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Ingolf Wunder Bal anc e u n d Sponta n e i tät

Lisa Batiashvili Au sdaue r u n d Willensstä r k e

Joseph Calleja zurüc k u n d

Grandseigneur der Klassik

be ss er d e n n j e

Daniel Barenboim


Editorial Foto: Felix Broede

Intro 4 Die königliche Hochzeit auf CD • Daniel Barenboim auf Tournee • Zum Tod von Yakov Kreizberg „Don Giovanni“ als Baden-Baden-Gala 2011 und Neuveröffentlichung auf Deutsche Grammophon

Titel

Andreas Kluge

6 Daniel Barenboim: Musizieren heißt aufeinander zugehen

Liebe Musikfreundin, lieber Musikfreund,

In diesem Sinne grüßt herzlich Ihr Andreas Kluge

Interview 8 René Pape: Wege zu Wagner

Magazin 10 Yuja Wang: Federleichtes Schwergewicht 12 Mojca Erdmann und Andrea Marcon: Mehr Mozart 14 Anna Prohaska: Das Supertalent 16 Gidon Kremer: Gespräche zu dritt 17 Veröffentlichungsregister zum Rausnehmen 20 Live-Termine 22 Lisa Batiashvili: Musik ist die Stimme freier Menschen 23 Ingolf Wunder: Der Klang-Architekt 24 Julia Fischer: Sprachlose Begeisterung 25 Joseph Calleja: Calleja 2.0 26 Franz Liszt: 200 Jahre Liszt und Leidenschaft 28 Mischa Maisky über Martha Argerich: „Wir lieben uns wie Bruder und Schwester“ 29 Miloš Karadaglić: Der Herzschlag eines „Holzkastens“ 31 Ildebrando d’Arcangelo: Mozart satt R eingehört 32 Alle neuen Veröffentlichungen ausführlich vorgestellt

Service 3 4 Titelfoto: Felix Broede / DG

in einem Interview hat Daniel Barenboim einmal die Frage nach der Funktion von Musik in der Welt folgendermaßen formuliert: „Was ist Musik? Ist Musik etwas, das uns hilft, die Welt zu vergessen, oder ist Musik etwas, wodurch wir die Welt verstehen können?“ Diese Frage unter dem Aspekt der Meinung von Komponisten zu betrachten, ist nicht nur spannend, sondern fördert auch durchaus unterschiedliche Ansichten zutage. Wenn Richard Wagner etwa im Geiste von Schopenhauers Philosophie sein berühmtestes Liebespaar im Duett des 2. Aufzuges „O sink hernieder, Nacht der Liebe, gib Vergessen, dass ich lebe; nimm mich auf in deinen Schoß, löse von der Welt mich los!“ und Tristan dann im 3. Aufzug gar vom „göttlich-ew’gen Ur-Vergessen“ singen lässt, dann betont der Komponist – ganz im Sinne des romantischen Ideals – die Abwendung von der Welt hin zu einer kaum zu steigernden Form der Innerlichkeit. Musik als Mittel, ein dem menschlichen Streben feindlich gesonnenes Instrument der Flucht. Auf der anderen Seite zeigt uns ebenjener Richard Wagner in seinem Opus summum – „Der Ring des Nibelungen“ – unter Zuhilfenahme klug konstruierter und verbundener musikalischer Themen, wie man die seinerzeit aktuellen philosophischen, soziologischen und ökonomischen Ansichten zur gesellschaftlichen Entwicklung als spannendes und erhellendes Musikdrama auf die Bühne bringen kann. Eine Herausforderung, der sich bis auf den heutigen Tag Opernhäuser in aller Welt stellen und welche spätestens seit Regisseuren wie Joachim Herz, Patrice Chereau, Götz Friedrich, Harry Kupfer, Jürgen Flimm und jüngst Kaspar Becht Holten dazu dient, Vorlage für das Verständnis unserer Welt aus dem Geist von Theater und Musik zu sein. Doch ebenso, wie sich Musikliebhaber ganz in den Klangwelten von Wagners „Ring“ verlieren und alles rings um sich vergessen können, wird mancher Hörer durch die Musik von „Tristan und Isolde“ zu einem tieferen Verständnis seines ganz persönlichen Weltzustands gefunden haben – sei es im geradezu überirdischen Liebesduett oder in Isoldes jenseitig-verklärendem Liebestod. Es ist, wie fast immer im Leben, so auch in der Musik, nicht das Entweder-oder, sondern das Sowohl-als-auch. Und so beantwortet Daniel Barenboim denn auch seine eigene Frage mit: „Ich meine, es ist beides.“

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Intro Daniel Barenboim auf Tournee

nicht final a – Cover ber / Decc Foto: Uli We

Daniel Barenboim und sein West-Eastern Divan Orchestra gehen nach guter alter Tradition auch in diesem Frühjahr wieder auf große Europatournee. Am 17. Mai startet die diesjährige Konzertreise in der Mailänder Scala und führt über Rom, Wien, Paris am 22. Mai in die Berliner Philharmonie. Im musikalischen Gepäck: Alban Bergs Kammerkonzert und Ludwig van Beethovens „Eroica“. „Beethoven satt“ ist dann ebenfalls das Programm für die Konzerte im Spätsommer, unter anderem am 19. August im Großen Salzburger Festspielhaus und am 21. August Open Air in der Berliner Waldbühne, bevor es zu einem „Konzert- und Aufnahme-Marathon“ in die Kölner Philharmonie geht, wo Dirigent und Orchester für ihr neues Exklusivlabel Decca ihren ersten gemeinsamen Beethoven-Zyklus einspielen, der im Laufe des Jahres 2012 veröffentlicht werden soll.

Als vor wenigen Tagen Prinz William und Catherine Middleton heirateten, wurde die königliche Hochzeitszeremonie zum ersten Mal in der Geschichte live mitgeschnitten und sofort im Anschluss digital veröffentlicht. Bereits wenige Stunden nach Ende des Gottesdienstes stellte das britische Traditionslabel Decca Records die gesamte Trauung auf den wichtigsten Downloadund Streaming-Plattformen der ganzen Welt zur Verfügung. Das offizielle Album als physisches Produkt zur Zeremonie in der Westminster Abbey steht seit dem 5. Mai in den Plattenläden von Groß­britannien und der übrigen Welt und enthält neben einem speziellen Booklet mit vollständigem Ablauf des Gottesdienstes, den Lesungen, Gelöbnissen, Hymnen und Segenssprüchen auch die gesamte Musik zu diesem Ereignis, das in der ganzen Welt für Aufsehen sorgt und wohl von mehr Menschen am Fernseher verfolgt wurde als jemals zuvor. Bis Redaktionsschluss hatten folgende Musiker ihre Mitwirkung an der Zeremonie bestätigt: der Choir of Westminster Abbey, der Chapel Royal Choir, das London Chamber Orchestra und ein Fanfare Team der Royal Air Force. Verantwortlich für die Aufnahme zeichnet eine der weltweit füh­ renden Klassikproduzentinnen, Anna Barry, die in über 25 Jahren mehr als 500 bemerkenswerte Aufnahmen produziert hat und für ihre Arbeit bereits mit diversen Grammys ausgezeichnet wurde. Über die Aufnahme zur königlichen Hochzeit sagt sie: „Das ist für mich eine große Ehre und enorme Verantwortung. Diese Hochzeit bedeutet so viel für Millionen von Menschen in der ganzen Welt – darum müssen wir jeden Ton und jedes Detail bestmöglich einfangen und Minuten nach Ende der Zeremonie die fertige Aufnahme zur Verfügung stellen.“ www.the-royal-wedding.de

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Foto: Felix Broede / DG

Die königliche Hochzeit auf CD

Daniel Barenboim


Zum Tod von Yakov Kreizberg Yakov Kreizberg, langjähriger Generalmusikdirektor der Komi­schen Oper Berlin und zuletzt mit Julia Fischer im Studio für ihr neues Album „Poème“, ist nach langer, schwerer Krankheit am 15. März 2011 in seinem Haus in Monte Carlo verstorben. Kreizberg wurde 1959 in Leningrad geboren und studierte dort in den Fächern Klavier, Komposition und Dirigieren. Im Alter von 16 Jahren emigrierte er in die USA, wo er am Mannes College und in Ann Arbor studierte. Einer seiner wichtigsten Lehrer war Leonard Bernstein. Schnell machte sich der New­ comer in seinem neuen Heimatland einen guten Namen und gewann unter anderem den 1. Preis beim Leopold-StokowskiWettbewerb in New York. Ab 1985 dirigierte Kreizberg auch zunehmend in Europa und wurde nach einem Zwischenstopp an der Oper Krefeld-Mönchengladbach 1994 auf den Posten des Generalmusikdirektors der Komischen Oper Berlin berufen, den er bis 2001 innehatte. In den sieben Jahren seiner dortigen Arbeit dirigierte er nicht weniger als 38 Konzerte und leitete 10 Opern- und zwei Ballett-Neuproduktionen. Zu seinen wich­ tigsten Arbeiten aus dieser Zeit gehören Berthold Goldschmidts „Der gewaltige Hahnrei“, „La traviata“, und als Dirigent von vier großen Mozart-Opern – „Don Giovanni“, „Die Entführung aus dem Serail“, „Die Zauberflöte“ (gleich in zwei verschiedenen Produktionen!) sowie „Titus“ – erwarb er sich den Ruf eines Mozart-Spezialisten. Die Liste der bedeutenden Orchester, die Yakov Kreizberg dirigiert hat, ist lang. Dazu gehören die Berliner Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, die Münchner Philharmoniker, das Deutsche Sinfonieorchester Berlin, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Concertgebouw Orkest Amsterdam und das London Symphony Orchestra. Seit 2008 leitete Kreizberg das Orchestre Philharmonique de MonteCarlo, mit dem er auch das neue Album von Julia Fischer auf­ nahm. Der Tod von Yakov Kreizberg hinterlässt eine schmerz- liche Lücke in der Musikwelt.

Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Don Giovanni“ steht im Mittelpunkt der Baden-Baden-Gala 2011. Die konzertanten Aufführungen am 18., 21. und 24. Juli 2011 werden dabei von einer höchst prominenten Sängerriege bestritten, die das Prädikat „Gala“ verdient. Diana Damrau (Donna Anna), Mojca Erdmann (Zerlina), Joyce DiDonato (Donna Elvira), Rolando Villazón (Don Ottavio), Ildebrando d’Arcangelo (Don Giovanni), Luca Pisaroni (Leporello), Konstantin Wolff (Masetto) und Vitalij Kowaljow (Komtur) sind in den Solopartien zu hören. Das Mahler Chamber Orchestra begleitet die Solisten und das Vocalensemble Rastatt. Der junge französische Dirigent Yannick Nézet-Séguin hat die musikalische Leitung. Dass eine Oper in solcher Besetzung für die Ewigkeit konserviert werden sollte, versteht sich fast von selbst. Daher wird die Deutsche Grammophon das Ereignis in der idealen Akustik des Festspielhauses Baden-Baden aufnehmen und anschließend als Neuaufnahme der Oper herausbringen. Ildebrando d’Arcangelo gilt als der Don Giovanni unserer Tage, mit Rolando Villazón erlebt das Publikum der Baden-Baden-Gala einen sehr guten Freund des Hauses nach seinem Arien- und Liederabend 2010 wieder auf der Opernbühne, und Mojca Erdmann avancierte jüngst während der Winterfestspiele 2011 im Festspielhaus Baden-Baden zum Publikumsliebling in Philipp Himmelmanns Neuinszenierung der MozartOper „Così fan tutte“. Karten unter +49 (7221) 30 13-101 oder www.festspielhaus.de

Foto: Uwe Arens / DG

Foto: Marco Borggreve

Yakov Kreizberg

„Don Giovanni“ als Baden-Baden-Gala 2011 und Neuveröffentlichung auf Deutsche Grammophon

Ildebrando d’Arcangelo

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Titel

Tschaikowsky Schönberg Symphonie Nr. 6 Variationen für Orchester Decca CD 478 2719

West-Eastern Divan Orchestra Dirigent: Daniel Barenboim Veröffentlichung: 20. Mai

Musizieren heißt aufeinander zugehen Daniel Barenboim, dem neuen Exklusivkünstler von Deutsche Grammophon und Decca, wurde am 13. Februar 2011 von Richard von Weizsäcker der Dresden-Preis überreicht, mit dem die Stadt Persön­lichkeiten ehrt, die sich zur Konfliktlösung zwischen Staaten und Völkern einsetzen. KlassikAkzente druckt exklusiv Auszüge aus der Laudatio eines Menschen, der wie kaum ein anderer den Musiker und Weltbürger zu würdigen weiß. „Eine prägende Reihe von Erlebnissen mit seinen kraft­v ollen Gedanken und Taten des Friedens haben mich gelehrt, Daniel ­Barenboim als einen mutigen und aufrüttelnden Wegweiser zu er­kennen, vor allem für die junge Generation. Unvergesslich ist mir, wie er im Jahr 1989, als in Berlin die Mauer fiel, Wege der Vereinigung aktiv erprobte. Er spielte mit dem Berliner Symphonischen Orchester an der Mauer. Dann war er bereit, sich mit ganzer Kraft der Staatsoper zuzuwenden. Inmitten aller Not der Teilung fanden sich gerade dann und dort, wo in der östlichen Stadtmitte vieles menschlich und poli­tisch noch so schwer war, Kräfte der Kultur und Musik zu einer unersetzlichen Brücke zusammen. Die Staatskapelle wurde unter seiner Führung eine große Kraft, um den Weg auf­einander zu zu finden. Es kam zu Benefizkonzerten des Bundespräsidenten. Die Erlöse gingen an Unicef, sodann an die Pflege jüdischer Grabstätten in Ost- und West-Berlin und an die „Nachbarn in Not"-Hilfe, damals vor allem in Bosnien und Kinderheimen in Rumänien. Ein überwältigender Erfolg war die Missa Solemnis von Beethoven unter Leitung von Barenboim. Er hatte Julia Varady, Waltraud Meyer, Siegfried Jerusalem und Dietrich Fischer-Dieskau zur Mitwirkung gewonnen. Wer sonst bringt so etwas zustande? (…) Zwei tiefgehende Empfindungen präg­ ten Daniel Barenboim. Auf der einen Seite machte er musikalische Erfahrungen, die ihn tief beweg­ten und beeinflussten. Und dazu stand nun in scharfem Gegen­satz, wie er mit tiefem Entsetzen das Schicksal der europäi­schen Juden während der letzten Jahrzehnte in sich aufnahm. Beides traf zusammen: Der Einblick in das unvorstellbare Leid der europäischen Juden, zugleich aber

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seine Sehnsucht nach den Erlösungen durch die Kunst. So war es bei ihm. So ist er. Er erkannte das Ziel, nach Krieg und Grauen und Entsetzen die Wandlungskraft der Kultur und zumal der Musik zu erleben: als einen wahren Weg zum Frieden. In dieser Zeit erlebte ich ihn als einer seiner ganz und gar ergriffenen Zuhörer bei seinem Konzert 1991 in Jerusalem. Der Saal war überfüllt. Am Ende sollte es zu einer Zugabe kommen. Und was machte Barenboim? Er entschloss sich, Wagner zu spielen, ausgerechnet Richard Wagner, diesen großen Komponisten und zugleich „virulenten Antisemiten“ seiner Zeit. Darf man denn überhaupt Wagner spielen in Israel? Barenboim unterbrach das Konzert, er lud das Publikum zu einer Diskussion darüber ein. Selbstverständlich sollte jeder das Recht haben, vor der Wagner-Zugabe den Saal zu verlassen. Aber es war kaum ein Zu­hörer, der dieser Erlaubnis folgte. Alle übrigen applaudier­ten begeistert. Er hatte also ein großes, schweres, aber umso notwendigeres und hilfreiches Thema in der Begegnung von Gräuel und Kunst zur Sprache gebracht. Dabei ging es ja nicht nur um Kunst. Wich­t ige jüdische Denker waren beteiligt. Auch sie wollten helfen, sich nicht in dogmatischen Überlieferungen festzubeißen. (…) Zur Eröffnung des 90. Jahres der Salzburger Festspiele 2010, die doch gerade als Gegenmittel zum Krieg ersonnen waren, kon­ zentrierte Barenboim sich auf das Nachdenken darüber, wo die Verbindung liegt zwischen existenziellen Problemen der Welt einerseits und der Kultur andererseits. Wo ist der Weg, feindliche, fundamentalistische Ideologien zu entradikali­sieren. Wir wollen doch den Frieden untereinander. Aber was hindert uns daran, ihn wirklich voranzubringen?

