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fall netz

Das Opfer

weiß nicht

DOKUMENTATION MACHT | SCHULE | THEATER 2010/11 Ein Theaterstück von und für Jugendliche zum Thema „Gewalt: Cybermobbing” Personen Zum Thema Projektablauf Bericht der KünstlerInnen Szenentexte Feedback und Presseberichte Print, Video & Web

warum es

Opfer ist


fall netz

Ein Theaterstück von und für Jugendliche zum Thema „Gewalt: Cybermobbing” VON Elisabeth Nelhiebel, Caroline Richards und den SchülerInnen der NMS Nonntal und des BG Seekirchen MIT Alexander Straubinger, Amadeus Pendl, Benedikt Rothbart, Bianca Schmutzler, Büsra Köksal, Caroline Baumgartner, Christian Pospischil, Christina Savel, Cornelia Siller, Elisabeth Feichtlbauer , Emina Beganovic, Erek Janssen, Hannah Güntert, Imani Zakriev, Jana Angerer, Julian Gell, Klara Arminger, Larissa Pichler, Leila Omerovic, Leopold Rakar, Magdalena Sedmak, Manpreet Dhinjan, Max Güntert, Melanie Juric, Melissa Tausch, Merve Dogan, Michael Wieneroiter, Nico Dzolic, Patricia Kaspar, Rabia Eskil, Raphael Moser, Recep Yarat, Sandra Staffen, Sarah Reindl, Sebiha Esenbahar, Sophie Zehentner, Suelnur Yasaryildiz, Suhaila Behsudi Mehrabi, Susanne Fiala, Tolgahan Kurt LEHRERiNNEN Dipl.-Päd. Eva Löchli, Dipl.-Päd. Erika Peterleitner, Dipl.-Päd. Johanna Weitgasser, Prof. Mag. Wolf Junger REGIE Elisabeth Nelhiebel und Caroline Richards MUSIK Axel Müller AUSSTATTUNG Anne Buffetrille VIDEO Michael Uitz BÜHNENBAU Harald Schöllbauer GRAFIK Julia Fink PRODUKTIONSLEITUNG Markus Steinwender PRODUKTIONSASSISTENZ Martin Dietrich, Walter Lechner PRODUKTION kleines theater.haus der freien szene für Macht|schule|theater 2010/11 mit Unterstützung von bm:ukk, Kulturkontakte Austria und ERSTE Salzburger Sparkasse Kulturfonds


Das „Opfer” weiß nicht, warum es ein Opfer ist. Wehren kann es sich nicht wirklich gegen die Beleidigungen, die Anschuldigungen, die unterstellten Wahrheiten, die Vorwürfe, die Lügen, den Neid, der ihm entgegengebracht wird, genauso wie die Eifersucht, der Hass, die Wut, alle Emotionen halt, die man – als „Täter” – gerne mal los wird, gegen Lehrer, die Eltern, Geschwister oder einfach mal so gegen diesen einen Mitschüler oder diese einen Mitschülerin. Warum gerade der oder die? Weiß nicht, so halt, würde der Täter sagen, weil sie blöd ist, weil er ein Streber ist, weil sie kein Geld hat, weil er sich für Zimmerpflanzen interessiert, weil sie sich überhaupt für etwas interessiert, weil er halt ist, wie er ist. Dieses „Opfer“ ist unsere Hauptfigur, die genaue Geschichte des- oder derjenigen gilt es noch herauszufinden. Es erzählt uns seine Geschichte. Dabei hat es die Fäden in der Hand: es lässt seine Figuren tanzen, es bestimmt, wer etwas zu sagen hat, wer etwas bildlich vorführen soll, welche Situation als nächste dran kommen darf, wie lange sie dauert, ob es die Situation noch einmal erleben will oder nicht. Es lässt Statistiken und Recherchen vorlesen, kommentieren, entscheidet über Theatermagie oder pure Dokumentation, ob das Licht im Saal an bleibt oder die Nebelmaschine zum Einsatz kommt. Eventuell hat dieses Opfer mehrere Facetten, die von mehreren SpielerInnen gezeigt werden. Da ist die schüchterne, die kämpferische, die traurige, die wütende Seite des Menschen, den wir zeigen wollen. Diese vier könnten sich die große Rolle teilen, aber auch miteinander ins Gespräch kommen, je nach Gefühlslage entscheiden, welche Szene aus dem Leben des Opfers gezeigt wird und darüber diskutieren, warum eine der vier Seiten das jetzt eben gerade nicht will. Chronologie ist bei diesem Abend nicht wichtig. Weil das Opfer bestimmt, wann es genug von etwas gesehen hat, kann ohne Probleme in seiner eigenen Geschichte gesprungen werden. Das Opfer handelt in seiner eigenen Geschichte als Täter. Dadurch lassen sich die Rollen auch umkehren: die „Täter“ werden erfahren, wie es sich als „Opfer“ anfühlt. Wir sehen Blitzlichter einer Story, schnelle Schnitte, wildes Vorführen einzelner Figuren, langsame Entwicklungen von Liebe und / oder Qual, dazwischen geschobene

Dokumentationen realer Fälle. Der Eindruck des allumfassenden und endlos ausufernden Internets soll dadurch spürbar gemacht werden. Als würde man den Namen des Opfers bei Google eingeben und mit der Recherche beginnen, die den Anwender vom Hundertsten ins Tausendste führt und keine Ruhe aufkommen lässt, so lange, bis man selber bestimmt, dass es jetzt reicht mit dem Sitzen vor dem Computer. Das Problem: unser Opfer konnte diese Entscheidung nicht treffen. Es wird sich herausstellen, dass da etwas nicht stimmt mit unserer Hauptfigur. Sie weiß viel mehr, als sie eigentlich wissen kann, manchmal erzeugt sie Stimmungen, die unheimlich sind, sie scheint sich in einem Raum – Zeit – Gefüge zu befinden, das nichts mehr mit der Realität zu tun hat. Der Grund für diese Absonderlichkeiten ist einfach: Es ist tot. Hat sich das Leben genommen, schließlich dann doch beschlossen, dass „es reicht“, dass ein Schlussstrich unter die Lügen und Anschuldigungen und Beleidigungen und Qualen gezogen werden muss. Freilich war das der allerletzte Ausweg und auch ein endgültiger, so endgültig, dass es da nicht mehr eingreifen kann. Das ist natürlich die traurige Essenz des Abends: ein „Opfer“, das sich zum „Täter“ macht, indem es entscheidet, was aus seinem Leben gezeigt wird, wer sprechen darf und wer nicht, wer wichtig ist und wer nicht, „Täter“, die erfahren, wie das ist, wenn man keinen Einfluss mehr auf sein Leben, auf seinen Willen hat, und schließlich die Erkenntnis, dass dieser Mensch, dem wir unsere Sympathien entgegenbringen, mit

dem wir hoffen, den wir bei Entwicklungen zusehen, die zeigen, dass er oder sie sich verändern, lernen, selbstbewusst, stark werden wird, schon sein Leben hinter sich hat, es also keinen Ausweg mehr für ihn gibt, seine Geschichten gelaufen sind und er sie immer wieder erlebt, in immer neuen und anderen Konstellationen. Das ist ein unbefriedigender Abend für die Zuschauer, sie werden verstört daraus herausgehen, sich darüber ärgern, was sie gesehen haben oder vielleicht auch sagen, dass es ja so kommen musste mit diesem „Opfer“. Jedenfalls geben wir ihnen keine Möglichkeit, sich hinter einem eventuellen Happy End zu verstecken, sie sollen auch gar nicht erlöst werden von der Unannehmlichkeit des Geschehens, des Wissens über den Tod eines oder einer Dreizehnjährigen, die genauso in jeder Klasse sitzt oder sitzen könnte oder eventuell sogar man selber ist. Mobbing und Cybermobbing ist einfach ein Scheißding und da gibt es nichts zu beschönigen und auch nichts zu erlösen. Der Vorteil dieser Geschichte ist folgender: es muss zwar beschlossen werden, wer das „Opfer“ spielt, aber wenn wir es tatsächlich in vier Personen aufspalten, kann man auch da relativ demokratisch vorgehen und immerhin hätten vier SchülerInnen die Möglichkeit, die „Hauptrolle“ zu spielen. Alle anderen Figuren sind aber genauso wichtig und grundsätzlich sollten schließlich alle SpielerInnen recht ausgewogen zu tun haben. Wenn wir in der Chronologie springen, können die einzelnen Situationen, Szenen, Geschichten, Recherchen, Dokumentationen, Statistiken … für sich geprobt und schließlich zusammengesetzt werden. Wir müssen – als Regisseurinnen – die Übersicht behalten und schließlich entscheiden, was wann kommt. Wie bei einem Szenen- oder Liederabend. Wenn die Szenen in unterschiedlichen Stilen geschrieben sind, ist das nicht so schlimm, da wir mit der „Nach dem Tod“ – Struktur ja alle Freiheiten haben. Der Hauptmonolog der Hauptfigur

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(einschließlich der Idee, dass sie von vier DarstellerInnen gespielt wird) sollte einheitlich klingen, da er sich durch die gesamte Handlung ziehen wird und das große Ganze zusammenhalten soll. Die Hauptfigur sollte in einer Gruppe, wahrscheinlich bei den Seekirchnern, da sie die größere Theatererfahrung haben, geprobt und erarbeitet werden. Schön wäre vielleicht trotzdem, wenn die vier aus möglichst unterschiedlichen Altersstufen kämen. Daraus ergibt sich folgende Arbeitsstruktur: im ersten Drittel wird recherchiert, also Material gesammelt und (vor allem im Nonntal) sich grundsätzlich mit dem Thema Theater und Theaterspielen befasst. Im zweiten Drittel wird das Material gesichtet und das Stück geschrieben. Und im dritten Drittel wird geprobt. Natürlich werden sich diese Arbeitsdrittel überschneiden.

Projektablauf Phasen des Projekts von Oktober 2010 bis Juni 2011 Arbeitsbeginn mit den SchülerInnen: Oktober 2010 Stücktext „fertig”: Anfang Jänner 2011 Intensivprobenwochen: 7. bis 11. Februar 2011 und 11. bis 15. April 2011 Endproben: 26. und 27. April 2011 Premiere: 28. April 2011, 10.00 Uhr im kleinen theater Vorstellungen: 10 Vorstellungen geplant, davon fünf im kleinen theater (28.4. – 30.4.) und fünf im Emailwerk in Seekirchen (2.5. – 4.5.), davon wurden 9 gespielt, insgesamt 1062 ZuschauerInnen Dialogveranstaltung im Rahmen der „Aktionstage Politische Bildung”: am 4. Mai nach der Vormittagsvorstellung, beteiligt daran: alle SchülerInnen auf der Bühne, DSA Mag. Thomas Schuster (Verein Spektrum als Moderator), Priv. Doz. Dr. Christoph Kühberger (Vizerektor Pädagogische Hochschule Salzburg), DSA Harald Brandner (Geschäftsführer Stellvertreter Akzente Salzburg), Mag. Barbara Leiblfinger-Prömmer (Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg) Abschlußpräsentation: 6. Juni 2011 im Dschungel Wien

