ist übrigens besonders im Sommer – insbesondere bei kardialen Erkrankungen – keine gute Idee, der Kreislauf wird mög­licherweise zu stark belastet, es kann schlimmstenfalls zu Herz­rhythmusstörungen kommen. Dagegen kann eine maßvolle lokale Kälteanwendung zum Beispiel der beanspruchten und trainierten Muskelpartien – ähnlich der Kältetherapie bei Prellungen und Stauchungen – einer eventuellen Entzündungsreaktion durch kleinste Verletzungen im Gewebe vorbeugen.


Magazin | Sport im Sommer

An jedes Training schließt sich die eigentliche Regenerationsphase (sportfreie Tage oder Tage mit nur sehr leichten Einheiten) an. In dieser Erholungszeit können sich das HerzKreislaufsystem und die Muskeln regenerieren und anpassen und die körperliche Leistungsfähigkeit wird bei einem richtig gesetzten Trainingsreiz verbessert.

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Grundsätzlich gelten die Empfehlungen für gesunde Menschen. Patienten mit Vorerkrankungen sollten Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Bei einem Alter von über 35 Jahren oder Vorerkrankungen sowie Atemwegs-, Kreislauf- oder orthopädischen Beschwerden empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin, vor der Aufnahme von Sport immer eine ärztliche Untersuchung durchführen zu lassen. ‹

Dr. med. Ralph Oeckinghaus

Kardiologe, Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin, Klinikum Lippe

Foto: ©kzenon/iStock/Thinkstock

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Klinikum Lippe | Gesundheitscampus

Medicum Lemgo

– alles unter einem Dach Das Großbau-Projekt „Gesundheitscampus“

› Der Standort am Klinikum Lemgo hat sich in den

vergangenen Monaten radikal geändert: Nach einem neuen Parkhaus und der Rettungswache, die ebenfalls an die Rintelner Straße gezogen ist, öffnete nun als nächstes das PHV-Dialysezentrum im Facharztzentrum seine Tore. Das neue Facharztzentrum trägt den Namen Medicum Lemgo und bildet somit eine Brücke zum Medicum Detmold,

ist jedoch eine eigenständige Einheit. Das Prinzip beider Medicum Häuser ist jedoch das gleiche: Unter einem Dach sind Ärzte, Apotheken und gesundheitsorientierte Anbieter zu finden. Das Lemgoer Medicum stellt die fachmedizinische Versorgung im gesamten nordlippischen Raum mit seinen rund 100.000 Einwohnern sicher, zu dem Barntrup, Extertal und Dörentrup zählen.

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Neueröffnung der Apotheke: 01.06.2015 am Gesundheitscampus

Lemgo

Ihre Medicum Apotheken in Lippe Endlich ist es soweit: Lippes zweite Medicum Apotheke öffnet am 01.06.2015 im Medicum Lemgo ihre Pforten. Das Apotheken-Team rund um Inhaber Dr. Lars Ruwisch freut sich, Sie in einer der modernsten Apotheken in Lemgo begrüßen zu dürfen.

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Medicum Apotheke Lemgo • Rintelner Straße 83 • 32657 Lemgo Fon 0 52 61 . 21 70 70 - 0 • Fax 0 52 61 . 21 70 70 - 20 Öffnungszeiten: Mo – Fr 8:00 – 20:00 Uhr • Sa 8:00 – 14:00 Uhr

Foto: ©kzenon/iStock/Thinkstock

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Klinikum Lippe | Gesundheitscampus

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Gebündelte Gesundheitskompetenz

Fotos: ©Claudia Lublow/Sagner-Heinze

Im März eröffnete das PHV-Dialysezentrum (PHV steht für „Patienten-Heimversorgung“), das von der Lageschen Straße mit seinen 30 Dialyse-Plätzen in das Medicum Lemgo zog. Auch das Sanitätshaus Rosenhäger wird dort zu finden sein, ebenso wie die Diakonie und das Gesundheitsamt. Das ganzheitliche Konzept des Klinikum Lippe ist es, durch gezielte Schwerpunktsetzungen an den Standorten Detmold, Lemgo und Bad Salzuflen eine umfassende medizinische Versorgung zu gewährleisten. Dank gezielter Bündelung von Fachrichtungen können auch hier im ländlichen Raum alle medizinischen Fachrichtungen abgedeckt werden. Während sich in Detmold die Familienklinik befindet, hat der Standort Lemgo einen geriatrischen und onkologischen Fokus. Das Medicum Lemgo bietet hierzu eine wichtige Ergänzung, denn auch dort steht Barrierefreiheit und Erreichbarkeit im Fokus.

Mai 2015: Die Bauarbeiten am Medicum Lemgo sind nahezu abgeschlossen und die ersten Einrichtungen gehen in den Betrieb

Barrierefreiheit wird großgeschrieben Die Medicum Apotheke beispielsweise möchte es allen Kunden und Patienten so leicht wie möglich machen, ihr vielfältiges Serviceangebot in Anspruch zu nehmen. Menschen mit Gehbehinderungen wird der Zugang zur Apotheke daher leicht gemacht. Die Apotheke ist komplett ebenerdig und barrierefrei. Sie ist somit auch für Rollstuhlfahrer und Personen mit Rollatoren gut erreichbar. Für diese Patienten gibt es auch einen extra angefertigten unterfahrbaren Beratungstisch in der Apotheke.

An der Apotheke ist ein „Autoschalter“ eingerichtet, wo Arzneimittel direkt mit dem PKW abgeholt werden können. Diese Möglichkeit ist ebenfalls für Menschen mit Handicap oder auch für junge Familien ein Service, den es so in Lippe noch nicht gab. Vor der Apotheke stehen mehrere Kurzzeitparkplätze zur Verfügung. Und sollten die Kunden es zwischen 8 und 20 Uhr einmal nicht in die Apotheke schaffen, bietet die Medicum Apotheke neben ihrem Botendienst auch die Möglichkeit der Abholung bestellter Arzneimittel außerhalb der Öffnungszeiten an.

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Neubau Facharztzentrum am Gesundheitscampus 5.300 Quadratmeter Nutzfläche auf fünf Geschossen Projektentwicklung, schlüsselfertige Erstellung und Vermietung Borchers & Aumann Immobilien Vechta GbR Oythe 15 • 49377 Vechta T 04441 4085 F 04441 83275 info@borchers-aumann.de www.borchers-aumann.de

Planung und Bauleitung Rolf Lohmann GmbH Kuppendorf 56 • 27245 Kirchdorf T 04273 93 00-0 F 04273 93 00-65 info@lohmann-bau.de www.lohmann-bau.de

Schreiber + Schaul GmbH Elisabethstr. 8 • 32756 Detmold T 05231 87 07 88 F 05231 88 10 1 info@schreiber-schaul.de www.schreiber-schaul.de


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Klinikum Lippe | Gesundheitscampus

Kreisseniorenheim neu auf dem Gesundheitscampus Der geriatrische Schwerpunkt des Klinikum Lippe am Standort Lemgo wird auch durch das neue Kreisseniorenheim unterstrichen 0

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Straße in Lemgo 72 Bewohner, die in vier Wohngruppen zu je 18 Bewohner aufgeteilt werden, ein neues Zuhause finden. Zusätzlich wird es für 12 langzeitbeatmete Bewohner eine separate Wohngruppe geben. Ein besonderer Vorteil des Standortes ist die Nähe zum Klinikum mit dem Fachbereich der Lungenheilkunde. Ansicht von Osten (Straßenseite)

ANSICHT VON OSTEN

„Es wird das in die Jahre gekommene Haus an der Echternstraße ablösen, dessen Sanierung allein schon in puncto Brandschutz wirtschaftlich nicht machbar für uns war“, erklärt Dorothea Ruhe von der Geschäftsleitung der Kreissenioreneinrichtungen.

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Bei der optischen und räumlichen Gestaltung der Pflegeeinrichtung wurden speziell die Bedürfnisse der älteren und dementen Menschen berücksichtigt. Daher wurde besonders auf eine helle und freundliche Atmosphäre sowie ein barrierefreier Zugang zu allen Räumen und dem Außenbereich geachtet. Auch die Lage auf dem Gesundheitscampus sei ein großer Vorteil, so Dorothea Ruhe: „Ein Vorzug des neuen Hauses ist die direkte Nähe zum Medicum Lemgo und der dortigen Apotheke“, betont sie.

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ANSICHT VON WESTEN ANSICHT VON SÜDEN

Ansicht von Süden

ANSICHT VON NORDEN

Zeichnungen: Breithaupt Architekten/Andreas Breithaupt

› Zukünftig werden in dem dreistöckigen Neubau an der Rintelner

Gemeinde : Lemgo Gemarkung : Lemgo

Flur : Flurstück

PFLEGEEINRICHTUNG IN LEMGO AUSFÜHRUNG

BAUHERR

ARCHITEKT

KREIS LIPPE DER LANDRAT FELIX-FECHENBACH-STR. 5 32756 DETMOLD TEL.: 05231-620

BREITHAUPT ARCHITEKTEN ANDREAS BREITHAUPT DIPL.-ING. ARCHITEKT UPSPRUNGER STR. 4 33154 SALZKOTTEN TEL.: 05258 - 987980 FAX : 05258 - 9879898

PLAN

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PLANNUMMER : MASSTAB

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GEZEICHNET :

PRÄSENTATION - ANSICHT VON OSTEN; WESTE A 636-13 592 1 - 50

PLAN-INDEX

PM/DK/CP

SALZKOTTEN , 22.08.2013

Gemeinde : Lemgo Gemarkung : Lemgo

Flur : Flurstück

BAUHERR

ARCHITEKT

KREIS LIPPE DER LANDRAT FELIX-FECHENBACH-STR. 5 32756 DETMOLD TEL.: 05231-620

BREITHAUPT ARCHITEKTEN ANDREAS BREITHAUPT DIPL.-ING. ARCHITEKT UPSPRUNGER STR. 4 33154 SALZKOTTEN TEL.: 05258 - 987980 FAX : 05258 - 9879898

PLAN

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PRÄSENTATION - ANSICHT VON SÜDEN; NORDE

PLANNUMMER :

A 636-13 593

MASSTAB

1 - 50

PLAN-INDEX

PM/DK/CP

SALZKOTTEN , 22.08.2013

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GEZEICHNET :

Foto: ©Andrea Markwitz

Leben wie im Hotel – nur gemütlicher Eine attraktive Speiseversorgung rundet die Annehmlichkeiten ab: Morgens und abends werden die Mahlzeiten in Buffetform angeboten, und mittags stehen mehrere Gerichte zur Auswahl. Eine individuelle Essenszeit passt sich den Gewohnheiten und Wünschen der Bewohner an. „Fast wie im Hotel“, lacht Frau Ruhe. Anzeige

PHV-Dialysezentrum im Medicum Lemgo

Ab sofort sind wir im Medicum Lemgo für Sie da! Wir bieten Patienten mit Nierenerkrankungen eine umfassende persönliche Beratung und individuell abgestimmte Therapie. Ärztliche Leitung: Dr. med. Claus-Heinrich Witteck Dr. med. Dagmar Schipmann, Fachärzte für Innere Medizin und Nephrologie, Hypertensiologen Dr. med. Heike Arning, Fachärztin für Innere Medizin Dr. med. Steffen Krautzig, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie, Hypertensiologe Zentrumsleitung: Volker Weishaupt (Zentrumsleiter) Axel Eckardt (stellv. Zentrumsleiter), Gesundheits- und Krankenpfleger für Nephrologie

