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www.klassenfahrten-magazin.de 1

2015

Zeitschrift für Lehrer zum Thema Klassenfahrten und Projekttage

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Informative redaktionelle Beiträge über:

Der Politik auf der Spur Foto:

Zusätzlich: umfangreicher Service, u.a. eine bundesweite Anbieterübersicht, auf www.klassenfahrten-magazin.de

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Verlagssonderbeilage „Klassenfahrten und Projekttage in Thüringen“

Zu Besuch beim Bundesrat

Verlag K. Mickel GbR 13. Jahrgang Heft 51 erscheint 4-mal pro Jahr im Abonnement, Bezugspreis Einzelheft 2,50 €, Abo 8,00 €, Ausland: 8,00 € zzgl. Versandkosten ISSN 1611-4124

Versicherung und Haftung

Was es bei Schulfahrten und Projekttagen zu beachten gibt Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015


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Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015


Vorwort

Liebe Lehrerinnen, liebe Lehrer, neben Städtereisen und Bildungsfahrten werden häufig auch Aktivklassenfahrten mit erlebnispädagogischem Konzept durchgeführt. Und zu den Mitteln der Erlebnispädagogik zählen unter anderem (Extrem-) Sportarten, wie beispielsweise Klettern, Segeln oder Bergwandern. Solche mitunter unbekannten und herausfordernden Aktionen bergen natürlich ein erhöhtes Gefahrenrisiko. Aber durch eine sorgfältige Planung und Durchführung sowie durch Beachtung aller sicherheitstechnischen Standards kann das Risiko auf ein Minimum reduziert werden. Inwieweit hier entsprechende Programmanbieter haften beziehungsweise worauf

diese achten sollten, um eine sichere Durchführung der Aktionen zu gewährleisten, darüber informieren wir Sie ab Seite 32 in dieser Ausgabe. Ergänzend zum Thema Haftung von Programmanbietern bei der Durchführung verschiedener Aktionen oder erlebnispädagogischer Maßnahmen, widmen wir uns auch der Frage, wer bei Schulfahrten haftet. Ab Seite 30 finden Sie einen Beitrag der gesetzlichen Unfallversicherung. Diese übernimmt die Kosten für die Rehabilitation von Schülern auch nach Unfällen bei Ausflügen und Schulfahrten. Wie aber sieht es mit der Haftung für Schäden aus, die Jugendliche oder Aufsichtsführende bei solchen Fahrten anrichten?

haus international München

Über den Unfallschutz und die medizinische Versorgung bei Klassenfahrten ins Ausland gibt es ab Seite 28 einen weiteren Beitrag der Unfallversicherung. Darin geht es darum, welche vorbeugenden Maßnahmen bei Auslands-Klassenfahrten vor Reiseantritt und auch im Ausland zu treffen sind, um eine ordnungsgemäße ärztliche Betreuung Unfallverletzter zu gewährleisten. Außer den Themen Haftung und Versicherung haben wir auch Unterkünfte in verschiedenen Regionen Deutschlands vorgestellt, berichten über einen Lernort der Industriekultur, über die Neueröffnung eines Museums in Berlin, einen Reiseveranstalter …

Ausgabe wieder wertvolle Tipps für Ihre nächste Klassenfahrt geben können. Für den immer näher rückenden Jahreswechsel wünschen wir Ihnen schon einmal alles Gute und hoffen, dass es für Sie ein erfolgreiches Jahr war und das nächste noch besser wird. Bis zur nächsten Ausgabe im Februar 2016 verbleibe ich mit den besten Wünschen Ihre

Es würde uns sehr freuen, wenn wir Ihnen mit dieser

Katrin Mickel

Mehr als ein Jugendgästehaus / Hostel Das haus international in München ist ein Zentrum für Schüler- und Studienaufenthalte und eine lebendige, zentral gelegene Stätte der Begegnung aller Kulturkreise und Nationen. Wenn Sie als Gruppe, Schulklasse, Familie oder junggebliebene Erwachsene einen oder mehrere Tage das vielfältige Freizeit- und Kulturangebot Münchens erleben wollen, dann sind Sie bei uns genau richtig. Unsere hauseigene Touristik Abteilung bietet Ihnen Vorschläge und Buchungen von interessanten Angeboten, Touren und Rahmenprogrammen rund um die Sehenswürdigkeiten in und um München. • 180 Zimmer mit insgesamt 630 Betten • eigenes Restaurant mit Veranda und Biergarten, wahlweise auch mit HP/VP/LP • Aufenthaltsraum, Bar und Disco “Discovery“ tägl. von 21 - 1 Uhr geöffnet • Internet und gratis WLAN, Billard, Kicker, Flipper, Video-Games, TV Räume, Tischtennisraum • Eigener Fahrradverleih • Konferenzraum für bis zu 175 Personen mit allen technischen Equipment • Bus/Tram Station direkt vor der Haustür, nächste U-Bahn Station in 5min erreichbar • Sicherheitsdienst nachts im Haus • Busparkplätze in der Nähe • Komfortable Unterbringung von Lehrern und Betreuern in neu renovierten, ruhigen Einzel- und Doppelzimmern mit DU/WC und TV • Übernachtungen ab 20 € pro Person inkl. reichhaltigen Frühstücksbuffet • Freiplatz ab 20 Personen • Bitte fragen Sie uns nach speziellen, saisonabhängigen Angeboten und Rabatten! • Gerne erstellen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot für Ihre Reise nach München!

haus international, Elisabethstraße 87, 80797 München, Tel.: 089 12006-0, Fax 089 12006-630, info@haus-international.de, www.haus-international.de

Internationaler Bund - IB - Freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e.V. Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

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Inhaltsverzeichnis Heft 4/15

Inhaltsverzeichnis

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Unterkunft und Freizeitspaß aus einer Hand Hostel Erlebnisberg Kappe und Freizeitanlage Erlebnisberg Kappe in Winterberg (NRW) gehören zusammen

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Herberge im alternativen Stadtteil Dresdens Das Hostel Louise20 ist Teil des Szene- und Kulturviertels von Dresden

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„Vorbildlich“ Ein humorvoller Beitrag von Gabriele Frydrych über eine Klassenfahrt an die türkische Riviera

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Städtereisen, Sport- und Erlebnisreisen … Seit 25 Jahren organisiert EVR Reisen deutschland- und europaweit Klassenfahrten

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Reise ins Zeitalter der Industrialisierung Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte (Saarland) – weltweit das einzige Eisenwerk aus der Blütezeit der Eisen- und Stahlindustrie, das vollständig erhalten ist – verbindet Industrie und Kultur auf einer Gesamtfläche von über 600.000 Quadratmetern

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Auslandsreisen – Wer ist wie versichert? Unfallschutz und medizinische Versorgung bei Klassenfahrt ins Ausland – die Unfallkasse Hessen informiert, ein Beitrag von Gerhard Fiedler

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„Altes“ Haus mit neuem Konzept Aus dem ehemaligen Gästehaus Hintersee in Ramsau bei Berchtesgaden (Bayern) wurde 2014 das Alpen Experience CVJM Aktivzentrum Hintersee

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Wer haftet bei Schulfahrten? Ein Beitrag von Ludger Lohmer, Unfallkasse Rheinland-Pfalz, Abteilung Recht und Kommunikation

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Haftung von Trainern und Erlebnispädagogen Pflichten und Rechte der Programmanbieter im Indoor- und Outdoorbereich

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Verlagssonderwerbeteil Klassenfahrten und Projekttage in Thüringen 2016

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Inserentenverzeichnis, Impressum

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Die geheime Welt der Spionage Im Herzen Berlins eröffnete am 19. September 2015 das „Spy Museum Berlin“

Titelbild

Foto: © ARochau / Fotolia.com

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Unterkunft vorgestellt

Unterkunft und Freizeitspaß aus einer Hand Hostel Erlebnisberg Kappe und Freizeitanlage Erlebnisberg Kappe in Winterberg (NRW) gehören zusammen

Fotos: Hostel Erlebnisberg Kappe (7)

Schon vor über einhundert Jahren gingen hier Gäste ein und aus. Das heutige Hostel war zu Beginn des letzten Jahrhunderts ein Hotel, das erste Haus am Platze, mit Chauffeur-Service von und zum Bahnhof in Winterberg. Dabei muss man bedenken, dass es zu der damaligen Zeit nur eine Handvoll Autos in Winterberg gab. Heute verbringen hier Schulklassen ihre Klassenfahrt. Die Rede ist vom Hostel Erlebnisberg Kappe in Winterberg, einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen, welche zum Hochsauerlandkreis gehört – eine beliebte Ausflugs- und Ferienregion.

Der Name des Hostels ist gleichzeitig Programm. Denn das Hostel und die Freizeitanlage mit dem Namen Erlebnisberg Kappe gehören zusammen. Die Freizeitanlage mit diversen Outdoorangeboten befindet sich auf dem Berg Kappe, einem 776 Meter hohen Berg im Rothaargebirge. So können Gäste des Hostels, wie zum Beispiel Schulklassen, praktisch Komplettprogramme inklusive Freizeitgestaltung aus einer Hand nutzen.

und seit den 1960er Jahren diente es als Schullandheim der Stadt Bochum. „Aus dem Ruhrgebiet wurden damals die Kinder nach Winterberg ‚verschickt‘, um die frische Sauerländer Mittelgebirgsluft zu atmen“, erklärt Annette Figgen, die Leiterin des Hostels. Vor ihrer Zeit im Hostel hat sie langjährige Erfahrungen in der Hotellerie und im Jugendherbergsbereich sammeln können und weiß daher, worauf es Schulklassen und Lehrern ankommt.

Nach der „Hotellaufbahn“ des Hauses, wurde dieses im und nach dem Zweiten Weltkrieg als Versehrtenlazarett genutzt

In der heutigen Form gibt es das Hostel Erlebnisberg Kappe seit 2012. Die Familie Brinkmann, die auch den Erlebnisberg Kappe

Sommerrodelbahn Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

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Unterkunft vorgestellt

Hängebrücke auf der Panorama Erlebnisbrücke

als Familienbetrieb führt, hat das ehemalige Schullandheim von der Stadt Bochum übernommen und führt es seitdem als Hostel weiter. Zu den Gästen gehören Gruppen aller Art, hauptsächlich aber Schulklassen. Diese kommen aus ganz Deutschland, mehrheitlich jedoch aus dem Umkreis bis 300 Kilometern – aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen. Aber auch ausländische Schulen, beispielsweise aus den Niederlanden und Dänemark, sind mehr und mehr im Hostel zu Gast.

„Unter der Woche ist unser Haus ganz in Schulklassenhand“, sagt die Hausleiterin. „Die Räumlichkeiten, die Verpflegung und die Freizeitmöglichkeiten sind ganz auf Schüler und Jugendliche von 8 bis 18 Jahren abgestimmt. Und für die Lehrer und Betreuer gibt es ein separates ‚Lehrerzimmer‘ mit Sitzmöbeln und TV-Gerät.“ An den Wochenenden sind auch viele Individualgäste zu Gast, die die günstige Lage zu den Freizeitmöglichkeiten schätzen. Das Hostel bietet als Gruppenhaus Platz für 150 Gäste, denen 50 Doppel- und Mehr-

bettzimmer zur Verfügung stehen, entweder mit Dusche und WC oder Etagendusche und -WC. „In den letzten drei Jahren wurde das Haus grundlegend renoviert und modernisiert. Die Gästezimmer wurden auf Vordermann gebracht und die öffentlichen Bereiche wie Rezeption, Gruppenräume und Treppenhäuser erstrahlen bereits weitestgehend in neuem Glanz“, gibt Annette Figgen Auskunft. Besonders stolz ist das Hostel-Team auf die nagelneuen Duschräume und WCs auf den Etagen. Es gibt auf jedem Flur Duschräume, getrennt nach Geschlechtern und zusätzlich mit einzeln abschließbaren Kabinen. Weiterhin sind sechs großzügige Gruppenräume mit WLAN und Speisesäle sowie ein Partykeller und ein großer Tischtennisraum vorhanden.

Kontakt

Speisesaal

Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

Hostel Erlebnisberg Kappe Am Waltenberg 89 59955 Winterberg Telefon 02981 - 424 info@hostel-winterberg.de www.hostel-winterberg.de


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„Zwei Fußballkicker-Geräte werden vor allem von Schulklassen gern genutzt“, so die Hausleiterin. Für Schulklassen und Gruppen bietet das Hostel Vollverpflegung. Morgens, mittags und abends gibt es einfache, vollwertige Mahlzeiten in Buffetform. Gruppen, die mittags unterwegs sind, erhalten Lunchpakete. Außerdem wird eine All-Inclusive Getränkepauschale für den ganzen Tag angeboten. Verschiedene Freizeitmöglichkeiten können die Gäste direkt am und um das Haus nutzen. So gibt es beispielsweise einen geschützten Innenhof zum Spielen – Bälle und Spielgeräte stehen zur Ausleihe bereit, einen Bolzplatz, Lagerfeuerplatz, Basketballkorb, eine Slackline, Sommer-Curlingbahn, ein Segway-Parcours und eine Bogenschießanlage.