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Im Mai 2010 wurden wir durch einen Seite Drei – Artikel in der Süddeutschen Zeitung auf die Cybermobbing – Problematik aufmerksam gemacht: mittlerweile gingen die – allseits bekannten – Gemeinheiten zwischen SchülerInnen so weit, dass in der Öffentlichkeit und gleichzeitig Anonymität des Internets häufig für die Betroffenen kein anderer Ausweg mehr als der Selbstmord gesehen werde. Und es würden immer mehr solche Opfer bekannt, hauptsächlich in den USA oder in England, aber auch schon in Deutschland, vermutlich auch in Österreich. Nun kennt dieses Gemeinheiten-anderer-ausgesetzt-sein (neudeutsch: Mobbing) vermutlich jede/r von uns. Je intensiver die Auseinandersetzung mit diesem Thema stattfand, desto mehr erinnerte man sich an die eigene Schulzeit und an die Verletzungen, die man sich gegenseitig zuführte oder denen man ausgesetzt war. Keine schönen Erfahrungen. Umso mehr war es uns wichtig von diesen menschlich-tierischen Grenzbereichen zu erzählen. Die zwei Schulen, mit denen wir arbeiten wollten (NMS Nonntal und BG Seekirchen), waren schnell ge-

funden, und dass wir uns bereits im Juni mit den beteiligten LehrerInnen treffen konnten, und diese noch vor den Ferien erfahren haben, was auf sie und die SchülerInnen im nächsten Halbjahr zukommt, war positiv für die Planung der Projektarbeit in den Schulen. Trotzdem stellte uns die absichtlich gewählte Tatsache, dass wir mit einer Stadt- und einer Landschule arbeiten wollten, die völlig unterschiedliche Unterrichtseinheiten und –Formen haben, vor logistische Höchstleistungen. Problematisch war dabei vor allem, dass wir mit

wochen deklariert. Im BG war diese Vorgehensweise nicht möglich. Die SchülerInnen nutzten teilweise ihre Freizeit um am Nachmittag im kleinen theater gemeinsam mit „den Nonntalern“ proben zu können. Aber auch Nonntaler SchülerInnen wurden zum Arbeiten mit „den Seekirchnern“ in deren Schule gebracht. Das Stück haben wir in Modulen zusammengesetzt, was die Arbeit zumindest mental deutlich erleichterte. Wir wussten, dass wir schließlich „nur mehr“ die Szenen zusammen fügen müssen. Das erschien uns logistisch gesehen einfacher, als be-

„Dass Zusammenarbeit wichtig ist und dass man andere so behandeln soll, wie man selber behandelt werden möchte” einer Klasse (die 2B der NMS Nonntal) und mit einer Bühnenspielgruppe (SchülerInnen aus mindestens sieben Klassen des BG Seekirchen) arbeiteten, was uns die Zusammenführung der zwei Gruppen erschwerte. In der NMS waren die beiden Intensivprobenwochen als Projekt-

dingt durch die Probenarbeit ständig in der Chronologie einer Geschichte springen zu müssen. Im Gegenteil: Das In-der-Chronologie-Springen haben wir dann zur Kunstform des Stücks ernannt. Zuerst ging es aber darum die SchülerInnen kennen zu lernen:

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IN DER NMS NONNTAL trafen wir auf 23 SchülerInnen mit den unterschiedlichsten (Migrations-) Hintergründen, die ebenso unterschiedlichste Erfahrungen mit Theater hatten. In der Volksschule waren sie hauptsächlich im Marionettentheater (haben das als „Oper“ bezeichnet) und einige in den großen Weihnachtsmärchen im Schauspielhaus oder Landestheater in Salzburg. Bis auf drei Schüler hatten alle sehr große Lust Theater zu spielen. Die drei Burschen haben gleich zu Beginn klar gemacht, dass sie auf keinen Fall auf die Bühne wollen, eher hinter die Bühne, die „Lichter“ betätigen oder „in die Kulissen“. Elisabeth hat ihnen prophezeit, dass sie eventuell im Laufe der Zeit doch noch auf die Bühne wollen, und tatsächlich,

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alle waren schließlich oben, keiner dahinter. Sie wurden aber zu Beginn der intensiven Arbeit mit der Produktion des making-of-Videos betraut, was sie als große Ehre betrachteten und daher mit viel Eifer bewerkstelligten. Irgendwann wurde ihnen das aber zu blöd und wir haben ihnen – mit Unterstützung der Klassenvorständin – nahe gelegt, vielleicht die Seiten zu wechseln und doch mit ihren Kollegen mit zu spielen. Und das war ihnen dann auch sehr recht. Alex hat auch auf der Bühne die Rolle des Kameramanns übernommen, was ihn sehr stolz gemacht hat. Die anderen haben von ihren Erfolgen auf der Bühne berichtet, davon, dass sie „eigentlich immer die Hauptrolle gespielt“ haben, dass sie

grundsätzlich „sehr gerne auf der Bühne stehen“, dass sie gerne singen, im Bauerntheater in Puch spielen, englisch auf der Bühne gesprochen haben … Von Anfang an war klar, dass diese Gruppe mit viel Neugier und Offenheit an diese Arbeit heran gehen würde. Dafür wurden die drei (Schul-) Stunden Kreativwerkstatt verwendet, in denen normalerweise eine Kombination aus Deutschunterricht, Bildnerischer und Musikalischer Erziehung stattfindet. In diesem ersten Halbjahr sollte Theater gemacht werden. In einem Elternabend konnten die Eltern Caroline und Elisabeth und das Projekt kennenlernen und der, weil in seiner Schule Macht/schule/theater stattfindet, glückliche Direktor stand voll hinter dem Projekt.


IM BG SEEKIRCHEN sah die Sache folgendermaßen aus: Erstens ist in der Schule das Thema Cyber-Mobbing im Herbst sehr aktuell gewesen. Im Jahr zuvor hatte es einen Fall von „Happy Slapping“ an der Schule gegeben und ein Schüler wurde danach der Schule verwiesen. Die Schüler kannten den Betroffenen und waren daher voller Erfahrungen, Meinungen und Ideen zu diesem Thema. Zweitens wurde intensiv mit verschiedenen Projekten an der Schule versucht eine Bewusstheit für das Thema Cybermobbing zu entwickeln. Des Weiteren sind die 17 Schüler als geschlossene Bühnenspielgruppe bestehend aus Klassen vom ersten bis zum fünften Schuljahr fast schon

„Bühnenprofis“ gewesen. Sie haben teilweise schon vier Jahre in dieser Bühnenspielgruppe unter der Leitung von Lehrer und Theatermacher Wolf Junger zusammengearbeitet, und jedes Jahr ein eigenes Theaterstück auf die Bühne gebracht, obwohl auch ein Paar „Neuzugänge“ unter den SchülerInnen dabei waren. Sie wussten, was sie wollten und wie das Theatermachen geht. Waren aber sehr aufgeschlossen und neugierig, was Carolines Arbeit angeht. An dieser Stelle muss gesagt werden, dass es für das Gelingen dieses großen Unterfangens eine Schule benötigt, die mit all ihren Beteiligten die Größe und Bedeutung dieses Projektes versteht. Dass da ein halbes Jahr lang SchülerInnen mit

Theater in Berührung kommen und davon in Beschlag genommen werden, dass sie viel Zeit aufwenden müssen, dass sie dafür aber auch viel bekommen: Das erstarkte Selbstbewusstsein macht die versäumten Mathematikstunden wieder wett. Und es gibt wohl kaum eine umfassendere Möglichkeit, sich mit einer bestimmten Problematik auseinander zu setzen, als sie tatsächlich auf einer Bühne zu spielen. Die SchülerInnen im BG Seekirchen waren kreativ und sofort zu motivieren, wenn es ums Improvisieren und die Kreation von Material für unser Stück ging. Mit Improvisationsübungen nach Keith Johnstone, körperlicher Rhythmusarbeit, Chorübungen und Basisspielvokabular nach Jacques Lecoq hat

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Caroline versucht ihre Fähigkeiten zu erweitern. Teilweise war die Konzentration ein großes Problem, da die SchülerInnen immer schon einen ganzen Schultag hinter sich hatten. Andererseits war Caroline sehr überrascht, wie „professionell“ das Ganze ablaufen konnte. In den ersten Wochen wurden parallel einleitende Theater-Übungen gemacht und intensiv sich mit dem Thema auseinander gesetzt. Es wurde improvisiert und die daraus entstandenen „besseren“ Szenen zu Papier gebracht; entweder in Gruppen oder alleine. Material wurde wiederholt, aufgenommen, analysiert und umgeschrieben, bis sich „glaubwürdige“ Szenen entwickelt hatten. Auch im Computerraum schrieben die jungen Autoren eifrig an den Texten, inklusive „Live-Chats“, die auch ins Stück eingebaut wurden. Da sich das erste Treffen mit den Nonntalern verzögerte, wurde eine Videobotschaft in die Stadt geschickt, auf die Retourvideobotschaft wurde dann mit Ungeduld gewartet. Die kam aber schließlich noch vor dem ersten realen Zusammentreffen an. Apropos Video: In der ersten Phase hat Michael Uitz in beiden Schulen eine Einführung in die Film/Vi-

deokunst im Theaterbereich zu integrieren. Die SchülerInnen der 2B der NMS Nonntal haben mit Elisabeth und jeweils einer der drei Begleitlehrerinnen (Erika Peterleitner, Johanna Weitgasser, Eva Löchli) zunächst viel über „Cybermobbing“ diskutiert. Wobei eher das ursprüngliche Mobbing thematisiert wurde. Zwar haben die Jugendlichen auf Anfrage behauptet, dass sie (fast) alle bei Facebook registriert wären, tatsächlich hatten sie bis dahin aber noch keine wirklich großen Einblicke in soziale Netzwerke. Zumindest wissen sie gut über erfundene Identitäten und Verstellung Bescheid, denn nach ihren Namen gesucht haben wir kaum jemanden in dem Netzwerk gefunden. Gründe für Mobbing („Extremhänseln“, „Dauerhänseln“ oder „Mopsen“ haben wir es eine Zeit lang genannt) wären: Aussehen, Streit, Armut („du bist arm und ein Sandler, weil du beim Hofer einkaufst“), Vorurteile, Ausländer, Bosnier gegen Serben, stark gegen schwach, Spaß („manche Menschen sind einfach nur verrückt“), Religion, jemanden ausnutzen, Tollpatschigkeit, Blähungen, Streber, Übergewicht, Stottern. Grundsätzlich „anders als das zu sein, was normal bezeichnet“.

„die Premiere war sooo geil, den Tag werde ich nie vergessen” deowelt gemacht. Die Schüler waren begeistert, als sie die Möglichkeiten gesehen haben, wie das Medium Video in einem Theaterstück einzusetzen wäre. Digitale Welten auch auf der Bühne aufzumachen, hat alle SchülerInnen sehr fasziniert und es wurde beschlossen, dieses Medium in dem Stück fest zu verankern. Ideen kamen für Drehbücher und filmische Umsetzungsmöglichkeiten, die dann in der späteren Phase des Inszenierens eingebaut wurden. Auch besuchten wir das Theaterstück „Stones“ mit den Seekirchner SchülerInnen. Ein Theaterstück mit Medialem Inhalt. Danach wurde rege diskutiert über die Möglichkeiten Vi-

