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03.04.1 2

Knauber (Troisdorf) im Check

Seite 1 Zooladencheck

Auswahl: An der Menge der Auswahl war nichts zu bemängeln, doch leider vielen einige haltungswidrige Dinge ins Auge: zu kleine Laufräder, Hamsterwatte und zu kleine Käfige.

Seite 2-3 Die Haltung: Buschschwanz- Sofort aufgefallen ist, dass hinten im Terarrium eine einsame rennmaus Rennmaus saß, sie wurde anscheinend von den anderen drei

ausgeschlossen. Außerdem war viel zu wenig Einstreu im Terra.

Witz des Gut war jedoch, dass es eine Versteckmöglichkeit gab und auch Monats ein Sandbad. Seite 4-6 'nagerschutz.de' Zustand der Rennmäuse:

Die Renner machten einen guten Eindruck, hatten kein struppiges Fell und klare Augen. Seite 7 der anderen Seite waren die Rennmäuse leider mit ~6 Wohnungssuche Auf Wochen viel zu jung.

Beratung: Gut an der Beratung war, dass uns mindestens ein 80er Aquarium vorgeschlagen wurde. Die negativen Aspekte überwogen jedoch: Der Mitarbeiter konnte nicht sagen wie alt genau die Rennmäuse sind und woher sie kommen. Er hat uns eine 3er-Gruppe vorgeschlagen. Außerdem wurde auch bei Nachfrage keine Info-Broschüre mitgegeben.

Fazit: Man mekt, dass Knauber kein reiner Zooladen ist und die Mitarbeiter auch für andere Abteile arbeiten. Der Zustand der Tiere ist sicherlich nicht schlecht, trotzdem ist ein guter Züchter zu bevorzugen, bei dem man sich sicher sein kann, dass die Tiere nicht zu jung von der Mutter getrennt wurden und man sich bei Problemen an einen Experten wenden kann.


Witz des Monats Zwei Mäuse haben im Wald einen Elefanten aufgestöbert. Sagt die eine: "Toll, den braten wir uns, Du bewachst ihn und ich hole unterdessen Brennholz." Als sie zurückkommt steht die andere Maus da und jammert: "Der Elefant ist weggelaufen!" "Lüg doch nicht," zischt die Holzsammlerin: "Du kaust ja noch!"


"Wichtig in der Haustierhaltung ist, dass der Mensch sich nach den Bedürfnissen des Tieres richten muss, und nicht umgekehrt." Auf 'nagerschutz.de' wird über Nager und ihre Haltung informiert und beraten. Freiwillige nehmen Kleintiere auf und kümmern sich, bis sich neue Halter finden. Außerdem werden vernachlässigte Tiere aufgepeppelt. 'Nagerschutz.de' vermittelt die Tiere und achtet dabei auf die zukünftigen Haltungsverhältnisse. Dafür werden immer auch Tierbesitzer gesucht, die Vor- und Nachkontontrollen durchführen und ggf. vermittelte Tiere transportieren. Wer helfen will kann also einiges machen! Des Weiteren kann man sich Flyer herunterladen und in Tierheimen, bei Tierärzten oder in der Innenstadt verteilen und so zur Aufklärung beitragen. Der "Vater" der Website hat sich ein bischen Zeit genommen und sich unseren Fragen gestellt: Hallo Herr Brunner, Sie sind der Initiator des Projektes 'nagerschutz.de'. Wann und wie sind Sie auf die Idee gekommen diese Website aufzubauen?

Ich habe früher selber mongolische Rennmäuse und Zwerghamster gezüchtet, bis mir klar wurde, wie die Zucht Tiere instrumentalisiert, Zum Wohle des Menschen, zum Nachteil des Leidenen, stummen Tieres. Darauf hin kam mir der Gedanke etwas für die kleinen Nager zu tun, denn es gab ja sogut wie nichts für Kleinnager. Selbst im sogennnaten Tierschutz werden diese kleinen Lebewesen eher belächelt als ernst genommen und fristen so ein geduldetes aber nicht wirklich gewolltes Dasein! Was meinen Sie genau? Rennmäuse werden jetzt ja nicht wie zum Beispiel Pferde zum Wettreiten gezüchtet.

Alleine Tiere hinter Glas einzusperren ist Tierquälerie. Eine Rennmaus in Gefangenschft kann niemals ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben. Davon abgesehen das meistens nicht mal die Mindesgröße von Unterkünften eingehalten werden. Nachwievor geben die sogenannten Züchter, ich nenne sie lieber Vermehrer, ihre Tiere in 80cm Gehege ab. Dann ist die gleichgeschlechtliche Gruppenhaltung auch ein Problem, sie kommt ja so in der Natur niemals vor. Deswegen auch diese Problematik auseinanderbrechenden, streitenden und kämpfenden Gruppen. Also sollte man Ihrer Meinung nach gar keine Haustiere halten?