Erlebnisbrücke mit 5 SpaßElementen und anschließendem Naturerlebnispfad; einen Kletterwald mit 6 Parcours und 60 Stationen bis in 11 Meter Höhe; eine 700 Meter lange Sommerrodelbahn und Deutschlands größten Mountainbikepark. Geführte Besichtigungen der Winterberger Bobbahn organisiert das Hostel. Darüber hinaus werden geführte Wanderungen über den Rothaarsteig, geführte SegwayTouren und Bogenschießen angeboten. Eine Indoor-Kartbahn ist ebenfalls vorhanden. Und in nur 20 Minuten zu Fuß erreicht man vom Hostel aus das Stadtzentrum von Winterberg, mit einem neuen Hallenbad und zahlreichen Geschäften.

Im Winter steht Schulklassen ein hauseigner Ski- und Rodelverleih zur Verfügung. „Das Skiliftkarussell Winterberg ist das größte zusammenhängende Skigebiet nördlich der Alpen, mit über 20 Kilometer Pisten“, erzählt Annette Figgen.

Schulklassen können im Sommer wie im Winter die Komplettangebote des Hostels nutzen, welche Erlebnispädagogik und Aktionen in der Natur verbinden. Annette Figgen: „Das Angebot aus einer Hand ermöglicht entsprechende Flexibilität bei der Planung einer Klassenfahrt. Unsere speziellen Pauschalpakete für Schulklassen beinhalten auf Wunsch Anreise, Unterkunft, Verpflegung, und Programm.“

Zahlreiche Outdoor-Aktivitäten bietet der ca. 250 Meter entfernte Erlebnisberg Kappe: eine 435 Meter lange Panorama

Verschiedene Informationen zum Hostel und den Gruppenprogrammen sind auf den Internetseiten des Hauses zu finden.

Compu ter Museum , & Sport

Auf den Spuren von Heinz Nixdorf Eine Initiative der Heinz Nixdorf Stiftung für das Schuljahr 2015/16

Schulklassen aufgepasst: Im Schuljahr 2015/16 können Klassen eine spannende Museumsführung durch das größte Computermuseum der Welt mit dem Schwerpunkt »Heinz Nixdorf« in Kombination mit einem Sportangebot erleben. Und das Beste: Es gibt einen Kostenzuschuss in Höhe von 2/3 der entstehenden Reise- und Programmkosten bis max. 500 Euro. Aus folgenden Sportangeboten können Sie wählen: Sportlich aktives Teambuilding, Squash, Leichtathletik und Baseball. Buchen Sie jetzt unter 05251-306-665 oder unter service@hnf.de

Panorama Erlebnisbrücke

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„Erlebnisbericht“ einer Lehrerin

„Vorbildlich“

Ein humorvoller Beitrag von Gabriele Frydrych über eine Klassenfahrt an die türkische Riviera

Die Autorin: Gabriele Frydrych, in Jena geboren und seit ihrem vierten Lebensjahr in Berlin lebend, studierte Slawistik, Germanistik und Publizistik, absolvierte anschließend ihr Referendariat an einem pfälzischen Landgymnasium und arbeitete dann an Berliner Gesamt- und Realschulen. Die Eindrücke, die sie in den verschiedenen Schulen, Klassen und Kollegien gewann, hält sie seit etlichen Jahren in ironischen Texten fest, die zum einen in diversen Zeitungen und Zeitschriften erschienen und zum anderen in Form von zwei Büchern im Handel erhältlich sind. Die Eltern meiner Schüler haben es endlich begriffen und wünschen mir vor der Klassenfahrt in die Türkei keinen „schönen Urlaub“ und keine „gute Erholung“ mehr, sondern eine konfliktfreie Zeit und sonniges Wetter. Zumindest die drei Eltern, die uns am Flughafen überhaupt begrüßen. Die anderen zehn Eltern, die erschienen sind, kennen uns Lehrer nicht (mehr) und bleiben mit ihren Kindern in gebührendem Abstand stehen. Sie begrüßen uns auch nicht, als wir nach zehn Tagen morgens um 6.00 Uhr zurückkommen. Immerhin haben ihre Kinder in den letzten vier Schuljahren bei mir gelernt, situationsabhängig „guten Tag“, „bitte“ und „danke“ zu sagen. Das lässt doch hoffen! Am Flugschalter bitten wir darum, als Gruppe geschlossen abgefertigt zu werden. Das bringt einige Wartende zum Giften. Wahrscheinlich haben sie Angst, keinen Sitzplatz zu bekommen. Mein Kollege bietet ihnen freundlich an, sich zwischen unsere Schüler

zu setzen. Das wollen sie aber auch nicht. Die meisten Passagiere sehen todunglücklich aus, als wir im Flugzeug ganz nach hinten durchgehen. Genau wie die Hotelgäste, die uns gebannt beobachten, als wir in Alanya aus dem Bus steigen. Eine Schulklasse, oje. Lauter Halbstarke. Das verspricht Lärm bis zum frühen Morgen, Partys, Alkoholexzesse, Streitereien, wenn nicht gar Schlägereien. Gleich in der ersten Nacht beschweren sich sensible Gäste über meine Jungs aus Zimmer 109. Relativ schnell merken sie, dass das nächtliche Gegröle von den Erwachsenen im Foyer kommt, die sich tapfer dem alkoholischen „All-inclusive-Angebot“ stellen. Glücklicherweise schließt die Bar um 24 Uhr. Auch sind es nicht meine Schüler, die um vier Uhr morgens lautstark fernsehen, sondern die seltsame englische Lady und ihr bierbäuchiger Lover, die von früh bis spät lallend durchs Hotel geistern. Die beiden haben vermutlich kein einziges Mal das Meer gesehen. Meine Schüler versuchen freundlich, auf die stammelnde Lady einzugehen, bis ich ihnen sage, dass das Kommunikationsproblem nicht an ihren Englischkenntnissen liegt und sie Sturzbetrunkene getrost ignorieren dürfen. Gleich am ersten Abend schickt uns der Hotelmanager in einen entlegenen Speisesaal. Wahrscheinlich hat er Angst, dass wir anderen Gästen auf den Teller spucken. Allerdings ist das Buffet weit entfernt, und wenn meine Schüler dort ankommen, haben die Erwachsenen die leckersten Sachen bereits abgeräumt. Zum Beispiel stapelweise

Hühnchen und Schokoladentorte. Selbst, wenn die Teller dann halbvoll stehen bleiben. Hauptsache, kein anderer bekommt was ab! Salat und Gemüse sind gesund, tröste ich die lieben Kleinen, die enttäuscht in den übrigen Schüsseln rumstochern. Die Akustik im Hotel ist vorzüglich. Man hört die Zimmernachbarn gurgeln und schnarchen, und eines Morgens werde ich von lauten Juchzern geweckt. Ich eile besorgt zum Pool. Im strahlenden Sonnenschein schubsen sich meine Schüler ins Wasser und fabrizieren gruppenweise „Arschbomben“. Das ganze Hotel sieht dem spannenden Schauspiel zu. Niemand meckert! Ein Herr reiferen Alters ist richtig gerührt. Er wohnt in Deutschland zwischen lauter älteren Menschen und hat lange keine jungen mehr erlebt. Er beschreibt uns, wo der schönste Strand der Gegend liegt, und ahnt nicht, dass er meine armen Schüler zu einem Zwölf-Kilometer-Marsch verurteilt. (Sie sollen schließlich nachts müde sein und schlafen!) Wir haben leider keinen Raum für uns allein, und so wird unser pädagogisches Animationsprogramm immer interessiert verfolgt und mit entsprechender Lärmkulisse begleitet. Ich ärgere mich hinterher, dass wir nicht mit dem Klingelbeutel rumgegangen sind, wenn wir vorgelesen, gesungen oder getanzt haben. Ein wenig mehr Taschengeld wäre hilfreich gewesen! Aber so ist das halt, wenn nur ein Drittel der Erzeuger bei den Klassenfahrtsbesprechungen auftaucht, und dieses Drittel kategorisch

Jugendgästehaus der Stadt Schweinfurt

Sympathisch - Fränkisch - Schweinfurt Ganz gleich welcher Anlass Sie zu uns führt, es lohnt sich unsere schöne Stadt zu erkunden. Entdecken Sie Zeugnisse der alten Reichsstadt, wandeln Sie auf den Spuren der Industriepioniere und lassen Sie sich tragen vom Lebensgefühl des modernen Schweinfurt. Wir haben viele Angebote für Ihre Klassenfahrt z.B. Erlebnispädagogik und Kletterwald.

Am Unteren Marienbach 3 97421 Schweinfurt

Tel. 09721/675 295-0

www.jugendgaestehaus-schweinfurt .de Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015


„Erlebnisbericht“ einer Lehrerin

Foto: © Jurapix / fotolia.com

20 Euro Taschengeld beschließt. Dann können sich die restlichen Eltern und Schüler nicht hinterher beschweren. Ich habe mich übrigens sehr über das blinde Vertrauen dieser Eltern gefreut, die mir die gesamte Planung der Klassenfahrt überlassen haben und kein einziges Mal zu den Elternabenden erschienen sind. Bei unserer Rallye durch die Altstadt hätten einige Gäste sicher gern mitgemacht. Sie beobachten gespannt, was unsere Schüler anschleppen, vorführen und zeichnen. Das

Türkische Riviera

beste Unterhaltungsprogramm liefert Aylins Geburtstag. In meiner Multikulti-Klasse ist sofort Stimmung, als die Musik losgeht. Die Hotelangestellten tanzen bei den türkischen Reihentänzen temperamentvoll mit. Immer mehr Gäste kommen zum Zuschauen. Ich achte darauf, dass kein Fremder etwas von unserem Geburtstagskuchen abgreift! Dafür sollten wir erst 50 Euro zahlen, aber da wir sehr kostengünstige All-Inclusiv-Gäste sind (selten zum Mittagessen anwesend, keine alkoholischen Getränke), hat uns das Hotel die Riesentorte spendiert. Ein wenig muss-

ten wir Lehrer bei dieser Entscheidung allerdings helfen. Mittlerweile begrüßen mich viele Gäste morgens mit „Frau Lehrerin“ und wollen mir Anekdoten aus ihrer Schulzeit oder Betrachtungen zum Thema „Schule und Bildung“ anvertrauen. Leider habe ich nie Zeit, mich zum Beispiel dafür zu rechtfertigen, warum ich Lehrerin geworden bin. Etliche Gäste loben unsere Schüler, die immer so nett grüßen und so liebevoll die anwesenden Kleinkinder betreuen. Wie gesagt: Schade, dass ich für unseren Service kein Geld gesammelt habe. Die letzten Tage wird es im Hotel leerer, und der Manager hat unseren Unterhaltungswert erkannt. Wir dürften jetzt im Speisesaal mit den anderen Gästen dinieren. Der charmante Masseur würde einige unserer Mädchen gern kostenlos behandeln. Aber meine Schüler finden es mittlerweile im entfernten Asyl viel netter. Und wir Lehrer wollen nicht, dass unsere Schülerinnen massiert werden ... Als wir abfahren, winken uns alle Angestellten hinterher. Tja, wenn Engel reisen!

ab € 11 p. Pers./ Nacht

Geräumige und hohe Zimmer in zeitlosem Design eingerichtet.

zentral · modern · preiswert Smart Stay – klüger übernachten! Smart Stay Hostel Munich City Mozartstraße 4 80336 München Tel.: 089 /55 87 97-0 Fax: 089 /55 87 97-97 munichcity@smart-stay.de www.smart-stay.de

Die Lobby mit Billard, Internet und Bar.

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Lernort vorgestellt

Reise ins Zeitalter der Industrialisierung

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte (Saarland) – weltweit das einzige Eisenwerk aus der Blütezeit der Eisen- und Stahlindustrie, das vollständig erhalten ist – verbindet Industrie und Kultur auf einer Gesamtfläche von über 600.000 Quadratmetern

Foto: © Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Gerhard Kassner

Auf engstem Raum drängen sich Gasreinigungsanlagen, Winderhitzer und Hochöfen, Versorgungsstraßen und Rohrleitungen – ein für Laien undurchschaubares Labyrinth. Meilensteine der Hochtechnologie und technische Meisterleistungen vom Beginn des 20. Jahrhunderts sind hier auf einer Fläche von 600.000 Quadratmetern versammelt.