25.11.2014

PFLEGEEINRICHTUNG IN LEMGO AUSFÜHRUNG

H/B = 841 / 1500 (1.26m²)

Unser Leistungsspektrum: 30 Dialyseplätze in hellen, freundlichen Behandlungsräumen ambulante und stationäre Versorgung Dialysegeräte der neusten Generation sämtliche Hämodialyseverfahren Bauchfelldialyse Heimdialysebetreuung Feriendialyse Betreuung vor und nach Nierentransplantation

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H/B = 841 / 1500 (1.26m²)

PHV-Dialysezentrum Im Medicum Lemgo Rintelner Straße 83, 32657 Lemgo Telefon: 05261-21 70 40 www.phv-dialyse.de/lemgo

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25.11.2014


Ratgeber Reise

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Foto: ©Igor Oster

Mobil und mitten im Leben – auch im Alter Da eine optimale Gesundheitsversorgung wichtig, aber auch im fortgeschrittenen Alter nicht alles im Leben ist, wird die Mobilität am neuen Standort großgeschrieben: „Ein Kleinbus wird Einkäufe auf dem Markt und einen Bummel in der Innenstadt weiterhin möglich machen“, so Dorothea Ruhe. Aber auch direkt vor Ort wird für das leibliche Wohl gesorgt sein. Das hauseigene Café des Kreisseniorenheims an der Rintelner Straße wird vom Café Vielfalt der Stiftung Eben-Ezer betrieben werden. Die stiftungseigene Gastronomie besteht bereits seit 2010 erfolgreich in der Mittelstraße. Schon Anfang des Jahres wurde das Café am Wall in der Echternstraße von Ina MeiseLaukamp und ihrem Team übernommen. Das Vielfalt-Team wird, wie die Bewohner der Echternstraße 126, mit an die Rintelner Straße ziehen, sobald die Bauarbeiten fertiggestellt sind.

Sylter Mohnkuchen

Die Bewohner und Besucher des alten und neuen Kreisseniorenheims dürfen sich auch dort auf ein wechselndes Angebot an Mittagsgerichten und auf die leckeren hausgemachten Kuchen und Torten des Café Vielfalt freuen.

Zutaten für den Boden 300 g Mehl 100 g Zucker 2 TL Backpulver 140 g Magerquark 6 EL Öl 6 EL Milch

Foto: ©Andrea Markwitz

Zutaten für die Streusel 250 g Mehl 125 g Zucker 1 Ei 1/2 TL Backpulver 125 g Margarine

Zutaten für die Mohnmasse 1 l Milch 1/2 l Wasser 200 g Zucker 200 ml Sahne 3 Eier 175 g Gries 400 g gemahlener Mohn 250 g Butter 1/2 Päckchen Vanillepudding-Pulver

Zubereitung Aus den Zutaten für den Boden einen geschmeidigen Teig kneten und auf ein Haushaltsbackblech ausrollen. Die Mohnmasse wie folgt zubereiten: Milch, Wasser, Zucker aufkochen, Mohn, Gries und Puddingpulver einrühren und 3 Minuten schwach köcheln lassen. 3 Eier in der Sahne verrühren, in die heiße Mohnmasse geben und einmal aufkochen lassen. Die Butter in Flöckchen unterrühren. Etwas abkühlen lassen und dann auf den Boden streichen. Aus den Zutaten für die Streusel, mit dem Mixer, kleine Streusel rühren und auf die Mohnmasse streuen und bei ca. 160 °C Heißluft 35 – 40 Minuten backen.

Eine kleine Kostprobe (in abgedruckter Form) des leckeren Kuchenangebots des Café Vielfalt bekommen unsere Leser hier: Das Rezept für den beliebten Sylter Mohnkuchen 

Dorothea Ruhe

Geschäftsleitung der Kreissenioreneinrichtungen

Foto: ©Dorothea Ruhe

Guten Appetit!


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Magazin | Gesundes Essen im Sommer

Ernährungsberaterinnen des Klinikums präsentieren Sommerrezepte

Sonne auf dem Teller › Essen schmeckt im Sommer und draußen bei guten Wetter nochmal so gut. Sommerrezepte gibt es wie Sand am

Dicke Sahnesaucen, deftiger Braten, die schwer im Magen liegen? Nicht im Sommer! Bei warmen Temperaturen sind leichte und kalorienarme Sommerrezepte ideal. Hauptbestandteil dieser Gerichte sollte jede Menge Obst und Gemüse sein, denn das gibt es im Sommer in Hülle und Fülle und lädt zum Ausprobieren und Experimentieren ein. Aromatische Kräuter wie Basilikum, Rosmarin und Oregano in den Gerichten sorgen für mediterranes Flair und einen Hauch von Urlaub. Mediterrane Zutaten und Rezepte aus südlichen Ländern passen prima zur Sommerküche. Diese Gerichte sind nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund. Die traditionelle Küche der Südländer schützt vor Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt und senkt das Risiko von Krebserkrankungen. Zum mediterranen Lebensstil gehört ebenfalls Ruhe und Gelassenheit. Das macht Lust auf Mee(h)r, nach dem Motto: „Lebenslust statt Lebensfrust“.

Zehn Gebote der mediterranen Küche 1. Gemüse, Gemüse, Gemüse – möglichst frisch und wenig verarbeitet 2. Ausgewählte Getreideprodukte! 3. Wenig tierische Fette, dafür mehr hochwertige, pflanzliche Öle (Raps- und Olivenöl) 4. Großzügig Kräuter, Gewürze und Knoblauch! 5. Eine Vielfalt von Früchten 6. Regelmäßig Milchprodukte (Joghurt und Käse), aber nur in mäßigen Mengen 7. Nicht viel Fleisch, aber reichlich Fisch 8. Wenig Zucker 9. Liebe und Zeit zum Kochen 10. ... und eine entspannte Atmosphäre bei Tisch mit etwas Wein, aber nicht zu viel!

Das Team der Ernährungs­ beraterinnen

Foto: ©Thorsten Doerk/Klinikum Lippe

Meer, aber die Tipps unserer Ernährungs­expertinnen sind nicht nur superlecker, sondern auch (wirklich) gesund!


Magazin | Gesundes Essen im Sommer

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Foto: ©GooDween123/iStock/Thinkstock

Grillfisch, spanische Art

Foto: ©Richard Semik/iStock/Thinkstock

Mediterraner Kartoffelsalat

Zutaten für 4 Personen 600 g Schellfisch 4 EL Zitronensaft Jodsalz, Paprikapulver 1 rote, 1 gelbe, 1 grüne Paprika 1 EL Rapsöl

600 g Kartoffeln 100 g Zwiebeln 60 ml Balsamico bianco 120 ml Wasser 2 Knoblauchzehen 1 EL Senf, mittelscharf

2 TL Zucker 1 EL gekörnte Brühe 1 Bund Frühlingszwiebeln 1/2 Bund Schnittlauch 250 g Kirschtomaten Basilikum, Pfeffer

So geht 's: Einen Sud herstellen: Geschälte Zwiebeln und Knoblauchzehen grob zerkleinern und mit Senf, Zucker, gekörnter Brühe und Pfeffer im Mixer pürieren, mit weißem Balsamico-Essig und Wasser einmal kurz aufkochen. Gleichzeitig die Kartoffeln in der Schale kochen, etwas abgekühlt pellen. Die noch lauwarmen Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden und in den Sud geben, kurz untermischen und einige Minuten durchziehen lassen. In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln gut abbrausen und in Ringe schneiden. Die Cocktailtomaten waschen und vierteln. Den Schnittlauch kleinschneiden und dazu geben. Zwei Handvoll Basilikum abzupfen, grob zerkleinern, kleine Blätter ganz lassen. Alles untermischen und noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken, noch warm servieren.

So geht 's: Schellfischfilet mit Zitronensaft säuern, mit Jodsalz und Paprikapulver würzen. Die Paprika in Streifen schneiden, in 1 EL Rapsöl leicht anbraten und mit Salz und Pfeffer leicht würzen. Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Den Fisch in eine feuerfeste Form legen. Die angebratenen Paprikastreifen mit den Knoblauchscheiben über den Fisch verteilen. Tomaten in dünne Scheiben und die Zwiebeln in dünne Ringe schneiden und ebenfalls auf den Fisch legen und mit Jodsalz und Pfeffer würzen. Einige Rosmarinzweige dazugeben. Das Gericht in den kalten Backofen setzten und bei 250 °C 15 – 20 Minuten garen. Anschließend noch 5 Minuten im ausgeschalteten Backofen ruhen lassen.

Foto: ©karandaev/iStock/Thinkstock

Zutaten für 4 Personen

2 Knoblauchzehen 4 Tomaten 2 Zwiebeln Jodsalz, Pfeffer Rosmarin


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Magazin | Gesundes Essen im Sommer

Gefüllte Zucchini-Schiffchen

Foto: ©belchonock/iStock/Thinkstock

Foto: ©MrDouzo/iStock/Thinkstock

Melonenkaltschale

Zutaten für 4 Personen

Saft von 1/2 Limette 2 Blatt weiße Gelatine 1/2 l gekühlter Apfelsaft

So geht 's: Das Melonenfruchtfleisch vorsichtig mit einem Kugelausstecher herauslösen und mit dem Grenadinesirup, Zitronenmelisse und Limettensaft vermischen. Gelatine nach Packungsanweisung einweichen und in dem Apfelsaft auflösen. 60 Minuten kalt stellen. Dann in Suppenteller füllen, die marinierten Melonenkugeln hinzufügen und servieren.

150 g Frischkäse (fettarm) Rapsöl Salz, schwarzer Pfeffer

So geht 's: Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden, längs halbieren und leicht aushöhlen. Zucchini in eine gefettete Backform setzen, leicht mit Öl einpinseln und mit wenig Salz und Pfeffer würzen und im Backofen schmoren bis die Zucchinistücke weich sind. Währenddessen die Zwiebel abziehen und in feine Würfel schneiden. Den Knoblauch ebenfalls abziehen und fein hacken. Einige Petersilienstängel fein hacken. Den Frischkäse mit den Zwiebelwürfeln, feingehackten Knoblauch und Petersilie vermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Zucchini etwas abkühlen und den gewürzten Frischkäse auf die Schnittfläche der Zucchini streichen. Die Zucchini-Schiffchen noch lauwarm servieren.

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Zutaten für 4 Personen 250 g Melonenfruchtfleisch (z. B. Galia- oder Wassermelone) 2 cl Grenadinesirup etwas Zitronenmelisse

4 Zucchini 2 Zwiebeln 2 Knoblauchzehen Petersilie


Magazin | Gesundes Essen im Sommer

Oliven-Bruschetta mit Paprika

Foto: ©bhofack2/iStock/Thinkstock

Foto: ©Kuvona/iStock/Thinkstock

Grüner Spargelsalat

Zutaten für 2 Personen

Zutaten für 10 Scheiben 1 rote, 1 gelbe Paprika 1 Knoblauchzehe 2 Zweige Thymian 1 EL Zitronensaft Salz, Pfeffer Honig 1 EL Olivenöl

150 g Frischkäse, leicht 50 g entsteinte Oliven 2 Sardellenfilets 1 TL Tomatenmark 10 Scheiben Baguette

So geht 's: Paprika putzen, entkernen, abbrausen und sehr klein würfeln. Knoblauch abziehen und durch die Presse drücken und dazugeben. Thymian waschen und trocken schütteln, die Blättchen abstreifen. Zitronensaft mit Salz, Pfeffer und 1 TL Honig verrühren, 1 EL Öl und Thymian untermischen. Mit den Paprikawürfeln verrühren. Oliven, abgetropfte Sardellenfilets und den Frischkäse mit einem Pürierstab fein pürieren. Mit Tomatenmark, Salz und Pfeffer abschmecken. Baguettescheiben toasten und mit Olivenpaste bestreichen, mit Paprikamischung belegen.