Und so wie Barenboim ist, konnte und wollte er nicht warten. Nicht auf den anderen zu warten, bis er kommt, sondern direkt auf ihn zugehen. Dies hatte ihn zu seinem eindrucksvollsten, größten Schritt geführt. Es war die Gründung des West-Eastern Divan Orchestra: die entscheidende Einladung für junge Israelis und Palästinenser, gemeinsam die Musik zu erleben und zu erler­n en, miteinander zu spielen und sich dabei tiefer aufeinander einzulassen, im Austausch von Erfahrungen, im Versuch, das Schicksal des anderen besser zu erkennen, sich gegenseitig nichts zu ersparen und dabei allmählich mitzuempfinden, schrittweise nachzuerleben, wie leidvoll, wie unerträglich es ist, was beide Seiten einander angetan haben und abverlangen. Was ihnen gegenseitig von ihrem Schicksal zugemutet wird, nun Schritt für Schritt in eine Verständigung mit der anderen Seite zu verwandeln, das wirkt wie ein unerreichbares Ziel. Aber sie sind jung. Nicht sie tragen Schuld am Leiden der an­deren Seite. Vielmehr erleben sie in ihrer Jugend die Kraft der gemeinsamen Musik. Es ist die Kultur, die Kunst, eben die Musik, die sie dort eine gemeinsame Empfindung erleben lässt. (…) Wir dürfen nicht warten, sagt Barenboim, das ist keine Option. Der Weg der beiden Völker ist miteinander verzahnt. Fortschritte zum Frieden liegen allein bei ihnen selbst, Schritte nach vorn, durch die Jungen! Kann die Musik ihnen helfen, das, was sie dort miteinander kulturell lernen und erleben, auch menschlich und politisch auszutauschen? Darüber einfach zu schweigen, ist Missklang, ist einfach unmusikalisch. Zu musizieren, heißt aufeinander zuzugehen. (…)“ Richard von Weizsäcker www.daniel-barenboim.de


Frédéric Chopin The Warsaw Recital Deutsche Grammophon CD 477 9519

Daniel Barenboim, Klavier

Daniel Barenboim, Klavier Staatskapelle Berlin Dirigent: Andris Nelsons

Frédéric Chopin Die Klavierkonzerte Deutsche Grammophon CD 477 9520

„Was ist Musik? Ist Musik etwas, das uns hilft, die Welt zu vergessen? Oder ist Musik etwas, wodurch wir die Welt verstehen können? Ich meine, sie ist beides.“

Foto: Felix Broede / DG

Daniel Barenboim

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Lebt im Hier und Jetzt: RenĂŠ Pap e

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Foto: Mathias Bothor / DG

Interview


René Pape, Bass Staatskapelle Berlin Dirigent: Daniel Barenboim

Richard Wagner Wagner Deutsche Grammophon CD 477 9550

Wege zu Wagner Exklusiv im Interview: René Pape über die Theorie und Praxis des Wagner-Gesangs. KlassikAkzente: Ein berühmter Boris war George London, der Sie zu Ihrer Platte „Gods, Kings & Demons“ inspiriert hat. London wurde in Bayreuth als Holländer und Amfortas berühmt. Könnte Ihr Weg ähnlich aussehen? René Pape: George London war einer der größten Interpreten und in verschiedenen Fächern zu Hause. Er war jedoch mehr ein Bassbariton und ich bin ein Basso cantante. So konnte er Partien wie Holländer, Amfortas oder Scarpia singen, die ich vom Stimmtypus her wahrscheinlich nie auf der Bühne interpretieren werde. Was die Vielseitigkeit des Repertoires angeht, könnte mein Weg dem Londons allerdings ähneln. KlassikAkzente: Zu den wenigen Sängerinnen und Sängern, die noch mit Wagner gearbeitet und Aufnahmen hinterlassen haben, gehört Lilli Lehmann. Die als Brünnhilde wie als Isolde gefeierte Sopranistin sagte, nur wer Mozart zu singen verstehe, könne auch Wagner singen. Pape: Da kann ich ihr nur zustimmen. Das Wagner-Singen sollte auf der gesangstechnischen Erfahrung mit Mozart beruhen – und natürlich umgekehrt. Wagner muss nicht durchgehend fortissimo und con tutta forza gesungen und Mozart nicht gesäuselt werden. Die Balance zu halten, ist der Schlüssel. KlassikAkzente: Seit ihrer Entstehung geben die musikdramatischen Werke Wagners Anlass für Kontroversen über den WagnerGesang. Gibt es für Sie einen besonderen Zugang zu ihm? Pape: Für mich sind die Sprache und der Umgang mit dem Wort genauso wichtig wie die Musik. Das gilt nicht nur für meine Muttersprache. Eine Oper besteht nicht nur aus Vokalisen, sondern es gibt ein Libretto, das auf Worten basiert. Dieses Drama dem Zuhörer zu vermitteln, halte ich für eine der

wich­tigsten Aufgaben des Sängers auf der Bühne, erst recht im Aufnahmestudio. KlassikAkzente: Wagner hat keine systematische Gesangsschule hinterlassen. Eine zentrale Aussage – formuliert in „Oper und Drama“ – lautet, das Modell oder auch die Manier des italienischen Gesangs seien auf die deutsche Sprache nicht übertragbar. Dass Rigoletto oder Filippo einen anderen Vortrags- oder Darstellungsstil erfordern als Sachs oder Amfortas, liegt auf der Hand. Was bedeutet das für Sie in der Praxis? Pape: Für mich gibt es keinen gravierenden Unterschied – nur den zwischen den Sprachen. Wie es eine Verknüpfung zwischen Wagner und Mozart gibt, gibt es auch eine zwischen italienischem und deutschem Gesang. KlassikAkzente: Wenn Wagner einen „vaterländischen Belcanto“ verlangte, meinte er nicht die Manier, sondern die Methode der Gesangs- oder Tonbildung. Was muss der Sänger beachten, um solch einen deutschen Belcanto zu verwirklichen? Pape: Ich glaube, das ist leichter, als viele denken. Man versucht einfach, mit belcantischem Wohllaut zu singen, nur in einer anderen Sprache. Auch Italienisch ist nicht frei von Konsonanten, sie werden nur anders eingesetzt. Es gilt, Bögen zu singen und die Konsonanten so einzusetzen, dass man den Text verdeutlicht, ohne dabei Härten entstehen zu lassen. KlassikAkzente: Wenn es Ihnen um dynamische Abstufungen zwischen piano und forte, also um die „messa di voce“ geht – beruht dies auf dem Instinkt eines „Belcantisten“? Pape: Um den Vortrag nicht einseitig, gar langweilig darzubieten, ist es sehr wichtig, dynamische Abstufungen zu finden. Das gehört zur „natürlichen Rede“. Die Komponisten haben alles genauestens in die Parti-

turen geschrieben. Ein zusätzlicher Vorteil liegt darin, dass man auf diese Weise schonend und kräftesparend mit der Stimme um­ gehen kann, um große Partien sicher bewältigen zu können. KlassikAkzente: … singe mit der Stimme, die du hast, und nicht mit der, die du gern hättest … Pape: Das wäre der Anfang vom Ende. Leider gibt es zu viele Beispiele dafür, wie sich Sänger durch falschen Ehrgeiz und/oder durch falsche Beratung ihre Stimmen ruinieren. KlassikAkzente: Vom Umfang her gleichen sich Partien wie der Holländer und Daland, Sachs und Pogner, aber nicht von der Tessitura. Worin liegen die besonderen Schwierigkeiten einzelner Partien? Pape: Holländer und Sachs sind natürlich sehr anspruchsvolle Partien, zum einen wegen der exponierten Lage, zum anderen wegen der Länge. Um solche Partien durchhalten zu können, muss man sehr ökonomisch an sie herangehen. Man muss sich solch eine Rolle genau einteilen, und zwar so, dass man am Ende noch genügend Kraft für die in exponierter Lage geschriebene Schlussansprache hat. Das ist leichter gesagt als getan. KlassikAkzente: Auch die Stimmung der Orchester wird immer höher. Pape: Auch dadurch wird es für einen Basso cantante immer schwieriger, diese Partien zu bewältigen. Zu Wagners Zeiten wäre dies, glaube ich, einfacher gewesen. Wir leben aber im Hier und Jetzt und müssen damit umgehen. Ich möchte nur jedem Orchester, Dirigenten und nicht zuletzt auch jedem Instrumentenbauer empfehlen, diesen für uns Sänger wirklich wichtigen Punkt nicht außer Acht zu lassen. Interview: Jürgen Kesting www.rene-pape.net

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Am Instrument überraschend kontrolliert und zurückhaltend:

„Sie scheint alles zu besitzen: Schnelligkeit, Flexibilität, pianistisches Feuer und interpretatorisches Feingefühl.“ 

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Die „New York Times“ über Yuja Wang

Foto: Esther Haase / DG

Y u ja Wan g


Federleichtes Schwergewicht In ihrer ersten Aufnahme mit Orchester präsentiert die gerade erst 24 Jahre alte chinesische Pianistin Yuja Wang unter der Leitung von Claudio Abbado zwei essenzielle Werke der romantischen Klavierliteratur, verblüfft mit einem tiefgründigen Interpretationsansatz – und erhält den Ritterschlag von einer lebenden Legende. Claudio Abbado macht nur noch, was er wirklich machen will. Mit 77 Jahren, nach einer der bedeutendsten Karrieren in der klassischen Musik seit dem 2. Weltkrieg und einer Anfang dieses Jahrzehnts überstande­ nen, lebensbedrohlichen Krebs­ ­e rkrankung, hat sich der lang­ jährige Chefdirigent der Berliner Philharmoniker längst die Frei­ heit genommen, nur noch echte Wunschprojekte in die Tat um­ zusetzen. Vor diesem Hinter­ grund mag eine gemeinsame Auf­nahme mit der Nachwuchs­ pianistin Yuja Wang, die gerade erst am Beginn einer Weltkarrie­ re schnuppert, auf den ersten Blick erstaunen. Gräbt man ein wenig nach, so zeigt sich aller­ dings, dass Abbado den begin­ nenden Karriereweg Yuja Wangs bereits seit einigen Jahren beglei­ tet und mit Interesse verfolgt. Auch die nun erscheinende Konzertaufnahme der beiden wohl populärsten Werke aus der Feder Rachmaninoffs, sein Kla­ vierkonzert Nr. 2 sowie die Paga­ nini-Rhapsodie, kam auf einen Vorschlag des legendären Maes­tro zustande. Der Mitschnitt entstand im vergangenen April im Rahmen eines Konzer­tes im Teatro Communa­le der oberita­ lienischen Stadt Ferrara, wo Abbado seinem Mah­ler Cham­

ber Orchestra einen festen Stützpunkt geschaffen hat und sich generell um musikalischen Nachwuchs und um ein jugend­ liches Publikum bemüht. „Es war nervenaufreibend“, erinnert sich Yuja Wang an diese LiveAufnahme, „denn wir hatten nur dieses eine Konzert.“ Bekanntermaßen sind Rach­ maninoffs Werke für Klavier und Orchester alles andere als pia­ nistische Selbstläufer: „Im Zwei­ ten Klavierkonzert ist die große Herausforderung, sich durchzu­ setzen“, sagt Yuja Wang. „An vielen Stellen ist es in diesem Konzert fast so, als würde das Klavier das Orchester begleiten. Doch die Zusammenarbeit mit dem Mahler Chamber Orchestra war wunderbar: Die Musiker hö­ ren sehr gut aufeinander und sind alle noch sehr jung, etwa in meinem Alter. Ich denke, der be­ sondere Kick eines Livekonzerts ist in dieser Aufnahme wirklich spürbar.“ Ganze 33 Jahre nach sei­ nem Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18, das 1901 uraufgeführt wurde, komponierte Rachmani­ noff die „Rhapsodie über ein Thema von Paganini“ op. 43, je­ nes Werk, das in seiner ma­ gischen XVIII. Variation eine der schönsten, schwärmerischsten Melodien der gesamten Klavier­

literatur beinhaltet. „Mein Lieb­ lings-Rachmaninoff-Stück für Klavier und Orchester“, erklärt Yuja Wang zur Paganini-Rhapso­ die, „ein leidenschaftliches Werk, das gut zu meinem Alter passt, weil es so emotional ist. Als wür­de man Rock’n’Roll in klassi­ sche Musik übersetzen. Es ist sehr intelligent geschrieben, ab­ wechslungsreich, farbenfroh und rhythmisch komplex. Ich glaube, hierin liegt Rachmaninoffs wah­ res Genie: in dieser enormen Ausdrucksvielfalt, die alles aus­ lotet, was das Klavier kann.“ Claudio Abbado hat einmal über sein großes Vorbild Wil­ helm Furtwängler gesagt: „Bei ihm hatte jede Note, jede Phra­ sierung eine logische Bedeutung für den Zusammenhang des Ganzen gefunden.“ Auch Yuja Wang hat sich längst auf die Su­ che nach diesem „Zusammen­ hang des Ganzen“ gemacht, im Fall von Rachmaninoff auf eine ebenso naheliegende wie pro­ funde und für ihr Alter erstaun­

liche Weise. Sie hat sich intensiv mit Sergej Rachmaninoffs eigenen historischen Aufnahmen seiner Werke aus den 1930er Jahren auseinandergesetzt. Und bringt als Konsequenz da­ raus mit ihrer Interpretation einen prak­­tisch vergessenen Rachma­ ninoff-Stil zurück: Gerade in den schwärmerischen, melodietrun­ kenen Passagen, in denen sich die meisten Pianisten vollkom­ men extrovertieren, zeigt sich Yuja Wang nämlich kontrolliert und klassisch zurückhaltend – genau so wie der Komponist selbst es gehalten hat. „Dort, wo man vielleicht große Gefühle er­ wartet, wird sein Klang nicht vol­ ler, sondern bleibt im Gegenteil erstaunlich transparent“, betont sie dazu. Eine hinsichtlich des allgemein etablierten Bildes vom „letzten Romantiker“ Rachmani­ noff durchaus überraschende Tatsache, deren Authentizität al­ lerdings außer Frage steht. Harald Reiter www.yujawang.de

Sergej Rachmaninoff Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18 Paganini-Rhapsodie op. 43 Deutsche Grammophon CD 477 9308 Yuja Wang, Klavier Mahler Chamber Orchestra Leitung: Claudio Abbado Veröffentlichung: 20. Mai

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Foto: Felix Broede / DG

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Beseelt jede Partie: Mojca Erdma n n

Mehr Mozart Gleich zwei interessante Mozart-Einspielungen: Die Hamburger Sopranistin Mojca Erdmann kombiniert MozartKompositionen mit denen fast vergessener Zeitgenossen und inspiriert ihren Dirigenten Andrea Marcon, gleich noch eine eigene Mozart-Aufnahme nachzulegen. Im Herbst gehen sie gemeinsam mit dem Programm auf Tournee. Wenn man mit dem Etikett „So­ pran der Zukunft“ behaftet wird – etwa von einem enthusiasti­ schen Kritiker der „Zeit“ –, ist das Lob und Bürde zugleich. Die Sopranistin Mojca Erdmann nimmt die Hymne gelassen. An­ lass war ihr Sensationserfolg bei den Salzburger Festspielen im Sommer 2010, wo sie mit der Hauptpartie in Wolfgang Rihms neuer Oper „Dionysos“ für Furo­ re und internationale Anerken­ nung sorg­t e. Doch als Durch­ bruch sieht sie diese Partie, die Rihm speziell für ihre Stimme schrieb, nicht. „Es ist auch schon vorher viel passiert, nach der Par­ tie der Zelmira in Joseph Haydns