Feuertornado im ScienceCenter Ferrodrom® Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

Der inzwischen geschichtlich gewordene Prozess einer großtechnischen Roheisenerzeugung kann in der Hüttenanlage Völklinger Hütte, einem Industriedenkmal in Völklingen, in besonderer Vollständigkeit erfahren werden, denn dieses Eisenwerk ist weltweit das einzige aus der Blütezeit der Industrialisierung, das vollständig erhalten ist.

Foto: © Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Wolfgang Klauke

Die Stadt Völklingen liegt nahe bei Saarbrücken, direkt an der Saar, in einem der waldreichsten Gebiete des Saarlandes. Ihre Bedeutung erhielt die Stadt vor allem durch die hier im 19. Jahrhundert angesiedelte Schwerindustrie. Durch diese entwickelte sich der einstige Marktflecken zu einem der wichtigsten Industriezentren Deutschlands. Mit ihr verbinden sich Geschichte und Schicksal der Stadt. Seit der Stilllegung der Hochöfen 1986 sind die Völklinger bemüht, die Industrieanlagen als Kulturgut zu bewahren. In unmittelbarer Nähe der Innenstadt befindet sich die gigantische Hüttenanlage Völklinger Hütte. Im Jahre 1994 wurde diese – als weltweit einzig erhaltenes Eisenwerk aus der Blütezeit der Eisen- und Stahlindustrie und als Zeugnis der Industriekultur und der Technikgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts – von der UNESCO in den Rang des Weltkulturerbes erhoben. Es war das erste Industriedenkmal auf der Welt, das in die Liste des Weltkulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Heute steht das


Lernort vorgestellt

Aufstieg zur Gichtbühne

ehemalige Eisenwerk, als ungewöhnlichste Weltkulturerbestätte der UNESCO, gleichberechtigt neben den Weltkulturerben wie der Cheopspyramide in Ägypten, der großen Chinesischen Mauer, der Akropolis in Athen und dem Kölner Dom.

© Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Wolfgang Klauke

haltsame Aufstieg des Unternehmens. Über 17.000 Arbeiter verdienten hier zu Hochzeiten ihr Geld. Unter Leitung der Brüder Röchling entwickelte sich die Hütte zu einem der bedeutendsten Eisen- und Stahlwerke Europas, nach und nach wurde das Unternehmen erweitert. Die technischen Pionierleistungen, die man an diesem Ort in die Tat umsetzte, beeinflussten die Stahl- und Eisenproduktion weltweit. In den 1920er Jahren zählte das Werk zu den modernsten Hüttenwerken der Welt.

Gegründet wurde die Hüttenanlage im Jahre 1873 von dem Ingenieur Julius Buch. Aber erst mit dem Kauf, der wegen mangelnder Rentabilität bereits wieder geschlossenen Hütte durch die Industriellenfamilie Röchling im Jahre 1881, begann der unauf-

Heute ist das Gelände des Eisenwerkes ein Themen- und Erlebnispark mit riesigen Bauwerken. Über gut beschilderte Besucherwege, von insgesamt 7.000 Meter Länge, erschließt sich die für Fremde einst „verbotene Stadt“ den Gästen. Der Rundgang, welcher zwei bis drei Stunden dauert, ist aufgrund von Rampen und Aufzügen in weiten Teilen barrierefrei. Jährlich besuchen über 200.000 Menschen die Hütte. Besucherführer sind unter anderem ehemalige Hüttenarbeiter, die ein lebendiges Bild des harten Arbeitsalltags mit allen Extremsituationen vermitteln. Denn neben der technischen Seite der Roheisenproduktion wird bei den Führungen auch der „Mikrokosmos“ von Tausenden von Hüttenarbeitern angesprochen. Dabei berichten die Besucherführer von den Mühen der Arbeit in der Gluthitze am Abstich oder den Gefahren, denen die Arbeiter auf der Gichtbühne neben Wind und Wetter ausgesetzt waren. ––> S.12

WIR sind für IHRE KLASSE da!

Erlebnispädagogik in unserem Haus mit: www.deepwood.de Lernen SIE uns kennen: bei Buchung für 2016 10% Rabatt incl. VRR-Ticket alko h CVJM Bildungsstätte Bundeshöhe Tel: 0202 / 574226 Email: bildungsstaette@cvjm-westbund.de

o Getr lf reie ä im P nke ent h reis alte n

www.bildungsstaette-bundeshoehe.de Die Bildungsstätte Bundeshöhe des CVJM Westbundes liegt in landschaftlich schöner Umgebung auf den Südhöhen Wuppertals, direkt am Waldrand. Das Haus ist nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und bietet insgesamt 148 Betten in Einzel-, Doppel- und Dreibettzimmer, davon 44 Zimmer mit Du/WC. Für Ihre Klasse bieten wir eine Vielfalt an Möglichkeiten der Freizeitgestaltung: Besuch des Sportparks Lichtscheid , Undergroundgolf in 3D, Supagolfanlage, der grüne Zoo und diverse Museen z.B. Dick & Doof-Museum oder Museum der Frühindustriealisierung. Unsere neun Veranstaltungsräume bieten von 12 - 200 Personen Platz, des weiteren stehen den Gruppen eine Sporthalle und eine Doppelkegelbahn, Freizeitraum mit Billard, Air-Hockey, Kicker und TT-Platte zur Verfügung sowie nach Absprache die Nutzung der benachbarten Tennisanlage und Nordic-Walking.

Wir würden uns freuen SIE in unserem Haus begrüßen zu dürfen, denn wir sind für SIE da! Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

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Lernort vorgestellt

Die Ausstellung "Schädel – Ikone. Mythos. Kult.“

„Was den Besuch von Schulklassen betrifft, so werden diese aufgrund der großen Nachfrage gebeten, sich zwecks Terminkoordination mit dem Besucherservice in Verbindung zu setzen. Schulklassen mit gebuchter Führung werden vorrangig behandelt“, sagt Marjatta Borck, Leiterin des Besucherservices.

Kontakt und weitere Informationen Weltkulturerbe Völklinger Hütte 66302 Völklingen / Saarbrücken Telefon 06898 - 9 100 100 visit@voelklinger-huette.org www.voelklinger-huette.org Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

Ein Besuch der Hüttenanlage beginnt im Besucherzentrum – der Eingangshalle, welche sich in der ehemaligen Sinteranlage befindet. Hier erhalten Besucher Informationen zur UNESCO, zum UNESCO Welterbe, zur Geschichte des Völklinger Eisenwerkes und zur Geschichte der Sinteranlage. Mit der Einführung der Sintertechnik gelang es, Feinerze und Gichtstaub – Reststoffe des Hochofenprozesses – zu recyceln und für den Einsatz im Hochofen verwertbar zu machen. Die Völklinger Sinteranlage, 1928 erbaut, war die erste Großsinteranlage Deutschlands und mit einer Leistung von monatlich 55.000 Tonnen Sinter damals auch eine der leistungsfähigsten weltweit. Anschließend geht der Weg durch die

Sinterhalle zur Erzhalle, wo einst riesige Mengen von Erz lagerten. Heute wird sie für Ausstellungen genutzt. „Einen besonderen Akzent setzen wir auf die Pop-Kultur und die Pop-Art. Sie haben den Wert der Alltagskultur in das Bewusstsein breiter Bevölkerungsschichten gebracht. Ohne die elementare Veränderung unserer Kultur durch die Pop-Art, wäre die Völklinger Hütte nicht als Weltkulturerbe der UNESCO wahrgenommen worden“, erklärt Ausstellungsleiter Frank Krämer. Weiter führt der Weg durch die Möllerhalle mit ihren rostbraunen Staubwänden und begehbaren Silotaschen. Der raue Charme dieser Halle macht sie zu einem Ort für ungewöhnliche Kunstausstellungen.


Lernort vorgestellt

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Zu Gast bei Freunden... Die 250 Meter lange Reihe der insgesamt sechs gewaltigen Hochöfen bildet das Zentrum der Anlage. Etwa 1.100 Tonnen Roheisen produzierte ein einziger Hochofen in 24 Stunden. Am Hochofen 6 führen die Treppen hinab zur Abstichebene, wo das flüssige Roheisen abgeflossen ist. Durch die Kokerei, in welcher aus der Steinkohle der Koks für die Hochöfen erzeugt wurde, führt der Weg zurück zur Möllerhalle. Auf dem Rückweg bietet sich vom Kohlegleis aus ein imposanter Blick auf die Möllerhalle und die Hochofengruppe mit den Winderhitzern, und weiter geht es zu den Rohstoffsilos. Eine riesige Blechwand wehrte den Staub ab, der beim Abkippen des Erzes entstand. Zum Abschluss führt der Weg über den Gebläsesteg in die über 6.000 Quadratmeter große Gebläsehalle mit ihren dinosaurierhaften Maschinen. Die sechs Gebläsemaschinen, Kolosse aus Eisen und Stahl, haben den Wind erzeugt, der aufgeheizt in die Hochöfen eingeblasen wurde. In dieser Halle ist vom 25. Juli 2015 bis 3. April 2016 die Ausstellung „Schädel – Ikone. Mythos. Kult.“ zu sehen. Dabei geht es darum, wie Köpfe die Menschen durch die Jahrhunderte und in verschiedensten Regionen und Kulturen fasziniert haben und welchen Kult sie um den Schädel betrieben. Die Ausstellung umfasst 250 eindrucksvolle Schädel und Köpfe aus allen Kulturkreisen, von der Steinzeit und der Zeit des Alten Ägypten bis zur Gegenwart.

Foto: © Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Ir is Maria Maurer

Danach geht es vorbei an den Winderhitzern, über die Treppe zum Maschinenhaus des weltweit einzigartigen Erzschrägaufzugs, zur Gichtbühne. Die Gichtbühne in knapp 30 Meter Höhe, wo Koks und Erze in die Hochöfen gefüllt wurden, ist heute eine gigantische Aussichtsplattform und in ihrer gesamten Länge von 240 Metern begehbar. Von hier aus kann man noch 15 Meter höher auf die 2. Ebene, die Winderhitzer, klettern. In den Winderhitzern wurde der Wind, der in die Hochöfen eingeblasen wurde, auf 1.200 Grad erhitzt. Das sparte Brennstoff bei der Erzschmelze. Der zentrale Wasserturm aus dem Jahre 1918 gilt als einer der ersten Betonständerbauten des europäischen Kontinents.

Neben wechselnden Ausstellungen können ein ScienceCenter und ein Industrielandschaftsgarten besucht werden. Das ScienceCenter – eine Erlebniswelt zum Thema Eisen und Stahl – befindet sich ebenfalls in der 10.000 Quadratmeter großen Möllerhalle. An über 100 Experimentierund Mitmachstationen können die Besucher den Prozess der Eisengewinnung spielerisch nachvollziehen. Im Zentrum steht dabei das eigene Experimentieren. Als „Das Paradies“ wird ein Gelände zwischen der ehemaligen Kokerei und der Saar bezeichnet, welches mehr als 20 Jahre lang sich selbst überlassen wurde und heute der ‚wilde‘ Landschaftsgarten ist. Tiere und Pflanzen konnten sich hier frei entfalten. Der 33.000 Quadratmeter große Landschaftsgarten inszeniert die Symbiose von Industrie und Natur in zwölf Gartenräumen.

KONTAKTDATEN Jugendhäuser im Bistum Passau Oberhaus 5 94034 Passau Mail: hdj@bistum-passau.de www.jugendhaeuser-passau.de Tel: +49 (0)851 493 357-0 Fax: +49 (0)851 493 357-7

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Unterkunft vorgestellt

„Altes“ Haus mit neuem Konzept

Aus dem ehemaligen Gästehaus Hintersee in Ramsau bei Berchtesgaden (Bayern) wurde 2014 das Alpen Experience CVJM Aktivzentrum Hintersee

Fotos: CVJM Aktivzentrum Hintersee (5)

Zum CVJM-Gesamtverband, der seit über 50 Jahren Gruppen, Familien und Einzelpersonen die Möglichkeit bietet, in seinen Gästehäusern in einer christlich geprägten Atmosphäre zu tagen oder zu entspannen, gehören deutschlandweit fünf Gästehäuser. Eines davon ist das CVJM Gästehaus Hinter-

see, welches es bereits seit fast 35 Jahren gibt. Seit Anfang 2014 sind Heiko Schalling und seine Frau Birgit die neuen Hausleiter. Beide haben zuvor ca. 15 Jahre lang ein CVJM Haus in Sachsen geleitet. Gemeinsam mit ihrem Team und viel Motivation setzten die beiden in Ramsau ein neues

Konzept um. Nach erheblichen Umbauten im Haus und einer inhaltlichen Neuausrichtung, wandelte sich das ehemalige Gästehaus zum Alpen Experience CVJM Aktivzentrum Hintersee, welches in seiner jetzigen Form im Juni 2014 neu eröffnete. „Alpen Experience ist mehr als nur ein Name. Es ist ein gesamtheitliches Konzept, welches natürlich den Naturraum Alpen im Focus hat“, erklärt der Hausleiter. „Wir wollten eine Verbindung schaffen, zwischen Naturerfahrungen und unserem Glauben.