750 g Spargel 400 g Kirsch- oder Cocktailtomaten 6 EL Olivenöl 3 EL Aceto Balsamico 3 TL Kapern 40 g Pinienkerne

1 Kugel Büffelmozzarella Orangenschale Thymian Salz und Pfeffer Rosmarin

So geht 's: Die Tomaten halbieren und auf ein Backblech geben. Orangenschale und Thymian darauf geben und bei 100 °C Umluft oder 125 °C Ober- und Unterhitze ca. 90 Minuten trocknen lassen. Die Backofentür mit einem eingeklemmten Holzlöffel leicht öffnen. Den Spargel am unteren Drittel schälen, Enden abschneiden und in leicht gezuckertem Salzwasser 4 – 5 Minuten kochen. Aus dem Olivenöl, dem Essig und etwas Salz ein Dressing herstellen. Den abgetropften Spargel in eine Auflaufform geben, mit dem Dressing übergießen und Kapern hinzugeben. Ab und an den Spargel wenden und warten, bis die Tomaten getrocknet sind. Pinienkerne ohne Fett rösten. Spargel auf zwei Tellern anrichten, die Tomaten nach Ende der Trockenzeit dazugeben, den Mozzarella zerpflücken und über den Spargel geben. Mit den Pinienkernen bestreuen und das restliche Dressing aus der Auflaufform über den Salat geben. Lecker dazu: Baguette und Rotwein.

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Klinikum Lippe | Grüne Damen und Herren

Unterwegs mit dem Bücherwagen Ein Vormittag mit den Grünen Damen im Klinikum Lippe › Wer wir sind: Die Grünen Damen gehören zu der Ökumeni-

schen Krankenhaus- und Altenheim-Hilfe (ÖKAH). Von dem Team der acht Damen in Detmold sind jeweils vier ehrenamtliche Mitarbeiterinnen am Montag und Dienstag mit dem Bücherwagen auf den Stationen im Klinikum Lippe unterwegs. 9:00 Uhr Die Grünen Damen treten ihren Dienst an. Sie ziehen die ihre Kittel über, welche sie unverkennbar machen. 9:05 Uhr Der beladene Bücherwagen mit einem breiten Lektüre­ spektrum wird aus dem Keller, wo sich die kleine Bücherei und das Büro der Grünen Damen befindet, in das 4. Obergeschoss gefahren. Das Sortiment des Bücherwagens reicht von aktuellen Zeitschriften über neue Bestseller bis hin zu Klassikern. 9:10 Uhr Jetzt kann das große Verleihen von Zeitschriften und Büchern beginnen. Die Grünen Damen nehmen einige Zeitschriften und Bücher in die Hand und arbeiten sich von Zimmer zu Zimmer vor.

Mit einem freundlichen „Guten Morgen, der Bücherwagen ist da“, treten sie ins Zimmer. „Möchten Sie kostenlos eine Zeitschrift oder ein Buch ausleihen?“ – diese Frage wird immer mit einem Lächeln auf den Lippen gestellt. 9:20 Uhr Ein Patient möchte gerne einen herzerwärmenden Roman ausleihen. Auf dem Bücherwagen sucht eine der Damen für den Patienten einen tollen, aktuellen Roman aus dem Bücherwagen. Klasse, so ein Ausleihservice!

9:30 Uhr Es geht runter zu den Stationen im 3. Obergeschoss. Hier werden heute besonders viele Zeitschriften verliehen. Neben dem Verleih der Lektüre kommt es immer wieder zu kürzeren oder längeren Gesprächen mit den Patienten und Patientinnen. Den Grünen Damen ist es neben dem Verleih wichtig, ein offenes Ohr für die Patienten zu haben und sich Zeit für sie zu nehmen. 10:00 Uhr Der Verleih auf den Stationen im 3. Obergeschoss ist beendet. Zeit für eine kurze Pause zum Durchatmen. Denn die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen legen an so einem Tag ganz schön viele Kilometer auf den insgesamt 9 Stationen zurück. Nebenbei wird sich auch über Bücher ausgetauscht, die für den Bücherwagen angeschafft werden könnten. 10:15 Uhr Es geht noch eine Etage runter auf die Station 2 a – c. Neben dem Buchverleih werden auch die Rückgaben wieder einsammelt. Diese werden jeweils im Stationsdienstzimmer gesammelt. 10:55 Uhr Auf den Stationen hat die Motivation der Grünen Damen den Patienten und Patientinnen etwas Gutes zu tun nicht nachgelassen. Da sie selber alle gerne lesen, können sie auch immer wieder gezielte Buchempfehlungen aussprechen.


Klinikum Lippe | Grüne Damen und Herren

Hier ein Buchtipp der Grüne Dame Veronika Schliemann für unsere Leser: Anne Helene Bubenzer: Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown. rororo, 480 Seiten. Die Hauptfigur Henry N. Brown ist ein 82-jähriger Teddybär, der von seinem bewegtem Leben erzählt, das ihn durch Europa und in die USA führt. Der kleine Bär kann in erster Linie trösten, zuhören und die Menschen lieben, aber mit den Menschen sprechen kann er leider nicht. Dieses Buch ist so zauberhaft zu lesen. Wer bisher noch kein Bärenfreund gewesen ist, wird zumindest nach der Lektüre Henry N. Brown für immer in sein Herz schließen.

11:40 Uhr In der Bibliothek angekommen, müssen nun noch die zurückgegebenen Bücher und Zeitschriften gereinigt werden und wieder auf den Bücherwagen bzw. in die Bibliothek einsortiert werden. Nebenher wird Buch über alle Ein- und Ausgänge geführt. 12:00 Uhr Nachdem diese Arbeiten abgeschlossen sind, können die Grünen Damen ihr wohlverdientes Mittagessen genießen.

Besuchsdienst der Grünen Damen und Herren Die 120 lippischen Grünen Damen und Herren, offiziell Ökumenische Krankenhaus- und Altenheim-Hilfe (ÖKAH), verrichten ihren ehrenamtlichen Dienst in Krankenhäusern und Altenheimen. Für kranke Menschen da sein, Zeit haben, zuhören und kleine Besorgungen erledigen sind nur einige der Aufgaben der Organisation, die dem Diakonischen Werk der Lippischen Landeskirche angeschlossen ist. Sie möchten auch mitmachen? Kontakt Dr. Angelika Hirsch Telefon 05231 87149 | E-Mail kiki.hirsch@t-online.de Für weitere Informationen oder Spendenwünsche gehen Sie bitte auf www.ekh-deutschland.de

Foto: ©Dr Hans Joachim Keil

Foto: ©Thorsten Doerk/Klinikum Lippe

11:30 Uhr Ein erfolgreicher Verleihvormittag neigt sich dem Ende. Nachdem auch im letzen Zimmer noch ein Buch verliehen wurde, machen sich die Grünen Damen wieder zurück auf den Weg in die Bibliothek.

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Gesundheitsstiftung Lippe | Schlaganfall

Gesundheitsstiftung Lippe leistet Aufklärungsarbeit im Rahmen von „Gesund heute“

Foto: ©Gesundheitsstiftung Lippe

Schlaganfall: Verstehen und vorbeugen › Die Gesundheitsstiftung Lippe, 2009 gegründet, hat das Ziel, den Gesundheitsstandort in Lippe zu

stärken, im Besonderen durch die Unterstützung des Klinikum Lippe. Zu ihren vielfältigen Aktivitäten gehört auch die gesundheitliche Aufklärung der lippischen Bürgerinnen und Bürger. Unter dem Veranstaltungstitel „Gesund heute“ informiert die Stiftung in regelmäßigen Abständen über bestimmte medizinische Themen.

Die letzte Veranstaltung widmete sich dem wichtigen Thema Schlaganfall. Prof. Dr. Peter Vieregge, Chefarzt der Neurologie beim Klinikum Lippe am Standort Lemgo, referierte unter dem Titel „Schlaganfall: Verstehen und vorbeugen“. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte des Vortrags noch einmal zusammengefasst. Jährlich ereignen sich in Deutschland knapp 270.000 Schlaganfälle. Die Folgen sind zumeist schwerwiegend: „In einem Drittel aller Fälle überlebt der Patient diesen nicht oder es bleiben Behinderungen, die den Alltag der Menschen negativ und dauerhaft beeinflussen. Der Schlaganfall ist auch die zweitwichtigste Ursache für Demenz“, berichtet Prof. Vieregge.

Wie entsteht ein Schlaganfall? Als Schlaganfall bezeichnet die Medizin einen unvermittelt, also „schlagartig“, einsetzenden Ausfall bestimmter Funktionen des Gehirns. Die Ursache liegt in etwa 80 % der Fälle in einem Gefäßverschluss, der zu einer fehlenden Blutversorgung des nachgeschalteten Gewebes führt. Dieses geht dann zugrunde, was die Mediziner als Hirninfarkt bezeichnen. Der Gefäßverschluss entsteht durch ein Blutgerinnsel („Thrombus“), das eine Ader schließt. Bei jedem

Prof. Dr. Vieregge bei der neuen Veranstaltungsreihe der Gesundheitsstiftung Lippe

Fünften kann auch ein Blutgefäß im Gehirn reißen, so dass es zu einer Blutansammlung im Hirngewebe (Hirnblutung) kommt. „Die fehlende Blutversorgung bewirkt, dass die betroffenen Areale im Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden und abzusterben beginnen. Bisher nur in seiner Funktion gestörtes Gewebe wird bei anhaltender Unterversorgung unwiederbringlich geschädigt“, erläutert der Neurologe.


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Gesundheitsstiftung Lippe | Schlaganfall Wie erkenne ich einen Schlaganfall? Eine schnelle und adäquate Behandlung ist entscheidend. „Die besten Behandlungsaussichten bestehen bei Beginn einer Behandlung innerhalb von drei Stunden nach dem Eintreten des Schlaganfalls“, betont Prof. Vieregge. Nur wer die Symptome (er-)kennt, kann im Notfall schnell handeln und den Notruf unter 112 wählen.

Foto: ©Melinda Fawver/iStock/Thinkstock

Symptome (allein oder in Kombination), die der Patient häufig bemerkt • Plötzliche Halbseitenlähmung • Sprachstörung • Halbseiten-Sehstörung Symptome (meist in Kombination), die auch einen Schlaganfall ankündigen können • Schwindel • Verschwommensehen • Doppelbilder • Missempfindungen im Gesicht oder um den Mund herum • Ohrgeräusche • Kribbeln an einer Körperseite Kopfschmerzen sind KEIN Symptom für einen Schlaganfall!

Wie minimiere ich das Risiko für einen Schlaganfall?

mehr erhöht. Die Giftstoffe im Tabak schädigen die Adern zusätzlich, führen zu Ablagerungen und erhöhen die Blutfette. Übergewicht führt zur Erhöhung von Blutfettwerten, Blutdruck und Blutzucker, was wiederum Schlaganfälle begünstigt. Jede zweite Frau ist übergewichtig und zwei von drei Männern. Kommt zum Bluthochdruck noch Rauchen hinzu, erhöht sich das Risiko für einen Schlaganfall sogar um das 20-fache.