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‚Armi­da‘ 2007 in Salzburg wur­ de ich von der Metropolitan Opera zum Vorsingen nach New York eingeladen“, erinnert sie sich. Als Resultat debütiert sie im Oktober 2011 als Zerlina an der Met. „Nicht zu vergessen die ‚Proserpina‘ 2009 in Schwet­ zingen, ein atemberaubender 70-Minuten-Monolog!“ Auch den schrieb Rihm eigens für sie, ebenso wie sie Aribert Reimann zu neuen Kompositionen inspi­ rierte. Zeitgenössische Komponis­ ten schätzen Mojca Erdmann, die „jede Partie beseelt“ („Die Zeit“), ebenso wie die großen Opernhäuser und Orchester, die

sie engagieren. Sie gilt als eine der gefragtesten jüngeren So­ pranistinnen im lyrischen Kolo­ raturfach. Das Repertoire der gebürtigen Hamburgerin mit Wahlheimat Zürich reicht von Humperdincks Gretel, über Wag­ ners Waldvogel, Strauss’ Sophie und Beethovens Marzelline bis zu Webers Ännchen. Vor allem aber Mozart, Mozart und noch­ mals Mozart. „Ich bin quasi mit Mozart aufgewachsen“, sagt die Tochter eines Flötisten und Kom­ ponisten. Da sie schon mit sechs Jahren Geige lernte, im Kinder­ chor sang und mit 14 Jahren ein Gesangsstudium begann, war Mozart unausweichlich. Sein mu­

sikalischer Kosmos überwältigte und faszinierte sie auf Anhieb. „Diese Musik hat eine Mystik und einen Zauber, der mir die Tränen in die Augen treibt“, versucht sie es zu beschreiben. „Es sind spezielle Harmonien und Melo­ dieverläufe, die sofort in Herz und Seele gehen.“ Kein Wunder, dass sie dem Maestro mit ihrer Debüt-CD bei der Deutschen Grammophon ih­ re ganz persönliche Hommage erweist. Mit „Mostly Mozart“ überträgt sie Mozart’schen Zau­ ber mit glockenreiner Bravour. Hinreißende Arien aus der selten gespielten „Zaide“ sind dabei. Die Partie der Ilia aus „Idomeneo“


Wolfgang Amadeus Mozart u.a. Mostly Mozart Deutsche Grammophon CD 477 8979 Mojca Erdmann, Sopran La Cetra Barockorchester Basel Dirigent: Andrea Marcon

gehört zu ihren Favoriten. Und natürlich Gustostückerl mit Erd­ manns Paraderollen: Zerlina, Susanna und Pamina. Deren herzergreifende Klage „Ach, ich fühl’s, es ist verschwunden“ ist hier zum Weinen lyrisch, schön, anmutig. Das Überraschende und In­ novative an diesem Debüt ist, dass die Sängerin Mozarts Klas­ siker mit Stücken seiner Zeitge­ nossen kombinierte, die heute fast völlig vergessen sind. Wer kennt schon Ignaz Holzbauer (1711–1783) und seine Oper „Günter von Schwarzburg“? Da­ bei ist die Arie „Ihr Rosenstun­

den“ ein kleines Juwel – wenn man sie so voll samtigem Schmelz wie Mojca Erdmann singt. Mozart, der bei der Mann­ heimer Uraufführung 1777 im Publikum saß, notierte: „Nicht zu glauben, was in der Musik für Feuer ist.“ Das gilt noch mehr für Holzbauers rasante Arie „Die Klüfte sausen“ – „Total wild, aber sehr ähnlich wie Mozarts TigerArie aus ‚Zaide‘“, hat Erdmann festgestellt. Mit ihren Ausgra­ bungen von Paisiello, Salieri – „Den kennt man durch dieses Mozart-Mörder-Klischee aus dem Milos-Forman-Film“ – und Johann Christian Bach will sie

Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüren Deutsche Grammophon CD 477 9445 La Cetra Barockorchester Basel Dirigent: Andrea Marcon

dem Publikum unbekannte mu­ sikalische Perlen präsentieren. „Es ist interessant, Unterschiede zu hören: Was ist anders als bei Mozart und was macht dessen Besonderheit aus!“ Was ist nun schwerer zu singen, Zeitgenös­ sisches oder Mozart? Die Ant­ wort kommt schnell: „Mozart! Man muss sehr bewusst jeden Ton setzen, darf nicht schludern wie bei der italienischen Oper – oh je, jetzt wird es Proteste ha­ geln“, lacht sie. Die schwebend-luftige Be­ gleitmusik für Erdmanns Juwe­ len kommt vom Baseler BarockOrchester La Cetra unter sei­-

nem Dirigenten Andrea Marcon. Und weil die Atmosphäre so be­ schwingt war während der Auf­ nahmen, inspirierte dies Andrea Marcon zu einer weiteren CD, nur Mozarts Ouvertüren. Sech­ zehn Klein­ode, die das ganze Panorama aufzeigen, vom Best­ seller „Zauberflöte“ bis zur Rari­ tät „Apollo et Hyazinthus“ des gerade einmal 11-jährigen Mo­ zart, alle fetzig, beseelt, schwung­ voll. „Bei dieser Musik wird nie­ mand einschlafen“, verspricht Marcon. In der Tat, bessere GuteLaune-Klänge gibt es kaum. Christa Hasselhorst www.mojca-erdmann.de

Foto: Harald Hoffmann / DG

Gute Laune mit Mozart: A ndrea M arco n

Spaß mit Satie:

Je a n Yves T h i baudet

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Magazin

Das Supertalent In Berlin, an Daniel Barenboims Staatsoper Unter den Linden, agiert derzeit mit Bravour eine Sopranistin, die höchstwahrscheinlich noch „in der Welt von sich reden machen wird“ (wie einst Mozart über Beethoven sagte). Anna Prohaska ist gerade erst 28 Jahre alt, dennoch prophezeien ihr bereits – bei aller gebotenen Vorsicht – zahlreiche Musikkenner eine goldene Zukunft. Einen ersten, gewaltigen Schritt in diese Richtung dürfte die junge Künstlerin jetzt mit „Sirène“ machen, ihrem Debütalbum für Deutsche Grammophon. Große Hoffnungen daran, dass uns in Anna Prohaska eine au­ ßergewöhnliche Sänger-Darstel­ lerin erwachsen könnte, setzt der Bassbariton Thomas Quast­ hoff, der der jungen Sopranistin für ihren Examensvortrag einst eine glatte „Eins“ gegeben hat – etwas, was der als anspruchs­ voll bekannte Lehrer Quasthoff nicht häufig tut. Quasthoff erin­ nert sich lebhaft an seine erste Begegnung mit dem jungen Ausnahmetalent: „Das muss drei oder vier Jahre her sein, bei ihrer Lehrerin Brenda Mitchell, einer Kollegin von mir. Da habe ich sie auch zum ersten Mal ge­ hört.“ Nach seinem ersten Ein­ druck befragt, kommt Quasthoff ins Schwärmen: „Ich fand sie sehr sympathisch, sehr intelli­ gent, sehr aufgeschlossen, sehr ehrgeizig – und zwar in einem guten Sinn – kurz: eine span­ nende Person! Sie war natürlich gerade erst im Studium, aber man hat dennoch deutlich mer­ ken können, dass da eine be­ sondere Begabung heranwächst – was sich ja im weiteren Verlauf auch absolut bestätigt hat.“ Kein Zweifel: Anna Prohaska hat das Zeug dazu, einiges an frischem Wind in die Opernsze­ ne zu bringen. Ihr Debütalbum liefert ein beredtes Zeugnis dafür

ab, was die fragile Wahlberline­ rin mit dem umwerfenden Mund und den ausdrucksstarken Reh­ augen von vielen anderen auf­ strebenden Opernheroinnen un­ terscheidet. Denn „Sirène“ ist kein beliebiges Sammelsurium populärer Arien der Marke „Schon hundert Mal gehört“, son­ dern ein klug ausgedachtes, in sich stimmiges Liedprogramm, bei dem Anspruch und Attrakti­ on sich die Waage halten: Lieder über jene schillernden, verführe­ rischen und Segen wie Tod brin­ genden Wesen, denen Kompo­ nisten aus vier Jahrhunderten Mu­­­sikgeschichte klingende Denk­­mäler gesetzt haben – von Dowland bis zu Mahlers „Phantasie“, von Purcell, über Schumanns „Loreley“ bis hin zu Debussy, Szymanowski und Ho­ negger. Ein exquisit vielfältiges Programm, nur begleitet von Klavier oder Laute, das buch­ stäblich vom ersten Moment an emotional betrifft. Und dann 70 Minuten lang in schöner Regel­ mäßigkeit für Gänsehautmo­ mente sorgt. Woran liegt das, was passiert mit mir – diese Fra­ gen stellt man sich beim Zuhö­ ren unwillkürlich. Anna Prohaska hat eine sehr schöne, sehr flexi­ ble, leuchtende Stimme. Das aber haben viele andere auch.

Sie jedoch versteht es, den emo­ tionalen Gehalt der Musik fühl­ bar zu machen. Das geht, einer sanften, aber gewaltigen Welle gleichend, direkt in Herz und Bauch. Dass Anna Prohaska solche Gefühle mit noch nicht einmal dreißig Jahren gleichsam überzeugend bei Purcell, Schu­ bert oder Arthur Honegger zu gestalten weiß, spricht für sich – wie auch Thomas Quasthoff meint: „Anna hat ein großes Maß an Fantasie“, sagt er, „was sehr selten geworden ist in die­ sem Beruf. Sie singt nicht ein­ fach nur irgendwas runter, son­ dern sie weiß darstellerisch und auch dramaturgisch sehr genau, was sie tut. Schon ihr damaliges Examensprogramm war wun­ derbar klug zusammengestellt. Und es war einfach ,Annas Zusammenstellung‘. Also, das ist schon eine bemerkenswerte junge Künstlerin, die sich bis heute dieses wunderbare Maß an Natürlichkeit bewahrt hat.“ Selbstverständlich ist an dieser Stelle eine gewisse Vorsicht, ja Zurückhaltung geboten. Anna Prohaska jetzt schon in alle

Himmel zu schreiben (was teil­ weise bereits passiert), oder ge­ waltsam zu versuchen, sie direkt in die Umlaufbahn „Nächster in­ ternationaler Opernstar“ zu ka­ tapultieren, würde ihr sicherlich mehr schaden als nützen. Davor warnt auch Quasthoff: „Ich mag den Begriff ‚Star‘ nicht. Dafür ist sie auch echt noch ein bisschen zu jung. Sie hat sich jetzt hier in Berlin ganz gut etabliert, aber ein Star ist sie bei weitem noch nicht. Man tut jungen Künstlern mit solchen Begriffen keinen Ge­ fallen. Man kann ihr nur wün­ schen, dass sie selbst die rich­ tigen Entscheidungen trifft, und dass sie Menschen in ihrer Um­ gebung hat, die mit ihr diese Entscheidungen richtig treffen. Inklusive ihrer Agentur. Aber: Das hat auch etwas mit Intelli­ genz zu tun, man muss sich ja nicht verheizen lassen. Und de­ finitiv halte ich Anna Prohaska für so intelligent, dass ihr das nicht passieren wird. Da bin ich sogar ziemlich sicher.“ Harald Reiter www.anna-prohaska.de

Sirène Deutsche Grammophon CD 477 9463 Anna Prohaska, Sopran Eric Schneider, Klavier Veröffentlichung: 20. Mai

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An n a Proh ask a

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Foto: XXXXXXXXXXX

Foto: Monika Ritterhaus / DG

Thomas Quasthoff ist ihr Fan:


Magazin Tschaikowsky • Kissine Piano Trios ECM New Series CD 476 4171 Gidon Kremer, Violine Giedrė Dirvanauskaitė, Violoncello Khatia Buniatishvili, Klavier

Gespräche zu dritt Gidon Kremer, Giedrė Dirvanauskaitė und Khatia Buniatishvili spielen Klaviertrios von Victor Kissine und Peter Iljitsch Tschaikowsky: Selten bedeutete „auf Augenhöhe“ auch „auf so hohem Niveau“.

Befreiendes Miteinander:

Foto: Giacomo Pompanin / ECM / DG

G idon Kremer, Khati a B u n i ati shvi l i und G iedrĖ D i rva n auska it Ė

Eine paradoxe Situation: Von skrupulöse Komponist das Pro­ Mozart bis Brahms haben Kom­ blem auf andere Weise aufge­ XXXXXXXXX X XKlavier­ X X X X X Xlöst: : durch quasi orchestralen ponisten das Genre X des Misch Ma isky und Gestus. Denn die Meisterschaft trios mit ihrena Werken geadelt, indemMarth sie es a adArgerich absurdum ge­ des Symphonikers kommt hier führt haben. Denn die Dominanz auch dem Kammermusiker zu­ des Tasteninstruments gegen- gute, die Klangfülle des Klaviers über den beiden Streichinstru­ wird durch Farbenreichtum und menten haben sie keineswegs dynamische Extreme der Streich­ akzeptiert. Sie wollten ein Ge­ instrumente ausgeglichen. Sol­ spräch zu dritt, bei dem die stark che klanglichen Emanzipationen kontrastierenden Klangfarben werden allerdings erst dann wirk­ der so unterschiedlichen Instru­ lich erreicht, wenn Instrumenta­ mente aufgehoben werden. In listen von Rang sich dieses diese Riege großer Komponis­ Werkes annehmen – wie Gidon ten, die dem Trio mit Klavier, Vio­ Kremer, Violine, Giedrė Dirva­ line und Violoncello jene instru­ nauskaitė, Cello, und Khatia Bu­ mentale Gleichberechtigung zu­ niatishvili, Klavier, die auf beein­ gestanden haben, gehört auch druckende Weise alle überbor­ Tschaikowsky mit seinem Trio denden Triebkräfte ihrer Instru­ a-Moll op. 50. Allerdings hat der mente zu nutzen verstehen, aber

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auch mit feinem Ohr auf die Mit­ spieler eingehen; und dies bei einem Werk, das auch formal den Rahmen sprengt und dem wehmütig anhebenden ersten Satz einen einzigen, allerdings gigantischen Variationensatz in zwei Teilen nachschiebt. Solch befreiendes und zu­ gleich in sich ruhendes Miteinan­ der kommt auch Victor Kissines 2009 für dieselbe Besetzung komponiertem Trio „Zerkalo“ (Der Spiegel) zugute. Auch „Zerkalo“, auf souveräne Weise von Kremer und seinen beiden Kolleginnen interpretiert, ist ein fein ausge­ horchtes, nahezu intimes, gleich­ wohl technisch überaus an­ spruchsvolles Wechselspiel der Instrumente in ihren oszillieren­

den Klangfarben, das sich aller­ dings auch zu dynamischen Steigerungen ungeheuren Aus­ maßes aufschwingen kann und dem emotionalen Gestus des russischen Schmerzensmannes Tschaikowsky sehr nahesteht. Es ist eines von Kissines dichtesten, klanglich reichsten Werken ge­ worden, das in jene Bereiche des akustisch fast nicht mehr Wahrnehmbaren vordringt, in de­ nen etwas gefordert ist, was ge­ rade diese drei Interpreten ver­ bindet: somnambules Musikver­ ständnis. Wolfgang Sandner www.gidon-kremer.de


Register Alle Neuerscheinungen von

April bis Juli

Neuerscheinungen Cover lag bei Drucklegung noch nicht vor.

Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonia concertante Deutsche Grammophon CD 477 9329 Verschiedene Solisten • Orchestra Mozart Dirigent: Claudio Abbado Bach • Beethoven • Chopin • Liszt u.a. My dearest Martha Deutsche Grammophon 2 CDs 480 5141 Martha Argerich, Klavier Chopin • Liszt • Ravel • Schumann u.a. The Art of Martha Argerich Deutsche Grammophon 3 CDs 477 9523 Martha Argerich, Klavier Schubert • Tschaikowsky • Rachmaninoff u.a. The Collection 4 • Complete Philips Recordings Decca 6 CDs 478 2746 Martha Argerich, Klavier

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Wolfgang Amadeus Mozart u.a. Mostly Mozart Deutsche Grammophon CD 477 8979 Mojca Erdmann, Sopran • La Cetra Barockorchester Basel Dirigent: Andrea Marcon

Veröffentlichung: 13. Mai

Veröffentlichung: Mai

Chausson • Respighi • Suk • Williams Poème Decca CD 478 2684 Julia Fischer, Violine • Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo Dirigent: Yakov Kreizberg

Veröffentlichung: Mai

Franz Liszt Harmonies du soir Decca CD 478 2728 Nelson Freire, Klavier

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Veröffentlichung: Mai

Sommernachtskonzert Schönbrunn 2011 Deutsche Grammophon CD 476 4211 Wiener Philharmoniker Dirigent: Valery Gergiev

Veröffentlichung: Juni

Franz Liszt Superstar Deutsche Grammophon 2 CDs 480 5049 Argerich • Horowitz • Barenboim • Ashkenazy Lang Lang • Ott u.a.

Dvořák • Mahler • Schubert • Prokofieff u.a. Giulini in America II – The Chicago Recordings Deutsche Grammophon 5 CDs 477 9628 Chicago Symphony Orchestra • Dirigent: Carlo Maria Giulini

Tschaikowsky • Schönberg Symphonie Nr. 6 • Variationen für Orchester Decca CD 478 2719 West-Eastern Divan Orchestra Dirigent: Daniel Barenboim Veröffentlichung: 20. Mai

Mediterraneo Deutsche Grammophon CD + DVD 477 9693 Miloš Karadaglić, Gitarre English Chamber Orchestra • Dirigent: Paul Watkins Veröffentlichung: 15. Juli

Frédéric Chopin The Warsaw Recital Deutsche Grammophon CD 477 9519 Daniel Barenboim, Klavier

Ludwig van Beethoven Fidelio Decca CD 478 2551 Nina Stemme, Sopran • Jonas Kaufmann, Tenor • Falk Struckmann, Bassbariton • Dirigent: Claudio Abbado Veröffentlichung: 15. Juli

Frédéric Chopin Die Klavierkonzerte Deutsche Grammophon CD 477 9520 Daniel Barenboim, Klavier Staatskapelle Berlin • Dirigent: Andris Nelsons

The Royal Wedding – The Official Album Decca CD 276 8422 Choir of Westminster Abbey • London Chamber Orchestra u.a.

Beethoven • Puccini • Liszt u.a. The Classical Album Decca 2 CDs 478 2944 Bartoli • Terfel • Domingo u.a.

Complete Decca Concerto Recordings Decca 6 CDs 478 2922 Radu Lupu, Klavier • Verschiedene Orchester Dirigenten: Mehta • Previn u.a.

Schostakowitsch • Kancheli • Pärt • Rachmaninoff Echoes of Time Deutsche Grammophon CD 477 9299 Lisa Batiashvili, Violine • Hélène Grimaud, Klavier Dirigent: Esa-Pekka Salonen Veröffentlichung: 20. Mai

Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüren Deutsche Grammophon CD 477 9445 La Cetra Barockorchester Basel • Dirigent: Andrea Marcon

The Maltese Tenor Decca CD 478 2720 Joseph Calleja, Tenor • A. Kurzak, Sopran • L’orchestre de la Suisse Romande • Dirigent: Marco Armiliato Veröffentlichung: 20. Mai

Franz Liszt • Hector Berlioz Symphonie fantastique Decca CD 476 4176 Roger Muraro, Klavier

Wolfgang Amadeus Mozart Mozart Deutsche Grammophon CD 477 9297 Ildebrando d’Arcangelo, Bassbariton • Orchestra del Teatro Regio di Torino • Dirigent: Gianandrea Noseda Veröffentlichung: 17. Juni

Wolfgang Amadeus Mozart Opern Archiv Produktion 17 CDs 477 9595 von Otter • McNair • Varady • d’Arcangelo u.a. • The English Baroque Soloists • Dirigent: Sir John Eliot Gardiner Veröffentlichung: 22. Juli

Beauty of the Baroque Decca CD 478 2260 Danielle de Niese, Sopran • Andreas Scholl, Countertenor The English Concert • Dirigent: Harry Bicket Veröffentlichung: Juni

Richard Wagner Wagner Deutsche Grammophon CD 477 6617 René Pape, Bass • Staatskapelle Berlin • Dirigent: Daniel Barenboim

Sibelius • Nielsen • Bruckner Symphonien Deutsche Grammophon 3 CDs 477 9449 Gothenburg Symphony Orchestra Dirigent: Gustavo Dudamel

Danke Mama! – Die schönsten italienischen Lieder Decca CD 480 3717 Luciano Pavarotti, Tenor • Coro e orchestra del Teatro Comunale di Bologna • Dirigent: Henry Mancini

Cover nicht final!

Veröffentlichung: August

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Magazin Grand Opera Cover lag bei Drucklegung noch nicht vor.

Cover lag bei Drucklegung noch nicht vor.

Veröffentlichung: 22. Juli

Frédéric Chopin Die Nocturnes Deutsche Grammophon 2 CDs 477 9568 Maria João Pires, Klavier

Ruggero Leoncavallo Pagliacci Decca CD 480 4644 Daniela Dessi, Sopran • Luciano Pavarotti, Tenor u.a. Philadelphia Orchestra • Dirigent: Riccardo Muti

André Previn Brief Encounter Deutsche Grammophon CD 477 9351 Houston Grand Opera Orchestra Dirigent: Patrick Summers

Giuseppe Verdi Attila Decca 2 CDs 480 4651 Christina Deutekom, Sopran • Ruggero Raimondi, Bass u.a. Royal Philharmonic Orchestra • Dirigent: Lamberto Gardelli

Sirène Deutsche Grammophon CD 477 9463 Anna Prohaska, Sopran Eric Schneider, Klavier

Giacomo Puccini Tosca Decca 2 CDs 480 4659 Carol Vaness, Sopran • Giuseppe Giacomini, Tenor u.a. Philadelphia Symphony Orchestra • Dirigent: Riccardo Muti

Robert Schumann Davidsbündlertänze & Fantasie Decca CD 478 2936 Mitsuko Uchida, Klavier

Giuseppe Verdi Il trovatore Decca 2 CDs 480 4645 Katia Ricciarelli, Sopran • José Carreras, Tenor u.a. • Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden • Dirigent: Sir Colin Davis

Veröffentlichung: 3. Juni

Sergej Rachmaninoff Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18 • Paganini-Rhapsodie op. 43 Deutsche Grammophon CD 477 9308 Yuja Wang, Klavier • Mahler Chamber Orchestra • Leitung: Claudio Abbado Veröffentlichung: 20. Mai

Amilcare Ponchielli La Gioconda Decca 3 CDs 480 4662 Montserrat Caballé, Sopran • Luciano Pavarotti, Tenor u.a. The National Philharmonic Orchestra • Dirigent: Bruno Bartoletti

Frédéric Chopin Recital Deutsche Grammophon CD 477 9634 Ingolf Wunder, Klavier

Giuseppe Verdi Macbeth Deutsche Grammophon 3 CDs 480 4654 Mara Zampieri, Sopran • Renato Bruson, Bariton u.a. • Orchester der Deutschen Oper Berlin • Dirigent: Giuseppe Sinopoli

Veröffentlichung: 17. Juni

Gustav Mahler Das Lied von der Erde Deutsche Grammophon CD 477 8988 Fritz Wunderlich, Tenor • Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton Wiener Symphoniker • Dirigent: Josef Krips

Gioacchino Rossini Guillaume Tell Decca 4 CDs 480 4697 Cheryl Studer, Sopran • Giorgio Zancanaro, Tenor u.a. • Orchestra del Teatro alla Scala di Milano • Dirigent: Riccardo Muti

Franz Liszt The Recordings Deutsche Grammophon 2 CDs 477 9697 Krystian Zimerman, Klavier • Boston Symphony Orchestra Dirigent: Seiji Ozawa Veröffentlichung: Juli

Gaetano Donizetti Lucia di Lammermoor Decca 2 CDs 480 4787 Montserrat Caballé, Sopran • José Carreras, Tenor u.a. New Philharmonia Orchestra • Dirigent: Jesús López-Cobos

Franz Liszt The Liszt Collection (Ltd. Edition) Klavierwerke • Orchesterwerke • Orgelwerke • Lieder u.a. Deutsche Grammophon 35 CDs 477 9525 Zimerman • Arrau • Barenboim • Fischer • Petri u.a. Veröffentlichung: Juli

Gaetano Donizetti L’elisir d’amore Decca 2 CDs 480 4790 Katia Ricciarelli, Sopran • José Carreras, Tenor u.a. Orchestra Sinfonica della RAI di Torino • Dirigent: Claudio Scimone Wolfgang Amadeus Mozart Die Zauberflöte Decca 2 CDs 480 4793 Kiri Te Kanawa • Cheryl Studer, Sopran u.a. Academy of St Martin in the Fields • Dirigent: Sir Neville Marriner

ECM / ECM New Series François Couturier Tarkovsky Quartet ECM CD 274 2526 François Couturier, Klavier • Anja Lechner, Violoncello Jean-Louis Matinier, Akkordeon • Jean-Marc Larché, Sopransaxophon Tschaikowsky • Kissine Piano Trios ECM New Series CD 476 4171 Gidon Kremer, Violine • Giedrė Dirvanauskaitė, Violoncello Khatia Buniatishvili, Klavier Jörg Widmann Elegie ECM New Series CD 476 3309 Jörg Widmann, Klarinette • Heinz Holliger, Klavier Deutsche Radio Philharmonie • Dirigent: Christoph Poppen

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Audior

Eloquence

Johann Sebastian Bach Goldberg-Variationen BWV 988 – Aria mit 30 Veränderungen L’Oiseau-Lyre CD 480 4824 Christophe Rousset, Cembalo

Veröffentlichung: 24. Juni

Franz Liszt Arrau spielt Liszt Decca 6 CDs 480 5090 Claudio Arrau, Klavier • London Symphony Orchestra Dirigent: Sir Colin Davis

Carmina Burana – Gesänge des Mittelalters L’Oiseau-Lyre CD 480 4821 Catherine Bott • Michael George New London Consort • Dirigent: Philip Pickett

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Franz Liszt Klavierkonzerte Nr. 1 & 2 u.a. Decca CD 480 4996 Jean-Yves Thibaudet, Klavier • Orchestre Symphonique de Montréal Dirigent: Charles Dutoit

Händel • Vivaldi Italienische Kantaten L’Oiseau-Lyre CD 480 4834 Emma Kirkby, Sopran • The Academy of Ancient Music Dirigent: Christopher Hogwood

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Wolfgang Amadeus Mozart Don Giovanni (Highlights) Decca CD 480 4945 Renée Fleming • Bryn Terfel • Ann Murray u.a. • London Philharmonic Orchestra • Dirigent: Sir Georg Solti

Wolfgang Amadeus Mozart Violinkonzerte Nr. 3, 4 & 5 L’Oiseau-Lyre CD 480 4822 Simon Standage, Violine • The Academy of Ancient Music Dirigent: Christopher Hogwood Jean-Philippe Rameau Les Indes Galantes • Castor et Pollux – Suiten Decca CD 480 4830 Orchestra of the 18th Century • Dirigent: Frans Brüggen

Classical Choice

Joseph Haydn Streichquartette op. 76 Nr. 3, 4 & 5 Kaiser-Quartett • Sonnenaufgang • Lerchenquartett Deutsche Grammophon CD 480 4950 Amadeus Quartet

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Beethoven • Elgar • Strauss • Verdi u.a. Best of Märsche Deutsche Grammophon CD 480 4940 Berliner Philharmoniker • Wiener Philharmoniker u.a. Dirigenten: Karajan • Maazel • Solti u.a.

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Peter I. Tschaikowsky • Sergej Rachmaninoff Klavierkonzerte Nr. 1 b-Moll op. 23 • Nr. 3 d-Moll op. 30 Decca CD 480 4942 Argerich, Klavier • Dirigenten: Chailly • Kondraschin

Veröffentlichung: 20. Mai

Donizetti • Puccini • Schubert • Verdi u.a. Addio del passato Decca CD 480 3361 Angela Gheorghiu, Sopran • Orchestra del Teatro alla Scala u.a. Dirigenten: Chailly • Solti u.a. Peter I. Tschaikowsky Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 – Pathétique • Romeo und Julia Deutsche Grammophon CD 480 4737 Philharmonia Orchestra • Dirigent: Giuseppe Sinopoli Joaquín Rodrigo Concierto de Aranjuez u.a. Decca CD 480 4738 Pepe Romero, Gitarre • Academy of St Martin in the Fields Dirigent: Sir Neville Marriner

Johann Sebastian Bach Brandenburgische Konzerte u.a. Decca 2 CDs 480 4951 Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach Dirigent: Peter Schreier

DVD Cover lag bei Druck­ legung noch nicht vor.

Franz Liszt Liebestraum Deutsche Grammophon CD 480 5155 Argerich • Arrau • Ashkenazy • Barenboim • Berman Kissin • Kocsis • Thibaudet u.a.

Sommernachtskonzert Schönbrunn 2011 Deutsche Grammophon DVD 076 2801 Wiener Philharmoniker Dirigent: Valery Gergiev

Veröffentlichung: Juni

Giacomo Puccini Tosca Decca DVD 074 3420 E. Magee, Sopran • J. Kaufmann, Tenor • T. Hampson, Bariton Orchester des Opernhauses Zürich • Dirigent: P. Carignani

Glass • Nyman • Pärt • Reich • Schnittke u.a. Cool Classics Deutsche Grammophon CD 480 5206 San Francisco Symphony • Wiener Philharmoniker u.a.

Gaetano Donizetti Don Pasquale Deutsche Grammophon 2 DVDs 073 4635 A. Netrebko, Sopran • J. D. Carlo, Bassbariton • Metropolitan Opera Orchestra • Dirigent: James Levine Veröffentlichung: 20. Mai

Dirigenten: Bernstein • Davies • Dohnányi • de Waart u.a.

Blu-ray Cover lag bei Drucklegung noch nicht vor.