Kontakt CVJM Aktivzentrum Hintersee Am See 61 83486 Ramsau Telefon 0 86 57 - 98 87 0 hintersee@cvjm.de www.hintersee.de Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015


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Unterkunft vorgestellt

SONNENTAL DAS HAUS DER MÖGLICHKEITEN

Das Gästehaus in Ramsau bei Berchtesgaden liegt eingebettet in die erhabene Bergkulisse des Hochkaltermassivs mit wildromantischem See – dem ca. 16 Hektar großen Hintersee. Hier stehen den Gästen insgesamt 154 Betten, aufgeteilt auf 48 großzügige Zwei-, Drei, und Vierbettzimmer, zur Verfügung. Zehn Schlafräume sind behindertenfreundlich und barrierefrei eingerichtet. Sämtliche Zimmer sind mit eigenem Sanitärbereich ausgestattet. „Unsere Gäste haben von ihren Zimmern aus einen schönen Blick auf die Berge und den See, und nahezu alle Zimmer verfügen über Terrasse oder Balkon“, gibt Heiko Schalling Auskunft. Außerdem sind 8 Seminar- und Aufenthaltsräume vorhanden. „Jede Gruppe ab 15 Personen hat bei uns Anspruch auf einen Gruppenraum“, so der Hausleiter. Darüber hinaus können eine Turnhalle und zwei Kegelbahnen genutzt werden, um beispielsweise ein paar Stunden Regenwetter zu überbrücken. Direkt am Haus gibt es eine Kletterwand. An dieser kann, selbst oder unter Anleitung, auf 5 Strecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade bis in 9 Meter Höhe geklettert werden. Da sich das Gästehaus unmittelbar am Rande des Nationalparks Berchtesgaden befindet, bieten sich eine Vielzahl von

Unternehmungen an. „Zahllose Wanderungen, teilweise sogar barrierefrei, starten direkt vor der Haustür und der See lädt im Sommer zum Baden oder Bootfahren ein. Boote stellen wir zur Verfügung“, berichtet Heiko Schalling. „Auch im Winter bietet unser Standort verschiedene Möglichkeiten für Aktivitäten, wie zum Beispiel Ski- oder Schlittenfahren. Wir haben eigene Schlitten, und vor der Tür gibt es präparierte Rodelhänge. Richtig gut finden wir die kostenfreie Nutzung der öffentlichen Busse. Somit kann man sich ohne Zusatzkosten in der Region Berchtesgaden bewegen.“ Hinsichtlich der Verpflegung wird Vollverpflegung geboten. „Wir legen großen Wert auf regionale Küche, wertige Produkte und Nachhaltigkeit“, versichert Koch Ringo Hilgert. „Es gibt frische Milch und Milchprodukte. Andere Lebensmittel werden von regionalen Anbietern bezogen. Vegetarier kommen selbstverständlich auch auf ihre Kosten, und auf Allergien versuchen wir so gut wie möglich Rücksicht zu nehmen.“ Alle Mahlzeiten gibt es in Buffetform. Im Speisesaal, mit Panoramablick über den Hintersee hinauf zum Hochkaltermassiv, finden über 150 Gäste Platz. Bezüglich der Aufenthaltsgestaltung wurden von ausgebildeten Erlebnispädagogen, die zu dem insgesamt 18 Mitarbeiter umfassenden Haus-Team gehören, verschiedene Programme und Programmbausteine entwickelt. Unter anderem gibt es betreute Teamaktionen für Schulklassen, für den Sommer und den Winter, wie beispielsweise

Jugend- und Erwachsenenbildungsstätte Haus Sonnental 66798 Wallerfangen Telefon +49 (0) 6831 966830 www.tagen-bistum-trier.de ANZEIGE

Dabei steht für uns nicht die Natur, sondern der Mensch darin im Fokus.“

Das Haus Sonnental bei Wallerfangen, in der Nähe von Saarlouis besticht durch die umliegende Waldlandschaft und eine ruhige Lage. Beste Möglichkeiten bietet das Haus für Kinder und Jugendliche im Rahmen von Schul-, Freizeit- und Ferienveranstaltungen. Vereine, Firmen und Organisationen finden in über 10 Tagungsräumen mit entsprechender Ausstattung für bis zu 120 Personen viel Raum für Tagungen, Fortbildungen und Orientierungstage.

MARIENBURG

ÜBER DEN BESTEN LAGEN Die historische Marienburg oberhalb der Mosel gelegen, in der Nähe von Zell, bietet insbesondere Gruppen vielfältige Möglichkeiten zur Entfaltung im Rahmen von Bildungs-, Tagungs- und Freizeitveranstaltungen. 11 Seminarräume und Speisesaal für bis zu 120 Personen 26 Einzel-, 21 Doppel- und 8 Mehrbettzimmer 3 rollstuhlgerecht einger. Zimmer Großzügige Außenanlage für diverse Spielmöglichkeiten, Grillplatz, Kicker, Tischtennisplatte, Terrasse, Clubräume Jugendbildungsstätte Marienburg, 56856 Zell Telefon +49 (0) 6542 93680 www.tagen-bistum-trier.de Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015


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Unterkunft vorgestellt

Ausflugsziele Berchtesgadener Land: Königssee, St. Bartholomä Wie ein Fjord ruht der See, umrahmt von gewaltigen Felswänden, inmitten des Nationalparks Berchtesgaden.

Foto: Königsee, St. Bar tolomä © BLT GmbH

Salzbergwerk Berchtesgaden Es ist das älteste aktive Salzbergwerk Deutschlands, in dem hauptsächlich im nassen Abbau Salz gewonnen wird, und zugleich ein Schaubergwerk. Foto: Watzmann © BLT GmbH

Klettern, Geocaching, Rafting, Skikurse, Eisstockschießen oder Iglubau.

Blaueishütte am Hochkalter Bei einem Aufenthalt am Hintersee bietet sich eine Wanderung zur nahegelegenen Blaueishütte auf dem Hochkalter in 1.680 Meter Höhe an. Wimbachklamm Ramsau Die Wimbachklamm liegt am Eingang eines gewaltigen Hochtals. Hier kommt das Wasser mit lautem Getöse an die Oberfläche und fließt durch eine enge Felsenschlucht.

„Nicht jede Aktion passt zu jeder Gruppe, aber wir stellen für jede Gruppe ein geeignetes Programm zusammen“, sagt Birgit Schalling, die für den erlebnispädagogischen Bereich zuständig ist. „Für Schulklassen haben wir zudem Gesamtpakete erstellt, die Übernachtung, Verpflegung und verschiedene Angebote beinhalten.“ Lehrer erhalten direkt nach ihrer Anfrage eine Info-Broschüre zugeschickt, welche die Planung auf die Reise erleichtern soll und das Haus sowie die Region vorstellt. „Unsere Gäste kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch internationale Gruppen beherbergen wir“, informiert Heiko Schalling. „Bei den Schulklassen ist die Altersgruppe ab der 5. Klasse am häufigsten vertreten. Ansonsten sind ca. 70 Prozent unserer Gäste bis 27 Jahre alt. Das heißt, zur Zielgruppe unseres Hauses zählen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.“ Birgit Schalling ergänzt: „Unser Haus gehört zum Christlichen Verein Junger Menschen und unser gesamtheitliches Konzept beinhaltet beispielsweise auch die Möglichkeit zur Teilnahme an morgendlichen Besinnungszeiten. Wir sind überkonfessionell. Jeder darf zu uns ins Haus kommen, auch wer kein Mitglied ist.“ Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

Foto: Wimbachklamm © Nationalpark Berchtesgaden

Kehlsteinhaus Hoch über dem Berchtesgadener Land befindet sich dieser historische Aussichtspunkt, mit einem überwältigenden Panoramablick von bis zu 200 Kilometern. Foto: Kehlsteinhaus © BLT GmbH

Dokumentation Obersalzberg Hier wird die Geschichte des Obersalzberges und des Nationalsozialismus gezeigt. Watzmann Therme Berchtesgaden Für Erholung, Badespaß und Sport steht den Besuchern eine Wasserfläche von 900 Quadratmetern zur Verfügung. Rupertus Therme Bad Reichenhall Im Alpen Sole Thermalbad gibt es fünf „Quellen des Wohlbefindens“ – ein Thermenkonzept mit separaten Zugängen und räumlicher und funktionaler Trennung dieser Bereiche. Foto: Ruper tus Therme © BLT GmbH BLT GmbH – Berchtesgadener Land Tour ismus GmbH


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Inselsberg

Foto: © Thür inger Tour ismus GmbH

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Neue Klassenfahrtenprojekte im KiEZ Ferienpark Feuerkuppe Mit dem neuen Projekt „Manege frei – sei dabei“ und vielen weiteren tollen Klassenfahrtenangeboten startet der Ferienpark in das neue Schuljahr.

Der inmitten von Buchenwäldern auf einem Höhenzug der Hainleite gelegene Ferienpark Feuerkuppe ist mit 600 Betten die größte Übernachtungseinrichtung in Thüringen. Neben 50 Bungalows und einem Gästehaus verfügt der Ferienpark über zahlreiche Freizeitaktivitäten und speziell auf die Zielgruppe der Schulklassen abgestimmte thematische Pauschalprogramme. Für Grundschulen ist das Highlight für das kommende Schuljahr das Projekt „Manege frei – sei dabei“. Dabei tauchen Sie mit Klasse in die fantasievolle Welt des Zirkus ein. Sie erleben ein tolles Projekt, das Spiel, Spaß, Spannung und soziales Lernen verbindet. In einem echten Zirkuszelt trainieren Ihre Schülerinnen und Schüler abwechslungsreiche Darbietungen aus der Jonglage, Artistik und Akrobatik ein. Natürlich dürfen auch lustige Clowns und verblüffende Zauberer nicht fehlen.

Gerade in der 5. Klasse oder bei Schwierigkeiten in der Klassengemeinschaft hilft eine Klassenfahrt, oft den nötigen Zusammenhalt in der Klasse herzustellen. Dazu hat der Ferienpark Feuerkuppe mit seinen beiden Projekten „Stark als Team“ und „Teamtage“ spezielle erlebnispädagogisches Programme entwickelt. Durch spannende Kooperationsübungen und eine Erlebnisexpedition mit erfahrenen Erlebnispädagogen wird das Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

soziale Zusammenleben und gemeinsame Lernen in der Klasse nachhaltig vermittelt und gefördert. Eine abwechslungsreiche erlebnispädagogische Entdeckungsreise durch die Natur wird Grundschulklassen mit dem Programm „Abenteuer kleine Naturforscher“ geboten. Hier begeben sich die Klassen auf die Suche nach magischen Waldbewohnern und erleben dabei die Natur mit allen Sinnen, wenn sie Hütten oder Seilspielgeräte im Wald selbst bauen. Für alle Klassenstufen geeignet ist das spannende Klassenfahrtenprogramm „GUT DRAUF - Active Kids“, welches das Thema Gesundheit jugendgerecht in Szene setzt. In einem bunten Mix aus Bewegungs- und Kooperationsspielen, interessanten Koch und Backaktionen sowie gezielten Entspannungsübungen werden die Themen gesunde Ernährung, Bewegung und Stressbewälti-

gebote nutzen oder in der Bäckerei eigene Leckereien backen. Für Tierfreunde ist vor allem das Reiten und der Streichelzoo oder ein Besuch im Lernort Natur interessant. Im Winter lädt besonders die Sauna zum Entspannen ein; im Sommer darf ein Besuch im hauseigenen Freibad nicht fehlen.

gung spielerisch aufgegriffen. Dabei können die Schüler/innen Spaß haben und gleichzeitig ein Gesundheits- und Körperbewusstsein entwickeln. Für Klassen, die sich lieber ein individuelles Programm zusammenstellen möchten, ist das „Feuerkuppe Spezial“ als Best Of im Ferienpark genau das Richtige. Aus einer großen Vielfalt an Aktivitäten können dabei die Beliebtesten ausgewählt werden. Ob sportlich aktiv beim Klettern am 21 m hohen Kletterturm, beim gemeinsamen Bowling, ein paar Sprüngen auf dem Trampolin, einer Partie Fußball auf dem Kunstrasensportplatz, beim spannenden Bogenschießen, einem Workout im Fitnessraum oder einem Volleyballturnier auf dem Beachvolleyballfeld – Möglichkeiten zum Austoben gibt es ausreichend. Wer sich lieber kreativ beschäftigt, kann im neuen Schwarzlichttheater seine schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen, unterschiedliche Bastelan-

Alle Klassenfahrtenprogramme beinhalten zwei bzw. vier Übernachtungen, Vollverpflegung, ein themenspezifisches Freizeitprogramm, zwei bzw. vier Abendveranstaltungen sowie teilweise oder durchgehende pädagogische Betreuung.