Prävention: Bewegung und Ernährung „Ein gesunder Lebensstil ist die beste Lösung, um das Schlaganfallrisiko zu minimieren!“ Die Empfehlung ist, sich mindestens dreimal die Woche 30 Minuten oder dreimal 10 Minuten am Tag zu bewegen. Dies kann Spazierengehen, Radfahren, Tanzen, Schwimmen oder auch Treppensteigen sein. Auch eine gesunde Ernährung ist wichtig. Dabei sollte viel Obst und Gemüse zu sich genommen werden. „Eine Alternative zum Fleisch ist Fisch. Statt zu Butter sollte man zu Margarine greifen und falls der Hunger auf etwas Süßes aufkommt, ist Obst ein guter Ersatz für Torte oder Schokolade“, zählt Prof. Vieregge die Möglichkeiten auf. Prof. Dr. Peter Vieregge

Chefarzt der Neurologie Klinikum Lippe

70 % aller Schlaganfälle sind vermeidbar: „Zu den Risikofaktoren gehören Bluthochdruck, Zuckerkrankheit (Diabetes), Herzrhythmus­ störungen, Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, starker Alkoholkonsum und ein bereits vorangegangener Schlaganfall“, zählt Prof. Vieregge auf.

Größte Gefahr: Erhöhter Blutdruck Mit steigendem Blutdruck erhöht sich das Schlaganfallrisiko bis zu zwölffach. Es empfiehlt sich, den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren und schnell und nachhaltig (z. B. mit Medikamenten) zu senken. Werte um 130 zu 80 bis 90 mm Hg sind dabei anzustreben. Bluthochdruck ist auch eine der schädlichen Folgen des Zigarettenrauchens. Das in Zigaretten enthaltene Nikotin verengt die Adern und führt so zu erhöhtem Druck auf die Adern. Somit ist das Risiko eines Schlaganfalls durch Zigarettenrauchen um das Zwei- bis Dreifache erhöht. Nach einem Jahr ohne Zigaretten reduziert sich dieses deutlich und ist nach drei Jahren Abstinenz nicht

Kontakt Gesundheitsstiftung Lippe Felix-Fechenbach-Str. 5 | 32756 Detmold Telefon 05231 62-596 info@gesundheitsstiftung-lippe.de www.gesundheitsstiftung-lippe.de Teilnahme Die Veranstaltungsreihe ist nicht öffentlich, sondern Interessierte werden persönlich dazu eingeladen. Anfragen zur Teilnahme sind jederzeit möglich. Sie möchten an der nächsten Veranstaltung „Gesund heute“ teilnehmen? Dann schreiben Sie uns gern eine E-Mail und wir schicken Ihnen gern zukünftig eine Einladung zu.

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Klinikum Lippe | Wechsel an der Spitze

Mit neuen Kräften in die Zukunft

Peter Schwarze verlässt nach 18 Jahren das Klinikum. Ingo Breitmeier und Dr. Helmut Middeke übernehmen gemeinsam die Geschäftsführung

„Ich freue mich, dass wir mit Ingo Breitmeier einen hochqualifizierten und sehr engagierten Nachfolger gefunden haben“, erklärt Landrat Friedel Heuwinkel. Zeitgleich wird Dr. Helmut Middeke als medizinischer Geschäftsführer die Geschicke des Klinikums leiten. „Die Vielfältigkeit der Aufgaben, denen sich das Klinikum Lippe stellen muss, ist in den vergangenen Jahren immens gewachsen. Die Berufung eines zusätzlichen medizinischen Geschäftsführers war somit der konsequente Schritt, um den bisherigen Einzelgeschäftsführer zu entlasten“, sagt Heuwinkel und ergänzt: „Wir sind beständig geblieben in der Geschäftsführung, in der wir unseren Bereichsleiter Dr. Middeke zum Medizinischen Geschäftsführer berufen haben.“

Position im Wettbewerb in OWL und das Ganze zusammen mit unseren Mitarbeitern“, blickt der neue Medizinische Geschäftsführer Dr. Helmut Middeke voraus. Für die, insbesondere in Lippe, großen Verdienste im gesamten Gesundheitswesen dankte Landrat Heuwinkel Peter Schwarze ausdrücklich: „Zusammen mit Ihrer Frau haben Sie sich gemeinsam in der Region verdient gemacht. Sie haben hier nicht nur gearbeitet, sondern auch mit allen Lipperinnen und Lippern gelebt und sich engagiert. Für diese Zeit möchte ich mich herzlich bei Ihnen bedanken“.

Den erfolgreichen Kurs fortsetzen Während Dr. Middeke bereits seit 2002 als Bereichsleiter für Medizin und Patientenversorgung im Klinikum Lippe tätig ist, war Breitmeier zuletzt Geschäftsführender Direktor der Asklepios Klinik in Hamburg. Das neue Gesicht des Klinikums sieht seine Hauptaufgabe darin, trotz des demographischen Wandels im ländlichen Raum auch in Zukunft eine hochwertige medizinische Versorgung zu sichern. „Das ist bei den sehr restriktiven Rahmenbedingungen in der Krankenhausfinanzierung nicht nur eine Aufgabe, sondern auch eine große Herausforderung“, betont Breitmeier. Doch er sieht hier das Klinikum Lippe bereits auf einem guten Weg. „Daher gilt es, den bislang eingeschlagenen, erfolgreichen Kurs fortzusetzen“, so Breitmeier. „Ich sehe unser Ziel darin, den bisherigen Kurs zu halten. Der lautet: Moderates Wachstum, Stärkung unserer

Peter Schwarze (rechts) und Ehefrau Hannelore freuen sich über die Glückwünsche von Landrat Heuwinkel und den Doctor-Clowns

Hier geht es zum Video der festlichen Verabschiedung von Peter Schwarze

Fotos: ©Tim Dechent

„Ich hatte eine schöne Zeit im Klinikum“, sagte Peter Schwarze bei seiner Verabschiedung vor zahlreichen Weggefährten und Gästen aus Wirtschaft, Politik und langjährigen Freunden. Seit dem 1. November 1996 bekleidete Schwarze das Amt des kaufmännischen Geschäftsführers der Klinikum Lippe GmbH. Nach über 18 Jahren geht er nun in den Ruhestand.


Foto: ©Thorsten Doerk/Klinikum Lippe

Klinikum Lippe | Geschäftsführer Ingo Breitmeier

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Unser neuer Mann

Interview mit Ingo Breitmeier, Geschäftsführer der Klinikum Lippe GmbH

› Was hat zu Ihrer Entscheidung geführt, die Geschäftsführung

des Klinikum Lippe zu übernehmen? Nach insgesamt 12 Jahren Geschäftsführertätigkeit für private Krankenhausbetreiber wollte ich gerne einen beruflichen Wechsel anstreben. Ich war ja auch für freigemeinnützige und öffentlich-rechtliche Träger bereits in mehreren Landesteilen tätig und habe einen ganz guten Überblick über die Krankenhauslandschaft erhalten. Ich hatte mehrere Angebote, u. a. von einer Universitätsklinik. Ich fand aber, dass die Aufgabe hier in Lippe besonders reizvoll ist, es ist schon eine große Gesellschaft mit mehreren Töchtergesellschaften und Krankenhausstandorten. Zudem schaut man bei einem Wechsel natürlich schon, wie die Gesellschaft insgesamt aufgestellt und wie sie sich im Umfeld positioniert hat und wirtschaftlich dasteht. Beides habe ich als sehr positiv bewertet, die Gesellschaft ist in der Vergangenheit gut geführt worden und daher auch für einen Geschäftsführungskandidaten attraktiv. Was hat Ihre Familie dazu gesagt? Natürlich bespricht man so etwas auch im Familienkreis. Meine beiden Kinder sind mit 7 und 10 Jahren noch jung, die nehmen so etwas noch relativ leicht und finden in dem Alter ja sehr schnell über Schule, Sportvereine und das Musizieren wieder Anschluss. Meine Frau ist wie ich Westfälin und kennt die Region hier aus der Vergangenheit ganz gut, wir sind auch beide keine Großstadtmenschen. Wir sind damals nicht nach Hamburg wegen der Stadt gegangen, sondern weil mein damaliger Arbeitgeber mich dort haben wollte. Aber natürlich geht man nach sechs Jahren auch mit einem weinenden Auge, man verlässt ja auch einiges, was einem ans Herz gewachsen ist. Wie arbeitet man sich als Geschäftsführer in seinen neuen Job ein? Viele Themen sind in allen Krankenhäusern gleich gelagert oder zumindest sehr ähnlich, da ist man ganz schnell wieder im Film. Es gibt auch Probleme, von denen man dachte, dass man sie hinter sich lässt, um dann festzustellen, dass diese

andernorts genauso vorhanden sind. Aber natürlich ist auch vieles neu und standortspezifisch. Die ersten sechs Wochen habe ich an der Seite von Peter Schwarze verbracht, der mich an die Hand genommen und überall vorgestellt hat, um mir schließlich die Geschäfte zu übergeben. Zudem ist ja in der Geschäftsleitung mit Dr. Middeke, Herrn Herzog, Herrn Zöllner, Herrn Rehme und auch Frau Dierks und Frau Gromann geballte Sachkompetenz vorhanden, jeder von ihnen ist schon lange im Unternehmen und gibt mir Unterstützung und Orientierung. Wie sind Ihre ersten Eindrücke vom Klinikum Lippe? Sehr im Fokus stand von vorne herein die hohe Belastung der Mitarbeiter durch den starken Zuwachs an Fallzahlen, der ab Herbst letzten Jahres einsetzte und sich in den ersten Wochen diesen Jahres fortgesetzt hat. Da sind wir an unsere Belastungsgrenzen gestoßen, weshalb die Geschäftsführung auch schnell entschieden hat, im Pflegedienst 20 zusätzliche Stellen zu schaffen. Zudem werden auch strukturelle Maßnahmen durchgeführt. Ganz wichtig ist es dabei, einen „Springer-Pool“ aufzubauen, mit dem wir Belastungsspitzen in bestimmten Bereichen oder Ausfälle von Mitarbeitern gezielt und flexibel abfedern können. Ich habe in der Vergangenheit solche Modelle in anderen Krankenhäusern bereits erfolgreich umgesetzt. Aber grundsätzlich möchte ich auch schon einmal sagen, dass es sehr positiv zu bewerten ist, dass unser Krankenhaus so gut von der Bevölkerung angenommen wird. Das ist ja ein großer Vertrauensbeweis, der uns entgegengebracht wird. Wo setzen Sie jetzt in Ihrer Arbeit die Schwerpunkte? Neben dem laufenden Tagesgeschäft steht das Strukturkonzept 2025 auf der Agenda. Wir müssen die Häuser dringend baulich und infrastrukturell weiterentwickeln, man denke nur an Haus I in Detmold und Haus II und III in Lemgo, da ist Handlungsbedarf. Wenn wir zukunftsfähig bleiben wollen, müssen wir investieren.