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Elisabeth hat mit den 2Blern viel an Körperlichkeit, am „neutralen Stand“, an den Qualitäten, die Stille, Konzentration und Genauigkeit ausmachen, gearbeitet. Die 23 waren manchmal kaum zu bändigen. Das hat sich aber mit der Zeit geändert: Dauerte es noch im Oktober beinah fünf Minuten, bis alle 23 ruhig und „neutral“ und ohne Bewegung oder Reden stehen konnten, waren sie im Februar auf Zuruf bereit den (gar nicht geliebten) neutralen Stand herzustellen. Musikalisch wurde zuerst grundlegender Rhythmus-Unterricht in beiden Gruppen vorgenommen. Notenwerte und Rhythmen wurden

sprachlich an den vorhandenen Texten ausprobiert. Es wurde versucht, die instrumental-musikalischen Fähigkeiten und Talente der Schüler aufzugreifen. Schwierig gestaltete es sich jedoch, eine passende Gruppe von Musikern zusammenzustellen, die virtuos genug gewesen wäre, um aktives Musizieren innerhalb des Stücks umzusetzen. Neben einer kurzen Untermalung von Flöte und Waldhorn lag somit das Hauptaugenmerk auf dem „Cyber-DJ“ Nico, welcher unter Anleitung Sounds, Songs und Athmos mit einer Samplingsoftware quasi „live“ während des Stücks abspielte. Diese musikalische Komponente passte auch inhaltlich zum Thema und ließ sich daher ins Stück integrieren. Viele grundlegende Theaterübungen und Spiele führten die Kinder schließlich zur eigentlichen Materie. Elisabeth erklärte, wie sich Situationen aufbauen, welche Fragen man zu Figuren stellen könne, welche „Theatergrundsätze“ es überhaupt gäbe. Dann konnten die Improvisationen beginnen. Situationen, die die SchülerInnen selber erlebt oder beobachtet hatten, die sie sich vorstellen können. Wir haben bewusst alles Persönliche oder Private ausgeklammert. Wer was wie erlebt hat, wissen nur die Autoren oder Erfinder der Szenen selber. Alles war Spiel und dabei entwickelten sich berührende, erschreckende und gewaltvolle Geschichten. Aus diesem Sammelsurium an Ideen, Situationen, Geschichten, Dialogen (diese aufzuschreiben war für die SchülerInnen nicht die schönste Hausübung: „wir schreiben so viel in jedem Fach!“) hat Elisabeth dann die Texte herausgefiltert. Mit dem Ergebnis waren die jungen Autoren sehr zufrieden. Auch in Seekirchen war mittlerweile einiges an Material zusammengekommen, das ebenfalls seinen Weg in den großen Topf fand, aus dem dann das ehrgeizige gemeinsame Theaterstück entstehen sollte. Über die Weihnachtsferien haben Caroline und Elisabeth dann beschlossen, aus dem gesamten eingelangten Material eine geschlossene


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Geschichte über ein Mobbingopfer zusammen zu setzen. Die Ideen für die Biografie dieser Figur stammten von den SchülerInnen, wie auch ein Großteil der Szenen und Dialoge. Nach Weihnachten dann das erste Zusammentreffen der Nonntaler und Seekirchner: im Rahmen eines Vortrages über Cybermobbing vom Salzburger Kommissar für Jugendkriminalität Johannes Göschl sollten sich die zwei unterschiedlichen SchülerInnengruppen kennenlernen. Ein Vorgang, der von allen erwachsenen Projektbeteiligten als völlig einfach und logisch angesehen wur-

wie heißt es noch mal?“ oder „na das … halt!“), das wir auch wirklich an diesem Nachmittag gemeinsam mit „nur zur Leseprobe“ verteilten Rollen lesen wollten. Das haben wir auch gemacht, die Zeit war knapp, zum Ende der drei Schulstunden mussten die Seekirchner SchülerInnen pünktlich aufbrechen um ihren Zug zu erwischen und schließlich hatten wir zwar das Kennenlernen und unsere Leseprobe durchgeboxt, aber wirklich glücklich waren wir nicht damit. Und wie sich herausstellte, die SchülerInnen aus Seekirchen auch nicht.

„Es hört nicht auf, Mobbing geht oft weiter, also ich werde sofort helfen” de. Natürlich war es schade, dass die erste Begegnung der zukünftigen SpielpartnerInnen erst so spät stattfand, aber aus bereits erwähnten logistischen Gründen war das tatsächlich die erste Möglichkeit. Die Seekirchner SchülerInnen fanden den Nachmittag gar nicht gelungen, den Nonntalern war es eher egal. Ihnen war wichtiger endlich das schon vor den Ferien angekündigte Stück kennenzulernen (Sie nannten es „Drehbuch“, „fall netz“, „das Buch,

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Es wäre nicht „ihr“ Stück, hätte nichts mit ihnen zu tun (wiewohl die Geschichten, Szenen, Rollenbiografien von ihnen und den Nonntaler SchülerInnen kamen) und überhaupt wären sie es nicht gewohnt auf diese Art Theater zu machen, im Gegenteil, sie wüssten, wie „richtiges“ Theater funktioniere, nämlich auf Basis der Improvisation, außerdem sollte es ja lustig sein, und warum hätten „die Nonntaler“, die doch zum Teil nicht so gut Deutsch sprächen, auch so

viel Text wie sie, warum wäre deren Schule so „dreckig“, und bei so einem Projekt wollten sie nicht mitmachen. Nach einigen Diskussionen, in denen Caroline und Elisabeth versuchten, den jungen, ehrgeizigen und für ihr Theater kämpferischen Menschen klarzumachen, dass es nicht die „eine gültige Art“ Theater zu machen gäbe, sondern dass Theater so vielschichtig ist, wie es Menschen gibt, die sich damit beschäftigen, und dass es doch eine Bereicherung wäre mit Profis auf eine andere, neue Art und Weise zu arbeiten, und dass das Stück erst am Tag der Premiere fertig sei, also durchaus noch verändert, daran gearbeitet werden könne, gingen alle Beteiligten gestärkt aus dieser Krise heraus: Die Projektleiterinnen hatten erfahren, dass Jugendliche einen ungeheuren Kampfgeist erzeugen können, wenn etwas nicht in ihrem Sinne passiert, die Jugendlichen hatten erfahren, dass „Theater keine Demokratie“ (O-Ton Wolf Junger, der die Bühnenspielgruppe im BG Seekirchen leitet) wäre und das aber nichts grundsätzlich Schlechtes bedeutet (nach der letzten Vorstellung bedankte sich der scheinbar am meisten verletzte Redelsführer der Gruppe für die „wirklich schöne“ Arbeit und Zeit, und das war sehr


ehrlich gemeint), außerdem – nachdem sich alle SchülerInnen in der ersten intensiven Probenwoche endlich wirklich kennenlernen konnten – existierte der Stadt-Land- und Gymnasium-Hauptschule – Unterschied faktisch nicht mehr (es wurden Freundschaften geschlossen, die die jungen Beteiligten davor sicher nicht geahnt hatten) und in künstlerischer Hinsicht hatten wir auch einen Vorteil: die Bereicherung des Stückes „fall netz“ um die Moderatoren – Metaebene (Idee der Seekirchner) und – weil natürlich jede/r die Hauptfigur Moritz spielen wollte – der zur Kunstform erhobene „Moritz-Wechsel“: Neun SchülerInnen spielten die Hauptfigur, nachdem der eine genug hatte ein Opfer spielen zu müssen, kam der (oder die) Nächste dran. Geprobt wurde weiterhin in den wöchentlichen Einheiten, SchülerInnen wurden aus der Stadt nach Seekirchen und umgekehrt zu Proben in die jeweiligen Schulen gebracht, die zwei intensiven Probenwochen (die erste Anfang Februar, da stießen auch endlich die anderen Künstler zu uns: Anne Buffetrille, zuständig für die Kostüme, und Axel Müller, der sich um die Musik im Stück gekümmert hat) im kleinen theater brachten uns mit großen Schritten näher zum Ziel:

Text lernen, Kostüme überlegen (lange und hitzige Diskussionen zu „Wie sieht ein Opfer aus? Wie ein Täter? Was haben Mamas an? Väter? Lehrerinnen?“), Kostüme kaufen („Müssen wir die selber bezahlen? – Nein, das macht Anne. – Muss die das alles bezahlen? – Nein, dafür haben wir ja Geld! – Müssen wir die Sachen dann immer anziehen? – Ja, das ist euer Kostüm! – Darf ich den Pullover behalten? – Naja … – Ich bezahl ihn auch! – Das überlegen wir uns dann hinterher! – Wo soll ich die Sachen hintun? – In dieses Penny-Markt-Sackerl, das habt ihr immer dabei und da ist immer alles drin! – Ich hab mein Penny-MarktSackerl verloren – Ich kann dir ein anderes geben. – Nein, alle haben doch ein Penny-Markt-Sackerl.“), anprobieren, fotografieren, Videos drehen (Die Drehbücher dafür stammen von unseren „Technikern“ Raphael, Christian und Alex, die erst nicht auf die Bühne wollten), immer wieder Text lernen, Szenen ausdenken, sich inszenieren lassen, immer wieder wiederholen, die große Erfahrung von laut auf aber leise hinter der Bühne machen, nicht nur 45 Minuten sondern auch mal zwei Stunden mit Konzentration durchhalten, stehen, präsent sein, ernsthaft, stolz.

Wir trauen uns zu behaupten, dass hier etwas wirklich Großes gelungen ist: Sieben Monate lang haben sich 40 11-16jährige Jugendliche mittels Theater mit einem wichtigen und sehr aktuellen Thema beschäftigt. Über 1.000 Jugendliche und Erwachsene konnten das Ergebnis in den Vorstellungen sehen. Theater wurde für die SchülerInnen zu etwas „Normalem“, etwas, vor dem man sich nicht zu fürchten braucht. Allerdings werden sie jetzt die Arbeit der SchauspielerInnen, die sie auf Bühnen sehen werden, mit anderen Augen betrachten. Respekt haben vor dem, was auf der Bühne geschieht. Menschen haben einander kennengelernt, die sonst sicherlich nur schwer zu einander gefunden hätten. Die beteiligten LehrerInnen lernten völlig neue Arbeitsweisen kennen, die genau so funktionieren, auch wenn man nicht von vorneherein einen Arbeitsplan aufstellt, der abgearbeitet werden muss. Dass etwas erst am Tag der Premiere und nicht einmal dann fertig sein muss, weil im Theater nie etwas in dem Sinn „fertig“ ist, war ein gänzlich neuer Gedanke. Eine schöne Arbeit. Elisabeth Nelhiebel & Caroline Richards

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Entstehung Gedanken der Schüler zum Thema Freundschaft Was ist ein Freund? Ein Freund ist jemand, dem du alles erzählen kannst, der nicht hinter deinem Rücken Schlechtes über dich erzählt, mit dem du Spaß hast, der dich tröstet, der dir hilft, der deine Geheimnisse nicht erzählt, der dir immer zur Seite steht, der dich auch mag, mit dem du über alles reden kannst, der dich nicht auslacht. Und wenn du weinst, dann kann man dich ja nicht durch den Computer durch umarmen. (Meli)

Was ist ein Freund für dich? Ein Freund ist für mich jemand, dem ich alles erzählen kann, mit dem ich plaudern kann, ihm vertrauen, wenn mir /ihr/ihm schlecht ist, trösten … (Emina)

Eine Freundschaft ist für mich, wenn … … man etwas anvertrauen kann … Geheimnis erzählen … Spaß haben … gemeinsam etwas unternehmen … zusammen halten … nicht schlecht über einen reden (hinterm Rücken) … wenn es mir nicht gut geht, kann er mich trösten (Caroline)

Freundschaft ist für mich, wenn … … vertrauen … Geheimnisse erzählen … nicht lügen … Spaß haben … zusammen halten … Zeit verbringen … es geht mir um das Innere, nicht um das Aussehen … nicht über ihn / sie lästern (Leila)

Freund bedeutet für mich: Mit dem man Spaß hat Gemeinsam die Zeit verbringen Ehrlich sein Die immer bei dir ist, wenn man traurig oder glücklich ist (Büsra)

Freunde sind für mich Leute, denen ich vertrauen kann, mit denen ich Spaß habe und viel unternehmen kann. Sie sollen mich verstehen und ich soll sie verstehen. (anonym)

Mit Freunden hat man Spaß. Ich kann meine Geheimnisse erzählen. Wir können gemeinsam weinen. Ich kann mit ihr Zeit verbringen. (Suelnur)

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Ein Freund ist, wenn man Ihm / ihr Geheimnisse erzählen kann, mit ihm / ihr Zeit verbringen kann, mit ihm / ihr Spaß haben kann, wenn er ehrlich ist, nichts Schlechtes über ihn erzählen! (Sandra)

Ein Freund ist für mich … … einer, mit dem ich mich treffen kann. … wer, mit dem man lachen kann. … wer, mit dem man Spaß haben kann. (Alex)