Und auch bei schlechtem Wetter fällt Ihre Klassenfahrt im Ferienpark nicht ins Wasser. Neben vielen Aktivitäten, die auch bei Regen durchgeführt werden können, gibt es auch eine neue Kletter- und Erlebnishalle, die sich ideal als Schlechtwettervariante eignet. Darüber hinaus bietet der Ferienpark lehrplanorientierte Projekte für alle Altersstufen wie beispielsweise „Ja so warn’s die alten Rittersleut“ und „Auf den Spuren Barbarossas – so lebt es sich als Kaiser“. Beim Projekt „Stark im Netz“ wird den Schüler/innen ein aufschlussreicher Einblick in die Welt des Internets gegeben und wichtige Grundlagen zum Datenschutz, Privatsphäre und Social Media erläutert.

Ausführliche Informationen zu allen Klassenfahrtsangeboten finden interessierte Lehrer und Schulklassen auf der Homepage des Ferienpark Feuerkuppe unter www.ferienpark-feuerkuppe.de.

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Klassenfahrten und Projekttage in Thüringen 2016

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Eine Klasse(n)-Fahrt in den

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Schloss Wilhelmsburg

Foto: Š Thßringer Tourismus GmbH

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Berlin: Museum vorgestellt

Die geheime Welt der Spionage

Im Herzen Berlins eröffnete am 19. September 2015 das „Spy Museum Berlin“ Spionage ist kein Phänomen der Neuzeit, sondern eines der ältesten Gewerbe der Welt. Bereits im Altertum gab es Geheimagenten, ebenso wie heute. Dabei waren die Methoden der Agenten raffiniert und mitunter skurril, einige sogar weltbewegend. Diese Welt der Spionage hat auch Franz Michael Günther in seinen Bann gezogen. Er ist Kurator des am 19. September 2015 in Berlin am Leipziger Platz eröffneten, privatwirtschaftlich betriebenen Spy Museums, welches die Geschichte dieses uralten und sich immer wandelnden Universums des zweitältesten Metiers der Welt erzählt. „Nach nahezu zehnjähriger Recherche und wissenschaftlicher Aufarbeitung mit einem kuratorischen Team, sehe ich meine Idee nun endlich realisiert“, freut sich der Kurator. „Wir erzählen im Museum die Geschichte der Spionage von der Antike über die militärische Aufklärung während der Weltkriege bis hin zur Entstehung von organisierten Geheimdiensten und spannen einen Bogen in das dunkle Reich von Geheimdienstaktivitäten der verfeindeten Lager im Kalten Krieg bis zur Gegenwart. In der Dauerausstellung präsentieren wir abenteuerliche Geheimoperationen, mysteriöse Spionagefälle und berichten über legendenumwobene Spione.“ Obwohl es sich zum Großteil um historische Fakten handelt, ist die Präsentationsform wirklich zeitgemäß. Die Besucher

Fotos: Spy Museum Berlin (9)

werden mitgenommen auf eine multimediale Zeitreise. „Hunderte von Touchscreens, auf denen alle Ausstellungsstücke vom Besucher gedreht werden können, eine 14 Quadratmeter große Laserprojektionsfläche zur visuellen Darstellung zeitgeschichtlicher Spionagehotspots und Oculus-Rift-Projektionen sollen das Thema interaktiv erfahrbar machen“, erklärt der Museumsdirektor Joachim E. Thomas, der früher Manager des Olympiastadions war. „Ohne Inanspruchnahme öffentlicher Gelder ist ein Museum entstanden, das sich nebst seiner wissenschaftlichen Objektivität auch als Ort der Unterhaltung versteht“,

informiert Carsten Kollmeier, Co-Initiator und Leitender Berater des Spionagemuseums. An über 200 hochauflösenden Monitoren, vierzehn Zeitzeugenstelen, fünf Agentenportraitstationen und vier historischen Zeitfenstern erfahren die Besucher, wie seit der Antike übers Mittelalter bis in die heutige Zeit Menschen mit Giften und Drogen zum Reden oder zum Schweigen gebracht wurden; wie die Stasi die Körpergerüche von Dissidenten archivierte; wie Geheimdienste unliebsame Zeitgenossen mit allen erdenklichen Gegenständen, einschließlich eines Regenschirms, ins Jenseits beförderten.

Impressionen vom Tag der Eröf fnung Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

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Berlin: Museum vorgestellt

Auf über 3.000 Quadratmeter Fläche sind derzeit 300 Exponate zu sehen – darunter eine Enigma-Codiermaschine, ein Trabi mit Infrarotkamera, tote Briefkästen, Schuhe mit Geheimfach im Absatz, ein BH mit Mini-Kamera, ein als Handschuh getarnte Attentatswaffe oder Pfeifen, in den Waffen versteckt sind. „Eine Wertung der Exponate treffen wir nicht“, berichtet der Museumsdirektor. „Das überlassen wir unseren Besuchern.“

Insgesamt umfasst die langjährig aufgebaute Sammlung etwa 1.000 Stücke, welche nach und nach gezeigt werden sollen. Auch Sonderausstellungen sind geplant.

Ersten Weltkrieg. „Die erste Drohne war eine Taube“, sagt Joachim E. Thomas. „Im Ersten Weltkrieg wurden die Vögel mit einer Kamera und einem kleinen Fallschirm ausgestattet, um Aufnahmen beim Feind zu machen.“

Gleich zu Beginn der Ausstellung werden die Besucher darüber aufgeklärt, dass Drohnen keine aktuelle Erfindung sind. Eine Urform der Drohnen gab es schon im

Neben einer Vielzahl von Objekten, Dokumenten, Bildund Filmzeugnissen aus privaten Sammlungen und öffentlichen Archiven, sind auch Statements und Bekenntnisse von Zeitzeugen, Top-Agenten und Experten, durch speziell für das Museum produzierte dokumentarische Filminterviews, in der Ausstellung erlebbar.

Ein Schwerpunkt des Museums ist die Spionage in Zeiten des Kalten Krieges. Dabei wird das Vorgehen in Ost und West gegenübergestellt. „Die Zeit des Kalten Krieges hat den internationalen Ruf Berlins als Hauptstadt der Spione begründet. Und genau hier, mitten in dieser Stadt, an der ehemals heißesten Nahtstelle des Kalten Krieges, gibt es nun unser Museum. Welcher Ort könnte authentischer sein, um die Geschichte der Spionage erlebbar zu machen?“, so der Museumsleiter. Berlin bildet, als bis heute wichtiger europäischer Knotenpunkt weltpolitischer Ereignisse, den

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Berlin: Museum vorgestellt

thematischen Schwerpunkt des Museums. Den aktuellen Aufgaben von Geheim- und Nachrichtendiensten sowie dem zukünftigen Umgang mit Information als Ware ist ein eigener Themenbereich gewidmet. Beim Thema Spionage in der heutigen Zeit geht es unter anderem darum, welche Daten Facebook über seine Nutzer sammelt. Ebenso thematisiert die Ausstellung die Arbeit von Hackern wie des NSA-Whistleblowers Edward Snowden. Auch das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel spielt eine Rolle.

Das Museum versteht sich als Ort lebendiger Wissensvermittlung. Besucher sollen Entdecken, Erleben, Ausprobieren und Forschen. So können beispielsweise Wörter verschlüsselt und decodieret oder Passwörter auf Sicherheit geprüft werden. Besuchergruppen, wie Schulklassen, können nach Voranmeldung das Museum in

geführten Touren spielerisch kennenlernen. Unter fachkundiger und individueller Führung der Museums-Scouts erhalten sie einen Einblick in das Schattenreich von Spionage und Geheimdiensten. Abb. der Exponate ab S. 21: Brieföffnungswerkzeuge / Bulgarischer Regenschirm / Fialka Walze / Chiffriermaschine ENIGMA / Fallschirm mit Kuriertaube / Handschuhpistole / Komplexkoffer mit Abhörtechnik / Geruchskonserve der Stasi © Spy Museum Berlin Lebensmaske von Roger Moore © Spy Museum Berlin, Sammlung Distin

Die Spionage ist zugleich die Geschichte der Schicksale ihrer Protagonisten. In der Ausstellung werden sowohl die Geschichten realer Protagonisten der Spionage, Geheimagenten und Whistleblower als auch jene legendärer Spione aus Literatur und Film, wie James Bond, erzählt.

Kontakt Spy Museum Berlin Leipziger Platz 9 10117 Berlin Telefon 030 - 206 203 54 www.spymuseumberlin.com

Pegasus Hostel Berlin

Die grüne Oase mit Geschichte und mehr. • Zimmer mit optimalem Preis-Leistungsverhältnis • Location in absolut zentraler Lage • Energiereiches Frühstücksbuffet und leckere Abendessen-Angebote • Persönliche Ansprechpartner vor Ort Pegasus Hostel Berlin Straße der Pariser Kommune 35 10243 Berlin Telefon 030 / 297 736 0 groups@pegasushostel.de www.pegasushostel.de

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Unterkunft vorgestellt

Herberge im alternativen Stadtteil Dresdens Das Hostel Louise20 ist Teil des Szene- und Kulturviertels von Dresden „Unser Hostel Louise20 ist seit nunmehr über 13 Jahren Teil des alternativen Stadtteils Dresden Neustadt, der jedes Jahr im Juni zum Straßenfest Bunte Republik Neustadt besonders bunt wird und seinem Namen alle Ehre macht“, berichtet Steffen Runke. Er ist seit ca. sieben Jahren Betriebsleiter des Hostels. „Das hippe Kneipen- und Szeneviertel bietet nicht nur Nachtschwärmern und Tanzwütigen ein reiches Angebot an Bars und Clubs, sondern auch tagsüber lässt sich in den Straßen rund um unser Hostel viel entdecken. Ob die berühmte Kunsthofpassage, Theater und kleine Bühnen, Galerien und Museen. Alles ist von uns aus zu Fuß erreichbar.“ Auch der historische Stadtkern von Dresden, mit Semperoper, Zwinger und Frauenkirche, ist vom Hostel aus gut zu Fuß zu erreichen. Und Ausflüge in die Umgebung von Dresden können von dem ca. 800 Meter entfernten Bahnhof DresdenNeustadt angetreten werden. Im Szene- und Gründerzeitviertel Dresdens, einem schönen Wohnviertel mit besonderer Architektur, wurde im September 2002 in der Louisenstraße 20 das Hostel Louise20 gegründet. Es ging aus der ehemaligen Lou-

isenboofe hervor. „Die Adresse im Namen schien einfach und praktisch“, erklärt der Betriebsleiter. „Mit der Gründung des Hostels entstand auch ein neues Logo, in Form eines Geistes. Dabei ließ sich das damalige Team von der reichen Geschichte der Stadt Dresden inspirieren, die bereits viele große Geister und verschiedene Zeitgeister gesehen hat.“

Das Hostel verfügt über insgesamt 90 Betten, verteilt auf 14 Gästezimmer und fünf Ferienwohnungen mit jeweils 3 Gästezimmern. Die Gäste können zwischen 1-Bett; 2-Bett; 3-Bett; 4-Bett und 5-Bett-Zimmern wählen, die alle im ruhigen Hinterhaus liegen. In sämtlichen Zimmern sind ein Waschtisch mit Warm- und Kaltwasser vorhanden. Vier Gemeinschaftsbäder und Toiletten befinden sich auf den Fluren, in unmittelbarer Nähe zu den Zimmern. Ausgestattet sind die Gästezimmer mit naturbelassenen Massivholzmöbeln. „Einen angenehmen und gesunden Schlaf ermöglichen Komfortlattenroste sowie bequeme Latexmatratzen“, so Steffen Runke. „Unsere flauschigen Bettdecken und Kopfkissen sind allergikergeeignet.“ Außerdem gibt es zwei Aufenthaltsräume für 15 und für 20 Personen, jeweils mit Fernseher, Reiselektüre und Spielesammlungen. Ende 1990 erfolgte eine Sanierung des Vorderhauses des Gebäudes, welches um 1910 erbaut wurde. In diesem Hausteil sind auch die historischen Zimmertüren noch erhalten. Eine Besonderheit ist ebenfalls die aufwendige Deckenbemalung in der Durch-

Fotos: Hostel Louise20 GmbH (3) Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015


Unterkunft vorgestellt

Kontakt

fahrt des Hauses. Diese wurde zum Teil im Original erhalten und teilweise erneuert, wobei man sich am Originalmuster orientierte.

Louise20 Hostel GmbH Louisenstraße 20 01099 Dresden Telefon 0351 - 8 894 894 info@louise20.de www.louise20.de

Foto: © Sylvio Dittr ich, TMGS

Die Liste der Gästeklientel des Hostels ist bunt. Dazu zählen unter anderem weitgereiste Backpacker, Paare auf Wochenendtrip, Familien, Geschäftsleute sowie Schüler-, Jugend- oder Studentengruppen.