Gaetano Donizetti Don Pasquale Deutsche Grammophon BD 073 4645 A. Netrebko, Sopran • J. D. Carlo, Bassbariton • Metropolitan Opera Orchestra • Dirigent: James Levine Veröffentlichung: 20. Mai

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Foto: Mat Hennek / DG

Live

Renée Fleming 05.–07.05. Berlin, Philharmonie 07./08.08. Salzburg (A), Gr. Festspielhaus

05.07. München, Philh. im Gasteig Nelson Freire

02.07. Redefin, Landgestüt

02./08./10.06. Zürich (CH), Opernhaus 17.06. Baden-Baden, Festspielhaus Claudio Abbado Berlin, Philharmonie 10./12./13.08. Luzern (CH), Lucerne Festival Pierre-Laurent Aimard 18./20.05. Wien (A), Konzerthaus 27.05. Duisburg, LandschaftsparkNord 31.05. Duisburg, Folkwang 30.06. Graz (A), Stefaniensaal 01./03.07. Graz (A), Stefaniensaal 23.07. Baden-Baden, Festspielhaus 15.08. Salzburg (A), Mozarteum 22.08. Salzburg (A), Gr. Festspielhaus 26./27.08. Heidelberg Daniel Barenboim 20.05. Wien (A), Musikverein 22./24./25.05. Berlin, Philharmonie

07.06. Berlin, Philharmonie 09./10.06. Essen, Philharmonie 11.06. Baden-Baden, Festspielhaus 28./31.07. Salzburg (A), Gr. Festspielhaus Joseph Calleja 13./16./24.05. München, Bayer. Staatsoper Ildebrando d’Arcangelo 04./08./11.05. Wien (A), Staatsoper 18./21./24.07. Baden-Baden, Festspielhaus 08./09.08. Salzburg (A), Gr. Festspielhaus Gustavo Dudamel 01.08. Salzburg (A), Felsenreitschule 03.08. Salzburg (A), Gr. Festspielhaus Mojca Erdmann 01.05. Schwetzingen, Schloss

02./08.07. Zürich (CH), Opernhaus Jan Garbarek 11.06. Leipzig, Marktplatz Open Air 16.06. Braunschweig, Staatstheater Jan Garbarek & Hilliard Ensemble 02.05. Marburg, St. Marienkirche 03.05. Dresden, Kreuzkirche 06.05. Halle, Marktkirche 07.05. Eltville, Kloster Eberbach 19.05. Erlangen, HVK 20.05. Speyer, Palatia Jazz Festival 15.07. Trier, Basilika 16.07. Heidenheim, Pauluskirche Hélène Grimaud 22./23.05. München, Prinzregententh. 24.05. Luzern (CH), KKL 07./08.06. Wien (A), Konzerthaus 14.06. Baden-Baden, Festspielhaus 19.06. Dortmund, Konzerthaus

13./15.05. Köln, Philharmonie

15.07. Bad Kissingen, Regentenbau

20./24.05. Dortmund, Konzerthaus

17.07. Essen, Philharmonie

06.06. Berlin, Konzerthaus

25.05. Leipzig, Gewandhaus

24.07. Bayreuth, Stadthalle

07.06. Berlin, Philharmonie

18.06. Essen, Philharmonie

05.06. Wien (A), Musikverein

09./10.06. Essen, Philharmonie 11.06. Baden-Baden, Festspielhaus 18./19.06. Wien (A), Musikverein 01./02./03./05.07. Berlin, Schillertheater 19.08. Salzburg (A), Gr. Festspielhaus 21.08. Berlin, Waldbühne 23./24./25./27./28.08. Köln, Philharmonie Cecilia Bartoli 04.05. Berlin, Philharmonie 06.05. Bremen, Die Glocke 09.05. Hamburg, Laeiszhalle 07.06. München, Philh. im Gasteig 04.07. Bad Kissingen, Regentenbau 06.07. Baden-Baden, Festspielhaus Lisa Batiashvili 17.05. Wien (A), Musikverein 19.05. Frankfurt/M., Alte Oper 22.05. Dresden, Semperoper 02.07. Grafenegg (A), Wolkenturm 17./21.07. Bern (CH) 19.08. Elmau, Schloss 26.08. Salzburg (A), Mozarteum 27.08. Schwarzenberg (A), Angelika-Kauffmann-Saal Pierre Boulez 08.05. Köln, Philharmonie 05.06. Wien (A), Musikverein 06.06. Berlin, Konzerthaus

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30.06. München, Prinzregententh. 03.07. Köln, Philharmonie 07.07. Bad Kissingen, St. Jakobus 18./21./22./24.07. Baden-Baden, Festspielhaus 19.08. Düsseldorf Mojca Erdmann & Andrea Marcon (Mostly Mozart) 28.11. München, Prinzregententh. 03.12. Baden-Baden, Festspielhaus 06.12. Berlin, Konzerthaus 10.12. Wien (A), Konzerthaus Fauré Quartett 24.05. Salzburg (A) 01.06. Berlin, Konzerthaus 19.06. Frankfurt/M., Festeburgkirche 06.07. Dinslaken 21.07. Greifswald 25.07. Sondershausen 03.08. Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal Julia Fischer 01.06. Düsseldorf 12.06. Stolpe, Scheune des Gutshauses 30.06. Stuttgart, Liederhalle 01.07. Stuttgart, Liederhalle 03.07. Wiesbaden, Kurhaus 08.07. Zürich (CH), Tonhalle 06./07.08. Salzburg (A), Mozarteum

der Gutsanlage Samow 18.06. Neubrandenburg,

25./28.05. Zürich (CH), Opernhaus

13./14./15./18.05.

11.06. Behren-Lübchin, Festhalle

12.08. Bern (CH) Juan Diego Flórez

10./12.06. Thun (CH) Elīna Garanča

Hélène Grimaud

22.05. Dornbirn (A) 08./09.06. Heidelberg

05.08. Thun (CH) 10./12./13.08. Luzern (CH), Lucerne Festival Hilary Hahn 05.05. Bielefeld, Rudolf-Oetker-Halle 08.05. Wien (A), Musikverein 09.05. München, Herkulessaal 15.06. Zürich (CH), Tonhalle 24./25.06. Berlin, Philharmonie Thomas Hampson 05.–07.05. Berlin, Philharmonie 12./13.05. Basel (CH), Stadtcasino 15.05. Wien (A), Musikverein 19.05. Berlin, Philharmonie 21.05. Dresden, Semperoper 23.05. Leipzig, Gewandhaus 29.05. Zürich (CH), Opernhaus 02.06. Saarbrücken, Ludwigskirche 06.06. Wien (A), Musikverein 26./29.06. Zürich (CH), Opernhaus 03./05./10.07. Zürich (CH), Opernhaus Daniel Hope 03.05. Berlin, Philharmonie 05.05. Hildesheim, Stadttheater 06.05. Hamm, Kurhaus 08.05. Stuttgart, Liederhalle 09.05. Tübingen, Universität 13.05. Wien (A), Musikverein 15.05. Wien (A), Konzerthaus

Konzertkirche 07./08.07. Schwetzingen, Schloss 09./10.07. Ulrichshusen, Festspielscheune (Schloss) 04.08. Loitz, Ballsaal Hotel Tucholski 27./28.08. Ulrichshusen, Festspielscheune (Schloss) Il Giardino Armonico 11.06. Salzburg (A), Mozarteum 12./13.06. Heidelberg Janine Jansen 17.05. Hamburg, Laeiszhalle 18.05. Bonn, Beethovenhalle 20.05. Stuttgart, Liederhalle 10.06. Weilburg, Schloss 16./17.06. Frankfurt/M., Alte Oper 26.06. Berlin, Philharmonie 30.07. Salzburg (A), Mozarteum Giya Kancheli 16.05. Bremen, Die Glocke 18.05. Schwetzingen, Schloss 18.06. Bremen, Kulturkirche St. Stephani 19.06. Oldenburg, Lambertikirche Jonas Kaufmann 18.05. Berlin, Philharmonie 04./08.07. München, Bayer. Staatsoper 22.07. Bamberg, Konzert- und Kongresshalle 26.07. München, Bayer. Staatsoper 29.07. München, Königsplatz 06.08. Wien (A), Stadthalle 16.08. Berlin, Waldbühne Magdalena Kožená 29.07. Heidelberg 31.07. Dornbirn (A) 02.08. Thun (CH) 04.08. Rendsburg, Christkirche 06.08. Dresden, Frauenkirche 08.08. Dornbirn (A) Gidon Kremer 02./03.05. Dresden, Semperoper 15.05. Konstanz, Stadttheater 27.05. München, Prinzregententh. 28.05. Regensburg, Audimax 01.06. Würzburg, Kaisersaal der Residenz Mischa Maisky 08.05. Luzern (CH), KKL 16.08. Salzburg (A), Gr. Festspielhaus Albrecht Mayer 08.05. Luzern (CH), KKL 09.05. Siegburg, Stadtmuseum 10.05. Frankfurt/M., Alte Oper 14.05. Merseburg, Schlossgartensalon 15.05. Halle/Saale, Kongress- und Kulturzentrum 26.05. Salzburg (A), Mozarteum 28.05. Illertissen, Kolleg der Schulbrüder


02.07. Redefin, Landgestüt 03.07. Aachen, Rathaus 30./31.07. Salzburg (A), Mozarteum Anne-Sophie Mutter 07.07. Essen, Philharmonie Anna Netrebko 11./14./17.05. München, Bayer. Staatsoper 29.07. München, Königsplatz 06.08. Wien (A), Stadthalle 08./09./15.08. Salzburg (A), Gr. Festspielhaus 16.08. Berlin, Waldbühne 20.08. Salzburg (A), Gr. Festspielhaus Benyamin Nuss 27.05. München, BMW Lounge Alice Sara Ott

21./24./26./29.07.

18./19.05. Dortmund, Konzerthaus

München, Bayer. Staatsoper Maurizio Pollini 13.–15./17.05. Berlin, Philharmonie 11.–14.06. Dresden, Semperoper 24.08. Salzburg (A), Gr. Festspielhaus Thomas Quasthoff

17./19.06. Leipzig, Thomaskirche

24.04. Köln, Philharmonie 02.05. Hannover, Funkhaus

24.06. Weilburg, Schloss

04.05. Winterthur (CH),

06.06. Heidelberg

16.07. Wiesbaden,

20./22./24.06.

Christophoruskirche

Schwarzenberg (A),

17.07. Eltville, Kloster Eberbach

Angelika-Kauffmann-Saal 06.07. Wien (A), Staatsoper

26.08. Eltville, Kloster Eberbach 28.08. Düsseldorf Max Raabe

02.08. Heidelberg Sting 22.06. Mönchengladbach, Warsteiner Hockeypark 23.06. Leipzig, Arena 25.06. Salem, Schloss

13.05. Halle/Saale, G.-F.-Händel-Halle

08.08. Augsburg, Parktheater im Kurhaus Göggingen 10.08. Salzburg (A), Haus für Mozart Rolando Villazón

18./21./24.07.

15.05. Ingolstadt, Theater Ingolstadt

06.07. Hauzenberg, Kulturwoche

16.05. Ulm, Maritim Hotel/

07.07. Ingolstadt, Orbansaal

Congress Centrum

Fürst-von-Metternich-Saal 02.08. Salzburg (A), Haus für Mozart

04./07./09.07.

01./05./08./13./17./20.05.

17.05. Wetzlar, Rittal Arena

30.07. Schloss Johannisberg,

19.07. München, Olympiahalle Trio Mediæval

14.05. Bamberg, Konzert- und Kongresshalle

Musikkollegium 12.05. Dortmund, Konzerthaus

18.07. Mannheim, SAP Arena

22./23.07. Bayreuth, Stadthalle René Pape

29./30.06. Zürich (CH), Tonhalle Patricia Petibon

16./17.04. Luzern (CH), KKL

23.05. Basel (CH), Stadtcasino

29.06. Regensburg, Audimax

Berlin, Staatsoper

27.05. Hamburg, Laeiszhalle Mitsuko Uchida

21.06. Zürich (CH), Tonhalle

30.07. Nürnberg, Luitpoldhain

10.07. Baden-Baden, Festspielhaus

20.08. Berlin, Waldbühne Andreas Scholl

August Everding 13.05. Leipzig, Centraltheater

21.05. Wien (A), Musikverein

22.08. Salzburg (A), Gr. Festspielhaus

03.07. Heidelberg

09.05. Bottrop, Kulturzentrum

12.08. Oberammergau, Passionsth.

17.08. Luzern (CH), KKL

06.05. München, Prinzregententh.

Kongresshalle

08.05. Wien (A), Konzerthaus

03.07. Bergen/Rügen, Freilicht11.08. Augsburg, Freilichtbühne

01.05. Heidelberg

02.07. Bamberg, Konzert- und

05.05. Hamburg, Laeiszhalle

21.05. Saarbrücken, Saarlandhalle bühne Rugard

06.06. Wien (A), Konzerthaus

Francesco Tristano

20.05. Trier, Europahalle

25.06. Gehreden, Festival Wege durch das Land

04.08. Mainz, Musiksommer Mainz

Zürich (CH), Opernhaus Baden-Baden, Festspielhaus Yuja Wang 11./12.05. Berlin, Philharmonie Ingolf Wunder 26.06. Düsseldorf, Robert-Schumann-Saal

11.06. Hannover, Galerie Herrenhausen

Eine Auswahl. Aktuelle Tourdaten wie immer auf www.klassikakzente.de

GEWINNSPIEL FÜR 2 KARTEN EINER PREMIERE

© Felix Broede / DG

IM RAHMEN DER FESTTAGE 2012 UNTER DEM DIRIGAT VON DANIEL BARENBOIM IN BERLIN Gewinnspielfrage: Welche Nationalitäten hat Daniel Barenboim?

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Magazin

Musik ist die Stimme freier Menschen Die georgische Geigerin Lisa Batiashvili weiß, was sie will. Und das nicht nur im Konzertsaal. Mit einem Filmteam, Journalisten und einigen Experten flog sie nach Tiflis, um ihrer ehemaligen Musikschule zu helfen.

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nisten interpretiert, deren künst­ lerische Existenz – wie die der Geigerin selbst – stark von poli­ tischen Ereignissen in Russland

beziehungsweise der Sowjetuni­ on beeinflusst wurde. Batiashvili und ihre Familie verließen Geor­ gien, als sie elf Jahre alt war. Die Foto: Anja Frers / DG

Der Flughafen von Tiflis an einem Freitagmorgen um vier Uhr früh. Eine kleine, unausgeschlafene Delegation aus Deutschland verlässt den Termi­ nal und besteigt einen Shuttle ins Stadtzentrum: drei Journalis­ ten, ein vierköpfiges Kamera­ team, ein Architekt, ein Klavier­ bauer und die Geigerin Lisa Batiashvili. Nur vier Tage, eine Schulbesichtigung, ein Benefiz­ konzert sowie eine Stadtführung später sitzen eben diese Men­ schen wieder in Berlin und ver­ folgen in der Astor Film Lounge am Kurfürstendamm, wie Lisa Batiashvili mit ihrer Pianistin Ke­t evan Badridze Werke von Prokofieff und Rachmaninoff zum Besten gibt. Und das alles nur, weil sich die Geigerin etwas in den Kopf gesetzt hat: Sie will nicht nur tatenlos auf ihre eigene Vergangenheit, die eine wichtige Zukunft ihres Heimatlandes sein kann, zurückblicken, sondern aktiv etwas unternehmen. Lisa Batiashvili ist eben nicht nur eine besondere Geigerin, sondern auch eine Frau, die Visi­ onen hat und weiß, was sie will. So schrieb der britische „The Guardian“: „Lisa Batiashvili ist auf dem Podium so energiege­ laden und charismatisch, eine Geigerin mit ungeheurem Po­ tenzial und der künstlerischen Neugier, um es auch zu verwirk­ lichen.“ Neugier beweist sie auch auf ihrem neuen Album „Echoes of Time“, auf dem die mittlerweile in Paris lebende Künstlerin Werke von Kompo­

Ausdauer und Willensstärke:

L isa B ati ashvi l i

Schostakowitsch • Kancheli • Pärt • Rachmaninoff Echoes of Time Deutsche Grammophon CD 477 9299 Lisa Batiashvili, Violine Hélène Grimaud, Klavier Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Dirigent: Esa-Pekka Salonen Veröffentlichung: 20. Mai