Was ist ein Freund: Dass ich demjenigen vertraue. Dass der mir vertraut. Dass ich mit ihm lachen kann. Dass ich mit ihm spielen kann. (Recep)

Freunde bedeutet für mich Spaß haben. Über Geheimnisse reden, Sorgen und Probleme erzählen, chatten, shoppen, Vertrauen haben und nicht petzen. (Suhaila)


Ein Freund ist für mich ein Mensch, mit dem ich über alles reden kann. Ein Freund ist für mich einer, mit dem ich lachen und auch weinen kann. Ein Freund ist für mich ein Mensch, mit dem ich Spaß haben kann. Freundschaft *Vertrauen zu ihm haben *dass er Zeit mit mir verbringt *dass ich mit ihm Spaß haben kann *dass er mich versteht (Christian)

Wie Freunde wichtig sind: Jemanden trösten, wenn jemand weint, helfen, bei ihm sein, wenn etwas schief läuft, über alles reden, Geheimnisse, zusammen halten, schlimme Sachen bekämpfen, mit dem eigenen Freund chatten, telefonieren, mit ihm Zeit verbringen, Spaß haben mit Freunden, ins Kino gehen. (Manpreet)

Ein Freund ist jemand, mit dem man Zeit verbringt. Ein Freund ist einer, mit dem ich Spaß haben kann und bei dem ich mich treffen kann. Ein Freund ist, wenn wir nett zu einander sind, mit dem man lachen kann, mit dem man sich gut fühlt. (Erek)

Freundschaft Ein guter Freund: Er muss mir vertrauen, er würde mich aufmuntern, wenn es mir nicht so gut geht. Ich kann ihm Geheimnisse anvertrauen. (Benedikt)

Eine Freundin für mich ist jemand, die ich sehr lang kenne und diejenige, der ich meine Geheimnisse erzählen kann und der ich gut vertraue. In Facebook habe ich über 300 Freunde, in echt über 20. (Sebiha)

Freunde sind für mich gute Freunde, wenn: *man mit ihnen Spaß haben kann *sie ehrlich, hilfsbereit sind *sie in guten und in schlechten Zeiten für mich da sind. (Bianca)

Eine Freundin bedeutet für mich: *dass ich mit ihr spielen kann *Vertrauen *Über die Sachen sprechen, über die ich mit meiner Familie nicht sprechen kann *dass sie mich auch versteht (Rabia)

Ein Freund ist für mich jemand, dem ich vertrauen kann, den ich gut kenne und der freundlich gegenüber mir ist. (Nico)

Ein Freund muss mich verstehen und ich muss ihm vertrauen. Ich kann mit ihm Sachen unternehmen. (anonym)

Freundschaft *Vertrauen *man kann Geheimnisse erzählen *man kann sich treffen *ist immer für dich da *er steht immer hinter dir und unterstützt dich *man kann ihm vertrauen *er kann dir vertrauen *er kann dich verstehen (Tolga)

Wie Freunde wichtig sind … Freunde sind, wenn man sie trösten kann Wenn man mit ihr etwas unternehmen kann Wenn man die Freunde nicht anlügt Wenn sie/er Geheimnisse für sich behalten kann Wenn ich sie/ihn lang kenne Wenn sie/er mir vertraut oder ich ihnen vertrauen kann (Merve)

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Entstehung Erarbeitung der Szenen Chat : Morgen, wo sind meine Mäuse? Ich hab kein Geld mehr … Willst du schon wieder eins hinter die Löffel? Hör endlich auf, ich hab wirklich kein Geld mehr … Du kleine Schlampe!!! Erst mir den Freund wegnehmen und dann kein Geld haben!!!!!!!!!!! Und den Freund weggenommen habe ich dir auch nicht. Du hast mir nichts zu sagen du wixxkind‘!!!! Du kleines Engelchen!!! Lass mich jetzt nicht hängen!! Gib mir sofort meine Mäuse!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Du aber auch nicht!!! DU blöde Kuh ich bin arm, meine Familie lässt mich auch hängen°! Lass mich doch endlich in Ruhe!!! DU bist das Schlampe der Welt!! Oh sorry, aber ich habe wirklich kein Geld mehr … Bist du verrückt mich so zu nennen??? Hast du immer noch meinen Jonas unterm Hut??? Nein, ich war nie in Jonas verknallt!!! Nein ich bin hier die einzige die alles richtig stellt, du hast bestimmt noch Geld! Ich habe alles auf dem Konto. Waws ist deine Kontonummer?? Ja klar, das werde ich dir jetzt sagen! Raus damit!

Wieso? Am Ende klaust du mir noch die ganze Kohle. Sonst petze ich alllllles meine Lehrerin‘!!! Wir haben doch die gleiche Lehrerin!!! Na und?????? Die mag dich doch gar nicht! Sehr wohl!!! Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee!!!!!!!!!! Stimmt das wirklich? Die hasst dich genau wie der Rest der Klasse!! Klar du bist soooo bescheuiert und deswegen soooooo unbeliebt in der Klasse, die Lehrerin mag dich auch gar nicht, weil du einfach so streberst! Ich und strebern? Klar du verbesserst die Lehrerin ja, wenn si irgendwas falsch sagt! Ach das ist doch gar nicht wahr! Wenn die Lehrerin etwas falsch sagt, verbessere ich sie doch gar nicht!!! Lass die Ausreden! Du bist und bleibst einfach bescheuert, das kannst du auch nicht ändern! Das wirst du wissen!!! Jaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!!!!!! Ich bin die beste in der Klasse! Bei den anderen vielleicht … Arsch du findest mich auch cool! Sonst setzt es was!

Rebecca ist die Klassenzicke, mag den „Oberstreber“, Lucian sehr gerne, mag sich aber ihr Ansehen in der Klasse beibehalten und ist daher zurückweisend gegenüber Markus. Lucian ist in Rebecca verknallt, wagt es aber nicht ihr das zu sagen da sie immer zurückweisend ihm gegenüber ist. Seine Familie hat sehr wenig Geld, sein Vater trinkt und seine Eltern streiten ständig. Rebeccas Freundinnen bekommen mit, dass er Rebecca mag und mobben ihn wegen seiner verschlissenen Kleidung und seiner guten Noten. Das geht eine ganze Weile so … (Sms, Facebook, Internet, etc …) Rebecca schwankt zwischen Ihrem Ansehen in der Klasse und ihm, schaut aber nur zu, wie er fertiggemacht wird. Lucian ist völlig deprimiert. Dann lassen sich seine Eltern scheiden. Er geht zum Klo, schlitzt sich die Pulsadern auf. Rebecca sucht ihn, kann nicht mehr zusehen und findet ihn ohnmächtig am Boden liegen. Sie ruft die Rettung und bleibt bei ihm. Für kurze Zeit schwebt er in Lebensgefahr, Lucian wacht aber dann im Krankenhaus auf. Rebeccas Freundinnen erkennen was sie getan haben und entschuldigen sich, seine Mutter kümmert sich wieder mehr um ihn. Schließlich kommen Rebecca und Lucian doch noch zusammen.

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T: ab dem nächsten monat gibst du mir jeden tag 35euro geld! O: wwwiso? T: weil du sonst morgen in der schule sonst dran bist ! O: äh … ja ich gebe es dir gleich morgen! T: naa das will ich wohl auch hoffen!!! Und auserdem machst du mir nun jeden tag die hü!!! O: nein sicher nicht! T: du wiedersprichst mir!!! Na warte du mistkerl!!! Morgen bist du dran !!! O: biiiitte nicht …

T: jetzt schreibst du noch so was!!! Entweder du machst mir die hü oder du wirst morgen das letzte mal die schule sehen!!! O: … äääh ok ich mach dir die hü aber bitte tu mir nichts …!! T: so ists brav !! hahaha!! O: du bist unausstehlich!!! T: du wießt ja nicht mal was das heißt ,du kleines baby!!! O: ich muss in die schule! T: vergiss die 35euro nicht!!! hehehe Opfer=O täter=T

Szene Max – Michi Argumentesammlung: Michi

Max Kontra

Ich kann nicht mehr Du gehst zu weit Opfer seelisch fertig Verpetzen uns bald Keine Zeit mehr Ich will die leute nicht mehr niedermachen Ich könnte in probleme geraten Kannst ja weitermachen, ich hör auf Na gut

Motivieren Du hast angefangen Lüge Feigheit der Opfer Guter Täter hat immer Zeit Die habens verdient Bis jetzt ist es auch gutgegangen Dann beende ich die freundschaft!!! …

Text & Ideen von Impros 07.12.

Idee: Frage zum Tag produzieren. Fragen beim Eingang –Publikum-Was ist Cybermobbing? Sind sie betroffen von Mobbing? Dies soll gegen Ende des Stückes als Abspann zu sehen sein. Impro 1 Ein Lehrer hat eine Runde zusammen gerufen wegen ein Fall von Cybermobbing in seine Klasse. Teilnehmer: Beste Freundin vom Opfer & Ihre Mutter, Freundin vom Täter, Klassenkameradin (unbeteiligt) Lösungsorientiert. Wichtig ist es dass es sich entpuppt dass die Freundin vom angeblichen Täter die eigentliche Täterin ist. Geschlossene Klassengemeinschaft. Kein „Täter zum Opfer werden lassen“

Impro 2 Fernseh Talkshow zum Thema Cybermobbing. Talkmaster Michi. Kitschige Musik als Einleitung. Impro 3 Rezept des Tages: „Cybermobbing Plätzchen“ 1 Stück Gemeinheit Eine Prise Schadenfreude 1 Portion Kriminelleenergie Ein Täter Ein Opfer Ein Paar unbeteiligte Zuschauer Dazu etwas frische Komputer Tastatur Alles zusammenmischen, und wenn Sie das gebacken kriegen, senden sie uns ein Email!

Impro 4 Der Fall der besprochen wurde war in BG Ballersee. Beteiligte: Elfriede Opfer, die sich später als Täterin entpuppt Susie Pichler, ihre beste Freundin Larissa Fiala, Schwester der angeblicher Täter Fr. Prof. Mag. Klara-Klassenvorstand. hat es bemerkt, hat aber nichts unternommen. „Haben Sie etwas unternommen Frau Prof.?“ „Nein, weil die Kinder schon in der ersten Klasse sagten dass sie ihre Probleme selber lösen wollten. Ich habe es nicht für notwendig gehalten“

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Entstehung Texte für den Videodreh Szene 1 Max und Michi ( Täter&Täter Gespräch) A: I kann nimmer. B: Was denn? A: I kann nimmer weitermachen. B: Was? A: Die ist so fertig und er auch. B: Komm geht noch ein Stück A: Sie sind beide schon so depressiv. Die gehen bald zum Lehrer. Die werden uns bald petzen. B: Glaubst? A: I halt es nimmer durch B: Die sind nicht so. Sie gehen nicht zum Lehrer A: Die müssen bald zum Arzt

B: Zum Arzt gehens nit. Was jetzt? Gibst jetzt klein bei? A: Ich kann nimmer B: Ist leicht zum aushalten A: Ich halte es nimmer durch B: Morgen , das wird super, komm. Ich schaff das auch. Kannst du auch! A: Na … ich will nicht mehr … B: Am Anfang wolltest du aber. Jetzt auf einmal überlegen, oder wie? A: Aber B: Tolle Freundschaft ist das … A: Mir wurscht (er geht)