Gruppen machen bei den Gästen einen Anteil von ca. 40 Prozent aus, wobei deutsche Schüler- und Studentengruppen den Hauptanteil bilden. Andere kommen aus allen Teilen der Welt, beispielsweise aus Italien, Polen, Irland, der Türkei oder auch Australien, La Réunion oder den USA. „Dieses weltoffene Flair versuchen wir an unsere Gäste weiterzugeben, damit sie sich in der Fremde auch zu Hause fühlen können“, sagt der Betriebsleiter.

Sehenswürdigkeiten Kunsthofpassage

Foto: © Judith Spanken, TMGS

Historische Altstadt von Dresden mit Zwinger, Semperoper, Hofkirche, Frauenkirche, Dresdner Schloss

An Verpflegung bietet das Hostel ein Frühstücksbuffet mit vorwiegend Bioprodukten. Die Idee dafür entstand vor einigen Jahren durch die Zusammenarbeit mit einem Verein für Ökologischen Landbau. „Denn wir lassen uns gern von den Ideen unserer Partner inspirieren“, erzählt der Betriebsleiter. „Mittlerweile ist unser Frühstück in das Restaurant im Erdgeschoß unseres Hauses gewandert. Eine Fusion, von der alle Beteiligten profitieren. Dadurch wurden zum Beispiel im Hostel weitere Aufenthaltsräume für unsere Gäste geschaffen, ebenso steht nun unsere komplett eingerichtete Küche Kochbegeisterten und Selbstverpflegern uneingeschränkt zur Verfügung.“ Mittag- oder Abendessen können die Gäste, auch Schulgruppen, im Restaurant erhalten. „Unser Team besteht aus jungen Leuten, die ihre Stadt kennen und lieben und die alle selbst schon auf Reisen und in Hostels unterwegs waren und somit wissen, was so einen Beherbergungsbetrieb aus- und heimelig macht“, versichert Steffen Runke. „Und neben einem festen Grundstamm an Mitarbeitern, haben auch schon immer viele Studenten unser Team verstärkt. Aus den unterschiedlichsten Bereichen kommend, sorgen sie für immer frischen Wind und neue Ideen.“

Silhouette von Dresden

Foto: © Freder ik Schrader, TMGS

Galerien und Museen wie das Grüne Gewölbe , Alte Meister im Zwinger, Hygienemuseum, Japanisches Palais, Karl-May-Museum in Radebeul Sonstiges in und um Dresden: Gläserne Manufaktur, Großer Garten mit Parkeisenbahn und Zoo, Kunsthof-Passage, Pfundsmolkerei – ein historisches Geschäft, Schloss Pillnitz, Schloss Moritzburg, Dampfschifffahrt auf der Elbe, Sächsische Schweiz mit der Festung Königstein ...

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Reiseveranstalter vorgestellt

Städtereisen, Sport- und Erlebnisreisen … Seit 25 Jahren organisiert EVR Reisen deutschland- und europaweit Klassenfahrten Am 8. März 1991 wurde die EVR Reisen GmbH im sächsischen Chemnitz, als Erzgebirgisch – Vogtländischer Reisedienst, gegründet. Somit begeht das Unternehmen im März 2016 sein 25-jähriges Bestehen. Zu Beginn konzentrierte sich der Reiseveranstalter darauf, dem wachsenden Interesse der „Neubundesbürger“ am Reisen im europäischen Raum Rechnung zu tragen. Schulen in und um Chemnitz betreute man gewissermaßen nebenbei und organisierte die ersten Klassenfahrten. Das änderte sich ab 1992. Nun stand der Bereich Schülerreisen im Mittelpunkt und wurde systematisch ausgebaut. Vorerst war man nur im Raum Sachsen aktiv, aber ab 1994 vertrieb das Unternehmen den jährlich erscheinenden Katalog auch in allen anderen neuen Bundesländern und ab dem Jahr 2000, aufgrund der gewachsenen Nachfrage, im gesamten bundesdeutschen Raum. Nach Auskunft der Geschäftsleitung veranstaltete man in den letzten 24 Jahren Klassenfahrten für über 22.000 Schulklassen, darunter viele Stammkunden. Und auch 2015 soll wieder ein erfolgreiches Jahr werden. „Wir organisieren Klassenfahrten, Studienreisen, Sport- und Erlebnisreisen, Skireisen, Abifahrten, Tagesausflüge, Vereinsfahrten und mehr. Wobei jede Gruppe von uns ein individuelles Angebot erhält und aus einer Vielzahl von Programmbausteinen auswählen kann“, berichtet Katrin Schönherr. Nach Ausscheiden des langjährigen Geschäftsführers Lutz Franz trat die studierte Diplom-Kauffrau ab 1. Januar 2015 seine Nachfolge an. Ihre Erfahrungen im Bereich Tourismus sammelte sie während jeweils einjähriger Auslandaufenthalte in den USA sowie Australien/Neuseeland. Zudem absolvierte sie diverse Praktika, war als Reiseleiterin tätig und arbeitete zwölf Jahre bei einem bayerischen Veranstalter. „Im Frühjahr 2014 zog es mich zurück in meine sächsische Heimat und Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

Teamfoto © EVR-Reisen GmbH

ich begann als Büroleiterin bei EVR Reisen“, so Katrin Schönherr. Die Übernahme der Geschäftsleitung bedeutet für sie eine neue Herausforderung und sie freut sich, in ihrer Heimat wieder eine solche gefunden zu haben. „Mir steht ein tolles Team zur Seite. Gemeinsam möchten wir in Zukunft noch viele Ideen erfolgreich umsetzen“, sagt die Geschäftsführerin. Zum Team des Reiseveranstalters zählen zehn Mitarbeiter. Vier davon sind bereits seit über 20 Jahren dabei. „Wir sind alle reiselustig, kennen die Mehrzahl unserer Reiseziele und Partner persönlich und sind immer auf der Suche nach neuen Trends und Reisedestinationen“, versichert Katrin Schönherr. Was die Unternehmensstrategie betrifft, so hat sich eine fachkundige und umfassende Beratung der Lehrer und Betreuer bewährt. Dazu gehören die Hilfe bei der Ausarbeitung pädagogischer Inhalte der Fahrten, aber auch die Koordinierung von kleinen Klassen und Gruppen sowie das Eingehen auf persönliche Wünsche. Die Beratung im Vorfeld einer Reise findet hauptsächlich telefonisch statt, zunehmend auch per E-Mail. Jeder Lehrer

erhält ein Angebot, das mit dem jeweiligen Länderspezialisten ständig besprochen oder verändert werden kann. „Klassenfahrten sind ein sehr wichtiger Bestandteil der Schullaufbahn, aber auch aufwändig in der Planung. Unser Ziel ist es, dem Lehrer so viel wie möglich Arbeit abzunehmen. Wir haben viele Formblätter vorbereitet, die auch auf der Homepage downloadbar sind, so beispielsweise die Einladung zum Elternabend, die Einverständniserklärung der Eltern, Packlisten, usw.“, erzählt Katrin Schönherr. „Und über unsere Stammkunden erfahren wir viel, was uns bei der pädagogischen Gestaltung unserer Produkte hilft beziehungsweise wo organisatorische Hürden zu nehmen sind.“ Bezüglich der beliebtesten Angebote ist der Trend Städtereisen ungebrochen – innerdeutsch wie auch europaweit. Ebenso ist Deutschland nach wie vor ein beliebtes Reiseland für Schulklassen. „Der bewusste Aufenthalt in der Natur wird wieder geschätzt, besonders bei Schülern bis Klasse 8. Und es wird vermehrt nach besonderen Programminhalten gefragt. Das betrifft zum Beispiel Sportaktivitäten, die die Schüler daheim nicht ausprobieren können,


Reiseveranstalter vorgestellt

Foto: © CWE GmbH, TMGS

wie Surfen, Stand up Paddeln oder Rafting“, erklärt die Geschäftsführerin. „Ältere Schüler reisen weiterhin gern nach Italien und Spanien. Auch wird Kroatien immer stärker als Reiseziel entdeckt. Als Jubiläumsreise haben wir übrigens bewusst unsere Heimatstadt ausgewählt. In Chemnitz hat sich viel getan und die Stadt ist viel besser als Ihr Ruf.“ Bedauerlich finden die Chemnitzer, dass sich die Reisezeit auf immer weniger Wochen im Jahr zusammenschiebt und man dadurch öfter an die Kapazitätsgrenzen stößt. Diesem Trend möchten sie mit speziellen Angeboten zu saisonschwachen Zeiten entgegenwirken. Bei der Herangehensweise von Lehrern, Eltern und Schülern hinsichtlich Klassenfahrten, verzeichnet das Unternehmen eine zunehmende Differenzierung. Während die einen pädagogische Aspekte in den Vordergrund stellen, das heißt fachbezogene

Rathaus

Neumarkt in Chemnitz

Foto: © Wolfgang Thieme, TMGS

beziehungsweise den Unterricht begleitende Inhalte, wählen die anderen die Reise hauptsächlich nach dem Erlebniswert aus. Um über die Angebote zu informieren, gibt es neben den Katalogen schon viele Jahre einen entsprechenden Web-Auftritt. Nach Auskunft der Geschäftsführerin nimmt die Bedeutung des Kataloges als Verkaufshilfe zwar ab, er hat aber nach ihren Erfahrungen noch nicht ausgedient. Beim Onlineangebot legt man unter anderem Wert auf eine leichte Bedienbarkeit und arbeitet gleichzeitig kontinuierlich an einer schnellen Auffindbarkeit der Produkte. Katrin Schönherr: „Beide Medien dienen nach unserer Sicht eher der Information. Einer gelungenen Klassenfahrt geht zumeist eine umfangreiche Beratung voraus. Aus diesem Grund möchten wir keine reine Online-Buchbarkeit der Klassenfahrten.“

Die Kunden des Reiseveranstalters kommen jeweils zur Hälfte aus dem Ost- und dem Westteil Deutschlands, teilweise auch aus Österreich. „Einige Stammschulen kommen sogar aus den USA“, freut sich die Geschäftsführerin. „Diese lassen jeweils ihre Deutschland-Rundreise von uns organisieren.“ Mit seiner Arbeit unterstützt das Reiseunternehmen unter anderem die Chemnitzer Theater in ihrer umfangreichen und pädagogisch konzipierten Jugendarbeit sowie soziale Projekte.

Kontakt EVR Reisen GmbH Jakobstraße 36 09130 Chemnitz Telefon 0371 - 444430 info@evr-reisen.com www.evr-klassenfahrt.de

TROPFSTEINHÖHLE UND

MUSEUM

Steinalte Geheimnisse. Modern inszeniert. www.hoehlen-erlebnis-zentrum.de Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

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Unfallkasse informiert

Auslandsreisen – Wer ist wie versichert? Unfallschutz und medizinische Versorgung bei Klassenfahrt ins Ausland Die Unfallkasse Hessen informiert, ein Beitrag von Gerhard Fiedler Welche vorbeugenden Maßnahmen sind bei Auslands-Klassenfahrten vor Reiseantritt und auch im Ausland zu treffen, um eine ordnungsgemäße ärztliche Betreuung Unfallverletzter zu gewährleisten? Hier sind unsere Tipps und Ratschläge für die Praxis.

Gesetzlicher Unfallschutz im Ausland Schüler und auch Studenten mit Auslandsemester genießen in allen Mitgliedstaaten der EU sowie in den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) einen umfassenden Unfallschutz. Grundsätzlich besteht Anspruch auf die Leistungen, die sich während des Aufenthalts als medizinisch notwendig erweisen. Gesetzlich Versicherte werden mit der Europäischen Krankenversicherungskarte – EHIC – in allen EU-Mitgliedstaaten sowie in Island, Lichtenstein, Norwegen und in der Schweiz im medizinischen Notfall ambulant oder stationär behandelt.

kenversicherungskarte (EHIC) Krankenversicherungsschutz in Deutschland nachweisen konnte, erfolgte die Abrechnung dieser Leistungen direkt über die Sozialversicherung. Glück im Unglück: Die medizinischen Untersuchungen in Österreich und Deutschland ergaben letztlich keinen Hinweis auf eine Kniescheibenverrenkung. In unserem Beispiel erhält Lena medizinische Leistungen nach den in Österreich geltenden Regelungen im dort üblichen Umfang. Damit ist sichergestellt, dass verletzte Schüler, genau wie zu Hause, sofort medizinische Hilfe erhalten.

Klassenfahrten ins Ausland gut vorbereiten Die für die Auslandsfahrt verantwortliche Einrichtung sollte Schüler und Eltern ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Europäische Versicherungskarte (EHIC) dem ausländischen Leistungserbringer im Versicherungsfall grundsätzlich die Zuständigkeit eines deutschen Kranken- beziehungsweise Unfallversicherungsträgers bestätigt.