Wenn ein Kleinnager sein Leben hinter Glas verbringt, ist so als wenn wir unser Leben lang die Wohnung nicht verlassen könnten. Ja, generell bin ich deswegen gegen Haustierhaltung! Man muss das auch so sehen, dass es im Grunde nur darum geht, dass ein milliardenschwerer Industriezweig daran interessiert ist Futter und Zubehör zu verkaufen; die Tiere sind nur Mittel zum Zweck! Der Grossteil der Tiere kommt immer noch aus dem Zoohandel und wir beide wissen, wie die Massenzucht aussieht. Das ist Tierquälerei und Ausbeutung auf sehr hohem Niveau, was nur noch durch die industrielle Massentierhaltung getoppt wird.


Aber trotzdem vermitteln Sie ja auch die Tiere auf Ihrer Homepage. Widerspricht sich da nicht Ihr Anspruch auf eine haustierlose Gesellschaft?

Es sind nunmal Tiere da, man kann sie ja schlecht alle töten. Deswegen versuchen wir diese dann in bestmöglichste Standards zu vermitteln. Mir ist auch klar, dass es weiterhin Haustierhaltung geben wird, deswegen wollen wir die Leute wenigstens so gut es geht informieren und aufklären. Gut. Welche Ziele hatten Sie beim Start des Projekts?

Damals ging es mir erstmal darum, Tiere aus schlechter Haltung aufzunehmen, zu pflegen und weiter dann diese Tiere bestmöglichst zu vermitteln. Ein wichtiges Bedürfnis bei meiner Arbeit ist auch die Vergesellschaftung von Rennmäusen. Leider werden immer noch viele Rennmäuse alleine gehalten, nachdem der Partner gestorben ist. Und es geistern leider noch viele Mythen und Halbweisheiten umher, über die Rennmaus-VG. Hier will ich den Leuten Aufklärung geben und bei der VG unterstüzten Und in wie weit haben Sie das Ziel Ihrer Meinung nach erreicht? Oder anders gefragt: Wie zufrieden sind Sie mit den bisherigen Ergebnissen?

Wenn man diese Art von Tierschutz, die wir alle hier betreiben, mal objektiv betrachtet, kratzen wir nur an der Spitze des Eisbergs. Wir können einigen wenigen Lebewesen ein besseres Leben ermöglichen, aber die Dunkelziffer ist zu gross. Es leiden und vegetieren millionen von Nagern und Kleintieren in deutschen Wohnungen. Es kann nur etwas geändert werden, wenn man an der Ursache ansetzt und nicht nur an den Symptomen und das ginge nur politisch. Leider versperren sich deutsche Politiker einem Heimtiergesetz wie es in Österreich oder der Schweiz vorhanden ist. Damit haben Sie gleich ein Thema angesprochen, welches ich auch auf dem Zettel hatte: Was halten Sie vom momentanen Tierschutzgesetz? Und was würden Sie ändern?

Leider wird es sehr aufgeweicht, vor allem in der Massentierhaltung. Da gelten diese Gesetze ja gar nicht mehr. Dann werden Verstösse auch zu wenig von den Ämtern geahndet. Profit und Lobby stehen immer noch über dem Wohl der Tiere. Es kann auch nicht angehen, dass Tiere vor Gesetz als Ware gelten. Es sind fühlende Lebewesen wie wir Menschen auch. In einigen Bereichen gehört das Tierschutzgesetz sicherlich verschärft, aber dann muss es auch konsequent umgesetzt werden. Gibt es denn eine (größere) Partei die sich dafür einsetzt, auch im Hinblick auf die Landtagswahlen in NRW?

CDU/CSU/FDP sind ja generell Verweigerer. Die Grünen haben in Ihrem Programm ja auch den Anspruch auf Tierrechte. Leider sieht man ja momentan in Baden-Würtemberg, dass sie dann, wenn sie selber an der Macht sind, das ganze nicht mehr so ernst nehmen. Z.B. ein grüner Bürgermeister in Thübingen der sich für Tierversuche an Primaten und für Legebatterien ausspricht.


Generell hat sich die Grüne Landesregierung in Baden-Würtemberg also nicht wirklich gegen Tierversuche ausgesprochen. Vom Parteiprogramm wären noch die ÖDP und die Tierrechtspartei da. OK. Dann kommen wir mal wieder zurück auf das eigentliche Thema. Mit den "Solo-Nagern" ist ja ein weiteres Projekt im Aufbau, worum geht es dabei genau?

Solo-Nager ist ein Projekt gegen die Einsamkeit von Gruppentieren. Wir möchten hier aufklären, warum es so wichtig ist, Gruppentiere nicht alleine zu halten. Wir bieten eine Plattform um nach einsamen Nagern für eine Vergesellschaftung zu suchen, bzw. diese anzubieten. Außerdem möchten wir Information, Beratung und Hilfestellung rund um die Vergesellschaftung von Nagetieren anbieten. Hier können die Tierhalter einzelne Nager zur Vermittlung anbieten und gleichzeitig danach suchen; sozusagen eine Partnerbörse für Nagetiere. Wir möchten den Leuten auch Mut zusprechen, ihre einsamen Tiere zu vergesellschaften und sind dann auch unterstüzend und helfen dabei. Cool! Haben Sie denn vor dem Nagerschutz in anderen Tierschutzorganisationen mitgearbeitet? Dieser Erfolg kommt doch nicht von ungefähr, oder?