Schulsprechstunde Mutter: ich wollte fragen wie es meine Tochter Magdalena in der Schule geht. KV: Ja sie hat gute Noten, ein sehr gutes Betragen und sie fällt im Unterricht durch ihr sehr gute Mitarbeit auf. Mutter: Sie kam gestern Heim und erzählte dass sie von Katarina ausgeschlossen wird. KV: Ja bei Karina gab es öfter Probleme. Sie hat Probleme mit viele Lehrer gehabt weil sie eine Schülerin gemobbt hat. Das Mädchen ist dann von der Schule gegangen aber mann konnte bis jetzt nichts gegen die Karina machen weil es alles über Internet war und mann konnte nicht feststellen was alles da los war. Sie ist trotzdem bis heute die beliebteste in der Klasse und ist auch dementsprechend auch beliebt bei den Burschen Mutter: Magdalena hat mir auch erzählt dass sie so gerne in eine Klicke in der Klasse wäre. KV: Ja das ist die Klicke von der Karina. Es ist mir aufgefallen dass die Klicke von der Karina sehr gut mit der Klicke von dem Jonas befreundet. Ich merke dass Magdalena’s Aufmerksamkeit in Bezug auf den Jonas immer grösser wird … (Frau Bond tritt plötzlich ein) Frau B: Grüssgott. Cornelia Bond KV: Grüssgott Frau B: Ich muss hier ganz kurz etwas sagen: Können Sie nicht als Klassenvorstand für ein Bisschen Ordnung

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in der Klasse sorgen? Die Julia kommt heute nach Hause und erzählt dass der Jonas hat den Nikolaus ein Stuhl aufgedonnert! Ist das Normal? Ist es normal dass die Schüler einander in der Schule umbringen? KV: Ich möchte dazu Stellungnehmen. Es ist nicht so passiert. Frau B: Es ist doch klar dass es so war. KV: Heute gab es tatsächlich eine sehr große Schlägerei. Frau B: Wollen Sie da nichts machen? Wollen sie nicht einschreiten? KV: Ja, ich habe heute ein Psychologen Stunde gemacht. Die jenigen die bei der Schlägerei beteiligt waren mussten heute nachsitzen und … Frau B: Nachsitzen! Was soll das bringen? KV: Und mit mir eine Aggressionsbewältigungskurs absolvieren. Frau B: Mit Ihnen? KV: Und mit dem Schulpsychologen. Und das machen wir jeden Tag bis sie wissen wie mann sich in der Schule zu verhalten hat. Frau B: Ich finde das ungeheuerlich! Das so etwas an eine Schule erlaubt ist! (Sie geht in Rage) KV: Entschuldigung die Störung. Wo waren wir? Es tut mir furchtbar Leid. Ich werde mich mit der Schulpsychologen wegen Magdalena in Verbindung setzen und rufe Sie dann an. Mutter: Vielen Dank. Wiedersehen. KV: Wiedersehen.


Vor dem Laptop A: Du= scheisse K: Ich? A: Ja du. Ab Heute gibst du mir jedes Monat 20 Euro A: Okay. Mutter: Du musst endlich in die Schule Katerina, wie oft so ich es noch sagen? B: Ja Mama (geht)

In der Schule Lehrer: Guten Morgen. Setzen. Ich werde jetzt ein neues Thema beginnen. Ihr schreibt bitte mit. K: Ich dachte nicht dass ihr das wart. Ich hab euch vertraut. Lehrer: Katharina was ist mit dir los? K: Es tut mir leid ‌ ich (Sie rennt aus der Klasse)

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„Es hört nicht auf, Mobbing geht oft weiter, also ich werde sofort helfen”

„Bin reifer geworden, weiß viele Fehler”

„Es war alles wunderbar, am liebsten will ich die Zeit zurücksspulen und vorne anfangen”

„Zusammenarbeit ist wichtig und dass man andere so behandeln soll, wie man selber behandelt werden möchte”

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Szenenskizzen Tolga / Raffi

Am Süßigkeitenautomat – große Pause Opfer überlegt, was es möchte. Täter beobachtet. Opfer hat sich entschieden, holt Geldbörse aus Hosensack. Täter kommt dazu, hält den Einwurfschlitz zu. Weißt du, wer ich bin? Opfer: Nein. Täter: Du bist neu hier. Opfer: Ja. Täter: Kauf mir ein Snickers. Opfer: Warum? Täter: Kauf mir ein Snickers. Opfer: Kauf’s dir doch selber! Täter: Kauf mir ein Snickers. Opfer: Nein! Täter schubst Opfer vor sich her. Opfer: Warte mal! Was machst du? Täter schubst es weiter vor sich her. Ja, was mach ich denn?

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Opfer weicht aus, aber Täter ist schneller. Täter: Kauf mir ein Snickers. Opfer: Lass mich! Täter schlägt zu. Opfer liegt am Boden und windet sich vor Schmerzen. Es weint. Täter: Steh auf! Komm! Steh auf! Opfer weint. Täter: Halt den Mund. Hör auf. Komm. Steh auf. Opfer wimmert. Täter hilft ihm hoch und drängt ihn zum Automaten. Opfer hält sich die Wange, schnieft. Täter: Kauf mir ein Snickers. Opfer wirft Geld in den Automaten, drückt die Taste, holt ein Snickers heraus, öffnet es und beißt selber hinein. Täter ist sprachlos. Opfer geht weg. Täter sieht ihm nach, bis es weg ist.


Alex / Leo / Benni

Im Klassenzimmer – vor der ersten Stunde Täter 1 lungert auf seinem Sessel. Er ist müde und sucht in seiner Geldbörse nach Kleingeld. Findet nichts. Unzufrieden. Scheißtag. Täter 2 beobachtet Täter 1. Kann sich schon vorstellen, was jetzt kommt. Auch ein Scheißtag. Täter 1: Hast du 50-Cent-Münzen? Für den Automaten? Täter 2: Nein. Täter 1: Geh bitte, du hast immer welche. Täter 2: Und? Täter 1: Leih mir halt was. Täter 2: Nein. Täter 1: Na komm schon, warum nicht? Täter 2: Vergiss es. Täter 1 will ihn vom Stuhl schubsen. Täter 2 wehrt sich, es kommt zum Gerangel. Opfer kommt aufgeregt und beschwingt in die Klasse, sieht sich um. Hallo! Ich bin der Moritz! Täter 1 schaut ihn an. Täter 2 schaut ihn an. Opfer will die beiden begrüßen. Täter 1 schlägt ihm die Mütze vom Kopf, wirft sie Täter 2 zu.

Täter 2 freut sich, eine willkommene Abwechslung. Sie spielen mit der Mütze. Opfer: Wartet mal! Täter 1: Worauf denn? Täter 2: Schieß her! Opfer: Was soll denn das? Täter 1 + 2 spielen Ball mit der Mütze, das Opfer versucht sie zurück zu bekommen. Nach einiger Zeit nehmen sie ihm auch seine Mappe weg, spielen jetzt mit Mütze und Mappe. Opfer: Hört auf damit! Täter 1 + 2 denken gar nicht dran. Opfer: Bitte! Täter 1 + 2 kommen richtig in Fahrt Opfer: Bitte!! Täter 1 + 2 werden vom Klingeln gestoppt. Opfer: Lasst’s mich in Ruh! Täter 1 + 2 gehen ungerührt an ihre Plätze. Opfer sammelt seine Sachen zusammen und ist erschöpft. Weiß nicht, wo es jetzt hin soll.

Merve / Leila / Caro / Suelnur

Im Klassenzimmer – große Pause Opfer sitzt alleine an seinem Platz, schreibt in ein Buch. Täterin 1 kommt dazu, beobachtet es. Täterin 2 begrüßt 1 überschwänglich, gesellt sich zu ihr. Beide beobachten das Opfer. Täterin 3 kommt dazu, wird von 1 + 2 begrüßt, gesellt sich zu ihnen. Alle 3 beobachten das Opfer. Täterin 1: Was schreibst du da? Opfer: Nichts. Täterin 2: Was stinkt denn da? Täterin 3 kichert. Täterin 1 + 2 + 3 kichern gemeinsam. Opfer: Ich weiß nicht. Täterin 1: Was weißt du nicht? Opfer: Was da stinkt. Täterin 1 + 2 + 3 lachen noch mehr. Täterin 1: Was schreibst du da? Täterin 2: Ist das ein neues Armband? Opfer präsentiert es stolz. Täterin 3 nimmt in diesem Moment das Buch weg. Liest: Paul ist wirklich süß.

Opfer: Hör auf!! Täterin 3: Gestern hat er mich ganz lange angeschaut und ich ihn auch und ich kann mir so gut vorstellen, mit ihm zusammen zu sein und ihn zu küssen und ihn zu streicheln und mit ihm zu – Opfer: Das steht da gar nicht!! Täterin 2: Was steht denn dann da? Opfer: Nichts. Täterin 1: Lies doch selber vor! Opfer: Nein. Täterin 3: Lies! Täterin 2: Lies! Täterin 1: Lies! Opfer weint. Täterin 1: Nie im Leben werden du und Paul. Ofer schluchzt. Täterin 1: Nie! Verstehst du! Nie! Opfer schaut auf die Tischplatte. Täterin 1 + 2 + 3 spucken sie an und gehen.

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Sandra / Meli / Manpreet

Im Klassenzimmer – letzte Stunde Täterin 1 ist langweilig. Täterin 2 ist ebenfalls langweilig. Es klingelt. Täterin 1: Na endlich! Täterin 2: Wochenende. Täterin 1: Nichts wie – Täterin 2: – raus hier. Opfer schreibt noch in ein Heft. Täterin 1 beobachtet es. Täterin 2: Streberin. Opfer konzentriert sich aufs Schreiben. Täterin 1: Schule ist aus! Opfer ignoriert die beiden. Täterin 2 nimmt Schultasche vom Opfer, packt Zeug aus. Täterin 1: Möchtest du noch bleiben? Dann brauchst du ja deine Sachen auf dem Tisch! Täterin 2 räumt den gesamten Tascheninhalt aus. Opfer räumt alles wieder ein. Täterin 1: Streberin.

Opfer will gehen. Täterin 1 stellt sich ihm in den Weg. Täterin 2 schubst. Opfer stolpert, fällt zu Boden. Täterin 1: Jetzt bist du ja da, wo du hingehörst! Täterin 2: Bei den Ameisen! Die sind auch fleißig! Täterin 1: Fritz und Fred! Deine besten Freunde! Täterin 2: Soll ich dir aufhelfen? Opfer streckt die Hand aus. Täterin 2 nimmt ihre Hand, zieht sie hoch und lässt wieder aus. Täterin 1: Hoppla. Opfer kriecht weiter weg. Täterin 2: Ja, bleib nur am Boden. Täterin 1: Steh ja nicht auf! Die beiden gehen weg. Opfer wartet lange, bis es aufsteht. Wischt sich die Augen, nimmt seine Tasche und geht auch.

Emina / Bianca / Nico

Im Klassenzimmer – Englischstunde Lehrerin teilt korrigierte Schularbeiten aus. Opfer fadisiert sich. Täter freut sich auf die Schularbeit, die er zurückbekommt. Lehrerin: Ich weiß deinen Namen immer noch nicht, aber dass du ein sehr guter Schüler bist, das weiß ich! Opfer: Wo ist Frau Mitscherlich? Lehrerin: Krank. Opfer: Was hat sie? Lehrerin: Sie kann nicht zum Unterricht kommen. Opfer: Ja, aber was hat sie? Lehrerin: Nina, du hast leider gar nichts richtig. Opfer: Lena! Lehrerin: Ja, Lena. Opfer: Sie haben auch nichts richtig. Lehrerin: Wie bitte? Opfer: Nichts. Lehrerin: Willst du das vor allen wiederholen? Opfer: Sie merken sich unsere Namen nicht! Was ist da dran richtig? Lehrerin: Lena. Direktor.