Private Auslandsreise-Krankenversicherung abschließen Abb.: © Wikipedia / Lumu

Bei Fahrten oder Aufenthalten außerhalb der EU/EWR gelten diese Regelungen nicht. Dort müssen die Betroffenen bei den Kosten in Vorlage treten und anschließend die Originalrechnungen zur Kostenerstattung bei der zuständigen Unfallkasse einreichen.

Da sich der gesetzliche Unfallversicherungsschutz nur auf den Schulbereich bezieht, also private Unternehmungen außerhalb des schulischen Verantwortungsberei-

Es passierte beim Skifahren in Österreich: Lena stürzte bei einer Abfahrt auf ihr rechtes Knie. Sie hatte starke Schmerzen im Knie – eine Kniescheibenverrenkung mit Verdacht auf Kniebinnenschaden war die Folge! Lena musste sofort behandelt werden. Die Flugrettung (ÖAMTC) wurde verständigt und die Einlieferung ins nächste Krankenhaus vorbereitet. Die Kosten für Bergung und einen Tag stationäre Behandlung betrugen 1.372 Euro. Weil Anna mit ihrer Europäischen KranKlassenfahrten Magazin Heft 4/2015

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ches ausdrücklich nicht umfasst, empfehlen wir, zusätzlich eine private AuslandsreiseKrankenversicherung abzuschließen. Damit ist auch der private Bereich des Auslandsaufenthaltes abgesichert. Teilweise haben die Einrichtungen oder Schulträger solche Versicherungen schon pauschal abgeschlossen. Informationen erhalten Sie bei den Schulverwaltungen. Über die gesetzlichen Leistungen hinausgehende Wahlleistungen müssen privat bezahlt werden, so dass auch hierfür eine private Auslandsreise-Krankenversicherung ratsam ist. Dies gilt auch für Behandlungen bei Privatärzten oder in Krankenhäusern, die nicht am Aushilfeverfahren beteiligt sind; sie akzeptieren deshalb auch keine EHIC oder eine Ersatzbescheinigung. Es verbleibt nur die Möglichkeit der Kostenerstattung nach den für Sozialleistungsträger gültigen Sätzen. Personen, die keine Anspruchsbescheinigung einer gesetzlichen Krankenkasse haben, weil sie beispielsweise privat krankenversichert sind, sollten sich vor dem Auslandsaufenthalt mit uns in Verbindung setzen. Wir stellen eine entsprechende Ersatzbescheinigung aus.

Ein Schulunfall im Ausland Bei einem Schulunfall im Ausland handelt man prinzipiell genauso wie im Inland: Die Verantwortlichen vor Ort müssen für rasche


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erste Hilfe sorgen und, soweit erforderlich, für ärztliche Versorgung – nötigenfalls im Krankenhaus. In der EU und EWR können die Betroffenen sofort zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen, wo sie nur noch ihre Europäische Krankenversicherungskarte präsentieren müssen. Die behandelnden Ärzte oder die Aufnahme des Krankenhauses sind darauf hinzuweisen, dass ein Schulunfall vorliegt. Unbedingt zu beachten ist, dass die Sachleistungen von einem Vertragsarzt oder –krankenhaus erbracht werden, die berechtigt sind für die örtlichen Träger der Sozialversicherung zu behandeln. Der Leistungsumfang bestimmt sich dabei nach dem Recht des Aufenthaltsstaates. Auf

verfahren beteiligt sind, und Privatärzte und -kliniken, die nicht am Aushilfeverfahren beteiligt sind. Diese akzeptieren weder die EHIC noch eine Ersatzbescheinigung. Anschriften der Vertragsärzte, die am Aushilfeverfahren in Ihrer Urlaubsregion beteiligt sind, finden Sie unter www.aerztekammer.at (Bundesland/Arztsuche). Bitte wählen Sie bei der Suchoption den Punkt „Gebietskrankenkassen“ aus. Die für das Bundesland zuständige Gebietskrankenkasse ist auch gleichzeitig unsere Verbindungsstelle im Ausland. Stationäre Unfallheilbehandlung direkt zu unseren Lasten gewähren die sieben Unfallkrankenhäuser in Graz, Kallwang, Klagenfurt, Linz, Salzburg, Wien 12 und Wien 20 oder die erwähnten Vertragskrankenhäuser.

Kostenerstattung Insbesondere bei wahlärztlichen Leistungen, in jedem Fall bei Privatkonsultationen, treten die Versicherten in Vorleistung. Sie erhalten ihre Aufwendungen nach Vorlage der Originalrechnungen im Rahmen unserer Leistungspflicht erstattet. Gerade in diesen Fällen ist eine private Auslandsreise-Krankenversicherung von Vorteil.

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Sonderwünschen der versicherten Personen beruhende Leistungen, die über das hinausgehen, worauf Anspruch nach dem Recht des Aufenthaltsstaates besteht, sind von ihnen selbst zu tragen. Eine Erstattung dieser Aufwendungen durch den Träger der Unfallversicherung besteht nicht.

Rücktransport Bei schweren Verletzungen ist die rasche telefonische Kontaktaufnahme mit der Unfallkasse generell ratsam, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Vor Ort sollte deshalb rechtzeitig die Transportfähigkeit des Unfallopfers geklärt werden. Die Unfallkassen organisieren vielfach den Rücktransport mit inländischen Rettungsunternehmen.

Hinweise für Österreich Zu unterscheiden sind hier Vertragsärzte und -kliniken, die am so genannten Aushilfe-

Ereignet sich der Unfall in einem Land, für das keine internationalen Abkommen gelten (zum Beispiel USA, Australien), übernehmen wir die Kosten der ärztlichen Behandlung in angemessenem Umfang. Beispielsweise nicht angemessen wäre die Wahl eines Einzelzimmers bei stationärer Behandlung.

Erst die Unfallkasse fragen – eventuell Geld sparen! Wir empfehlen generell, Rechnungen über größere Summen möglichst nicht sofort zu begleichen, da sie gelegentlich deutlich überhöht sind. Die Unfallkasse Hessen kann in dringenden Fällen, zum Beispiel mit einem Fax in Landessprache, zunächst eine grundsätzliche Kostenübernahme zusichern.

Unfallanzeige und weitere Informationen Die Verpflichtung, jeden Unfall mit Arztbehandlung oder Todesfolge innerhalb von drei Tagen anzuzeigen, besteht auch bei Auslandsunfällen. Wir bitten Sie daher, uns in einem solchen Fall sofort telefonisch zu

Abb.: Flyer der Unfallkasse Hessen

informieren und nach Rückkehr aus dem Ausland die förmliche Unfallanzeige zu erstatten. Zusätzliche Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (www. dguv.de/internationales; Sicher im Ausland – Schüler und Studierende), der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland (www.dvka.de/Urlaub) und in unserem neuen Flyer „Unfall im Ausland – was ist zu tun?“, den wir den Schulen kostenlos zur Verfügung stellen. Wir haben in diesem Flyer nützliche Hinweise zusammengestellt, um den Verantwortlichen vor Ort einen Leitfaden an die Hand zu geben.

Kontakt Unfallkasse Hessen Gerhard Fiedler Leonardo-da-Vinci-Allee 20 60486 Frankfurt am Main Telefon 069 - 29972 602 g.fiedler@ukh.de www.ukh.de Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

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Unfallkasse informiert

Wer haftet bei Schulfahrten?

Ein Beitrag von Ludger Lohmer, Unfallkasse Rheinland-Pfalz, Abteilung Recht und Kommunikation Die gesetzliche Unfallversicherung übernimmt die Kosten für die Rehabilitation von Schülerinnen und Schülern auch nach Unfällen bei Ausflügen und Schulfahrten. Wie aber sieht es mit der Haftung für Schäden aus, die Jugendliche oder Aufsichtsführende bei solchen Fahrten anrichten? Grundsätzlich ist die Person, die einen Personen- oder Sachschaden schuldhaft verursacht, zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet (§ 823 BGB). Kinder und Jugendliche müssen ebenfalls nach Vollendung des siebten Lebensjahres für den Schaden aufkommen, den sie anderen zufügen, wenn sie dabei „die zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderliche Einsicht“ hatten (§ 828 BGB). Sie haften persönlich. Das heißt nicht die Eltern, sondern sie selbst haben den entstandenen Schaden auszugleichen. „Eltern haften für ihre Kinder“ gilt nur dann, wenn die Kinder Schäden auslösen,

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weil sie von den Eltern nicht ausreichend beaufsichtigt wurden (§ 832 BGB). Bei schulischen Veranstaltungen findet aber keine Aufsicht durch die Eltern statt – daher haften die Eltern nicht. Die Aufsichtspflicht obliegt hier vielmehr der Schule beziehungsweise der jeweiligen Lehrkraft. Für bestimmte Schäden besteht auch zu Gunsten von Schülerinnen und Schülern ein Haftungsausschluss beziehungsweise ein Haftungsprivileg: Sie sind zum Ersatz des Personenschadens einer Mitschülerin/eines Mitschülers nur dann verpflichtet, wenn sie deren/dessen Versicherungsfall vorsätzlich oder auf einem nach § 8 Abs. 2 SGB VII versicherten Weg herbeigeführt haben (§ 105 SGB VII).

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Daher können Schülerinnen und Schüler untereinander nur dann Schmerzensgeld geltend machen, wenn sie den Schaden des

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Mitschülers auf dem Schul- beziehungsweise Heimweg oder vorsätzlich herbeigeführt haben. „Vorsätzlich“ heißt, sie müssen gewusst und gewollt haben, dass gerade der konkrete Schaden eintritt. In solchen Fällen hilft keine Haftpflichtversicherung, weil diese bei vorsätzlich verursachten Schäden nicht eintritt. Im Verhältnis zum Unfallversicherungsträger gilt dagegen ein erweiterter Haftungsmaßstab: Haben die Jugendlichen den Versicherungsfall einer Mitschülerin/eines Mitschülers vorsätzlich, grob fahrlässig oder auf dem Schulweg herbeigeführt, haften sie persönlich dem Unfallversicherungsträger für die entstandenen Aufwendungen. Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn der Schaden zwar nicht gewollt war, jedoch durch ein besonders leichtfertiges bis vernunftwidriges Verhalten herbeigeführt wurde. Für die auf dem Schulweg oder für die grob fahrlässig verursachten Schäden

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sätzlich verursachten Schäden, treten aber dann ein, wenn ein Schaden für sie nicht voraussehbar war. Dann fehlt nämlich der Vorsatz. Der Abschluss einer solchen Gruppenversicherung ist jedenfalls dann zu empfehlen, wenn nicht alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler bereits über eine Familienversicherung geschützt sind.

könnte dann eine etwaige Haftpflichtversicherung herangezogen werden.

Dienstherr hat Fürsorgepflicht Die vorstehenden Ausführungen gelten ebenfalls für die Aufsichtsführenden bei einer schulischen Veranstaltung:

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Kein Haftungsprivileg bei Sachschäden Bei Sachschäden gilt dieses Haftungsprivileg gegenüber den Mitschülerinnen und Mitschülern nicht. Bereits fahrlässig verursachte Schäden sind durch sie selbst zu ersetzen. Die Deckung hierfür würde eine Haftpflichtversicherung übernehmen. Eine solche Versicherung haben viele Eltern schon als „Familienversicherung“ abgeschlossen. Sie haben sich und ihre Kinder damit gegen Ansprüche von geschädigten Dritten wegen fahrlässig verursachter Personen- und Sachschäden abgesichert. Diese Haftpflichtversicherung übernimmt auch die Schäden, welche die Kinder und Jugendlichen auf einer Klassenfahrt oder auf einem Ausflug verursachen.