Klinikum Lippe | Hautkrebs

Hautkrebs heilen mit Licht Photodynamische Therapie (PDT)

› Hautkrebserkrankungen nehmen in Deutschland und weltweit kontinuierlich

zu. Insbesondere der Aufenthalt in der Sonne ohne geeigneten kosmetischen oder textilen Sonnenschutz ist für das Auftreten der meisten Hautkrebsarten verantwortlich. Während zur Behandlung des frühzeitig erkannten Malignen Melanoms (MM; schwarzer Hautkrebs) nur die operative Entfernung empfohlen werden kann, sind die Möglichkeiten zur Behandlung des hellen Hautkrebses vielfältiger.

Foto: ©dnberty/iStock/Thinkstock

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Klinikum Lippe | Hautkrebs

Für oberflächliche Formen des hellen Hautkrebses (Basalzellkarzinom / Basaliom) oder Vorläufer des Plattenepithelkarzinoms, den Aktinischen Keratosen, kommen neben Operationen auch Vereisungen (Kryochirurgie), spezielle Cremes und insbesondere die Durchführung einer Photodynamischen Therapie (PDT) in Betracht. Die PDT lässt sich sehr verkürzt, als „Heilen mit Licht“ beschreiben. Ob eine Therapie zur Behandlung eines oberflächlichen (superfiziellen) Basalzellkarzinoms oder bei Aktinischen Keratosen eingesetzt werden kann, wird im Gespräch zwischen Dermatologe und Patient an Hand der individuellen Patientensituation entschieden.

Was sind Aktinische Keratosen? Aktinische Keratosen sind, vereinfacht gesagt, Verhornungsstörungen der Haut, die durch Strahlung hervorgerufen werden. Der Begriff Keratose beschreibt den Prozess der übermäßigen Verhornung. Bei einer Aktinischen Keratose handelt es sich um eine durch Sonnenlicht verursachte chronische Schädigung der Oberhaut, in der ein übermäßiges Zellwachstum stattfindet und die in ein Plattenepithelkarzinom übergehen kann. Besonders betroffen sind dauerhaft dem Sonnenlicht ausgesetzte Hautpartien. Aktinische Keratosen finden sich deshalb vermehrt im Gesicht, hier auf der Stirn, Nase, Ohren und Wangen sowie im Bereich der Glatze, an Händen, Unterarmen und Unterschenkeln (besonders bei Frauen). Der Patient nimmt die Aktinischen Keratosen als festanhaftende Rauigkeit wahr. Manchmal können diese Stellen durch mechanische Manipulation kurzfristig entfernt werden, treten aber nach kürzester Zeit wieder auf.

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Die Aktinische Keratose gilt als Vorstufe oder Frühstadium einer bestimmten Form von hellem Hautkrebs: Sie kann in ein Plattenepithelkarzinom übergehen, welches lebensbedrohliche Folgen haben kann. Aus diesem Grund ist eine rasche Sicherung der Diagnose durch einen Hautarzt und eine Behandlung anzuraten. Aktinische Keratosen sind eine chronische, d. h. wiederkehrende Erkrankung. Deshalb sind in der Regel sich wiederholende Therapien notwendig.

Was sind oberflächliche Basalzellkarzinome / Basaliome? Das Basalzellkarzinom (BCC) ist ein zumeist durch UV-Licht hervorgerufener sogenannter heller Hautkrebs, der in der Regel keine Metastasen bildet. Durch eine geeignete Behandlung ist die Erkrankung geheilt. Die geeignete Behandlung wird durch die klinische und histologische Klassifizierung des BCC maßgeblich festgelegt. In der Regel werden alle BCC-Varianten operativ entfernt. Eine Ausnahme stellt das superfizielle BCC dar. Ähnlich wie bei Aktinischen Keratosen können hier auch mit Erfolg nicht-operative Verfahren zu einer Abheilung führen. Unter den möglichen Therapien nimmt die Durchführung der Photodynamischen Therapie (PDT) eine besondere Position ein.

Photodynamische Therapie (PDT) Die Photodynamische Therapie ist eine Behandlungsform, die ursprünglich zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde. Nach anfänglichen Erfolgen geriet die Therapie in Vergessenheit und wurde erst Ende des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt. Seit einigen Jahren erlebt die PDT einen wahren Siegeszug in der Behandlung vieler Tumorformen, nicht nur in der Dermatologie, sondern in fast allen medizinischen Disziplinen.


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Klinikum Lippe | Hautkrebs

Bei der Photodynamischen Therapie handelt es sich um eine Behandlung, bei der der Einsatz einer Lichtquelle mit einer lichtaktivierbaren Substanz (Photosensibilisator) kombiniert wird. Dabei entstehen Sauerstoffmoleküle, die so reaktionsfreudig sind, dass sie insbesondere (durch Krebs oder Entzündung) erkrankte Zellen zerstören. Der Photosensibilisator wird dabei mehrheitlich von den geschädigten Hautzellen aufgenommen, sodass gesundes Gewebe bei der Therapie nicht geschädigt wird. Es ist besonders hervorzuheben, dass der für die Photodynamische Therapie der Haut eingesetzte Wirkstoff eine körpereigene Substanz ist, die im Stoffwechsel des roten Blutfarbstoffes entsteht. Sie hat den Namen 5-Aminolaevulinsäure, kurz Ala. Tatsächlich ist nicht 5-Aminolaevulinsäure der eigentliche Photosensibilisator, sondern diese Substanz wird in den erkrankten Hautzellen zu Protoporphyrin IX umgewandelt. Protoporphyrin IX kann durch sichtbares Licht zu einer Reaktion angeregt werden und bildet dann den reaktiven Sauerstoff, der zelltoxisch wirkt. Diese Reaktion verläuft in kranken Zellen stärker als in gesunden. Um eine möglichst effektive Behandlung durchzuführen, wählt man für die Therapie von Aktinischen Keratosen und BCC rotes

Daten und Fakten Was ist Hautkrebs? Unter dem Begriff Hautkrebs werden verschieden Arten von Krebserkrankungen verstanden. Diese treten meist als Wucherungen in den Hautzellen auf. Hauptursache für Hautkrebs ist UV- Strahlung durch die Sonne. Welche Arten von Hautkrebs gibt es? Man unterscheidet zwischen dem schwarzen Hautkrebs, medizinisch Malignes Melanom genannt und dem hellen Hautkrebs, auch weißer Hautkrebs genannt. Zu diesem gehören Basalzellkarzinome und Plattenepithelkarzinome. Wie viele Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Hautkrebs? Derzeit erkranken in Deutschland schätzungsweise jährlich etwa 200.000 Menschen an hellem Hautkrebs und circa 15.000 an schwarzem Hautkrebs. Wird der Hautkrebs früh erkannt, kann er bestmöglich behandelt werden mit einer grundsätzlich hohen Heilungschance.

Licht mit einer Wellenlänge um 630 nm, das die größte Eindringtiefe aufweist. Das Prinzip der Photodynamischen Therapie wendet man auch in der Diagnostik von Tumoren und Präkanzerosen (z. B. aktinischen Keratosen) in der oberen Hautschicht an. Nach Applikation des Wirkstoffes, z. B. Ala, der sich selektiv in den Tumorzellen anreichert und dabei in einen Photosensibilisator umgewandelt wird, wird das Hautareal mit bläulichen Licht oder langwelliger UV-Strahlung beleuchtet. Dadurch werden die Moleküle des Sensibilisators zum Fluoreszieren gebracht. Präkanzeröse oder kanzeröse Veränderungen zeigen durch dessen selektive Anreicherung eine deutlich höhere Fluoreszenz gegenüber gutartigem Gewebe. Das geschädigte Gewebe kann auf diese Weise lokalisiert und das Ausmaß der Erkrankung bestimmt werden.

Behandlungsablauf In der Regel erfolgen zu Beginn der Behandlung eine Entfettung der Haut und das Abtragen von Schuppen oder Krusten. Dieser Vorgang wird Kürettage genannt. Der Wirkstoff Ala wird in Form einer Creme oder Emulsion auf die zu behandelnden Hautareale aufgetragen. Danach wird die eingecremte Haut lichtdicht mit Alufolie und Klebefolien abgedeckt. Nach einer mehrstündigen (ca. 3 Std.) Einwirkzeit wird die Folie entfernt und das Behandlungsareal ca. 10 Minuten belichtet. Die Behandlung wird in der Regel sehr gut vertragen. Allerdings klagen die Patienten manchmal über Schmerzen während der Belichtungsphase. Es können aber unterschiedliche Methoden zur Linderung der individuell sehr unterschiedlichen empfundenen Schmerzen eingesetzt werden. Innerhalb von einigen Stunden nach der Belichtung tritt eine zum Teil starke Rötung auf, die in der Regel nach spätestens einer Woche verschwunden ist. Selten zeigen sich stärkere Reaktionen, die sich aber sehr gut behandeln lassen. Zum Trost für den betroffenen Patienten kann aber festgestellt werden, dass die heftigen Reaktionen häufig mit einem starken Ansprechen der Therapie verknüpft sind. Bei der Mehrzahl der beteiligten Patienten waren auch bei normalem Verlauf spätestens nach der zweiten Behandlung keine Hautschädigungen mehr feststellbar. Nach der Therapie sollte ein konsequenter kosmetischer und textiler Lichtschutz angewendet werden.


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Klinikum Lippe | Hautkrebs

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Wirksamkeit und Vorteile der Photodynamischen Therapie

Die Vorteile der Photodynamischen Therapie

In zahlreichen wissenschaftlichen Studien konnte die außerordentlich gute Wirksamkeit der Photodynamischen Therapie nachgewiesen werden. Häufig sind schon nach einer einmaligen Anwendung keine Hautschädigungen mehr feststellbar. Diese Methode stellt heutzutage eine der bevorzugten Therapien für die genannten Erkrankungen dar. Im Gegensatz zum Einsatz vieler anderer spezifischer Medikamente zur lokalen Therapie von oberflächlichen Hautkrebsformen und Hautkrebsvorstufen gelingt es, durch ein- bis zweimalige Behandlungen einen überragenden Therapieerfolg zu erzeugen. Die Verwendung von Salben oder Cremes zur Therapie von Aktinischen Keratosen oder Basalzellkarzinomen erfordert einen langen Atem, da über mehrere Wochen oder Monate regelmäßig gecremt werden muss. Die Behandlung führt jedoch im Gegensatz zu chirurgischen Maßnahmen nicht zu Narbenbildung. Dieser kosmetische Vorteil zeigt sich auch im Vergleich zu einer Kryotherapie. Bei der Vereisungstherapie kommt es fast regelhaft zum Auftreten weißlicher Hypo­pigmentierungen.

• sehr hohe Heilungsraten • ein hervorragendes kosmetisches Ergebnis • ein geringer Zeitaufwand • die Möglichkeit der Behandlung kleiner, verstreuter Schädigungen, die äußerlich noch gar nicht sichtbar sind • fehlende Interaktion zu anderen Medikamenten, insbesondere zu einer Antikoagulation (Medikamenten­gabe zur Hemmung der Blutgerinnung) • Wiederholbarkeit, falls die Erkrankung erneut auftreten sollte Die Photodynamische Therapie stellt eine der wichtigsten Behandlungsformen zur Bekämpfung initialer und oberflächlicher heller Hautkrebsformen dar. Die Vorteile der Therapie überwiegen die zeitlich begrenzten Nachteile um ein Vielfaches. Individuell sollte bei jedem Patienten geprüft werden, ob die Durchführung der Photodynamischen Therapie bei dem einzelnen Patienten eine Alternative zu anderen Therapien, insbesondere zu chirurgischen Maßnahmen darstellt.

