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KLEEBLATT

15. August 2013

Kindern Bildung schenken:

Lea Engel hilft Waisenkindern in Togo Sarstedt (stb). Jetzt ist sie gerade mal wieder da. Mit Laptop sitzt Lea Engel am heimischen Wohnzimmertisch und spricht über „ihr“ Waisenhaus in Togo. Gerade war sie wieder von März bis Juli dort. Und zum Wintersemester möchte sie mit einem „International Business“Studium beginnen. Seit Lea Engel für eine Hilfsorganisation in dem westafrikanischen Land gearbeitet hat, unterstützt sie das Waisenhaus Cador in dem Ort Lomé. Sie hat deshalb verschiedene Projekte ins Leben gerufen. Zum einen hat sie mit Hilfe von Spendengeldern ein Grundstück erworben, auf dem nun ein Gebäude für die derzeit 16 Kinder und Jugendlichen gebaut wird, damit die Leiterin des Hauses nicht weiter Miete für das jetzige Haus zahlen muss. KLEEBLATT: Wie weit ist denn das Bauvorhaben gediehen? Lea Engel: Der Rohbau steht bereits, zurzeit wird ein Brunnen am Haus gegraben. Da warten wir gerade auf schwereres Gerät, weil wir auf felsigen Untergrund gestoßen sind. Als nächstes steht der Innenausbau an. Dabei ist alles für deutsche Verhältnisse ziemlich spartanisch: 2 große Räume, 2 Toiletten und 2 Duschräume sind geplant. Aber wir haben die Statik bereits so ausgelegt, dass bei Bedarf eine Etage aufgestockt werden kann. KLEEBLATT: Um die Hilfe für das Cador-Waisenhaus voranzubringen, haben Sie nun einen Verein gegründet. Wie groß ist der denn schon? Lea Engel: Wir sind jetzt 15 Mitglieder. Viele Freunde und Familienmitglieder unterstützen mich, die meisten aktiv. Mein Bruder ist zum Beispiel Webdesigner und hat unsere Internetseite www.cador-hilfe.de gestaltet. Und ein befreundeter, pensionierter Steuerberater berät uns in fi-

nanziellen Belangen. Aber wir haben auch einige Fördermitglieder, die uns finanziell unter die Arme greifen. Davon hätten wir gerne noch mehr. KLEEBLATT: Wie kann man denn sicher sein, dass die Gelder das richtige Ziel erreichen? Lea Engel: Natürlich ist immer auch viel Vertrauen dabei. Aber ich selbst fliege regelmäßig hin, stehe in engem, andauerndem Kontakt mit der Heimleiterin, kontrolliere, alle Investitionen werden mit vielen Fotos dokumentiert. KLEEBLATT: Welches Ziel haben Sie sich denn gesetzt für Ihr Engagement und den Verein? Lea Engel: Ziel aller Aktivitäten ist es, das Waisenhaus auf eigene Füße zu stellen und den Kindern und Jugendlichen eine konstante, gute Lebensqualität zu sichern. Momentan ist die Versorgungssituation eher schlecht und vor allem nicht verlässlich. KLEEBLATT: Und welche Projekte verfolgen Sie jetzt genau? Lea Engel: Wir werben Spenden ein für drei Bereiche. Die Weiterführung des Bauvorhabens habe ich schon genannt. Dazu kommt die Unterstützung der aktuellen Einrichtung. Spenden werden dort verwandt für die Bezahlung von Strom und Wasser. Wir möchten unbedingt neue

Matratzen für die Kinder anschaffen und auch die Ausstattung der Küche müsste verbessert werden Als drittes Projekt bietet der Verein jetzt Patenschaften an. KLEEBLATT: Wie kann man sich das vorstellen? Und was kostet das konkret? Lea Engel: Es sind Teil- und Vollpatenschaften möglich. Für 35 Euro im Monat kann zum Beispiel ein Kind komplett versorgt werden. Inklusive aller Kosten für Unterkunft, Miete, Wasser, Strom, Kohle, Hygieneartikel, Medizin, Nahrung, Schulkleidung und die Betreuung. Aber man kann auch monatlich 5 Euro für die Betreuung oder 10 Euro für die Unterkunft oder 20 Euro für die Versorgung als Teilbetrag übernehmen. KLEEBLATT: Und das kommt dann nur einem Kind zugute? Lea Engel: Nein, bei einer Patenschaft vermitteln wir, wenn gewünscht, den Kontakt zum Kind, schicken Bilder oder berichten über den Lebenslauf. Aber natürlich bevorzugen wir kein Kind, d.h. alle profitieren von Spenden für Nahrung, Strom oder anderem. Diese Patenschaften liegen mir besonders am Herzen, weil sie regelmäßige Hilfe bedeuten!