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Lehrkräfte oder zur Begleitung eingeteilte Personen – auch Eltern – haften für Personenschäden von betreuten Kindern nur dann, wenn sie deren Unfall vorsätzlich herbeigeführt haben. Ein solcher Fall ist eigentlich kaum denkbar. Für die Aufwendungen des Unfallversicherungsträgers haften sie zwar bereits bei grober Fahrlässigkeit. Aber auch hier sind Ansprüche höchst selten. Zudem müssen solche Schadensersatzansprüche an den Dienstherrn gerichtet werden (§ 839 BGB, Art. 34 Grundgesetz), der wegen seiner Fürsorgepflicht dafür einzutreten hat. Das Land als Dienstherr kann seinerseits auch nur dann Regress von den Aufsichtskräften fordern, wenn grobe Fahr-

lässigkeit nachweisbar ist. Das muss ein Dienstherr sich im Einzelfall sorgfältig überlegen. Das Land ist für die bei Klassenfahrten oder Ausflügen aufsichtsführenden Personen für alle auch bei Dritten verursachten Personen- oder Sachschäden eintrittspflichtig. Das gilt in gleicher Weise für Schäden, die Schülerinnen und Schüler wegen mangelnder Aufsicht verursacht haben. Insoweit ist das Land „Selbstversicherer“. Was die Kinder und Jugendlichen als mögliche Schadensverursacher betrifft, bieten einige Versicherungsunternehmen für Schulausflüge und Klassenfahrten Gruppen-Haftpflichtversicherungen an. Diese übernehmen zwar nicht die mutwillig beziehungsweise vor-

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Beitrag zur Haftung von Programmanbietern

Haftung von Trainern und Erlebnispädagogen Pflichten und Rechte der Programmanbieter im Indoor- und Outdoorbereich

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Grenzerfahrungen sowie das bewusste Überschreiten der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten gehören bei verschiedenen Aktionen, wie beispielsweise Klettern oder erlebnispädagogischen Maßnahmen, zum pädagogischen Konzept. Diese bewusste Konfrontation der Teilnehmer mit neuen, für sie unbekannten und herausfordernden Situationen bedeutet aber mitunter ein erhöhtes Gefahrenrisiko. Wie verhält es sich daher bezüglich der Haftung von entsprechenden Programmanbietern? Was die Haftung des Aufsichtspflichtigen betrifft, so steht im Bürgerlichen Gesetzbuch, § 832: (1) Wer kraft Gesetzes zur Führung der Aufsicht über eine Person verpflichtet ist, die wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geistigen oder körperlichen Zustands der Beaufsichtigung bedarf, ist zum Ersatz des Schadens verpflichtet, den diese Person einem Dritten widerrechtlich zufügt. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn er seiner Aufsichtspflicht genügt oder wenn der Schaden auch bei gehöriger Aufsichtsführung entstanden sein würde. (2) Die gleiche Verantwortlichkeit trifft denjenigen, welcher die Führung der Aufsicht durch Vertrag übernimmt. Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

Die gesetzlichen Grundlagen im BGB hinsichtlich der Schadensersatzpflicht (§ 823) besagen: (1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet … Eine gesetzliche Verpflichtung zur Ausübung ihrer Tätigkeit gibt es für Programmanbieter nicht. Aber es liegt ein Vertrag vor, sodass dieselben Rechtsfolgen eintreten.

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Denn die Eltern übertragen die Aufsichtspflicht dem Anbieter von Programmen und dieser gibt sie dann an Trainer oder Erlebnispädagogen weiter. Für Programmanbieter ergeben sich grundsätzlich zwei nebeneinander stehende Haftungsgrundlagen: zum einen die Pflichten aus den vertraglichen Vereinbarungen zwischen Trainer, Veranstalter, Betreiber und Teilnehmern; zum anderen kann sich Haftung auch aus einem „Delikt“ gegenüber Dritten ohne vertragliche Bindung ergeben. Im Falle eines Falles muss jeder Trainer mit strafrechtlichen Konsequenzen für sein Tun oder Unterlassen rechnen. Hierbei dürften vordergründig Köperverletzungs- und Tötungs-Tatbestände, aber auch Vorwürfe wegen Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung eine Rolle spielen. Eine entsprechende Verurteilung führt regelmäßig zu einer Vorentscheidung für weitergehende zivilrechtliche Ansprüche. Diese zivilrechtlichen Ansprüche treffen alle freiberuflich oder selbstständig arbeitenden Trainer. Dabei geht es immer um Schadenersatzansprüche. Im Gegensatz zum Strafrecht sind hier auch eine Teilschuld zusammen mit anderen und das Mitverschulden des Geschädigten möglich.


Beitrag zur Haftung von Programmanbietern

Für die konkrete Haftung des Trainers muss es zu einer Verletzung seiner Pflichten durch Tun oder Unterlassen gekommen sein. Welche Faktoren sind also hierbei zur Einschätzung der Intensität der jeweiligen Verpflichtung besonders bedeutsam und müssen nachweisbar im Vorhinein berücksichtigt werden (Gefährdungseinschätzung)? Einsichtsfähigkeit der Teilnehmer – Hier wird insbesondere berücksichtigt, ob der Teilnehmer in der Lage ist, die Situation und die Anweisungen des Trainers zu verstehen und umzusetzen. Hierbei sind Alter, intellektuelle Fähigkeiten, aber auch Vorerfahrungen der Teilnehmer zu berücksichtigen. Maßgeblich ist dabei der sogenannte Empfängerhorizont. Es ist also zu überprüfen, ob die Belehrungen auch angekommen sind und befolgt werden. Modell des Wissensstärkeren Aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung ist der Trainer grundsätzlich viel besser als der Teilnehmer mit möglichen Konsequenzen der ausgeübten Tätigkeiten vertraut. Hieraus können sich haftungsverstärkende Argumente gerade beim Unterlassen ergeben. Dies gilt insbesondere auch bei Personen, mit denen keine vertragliche Beziehung besteht. Garantenstellung aus Vertrag Ergänzend zu dem Modell des Wissensstärkeren verantwortet der Trainer gegenüber seinem „Kunden“ auch die konkrete Situation, in die er durch die jeweilige Übung gerät. Grundsatz „Du hast mich in Gefahr

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gebracht und holst mich hier auch wieder raus!“ Praxis in vergleichbaren Geschäftskreisen Maßgeblich sind die branchenüblichen Sicherheitsstandards und Normen in ihrer jeweils aktuellen Ausprägung. Ein Beharren auf zum Ausbildungszeitpunkt des Trainers gültige, aber zwischenzeitlich veraltete Sicherheitsstandards ist nicht zulässig. Jede unterlassene Fortbildung oder Wiederho-

lungsübung bedeutet automatisch eine höhere Wahrscheinlichkeit, bei entsprechender Kausalität mit dem Schadenereignis haftbar gemacht zu werden. Welche Pflichten, deren Verletzung Haftung verursachen kann, ergeben sich im Einzelnen für den Trainer? Informationspflicht, wobei der Teilnehmer umfassend über die Anlage / Geländebesonderheiten und die Verhaltensregeln zu informieren ist. Empfehlungspflicht, wobei dem Teilnehmer – auch ungefragt – eine für ihn geeignete Übung zu empfehlen beziehungsweise von ungeeigneten Übungen abzuraten ist. Hierzu zählt auch die Entscheidung über die generelle Teilnahmefähigkeit. Instruktionspflicht, wobei der Teilnehmer in die (Trainings-) Abläufe und Sicherheitsvorschriften vollständig zu unterweisen und der Lernerfolg zu kontrollieren ist. Aufsichtspflicht, wobei der Trainer die Teilnehmer ihrem Alter und ihrer Einsichtsfähigkeit entsprechend zu beaufsichtigen und selber über die notwendige Intensität seiner Eingriffsmöglichkeit zu entscheiden hat. Die Aufsichtspflicht endet nicht automatisch mit dem 18. Lebensjahr! Interventionspflicht, wobei der Trainer aktiv einschreiten muss, wenn er eine Situation beobachtet, von der er aufgrund Ausbildung und Erfahrung wissen muss, dass Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

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Inserentenverzeichnis, Impressum

diese eine erhöhte Gefährdung bedeutet. Dies kann dazu führen, dass er die Aktivität auch ganz abbrechen muss, auch wenn dies den Interessen von Veranstalter, Betreiber, Auftraggeber und / oder Teilnehmer zuwider läuft. Nebenpflichten durch eigene Erkenntnisse: Sind dem Trainer Umstände bekannt, dass es im Bereich der Anlage oder aufgrund organisatorischer Mängel zu Schäden kommen kann, hat er darauf hinzuweisen. Auch wenn es sich um originäre Risiken des Betreibers und des Veranstalters handelt. Neben der eigentlichen, objektiven Pflichtverletzung ist auch der Verschuldensgrad für die Bewertung des tatsächlichen Anteils des Mitverschuldens maßgeblich. Relevant sind hierbei 3 Fallgruppen: Fahrlässigkeit – die erforderliche Sorgfalt wird durch die „übliche“ Sorgfalt ersetzt; grobe Fahrlässigkeit – die erforderliche Sorgfalt wird in erheblichem Maße nicht berücksichtigt; Vorsatz – neben dem direkten Vorsatz

(mit Wissen und/oder Wollen etwas tun), ist der bedingte Vorsatz in der Praxis schnell erreicht (es nicht gewusst und gewollt haben, aber billigend in Kauf nehmen). Hierzu zählen alle Situationen, in denen der Trainer das „Unglück“ hat kommen sehen und nicht aktiv wurde. Ist eine Vertretung des Trainers / Erlebnispädagogen in seiner Aufsicht durch Minderjährige möglich? Wenn zwingende Gründe vorliegen, beispielsweise eine Verletzung eines Minderjährigen aus der Gruppe, der von dem Trainer selbst ins Krankenhaus gebracht werden muss, dann ist eine Übertragung auf einen Minderjährigen aus der Gruppe möglich, wobei bezüglich der Auswahl des betreffenden „Stellvertreters“ strenge Anforderungen zu stellen sind. Im Falle, dass etwas passiert, wird überprüft, ob die Auswahl von Seiten des Trainers richtig getroffen wurde. Gewagte „pädagogische Experimente“ sind in diesem Zusammenhang unzulässig beziehungsweise unangebracht.

Kann ein Trainer an mehreren Orten zugleich verantwortlich sein? Von einem Trainer wird nichts Unmögliches verlangt, wenn ihm zugemutet wird, an mehreren Orten zugleich verantwortlich zu sein. Er muss jedoch den Ort auswählen, von dem er glaubt, am wirksamsten seiner Aufsichtspflicht nachzukommen oder eventuell die größte Gefahrenquelle ausschalten zu können. Die Gruppe sollte möglichst immer zusammengehalten werden, wenigstens aber unter ständiger Beobachtung. Zu beachten ist vor allem auch der Betreuerschlüssel: Je günstiger das Verhältnis von Trainer und Teilnehmern, desto geringer das Gefahrenpotential. Quellen: Bürgerliches Gesetzbuch (www.buergerliches-gesetzbuch.info) Hans Herbert Bock, Köln (www.hhbock.de) Landessportbund Hessen e.V. (www.lsbh-vereinsberater.de) Bayerischer Jugendring (www.bjr.de)

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Impressum Klassenfahrten Magazin ISSN 1611-4124

Mediadaten: Die Mediadaten sind auf den Internetseiten des Magazins zu finden.

Herausgeber: Verlag K. Mickel Katrin Mickel und Lutz Alke GbR Bahnhofstraße 19 02692 Obergurig Telefon 03591 - 30 49 94 Fax 03591 - 318 96 83 eMail: verlag@klassenfahrten-magazin.de Internet: www.klassenfahrten-magazin.de

Druckerei: Dierichs Druck + Media GmbH & Co KG

werden nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr veröffentlicht. Für die eingesandten Texte und Fotos wird das Urheberrecht des Einsenders vorausgesetzt. Bei Nichterscheinen in Folge höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Lieferung oder Rückzahlung des Bezugspreises. Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle bedarf eine Verwertung des Inhaltes der Zustimmung der Redaktion. Dies gilt sowohl für die Zeitschrift als Printerzeugnis, als auch für die Vorstellung der Zeitschrift im Internet. Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos wird keine Haftung übernommen.

B.u.S. Schneesportschule, Sulzbach S. 9 Berlin on Bike S. 22 Bildungsst. Bundeshöhe, Wuppertal S. 11 DJH-Landesverband Thüringen e.V. S. 20 Erlebnispark Meeresaquarium S. 19 Freizeithaus MS Waterdelle, Borkum S. 30 Freizeitheim Strobel-Mühle Pockautal S. 31 Haus Sonnental, Wallerfangen S. 15 Heinz Nixdort MuseumsForum S. 7

Chefredaktion: Tel. 03591 - 30 49 94 Katrin Mickel Satz und Layout: Lutz Alke Anzeigenverwaltung: Lutz Alke Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015

Erscheinungsweise und Preis: Das Klassenfahrten Magazin erscheint vierteljährlich und ist auch im Abonnement erhältlich. Jahresabonnement: 8,00 EUR inklusive Mwst. und Versandkosten (Einzelpreis 2,50 EUR), im Ausland zzgl. Versandkosten. Bestellungen sind zu richten an: Verlag K. Mickel GbR eMail: abo@klassenfahrten-magazin.de Namentlich ausgewiesene Beiträge liegen in der Verantwortlichkeit des Verfassers. Alle Nachrichten

S. 13 S. 30 S. 18 S. 36 S. 2 S. 19 S. 31 S. 22 S. 9

Termine Heft 1/2016: Redaktionsschluss/Anzeigenschluss: Erscheinungstermin:

15.01.2016 25.02.2016


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Klassenfahrten Magazin Heft 4/2015  

Zeitschrift für Lehrer zum Thema Klassenfahrten und Projekttage

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