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Täter grinst. Opfer: Ich hab einen Fünfer? Täter: Wundert’s dich? Opfer: Du halt’s Maul. Täter: Du bist nichts. Du kannst nichts. Du weißt nichts. Opfer: Ich weiß eine Menge! Täter: Frau Mitscherlich! Lena weiß eine Menge! Opfer: Was machst du? Täter: Pech gehabt! Lehrerin: Was weiß Lena? Opfer: Nichts. Täter grinst. Lehrerin lacht. Opfer: Nein, ich meine – Lehrerin: Setz dich hin, Lena. Und halt den Mund. Täter: Ich kann dich nicht leiden. Du stinkst und bist schlecht. Opfer: Lass mich in Ruhe. Täter: Pech gehabt! Es klingelt. Er packt langsam seine Sachen und geht weg. Opfer schaut ihm lange nach.


Recep / Leo / Alex / Benni

Im Park

Täter 1 + 2 + 3 treffen sich und freuen sich, einander zu sehen. Dann sind sie ratlos. Täter 1: Was machen wir jetzt? Täter 2: Weiß ich doch nicht. Täter 3: Ich auch nicht. Täter 1 + 2 + 3 fadisieren sich. Täter 3 fängt an, mit seinem Handy zu spielen. Täter 2: Lass mich auch mal. Täter 3: Sicher nicht. Täter 2: Warum nicht? Täter 2: So halt. Zeit vergeht. Täter 1: Wohnt hier nicht der Moritz? Täter 2: Wo? Täter 3: Und? Täter 1: Schick ihm eine Nachricht. Er soll raus kommen. Täter 2: Warum? Täter 1: So halt. Täter 2: So halt. Täter 1: Na los, schick ihm – Täter 3: Mach’s doch selber! Täter 1: Kein Guthaben. Täter 3: Typisch. Täter 1: Bitte! Täter 3 fängt an zu schreiben. Alle kichern. Täter 1: Gib her! Täter 2 schnappt sich das Handy und liest vor: Moritz, komm runter zu uns, ist voll lustig, komm dazu. Täter 1: Schick’s ab! Täter 2: Den holen wir uns! Täter 1 + 2 + 3 warten auf eine Antwort. Opfer kommt dazu. Täter 1: Aha! Täter 2: Schau an! Täter 3: Der Moritz! Opfer: Ja?

Täter 1: Schön! Täter 2: Sehr schön! Täter 3: Wirklich schön! Täter 1 + 2 + 3 umkreisen ihn. Opfer: Und? Täter 1: Was und? Opfer: Was machen wir jetzt? Täter 2 geht in das Zimmer. Bist du online? Opfer: Ja. Täter 1 schlägt ihn nieder. Opfer fängt an zu weinen. Täter 3: Na, geh, tut’s weh? Täter 1 + 3 schlagen weiter auf ihn ein. Täter 2: Seine Mutter ist gestorben! Täter 1 + 3: Na, geh, du Armer, ist deine Mutter gestorben? Täter 2: Stimmt das? Täter 1: Stimmt was? Täter 2: Stimmt das? Opfer will flüchten. Täter 2 hält ihn auf: Das ist deine Statusmeldung: Meine Mutter ist gestorben. Stimmt das? Täter 1 + 3 lassen von ihm ab. Opfer: Ja. Täter 2: Wow. Täter 1: Kann man ja nicht – Täter 2: Wie denn? Opfer rennt weg. Täter 3: Tut uns leid! Täter 2: Warte mal! Tut uns echt leid! Täter 1: Echt? Täter 1 + 2 + 3 schauen ihm hinterher. Täter 1: Verschick das an alle. Dem seine Mutter ist gestorben. Täter 2: Heulsuse.

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Erek / Christian

Im Cyberraum Täter sitzt auf einem Stuhl, Blick nach vorne. Opfer kommt dazu, setzt sich auf seinen Stuhl. Pause. Opfer: Sie haben eine neue Nachricht: Du verblödeter Hurensohn! Pause. Opfer: Wer bist du? Senden. Täter: Sie haben eine neue Nachricht: Wer bist du? Dein bester Freund. Senden. Opfer: Sie haben eine neue Nachricht: Dein bester Freund. Pause. Opfer: Das stimmt nicht. Senden. Täter: Sie haben eine neue Nachricht: Das stimmt nicht. Grinst. Und ob! Senden. Opfer: Sie haben eine neue Nachricht: Und ob! Pause. Opfer: Wer bist du? Senden. Täter: Sie haben eine neue Nachricht: Wer bist du? Du wiederholst dich. Senden. Opfer: Sie haben eine neue Nachricht: Du wiederholst dich. Täter: Ich bin dein ärgster Feind und du bist der ärgste Vollidiot. Senden. Opfer: Sie haben eine neue Nachricht: Ich bin dein ärgster Feind und du bist der ärgste Vollidiot. Pause. Opfer: Lass mich in Ruhe. Senden. Täter: Sie haben eine neue Nachricht: Lass mich in Ruhe. Grinst. Nie im Leben. Senden. Opfer: Sie haben eine neue Nachricht: Nie im Leben.

Täter: Wenn du mich weiter nervst, stelle ich ein Foto ins Netz. Das wird schlimm. Senden. Opfer: Sie haben eine neue Nachricht: Wenn du mich weiter nervst, stelle ich ein Foto ins Netz. Das wird schlimm. Pause. Opfer: Wie schlimm? Senden. Täter: Sie haben eine neue Nachricht: Wie schlimm? Grinst. Du wirst schon sehen. Senden. Opfer: Sie haben eine neue Nachricht: Du wirst schon sehen. Pause. Opfer: Bitte nicht. Senden. Täter: Sie haben eine neue Nachricht: Bitte nicht. Grinst. Und zwar an alle Freunde. Senden. Opfer: Sie haben eine neue Nachricht: Und zwar an alle Freunde. Pause. Opfer: Bitte. Senden. Täter: Sie haben eine neue Nachricht: Bitte. Grinst. Bitte was? Bitte wie? Opfer: Sie haben eine neue Nachricht: Bitte was? Bitte wie? Täter: Morgen bist du dran. Senden. Chat beenden. Opfer: Sie haben eine neue Nachricht: Morgen bist du dran. Chat beendet. Täter geht siegessicher aus dem Raum. Opfer bleibt zurück und kann sich nicht vom Bildschirm lösen.


Caro / Meli / Manpreet / Sandra / Leila

Auf der Straße

Täterin 1 telefoniert: Wo seid ihr? Täterin 2: Beim Flöckner. Opfer geht an Täterin 1 + 3 vorbei. Täterin 1: Da ist sie wieder! So was von Assi! Täterin 2: Mach ein Foto!

Täterin 1: Was hast du für Schuhe an? Opfer läuft weg und schubst Täterin 3. Täterin 3: Hey! Sag mal, geht’s noch? Täterin 1 schaut dem Opfer nach, schüttelt den Kopf. Täterin 3 kichert.

Zuhause Opfer weint. Mutter: Was ist los? Opfer weint. Mutter: Red mit mir! Opfer weint. Mutter: Warum weinst du? Opfer weint. Mutter: Sag mir, was los ist! Opfer: Nichts. Mutter: Nichts? Opfer: Nichts. Mutter: Na los. Red mit mir. Opfer: Die mögen mich nicht. Mutter: Wer? Opfer: Niemand.

Pause. Opfer: Wir haben kein Geld. Mutter: Nein, wir haben kein Geld. Opfer: Die mögen mich nicht. Mutter: Deswegen? Opfer: Ich brauch was zum Anziehen. Mutter: Das, was die tragen, können wir uns nicht leisten. Opfer: Bitte. Pause. Opfer: Bitte! Mutter: Da, nimm. Kauf dir was drum. Opfer nimmt das Geld und geht weg. Mutter: Danke.

Im Europark Opfer hat etwas gefunden, aber es ist zu teuer. Kassiererin: 29,90. Opfer: Ich weiß. Kassiererin: Hast du kein Geld? Opfer: Doch. Kassiererin: Na, dann. Opfer: Ich wollte noch – Täterin 1 + 2 + 3 kommen dazu. Täterin 1: Ja, schau. Täterin 2: Was kaufst du dir denn? Täterin 3: Nicht schlecht! Opfer schweigt. Kassiererin: Wenn du es dir nicht leisten kannst – Täterin 3: Nicht genug Geld?

Täterin 2: Soll ich dir was borgen? Täterin 1: Beklau doch einfach deine Mutter! Opfer will gehen. Täterin 1 + 2 + 3 halten es auf, schubsen sie herum. Täterin 1: Wir sind mehr als du! Täterin 2: Keine Chance gegen uns! Täterin 3: Pech gehabt, du Assi! Täterin 1: Zeig mir mal dein Geld! Täterin 1 + 2 + 3 drängen Opfer an die Wand. Täterin 2 nimmt ihm das Geld weg. Täterin 3: Wir haben 10 Euro! Los! Abhauen! Täterin 2: Abhauen! Täterin 1: Abhauen! Opfer bleibt am Boden zurück: Danke.

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Feedback Macht|schule|theater: Stimmungsbilder aus der NMS Nonntal Ein brandaktuelles Thema, viele, sehr motivierte 12-jährige Schüler/ Innen, die Freude am Theaterspielen haben, engagierte und ebenso motivierte Lehrpersonen, ein Direktor, der hinter dem Projekt steht und organisatorische Schwierigkeiten aus dem Weg räumt und natürlich exzellente Regisseurinnen: das waren die Zutaten für unser Theaterprojekt „fall netz”

Eins vorweg: es übertraf die Erwartungen aller Beteiligten und wurde ein toller Erfolg.

thodische Arbeit ganz ungewohnt (wir würden das anders machen ) … Aber auch Schüler, die nicht „beschäftigt“ waren, hatten so ihre Not beim Zuschauen und Zuhören oder beim „leise Sein“. Drei Stunden schienen sich endlos auszudehnen.

Die wöchentlichen dreistündigen Einheiten im Rahmen des Unterrichtsfaches Kreativwerkstatt fanden jeden Freitag Vormittag, teilweise Nachmittag statt. Elisabeth, Hauptakteurin bei uns, wurde von den Schülern herz-

Doch dann: ein neuer Impuls! Das Stück war fertig, die Rollen verteilt, die „Mitspieler“ aus Seekirchen kennen gelernt, Michael Uitz als Filmemacher ein cooler Typ, sogar Kostümbildnerin Anne anwesend! Es tat sich was!!