Musik ihrer Kindheit – allen vor­ an Schostakowitschs – und ihrer Heimat begleitete sie weiterhin und findet nun ihren ganz per­ sönlichen musikalischen Aus­ druck in ihrem Debütalbum auf Deutsche Grammophon. Neben der Erfüllung des lang gehegten Wunsches, einmal mit der Pianistin Hélène Grimaud zu spielen, die Lisa Batiashvili bei Stücken von Arvo Pärt und Rach­ maninoff begleitet, ist für die Geigerin mit der Reise auch ein weiterer Traum Wirklichkeit ge­ worden: Lisa Batiashvili hat nach fünf Jahren endlich wieder einmal in ihrer Heimatstadt Tiflis konzertiert und es geschafft, gemeinsam mit der Fair Play Stiftung ein langfristig ange­ legtes Benefizprojekt auf die Beine zu stellen, das die von der Schließung bedrohte Zentrale Musikschule für hochbegabte Kinder in Tiflis unterstützt. Die Schüler dieser einzigarti­g en musikali­schen Keimzelle Geor­ giens müs­sen mit defekten Ins­ trumenten, zerschlissenen No­ ten und maroden Räumlichkeiten vorliebnehmen, seit das Schul­ gebäude bei einem schweren Erdbeben zerstört wurde. Batia­ shvilis Ausdauer und Willens­ stärke in Verbindung mit der Botschaft ihres neuen Albums werden ihr dabei helfen, dieses Projekt zu einem großen Erfolg zu führen. Dafür nutzt sie ihre Musik. Denn Musik ist die Stim­ me freier Menschen. Alexander Busche www.lisa-batiashvili.de


Foto: Patrick Walter / DG

War schon immer sehr ambitioniert:

ING O L F W UND E R

Der Klang-Architekt Die Zweiten werden die Ersten sein: So etwa lässt sich in Kürze der Internationale Chopin-Wettbewerb 2010 in Warschau zusammenfassen. Denn sämtliche Experten waren sich einig, dass nicht die nominelle Siegerin Julianna Awdejewa den ersten Preis verdient hatte, sondern der österreichische Pianist Ingolf Wunder. KlassikAkzente: Lieber Herr Wunder, mögen Sie Wettbe­ werbe? Ingolf Wunder: Nein, absolut nicht. Ich habe in Brüssel, in Moskau und zweimal in War­ schau gespielt. Und ich konnte nie überredet werden, noch an anderen Wettbewerben teilzu­ nehmen. 2010 habe ich be­ schlossen: Gut, einmal mache ich das noch. Aber nicht, um zu gewinnen, sondern weil ich mich zuvor gemeinsam mit meinem Lehrer Adam Harasiewicz inten­ siv mit Chopin beschäftigt habe. Und Sie glauben nicht, wie froh ich bin, dass ich nie mehr an einem Wettbewerb teilnehmen muss. KlassikAkzente: Sie sollen ei­ nen Monat lang nie mehr als drei Stunden geschlafen haben. Wer hat Sie so unter Druck gesetzt? Wunder: Das war ich schon

selbst. Ich wollte einfach nichts dem Zufall überlassen. Doch eins hat mich dieser Wettbewerb gelehrt: Alles planen kann man nicht, selbst wenn man es sich vornimmt. KlassikAkzente: Waren Sie ei­ ne Sekunde lang enttäuscht, „nur“ Zweiter zu sein? Wunder: Natürlich. Ich war schon immer sehr ambitioniert. Und der Zweite ist quasi der ers­ te Verlierer. Aber nach allem, was passiert ist, war das schnell weg, weil es nicht hätte besser laufen können, wäre ich Erster gewor­ den. KlassikAkzente: Für Ihr Debüt­ album bei Deutsche Grammo­ phon greifen Sie auf jene Stücke zurück, mit denen Sie in War­ schau so immensen Erfolg er­ zielten. Wie war die Wiederbe­ gegnung? Wunder: Ich kenne ja jedes

Stück sehr, sehr gut; schließlich habe ich mich eineinhalb Jahre auf den Wettbewerb vorbereitet. Gleichwohl entdecke ich im Grunde jeden Tag etwas Neues. Und das ist das Wunderbare daran: Die Stücke verändern sich, und ich verändere mich. Spannend bleibt die Begegnung dadurch immer. KlassikAkzente: Nichts scheint mir schwieriger, als Chopin rich­ tig zu spielen. Wunder: Da gebe ich Ihnen Recht. Das Wichtigste bei Cho­ pin ist die Mischung aus einem ausbalancierten Rubato-Spiel, Klang und Phrasierung. Aber selbst wenn man alles plant,

klingt es nicht automatisch gut. Man muss es in sich haben, alle Planung vergessen. Rubinstein hat mal gesagt, das Rubato sei wie ein Gummi. Wenn man es an einer Stelle zieht, muss man es an anderer Stelle wieder in Ba­ lance bringen. Es sind nur De­ tails. Aber summa summarum ergibt sich eine Schwierigkeit daraus, die größer ist als bei al­ len anderen Komponisten. KlassikAkzente: Warum das? Wunder: Weil es eine ungeheure Spontaneität haben muss, aber zugleich nicht zu spontan sein darf. Denn dann wird es kitschig. Interview: Jürgen Otten www.ingolf-wunder.de

Frédéric Chopin Recital Deutsche Grammophon CD 477 9634 Veröffentlichung: 17. Juni

Ingolf Wunder, Klavier

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Magazin Chausson • Respighi • Suk • Williams Poème Decca CD 478 2684 Julia Fischer, Violine Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo Dirigent: Yakov Kreizberg

Nicht nur in Baden-Baden unvergesslich:

Sprachlose Begeisterung

Foto: Uwe Arens / Decca

J u l i a F ischer

Andreas Mölich-Zebhauser, Intendant des Festspielhauses Baden-Baden, über Julia Fischer, der er die diesjährige Künstlerporträt-Konzertreihe gewidmet hat. Meine erste persönliche Begeg­ nung mit Julia Fischer fand tat­ sächlich im Festspielhaus Ba­ den-Baden statt. Nicht, dass ich von ihr noch nie gehört hatte: Ih­ re CDs wurden regelmäßig be­ geistert besprochen, ich hatte auch bereits mehrere Konzerte mit ihr gehört und der Ruf als Deutschlands jüngste Violinpro­ fessorin eilte ihr weit voraus. Doch als Julia Fischer im Fest­ spielhaus Baden-Baden ausge­ rechnet das Violinkonzert von Beethoven spielen wollte, war ich dann doch skeptisch. Hier wollte eine junge Frau mitten in ihren Zwanzigern Beethoven spielen? Bruch oder Tschai­ kowsky, vielleicht Prokofieff und Sibelius noch – diese Kompo­ nisten klingen wie von selbst, wenn man erst die Technik be­ herrscht. Aber ausgerechnet Beethoven? Dass Julia Fischer das technisch draufhaben wür­ de, daran zweifelte ich keine Se­ kunde. Doch gestalterisch? Bie­ tet dieses Stück dem Solisten doch kaum melodische Bögen an, schenkt es ihm kaum Mög­ lichkeiten, zu glänzen – hier

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stand man Brahms wieder, der meinte, hier erklinge eine ganze Symphonie. Dabei verlangen di­ ese Werke auch dem Zuhörer eine Menge Konzentration ab! Doch die Musik, die an diesen Abenden erklang, gehört in ihrer Tiefe und Reinheit (neben der unfassbaren Virtuosität und stu­ penden Intonationssicherheit, die ja nur die Voraussetzung ho­ her Kunst sind) zum Höchsten, was ich auf der Geige je gehört habe. Die Konzerte blieben un­ vergesslich und sollten Konse­ quenzen haben: In der Spielzeit 2010/11 habe ich Julia Fischer meine Künstlerporträt-Reihe ge­ widmet. Die Künstlerin trat im April in Baden-Baden gleich dreimal hintereinander auf: als Solistin mit Orchester, als Duett­ Die Geschichte von Julia Fischers neuem Album „Poème“ reicht partnerin in der Kombination Vi­ bis ins Jahr 1999 zurück, als Giuseppe Sinopoli ihr vorschlug, oline und Klavier sowie bei einer sich einmal intensiver mit Ottorino Respighis „Poema autunnale“ Kammermusikmatinee mit Freun­ („Herbstdichtung“) zu beschäftigen. Nun hat Julia Fischer diese den – hier war Julia Fischer auch Thematik wieder aufgegriffen und mit drei weiteren, inhaltlich und als Pianistin zu sehen. entstehungszeitlich verwandten Kompositionen zu einem roman- Andreas Mölich-Zebhauser tisch-poetischen Konzeptalbum vereint: „The Lark Ascending“ des Engländers Ralph Vaughan Williams, die „Fantasie“ des böhmischen Komponisten Josef Suk und das titelgebende „Poème“ www.julia-fischer-musik.de des Franzosen Ernest Chausson. www.festspielhaus.de hängt alles davon ab, dass der Musiker etwas anderes, Bedeut­ sameres beherrscht als Technik, nämlich musikalische Dramatur­ gie. Die Kunst, die zwei, drei melodischen Inseln zum Blühen zu bringen und dabei jegliche in­ terpretatorische Eitelkeit hintan­ zustellen. Nicht brav zu spielen, aber auch der Versuchung nicht zu erliegen, durch Manierismen aufzufallen. Und dann: Julia Fischer kam, sah und siegte. Als sie den letzten Ton spielte, musste ich an den jungen Me­ nuhin denken und die Sprachlosigkeit, für die der junge Mann sorgte. Denn sprachlos war auch ich angesichts der mensch­ lichen Reife, mit der diese junge Frau Beethoven begegnete.

Die Sprachlosigkeit verwandelte sich in Begeisterung, als Julia Fischer im Jahre 2010 mit Bachs Solo-Sonaten und Partiten auf­ trat. Diese Wer­ke sind ein wah­ rer Kosmos der Musik. Wie schon beim Beethoven-Konzert verlangen auch sie nach einem Interpreten, der aus einem schein­ ­baren Mangel – zwei Tage unbe­ gleitete Violinmusik – Kapital schlägt. Inzwischen muss Julia Fischer nicht nur gegen ältere Konkurrenz antreten, sondern auch gegen Kollegen, die diese Werke auf der Barockvioline dar­ bieten. Sie lässt sich nicht be­ eindrucken und geht konse­ quent ihren Weg, der die Werke romantisch deutet: Bei ihrer In­ terpretation der Chaconne ver­


Foto: xxxxxxxxx

The Maltese Tenor Decca CD 478 2720 Joseph Calleja, Tenor A. Kurzak, Sopran L’orchestre de la Suisse Romande Veröffentlichung: 20. Mai Dirigent: Marco Armiliato

Calleja 2.0 Auf der Startrampe zu einer beispiellosen Sängerkarriere zog sich Joseph Calleja komplett aus dem Musikbetrieb zurück. Jetzt kehrt er als neuer Künstler zurück – und: besser denn je. Mit „Tenor Arias“ und „The Gol­ den Voice“ stellte sich der junge maltesische Tenor Joseph Calle­ ja vor einigen Jahren auf Decca Classics vor. Mit dem Tenorpart in der Deutsche-GrammophonGesamtaufnahme von Bellinis „I Capuleti e i Montecchi“ an der Seite von Anna Netrebko und Elīna Garanča hatte er schließ­ lich sein Entree in die Liga der „happy few“ des internationalen Opernbetriebs geschafft. Die Opernhäuser zwischen New York, London, Mailand, Paris und Wien rissen sich um den sympathischen Sänger mit dem unverwechselbaren Timbre und der Statur eines Gladiators (in der Tat war Joseph Calleja einst ein erfolgreicher Kugelstoßer und Speerwerfer!). Und dann

wurde es auf einmal still um Joseph Calleja … Der Grund für seinen tem­ porären Rückzug von der Opernbühne war bereits in einem seiner Interviews im Zu­ sammenhang mit dem Tod von Luciano Pavarotti und dessen „Nachfolge“ angeklungen: „Lu­ ciano hat 40 Jahre Zeit gehabt, Luciano zu werden“, erklärt Calleja. „Er hatte Zeit, die rich­ tigen Chancen abzuwarten. Das Problem heute ist die große Be­ deutung der Medien. Man muss sofort ein Star sein und hat nicht die Zeit, die Leiter hochzuklet­ tern, ohne Stufen auszulassen, um ein wirklich großer Star zu werden.“ Joseph Calleja aber entschied sich dafür, dem „me­ dialen Diktat“ und der unerbitt­

lichen Maschinerie des Opernund Konzertbetriebes zu trotzen. Er zog sich zurück, nahm sich die Zeit, die er für seine weitere persönliche und musikalische Entwicklung brauchte, und kehr­ te ins Musikgeschäft als ein an­ derer Künstler zurück: reifer, mental und vokal gestärkt und mit neuem Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Genau das aber hört, wer Ohren hat, zu hören, auf seinem neuen Album. Das Konzept un­ terscheidet sich nicht maßgeb­ lich von den beiden Vorgänger­ alben, das ist wohl wahr. Doch der Sänger und vor allem sein hinreißendes, zu Herzen ge­ hendes Singen auf diesem Streifzug durch die Opernlitera­ tur von Offenbach, Gounod, Ver­

di, Puccini, Bizet und Boito ist feinster „Calleja, Jahrgang 2011“. Geblieben ist der Tenor aus Malta, der mit Sympathie, Charme, Kollegialität und Esprit Publikum wie Presse, Kollegen wie Freunde zu bezaubern und verführen weiß. Aber das Wis­ sen um die Besonderheit einer Sängerkarriere, die Einzigartig­ keit seines fragilen Instrumentes und das Verantwortungsbe­ wusstsein in seinem Beruf sind Markenzeichen eines neuen, ge­ reiften Tenors, der mit Elan, Ver­ ve und Nachdruck seinen An­ spruch auf die Phalanx der inter­ nationalen Tenöre unserer Zeit erhebt. Und sein neues Album ist der klingende Beweis dafür. Andreas Kluge www.joseph-calleja.de

Wieder da und besser denn je:

Foto: Mathias Bothor / Decca

Joseph Calleja

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Magazin

Unter der Schirmherrschaft von D ­ aniel Barenboim: „200 Jahre Liszt und Leidenschaft“:

F r an z Li szt

Franz Liszt Superstar Deutsche Grammophon 2 CDs 480 5049 Argerich • Horowitz • Barenboim • Ashkenazy Lang Lang • Ott u.a.