Kosten Bedauerlicherweise wird die Durchführung der Photodynamischen Therapie zur Zeit nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Der Patient muss hierfür die Kosten selbst tragen. Die privaten Krankenkassen erstatten in der Regel die Behandlungskosten vollständig.

PD Dr. med. Helger Stege

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Klinikum Lippe | Mitarbeiterförderung

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Work and Family Ein Interview mit Cornelia Reingruber, Personalentwicklung Klinikum Lippe

Frau Reingruber, Sie arbeiten in der Personalentwicklung im Klinikum Lippe. Was versteht man unter Personalentwicklung und warum gewinnt sie immer mehr an Bedeutung? Unter Personalentwicklung versteht man alle betrieblichen Maßnahmen der beruflichen Bildung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Unter anderem soll durch Bildung, Förderung und Arbeitsstrukturierung auf persönliche Ziele der Mitarbeiter eingegangen werden. In den letzten Jahren wurde z. B. die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein immer wichtigeres Thema. Daher wollen wir für unsere Mitarbeiter familienfreundliche Strukturen bilden. Aus diesen Überlegungen heraus ist vor ca. drei Jahren die Personalentwicklung entstanden. Welche Ziele werden dabei verfolgt? Wir möchten bessere Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeiter schaffen, um sie langfristig an unser Unternehmen zu binden. Wir möchten auch, dass unsere Mitarbeiter in beidseitigem Interesse an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Ziel ist hier, bedarfsgerechte

Weiterbildungen anzubieten und diese zu strukturieren. Fachliche Qualifikationen werden dabei ebenso beachtet wie die Weiterentwicklung von sozialen Kompetenzen. So spielt neben der individuellen Entwicklung der Mitarbeiter auch die Teamentwicklung eine wichtige Rolle. Welche Schwerpunkte setzen Sie hierbei? Unsere Schwerpunktthemen sind Familie, pflegebedürftige Angehörige und neue Mitarbeiter. In jedem dieser Bereiche wurde bereits eine Vielzahl von Maßnahmen unternommen, um für unsere Mitarbeiter die besten Einstiegs- und Arbeits­ voraussetzungen zu schaffen. Seit 2014 haben wir beispielsweise eine Betriebskita, die ein Anreiz für Familien mit Kleinkindern ist. Die Mitgliedschaft im FABEL-Service bietet unseren Mitarbeitern zudem Beratungs- und Vermittlungsangebote rund um die Organisation des Familienlebens. Dieser Service ist für die Mitarbeiter kostenlos.


Klinikum Lippe | Mitarbeiterförderung

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Foto: ©Francesco Ridolfi/iStock/Thinkstock

Familienbetreuung Lippe Eine Initiative lippischer Unternehmen und des Kreises Lippe: „Wir machen uns stark für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ Der FABEL-Service bietet den Mitarbeitern des Klinikums:

Wie sehen solche Maßnahmen in der Praxis aus? Wir bieten unseren Mitarbeitern verschiedene Arbeitszeitmodelle an, welche für sie am geeignetsten sind, Familie und Beruf oder Weiterbildungsmaßnahmen und Beruf miteinander zu vereinbaren.

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Des Weiteren haben wir drei Info-Mappen erstellt, in der die wichtigsten Informationen zu den Themen Elternzeit und Mutterschutz, pflegebedürftige Angehörige und Begrüßung neuer Mitarbeiter zusammengefasst sind. Somit ist gewährleistet, dass alle Mitarbeiter dieselben, einheitlichen Informationen erhalten und sie jeder Zeit einen Blick in die entsprechenden Unterlagen werfen können.

• • • • •

Wir übernehmen Verantwortung … für unsere Mitarbeiter • Gesundheitsförderung • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz • Bildungszentrum • Work + Family • Betriebs-Kita • FABEL

… für die Gesellschaft • Selbsthilfefreundliches Krankenhaus

… für unsere Region • Gesundheitsstiftung Lippe • Industrie in Lippe

… für die Umwelt • Abfallentsorgung/ -vermeidung • Energieeffizienz • Vermeidung /Minimierung von Gefahrenstoffe • Recycling Papier (kleeblatt)

Unterstützung bei der Kinderbetreuung Organisation einer Randbetreuung vor oder nach Kita und Schule Ansprechpartner und Organisationshilfe bei Familienangelegenheiten Babysitter-Service Ferienbetreuung Notfall-Betreuung von Kindern Orientierung und Vermittlung im Pflegefall Kurzfristige Betreuung von pflege­ bedürftigen Angehörigen

Die Mitarbeiter des Klinikums erhalten auf Wunsch eine individuelle Beratung in Fragen rund um die Familie. Durch die Unterstützung sollen sie bei der Regelung persönlicher Angelegenheiten entlastet werden. Die Angebote werden schnell vermittelt, wobei lediglich die Kosten für die vermittelten Leistungen anfallen.

Cornelia Reingruber Personalentwicklung Klinikum Lippe


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Klinikum Lippe | Babyschwimmen

Baby-Spaß im warmen Nass Es ist Donnerstagmorgen. Der Flur der Abteilung Physiotherapie wird zum Parkdeck für mindestens 6 Kinderwagen. Babies ab einem Alter von 3 Monaten kommen mit ihren Müttern und/oder Vätern zum Babyschwimmen. Schon beim Anblick des Schwimmbeckens hört man juchzende und glucksende Töne von den Kleinsten. Die sonst eher stille Abteilung wird mit lebhaften Geräuschen erfüllt. Die Kurse sind gut besucht, weil immer mehr Eltern erkennen, wie sie ihre Kinder altersentsprechend fördern können. Bewegungen im Wasser sind für die Babies leichter und machen noch mehr Spaß. Die Kleinen können das Element Wasser in vollen Zügen genießen und teilen diese Erfahrung mit Gleichaltrigen.

Senso- und psychomotorische Früherziehung Das Kurskonzept folgt dem Prinzip der sensomotorischen und psychomotorischen Früherziehung. Unter Sensomotorik versteht man die Verarbeitung sensorischer Reize in Bewegungsmuster. Psychomotorik ist Entwicklungsbegleitung über erlebnisorientierte Bewegung. Die Eltern werden angeleitet, Haltetechniken im Wasser anzuwenden, die den Kleinen Sicherheit vermitteln.

Unterschiedliche Hilfsmittel kommen unterstützend zum Einsatz, z. B. Schwimmringe für Babies, Schwimmflügel, bunte Wassertiere, Poolnudeln, Inselmatten, Tauchbögen, etc. Das Tauchen der Kleinen ist dann der Höhepunkt des Kurses. Die Kinder werden behutsam vorbereitet. Jedes Kind ist ganz individuell! Nach sanftem Anpusten werden die Kleinen kurz unter der Wasseroberfläche Richtung Mama oder Papa geleitet und tauchen ganz entspannt auf. Ein besonderes Erlebnis! Am Samstag sind zwei Termine ganz den Papas vorbehalten. Das Vater-Kind-Schwimmen hat seinen ganz eigenen Reiz, da Väter häufig weniger ängstlich im Umgang mit ihren Kindern sind. Da ist Spaß garantiert! Ein Erlebnis für die ganze Familie kann es aber trotzdem werden, wenn die Mamas Fotos für das Familienalbum schießen. Auch Großeltern sind regelmäßig zu Gast und herzlich willkommen. Nach 30 Minuten sind die Zwerge sichtlich erschöpft, schlafen tief und fest, so dass alle – auch die Eltern – einen schönen und entspannen Tag geschenkt bekommen.

Der Kurs umfasst 8 Einheiten à 30 Minuten. 6 Termine sind am Donnerstagmorgen. Durch Fantasiereisen in tropische Regenwälder verlieren die Babies Ängste vor dem Wasser, das hierbei von oben über den Kopf „regnet“. Selbst Eltern, die ihre Zwerge vor Beginn als Bademuffel bzw. wasserscheu geschildert hatten, sind erstaunt über die plötzliche Verwandlung ihres Kindes. Alle Aktivitäten sind freiwillig und auf die jeweilige Situation oder das Verhalten des Babies abgestimmt. Die kleine Gruppengröße macht es möglich, sich den Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes zu widmen.

Anmeldung Einfach telefonisch bei Andreas Grabsch 05232 80644


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Was grünt da so gesund? Während unsere Hausapotheken heute überwiegend mit Tablettenpackungen bestückt sind, sammelten unsere Vorfahren noch vor nicht allzu langer Zeit ihre Arzneimittel im Garten. Apotheker und Ärzte legten schon früh spezielle Heilpflanzengärten an, um benötigte Arzneien schnell verfügbar zu haben. So empfahl beispielsweise eine 1672 für die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg erlassene Medizinal- und Apothekerordnung die Anlage von Apothekenkräutergärten. Einen solchen Apothekergarten nach historischem Vorbild können die Besucher des LWL-Freilichtmuseums Detmold seit der Saison 2010 hinter dem Schönhof im Paderborner Dorf besichtigen. Ermöglicht wurde die Anlage dieses Gartens durch eine Kooperation des Freilichtmuseums mit dem Lippischen Apothekerverein. Die Heilpflanzenbeete sind nach den Organen und Einsatzgebieten gegliedert. Zahlreiche der zu findenden Pflanzen haben auch heute noch eine Bedeutung für die moderne Phytotherapie und die Homöopathie. Somit verweist der Garten nicht nur auf die historischen Verwendungen der Pflanzen, sondern spannt einen Bogen zur aktuellen Medizin. Gerade in Deutschland haben pflanzliche Arzneimittel einen großen Anteil an den verwendeten Arzneimitteln.

So findet man z. B. im Beet „Immunstärkung, Erkältungskrankheiten“ den Salbei (Salvia officinalis). Er ist ein allseits bekanntes Heilmittel bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich. Seine Blätter können frisch oder getrocknet als Aufguss zum Gurgeln oder als Tee genutzt werden. Zudem gibt es mit modernen Methoden hergestellte standardisierte Lösungen. Im Apothekergarten sind alle Pflanzen sowohl mit der deutschen als auch mit der lateinischen Bezeichnung gekennzeichnet. Bei den regelmäßig stattfindenden Führungen durch lippische Apothekerinnen und Apotheker werden die historische Bedeutung und die heutigen Einsatzgebiete vieler Pflanzen genau vorgestellt. In diesem Jahr sind wieder 10 Führungen durch den Apothekergarten geplant: 09.05.2015 23.05.2015 06.06.2015 20.06.2015 04.07.2015 18.07.2015 01.08.2015 15.08.2015 29.08.2015 12.09.2015 Die Teilnahme an den Führungen ist kostenfrei (Eintrittskarte für das LWL-Freilichtmuseum ist erforderlich); max. 10 Teilnehmer; Treffpunkt: Garteneingang hinter dem Schönhof/Paderborner Dorf. Bitte bis zwei Tage vor der Führung anmelden unter Telefon 05231 706-104

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Frühschwimmer und Bewegungshungrige nutzen das Lemgoer Eau-Le Freizeitbad Bewegen, Baden, Bahnen ziehen: Schwimmen bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung, kräftigt die Muskulatur, verbessert die Kondition und entspannt die Seele. Wer regelmäßig schwimmt, fördert seine Gesunderhaltung! Das Schwimmen gehört laut Umfragen zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten der Deutschen. „Bei uns nutzen immer mehr Menschen unsere beliebten Aqua-Kurse oder das preiswerte Frühschwimmer-Angebot“, berichtet Christian Piechuta, Bäderleiter des Lemgoer Eau-Le Freizeitbades. „Wer morgens schon ins kühle Nass eintaucht, geht auf jeden Fall beschwingt in den Tag und hat schon die erste Trainingseinheit hinter sich.“ Denn Schwimmen beansprucht die gesamte Muskulatur des Körpers. Das Gewebe wird gestrafft und Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich werden durch die Bewegung im Wasser sanft gelöst. Durch den Wasserdruck und die horizontale Körperlage wird zugleich der Bluttransport zum Herzen unterstützt. Generell trainiert das Schwimmen den Herzmuskel, sodass sich Schwimmerinnen und Schwimmer insgesamt fitter und kräftiger fühlen. Weitere Informationen: Eau-Le Freizeitbad · AquaSports · Saunaland der Stadtwerke Lemgo GmbH Pagenhelle 14 • 32657 Lemgo • Y 05261 255-224 • www.eaule.de

Foto: ©LWL-Freiclichtmuseum Detmold/Jähne

Der Apothekergarten im LWL-Freilichtmuseum Detmold


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Im Bild auf der rechten Seite haben sich 10 Fehler eingeschlichen. Kannst Du sie finden?