Von Dipl.-Päd. Eva Löchli, Dipl.Päd. Erika Peterleitner und Dipl.Päd. Johanna Weitgasser

„cool dass wir endlich über Mobbing sprechen konnten” lich aufgenommen, sie schätzten sehr bald ihre liebevolle, offene Art, ihre Kompetenz und ihr Können und ihr immer offenes Ohr für Fragen, Anliegen und Geschichten. Gespräche, Diskussionen, Improvisationen einzelner Szenen, sowie Körper- und Sprechübungen standen auf dem Programm. Die Schüler arbeiteten eifrig mit- Freitag wurde der Lichtblick im stressigen Schulalltag. Alles cool? Nicht nur! Wir Lehrer hatten manchmal unsere Zweifel, bzw. mit Problemen zu kämpfen: Zeitdruck (werden wir bis April fertig?), Stundenentfall (ist das noch vertretbar?), didaktisch-me-

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Ein erstes Highlight war die erste Probe im kleinen Theater. Dass Proben nicht nur lustig oder leicht sein können, spürte man bald. Der Theateralltag hielt Einzug, ermüdende, monotone Arbeit war angesagt und nicht selten wurde der Freitag zu einem der anstrengendsten Tage. Doch- Mühe wird belohnt. Spannung und Nervosität nahmen zu, die Euphorie ebenfalls, die Premiere rückte näher. Intensive Probewochen verlangten den Kindern einiges ab. Und dann standen selbstsichere, stolze, gut geschulte junge Leute auf der Bühne, um „Ihr Werk“ zu

präsentieren, die Botschaft weiterzugeben! Ein unvergessliches Erlebnis! Doch nicht nur das Arbeiten am Theaterstück und den damit verbundenen, bekannten Lernprozessen war deutlich zu sehen- sehr wesentlich war ein weiterer Erfolg dieses Projektes: nämlich die neu entstandenen Freundschaften zwischen den Schülern der NMS Nonntal und den theatererfahreneren Schülern des BG Seekirchen. Vorurteile wurden abgebaut, die Kinder lernten, sich gegenseitig zu schätzen, man wurde zur „Gruppe“, in der niemand ausgeschlossen war. Tränen beim Abschied, der Wunsch auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr und das Wissen, etwas Außergewöhnliches geleistet zu haben – ein spannender und vielsagender (!) Abschluss eines lehrreichen Projektes. Die Antworten einiger Schüler der NMS Nonntal auf einen „Feedback-Fragebogen“ bekräftigen und bestätigen die Lehrermeinungen. Hier ein paar Aussagen: Das war anstrengend: - dass die Lehrer hinter der Bühne dauernd sagen müssen, wir sollen leise sein - immer dieselben Szenen proben - hinter der Bühne ruhig sein, immer - zuhören und konzentriert sein - zweimal an einem Tag spielen - schon viel, aber es hat sich gelohnt Highlights: - die Premiere war sooo geil, den Tag werde ich nie vergessen - cool dass wir endlich über Mobbing sprechen konnten - Auftritte, Premiere, Applaus der Zuschauer


- Alle Sachen – Hammer! - Freundschaft mit Seekirchnern soo gefallen, dass wir mit anderer Schule zusammengearbeitet haben - Aufführungen, wenn Familie da war, Eye of the tiger Das würde ich ändern: - Mir fällt nichts ein - NICHTS – alles zu cool - Mehr Auftritte - Längere Pausen, Lärm hinter der Bühne - Jeder sollte gleich viel Texte haben - Dass die Mutter gestorben ist - Immer ganztags, mit weniger Kindern Wichtige Erfahrungen: - Dass Theater anstrengend, aber cool ist, ist nicht einfach - Wir sollen nicht mobben, Kinder sind arm, das tut weh - Nicht schüchtern sein - Bin reifer geworden, weiß viele Fehler - Dass Zusammenarbeit wichtig ist und dass man andere so behandeln soll, wie man selber behandelt werden möchte - Für ein gutes Stück muss man sich bemühen - Hab erfahren, dass ich ein Jugendlicher geworden bin - Es hört nicht auf, Mobbing geht oft weiter, also ich werde sofort helfen Schöne und „unschöne” Momente: - Traurig war der Abschied, ich vermisse das Theater - Unschön so lange auf die Premiere zu warten - Es war alles wunderbar, am liebsten will ich die Zeit zurücksspulen und vorne anfangen - Bitte, bitte Teil 2 aber nur mit den gleichen Klassen - Schön mit den Seekirchnern, unschön der Abschied - Unschöne Momente: immer Szenen wiederholen, neue Szenen merken - Aufregung und das viele Lachen war toll, dass jeder auf der Bühne stehen konnte - Unschön, dass wir zum letzten Mal gespielt haben

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Kurzbericht der Schulleitung zum Theaterprojekt FALL NETZ Aus Sicht der Schulleitung muss dieses Projekt in vielerlei Hinsicht als absolut positiv und verlängerungswürdig beurteilt werden. Folgende Punkte können hier angeführt werden: Sozialer Zusammenhalt/Klassengemeinschaft - Städtische Kinder mit Migrationshintergrund u. Kinder aus ländlichen Gebieten bauen soziale Schranken ab, freunden sich an - Die Arbeit am Projekt u. die Aufführungen schaffen ein WIR-Gefühl u. eine Zusammengehörigkeit, was zur sichtbaren Verbesserung in der Klasse geführt hat. - Die Eltern wurden durch das Projekt wesentlich mehr in die schulische Arbeit eingebunden u. identifizieren sich mit der Arbeit ihrer Kinder. Dieses Projekt kann als paradigmatisch für gelebte Schulpartnerschaft bezeichnet werden.

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Sprache - Die SchülerInnen lernten ordentlich zu artikulieren, zudem lernten sie sprachlichen Inhalt mit Mimik u. Gestik zu verbinden, wie dies im schulischen Unterricht nie hätte gemacht werden können. - Den SchülerInnen wurde klar, dass allein die Sprache das adäquate Ausdrucksmittel ist, Differenzen u. Schwierigkeiten im Umgang miteinander zu kommunizieren. Das Projekt setzte daher einen enorm wichtigen Baustein in der Gewaltprävention. Persönlichkeitsbildung - Die Arbeit und das Präsentieren auf der Bühne führte bei den SchülerInnen dazu, dass sie sich trauen, vor anderen ihre Meinung zu äußern, sie gewannen Selbstsicherheit u. erlebten eine absolut positive Bestätigung, was zu einer gesunden Steigerung des Selbstwertes führte.

Kultur - Speziell für die Kinder mit Migrationshintergrund war die Arbeit im Theater ein Abbauen einer in diesem Milieu bemerkbaren kulturellen Schranke. Für sie, besonders auch für deren Eltern, wurde das Theater ein „Alltagsort“. Sie wissen nun, was es heißt, vor anderen zu stehen, Texte zu lernen, zu üben, sich zu präsentieren. Sie haben nun in Bezug auf Theaterstücke eine grundlegende Neugier. Schultypenübergreifende Arbeit - Es kam im Zuge dieses Projektes zur Zusammenarbeit zweier unterschiedlicher Schultypen auf der Direktions-, der LehrerInnen- und der SchülerInnenebene. Barrieren wurden abgebaut, denn es stand das Gemeinsame im Vordergrund. Salzburg, am 13.5.2011 HD Mag. Thomas Schiendorfer, e.h.


Presseberichte Dorfzeitung.com vom 02.05.2011

„Fallnetz” – Kleines Theater – Schüler spielen Mobbing Elisabeth Pichler. Seit Oktober 2010 haben sich die Jugendlichen einmal wöchentlich mit dem Thema Mobbing durch moderne Kommunikationsmittel auseinandergesetzt, nun bringen sie das erschreckende Ergebnis mit viel Schwung und Begeisterung im Rahmen einer großen „Cybermobbing Show“ auf die Bühne des Kleinen Theaters. Ein schick gekleidetes Moderatorenpärchen versprüht gute Laune und stellt Moritz vor, einen neuen Schüler, „nicht sehr originell, also das ideale Opfer“. Er bekommt einen blauen Pullover übergezogen und das bedeutet in diesem Fall Opfer. In vielen kleinen Szenen müssen wir miterleben, wie der Arme von der bösartigen Meute der Mitschüler niedergemacht wird. Seine Eltern versuchen zwar, in der Schule zu intervenieren, doch dort treffen sie auf eine besonders ignorante Lehrerin, die behauptet, der Schulpsychologe habe alles im Griff. Doch es ändert sich nichts, die Mutter wird depressiv, der Vater zum Alkoholiker. Es handelt sich ja „nur“ um eine flotte Show, so kann Moritz, als er genug von seiner Opferrolle hat, einfach verschwinden. Doch Opfer sind leicht austauschbar und

dorfzeitung.com vom 2.5.2011

so zaubern die Moderatoren immer wieder einen neuen Moritz im blauen Pullover auf die Bühne, schließlich meldet sich sogar jemand freiwillig aus dem Publikum. Zwischendurch listen „Professoren“ emotionslos Fakten über Facebook auf und berichten von Missbrauchsfällen mit tödlichem Ausgang. Meist kennen sich Kinder heute mit dem Computer und seinen Möglichkeiten besser aus als ihre Eltern. Kompromittierende Videos auf YouTube zu stellen oder dort zu suchen, ist für die heutige Generation fast schon eine Selbstverständlichkeit. Das Projekt Macht/schule/theater versucht, Sozialkompetenzen wie Mut und Zivilcourage zu stärken und die Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt und seinen Auswirkungen anzuregen. Es ist den Regisseurinnen Elisabeth Nelhiebel und Caroline Richards gelungen, ungeheuer viele Facetten von Gewalt in diesem Stück unterzubringen. Im Zentrum steht jedoch die Frage „Warum sind die so?“, denn „das Opfer weiß nicht, warum es Opfer ist“. Die Jugendlichen haben durch die Arbeit an diesem Stück sicherlich profitiert und es wird ihnen leichter fallen, Ansätze von Gewalt zu erkennen und diese dann zu reflektieren.

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RUM BILDUNG

+++ SCHULE +++

MONTAG, 2. MAI 2011 DIEPRESSE.COM Die Presse DIE PRESSE, 2. MAI 2011

DIE PRESSE vom 02.05.2011 Schulprojekt

GS MANN

Kann denn Theater Mobbing stoppen?

das sich ziell nicht hlt macht

in Erfolgsprojekt. s dennoch zu wenig.

gen im Parlament den im Allgemeisehr konkret beSo auch bei einer die Bildungsminismir in die Hände gedie mich letztendrig machte. um Ressourcen für erkenswerte Initiamehr als zehn JahhrerInnen, also „aus m heraus“, gestartet ool“, sprich Coopeenes Lernen, geht pädagogischen An-

Um Cybermobbing und Gewalt geht es in dem Theaterstück „fall netz“, das Salzburger Schüler erarbeitet haben.

[ A. Buffetrille ]

Moritz ist der Neue in der Klasse, und er wird auf allen Ebenen gemobbt. Warum, weiß er nicht, wehren kann er sich kaum. Darum, und wie ihm geholfen werden kann, geht es in dem Stück „fall netz“, das Schüler des BG Seekirchen und der NMS Nonntal in Salzburg gemeinsam mit Theatermachern erarbeitet haben. Mit der Premiere im „kleinen theater“ Salzburg ging das Projekt „Macht0schule0theater“ am Donnerstag in die dritte Saison. Bis 13. Mai werden in ganz Österreich noch 16 weitere Stücke zum Thema „Gemeinsam für Fairness und gegen Gewalt“ präsentiert. Nähere Infos: machtschuletheater.at


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DrehPunktKultur vom 02.05.2011 svz KULTUR

Mittwoch, 27. April 2011

Sotheby’s versteigert zeitgenössische Kunst

Ende Juni kommt mit der Sammlung Dürckheim eine der wichtigsten europäischen Kollektionen zeitgenössischer Kunst unter den Hammer. Sotheby’s versteigert die 59 Exponate umfassende Sammlung, die bedeutendsten und maßgebendsten Werke deutscher Kunst der 1960er und 1970er Jahre umfasse, so etwa Werke von Georg Baselitz, Gerhard Richter oder Jörg Immendorf, wie das Auktionshaus gestern mitteilte. Man erwartet, dass die 59 Kunstwerke, die seit über 30 Jahren nicht auf dem Markt erschienen sind, in London einen Auktionserlös von über 33 Mio. Pfund (rund 37 Mio. Euro) erzielen.

Oper Graz: Dichte Spielzeit trotz Umbau

Die Oper Graz wartet in der Spielsaison 2011/2012 trotz des durch einen Umbau bedingten teilweisen Umzugs mit einem dichten Programm auf: Lediglich das „Konzert für Österreich“ fällt aus. Die Saison wird mit Verdis „Otello“ am 1. Oktober eröffnet, sagte Intendantin Elisabeth Sobotka gestern im Ausweichquartier „Wilder Mann“. Die Zusam menarbeit mit Peter Konwitschny wird fortgesetzt, er inszeniert Tschaikowskis „Pique Dame“. Ferner gibt Daniel Barenboim einen SchubertKlavierabend.