Nein! Wie gesagt bin ich vom Züchter ohne Übergang zum Tierschützer und jetzt Tierrechtler geworden. Aber ich habe viel Zeit, Kraft und Herzblut in den Nagerschutz gesteckt. Und natürlich auch Geld! Wichtig ist aber, sich mit anderen Organisationen auszutauschen. Erfahrungen auszutauschen aber auch Tipps und Erfahrungen anzunehmen. Das Wichtigste ist ganz einfach: Man muss immer das wohl der Tiere im Auge haben, denn nur darum geht es. Persönliche Eitelkeiten und Stolz haben im Tierschutz nichts verloren! Verantwortungsvolle Haustierbesitzer wollen ihr Tier doch nicht nur am Leben halten, sie wollen es glücklich und munter sehen. Dazu gehört eben neben der Befriedigung der körperlichen Bedürfnisse, auch die Befriedigung geistiger, seelischer Belange des Tieres. Wichtig in der Haustierhaltung ist, dass der Mensch sich nach den Bedürfnissen des Tieres richten muss, und nicht umgekehrt. Wer nicht bereit ist das Wohl des Tieres der eigenen Bequemlichkeit voranzustellen, sollte sich auch besser kein Haustier holen. Okey, das ist doch ein schöner Abschlusskommentar! Dann bedanke ich mich recht herzlich für die Zeit die Sie sich genommen haben. Noch abschließende Sätze oder Meinungen die Sie loswerden möchten?

Es wäre mir ein Anliegen, dass sich die Menschen, die sich ein Haustier zulegen wollen vorab gründlich über die Haltung und Ernährung informieren, auch über die Nachteile der Haustierhaltung und sich bitte bitte keine Tiere aus dem Laden oder vom Züchter holen. Egal ob Hund, Katze, Maus oder Hamster, die regionalen Tierheime und privaten Pflegestellen sind alle voll mit Tieren die auch eine Chance auf ein ordentliches Leben verdient haben. Herr Born, ich bedanke mich für das Interview!


Wohnungssuche Cinderella ist eine hübsche Chinchilla Dame,die im Tierheim Troisdorf auf ein neues Zuhause wartet. Cinderella war schon mal vermittelt,würde aber wieder zurück gebracht,weil sie sich mit den vorhandenen Chinchilla nicht verstanden hat.Jetzt sucht sie einen kastrierten Bock oder eine Chinchilla Gruppe in einer artgerechten Haltung. Wenn Sie Interesse an Cinderella haben, melden sie sich im Tierheim Troisdorf. Emma ist eine schwarze Kaninchendame. Sie wurde am 1 4.02.2011 im Tierheim Duisburg geboren und nach einem kurzen Intermezzo bei Besitzern, aufgrund von Streitigkeiten wieder abgegeben. Das Widderkaninchen liebt viel Auslauf und hat schon ein paar Tricks, wie auf den Schoß springen, gelernt. Zusammen mit ihrer Mutter soll die Dame am besten in eine Familie mit großem Garten vermittelt werden. Falls Sie sich nun verliebt haben in Emma melden Sie sich beim Tierschutzzentrum Duisburg!

Tiermessies sind Menschen, die ein psychologisches Problem haben. Oft aufgrund von Isolation und Einsamkeit horten die Menschen Tiere als Ersatz für Freunde. Die Tiere leben dabei unter schlechtesten Bedingungen, denn den Tierhortern wächst der sich rasch vermehrende Tierbestand schnell über den Kopf. Die Menschen selber sind dafür nicht Über 200 Tiere auf engstem zu verurteilen, sie sehen sich selber als Tierschützer und Raum KÖNNEN gar nicht verstehen, dass es den Tieren schlecht geht. Wohin das führt zeigt ein Beispiel in Türkheim. Dort hortete ein Tiermessie etwa 1 20 Zwerghamster und 80 Rennmäuse. Die Zustände waren grauenhaft, doch der Messie hat sich für Hilfe geöffnet und so suchen nun 80 Renner ein neues Zuhause oder zumindest eine Pflegestelle. Die Zwerghamster konnten schon an Pflegestellen und Endstellen vermittelt werden, während viele Rennmäuse den Horror noch nicht überstanden haben. Dank freiwilligen Helfern konnten gut 25% der Renner schon so weit aufgepeppelt werden, dass sie zur Vermittlung freigegeben wurden. Wer also noch etwas Platz hat, für zwei hilflose und im Leben gequälte Mäuse sollte sich auf folgender Homepage melden: http://www.nagerschutz.de/grosser-notfall-in-tuerkheim.html Kritischer Zustand!

Stay smart!

Aprilausgabe  

Klein und Smart- Die 4. Ausgabe im Jahr 2012

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