Als Krankenschwester brauche ich jeden Tag viele Dinge, um meine kleinen Patienten wieder gesund zu machen. Weißt Du, was ich dabei habe?

Da fehlt doch einer! Im Kindergarten sind die Schuhe durch­einander geraten und jetzt fehlt auch noch einer! Weißt Du welcher?

Bilder 1-3: ©Madeleine Enns/Sagner-Heinze

Foto: ©raetzeln/iStock/Thinkstock

Was gehört zu mir?


Magazin | Kinder

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Malen nach Zahlen

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Kannst Du schon die Zahlen? Dann nimm Dir doch einen Stift und verbinde die Punkte der Reihe nach. Na, was bin ich für ein Tier?

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Magst Du mich auch noch ausmalen? Mit einem schönen dicken Fell werde ich bestimmt ganz schnell wieder gesund!

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Wo bitte geht es nach draußen? Die Schlange Norbert hat sich verlaufen. Kannst Du ihr den Weg zeigen?

Malen: ©Madeleine Enns/Sagner-Heinze

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Wilma: ©Ingo Denart/Klinikum Lippe

Zeitvertreib

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Impressum Herausgeber Klinikum Lippe GmbH, Röntgenstraße 18, 32756 Detmold | ViSdP: Ingo Breitmeier

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Redaktion Petra Rosin | Tobias Heinze | Sarah Laukamp Auflage 50.000 Stück, Erscheinungsweise: 2 x pro Jahr je 50.000 Stück (Ausgaben: Frühling/Sommer und Herbst/Winter)

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Bildnachweis

Titel: ©Bel_Group/iStock/Thinkstock | Seite 3: ©Thorsten Doerk/Klinikum Lippe | Seite 6: ©Wavebreakmedia Ltd/iStock/Thinkstock | Seite 8: ©Thorsten Doerk/Klinikum Lippe| Seite 10: ©kzenon/iStock/ Thinkstock | Seite 11: ©Jill Chen/iStock/Thinkstock | Seite 12: ©altrendo images/Stockbyte/Thinkstock | Seite 13: ©Dr Oliver Stumpf | Seite 14: ©bbevren/iStock/Thinkstock | Seite 16-17: ©Ava Schnormeier | Seite 18: ©hanker81/iStock/Thinkstock | Seite 19: ©Martinan/iStock/Thinkstock | Seite 20-21: ©kzenon/iStock/ Thinkstock | Seite 22-23: Claudia Lublow/Sagner Heinze | Seite 24: Zeichnungen: Breithaupt Architekten/ Andreas Breithaupt, Senior: ©Andrea Markwitz | Seite 25: Seniorin: ©Andrea Markwitz, Ruhe: ©Dorothea Ruhe, Kuchen: ©Igor Oster | Seite 26: Hintergrund: ©karandaev/iStock/Thinkstock, Team: ©Thorsten Doerk/Klinikum Lippe, Salat: ©Richard Semik/iStock/Thinkstock, Fisch: ©GooDween123/iStock/Thinkstock | Seite 28: Hintergrund: ©karandaev/iStock/Thinkstock, Melone: ©belchonock/iStock/Thinkstock, Zucchini: ©MrDouzo/iStock/Thinkstock | Seite 29: Bruschetta: ©Kuvona/iStock/Thinkstock, Spargel: ©bhofack2/ iStock/Thinkstock | Seite 30: Thorsten Doerk/Klinikum Lippe | Seite 31: ©Dr Hans Joachim Keil | Seite 32: Vieregge: ©Gesundheitsstiftung Lippe ©Melinda Fawver/iStock/Thinkstock | Seite 34: ©Tim Dechent | Seite 35: Thorsten Doerk/Klinikum Lippe | Seite 36: ©dnberty/iStock/Thinkstock | Seite 40: ©Stockstyle/ iStock/Thinkstock | Seite 41: ©Francesco Ridolfi/iStock/Thinkstock | Seite 43: ©LWL-Freilichtmuseum Detmold/Jähne | Seite 44: Bilder 1-3 ©Madeleine Enns/Sagner-Heinze, Gummistiefel: ©raetzeln/iStock/ Thinkstock | Seite 45: Malen: ©Madeleine Enns/Sagner-Heinze, Schlange: ©wasja/iStock/Thinkstock | Seite 46: Wilma:©Ingo Denart/Klinikum Lippe, Hase:©anpannan/iStock/Thinkstock | Seite 47: ©IgorZakowski/ iStock/Thinkstock | Seite 48: ©André Kowalski

Verlag sagner-heinze Werbeagentur GmbH, Lagesche Straße 15E, 32657 Lemgo | info@sagner-heinze.de | www.sagner-heinze.de Gestaltung und Realisation sagner-heinze Werbeagentur GmbH Anzeigenverwaltung und Anzeigenverkauf Anke Garnjost | sagner-heinze Werbeagentur GmbH Tel. 05261-288950 | a.garnjost@sagner-heinze.de Bankverbindung sagner-heinze Werbeagentur GmbH | Volksbank PaderbornHöxter-Detmold | IBAN DE67472601218280579200 | BIC DGPBDE3MXXX Bei diesem Magazin wurde auf eine möglichst nachhaltige Produktion Wert gelegt. Der Umschlag stammt aus nachhaltigem Rohstoffanbau und ist FSC zertifiziert. Alle Inhaltseiten bestehen aus 100% Altpapier, ausgezeichnet mit dem Blauen Engel. Die Einsparpotenziale bei diesem Papier (gegenüber Papier aus Frischfasern) liegen ca. 12 Tonnen Holz, über 60% weniger Energie­ verbrauch, über 50% weniger Wasserverbrauch und über 50% weniger CO2 Emissionen (Quelle: www.steinbeis.de). Das Magazin wurde von der Bonifatius GmbH, einer in den Bereichen Umweltmanagement und EMAS zertifizierten Druckerei, ohne schädlichen Industriealkohol und mit Energie aus 100% Wasserkraft produziert. Weiterhin wurden die zwangsläufig anfallenden CO2-Emissionen mittels Klimaschutzprojekten kompensiert.

Die nächste Ausgabe (Herbst/Winter 2015) erscheint am 19. Oktober 2015

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Knifflig: Füllen Sie die leeren Felder so mit den Zahlen 1 bis 9, dass jede Ziffer in jeder Spalte, in jeder Zeile und in jedem Block (3x3-Unterquadrat) genau einmal vorkommt.


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Fürst wilde von Gemüse- Monaco pflanze † 2005

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Wasservogel

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Erderschütterung

kleiner Barockengel

englischer Gasthof

nicht gebraucht

Tonbezeichnung deutsche Eiskunstläuferin

lateinisch: ich

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Keimzelle

Jugendlicher

ArnoZufluss (Italien)

Arzt: ©IgorZakowski/iStock/Thinkstock

Aussicht, Rundumblick

kostbar, selten

lateinisch: Bete!

gewaltig

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Kreuzworträtsel

Entfernungsmesser

Aristokrat

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Jugendlicher

Lösungswort

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Fremdwortteil: groß

Figur der Quadrille

Keimzelle

Volk in Ningsia (China)

Kennwort

Geistesblitze, Ideen

erster Generalsekretär der UNO

deutsche Eiskunstläuferin

ArnoZufluss (Italien)

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Magazin | Yoga für alle

Foto: ©André Kowalski

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Viel gelacht in OWL Interview mit Jürgen von der Lippe


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Jürgen von der Lippe Beim Dehnen singe ich Balladen Geschichten und Glossen In jeder Ausgabe des kleeblatts sprechen wir mit einer Person des öffentlichen Lebens, die aus dem schönen Lipperland stammt. Diesmal hat sich Jürgen von der Lippe Zeit für uns genommen, der 1948 in Bad Salzuflen das Licht erblickte. Von der Lippe sprach mit uns über seine Karriere, seine Leidenschaft für Bücher – und über Pickert. Jürgen von der Lippe kann auf eine lange und vielseitige Karriere zurückblicken: Er moderierte TV-Shows wie „Donnerlippchen“ und „Geld oder Liebe“, die ein Millionenpublikum fanden und tourt regelmäßig mit einem wechselnden Comedy-Programm durch Deutschland. Zusätzlich zu seiner Rolle als Entertainer hat Jürgen von der Lippe bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Sein neuestes Werk „Beim Dehnen singe ich Balladen“ (Knaus Verlag) erschien Anfang des Jahres, verkaufte sich bereits 50.000 Mal und ist seit Wochen auf der SPIEGEL-Bestseller-Liste zu finden. Herr von der Lippe, Ihr neues Buch heißt „Beim Dehnen singe ich Balladen“. Wie steht es um Ihre Fitness im Alter und welche Ballade hören Sie beim Dehnen? Die zwei passenden Lieder, die meine eigene Fitness wiedergeben, wären wohl für meinen rechten Arm Elvis mit „Love me Tender“ und zu meiner Linken Engelbert mit „Please release me“. Die Spreewaldgurke ist ein wiederkehrendes Thema in Ihrem Comedy-Programm, gehört sie zu Ihren Lieblingsspeisen? Und kennen Sie auch ein paar der lippischen Spezialitäten? Die Spreewaldgurken habe ich besungen und sie sind auch toll, aber unter Lieblingsspeisen verstehe ich schon etwas Komplexeres, wie Pizza, Spaghetti Puttanesca, Chicken Vindaloo oder Iskender Kebap, um nur einige meiner Lieblingsgerichte aus aller Welt zu nennen. Natürlich kenne ich auch das lippische Nationalgericht, den Pickert, hier frisch aus dem Internet gezogen:

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Lippischer Pickert ZUTATEN für 4 – 6 Personen 6 große Kartoffeln ein kleiner Würfel Hefe (ca. 2 cm Kantenlänge) etwas Milch 8 Eier 650 g Mehl 250 g Rosinen Salz Speiseöl Die Kartoffeln gründlich zu Kartoffelmasse schaben, die Hefe in etwas Milch auflösen und die Eier (Eiweiß und Eigelb zusammen) in einer Schüssel so lange schlagen, bis sie vollständig vermischt sind. Hefemilch und Eiermasse zur Kartoffelmasse geben und verrühren. Etwas Salz hinzufügen – die Menge variiert nach Geschmack. Dann Mehl und die Rosinen hinzufügen und durchrühren. Der Teig wird bei Zimmertemperatur etwa zwei Stunden benötigen, um aufzugehen. Danach Öl in der Pfanne erhitzen und Handtellergoße Mengen Teig in die Pfanne geben und braten. In einer durchschnittlichen Pfanne kann man vier Pickert gleichzeitig braten. Die Pickert einmal umdrehen, wenn sie an den Seiten braun werden. Traditionell werden Pickert je nach Geschmack mit Apfelmus oder Leberwurst bestrichen oder pur gegessen.