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Franz Liszt • Hector Berlioz Symphonie fantastique Decca CD 476 4176 Roger Muraro, Klavier

Illustration: Olaf Hajek

Eine Auswahl – alle aktuellen Veröffentlichungen ab Seite 17


200 Jahre Liszt und Leidenschaft Im kommenden Oktober feiert die Musikwelt den 200. Geburtstag des ungarisch-österreichischen Komponisten Franz Liszt – und damit das bedeutendste Jubiläum des Klassikjahres 2011. Bereits im Frühjahr und Sommer wird sich eine Vielzahl interessanter Veröffentlichungen mit diesem „Superstar“ des romantischen Zeitalters beschäftigen. Entrückung, Verzückung, Hyste­ rie – solche Reaktionen auf mu­ sikalische Darbietungen gibt es nicht erst seit Elvis und den Beatles. Dem Vernehmen nach haben bereits die Kastraten ähn­ liche Wirkung, vornehmlich in den Reihen der Damenwelt, er­ zielt. Im instrumentalistischen Bereich stehen, neben den be­ kannten „Wunderkindern“ wie etwa Mozart, vor allem zwei Namen exemplarisch für jene Strahl­k raft, die ein Publikum buchstäblich um den Verstand brin­gen kann: Niccolò Paganini (1782–1840) und Franz Liszt. Doch Liszt war nicht nur einer der größten Virtuosen seiner Zeit, er war auch einer der pro­ duktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Liszt wurde am 22. Oktober 1811 in Raiding (dem damaligen Doborján) geboren, einem Dorf, das heute im österreichischen Burgenland liegt, seinerzeit je­ doch Teil des ungarischen Kron­ lands unter der Herrschaft des österreichischen Kaisertums ge­ wesen ist. Nach einer musika­ lisch hochklassigen Ausbildung, die Liszt unter den strengen Au­ gen seines Vaters unter ande­

rem in Wien und Paris absolvier­ te, wurde er bereits in seinen Teenagerjahren auf Konzertrei­ sen durch England, Frankreich und die Schweiz frenetisch als „Master Liszt“ gefeiert. Etwa ab 1840 galt Liszt, gemeinsam mit dem heute weitgehend verges­ senen Sigismund Thalberg, als führender europäischer Klavier­ virtuose sowie als einer der er­ folgreichsten Komponisten von Klaviermusik. Mit Nelson Freire und PierreLaurent Aimard legen bis August zwei der bedeutendsten zeitge­ nössischen Pianisten neue LisztEinspielungen vor. Den Anfang macht schon im April der LisztSpezialist Roger Muraro, der mit seiner Kompletteinspielung der selten zu hörenden Klaviertrans­ kription von Berliozs „Sympho­ nie fantastique“ eine Repertoire­ lücke schließt. Im Mai folgt dann der brasilianische Pianist Nelson Freire mit „Harmonies du soir“, der persönlichen Auswahl seiner liebsten Liszt-Stücke, dar­ unter die Ungarischen Rhapso­ dien Nr. 2 und Nr. 8, das der CD ihren Titel gebende Stück aus den „Études d’exécution tran­ scendante“, die Konzert-Etüde

Franz Liszt Harmonies du soir Decca CD 478 2728 Nelson Freire, Klavier

„Waldesrauschen“ sowie die Con­ solations Nr. 1–6. Im August wird der franzö­ sische Pianist Pierre-Laurent Aimard, gefeiert für seine Inter­ pretationen der klassischen Mo­ derne, die Klaviermusik Liszts Werken seiner Zeitgenossen und Nachfolger gegenüberstel­ len. Das über zwei Abende live im Wiener Konzerthaus aufge­ nommene Projekt präsentiert unter anderem Aimards gewich­ tige Interpretation der h-MollSonate sowie Musik von Bartók, Berg, Scri­abin und Wagner. Umfassende Editionen wid­ men sich im Mai beziehungs­ weise im Juli den Liszt-Aufnah­ men der beiden großen Pianisten Claudio Arrau und Krystian Zimerman, zweier Künstler, die sich – gemeinsam vielleicht mit Alfred Brendel – tiefgründiger mit Liszts Musik auseinanderge­ setzt haben als irgendjemand sonst im 20. Jahrhundert. Vom „Liebestraum“ bis hin zum „Totentanz: Franz Liszt Su­ perstar“, dessen Design von dem renommierten Illustrator Olaf Hajek stammt, ist die pas­ sende Doppel-CD für alle, die den quintessenziellen Liszt in

einem einzigen Album haben möchten. Stilvoll gestaltet und prall gefüllt mit den besten LisztInterpreten von Martha Argerich, Daniel Barenboim oder Jorge Bolet über Vladimir Horowitz bis hin zu Lang Lang, findet man hier die berühmtesten Werke und schönsten Melodien von Franz Liszt versammelt. Auf über 30 CDs stellt die „Liszt Collection“ die wohl um­ fassendste Sammlung erstklas­ siger Liszt-Aufnahmen dar, die je zusammengetragen wurde. Neben 11 CDs mit Klavierwer­ ken, 9 CDs mit Orchestermusik und 8 CDs mit Chorwerken be­ inhaltet die im Juli erscheinende Box auch Lieder und Orgelwer­ ke. Künstler wie Arrau, Bolet, Ba­ renboim, Zimerman, Haitink, Fi­ scher-Dieskau oder Solti stehen für die Crème de la crème der Liszt-Interpretation. Und schließlich wird auch an die Jugend gedacht: Im Juni soll der Klassiker „Franz Liszt – Sein Leben“ mit Karlheinz Böhm im Rahmen der Reihe Eloquence Junior neu aufgelegt werden. Harald Reiter www.franz-liszt-2011.com

Franz Liszt The Collection (Ltd. Edition) Klavierwerke • Orchesterwerke Orgelwerke • Lieder u.a. Deutsche Grammophon 35 CDs 477 9525 Zimerman • Arrau • Barenboim Fischer • Petri u.a. Veröffentlichung: Juli

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Magazin

„Wir lieben uns wie Bruder und Schwester“ Anlässlich des 70. Geburtstags von Martha Argerich am 5. Juni 2011 hat Mischa Maisky eine Doppel-CD seiner Lieblingsaufnahmen der legendären Pianistin zusammengestellt. KlassikAkzente: Lieber Mischa Maisky, wenn Sie aus dem rie­ sigen Repertoire von Martha Ar­ gerich die bemerkenswertesten Aufnahmen aussuchen müssen, was machen Sie dann? Mischa Maisky: Dann bin ich, ehrlich gesagt, ratlos. Denn al­ les, was sie spielt und was sie aufnimmt, ist großartig genug, um ausgewählt zu werden. Das heißt, es ist eine sehr schwierige Entscheidung, die man im Grun­ de nicht treffen kann, die man aber treffen muss. KlassikAkzente: Sie verbindet eine nunmehr über 30 Jahre währende (Künstler-)Freund­ schaft. Wann haben Sie Martha das erste Mal getroffen? Maisky: Das war im Sommer 1975 in Südfrankreich beim Ivry

Gitlis Festival. Sie saß im Publi­ kum. Als Gitlis mich sah, hielt er eine kleine Rede und erklärte dem Publikum, ich sei ein junger Cellist, der gerade aus der Sowjetunion gekommen sei. Und dann bat er mich spontan, etwas zu spielen. Sie hatte zwar mit vielen Geigern zusammen­ gespielt, aber noch nie mit ei­ nem Cellisten. Deswegen war ich sehr glücklich, der erste Cel­ list zu sein, mit dem sie auftrat. Seitdem spielen wir zusammen. Wir treffen uns zudem jedes Jahr bei ihren Festivals in Lugano und in Japan sowie in Verbier. Ich glaube, wir spielen noch 2028 zusammen, dann haben wir un­ ser 50-jähriges Bühnenjubiläum. Aber wissen Sie, was das Be­ sondere daran ist? Es ist mit

Martha jedes Mal so, als wäre es das erste Mal. Sie ist so voller Leben. Immer frisch und neu, mit einem Wort: aufregend! KlassikAkzente: Manche ober­ flächliche Betrachter halten sie dennoch für eine Diva. Genau das ist sie aber nicht, oder? Maisky: Nein, absolut nicht. Was sie am meisten hasst, sind Sno­ bismus und Langeweile. Was mich an ihr so beeindruckt, ist ih­ re Seriosität. Was andere in zwei Monaten lernen, dazu braucht sie vielleicht zwei Tage. Aber sie benötigt zwei Jahre, bis sie sicher ist, dass es gut genug ist, wie sie das Erlernte umsetzt. Denn die Basis ihrer unglaublichen pianistischen Mög­lichkeiten ist ein tiefer, beinahe ethisch zu nennender musikalischer Ernst.

KlassikAkzente: Sind Sie der Versuchung jemals erlegen, sich in Martha Argerich zu verlieben? Maisky: Oh. Viele Male. Eigent­ lich jedes Mal, wenn ich mit ihr gespielt habe. Es ist einfach un­ möglich, nicht in sie verliebt zu sein. Martha und ich sind uns ei­ nig, dass wir eigentlich das bes­ te Schwester-und-Bruder-Paar sind. Und dies auch ewig blei­ ben werden. Interview: Jürgen Otten www.marthaargerich.de www.mischa-maisky.de

Das vollständige Interview mit Mischa Maisky lesen Sie im Book­ ­­let von „My Dearest Martha“. Weitere Neuveröffentlichungen von Martha Argerich finden Sie im Register auf Seite 17.

Bach • Beethoven • Chopin • Liszt u.a. My dearest Martha Eine persönliche Auswahl von Mischa Maisky Deutsche Grammophon 2 CDs 480 5141 Martha Argerich, Klavier Mischa Maisky, Cello Berliner Philharmoniker u.a. Dirigenten: Abbado • Chailly • Sinopoli u.a.

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Foto: Stephanie Argerich / DG

Kein Paar wie andere: Mischa Ma isky und Marth a Argeri ch


Foto: Olaf Heine / DG

Magische Klangwelten:

MiloŠ Ka r adagli Ć

Der Herzschlag eines „Holzkastens“ Von seiner Optik her ist Miloš Karadaglić zweifellos der neue Latin-Beau der Klassikszene. Dabei stammt der 28-Jährige aus Montenegro. Und wohl noch verführerischer ist sein Spiel auf der klassischen Gitarre. Weshalb Karadaglić auch als neuer Orpheus auf den sechs Saiten gilt. Jetzt erweist er mit seinem Debütalbum der mediterranen Klanglandschaft eine Reverenz. Lange wurde die Gitarre als klas­ sisches Instrument nicht gerade ernst genommen. So kam es vor, dass der spätere Jahrhundert­ gitarrist Julian Bream von den Professoren der Londoner Royal Academy of Music abgewiesen wurde. Schließlich stand die als Volksmusikklampfe verschriene Gitarre da noch auf dem Lehr­ plan-Index. Auch dank Breams Meriten kann man an der altehr­ würdigen Musikschmiede aber längst klassische Gitarre studie­ ren. Und so machte sich 1999 aus dem fernen Montenegro ein 16-jähriges Talent auf, um an der Themse sein Spiel zu perfektio­ nieren. Ging für Miloš Karadaglić damit der erste Traum in Erfül­ lung, folgte 2005 der absolute Ritterschlag. Nach ersten Wett­ bewerbspreisen bekam er aus

den Händen seines Vorbilds den Julian-Bream-Preis verliehen. „Das war so eine unglaubliche Ehre“, erinnert sich Karadaglić an diesen Moment. „Zumal ich von Breams Schallplatten unge­ mein viel gelernt habe.“ Überhaupt hatte sich Miloš Karadaglić schon immer nur an den Besten orientiert. Als er mit gerade mal acht Jahren zu Hau­ se eine Aufnahme des spa­ nischen Gitarrenkönigs Andrés Segovia hörte, war seine Liebe sofort entbrannt. Später wurden der Australier John Williams und eben Bream zu seinen Fixster­ nen. Und wie sie schafft es mitt­ lerweile auch Karadaglić, selbst die ganz großen Konzertsäle bis auf den letzten Platz zu füllen. So trat er bereits 2006 in der Londoner Wigmore-Hall auf.

Bevor er demnächst etwa zu einem Gastspiel im Pariser Théâtre des Champs-Elysées aufbrechen wird, ist er jetzt zu­ nächst musikalisch noch mal zu seinen Wurzeln zurückgereist. Mit seiner Debüt-CD, die eine Liebeserklärung an die musika­ lische Tradition und Vielfalt des Mittelmeerraums ist. Vom west­ lichen Zipfel, von der Iberischen Halbinsel startet er mit virtuosen Piècen der Spanier Granados, Albéniz und Tárrega. Von der griechischen Legende Mikis Theodorakis hat Karadaglić zwei empfindsame Abschiedsgesän­ ge gewählt. Und mit der 1985

vom Italiener Carlo Domeniconi komponierten Suite „Koyunba­ ba“ ist er endgültig angekom­ men – in der magischen Klang­ welt seiner an der Adriaküste gelegenen Heimat. „Es ist jedes Mal anders, wenn ich die Suite spiele, wie das Meer selbst, mal ruhig, mal sturm­b ewegt.“ Erstaunlich, was man für poe­ tische Naturgewalten auch da der Gitarre entlocken kann. Da­ bei ist sie, so Miloš Karadaglić schmunzelnd, doch nur ein „Holzkasten mit sechs Saiten“. Guido Fischer www.milos-musik.de

Mediterraneo Deutsche Grammophon CD + DVD 477 9693

Veröffentlichung: 15. Juli

Miloš Karadaglić, Gitarre English Chamber Orchestra Dirigent: Paul Watkins

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Foto: Mathias Bothor / DG

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Mozart satt Das neue Album des italienischen Bassbaritons Ildebrando d’Arcangelo ist ein wahres Mozart-Gelage, eingespielt von einem wahren Meister. Die Frage muss gestattet sein: Warum erst jetzt? Um sie post­ wendend selbst zu beantworten: Besser spät als nie! Der italie­ nische Bassbariton mit dem po­ etischsten Namen aller Opern­ sänger, Ildebrando d’Arcangelo, präsentiert sich erstmals in sei­ ner langen erfolgreichen Karriere mit einem komplett Wolfgang Amadeus Mozart gewidmeten Arienalbum. Und das aus gutem, ja schlichtweg auf der Hand lie­ gendem Grund. Mozart spielte und spielt nach wie vor im Auf­ tritts- und Aufnahmekalender von d’Arcangelo eine zentrale Rolle, ungeachtet der Tatsache, dass er mittlerweile auch Doni­ zettis Enrico VIII., ­Bizets Esca­ millo und Gounods Méphisto­ pheles singt. Aber ein Blick auf die musikalischen Verpflichtun­ gen des charmant-sympathi­ schen Sängers in den kommen­ den zwei Jahren un­t er­s treicht die Notwendigkeit eines All-Mo­ zart-Programms zum jetzigen Zeitpunkt mehr als deutlich: Im Mai, Juni und Dezember 2011 singt er „Don Giovanni“ in Wien, Baden-Baden und an der Mai­ länder Scala, „Le nozze di Figa­ ro“ im Februar, März sowie Mai 2012 in Covent Garden, Mailand und Baden-Baden, und den Guglielmo in „Così fan tutte“ nach Aufführungen an der Wie­

ner Staatsoper im Januar noch-­ mals im August 2011 in Los An­ geles. Und das alles ganz ohne Mozart-Jubiläum! Für Furore sorgte der junge d'Arcangelo 1994 als Le­po­rel­lo im Rahmen von John Eliot Gar­­ diners Maßstäbe setzendem Mozart-Kanon auf Deutsche Grammophon und Archiv Pro­ duktion. Noch im selben Jahr debütierte er als Masetto an der New Yorker Met, zwei Jahre später folgte sein Debüt bei den Salzburger Festspielen in der Ti­ tel­rolle von „Le nozze di Figaro“ (zehn Jahre später sang er die­ selbe Rolle noch einmal an der Seite von Anna Netrebkos Susanna in Claus Guths Da-PonteZyklus!), 2006 schließlich der Figaro an der Mailänder Scala: d’Arcangelo ist zweifellos der Mozart-Bassbariton unserer Zeit. Und seine Erfolge bei Publi­ kum und Presse bestätigen dies nachhal­t ig. „The Inde­pendent“ schrieb über sei­­nen Leporello: ­„Ildebrando d’Arcan­gelo ist als Lepo­rello der abso­ lute Wahn­s inn … – char­ mant, witzig, sexy”, „The In­ ternational Record Review“ fei­ erte seinen Salzburger „Figaro“ auf CD/DVD mit den Worten: ­„Ildebrando d’Arcan­gelos Figaro … ist superb … Er ist sexy und

nutzt seine wunderschöne Stim­ me für größtmöglichen drama­ tischen Effekt.” Und die „Süd­ deutsche Zeitung“ lobte seinen Don Giovanni: „Ildebrando d’Arcan­g elo zeigt ei­ nen virilen Don Giovan­n i, jung, dyna­misch und rücksichtslos, wie man ihn lan­g e nicht ge­ sehen und ge­ hört hat.“ Nun kann man sich also endlich an Mozart

satthören mit Ildebrando d’Arcan­ ­­gelo auf seinem neuen Album: Don Giovanni und Conte di Al­ maviva, Le­p orello und Figaro, Guglielmo so­wie verschiedene Konzertarien. So wird dieses Album zu einem veritablen Mozart-Sänger­fest mit Ilde­ brando d’Arcangelo und gleichzeitig das Album zum Auftrittskalender 2011/12. Hollywood würde titeln: „Besser geht’s nicht“. Andreas Kluge www.ildebrandodarcangelo.de

Foto: Uwe Arens / DG

Wolfgang Amadeus Mozart Mozart Deutsche Grammophon CD 477 9297 Ildebrando d’Arcangelo, Bassbariton Orchestra del Teatro Regio di Torino Dirigent: Gianandrea Noseda Veröffentlichung: 17. Juni