KLEEBLATT: Wie informiere ich mich denn am besten über den Verein? Lea Engel: Auf der Website. Da sind auch Bilder aller Kinder zu finden. KLEEBLATT: Was haben Sie sonst noch für Ziele? Lea Engel: Ich möchte es unbedingt schaffen, dass die derzeit 13 Schulkinder auf eine Privatschule gehen können. Die staatliche Schule ist kostenlos, aber fürchterlich. Gut 70 Kinder in einer Klasse und die Lehrer kommen, wann es ihnen passt. In der Nähe des Waisenhauses gibt es eine einfache, aber ganz gute Privatschule. Das Niveau ist wesentlich höher. Hier gibt es eine Schulbildung, die den Kindern später eine Chance gibt. Wir suchen dringend Spender, die das Schulgeld regelmäßig übernehmen können. Pro Monat beträgt es für alle 13 Schulkinder zusammen umgerechnet 72,50 Euro. KLEEBLATT: Es sind doch eigentlich 16 Waisen, oder? Lea Engel: Ja, aber drei sind bereits in einer Ausbildung. Ein Mädchen lernt Schneiderin, ein Junge eine Kombination aus Elektriker und Sanitärfachmann und ein Junge wird Gemüsezüchter. Unser „Techniker“ hilft jetzt schon bei uns überall im Haus. KLEEBLATT: Sonst noch Pläne? Lea Engel: Ja, Mittelfristig möchte ich gerne noch eine zweite, möglichst männliche Betreuungsperson anstellen. Aber das ist Zukunftsmusik. Zuerst geht es immer um die Fixkosten wie Miete und Nahrung. KLEEBLATT: Zum Abschluss noch eine Frage: Warum gerade Togo? Lea Engel: Das ganze Land spiegelt für mich Lebensfreude wieder, auch wenn mal nicht alles rund läuft! Das positive Denken in diesem fröhlichen, gastfreundlichen Land steckt einfach an! Sonst kommt man ja auch n nicht weiter.

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Volles Haus beim Abend der Genüsse Sarstedt (cn). Ein Bouquet kulinarischer und musikalischer Genüsse begeisterte die Besucher beim sechsten Abend der Genüsse. Zu der Veranstaltung, die sich inzwischen als eines der schönsten Sarstedter Events etabliert hat und die auch zahlreiche Besucher aus dem Umland anzieht, kamen auch in diesem Jahr mehrere hundert Besucher auf den Platz vor der Nicolai-Kirche und genossen vor der stimmungsvollen Kulisse den Sommerabend. Den Auftakt zur Kirchen-Konzertserie gab die Bläsergruppe des Sarstedter Gymnasiums „Little Winds“ unter der Leitung von Ulrich Bernert. Mit Filmmusik von Harry Potter bis hin zu rockigen Klängen von Queen begeisterten sie ihre Zuhörer. Etwas ruhigere Töne erklangen vom Hildesheimer Knabenchor, der den Anbruch der Nacht und die Schön-

heit des Mondes besang. Als Duo „Bel Ami“ wussten Hartwig und Monika Meynecke das Publikum mit Salonmusik der 20er und 30er Jahre zu verzaubern. Mit Klavier, Violine und Gesang ließen sie die alten Zeiten wieder aufleben und begeisterten mit dem Liebeswalzer „Du bist das süßeste Mädel der Welt“ oder dem bekannten Stück „Schöner Gigolo“. Während Monika Meynecke virtuos am Klavier brilliert, brachte Ehemann Hartwig die Herzen der Damen mit Violine und Gesang und