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Magazin | Interview

Mit dem Klassiker der lippischen Küche sind Sie also vertraut. Konnten Sie als geborener Salzufler Eigenschaften an sich feststellen, die man dem gemeinen Lipper nachsagt? Böse Zungen behaupten ja, der Lipper sei geizig und mundfaul. Nein, tatsächlich kann ich weder das eine noch das andere feststellen. Mein Vater war Ostwestfale, zwar überhaupt nicht geizig, aber doch mundfaul. Ich bin jedoch beides nicht, Mundfaulheit wäre auch wirklich schlecht bei meinem Beruf. Meine Mutter stammte aus Bottrop und war Köchin. In dem Fall komme ich wohl mehr nach meiner Mutter, denn das Interesse am Kochen habe ich von ihr in vollem Umfang geerbt. Sie haben in Ihrer Karriere schon in vielen EntertainmentBereichen gearbeitet: Sie haben TV-Sendungen moderiert, Musik-Alben aufgenommen und Bühnenauftritte absolviert. Was hat Ihnen am meisten Spaß bereitet? Genau diese Mischung macht mir Spaß, das Hin- und Herspringen zwischen den einzelnen Disziplinen, so kann

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keine Langeweile aufkommen. Aber hauptberuflich bin ich natürlich Bühnenkomiker, wobei ich mir jetzt zunehmend mehr Zeit zum Schreiben wünsche. Gab es einmal einen brenzligen Moment im TV, bei dem Sie richtig ins Schwitzen geraten sind? Schwitzen tut man immer, die Scheinwerfer sind schon lecker warm, aber sonst natürlich nicht. Wie hat sich Ihre Sicht auf die eigene Karriere verändert? Gibt es Dinge, die Ihnen früher wichtiger waren? Oder spielen heute andere Dinge eine Rolle, die Ihnen damals völlig egal waren? Ich versuche mich nach wie vor ständig zu verbessern, mit zunehmendem Alter ändert sich natürlich die Sicht auf die Dinge. Ich finde es nicht gesund, immer zurück zu schauen und zu sagen: Früher war alles besser. Ich blicke schon jetzt auf ein interessantes Leben und viel Lebenserfahrung zurück und das möchte ich nicht missen. All das fließt natürlich auch beim Schreiben mit ein. Sie sind ständig auf Tour mit Ihrem Comedy-Programm und in ganz Deutschland unterwegs. Was können Sie uns über die „Humorverteilung“ in Deutschland sagen? Worüber wird in Bayern gelacht, aber nicht in OWL oder andersrum? Humor ist in uns. Wir müssen ihm nur eine Chance geben. Da bringen auch all diese Schubladen und Klassifizierungen nichts, das ist vollkommener Unsinn. In Bayern lachen die Menschen genauso viel und herzlich wie in OWL auch. Was ist Ihnen an anderen Menschen wichtiger: Humor oder Intelligenz? Humor ohne Intelligenz kann sich schlecht äußern und Intelligenz ohne Humor ist ein schweres Los. Beides ist also sehr wichtig. Sie haben jahrelang „Geld oder Liebe“ moderiert. Mussten Sie sich auch schon einmal privat entscheiden: Geld oder Liebe? Ich würde einfach sagen, dass ich beides habe. Da muss zum Glück keine Entscheidung in Betracht gezogen werden. In der von Ihnen moderierten WDR-Sendung„Was liest du?“ haben Sie Ihre Gäste nach deren Lieblingsbüchern gefragt. Verraten Sie uns, welche Bücher Sie nachhaltig beeindruckt und bewegt haben? Das ist jetzt ein Fass ohne Boden, aber ich versuche mich mal auf meine aktuellen Lieblinge zu beschränken: 


Bücher

Buchtipps von Jürgen von der Lippe Joachim Meyerhoff Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war Der Protagonist verbringt seine Kindheit inmitten von geistig und körperlich Behinderten in einer Kinder-und Jugendpsychatrie, die sein Vater leitet, während seine italienische Mutter sich um den Alltag mit den drei Söhnen kümmert. Das Buch portraitiert das Leben inmitten der Anstalt und das Miteinander mit den Patienten, das mit einem wohlwollenden Auge und sehr positiv geschildert wird. Gegen Ende geht es dann bei den Eltern jedoch ans Eingemachte. Ein liebevoller, aber auch sehr präziser Blick auf das sogenannte Normale und Unnormale. Ein großes und zugleich anspruchsvolles Lesevergnügen.

John Williams Stoner Das Original ist von 1965, wiederentdeckt wurde das Buch 2006. Die deutsche Übersetzung des Buches erschien im Jahr 2013. Der Autor John Williams, verstorben im Jahr 1994, brach erst das Studium ab, promovierte jedoch später und ging an die Uni als Dozent, an der er studiert hatte. Genau wie der Held des Buches. Ein eigentlich tieftrauriges und ungemein anrührendes Buch, welches unserem Helden wenig erspart. Gerade die privaten, sexuellen, beruflichen, zwischenmenschlichen Beziehungen und Empfindungen werden mit dem Skalpell herausgelöst und unter dem Mikroskop betrachtet. Geschrieben ist das Buch in einer wunder­ baren Sprache, die überhaupt nicht antiquiert wirkt. Ein ganz großes Buch.

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Lee Child Wespennest In seinem neuesten Buch lässt der Altmeister es richtig krachen, fast als hätte er sich gesagt: Jetzt zeige ich den neuen harten Jungs – den Don Winslows, den Paul Robert Smiths und Deon Meyers dieser Welt – mal, was eine Harke ist. Childs langjähriger Protagonist Jack Reacher betreibt hier Selbstjustiz wie zu Charles Bronsons besten Zeiten. Das Ganze nur in echt, Zeitlupe und ohne irgendwelche Skrupel. Das Buch sorgt für einen klasse Lesespaß auf 300 Seiten ohne einen einzigen Durchhänger. Und am Ende des Buches wartet noch eine dicke Überraschung auf den Leser.

Marc Elsberg Blackout Vielleicht ist das Buch ein wirklich neuartiger Action-Reißer, abseits von Serienmördern, der deshalb so intensiv wirkt, weil sich der Leser das Geschilderte so gut vorstellen kann. Dieser Krimi setzt sich mit einem Hacker­ angriff auseinander, der die ganze Welt verändern soll. Spannend, mitfiebernd und aufregend zugleich.

Billy Chrystal 65 Allen, die sich für Comedy und Film interessieren, sei die tolle und super witzige Biographie von Billy Crystal „65“ ans Herz gelegt. Der US-amerikanische Komiker, Schauspieler und Regisseur wurde durch Filme wie „Harry und Sally“ oder durch seine Auftritte in der „Saturday Night Live“-Show berühmt. In seiner Biographie berichtet er genau über diese prägenden Ereignisse in seinem Leben und spricht ganz offen darüber, wie schwer ihm das Altwerden fällt.

Michel Houellebecq Unterwerfung Auf der Spiegel-Bestsellerliste komme ich an dem neuen Roman von Michel Houellebecq nicht vorbei. „Unterwerfung“ ist ein klasse Roman, bis auf die zu langen geisteswissenschaftlichen Tiraden. In dem Roman geht es um den Literaturwissenschaftler François, der in Frankreich lebt und forscht. Die Präsidentschaftswahl steht an und welche Folgen dieses Ereignis mit sich bringt. Durch diese Wahl scheint ein Bürgerkrieg entstehen zu können, was den Literaturwissenschaftler dazu veranlasst das Land zu verlassen ohne ein Ziel vor Augen zu haben. Somit beginnt eine Reise für ihn in sein Inneres.


© gornist – Fotolia.com

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Partner Partner Partner des des des Partner des Klinikums Klinikums Klinikums Lippe Lippe Lippe Klinikums Lippe

Dienstleister Dienstleister Dienstleister für fürdas für das das stationäre stationäre stationäre und und und ambulante ambulante ambulante Gesundheitswesen Gesundheitswesen Gesundheitswesen vorausschauen vorausschauen vorausschauen ––begreifen begreifen – begreifen ––unterstützen unterstützen –ambulante unterstützen ––lösen lösen –Gesundheitswes lösen Dienstleister für das stationäre und      

vorausschauen – begreifen – unterstützen – lösen  Versicherungskonzepte Versicherungskonzepte Versicherungskonzepte  Risikomanagement Risikomanagement Risikomanagement Versicherungskonzepte  Schadenmanagement Schadenmanagement Schadenmanagement Risikomanagement Schadenmanagement

 D-32758  D-32758 Klingenbergstraße Klingenbergstraße Klingenbergstraße 44 4  D-32758 Detmold Detmold Detmold  Telefax  Telefax  Telefax Telefon Telefon Telefon +49 +49 (0) +49 (0) 5231 5231 (0) 603-0 5231 603-0 603-0 +49 +49 (0) +49 (0) 5231 5231 (0) 603-197 5231 603-197 603-197  www.ecclesia-gruppe.de  www.ecclesia-gruppe.de  www.ecclesia-gruppe.de info@ecclesia-gruppe.de info@ecclesia-gruppe.de info@ecclesia-gruppe.de Klingenbergstraße 4  D-32758 Detmold Telefon +49 (0) 5231 603-0  Telefax +49 (0) 5231 603-197 Ecclesia Ecclesia Ecclesia Versicherungsdienst Versicherungsdienst Versicherungsdienst GmbH GmbH und und MediCura und MediCura MediCura Versicherungsservice Versicherungsservice Versicherungsservice  GmbH info@ecclesia-gruppe.de www.ecclesia-gruppe.de    VMD    Staun VMD VMD Versicherungsdienst Versicherungsdienst Versicherungsdienst GmbH GmbH GmbH Staun Staun GmbH GmbH GmbH Versicherungsmakler Versicherungsmakler Versicherungsmakler Union Union Union Versicherungsdienst Versicherungsdienst Versicherungsdienst GmbH GmbH GmbH und  GRB MediCura ECCLESIA ECCLESIA ECCLESIA mildenberger mildenberger mildenberger HOSPITAL HOSPITAL HOSPITAL GmbH GmbH GmbH GRB Gesellschaft GRB Gesellschaft Gesellschaft fürfür Risiko-Beratung Risiko-Beratung für Risiko-Beratung mbH mbH mbH Ecclesia Versicherungsdienst GmbH Versicherungsservice Union Versicherungsdienst GmbH  VMD Versicherungsdienst GmbH  Staun GmbH Versicherungsm ECCLESIA mildenberger HOSPITAL GmbH  GRB Gesellschaft für Risiko-Beratung mbH

Kleeblatt | Ausgabe 02 | Frühling/Sommer 2015  

Die zweite Ausgabe des Gesundheitsmagazins „kleeblatt“ vom Klinikum Lippe dieses Mal rund um spannende Themen wie „Sanfte Trainingsmethode:...

Kleeblatt | Ausgabe 02 | Frühling/Sommer 2015  

Die zweite Ausgabe des Gesundheitsmagazins „kleeblatt“ vom Klinikum Lippe dieses Mal rund um spannende Themen wie „Sanfte Trainingsmethode:...

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