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Foto: Mathias Bothor / Decca

reingehört Ein gehobener Schatz

Intellekt und Schönklang Der Florestan ist nicht nur die zentrale Figur in Ludwig van ­Beet­hovens einziger Oper „Fidelio“, er ist auch seit seinem Rollendebüt 2002 beim Rheingau Musikfestival eine der zentralen Rollen im Repertoire von Jonas Kaufmann, wie er zuletzt im Dezember 2010 an der Bayerischen Staatsoper München in Calixto Beitos umstrittener Neuproduktion bewiesen hat. Als „innig und klangschön“ beschrieb dies „Die Welt“ – und „Der Tagesspiegel“ rühmte Kaufmann als „einen großen, intelligenten Tenor, auch am Ende in den Höhen der fast unsingbaren Auftrittsarie“. Insofern also das perfekte Repertoire für Kaufmanns erste Operngesamtaufnahme auf seinem Exklusivlabel Decca. Wie gefragt Jonas Kaufmann gerade in dieser Rolle ist, beweist die Tatsache, dass Dirigentenlegende Claudio Abbado den Münchener für seine konzertanten Aufführungen beim Lucerne Festival 2010 auswählte, wo auch der nun vorliegende Livemitschnitt entstand. An der Seite Kaufmanns stand mit Nina Stemme eine der besten hochdramatischen Sopranistinnen unserer Zeit und das Lucerne Festival Orchestra ist seit seiner Gründung ohnehin ein Garant für außerordentliche musikalische Leistungen. Summa summarum: eine Sternstunde der Oper, eingefangen für die Ewigkeit. • AK

Foto: Siegfried Lauterwasser / DG

Sternstunden:

J on as Kau f man n

Die Ankündigung, Dirigent Josef Krips würde Mahlers „Das Lied von der Erde“ bei den Wiener Festwochen 1964 mit Tenor und Bariton besetzen, war seinerzeit eine kleine Sensation, war es doch die allgemein akzeptierte Vorgehensweise, für die Solopartien eine Frauen- und eine Männerstimme einzusetzen. Als bekannt wurde, dass die beiden Sänger Fritz Wunderlich und Dietrich Fischer-Dieskau sein würden, wuchs die Antizipation noch­­mals beträchtlich. Die Aufführung am 14. Juni 1964 im ausverkauften Wiener Musikverein geriet zum Triumph, Aussagen wie „Schöner kann’s nicht mehr gesungen, gespielt, dirigiert werden“ oder „Der Trunk des Abschieds berauschte“ stehen stellvertretend für die tags darauf verteilten Lobeshymnen der Kritiker. Seitdem hat es einige erfolglose Anläufe gegeben, den Mitschnitt dieses Ereignisses in angemessener Qualität herauszubringen. Jetzt ist ein nie zuvor veröffentlichtes Masterband aus dem Privatbesitz der Familie Krips aufgetaucht, das unter immensen Mühen auf den klanglich bestmöglichen Stand gebracht werden konnte. Es hat sich gelohnt: Die künstlerische Qualität des hier erlebbaren Mahler-Gesangs dürfte im Mahler-Jahr 2011 schwerlich über­troffen werden. • HR www.wunderlich-fritz.de

www.jonaskaufmann.net

Ludwig van Beethoven Fidelio Decca CD 478 2551

Giacomo Puccini Tosca Decca DVD 074 3420

32 www.KlassikAkzente.de

Nina Stemme, Sopran Jonas Kaufmann, Tenor Falk Struckmann, Bassbariton • Arnold Schoenberg Chor • Lucerne Festival Orchestra Dirigent: Claudio Abbado

Wiedergefunden:

Fritz W u nd e r l ich

Veröffentlichung: 15. Juli

Emily Magee, Sopran Jonas Kaufmann, Tenor Thomas Hampson, Bari­ton Chor und Orchester des Opernhauses Zürich Dirigent: Paolo Carignani Inszenierung: Robert Carsen

Gustav Mahler Das Lied von der Erde Deutsche Grammophon CD 477 8988

Fritz Wunderlich, Tenor Dietrich FischerDieskau, Bariton Wiener Symphoniker Dirigent: Josef Krips


Jörg Widmann Elegie ECM New Series CD 476 3309

Jörg Widmann, Klarinette Heinz Holliger, Klavier Deutsche Radio Philharmonie Dirigent: Christoph Poppen

Wenn die Worte fehlen Instrumentalmusik aus dem Geist der Kantilene, der vokalen Geste oder den Worten, die buchstäblich fehlen, weil ihr spiritueller Gehalt nicht mehr existiert, auf rätselhafte Weise verloren ging oder geopfert wurde: Dieses überwältigende Gefühl stellt sich ein beim Hören der Messe für großes Orchester von Jörg Widmann. Kein Gesang ertönt, und doch meint man in diesem machtvoll anhebenden, wortlosen, keineswegs sprachlosen Werk die ganze emotionale Kraft des liturgischen Textes herauszuhören. Es gelingt Widmann, weil er offenbar die Artikulation des Orchesters, später auch die Phrasierung einzelner Instrumente aus einer notierten Sprache entwickelte, die er nicht in die Partitur einschrieb. Wenige Werke demonstrieren auf solch beeindruckende Weise, dass Musik eine Sprache ist, die allgemein verstanden werden kann. Fünf Bruchstücke für Klarinette und Klavier, bei denen Heinz Holliger am Klavier zu hören ist, und die expressive Rhetorik der Elegie für Klarinette und Orchester ergänzen die Einspielung. • WS www.ecm-sounds.de

Anna Buffa Auch seit ihrer Mimi und ihrer Violetta weiß man: Keiner kann so dramatisch und mitreißend zugleich in solche tragischen Rollen schlüpfen wie Anna Netrebko. Zwischendurch genießt es die Sopranistin aber durchaus, Partien zu singen, in denen sie mal nicht sterben muss. Die Gelegenheit dazu bekam sie 2006 an der

Gaetano Donizetti Don Pasquale Deutsche Grammophon 2 DVDs 073 4635 BD 073 4645

Anna Netrebko, Sopran John Del Carlo, Bassbariton Metropolitan Opera Orchestra Dirigent: James Levine Inszenierung: Otto Schenk

François Couturier ˇ Tarkovsky Quartet ECM CD 274 2526

Passion für Tarkowsky Mit dem Werk des lange in seiner Heimat verfemten russischen Filmemachers Andrej Tarkowsky hat sich der französische Pianist François Couturier schon mehrfach beschäftigt. Fasziniert hat ihn vor allem die „hypnotische Langsamkeit, durchdrungen von Spiritualität“ in dessen Werk. Musik findet man allerdings sehr wenig in Tarkowskys Filmen. Vielleicht hat François Couturier deshalb mit seinem Quartett, Anja Lechner, Jean-Louis Matinier und ­JeanMarc Larché, die Musik gewissermaßen extern nachgeliefert – als eine Hommage an die Gefühlswelt des großen russischen Filmemachers. Auch die neueste Aufnahme „Tarkovsky Quartet“ ist ein klanglich hoch konzentriertes, imaginatives Nachwirken der Eindrücke, die diese Bildwelt bei Couturier hinterlassen hat. Mit „Nostalghia – Song for Tarkovsky“ und „Un jour si blanc“ bildet „Tarkovsky Quartet“ den letzten Teil einer magischen Trilogie, die der Sohn des Regisseurs, Andrej A. Tarkowsky, als eine „musikalische Beschwörung der mysteriösen inneren Welt von Tarkowskys Kino“ charakterisiert hat. • WS www.ecm-sounds.de Mit dem Tarkovsky Quartet:

Fran Çois Co u t urie r (2. v. l.)

Foto: Paolo Soriani / ECM

Foto: Schott Promotion Christopher Peter / ECM

Musik als Sprache:

Jörg Widma nn

François Couturier, Klavier Anja Lechner, Violoncello Jean-Louis Matinier, Akkordeon Jean-Marc Larché, Sopransaxophon

New Yorker Met. In Otto Schenks legendärer Inszenierung von Donizettis Buffo-Oper „Don Pasquale“ gab Netrebko die pfiffige Witwe Norina, die den lüsternen Greis Pasquale heftig an der Nase rumführt. Als der Sensationserfolg dann 2010 wieder auf den Spielplan genommen wurde, war daher sofort klar, dass Netrebko auch das Publikum wieder um den Finger wickeln muss. Mit all ihren prickelnden, kecken und brillanten Belcanto-Reizen. Doch nicht nur die New Yorker waren hin und weg. Der live in europäische Kinos übertragene Abend löste auch in Wien und bei Otto Schenk Glückshormone aus. Spätestens, als sich in der Pause Anna Netrebko bei ihm mit Kusshänden für die „wundervolle Arbeit“ bedankte. • GF www.anna-netrebko.info

Veröffentlichung: 20. Mai

www.KlassikAkzente.de 33


Bestsellerliste

Vorschau Die nächsten KlassikAkzente erscheinen Ende August mit folgenden Themen:

D a s B r a n c h e n m a g az i n

1_Classic Romance Deag Music CD David Garrett, Violine 2_Neujahrskonzert 2011 Decca 2 CDs 478 2601 Wiener Philharmoniker Dirigent: Franz Welser-Möst 3_Richard Strauss Poesie Virgin Classics CD 5099962866408 Diana Damrau, Sopran Münchner Philharmoniker • Dirigent: Christian Thielemann

5_Paradisum – Die Top 10 des Himmels II Edel CD 4029759057161 Marshall & Alexander 6_Sospiri Decca CD 478 2558 Prestige Edition 2 CDs 478 2249 Cecilia Bartoli, Mezzosopran

35 Jahre auf der Bühne

7_Anna – The Best of Anna Netrebko Deutsche Grammophon CD 480 3103 Anna Netrebko, Sopran • Staatskapelle Dresden • Wiener Philharmoniker u.a. • Dirigenten: Abbado • Noseda • Weigle u.a.

8_Live in Vienna Sony Classical 2 CDs + DVD 88697719002 Lang Lang, Klavier

Pierre-Laurent Aimard: Auch der französische Anwalt der pianistischen Moderne kommt nicht an dem Klavier-Titanen des 19. Jahrhunderts in dessen Jubiläumsjahr vorbei. Aber Aimard wäre nicht Aimard, wenn er nicht Liszt kunstvoll und gekonnt mit der Moderne in Verbindung brächte.

10_Officium Novum ECM New Series CD 476 3855 Jan Garbarek The Hilliard Ensemble 11 Simone Kermes Colori d’amore Sony Classical • 12 Andreas Scholl O Solitude Decca 13 Claudio Abbado Johann Sebastian Bach: Brandenburgische Konzerte 1–6 Deutsche Grammophon • 14 Christina Pluhar Marienvesper Virgin Classics • 15 Alexandre Tharaud Domenico Scarlatti: Sonatas Virgin Classics • 16 Nils Mönkemeyer Folia Sony Classical 17 Vladimir Horowitz Das legendäre Berliner Konzert 18. Mai 1986 Sony Classical 18 A. Kirchschlager, A. Dasch, C. Gerhaher Wenn ich ein Vöglein wär – Deutsche Volkslieder Sony Classical • 19 Hilary Hahn Higdon &Tschaikowsky: Violinkonzerte Deutsche Grammophon 20 Cecilia Bartoli Sacrificium Decca

Impressum KlassikAkzente wird herausgegeben von UNIVERSAL MUSIC Classics & Jazz • Stralauer Allee 1 • 10245 Berlin Telefon: 030/520 07 01 • E-Mail: info@klassikakzente.de • www.klassikakzente.de •

Schwarzenbergplatz 2

A-1010 Wien

Telefon +43/1/811 21-319

Leitung: Christian Kellersmann • Chefredaktion: Andreas Kluge (Universal Music) • Konzept, Gestaltung: G9 Design GmbH, Hamburg, E-Mail: info@G9.com • Ständige Mitarbeiter: Stephan Steigleder (OnlineRedaktion), E-Mail: webteam@klassikakzente.de • Mitarbeiter dieser Ausgabe: Alexander Busche • Guido Fischer (GF) • Christa Hasselhorst • Jürgen Kesting • Andreas Kluge (AK) • Jürgen Otten • Harald Reiter (HR) Wolfgang Sandner (WS) • Litho: TRIDIX.de, Berlin • Druck: Mohn media, Gütersloh Anzeigen: Runze & Casper Werbeagentur GmbH • Linienstr. 214 verlagsservice@runze-casper.de • www.runze-casper.de

10119 Berlin

Spanisches aus Frankreich Patricia Petibon: Die französische Sopranistin kommt uns im Herbst zunächst auf CD ganz spanisch von Zarzuela bis Volkslied und einem eigens für sie komponierten Liederzyklus von ­Nicolas Bacri, bevor sie auf DVD in eine der skandalträchtigsten Opernrollen des 20. Jahrhunderts schlüpft – in Alban Bergs männermordende Lulu.

Gipfel in der Waldbühne Anna Netrebko, Jonas Kaufmann und Erwin Schrott: Der Klassik-Gipfel 2011 aus der Berliner Waldbühne auf DVD – das Sommerkonzert des Jahres!

Fax 030/280 18-400

Ihre Adresse hat sich geändert? Dann schicken Sie bitte eine Postkarte mit alter und neuer Adresse und unter der Angabe Ihrer Kundennummer (die Sie im Anschreiben über Ihrem Namen finden) an: Klassik­Akzente • A.-Nr. 5284 • Postfach 90 06 41 • 06058 Halle

34 www.KlassikAkzente.de

Anne-Sophie Mutter: Diesen Sommer feiert Anne-Sophie Mutter ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum. Als das Label, welches ihre unvergleichliche Karriere von Anfang an be­ glei­tet hat, ehrt die Deutsche Grammophon die Ausnahmegeigerin mit einer limitierten Deluxe-Jubiläums-Edition auf 40 CDs in Originalcovers inklusive zweier Bonus-CDs und eines 250-seitigen Booklets!

Verbindung zur Moderne

9_Gustav Mahler Symphonie Nr. 2 EMI Classics CD 6473632 Berliner Philharmoniker • Dirigent: Sir Simon Rattle

Österreich: Universal Music GmbH

Anne-Sophie Mutter

Foto: Anja Frers / DG

4_The Italian Tenor Sony Classical CD 4699488 Vittorio Grigolo, Tenor • Coro e Orchestra del Teatro Regio di Parma Dirigent: Pier Giorgio Morandi

Den klassischen Fragebogen beantwortet Daniel Barenboim.


MOZART · VIVALDI

MEISTERWERKE Limitierte Edition

Gardiner dirigiert Mozart. Seine kompletten Opernaufnahmen auf Archiv Produktion

Vivaldi Masterworks. Die kompletten Konzerte, Sonaten und Vokalwerke

W.A. Mozart Idomeneo · Die Entführung aus dem Serail · Le nozze di Figaro · Don Giovanni · Così fan tutte · La clemenza di Tito · Die Zauberflöte

Antonio Vivaldi Sämtliche Konzerte und Sonaten op. 1-12 · Kantaten u.v.a.

Dirigent: Sir John Eliot Gardiner 18 CD · 477 9595 Erhältlich ab 22.07.2011

The Academy of Ancient Music · New London Consort Australian Brandenburg Orchestra · I Musici Dirigenten: Christopher Hogwood · Philip Pickett 28 CD · 478 2747

www.klassikakzente.de


Franz Liszt: Superstar und Kult-Ikone des 19. Jahrhunderts! Seine schönsten Werke mit den größten Klassikstars von heute. Liebestraum. Ungarische Rhapsodie Nr. 2. Mephisto-Walzer. La Campanella u.v.m. Martha Argerich. Daniel Barenboim. Lang Lang. Alice Sara Ott u.a. DG 2 CD 480 5049

www.franz-liszt-2011.com

KlassikAkzente 02/2011  

KlassikAkzente 02/2011 Printausgabe

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