einem vorbildlichen Kniefall zum Schmelzen. Bei dem Stück „Oh Donna Clara, ich hab Dich tanzen gesehen“ konnten auch die respekteinflößenden Kirchenmauern nicht das leise mit Summen in den Bankreihen verhindern. Unter tosendem Applaus verabschiedete sich das Duo schließlich von der Bühne. Auch die Musiker des Harmonica Clubs Sarstedt begeisterten die Zuhörer mit ihrer Tarantella Arabiata und anderen Köstlichkeiten. Beim akustischen Ohrenschmaus des Bernd Rüter Trios kamen Freunde des Jazz auf ihre Kosten. Leider musste DSDS Finalistin Nina Richel, deren Auftritt mit Bandmitgliedern der Band DeVoted geplant war, kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen absagen, so dass mit dem DeVoted Sänger kurzfristig Ersatz gefunden wurde. Doch „Ersatzmann“ Oliver Gröbe war mehr als das. Begleitet von Marco Holzinger am Keyboard und Alexander Schwarz mit der Gitarre überzeugten die drei jungen Musiker ihre Zuhörer. Mit Coversongs wie Easy von Cro und Still von Jupiter Jones, den die drei speziell für diesen Auftritt kurzfristig geprobt hatten, zeigte die Nachwuchsband was in ihr steckt

und sammelte nicht nur beim jüngeren Publikum viele Sympathien. Als stimmungsvollen Abschluss des Konzertreigens genossen die Gäste Gospel und a-capella-Musik der Paulus Voices unter der Leitung von Heike Rüffler. Dabei verzauberten besonders Kimberley Kregel, Valentina Gräflich, Vanessa Kregel, Michelle Jürgens und Melissa Kalberlah mit ihren Soli beim Stück „Halleluja“ die Besucher und der Aufforderung des Programmhefts „Clap your hands!“ kamen diese darum gerne nach. Der Ansturm auf die Konzerte in der Kirche war so groß, dass zahlreiche Zuhörer auch vor den geöffneten Türen die musikalischen Darbietungen verfolgten. „Die Kirche ist an so einem Tag zu klein“, freute sich Pastor Lutz Krügener über den großen Andrang. Die Besucher waren begeistert über die tollen Konzerte und Talente und den kostenlosen Musikgenuss. Ihre Spenden, die zahlreich in der dafür vor dem Kirchenportal aufgestellten Tuba landeten, sind in diesem Jahr für die Arbeiten an der Orgel der St.Nicolai-Kirche bestimmt. In den Konzertpausen genossen die Gäste das reichhaltige kulinarische Angebot rund um die Kirche, zu-

nächst am Kaffee- und Kuchenbüfett, das die Mitglieder der St. Nicolai-Gemeinde bis zum letzten Stück betreuten. Liebhaber süßer Speisen kamen hier ebenso auf ihre Kosten wie Freunde der herzhaften Küche. Das Stadtbadrestaurant sorgte mit Paprika- und Schweinerückenspießen sowie Honig-Obstsalat für Gaumenfreuden. Freunde der Fischküche konnten leckeren Rotbarsch mit Nudeln und Pfifferlingen bei Davut’s genießen und von der Feuer-Küche gab es in großen Pfannen über offenem Feuer gegrillte Fleischspieße und Kartoffeln mit Dip. Am Stand das Restaurants La Espanola hatten Monica Santiago und ihr Team alle Hände voll zu tun. Ihre spanischen Köstlichkeiten und Sangria standen bei den Besuchern hoch im Kurs. Caipirinha oder ein spritziges Glas Wein von Forsters Weinlädchen taten das ihre, um an diesem lauen Sommerabend die Stimmung des Südens auf den Sarstedter Kirchplatz zu zaubern. Zu späterer Stunde tauchten Fackeln und mit Teelichtern geschmückte Tische den Platz in stimmungsvolles Licht, so dass zahlreiche Gäste die Genüsse des Abends noch bis weit n nach Mitternacht auskosteten.

Das nächste KLEEBLATT erscheint am 29.08.2013

Fahrradtour der SPD OV-Barnten Barnten. Am Sonntag, dem 4. August fand die diesjährige Fahrradtour des SPD OV-Barnten statt. Unter den 30 Radlern, die die rund 14 km lange Strecke in Angriff nahmen, war auch der Bundestagskandidat der SPD, Bernd Westphal. Nachdem die Fahrradtour bei strahlendem Sonnenschein bewältigt war, wurde am Dorfgemeinschaftshaus Barnten mit den Frühschoppen-Besuchern gemeinsam gegrillt. Nach einigen fröhlich n verbrachten Stunden klang die gelungene Veranstaltung aus.

Rast bei der Fahrradtour, links ist der Kandidat für Bundestagswahl Bernd Westphal.

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KLEEBLATT 15. August 2013  

Alle Neuigkeiten und Wissenswerte aus dem Großraum Sarstedt und der Region Hildesheim Nord und Hannover Süd.

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