SVZ vom 27.04.2011

Freuen das 1. S Klassik-P am 2. Ju Stiegl-Fe Maestra Fuchs u Philharm Geschäft Melanie

Junge Philharmonie Salzburg: Projekte in der Spielzeit 201

Klassik, Bier und Breakdan

Die Ideen gehen einer Elisabeth Fuchs nie aus. Zumindest erwecken die kunterbunten Konzertprogramme ihrer Jungen Philharmonie Salzburg, ihr unermüdliches Werben um finanzielle Ermöglicher und nicht zuletzt erfolgreiche Formate wie die Kinderfestspiele am Salzburg Airport diesen Eindruck. Und die Dirigentin hat bereits die nächste Innovation im Köcher: Am 2. Juli leitet Fuchs das erste Salzburger Klassik Picknick auf der Stiegl-Festwiese. „In Linz gibt es die Klangwolke, wir sorgen für das erste Klassik-OpenAir-Event für die ganze Familie in Salzburg“, erläuterte Fuchs

gestern im Rahmen der Jahrespressekonferenz. Die Besucher können bei Stiegl Picknickkörbe erwerben und ein mehrstündiges Programm (u.a. mit Mozarts gMoll-Symphonie, Ravels „Bole ro“ und einem Filmmusik-Block) in Gottes freier Natur genießen. Bereits in wenigen Tagen machen die Musiker der Jungen Philharmonie im Amadeus-Terminal 2 am Salzburger Flughafen Station. Im Zentrum der 5. Kinderfestspiele von 3. bis 10. Mai stehen die „Vier Jahreszeiten“ mit den Solistinnen Christine Maria Höller und Irina Rusa. „Wir verpep pen dabei Vivaldi, so viel sei verraten – auch wenn Vivaldi

Schultheaterfestival startet morgen

Das Kooperationsprojekt „Macht|schule|theater“, das seit dem Schuljahr 2008/09 Theatermacher und Bildungseinrichtungen vereint, um gemeinsame Produktionen auf die Bühnenbretter zu stellen, geht in die dritte Premierensaison: Morgen startet im Kleinen Theater Salzburg mit „Fall Netz“ die erste Uraufführung, der bis 13. Mai 16 weitere in ganz Österreich folgen werden. Elisabeth Nelhiebel, Caroline Richards und SchülerInnen der NMS Nonntal

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und des BG Seekirchen setzen sich mit dem Thema „Cyber mobbimg“ auseinander, gezeigt wird das Stück bis 4. Mai insgesamt zehn Mal. Im Lungauer Kulturzentrum sorgen am 6. Mai um 19 Uhr Theaterfans aus drei Tamsweger Schulen unter der Regie von Gerard Es für die Premiere von Kurt Wölflingseders „Heim.At“. Die dritte Salzbur ger Produktion feiert am 11. Mai im Schauspielhaus Premiere „Vri hal thu – Raus bis du!“

nennt sich das gemeinsame Theaterprojekt der Neuen Mittelschule Taxham, der Städtischen Hauptschule in der Plainstraße und dem Schauspielhaus. Österreichweit haben sich für die insgesamt 135 Aufführun 580 Schüler aus 45 Schulen engagiert. Bei der Initiative arbeiten die professionellen Theaterhäuser mit Schülern von jeweils mindestens zwei Schulen verschiedener Schultypen zusammen.

ohnehin schon Pep hat“ die engagierte Musikve Insgesamt haben sich f lichen Konzerte und In ten-Workshops 238 Sc und Kindergartengrupp samt 5000 Kinder) ang Fuchs sieht die Kinder als wichtigen Einstieg Kids in die Welt der K immerhin bekommt je auch eine CD mit dem nach Hause. Auch die Abos für die etwas Älte sich überraschend gut „Das ist auch für uns e Herausforderung: Wen mal langweilig spielen die Jugendlichen nie w Fuchs. Die kommenden und Teeniekonzerte b den 1550 Abonnente „Romeo und Julia“ mi dance oder „Bach for Zudem expandieren die konzerte ins bayerische sowie nach Mühldorf a Der abendliche Abo-Z Jungen Philharmonie b Saison 2011/12 neben kings 9/11-Gedenkm Mass for Peace“ und ei of Hollywood“ auch R nov, Beethoven oder S Weiters sind Tourneen na oder Spanien geplan trag mit dem Hauptspo burger Sparkasse wurd Jahre verlängert.

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Postkarten und Plakate fall netz

Das Opfer

weiß nicht

warum es

Opfer ist

MIT Alexander Straubinger, Amadeus Pendl, Benedikt Rothbart, Bianca Schmutzler, Büsra Köksal, Caroline Baumgartner, Christian Pospischil, Christina Savel, Cornelia Siller, Elisabeth Feichtlbauer , Emina Beganovic, Erek Janssen, Hannah Güntert, Imani Zakriev, Jana Angerer, Julian Gell, Klara Arminger, Larissa Pichler, Leila Omerovic, Leopold Rakar, Magdalena Sedmak, Manpreet Dhinjan, Max Güntert, Melanie Juric, Melissa Tausch, Merve Dogan, Michael Wieneroiter, Nico Dzolic, Patricia Kaspar, Rabia Eskil, Raphael Moser, Recep Yarat, Sandra Staffen, Sarah Reindl, Sebiha Esenbahar, Sophie Zehentner, Suelnur Yasaryildiz, Suhaila Behsudi Mehrabi, Susanne Fiala, Tolgahan Kurt LEHRERiNNEN Dipl.-Päd. Eva Löchli, Dipl.-Päd. Erika Peterleitner, Dipl.-Päd. Johanna Weitgasser, Prof. Mag. Wolf Junger VON Elisabeth Nelhiebel, Caroline Richards und den SchülerInnen der NMS Nonntal und des BG Seekirchen REGIE Elisabeth Nelhiebel und Caroline Richards MUSIK Axel Müller AUSSTATTUNG Anne Buffetrille VIDEO Michael Uitz PRODUKTION kleines theater für Macht|schule|theater 2010/11 mit Unterstützung von bm:ukk, Kulturkontakte Austria und ERSTE Salzburger Sparkasse Kulturfonds

KLEINES THEATER, SALZBURG

AB 11 Jahren SPIELDAUER ca. 75 min PAUSE keine EINTRITT frei Die bundesweite Theaterinitiative Macht|schule|theater wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur gemeinsam mit KulturKontakt Austria und dem DSCHUNGEL Wien durchgeführt. Ziel ist die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt und Gewaltprävention sowohl von Seiten der bei den Produktionen mitwirkenden Schülerinnen und Schüler als auch von Seiten des jugendlichen Publikums. Macht|schule|theater ist im Schuljahr 2010/2011 Leitprojekt der Initiative des BMUKK für kulturelle Bildung an Schulen „Kunst macht Schule” und Teilprojekt der Initiative des BMUKK „Weiße Feder – Gemeinsam für Fairness und gegen Gewalt”. Durch die Abhaltung von Dialogveranstaltungen zu „Partizipation und Zivilcourage” ist Macht|schule|theater außerdem in die regionale Vernetzung der „Weißen Feder” und in die „Aktionstage Politische Bildung” eingebunden.

DO 28.04.11 | 10:00 (Premiere) + 18:00 FR 29.04.11 | 10:00 (SV) + 18:00 SA 30.04.11 | 15:00 www.kleinestheater.at | +43 (0)662 87 21 54

EMAILWERK, SEEKIRCHEN MO 02.05.11 | 18:00 DI 03.05.11 | 10:00 (SV) + 12:00 (SV) MI 04.05.11 | 10:00 (SV) + 18:00 www.kunstbox.at

fall netz

Das Opfer

weiß nicht

warum es

Das „Opfer” weiß nicht, warum es ein Opfer ist. Wehren kann es sich nicht wirklich gegen die Beleidigungen, die Anschuldigungen, die unterstellten Wahrheiten, die Vorwürfe, die Lügen, den Neid, der ihm entgegengebracht wird, genauso wie die Eifersucht, der Hass, die Wut, alle Emotionen halt, die man – als „Täter” – gerne mal los wird, gegen Lehrer, die Eltern, Geschwister oder einfach mal so gegen diesen einen Mitschüler oder diese eine Mitschülerin. Warum gerade der oder die? Weiß nicht, so halt, würde der Täter sagen, weil sie blöd ist, weil er ein Streber ist, weil sie kein Geld hat, weil er sich für Zimmerpflanzen interessiert, weil sie sich überhaupt für etwas interessiert, weil er halt ist, wie er ist.

Opfer ist

KLEINES THEATER, SALZBURG DO 28.04.11 | 10:00 (Premiere) + 18:00 FR 29.04.11 | 10:00 (SV) + 18:00 SA 30.04.11 | 15:00 www.kleinestheater.at | +43 (0)662 87 21 54

EMAILWERK, SEEKIRCHEN MO 02.05.11 | 18:00 DI 03.05.11 | 10:00 (SV) + 12:00 (SV) MI 04.05.11 | 10:00 (SV) + 18:00 www.kunstbox.at

MIT SchülerInnen der NMS Nonntal und des BG Seekirchen VON Elisabeth Nelhiebel, Caroline Richards und den SchülerInnen der NMS Nonntal und des BG Seekirchen REGIE Elisabeth Nelhiebel und Caroline Richards MUSIK Axel Müller AUSSTATTUNG Anne Buffetrille VIDEO Michael Uitz PRODUKTION kleines theater für Macht|schule|theater 2010/11 mit Unterstützung von bm:ukk, Kulturkontakte Austria und ERSTE Salzburger Sparkasse Kulturfonds ALTERSEMPFEHLUNG ab 11 Jahren SPIELDAUER ca. 75 min PAUSE keine EINTRITT frei RESERVIERUNG erbeten

Zur Ankündigung im öffentlichen Raum wurden von der Grafikerin des kleinen theaters, Julia Fink, Postkarten im Format A6 und Plakate im Format A2 gestaltet. Sie nehmen passend zum Thema Cybermobbing den Schriftzug fall netz in Form und Farbe des facebookLogos sowie eine Webseiten-Navigation als Gestaltungsmerkmal auf.

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Videodokumentation

Das Projekt wurde von Michael Uitz und den SchülerInnen mit der Kamera begleitet. Eine 5-minütige Dokumentation über Entstehung und Aufführungen von fall netz ist auf dem youtube-Kanal des kleinen theaters verfügbar. www.youtube.com/kleinestheatersbg

Website

Das Projekt wurde sowohl auf der Website des kleinen theaters als auch auf der übergreifenden Macht|schule| theater-Website begleitet und präsentiert. Texte, Ankündigungen, Video, Fotos und die Abschlußdokumentation sind online verfügbar. www.kleinestheater.at/projekte www.machtschuletheater.at

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„Hab erfahren, dass ich ein Jugendlicher geworden bin�


Die bundesweite Theaterinitiative Macht|schule|theater wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur gemeinsam mit KulturKontakt Austria und dem DSCHUNGEL Wien durchgeführt. Ziel ist die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt und Gewaltprävention sowohl von Seiten der bei den Produktionen mitwirkenden Schülerinnen und Schüler als auch von Seiten des jugendlichen Publikums. Macht|schule|theater ist im Schuljahr 2010/2011 Leitprojekt der Initiative des BMUKK für kulturelle Bildung an Schulen „Kunst macht Schule” und Teilprojekt der Initiative des BMUKK „Weiße Feder – Gemeinsam für Fairness und gegen Gewalt”. Durch die Abhaltung von Dialogveranstaltungen zu „Partizipation und Zivilcourage” ist Macht|schule|theater außerdem in die regionale Vernetzung der „Weißen Feder” und in die „Aktionstage Politische Bildung” eingebunden.

Impressum/Herausgeber: kleines theater.haus der freien szene, verein zentrum für theater und kultur, schallmooser hauptstraße 50, 5020 salzburg // zvr 500015232 // uid ATU63148338 // tel. +43 (0)662 88 02 19 // fax. +43 (0)662 88 02 24 // office@kleinestheater.at // karten +43 (0)662 87 21 54

www.kleinestheater.at

kleinestheater_fall_netz_doku_SCREEN  

http://www.kleinestheater.at/wp-content/uploads/2011/05/kleinestheater_fall_netz_doku_SCREEN.pdf

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